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Thema: Mandalore
Josea Gear

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07 Nov, 2018 21:38 11 Forum: Outer Rim



| Mandalore | Keldabe | Strykas Haus | | im Hintergarten|


Josea, mit Edris und Stryka


Was machte man als Mann nur, wenn eine Frau weinte? Die einen wollten entsprechend getröstet und bemitleidet werden, und eine starke Schulter zum Ausheulen haben, die anderen sagten, dass man sie gefälligst nicht zu bemitleiden habe, aber natürlich der größte chakaar der Galaxis war, wenn man es genau so machte. Es war wie Topfschlagen in einem Feld voller Tretminen. Edris hatte sich zum Glück als anlehnungsbedürftig erwiesen und gern ihre Tränen am Schulterbereich seines Overalls abgelassen. Und Stryka? Wahrscheinlich wollte sie stark sein und würde ihn anfauchen, aber er konnte sie einfach nicht so schluchzend dort stehen lassen. Also trat er auf sie zu und legte den gesunden Arm um sie, den sie hoffentlich heil lassen wollte. „Niri konnte sich glücklich schätzen, seine letzten Stunden bei dir zu verbringen“, sagte er zu ihr, selbst auf die Gefahr hin, entweder eine barsche Antwort oder einen weiteren Tränenfluss herauszufordern. „Wenn ich Niri gewesen wäre, hätte ich sicher so gedacht“ Obwohl er sich natürlich nicht ganz sicher war, wie Strills dachten, aber eigentlich konnte es kaum anders sein. Er tastete in seinen Taschen, ob er nicht irgendwo ein Taschentuch hatte, leider vergebens. Seiner Ansicht nach sollte man immer ein Taschentuch parat haben. Zum provisorischen Verbinden von Wunden, zum Einpacken von kleinen losen Dingen, zum Naseputzen und natürlich zum Abwischen weiblicher Tränen. Das erinnerte ihn an irgendetwas, Frauen, Tränen und Taschentücher. Nachdenklich kratzte er sich am Kopf, allerdings hatte er den Faden schon wieder verloren.

Gehorsam ging Josea nach Strykas Aufforderung mit Edris zurück in den Behandlungsraum, aber nicht ohne noch eine Schweigeminute für den kleinen alten Stinker abgehalten haben. Die Zabrak, die sich nun einigermaßen wieder beruhigt hatte, setzte sich auf einen Stuhl und schlang ihre Arme um sich, während er sich wieder auf den Behandlungstisch setzte. Die kleine tapfere Ärztin schaute sich gerade die Scans der letzten Untersuchung an. „Und hast du schon etwas Interessantes darauf gesehen?“, erkundigte er sich neugierig. „Gerade eben hatte ich so ein Gefühl gehabt, als ob ich mich an etwas erinnert hätte, aber dann war es wieder weg. Wie wenn man etwas geträumt hätte, wo man beim Aufwachen noch etwas weiß, aber es denn eben - puff! - wie weggewischt ist“ Allerdings war er der Ansicht, dass das gar nicht mal so schlecht war, wenn er wusste, dass er sich beinahe an etwas erinnert hätte. Zwar war er kein Arzt, sondern zumeist nur für das Gegenteil zuständig, nämlich Leute im schlimmsten Fall aus dem Leben zu befördern, aber man musste die Dinge schließlich positiv sehen.


Josea, mit Stryka und Edris


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Thema: Mandalore
Josea Gear

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11 Oct, 2018 17:15 16 Forum: Outer Rim

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Josea, Edris, Stryka


Mehr als das Ableben des kleinen Stinkers ging Josea Strykas verweintes Gesicht nahe. Wo sie doch so resolut und kompetent war, und sie fast nichts erschüttern konnte. Wie hieß es doch so schön, harte Schale, weicher Kern. Edris zuckte zusammen, als die Ärztin sich unwirsch ihren Weg ins Haus bahnte. „Sie meint es sicher nicht so“, sagte er zu der dunkelhaarigen Zabrak und streichelte begütigend ihren Rücken, während sie schweigend das Erdloch und den faltigen Strill-Körper betrachteten. Wenn es ein Jenseits gab, war Niri sicher im Vollbesitz seiner Kräfte und jagte den ganzen Tag Shatuale und fand das Strill seiner Träume. „Was meinst du, wie alt Niri war?“, fragte Edris, die beide Arme seitlich um ihn geschlungen hatte. Josea zuckte mit den Schultern. „Über dreihundert Standardjahre bestimmt, wenn man ihn sich so betrachtet. Mein ba'buir hatte eins, von dem er behauptete, dass es fünfhundert Standardjahre alt sei und es schon bei seinem Großvater gewesen sei. Aber leider konnte es niemand eindeutig sagen..“ Edris gab ein zustimmendes Geräusch von sich und seufzte. „Schon komisch, wie so schnell ein Tier ans Herz wachsen kann“ „Oder eine Zabrak!“ Diese Worte und ein Kuss auf die Wange brachten Edris zum Kichern, was ganz entzückend klang. Nach der ganzen Aufregung konnte er etwas Fröhlichkeit brauchen. „Zum Glück bin ich nicht so faltig...“ „...und Sabbern tust du auch nicht“ „Wenn du deinen Overall ausziehst schon..“, flüsterte sie ihm ins Ohr und biss ihm ins Ohrläppchen. Ein angenehmer Schauder jagte über seinen Rücken, aber bevor er Edris an sich ziehen und küssen konnte, kam Stryka mit einem riesigen Stück Stoff angestürmt, der sich bei näherer Betrachtung als eine Mischung aus Zelt und Kleid entpuppte.

„Hey, Stryka, da bist du ja wieder“, begrüßte Josea sie erfreut. Irgendwie wirkte sie wie bestellt und nicht abgeholt und sehr unschlüssig. „Soll ich dir helfen?“ Es tat ihm leid, dass sie das Grab ganz alleine ausgehoben hatte. Wenn er es rechtzeitig mitbekommen hätte, dann hätte er es gemacht. So etwas konnte er sprichwörtlich mit Links. Die kleine tapfere Frau sollte doch nicht alles alleine tun, obwohl sie so tat, als ob sie niemanden bräuchte. Man brauchte allerdings immer mal jemanden – Familie, Freunde oder Bekannte, es fanden sich stets hilfsbereite und freundlich gesonnene Wesen, wenn man es nur zuließ. Das machte das Leben weitaus entspannter, und Entspannung hatte seine Lebensretterin gewiss nötig. Er löste sich von Edris und trat auf Stryka zu. „Zu zweit geht’s einfacher, denke ich“


Josea, mit Stryka und Edris
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Thema: Mandalore
Josea Gear

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07 Sep, 2018 10:36 58 Forum: Outer Rim



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Josea, Edris


Die Galaxis hielt Mandalorianer für grausame und abgebrühte Söldner, die für eine Handvoll Credits Leute auf die schlimmste Weise ums Leben bringen konnten. Nicht, dass sie es nicht konnten, denn sonst wären sie schließlich nicht solche gefragten Mietkrieger, aber hinter jeder beskar'gam verbarg sich ein fühlendes Herz, ganz gleich wie viele Leute man schon für gute Credits umgebracht hatte. Das beste Beispiel dafür saß nun neben Josea auf der Liege und war fix und fertig mit der Galaxis. Leider hatte es den armen Stinker hingerafft, er war für immer eingeschlafen und Edris machte sich verantwortlich dafür. Die Zabrak, die sich an seiner starken Brust angelehnt hatte, war untröstlich. Ihre Hörner stachen etwas unangenehm in seinen Brustmuskel, aber es war in diesem Moment wichtiger, dass sie sich beruhigte. „Ist ja schon gut,“ versuchte er sie zu beruhigen, nachdem Stryka hinausgegangen war, um ihn zu begraben. „Er hat immerhin großartigen Uj-Kuchen als letzte Mahlzeit bekommen, und ich würde sicher gerne ins Manda eingehen, wenn ich noch vorher noch mit dir schmusen könnte, hm?“ Als Antwort ertönte ein ersticktes Schluchzen, während sich auf dem Stoff seines Overalls Nässe ausbreitete. Wayii, da fanden aber noch eine Menge Tränen aus ihren Augen und Schnodder aus ihrer Nase. Was raus musste, das musste wohl raus. Trotz des Rufes eiskalt und mitleidslos zu sein, waren Mandalorianer ein höchst emotionales Volk und niemand brauchte sich seiner Tränen zu schämen. Deswegen strich Joseaihr einfach begütigend über die Haare und hoffte, dass sie sich bald ausgeheult hatte. Aber das sagte ihm, dass sie ein warmes, mitfühlendes Herz hatte, was er essentiell für eine gute Eigenschaft hielt und aus ihr bestimmt eine tolle Ehefrau würde.

Edris' Schluchzer und ihr Tränenfluss ließen allmählich nach, so dass er vorschlug, nach Stryka zu sehen, nachdem sie ihr Gesicht gewaschen und sich die Nase geputzt hatte. Er ging in die Küche, um ihr ein Glas Wasser zu holen. Dort hing noch eine zarte Duftwolke, die an den alten Stinker erinnerte. Ihm wurdeschon etwas eng um Herz, doch er lächelte. Zwar hatte er Niri nicht lange gekannt, aber lieber erinnerte er sich daran, wie niedlich der alte Sechsbeiner gewesen war und dass er in seinen letzten Stunden eine angenehme Zeit verbracht hatte. Dann fiel ihm auf, dass er das Glas Wasser ausgetrunken hatte, dass für Edris gedacht war. Wenn er schon in der Küche war, dann konnte er gleich behot-Tee aufsetzen und ein paar Scheiben Uj aufschneiden. Quasi als improvisiertes Totenmahl. Wahrscheinlich hatte es weder am Kuchen noch an der Folie gelegen, dass Niri das Zeitliche gesegnet hatte, es war einfach nur ein blöder Zufall gewesen, als Edris ihm etwas Gutes tun wollte und der ohnehin geschwächte Körper des Strills aufgegeben hatte.

Das hübsche Gesicht der Zabrak verzog sich schmerzvoll, als sie wieder die Küche betrat, doch sie blieb gefasst. „Trink und iss etwas“, sagte Josea aufmunternd, „ich denke, dass wir Stryka noch ein bisschen Zeit lassen sollten..“
„Ich möchte mich von ihm verabschieden“ , erwiderte sie. Ihr Nase lief noch ein bisschen und ihre Augen war rot und angeschwollen, während sie ein kleines Lächeln versuchte. Josea nickte.
Sie fanden die kleine Ärztin im Hintergarten, wo sie dabei war, ein Grab auszuheben, daneben lag der Körper des Stinkers. Nun musste er selbst ein wenig schlucken, denn er sah, dass Stryka weinte.

Josea, mit Stryka und Edris
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Thema: Mandalore
Josea Gear

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15 Aug, 2018 14:07 23 Forum: Outer Rim

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Josea, Stryka


Auf Strykas Frage nach Kopfschmerzen und Doppelsichtigkeit kniff Josea die Augenbrauen zusammen, sah die tapfere kleine Frau an und betrachtete sie eingehend. „Also, soweit ich das sehe, bist du nur einmal vorhanden“, meinte er schließlich. Dann prüfte er sich eingehend darauf, ob er Kopfschmerzen hatte und verkündete lächelnd: „Mein Nacken ist ziemlich verspannt“ Das war angesichts der Anstrengungen, die er hinter sich hatte, auch kein Wunder. Mit einem leisen Ächzen dehnte er den Nacken einmal nach rechts und einmal nach links. Edris musste ihm unbedingt eine schöne Massage geben, sobald die Untersuchung abgeschlossen war. Wobei die Untersuchung an sich schon recht entspannend war – selten hatte er sich in einer Arztpraxis so wohl gefühlt wie bei Stryka, die sich so rührend um ihn kümmerte. Sicherlich würde sie von den Rayceens ein erkleckliches Sümmchen dafür bekommen, jeder Arzt gab sich besonders Mühe, wenn er entsprechend entlohnt würde, aber er ihm war natürlich klar, dass ihr persönlich sein Wohlergehen wichtig war. Das konnte man gar nicht in Credits aufwiegen. Ob er nun Hausverbot in dieser Cantina hatte, konnte ihm freilich egal sein, aber Verantwortung für ein Kind zu tragen, war schon eine andere Angelegenheit. Deshalb fand er es so bewundernswert, dass Deykaz die kleine Mirialanerin adoptiert hatte. Es war fast so, als ob Parja wiedergekommen wäre. Sicher, die Erinnerung riss alte Wunden auf, aber vielleicht war es gut so, dass er Deykaz' Kleine in seinem Clan aufwachsen sehen konnte...und er würde dafür sorgen, dass ihr nichts zustieß. „Hmmm, dann muss ich mich mal auf die Suche machen, sobald hier endlich alles in Ordnung gebracht wurde“, überlegte er laut, bevor die völlig aufgelöste Edris in der Tür stand.

Eine durchschnittliche Mandalorianerin konnte man nicht so schnell zum Weinen bringen, besonders, wenn sie im Kopfgeldjäger- und Söldnergeschäft tätig war. Daher musste der Zabrak irgendetwas schlimmes zugestoßen sein und ihr war es sichtlich peinlich, so verheult aus der Wäsche zu schauen. Sie zog die Nase hoch und wischte sich mit den Fingern übers Gesicht. Mit zusammengepressten Lippen sah sie erst zu ihm und dann zu Stryka. „Ich....“ setzte sie an, unterdrückte einen Schluchzer und sah nach links und nach rechts, „ich...ich...glaube, ich habe das Strill umgebracht“, platzte es aus ihr heraus, gefolgt von weiteren unterdrückten Schluchzern, zwischen denen sie erzählte, dass sie sich auf einen Stuhl gesetzt hatte, um zu warten, bis Niri eingeschlafen war und sie sich unauffällig loseisen konnte. Sie hatte ihn mit ein paar Stückchen des restlichen Uj-Kuchen gefüttert. „I-ich habe nicht gesehen, dass da noch ein Stück Folie dran war, erst als er es schon im M-maul hatte, aber da war es schon zu spät“ Panisch hatte sie versucht, ihm das Stück aus dem Maul zu holen, doch Niri hatte es schon heruntergeschluckt. „Dann hat er so komisch gegrunzt und schrecklich gerülpst...und...dann ist er eingeschlafen und dann noch gezuckt, aber er rührt sich jetzt nicht mehr!“, beendete Edris ihren Bericht und sah sehr unglücklich aus. Joseastand auf, um seine Zukünftige in die Arme zu nehmen. „Oh, Edris, cyar'ika, vielleicht schläft er einfach nur ganz tief. So ein bisschen Folie macht Strills doch nichts aus, nicht wahr, Stryka?“


Josea, mit Stryka und Edris
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Thema: Mandalore
Josea Gear

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07 Jul, 2018 21:09 28 Forum: Outer Rim



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Josea, Stryka


Aufmerksam hörte er Strykas Ausführungen zu, wie sich sein Gedächtnisverlust bemerkbar gemacht hatte. Der Name der schwangeren Frau sagte ihm überhaupt nichts, aber natürlich wusste er, wer Edris war. Die attraktive Zabrak, die sich in der Küche mit dem alten Stinker beschäftigte und die er bald heiraten wollte, sobald es ihm besser ging. Dazu musste sein Gedächtnis wieder hergestellt werden, aber er war zuversichtlich, dass es der patenten Ärztin gelingen würde, auch wenn sie sagte, dass er sehr viel vergessen hatte. Josea nickte beflissen. "Das tut mir Leid, dass ich deinen Namen vergessen hatte, vod'ika", versicherte er ihr mit einem treuherzigen Lächeln und legte die Hand auf sein Herz, in dem bekanntlich sehr viel Platz war. "Ich hoffe nur, dass ich nicht zuviel Ärger gemacht habe. Ja, also ich glaube, ich weiß, weshalb ich hier bin, es war eine Schlägerei oder etwas in der Art - aber ich hoffe ja, dass sie zu meinen Gunsten ausging." Nun, neben Verletzungen aus seinen Einsätzen waren es Schlägereien, wo er einen guten Teil seiner Blessuren abbekam. "Habe ich eigentlich irgendwo Hausverbot bekommen?" Nicht, dass er sich großartig darum kümmern würde, er hatte eine Reihe von Hausverboten in diversen Etablissements auf diversen Welten, wo er dazu Einreiseverbote kassiert hatte. Da er sich sowieso nicht genau daran erinnerte, war es ihm ziemlich egal. Weniger egal war ihm, dass er sich bei seiner Mutter melden wollte. Oder es schon getan hatte. Er musste unbedingt auf seinem Com nachschauen. Aber das lief ihm schließlich nicht weg. "Ja, das weiß ich, das wir ihn am Raumhafen getroffen hatten, mit seiner kleinen Tochter," rief Josea begeistert aus. Das war auch irgendetwas wichtiges, aber immerhin wusste er, dass sie Deykaz mit der kleinen Parja...ähm...nicht Parja, sondern irgendein anderer Name, am Raumhafen getroffen hatten. "Die schwangere Frau, von der du sprachst...diese Kadatsch...ist das Kind von mir?", hakte er noch einmal nach, weil es ihm gerade durch den Kopf schoss und die Gedanken an das kleine Mädchen und Deykaz' Grund für seinen Besuch verdrängte. Schließlich würde er diese Frau nicht hängen lassen, auch wenn er bald den Bund der Ehe mit Edris einging. Und Edris wusste ja, dass jeder Mandalorianer, der etwas auf sich hielt, sich seiner Verantwortung stellte.

Bei ihm stellte sich ein leichtes Bedauern ein, als sie vom Symoxin und den Vincha-Präparaten sprach, die er nicht mehr sich hatte. Dieses Vincha war gutes Zeug gewesen, das er so schnell nicht wieder bekam. "Das hast du aber gut bei dir aufbewahrt," hoffte er im Hinblick auf eine etwaige Rückgabe. Wieder beschlich ihn ein ungutes Gefühl, als sie von Reduktion sprach. Er wusste, dass sie ihre Gründe hatte und diese gerechtfertigt waren, denn er wollte weiterhin gut schießen und schnell reagieren können. Aber mit Schmerzen? Zwar sagte man, dass Durst schlimmer als Heimweh war, aber noch schlimmer waren die Arten von Schmerz, denen er ausgesetzt war, seit er sich erinnern konnte, mehr oder weniger. Doch die Horrorvorstellung milderte die gute Stryka gleich wieder ab. Die Dosen, die sie verabreichen wollte, klangen gut, als er es sich durch den Kopf gingen ließ, während sie sein Handgelenk scannte. "Ich denke, das machen wir so", entschied er sich schließlich. Ihm war ein solcher Gedächtnisverlust noch nie widerfahren und wenn er ehrlich zu sich selbst war, war das Ganze nicht mehr lustig. "Wie sieht es mit meinem Handgelenk aus? Es ist hoffentlich besser als mein Hirn dran, oder?"

Eine Bewegung an der Tür des Untersuchungsraumes und eine unverkennbare Duftnote, ließen ihn aufblicken. "Edr'ika, wollt ihr etwa nach uns se-...". Weiter kam er nicht, denn er sah die Augen der Zabrak, die aufgewühlt und tränennass in den Raum blickten...der kleine alte Stinker war nicht bei ihr.






Josea, mit Stryka
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23 Apr, 2018 20:25 31 Forum: Outer Rim



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Josea, mit Edris und Stryka


Auf Strykas Frage, wie lange er schon Schmerzmittel nahm, zuckte er grinsend mit den Schultern. So lange er denken konnte, wäre wahrscheinlich am nächsten gekommen. Das Leben eines Mandalorianers in der Galaxis war eben mit vielen Gefahren verbunden, und da er sich nie vor solchen scheute, war er schon oft verletzt gewesen. Wahrscheinlich auch, als er hierhergekommen war „Welches? Ich hatte ein paar dabei, in meinen Gürteltaschen...“ Dummerweise erinnerte er sich nur an das Zeug, dass er den Kallidahin abgekauft hatte, und das war schon ziemlich lange her. „Also, ich bin mir nicht sicher, aber ich weiß noch, dass ich meine Vorräte in Keldabe aufstocken wollte, eins davon war aufgebraucht...“, sagte er und kratzte sich nachdenklich am Kopf. Es ärgerte ihn selbst, dass er anscheinend wichtige Dinge, die gar nicht so lange her waren, einfach so vergessen hatte. Und das war alles andere als gut, denn er hatte das ganz miese Gefühl dabei, dass einiges nicht nur wichtig, sondern sogar ziemlich entscheidend war. Dies wechselte sich nun mit einer leichten Panik ab, dass die kleine tapfere Ärztin das Symoxin ganz absetzen wollte.

„Natürlich komme ich mit“, rief Edris aus, was Josea zu einem begeisterten Lächeln veranlasste. Doch ihr vorhaben wurde leider von dem kleinen Stinker durchkreuzt, welcher sich von Strykas Beinen lösen musste und er nun ein neues Paar auserkor, das der Zabrak gehörte. „Shab...“, entfuhr es dieser leise, aber sie konnte es nicht übers Herz bringen, das anlehnungsbedürftige Strill ebenfalls von sich zu entfernen. „Ich komme nach, Jos'ika“, seufzte sie. „Alles klar, cyar'ika“, sagte er mit einem weiteren Luftkuss, „du weißt ja, wo ich bin...“ So eine tolle Frau, gutaussehend und tierlieb.. Nun musste er aber der anderen tollen Frau folgen, freilich mit einer leichten Beklemmung im Herzen. In der Praxis, die schon quasi zu seinem zweiten Zuhause geworden war, ließ er sich auf dem Behandlungstisch nieder und folgte halb aufmerksam, halb skeptisch jedem Handgriff, den die Ärztin durchführte. „Glaubst du, dass ich mein Gedächtnis wiederbekomme?“, fragte er, während er sich immer wieder unbehaglich mit der freien Hand durch die Haare fuhr. Soweit er sich erinnern konnte, war ihm so etwas noch nie passiert. „Es ist ein ganz seltsames Gefühl, obwohl ich denke, dass es nicht viel ist, das ich vergessen habe. Wie hast du das überhaupt bemerkt? “




Josea, mit Stryka
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06 Mar, 2018 00:03 26 Forum: Outer Rim



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Josea, mit Edris und Stryka


Ach wie schüchtern die kleine Ärztin ihre eigene Küche betrat, als ob sie gerade in ein Nest voller Gundarks treten müsste. Josealächelte ihr aufmunternd zu. „Nur zu, vod'ika“ , sagte er und machte eine einladende Geste. Wahrscheinlich war sie noch nicht ganz ausgeschlafen, sie hatte ja schon so viel mitgemacht. Höflich warteten er und Edris darauf, dass sie mit dem Essen anfing. Das wäre ja noch schöner, wenn sie ihren Nachtisch einfach herunterschlangen, während Stryka ihr Essen aufwärmte „Ich habe mich leider noch nicht an viel erinnert...naja eher an gar nichts, was in der letzten Zeit passiert ist, nur Sachen, die sehr lange her sind“ , sinnierte er vor sich her, als sie sich nach seinen Plänen und Erinnerungen erkundigte. „Zum Beispiel, als ich für diesen Podrennstall gearbeitet hatte, und auf Ando IV verunglückte Rennfahrerinnen aus dem Schnee grub. Vielleicht finde ich tatsächlich etwas in meinen Sachen...oh ja stimmt, meine buir'ika, jetzt wo du es sagst. Ich muss mal auf mein Com schauen.“ Edris kicherte verhalten und Josea gab ihr einen Luftkuss. Sie beide freuten sich darüber, dass die Ärztin das Steak für gut befand, nachdem sie gegessen hatte. Nachdem sie und Edris einen schlechten Start gehabt hatten, kam nun doch wieder alles in Lot.

Nun ja, fast. „Bist du dir sicher, dass du das andere Mittel ganz absetzen willst?“ Joseahatte keine Angst vor Schmerzen, wenn er sie sich zuzog, aber bei einer Behandlung war das etwas völlig anderes. Mit dem Symoxin und dem anderen Zeug, dessen Namen er vergessen hatte, fühlte er sich wie das blühende Leben und für die Heilung war es bestimmt nicht gut, wenn er sich schlecht fühlte. In seinem Nacken kroch schon bei dem Gedanken daran ein sehr unwohles Gefühl hoch. Während eines Auftrags, der ihn in die Minen von Subterrel führte, hatte er sich einen dreifachen Bruch seines rechten Beins zugezogen. Zwar hatte er seinen Auftrag erfolgreich ausgeführt und war von Minenarbeitern gefunden worden, nur hatte es außer einer primitiven Erstversorgung und einem Mittel gegen Kopfschmerzen nichts gegeben, dass die Schmerzen des Bruchs lindern konnte. Er konnte nicht gehen, es gab keine Möglichkeiten ihn zur Krankenstation des Bergwerkomplexes zu transportieren. Seinen eigenen Vorrat hatte er bei dem Sturz verloren...So lag er eine gefühlte Ewigkeit in den fürchterlichsten Schmerzen seines Lebens, bis endlich Rettung nahte. Die Kallidahin, die die Krankenstation betrieben, konnten ihn schließlich von seinen unsagbaren Leiden befreien und er konnte diesen netten Leuten ein paar gute Mittelchen abkaufen, nachdem der Bruch ausgeheilt war. Allerdings halfen ihm diese Gedanken überhaupt nicht bei seiner aktuellen Situation, denn Strykahatte ihm angedroht, auch das Symoxin zu reduzieren, was ihm ein paar kleine Schweissperlen auf die Stirn trieb.

„Dann würde ich sagen, dass du den Arm untersuchst, und dann kannst du ja immer noch entscheiden, was mir mit dem Symoxin tun“ , versuchte er ihr leichthin mitzuteilen, obwohl ihn ihre Worte ziemlich nervös gemacht hatten. Und das nicht auf die gute Weise nervös. Große Galaxis, wenn sie ihm wenigstens das Symoxin lassen könnte... Währenddessen gluckste Edris vor Rührung, als der kleine Stinker dazugekommen war, und Strykaihm sein Fresschen gemacht hatte. Leider lenkte das Joseanicht von seinem größten Problem ab, mit dem er sich konfrontiert sah. Er grinste zwar, aber er konnte nicht behaupten, dass ihm wirklich danach war.


Josea, mit Edris, Stryka im Flur
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OOC: Oh je, das ist schon sooo lange her - sorry für die Verspätung -.-

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03 Nov, 2017 20:12 37 Forum: Outer Rim



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Josea, mit Edris


Selbst als Josea und Edris mit dem Essen fertig waren, tauchte Stryka immer noch nicht auf. Die kleine tapfere Ärztin musste wirklich sehr erschöpft sein und er überredete Edris, das übriggebliebene Steak für sie zurückzustellen. Das Fleisch wie auch die Zubereitung waren ausgezeichnet, so dass es ihm schwer fiel, darauf zu verzichten. Edris schmollte ein wenig deswegen, auch der sechsbeinige Stinker, den der Essensgeruch in die Küche gelockt hatte, wirkte beleidigt. Doch bei soviel, das sie ihr zu verdanken hatten, wäre es einfach ungerecht gewesen, wenn sie nichts abbekommen hätte. Die Zabrak bekam einen Kuss, und Stinki ein Stück Uj-Kuchen zum Trost. „Und was machen wir jetzt?“, fragte sie, während sie bei Uj und Behot zum Nachtisch saßen. „Das 'Gästezimmer' ist ja leider belegt und in der Praxis...“ Die Gehörnte strich mit dem Finger über den Rand ihres Teeglases und warf Josea einen vieldeutigen Blick zu. Dieser saß bequem zurückgelehnt auf seinem Küchenstuhl, mittlerweile wieder in seinen frisch gewaschenen und getrockneten Overall gehüllt. „Bloß nicht in der Praxis“, grinste er „,ich habe mich gerade wieder an einen halbwegs verheilten Körper gewöhnt und möchte nicht ausprobieren, was Stryka mir antut, wenn sie sauer ist.“ Edris kicherte. „Mir ist ein ganzer Verlobter auch lieber". „Nicht wahr?“, erwiderte der Angesprochene und zwinkerte ihr. Seine Zukünftige war ein tolles Mädchen. Trotzdem zupfte irgendetwas bei diesem Gedanken unbehaglich in seinem Hinterkopf. Wahrscheinlich war es die etwas unklare Lage, die die Abwicklung des Schmerzensgeldes betraf, obwohl es für einen Großclan wie den Rayceens eher ein Pappenstiel sein musste. Nun ja, wer mit Bankern verwandt war, schaute auf jeden Dezicredit, der gespart werden konnte. Das waren allerdings Gedanken, die bis morgen oder wann auch immer Stryka es für nötig hielt, warten konnten.

Joseavertrieb Josea die Zeit mit Anekdoten aus der Zeit, als er als Bodyguard für den Besitzer eines Podrennstalls gearbeitet hatte. Daran konnte er sich noch recht gut erinnern und kam zu einem denkwürdigen Rennen auf der Eiswelt Ando IV, als er nicht zum ersten Mal auf die Suche nach einer verunglückten Devlikk-Fahrerin war. „Du hast im Schnee nach einer Devlikk-Henne gegraben?“, lachte Josea. „Ja!“, erwiderte er stolz. „Das waren alle patente Mädels, immer super drauf, immer aufgedreht. Leider werden sie höchstens vier Jahre alt, ich habe mindestens zwei Generationen erlebt. Die leben wirklich nach dem Motto 'Live fast, die young'.“ „Und du nach dem Motto 'Hahn im Korb', was?“, japste die Zabrak nach Luft und wischte sich Lachtränen aus den Augen. „Oya, ist ja genug von mir für alle da gewesen“, bestätigte er und warf sich in die Brust. „Irgendwo habe ich noch ein paar Holos von den Rennhennen und mir.“ Er tastete die Taschen des Overalls ab, bis ihm einfiel, dass dieser frisch aus der Wäsche gekommen war und die Holosticks bei seinen anderen Sachen liegen mussten. In seine Überlegungen über den Verbleib seiner Habseligkeiten erscholl Strykas Stimme, welche sich erkundigte, ob sie noch da waren. „Stryka, wir sind in der Küche!“, rief Josea erfreut zurück, „Wir haben den Uj angeschnitten und trinken behot. Nur nicht so schüchtern in deinem eigenen Haus, komm zu uns. Der kleine Stinker ist auch hier. Du kannst auch noch ein Steak essen, wenn du magst. Edris hat es ganz wunderbar zubereitet und extra für dich aufgehoben!“ Nun war es an der jungen Frau, sich stolz zu geben, und er warf ihr eine Kusshand zu.


Josea, mit Edris, Stryka im Flur
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Josea Gear

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02 May, 2017 11:51 49 Forum: Outer Rim



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Josea, mit Stryka


Bei Mandalore dem Unbezähmbaren, die arme kleine Ärztin musste wirklich sehr erschöpft sein, wenn sie einfach in ihrem Bürosessel eingeschlafen war und nicht bemerkte, dass sie fiel. Gerade rechtzeitig war Josea herbei gesprungen und hatte sie vor dem Sturz auf den harten Boden bewahrt. Nicht einmal seine Rettungsaktion hatte sie aufwecken können. So wie sie sich die letzten zwei Tage – oder waren ein drei – für ihn aufgeopfert hatte, und zudem von den Angehörigen des Rayceen-Clans behelligt worden war, das konnte schon anstrengend sein. Vor allem wenn man nicht mehr die Jüngste war. Sie musste sich auf jeden Fall ordentlich erholen, auch wenn Josea glaubte, dass sie etwas Ordentliches zu essen brauchte. Aber eine anständige Portion Schlaf würde ihr sicher gut tun. So beschloss er, Stryka fürs erste ins Bett zu bringen, das sie ihm freundlicherweise überlassen und stattdessen auf einem Stuhl genächtigt hatte, damit er bequem schlafen konnte. Das, was sie für ihn getan hatte, konnte kaum angemessen in Credits aufgewogen werden. Die Rayceens konnten sich darauf gefasst machen, ihr ein ordentliches Sümmchen zu zahlen, dafür würde er sorgen, und er würde es ihr mit seiner immerwährenden Dankbarkeit und Freundschaft bis ans Ende seines Lebens (das hoffentlich noch eine ganze Weile dauern würde, schließlich hatte er es ihr zu verdanken) vergelten, und das seiner Kinder und Kindeskinder…

Josea zog den Bürostuhl vom Schreibtisch weg und packte Stryka unter den Armen und Knien. Da sie nicht besonders groß war, fiel es ihm leicht, sie auch mit seinem verletzten Arm hochzuheben. Einen ausgewachsenen Krieger in voller Rüstung zu transportieren war eindeutig anstrengender. Allerdings begann die Stelle zu pochen, die von der Manschette geschützt war. Also wuchtete er ihren Oberkörper über die Schulter, so dass sie wie ein erlegtes Stück Wild auf ihm hing. „Gut, dass du keiner dieser knochigen Hungerhaken bist“ , sagte er erfreut zu ihr und tätschelte ihre gut gepolsterte Hüftregion. Im Schlafzimmer angekommen, ging er in die Knie und legte sie vorsichtig auf dem Bett ab, wo er versuchte, sie in eine bequeme Schlafposition zu bugsieren. Bevor er sie zudeckte, zog er ihr die Hose aus. In voller Bekleidung zu schlafen war eine unangenehme Sache, wenn man nicht dazu gezwungen war. Gewiss hatte er schon mehrere Tage am Stück in der Rüstung verbracht, freiwillig würde er das allerdings auch nicht tun.

Probeweise öffnete er einige Schubladen und den Schrank, um dort nach ihren Schlafsachen zu suchen. Ein weites Shirt erschien ihm passend genug, so dass er sie auch ihrer Tunika entledigte und ihr das Kleidungsstück überstreifte. Zufrieden begutachtete er sein Werk, nachdem er sie zugedeckt hatte und ihr ein Glas Wasser auf die Nachtkonsole gestellt hatte. „Schlaf gut, vod’ika“ , sagte er und streichelte ihre Stirn.


Josea, mit Stryka
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Josea Gear

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29 Aug, 2016 16:25 27 Forum: Outer Rim

| Mandalore | Keldabe | Innenstadt | | am Skirata-Platz |


Tessa und Sabri, mit Beshkar



Ihr auserkorener Kistenträger schien ganz in Ordnung zu sein. Manche Leute verstanden einfach keinen Spaß, doch der her bezeichnete sich selbst als älteres Modell, was Tessa ein weiteres Grinsen entlockte. „Oh ja, Gazzo kann dir bestimmt helfen, wenn dein Gefährt genauso alt wie du ist“ Der buir wirkte wie ein fitter Fünfzig- oder Sechzigjähriger. Oder vielleicht wie ein Vierzigjähriger, das konnte sie immer so schlecht einschätzen. Jedenfalls war er nicht schwer von Begriff und wusste genau, worum es ging. „Aye, genau die“, bestätigte sie, während sie Sabri ein Daumen Hoch-Zeichen gab. „Ach, das war doch nichts“, wiegelte sie ab, „ich konnte dich ja schlecht hier herumirren lassen. Aber mit deiner Hilfe kommen wir schneller nach Hause, und sicher wollen alle Nachschub.“ Die ersten Gäste hatten schon heute morgen auf der Matte gestanden, was sich schnell im Haus herumgesprochen hatte, und ab da war die Party schon in vollem Gange. „Wir haben unsere Zwischenprüfungen an der agrarwirtschaftlichen Oberschule bestanden“, erläuterte sie und versuchte dabei so lässig zu wirken, als ob sie gerade von einer hochprämierten Kopfgeldjagd erfolgreich zurückgekehrt sei. Diese Ausbildung war zwar eher uncool, aber einen landwirtschaftlichen Betrieb zu unterhalten, ging mit Blastern und Nahkampftechniken eben nicht so gut. „Dann musst du wenigstens mit uns anstoßen“, entschied Sabri und trat beiseite, um den buir an die Kisten zu lassen.

Es sah ganz so aus, als ob er sie mühelos heben konnte, doch eine gewisse Anstrengung war schon aus seiner Stimme herauszuhören. Der Jüngste war Beshkar, wie er sich vorstellte, doch nicht, und wahrscheinlich hätte sich der Fenstermann weniger anstrengen müssen. Aber sie würde natürlich kein Wort darüber verlieren, Männer waren so sensibel und..unwillkürlich sah Tessa dieses Prachtstück von einem Kerl vor sich, mit seinem tätowierten Arm und dem Brustmuskel, und diesem tollen Lächeln, und ach...Gerade rechtzeitig bemerkte sie, dass Beshkar sie nach dem Weg gefragt hatte. „Ähm, ja....wir müssen quer über den Platz und nach links rüber. Siehst du diese großartigen Mietshäuser dort, und im vierten Stock, wo der Balkon....wo....oh, wo gerade jemand die Konfettifontäne ausgelöst hat. Oya, dann lass uns schnell losgehen...“ Von ihrer Warte aus konnten sie noch gut erkennen, wie silbrige und blaue Konfettiteilchen fröhlich in der Sonne glitzernd auf den Boden regneten, gefolgt von wummernden Glimmikbässen. Sicher würde das dem Fenstermann gefallen und Tessa ärgerte sich, dass sie nicht nach seiner Comnummer gefragt hatte. Beshkar sagte irgendwas, was sie erst realisierte, als Sabri antwortete.

„Oh, Concord Dawn“, hörte sie sie sagen, „das ist ja ein Zufall. Aber du solltest dort hinfliegen, wenn du die Gelegenheit hast, ist gar nicht so langweilig, wie viele behaupten...“ Ein erneutes lautes Zischen unterbrach die Twi'lek und ein Glitzerregen aus Gold und Silber ging vom Balkon nieder, gefolgt von begeisterem Gejohle und noch lauter einsetzender Musik „Wayii“, rief Tessa aus. „Wenn die so weitermachen, haben wir bis Mitternacht keine Munition mehr. Wir müssen einen Gang zulegen, wenn's dir nichts ausmacht“, wandte sie sich an ihren Träger und beschleunigte ihren Schritt. „Die Fontäne ist eigentlich für Deliahs Geburtstag gedacht, es sollte eine Überraschung werden...“






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04 Aug, 2016 21:57 45 Forum: Outer Rim

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Josea, mit Edris




Der Geruch der Steaks in der Pfanne ließ Joseas Magen knurren. „Hast du einen Rancor in deinem Bauch?“, flachste Edris , „dich hört man noch am anderen Ende von Keldabe“ Der Angesprochene rieb sich die entsprechende Stelle. „Das liegt auch an der Köchin“, erwiderte er, „warum muss sie auch nur so appetitlich aussehen...“ Er stand auf und versuchte sie in den Nacken zu beißen. Da Stryka irgendwohin verschwunden war, könnte er doch sicher...doch bevor er der Zabrak noch näher kommen konnte, verpasste sie ihm mit dem Pfannenwender einen saftigen Klatscher auf die Brust. „Nachtisch gibt’s erst später, ner vod. Und das auch nur, wenn du alles aufgegessen hast...“ „Wayii, cyari'ka...ich wollte doch nur probieren. Außerdem hat das weh getan...“ Sie seufzte theatralisch und ließ sich immerhin zu einem Küsschen auf die misshandelte Stelle auf der linken Seite bewegen... „Was ist das für eine Tätowierung?“, merkte sie an und fuhr die Linien mit dem Finger nach „die sieht anders als der Rest aus...“

Josea sah auf seinen wohlgeformten Brustmuskel herab. Nachdem er ihn ausgiebig bewundert hatte, musste er nachdenken, denn er erinnerte sich tatsächlich nicht, wo diese beiden schlichten symmetrischen Schnörkel herkamen oder was sie zu bedeuten hatten. Sie schienen noch recht neu zu sein. „Das ist eine Erinnerung an eine Jagd, glaube ich. Gar nicht so lange her“, tastete er sich an eine Erklärung heran. „Du hast dich doch nicht im Vollsuff tätowieren lassen, oder?“ „Normalerweise nicht. Wahrscheinlich hat hier auch die Amnesie zugeschlagen..vielleicht fällt's mir bald wieder ein.“ „Na hoffentlich hast du dich damit nicht irgendeinem religiösen Kult angeschlossen, der dir verbietet, diese fantastischen Steaks zu essen“, lachte Edris und legte die zubereiteten Fleischstücke und Beilagen auf drei Teller. „Und wenn schon, das wäre mir egal, ist nur Farbe in der Haut und die hält mich von nichts fern“, winkte er ab, wonach er aufstand. „Ich gehe nach Stryka schauen – nicht dass ihr Steak kalt wird.“

Er rief im Flur nach ihr, wo er keine Antwort erhielt, Also ging er ins Schlafzimmer, lugte ins Bad, wo sie sich allerdings auch nicht aufhielt und wäre beinahe über den alten Stinker gestolpert, der friedlich vor sich her schnarchte. Sein nächstes Ziel waren die Praxisräume und er schaute auch vor die Haustür, wo er einen Bothaner erschreckte und eine reptiloide Frau ihrem Kind die Augen zuhielt (dafür aber ziemlich genau zu ihm hinsah). Das Handtuch saß noch dort, wo es sein sollte. „Keine Angst, alles ist bedeckt“, sagte er mit einem entschuldigenden Lächeln und suchte weiter nach der Ärztin. Sie war weder im Behandlungszimmer noch im angrenzenden Labor. Allmählich begann er sich Sorgen zu machen...War sie vielleicht entführt worden? Aber von wem? Einem rachsüchtigen Patienten, oder der eifersüchtigen Bäckersfrau?

Während er noch inmitten der Laborgeräte vor sich hin überlegte, hörte er ein leises Schnaufen. Stryka?“, rief er besorgt und ging in Richtung ihres Büros. Auf ihrem Schreibtischsessel, halb sitzend, halb liegend und ohne Bewusstsein, fand er sie vor. Stryka!“, rief er nochmals aus und sprang zu ihr hinter den Schreibtisch.


Josea, mit Stryka [/B]


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21 Jun, 2016 21:30 46 Forum: Outer Rim

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Tessa und Sabri, mit Beshkar



Auf den ergrauten Kopf war der buir trotz fortgeschrittenen Alters nicht gefallen und lächelte sogar ganz nett. Hier bestätigte sich wieder Tessas Theorie, dass Männer über zwanzig viel interessanter waren, auch wenn dieser hier sogar der Vater des Fenstermannes sein könnte. Er erkundigte sich nach einem Mechaniker und bot ohne zu zögern seine Hilfe an, als er Sabrimit den Kisten stehen sah. Die Twi’lek winkte ihm erfreut zu. “Du bist schon in der richtigen Richtung”, sagte Tessa und musterte ihr Gegenüber genau. „Zu Gazo Dexx’ Werkstatt geht’s hier über den Platz, an dem Getränkeladen rechts und wieder links. Also nicht die nächste Straße, sondern die Einfahrt – die sieht man nicht gleich. Und der fette Besalisk, den du an seinen antiken Fahrzeugen herumschrauben siehst, ist Gazo. Du solltest es lieber nicht eilig haben, er erzählt unglaublich viel und gerne und wenn seine Frau noch dazu kommt, wird’s noch länger dauern“ , warnte sie ihn mit einem Augenzwinkern vor. „Aber sie sind sehr freundlich und hilfsbereit, als Deliah, unsere Mitbewohnerin, etwas länger auf die Reparatur ihrer alten Schrottschüssel warten musste, hat Mrs. Dexx ihr Pannakuchen als Entschädigung gebacken, der für eine ganze Woche reichte. Die blutigen Ohren waren’s wert“

Tessa grinste breit und knuffte den buir in den Oberarm. „Nein, das war Spaß. Aber Gazo erzählt trotzdem viel. Du hast eher nicht den neuesten MandalMotors-Gleiter, wenn du zu ihm willst, nicht wahr? Er wird dich lieben…“ Sie drehte sich zu Sabri um, die erwartungsvoll an ihren lekkuspitzen zupfte, nickte ihr zuversichtlich zu und wandte sich wieder an den Mann vor ihr.

Taufrisch war er bestimmt nicht mehr und wirkte wie jemand, der viel erlebt hatte. Zumindest schien er nicht zu der Sorte peinlicher alter Männer zu gehören, die in ihren Rüstungen herumspazierten, als wären sie gerade vom einem großen Feldzug gekommen, bei dem sie die halbe Galaxis erobert hätten. Zumal er auch keine Rüstung trug. Zum Kistentragen würde er schließlich auch keine brauchen. „Wir wären dir unglaublich dankbar, wenn du uns beim Kistentragen helfen kannst. Bei uns gibt es was zu feiern und das muss gebührend begossen werden. Du bist auch gern eingeladen, wir haben genug zu essen und zu trinken da“ , erklärte sie ihr Anliegen und hatte das Gefühl, dass sie etwas vergessen hatte. Dann fiel ihr ein, dass sie sich nicht vorgestellt hatte. „Oh, ich bin Tessa, und das ist Sabri. Wir kommen von Concord Dawn und besuchen die Oberschule hier in der Nähe. Du bist nicht aus Keldabe, oder?“



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Tessa und Sabri, mit Beshkar

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14 Jun, 2016 20:40 58 Forum: Outer Rim

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Josea wollte natürlich nicht, dass jeder hier im Umkreis seinetwegen einen Herzinfarkt bekam, selbst wenn das für Strykas Geschäfte sicherlich gut gewesen wäre. Wie herzensgut die kleine Ärztin war, zeigte sich daran, dass sie sich nicht schade war sich auch um ein uraltes Strill zu kümmern. So wie der Stinker auf ihren Armen aussah, konnte er eine gute Behandlung gebrauchen. Bevor er sich umwandte, gab er Edris einen schnellen Abschiedskuss und zwinkerte Stryka zu. Sie sah ein wenig angestrengt aus, trotz seines Alters war der Sechsbeiner nicht gerade handlich. „Bis gleich, vod’ike“ , rief er, wonach er seine Kleidung auflas und prüfend daran roch, ehe er sie über einen Stuhl hängte. Frisch war das alles nicht mehr. Er beschloss Stryka zu fragen, ob er ihren Waschautomaten benutzen konnte. Die Kosten konnte sie von ihm aus auf die Rechnung der Rayceens schreiben oder er würde sie erstatten. Damit den beiden Frauen nicht die Augen ausfielen und ihr Kreislauf geschont wurde, wickelte er sich das Badetuch um die Hüften. Das musste vorerst reichen.

Prüfend begutachtete er sein allzu aufregendes Ebenbild im Badspiegel, wobei der Grund für den ganzen Aufruhr gründlich bedeckt war und schon rief Stryka, ob er angezogen sei. „Ich stelle keine Gefahr für die Gesundheit der Öffentlichkeit mehr dar, komm ruhig“ , erwiderte er fröhlich, strich sich die Haare zurück und schickte sich an, das Schlafzimmer zu verlassen. „Su’cuy“
, begrüßte er sie beim Hinausgehen. Die Spuren des Strills an ihr waren weder zu übersehen noch zu überriechen, was ihn aber nicht daran hinderte, sie zu drücken. „Du hättest mich ruhig anrufen können, dann hätte ich den Kleinen für dich getragen, selbstverständlich angezogen“ , feixte er. „Ich habe versucht, Ordnung zu machen, hoffe, dass es so geht. Und kann ich deinen Waschautomaten benutzen? Mein ganzes Zeug braucht dringend eine Wäsche…setz es einfach den Rayceens auf die Rechnung, auf die paar Credits kommt es denen sicher auch nicht mehr an.“

In der Küche war Edris bereits damit zugange, die Einkäufe auszupacken. Das sah alles unglaublich gut aus und er merkte erst jetzt bei dem guten Geruch von Eopieschinken, Nerfsteaks und Banthasalami, wie hungrig er war. Stryka, du bist so gut zu uns“ , sagte Josea ehrlich gerührt. „Wir warten auf dich, bis du wieder da bist, ja?“

Edris hatte derweil Mühe ernst zu bleiben „Was?“ , grinste er zurück und sie zupfte neckisch am Handtuch. „Mein Overall muss in die Wäsche, cyar’ika, aber wie du siehst, bin ich anständig bedeckt“ Die dunkelhaarige Zabrak biss sich in die Hand und boxte ihn mit der anderen auf den Brustkorb. „Du darfst mich nicht schlagen - du weißt, dass das für deine Familie teuer wird“ , schalt er sie augenzwinkernd und zog sie an sich. „Ich kann dich anderweitig entschädigen“ , erwiderte sie keck. „Ach ja? Und wie?“ Ihre einzige Antwort war ein ausgiebiger Kuss, so dass alle Entschädigungsfragen vorerst geklärt waren. „Das reicht jetzt“ , entschied seine Zukünftige und streckte ihm die Zunge heraus, „nicht, dass ich im Voraus zuviel zahle. Außerdem habe ich Hunger – setz du dich hin und ich brate uns ein paar Steaks an.“

Dieser Aufforderung gehorchte Josea gern. Während Edris das Fleisch briet, erzählte sie von ihren Erlebnissen beim Besuch des Bäckers und der Metzgerei. Sie deutete an, dass zwischen ihr und Stryka nicht alles ganz friedlich abgelaufen war, doch sie wollte nicht näher ins Detail gehen. Immerhin konnte die Ärztin jeden Augenblick wieder in die Küche zurückkehren. „Die beiden Mädels sind beinahe gestorben, als wir ihnen begegneten. Du hast wirklich Eindruck hinterlassen“ , kicherte sie, als Josea seine Sicht der Begegnung mit der Blonden und Lethan-Twi’lek geschildert hatte. Das konnte er nicht abstreiten. „Laden wir sie doch zur Hochzeit ein“ , schlug er vor. „Damit wir in Teenager-Tränen ertrinken? Aber wo wir gerade von Einladungen sprechen - ich habe Stryka gesagt, dass wir sie auch einladen…“ „Das hätte ich sowieso gemacht, cyar’ika“ Er freute sich, dass sich die beiden nun endlich verstanden und nach allem, was sie zusammen durchgemacht hatten, gehörte die tapfere kleine Frau gewissermaßen mit zur Familie.



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Josea, mit Edris , Stryka irgendwo im Haus

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26 Apr, 2016 20:43 16 Forum: Outer Rim

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Tessa und Sabri





Tessa schaute sich noch einmal in die Richtung um, in die Dr. Ordan und die Zabrak verschwunden waren. „Na, was meinst du, mit wem von den beiden er was hat?“, fragte Sabri grinsend. Ihre Hautfarbe hatte wieder einen normalen Rotton angenommen, aber ihre lekku-Spitzen zuckten noch verräterisch. „Doch nicht mit der Alten“ , erwiderte die Angesprochene augenrollend und strich sich ihre Zöpfe glatt, deren helles Blond im Sonnenlicht wunderbar herauskam. Sie hoffte, dass der Fenstermann es bemerkt hatte. „Wer weiß, vielleicht sogar mit beiden“ , prustete die Twi’lek. „Deine versaute Fantasie möchte ich haben - du bist so eine Twi'lek“, erwiderteTessa und lachte mit. Sie bedauerte es, dass sie sich heute morgen dafür entschieden hatte, noch ein Trägershirt unter die Tunika zu ziehen, das tiefere Einblicke verhinderte. Der Typ im Fenster hatte nicht nur körperlich etwas zu bieten gehabt, sondern war anscheinend auch noch sehr cool drauf. „Wir hätten ihn überreden sollen, mitzukommen“ , dachte sie laut vor sich hin. „Glaubst du wirklich, dass er das getan hätte?“ , zweifelte Sabri. „Weiß nicht. Aber wir hätten wenigstens fragen sollen. So einem wie dem begegnet man auch nicht alle Tage…“ „Wir wissen aber, wo er wohnt…wenigstens vorübergehend. Und wenn ich die Ärztin wäre, würde ich ihn so lange wie möglich da behalten.“ Da hatte Sabri nicht unrecht. Und wer etwas gewinnen wollte, musste auch etwas wagen. Zuerst führte sie ihr Weg allerdings zurück in die Wohngemeinschaft, die sie mit Deliah teilten. Sie schmissen eine Party, um die bestandenen Zwischenprüfungen an der Oberschule für Agrarwirtschaft zu feiern, die sie auf sanftem, aber nachhaltigem Druck ihrer Familien besuchten. Wenn sie schon nicht in die Galaxis ziehen konnten, um Abenteuer zu suchen, mussten sie eben die Abenteuer zu sich holen. Was sie sie oft und gerne taten.


„Wenn nicht, können wir uns immer noch den Jungen klarmachen, der in der Metzgerei arbeitet“ Tessa seufzte. Sabri, ner vod, das ist ein Junge“ , sagte sie mit bedeutsam erhobenem Zeigefinger. „Der Fenstermann ist ein…Mann.“ „Oh ja, das habe ich gesehen“ , versetzte die Twi’lek entrückt und wurde wieder knallrot. Tessa bereute es sehr, nicht geistesgegenwärtig genug gewesen zu sein, um ein Holo von dem Prachtkerl zu machen. Wenigstens hatte sie sich heute morgen die Haare frisch eingeflochten, den Sidecut nachrasiert und ihre neue Hose mit den Lederstreifen angezogen. Sabri ließ die obere Hälfte ihres Overalls generell nach unten hängen, damit sie ihre Oberteile und Tätowierungen zur Schau tragen konnte. Was sehr unmandalorianisch war, aber es war auch nicht ihre Schuld, dass sie auf diese bescheuerte Schule gehen musste, wo sie allerlei galaktischen Einflüssen ausgesetzt waren. Und dem Anblick eines nackten Kerls, der im Fenster stand. Es hätte schlimmer kommen können.

Sie erreichten den Platz, an dessen gegenüberliegender Seite sich der Apartmentblock befand, in dem sie wohnten. Die Nachbarschaft bestand überwiegend aus anderen jungen vode, die die nahe liegende Oberschule besuchten oder wegen der günstigen Mieten dort zwischen Aufträgen wohnten. Daher immer irgendetwas los, es gab immer was zu feiern, ob es Leute waren, die gerade ein- oder auszogen, erfolgreiche Jagden oder weil man gerade Lust darauf hatte. Außerdem gab es viele Läden in der Nähe, in denen man günstig Lebensmittel und Getränke einkaufen konnte, wobei letzteres am wichtigsten war. Die beiden kauften vorsichtshalber noch zwei Kasten Ale und fünf Flaschen Juma-Juice, es war immer besser einen Vorrat zu haben.

Bis zur Wohnung mussten sie mit den schweren Kasten nur noch über den Skirata-Platz laufen. Als richtige mando’ade beklagten sie sich nicht, nichtsdestoweniger war es eine elende Plackerei und eine Repulsorkarre hätten sie sicher auch nicht abgelehnt. „Die dikut’la Halsabschneiderin hätte uns wenigstens ihren Droiden ausleihen können“ , beschwerte sich Sabri. „Lass uns das elende Ding kurz abstellen“ Dagegen hatte ihre Freundin nichts einzuwenden. Vierundzwanzig Literflaschen bestes Billigale und fünf Jumaflaschen zu anderthalb Liter waren nicht ohne. Tessa rieb sich die Hände und sah sich dabei nach jemandem um, der ihnen helfen könnte. Nicht weit von ihnen fiel ihr ein älterer Mann auf, der aussah, als ob er sich verlaufen hätte und kräftig genug war, Kasten zu schleppen. Sie wechselte einen kurzen Blick mit Sabri. Mandalorianer fackelten nicht lange, und gewiss wäre sie die letzte, die diesem Ruf keine Ehre machen würde. „Su’cuy“ , rief sie in seine Richtung, während sie auf ihn zuging und setzte ein strahlendes Lächeln auf, das sie in Gedanken dem Fenstermann widmete. „Du siehst aus, als ob du was suchst“ , sagte sie, „kann ich dir vielleicht helfen?“


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Tessa und Sabri, mit Beshkar



OP

@Stryka: Post mit Josea kommt separat

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23 Feb, 2016 16:16 28 Forum: Outer Rim

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Josea , draußen auf der Straße Sabri und Tessa


Josea wachte ein wenig verspannt, aber ansonsten weitgehend schmerzfrei auf und wunderte sich im ersten Augenblick, wo er war. Dann erkannte er das Schlafzimmer der kleinen tapferen Ärztin wieder. Oder war es von Iris, Erica? Edith? Nein, sie hieß Edris und soweit er wusste, wollten sie heiraten. Das war keine schlechte Idee, die Zabrak hatte Feuer im Hintern. Aber auch einen sehr gewalttätigen Bruder, wie ihm beim Blick auf die Armschiene einfiel. Er gähnte und streckte sich, hatte aber keine Lust aufzustehen. Edris war nirgends zu sehen, was schade war, denn er hätte durchaus das Bedürfnis nach einem weiteren wilden Ritt gehabt. Auch als er nach ihr rief, erschien sie nicht. Ebenso wenig wie Stryka, denn er hatte Hunger. Für einige Minuten döste er vor sich hin, bis er sich entschied aufzustehen und sich abzuduschen. Beim Blick in den Badspiegel stellte er fest, dass er sich eigentlich rasieren müsste, aber mangels eines Mr. Stryka war auch kein Rasierzeug vorhanden und sein Ebenbild im Spiegel sah bei ausgiebiger Betrachtung auch so noch gut genug aus. Die Bissspuren auf seinem Hals ließen ihn breit grinsen. Da hatte er einen Fang in Form eines kleinen Nexu gemacht und das zerwühlte Bettsprach für sich. Noch unentschlossen, was er als nächstes mit sich anfangen sollte, überlegte er, dass es ganz klug wäre, durchzulüften und das Bettzeug aus dem Fenster zu hängen. Frauen wussten das zu schätzen, wenn man als Mann an solche Dinge dachte.

Und sie wussten es zu schätzen, wenn ein Mann wie er am Fenster stand und nichts anhatte. Das fiel ihm auf, als er Kissen und Bettdecke über die Fensterbank hängte und zwei junge vode vorbei schlenderten. Die Ruthian-Twi’lek wurde noch röter, während ihre menschliche Freundin ziemlich große Augen bekam. „Su’cuy, vod’ike“ , begrüßte er sie freundlich. „Schöner Tag heute, was?“ “In der Tat”, kicherte das blonde Mädchen, während die Twi’lek Mühe hatte, ihre lekku-Spitzen unter Kontrolle zu halten. „Kommst du auch mal zu uns zum Bettenmachen?“ „Ich würde gerne, aber ich darf mich noch nicht anstrengen, hat meine Ärztin gesagt“ „Die olle Ordan?“, platzte es aus der Twi’lek heraus und fiel in das Kichern ihrer Freundin ein. „Na dann viel Spaß noch“, fügte die Blonde hinzu, „aber wenn sie dir auf den Geist geht, wir wohnen drei Blocks weiter am Skirata-Platz. Frag nach der WG von Tessa, Sabri und Deliah. Man kennt uns. Oder folge einfach der Musik. Ret’lini, cyar’ika!“

Die Mädels ließen nichts anbrennen, was ihm außerordentlich gefiel und sah den beiden nach. Viel Zeit darüber zu sinnieren hatte er aber nicht, denn kaum dass die reizenden Gören weiter gezogen waren, sah er aus der Richtung, in die sie gegangen waren, zwei bekannte Gestalten kommen. Stryka und Edris , über die er sich mindestens genauso freute. „Da seid ihr ja endlich, habt ihr was zu….? Was zum….wir werden doch kein altes Strill essen, oder?“, rief er ihnen gut gelaunt zu, als sie in Hörweite kamen.





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Edris mit Stryka und Ben


So, wie Stryka den armen Ben anblaffte, tat er Edris unglaublich leid, aber ihr fiel außer einem Lächeln und einem freundlichen Zurückwinken zum Abschied nichts weiter ein, wie sie den Jungen trösten konnte. „Eine gute Jagd, Ben’ika“, rief sie ihm beim Hinausgehen zu. Es war rührend, wie die kleine Ärztin das alte Strill auf die Arme nahm, was im krassen Gegensatz zu ihrem Umgang mit vode stand.

„Ich hoffe, dass du ihm helfen kannst“ , sagte sie mitfühlend, nachdem sie die Metzgerei verlassen hatten. Strills waren so kluge und großartige Tiere, auch wenn sie nicht gerade mit blendender Schönheit gesegnet waren, ganz zu schweigen von einem angenehmen Geruch. Sie könnte Stryka nur der Nase nach folgen, denn die Ausdünstungen des alten Stinkers waren nicht zu verfehlen. Indes gab es schlimmeres und der Sechsbeiner verdiente es, gut zu behandelt zu werden. „Oh ja, ich finde auch, dass er langsam mal erwachen könnte“, erwiderte sie kichernd. An eine zweite, etwas ausgiebigere Runde war vermutlich nicht zu denken, aber ein wacher Josea war ihr lieber als ein schlafender und ihre beiden Herzen hüpften vor Vorfreude. Wie schön war es doch verliebt und verlobt und auch bald verheiratet zu sein, da spielte der Hickhack um Schmerzensgelder und die Ränke der Heiligen Dreifaltigkeit um Torr, Yeela und Arego nur noch eine untergeordnete Rolle. Daher summteEdris wahllos Liedfetzen vor sich, die ihr gerade in den Sinn kamen und ihre gute Laune unterstrichen, während sie auf dem kurzen Rückweg in die Praxis waren. Auch die Sonne kam heraus, so dass alles wunderbar zusammenpasste.

Es waren nur noch einige Meter die Straße entlang, als ihnen zwei Mädchen entgegenkamen, noch etwas jünger als sie selbst, die sich wegen irgendwas unglaublich amüsierten und sich aufgeregt zuflüsterten. Sehnsüchtig dachte die Zabrak an ihre eigene Teenagerzeit kurz nach dem verd’goten zurück. Man stand zum ersten Mal auf eigenen Füßen, und einem stand die ganze Galaxis offen, selbst wenn es erst einmal nur Keldabe war und die Abenteuer, die eine solche große Stadt mit sich brachte. „Ihr habt ja mächtig Spaß hier“ , sagte Edris schmunzelnd zu der Ruthian-Twi’ lek und der Blonden, die ihr Haar sowohl in enganliegenden Zöpfen als auch an einer Seite kurz geschoren trug. „Und wie“, rief die Twi’lek aus, die sich nicht mehr einkriegen konnte „da vorne steht ein nackter Mann am Fenster, der die Betten macht. Geh schnell hin, sonst ist er sicher wieder weg. Er ist so ein…whoooa…“ Hektisch wedelte sie mit den Händen und die mit Lederbändern kunstvoll umwickelten lekku-Spitzen führten einen wilden Tanz auf. Hier sah die Zabrak zum ersten Mal wie eine rothäutige Twi’lek noch röter werden konnte. „Wo denn?“ , frage sie neugierig, obwohl sie schon eine leise Ahnung beschlich. „Na da vorne, im Haus von der…oh…“, erklärte die Blonde, und dann fiel ihr Blick auf die Ärztin. Auch sie wurde nun rot, wenn auch nicht so ganz wie ihre Freundin und beide prusteten unaufhaltsam los. Ein vernünftiges Wort war wohl nicht mehr aus den beiden herauszubekommen, und Edris begann verschmitzt zu grinsen. „Ich glaube, ich weiß, wer der eifrige Hausmann ist“ , sagte sie zu Stryka, „den Anblick sollten wir uns nicht entgehen lassen“ Und so war, nach einigen Schritten, sah sie Josea in all seiner Pracht am Fenster, der auch sie bereits erblickt hatte und sich Sorgen machte, dass er altes Strill zum Essen bekommen sollte. Aber sie freute sich, dass sie schon sehnsüchtig erwartet worden war und eilte zu ihm, wo die Kissen und die Decke sorgsam über dem Sims hingen.

„Nein, nein – wir waren beim Bäcker und beim Metzger und haben vernünftige Sachen geholt. Niri ist Strykas neuer Patient. Du sorgst ja ganz schön für Aufruhr hier“ , zwinkerte sie ihm zu. „Weißt du, wenn ich der hiesigen Damenwelt eine Freude machen konnte…“, zwinkerte er zurück. „Dann hoffe ich wohl, dass ich auch damit gemeint bin…“ „Vor allem du...und Stryka natürlich auch!“ Er beugte sich zu ihr herunter und drückte ihr einen langen Kuss auf die Lippen. Viel fehlte nicht, damit sie ihn aufforderte, sie durchs Fenster zu heben, doch jetzt musste sie sich erst einmal zusammenreißen.

„Wir kommen durch die Tür rein“ , sagte sie noch etwas benommen, „und zieh dir was an, sonst kriegen hier sämtliche Teenies im Umkreis noch einen Herzinfarkt“





Josea, Edris mit Stryka, weiter hinten Sabri und Tessa


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Josea Gear

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29 Dec, 2015 16:12 10 Forum: Outer Rim

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Edris , mit Stryka und Ben


Edris glaubte kaum, was sie von der Ärztin zu hören bekam – auch wenn es natürlich zu dem passte, was sie bisher von ihr kennen gelernt hatte. Es war schon öfter vorgekommen, dass es Streit gab, dass man es mit Leuten zu tun hatte, die einfach völlig unausstehlich waren. Und sie war gewiss keine Person, die sich einem Streit nicht stellte. Aber dieses speckige, kratzbürstige Wesen setzte allem die Krone auf. Denn eigentlich könnte sie eine liebenswerte Frau sein, ein bisschen verschroben vielleicht, doch wer hatte keine Macken....und die Zabrak schloss sich keineswegs davon aus. Sie wusste, dass sie im betrunkenen Zustand ziemlich aggressiv und ausfallend werden konnte, hielt sich aber ansonsten für eine doch recht umgängliche Zeitgenossin. Je weiter Stryka darüber sprach, was sie über die Heiratspläne dachte, drängte sich Edris mehr und mehr der Eindruck auf, dass sie eifersüchtig war. Nun, wer würde nicht auf Josea fliegen, aber das klang wirklich nach echter Missgunst, und nicht nur nach einem schlechten Tag. Wenn sie es nach Jahrzehnten dem armen Raffael immer noch nachtrug, dass er ihr einen Korb gegeben hatte...
Es fiel ihr schwer, sich zusammenzureißen und ihr unverblümt ihre Gedanken entgegenzuschleudern.

„Udesii, ist schon gut, aber wenn Josea dich einlädt, wirst du kommen müssen...“, knurrte sie nur. Er würde sie höchspersönlich unter den Arm klemmen und sie dorthin mitschleifen, wo auch immer sie nun heiraten würden.

Wie Stryka mit dem alten Niri umging, war indes herzerweichend. Edris glaubte kaum, dass das dieselbe Frau war, die sie eben noch so angefaucht hatte. Neben einem Mann brauchte sie unbedingt ein Haustier. Gut, dass der Metzger dem Schnuckel namens Ben hinter der Theke aufgetragen hatte, ihr auszurichten, das Strill mitzunehmen. „Su'cuy, Ben, sagte Edris und musterte das Jungchen eingehend. Er war sicher ein paar Jahre jünger als sie, und unter anderen Umständen, hätte sie vielleicht auch ihn noch mit eingepackt. Aber ein bisschen flirten konnte sie ja trotzdem.

„Hab ich beides gemerkt“, brummte sie und war froh, dass Stryka im Nebenraum verschwand. Dann sah sie sich die Auslage (sowie den Jungen) an.

„Ich nehme drei, nein, vier Nerfsteaks“, sagte sie und schürzte die Lippen, worauf Ben'ika lächelte. „und noch von den Robawürstchen, ein halbes Pfund dürfte reichen“. „Ich habe hier noch Banthasalami im Angebot, willst du mal probieren?“, fragte er, und trennte ohne ihre Antwort abzuwarten ein paar Scheiben ab. Mit schnellen, geschickten Bewegungen packte er das Gewünschte ein, während sie die Salamischeiben kostete. „Echt lecker“, sagte sie, und stellte fest, dass der junge Mann in aller Seelenruhe sich selbst noch etwas davon gönnte. „Bekommst du keinen Ärger, wenn du dich hier selbst bedienst?“
„Das ist schon in Ordnung, in drei Tagen bin ich eh weg und was der Chef nicht weiß... Vielleicht noch Eopieschinken?“ Edris ließ sich nicht lange bitten. „Wohin geht’s denn?“

„Ord Mantell. Mein Cousin Kal hat da einen Auftrag an Land gezogen...“ Bens Augen leuchteten vor Abenteuerlust. „Dort streiten sich verschiedene Söldnerfirmen um die Vorherrschaft, nachdem der Eigner des Marktführers umgekommen ist. Und dort brauchen sie fähige Leute...wird echt gut bezahlt...“ Die Begeisterung des Metzgereiverkäufers war ungemein ansteckend und sie spürte, wie sie zappelig wurde. „Das klingt gut...“
„Ist es auch. Willst du vielleicht mitkommen...?“ Oh, das war wirklich süß. Er kannte sie nicht einmal fünf Minuten, aber bot ihr an bei dem Auftrag mitzumachen. „Danke, aber ich muss leider ablehnen“, erwiderte sie mit echtem Bedauern. „“Ich habe noch was wichtiges vor in den nächsten Tagen“ „Was kann denn so wichtig sein?“

„Nun ja, ich werde heiraten, und mein Verlobter ist noch in Behandlung. Bei ihr....“ Dabei deutete sie mit dem Daumen in Richtung des Nebenzimmers, in dem die Ärztin mit Niri zugange war. Ben sah ehrlich enttäuscht aus. „Na gut, hätte ja sein können“, meinte er. „Aber wenn ihr euch uns noch anschließen wollt...“ Edriszuckte mit den Schultern. „Das kann noch dauern, meine Familie ist riesig und wir müssen uns auch noch einrichten. Und bis er wieder richtig gesund ist, möchte ich bei ihm sein. Trotzdem danke für dein Angebot.“

„Versteh ich“, sagte Ben und packte einige Stücke Schinken und Salami ein. „Die schenk ich dir. Als Hochzeitsgeschenk sozusagen. Wie heißt du eigentlich?“

„Edris. Edris Rayceen“, erwiderte sie, und Ben grinste breit. „Bist du mit den Rayceens aus dem Hinterland verwandt?“

„Das bin ich...wieso?“
„Der Chef kauft Fleisch von euch und schimpft ständig über eure Wucherpreise, aber es ist wirklich gut...Und du isst quasi gerade deine eigenen Eopies....Edris winkte ab. „Dafür habt ihr guten Schinken daraus gemacht. Außerdem zählt der Gedanke“ Gerührt lehnte sie sich über die Theke und drückte dem Jungen einen Kuss auf die flaumige Wange. „Mehr gibt’s aber nicht, mein Zukünftiger hat vorgestern schon meinen Bruder vermöbelt“, sagte sie keck, während Ben nunmehr verlegen grinste. „Dann wünsche ich dir alles Gute für die Hochzeit, Edris. Vielleicht sehen wir uns ja mal“

„Vor'e, vod. Und dir eine gute Jagd.“ Oh, der kleine Ben war wirklich zum Liebhaben, doch wenn man einen richtigen Mann haben wollte, war Josea die weitaus bessere Wahl.

Stryka? Kommst du? Ich bin fertig hier...“, rief sie in Richtung Nebenzimmer und zwinkerte Ben noch einmal zu, welchem prompt die Röte in die noch jugendlichen Wangen schoss.


Edris mit Stryka und Ben


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Josea Gear

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29 Oct, 2015 21:47 26 Forum: Outer Rim

| Mandalore | Keldabe | Keldabe | | unterwegs |


Edris , mit Stryka


Bei den alten Knochen der Taung, Stryka musste massive Komplexe haben, dachte sich Edris, als die Ärztin ihr unterwegs zum Metzgar eine wütende Tirade in Bezug auf Männer an den Kopf warf. Halb tat sie ihr wegen der schlechten Erfahrungen leid, halb kam es vor, als ob sie schlicht und ergreifend eifersüchtig sei, weil es bei ihr so schnell und dann auch noch so gut geklappt hatte. Nimm, was du kriegen kannst und gib es nicht wieder her, lautete eines ihrer wichtigsten Lebensmaxime und wenn sich ihr die Chance auf einen lustigen, gut aussehenden Mann bot, dann ergriff sie sie beim Schopf. „Er hat es doch gesagt, als Torr und die anderen bei dir waren“, entgegnete sie etwas beleidigt. „Und hin und wieder ist es ziemlich schön, jemanden im Bett zu haben, ob man nun heiratet oder nicht. Ich habe nämlich gehört, dass es auch Spaß macht und wieso sollte man nicht mit jemand zusammenleben wollen, mit dem man sich versteht? Das Leben kann so schnell zu Ende sein, also muss man das Beste daraus machen“ Sie hatte schon immer eine Familie gewollt, und ihre eigene war das beste Vorbild. Man war füreinander da, auch wenn man sich manchmal auf die Nerven ging und es war immer gut zu wissen, dass man einen Ort und Leute hatte, zu denen man heimkehren konnte.

Stryka täte es sicher auch gut, einen Partner oder wenigstens einen Liebhaber zu haben, dann würde sie bestimmt entspannter durchs Leben gehen. Von der abweisenden Äußerung, dass sie sich nicht einmischen solle, ließ sie sich nach der ersten Verblüffung nicht davon abhalten, weiter zu reden, als sie beim Metzger ankamen. Das Strill, das vor dem Laden hockte, musste Jahrhunderte alt sein, doch es war so rührend, wie es auf die kleine pummelige Frau zukam, seine Zuneigung bekundete und um einen Happen bettelte. Edris betastete die Taschen ihres Overalls, hatte aber auch nichts dabei, was als Strill-Leckerli geeignet schien. Kaugummis und Krümel von Energieriegel machten nicht einmal ein solch altes Tier satt. Jedes Wesen brauchte Zuneigung, auch unwirsche kleine Ärztinnen mittleren Alters. Diese Situation erschien ihr geeignet, wieder das Wort zu ergreifen.

„Was ich noch sagen wollte, paar Fehlgriffe hatte ich auch, aber was soll’s, sich dadurch seine Lebensfreude vermiesen zu lassen und dann hab ich immer noch meine Freunde und meine Familie, wenn’s schief läuft. Und ich werde mir nicht den Mund von dir verbieten lassen, ich glaube, dass Josea dich mag und er es nicht gerne hätte, wenn du so…so….“ Ihr schossen ein paar sehr unerfreuliche Begriffe wie dar’mandyc, verbiestert und altjüngferlich durch den Kopf. „…wenn du dich so abschottest“ Edris hoffte sehr, dass sie sich nun etwas diplomatischer ausgedrückt hatte und fasste sich angesichts der angespannten Situation beide ihrer Zabrakherzen, etwas zur Deeskalation beizutragen. „Und ich finde dich auch in Ordnung, auch wenn ich etwas ausfallend wurde, als ich noch betrunken war und so....und ich wollte ja auch damit warten, aber dann sag ich’s eben jetzt, dass ich dich gerne zu unserer Hochzeit einladen möchte. Nach allem, was du für uns getan hast, kann man das nicht in Credits aufwiegen…“


Edris mit Stryka


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Josea Gear

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01 Oct, 2015 13:18 57 Forum: Outer Rim

| Mandalore | Keldabe | Keldabe | | in Raffaels Bäckerei |


Edris , mit Stryka


Die Geschichte, die Raffael zu dem Holobild erzählte, war einfach großartig. So etwas konnte nur passieren, wenn man mando’ad war. Edris grinste breit, weil sie es sich so gut vorstellen konnte. Ja, m an arbeitete hart für seine Credits, man setzte sein Leben aufs Spiel, aber dann genoss man es umso intensiver. Ob man nun aktiv auf die Jagd ging oder später dann die Früchte seiner Arbeit erntete und die Tradition von seinen Nachkommen fortgeführt wurde. Naja, manche vielleicht nicht, aber sie hoffte darauf, mindestens drei oder vier Kinder zu bekommen, wenn das Intermezzo von vorhin hielt, was es versprochen hatte. Und das Spannendste aber an der Erzählung des Bäckers, war ein kurzer Satz, den er noch anfügte, während er Strykas Bestellung einpackte.

„Ach, ernsthaft…“, entfuhr es Edris. Also war die kleine Ärztin schon früher so…seltsam gewesen. Nicht, dass es etwas Ehrenrühriges war, sich lieber für ein sesshafteres Leben zu entscheiden, schließlich musste es Leute geben, die Geschäfte und die großen Unternehmen führten. Torr war schließlich auch seit seiner Jugend mehr Bankier als Krieger. Ärzte brauchte man auch immer. Trotzdem war es etwas, dass sich die junge Zabrak kaum vorstellen konnte. Wer nicht mindestens zwei Standardjahre in der Galaxis herumgezogen war, hatte definitiv etwas verpasst. Stryka schien es gar nicht zu passen, dass Raffael so aus dem Nähkästchen plauderte, denn sie fuhr ihm sehr unwirsch dazwischen. Edris biss sich auf die Zunge, um nicht loszuprusten und bekam ernsthafte Schwierigkeiten, an sich zu halten, als der dicke Bäcker ihr noch ein sehr pikantes Detail anvertraute. Sie ließ nur ihre Blicke zwischen der Ärztin, dem Bäcker und dessen Frau wandern, die in der Zwischenzeit hinzugekommen war, um noch andere Kunden zu bedienen. So war es also… Nun, in seiner Jugend war der Bäcker wahrhaftig ein Hingucker – und selbst mit einem in die Breite gewachsenen Gatten konnte sich Milla darüber freuen, einen solchen Fang gemacht zu haben. Er verbreitete gute Laune und hatte sich eine Existenz aufgebaut, was konnte eine Frau mehr verlangen. „Oh, okay…ich verstehe“, flüsterte sie zurück und nickte wissend.

Laut sagte sie dann: „Also das kann noch ein paar Tage dauern, ich geb dir auf jeden Fall noch mal Bescheid. Aber es geht um eine Hochzeit – genauer gesagt um meine – und da können schon so um die…hmmm…zweihundert Leute zusammenkommen. Ich denke, dass die Feier draußen in Slaat Suumpir stattfindet, das liegt etwa achtzig Klicks von hier. Gib mir doch deine Comm-Verbindung…also vielleicht ist auch noch eine Torte mit drin, das ist zwar so was von aruetyc, aber ich finde das wirklich eine tolle Idee, weißt du mit Marzipanfiguren von mir und Josea in der ‘gam

Während sich vor ihrem geistigen Auge die Tische unter Nerf-Gebratenem, Uj-Kuchen und einer kitschigen Hochzeitstorte mit ihren Abbildern aus Marzipan bogen, holte sie die Realität in Form einer wütenden Stryka ein. Nur weil sie einmal abgeblitzt war – vor Jahrzehnten – musste sie doch ihren Frust nicht am Glück anderer Leute ablassen.

„Tut mir Leid,“ entschuldigte sie sich bei dem Bäckerpaar, „seit gestern geht es ein bisschen drunter und drüber bei ihr. Mein Zukünftiger ist vor ihrem Haus verprügelt worden und es geht um viel Geld und so. Ich glaube, das verkraftet sie gerade nicht so gut. Ich melde mich dann bei euch, ja?“ Seufzend folgte sie der Furie und holte sie mit ein paar raschen Schritten ein.

Stryka, ich will mich ja nicht einmischen, aber das war nicht sehr freundlich eben – ich meine, das ist doch schon so lange her und er war ja schließlich nicht der einzige Mann in der Galaxis, oder?“, platzte es aus ihr heraus. Für die Zabrak stand nun hundertprozentig fest, dass Stryka erstens mit zur Hochzeitsfeier und zweitens dort ein Mann für sie gefunden werden musste. Zur Not wurde sie eben mit einem zusammengebunden.


Edris mit Stryka


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Josea Gear

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25 Aug, 2015 18:36 04 Forum: Outer Rim

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Edris , mit Stryka




Das klang doch schon einmal gut, dass Joseas Verwandte in der Stadt waren, denn ewig hier herumhängen wollte Edris auch nicht. Vielleicht konnten sie dann nach Slaat Suumpir fahren, damit sich ihre Familien kennen lernen konnten. Die Ärztin erwähnte etwas von Pilzkulturen zur Wundheilung, um die sie sich noch kurz kümmern musste. Die Zabrak nickte interessiert, aber mehr als ein paar Halbsätze erfuhr sie von Stryka nicht. Die Gute musste wirklich noch an ihrer Kommunikationsfähigkeit arbeiten, oder es war so etwas wie ein medizinisches Geheimnis. Aber dann hätte sie ihre Pilze auch nicht zu erwähnen brauchen. Komische Frau. Langsam gewöhnte sie sich jedoch an ihre schroffe Art und nahm es ihr nicht mehr übel. Es wurde ihr - auf eine gewisse Weise - fast sympathisch, auch wenn eine bessere Laune ihr sicher gut tun würde.

Edris schlich sich zurück ins Schlafzimmer, wo Josea immer noch friedlich vor sich hin schlummerte. Hin und wieder zuckte er unter der Decke, und gab den einen oder anderen Grunzer von sich, unterbrochen von Schnarchgeräuschen. Sie hätte sich so gerne wieder zu ihm gelegt, aber wahrscheinlich würde ihn nicht einmal ein Mörserschlag aufwecken. Mit einem bedauernden Lächeln stieg sie in Socken und Stiefel und zog den Overall zu. Bevor sie das Zimmer verließ, drückte sie ihm einen sachten Kuss auf die Stirn, und als er dabei im Schlaf lächelte, schlug ihr Herz einen Salto. Beschwingt hüpfte sie vor die Haustür wartete, bis die kleine Ärztin mit ihren Verrichtungen fertig war.

Ihr erstes Ziel war zwei Häuser weiter eine Bäckerei, dessen Inhaber, ein lustiger, dicker Mann namens Raffael, von seinen Erzeugnissen selbst sehr begeistert sein musste, so wie er aussah. Edris mochte ihn sofort, und Strykas Erläuterung, dass man von ihm alles bekommen könnte, ließ sie schmunzeln und fast schien es, als ob sich das Gesicht der kleinen missmutigen Frau aufhellte. Raffaels gute Laune war wirklich ansteckend. „Gut zu wissen“, erwiderte sie freundlich und betrachtete das Holobild im Hintergrund. „Bist du der hübsche Kerl auf dem Bild? Und ist das deine Frau daneben?“ Milla, von der er gesprochen hatte, musste seine Frau sein, und es war schön zu sehen, was sich die beiden aufgebaut hatten. Zwar mochte ihm die Rüstung nicht mehr passen, aber in den beiden steckten bestimmt noch die Krieger von damals. Wenn sie und Josea alt geworden waren, hoffte sie, dass sie auch solche Bilder in ihrem Haus hatten, das an ihre jungen Jahre erinnerte. Und dann würden sie sich daran erinnern, wie sie sich kennengelernt hatten und jedem, der es hören wollte (oder auch nicht), diese gewiss nicht alltägliche Story erzählen.

„Oh, der Uj-Kuchen war wunderbar. Lieferst du auch in größeren Mengen und vielleicht auch ins Umland?“, erkundigte sie sich rasch, nachdem der dicke Bauch des Bäckers nach dessen Lachanfall wieder zur Ruhe gekommen war. Man konnte sich nie zu früh Gedanken über die Hochzeitsfeier machen, besonders, wenn es sich um einen solchen großen Clan wie den ihrigen handelte. Das Ehegelöbnis war schnell geleistet, aber das tatsächliche Highlight war die Feier dazu. Stryka würde sie auch einladen – eventuell lernte sie ja jemanden dort kennen. An ledigen oder verwitweten Angehörigen gab es in Edris' Familie keinen Mangel, die eine tüchtige Frau zu schätzen wusste. Außerdem war es immer gut, eine fähige Ärztin in der Familie zu haben, die sich vor allem intelligenten Wesen beschäftigte. Nicht, dass sie etwas gegen die Veterinärmediziner in der Verwandtschaft hatte, aber Medikamente für Nunas und Eopies waren auf Dauer auch nicht das Wahre.




Edris mit Stryka


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Josea Gear

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13 Jul, 2015 08:20 04 Forum: Outer Rim

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Edris , mit Stryka


Stryka wirkte nicht entspannt. Selbst als sie beschlossen hatte, sich hinzusetzen und tatsächlich ein Gespräch zu führen, schien sie immer noch nervös. Diese Frau hatte nie gelernt, sich richtig unter Kontrolle zu halten. Ein potenzieller Feind hätte das in einer Gefahrensituation garantiert ausgenutzt. Wahrscheinlich hatte sie überhaupt keine anständige Ausbildung bekommen. So alt wie sie war, würde es ihr sicher schwer fallen, sich das noch einmal richtig anzueignen, doch es war nie zu spät. Und ein paar Kilo weniger würden ihr sicher auch nicht schaden. „Das waren alle Clansangehörige, die ihr verd’goten gefeiert haben, es waren aber auch viele Freunde da. Berton legt viel Wert darauf, den Zusammenhalt unter den mando’ade zu fördern, weißt du, ganz besonders nach der Episode mit dieser unsäglichen Duchess, Sabine oder wie sie hieß. Naja, und wer halt zufällig hineingeriet, war dennoch willkommen. Als Josea mich beinahe umgefahren hatte, hab ich ihn eben mitgenommen. Ich meine, wer würde ihn nicht mitnehmen“ , sagte sie schmunzelnd und sonnte sich in ihrem Besitzerstolz. „Den Kater war’s mir jedenfalls wert und mein lieber Bruder ist schließlich selbst dran schuld, wenn er sich mit jedem herumprügeln muss.“ Edris gönnte sich ein versonnenes Lächeln. Sie hatte einen Fang gemacht, der wirklich jede Dummheit wert war und ihre Cousinen und Schwestern würden sie noch lange beneiden. Erst auf den Mann, und schließlich auf die Kinder, die sie haben würden. In diese großartige Vorstellung platzte Strykas Frage nach ihren Erlebnissen auf der Kopfgeldjagd. Für die gehörnte junge Frau war es fast unvorstellbar, sich nicht in diesem Metier auszukennen. Selbst ihre sesshafteren Verwandten hatten immerhin einige Jahre in diesem traditionellen Geschäft verbracht. Schaden konnte es jedenfalls nicht, wenn sie ein bisschen aus dem Nähkästchen plauderte. Vielleicht merkte ihr Gegenüber dann, wie interessant es war, auf die Jagd zu gehen.

„Manchmal ist der Unterschied zwischen Verbrechern und Sklaven gar nicht so groß. Entweder wissen entlaufene Sklaven gar nicht, was sie mit ihrer Freiheit anfangen sollen, geraten auf die schiefe Bahn und dann auf ganz offizielle Fahndungslisten. Oder es sind Kriminelle, die so bestraft werden sollten und dann abhauen. Und dann gibt es noch die ganzen Tänzerinnen und Prostituierten, die irgendeinen Freier überreden, mit ihnen durchzubrennen. Aber wenn’s schief geht, ist der Kerl auch dran, der so eine mitnimmt. Der kann froh sein, wenn man ihn nicht unbedingt lebend haben will…nicht nur Hutten sind sehr nachtragend, wenn man ihnen ihre Schmuckstücke entwendet. Da gab es so einen Provinzmoff, der seine entlaufenen Mädchen in Carbonit einfrieren ließ und sich die Blöcke angeblich ins Schlafzimmer gestellt hat oder so ähnlich. Das hab ich nur vom Hörensagen, aber der Typ war schon unheimlich, ich trau’s ihm jedenfalls zu.“ Beim Gedanken an diesen Moff Kurugh schüttelte es sie. Er war nicht nur selbsternannter Moff auf Phaeda, sondern auch ein halber, wenn nicht sogar ganzer Crime Lord und hatte dank seiner Garnison die restliche Unterwelt dieses Provinzplaneten im Griff. Jedenfalls hatten sie zugesehen, so schnell wie möglich von dem Planeten wegzukommen. Selbst Hutten waren da sympathischer. „Ich bin meistens mit Edron unterwegs. Irgendjemand muss ja auf meinen kleinen Bruder aufpassen“ , lachte sie.

„Er ist fünf Minuten nach mir auf die Welt gekommen, deswegen ist er mein kleiner Bruder. Wenn man aber immer mal in derselben Gegend unterwegs ist, trifft man auch immer wieder auf die gleichen Leute. Wenn sie die Saison überlebt haben, und nicht für die Konkurrenz arbeiten. Das finde ich immer angenehm, es gibt immer etwas zu erzählen und es wird nie langweilig, wenn man tage- oder wochenlang auf der Lauer liegen muss. Ansonsten ist ab und zu jemand aus unserer Familie dabei, und unsere frischgebackenen jungen Krieger sicher bald auch.“ Bestimmt würde es auch toll sein, mit Josea auf die Jagd zu gehen, wenigstens solange noch keine Kinder da waren. Sicher müsste sich Edron noch daran gewöhnen, aber sie bezweifelte nicht, dass sie sich noch anfreunden würden. Vielleicht könnten sie zunächst Urlaub machen, Flitterwochen, wie man es bei aruetii nannte. Sie mochte das Konzept, und konnte sich durchaus zwei oder drei Standardwochen zu zweit auf einer tropischen Urlaubswelt vorstellen. Oder eine Kreuzfahrt nach Dxun oder andere bedeutsame Ort in der mandalorianischen Geschichte. Coruscant zu sehen wäre auch großartig. Ein wenig träumen durfte man schließlich auch als mando’ad. Leider holte sie Strykas nächste Frage wieder in die Gegenwart zurück. Sicher war es legitim, dass sie nachfragte, aber Edris hätte lieber über etwas anderes geredet als über Credits und die entsprechenden Verwicklungen, was Torr und die beiden anderen Angehörigen des Trios anging. „Sie müssen sich mit Berton besprechen, und er ist kein Freund überstürzter Entscheidungen, weder was Credits noch Familienangelegenheiten betrifft,“ sagte sie. Da die Familienangelegenheit sie auch noch direkt betraf und genau mit dem Grund für die Schmerzensgeldaffäre involviert war, würde das sicher keine leichte Sache werden. „Es wäre besser gewesen, wenn noch jemand von seinem Clan hier gewesen wäre. Vielleicht kann er jemanden aus seiner Familie anrufen, schnell hierher zu kommen. Wenn sie alle so wie er sind, dann wird wohl niemand deswegen beleidigt sein und eine Fehde anzetteln, vor allem, wenn er mich heiraten will.“

Wirklich sicher war sie indes nicht, denn sie kannte nur ihn. Seit zwei Tagen. „Berton will eigentlich, dass unter mando’ade Einigkeit herrscht – dass wir wieder das sind, was wir vor dieser schrecklichen Frau waren. Er muss es wissen, er ist fast zweihundert Jahre alt und hat schon bessere Zeiten erlebt,“ fügte sie zu Strykas besserem Verständnis hinzu. Die Freude der Zabrak über das entstandene Gespräch währte allerdings nicht lange, denn die Ärztin fing wieder an herumzuräumen und erklärte ihr, dass sich wie zuhause fühlen solle, aber weder in Praxis noch Labor betreten dürfe. Was durchaus verständlich war und so beließ sie bei einem schlichten Dank, obwohl die ältere Frau sie ansah, als ob sie nichts Besseres vorhätte, als hier herum zu randalieren. „Kann ich dir beim Einkaufen helfen? Jos’ika schläft wie ein Stein und ich weiß nicht, was ich sonst tun soll, außer hier herumzuhängen und Holovids zu schauen…“



Edris mit Stryka


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