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Thema: Coruscant
[NPC] New Republic

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18 Oct, 2018 10:49 38 Forum: Core Worlds

| Coruscant | südliche Hemisphäre | Mittlere Ebenen | Gefängnis| Besucherraum|
|Inspector Lt. Kalyn Sulor, Terry Dourshe, |




Fünfzehn Minuten waren eine sehr kurze Zeit. Aber Kalyn hoffte, dass sie Terry bis dahin von seinem bedrückenden, nahezu lebensgefährlichen Gefängnisalltag die Auszeit, die ihr Besuch darstellte, so angenehm wie möglich gestalten konnte. Für eine Weile schwieg er, was ungewohnt war. Manchmal war es allerdings doch besser, innezuhalten als jeden Augenblick mit Worten zu füllen. Sie gehörte sowieso nicht zu der Art von Wesen, die ständig reden mussten. Nachdem der Einarmige die Kontaktdaten Corsos an sich genommen hatte, schien er allerdings wieder das Bedürfnis zu haben, sich von der Seele zu reden, was ihn beschäftigte. Obwohl das alles nicht schmeichelhaft für die Neue Republik war, konnte die Nullianerin sich ein verständnisvolles Lächeln nicht verkneifen. Für die überwiegende Anzahl der Bewohner Coruscants hatte sich grundlegend einfach nichts geändert. Selbst ihre Arbeit war die Gleiche geblieben, sie trug immer noch dieselbe Uniform abzüglich der imperialen Abzeichen, ein paar Vorschriften und Regelungen war hinzugekommen und ein paar Nichtmenschen mehr waren neu eingestellt und befördert worden. Wie lautete ein altes corellianisches Sprichwort? Der Weg zu den neun Höllen ist mit guten Vorsätzen gepflastert. „Schon in Ordnung“, sagte sie, als Terry sich für seine Tirade über die Neue Republik entschuldigte. Es war klar, dass es in seiner Lage kaum jemanden gab, mit dem er sich austauschen konnte. Wäre er nur ein Deserteur gewesen, hätte man ihn zu den anderen imperialen Soldaten gesteckt, die die CSF gelegentlich aus den Unteren Ebenen aufgriff. Durch einen fatalen Zufall war er allerdings in etwas hineingeraten, in das anscheinend die höchsten politischen Kreise der Neuen Republik verwickelt waren. Allein die Vorstellung ging schon über Kalyns Fassungsvermögen hinaus. Nur über die Holonachrichten hatte sie Kontakt mit hoher Politik, und das war ansonsten etwas, das ohne sie stattfand.

Terry bat sie, ihm etwas über den Anwalt zu erzählen und schon der Gedanke an Corso ließ sie leicht die Augen verdrehen. „Das Gute für dich ist, dass er ein Mensch ist, würde ich sagen. In der Hinsicht werdet ihr auskommen. Außerdem hat er wirklich sehr viel Erfahrung, er war wohl schon vor den Klonkriegen als juristische Nervensäge bekannt, der sich mit staatlichen Autoritäten angelegt hat, wenn er irgendein Unrecht witterte. Von der imperialen Staatsgewalt hat er sich übrigens auch nie einschüchtern lassen, ein paar Mal war er in Arrest gesteckt worden, aber er hat sich immer wieder selbst herausgeboxt.“ Das war durchaus bewundernswert, wie Kalyn fand, aber seitdem sie selbst mit ihm zu tun gehabt hatte, wusste sie, dass dieser Mann nur mit Vorsicht zu genießen war. „Er ist sehr von sich selbst überzeugt“, fügte sie hinzu, obwohl es eine glatte Untertreibung war. Corso war ein Akkhund auf zwei Beinen, von ihrer Warte aus ein ziemlich kleiner Mensch, der immer unter Volldampf zu stehen schien und zu besonders guter Hochform auflief, je größer und mächtiger die Gegenpartei war. Dieser Fall war sicher ein gefundenes Fressen für ihn und er würde sich bestimmt nicht mit Kinkerlitzchen wie Hafterleichterung zufrieden geben. „Jedenfalls denke ich, dass er dich gut vertreten wird“, gab sie sich zuversichtlich, „nur solltest du dich so kooperativ wie möglich geben, auch wenn er das Einfühlungsvermögen einer Droidenpresse hat.“ Nicht nur ihr war Corso so grob über den Mund gefahren, dass es sie sprachlos gemacht hatte und ihr es erst eine Woche später eingefallen war, was sie hätte erwidern können.


|Inspector Lt. Kalyn Sulor, mitTerry Dourshe |
| Coruscant | südliche Hemisphäre | Mittlere Ebenen | Gefängnis | Besucherraum|

Thema: Coruscant
[NPC] New Republic

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19 Aug, 2018 00:46 25 Forum: Core Worlds

| Coruscant | südliche Hemisphäre | Mittlere Ebenen | Gefängnis| Besucherraum|
|Inspector Lt. Kalyn Sulor, Terry Dourshe, |



Kalyn war angesichts des Wachpersonals froh, nach menschlichen Maßstäben überdurchschnittlich groß zu sein und selbst eine Uniform zu tragen. Obwohl sie einer anderen Abteilung angehörte, war sie ein Teil der Coruscanter Sicherheitsbehörden und stand im Rang über den uniformierten Schlägern hier, auch wenn sie ihnen faktisch nichts zu sagen hatte, aber so war sie besser vor der dumpfen Willkür dieser Leute geschützt al ein Durchschnittszivilist. Würden diese tatsächlich ihre Denkapparate benutzen, so wäre auch jeder Affenechse klar gewesen, dass Terry im Vergleich zu ihr ein halbes Hemd war, gerade mal von der Größe eines nullianischen Zehnjährigen, wenn man davon absah, dass er nur einen Arm hatte. Ob unter dem Imperium oder nun der Neuen Republik, solche Leute waren immer vom gleichen Schlag. Innerlich seufzend versuchte sie die Anwesenheit ihrer Aufpasser zu ignorieren, dank Terrys Freude über das Eis fiel ihr das zum Glück doch recht leicht und verstärkte unwillkürlich ihren Vergleich mit einem Jungen ihrer Spezies. Ihm fiel es ähnlich leicht wie Yun, sie zum Lachen zu bringen und es amüsierte sie, dass er sie 'Mädchen' nannte, obwohl sie mindestens einen Kopf größer als er war. Trotz der ganzen Aufregung, die er verursacht hatte und seiner oft rotzigen Art, war es ihr leicht gefallen, ihn in ihr Herz zu schließen.

„Der Doktor gehört mir“, stellte sie schmunzelnd klar, auch wenn sie natürlich wusste, wie er es gemeint hatte. Aber sicherlich hätten sie sich verstanden. Pathologen waren eine eigene Art, vielleicht gehörte das dazu, wenn man tagtäglich mit den Abgründen intelligenter Wesen zu tun hatte. Obwohl sie erleichtert war, wieder im normalen Inspektionsdienst tätig zu sein, so fehlte ihrer nullianischen Jägernatur die Aufregung, die Terry in ihre Arbeit gebracht hatte. „Ach, ich hätte nichts dagegen, dir hinterherzujagen“, erwiderte sie leichthin, versuchte es wie einen Scherz aussehen zu lassen, aber sie wusste, dass für ihn alles besser wäre, als hier entweder zu vermodern, den Aggressionen von Nichtmenschen oder den Launen des Wachpersonals ausgesetzt zu sein. Er tat ihr leid, und mit wachsendem Entsetzen vernahm sie, was er auszustehen hatte, ob er nun ein Mörder und ein xenophober, imperialer Deserteur war oder nicht. Die Neue Republik hatte sich auf die Fahnen geschrieben, sich für eine gerechtere Galaxis einzusetzen, für Menschen und Nichtmenschen gleichermaßen. Kalyn hatte die Ansprachen von Mon Mothma und Senatorin Organa live gesehen. Sie hatte die Hoffnung gespürt, die diese beiden Galionsfiguren der Rebellenallianz verbreiteten. Doch sie fragte sich, was diese beiden Politikerinnen sagen würden, wenn sie mit dem Verhalten Captain Neetakas und den Zuständen in diesem Gefängnis konfrontiert würden. Gerne hätte sie Terry widersprochen und ihm gesagt, dass es allen unter der Neuen Republik besser ging. Aber das konnte sie nicht. Korruption, Heuchelei und übelster Rassismus in beide Richtungen waren an der Tagesordnung, die Gegenmaßnahmen so wirksam wie ein Tropfen Wasser auf einen Wüstenplaneten.

Wirklich schlimm war es, dass er keinen Rechtsbeistand, keine anständige medizinische Versorgung bekam und wenn nicht einmal für seine Sicherheit garantiert werden konnte. Terry, sie dürfen dich nicht so behandeln, ganz gleich was deine Herkunft und deine Straftaten angeht. Ich werde alle meine Kontakte nutzen, und ich habe von verschiedenen Nichtregierungsorganisationen gehört, die sich gegen solche Zustände engagieren...“
Und wenn sie sich an Corusca Yacoubian wenden musste, Tochter eines hohen imperialen Offiziers, die bis zum Machtwechsel Star einer Realityshow war und seit ihrem Auftrittsverbot alles tat, um im Gespräch zu bleiben, z.B. hochrangige imperiale Persönlichkeiten im Hausarrest zu besuchen und Vids und Bilder im Holonet zu veröffentlichen.
„Tatsache ist, dass ich als Angehörige der Coruscanter Behörden davon erfahren habe“, sagte die Nullianerin entschieden und deutete mit beiden Zeigefingern auf sich. „Ich bin quasi eine Vertreterin des Staates“, fügte sie hinzu und versuchte gewichtiger zu klingen als sie es als kleine Zollinspektorin war.

Das durften die wachhabenden Offizier natürlich nicht auf sich sitzen lassen, und mussten demonstrieren, wer hier das Sagen hatte. Dennoch konnten sie das, was Kalyn von Terry gehört hatte, nicht rückgängig machen und sie konnten ihr auch keinen Maulkorb anlegen. Innerlich verdrehte sie die Augen und bedachte die beiden Gamorreaner in Menschengestalt mit einem säuerlichen Grinsen, während sie ihr Chrono überprüfte. „Alles gut, Officers, fünfzehn Minuten“ Bloß keine Schwäche zeigen. Für sie als freies Wesen war das noch leicht, ganz im Gegensatz zu Terry, dem es immer schwerer fiel, cool und locker zu bleiben. Nein, er durfte sich nicht fertigmachen lassen... „Du wirst dein Anrecht auf einen Comanruf nutzen und dich in Verbindung mit Leven Corso setzen.“ Sie holte ein Stück Flimsi aus einer Tasche ihrer Uniform und kritzelte den Namen und die Kontaktdaten darauf. „ Das ist ein Anwalt und selbsternannter Kämpfer gegen staatliche Willkür, weshalb er sich oft als Pflichtverteidiger förmlich aufdrängt, wenn er von irgendeiner Ungerechtigkeit Wind bekommt. Er ist eine Plage, die Zollinspektion hatte auch schon das Vergnügen, aber wohl genau das, was du brauchst. Ich werde ihn ebenfalls kontaktieren, für den Fall, dass man dich nicht lässt.“ Das war ein deutlicher Seitenhieb in Richtung der Wächter und aller anderen Gefängnisbeamten, die das Gespräch mithörten.

„Ja, ich werde versuchen, mit Senator Leem zu sprechen. Aber ich denke, dass er so verzweifelt ist, dass er jeden empfängt, der ihn einigermaßen ernst nimmt“ Damit hoffte Kalyn Terry mehr Zuversicht zu schenken, so dass er weiter durchhalten konnte.




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Thema: Coruscant
[NPC] New Republic

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21 Apr, 2018 20:51 58 Forum: Core Worlds

| Coruscant | südliche Hemisphäre | Mittlere Ebenen | Gefängnis| Besucherraum|
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Glücklicherweise sorgten Terrys Begeisterung über das Essen und seine Flapsigkeiten dafür, dass Kalyn sich nicht mehr so schlecht für seine Situation fühlte wie noch zu Anfang des Besuches. Sie konnte die bedrückende Umgebung besser ausblenden, je mehr sie sich auf den Kuati konzentrierte . Seine Worte über Neetaka brachten sie zum Lachen. „Oh ja, da hat er wirklich Glück. Und du bist nicht der Einzige, der so denkt.“ Der Captain war in der Tat einer der schlechtesten Vertreter seiner Spezies und schien nichts besseres vorzuhaben als jedes Klischee über Rodianer zu bestätigen. Die Personalpolitik der Coruscant Security Force in der Neuen Republik ließ noch zu wünschen übrig und musste der imperialen Organisation der Behörde leider zugestehen, dass sie deutlich effizienter gewesen war. Terrys Wunsch, ihm von Yun zu erzählen kam sie gerne nach, während sie noch über den makabren, aber durchaus amüsanten Gedanken schmunzelte, den er ganz auf seine drastische Art geschildert hatte. „Ähm ja, wie ich sagte, dass ich meinen Freund kennenlernte, war dem Umstand zu verdanken, dass ich mir wegen dir eine Dienstaufsichtsbeschwerde eingefangen hatte, kannst es dir ja denken von wem“ Leicht verlegen rieb sich Kalyn im Nacken, bevor sie weitersprach. „Jedenfalls musste ich Bürodienst schieben und verbrachte viel Zeit im Tapcaf gegenüber, wo ich Dr. Lor, einen forensischen Pathologen kennenlernte. Und bei ihm waren prompt die Überreste des Senatsdieners gelandet, den du, ähm, aus dem Fenster geworfen hattest. Sie nannten ihn übrigens Matschbirne. “ An das Gespräch konnte sie sich noch genau erinnern, als sich Yun und sein Kollege darüber ausgelassen hatten. „.Er hat einen Mitarbeiter, einen Gran, der darüber erzählt hatte, wie in der Gran-Gemeinde der Tod der alten Priesterin und die Reaktion des Senators aufgenommen wurde..“ Kalyn war hin- und hergerissen, und lächelte unsicher, ob sie sich weiterhin darüber amüsieren durfte, denn für Terry waren die Umstände des Todes von Lim Velara und der Mord an Ree Aak alles andere als amüsant gewesen. Schließlich hatten sie zum einen dazu geführt, dass er deswegen von ihr auf kurz vor seinem Abflug von Coruscant verhaftet, zum anderen wegen zweifachen Todes verurteilt worden war und hier vor sich hin vegetieren durfte. „Seitdem sind wir zusammen...“, sagte sie und lächelte wieder etwas sicherer, „außerdem wollen wir bald zusammenziehen.“ Obwohl Kalyn ihre anderthalb Zimmer-Wohnung mochte und wie alle Nullianer Privatsphäre sehr schätzte, so war von ihnen beiden das Bedürfnis rasch da gewesen, gemeinsam zu wohnen, zu wissen, dass jemand auf einen wartete oder bald kommen würde. „Das nennt man wohl sesshaft werden...“ Große Galaxis, war es früher noch ein beängstigender Gedanke gewesen, so fühlte es sich jetzt alles richtig an.

Völlig unerwartet kam für sie, dass Terry sich plötzlich zu ihr hinüberbeugte und sie förmlich anflehte, ihn hier herauszuholen. Bevor ihr einfiel, dass das Wachpersonal seine Bewegung missinterpretieren konnte, antwortete sie ihm ebenfalls im Flüsterton: „Ich werde alles tun, was in meiner Macht steht. Ich verspreche es!“ Für einen kurzen Moment hatte sie genau gespürt, dass er Todesangst hatte, obwohl er sie nun wieder genauso dreist auf seine typische Terry-Art anlächelte. Kalyn hatte keine Ahnung, wie sie es anstellen sollte, gegen Drahtzieher anzukämpfen, die anscheinend aus den höchsten Kreisen der neu-republikanischen Politik kamen. Aber sie hatte Zugang zu Informationen und vielleicht konnte sie Kontakt mit Philo Leem aufnehmen. Sicher würde der arme Senator, über den sich alle lustig machten, nach jedem Strohhalm greifen, und wenn es nur eine unbedeutende Zollinspektorin war, die zufällig den Attentäter verhaftet hatte. Wenn sie es einmal geschafft hatte, Senator Leem zu kontaktieren, würden sich vielleicht weitere Türen öffnen.


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Thema: Coruscant
[NPC] New Republic

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10 Mar, 2018 22:44 43 Forum: Core Worlds

Original von [NPC] New Republic

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Kalyn tat es von Herzen leid, was Terry hier erleben musste. Als Zollbeamtin konnte sie es sich normalerweise nicht leisten, Mitgefühl für ertappte Schmuggler, blinde Passagiere oder sonstige Verstöße gegen Ein- und Ausfuhrgesetze zuzulassen. Sie hatte sich im Laufe ihres Arbeitslebens ziemlich erfolgreich das nötige dicke Fell zugelegt, während der Imperialen Herrschaft sogar noch mehr. Sicher war sie kein Sensibelchen, doch sie war alles andere als abgebrüht.

"Ja, leider muss ich wohl das wieder mitnehmen, was übrigbleibt", erwiderte sie mit einem bedauernden Lächeln, nachdem sie seinen Blicken gefolgt war. "Ich habe das mitgenommen, was in dem Tapcaf gegenüber des Hauptquartiers meiner Dienststelle gerade angesagt ist und konnte mich nicht entscheiden..Aber gut, dass ich dir eine Freude machen konnte." An seiner Stelle wäre sie wohl auch froh darüber gewesen, wenn man sonst keine Wahl hatte. Ihn aufzufordern zuzugreifen, musste sie nicht. Es beruhigte ihr schlechtes Gewissen, dass er so zulangte und sich erst einmal mit dem Genuss der Sandwiches beschäftigte. Bei seiner Frage nach einem Gerichtsverfahren und der mysteriösen Auftraggeberin gab sie ein leises Seufzen von sich. "Es tut mir leid, Terry, es hat leider kein Gerichtsverfahren in deinem Fall gegeben. Ich habe mich ein paar Mal erkundigt, aber dieser Fall scheint in den Mühlen der Bürokratie untergegangen zu sein. Weder dazu noch zu der Frau." Dabei war es hirnrissig anzunehmen, dass ein Kleinkrimineller wie Terry aus eigenem Antrieb eine derart wichtige Persönlichkeit einfach so umbrachte. Er war kein politisch motivierter Mensch, sondern nur daran interessiert, dass er tun und lassen konnte, was er wollte. "Der Gran-Senator spricht schon seit Wochen auf allen Holo-Kanälen von einer Verschwörung gegen ihn, weil die Priesterin ermordet wurde, doch er wird einfach nicht ernstgenommen...", fuhr sie mit hängenden Schultern fort. Natürlich war bekannt, dass er stark von der Priesterin abhängig war... Vielleicht hätte sie sich auch über ihn lustig gemacht, wenn sie nicht mit dem Täter zu tun gehabt hätte. "Ich bin in einer denkbar schlechten Position, selbst etwas zu unternehmen. Leider werden solche Fälle oft nur in Holo-Krimis vom Fußvolk aufgeklärt.." Terrys Eröffnung, dass ihn jemand mit dem Messer attackiert hatte, bestätigte nur ihre Ansicht, dass jemand dafür sorgen wollte, ihn zum Schweigen zu bringen. "Gut, dass er so unwissend war." Sein Tonfall und sein Lächeln sagten ihr, dass er nicht weiter auf das Thema einsteigen wollte. Hauptsache war, dass er lebendig und fast wie der alte Terry vor ihr saß. Das entlockte ihr wiederum das erste entspannte Lächeln, seit sie hier im Besucherraum saß. Den Überwachungskameras und allem zum Trotz legte sie kurz ihre Hand auf seinen Unterarm. Wenn sie nachher von den menschlichen Wächtern einen Anschiss bekam, so würde sie einfach einmal sehr von oben auf sie herunterschauen.

Die Langeweile konnte Kalyn einem aufgeweckten Wesen wie Terry gut nachvollziehen. Gleichzeitig verstand sie, weshalb man ihn nicht an technische Geräte ließ. Hätte er wegen eines geringfügigeren Deliktes eingesessen, so hätte man ihn bestimmt einem Arbeitsprogramm zugewiesen. Nicht ohne Grund war er in ein Hochsicherheitsgefängnis gekommen. "Das kann ich mir vorstellen, dass du hier vor Langeweile eingehst. Aber ich befürchte, du würdest nicht einmal Flimsi und Stifte in die Hand bekommen...ganz zu schweigen davon, dass sie hier tatsächlich so etwas überhaupt zur Verfügung haben. Selbst bei uns im Hauptquartier läuft unsere Technik immer noch auf imperialen Standards, weil sie kein Geld, keine Zeit und kein Personal haben, es umzustellen. Weshalb ich befürchte, dass manche Anordnungen sehr lange noch mit imperialen Logos und der Grußformel 'Lange lebe Imperator Palpatine' herausgehen werden. Und die Uniformen..." Sie deutete auf die Stellen, wo sie die Abzeichen selbst abgenommen hatte. Bei seiner Feststellung, dass sie gut aussähe, wurde sie leicht rot. Seit sie mit Yun zusammen war, gab sie sich mit ihrem Aussehen viel mehr Mühe als vorher. Sie trug ein leichtes Tages-Makeup und frisierte ihren kurzen blonden Schopf jeden Morgen. Ihre Kollegen und Freunde hatten ihr seitdem schon mehrfach gesagt, dass sie viel öfter lächelte und generell glücklicher wirkte... "Danke," erwiderte sie und lächelte verlegen. "Mir geht es tatsächlich sehr gut, muss ich sagen..." Ihr war es ein wenig peinlich, dass sie ihr privates Glück gefunden hatte, während Terry als gefasster Mörder im Gefängnis schmorte. Andererseits hatte sie es ihm verdanken... "Naja, ich habe einen neuen Freund. Ich sage dir das auch nur, weil ich ihn sozusagen dir zu verdanken habe." Nun war es raus, und wegen ihr konnte sich das Wachpersonal über sie lustig machen. Das war ihr aber egal. Ein wenig Ablenkung war dem Kuati sicher willkommen.

"Davon abgesehen, habe ich vor ein paar Tagen erfahren, dass dein spezieller Freund, Captain Neetaka, von der Ethikkommission für einen Monat suspendiert wurde, einen Verweis in seine Dienstakte bekommt und er an einem Kurs über Interspezies-Kompetenz teilnehmen muss. Und er muss zur psychologischen Beratung zur Aggressionsbewältigung," teilte sie ihm mit. Sie wusste, dass das noch lange keine gerechte Strafe war, doch die Gewissheit, dass es an der Eitelkeit des Rodianers kratzte war wenigstens etwas. "Es haben sich im Zuge der Ermittlungen noch weitere Betroffene seiner Entgleisungen gemeldet, Menschen wie Nichtmenschen." Manchmal funktionierte die Neue Republik doch, selbst wenn es nur kleine Dinge waren. Die Nullianerin wollte aus diesem Grund die Hoffnung nicht aufgeben.



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23 Jan, 2018 18:39 30 Forum: Core Worlds

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Bis auf die Sträflingskleidung hatte sich nichts an dem einarmigen Menschen verändert. Er sah nicht danach aus, als ob man ihn verhungern lassen würde, aber zu wohlgenährt sah er auch nicht aus. „Hallo, Terry , sagte sie, und lächelte ob seines Ausrufs, was sie denn hier machte. Es klang so typisch nach ihm. Sie hatte einige Befürchtungen gehabt, ob er sauer auf sie sein könnte, weil sie sich trotz ihres Versprechens so lange nicht hatte blicken lassen. Aber sie war da und er verhielt sich genauso wie immer. Als er noch ihr „Schützling“ gewesen war, hatte er dafür gesorgt, dass sie mehr Abenteuer innerhalb von wenigen Tag erlebte als ein Frachterpilot, der ein Leben lang durch die Galaxis schipperte. „Ich bin hier, um dich zu besuchen“, fuhr sie fort, um seine wohl mehr rhetorisch gemeinte Frage zu beantworten und ergriff seine Hand, die sie vorsichtig drückte. Seine Begrüßung erheiterte sie und rief weitere Erinnerungen hervor, die fast an Nostalgie grenzten. Die Zeit ließ den Ärger und die Aufregung, die um ihn entstanden waren, in einweitaus milderes Licht tauchen, als es eigentlich gewesen war. Denn eigentlich war es in ihren Augen ein Unrecht, dass er hier gelandet war. Nicht, dass ihr etwas besseres eingefallen wäre – es war Tatsache, dass er den Mord an der Gran-Priesterin begangen hatte und der arme Senatsdiener seinetwegen in den Tod gestürzt war. Doch ein Gefühl sagte ihr, dass er der sprichwörtliche kleine Fisch war, den man eingebuchtet hatte und die großen entkommen waren.

„Das ist doch mittlerweile überall so, Terry “, ging sie auf seinen flapsigen Spruch bezüglich des Personals ein. „Aber ich freue mich, dich zu sehen...“ Was für eine abgedroschene Floskel. Allerdings stimmte es, sie freute sich wirklich und hoffte, dass er es trotz seines Zynismus bemerkte. „Da es hier wohl keine Fünf-Sterne-Küche gibt, dachte ich, ich bringe etwas mit. Auch wenn wir keine Wiese zum Picknicken haben.“ Sie öffnete den Deckel der Multifunktionsbox, deren verschiedene Fächer warm- und kühlhalten konnten. Unter den Argusaugen der Überwachungskameras und der Gefängniswärter holte sie eine Endorianische Geflügelpastete, der letzte Schrei in Shenna's Tapcaf, heraus, Sandwiches mit verschiedenen Belägen, Cremedonuts und Eis. An Getränken hatte sie Saft und Limonade mitgebracht, Alkoholisches war selbstverständlich verboten.

Ob all das Terry s Geschmack war wusste sie nicht, sie hatte Speisen und Getränke nach Gutdünken ausgewählt. „Setzen wir uns doch hin und unterhalten uns“, fuhr sie schließlich fort. „Ich weiß nicht, ob das Essen nach deinem Geschmack ist, aber vielleicht ist etwas dabei...“ Sie traute sich kaum zu fragen, wie es ihm ging, denn wie sollte es schon jemandem gehen, der in einem Coruscanter Gefängnis einsaß. Das Angebot zum Hinsetzen und zum Gespräch erschien ihr erst einmal unverfänglicher.


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06 Dec, 2017 11:55 37 Forum: Core Worlds

| Coruscant | Obere Ebenen | CoCo Town| Restaurant Zothique|
|Inspector Lt. Kalyn Sulor, Yun Lor, |


Heute war ein großartiger Tag, denn Kalyn hatte etwas zu feiern. Und das zusammen mit Dr. Dreamy, wie ihre Kollegen den Mann nannten, mit dem sie nun seit mehreren Wochen ausging. Nämlich Yun Lor, jenen Pathologen, den sie im Zuge der unglaublichen Ereignisse kennengelernt hatte, die die simple Routineuntersuchung eines verdächtigen Raumschiffes und die anschließende Verhaftung eines einarmigen Deserteurs der Imperialen Armee nach sich gezogen hatte. Gerade eben hatte die Ethikkommission der Coruscant Seccurity Force, Abteilung Zoll- und Polizeibehörden, Sektion Besh 23-Krill, festgestellt, dass Captain Neetaka xenophob-speziezistischesVerhalten sowie Körperverletzung aus denselbigen Motiven gegenüber einem Menschen, dem Verdächtigen Terry Dourshe, gezeigt hatte. Der Rodianer bekam einen Verweis in seine Dienstakte, einen Monat Suspendierung und musste an einem Kurs in Interspezies-Kompetenz sowie einer psychologischen Beratung zur Aggressionsbewältigung teilnehmen. Die Zollinspektorin glaubte zwar nicht, dass der Captain sich wirklich ändern würde, doch die Genugtuung war groß. Im Zuge der Ermittlungen hatten sich weitere Opfer von Neetakas Gewaltausbrüchen gemeldet, und nicht nur Humanoide... Ob es gut oder schlecht war, dass Terry nicht als Zeuge bzw. als Opfer geladen worden war, konnte Kalyn nicht sagen. Wenigstens war ihm ein bisschen Gerechtigkeit widerfahren, auch wenn er nichts davon erfahren würde.

Außer, sie würde ihm davon erzählen. „Was hast du nur mit diesem Menschlein?“, sagte Yun, als sie beim Abendessen im Zothique saßen, dem besten Gourmettempel von ganz CoCo-Town, wo sich die Coruscanter Prominenz einzustellen pflegte. „Bist du etwa eifersüchtig?“, fragte Kalyn und grinste. „Auf dieses halbe Hemd?“, gab der Epicanthix lässig zurück. „Er ist kein schlechter Mensch“, erwiderte sie etwas ernster. „Er ist in etwas hineingeraten, was zu groß für ihn war, das weiß ich ganz genau. Und ich sollte ihn besuchen, das wollte ich schon die ganze Zeit machen. Immerhin kann ich ihm berichten, dass Neetaka einen offiziellen Tritt in seinen dürren rodianischen Hintern bekommen hat.“ Dr. Dreamy zeigte sein unwiderstehliches Lachen und Kalyn dachte daran, dass sie ohne den Einarmigen diesen tollen Mann nie kennengelernt hätte. Schon um ihr schlechtes Gewissen zu beruhigen, musste sie den Kuati besuchen. In den nächsten Tagen hatte sie einige Strippen zu ziehen, Gefallen einzufordern oder selbige in Aussicht zu stellen, damit sie zeitig einen Termin und eine verlängerte Besuchszeit bekam, doch schließlich befand sie sich die darauffolgende Woche im Besucherraum eines Hochsicherheitsgefängnisses in den mittleren Ebenen. Sie war in Uniform gekommen, das erleichterte den Umgang mit dem Wachpersonal ungemein, welches zuließ, dass sie eine große Kiste mit Essen und Getränken aus Shenna's Galaxy Tapcaf mitnehmen durfte. Selbst Zootiere wurden besser als Gefängnisinsassen ernährt und wenigstens für den Nachmittag sollte es Terry den Umständen entsprechend gut haben. Wenn man die triste Umgebung dieses Besucherraumes vergaß...


|Inspector Lt. Kalyn Sulor, wartet auf Terry Dourshe |
| Coruscant | südliche Hemisphäre | Mittlere Ebenen | Gefängnis | Besucherraum|

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16 Mar, 2015 20:34 59 Forum: Core Worlds

| Coruscant | Sektor L-32 | Mittlere Ebenen | Abteilung Xesh-77 der Ongoing Investigations Division | Unterwegs zum Gleiterhangar||
|Captain Nexat Leys , mit James Sheppard|


Nexat Leys konnte im wahrsten Sinne des Wortes riechen, wie sich in Sheppard das Entsetzen über die Aussicht auf Schreibtischarbeit breit machte, als sie in einem für ihn recht lockeren Trab zu dem Gleiterhangar eilten. Ausgezeichnet. Das würde seine Motivation und seinen Biss schärfen. Es ging doch nichts über das richtige Quentchen an Provokation. Der Mandalorianer würde an einem Schreibtisch eingehen und gegebenenfalls durchdrehen, das würde sogar ein Nicht-Sakiyaner einsehen. Wenn der Junge seine Probezeit durchhielt und sich bewies, käme die Evaluierung sowieso zum gleichen Schluss. Die republikanische Bürokratie, inbesondere die des Geheimdienstes mahlte zwar ähnlich langsam wie alle sonstigen Bürokratien dieser Galaxis, aber sie waren gut darin, die richtigen Leute an den richtigen Platz zu setzen. Und sie hatten es ja schließlich auch damit bewiesen, dass sie ihm, Nexat Leys aus dem ehrenwerten Clan der Nexat von Sakiya, einen solch verantwortungsvollen Posten übergaben. Gewiss war seine Position mit gewissen Opfern verbunden, jedoch würde kein anständige Sakiyaner aufgrund kleiner egoistischer Wünsche seine Ehre aufs Spiel setzen. Ein guter Jäger machte das Beste aus seiner Situation, das würde Sheppard sicher auch gelingen. Wenn er nur hart genug an sich arbeitete und lernte einzustecken, ohne gleich Leute aus dem Fenster zu hängen.

„Sie werden natürlich nicht vom Schreibtisch aus schießen, Sheppard, erwiderte er auf die panische Frage des Rekruten, der tapfer versuchte, mit ihm Schritt zu halten. „Schreibtische sind dazu da, um Akten zu studieren, zu planen und Verwaltungsarbeit erledigen. Und über die richtigen Fragen nachzudenken, bevor Sie schießen.“ Der Captain nahm die letzten Stufen des Treppenhauses vor der Etage zum Hangar mit drei großen Sätzen und blieb aus vollem Lauf stehen, und wich dem hinterher eilenden Sheppard geschickt aus, bevor er auf ihn prallen konnte. „Aber Sie haben schon eine gute Frage gestellt. Wir werden diesem Captain Neetaka, welcher den Attentäter festnahm, einen kleinen Besuch in einem der Standorte der Coruscant Security Force abstatten. In der südlichen Hemisphäre – dort ist der Tag gerade angebrochen und vielleicht lädt uns der gute Captain zu einem gemütlichen Plausch bei einer Tasse Caf ein. “ Ohne weiteres Aufhebens trat Nexat Leys auf die Hangarplattform, die fast sechshundert Meter über der Oberfläche ins Freie ragte. Ordentlich waren etwa dreißig bis vierzig Gleiter verschiedener Bauart dort aufgereiht. Der Captain gab seine Kennung in ein Terminal ein. Das Barrierefeld flirrte und gab den beiden Männern den Weg zu einem in schlichten grauen Farben gehaltenen Fahrzeug unauffälliger Bauart frei.

„Ich nehme an, dass Sie ein guter Gleiterpilot sind, deshalb überlasse ich Ihnen das Steuer. Die Adresse des Standortes finden Sie in den Dokumenten, die Sie sich auf Ihr Pad geladen haben. Als Geheimdienstmitarbeiter genießen wir gewisse Freiheiten in den Skylanes, aber denken Sie daran, dass das Wörtchen ‚Geheim’ seine Gründe hat. “ Mit einer einladenden Geste deutete der Sakiyaner auf die Fahrertür des Gleiters, nachdem er sie mit seiner Codekarte geöffnet hatte. „Unsere Fahrt wird bei guter Verkehrslage etwa eine knappe Stunde dauern. Wir werden die Zeit nutzen, um uns über diesen Fall zu unterhalten, und was die Arbeit dieser Abteilung bedeutet. “


|Captain Nexat Leys, James Sheppard|
| Coruscant | Coruscant | Sektor L-32 | Mittlere Ebenen | Hangar der Abteilung Xesh-77 der Ongoing Investigations Divison||

Thema: Coruscant
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19 Feb, 2015 01:23 24 Forum: Core Worlds

Coruscant• Palace District • Imperial Palace • Sitzungszimmer des Council on Security and Intelligence

Suy Hadahr, Vize-Senatorin von Dac und weitere Angehörige des Defense Council und des Council on Security and Intelligence


Die Sitzung des Geheimdienst- und Verteidigungsausschusses wurde vom Senator von Bothawui mit einigen blumigen Worten und sehr leeren Floskeln eröffnet. Suy Hadahr befürchtete, dass er noch weiter über Nichts reden würde, aber er übergab tatsächlich das Wort an Major General Lys Ajel’ka, einer hochrangigen Angehörigen des New Republic Intelligence Service. Die Frau mittleren Alters war eine equine Mensch-Bothanhybride, die man eher selten sah. Bis zur Körpermitte war sie durchaus humanoid geformt, während die Beine unter einem halblangen Uniformrock in blank polierten Hufen ausliefen. Die flachsblonden Haare waren mit vielen Klammern in einem hoch aufgewölbten Schopf gebändigt, über das Gesicht, Hände und die equinen Ohren zog sich ein heller feiner Haarflaum. Scharf blickende hellblaue Augen vervollständigten das Bild einer Person, die sich ihrer Wirkung bewusst war und sich einen Hang zur Exzentrik leistete. „Sehr geehrte Damen und Herren Senatoren, und verehrte Kollegen von der Verteidigungsarmee, ich freue mich sehr über Ihr vollständiges Erscheinen zu dieser Sondersitzung in unseren Quartieren“, begrüßte sie die Anwesenden, während sie der Runde mit einem breiten Lächeln die strahlend weißen Zähne zeigte. Die Vize-Senatorin von Dac war sich nicht sicher, ob das nun eine Geste der Freundlichkeit oder doch eher eine Drohung war. Die unglaublich große Bandbreite der Mimik von Humanoiden war oft nicht sehr eindeutig zu lesen. „Wir haben in den letzten Wochen Entwicklungen beobachtet, die durchaus Anlass zu erfreulichen Interpretationen geben könnten, eventuell zu einer Wende in der Verteidigungspolitik der Neuen Republik.“ Dabei fasste sie die Offiziere von Armee und Flotte ins Auge. Rear Admiral Alli Trespac, ein stoischer Duros mit einem kybernetischen Auge, verzog keine Miene, während Lieutenant General Tiveca Drang, eine Lannik, die Nase kraus zog. Was High Colonel Taima Bela-Trepada, eine corellianische Blutstreifenträgerin, und der chalactanische Rear Admiral Suren Myndraahma von dieser Eröffnung hielten, war ihren Hologrammen nicht anzusehen. „Vor einigen Tagen sind sowohl die letzten Geheimdienst- als auch Truppenberichte aus dem Lahara-Sektor eingetroffen, genauer gesagt von Agamar…“, verkündete Major General Ajel’ka bedeutungsschwer.

Suy Hadahr verkniff sich eine unwirsche Flossenbewegung. Agamar. Diese rückständige Farmwelt war das Steckenpferd der Regierungschefin, aus welchen Gründen auch immer hatte sie an den tumben Einwohnern einen Narren gefressen. Die dortigen Rebellen wurden mit Angehörigen der SpecForces und Geheimdienstmitarbeitern unterstützt, um sich mit träge und korrupt gewordenen Imperialen einen zähen Guerillakrieg zu liefern. Die immer gleichen Berichte wurden auch diesmal als weiterer Erfolg verkauft, es waren wieder Vehikel in die Luft gejagt worden, ohne dass die Ziele wirklich eliminiert wurden und der verlotterten Garnison echten Schaden zufügt wurde. Aber wenn das Mon Mothma so haben wollte und der Senate es schluckte….Die Lobpreisungen auf die Leistungen des Geheimdienstes gingen der Vize-Senatorin von Dac auf die Nerven. „Nun kommen Sie endlich zum Punkt“ , platze es aus Lieutenant General Drang heraus, doch Major General Ajel’ka ließ sich nicht aus der Fassung bringen und lächelte noch viel breiter. Diese Halb-Bothanerin war unheimlich. „Gut Ding will Weile haben, verehrte Lieutenant General, doch ich will Sie alle nicht länger auf die Folter spannen…“, sagte sie nachsichtig, als ob sie zu kleinen Kindern spräche. „…nicht nur auf Agamar ist die Lage des Alignments mehr als instabil, denn auch die kleinen Systemlords haben große Schwierigkeiten, ihre Operettenreiche zusammenzuhalten, so genannte Flotten, die aus kaum mehr als einen kleinen Kreuzern und Frachtern bestehen, zerfallende Garnisonen mit Söldnern aufgestockt..“

„Erzählen Sie uns bitte etwas Neues, Major General“ warf Rear Admiral Trespac mit seiner markanten Bassstimme ein, wobei er zwar völlig ruhig wirkte, aber auch dem stoischen Duros war anzumerken, was er von der Verkündung von Allgemeinplätzen hielt. Zum ersten Mal erlosch das strahlend weiße Lächeln der Sprecherin. Trespac war unter den physisch Anwesenden der ranghöchste Vertreter der Verteidigungsflotte. Obwohl Suy Hadahr ihren Dienstherrn als Ausschussmitglied in dieser Sitzung vertrat, so hatte sie in der Verteidigungsflotte keine Position inne, die sie ermächtigen würde, für ihn als Oberkommandierenden zu sprechen. Damit kannten sich andere besser aus. „Das werde ich sicherlich tun, Major General Trespac, wenn ich weiter fortfahren kann..“, erwiderte Ajel’ka weiterhin jovial, jedoch eine Nuance schärfer. Also gab es doch einen Punkt, an dem man auch aalglatte Geheimdienstoffiziere treffen konnte. Die Vize-Senatorin von Dac beschloss, sich diesen Vorfall genau zu merken. Für später – man konnte nie wissen, wozu es noch nützlich war.

„In Abstimmung mit dem Inner Council - “ Der Vize-Senatorin war sofort klar, wer mit dem Inner Council gemeint war. Die Ministerin für Sicherheit und Geheimdienst war es jedenfalls nicht, sie befand sich höchstens an zweiter oder dritter Stelle, die konsultiert worden war. Wer nicht zum Spionagenetzwerk gehörte, stand immer außen vor. „- sehen wir hier im Licht der neuesten Entwicklungen, die Chance in den Oplovis-Sektor vorzudringen, quasi an die Türschwelle des Alignments.“ Die Halb-Bothanerin hatte wieder Oberwasser, was sich in einem triumphierenden. Aufblitzen des blendend weißen Gebisses zeigte. Suy Hadahr war kurz davor, aufzustehen und eine Erklärung für diese Farce zu verlangen, die in der Abwesenheit Ackbars gespielt wurde. Sie fühlte, wie sich die Blicke der anwesenden Armee- und Flottenoffiziere auf sie richteten. Ihre Funktion beschränkte größtenteils sich darauf, physisch anwesend zu sein, Notizen für einen Bericht zu machen und vielleicht Fragen zu stellen, aber keine Forderungen. Vielleicht war das aber ihre Chance. „Entschuldigen Sie bitte meine Unwissenheit, Major General Ajel’ka, mir ist leider nicht bekannt, ob der Verteidigungsminister schon diesbezüglich informiert wurde. Schließlich ist er auch ein Mitglied des Inner Council. Aber vielleicht hat er es auch nur vergessen, mir das mitzuteilen. Wobei ich es mir gar nicht vorstellen kann..“ Es war ein Schuss in unbekanntes Gewässer. Der Blick aus den kleinen, in hellem Blau strahlenden Augen war Suy Hadahr unangenehm, als Ajel’ka sie ins Visier nahm. Hatte sie eben einen Blick mit Fey’lya gewechselt? Die Mon Calamari war sich nicht sicher. „Wie könnte dem Verteidigungsminister denn eine Entscheidung von solcher Tragweite vorenthalten worden sein? Ich kann es mir zumindest nicht vorstellen, jedoch ist er ein vielbeschäftigter Mann – Sie als Vize-Senatorin müssten es doch wissen…“ Die Halb-Bothanerin hatte weder Ja noch Nein gesagt. Die Flossenhände Suy Hadahrs kratzten ungehalten über die Oberfläche des Tischs. „Natürlich weiß ich das, Major General. Vielen Dank für die Auskunft. Ich wollte mich nur noch einmal rückversichern, dass alles seinen ordnungsgemäßen Ablauf ging.“ Oder auch nicht. Wenn Ajel’ka nur halb so gerissen war, wie sie glaubte zu sein, würde sie wissen, dass die Vize-Senatorin ebenfalls das Spiel mit den Dingen kannte, die gesagt und nicht gesagt wurden.


Suy Hadahr , Vize-Senatorin von Dac und weitere Angehörige des Defense Council und des Council on Security and Intelligence

Coruscant• Palace District • Imperial Palace • Sitzungszimmer des Council on Security and Intelligence

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22 Jan, 2015 23:16 45 Forum: Core Worlds

|| Coruscant | Sektor L-32 | Mittlere Ebenen | Abteilung Xesh-77 der Ongoing Investigations Division||

||Captain Nexat Leys, mit James Sheppard ||


Die Scherereien mit dem jungen Mando hatte Captain Nexat Leys in dem Augenblick vergessen, nachdem sich die Tür hinter jenem geschlossen hatte. Jetzt schenkte er dem vorliegenden Bericht über den einarmigen Deserteur seine volle Aufmerksamkeit und Konzentration, wozu es auch gehörte, dass er den Ärger über die Nichteinhaltung der Berichtspflicht schnellstmöglich vergaß. Ein guter Jäger hatte seine Emotionen unter Kontrolle, eine Doktrin, die der Clan der Nexat in hohen Ehren hielt. Wenn man sich damit vertraut gemacht hatte, war auch das geschriebene Wort eine Fährte, die neben dem Offensichtlichen weitere Aspekte barg. Hier war die Kunst des Lesens zwischen den Zeilen gefragt. Was wurde mit vielen Worten nicht gesagt, welche Auslassungen sprachen förmlich Bände? Das waren die Fragen, mit der der Sakiyaner an den Fall Dourshe heranging. Doch schon jetzt war ihm klar, dass alle Beteiligten befragt werden mussten, so schnell wie möglich und er würde die Ermittlungen persönlich leiten.

Der Sitz des Security Force-Quartiers, in dem Captain Neetaka Dienst tat, befand sich in der südlichen Hemisphäre des Stadtplaneten. Der Zeitunterschied betrug sieben Stunden, dort war es gerade halb acht morgens, während es hier bereits früher Nachmittag war. Die beste Zeit also, um dem rodianischen Captain einen Besuch abzustatten, selbstredend unangekündigt. „Lieutenant Sarkiz, stellen Sie mir ein Dossier über diesen Captain Neetaka zusammen, Coruscant Security Force, Abteilung Verbrechensbekämpfung Senth-Wesk 34387-1, ebenso über Inspector Lieutenant Kalyn Sulor der Zollbehörde, Abteilung Senth-Herf 56038-9, beide im Security Force-Quartier Grek-13 im Sektor D-117 tätig“ , schnarrte er in das interne Comlink seines Schreibtischs. Die verlangten Dokumente waren innerhalb weniger Minuten auf seinem Datapad geladen. Nexat Leys widmete sich dieser Lektüre, machte sich entsprechende Notizen und reichte eine neue Fallakte ein, bis Sheppard wieder zurückkehrte, diesmal ordentlich gekleidet und frisiert, und mit einem korrekten Salut. Er erlaubte ihm, sich zu rühren.

„So sehen Sie schon viel besser aus. Ich bin überzeugt, aus Ihnen wird noch einmal was“ , sagte der Sakiyaner nach einer weiteren Musterung in Gerüchen und Wärmesicht. Der Junge sah nun tatsächlich wie ein erwachsener Mann aus. Er nickte dem Menschen vor ihm bedeutungsvoll, aber wohlwollend zu. „Aus diesem Grund nehme ich Sie zu einer Ermittlung in einem Mordfall mit, an dem ein Imperialer Deserteur beteiligt war und welcher auch die Tat gestanden hat. Jetzt könnte man sich natürlich fragen, weshalb sich ausgerechnet unsere Abteilung überhaupt noch mit diesem Fall beschäftigt. Ich möchte von Ihnen wissen, was Sie denken. Denn unsere wichtigste und beste Waffe ist nämlich nicht der Blaster, sondern das hier!“ Mit diesen Worten tippte sich Nexat Leys auf seinen ausladenden jadegrün glänzenden Schädel, auf dem sich das Sonnenlicht spiegelte, das durch die Jalousien der großzügigen Fensterfront fiel. „Zum Denken gehört auch das Stellen von Fragen. Ihnen ist das Sprichwort ‚Wer nicht fragt, bleibt dumm’ geläufig? Wie dem auch sei, wir machen uns sofort auf den Weg.Überlegen Sie gut und sagen Sie mir, was Sie denken und welche Fragen Sie sich stellen würden, wenn Sie von einem solchen Fall hörten“

Der Sakiyaner sprang geschmeidig aus seinem Bürosessel, umrundete schnittig den ausladenden Schreibtisch und bedeutete Sheppard mit einer Geste mitzukommen, während er mit federnden Schritten das Büro verließ, um zu dem Hangar sieben Stockwerke höher zu gelangen, wo der Dienstgleiter des Captains stand. Es tat ihm so gut, sich wieder bewegen zu können - aus diesem Grund schritt er schnell und kraftvoll aus. Auch den einen oder anderen Lift wollte er auslassen und stattdessen das Treppenhaus benutzen. „Sie werden viel im Sitzen arbeiten müssen, Sheppard. Nutzen Sie jede Gelegenheit zur Bewegung, die Sie bekommen konnen, sonst passen Sie bald nicht mehr in ihre Rüstung.“ Die letzte Bemerkung meinte Nexat Leys völlig ernst. Wie alles, was er sagte.



||Captain Nexat Leys, mit James Sheppard ||
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12 Dec, 2014 16:23 23 Forum: Core Worlds

| Coruscant | Sektor L-32 | Mittlere Ebenen | Abteilung Xesh-77 der Ongoing Investigations Division|
|Captain Nexat Leys , mit James Sheppard|

Der Captain runzelte ein wenig die jadegrüne Stirn, als der Junge in der Rüstung zu einer Entgegnung ansetzte, die ihn erneut an dem Alter zweifeln ließen, das in der Akte Sheppards angegeben war. Er sah sich das Dokument erneut an, während der Mandalorianer redete und Dinge von sich gab, die seine Ohren klingeln ließen. Jeder nur mögliche Fettnapf wurde zielsicher anvisiert und mitgenommen – gewiss ein Vorrecht der Jugend, doch so jung war der Rüstungsträger zumindest altersmäßig auch nicht mehr. Gerade acht Jahre jünger als der Captain. Nexat Leys zeigte jedoch nicht, was er davon hielt, merkte sich aber jedes Wort, auch wenn das Gespräch aufgezeichnet wurde. Ein gutes Gedächtnis wollte jederzeit trainiert werden, es war unabdingbar für seinen Beruf, für einen geborenen Jäger aus dem ehrbaren Clan der Nexat sowieso. Wenn der Junge seine Einstellung nicht bald änderte, wäre er für eine Geheimdiensttätigkeit völlig ungeeignet und sollte besser als Rausschmeißer für einen Hutten arbeiten. Allerdings war ein solcher eher weniger verständnisvoll als Geheimdienstoffiziere der Neuen Republik. Aber gut, nun war der Junge einmal hier und musste sich noch beweisen. Auf eine weitere Diskussion konnte er verzichten, da der Junge ungefähr so einsichtig und flexibel wie ein Durastahlträger wirkte.

„Es freut mich, dass Sie Ihren Standpunkt so eloquent dargelegt haben, Sheppard, sagte er ohne eine Miene zu verziehen und faltete die Hände ineinander. Auf dem Datapad des Schreibtischs blinkte das Signal für eine weitere eingangene Nachricht, doch die würde er sich erst zu Gemüte führen, wenn der hoffnungsvolle Geheimdienstzögling seinen Kleiderwechsel vornahm. „Sie lassen Ihren Worten nun Taten folgen und gehen sich umziehen. Im 27. Stockwerk befindet sich die Ausgabe für Dienstkleidung und Ausrüstung, ich lasse eine entsprechende Meldung schicken. Ihre eigene Ausrüstung wird dort bis Dienstschluss verwahrt. Sie bekommen dort auch ein Comlink und ein Datapad, die ID erhalten Sie, wenn Sie wieder hier sind. Noch Fragen?“


|Captain Nexat Leys , James Sheppard|
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28 Nov, 2014 15:54 29 Forum: Core Worlds

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||Captain Nexat Leys, mit James Sheppard ||


Hätte Leys aus dem ehrbaren Clan der Nexat auf Sakiya und Captain der Abteilung Xesh-77 der Ongoing Investigations Division nicht ohnehin schon spitze Ohren gehabt, wären sie ihm spätestens bei den Worten des Rüstungsträgers gewachsen. Dennoch ließ er sich nicht anmerken, was er von dieser Mischung aus Naivität und Stolz persönlich hielt. Laut Akte war James Sheppard 31 Jahre alt, aber es hätte ihn nicht gewundert, wenn unter der Rüstung ein Bürschlein von 15 Jahren zum Vorschein gekommen wäre. Das würde auch den Zwischenfall besser erklären. Jedenfalls war der Junge - wie Nexat Leys ihn nun künftig für sich nannte - ziemlich von sich und seiner Kultur überzeugt, das half ihm aber hier auch nicht weiter. Seine Mandositten konnte er bei sich zuhause pflegen.

„Ist das so, Sheppard?“, erwiderte der Captain mit einer rhetorischen Frage und lehnte sich in seinem Stuhl hinter dem Schreibtisch zurück, entspannt, aber ihm entging nicht das kleinste Detail, das von seinem Gegenüber ausging. Er brachte Menschen mit ihrem stumpfen Sinnen keine besondere Abneigung entgegen, konnte aber auch nicht von ihnen behaupten, dass er sie sympathisch fand. Da er sich tagtäglich mit der Ergreifung und Erfassung imperialer Deserteure beschäftigte, hatte er zudem mit den unangenehmen Vertretern dieser Spezies zu tun, die meistens alles dafür taten, dass sein Respekt vor ihrer Art kontinuierlich schwand. „Ich bin mir sicher, dass Sie etwas lernen wollen, und ich kann Ihnen versichern, dass Sie hier vieles lernen können. Ihre erste Lektion in meiner Abteilung besteht, dass Sie beim Eintreten den Helm abnehmen und sich ordnungsgemäß bei Ihrem Vorgesetzten, nämlich mir, melden. Zweite Lektion – lesen Sie sich die Dienstvorschriften durch, merken Sie sich, was dort steht und handeln Sie danach. Dritte Lektion - Ihre mandalorianischen Gebräuche sind hier nicht von Belang, so ehrbar sie sein mögen. Deshalb werden Sie ab heute auch die Uniform eines Geheimdienstbeamten tragen und sich entsprechend verhalten. Eskapaden dulde ich nicht, wenn Ihnen das alles nicht zusagt, können Sie sich auf der Stelle zurück auf den Weg nach manda’yaim machen. “ Es war immer von Vorteil, sofort klare Verhältnisse zu schaffen. Für viele erschien seine Vorgehensweise ziemlich harsch, allerdings ersparte sie ihm eine Menge Ärger und Arbeit, was sich dann wiederum in den exzellenten Leistungen seiner Abteilung widerspiegelte. Wieder musterte Nexat Leys sein Gegenüber, das er auch in Infrarot wahrnehmen konnte. Nun lag es an dem Jungen eine Entscheidung zu treffen.


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24 Nov, 2014 19:46 00 Forum: Core Worlds

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Punkt 14 Uhr klopfte es an der Tür zu seinem Büro und als Captain Nexat Leys den Türöffner betätigte, kam der hoffnungsvolle Geheimdienst-Aspirant in voller Mando-Montur inklusive Helm zum Vorschein, der ohne Aufforderung und Meldung eintrat. Der Sakiyaner gönnte sich einen Augenblick, um das Bild auf sich wirken zu lassen und musterte den mandalorianischen Frischling eingehend, nicht nur mit den Augen, sondern auch mit seinen scharf ausgesprägten Geruchs- und Gehörsinnen, die den stumpfen Riech- und Hörorganen eines Menschen um Längen überlegen waren. Die Augen konnte man täuschen, aber nur sehr schwer Nase und Ohren. Sie konnten mithin die Einschätzung einer Person um wertvolle Details ergänzen – ob das Gegenüber sich fürchtete, wütend oder zu allem entschlossen war. Geborenen Jägern wie ihm entging nichts. Der junge Mann vor ihm schien sich seiner ziemlich gewiss, für Nexat Leys’ Geschmack vielleicht ein bisschen zu sehr, aber das war auch das Vorrecht der Jugend. Dennoch hatte er nicht vor, ihn mit Samthandschuhen anzupacken - schließlich sollte Sheppard hier etwas lernen. Und das bedeutete, das hier andere Regeln als auf Mandalore oder sonstwo galten. Lehrjahre waren keine Herrenjahre.

„Willkommen in der Abteilung Xesh-77, Sheppard, begrüßte er ihn über aneinandergelegten Fingerspitzen und lächelte dünn. „Sie sind pünktlich, das ist eine lobenswerte Eigenschaft, die sowohl von Respekt für seine Mitwesen als auch von Disziplin zeugt. “stellte er fest und ließ eine kurze Pause vergehen, um den jungen Mann erneut zu mustern, der anscheinend bereit war, sich in den nächsten abenteuerlichen Einsatz zu stürzen oder jemanden aus dem Fenster zu werfen. Der Gedanke an den Vorfall entlockte ihm ein kurzes, raubtierhaftes Grinsen, er wurde aber dann wieder schlagartig ernst. „Allerdings zeugt es auch von Respekt, sich an grundlegende Umgangsformen zu halten und sich bei einem zukünftigen Vorgesetzten zu melden, wie es der Dienstweg vorsieht, junger Mann. Respektvolles Verhalten wird doch sicher auch bei Ihrem Volk in Ehren gehalten, oder etwa nicht?“, schnarrte er, die roten Augen zu schmalen Schlitzen verengt. Er kannte und schätzte die mandalorianische Kultur, doch über ihr stand ohne Zweifel seine eigene, die weniger moralische Skrupel besaß. Denn schließlich hatte sein Volk nie vor den Hutten das Knie gebeugt, das konnte sich nicht jeder im Outer Rim auf die Fahne schreiben, nicht einmal die achso tapferen bes’kar-Träger. Wenn der Frischling also meinte, er würde deswegen eine Sonderbehandlung bekommen, konnte er das gleich wieder vergessen. „Desweiteren nehmen Sie auch Ihren Helm ab, wenn Sie sich nicht gerade in einem Einsatz befinden. Oder befinden Sie sich gerade in einem Einsatz, und wenn ja, in welchem?“


||Captain Nexat Leys, mit James Shepard ||
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29 Oct, 2014 21:32 18 Forum: Core Worlds

|| Coruscant | Sektor L-32 | Mittlere Ebenen | Abteilung Xesh-77 der Ongoing Investigations Division||

||Captain Nexat Leys ||


Den Alltag einer Geheimdienstmitarbeiter in der Abteilung für laufende Ermittlungen stellte sich der normale Bürger als unglaublich aufregend vor, Observierungen und Verfolgungsjagden in den Häuserschluchten Coruscants oder die Eliminierung unliebsamer Individuen. Doch die Realität sah für Nexat Leys anders aus – der Sakiyaner mit der glänzenden jadegrünen Haut und den orange-roten Augen saß die meiste Zeit am Schreibtisch oder in Teambesprechungen und am meisten observierte er Berichte und Protokolle. Als Angehöriger einer Spezies, die mit ihren extrem gut ausgeprägten Sinnen und überdurchschnittlicher Körperkraft für die Jagd geboren war, fühlte er sich seit seiner Beförderung äußerst unausgelastet. Seine Abteilung beschäftigte sich mit der Erfassung imperialer Deserteure, die immer noch die Unteren Ebenen unsicher machen – oft als paramilitärisch aufgebaute Straßenmilizen, die Jagd auf Nichtmenschen und Ordnungskräfte machten oder sich als Kleinkriminelle durchschlugen. Die meisten waren stolz – oder dumm genug, offen als Ex-Imperiale aufzutreten, sodass die Ergreifung einfach war. Schwerer waren diejenigen aufzufinden, die etwas mehr Grips besaßen und deshalb auch gefährlicher waren. Sie mussten erfasst werden, ihre Identität geklärt werden und es war nachzuforschen, ob sie Verbindungen zu feindlichen Spionagenetzwerken besaßen. In jedem Fall musste das Bedrohungspotenzial eines gefassten Deserteurs eingeschätzt werden, der dann entweder ins Militärgefängnis überstellt wurde, bis geklärt wurde, ob er weiter zu verwahren war und oder ob man ihn in die Verteidigungskräfte der Neuen Republik eingliedern konnte. Eine Vorgehensweise, die er nicht besonders guthieß, da so gut wie keiner dieser Deserteure sich freiwillig gestellt hatte und jeder von ihnen bereits Verbrechen auf dem Kerbholz hatte, die ihn für einige Dutzend Jahre ins Gefängnis brachten.

So war es kein Wunder, dass der Sakiyaner aus dem ehrbaren Clan der Nexat die meiste Zeit keine besonders gute Laune hatte und das auch seine Abteilung spüren ließ. Er wusste, dass man ihn hinter vorgehaltener Hand Captain Nexu nannte. Deshalb wartete er nur auf den Augenblick, einen seiner Untergebenen auf frischer Tat zu ertappen. Für flapsige Sprüche und andere Respektlosigkeiten, die bei anderen Führungsoffizieren als ‚Humor’ geduldet, war er der falsche. Sie waren ein Zeichen für ein nachlässige Arbeitseinstellung und mangelnde Selbstdisziplin. Jeder Sakiyaner, der sich so verhielt, verlor automatisch seine persönliche und die Ehre seiner Familie. Kein Wunder, dass es mit der Alten Republik so böse geendet hatte. Auch das Gebäude, in dem verschiedene Abteilungen der Ongoing Investigation Division untergebracht waren, gemahnte an diese Zeiten. Es hatte vor den Klonkriegen den Republic Domestic Service beherbergt, dessen bauliche und technischen Infrastruktur nun für den Geheimdienst der Neuen Republik genutzt wurden.
Er stieß ein genervtes Zischen aus, als das Pad auf seinem Schreibtisch das Eintreffen eines neuen Dossiers ankündigte. Es stammte aus einem der Coruscant Security Force-Quartiere in der südlichen Hemisphäre des Stadtplaneten. Das Dossier bestand aus zwei Berichten, der erste fast drei Wochen alt und stammte von einer Inspektorin der Zollbehörde, Kalyn Sulor. Lustlos begann er das Dokument zu studieren, das aber unerwarteterweise spannend wurde: Sie hatte bei der Kontrolle auf einem der kleineren Privatraumhäfen einen Mann ohne ID namens Terry Dourshe festgenommen, der gestanden hatte, ein Deserteur der Imperialen Armee zu sein, nachdem er vorgegeben hatte, für die Coruscant Security Force undercover zu arbeiten. Sie waren im CSF-Quartier in die Hände von Anti Human-Terroristen gefallen, die versuchten, das Quartier zu stürmen und Geiseln genommen hatten.

Dieser Dourshe, dem der linke Arm fehlte, hatte eine maßgebliche Rolle bei der Befreiung der Geiseln gespielt, viel geholfen hatte es ihm jedoch nicht und war im Untersuchungsgefängnis gelandet. Schließlich hatte ihn eine Frau unbekannter Identität aus dem Gefängnis geholt – unter Beeinflussung eines dortigen Beamten durch Vorspiegelung falscher Tatsachen, Bestechung und mutmaßlich mittels Pheromonen. Höchstwahrscheinlich handelte es sich um eine Zeltronerin. Zwei Wochen später war Dourshe wieder gefasst worden, er stand unter Verdacht den Senatsbediensteten Lim Valara ermordet zu haben. Captain Neetaka und Lieutenant Inspector Sulor hatten ihn am Eastport Raumhafen gefasst, wo er kurz vor dem Abflug nach Aargau stand. Bei dem anschließenden Verhör durch Lieutenant Inspector Sulor – Nexat wunderte sich, was diese Zollbeamtin in diesem Mordfall verloren hatte – gestand Dourshe einen Mord. Um das Opfer handelte es sich um die in der Gran-Gemeinde bekannte Hohe Priesterin Ree Aak, die auch als Beraterin des Senators von Kinyen, Philo Leem tätig war. Dourshe gestand, von der Frau, die ihn aus der Untersuchungshaft geholt hatte, mit dem Attentat beauftragt worden zu sein. Doch er gab an, dass er die Frau nicht kannte.
Nexat Leys kniff die Augen zusammen. Diese Geschichte klang äußerst absonderlich – beginnend mit Dourshes Rolle in der Geiselnahme und die Beteiligung an zwei Mordfällen. Warum war die Abteilung nicht früher informiert worden? Spätestens seit der ersten Überstellung in die Untersuchungshaft hätte der Bericht hier gewesen sein sollen. Und nun kamen zwei Kapitalverbrechen dazu. Natürlich wollte sich die CSF die Lorbeeren einheimsen, das war für den Sakiyaner glasklar – die langen Wege, die für die bürokratischen Prozesse benötigt wurden, bis ein solcher Bericht in den Händen des Geheimdiensts lag, spielten dabei den Jungs in Blau nur in die gierigen Hände. Vor Captain Nexats innerem Auge entstanden erste Szenarien, wie dieser Fall angegangen werden musste. Ein guter Jäger musste mehrere Pläne in der Hand haben und sich über die Auswirkungen im Klaren sein. Da Dourshe nun ein überführter Mörder war, war er bereits im Gefängnis und wartete auf seinen Prozess, bei dem nur noch eine Rolle spielte, wie hoch sich das Strafmaß belaufen würde. Aber da er auch ein Deserteur war, fiel er auch in den geheimdienstlichen Wirkungsbereich – wie auch der Mordfall, der in hohen politischen Kreisen stattgefunden hatte. Da hatte der fette Gran doch Recht gehabt – halb Coruscant hatte sich über die angeblichen Verschwörungstheorien lustig gemacht, während der verzweifelte Senator am Rand eines Nervenzusammenbruchs stand. Die Öffentlichkeit würde erst zu Beginn des Prozesses davon erfahren und es war notwendig, diese Zeit zu nutzen, solange die Drahtzieher sich in Sicherheit wähnten. Dourshe hingegen war nur ein Bauernopfer. Doch es war Zeit, sich diesen Kerl und alle Leute, die mit ihm zu tun hatten, anzusehen.
Das Signal einer Terminerinnerung plärrte aus dem Datapad und riss den Sakiyaner, dessen Jagdlust nun geweckt worden war, aus seinen Erwägungen.

>>Dienstantritt Sheppard, James. 1400 Uhr <<


stand auf dem Display. Nexat knurrte. Das war in fünfzehn Minuten. Dieser mandalorianische Frischling, der bereits durch einen diplomatischen Zwischenfall auf sich aufmerksam gemacht hatte. Ansonsten hatte er gute Leistungen gebracht, wie der Captain sich an die Dokumente des jungen Lieutenants erinnerte. Wahrscheinlich auch mehr ein Kämpfer als ein Schreibtischtäter, aber der Mando musste lernen, was es hieß, beim Geheimdienst der Neuen Republik zu arbeiten. Aus diesem Grund durchliefen die frisch gebackenen Geheimstangehörigen nach Beendigung ihrer Ausbildung mehrere Abteilungen, um die Praxis kennenzulernen und den letzten Schliff zu erhalten. Schliff konnte Sheppard in Nexats Abteilung haben.


||Captain Nexat Leys ||

| Coruscant | Sektor L-32 | Mittlere Ebenen | Abteilung Xesh-77 der Ongoing Investigations Divison||

Thema: Agamar
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29 Oct, 2014 16:06 13 Forum: Outer Rim

Agamar | irgendwo in den Binka-Wäldern | Waffendepot Usk 4513| vor den Bunkern|


Lieutenant Dors Kerrick, mit Reece Nolan, Sergeant Bekasul, Mithäftling und Wachen


Zuerst brabbelte der Häftling etwas vor sich hin, was darauf schließen ließ, dass er schon länger nichts von den wichtigsten Ereignissen der letzten drei Jahre gehört hatte. Und dass die imperiale Garnison auf Agamar wirklich auf dem letzten Loch pfiff. Kerrick hielt sich allerdings mit einem entsprechenden Kommentar zurück und wartete ab, was der Mann, der sich als Gunnery Sergeant Reece Nolan vorstellte, zu sagen hatte…Es wunderte den Lieutenant, dass dieser Mann nach zweifachem Mord an Offizieren noch am Leben war. Anscheinend zeigte sich der imperiale Niedergang auch in einer laxen Strafverfolgungspraxis oder das Gerücht, dass das imperiale Militär auch nur Widerworte mit einer Exekution bestraft, war stark übertrieben. Oder irgendetwas stimmte hier nicht. Der Mann machte einen aufgewühlt-trotzigen Eindruck – aber nicht unbedingt, weil er nun einem ‚Rebellen‘ Paroli bieten wollte, sondern auf eine eher generelle Art und Weise. Aus dem Augenwinkel beobachtete Kerrick, wie sich der andere Gefangene verhielt – er blieb ruhig, aber starrte den Verhörten mit einer Mischung aus Skepsis und Verachtung an.

Die Zeit, die Aussagen Nolans zu überprüfen, hatte der Lieutenant nicht, also musste er ihm einigen weiteren Fragen auf den Zahn fühlen, am besten getrennt von dem anderen Gefangenen. „Bekasul, Sie verhören Mister Nolans Zellengenossen ” , wies er seinen First Sergeant an und stand auf. „Corporal Serq, untersuchen Sie Nolan auf versteckte Waffen oder Sensoren und bringen Sie ihn in mein..äh.. Büro. Bringen Sie einen weiteren Trooper zur Bewachung mit.” sagte er zu einem der Wächter. Der Weequay bestätigte und Kerrick verließ die Zellen. Auf seinem Weg nach oben begann sich die Betontreppe leicht zu heben und ein dumpfes Grollen war zu hören.Rhumer, finden Sie heraus, wo das herstammt und welche Patrouillen in der Nähe sind!“ , rief er dem Funk- und Ortungsspezialisten zu. Für seinen Geschmack fanden hier einige Detonationen zuviel in der Nähe statt. Etwa eine Viertelstunde später brachte Corporal Serq, den Gefangenen in Kerricks provisorisches Büro in Begleitung von Private Ress, einem Tholothianer.

„Sie haben erwähnt, dass Sie einer Sondereinheit angehört haben. Welche Qualifikationen haben Sie erworben und an welcher Art von Einsätzen haben Sie teilgenommen? ” Wenn der Gunnery Sergeant sich als vertrauenswürdig erwies und bereit war, war seine Fähigkeiten für den Widerstand einzusetzen, erwies, könnte sich das durchaus als Vorteil erweisen. Für beide Seiten. Doch zunächst wollte er bei Nolan keine Hoffnungen wecken, die ihn vielleicht zu einer Falschaussage verleiten könnte. „Mich interessiert zudem, wie lange Sie in der Garnison in Calna Muun waren und wie lange Sie dort inhaftiert waren.“


Lieutenant Dors Kerrick, mit Reece Nolan, Wachen

Agamar | irgendwo in den Binka-Wäldern | Waffendepot Usk 4513| in Kerricks Büro|


OP

@Reece: Wie dann die Untersuchung auf versteckte Waffen und Sensoren verläuft, bleibt Dir überlassen großes Grinsen

Thema: Agamar
[NPC] New Republic

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23 Oct, 2014 15:25 27 Forum: Outer Rim

Agamar | irgendwo in den Binka-Wäldern | außerhalb des Waffendepot Usk 4513| auf dem Skiff|


Corporal Kinrich Oryll, mit Zarras, Piraten


Das Skiff gab zwar ein wenig nach und die Verstrebungen ächzten ein wenig, als der gewaltige Cyborg als letzter aufsprang, aber es brach nicht zusammen. Corporal Oryll gab erleichtert den Befehl zum Aufbruch. Ridger Havett, der wortkarge Ex-Holzfäller, setzte das Gefährt in Bewegung und folgte einem schmalen Pfad. Er unterschied sich dadurch vom Rest des Waldes, dass das Unterholz auf eine Höhe gestutzt worden war, die für Landgleiter wie das Skiff noch zu bewältigen waren, aber für Fußgänger und kleinere Bodenfahrzeuge war das Gestrüpp nur mühevoll zu bewältigen. Die ehemalige Besatzung des Depots hatte mehrere dieser Schleichwege angelegt, und es gab ansonsten nur noch einen Trampelpfad, der zu den Bunkern führte. Bei der Eroberung der Anlage, die nun den Codenamen ‚Arena‘ trug, waren jedoch durch die schiere Masse der Eroberer weitere Zugänge geschlagen worden.

Doch der Weg, der das Skiff von Arena wegführte, war noch unberührt. Private Annix hielt neben dem Fahrer die Displays der Umgebungsensoren im Auge, welche er in einem Tornister bei sich trug. Auf den ersten zwanzig Klicks blieb alles ruhig – Tiere, die sich unsichtbar im Unterholz fortbewegten, waren die einzigen Lebewesen, die die Sensoren erfassten. Sie gingen dem Vehikel aus dem Weg, sobald es in deren Hörweite kam. Außer den Repulsortriebwerken des Skiffs und dem Ächzen des Fahrgestells waren kaum andere Geräusche zu hören – zu sehen gab es vor allem viel Braun und Grün in alle möglichen Variationen. Orylls Nase nahm Pflanzen- und Erdgerüche in allen möglichen Stadien ihrer Existenz wahr – die meisten Kameraden hassten den Wald, aber für ihn war er selbst nach der ganzen Zeit immer noch ein Wunder der Vielfalt der Natur. Deshalb ließ er sich nie von der scheinbaren Eintönigkeit einlullen und achtete auf seine Umgebung so aufmerksam nicht nur in seiner Funktion als SpecForce-Soldat. Dennoch wurde er von dem dumpfen Knall überrascht, der durch den Wald hallte – nicht lauter als ein paar Klicks entfernter Donnerschlag, aber dennoch er rief er automatisch: „Festhalten und Tempo drosseln“. Ridger Havett zögert nicht eine Sekunde und verlangsamte das Gefährt. Die Erschütterung machte sich in einem leichten Zittern der Bäume bemerkbar, die Blätter raschelten, als ob ein starker Wind durch sie führe. Als nach einer halben Minute keine weiteren Explosionen oder sonstige Energiestöße folgten, befahl er, das Tempo wieder aufzunehmen. „Wenn die hier so weitermachen, fliegt der halbe Planet in die Luft“, knurrte Annix belustigt. Weitere zehn Minuten Fahrt vergingen, bis ein dumpfes Grollen ertönte – keine Explosion, sondern ein erst kaum wahrnehmbares, dann stärker anschwellendes Geräusch.. . „Scheiße, da kommt was großes….“, platzte es aus dem Private heraus, bevor er eine korrekte Meldung machen konnte. „Dreißig bis vierzig Lebenszeichen auf den Sensoren aus nordwestlicher Richtung, Geschwindigkeit circa 50 km/h. Sie halten genau auf uns zu…in etwa fünf Minuten“ „Ne Biesterstampede….“, meldete sich die ehemalige Biesterhüterin aus dem Heck zu Wort. Sie klang amüsiert. „Wenn mer genuch beschleunische, kenn mer vielleicht entkommen….“Vom Fahrerstand erklang ein ablehnendes Grunzen, was ungefähr nach „Net mit dem da“ klang, gefolgt von einem Blick des Agamarianers in Richtung Zarras. Oryll musste eine schnelle Entscheidung treffen – den Piratenanführer konnte er auf gar keinen Fall rauswerfen. Sein Blick glitt zum am Bug montierten E-Web, doch ein solches Biest in Rage war schwer aufzuhalten – und mehrere Dutzend dieser Art gewiss nicht und das Skiff war zu sperrig, um ungehindert abseits der Fahrschneise zu fahren. „Mister Zarras, hier kommt Ihre erste Bewährungsprobe , drängen Sie die Herde von …“ Noch bevor er den Satz zu Ende sprechen konnte, hörte er das Gebrüll und das Schnaufen der wütenden Tiere, das Donnern des rasenden Laufs und wie Äste und Zweige brachen und splitterten. Sie hielten schräg von vorne wie eine Naturgewalt aus riesigen Reptilienleibern auf sie zu. „Los jetzt, wir geben Ihnen Feuerschutz!” Von solchen primitiven Ungetümen überrannt zu werden, gehörte zu den schäbigsten Szenarien, die sich der Snivvian als ein mögliches Ableben vorstellen konnte.


CorporalKinrich Oryll, mit Zarras, Piraten, Private Minn Annix und agamarianischen Rebellen.
Agamar | irgendwo in den Binka-Wäldern | auf dem Skiff


@Zarras:
Alles kein Problem, wenn Du die Handlung weiterführst. Hier kann sich der Cyborg schon mal aufwärmen^^




***






Agamar | irgendwo in den Binka-Wäldern | Waffendepot Usk 4513| vor den Bunkern|


Lieutenant Dors Kerrick, Rebellen, SpecForce-Trooper


Die Inventur des Waffendepots war in vollem Gange, nachdem Corporal Oryll mit Zarras aufgebrochen. Dors Kerrick hoffte, dass es ihnen gelang, nicht nur die AT-RT-Läufer aufzubringen, sondern auch ein oder zwei Exemplare mitzunehmen. Sie hatten hier im Depot erschreckend wenige Granatwerfer und keine schweren Repetierkanonen gefunden, wenn man von dem verwitterten Exemplar absah, mit dem man sich am ehesten selbst in die Luft jagen konnte. Aber dem Lieutenant ging es auch um den psychologischen Effekt – die Läufer waren um die drei Meter hoch, waren gut bewaffnet und machten Eindruck. Außerdem wusste er, dass das imperiale Ego äußerst empfindlich reagierte, wenn sich exklusive Geräte wie die Läufer in den Händen dreckiger Rebellen befanden.

An Handfeuerwaffen mangelte es hier nicht, weder an Vorräten, Munition noch an Ersatzteilen, doch mehr als ein Viertel davon waren beschädigt, verdorben und schlichtweg unbrauchbar. Die fünf Speederbikes und die beiden kleinen bewaffneten Transportgleiter waren einigermaßen in Ordnung, ebenso der Frischwasservorrat, wenn man sich nicht an dem leichten Beigeschmack von Bakteriziden störte. Der Lieutenant und sein First Sergeant Bekasul verließen die Bunker, nachdem sie die Aufstellung an Waffen und Geräten endgültig abgeschlossen hatten. Die Waldluft erschien mit einem Mal viel angenehmer als die stickige und schimmelige Atmosphäre im Inneren des Depots, doch lange konnten sie diesen Augenblick nicht genießen. Ein Speeder, wie ihn die Einheimischen zum Transport von Futterballen benutzten, rumpelte auf den Platz vor dem Depot und ein kleiner, rotgesichtiger Mann sprang vom Fahrersitz. Er sah aus, als ob er kurz einem Herzinfarkt stünde. Kerrick fühlte sich ähnlich, als er ihn erkannte.

„Hier, Lieutenant, Sir“, rief er mit einem Keuchen und hastete auf den Lieutenant zu „Wir, das heißt die Außenpatrouille Xesh, ham hier ein paar Gefangene gemacht. Also eigentlich nur zwei. War‘n ursprünglich sieben…“ Skeptisch warf Kerrick einen Blick auf die Ladefläche, er sah drei Männer in orangener Häftlingskluft und vier weitere abgerissene Gestalten. Hektisch wedelte der Mann mit seinen Händen. „Die Orangenen, zwei davon, sinn Imps, glaub ich. Richtige Imps, meine ich. Der anner iss von uns. “ „Hab schon verstanden, Mister Lissart!” , erwiderte Kerrick kurz angebunden. Der Mann war kein eingeborener Agamarianer, und was die Einheimischen zuviel an Ruhe weg hatte, hatte Lissart zu wenig. Aber er war ein ausgezeichneter Speederpilot und konnte jede noch so heruntergekommene Schrottschüssel schnell und sicher durch die Wälder bringen. Man konnte nicht alles haben. „Sehen Sie zu, dass der von Ihnen aus seiner Häftlingskluft herauskommt. Bekasul, nehmen Sie zwei Mann und bringen Sie die beiden Imps gesichert in die Zellen im Bunker.” „Wir ham noch zwei Speederbikes mitgebracht, wenn Se noch welche brauchen..“, fügte Lissart atemlos hinzu. Wortlos deutete Kerrick auf den Garagenbunker. Der Pilot nickte eifrig und ging mit Sergeant Bekasul und zwei weiteren Troopern zum Transportspeeder, wo die beiden Männer in den orangenen Overalls mit Durastahl-Handschellen abgeführt wurden. Nachdem sichergestellt war, dass die Speederbikes ordentlich bei den anderen verbracht worden waren, begab sich der Lieutenant in Begleitung des Sergeants zu den Zellen. Ganz nach imperialer Manier waren sie die einzigen Räumlichkeiten, die auch wirklich noch in Schuss waren. Vermutlich waren sie nie genutzt worden, denn sie waren abgesehen von Staub und Moder vergleichsweise sauber.

Kerrick setzte sich, flankiert von Bekasul auf eine Bank, die der Zelle mit dem Dunkelhaarigen [Reece] gegenüberlag. Auf übertriebene Machtdemonstrationen legte er keinen Wert. „Ich bin Lieutenant Kerrick, Kommandierender Offizier des Dritten SpecForce-Platoons. Sie sind ab jetzt Gefangener der Neuen Republik!” , kam er ohne Umschweife zur Sache „Nennen Sie mir Ihren Namen, Ihren Rang und welche Straftat Ihnen zur Last gelegt werden. Ich mache Ihnen keine großartigen Versprechungen, aber Sie können davon ausgehen, hier grundsätzlich unbeschadet einzusitzen, wenn Sie sich kooperativ verhalten. Was auch für Ihren Kameraden in der Nachbarzelle gilt.” Sie waren schließlich nicht das Imperium, fügte der Lieutenant in Gedanken hinzu und wartete auf die Antwort seines Gegenübers.


Lieutenant Dors Kerrick, mit Reece Nolan, Sergeant Bekasul, Mithäftling und Wachen


Agamar | irgendwo in den Binka-Wäldern | Waffendepot Usk 4513| in den Zellen|

Thema: Agamar
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22 Sep, 2014 20:07 59 Forum: Outer Rim

Agamar | irgendwo in den Binka-Wäldern | Waffendepot Usk 4513| Vor dem Depotbunker|


Corporal Kinrich Oryll, mit mit Zarras, Piraten



Zitat:
Jop wir sind bereit, kann los geh'n auf Impis Jagd!


Dem Snivvian stellten sich die Haare unter dem Helm auf, als er den Cyborg lospoltern hörte. Wenn diese Gestalt nichts gegen die Kampfläufer ausrichten konnte, dann wusste er auch nicht mehr weiter. Seine Piratenkumpane sahen auch ohne kybernetische Prothesen nicht weniger wild und rücksichtslos, sie rochen auch entsprechend, wie Corporal Orylls feine Nase feststellte. Zeiten wie diese verlangten nach ungewöhnlichen Verbündeten. Wenigstens wirkten sie nicht so phlegmatisch wie die Einheimischen und ihr Anführer brannte förmlich darauf, sich in den Einsatz zu stürzen. Einmal losgelassen, würde er sicher für eine Menge Unheil und Zerstörung sorgen, weshalb der Corporal zusah, dass er sich schnell wieder in Richtung des Skiffs begab, als der Cyborg und seine Genossen kampflustig losschritten. Ridger Havett, der ehemalige Holzfäller mit der rotglänzenden Nase, hatte bereits Stellung hinter der Steuerkonsole des Skiffs bezogen, Tarron Sindal und Jorja Dain saßen am Heck, jeweils mit Repetierblastern bewaffnet, während Private Annix für das E-Web zuständig war. „Sie platzieren sich am besten gleich am Ausstieg, Mister Zarras, damit Sie freie Bahn haben, wenn es ernst wird“, betonte der Snivvian nachdrücklich. Er wollte vermeiden, dass der Cyborg im Kampfrausch jemanden von den eigenen Leuten niedertrampelte. Kerrick musste ein wirklich ein großes Vertrauen in das metallene Geschöpf setzen – und auch darin, dass er, Kinrich Oryll, den Piratenanführer unter Kontrolle halten konnte. SpecForce hin oder her, irgendwann gerieten auch Elitesoldaten an ihre Grenzen. In der Medoabteilung des Transporters, der sie hierher gekarrt hatte, war er zufällig an Patienten mit posttraumatischen Belastungsstörungen geraten. Ein Anblick, bei dem es ihm immer noch kalt den Rücken herunter lief.

Doch zunächst stand die Belastungsprobe für das Skiff an, ob es den Cyberpiraten überhaupt aushielt. Eine Gruppe normaler Lebewesen und einige Ausrüstungsgegenstände stellten kein Problem dar, ein fast drei Meter großer Cyborg fragwürdiger Herkunft und mit großer Kampfeslust freilich schon. Sitzplätze gab es nur in Form von Bänken am Heck und hinter der Fahrerkanzel, so dass die Mitte, die für Contain und ähnliches gedacht war, frei blieb. Oryll sprang vor Zarras auf das Skiff und hielt sich vorsichtshalber am Geländer fest. Er machte sich halb darauf gefasst, dass der Einsatz schon hier und jetzt zu einem jähen Ende fand.


CorporalKinrich Oryll, mit Zarras, Piraten, Private Minn Annix und agamarianischen Rebellen.
Agamar | irgendwo in den Binka-Wäldern | Waffendepot | vor dem Depotbunker | auf dem Skiff

Thema: Coruscant
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21 Sep, 2014 01:15 06 Forum: Core Worlds

Suy Hadahr, Vize-Senatorin von Dac und weitere Angehörige des Defense Council und des Council on Security and Intelligence

Coruscant• PalaceDistrictImperial Palace • Sitzungszimmer des Council on Security and Intelligence


Selbst die zahlreichen Renovierungsarbeiten im ehemaligen Regierungssitz des Imperators Palpatine hatten wenig von der bedrückenden imperialen Atmosphäre abhelfen können. Dieses Gebäude strahlte etwas inhärent Bedrohliches aus, wenn nicht sogar etwas abgrundtief Böses. Warum Staatschefin Mon Mothma ausgerechnet dieses Symbol imperialer Dominanz als Regierungssitz erwählt hatte, blieb Suy Hadahr, Vize-Senatorin von Dac, ein Rätsel. Es gab genug böse Zungen, die die charismatische Anführerin der Rebellenallianz bereits mit dem Imperator verglichen. Sie war Staatschefin, Staatsoberhaupt und Oberste Befehlshaberin der Verteidigungsflotte in einem. Dass es Parallelen gab, war nicht von der Hand zu weisen. Hatte Palpatine schließlich nicht versprochen, seine Befugnisse, die ihm durch die Notstandsgesetze gewährt wurden, nach dem Ende der Klonkriege zurückzugeben? Er war stattdessen einen Schritt weitergegangen, indem er sich zum Imperator machte, die Jedi auslöschte und später den Senat auflöste. Mit seinem durch den Angriff des Jedi-Rats Mace Windu entstellten Gesicht und den dunklen Roben, die er stets trug, eine wahrhaftige Inkarnation des Bösen. Auch die Ideologie der Unterdrückung jedweder freiheitlicher Bestrebungen spiegelte sich in Habitus und Architektur der gesamten imperialen Gesellschaft wieder. Nüchtern, aber immer gewaltbereit und bedrohlich.

Es gab auch keinerlei Anstalten, den Imperial Palace umzubenennen, doch solange dieses Gebäude in seiner alten Form bestehen blieb, hätte es jedem anderen Namen Hohn gesprochen. Vielleicht als Mahnmal, das nun als Regierungssitz der Staatschefin der Neuen Republik einer gerechteren Sache nutzen sollte. Aber wie sie es drehte und wendete, die Mon Calamari kam auf keinen vernünftigen Schluss. Nur ihr Dienstherr, Verteidigungsminister, Oberster Befehlshaber der Verteidigungsflotte, Vorsitzender des Defense Council, Senator von Dac und Mitglied des Regierungsrates, hatte vielleicht genauere Einblicke. Auch seine Anhäufung von Ämtern hinterließ bei Suy Hadahr einen Nachgeschmack von Brackwasser, auch wenn sie loyal hinter dem verdienten Helden der Rebellion stand. Humanoide Spezies sprachen gerne davon, dass der Fisch von Kopfe stinke, wenn sich die Fehlleistungen von Führungsebenen auf die Masse fortsetzten. Eine Redewendung, die sie als Trägerin eines fischähnlichen Kopfes eher amüsierte als beleidigte.

Da sie als eine der ersten Teilnehmer der heutigen Sondersitzung eingetroffen war, konnte sie eine Weile dem Strom ihrer Gedanken folgen, bis alle eintrafen oder per Holo zugeschaltet wurden. Die meisten Senatsmitglieder, die dem Verteidigungsausschuss angehörten, waren auch gleichzeitig Angehörige des Geheimdienstausschusses und Mitglieder des Regierungsrats. Wieder eine unglaubliche Anhäufung von Macht und Einfluss. War dieser Umstand wirklich nur ein Provisorium, der raschen Aufbauphase nach der Eroberung von Coruscant geschuldet? Oder ließen sich hier einige Politiker die Aufbruchstimmung bereits die besten Pfründe sichern? Die sullustanische Politik war beispielsweise traditionell eng mit der SoroSuub Corporation verbunden – niemand störte sich daran, dass der Aufsichtsrat in der Regierung und umgekehrt saß. Ähnlich verhielt es sich mit Senatoren und Botschafter, die Welten des Bankenclans vertraten.

Die Fachberater des Geheimdienstausschusses, Major General Lys Ajel’ka, eine equine Bothan-Mensch-Hybride, High Colonel Narseen Teyl, ein dunkelbronzeglänzender Sakiyaner und der dressellianische Major Laarrko Branno betraten den Raum aus einer Seitentür, mit ihnen kamen zwei bothanische Lieutenants, die Suy Hadahr nicht kannte. Die Spitzen ihrer Flossenhände scharrten unwillkürlich über die Tischfläche, als sie die bothanischen Geheimdienstvertreter den Raum betreten sah und kam nicht umhin, einen kritischen Blick auf den Senator von Bothawui zu werfen. Borsk Fey’lya verhielt sich zu Ackbar wie Feuer zu Wasser, und viele Gerüchte deuteten darauf hin, dass der Bothaner auf den Posten des Oberkommandieren scharf war. Was politische Winkelzüge betraf, war ihr Vorgesetzter der Erfahrung Fey’lyas nicht gewachsen, er war schon immer mehr ein Mann des Militärs denn ein Vollblutpolitiker gewesen.


Unterdessen trafen auch die Militärberater des Verteidigungsausschusses ein, in Person kamen Rear Admiral Alli Trespac, ein Duros mit einem verstörenden kybernetischen linken Auge sowie Lieutenant General Tiveca Drang, wie alle Lannik klein von Statur, aber sie besaß ein Ego, das mindestens so hoch wie 500 Republica war. High Colonel Taima Bela-Trepada, eine corellianische Blutstreifenträgerin, und der chalactanische Rear Admiral Suren Myndraahma erschienen an ihren Plätzen als lebensgroße Hologramme. Die Nachzügler nahmen an ihren Sitzen an dem Tischhalbrund Platz, man nickte sich zu, wechselte mit gedämpfter Stimme einige Begrüßungsfloskeln, als ob auch diese Phrasen streng geheim seien. Suy Hadahr und der Vize-Senator von Sluis Van waren die einzigen Vertreter der Ausschussmitglieder, alle anderen waren persönlich gekommen oder wenigstens per Holo zugeschaltet. Sie wollte lieber nicht spekulieren, welchen Eindruck das machte. Vor der Mon Calamari aktivierte sich ein Holo mit der Agenda der Sitzung und ergänzenden Materialien wie Berichten und Karten, versehen mit dem Siegel strengster Geheimhaltung. Mit einem innerlichen Seufzen wischte die Vize-Senatorin über das Icon, dass sie sich mit der erwähnten Geheimhaltung einverstanden erklärte. Danach bekam sie eine Belehrung über mögliche Sanktionen bei Zuwiderhandlung präsentiert, die sie bereits auswendig kannte. Mit einem weiteren Flossenschlag bestätigte sie ihre Kenntnisnahme und wartete gespannt auf die Eröffnungen, die auf dieser Sondersitzung bekannt gegeben werden sollten.

Einer der bothanischen Geheimdienstlieutenants ging zu dem Pult in der Mitte des Halbrunds und nahm einige Schaltungen vor. Es kam Suy Hadahr vor, als ob er Blicke mit dem Senator von Bothawui wechselte. Aber etwas Eindeutiges konnte sie nicht erkennen, vielleicht war sie schon zu misstrauisch geworden, genährt durch die fortwährende Antipathie gegenüber den Angehörigen dieser Spezies.


Suy Hadahr , Vize-Senatorin von Dac und weitere Angehörige des Defense Council und des Council on Security and Intelligence

Coruscant• PalaceDistrictImperial Palace • Sitzungszimmer des Council on Security and Intelligence

Thema: Coruscant
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10 Sep, 2014 21:01 14 Forum: Core Worlds

| Coruscant | südliche Hemisphäre | Mittlere Ebenen | Hauptquartier| Verhörraum|
|Inspector Lt. Kalyn Sulor , mit Terry Dourshe und Lieutenant Tin Groth |

Im Grunde ihres Herzens hatte Kalyn gehofft, dass Terry doch irgendetwas sagen würde, um den Eindruck des eiskalten Mörders zu korrigieren. Aber er tat es nicht. Er tat sowieso nie das, was man von ihm erwartete, also manövrierte er sich selbst ins Gefängnis. Dann würde er ein Dach über dem Kopf und regelmäßige Mahlzeiten haben. Manch ein Obdachloser beging mit voller Absicht Straftaten, um auf Staatskosten versorgt zu werden. Sie wusste nicht genau, wie mit Deserteuren des feindlichen Lagers verfahren wurde, ob sie in ein Militärgefängnis unter ihresgleichen kamen oder eben mit anderen Verbrechern zusammengesteckt wurden. In letzterem Fall würde es ihm ziemlich übel ergehen. Ob es jedoch innerhalb ihrer Möglichkeiten lag, das zu verhindern, war ihr auch unklar. Jedenfalls sprach für ihn, dass er sich kooperativ verhielt, die Nullianerin würde das in ihrem Bericht so deutlich hervorheben, wie es nur ging. Für einen Augenblick musste sie um Fassung ringen. Am liebsten hätte sie ihn beim Kragen gepackt und ihm eine Standpauke gehalten, dass er völlig falsch reagiert habe, dass er hätte sagen sollen, dass die Aufnahme und er manipuliert seien, dass er sich gegen sein Schicksal wehren sollte anstatt einfach alles zuzugeben.

„Danke für deine offenen Worte, Terry, sagte Kalyn schließlich, nachdem sie sich innerlich an ihre professionelle Distanz ermahnt hatte. Es war natürlich vergeblich, denn sie hatte diese Distanz schon längst verloren, doch sie fühlte sich besser, als sie es sich eingestand. Sie machte den Versuch eines aufmunternden Lächelns. „Ich denke, das wird den Ermittlungen erheblich weiterhelfen, deine Aussage und die Beweise sind erdrückend genug, dass eine Obduktion zwingend notwendig geworden ist, religiöse Tabus hin oder her. Und eine Fahndung nach dieser ominösen Frau muss eingeleitet werden, das ist völlig klar. Deine bereitwillige Mitarbeit und die Beweismittel, die du uns zur Verfügung gestellt hast, werden dir sicher einige Erleichterungen verschaffen. “ Etwas hilflos hob sie die Schultern, als ihr klar wurde, wie das für jemanden klang, der auf jeden Fall verurteil wurde. „Ich wünschte, ich könnte mehr für dich tun, aber ich kann schon froh sein, dass Neetaka mich überhaupt hier mitarbeiten lässt.“

Aus dem Augenwinkel sah sie, dass Tin Groth ungeduldig von einem Fuß auf den anderen trat. Er wollte sie so schnell wie möglich loswerden und dann seinem Vorgesetzten alles brühwarm berichten, aber sie wollte sich von einem Schergen des Rodianers nicht unter Druck setzen lassen. Betont gelassen lehnte sie sich auf dem unbequemen Stuhl zurück. „Ich hoffe, dass sie mich nach dir schauen lassen, solange die Ermittlungen noch laufen, versprechen kann ich allerdings nichts. Aber wenn ich merke, dass Neetaka etwas vertuschen will oder zu unlauteren Methoden greift, so habe ich vielleicht doch noch Möglichkeiten.“ Bei diesen Worten warf sie einen bedeutsamen Blick in Richtung des Sullustaners und schaute dann wieder den Deserteur an. Ihr schien es, als ob sie ihn schon eine Ewigkeit kannte. Vielleicht kein Freund fürs Leben, aber jemand der trotz seiner Taten und trotz des rotzigen Auftretens kein wirklich schlechter Mensch war. „Ich muss jetzt allerdings gehen, der gute Lieutenant tanzt schon auf glühenden Kohlen. Nicht, dass er sich die Füße verbrennt. Halt die Ohren steif, Terry, wir sehen uns. Lieutenant, bringen Sie Mister Dourshe in seine Zelle zurück, Neetaka hat, was er hören wollte “
Groth schnaufte und seine Hautlappen zitterten, verzichtete aber auf eine Erwiderung. Stattdessen hörte er mit dem Gezappel auf und versuchte, Haltung zu wahren, als er für die Tür zum Vorraum öffnete. Kalyn schaute noch einmal über die Schulter zu Terry zurück und nickte ihm zu, bevor sie den Verhörraum verließ.


|Inspector Lt. Kalyn Sulor, mit Terry Dourshe und Lieutenant Tin Groth |
| Coruscant | südliche Hemisphäre | Mittlere Ebenen | Hauptquartier| Verhörraum|

Thema: Agamar
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06 Sep, 2014 21:39 27 Forum: Outer Rim

Agamar | irgendwo in den Binka-Wäldern | Waffendepot Usk 4513| Vor dem Depotbunker|


Corporal Kinrich Oryll, mit Private Minn Annix

Mit einem skeptischen Blick musterte Corporal Kinrich Oryll das Vehikel, das ihn zusammen mit dem Cyborgpiraten Zarras und zehn Mann auf die Fährte fliehender Imps in Kampfläufern setzen sollte. Er stand auf dem Transportskiff und trat auf diverse Stellen der Plattform, von denen er glaubte, dass sie besonders unzuverlässig waren. Neben der Steuerkonsole war ein E-Web montiert, da das Fahrzeug eigentlich nicht für militärische Einsätze gedacht war. Was für Provisorium. Oryll rieb sich den Nacken. „Ich hoffe, dass das Ding diesen wandelnden Metallhaufen aushält“, sagte der Snivvian zu Private Minn Annix, einem Menschen, der von Bandomeer stammte. Er überragte normalerweise mit einem Gardemaß von 1,80 Metern den Corporal um fast vierzig Zentimeter, aber da Oryll auf der Plattform stand, war er diesmal fast auf Kopfhöhe des Privates. „Wird schon schief gehen, das Skiff hat schon einiges ausgehalten, Kin. Ich frage mich allerdings, was den Lieutenant geritten hat, ihm zu erlauben, seine Piratenkumpane mitzunehmen. Die und unsere tapferen einheimischen Verbündeten…“, meldete er leise Zweifel an der Zusammensetzung der Einheit an. Die einheimischen Verbündeten, von denen er sprach, waren drei agamarianische Widerständler, die sie auf diesen Ausflug begleiten sollten. Die hochaufgeschossene und leicht o-beinige Jorja Dain war so etwas wie eine Hirtin für Agamarianische Biester, bevor sie sich dem Widerstand angeschlossen hatte und hatte sich als gute Scharfschützin erwiesen, war aber extrem maulfaul. Aber wenigstens war ihr Dialekt nicht ganz so schlimm. Ridger Havett hatte vorher den Beruf des Holzfällers ausgeübt, Minn traute diesem fleischgewordenen Waldschrat zu, Bäume mit den Händen ausreißen zu können. Er war Späher, aber die stets rötlich-aufgedunsene Nase ließ den Verdacht aufkommen, dass er allzu gern dem einheimischen Branntwein zusprach und er kommuniziert zumeist in Grunz- und Brummlauten. Aber er befolgte Befehle meistens so, wie sie gegeben wurden. Tarron Sindal hatte eine kleine Mugruebefarm in der Nähe von Calna Muun betrieben und war der zivilisierteste und agilste der Drei, er hatte sogar eine höhere Schulbildung genossen und sein Basic war beinahe akzentfrei. Er gehörte zu Captain Harlinns ‚Führungsstab’, wenn man den Haufen so nennen wollte. Deshalb war er zu einer Art Verbindungsoffzier zwischen Rebellen und dem SpecForce-Platoon unter Kerrick avanciert.

„Ach, der Cyborg hat schon seine Leute im Griff. Hast du nicht mitgekriegt, dass er einen oder zwei über den Haufen geschossen hat, als sie bei der Einteilung nicht pariert haben“, versuchte der Corporal die Bedenken des Private zu zerstreuen. Der Mensch wackelte nicht ganz überzeugt mit dem Kopf. „Mich beunruhigt, dass er sie überhaupt erschießen musste…“ „Du bist ein notorischer Schwarzseher. Geh noch eine rauchen und ich schaue nach, wie weit dieser Zarras ist.“ Minn gab nur ein undeutliches Brummen als Antwort, denn er war schon dabei, sich eine Zigarette anzuzünden. Der Corporal hüpfte von der Plattform des Skiffs, von dessen Zustand er sich soeben überzeugt hatte. Als er an den drei Agamarianern vorbei lief, zeigte er ihnen freundlich die Hauer, aber nur Tarron Sindal nickte zurück. Die anderen beiden nahmen in wohl wahr, aber starrten in die Luft.

Der Cyborg war weder zu übersehen noch zu überhören, in puncto Einschüchterungspotenzial macht sich der Snivvian keine Sorgen, auch nicht um Kooperationswilligkeit, denn Kerrick schien davon sehr überzeugt zu sein. Einzig die Tragfähigkeit des Transportfahrzeugs war ein Punkt, den Oryll nicht in Ruhe ließ. Wenn das Ganze schief lief und sie ohne funktionierendes Skiff fliehen mussten, war der Wald mit seinem dichten Unterholz für das Metallwesen eine tückische Falle. „Mister Zarras, sind Sie soweit? Das Skiff ist bereit und wir können jederzeit starten!“, rief er dem Piratenführer zu.


Corporal Kinrich Oryll, mit Zarras, Piraten
Agamar | irgendwo in den Binka-Wäldern | Waffendepot | vor dem Depotbunker

Thema: Agamar
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23 Aug, 2014 18:12 27 Forum: Outer Rim

Agamar | irgendwo in den Binka-Wäldern | Waffendepot Usk 4513| Depotbunker |


Lieutenant Dors Kerrick, mit Zarras


An mehr als gesundem Selbstbewusstein mangelte dem mechanisierten Piratenanführer gewiss nicht. Wahrscheinlich würde jeder mit einem solchen Ersatzkörper ein solches übersteigertes Ego mitbringen. Und er behauptete prompt, schon einmal so was plattgemacht zu haben, bevor der Lieutenant die Einsatzdetails weiter ausführte. Jedenfalls konnte man ihm nicht vorwerfen, ihn zu dieser Aufgabe überreden zu müssen und auch nach Ende von Kerricks Vortrag war der Cyborg immer noch hochmotiviert.

Zitat:
Ich sach dazu, dat hatt zwar einige unliebsame Unbekannte in de' Gleichung, aber ick werd ih'n dies'n Trupp imps schon zu Breei hauen!
, versprach Zarras ihm im metallischen Brustton der Überzeugung, was der Brentaaler wohlwollend zur Kenntnis nahm. Schon wollte er sich erleichtert in seinen lädierten Schreibtischstuhl zurücksenken lassen, als dem Hünen aus Durastahl noch etwas einfiel, was er schon einmal in puncto Mitdenken dem Großteil seiner agamarianischen Mitstreiter voraushatte.
Zitat:
Chefe, sagn sie ich denk dat es wichtig wäre das wir stehts in kontackt bleeb'n können, haben sie irgen' Gerät das auch für mich diese aufgabe Übernehmen kann?


„Sie bekommen ein Comlink ausgehändigt, dass auf die Frequenzen dieses Platoons hier kalibriert ist. Wir können Sie also auch zur Not anpeilen, wenn Sie verhindert sein sollten, Mr. Zarras. Die andere Hälfte Ihrer Begleiter wird von Corporal Oryll angeführt, der ebenfalls den Kontakt mit uns und anderen Einheiten in der Gegend halten wird. Sobald Sie Ihre Männer ausgewählt haben und abmarschbereit sind, wird er sich Ihnen anschließen. Vielleicht ist es Ihnen möglich, dass einige der Läufer unversehrt in unsere Hände fallen, wenn es aber nicht anders möglich ist, als sie ‚platt zu machen’, dann ist es eben so . . . Ansonsten, wünsche ich Ihnen viel Erfolg, ich vertraue Ihrer Erfahrung“, sagte der Lieutenant abschließend. Er hoffte tatsächlich, dass der kybernetische Pirat ein paar Erfolge vorweisen konnte, denn der rechte Durchbruch war dem Widerstand noch nicht gelungen. So zählte eben jedes eroberte Depot, jedes militärische Vehikel der Imps, das entweder unbrauchbar gemacht oder konfisziert werden konnte und jede Information, die die Garnison in Calna Muun nicht erhielt.

Die einheimischen Rebellen mit ihrer eigentümlichen Art waren oft nicht dazu geeignet, schnell und präzise Schläge zu führen, manchmal schien es ihm sogar, als ob sie mit dem Status Quo auf eine verquere Weise zufrieden seien. Weshalb die Verantwortlichen im Oberkommando und die militärischen Berater der Staatschefin immer noch auf diese zähen kleinen Kriege bauten, war Kerrick sowieso schleierhaft. Aber er musste nun einmal das Beste daraus machen – und selbst wenn es mit einem zufällig hereingeplatzten Cyborg mit seiner Piratenhorde sein musste.



Lieutenant Dors Kerrick, mit Zarras
Agamar | irgendwo in den Binka-Wäldern | Waffendepot | Depotbunker


@Zarras: Ich stelle Dir dann mit Oryll einen NPC zur Begleitung und Schilderung der Umgebung, wenn Du möchtest.

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