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Geschrieben von Leyon Contarus am 19 Sep, 2016 um 17:06 05:

000 Corusca-Sektor /–\ Coruscant-Subsystem /–\ Coruscant /–\ untere Ebenden (1411) /–\ Salon "The Golden Rancor" /–\ Leyon Contarus, Spieler, Kandri Corren in der nähe 000


... Sein Gegenspieler kam auf minus 20 Punkte und Leyon auf positive zweundzwanzig, dem Idioten auf seiner Hand sei dank. Stille herrschte in dem von Zigarra Rauch vernebeltem Raum. Bis auf einmal alle Spieler durcheinander brüllten. Der brünette Gewinner der runde begann zu jubeln während die anderen Vier damit begannen sich und ihn zu beschimpfen und des Falschspiels zu bezichtigen. Noch während der Geberdroide versuchte die Spieler zur Raison zu bringen, girff der Roderianer routiniert an seine Hüfte und griff ins Leere. Alle anwesenden hatten ihr Blaster vor dem Betreten des Raumes abgeben müssen. Der Twi'lek hingegen fuhr mit seiner Hand zu seinem Stiefelschaft und kurz darauf blitze eine Klinge im Licht über dem Spieltisch. Leyon, dem der Angriff galt, ließ sich einfach mitsamt seinem Stuhl nach hinten überkippen und rollte sich nach hinten weg. Unterdessen begannen sich der Roderianer und einer der Menschen zu prügeln. Nur der schwitzer schine von allem unberührt sitzen zu bleiben. Schnaufend starrte er auf die Karten die auf dem Tisch verstreut lagen. Anscheinedn konnte er es nicht fassen mit einem Stern verloren zu haben.

Der Tumult im Salon wütete erst einige Augenblicke als auch schon Zwei Wächter und ein Droide den Raum stürmten. Betäubungsstäbe wurden geschwungen und beförderten erst den Twi'lek und dann den Roderianer ins Reich der Träume. Leyon sah eine Chance gekommen schnell und ohne die Bank auszahlen zu müssen zu entkommen. Mit einer schnellen Bewegung entwand er dem anscheinend Modifizierten B1 Droiden seinen Blaster, richtete ihn gegen seinen ehemaligen Besitzer. Nachdem der Droiden in einem Schauer aus Funken zusammen gebrochen war, schaltete der Raumnomade den Blaster auf betäubung und feuerte eine Garben in den Raum. Dann Griff er so schnell es ging so viel des Gewinns wie ihm möglich war und verließ rasch den Salon. Im Gang hechtete er über die Garderobe um sich seinen Modell 434 Blaster wieder zu beschaffen. Und verließe schnellen Schrittes die Separee des 'Golden Rancor'. Denn Geberdroiden auf seinen Repulsoren schwebend im Salon hinter sich zurück lassend.

Kaum das Leyon die beiden Wächter am Eingang des Kasinos passiert hatte nahm er aus dem Augenwinkel war, das sich einer der Beiden an sein Ohr fasste. Der Galaxy Raider begann zu Rennen, diese bewegung konnte nur bedeuten, dass der Wächter einen Funkspruch erhalten hatte. Leyon wollte gerade in der Menge der Passanten und vergnügungssüchtigen unterrauchen als er in eine rothaarige Frau rannte. Durch seinen Schwung riss er sie mit sich zu Boden als die ersten Karmesinroten Blasterstrahlen über sie hinweg jaulten. Den Wächtern schien es anscheinend egal zu sein wen sie trafen, da sie mitten in die Menge hielten. Neben einem Fluch schlug dem Schrotthändler eine Alkohol Fahne von der Frau entgegen womit man einen Gundark hätte betäuben können. Unbeholfen wie ein Neugeborenes Nerf versuchte die Frau aufzustehen, doch wenn man betrunken ist, ist das Gleichgewicht ein Hund, kaum steht er auf liegt er wieder drunten...

Leyon kam wieder auf die Füße und einem Gefühl folgend packte er die rothaarige Frau grob beim Handgelenk und zog sie mit sich durch die Menge. Unberechenbare Hacken schlagend entging er und seine unfreiwillige Begleitung dem Balsterfeuer. Bis sie an die Brüstung der Promenade gelangten. Wohin jetzt? Es gab nur einen logischen Weg, nach unten, über die Brüstung. Leyon konzentrierte sich und warf sich dann Rückwärts hinab in die Tiefe die Frau vor seiner Brust festhaltend. Keine Drei Meter unter ihnen fuhr genau in dem Moment des Sturzes ein Lastenskiff entlang. Unsanft krachte der Galaxy Raider auf die Ladung des Skiffs, er musste kämpfen um nicht dass Bewusstsein zu verlieren als ein stechender Schmerz sein linkes Bein entlang fuhr. Zumindest hatte er so die Wucht des Aufpralls für die rothaarige gemildert.
Nach kurzer Zeit machte sie Anstalten sich von ihm zu lösen und Leyon gab sie frei. Ein kurzer Blick der Orientierung und er fand den Piloten des Skiffs. Einen Droiden der stur seiner Route folgte, die nun anscheinend in einen schlecht beleuchteten Tunnel unter einem der Wohntürme hindurch führte. Mit schmerzverzerrtem Gesicht stemmte sich Raumnomade auf die Beine und humpelte zum Droidenpiloten.


"Hey Kumpel, danke fürs mitnehmen. Kannst du uns vielleicht irgendwo absetzten? Langsam wandte der Droide seinen Kopf zu Leyon seine gelblich glühenden Photorezeptoren flackerten kurz und dann antwortet er: "Dies ist kein Passagiertransport. Blinde Passagiere haben das Gefährt beim nächsten Stop in zwei Blocks freiwillig zu verlassen. Sonst muss ich die Autoritäten benachrichtigen." "Schon gut, Kumpel sobald du hältst verschwinden wir."

Humpelnd bewegte sich der man im rötlichen Ledrismantel wieder zu der Frau die er mit sich gerissen hatte. Sie sah ihn nicht sehr klar an, entweder stand sie unter Schock oder der Alkohol sprach aus ihm Blick, oder eine Mischung aus beidem. Leyon blieb vor ihr stehen, reichte ihr die Hand um ihr aufzuhelfen und sagte dann: "Da es vorhin etwas hektisch war. Ich bin Leyon Contarus. Der sturz tut mir leid, aber ich denke es ist besser als sich erschießen zu lassen. Mit wem hab ich das vergnügen.?"

Leicht zerschunden stand der Mann nun da, für einen Kundigen musste es so wirken als entlaste er sein linkes Bein. Ein spitzbübisches Grinsen umspielte seine Züge während er auf die Antwort seiner unfreiwilligen Begleitung wartete.


000 Corusca-Sektor /–\ Coruscant-Subsystem /–\ Coruscant /–\ untere Ebenden (1410) /–\ Luftstaße /–\ Leyon Contarus, Kandri Corren Droidenpilot 000


Geschrieben von Terry Dourshe am 27 Oct, 2017 um 22:12 49:

[Coruscant – südliche Hemisphäre – Gefängnis der mittleren Ebene – Sicherheitstrakt – Zelle] Terry


Es war einiges an Zeit vergangen. Tage der ewigen Gleichförmigkeit. Morgens wecken, dann warten, vielleicht etwas Körperpflege, wenn die Lust dazu aufkam, anschließend wurde man irgendwann abgeholt und zum Speisesaal gebracht. Danach wieder Abtransport in die Zelle mit fröhlichem Warten. Ab und zu noch ein paar Stunden im sogenannten Arboretum, wie Terry die mehreckige Fläche nannte, die für die Gefangenen bereitstand, um sich etwas Bewegung an so etwas wie frischer Luft zu gönnen. Abholung wieder am Abend.

Keine besonderen Zwischenfälle.

Der Einarmige hatte mehrmals beantragt, einen Anwalt rufen zu dürfen. Es war ihm zwar genehmigt worden, aber irgendwie war die Ausführung dann in den Mühlen der Verwaltung verschlampt worden. Natürlich gab es hier jede Menge Insassen, die alle auf etwas warteten, die meisten darauf, wieder hinaus zu kommen. Der Beamtenapparat war überall gleich – er arbeitete furchtbar gemütlich und hatte bestimmt keinen Stress. So war es im Imperium gewesen und so ist es auch in der neuen Republik oder wie immer sich diese Gleichmacher auch nennen. Dabei haben sie auch sämtliche Vorurteile, die es in der Galaxis gibt, einverleibt und leben sie aus – vielleicht aber mit mehr schlechtem Gewissen als Leute, die einfach dazu stehen, dass es keine Gleichheit gibt und die Unterschiede deshalb auch noch betonen und gekonnt hervorheben. Terry gehörte zur zweiten Sorte. Er bestand immer darauf, auch wenn er das hier nicht laut sagte, wegen Selbsterhaltungstrieb und so, der besten aller Rassen anzugehören, außerdem war er Kuati, was die Überlegenheit noch einmal mehr betonte.


An die Monotonie würde er sich nie gewöhnen. Den Duros mied er, diesen stinkenden Haufen grüner Scheiße, ebenso den ehemaligen imperialen Drecksack. Wenn er ehrlich zu sich war, dann hatte er schlicht und einfach Angst. Ein Zustand, der ihm nicht oft begegnete und den er nur schwer zu deuten und noch schwerer zu handhaben wusste. Mutig war er auch nicht wirklich, er wusste nur oft nicht, wo die Grenzen lagen – und er überschritt sie wo es ihm gerade passte.

Nach einer weiteren Schlägerei war er schließlich in Einzelhaft gekommen und bekam sein Essen in die Zelle serviert, was das Essen zwar nicht besser machte, aber er hatte jetzt wenigstens Zeit, es hinunter zu würgen.

Manchmal dachte er an seinen Freund, dann wieder an den Arsch Milo Morgansson, den er ab und zu beim Hofgang sah und sich jedes Mal sofort wegdrehte, damit der ihn nicht wieder ansprach. Milo hatte eine Art an sich, die es einem eiskalt über den Rücken laufen lassen konnte.

Wochen waren verstrichen und Terry hatte wieder einmal eine Beschwerde formuliert, weil er noch immer keinen Anwalt und keine Anhörung bekommen hatte, außerdem saß er hier nicht im Untersuchungsgefängnis, sondern in einer regulären Haftanstalt mit bereits verurteilen Arschlöchern und Aliens. Er wollte Schmerzmittel wegen seinem amputierten Unterarm, das forderte er fast täglich. Aber er bekam nur gelegentlich eine Dosis, weil sie Angst hatten, dass er süchtig würde. Das rang Terry nur ein müdes Lächeln ab. Seit Jahren kam er nicht mehr gut ohne aus. Zu lange Abstinenz machte ihn unberechenbar und er würde langsam alles dafür tun, um mehr davon zu bekommen. Das Jucken der nichtvorhandenen Finger, die Schmerzen, wo ihm der Arm abgeschossen worden war, das alles machte ihn fast verrückt und war schlimmer als das gesamte Gefängnis und diese Alienverbrecher zusammengenommen.

Haltung ist alles, was Ihnen bleibt, hatte Milo zu ihm gesagt. Wahrscheinlich hatte er recht. Manchmal, wenn er allein in seiner Zelle dahindämmerte, fehlte es ihm an der entsprechenden Haltung, auch deshalb, weil er sich auf der Pritsche zusammenrollte und sich selbst furchtbar leidtat. Haltung verlor er auch, wenn die Phantomschmerzen zu viel wurden. Aber er hatte noch keinen Grund, aufzugeben. Nur den Gedanken daran, den hatte er von Zeit zu Zeit, wie jeder andere in seiner Lage wohl auch. Andererseits war er ein überführter Mörder, er hatte es ja selbst zugegeben – und er hatte es auch getan, was das schlimmste an der Sache gewesen ist. Er hatte es getan.

Er begann die geheimnisvolle Frau zu vergessen, die ihm den größten Schlamassel aller Zeiten eingebrockt hat. Auch Lim Valara geriet in Vergessenheit, nur nicht Ree Aak. Ab und zu dachte er an Kalyn und überlegte, was sie gerade so anstellen mochte, welches arme Schmugglerschwein sie drangsalieren würde oder was sie in ihrer Freizeit so anstellte. Wahrscheinlich hatte sie ihn bereits völlig vergessen. Was auch normal wäre. Man vergisst so schnell, wenn man beschäftigt ist. Daran lässt nicht einmal der beste Wille etwas ändern. Die Möglichkeit, aus dem Gefängnis zu fliehen, hat er aufgegeben. Hier sind nur Aliens oder Menschen, denen er nicht trauen kann. Eine Verhandlung wird wahrscheinlich aufgrund der politisch doch etwas heiklen Sachlage nicht so schnell stattfinden. Also brauchte er sich deswegen noch keine Gedanken zu machen. Bislang hatte auch noch niemand versucht, ihm den Garaus zu machen – abgesehen von dem üblichen Geplänkel, wenn er mal wieder die Klappe zu weit aufgerissen hatte, was aber nur noch sehr selten vorkam.

Wie üblich wurde er irgendwann am Tag, während der Helligkeitsperiode in seinem Bereich, abgeholt und in den Freizeitbereich geschafft. Es war alles ganz normal, nichts worüber sich irgendjemand aufregen müsste. Bis es dann doch geschah, etwas, das er vergessen hatte, woran er nicht mehr gedacht, aber Kalyn davor gewarnt hatte. Es fiel ihm erst ein, als er das Messer spürte, das sich ihm in die Seite bohrte. Wie kann jemand im Gefängnis ein Messer haben, fragte sich ein Teil von ihm, was angesichts der Tatsache, dass man hier für Credits oder andere Dienstbarkeiten alles bekommen konnte, was es draußen auf dem Markt ebenso gab, fürchterlich dumm und naiv war.

Derjenige, der ihn erstochen hatte, oder es zumindest versucht hatte, ließ Terry sanft zu Boden gleiten und machte noch eine Bemerkung, damit die Tat nicht sofort auffiel:

„Hey, der ist zugedröhnt bis oben … lasst ihn liegen.“

Terry bekam nicht mehr viel davon mit. Sterben würde er daran nicht, aber es brachte ihm die Warnung der Vermummten wieder ins Gedächtnis, dass er besser mit niemandem darüber reden sollte. Und das hatte er sehr gründlich getan, vielleicht zu gründlich. Doch dieser Attentäter hatte gründlich gepfuscht und sich zu wenig mit der menschlichen Anatomie auseinandergesetzt. Der Deserteur war zwar vorerst außer Gefecht gesetzt, vielleicht auch für eine längere Zeit.

Minuten verstrichen zu fast einer Stunde, bis es einer der Wachen zu viel wurde und er einen Droiden losschickte, sich das zugedröhnte Miststück genauer anzuschauen, vielleicht könnte man dann ja eine Bestrafung organisieren und wieder einmal Zellenrazzien durchführen, die es ohnehin in unregelmäßigen Abständen gab.

Der Droide ging unwillig los und gab sofort Meldung, als er bemerkt hatte, dass da keinesfalls einer im Drogenrausch lag, sondern ein schwer verletzter Mensch. Es war keine Waffe zu sehen und auch eine sofort eingeleitete Durchsuchung der Gefangenen ergab kein Ergebnis. Woran hatte sich der Untersuchungshäftling also verletzt?

Ein Mediteam wurde geholt, das den Kuati abtransportierte und auf die Medistation verfrachtete, wo seine Verletzung behandelt wurde. Es dauerte nicht sehr lange, ein paar Stunden vielleicht, bis er wieder aufwachte und sich zu erinnern versuchte. Das Licht flackerte unstet in einer der vielen Röhrenlampen. Wie ungut. Das sollte sich einmal jemand anschauen. Er fragte sich, warum er hier war, weil er selbst nicht wusste, was geschehen war. Da war nur ein plötzlicher Schmerz gewesen und dann nichts mehr weiter. Doch jetzt war der Schmerz weg und er fühlte sich etwas müde, obwohl er anscheinend etwas länger geschlafen hatte. Während er so da lag und das flackernde Licht anstarrte, überlegte er, ob er sich nicht irgendwie eine Verbesserung der Situation schaffen konnte. Seine Fähigkeiten konnte er doch für Schmerzmittel anbieten. Er brauchte sie wirklich. Phantomschmerz ist kein Spaß und es ist nachgewiesen worden, dass das auch nicht eingebildet ist. Die Nerven haben schlichtweg vergessen, dass an der betreffenden Stelle nichts mehr ist und senden weiter fröhlich ihre Botenstoffe ans Gehirn, welches dann das Schmerzzentrum oder das Zentrum für Jucken, Brennen oder Taubheitsgefühl in Gang setzt. Man kann sich dann nicht einmal Erleichterung verschaffen – also ist es doppelt gemein.

Jetzt musste er aber erst einmal über mehrere Dinge nachdenken, darunter das, warum er hier war und dann weiter über die Idee, die ihm das Flackerlicht eingegeben hatte.




[Coruscant – südliche Hemisphäre – Gefängnis der mittleren Ebene – Medistation] Terry, medizinisches Personal und Droiden

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Im Gefängnis ist es auch gut leben.
Du hast ein Dach über dem Kopf, kriegst dreimal am Tag zu essen, lernst jede Menge interessanter Leute kennen und schärfst deine Reflexe.
Freiheit wird echt überbewertet
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Geschrieben von Terry Dourshe am 29 Oct, 2017 um 11:23 11:

[Coruscant – südliche Hemisphäre – Gefängnis der mittleren Ebene – Medistation] Terry, medizinisches Personal und Droiden

Es glich wirklich einem Wunder, dass der Kuati den Anschlag überlebt hatte. Niemals hätte er damit gerechnet – er hatte auch nicht mit einem Anschlag auf ihn gerechnet. Das war keiner Überheblichkeit geschuldet, sondern vielmehr der Meinung, diese Alte hätte ihn vergessen, schließlich ist er nicht gerade der Typ, den man sich langfristig merkt – sofern er einem nicht gewaltig auf die Füße getreten ist.

Nun lag er in der Krankenstation und dachte darüber nach, wie er seine Situation verbessern konnte und überhaupt, wie er der Gefahr für sein Leben begegnen sollte. Wer immer das gewesen war, er könnte es wieder versuchen. War es ein Mitgefangener oder ein Wächter? Diese Frage lenkte ihn von dem flackernden Oberlicht ab.

Langsam wurde ihm auch die Rückenlage unbequem und er drehte sich zur Seite, zumindest versuchte er es. Ahja … dachte er, als es nicht ging. Da war ja noch was. Genau. Er gehörte wohl wirklich zu den sehr gefährlichen Verbrechern. Was auch nicht verwundern darf, schließlich hat er eine wichtige Persönlichkeit auf ziemlich heimtückische Weise aus dem Leben scheiden lassen. Der Messerstich war ein Ergebnis davon, bislang das letzte. Terry weiß ja nicht, was noch alles auf ihn zukommen wird. Das ist auch gut so, sonst fehlt jeder Handlung die Spontanität.


Was er so alles nicht wusste, war ganz schön viel. Im Moment machte er sich auch keinerlei Gedanken darüber. Er war nur froh, dass er noch lebte und vorerst in relativer Sicherheit war. Wüsste er es, würde es ihn ungemein freuen, besonders die Tatsache, dass sein ganz spezieller Freund Neetaka eine Rüge von der Ethikkommission bekommen hatte und vorläufig suspendiert worden war. Ein schwacher Trost wäre es zwar nur, weil das, was der Tentakelheini ihm angetan hatte, schon mehr verdiente, als nur eine Suspendierung. Weil Terry das alles nicht wusste und sich im Augenblick auch herzlich wenig dafür interessierte, war es auch egal.

Der Versuch, sich umzudrehen, war nicht unbemerkt geblieben. Ein 2-1 B Droide kam auf ihn zu und starrte ihn an.


„Sie müssen ruhig liegen bleiben, sonst kann die Wunde nicht heilen.“

Der Stimmprozessor war wohl etwas lahm bei diesem Modell, denn Terry hatte Mühe, dem 2-1 B zu folgen, denn es knackte und knisterte bei jedem Ton, den das Ding von sich gab.

„Äh … ja, klar. Jemand sollte einmal deine arme Stimme heilen Zweieinsbe. Ich möchte nur etwas zu trinken und ein wenig bequemer liegen. Dann möchte ich gern wissen, was passiert ist.“

„Sie brauchen nichts zu trinken. Infusionen versorgen Sie mit der nötigen Flüssigkeit.“

Erst jetzt bemerkte er die Schläuche, die in seinem Körper endeten. Blutbeutel und Beutel mit klarer Flüssigkeit hingen über dem Bett und transportierten ihren Inhalt in den Einarmigen. Natürlich. Klar doch. Ein Droide weiß nicht, wie sich eine trockene Zunge anfühlt. Echt klasse Typ, der Droide. Sehr fürsorglich. Noch ehe er etwas sagen konnte, kam eine Frau in einem grauen Kittel auf ihn zu und schickte den Droiden weg.

„Ich bringe dir gleich was zu trinken, Nummer PG74589.1.“

Das wurde ja immer besser. Bislang war er noch nie mit seiner Häftlingsnummer angesprochen worden. Ratte, Miststück, Penner, Menschenfleisch, Weißbrot und was auch immer war ausreichend gewesen. Es klang sogar fast höflich und zuvorkommend, wie die Frau mit ihm redete. Sehr nett, auch ein nettes und einnehmendes Äußeres zeichnete die Frau aus. Terry war kurzfristig verwirrt. Anziehend fand er sie nicht, weil … naja, weil er eben auf Männer stand, aber Schönheit konnte auch er überall erkennen, zumindest das, was seine Spezies gemeinhin als schön empfindet.

Er antwortete lieber nichts darauf, weil sie auch schon wieder wegging. Bald kam sie allerdings zurück und half ihm beim Trinken. Chloriertes Wasser, etwas anderes hatte er auch irgendwie nicht erwartet. Es war nicht viel, aber es half, die Mundtrockenheit zu vertreiben. Nachdem sie wieder von ihm abgelassen hatte, schaut sie ihn noch einmal an. Machen konnte der Kuati ohnehin nichts, denn er war ans Bett gefesselt. Natürlich, das ist ein Gefängnis und er ein äußerst gefährlicher und brutaler Mörder.

„Danke“, erwiderte er erst jetzt und versuchte, das zur Sprache zu bringen, was ihm bei der Betrachtung des Flackerlichts durch den Kopf gegangen war.

„Ihr müsstet dort oben das Licht reparieren und Zweieinsbe braucht ein Update beim Stimmprozessor. Den armen Kerl versteht man doch kaum.“

„Mach dir darüber keine Sorgen PG74589.1.“

„Ich heiße Terry. Wie darf ich dich ansprechen?“

„Mit Frau Doktor. Hier bist du PG74589.1. Gefangene haben keine Namen.“

„Ah ja, klar. Ist gut. Danke für das Wasser, Frau Doktor.“

Damit war dem Gespräch der Wind aus den Segeln genommen. Wunderbar. Echt klasse. Da bietet man seine Hilfe an, wenn auch etwas kryptisch, sehr viel kryptisch sogar … und dann so etwas.

„Ich stamme aus Kuat und kenne mich gut mit Droiden und Maschinen aus“, rief er ihr dann doch noch hinterher. „Das Licht wäre in Nullkommanichts repariert und Zweieinsbe braucht nur ein Update, das geht fix, Frau Doktor. Das geht wirklich voll schnell.“


Es war einen Versuch wert. Doch vorerst reagierte sie nicht darauf und er fand sich bald wieder im Dämmerschlaf. Etwas anderes konnte er eh nicht tun und es war auch das Beste, was er im Moment tun konnte. So heilte auch die Wunde, langsam aber stetig, denn wer verschwendete schon Bacta an Gefangene? Also, wenn sie unterste Schublade und völlig unwichtig waren? Na also, niemand!

Weitere zwei Wochen vergingen, bis er wieder aufstehen durfte und keine Gefahr mehr bestand, dass er durch eine unbedarfte Bewegung die Narbe aufreißen und verbluten könnte.


Der Droide half ihm bei der täglichen Körperpflege, die er ja vorher nicht selbst durchführen konnte. Es war eigenartig, sich wie ein Kleinkind pflegen zu lassen. Wäre der Droide nicht so schon so unpersönlich gewesen, hätte er es wahrscheinlich als entwürdigend empfunden. So aber war es ihm nach dem dritten Mal völlig egal geworden.

„Du wärst ja eigentlich etwas Besseres als der Pfleger in einer Gefangenenmedistation. Komm her, Zweieinsbe. Wir bringen mal deine Sprachprozessoren auf Vordermann“, forderte Terry den Droiden auf. Es war ja wirklich kein Aufwand, das zu reparieren.

„Sie wissen, dass Sie das nicht dürfen, PG74589.1“, erwiderte der Droide, kam aber herbei. Eine Optimierung seines Stimmprozessors konnte allerdings auch nicht schaden. Bislang hatte sich niemand dafür Zeit genommen.

„Komm einfach an mein Bett und mach meine Hand los, dann stelle ich dir das neu ein. Geht ganz schnell und du wirst nichts davon spüren.“


Natürlich wurde hier alles mit Cams aufgezeichnet, so auch diese Unterhaltung und dass der Droide das tat, was PG74589.1 von ihm verlangte. Terry setzte sich im Bett auf und öffnete an der Rückseite des Blechmannes eine Platte. „Ah ja … da ist eigentlich nur ein Kabel lose. Wenn du mir das entsprechende Werkzeug bringst, kann ich das sofort erledigen.“ Das würde ja noch schneller gehen, als ein Update. Niemand schien sich um den Kerl zu kümmern, damit er ordentlich kommunizieren konnte. Er war auch schon ein altes Modell und hatte mehr Wartung nötig, als man ihm angedeihen ließ. Für die Funktionen im Gefängnis war es ausreichend, was er noch konnte. Der Droide ging los und holte einen Werkzeugkoffer, den er neben Terry aus Bett stellte und sogar für diesen öffnete.

„Ah, wunderbar, danke. So, dann dreh dich bitte noch einmal herum und ich mache das fertig.“

Er nahm das entsprechende Werkzeug zur Hand, brauchte dann aber doch länger als er gedacht hatte, um den Lautsprecher wieder ordentlich anzuschließen, damit kein Knacken, Knistern oder Pfeifen mehr zu hören war, wenn der Medidroide etwas sagte.


„Sag etwas“, forderte der Kuati ihn nach getaner Arbeit auf.


„Ich weiß nicht, was ich sagen soll.“


„Danke, das genügt. Vorerst sollte das helfen, aber da muss etwas gelötet werden. Ein Techniker sollte da noch einmal drüber schauen, ich bin schon etwas eingerostet, weißt du.“

„Oh …“, war alles, was Zweieinsbe noch sagte, denn in dem Moment kamen drei Wärter auf die Station und nahmen Terry das Werkzeug wieder weg.


„He, Weißbrot, du kommst in deine Zelle. Es geht dir wieder gut genug.“

Die Aufforderung war sehr freundlich und unmissverständlich, weshalb Terry auch keinen Grund sah, dagegen zu protestieren.

„Hey, langsam. Macht mich erstmal los, ich komme schon mit. Auch wenn ich hier noch das Licht reparieren wollte. Davon kriegt man ja Augenkrebs und was sonst noch. Kümmert sich hier keiner drum, dass es ordentlich läuft?“

Vorerst wurde ihm die Bitte verwehrt, aber es gelangte über ein paar Umwege an höhere Stellen, wo sie etwas später beraten wurde. In der Zeit saß Terry, pardon PG74589.1, wieder gelangweilt in seiner Zelle und hatte nun ausreichend Gelegenheit, eingehender über die Frau nachzudenken, die ihm den Auftrag zum Mord erteilt hatte und auch den Mord an sich – geholfen hatte es ihm nichts. Schließlich erkannte er, dass ihn das schlechte Gewissen so lange mit dem Abhauen zögern hatte lassen. Es konnte gar nicht anders sein. Im Krieg hat er versucht, keine Zivilisten zu töten und später hat er einfach nur um sein Überleben gekämpft. Ja, es tat ihm furchtbar leid, dass er die Frau ermordet hat, auch wenn sie eine überaus hässliche Gran gewesen war. Irgendwo hatten die auch eine Daseinsberechtigung, denn sonst gäbe es sie nicht. Wenn er nur die Möglichkeit hätte, mit jemanden darüber zu reden … oder etwas zu tun. Arbeit ist das beste Mittel gegen schwere Gedanken und unlösbare Probleme.



[Coruscant – südliche Hemisphäre – Gefängnis der mittleren Ebene – Zelle] Terry

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Im Gefängnis ist es auch gut leben.
Du hast ein Dach über dem Kopf, kriegst dreimal am Tag zu essen, lernst jede Menge interessanter Leute kennen und schärfst deine Reflexe.
Freiheit wird echt überbewertet
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Geschrieben von [NPC] New Republic am 06 Dec, 2017 um 11:55 37:

| Coruscant | Obere Ebenen | CoCo Town| Restaurant Zothique|
|Inspector Lt. Kalyn Sulor, Yun Lor, |


Heute war ein großartiger Tag, denn Kalyn hatte etwas zu feiern. Und das zusammen mit Dr. Dreamy, wie ihre Kollegen den Mann nannten, mit dem sie nun seit mehreren Wochen ausging. Nämlich Yun Lor, jenen Pathologen, den sie im Zuge der unglaublichen Ereignisse kennengelernt hatte, die die simple Routineuntersuchung eines verdächtigen Raumschiffes und die anschließende Verhaftung eines einarmigen Deserteurs der Imperialen Armee nach sich gezogen hatte. Gerade eben hatte die Ethikkommission der Coruscant Seccurity Force, Abteilung Zoll- und Polizeibehörden, Sektion Besh 23-Krill, festgestellt, dass Captain Neetaka xenophob-speziezistischesVerhalten sowie Körperverletzung aus denselbigen Motiven gegenüber einem Menschen, dem Verdächtigen Terry Dourshe, gezeigt hatte. Der Rodianer bekam einen Verweis in seine Dienstakte, einen Monat Suspendierung und musste an einem Kurs in Interspezies-Kompetenz sowie einer psychologischen Beratung zur Aggressionsbewältigung teilnehmen. Die Zollinspektorin glaubte zwar nicht, dass der Captain sich wirklich ändern würde, doch die Genugtuung war groß. Im Zuge der Ermittlungen hatten sich weitere Opfer von Neetakas Gewaltausbrüchen gemeldet, und nicht nur Humanoide... Ob es gut oder schlecht war, dass Terry nicht als Zeuge bzw. als Opfer geladen worden war, konnte Kalyn nicht sagen. Wenigstens war ihm ein bisschen Gerechtigkeit widerfahren, auch wenn er nichts davon erfahren würde.

Außer, sie würde ihm davon erzählen. „Was hast du nur mit diesem Menschlein?“, sagte Yun, als sie beim Abendessen im Zothique saßen, dem besten Gourmettempel von ganz CoCo-Town, wo sich die Coruscanter Prominenz einzustellen pflegte. „Bist du etwa eifersüchtig?“, fragte Kalyn und grinste. „Auf dieses halbe Hemd?“, gab der Epicanthix lässig zurück. „Er ist kein schlechter Mensch“, erwiderte sie etwas ernster. „Er ist in etwas hineingeraten, was zu groß für ihn war, das weiß ich ganz genau. Und ich sollte ihn besuchen, das wollte ich schon die ganze Zeit machen. Immerhin kann ich ihm berichten, dass Neetaka einen offiziellen Tritt in seinen dürren rodianischen Hintern bekommen hat.“ Dr. Dreamy zeigte sein unwiderstehliches Lachen und Kalyn dachte daran, dass sie ohne den Einarmigen diesen tollen Mann nie kennengelernt hätte. Schon um ihr schlechtes Gewissen zu beruhigen, musste sie den Kuati besuchen. In den nächsten Tagen hatte sie einige Strippen zu ziehen, Gefallen einzufordern oder selbige in Aussicht zu stellen, damit sie zeitig einen Termin und eine verlängerte Besuchszeit bekam, doch schließlich befand sie sich die darauffolgende Woche im Besucherraum eines Hochsicherheitsgefängnisses in den mittleren Ebenen. Sie war in Uniform gekommen, das erleichterte den Umgang mit dem Wachpersonal ungemein, welches zuließ, dass sie eine große Kiste mit Essen und Getränken aus Shenna's Galaxy Tapcaf mitnehmen durfte. Selbst Zootiere wurden besser als Gefängnisinsassen ernährt und wenigstens für den Nachmittag sollte es Terry den Umständen entsprechend gut haben. Wenn man die triste Umgebung dieses Besucherraumes vergaß...


|Inspector Lt. Kalyn Sulor, wartet auf Terry Dourshe |
| Coruscant | südliche Hemisphäre | Mittlere Ebenen | Gefängnis | Besucherraum|

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Geschrieben von Terry Dourshe am 08 Dec, 2017 um 16:24 11:

[Coruscant – südliche Hemisphäre – Gefängnis der mittleren Ebene – Zelle] Terry

Es lief wieder alles normal. Also so normal wie es eben in einem Gefängnis abläuft. Terry `war naturgemäß gelangweilt und dachte viel nach, zu viel wahrscheinlich, denn er kam auf keinen grünen Zweig. Der Tagesablauf war immer gleich. Wenigstens hatten sie ihm die Einzelzelle gelassen. Der Kuati hatte keine Lust, sich wieder mit einem stinkenden, versifften und dummen Alien auf engem Raum einsperren zu lassen. Ändern hätte er es auch nicht können. Nach dem Attentat auf ihn, hatte man ihm dann doch die Einzelzelle zugestanden, weil niemand scharf auf eine morgendliche Leiche war, die niemand – aber absolut niemand dorthin getan hatte und schon gar nicht für deren Existenz verantwortlich war. Tagsüber war er dann trotzdem oft mit den anderen zusammen. Verstohlen musterte er seine Mitgefangenen und fragte sich, wer denn der Messerstecher gewesen sein könnte. Doch das war müßig, weil er es einfach nicht wusste. Aliens waren doch alle gleich: mieses, dreckiges, verlogenes und korruptes Pack, wobei man das auf die Mehrzahl der Alignment-Bürokratieschädel auch zutraf, wahrscheinlich auch auf die der sogenannten Republik. Für Terry würde das sogenannt immer dazu gehören, weil er nicht glaubte, dass es so etwas geben könnte. Wenn man sich näher mit der Geschichte befasste, hatte es ständig die gleichen Herrscherkasten gegeben, also nichts von wegen Republik, Volkswillen. Das war doch alles der allergrößte Schwachsinn. Sobald er an diesen Punkt anlangte, ermahnte er sich, sich wohl besser mit anderen Dingen geistig wach zu halten. Da wäre das Problem, den Medidroiden etwas mehr unter die Lupe nehmen zu dürfen. Irgendwie musste er es zustande bringen, wieder auf die Krankenstation zu kommen. Na gut, in einigen Tagen könnte er eine Kontrolluntersuchung verlangen, von wegen Bauchschmerzen und so, was bei der Pampe kein Wunder wäre.

Der Tag verging so wie jeder Tag, langsam. Das Mittagessen brachte einen kleinen Einschnitt, und heute zur Abwechslung die grüne Pampe. Terry wollte gerade damit anfangen, als er abgeholt wurde.


„PG74589.1, du hast Besuch“, lautete die nette Aufforderung, der Terry nur zu gern nachkam. Vielleicht war jetzt endlich ein Rechtsanwalt hier, mit dem er über den ganzen Mist reden konnte. Es wäre Zeit. „Wer ist es denn?“, fragte er neugierig. „Seh ich aus, als wäre ich die Auskunft? Irgendjemand wird schon sein und jetzt mach mal etwas flott, sonst ist die Besuchszeit rum, ehe du auch nur die Tür angefasst hast.“ Das ließ sich der Einarmige nicht zweimal sagen. Besuch, das hörte sich gut an, also dann mal los. Schnell folgte er dem Beamten und wurde in den Besucherbereich gebracht. Er fragte sich wirklich, wer das denn sein könnte. Sicher ist es endlich ein Rechtsanwalt, dachte er hoffnungsfroh, weil er schon so oft nach einem gefragt hatte.

So war er erstaunt, verwundert und völlig perplex als die Tür geöffnet wurde und er den Besucherraum betrat. Erst einmal klappte ihm die Kinnlade nach unten. Wenige Schritte hinter der Tür, die sich mit einem leisen Zischen geschlossen hatte, blieb er stehen und blinzelte Kalyn fassungslos an.

Was machst denn du hier?

Sicher, das ist nicht gerade die höflichste Frage, aber sie war durch sein Erstaunen mehr als nur gerechtfertigt. Kalyn, jede Menge Essen auf dem Tisch. Sollte das eine Falle sein? Er war furchtbar misstrauisch geworden, noch mehr als vorher, wo er mehr vom Witz und der Einbildung, er könne alles schaffen, angetrieben worden war.

Langsam näherte er sich nun dem Tisch und streckte die Hand aus, so quasi zur Begrüßung, wie man das eben so macht. Und verdammt, das ganze Essen war sehr verlockend, aber er nahm sich vor, das vorerst zu ignorieren. Erstens hatte er gerade Pampe Nummer zwei in grün gesehen, die zwar angeblich alle wichtigen Nährstoffe enthielt, aber nicht gerade dazu angetan war, einem ein Gefühl des Appetits hervorzurufen, nicht einmal dann wenn man die Frühstückspampe ausgelassen hatte.

„Entschuldige, die Unhöflichkeit. Willkommen in Gefängnistan. Ich hoffe, der Butler war höflich, als er dich herein gelassen hat. Das Personal lässt leider etwas zu wünschen übrig, es ist nichts Ordentliches mehr zu bekommen.“

Na, da hatte er dann doch seinen Sinn für die Realität und die wichtigen Dinge des Lebens wiedergefunden und Kalyn so begrüßt, wie es ihr zusteht – hoffentlich. Und seine Form des Humors hatte er natürlich auch wieder ausgegraben. So blieb er vor dem Tisch stehen und versuchte krampfhaft nicht das Essen anzuschauen, sondern Kalyn und dazu noch ein Lächeln aufzusetzen, das echt und herzlich scheinen sollte, auch wenn ihm nicht nach so etwas zumute war, aber er meinte, ihr etwas heile Gefängniswelt vorspielen zu müssen.

[Coruscant – südliche Hemisphäre – Gefängnis der mittleren Ebene – Besucherraum] Terry, Kalyn

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Im Gefängnis ist es auch gut leben.
Du hast ein Dach über dem Kopf, kriegst dreimal am Tag zu essen, lernst jede Menge interessanter Leute kennen und schärfst deine Reflexe.
Freiheit wird echt überbewertet
.


Geschrieben von [NPC] New Republic am 23 Jan, 2018 um 18:39 30:

|Inspector Lt. Kalyn Sulor, mitTerry Dourshe |
| Coruscant | südliche Hemisphäre | Mittlere Ebenen | Gefängnis | Besucherraum|


Bis auf die Sträflingskleidung hatte sich nichts an dem einarmigen Menschen verändert. Er sah nicht danach aus, als ob man ihn verhungern lassen würde, aber zu wohlgenährt sah er auch nicht aus. „Hallo, Terry , sagte sie, und lächelte ob seines Ausrufs, was sie denn hier machte. Es klang so typisch nach ihm. Sie hatte einige Befürchtungen gehabt, ob er sauer auf sie sein könnte, weil sie sich trotz ihres Versprechens so lange nicht hatte blicken lassen. Aber sie war da und er verhielt sich genauso wie immer. Als er noch ihr „Schützling“ gewesen war, hatte er dafür gesorgt, dass sie mehr Abenteuer innerhalb von wenigen Tag erlebte als ein Frachterpilot, der ein Leben lang durch die Galaxis schipperte. „Ich bin hier, um dich zu besuchen“, fuhr sie fort, um seine wohl mehr rhetorisch gemeinte Frage zu beantworten und ergriff seine Hand, die sie vorsichtig drückte. Seine Begrüßung erheiterte sie und rief weitere Erinnerungen hervor, die fast an Nostalgie grenzten. Die Zeit ließ den Ärger und die Aufregung, die um ihn entstanden waren, in einweitaus milderes Licht tauchen, als es eigentlich gewesen war. Denn eigentlich war es in ihren Augen ein Unrecht, dass er hier gelandet war. Nicht, dass ihr etwas besseres eingefallen wäre – es war Tatsache, dass er den Mord an der Gran-Priesterin begangen hatte und der arme Senatsdiener seinetwegen in den Tod gestürzt war. Doch ein Gefühl sagte ihr, dass er der sprichwörtliche kleine Fisch war, den man eingebuchtet hatte und die großen entkommen waren.

„Das ist doch mittlerweile überall so, Terry “, ging sie auf seinen flapsigen Spruch bezüglich des Personals ein. „Aber ich freue mich, dich zu sehen...“ Was für eine abgedroschene Floskel. Allerdings stimmte es, sie freute sich wirklich und hoffte, dass er es trotz seines Zynismus bemerkte. „Da es hier wohl keine Fünf-Sterne-Küche gibt, dachte ich, ich bringe etwas mit. Auch wenn wir keine Wiese zum Picknicken haben.“ Sie öffnete den Deckel der Multifunktionsbox, deren verschiedene Fächer warm- und kühlhalten konnten. Unter den Argusaugen der Überwachungskameras und der Gefängniswärter holte sie eine Endorianische Geflügelpastete, der letzte Schrei in Shenna's Tapcaf, heraus, Sandwiches mit verschiedenen Belägen, Cremedonuts und Eis. An Getränken hatte sie Saft und Limonade mitgebracht, Alkoholisches war selbstverständlich verboten.

Ob all das Terry s Geschmack war wusste sie nicht, sie hatte Speisen und Getränke nach Gutdünken ausgewählt. „Setzen wir uns doch hin und unterhalten uns“, fuhr sie schließlich fort. „Ich weiß nicht, ob das Essen nach deinem Geschmack ist, aber vielleicht ist etwas dabei...“ Sie traute sich kaum zu fragen, wie es ihm ging, denn wie sollte es schon jemandem gehen, der in einem Coruscanter Gefängnis einsaß. Das Angebot zum Hinsetzen und zum Gespräch erschien ihr erst einmal unverfänglicher.


|Inspector Lt. Kalyn Sulor, mitTerry Dourshe |
| Coruscant | südliche Hemisphäre | Mittlere Ebenen | Gefängnis | Besucherraum|

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Geschrieben von Terry Dourshe am 27 Jan, 2018 um 13:00 25:

[Coruscant – südliche Hemisphäre – Gefän gnis der mittleren Ebene – Besucherraum] Terry, Kalyn

Natürlich gab es überall diese Personalprobleme. Terry wusste das nur zu genau, aber hier war es unerheblich und er wollte auch nicht mehr weiter darüber sprechen. Viel interessanter als irgendwelche leeren Worthülsen war der Inhalt der Transportbox, die seine unerwartete Besucherin leerte. Das ließ einem doch schon mal das Wasser im Mund zusammenlaufen und den Blick hungrig werden.

Er setzte sich, nachdem Kalyn ihn dazu aufgefordert hatte, und schaute sich erst einmal um. Sein Blick richtete sich zur Tür, dann zu den Überwachungskameras. Heimelig ist etwas anderes, privat auch. In einem Gefängnis darf man auch nichts anderes erwarten. Mit der Privatsphäre hatte es sich ausgedient. Terry sagte sich immer, dass es ihn nicht wirklich stört, schließlich war es früher bei der Armee auch nicht anders gewesen. Aber insgeheim störte es ihn gewaltig.

„Oh, das sind aber Leckereien. Danke. Der Koch in diesem Etablissement ist auch nicht gerade der beste. Er kann nur Pampe in verschiedenen Farben und den Geschmacksrichtungen für Menschen: sehr süß, sauer, extrem bitter, ungenießbar. Ich glaube, ich mag alles was du mitgebracht hast. Aber ich fürchte, ich werde das, was ich jetzt nicht schaffe, nicht mitnehmen dürfen. Die sind da etwas streng, was die speziellen Diäten der einzelnen … äh … Gäste anbelangt.“

Kaum gesagt, machte er sich über das erste Sandwich her und genoss es schweigend. Schon lange hatte ihm nichts mehr so geschmeckt, dabei war er wirklich noch keine Ewigkeit in diesem Scheißgefängnis. Trotzdem, wenn man nie etwas Ordentliches zum Essen hat, dann wird alles zum Hochgenuss. Ihm hätte jetzt schon ein frisches Stück Brot aus der Heimat wahrscheinlich einen orgiastischen Höhenflug beschert. Das Sandwich schlug in die gleiche Kategorie. Also war von seiner Seite erst einmal Schweigen angesagt. Erst nachdem er das Erste verspeist hatte und sich schon an das nächste heranwagte, dachte er über ihre Frage nach.

„Ich freue mich auch, dass du da bist. Der erste Besuch seitdem ich hier logiere. Als man mir vorhin sagte, dass mich jemand sehen möchte, habe ich eigentlich gehofft, es wäre ein Anwalt. Oder hat es ein Gerichtsverfahren unter Abwesenheit des Angeklagten gegeben? Es wäre nicht das erste Mal, dass es so etwas gibt, nur weiß ich nicht, ob es das auch bei euch üblich ist. Naja, egal. Ich freue mich, dass du da bist. Was tut sich draußen so?“

Abwartend blickte er die Nullanerian an, mit der er doch das eine oder andere kleinere Abenteuer überstanden und die er zu schätzen gelernt hatte in der kurzen Zeit. Das wollte schon was heißen bei so einem xenophoben Kerl wie Terry, der im Gefängnis schwer an sich arbeiten musste, um seine Abneigung gegen alles Nichtmenschliche nicht zu zeigen. Seine Freude über die Anwesenheit der Zollbeamtin war allerdings echt, was ihm auch anzusehen war. Aber er ließ sie gar nicht erst zu Wort kommen, weil er weiterreden wollte und noch Fragen hatte, also eine. Und jemand sollte wissen, dass er hier ohne Rechtsbeistand einsaß, auch wenn er das nicht großartig kundgetan hatte.

„Bevor du antwortest … hast du etwas zu der Frau herausgefunden? Du weißt schon, die, die mich beauftragt hat, das zu tun. Außerdem scheint sie mich gefunden zu haben. Ich hatte ein etwas laues Erlebnis mit einem Unbekannten und einem Messer. Dank dessen mangelhafter Kenntnisse der menschlichen Anatomie bin ich noch hier und kann das gute Essen genießen.“

Er wollte kein großes Drama daraus machen, auch wenn es ihm bisher viel zum Nachdenken beschert hatte und insgeheim auch Angst machte, doch das wollte er auf keinen Fall zeigen, deshalb erzählte er das auch so nebenher und schenkte Kalyn ein als durchaus charmant zu bezeichnendes Lächeln.

Nicht nur das Essen war lecker, auch die Getränke boten eine willkommene Abwechslung und er machte sich gleich einmal über eine Limonade her. Ein Ale wäre jetzt zwar nicht zu verachten oder ein Glas Wein, aber so etwas war in dem Gästehaus für straffällig gewordene Individuen natürlich nicht erlaubt. Immer diese Hausordnungen. Das war aber etwas, womit er sich ganz gut arrangieren konnte. Schmerzmittel wären dahingehend eine sehr gute Sache gewesen, aber die gab es natürlich auch nur dann, wenn diese Ärztin das erlaubte und die war ja nie da und wenn, dann gab sie einem nichts oder nur die Minimaldosis, was für Terry weitaus zu wenig war, aber er nahm sie an, weil es besser war als gar nichts.

„Sonst ist es hier recht langweilig. Das Freizeitangebot lässt etwas zu wünschen übrig. Dabei hätte ich einige Mängel in der Medicabteilung entdeckt, die mit wenigen Handgriffen, sogar einhändigen zu beseitigen wären. Ich glaube aber nicht, dass die mich an die Elektronik oder generell die Technik lassen. Schade, der Laden könnte viel besser in Schuss sein. Die sind hier in mancher Hinsicht furchtbar blind, da muss erst ein Kuati drauf schauen, um die Mängel zu entdecken und ich bin wirklich lange weg von der Branche. Und jetzt du, was tut sich draußen so, ich wollte dich vorhin eigentlich nicht unterbrechen, wo ich dich das doch schon gefragt hatte. Und wie geht es dir? Du schaust gut aus.“

Natürlich waren Kuati die Besten der Besten, ganz gleich worum es sich handelte, daran konnte gar kein Zweifel bestehen, obwohl er das System der Telbun hasste, andererseits hatte es sich auf gewisse genetische Weise wunderbar bewährt und Terry eine einzigartige Ausbildung beschert, natürlich nur bis zu einem gewissen Punkt, denn bekanntlich hatte er ja das Weite gesucht, weil er Sex mit Frauen generell ablehnt, selbst dann, wenn es nur zu Fortpflanzungszwecken ist. Aber er hatte das Technikgen, wenn man das so nennen kann. Er sah etwas und hatte fast sofort einen Plan im Kopf, wie es funktionieren oder noch besser funktionieren konnte. Das hatte ihm auch bei so manchem taktischen Manöver geholfen, selbst dann, wenn der ursprüngliche Plan in die Hose gegangen war. Wie Kalyn sich bestimmt erinnern wird, konnte er sehr gut aus irgendwelchem Zeug etwas machen und eine Situation zum Kippen bringen – sei es nun positiv oder mit negativem Ergebnis. Für ihn war das Endergebnis nicht gut, denn er saß jetzt hier – und genoss sowohl die Mahlzeit als auch die freundliche Gesellschaft.

[Coruscant – südliche Hemisphäre – Gefängnis der mittleren Ebene – Besucherraum] Terry, Kalyn

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Geschrieben von [NPC] New Republic am 10 Mar, 2018 um 22:44 43:

Original von [NPC] New Republic

|Inspector Lt. Kalyn Sulor, mitTerry Dourshe |
| Coruscant | südliche Hemisphäre | Mittlere Ebenen | Gefängnis | Besucherraum|




Kalyn tat es von Herzen leid, was Terry hier erleben musste. Als Zollbeamtin konnte sie es sich normalerweise nicht leisten, Mitgefühl für ertappte Schmuggler, blinde Passagiere oder sonstige Verstöße gegen Ein- und Ausfuhrgesetze zuzulassen. Sie hatte sich im Laufe ihres Arbeitslebens ziemlich erfolgreich das nötige dicke Fell zugelegt, während der Imperialen Herrschaft sogar noch mehr. Sicher war sie kein Sensibelchen, doch sie war alles andere als abgebrüht.

"Ja, leider muss ich wohl das wieder mitnehmen, was übrigbleibt", erwiderte sie mit einem bedauernden Lächeln, nachdem sie seinen Blicken gefolgt war. "Ich habe das mitgenommen, was in dem Tapcaf gegenüber des Hauptquartiers meiner Dienststelle gerade angesagt ist und konnte mich nicht entscheiden..Aber gut, dass ich dir eine Freude machen konnte." An seiner Stelle wäre sie wohl auch froh darüber gewesen, wenn man sonst keine Wahl hatte. Ihn aufzufordern zuzugreifen, musste sie nicht. Es beruhigte ihr schlechtes Gewissen, dass er so zulangte und sich erst einmal mit dem Genuss der Sandwiches beschäftigte. Bei seiner Frage nach einem Gerichtsverfahren und der mysteriösen Auftraggeberin gab sie ein leises Seufzen von sich. "Es tut mir leid, Terry, es hat leider kein Gerichtsverfahren in deinem Fall gegeben. Ich habe mich ein paar Mal erkundigt, aber dieser Fall scheint in den Mühlen der Bürokratie untergegangen zu sein. Weder dazu noch zu der Frau." Dabei war es hirnrissig anzunehmen, dass ein Kleinkrimineller wie Terry aus eigenem Antrieb eine derart wichtige Persönlichkeit einfach so umbrachte. Er war kein politisch motivierter Mensch, sondern nur daran interessiert, dass er tun und lassen konnte, was er wollte. "Der Gran-Senator spricht schon seit Wochen auf allen Holo-Kanälen von einer Verschwörung gegen ihn, weil die Priesterin ermordet wurde, doch er wird einfach nicht ernstgenommen...", fuhr sie mit hängenden Schultern fort. Natürlich war bekannt, dass er stark von der Priesterin abhängig war... Vielleicht hätte sie sich auch über ihn lustig gemacht, wenn sie nicht mit dem Täter zu tun gehabt hätte. "Ich bin in einer denkbar schlechten Position, selbst etwas zu unternehmen. Leider werden solche Fälle oft nur in Holo-Krimis vom Fußvolk aufgeklärt.." Terrys Eröffnung, dass ihn jemand mit dem Messer attackiert hatte, bestätigte nur ihre Ansicht, dass jemand dafür sorgen wollte, ihn zum Schweigen zu bringen. "Gut, dass er so unwissend war." Sein Tonfall und sein Lächeln sagten ihr, dass er nicht weiter auf das Thema einsteigen wollte. Hauptsache war, dass er lebendig und fast wie der alte Terry vor ihr saß. Das entlockte ihr wiederum das erste entspannte Lächeln, seit sie hier im Besucherraum saß. Den Überwachungskameras und allem zum Trotz legte sie kurz ihre Hand auf seinen Unterarm. Wenn sie nachher von den menschlichen Wächtern einen Anschiss bekam, so würde sie einfach einmal sehr von oben auf sie herunterschauen.

Die Langeweile konnte Kalyn einem aufgeweckten Wesen wie Terry gut nachvollziehen. Gleichzeitig verstand sie, weshalb man ihn nicht an technische Geräte ließ. Hätte er wegen eines geringfügigeren Deliktes eingesessen, so hätte man ihn bestimmt einem Arbeitsprogramm zugewiesen. Nicht ohne Grund war er in ein Hochsicherheitsgefängnis gekommen. "Das kann ich mir vorstellen, dass du hier vor Langeweile eingehst. Aber ich befürchte, du würdest nicht einmal Flimsi und Stifte in die Hand bekommen...ganz zu schweigen davon, dass sie hier tatsächlich so etwas überhaupt zur Verfügung haben. Selbst bei uns im Hauptquartier läuft unsere Technik immer noch auf imperialen Standards, weil sie kein Geld, keine Zeit und kein Personal haben, es umzustellen. Weshalb ich befürchte, dass manche Anordnungen sehr lange noch mit imperialen Logos und der Grußformel 'Lange lebe Imperator Palpatine' herausgehen werden. Und die Uniformen..." Sie deutete auf die Stellen, wo sie die Abzeichen selbst abgenommen hatte. Bei seiner Feststellung, dass sie gut aussähe, wurde sie leicht rot. Seit sie mit Yun zusammen war, gab sie sich mit ihrem Aussehen viel mehr Mühe als vorher. Sie trug ein leichtes Tages-Makeup und frisierte ihren kurzen blonden Schopf jeden Morgen. Ihre Kollegen und Freunde hatten ihr seitdem schon mehrfach gesagt, dass sie viel öfter lächelte und generell glücklicher wirkte... "Danke," erwiderte sie und lächelte verlegen. "Mir geht es tatsächlich sehr gut, muss ich sagen..." Ihr war es ein wenig peinlich, dass sie ihr privates Glück gefunden hatte, während Terry als gefasster Mörder im Gefängnis schmorte. Andererseits hatte sie es ihm verdanken... "Naja, ich habe einen neuen Freund. Ich sage dir das auch nur, weil ich ihn sozusagen dir zu verdanken habe." Nun war es raus, und wegen ihr konnte sich das Wachpersonal über sie lustig machen. Das war ihr aber egal. Ein wenig Ablenkung war dem Kuati sicher willkommen.

"Davon abgesehen, habe ich vor ein paar Tagen erfahren, dass dein spezieller Freund, Captain Neetaka, von der Ethikkommission für einen Monat suspendiert wurde, einen Verweis in seine Dienstakte bekommt und er an einem Kurs über Interspezies-Kompetenz teilnehmen muss. Und er muss zur psychologischen Beratung zur Aggressionsbewältigung," teilte sie ihm mit. Sie wusste, dass das noch lange keine gerechte Strafe war, doch die Gewissheit, dass es an der Eitelkeit des Rodianers kratzte war wenigstens etwas. "Es haben sich im Zuge der Ermittlungen noch weitere Betroffene seiner Entgleisungen gemeldet, Menschen wie Nichtmenschen." Manchmal funktionierte die Neue Republik doch, selbst wenn es nur kleine Dinge waren. Die Nullianerin wollte aus diesem Grund die Hoffnung nicht aufgeben.



|Inspector Lt. Kalyn Sulor, mitTerry Dourshe |
| Coruscant | südliche Hemisphäre | Mittlere Ebenen | Gefängnis | Besucherraum|

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Geschrieben von Terry Dourshe am 17 Mar, 2018 um 20:23 40:

[Coruscant – südliche Hemisphäre – Gefängnis der mittleren Ebene – Besucherraum] Terry, Kalyn


Das mitgebrachte Essen war ein Gedicht. Nein, es war eine Ode. Oder nein, eine ganze Lyriksammlung des großen Dichters Jonaken Fielstock, der diese wunderbaren Gedichte über einen Sonnenaufgang über Mon Cal, ehe die imperialen Sternenkreuzer aufgetaucht sind, geschrieben hatte. Eine sehr epische Gedichtesammlung, leider hatte Jonaken keine Ahnung, wie es wirklich aussah, wenn Sternenkreuzer oder Schlimmeres vor einem auftaucht. Später hatte er es bemerkt, als er es sich anschauen durfte, erste Reihe fußfrei sozusagen, der arme Kerl. Aber das war jetzt alles nicht relevant, Terry dachte auch nicht an ihn, sondern war ganz Ohr für Kalyns Antworten.

Einiges davon gefiel dem Kuati so ganz und gar nicht. Die Sache mit dem Gerichtsverfahren war so eines der Dinge, die er nicht so sehr mochte. Es wäre wirklich gut, wenn da mal langsam etwas weiter ginge. Doch wie es aussah, legte niemand großen Wert darauf, dass er ein ordentliches Verfahren bekam. Es ist also doch wie früher bei den Imperialen. Ähnliche Ansichten in einem anderen Mäntelchen, einem, das etwas hübscher aussah, zumindest auf den ersten Blick. Ethikkommissionen und so ein Mist. Wenn das alles nicht ohnehin schon deprimierend genug wäre, würde es ihn jetzt etwas niederdrücken. Aber das musste es nicht, zumindest nicht solange er Besuch hatte und er den coolen Kerl spielen wollte, damit sich seine Besucherin keine Sorgen zu machen brauchte.

Das dritte Sandwich war dann auch vertilgt und er überlegte, ob er noch etwas von dem süßen Zeug essen sollte. Eigentlich war sein Magen schon voll genug, weil er etwas schnell gegessen hatte. Also schwebte erst einmal seine Hand nur über den diversen Köstlichkeiten, bis er sich entschieden hatte, was er wollte. Erst einmal nichts, denn Kalyns Hand legte sich auf seinen Arm, sodass er ihn dann doch wieder unten ließ.

Verdammt. Nun fühlte er sich gar nicht mehr so gut. Warum musste sie das machen? Berührungen sind gemein, wenn man eine Fassade aufrechterhalten möchte. Sie decken das auf, was zugedeckt werden sollte, räumen mit Mauern auf. Ganz, ganz schlimm so etwas. Dann war ihre Hand auch schon wieder weg.

Terry schluckte und senkte den Blick. Das einzig wirklich Positive, das er hörte, war, dass das Arschloch Neetaka eine auf die Schnauze bekommen hatte. Aber er hätte sich für den Kerl etwas anderes vorgestellt. Wenn er ganz ehrlich war, waren es zwei positive Dinge, die er hörte, denn Kalyn erzählte dann auch etwas Privates.

„Tja, da kann man halt nichts machen wegen der Verhandlung oder wegen einer Beschäftigung. Du brauchst dich für mich nicht aus dem Fenster zu lehnen, Kalyn. Ich bin das gar nicht wert. Hier bin ich und hier werde ich bleiben, bis mir etwas anderes einfällt. Aber für Neetaka freut es mich, dass er nicht mehr ausgefasst hat. Er hat Glück, dass ich weggesperrt bin und keinen Blaster besitze.“


Er hasste den Kerl. Da ging ihm die Galle über, wenn er an dieses miese kleine Antennenarschloch dachte. Ohnehin waren alle Aliens dumm und hinterlistig, Kalyn einmal davon ausgenommen, aber sie war auch menschenähnlich, was einen gewaltigen Unterschied bedeutete. Wie er vorhin gesagt hat, er würde den Kerl ohne Reue erschießen, wenn er die Möglichkeit dazu hätte.

„Erzähl mir von deinem Freund, während ich so viel fresse bis ich platze ... das stelle ich mir im Moment gar nicht so übel vor. Es muss irgendwie so sein, als würde man beim Sex abtreten. Außerdem würde es mich freuen, wenn einer der idiotischen Wächter den ganzen Mist und Matsch wegräumen müsste.“

Ja, ein schöner Tod, eigentlich gar nicht so schlecht. Aber er brauchte andere Gedanken und niemanden, der ihn so vertraulich berührte, was Gefühle weckte, die er vergraben hatte, die vergraben bleiben sollten, selbst jetzt, wo die Berührung nur noch eine Erinnerung war. Terrys Kern war gut versteckt hinter einer meterdicken Mauer aus dummen Sprüchen und Kampfgeist. Aber hier ging es gar nicht, dass diese Burg einstürzte und den wahren Terry frei legte, es wäre dann wahrscheinlich sein Ende. Trotzdem beugte er sich jetzt nach vorne, so nahe es ging an Kalyn heran und flüsterte: „Hol mich hier raus. Früher oder später bringen die mich um.“

Er glaube nicht, dass er hier drin eine sehr lange Überlebensspanne hatte. Wer einmal einen Anschlag versucht, macht es wieder. Diese Frau hat mehr als einmal eine immense Schlauheit bewiesen. Dabei wusste er gar nicht einmal so viel, er hatte die Frau nicht wirklich gesehen und selbst alle möglichen Beweise vernichtet. Das war dumm von ihm gewesen. Aber er war sich seiner Sache so sicher gewesen, dass er gedacht hatte, er würde damit durchkommen. Er wäre es auch, wenn sich da nicht etwas gemeldet hätte, das man Gewissen nennt. Er hatte keine Probleme damit, jemanden umzubringen, wenn es um sein Überleben ging und er angegriffen wurde. Aber das war etwas ganz anderes und es machte ihm noch immer zu schaffen. Natürlich war sie eine Gran, nicht so wertvoll wie ein Mensch, nichtsdestotrotz hatte sie gelebt und war bestimmt auf ihre Art und Weise gut gewesen. Das würde er sich selbst niemals verzeihen können.

Rasch kehrte er an seine ursprüngliche Position zurück und lächelt Kalyn an, als hätte er nie etwas gesagt. Hier die Maske fallen zu lassen war nicht gut, selbst die Wärter nutzen jede Schwäche eines Gefangenen aus, um ihre Macht zu demonstrieren. Natürlich taten das nicht alle, aber einer reichte aus, um das Klima zu vergiften.



[Coruscant – südliche Hemisphäre – Gefängnis der mittleren Ebene – Besucherraum] Terry, Kalyn


OOC: Sobald ich eine logische Idee hab, hole ich ihn aus dem Gefängnis ;-)

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Geschrieben von [NPC] New Republic am 21 Apr, 2018 um 20:51 58:

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|Inspector Lt. Kalyn Sulor, Terry Dourshe, |


Glücklicherweise sorgten Terrys Begeisterung über das Essen und seine Flapsigkeiten dafür, dass Kalyn sich nicht mehr so schlecht für seine Situation fühlte wie noch zu Anfang des Besuches. Sie konnte die bedrückende Umgebung besser ausblenden, je mehr sie sich auf den Kuati konzentrierte . Seine Worte über Neetaka brachten sie zum Lachen. „Oh ja, da hat er wirklich Glück. Und du bist nicht der Einzige, der so denkt.“ Der Captain war in der Tat einer der schlechtesten Vertreter seiner Spezies und schien nichts besseres vorzuhaben als jedes Klischee über Rodianer zu bestätigen. Die Personalpolitik der Coruscant Security Force in der Neuen Republik ließ noch zu wünschen übrig und musste der imperialen Organisation der Behörde leider zugestehen, dass sie deutlich effizienter gewesen war. Terrys Wunsch, ihm von Yun zu erzählen kam sie gerne nach, während sie noch über den makabren, aber durchaus amüsanten Gedanken schmunzelte, den er ganz auf seine drastische Art geschildert hatte. „Ähm ja, wie ich sagte, dass ich meinen Freund kennenlernte, war dem Umstand zu verdanken, dass ich mir wegen dir eine Dienstaufsichtsbeschwerde eingefangen hatte, kannst es dir ja denken von wem“ Leicht verlegen rieb sich Kalyn im Nacken, bevor sie weitersprach. „Jedenfalls musste ich Bürodienst schieben und verbrachte viel Zeit im Tapcaf gegenüber, wo ich Dr. Lor, einen forensischen Pathologen kennenlernte. Und bei ihm waren prompt die Überreste des Senatsdieners gelandet, den du, ähm, aus dem Fenster geworfen hattest. Sie nannten ihn übrigens Matschbirne. “ An das Gespräch konnte sie sich noch genau erinnern, als sich Yun und sein Kollege darüber ausgelassen hatten. „.Er hat einen Mitarbeiter, einen Gran, der darüber erzählt hatte, wie in der Gran-Gemeinde der Tod der alten Priesterin und die Reaktion des Senators aufgenommen wurde..“ Kalyn war hin- und hergerissen, und lächelte unsicher, ob sie sich weiterhin darüber amüsieren durfte, denn für Terry waren die Umstände des Todes von Lim Velara und der Mord an Ree Aak alles andere als amüsant gewesen. Schließlich hatten sie zum einen dazu geführt, dass er deswegen von ihr auf kurz vor seinem Abflug von Coruscant verhaftet, zum anderen wegen zweifachen Todes verurteilt worden war und hier vor sich hin vegetieren durfte. „Seitdem sind wir zusammen...“, sagte sie und lächelte wieder etwas sicherer, „außerdem wollen wir bald zusammenziehen.“ Obwohl Kalyn ihre anderthalb Zimmer-Wohnung mochte und wie alle Nullianer Privatsphäre sehr schätzte, so war von ihnen beiden das Bedürfnis rasch da gewesen, gemeinsam zu wohnen, zu wissen, dass jemand auf einen wartete oder bald kommen würde. „Das nennt man wohl sesshaft werden...“ Große Galaxis, war es früher noch ein beängstigender Gedanke gewesen, so fühlte es sich jetzt alles richtig an.

Völlig unerwartet kam für sie, dass Terry sich plötzlich zu ihr hinüberbeugte und sie förmlich anflehte, ihn hier herauszuholen. Bevor ihr einfiel, dass das Wachpersonal seine Bewegung missinterpretieren konnte, antwortete sie ihm ebenfalls im Flüsterton: „Ich werde alles tun, was in meiner Macht steht. Ich verspreche es!“ Für einen kurzen Moment hatte sie genau gespürt, dass er Todesangst hatte, obwohl er sie nun wieder genauso dreist auf seine typische Terry-Art anlächelte. Kalyn hatte keine Ahnung, wie sie es anstellen sollte, gegen Drahtzieher anzukämpfen, die anscheinend aus den höchsten Kreisen der neu-republikanischen Politik kamen. Aber sie hatte Zugang zu Informationen und vielleicht konnte sie Kontakt mit Philo Leem aufnehmen. Sicher würde der arme Senator, über den sich alle lustig machten, nach jedem Strohhalm greifen, und wenn es nur eine unbedeutende Zollinspektorin war, die zufällig den Attentäter verhaftet hatte. Wenn sie es einmal geschafft hatte, Senator Leem zu kontaktieren, würden sich vielleicht weitere Türen öffnen.


|Inspector Lt. Kalyn Sulor, mitTerry Dourshe |
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Geschrieben von Terry Dourshe am 23 Apr, 2018 um 18:39 01:

[Coruscant – südliche Hemisphäre – Gefängnis der mittleren Ebene – Besucherraum] Terry, Kalyn, Wachen



Der Kuati freute sich über Kalyns Bericht. Er stellte sich vor, wie sie, frustriert über den Innendienst, ins Tapcafe gegenüber gegangen ist und dort den netten Doc kennen gelernt hatte. Wenigstens ihr Leben verlief gut und so wie man sich das wünschte. Matschbirne, darüber grinst er, das könnte von ihm sein. Dieser Doktor Lor musste schon ein feiner Mann sein, wenn sich Kalyn in ihn verliebt hatte, denn so wie er die Nullianerin kennen gelernt hatte und sie einschätzte, fiel es ihr bestimmt nicht leicht, sich an jemanden zu binden.

Natürlich wurde alles aufgezeichnet, was die beiden hier redeten und taten, doch daran dachte Terry gerade gar nicht. Er war nur begeistert über ihren Bericht und tat so, als hätte er sie nie darum gebeten, dass sie ihn herausholt. Die Angst, wieder Opfer eines Anschlags zu werden, konnte er so allerdings auch nicht ausmerzen, doch es war tröstlich für ihn zu erfahren, dass Kalyn ihm helfen wollte. Die Wachen waren auch etwas näher gekommen, schließlich hatte sich Terry zu Kalyn gebeugt, was bei ihnen nicht gut angekommen war. Außerdem gefiel ihnen die ganze Angelegenheit überhaupt nicht. Essen für einen Sträfling! Andererseits hatten sie keine besonderen Weisungen erhalten, wie sie sich in dem Fall zu verhalten hatten, und reagierten nicht wirklich auf die Fresssucht des Gefangenen oder dessen dumme Sprüche, das konnte man später noch regeln – wer immer sich dafür auch finden mochte. Einen gab es immer.

Obwohl er schon ziemlich voll war, nahm sich Terry ein Eis, man konnte ja nie wissen, wann es wieder so etwas Leckeres gab. Das letzte Eis hatte er in seiner Kindheit gegessen, jetzt holte er sich die Eindrücke zurück – und es war lecker, süß und kalt. Fast zu süß, aber herrlich erfrischend.

„Na, da hast du noch viel vor. Schade, dass ich deinen Doktor Lor nicht kennen lernen kann, ich denke, er würde mir gefallen … also für dich, nicht für mich, für mich ist das ohnehin abgeschlossen. Aber er scheint recht nett zu sein, wenn du sogar mit ihm zusammen ziehen möchtest … und er hat Humor. Du brauchst jemanden, der dich zum Lachen bringt, Mädchen. [leises Seufzen von seiner Seite] Im Moment wünschte ich mir eine schöne Jagd, von mir aus mit mir als Beute, aber dann hätte ich eine Chance, zu entkommen … hier sieht es etwas düster aus dafür. Was mir aber wirklich leidtut, ist die Sache mit der Dienstaufsicht, das war bestimmt nicht gerade lustig für dich. Ich hoffe, du nimmst meine Entschuldigung an.“

Immer wieder kehrten seine Gedanken an diesen Punkt zurück, so sehr er sich auch anstrengte. Doch sobald die Möglichkeit da war, mit jemandem zu reden, der ihn auch etwas verstand, musste er sich ein wenig Luft verschaffen, trotz des guten Eises, das er schleckte. So kamen seine Worte vielleicht auch gar nicht wirklich ernst herüber.

„Ich wäre schon froh, wenn ich in einen anderen Bereich verlegt würde. Hier herrscht ein Klima des absoluten Rassismus – die sind schlimmer als ich und das Imperium zusammengenommen. Vor ein paar Tagen habe ich mir gedacht, dass es vielleicht eine gute Lösung wäre, wenn ich mich aus dem Gleiter stürze, sobald ich wieder zu einer Mahlzeit abgeholt werde.“ Eben redete er sich etwas in Rage, als ihm noch etwas einfiel, dass ihm gar nicht passte. „Sie geben mir ja nicht mal ordentliche Schmerzmittel. Weißt du, wie sich verfickte Phantomschmerzen anfühlen? Ich glaube, mir brennt der Scheißarm ab, dabei ist der gar nicht mehr dran. Keine Sau juckt das. Und ihr redet davon, dass bei euch alles besser ist als im Imperium. Ich sage dir, dass die ehrlicher waren, weil die nie gesagt haben, dass es besser wird oder dass sie nur Gerechtigkeit wollen – man ging von Haus aus vom schlimmsten aus, was dann auch eingetreten ist, oder wusste, dass das System ungerecht ist, damit kann man noch eher leben als mit diesen dauernden Lügen. Ich kenne imperiale Straflager, schließlich war ich in verschiedenen, weil ich etwas bin, wofür ich nichts kann. Ich wusste immer, wofür ich eingesperrt worden bin, ich hatte eine Anklage und eine Verurteilung – der kleine schwule Mottfurz, das keine Befehle befolgen kann. Was ist hier? Hier kriegen sie es ja nicht einmal gebacken, mir einen Rechtsbeistand zukommen zu lassen. Tolle Neue Republik. Und dass ihr hier noch immer Probleme habt mit eurer Bürokratie, zeigt mir doch nur, dass nicht alles so schlecht war, wie ihr das immer geredet habt.“


Oh ja, da musste sich einer nun ordentlich Luft machen, dabei wollte er nur eine schöne Zeit haben und Neuigkeiten von draußen erfahren. Kalyn bekam seinen Frust nun doch ab, was er ja anfangs gar nicht vorgehabt hatte. Er wollte ihr den lockeren, witzigen und nichtunterzukriegenden Terry vorspielen.

„Tut mir leid, streich es aus dem Protokoll. Sie haben das ohnehin aufgenommen, was wahrscheinlich nicht gerade zu einer Hafterleichterung führen wird.“


Mit einem frechen Grinsen versuchte er wieder, das alles abzutun, dabei ging ihm tatsächlich der Arsch auf Grundeis. Außerdem frustrierte ihn die ganze Situation und hier war jemand, der ihm zuhörte, die arme Kalyn nämlich, die nun all das abbekam, was ihm durch den Kopf ging, schließlich würde er in einigen Minuten niemanden mehr zum Reden haben, wie sich bewies, als einer der Wachen mahnend die Stimme erhob:

„Sie haben noch genau fünfzehn Minuten, wenn du Beschwerden hast, dann wende dich an die entsprechende Abteilung. Und keine Vertraulichkeiten mehr, sonst melde ich das, das gilt auch für Sie, Lieutenant. PG74589.1, beeil dich etwas und wenn du dich noch einmal bewegst, dann war das dein erster und gleichzeitig letzter Besuch.“

Die beiden Wachen waren noch etwas näher gekommen, die Hände nun an den Betäubungsblastern. Normalerweise offenbarten sich Gefangene nicht auf diese Weise, zumindest nicht, was ihre Erfahrung diesbezüglich betraf, allerhöchstens einem Anwalt gegenüber, aber der Kerl hier legte quasi sein Gewissen auf den Tisch.

„Ja, klar, danke“

Etwas Höflichkeit kann man diesen Männern auch gegenüber an den Tag legen, manchmal machte das Terry, aber es kam nie sehr gut an, weshalb er einen neutralen Umgangston bevorzugte, jetzt aber so etwas wie Unterwürfigkeit zeigte und sich sogar leicht duckte. Sollte er das Eis nun schneller essen oder weglegen? Er wusste es nicht und hielt es nun einfach, ohne weiter zu essen, dafür redete er wieder, denn er hatte noch viel zu sagen in einer sehr kurzen Zeit.

„Sag mal, wenn es jetzt schnell gehen muss … Wem könnte ich schreiben, um verlegt zu werden? So ein Ansuchen eben, Bürokratie gibt’s ja auch hier ausreichend. Dann ist da noch etwas … schau mal, dass du zu dem Senator kommst, den Gran, den keiner ernst nimmt, und sag dem, sie sollten mal an die Wirkung von Millablumenextrakt denken, nachweisen wird man nichts mehr können, aber eine Einstichstelle finden sie eventuell, die Nadel war zwar klein und fein, aber naja ... Vielleicht kannst du ihm auch sagen, dass mir das alles sehr leidtut und ich schon bestraft worden bin. Ich mag die Gran nicht sehr, aber … vielleicht kann er ja was machen. Die alte Hexe, ich meine diese Priesterin war ja gar nicht so unnett … Es tut mir wirklich leid. Ich konnte nicht anders, entweder sie oder ich. Ich mag es in der Regel nicht, Zivilisten umzubringen, das gehört sich nicht …“

Verdammt, da ging schon wieder das schlechte Gewissen mit ihm durch. Aber das eigene Leben war ihm damals näher gewesen als das der Granpriesterin. Hätte er sie nicht aus dem Weg geräumt, wäre er ins Visier geraten, was er jetzt auch war, aber gut, das war eine andere Entwicklung. Anscheinend hatte er auch den Anschlag zu wenig spektakulär gemacht, ein Blasterschuss oder etwas anderes Lautes hätte der Auftraggeberin sicher besser gefallen. Vielleicht schaffte er es noch, einige Informationen von Kalyn wegen einer Verlegung zu bekommen, ehe die Wärter ihn in seine Zelle zurückbrachten. Kleine Seilschaften nach außen, das wäre hilfreich, denn hier drinnen hatte er es nicht geschafft, sich etwas aufzubauen. Sein Wesen und seine Abneigung gegen alles Nichtmenschliche waren ein deutliches Hindernis für dieses Unterfangen. Der Kuati wollte sich dafür auch nicht verbiegen. Es reichte schon, dass er bei den Mahlzeiten und im sogenannten Außenbereich, dem von ihm als Arboretum bezeichneten Achteck ohne Grün, vor den blöden Aliens kuschen und sich ducken musste, um nicht weiter aufzufallen oder verprügelt zu werden. Das war auch etwas, das ihm nicht gerade leichtfiel.

Während er sich selbst unterbrach, senkte er vor Verlegenheit den Blick, um die feuchten Augen zu verbergen. Selbstmitleid und Trauer zu zeigen oder gar Angst war nicht so gut und wollte er ebenso wenig wie vorhin den Zorn auf das System, trotzdem strahlte er in dem Moment genau das aus, ob er es wollte oder nicht. Manchmal war die Körpersprache aussagekräftiger als jede noch so gut gehaltene Rede. Die Wächter grinsten unverhohlen. Also tatsächlich ein Mörder. Für irgendjemanden könnte das ein Spaß werden, für jemand anderen könnte das Geständnis gefährlich werden – und wieder für jemand anderen tödlich enden. Wenn nur der letzte Bastard etwas mehr Ahnung vom menschlichen Körper gehabt hätte. Der Nächste wird nicht so dumm sein. Dann würde eine erquickliche Summe auf einem geheimen Nummernkonto landen und jemand ein sorgenfreies Leben führen können – natürlich nicht auf Coruscant.

Was Neetaka und das Imperium nicht geschafft hatten, brachten nun die Haft und sein Gewissen fertig, langsam brach er. Es fiel ihm immer schwerer, den coolen Terry zu zeigen, den Kerl, den nichts erschüttern konnte, der für alle Eventualitäten eine Idee oder einen Spruch auf Lager hatte.




[Coruscant – südliche Hemisphäre – Gefängnis der mittleren Ebene – Besucherraum] Terry, Kalyn, Wachen


Sorry für die Länge mit mir ist der Schreibteufel durchgegangen ;-)

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Im Gefängnis ist es auch gut leben.
Du hast ein Dach über dem Kopf, kriegst dreimal am Tag zu essen, lernst jede Menge interessanter Leute kennen und schärfst deine Reflexe.
Freiheit wird echt überbewertet
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Geschrieben von [NPC] New Republic am 19 Aug, 2018 um 00:46 25:

| Coruscant | südliche Hemisphäre | Mittlere Ebenen | Gefängnis| Besucherraum|
|Inspector Lt. Kalyn Sulor, Terry Dourshe, |



Kalyn war angesichts des Wachpersonals froh, nach menschlichen Maßstäben überdurchschnittlich groß zu sein und selbst eine Uniform zu tragen. Obwohl sie einer anderen Abteilung angehörte, war sie ein Teil der Coruscanter Sicherheitsbehörden und stand im Rang über den uniformierten Schlägern hier, auch wenn sie ihnen faktisch nichts zu sagen hatte, aber so war sie besser vor der dumpfen Willkür dieser Leute geschützt al ein Durchschnittszivilist. Würden diese tatsächlich ihre Denkapparate benutzen, so wäre auch jeder Affenechse klar gewesen, dass Terry im Vergleich zu ihr ein halbes Hemd war, gerade mal von der Größe eines nullianischen Zehnjährigen, wenn man davon absah, dass er nur einen Arm hatte. Ob unter dem Imperium oder nun der Neuen Republik, solche Leute waren immer vom gleichen Schlag. Innerlich seufzend versuchte sie die Anwesenheit ihrer Aufpasser zu ignorieren, dank Terrys Freude über das Eis fiel ihr das zum Glück doch recht leicht und verstärkte unwillkürlich ihren Vergleich mit einem Jungen ihrer Spezies. Ihm fiel es ähnlich leicht wie Yun, sie zum Lachen zu bringen und es amüsierte sie, dass er sie 'Mädchen' nannte, obwohl sie mindestens einen Kopf größer als er war. Trotz der ganzen Aufregung, die er verursacht hatte und seiner oft rotzigen Art, war es ihr leicht gefallen, ihn in ihr Herz zu schließen.

„Der Doktor gehört mir“, stellte sie schmunzelnd klar, auch wenn sie natürlich wusste, wie er es gemeint hatte. Aber sicherlich hätten sie sich verstanden. Pathologen waren eine eigene Art, vielleicht gehörte das dazu, wenn man tagtäglich mit den Abgründen intelligenter Wesen zu tun hatte. Obwohl sie erleichtert war, wieder im normalen Inspektionsdienst tätig zu sein, so fehlte ihrer nullianischen Jägernatur die Aufregung, die Terry in ihre Arbeit gebracht hatte. „Ach, ich hätte nichts dagegen, dir hinterherzujagen“, erwiderte sie leichthin, versuchte es wie einen Scherz aussehen zu lassen, aber sie wusste, dass für ihn alles besser wäre, als hier entweder zu vermodern, den Aggressionen von Nichtmenschen oder den Launen des Wachpersonals ausgesetzt zu sein. Er tat ihr leid, und mit wachsendem Entsetzen vernahm sie, was er auszustehen hatte, ob er nun ein Mörder und ein xenophober, imperialer Deserteur war oder nicht. Die Neue Republik hatte sich auf die Fahnen geschrieben, sich für eine gerechtere Galaxis einzusetzen, für Menschen und Nichtmenschen gleichermaßen. Kalyn hatte die Ansprachen von Mon Mothma und Senatorin Organa live gesehen. Sie hatte die Hoffnung gespürt, die diese beiden Galionsfiguren der Rebellenallianz verbreiteten. Doch sie fragte sich, was diese beiden Politikerinnen sagen würden, wenn sie mit dem Verhalten Captain Neetakas und den Zuständen in diesem Gefängnis konfrontiert würden. Gerne hätte sie Terry widersprochen und ihm gesagt, dass es allen unter der Neuen Republik besser ging. Aber das konnte sie nicht. Korruption, Heuchelei und übelster Rassismus in beide Richtungen waren an der Tagesordnung, die Gegenmaßnahmen so wirksam wie ein Tropfen Wasser auf einen Wüstenplaneten.

Wirklich schlimm war es, dass er keinen Rechtsbeistand, keine anständige medizinische Versorgung bekam und wenn nicht einmal für seine Sicherheit garantiert werden konnte. Terry, sie dürfen dich nicht so behandeln, ganz gleich was deine Herkunft und deine Straftaten angeht. Ich werde alle meine Kontakte nutzen, und ich habe von verschiedenen Nichtregierungsorganisationen gehört, die sich gegen solche Zustände engagieren...“
Und wenn sie sich an Corusca Yacoubian wenden musste, Tochter eines hohen imperialen Offiziers, die bis zum Machtwechsel Star einer Realityshow war und seit ihrem Auftrittsverbot alles tat, um im Gespräch zu bleiben, z.B. hochrangige imperiale Persönlichkeiten im Hausarrest zu besuchen und Vids und Bilder im Holonet zu veröffentlichen.
„Tatsache ist, dass ich als Angehörige der Coruscanter Behörden davon erfahren habe“, sagte die Nullianerin entschieden und deutete mit beiden Zeigefingern auf sich. „Ich bin quasi eine Vertreterin des Staates“, fügte sie hinzu und versuchte gewichtiger zu klingen als sie es als kleine Zollinspektorin war.

Das durften die wachhabenden Offizier natürlich nicht auf sich sitzen lassen, und mussten demonstrieren, wer hier das Sagen hatte. Dennoch konnten sie das, was Kalyn von Terry gehört hatte, nicht rückgängig machen und sie konnten ihr auch keinen Maulkorb anlegen. Innerlich verdrehte sie die Augen und bedachte die beiden Gamorreaner in Menschengestalt mit einem säuerlichen Grinsen, während sie ihr Chrono überprüfte. „Alles gut, Officers, fünfzehn Minuten“ Bloß keine Schwäche zeigen. Für sie als freies Wesen war das noch leicht, ganz im Gegensatz zu Terry, dem es immer schwerer fiel, cool und locker zu bleiben. Nein, er durfte sich nicht fertigmachen lassen... „Du wirst dein Anrecht auf einen Comanruf nutzen und dich in Verbindung mit Leven Corso setzen.“ Sie holte ein Stück Flimsi aus einer Tasche ihrer Uniform und kritzelte den Namen und die Kontaktdaten darauf. „ Das ist ein Anwalt und selbsternannter Kämpfer gegen staatliche Willkür, weshalb er sich oft als Pflichtverteidiger förmlich aufdrängt, wenn er von irgendeiner Ungerechtigkeit Wind bekommt. Er ist eine Plage, die Zollinspektion hatte auch schon das Vergnügen, aber wohl genau das, was du brauchst. Ich werde ihn ebenfalls kontaktieren, für den Fall, dass man dich nicht lässt.“ Das war ein deutlicher Seitenhieb in Richtung der Wächter und aller anderen Gefängnisbeamten, die das Gespräch mithörten.

„Ja, ich werde versuchen, mit Senator Leem zu sprechen. Aber ich denke, dass er so verzweifelt ist, dass er jeden empfängt, der ihn einigermaßen ernst nimmt“ Damit hoffte Kalyn Terry mehr Zuversicht zu schenken, so dass er weiter durchhalten konnte.




|Inspector Lt. Kalyn Sulor, mitTerry Dourshe |
| Coruscant | südliche Hemisphäre | Mittlere Ebenen | Gefängnis | Besucherraum|

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Geschrieben von Terry Dourshe am 19 Aug, 2018 um 17:03 21:

[Coruscant – südliche Hemisphäre – Gefängnis der mittleren Ebene – Besucherraum] Terry, Kalyn, Wachen


Terry hatte es geschafft, seine depressive Stimmung und auch die Angst in eine ferne Ecke seines Gehirns zu verschieben und dort vorerst zu verstecken. Das Eis war dahin gehend sehr gut gewesen.


Er hätte es verstanden, wenn man ihn als Kriegsgefangenen behandelte, schließlich war er ein Deserteur, naja jetzt auch ein Mörder, wenn er es ganz genau nahm. Angst darf auch keine Entschuldigung sein, sie ist ein Grund für diese Tat, aber bei weitem keine Entschuldigung. Das schlechte Gewissen des Kuati hatte ihn dann auch erst in diese blöde Situation gebracht, aus der er gedachte, sich baldigst wieder zu verabschieden – auf die eine oder andere Weise. Kalyn hatte ihm bereits einen Namen aufgeschrieben, den wollte er auch nutzen und dann versuchen, sich irgendwie aus dem Staub zu machen. Das hier hatte entschieden keine Zukunft.

Fünfzehn Minuten hatte er noch, um mit Kalyn zu reden. Gerade jetzt fühlte er sich befangen und hatte den Eindruck, kein Wort mehr hervor bringen zu können. Aber er zwang sich zu einem zuversichtlichen Lächeln, das auch ganz gut gelang. Lieber hätte er sich mit ihr noch über ihren Arzt unterhalten, das wäre angenehmer gewesen, doch das andere weitaus dringlicher. Also nickte er dankbar und nahm das Stück Flimsi an sich, wo alles Wichtige notiert war, damit er diesen Pflichtverteidiger erreichen konnte.

„Danke, Kalyn.“

Das war eine Weile alles, was er sagen konnte, dann siegte doch sein angeborener Optimismus. Es konnte ja nicht so schwer sein, hier irgendwie heraus zu kommen und wenn es gegen hunderttausend Auflagen war. Vielleicht konnte der Rechtsanwalt helfen. Davon ging er jetzt einfach einmal aus und auch davon, dass Kalyn diesen Senator, dieses Gran-Vieh (von seinem Rassismus kam er auch nicht wirklich los, dazu saß er viel zu tief und fest verankert), sprechen konnte. Ja, es musste gehen und er weg kommen von diesem ganzen unehrenhaften Verbrechergeschmeiß. Da war er natürlich mit seinem Denken genau der richtige, immer schön Vorurteile pflegen. Gelegenheit dazu hatte er in diesem Gefängnis leider mehr als genug. Auch was die Justiz und generell den Beamtenapparat der Neuen Republik anging, fühlte er sich in allen seinen Vorurteilen bestätigt.

„Ich weiß nicht, ob ich diesen Nichtregierungsorganisationen mehr traue als denen der Regierung. Mir sind Einzelpersonen lieber, die kann ich einschätzen. Alles, was zu groß wird, ist zum Scheitern verurteilt. Selbst die Neue Republik wird untergehen wie das Imperium. Ihr werdet zu groß werden, es werden Spaltungen auftreten, jeder fühlt sich vom andern übervorteilt … Ich habe, als ich mich in diversen Regierungsgebäuden hier herumgetrieben habe, genug mitbekommen. Das ist die reinste Vetternwirtschaft. Sag mir mal, wer die Senatoren hier sind, welchen Familien sie angehören? Legitimiert sich die Republik nicht durch die Wahl des Staatsvolkes? Res publica … eine öffentliche Sache, doch das meiste geschieht im Geheimen. Wer hat Mon Mothma und die anderen Senatoren gewählt? Wie findet das statt? Ich weiß, dass es uns im Imperium vor allem an Freiheit gefehlt hat, zumindest in manchen Bereichen, doch wir wurden nie darüber getäuscht, dass wir ein Mitspracherecht hätten. Frag mal den Müllsammler in den unteren Ebenen, was er sich von der Neuen Republik wünscht. Es ist erstaunlich, ich hab dort unten gelebt und mit den Leuten geredet. Die wollen Sicherheit, was zu essen und vor allem sauberes Wasser und etwas mehr Licht, denn nicht jeder, der dort lebt ist gleichzeitig auch ein Verbrecher oder verkauft seinen Körper.“

Es war so viel einfacher, sich in solchen Überlegungen zu verstricken, als über das eigene miese Los und seine eigenen Taten nachzudenken, denn das führte unweigerlich wieder in eine Depression. Klug war Terry auf jeden Fall, er hatte einen hohen IQ, auch wenn er den im Moment nur sehr sparsam einsetzte.

Kein Wunder auch, dass er desertiert war, bei seinen Ansichten zu seiner alten Regierung, die ohnehin nichts getaugt hatte, viel zu aufgeblasen und arrogant, und er sich in der Neuen Republik auch nicht zurechtfinden konnte, die er für ebenso aufgeblasen, arrogant und verlogen hielt.

„Entschuldige bitte, ich habe so selten Gelegenheit über diese Dinge zu reden, die meisten Leute sind zu blöd oder engstirnig, um weiter als bis zu ihrem Tellerrand zu schauen. Ich werde mich mit Leven Corso in Verbindung setzen. Was ist der überhaupt für einer? Abgesehen von dem, was du mir gerade gesagt hast, sagt mir der Name rein gar nichts.“

Er kannte auch nicht die Sternchen aus den Holo-Vids, so etwas interessierte ihn nicht und schon gar nicht, interessierte er sich für hochrangige ehemalige Imperiale, die in ihm ohnehin nur Abschaum sehen würde – doch das beruhte auf Gegenseitigkeit. Wen die Nullianerin so alles kannte, wusste er nicht, aber er vertraute darauf, dass sie ihm wirklich helfen wollte.

Die Zeit lief dahin und er verplemperte sie mit dummen Reden über die Regierung, aber ihm fiel auch nicht viel anderes ein, über das er sprechen könnte, denn was ihn betraf, hatte er schon alle gesagt. Abgesehen von diesen vorhin erwähnten Dingen, ging es ihm relativ gut, sofern die Angst vor einem weiteren Anschlag nicht überhandnahm. Das mochte später wiederkommen, im Moment hatte er es im Griff und mit Gedanken an den Anwalt und auch die Regierung und Senatoren in den Hintergrund geschoben. Fürchten konnte er sich später wieder.


[Coruscant – südliche Hemisphäre – Gefängnis der mittleren Ebene – Besucherraum] Terry, Kalyn, Wachen

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Im Gefängnis ist es auch gut leben.
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Geschrieben von [NPC] New Republic am 18 Oct, 2018 um 10:49 38:

| Coruscant | südliche Hemisphäre | Mittlere Ebenen | Gefängnis| Besucherraum|
|Inspector Lt. Kalyn Sulor, Terry Dourshe, |




Fünfzehn Minuten waren eine sehr kurze Zeit. Aber Kalyn hoffte, dass sie Terry bis dahin von seinem bedrückenden, nahezu lebensgefährlichen Gefängnisalltag die Auszeit, die ihr Besuch darstellte, so angenehm wie möglich gestalten konnte. Für eine Weile schwieg er, was ungewohnt war. Manchmal war es allerdings doch besser, innezuhalten als jeden Augenblick mit Worten zu füllen. Sie gehörte sowieso nicht zu der Art von Wesen, die ständig reden mussten. Nachdem der Einarmige die Kontaktdaten Corsos an sich genommen hatte, schien er allerdings wieder das Bedürfnis zu haben, sich von der Seele zu reden, was ihn beschäftigte. Obwohl das alles nicht schmeichelhaft für die Neue Republik war, konnte die Nullianerin sich ein verständnisvolles Lächeln nicht verkneifen. Für die überwiegende Anzahl der Bewohner Coruscants hatte sich grundlegend einfach nichts geändert. Selbst ihre Arbeit war die Gleiche geblieben, sie trug immer noch dieselbe Uniform abzüglich der imperialen Abzeichen, ein paar Vorschriften und Regelungen war hinzugekommen und ein paar Nichtmenschen mehr waren neu eingestellt und befördert worden. Wie lautete ein altes corellianisches Sprichwort? Der Weg zu den neun Höllen ist mit guten Vorsätzen gepflastert. „Schon in Ordnung“, sagte sie, als Terry sich für seine Tirade über die Neue Republik entschuldigte. Es war klar, dass es in seiner Lage kaum jemanden gab, mit dem er sich austauschen konnte. Wäre er nur ein Deserteur gewesen, hätte man ihn zu den anderen imperialen Soldaten gesteckt, die die CSF gelegentlich aus den Unteren Ebenen aufgriff. Durch einen fatalen Zufall war er allerdings in etwas hineingeraten, in das anscheinend die höchsten politischen Kreise der Neuen Republik verwickelt waren. Allein die Vorstellung ging schon über Kalyns Fassungsvermögen hinaus. Nur über die Holonachrichten hatte sie Kontakt mit hoher Politik, und das war ansonsten etwas, das ohne sie stattfand.

Terry bat sie, ihm etwas über den Anwalt zu erzählen und schon der Gedanke an Corso ließ sie leicht die Augen verdrehen. „Das Gute für dich ist, dass er ein Mensch ist, würde ich sagen. In der Hinsicht werdet ihr auskommen. Außerdem hat er wirklich sehr viel Erfahrung, er war wohl schon vor den Klonkriegen als juristische Nervensäge bekannt, der sich mit staatlichen Autoritäten angelegt hat, wenn er irgendein Unrecht witterte. Von der imperialen Staatsgewalt hat er sich übrigens auch nie einschüchtern lassen, ein paar Mal war er in Arrest gesteckt worden, aber er hat sich immer wieder selbst herausgeboxt.“ Das war durchaus bewundernswert, wie Kalyn fand, aber seitdem sie selbst mit ihm zu tun gehabt hatte, wusste sie, dass dieser Mann nur mit Vorsicht zu genießen war. „Er ist sehr von sich selbst überzeugt“, fügte sie hinzu, obwohl es eine glatte Untertreibung war. Corso war ein Akkhund auf zwei Beinen, von ihrer Warte aus ein ziemlich kleiner Mensch, der immer unter Volldampf zu stehen schien und zu besonders guter Hochform auflief, je größer und mächtiger die Gegenpartei war. Dieser Fall war sicher ein gefundenes Fressen für ihn und er würde sich bestimmt nicht mit Kinkerlitzchen wie Hafterleichterung zufrieden geben. „Jedenfalls denke ich, dass er dich gut vertreten wird“, gab sie sich zuversichtlich, „nur solltest du dich so kooperativ wie möglich geben, auch wenn er das Einfühlungsvermögen einer Droidenpresse hat.“ Nicht nur ihr war Corso so grob über den Mund gefahren, dass es sie sprachlos gemacht hatte und ihr es erst eine Woche später eingefallen war, was sie hätte erwidern können.


|Inspector Lt. Kalyn Sulor, mitTerry Dourshe |
| Coruscant | südliche Hemisphäre | Mittlere Ebenen | Gefängnis | Besucherraum|

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Geschrieben von Terry Dourshe am 08 Nov, 2018 um 19:51 12:

[Coruscant – südliche Hemisphäre – Gefängnis der mittleren Ebene – Besucherraum] Terry, Kalyn, Wachen


Terry war froh, dass er einen Rechtsanwalt in Aussicht gestellt bekam. Den würde er in jedem Fall kontaktieren. Die Details, die er über ihn erfuhr, machten alles in einer Hinsicht besser, in der anderen würde es wohl nicht leicht werden, so wie Kalyn den Kerl präsentierte oder eher vorstellte. Dann musste er sich wohl etwas zusammenreißen oder die beiden Welten würden aufeinanderprallen und ein Erdbeben verursachen (oder auch nicht, weil der Kuati kein so großes Kaliber mehr war).

„Danke, Kalyn. Das ist großartig. Ich werde gleich versuchen, den … den, wie heißt er noch gleich?“


Herrje, wo war nur sein Gedächtnis abgeblieben? Da war er wieder der Name des Rechtsanwalts und er konnte gemütlich weiterreden, als wäre nichts gewesen:


„Leven Corso, zu kontaktieren. Mir steht doch noch ein Anruf zu, wie du gesagt hast. Bislang hatte ich noch keinen getätigt, ich bin nur in Untersuchungshaft, eigentlich.“


Damit dreht er sich kurz herum und starrte die Wachebeamten feindselig an, als ob die etwas für die lahme Justiz könnten. Für Idioten hielt Terry sie auf jeden Fall, wobei er jeden für einen Idioten hielt, oder fast jeden.


Nun war es auch langsam Zeit, sich zu verabschieden. Einer der Wachmänner schaute auf das Chrono und nickte dem anderen zu. Der ging zu dem nun sehr Vollgefressenen und seiner Besucherin.

„Besuchszeit ist vorbei.“

Das war es dann wohl und Terry stand auch gehorsam auf, schließlich wollte er den Anruf. Jetzt gleich, auf der Stelle, sofort, stante pede, umgehend … ganz gleich welche Synonyme noch passen würden, er wollte das, um hier endlich eine Chance zu bekommen, diesem Scheißgefängnis zu entfliehen.

„Danke für deinen Besuch, Kalyn, und alles. Richte deinem Doktor Lor meine Empfehlung und Gratulation aus. Auf wiedersehen … vielleicht einmal zur Jagd, das wäre amüsanter als dieses nackte Zimmer, außerdem lässt der Service etwas zu wünschen übrig, vom geschmacklosen Stil des ganzen Etablissements einmal ganz zu schweigen. Wenn du jemand mit Einfluss erwischst, empfehle denen doch bitte einen anderen Architekten, eventuell einen Kuati.“

Er konnte es natürlich nicht lassen und musste über die mangelnde geistige Anregung und natürlich die Hässlichkeit des Gebäudes, zumindest die Innenarchitektur betreffend, lästern. Viel Gelegenheiten für weitere Worte hatten sie dann nicht mehr, denn nun ging es langsam dem wirklichen Ende des Gesprächs entgegen und vor allem der Tür.


„Ich möchte dann den Comanruf machen, der mir zusteht. Ihr habt die Beamtin gehört“,

verlangte er noch von den Wachen, denn jetzt fühlte er wieder etwas Oberwasser und Bewegung in der Sache, von einer wesentlich besseren Laune einmal abgesehen. Es musste endlich etwas weitergehen, schließlich war es ein Unding, dass er hier seit einer gefühlten Ewigkeit einsaß, ohne Gerichtsverhandlung oder ordentliche Anklage. Es gab nichts als seine Aussage – und natürlich die erdrückende Beweislage, die durfte er auch nicht vergessen.

„Wir schaffen erst ihn raus, dann dürfen Sie gehen. Und wir, Bürschchen, gehen gleich ins Büro und dann darfst du deinen Comanruf machen.“

Dem Beamten war deutlich anzusehen, dass er Terry für einen absoluten Vollidioten, eine Nullnummer per se und natürlich einen gefährlichen Verbrecher hielt, aber er sparte sich vorerst einen diesbezüglichen Kommentar. Er schaute Kalyn aber auch nur scharf an und entfernte den Gefangenen schließlich aus dem Besucherraum, damit auch Kalyn gehen konnte – leider mitsamt den Leckereien, was sogar die Wachen als sehr schade empfanden.


[Coruscant – südliche Hemisphäre – Gefängnis der mittleren Ebene – Besucherraum] Terry, Kalyn, Wachen

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Im Gefängnis ist es auch gut leben.
Du hast ein Dach über dem Kopf, kriegst dreimal am Tag zu essen, lernst jede Menge interessanter Leute kennen und schärfst deine Reflexe.
Freiheit wird echt überbewertet
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