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Thema: Der Geburtstags-Thread
Kyle Obdris

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14 Dec, 2016 20:07 06 Forum: Cantina

Wir möchten dich ja nicht vergessen, also in diesem Sinne:

Alles Gute nachträglich zum Geburtstag, Kadajj!

:party: :party: :party:

Thema: Arbra
Kyle Obdris

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02 Nov, 2016 18:27 01 Forum: Outer Rim

.~* Arbra *~* Irgendwo mitten im dichten Wald *~* Lichtung beim Baumhaus *~* Provisorisches Camp *~.
Kyle mit Horai, Ormir, Arias, Athelas, Corbin, Kimok und Jowtharr


Sie hatten gemeinsam ein provisorisches Camp in der Nähe von Kyles Baumhaus errichtet. Dies war ohnehin ihr Ziel gewesen, zumindest wenn es nach dem Waldläufer gegangen und nicht immer wieder noch eine unverhoffte Begegnung hinzu gekommen wäre. Von der Höhle, die bis dato als Unterschlupf gedient hatte – mehr dem schlechten Wetter geschuldet, als geplant –, war es lediglich noch ein Halbtagesmarsch zu Fuß. Das Lager mit den Baumhäusern war noch lange nicht fertig, aber es war endlich eine der ersten Nächte, die man genießen konnte. Kyle saß in seiner Hütte, vieles erinnerte ihn an seinen alten Meister und er dachte an die letzten Tage zurück.

Er war alleine mit Corbin, Arias und Athelas schon vorgegangen, denn Horai hatte sie beauftragt, dass alle vier gemeinsam einen passenden Ort für ein Lager suchen und dort bereits mit dessen Errichtung beginnen sollten. Der Avioide hatte dem Waldläufer für diese Aufgabe die Führung der Gruppe übertragen, da er sich am besten auskannte. Seine Begeisterung hielt sich in Grenzen, denn er traute dem Veteranen einfach nicht und auch die Antipathie des anderen Vogelwesens ihm gegenüber war ihm nicht verborgen geblieben. Bei Athelas hatte er es nie so recht einschätzen können, aber er war noch der angenehmste Genosse in diesem kleinen Stoßtrupp. Kyle hatte versucht, sich mit der Situation zu arrangieren. Während des Aufbaus des Lagers war der hitzköpfige junge Mann oft in Gedanken bei dem Vogelmann; sie hatten ihn mit Ormir und dem Neuen, diesem Kimok, zurückgelassen, weil sie der Spur nachgehen wollten. Ihm gefiel das alles nicht, dass sie sich getrennt hatten. Außerdem war Horai meist der einzig effektive Schlichter zwischen Corbin und ihm gewesen. Und es würde mit Sicherheit genug Situationen geben, die für Konfliktstoff sorgten, denn er wusste, dass es dem Mandalorianer nicht gefallen würde, dass der Waldläufer in dieser Situation das „Sagen“ hatte, doch es war die beste Lösung, sonst hätte der Avioide es nicht so vorgeschlagen bzw. der kleinen Gruppe auf diese Art und Weise die Aufgabe übertragen.

Nach einem guten weiteren Tag erreichten auch die noch fehlenden Gruppenmitglieder das langsam wachsende Camp, sie hatten einen großen zotteligen Fellträger im Schlepptau. Kyle versuchte den anderen so gut es ging zu erklären, wie man die Baumhäuser am besten errichtete. Er hatte es damals von Gun Ti Rhea gelernt, wie viele andere Dinge. Und erstaunlicherweise klappte die Zusammenarbeit sehr gut, sogar zwischen dem verbitterten Veteran und ihm. Sie kamen ohne größere Reibereien aus. Athelas, Corbin und er, kümmerten sich vorwiegend um die schwereren Arbeiten und Arias war eine große Hilfe beim Decken der Dächer. Jeder versuchte sich individuell einzubringen, oder besser gesagt hatte Horai ein geschultes Auge dafür, wo man wen einsetzen konnte. So nahm das Lager, auch wenn es weiterhin sehr spartanisch wirkte, langsam Gestalt an und wurde wohnlicher. Nach einem furchtbar langen und harten Arbeitsag trafen sie sich alle noch einmal im Zentrum des Camps um das Feuer für eine gemeinsame Mahlzeit, die Ormir aus den spärlichen Vorräten bereitet hatte. Lange blieb der Waldläufer an diesem Abend nicht, er war sehr erschöpft und deshalb einer der ersten, der sich zurückzog, um sich hinzulegen.

Die Gedanken an den heutigen Tag und die letzten davor, hielten ihn allerdings noch lange wach. Zu viel war in seinem Kopf, sodass er keine wirkliche Ruhe fand. Einige Zeit später – Kyle hatte jegliches Zeitgefühl verloren und wusste nicht wie lange er mit offenen Augen so dort gelegen hatte – wurde der junge bärtige Mann dann doch langsam schläfrig, bis aus nicht so weiter Entfernung, es klang tatsächlich, als wäre es direkt über ihm, ein lautes Tosen und Krachen zu hören war. Man hörte wie das Holz barst. Da musste etwas Großes in ein paar Bäume gekracht sein. Der Waldschrat erhob sich, trat heraus aus seiner Hütte und schaute von dort hinunter ins Lager. Alle schienen es mitbekommen zu haben, denn sie kamen nach und nach aus den Hütten, die sie schon errichtet hatten. Lediglich den mandalorianischen Veteranten konnte er gerade noch in den Wald verschwinden sehen. Als Kyle in die Richtung blickte, in die Corbin lief, konnte er nur wenige hundert Meter entfernt ein orangefarbenes Flackern und Leuchten erkennen. Unten herrschte bereits eine gewisse Hektik, dieser Kimok sprach dort mit Ormir, der ziemlich nah bei ihm stand. Als Horai bei ihnen angelangt war, forderte er den Kerl mit der ledrigen Haut auf, dass er Corbin folgte. Er rief ihm noch nach, dass er und der Mandalorianer vorerst keinen Gebrauch von ihren Lichtschwertern machen sollten, dann bat er den Rest hier im Lager zu bleiben, während er selbst auch in den Wald verschwand.

Horai hat gesagt, wir sollten wachsam bleiben, deshalb sollten wir uns wappnen für was auch immer. Es ist jedenfalls äußerst seltsam, dass sich die Begegnungen hier nun häufen, nachdem ich jahrelang hier in Abgeschiedenheit verbracht habe.“, merkte Kyle an und hatte seinen Bogen griffbereit, um das Lager zu verteidigen. Seine Augen kundschafteten die Umgebung rund um das Lager aus. Der Fackelschein aus dem Zentrum erhellte ihr Sichtfeld, doch alles dahinter lag in völliger Dunkelheit und aus gefühlt allen Himmelsrichtungen drangen Aufsehen erregende Geräusche an ihre Ohren. Der Waldläufer wandte sich mit einer Frage an Athelas: „Meinst du dieser imperiale Aufklärungsdroide könnte, trotz dass du ihn zerstört hast, noch zu einem Problem für uns werden?“

Kyle mit Ormir, Arias, Athelas und Jowtharr
.~* Arbra *~* Irgendwo mitten im dichten Wald *~* Lichtung beim Baumhaus *~* Provisorisches Camp *~.

Thema: Der Geburtstags-Thread
Kyle Obdris

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11 Jul, 2016 12:12 21 Forum: Cantina

Vielen Dank für den lieben Geburtstagsgruß lolli

Thema: [SW:TOR] No Light Without Shadow
Kyle Obdris

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[SW:TOR ]No Light Without Shadow 13 Jun, 2016 21:46 25 Forum: Partner-RPGs des SW:NF


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Thema: [Read only] Updates
Kyle Obdris

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03 May, 2016 00:13 32 Forum: Das Rollenspiel

Löschung aufgrund von Inaktivität/nicht erfolgter Kontaktaufnahme

  • Wumdiwams

  • Datak Tar

  • Tiric Midanyl

  • Thopos

  • Varac Odea

Thema: [Read only] Updates
Kyle Obdris

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25 Apr, 2016 22:08 26 Forum: Das Rollenspiel

Löschung aufgrund von Inaktivität/nicht erfolgter Kontaktaufnahme

  • Sabik Stistis

Thema: Vorstellungsthread
Kyle Obdris

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06 Apr, 2016 15:03 53 Forum: Cantina

Herzlich Willkommen Beshkar,

und vielen Dank für deine nette Vorstellung. Schön, dass du zu uns gefunden hast mit leichtem Stupsen von Kadajj *kicher*

Ich freue mich schon sehr auf deine Posts und bin gespannt, wie du dich mit deinem Charakter einbringen wirst.

Ich wünsche dir viel Spaß und vielleicht kreuzen sich ja die Wege unserer Charaktere sogar.

Liebe Grüße
Kyle/Alyssa

Thema: Arbra
Kyle Obdris

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12 Feb, 2016 02:49 36 Forum: Outer Rim

.~* Arbra *~* Irgendwo mitten im dichten Wald *~* Lichtung mit Wasserfall *~.
Kyle mit Horai und versteckt Jowtharr


Der junge Mann kniete auf dem feuchten Waldboden und untersuchte die Fährte näher, gleichzeitig hielt er die Augen offen und sondierte die Umgebung; weit weg konnte das Wesen nicht sein, dem die Fußspuren gehörten. Horai stimmte ihm zu, dass sie nicht zu einem Tier oder Wesen gehörten, das auf diesem Planeten heimisch war. Kyle befingerte den Fußabdruck.
„Das Wesen hat kräftige Pranken.“, stellte er fest und teilte es dem Avioiden sogleich mit, „Außerdem besitzt es beeindruckende Krallen, wenn man die Fährte genauer betrachtet, allerdings sind die Fänge durch irgendetwas abgestumpft.“ All diese kleinen Details konnte er anhand der Spuren gut erkennen und es lieferte ihnen wertvolle Informationen. „Habt Ihr eine Vermutung, was es für ein Wesen sein könnte?“


Ihre Suche wurde jäh unterbrochen, als laute Rufe vom Wasserfall herüber schallten. Als Kyle sich erhob, um zu sehen, wer nach ihnen gerufen hatte, erkannte er Athelas und den Rest der Gruppe. Jetzt war auch der letzte Funke Hoffnung erloschen, denn unter Garantie hatten sie durch ihr lautes Gebrüll das Wesen verschreckt. Nachdem sie die Distanz zwischen sich beseitigt hatten, teilte der furchgesichtige Kapuzenträger ihnen mit wie erleichtert er sei, sie gefunden zu haben. Irgendetwas musste vorgefallen sein und er hielt auch nicht lange mit der Erklärung hinterm Berg. Athelas war während seines Erkundungsstreifzuges im Wald auf einen imperialen Aufklärungsdroiden gestoßen, er konnte ihn zwar unschädlich machen, aber vielleicht konnte er bereits gesammelte Informationen weiterleiten. Mit Hilfe eines Emitters von Corbin, haben sie dann in Täuschungssignal erzeugt und die Höhle verlassen. Doch vermutlich steckten sie alle in Schwierigkeiten. Das würde alles davon abhängen, wie viel und vor allem, was für Informationen der Droide weiterleiten konnte. Alles deutete auf Schwierigkeiten hin, schließlich mussten sie vom Schlimmsten ausgehen. Horai hatte eine ähnliche Sichtweise. Bis auf Kyle waren alle hier mehr oder weniger zufällig gelandet, da wunderte es ihn nicht, dass der Avioide fragte, ob sie auf der Flucht vor dem Imperium waren oder verfolgt worden sind. Außerdem interessierte ihn, ob sie mit großen Raumern angekommen sind. Gleichzeitig setzte er die anderen darüber in Kenntnis, dass er und der Waldmensch der Spur eines Wesens folgten, das sich ganz in der Nähe befinden musste. Der Vogelmensch dachte in diesem Moment vielleicht genau denselben Gedanken, aber konnte das fremde Wesen, das so viele Spuren hinterlassen hatte, in Verbindung mit dem Droiden stehen.

Corbin war es schließlich, der Horai als erster erzählte, wie er den Planeten betreten hatte. Laut seinen eigenen Ausführungen haben Schmuggler ihn hier abgesetzt. Er faselte etwas von Kopfgeldjägern und Hutten; mit diesen Worten wusste Kyle nicht viel anzufangen. Sein Meister hatte ihm zwar einiges erzählt über die Galaxis, aber er konnte keine der hier anwesenden Spezies, abgesehen von Corbin und Ormir, identifizieren und manche Worte hörte er einfach zum ersten Mal. Weiterhin meinte der Kerl, mit dem der Waldläufer einen so schlechten Start gehabt hatte, er wollte die Schmuggler kontaktieren, damit sie ihn auf ihrem Rückflug wieder einsammeln würden. Athelas versicherte, er habe seit Monaten nichts mehr mit imperialen Streitkräften zu tun gehabt und auch das Raumschiff, was ihn hergebracht hatte, musste nun schon weit genug weg sein.

Plötzlich wurde die Stille nach den vorangegangenen Gesprächen von einem krachenden Lärm durchbrochen. Es war zwar nicht laut, wenn man all die Nebengeräusche hier im Wald berücksichtigte, aber dennoch seltsam. Kyle versuchte die überflüssigen Töne auszublenden und konzertierte sich auf das gar nicht so ferne Klackern… Tock tock… Tock tock…
Es hörte sich an wie ein Zapfen, der krachend von der Krone eines Baumes durch das Geäst hinab fiel und dabei einfach jeden Ast lautstark mitnahm.
„Habt ihr das gehört? Das Wesen ist noch in der Nähe und jetzt hat es sich uns offenbart, uns einen Hinweis hinterlassen.“, der Waldläufer zeigte in die Richtung, von wo er das Fallen des Zapfen vernommen hatte. Corbin hatte seinen Blaster gezückt und beäugte misstrauisch das Geäst über ihnen, er hatte es also auch gehört.


Bevor sie sich jedoch dem Wesen zuwenden konnten, ertönte hinter ihnen ein knappes „Ich grüße Euch.“. Kyle wirbelte herum, alle waren überrascht ob des Neuankömmlings. Natürlich regte sich automatisch das Misstrauen in dem jungen Mann, der schon seit er denken kann hier auf Arbra weilt. Trotzdem war die Situation anders, verglichen mit der Begegnung mit Corbin. Der Fremde war auf sie alle zugegangen und hatte seine Kapuze abgenommen. Seine Haut wirkte ledrig und an einigen Stellen ragten hornige Stacheln hervor, seine Augen waren schwarz und lagen in tiefen Augenhöhlen. Der Waldläufer hatte so ein Wesen nie gesehen und hätte es, aufgrund der ledrigen Haut, am ehesten mit einer Echse verglichen. Nach längerer Betrachtung wusste er jedoch, dass der Fremde nicht das Wesen war, was sich vor ihnen versteckt hatte, denn der Neuankömmling hatte kein Fell und das andere Wesen hatte eindeutig Fellspuren hinterlassen.

Athelas war der erste, der sich entspannte, seinen Kampfstab senkte. Auch Corbin steckte seinen Blaster, den er wegen des Geräuschs im Geäst gezogen hatte, wieder ins Halfter zurück und begrüßte den Fremden mit einem stummen Nicken. Athelas war auch der erste, der mit dem Echsenwesen sprach. Scheinbar glaubte er nicht mehr an einen Zufall und deshalb sagte er ziemlich frei heraus, was er dachte: „Lasst mich raten. Ihr seid ein Jedi und die Macht hat euch hergeführt?“ – zumindest machte es den Eindruck. Es war wohl wirklich nichts von dem Neuen zu befürchten und Kyles Griff um den Bogen entspannte sich und auch er nickte kurz angebunden, wollte dann den Fokus jedoch wieder auf das Wesen lenken, was sich immer noch vor ihnen verbarg.

„Wir sollten unseren gefundenen Spuren und dem Geräusch im Geäst nachgehen.“

Kyle mit Horai, Ormir, Arias, Athelas, Corbin, Kimok und versteckt Jowtharr
.~* Arbra *~* Irgendwo mitten im dichten Wald *~* Lichtung mit Wasserfall *~.

Thema: Arbra
Kyle Obdris

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29 Dec, 2015 15:39 30 Forum: Outer Rim

.~* Arbra *~* Irgendwo mitten im dichten Wald *~* Lichtung mit Wasserfall *~.
Kyle mit Horai Mido und versteckt Jowtharr


Die Informationen, die Horai ihm bieten konnte waren recht spärlich. Es war lediglich eine vage Vermutung, nichts als ein Erinnerungsfunke, doch spürte Kyle in der Aussage des Vogelwesens wahres, aufrichtiges Mitleid. Er würde sich weiter mit den Tagebüchern begnügen müssen, die ihm sein Meister hinterlassen hatte. Vielleicht hatte es aber auch seine guten Seiten, dass er nicht alles über seine Vergangenheit wusste, schließlich ist es ihm bis zu diesem Zeitpunkt immer gut ergangen auf diesem Planeten. Sogar die letzte Zeit hatte er gut bewerkstelligt, trotz der Einsamkeit. Nur warum musste es ausgerechnet Corbin gewesen sein, mit dem der Jedi eine gemeinsame Vergangenheit teilte. Der Waldmensch versuchte ein wenig von seiner Niedergeschlagenheit loszuwerden, indem er das Gespräch auf seine Verletzung lenkte. Horai hatte dort wirklich hervorragende Arbeit geleistet und es interessierte ihn tatsächlich.

Der Avioide erklärte kurz und in groben Zügen wie er die Wunden des Waldläufers versorgt hatte. Da es ein komplizierter Vorgang war, bei dem er sich sogar in eine Meditation versetzen musste, wie er schilderte, würde er Kyle später mehr erklären. Vielmehr forderte die neue Präsenz ihre volle Aufmerksamkeit. Man konnte schließlich nicht wissen, ob ihr heimlicher Beobachter harmlos war oder, ob von ihm Gefahr ausging. Der bärtige Mann ließ genau wie der Jedi noch einmal seine Machtsinne die Umgebung abtasten, doch nichts war mehr zu spüren, als ob sie das Lebewesen verschreckt hätten. Enttäuscht suchte er noch einmal mit seinen Machtfühlern und gab schließlich resigniert auf. „Du brauchst keine Machtsinne, um jemanden ausfindig zu machen. Setze dein Vertrauen in all deine Fähigkeiten. Es ist nicht nur die Macht, die dir Stärke verleiht. Du kennst den Wald gut.“ Kyle blickte sich verwundert um, denn er dachte der Jedi-Scout hätte zu ihm gesprochen und fragte ihn dann, als er merkte, dass Horai es nicht war: „Habt Ihr das gehört?“ Ohne wirkliche eine Antwort zu erwarten, schlug er den Weg zum Wasserfall ein, so wie der Jedi es vorgeschlagen hatte. Vielleicht vermutete er, dort etwas gespürt zu haben. Kyle ging stumm voran, denn der Planet war seine Heimat und auch, wenn er dem Vogelmann noch nicht ganz traute, wollte er nicht, dass er in eine seiner Fallen tappt; schließlich verdankte er dem Avioiden sein Leben. Außerdem vermutete der Waldläufer, dass das Wesen Spuren hinterlassen haben könnte.

Kyle schritt langsam voran und versuchte sein Möglichstes, Geräusche zu vermeiden, die die beiden verraten könnten. Sie näherten sich vorsichtig dem Wasserfalls und plötzlich hielt der Waldmensch inne und blickte sich um. An einem Strauch entdeckte er ein Haarbüschel, die dem Wesen gehören könnten, was sich vor ihnen versteckte. Er nahm die gekringelten Haarsträhnen von den Ästen ab und reichte sie wortlos an Horai. Der bärtige Waldläufer wurde das Gefühl nicht los, dass sich das Wesen immer noch in der Nähe befand. In der Nähe des Strauchs, wo er die Fellreste gefunden hatte, suchte er nach Fußspuren und er konnte leichte Vertiefungen im feuchten Sediment erkennen. Der Regen der letzten Nacht hatte den Boden aufgeweicht, sodass hinterlassene Spuren gut erkennbar waren. Er drehte sich kurz zum Avioiden um und bedeutete ihm, dass sie nun nicht mehr sprechen sollten und zeigte ihm dann die Fußspuren. Dann zeigte Kyle auf mehrere Bäume und Büsche und zuckte schließlich mit den Schultern. Er wusste nicht, ob der Vogelmann dies verstand, aber hoffte darauf. Sie bewegten sich weiter und der Einheimische suchte weiter aufmerksam nach anderen Indizien, die das Wesen hinterlassen haben könnte. Schließlich entdeckte er einem Baum, dessen Rinde mit leichten Kratzspuren versehen war.

„Die hier stammen von keinem Tier, das hier heimisch ist.“, Kyle deutete auf die Kratzer an der Baumrinde, „Nichts, was hier lebt, besitzt solche Klauen. Die Fauna hier ist friedfertig, auch wenn Ihr und Athelas andere Erfahrungen gemacht habt.“, flüsterte er dem Jedi zu. „Das Wesen muss ganz in der Nähe sein.“

Kyle mit Horai Mido und versteckt Jowtharr
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Thema: Star Wars-Bilderthread
Kyle Obdris

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26 Dec, 2015 19:25 11 Forum: Cantina



Die Schlagzeile in den HNN könnte lauten: "Jedi-Rätin mit regenbogenfarbenem Lichtschwert missbraucht Jünglinge und Padawane."

Thema: Arbra
Kyle Obdris

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17 Oct, 2015 00:00 30 Forum: Outer Rim

.~* Arbra *~* Irgendwo mitten im dichten Wald *~* Lichtung mit Wasserfall *~.
Kyle mit Horai Mido


Er kniete auf dem feuchten bemoosten Boden direkt am Rand des Beckens, in das das Wasser der Kaskaden hinab fiel und blickte unmittelbar in sein Angesicht, das sich aufgrund der unruhigen Wasserbewegung leicht bewegte. Horai stand hinter ihm und Kyle konnte nicht sehen, was er tat. Der Avioide bemerkte nach wenigen Augenblicken, an was für einem wundervollen Ort sie waren. Der Waldläufer lächelte und konnte sehen, wie sich ebendiese Züge auf sein Spiegelbild auf der Wasseroberfläche stahlen. Dann erhob er sich und drehte sich zu seinem gefiederten Begleiter um. Der Jedi sondierte die Umgebung und ließ alle Eindrücke auf sich wirken. Seine Augen lagen gespannt auf Horai, denn er ließ sich ein wenig Zeit mit der Beantwortung seiner Frage, ob er seinen Meister gekannt habe. Wenn sie sich kannten, könnte das Vogelwesen ihm vielleicht etwas über seine Herkunft verraten oder seine Vergangenheit. Möglicherweise kannten sie sich aber auch nicht und er suchte lediglich nach den richtigen Worten ihm dies zu sagen.

„Mir kommt dieser Name vage bekannt vor, kann es sein, dass es ein nautolanischer Name ist?“, fragte er und Kyle nickte zustimmend, woraufhin er fortfuhr: „Ich hatte einige nautolanische Bekannte, auch einen Gun sogar, aber sein Nachname war Laosi… ein sehr eigenwilliger junger Mann. Zumindest damals als ich jung war.“ Das alles schien nicht wirklich auf seinen Mentor zu passen und der bärtige Kapuzenträger konnte sich auch nicht vorstellen, warum Gun Ti Rhea einen anderen Namen angenommen hätte. Für Corbin war diese Begegnung glücklicher verlaufen, dachte er niedergeschlagen. Um nicht ein gekünsteltes Lächeln aufsetzen zu müssen, wandte er sich ab und wollte sich gerade sein Oberteil ausziehen, als Horai ihn mit einer seltsamen Frage unterbrach: „Spürst du das auch?“, fragte der gefiederte Jedi und Kyle zog sich wieder richtig an und sein Blick durchwanderte die Umgebung. „Dort muss jemand sein… kein Tier… ein intelligentes Wesen…“, bemerkte der Avioide. Seine Augen konnten nichts entdecken und auch beim weiteren Hinsehen, war nichts auszumachen. Kyle öffnete seinen Geist und tastete vorsichtig mit der Macht die Umgebung ab. „Ich kann in der Macht nichts Auffälliges fühlen, aber mir ist, als würden wir beobachtet werden.“, entgegnete er, „Wer auch immer es ist, ich würde ihm raten etwas Acht zu geben, da ich die Umgebung der Orte, wo ich häufig bin, mit Fallen gesichert habe, zwar eigentlich mehr zu Jagdzwecken, aber gegen unerwünschte Eindringlinge wirken sie ebenfalls...“, fügte er hinzu, „… und ab und zu tappt man auch mal selbst in eine eigene Falle.“, stellte er ernüchternd fest, indem er an seine Verletzung dachte.

Der bärtige Eremit ließ noch einmal ausgiebig den Blick über seine Umgebung schweifen. Er konnte mittlerweile viele Dinge erkennen, obwohl sie sich im Schutz der Pflanzen versteckten, aber dieses eine Mal konnte auch er nichts entdecken. Nachdem er sich dieses zweite Mal vergewissert hatte, dass er auch nicht übersehen hatte, blickte er auf seinen rechten Unterschenkel und dann zu Horai. „Ich spüre es zwar noch gelegentlich, aber äußerlich ist rein gar nichts mehr zu erkennen. Wie habt Ihr das gemacht?“, es war das einzige, was ihm einfiel, denn worüber hätte er sonst mit dem gefiederten Jedi sprechen sollen. Das Gesprächsthema ‚Sein alter Meister‘ hatte sich schließlich erschöpft, da der Avioide ihn nicht kannte. Zu gerne hätte er einen alten Freund oder Ordensbruder von Gun Ti Rhea kennengelernt, der ihm vielleicht sogar etwas über ihn selbst hätte erzählen können. So blieb ihm nur das Tagebuch seines verstorbenen Meisters.

Kyle mit Horai Mido und versteckt Jowtharr
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Thema: Arbra
Kyle Obdris

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19 Aug, 2015 21:39 08 Forum: Outer Rim

.~* Arbra *~* Irgendwo mitten im dichten Wald *~* am Höhleneingang *~.
Kyle alleine


Seine Lungen füllten sich mit der frischen Luft, die seinen müden Körper belebte. Dieser tiefe Atemzug gewährte ihm mehr Erholung als die vergangene Nacht. In diesem Moment genoss er die Einsamkeit, konnte die Welt um sich herum mit allen Sinnen auf sich wirken lassen. Sicher vermisste er seinen alten Meister sehr, doch hatte Kyle lange genug alleine gelebt und sich an die eremitische Lebensweise gewöhnt. Mit geschlossenen Augen konzentrierte sich der Waldläufer mehr auf das, was hören und riechen konnte. Man konnte es kaum glauben, wie voller Leben der Wald schon so früh am Morgen war. So hörte er auch die Schritte, die sich von der Höhle her näherten und er öffnete langsam wieder die Augen. Als er zur Seite blickte, konnte er sehen, dass Horai neben ihm stand. Nach einer kurzen Weile, während dieser der Vogelmann seinen Blick über den Wald schweifen ließ, erzählte er dem bärtigen jungen Mann, dass er zu einer Laufmeditation aufbräche und fragte ihn, ob er ihn begleiten wolle, damit er wieder sicher zurückkehrte. Kyle nickte und willigte ein, denn scheinbar würde niemand weiteres aus der Höhle sie begleiten. Athelas war kurze Zeit vorher, alleine, an ihnen vorbei in die entgegengesetzte Richtung aufgebrochen.

Während ihres meditativen Streifzuges durch die Wälder Arbras gingen sie stets nebeneinander her und trotzdem lenkte der Kapuzenträger den Jedi in eine vorherbestimmte Richtung. Ihm schwebte ein bestimmter Ort vor, zu dem er Horai führen wollte. Sie unterhielten sich nicht viel auf dem Weg, aber es sollte schließlich auch eine Art Meditation sein. Dabei zeigte sich der Wald in all seiner Schönheit. Von den Blättern der Pflanzen perlten letzte Regen- und Tautropfen ab und Vogelgezwitscher lag in der Luft. Man konnte das Gehölz einfach mit all seinen Sinnen erleben. Alles war gut zu hören, denn das feuchte Moos dämpfte ihre Schritte. Die Farne hatten sich noch nicht komplett aufgerichtet nach dieser stürmischen Nacht, weshalb der Weg nicht allzu beschwerlich war.

„Hier entlang…“, grummelte er leicht vor sich hin, ohne dass es wirklich unhöflich erschien und wies dem Avioiden den Weg. Als Horai von Meditation sprach, waren ihm sofort zwei Orte in den Sinn gekommen, doch der eine Ort war noch zu weit weg. Also wollte Kyle ihn zu dem anderen Ort führen. Dieser war nicht weit entfernt von der Höhle. Je näher sie kamen, desto deutlicher wurde das Rauschen, das vom Tosen des Wasserfalls herrührte. Es hatte so eine beruhigende Wirkung und in der Luft konnte man eine Frische erahnen, wenn man sich auf seinen Geruchssinn konzentrierte.
Für den Waldläufer war dieser Ort so wunderbar. Er sprach einfach jeden Sinn an; das Glitzern, dass sich in den Kaskaden spiegelte für das Auge, das Tosen und Rauschen für das Ohr, der frische Duft für die Nase, der kühle und erfrischendes Geschmack, wenn man davon trank und das kalte Stechen des Quellwassers auf der Haut, wenn er auf dem Stein inmitten des Wasserfalls meditierte.


Nachdem sie dem Pfad noch etwa zweihundert Meter gefolgt waren, hatten sie einen perfekten Blick auf die malerische Kulisse. Kyle blieb stehen und genoss jeden einzelnen Augenblick und war gespannt auf Horais Reaktion.
„Wenn ich die Zeit finde, einen längeren Weg in Kauf zu nehmen, meditiere ich gerne hier an diesem Ort.“, erzählte er mit ruhiger Stimme.
Dann schwieg er wieder und ließ das Naturschauspiel auf sich wirken. Der Waldläufer war in Gedanken und überlegte, ob der Avioide möglicherweise noch mehr Jedi kannte oder gekannt hatte. Schließlich kannte er Corbin und dessen Meister auch. Vielleicht kannte er ja auch…


„Entschuldigt bitte, dass ich frage, aber kanntet Ihr einen gewissen Gun Ti Rhea?“

Kyle mit Horai Mido
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Thema: Der SW-Video Thread
Kyle Obdris

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09 Jul, 2015 19:58 19 Forum: Cantina



Ganz lustig das Video, aber die Musik geht gar nicht...

Thema: Der Geburtstags-Thread
Kyle Obdris

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08 Jul, 2015 23:29 23 Forum: Cantina

Vielen Dank für die Glückwünsche :beer:

Thema: Arbra
Kyle Obdris

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20 May, 2015 21:25 50 Forum: Outer Rim

.~* Arbra *~* Irgendwo mitten im dichten Wald *~* in der Höhle *~.
Kyle mit Horai Mido, Ormir Taragon, Arias, Athelas und etwas entfernt Corbin


Der Waldläufer verharrte weiterhin in der Hocke, denn sein Gegenüber machte keinerlei Anstalten, seine Waffe zu deaktivieren, wie er es gefordert hatte. Er hielt sie lediglich gesenkt. Generell schenkte er Kyle vorerst keine weitere Aufmerksamkeit, sondern wandte sich Athelas zu und antwortete ihm in einer ebenfalls merkwürdigen Sprache auf das, was der hochgewachsene Kampfstabträger gesagt hatte. Es war gut möglich, dass es sich um gleiche Sprache handelte. Schön, dass die beiden sich zu verstehen wussten, doch der junge Kapuzenträger verstand nicht ein Wort, was seinen Argwohn nicht minder schürte. Man konnte es ihm deutlich ansehen, dass ihm die ganze Angelegenheit hier nicht gefiel. Außerdem hegte er eine spürbare Antipathie, wenn nicht noch deutlich negativere Gefühle, gegen diesen Möchtegern-Usurpator. Diese Überheblichkeit, diese Anmaßung, der Planet würde ihm gehören und wie er sich schließlich bei den anderen anbiederte, indem er vorgab, ein gute Gastgeber zu sein, widerte Kyle zutiefst an. Wie konnten sie nur auf eine solche Person hereinfallen, die so abgrundtief falsch war hinter ihrer Fassade aus geheucheltem Respekt. Er kannte diesen Fremdling zwar noch nicht sonderlich lange und konnte sich auch täuschen, doch der erste Eindruck und sein Instinkt hatten ihn bisher noch nie enttäuscht.

Einer nach dem anderen nahm die Einladung an und dran tiefer in das Innere der Höhle vor. Athelas ging mit seinem leuchtenden Stab voran und der Rest folgte. Als es an Horai war, den kleinen Durchgang zu passieren, verneigte sich dieser Wichtigtuer in dessen Richtung. Kyle rang innerlich mit sich, denn ihm gefiel die Vorstellung, die Höhle zu betreten nicht im Geringsten. Er wollte möglichst als Letzter hineingehen und es kam ihm so vor, als würde dieser Kerl peinlich genau darauf achten, dass dies auch der Fall war. Als nur noch die beiden alleine waren, nahm er sich Kyle zur Brust: „Bei allem Stolz sollte man niemals vergessen, wo der eigene Platz ist und wessen Beispiel man folgen sollte. General Mido ist ein gutes Beispiel. Entehrt ihn noch einmal und Ihr könnt draußen schlafen, verstehen wir uns?“ Der Waldläufer hielt, während der Fremde mit ihm sprach, die ganze Zeit den Augenkontakt, ohne zu blinzeln und antwortete zunächst nicht, obwohl ihm die Worte bereits auf der Zunge lagen. Er ließ den anderen vor und folgte ihm in sicherem Abstand ins Innere der Höhle, wo er sein Lichtschwert schließlich deaktivierte. Es mochte vielleicht eine Minute vergangen sein vielleicht auch weniger als eine Minute, als Kyle sich doch dazu entschied ihm zu sagen, was er von seiner Ansprache hielt: „Mir gefällt dein Ton nicht!“

Mit diesen Worten verzog er sich in eine Ecke der Höhle etwas abseits der Gruppe und setzte sich an auf den Boden und lehnte sich an die Wand an. Die Höhle war erleuchtet und der Bogenschütze hatte von seinem Platz aus einen guten Überblick und konnte diesen Eindringling im Auge behalten. Er konnte gut auf seine Gastfreundschaft verzichten und beobachtete wie er eine Thermozelle zündete. Lieber wäre er jetzt in alleine gewesen in seinem Baumhaus. Erneut erhob sich die kalte Stimme, die sich schon zu oft im Ton vergriffen hatte: „Nehmt was ihr braucht. Das Unwetter wird sich noch eine Weile anhalten. Heute verlässt niemand mehr diese Höhle.“

Wie selbstverständlich er es ansah, diese Gruppe nun zu leiten und allen Befehle zu erteilen; Kyle wäre am liebsten gegangen, doch die Höhle bot zurzeit den einzigen Schutz vor dem Unwetter, da sein Lager zu weit entfernt lag. Die anderen fingen an miteinander ins Gespräch zu kommen, der Kapuzenträger hingegen versuchte ein wenig zu schlafen, doch lauschte er noch lange den Worten mit geschlossenen Augen, da er hier keine erholsame Ruhe finden würde. Es waren zunächst hauptsächlich Horai und dieser Fremde – Cory –, wie das Vogelvieh ihn nannte, die miteinander sprachen. Der Avioide war sehr daran interessiert wie dieser Eindringling und alle anderen auch hierher gefunden hatten und scheinbar auch an einer Sache, die einer bei sich trug und ‚Holocron‘ hieß. Von so etwas hatte Kyle noch nie gehört, aber vorher auch; viele Dinge waren einfach neu für ihn, seitdem er auf diese Gruppe getroffen war. Der Fremde stellte dann zunächst einmal richtig, dass er ‚Corbin‘ hieß und nicht ‚Cory‘. Bei seiner Geschichte hörte er nur halbherzig zu, ihm war viel wichtiger, wann dieser Parasit wieder verschwinden würde – am besten möglichst bald. Nachdem Corbin mit seiner Geschichte geendet hatte, erklärte Horai denen, die es hören wollten, woher sie sich kannten.

Als Corbin geendet hatte, nahm Athelas das Wort an sich, wobei er die Angewohnheit hatte teilweise in die seltsame Sprache abzuweichen, auch wenn es sich nur um ein paar Worte handeln konnte, als er mit dem Avioiden sprach. Anscheinend war er es, der dieses ‚Holocron‘ bei sich trug. Es musste irgendetwas mit den Jedi zu tun haben, denn das Furchgesicht erzählte, dass er nie hatte lesen können, was darin verborgen gewesen war. Und einmal mehr fiel dem Waldläufer auf, wie wenig er doch darüber wusste, was er war. Dann lenkte Athelas das Gespräch dahingehend, dass er der Gruppe erzählte, dass ihn ebenfalls eine Vision hergeleitet habe und wo seine Heimat – Concord Dawn – lag. Dann schwieg er. Arias und auch Ormir schwiegen zunächst über ihre Herkunft und die Gründe, die sie hergeführt hatten.

Kyle blieb weiter in seiner im Halbdunkel liegenden Ecke hocken, wo nur wenig Wärme der Thermozelle hin drang. Er wollte nicht zu den anderen, die sich dagegen entschieden hatten ihm zu vertrauen und stattdessen nun diesem Heuchler ihr Vertrauen schenkten. Nie zuvor hatte er solch negative Gefühle gespürt oder sich dazu hinreißen lassen, diese zuzulassen. Er hatte seinen Meister enttäuscht; er war doch sonst immer so kontrolliert gewesen. Der Waldläufer murmelte mehr in sich hinein, als für die anderen hörbar: „Vergebt mir Meister. Doch ich könnte Euch nun wirklich gebrauchen und Ihr seid nicht mehr bei mir.“ Dieser Hilferuf, der Gedanke an den Nautolaner betrübte ihn sehr und er merkte wie ihn immer mehr die Müdigkeit überkam. Doch, bevor diese ihn gänzlich übermannte, wollte er noch seinen Geist verschließen. Gun Ti Rhea hatte viel Wert darauf gelegt, dass sein Schüler diese Technik nahezu perfekt beherrschte und ihm erklärt, warum es so wichtig war. Er pflegte zu sagen, dass ein ungeschützter Geist schwach war und ungewollt viel über einen preisgeben konnte. Ebenfalls rechtfertigte er die zahllosen Trainingseinheiten der geistigen Abschirmung mit der Zeit, in die Kyle hineingeboren war; eine Zeit, in der man jene verfolgte, die so waren wie sie. Also verschloss er seinen Geist, denn er war unsicher, wem er vertrauen konnte, zumal es ihm ohnehin schon schwer fiel. Kurze Zeit später, nachdem er seinen Geist abgeschirmt hatte, schlief er, den Bogen mit der linken Hand umklammert, ein.

Sein Schlaf war nicht sonderlich tief und so wachte er mehrmals zwischendurch auf und nickte nur wenige Sekunden später wieder Weg. Ob die anderen auch schliefen oder noch wach waren, wusste er nicht, aber wahrscheinlich schliefen sie auch. Wachposten waren hier nicht nötig, denn es ging von nichts eine Gefahr aus, ausgenommen vielleicht von diesem Eindringling, der sich in dieser Höhle eingenistet hatte. Das letzte Mal, wachte er auf, als er Stimmen im Schlaf gehört hatte, die seinen Namen gewispert hatten. Doch als er die Augen aufschlug, war nur leises Schnarchen und Röcheln aus der Richtung der anderen zu vernehmen. Da er nicht mehr schlafen konnte, richtete sich auf und schlich leise aus der Höhle, um zu sehen, ob der Regen nachgelassen hatte. Schon als er die Höhle weiter hinaufstieg, hörte er statt des Prasseln des Regens das Gezwitscher der ersten Vögel, die bereits vor Sonnenaufgang aktiv wurden. Als er dann an die frische Luft trat, nahm er einen tiefen Atemzug und seine Lungen füllten sich mit dem frischen Hauch des Waldes am Morgen. Es roch nach feuchtem Laub, frischen Holz und auch ein wenig erdig und modrig, doch Kyle mochte diesen Duft und er konnte alles um sich herum vergessen, selbst all die negativen Gefühle waren in diesem Moment von der Waldluft wie weggeblasen durch einen Windstoß. So, als ob das Gehölz einfach seinen reinigenden Odem freigelassen hätte.

Kyle alleine
.~* Arbra *~* Irgendwo mitten im dichten Wald *~* am Höhleneingang *~.

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Kyle Obdris

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14 Mar, 2015 01:28 53 Forum: Outer Rim

.~* Arbra *~* Irgendwo mitten im dichten Wald *~* in der Höhle *~.
Kyle mit Horai Mido, Ormir Taragon, Arias, Athelas und etwas entfernt Corbin


Sie standen sich von Angesicht zu Angesicht in der Höhle gegenüber. Lange Zeit passierte nichts, nachdem Horai sich höchst seltsam vorgestellt hatte. Dann ertönte die kalte raue Stimme und erwiderte: „Ihr habt Euch Zeit gelassen, General.“ Die Stimme war so voller Kälte und die Gestalt, deren harte Gesichtszüge sich im gelben Schein des Lichtschwertes nur erahnen ließen, strahlten eine bedrohliche Dunkelheit aus. Das einzige was Kyle und dieser Kerl gemeinsam hatten, war das gegenseitige Misstrauen. Er fixierte die fremde Person so gut wie es möglich war bei diesen Lichtverhältnissen, sein Atem ging ruhig und auch sein Herzschlag war entspannt und regelmäßig. Der Waldmensch befand sich in einem Tunnel aus stoischer Energie und zielte dabei auf den Fremden.

Dann löschte Horai die Klinge seines Lichtschwerts und entschuldigte sich für sein verspätetes Kommen, das ihm der Fremde vorgeworfen hatte. Was dachte er sich nur dabei? Er setzte nicht nur leichtsinnig sein eigenes Leben, sondern auch das aller anderen aufs Spiel und wovon redete das Federvieh? War das alles geplant gewesen und man führte sie jetzt zur Schlachtbank? Sein Meister hatte ihn besonders intensiv in der Abschirmung seines Geistes geschult, da man Leute wie sie jagte, das war seine Erklärung gewesen. Und nun wurde dem Jäger seine Beute übergeben. Kyle konnte den enttäuschten Nautolaner bildhaft vor sich sehen. Tut mir Leid, Meister, sagte er innerlich zu sich, doch er würde sicherlich nicht kampflos aufgeben.

Der Vogelmann ging nun langsam und vorsichtig, so als ob er es sich wohl überlegt hätte auf den Fremden zu und fing dabei wieder an zu reden. Es waren scheinbar Erklärungen, die sein verspätetes Eintreffen entschuldigen. „Ich wünschte, ich hätte früher kommen können, aber du weißt ja, dass es in letzter Zeit schwierig war. Doch ich habe auch noch andere gefunden, die so sind wie wir. Deshalb bin ich froh, dass die Macht uns wieder zusammen geführt hat. Ich erinnere mich übrigens noch gut daran, du und dein Meister habt tapfer gekämpft, damit der Kanzler und seine Stellvertreterin die Invasion überleben konnten. Weißt du was aus Meister Thel geworden ist?“ Sie kannten sich also, rekapitulierte der Waldläufer innerlich für sich. Nach einem fröhlichen Wiedersehen, sah es allerdings nicht aus, oder das Vogelvieh spielte seine Rolle echt gut, um sie alle dem Fremden auszuliefern. Und all der Kram aus der Vergangenheit, was bezweckte Horai damit. Die Dunkelheit hatte mit Sicherheit jede Erinnerung der Vergangenheit zerfressen…

… oder vielleicht doch nicht? Der Name am Ende, dieser Thel, Kyle war so, als hätte er eine kurzzeitige Veränderung gespürt. Als die verbitterte Stimme antwortete, merkte er, dass er sich geirrt hatte. „Legt eure Waffen nieder, dann werde ich es Euch sagen.“

Natürlich wollte er, dass sie ihre Waffen niederlegten. Das machte die ganze Angelegenheit für ihn leichter, so ganz ohne Gegenwehr. Der Avioide hatte ja bereits vor der Aufforderung des Fremden seine Waffe gesenkt und deaktiviert und Athelas folgte seinem Beispiel. Er senkte zunächst seinen Stab, fingerte dann etwas aus einem Lederbeutel und steckte es in das eine Ende des Stabs. Schließlich hieb er mit dem Stab auf den Höhlenboden. Den kleinen Gegenstand, den das Furchengesicht aus dem Beutel hervorgeholt hatte, eine Art Span oder Splitter, strahlte kurz, als hätte es etwas absorbiert und erleuchtete dann die Höhle ein wenig. Der Kapuzentragende Humanoid schloss das Ritual mit einem seltsamen Wort in einer Sprache, die Kyle nicht kannte und auch nicht verstand: „Nau’ur.“

Der bärtige Waldläufer war nun der Letzte, der seine Waffe noch erhoben hatte. Ein Pfeil lag auf der Sehne und er hatte den Bogen gespannt und war bereit, wann auch immer einen Pfeil durch die Höhle sirren zu lassen. Gewiss unterschätzten viele die Effektivität einer solchen, äußerst primitiv wirkenden, Distanzschusswaffe und darin lag der Fehler. Im Moment dachte Kyle keineswegs daran seinen Bogen niederzulegen. Ihm gefiel die Situation ganz und gar nicht, dass dieser Fremde hier die Befehle erteilte und das Vogelvieh machte nichts weiter, als diese Vertrauensnummer abzuziehen und sie damit alle ins Verderben zu stürzen. Doch auch er musste einsehen, dass Kampf keine Option war, obwohl er es zu gern darauf hätte ankommen lassen. Doch er würde seine Waffe mit Sicherheit nicht senken, wenn sein bedrohlicher Gegenüber es nicht auch tat.

„Ich werde meinen Bogen senken, aber dann wirst du die Klinge deines Schwertes ebenfalls löschen“, entgegnete der Waldläufer dem Fremden selbstbewusst und bestimmt, denn dessen Anblick, da er ihn, nach Athelas‘ kleinem Ritual, nun klarer sah, schüchterte ihn keineswegs ein. Kyle senkte daraufhin zögerlich seinen Bogen und ging in die Hocke, um ihn auf den Höhlenboden zu legen, doch dabei wandte er den Blick nicht einmal von dem Fremden, denn sollte er sich dazu entschließen anzugreifen, hatte er seinen Bogen schnell wieder griffbereit. Er blieb weiterhin am Boden gehockt und der Bogen lag auf dem kalten Gestein in greifbarer Nähe. „Nun lösche die Klinge deines Schwertes. Hier gibt es nichts, gegen das du dich verteidigen müsstest.“, rief er dem Fremden zu und seine Augen ruhten dabei weiter wachsam auf ihm. Er war bereit sich aufzurichten, sobald die Klinge erlosch.

Kyle mit Horai Mido, Ormir Taragon, Arias, Athelas und etwas entfernt Corbin
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09 Jan, 2015 00:06 14 Forum: Outer Rim

.~* Arbra *~* Irgendwo mitten im dichten Wald *~*in der Nähe einer Höhle *~.
Kyle mit Horai Mido, Ormir Taragon, Arias und Athelas


Einige sich weit verästelnde Blitze erhellten für Sekundenbruchteile immer wieder einmal das Himmelsgewölbe und kurz darauf ertönte ein mächtiges dunkles Grollen. Das Gewitter musste ganz nah sein. Sie hatten die Höhle, zu der Kyle die fünfköpfige Gruppe geführt hatte, erfreulicherweise schon erreicht, als das Gewitter direkt über ihnen drohend wütete. Athelas ging als erster in die Höhle und der Rest folgte. Horai wartete bis alle im Trockenen waren und betrat die Kaverne als letztes. Ein seltsam eisiges Gefühl beschlich den Waldläufer, aber auch der furchgesichtige Kapuzenträger wirkte, als ob ihm etwas Unbehagen bereiten würde. Es war stockfinster, sodass höchstens das Licht der zuckenden Blitze verschwommene Nachbilder projizierte. Und dann huschte etwas vor sein Auge. War dies eine Täuschung, eine Trugbild oder ein Geist korrumpiert von einer dunklen Aura? Tief unten hatte der bärtige Bogenschütze die Silhouette einer Person erkennen können. Die anderen mussten es auch gesehen haben. Der Vogelmann zündete das Lichtschwert mit der gelben Klinge heute schon zum zweiten Mal.

Das Leuchten der Klinge erhellte den Teil der Höhle, wo sie standen, doch der Teil tiefer unten blieb weiterhin in Dunkelheit verhüllt. Horai forderte sie auf hinter ihm zu bleiben und drängte sich weiter nach vorne durch und nahm dieselbe Grundposition ein wie zuvor. Auch Athelas nahm eine defensiv wirkende Haltung ein. Kyle brachte sich nun hinter den beiden in Position, zog einen Pfeil aus dem Köcher und legte ihn an die Sehne seines Bogens. Sie warteten und die Stille wurde lediglich vom Echo der Wassertropfen auf das harte kalte Gestein unterbrochen. Dann sprach Horai ruhig, aber dennoch bestimmt zu der Dunkelheit. Er wollte, dass sich die Person offenbarte und ihm sagte, wer er war. Kurze Zeit später hallte ein Zischen durch die Düsternis und unten in der Dunkelheit erschien eine ebenfalls gelbe Klinge. Erst Minuten später, so kam es dem Waldmenschen vor, negierte die Person die Aufforderungen des Vogelmenschen und das ‚Nein‘, was ihnen entgegen geschleudert wurde, war so voller Ungerührtheit und Schatten, dass es einem die Nackenhaare aufstellen ließ.

Die Angespanntheit der gesamten Situation war spürbar. Arias und Ormir hielten sich im Hintergrund, denn sie schienen die einzigen in der Gruppe zu sein, die unbewaffnet waren. Kyle war hochkonzentriert, bereit jederzeit einen Pfeil ins Höhleninnere loszulassen, doch der Vogelmann bedeutete ihnen nach wie vor zurück zu bleiben. Was hatte er nur wieder vor dieses verrückte Federvieh? Er würde noch dafür sorgen, dass sie alle hier umkamen, denn so wie der Waldläufer die Situation beurteilte, würde es in jedem Fall auf einen Kampf hinauslaufen. Nach einer Weile des aufmerksamen Beäugens, soweit dies möglich war, sprach Horai mit ruhiger Stimme auf die Gestalt in der Dunkelheit ein.

„Ich bin Horai Mido, Ritter des Jedi-Ordens und Gernal der Grand Army of the Republic, 24th Assault Corps, das zuerst von Meister Bal Josto kommandiert wurde. Ich bin zu seinem Nachfolger befördert worden, als er fiel. Erinnerst du dich?“

Was zur Hölle faselte der da!? War das wieder so eine Vertrauensnummer!? Doch scheinbar wirkte sie bei dem da unten nicht so ganz, es änderte rein gar nichts an der Situation und das, obwohl sie sich scheinbar kannten oder zumindest schien der Avioide eine Ahnung zu haben, wer da vor ihm stehen könnte in den Schutz der Dunkelheit gehüllt. Worauf hatte er sich hier nur eingelassen und was hätte Gun Ti Rhea von der ganzen Sache gehalten? Wäre es in seinem Sinne gewesen? Wäre er doch noch hier…

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30 Nov, 2014 02:19 21 Forum: Outer Rim

.~* Arbra *~* Irgendwo mitten im dichten Wald *~* Unterholz *~.
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Der starke Regen hatte ihn dazu gezwungen diesen Vorschlag zu machen. Ob er es getan hätte oder nicht, was hätte das schon geändert. Die Fremden hätten ihn nie alleine ziehen lassen oder hätten ihm anschließend wieder nachgestellt. Und nun sollte er ihnen einfach so Vertrauen entgegenbringen? Eine Wunderheilung würde nicht ausreichen, nachdem sie ihn drei Tage verfolgt hatten. Das war nicht die beste Basis für eine Freundschaft und, dass es sie zu Verbündeten machte, sah Kyle in diesem Moment einfach noch nicht. In all den Jahren hatte der bärtige junge Mann so viel Misstrauen geschürt. Den Keim dazu hatte sein alter Meister in ihm gepflanzt. Gun Ti Rhea hatte ihn immer zur Vorsicht erzogen und ihm immer wieder verdeutlicht, dass man Leute wie sie suchte und dann vernichten wollte, dass Überall Gefahr vom Imperium drohte mit all seinen Häschern und Agenten, die sich der dunklen Seite bemächtigten. Der kleine Junge von damals hatte das alles nicht so sehr begreifen können. So viele unbekannte Variablen in einer Rechnung – das Imperium… die dunkle Seite. Kyle hatte nie Kontakt zu anderen Wesen gehabt – bis jetzt – und kannte er das bösartige Imperium und seine Schergen, die mit Hilfe der dunklen Seite nach machtbegabten Leuten wie ihnen suchten, nur aus Erzählungen. Und nun? Jetzt durchstreiften ein Haufen Leute diese Welt, verfolgten ihn, suchten nach ihm. Hatte das Imperium ihn nun endlich gefunden, obwohl der Nautolaner ihn so gut darin unterwiesen hatte, sowohl seinen Körper für das Auge, als auch seinen Geist vor den mentalen Fühlern anderer Machtbegabter zu verstecken. Sein Meister hatte zwar auch erzählt, dass es noch andere von ihnen gab, die genauso wie sie die helle Seite der Macht nutzten, aber seine Geschichten handelten von den Grausamkeiten, wie man sie größtenteils alle abgeschlachtet und ausgerottet hatte. Er hatte so viel gelernt, doch wusste er noch so wenig. Er fühlte sich, getrieben durch sein Misstrauen, unfähig zu entscheiden, wer oder was gut oder böse war. Schließlich hatte ihm dieser Vogel geholfen, er hatte seine Wunde versorgt und geheilt. Hätte ein Verfolger des Imperiums so handeln können. All diese Fragen quälten den jungen Menschen und er wünschte sich, dass sein verstorbener Mentor bei ihm wäre, denn er wüsste, ob man diesen Leuten trauen konnte. All das hatte ihn sehr nachdenklich gemacht und irgendwie waren diese Fremden auch auf ihn angewiesen, genau wie er selbst auf sie, als er aufgrund der Verletzung das Bewusstsein verloren hatte. War es an der Zeit die Zweifel zu begraben und sich zu revanchieren?

Die Intensität des Regens nahm stetig zu, Kyle konnte getrost sagen, dass es einen solch heftigen Schauer schon lange nicht mehr gegeben hatte. Der Vogel-Scharlatan schien auch nicht länger in den prasselnden Strömen verweilen zu wollen, weshalb er die Gruppe dazu einlud, sich in Bewegung zu setzen. Der Waldläufer ging voraus, um sie zum nächstgelegenen halbwegs trockenen Ort zu lotsen. Ihm kam da nur das Höhlensystem, wo er sich versteckt hatte in den Sinn. Sein eigenes Lager war, wenn er sich nicht irrte etwa zwei bis drei Tagesmärsche entfernt. Auch wenn die Höhle sicher nicht der geeignetste Unterschlupf war, so würden sie zumindest kein weiteres Wasser von oben abbekommen, was sie bis auf die Knochen durchweichte. Allerdings gaben ihm die Kälte und Feuchtigkeit in den Höhlen Grund zur Sorge. Sie waren schon ziemlich durchnässt und die kalten und feuchten Höhlen könnten sprichwörtlich den Tod für sie bedeuten.

„Hier in der Nähe gibt es ein Höhlensystem. Ich bin zwar nicht ganz glücklich damit, aber vielleicht müssen wir dort nur verweilen, bis dieser Wolkenbruch ein Ende nimmt. Die Höhlen sind so schon kalt und feucht und selbst mit trockener Kleidung ist eine Nacht in ihnen kein Segen für Muskeln und Gesundheit. Aber bis zu meinem Lager schaffen wir es nicht.“, sagte der bärtige junge Mann etwas griesgrämig, während er weiter im Begriff war die Lichtung zu verlassen. Unmittelbar bevor er die Lichtung in Richtung Unterholz verlassen wollte, rief das Federvieh hinter ihm: „Keinen Schritt weiter!“, bevor Kyle jedoch etwas erwidern konnte, preschte der Vogelmann an ihm vorbei, sodass er vor dem Waldmenschen stand und hatte einen zylindrischen Gegenstand von seinem Gürtel in die Hand genommen. Nur wenige Sekunden später, nachdem er eine Art Knopf betätigt hatte, erwachte mit einem Zischen ein gelb leuchtender Strahl. Wenn der Einheimische sich nicht irrte, war dies ein Lichtschwert. Einst hatte sein Meister ebenfalls solch eine Waffe besessen, doch hatte Gun Ti Rhea ihm vor langer Zeit erzählt, dass er sie auf der Flucht verloren hatte. Ob der Nautolaner sie mit Absicht oder zufällig verloren hatte, wusste er nicht. Aber dies war der Grund, weshalb sein Mentor ihn nie wirklich im Schwertkampf unterwiesen hatte. Für diese Welt war ein Bogen in seinen Augen ohnehin um einiges praktischer. Früh gelernt hatte er den Umgang mit dieser Waffe fast zur Perfektion gebracht. Aber wenn dies ein Lichtschwert war und die Klinge war eindeutig gelb, dann musste er auch ein Jedi sein. Ob er seinen Meister wohl gekannt hat? Der Vogelmann stand schützend vor der Gruppe mit der aktivierten Klinge. Der Regen rasselte hernieder auf sein Gefieder und die Klinge, sodass die Tropfen verdampften, sobald sie den heißen Energiestrahl berührten. Der Blick des Vogelmenschen war auf das andere Ende der Lichtung gerichtet. Dort stand eine dunkle, verhüllte Gestalt mit einem langen Stab. Gleich würde es zum Showdown kommen. Doch der Avioide forderte die Gestalt stattdessen äußerst bestimmt dazu auf, dass er seine Waffe senken möge und, dass er es ihm gleichtun würde, falls seine Absichten friedlich seien. Wie bitte!? Hatte der Vogel etwa nicht mehr alle Fahnen am Schaft? Er wollte seine Waffe auch senken. Wie konnte man nur so naiv sein. Vielleicht würde er dieses Federvieh nie verstehen. Eine gefühlte Ewigkeit verging. Während dieser Zeit geschah nichts, sie standen sich lediglich, völlig regungslos, gegenüber und starrten einander aus der Ferne an. Kyle versuchte mit Hilfe der Macht nach der Präsenz der dunklen Gestalt zu greifen, aber da war nichts, was er hätte spüren können. Dort waren nur kleine Fünkchen im Machtgefüge. Vielleicht war er einfach ausgesprochen gut, seine Präsenz zu verbergen, der Waldschrat konnte es ihm nachvollziehen, da seinem Lehrer diese Technik auch sehr am Herzen lag.

Dann senkte er seinen Stab und durch den Regenschleier drangen die Worte der Gestalt ans Ohr: „Ich glaube, ihr seid der Grund dafür, dass ich auf diesem von allen Göttern und Mächten der Welt verlassenen Planeten gelandet bin, Jatne vod.“ Wenige Augenblicke später sprach er weiter: „Mein Name ist Athelas jai Shellos und ich komme in friedlicher Absicht.“ Schließlich schlug der Fremde noch das vor, was sie gerade im Begriff waren zu tun. Auf Kyle machte dieser Kerl einen ungemein seltsamen Eindruck. Er sprach teilweise in einer anderen Sprache und er sagte, sie seien der Grund, als ob er nach ihnen gesucht hätte.
Der Vogelmann, der für einen kurzen Augenblick einen Hauch an Vertrauen dazugewonnen hatte, um es gleich wieder zu verspielen, klärte den näherkommenden Fremden darüber auf, dass sie geplant hatten, sich einen Unterschlupf zu suchen. Mit einem Hinweis auf Kyle erwähnte er auch dessen Ortskunde und, dass er die Gruppe nun quasi führte, damit sie nicht völlig aufweichten. Der junge Mann unter der grünen Kapuze konnte es einfach nicht glauben wie unbedarft der Avioide Fremde in die Gruppe einlud und mit ihnen freudig ein Pläuschchen hielt. Mitten in seinem Gespräch mit Athelas, dessen Gesicht sehr viele Furchen hatte, fiel dem Federvieh auf, dass er sich dem Neuen noch nicht vorgestellt hatte. Einen Vorteil hatte die Gutgläubigkeit des Vogelmannes, endlich würde also auch Kyle seinen Namen erfahren. Er lautete Horai Mido. Und im gleichen Atemzug erwähnte er auch den Jedi-Orden, dem er einst angehört hatte. Kyle wusste, dass er bei weitem noch nicht wieder fit genug war, aber er wusste ebenfalls, dass sie auf ihn angewiesen waren.


„Nun denn, dann folgt mir. Wie ich bereits erwähnt habe, aber nun auch noch einmal für dich, Athelas, wir werden versuchen in einer der Höhlen vorübergehend Unterschlupf zu finden, um abzuwarten, dass die Stärke des Regens nachlässt. Gebt Acht, wohin ihr tretet. Ich habe in einigen Teilen des Waldes meine Jagdfallen errichtet und ich denke, dass ein Verletzter eine ausreichende Bürde ist. Vor den Tieren braucht ihr euch nicht zu fürchten. Die meisten haben mehr Angst vor euch oder sind absolut ungefährlich.“, erzählte er während er weiterging und mit dem Bogen in der einen Hand wilde Pflanzen, die ihren Weg kreuzten zurück zu halten. Die Gruppe lief schon relativ lang, hatte zwischenzeitlich aber kurze Verschnaufpausen, in denen Kyle nach Bäumen oder markanten Punkten Ausschau hielt, die ihm den Weg zum Höhlensystem zeigten. Die letzte Pause zog sich etwas, da sich der Einheimische zur Orientierung einen Baum hinauf quälte mit seiner Verletzung. Der dunkelblonde Mann kletterte bis er durch das Kronendach blicken konnte. Der Himmel war einfach nur grau in grau, aber wenigstens war es bis zu den Höhlen nicht mehr weit. So kraxelte er hinab, um die positive Nachricht zu übermitteln.

„So, es ist nicht mehr sehr weit. Wir müssen uns weiter in dieser Richtung halten und müssten dann in einer guten Stunde dort sein.“

Kyle mit Horai Mido, Ormir Taragon, Arias und Athelas
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Kyle Obdris

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27 Oct, 2014 00:10 09 Forum: Outer Rim

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Kyle mit Horai Mido, Ormir Taragon und Arias


Eines der Federviecher beantwortete seine eher rhetorisch gestellte Frage prompt. Natürlich wollte er es wissen, was passiert war, aber warum konnte ihm das nur einer seiner Verfolger erzählen. Er habe wohl das Bewusstsein verloren, da er viel Blut verloren hatte. Kyle erinnert sich, dass er auf der Flucht in eine seiner eigenen Fallen getappt war. Dann sagte dieser gefiederte Scharlatan er habe seine Wunden geheilt, doch dass sich sein Kreislauf von dem Schock noch nicht ganz erholt habe. Damit schien er Recht zu haben. Als sich der Waldläufer aufrichtete, um sich vom Werk des Heilers zu überzeugen, wankte er kurz. Nachdem er sich aufgerichtet hatte, versuchte der bärtige Mann das schummerige Gefühl zu verdrängen und blickte auf seinen freiliegenden Unterschenkel. Der Vogelmann hatte seine Hose aufgerissen und das Hosenbein hochgezogen. Zu sehen war nichts auf den ersten Blick. Nicht einmal die Stelle, wo der Holzzacken gesteckt hatte und doch konnte Kyle deutlich einen dumpfen Schmerz in seinem Unterschenkel spüren wie von einem stumpfen Trauma. Der Avioide, der ihn zusammen mit diesem Machtleuchtfeuer verfolgt hatte, riet ihm wegen seiner Schwäche nicht unbedingt gleich wieder loszurennen und als er bewusstlos war, war wohl noch ein weiteres vogelartiges Wesen hinzugekommen. Warum waren sie hier? Was hatte all diese Fremden an diesen Ort geführt. All die Jahre, die er mehr oder weniger einsam hier verbracht hatte und nun suchte man nach ihm oder nach was auch immer. Gun Ti Rhea hatte ihn gewarnt und nun war er selbst hier nicht mehr sicher.

Kyle konnte hier nicht weg, zumindest vorerst nicht. Vielleicht ergab sich irgendwann eine Gelegenheit. Das eine Federviech wirkte sehr kontaktfreudig und sprach viel mit ihm, was auch immer er damit bezwecken wollte. Er stellte das andere Vogelwesen als Arias vor. Das war der erste Name, den er hörte oder zumindest bewusst wahrnahm. Sicherlich hatte der Vogelmensch sich auch bereits vorgestellt. Jedenfalls schwafelte er davon, dass Arias uns wohl gesonnen sei und den Jedi-Kodex kannte. Er fragte ihn schließlich, ob er die Worte auch kenne und rezitierte die Worte. Es war lange her, dass der Waldschrat sie gehört hatte. Ganz am Anfang hatte sein nautolanischer Meister ihm diese Worte gesagt und, dass auf ihnen sein Glaube beruhte. Als der Vogelmann die Worte sagte, sprach der bärtige junge Mann sie völlig unbewusst in seinen Gedanken mit. Die Kenntnis von diesen Worten war die erste Gemeinsamkeit mit diesen Fremden. Vielleicht hatten sie den gleichen Glauben wie auch sein längst verstorbener Meister. Doch es erschien ihm zu leichtsinnig ihnen so schnell Vertrauen entgegen zu bringen. In diesem Moment setzte der Regen ein. Zunächst fielen nur einzelne Tropfen, doch es gesellten sich bald einige dazu und vereinten sich zu einem kräftigen Schauer, der sie in kürzester Zeit bis auf die Haut durchnässte.

Durch den Regen hinweg riet Arias, die langsam auftaute, ebenfalls, dass Kyle besser nicht wieder weglief, da sie sehr besorgt war wegen der wilden Tiere, die hier lebten. Doch der bärtige Waldläufer versicherte dem Vogelwesen mit der piepsigen Stimme: „Die Tiere hier sind alle harmlos. In meinem gesamten Leben hier bin ich noch keinem gefährlichen Tier begegnet. In dieser Hinsicht ist deine Sorge unbegründet“, antwortete er leicht grimmig. Auf den rezitierten und wieder in Erinnerung gerufenen Kodex wollte er nicht weiter eingehen.

„Wir sollten übrigens vielleicht von der Lichtung runter und uns einen Unterschlupf suchen. Der Regen kann hier manchmal tagelang dauern.“, schlug er den anderen vor, auch wenn er vorerst nicht plante, sie zu seinem Baumhaus zu führen. Gerade als sie aufbrechen wollten, stürmte eine durchnässte Gestalt in Kapuze auf die Lichtung, wo sie alle waren. Sie war kaum zu erkennen, lediglich ihre Silhouette, da der Regen wie ein dichter Vorhang war und die Sicht erheblich erschwerte. Die Gestalt führte eine Art Wanderstab mit sich, den sie der Gruppe auf der Lichtung abwehrend entgegenstreckte. Völlig regungslos stand sowohl die Gruppe, als auch die Gestalt auf der Lichtung und beäugten sich skeptisch. Das einzige Geräusch war das Prasseln des Regens. Niemand sagte vorerst ein Wort.

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07 Sep, 2014 22:29 36 Forum: Outer Rim

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Kyle mit Horai Mido, Ormir Taragon und Arias


Nach diesem äußerst seltsamen, aber unglaublich realen Traum, erwachte der junge Eremit für einen Sekundenbruchteil. Er war immer noch sichtlich geschwächt und blieb weiterhin erschöpft auf dem Waldboden liegen. Seine Wahrnehmung war ebenfalls noch getrübt. Das Trauma seiner Verletzung und dieses Traumes hatte ihm die Sinne vernebelt. Von Zeit zu Zeit gab er ein kurzes, dumpfes Stöhnen oder Seufzen von sich und auch der Schweiß, der auf seiner Stirn stand, sich sammelte und in feinen Rinnsalen die Schläfen hinab lief, unterstrich seine innere Aufregung. Als Kyle erneut begann einen innerlich einen Kampf auszutragen und immer unruhiger wurde, spürte er wie jemand seine Hand auf seine feuchte Stirn legte. Daraufhin durchströmte ihn eine eigenartige Energie, die ihm doch so vertraut war und mit einem Mal wurde er ruhiger und sein verkrampfter Körper konnte sich entspannen. Was danach passierte, wusste der verletzte junge Mann nicht, er hörte lediglich dumpfe Stimmen, die miteinander sprachen. Doch verstand er nicht, was sie sagten.

Irgendwann wachte Kyle auf. Er wusste nicht wie lange er geschlafen oder geruht hatte beziehungsweise wie lange er von Sinnen war. Er öffnete seine Augen leicht und blinzelte, um sie an das doch recht helle Licht, das durch das Kronendach der Bäume fiel zu gewöhnen. Über ihn gebeugt, erblickte er das Vogelwesen, das ihn verfolgt hatte. Er erinnerte sich vage daran, dass er sich verteidigen wollte und danach fehlte ihm seine Erinnerung. Der Waldläufer hätte sich am liebsten sofort gewehrt, sich gegen seinen Gegenüber behaupten wollen, doch er lag wehrlos und erschöpft am Boden. Er bewegte seinen Körper leicht hin und her, fasste sich an die nasse Stirn und wischte sich den Schweiß ab.

„Was ist passiert?“, fragte er mehr sich selbst, als irgendwen anders. Kyle hätte auch keine Antwort erwartet. Er versuchte mit seiner Hand nach der Verletzung an seinem rechten Bein zu langen. Allerdings konnte er weder die abgebrochenen Holzzacken, die in der Wunde stecken mussten, noch irgendeine Wunde ertasten. Langsam richtete er sich mühevoll aus eigener Kraft auf. Als er das zweite Federvieh erblickte suchte er seine nähere Umgebung panisch nach seinem Bogen ab, aber die Avioiden hatten ihn bestimmt weggenommen. Ob er wohl weglaufen könnte? Flucht schien nun der einzige Ausweg zu sein, wo Kampf nicht mehr in Frage kam.

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