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Thema: Mandalore
Stryka Ordan

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08 Nov, 2018 20:09 49 Forum: Outer Rim

Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Strykas Haus – Praxis – Stryka, Josea und Edris



Da waren sie dann wieder alle drinnen. Die sanfte Berührung vorhin, als ihr Jos’ika die Hand auf die Schulter, oder war es der Arm, sie wusste es nicht mehr so genau, hatte sie sich gefallen lassen, dabei hatte sie am liebsten gleich noch einmal losgeheult und sich ihm an die Brust geworfen. Aber das ging ja gar nicht, schließlich hatte sie Edris Eifersuchtsausbruch noch in sehr lebhafter Erinnerung und wollte so etwas nicht gleich wieder provozieren, wobei gar kein Anlass zu solchen Gefühlen bestand. Außerdem hatte sie sich über seine mitfühlenden Worte gefreut, was sie auch nicht wirklich zeigen wollte. Fast hätte sie etwas gesagt und sie hatte ihn auch erstaunt angeschaut, was er hoffentlich nicht gesehen hatte, denn so etwas hatte sie ihm nicht wirklich zugetraut, obwohl er sich schon als sehr mitfühlend gezeigt hatte. Niri würde ihr fehlen, er war ein gutes Strill gewesen, aber auch schon alt. Trotzdem würde er ihr fehlen, ganz gleich, was die Traditionalisten über das Manda sagten. Die wussten auch nicht alles.

Was er im Behandlungszimmer erzählte, das ließ sie in ihrer Tätigkeit innehalten und aufhorchen. Die Erinnerungen kamen wieder! Was für ein gutes Zeichen. Aber es konnte noch dauern, bis es vollständig wiederhergestellt war. Das lenkte sie gut von ihrer Trauer ab.

„Das ist sehr gut, Jos’ika, sehr schön. Langsam wird es wohl besser. Aber so etwas dauert einfach seine Zeit. Was hast du in dem Moment gefühlt?“

Die Ärztin musste sich nun sehr schwer an Dinge erinnern, die sie vor vielen Jahren einmal gelernt hatte, aber kaum anwendete, weil sie es meistens mit körperlichen Gebrechen zu tun hatte und sehr, sehr … eher nie, mit Amnesien. Natürlich wusste sie darüber Bescheid, jeder lernte das im Studium, aber ob man es auch anwenden musste, war eine andere Sache.

Während sie auf seine Antwort wartete, schaute sie auch nachdenklich zu Edris, die irgendwie in sich gekehrt wirkte, sehr abwesend, wenn man es genau nahm. Die Party der beiden war wirklich massiv in die Hose gegangen und seitdem hingen sie bei Stryka ab. Für die Ärztin war das auch nicht das schlechteste, so hatte sie einmal andere Gesellschaft, anstatt im Kelita zu angeln und sich über diversen Unrat im Fluss aufzuregen, nur weil sie zu wenig weit aufs Land gefahren war.

„Übrigens, hast du deine buir schon kontaktiert? Das wolltest du doch machen und deine Sachen anschauen, die wir vom Raumhafen geholt haben.“

Hatte der beste aller Kopfgeldjäger auch das vergessen? Wahrscheinlich war es nur in dem ständigen Tohuwabohu, das hier herrschte, untergegangen.




Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Strykas Haus – Praxis – Stryka, Josea und Edris

Thema: Mandalore
Stryka Ordan

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19 Oct, 2018 15:40 32 Forum: Outer Rim

Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Strykas Haus – Hinterhof – Stryka, Josea und Edris


„Zu zweit geht es leichter“, hörte sie und schaute dann zur Seite. Da war ja Josea. Was machte er denn hier? Oh ja. Wie dumm, sie hatte in ihrer Trauer ganz auf ihre Gäste vergessen. Was nun? Er hatte ja recht und Niri einfach so ins Loch zu werfen, das wäre auch unwürdig, obwohl es Niri bestimmt nichts mehr ausmachte, schließlich war er/sie/es tot. Nachdenklich richtete sie ihren Blick auf den Kadaver, dann wieder auf Josea. Von dem kleinen Geplänkel zwischen Edris und Josea hatte sie nicht das geringste mitbekommen, schließlich war sie da gerade im Haus und hatte nach dem Einmannzelt ihrer fettesten Zeit gesucht. Jetzt konnte das auch einem guten Zweck zugeführt werden.

„Ja, zu zweit geht es einfacher. Danke“,

rang sie sich schließlich ab, dazu noch eines jeder seltene und rasch wieder verschwundenen Lächeln. Er hatte recht, ganz gleich, was sie sonst dazu sagen würde. Josea hatte recht. Punkt. Daran führte kein Weg vorbei, auch kein falscher Stolz, oder falsche Scham (die hier gar nichts zu suchen hatte).

Zusammen konnten sie das alte Strill endlich würdevoll beerdigen, auch wenn es in ein altes Kleid gewickelt war, in das es ganz gut passte. Es erschien ihr passender als irgendein Leichensack oder etwas ähnliches, was sich bestimmt in ihrem reichen Fundus an Zeug (sie hatte schon viel Zeug irgendwo verborgen in ihrem Haus). Schweigend wurde der Ex-Stinker in die Grube gelegt, was Stryka leise schluchzen ließ. Rasch füllten sie das Loch wieder mit Erde und klopften es fest. Dann musste nur noch das Werkzeug weggeräumt werden und das Strill war weg, zumindest optisch.

Die kleine Ärztin fasste sich wieder, erinnerte sich daran, dass sie etwas tun musste. Sie schaute Josea an, dann Edris, und es fiel ihr wieder ein.

„Machen wir weiter. Ich wollte noch einen Scan von deinem Kopf machen, weil die Amnesie nun doch schon länger andauert. Kommt zurück in die Praxis, hier können wir nichts mehr machen“,

sagte sie fest und fast in der alten Strenge. Sie ging voran, zurück in die Praxis, wo sie sich erst einmal sehr gründlich und ausgiebig wusch. Mit Dreck an den Händen war es nicht gut, sich der Behandlung ihres Patienten zu widmen. Genau, er war ein Patient, kein Freund oder sonst jemand, der mehr Bedeutung in ihrem Leben hatte. Was für ein Fehler, weil sie ihn und auch Edris mittlerweile insgeheim als Freunde ansah.

Sie schaute sich noch einmal die ersten Scans an, doch das sagte gar nichts aus, denn vom Kopf hatte sie in ihrer Verwirrung über die Umstände gar keinen gemacht. Das war eine nicht wieder gut zu machende Fehlleistung von ihr. Wenn daraus ein größerer Schaden entstanden war, würde sie sich das niemals verzeihen und außerdem vor den Reyceens ziemlich blöd dastehen, wenn das ans Licht kommen sollte. Was nun? Erst einmal war der Scan wichtig.

Sollte er dann gefolgt sein, würde sie nun endlich anfangen können, das Versäumte nachzuholen. Es ging nicht an, dass der Held der Galaxis mit einem Hirnschaden herumlief.



Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Strykas Haus – Praxis – Stryka, Josea und Edris

Thema: Mandalore
Stryka Ordan

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13 Sep, 2018 18:08 46 Forum: Outer Rim

Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Strykas Haus – Hinterhof – Stryka, Josea und Edris



Da lag er nun, der kleine Stinker, auf den Boden der traurigen Tatsachen und wurde beweint, wie ihn wahrscheinlich nicht einmal sein Besitzer betrauert hätte, denn der war noch unterwegs. Stryka bemerkte nicht, wie die anderen beiden herauskamen und selbst mit den Tränen kämpften.

Das Grab musste ausgehoben werden, denn irgendwo musste die Leiche hingeschafft werden. So war es am besten, wie sie fand, denn hier hatte er oft gelegen. Endlich war die Grube tief genug und sie überlegte, ob sie Nirii nicht doch in ein Tuch wickeln sollte. Vielleicht ein altes Kleidungsstück von ihr. Es gab da ein Kleid, das er gerngehabt hatte, auf dem er sich immer wieder zusammengerollt und geschlafen hatte, sobald er es erwischen konnte. Rasch drehte sie sich herum, weil sie hineinlaufen wollte und stand fast in Edris.

„Was ist?“, fauchte sie die Zabrak an und auch Josea bekam einen sauren Blick ab. Schnell wischte sie sich die Tränen aus dem Gesicht, das nun ordentlich mit Dreck und Staub verschmiert war, schließlich sollte niemand sehen, dass sie zu solchen Gefühlen fähig war. Ohne eine Antwort abzuwarten, lief sie ins Haus zurück, um dort nach dem Kleid zu suchen, das einem Einmannzelt glich und noch aus ihren wirklich fetten Zeiten stammte, jetzt war sie ja geradezu schlank geworden. Der Fetzen war schnell gefunden und ebenso schnell lief sie wieder hinaus, denn niemand sollte sich an der Leiche, eigentlich dem Kadaver, zu schaffen machen.

Wie sollte sie jetzt ihren beiden Gästen gegenüber treten? Sollte sie so tun, als wäre nichts geschehen, weder die Tränen noch diese grobe Unhöflichkeit vorhin? Sie wusste es nicht. Diese Unsicherheit, gemischt mit der Trauer, ließ sie zögern. So stand sie erst einmal nur herum, das Einmannzelt in der einen Hand, die anderen wirkte eher hilflos, und beobachtete das Paar, das so unversehens in ihr Leben geschneit war und alles auf den Kopf gestellt hatte. Besonders der wunderbarste und tapferste Krieger der Galaxis hatte wie ein Wirbelwind durch ihr bisheriges Dasein gefegt und Edris hatte immer wieder Fragen aufgeworfen, die sie sich so nie gestellt hätte. Was sollte das nur werden und wann würde sie die beiden wieder los werden? Außerdem, warum konnte nicht einmal ein netter Mann in ihrer Altersgruppe auftauchen, der ebenso wenig wie sie mit Kampf am Hut hatte, dafür aber andere Dinge schätzte? Nicht jeder war zum Krieger geboren, sonst würde eine Kultur ganz, ganz schnell aussterben, auch eine wie die Mandalorianer, wo es weniger auf die Abstammung als auf die innere Einstellung ankam und vieles über Adoption ablief, wie ihr Wynt wieder einmal bewiesen hatte. Warum musste der Mistkerl auch kündigen und gleich heiraten? Die Hast der jungen Leute! Lauter Gedanken, die ihr kamen, als sie Josea und Edris beobachtete, die wahrscheinlich gerade Abschied von dem kleinen Stinker nahmen. Sie hätte nie gedacht, dass das Ableben des Sechsbeiners einem von ihnen so nahe gehen würde.


Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Strykas Haus – Hinterhof – Stryka, Josea und Edris

Thema: Mandalore
Stryka Ordan

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16 Aug, 2018 19:46 25 Forum: Outer Rim

Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Strykas Praxis – Stryka, Josea und Edris in der Praxis



Es war wenigstens etwas, dass er nicht über Doppelsichtigkeit oder Kopfschmerzen klagte. Allerdings wollte sie der Sache mit den Nackenschmerzen noch etwas auf den Grund gehen, es könnte – mit sehr viel Pech – eine kleine Verletzung der Wirbelsäule vorhanden sein. Das konnte sie scannen und war somit leicht zu klären und auch relativ leicht zu behandeln, falls sich der Wahnsinnskrieger einmal an irgendwelche ärztlichen Anordnungen halten wollte, ohne gleich wieder den großen Helden zu spielen.

Gerade wollte sie etwas über ihre Pläne sagen, also ehe Edris aufgetaucht war, da erfuhr sie auch schon, was die Zabrak so aus der Ruhe gebracht hatte. Mit zwei Dingen hatte sie nicht gerechnet: erstens, dass Niri so schnell schon sterben würde und zweitens, dass es Edris so nahe ginge.

„Das Handgelenk heilt, aber lass ihm Zeit, um das andere kümmere ich mich gleich. Bin gleich wieder da …“

Damit stürmte sie an den beiden vorbei, hinaus aus der Praxis und hinein in den Wohnbereich. Die kleine Küche war ihr Ziel. Vergessen waren auch die Auflösung der Zabrak und Joseas gesundheitliche Probleme. So etwas geschah ihr nur ganz selten, ließ es auch nie zu, dass etwas anderes ihre Gedanken von der Arbeit ablenkte. Aber Niri war schon so lange ein kleiner, stinkender und überaus treuer Freund gewesen, auch wenn er nie ihr gehört hatte.


Sie beugte sich zu dem stinkenden Etwas hinunter und untersuchte es, tastete den Bauch ab, fühlte, ob es noch atmete und schließlich öffnete sie ihm das Maul. Es war nichts mehr zu machen. Niri hatte das Zeitliche gesegnet. Das Strill war schon alt und es war eine Erlösung für den fast zahnlosen und müden Jäger. Irgendwann geht für jeden das Leben zu Ende. Dieses Mal war eben Niri an der Reihe.

„Tja …“,

sagte sie leise, stand auf und schaffte es dabei, den Kadaver hoch zu heben und so zu tun, als wäre das alles völlig normal. Es gab kein tröstendes Wort für die aufgelöste Zabrak, auch keinen Blick für ihren Patienten. Niemand sollte bemerken, dass sie traurig war.

„Ich … geh mal raus mit ihm. Bleibt ihr hier … ich bin gleich wieder zurück.“

Mit dem Strill auf den Armen verließ sie das Haus und ging in den kleinen Hinterhofgarten. Niri sollte hier begraben werden, wo sich das Tier so gern aufgehalten hatte. Verdammt, eine Schaufel, fiel ihr ein, nachdem sie die Leiche am gewünschten Platz abgelegt hatte. An eine Tierkadaververwertung dachte sie gar nicht. Niri sollte ein ordentliches Grab bekommen und fertig, also ordentlich verscharren und aus. Verbrennen ging hier nicht so gut, das würde nur irgendwelche Leute auf den Plan rufen, die sie nicht in ihrer Nähe haben wollte. Ausstopfen war auch irgendwie pervers, also musste es ein Erdgrab werden.

Aus ihrem Gleiterschuppen holte sie schließlich eine Schaufel und machte sich daran, eine Grube auszuheben. Dabei merkte sie gar nicht, wie ihr die Augen übergingen und sie zu weinen anfing. Der alte kleine Stinker hatte es also geschafft. Eigentlich hätte sie ihn ja zurück bringen sollen oder können, vielleicht sogar müssen, aber so weit ging ihr Verstand im Moment gar nicht. Und von dem „gleich zurück sein“ war sie auch weit entfernt.


Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Strykas Haus – Hinterhof – Stryka, die anderen noch drinnen (sie können ja hingehen, wo sie wollen)



OOC: Mann, der arme Niri, ich bin traurig ;-)

Thema: Mandalore
Stryka Ordan

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23 Jul, 2018 18:24 04 Forum: Outer Rim

Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Strykas Praxis – Stryka, Josea in der Praxis; Edris, und Niri in der Küche



Neben dem Handgelenk wollte sie auch Joseas Kopf einmal eingehender scannen. Dauernd hatte sie das Gefühl, etwas zu übersehen oder vergessen zu haben. Deshalb hörte sie nur mit halbem Ohr zu, als ihr Josea wortreich erklärte, wie leid ihm alles täte und über die Schlägerei redete. Sie war auch etwas eigentümlich berührt, weil ihr Patient so von der kleinen Tochter seines Verwandten schwärmte, wo er vor wenigen Stunden erst noch weiter neben der Spur gewesen ist, als er sonst die ganze Zeit über gewesen war. Dabei hatte er das Mädchen dort erst kennen gelernt, sofern sie alles richtig mitbekommen hatte. Sein Verhalten war, gelinde gesagt, verunsichernd. Stryka hatte allerdings nicht vor, sich das zu sehr anmerken zu lassen.

Wenigstens stimmte er ihrem Vorhaben zu, die Schmerzmittel zu reduzieren. Das war immerhin etwas und ein gewaltiger Fortschritt. Doch das böse Erwachen mochte noch kommen.

„Dein Hirn werde ich mir gleich anschauen. Du hast doch keine extremen Kopfschmerzen oder Doppelsichtigkeit?“

Warum hatte sie nicht vorher an diese Probleme gedacht? Der mandalorianische Archetyp litt normalerweise still vor sich hin und prahlte später damit, was er nicht alles ausgehalten hatte. Schmerzmittel hatte er allerdings ausreichend intus, um zumindest den Kopfschmerzen entgegen gewirkt haben zu können. Was, wenn er eine Blutung …? Nein, bestimmt nicht, das hätte sich mittlerweile in ganz anderen Symptomen gezeigt. Sie musste sich selbst zur Ordnung rufen, denn es brachte nichts, wenn sie wie ein aufgescheuchtes und nervöses Huhn durch die Praxis lief. Professionelles Arbeiten war angesagt. Josea musste ja nicht erfahren, dass sie beinahe etwas übersehen hätte. Aber wie konnte sie das vor sich selbst rechtfertigen oder gar Josea und dessen Familie gegenüber? Sie merkte, dass sie rot wurde. Schnell sprach sie deshalb weiter und widmete sich den anderen Dingen, die Josea gesagt hatte.


„Ob du wo Hausverbot bekommen hast, kann ich wirklich nicht sagen, darum habe ich mich nicht gekümmert und das Kind ist anscheinend von dir, also deinen Reden nach zu urteilen. Sicher kann ich es nicht sagen“,

gab sie ihm zur Antwort und zwar alles in einem, ehe sie ihn anwies, sich auf der Liege lang zu machen. Doch er kam nicht mehr dazu, weil sich die Tür öffnete und die junge Zabrak hereinschaute. Was war nur los mit ihr? Sie schaute so verheult drein.


„Was ist mit dir?“,

fragte
Stryka viel freundlicher als sie normalerweise war, aber jemand, der so verheult aussah, der hatte wahrscheinlich gerade eine sehr schlechte Nachricht erhalten. Die Ärztin hatte allerdings keine Ahnung, was das sein könnte. Suchend schaute sie sich um, Niri war nicht dabei, aber das konnte daran liegen, dass der alte Stinker einfach schon zu behäbig war, um sich noch viel zu bewegen. Außerdem würde das Ableben des Strills die Zabrak bestimmt nicht so aus der Bahn werfen. So sehr sie auch nachdachte in der kurzen Zeit, sie hatte keine Idee, was der Zabrak zugestoßen sein könnte. Oder hatte die junge Frau gar gelauscht? Was hatten sie geredet? Die pummelige Ärztin mahnte sich selbst, etwas aufmerksamer zuzuhören - das geschah bestimmt nicht zum letzten Mal.


Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Strykas Praxis – Stryka, Josea und Edris in der Praxis

Thema: Mandalore
Stryka Ordan

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28 Apr, 2018 15:47 07 Forum: Outer Rim

Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Strykas Praxis – Stryka, Josea in der Praxis; Edris, und Niri in der Küche




Sie wollte ja beiden helfen, irgendwie, nur stand sie sich dabei selbst etwas im Weg, wie so oft, wenn sie ins Zwischenmenschliche geriet. Fettnäpfchen gehörten einfach in ihren Lebensbereich, die hatten sich nämlich überall platziert, wo die Ärztin auftauchte, manchmal waren es riesige Bottiche, dann wieder nur kleine Teller – aber immer war irgendwo ein Fettnapf vorhanden, den sie zielsicher erwischte. Leider schaffte sie es nie, darin zu versinken.

Edris war erst einmal als Strillsitter abkommandiert, wogegen Stryka gar nichts einzuwenden hatte. Ihr gefiel es auch, dass die Zabrak so tierlieb war. Selbstverständlich war es auf keinen Fall, dass sich jemand um so ein hässliches und stinkendes Wesen, das auch noch an der Schwelle des Todes stand, so liebevoll kümmerte.

Die Ärztin nahm sich einen Stuhl und setzt sich vor Josea, der sich bereits auf der Liege platziert hatte. Na toll, nun musste sie ihm ein paar Antworten geben. Wie gut, dass sie jetzt ausgeruht war und ihr Hirn wieder gebrauchen konnte, deshalb fiel es ihr leichter, ihm einige Auskünfte erteilen zu können.

„Den Gedächtnisverlust habe ich bemerkt, weil du, als du wach geworden bist, gar nichts mehr gewusst hast. Am Abend hattest du mir noch von jemanden erzählt, der Kadajj heißt und schwanger ist und du hattest mir auch von Edris erzählt, sonst hätte ich ihren Namen gar nicht gewusst. Als du wach geworden bist, hast du das alles nicht mehr gewusst – ach ja, und meinen Namen hattest du auch vergessen inklusive den Grund deiner Anwesenheit. Deine Sachen sind hier, also dein Gepäck, vielleicht findest du darin Hinweise, warum du in Keldabe bist. Dein Verwandter kann es ja nicht gewesen sein, also der, den wir am Raumhafen getroffen haben, oder? Außerdem wolltest du dich noch bei deiner buir melden. Ich glaube, du vergisst im Moment sehr viel.“

Sie musste alles kurz umreißen, so erzählte sie ihm auch, dass er einiges an Schmerzmittel dabei gehabt hatte, darunter Symoxin und Vincha-Präparate. Ihre Stimme blieb halbwegs unbeteiligt, so wie sie es meistens war, wenn sie jemanden behandelte, allerdings kam die Stirnfalte gerade sehr gut zur Geltung und machte Niris Falten leichte Konkurrenz.

„Eigentlich dürftest du jetzt gar keine so großen Schmerzen mehr haben. Ich glaube dir, dass es dir wehtut, Jos’ika, auch wenn du so tust, als wäre nichts, aber langsam müssen wir diese Menge reduzieren, sonst wirkt sich das ganz schädlich auf dein Gehirn aus. Am Ende kannst du in einem Jahr deinen Blaster nicht mehr bedienen oder reagierst zu langsam“,

setzte sie ihm auseinander, weil sie es für nötig hielt, ihm alles zu sagen, was in der Hinsicht wichtig erschien.


„Wir fangen jetzt mit drei Einheiten Symoxin täglich an, für vier Tage, dann reduzieren wir das auf zwei, Vincha lassen wir ganz weg. Ich rede von wir, weil ich das weglasse und du mitarbeiten musst, damit es auch hilft, was ich hier mache. Wenn du sagst, du hast keinen Bock drauf, dann ist es eben so und ich muss damit leben, aber du auch. Während du es dir überlegst, scanne ich schnell dein Handgelenk.“

Gesagt getan, machte sie sich an die Arbeit, um den Schaden im Inneren, den an den Knochen zu begutachten. Das wenige Bacta, das sie ihm gegeben hatte, wirkte gut mit den konservativen Mitteln zusammen, die sie ihm gegeben hatte, dazu gehörte auch die Schiene, die das Gelenk gerade hielt.

Trotzdem schaute sie immer wieder aufmerksam zu Josea. Sie war gespannt, wie er auf die Namen reagieren würde oder die Sache mit seinem Gepäck, denn er schien auch das wieder vergessen zu haben. Wenn es so war, dann würde das eine Verschlechterung seines Zustands bedeuten und sie wäre gezwungen, einen Hirnscan durchzuführen. Während sie darüber nachdachte, wurde die Stirnfalte tiefer, denn sie hatte die Befürchtung, dass sie nicht darum herum kommen würden.


Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Strykas Praxis – Stryka, Josea in der Praxis; Edris, und Niri in der Küche

Thema: Mandalore
Stryka Ordan

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11 Mar, 2018 08:00 52 Forum: Outer Rim

Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Strykas Wohnung – Stryka, Josea, Edris, und Niri in der Küche



Niri war dann gefüttert, viel hatte er für ein Strill nicht gefressen, aber das machte nichts. Stryka hatte noch andere Sorgen, nämlich vorrangig ihren menschlichen Patienten.

„Ich bin mir ganz sicher, Jos’ika. Es ist gut möglich, dass die Schmerzmittel auch deine Gedächtnisleistung beeinträchtigen. Wie lange sagtest du, nimmst du sie bereits?“

Eine wichtige Frage, wie sie sich selbst eingestehen musste. Es war neben der Überlegung, wie sie den Gestank des alten Strills aus der Wohnung bekommen sollte, die wichtigste Frage überhaupt. Im Moment sah es ja so aus, als würde Josea nichts gegen die Reduktion der Schmerzmittel einzuwenden haben, was für die Ärztin sehr vieles erleichtern würde. Ein Patient der Mitarbeitet ist doch tausend Mal leichter zu behandeln als einer, der sich querstellt. Bis lang war Josea immer einer der „braven“ Patienten. Sie konnte nur hoffen, dass es so blieb. Amnesien waren etwas höchst Unvorhersagbares, sie konntes bestenfalls raten, wie lange es noch dauern würde. Aber er sollte etwas mehr mitarbeiten, denn manchmal kam es ihr so vor, als lebte er lieber in seiner ruhmreichen Vergangenheit als in der Gegenwart. Irgendwie saßen ihr auch die Reyceens im Nacken, auch wenn sie nichts taten. Trotzdem, sie hatte sie ganz schön provoziert, ohne auch nur etwas mehr über die Sache und diese Leute in Erfahrung zu bringen. Aber gut, das war geschehen und sie musste damit leben.

Nachdem alle so weit fertig waren, die köstlichen Steaks waren vernichtet, der Uj-Kuchen auch mehr oder weniger, weil Stryka ihr Stück noch nicht gegessen hatte, konnten sie in die Praxis gehen. Sorge bereitete ihr die immer noch anhaltende Amnesie. Das konnte auf eine Vielfalt von Störungen hindeuten, doch keine davon konnte sie so leicht diagnostizieren. Ganz sicher ginge es, wenn sie das Hirn sezierte und es sich unter dem Mikroskop anschaute, aber das hatte für den Patienten etwas weitreichende und unwiederbringliche Folgen, die sie Josea nicht antun wollte, das wollte sie niemandem antun.

„Na dann, gehen wir. Kommst du mit, Edris?“, forderte sie die junge Frau auf, deren Blick an Joseas Lippen hing wie Niri an ihrem Bein. Als ihr bewusst wurde, dass sie einen Stinker am Bein hatte, bückte sie sich und machte sich los. „Oh, Niri, Schätzchen, du darfst jetzt leider nicht mitgehen. Such dir hier ein gemütliches Plätzchen, ich komme gleich wieder.“ Niri schaute Stryka sabbernd und treuherzig an, dann machte er sich auf den Weg. Aber nicht etwa, um sich ein gemütliches Plätzchen in der Küche zu suchen. Erst umstrich er Joseas Beine, dann Edris. Beide schnupperte er ausgiebig an, ehe er sich für die weibliche Variante der Beine entschied und sich mehr oder weniger elegant und anschmiegsam auf Edris Füße legte, den Schwanz um ihre Unterschenkel geschlungen, als würde er sie festhalten wollen.


Wie auch immer, Stryka ging nun entschlossen in die Praxis. Ein hoffentlich gut verheilender Unterarm und eine neue Schmerztherapie nahmen ihre Gedanken gefangen und machten sie vorerst blind für alles andere.



Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Strykas Wohnung – Stryka, Josea, Edris, und Niri in der Küche bzw. auf dem Weg in die Praxis



OOC: Kein Problem wegen der Verspätung. Alles ist gut smile

Thema: Mandalore
Stryka Ordan

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09 Nov, 2017 14:28 57 Forum: Outer Rim

Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Strykas Wohnung – Stryka, Josea, Edris, und Niri in der Küche



Die Ärztin blinzelte und nickte dann, als sie hörte, dass Josea und Edris in der Küche waren. Ob sie etwas zu essen möchte? Warum eigentlich nicht? Ja, schaden konnte es auf keinen Fall. Außerdem war die Qualität des Steaks bestimmt ausgezeichnet. Und anschließend sollten sie ein wenig überlegen, was sie machen können, um die Lage erstens zu entspannen und zweitens zu beschleunigen – vielleicht bedingt das eine das andere. Allerdings sollte sie dazu zuerst einmal in die Küche gehen. Dabei nahm sie sich vor, jetzt endlich einmal das Heft in der Hand zu behalten und sich nicht durch Edris aufreizende Art provozieren zu lassen.


Trotz des guten Vorsatzes schaffte sie kein wirkliches Lächeln, außerdem hatte sie es fast schon verlernt, es erschien nur bei außergewöhnlichen Momenten, wie Josea am Raumhafen schon bemerkt hatte.

„Su’cuy, vode. Wie spät ist es eigentlich? Und danke für das Steak“,

sagte sie beim Eintreten und steuerte sofort den Kühlschrank an, wo sie das Steak vermutete, das sich auch gut in der Mikrowelle erwärmen ließ.

„Habt ihr irgendwelche Pläne, wie wir jetzt weiter machen? Willst du erst einmal deine Sachen auf Hinweise durchforsten? Oder hast du mittlerweile herausgefunden, was du vergessen hast? Und hat sich deine buir bei dir gemeldet? Da war ja auch irgendetwas … Mmmm das Steak riecht gut.“

Etwas Lob konnte nicht schaden, so unsympathisch war ihr Edris dann auch wieder nicht. Ihr ging nur die Leichtigkeit der Jugend manchmal ziemlich auf den Geist. Alles war immer nur lustig und Hauptsache saufen und vögeln, wenn sie nicht gerade dabei waren, irgendwelchen Leuten oder Träumen in der Galaxie nachzujagen. Aber das war im Grunde genommen nicht ihr Problem, sondern die mehr oder weniger normale Lebensweise eines Mandalorianers.

Das Steak war fertig und sie setzte sich damit an den Tisch und deckte sich gleich mit dem Tee ein. Stryka musste sich eingestehen, dass Edris wirklich gut kochen konnte, es war ausgezeichnet zubereitet und schmeckte auch aufgewärmt noch gut. Natürlich war auch die Qualität des Fleisches einwandfrei, es war aus der Zucht der Reyceens. Der Gedanke daran, hätte ihr fast den Appetit verdorben, denn die hatte sie schon etwas arg provoziert. Vielleicht hätte sie etwas ruhiger auftreten sollen. Angst, Unsicherheit und natürlich auch eine latente Wut auf alles und jeden, hatte sie so reagieren lassen, als Torr gleich mit zwei weiteren Leuten hier aufgeklatscht war. Na gut, das war gegessen und jetzt musste sie mit den Folgen leben. Blödes Übergewicht. Aber das Steak war wirklich lecker (was gar nicht oft genug betont werden kann!) und sie aß es auch vollständig auf.

„Es war sehr gut“, lobte sie noch einmal, was irgendwie verstörend war. So war sie sonst auch nie, der arme Wynt hatte das mehr als einmal mitbekommen, das höchste Lob war ein anerkennender Blick und manchmal, wenn sie wirklich gut gelaunt war, noch ein Lächeln. Sie selbst fand es befremdend und schwieg dann lieber. Beängstigend war das Verhalten sogar. Was jetzt tun? Unsicher, wie sie sich verhalten sollte, stand sie auf und stellte das Geschirr in die Spüle. Bewegung war doch immer gut, um die Gedanken abzulenken oder zu ordnen. Als Nachtisch ein Stück Uj, überlegte sie, verbat es sich dann allerdings, weil sie ab und zu etwas aufpassen musste, wenn sie nicht ständig neue Klamotten kaufen wollte. Aus dem Leim geht man schnell, aber in Form zu kommen, das dauert. Stryka war alles andere als in Form, obwohl sie meistens den ganzen Tag auf den Beinen war. Allerdings war das Essverhalten alles andere als gut und die Bewegung auch etwas einseitig. Doch darüber beschwerte sie sich nur, wenn es einen Patienten betraf, der gefälligst mehr auf seine Gesundheit achten sollte.

„Deinen Arm möchte ich mir auch noch anschauen und ich möchte dich bald von den Schmerzmitteln runter bekommen. Wir werden anfangen, das Symoxin zu reduzieren, das andere setze ich völlig ab.“

Es war wichtig, dass sie das absetzte, denn sie machte sich Sorgen um Josea – besonders auch um den Gedächtnisverlust. Eine retrograde Amnesie ist niemals ein Spaß. Vorschläge zur Erinnerungshilfe hatte sie gemacht, nun musste er sie nur noch nutzen, beim Rest würde es vielleicht helfen, wenn sie die Schmerzmittel reduzierten. Falls – also falls, sie wusste es ja nicht sicher – er danach süchtig war, würde ihnen eine schwere Zeit bevorstehen.

Den Seufzer, der diesem Gedanken folgte, konnte sie gerade noch unterdrücken und lächelte stattdessen. Künstlicher ging es auch nicht mehr, wie ihr selbst auffiel, ohne sich zu sehen.


Niri war unterdessen zu ihr getapst und hatte sich auf ihre Füße gelegt. Die Duftnote war allein schon atemberaubend, der Sabber tat das seine dazu. Der Appetit auf Uj-Kuchen war damit auch verdorben. Also musste sie sich deswegen vorerst keine Gedanken machen. Der Kleine musste auch gefüttert werden, wie ihr schuldbewusst einfiel. Sie hatte aus der Metzgerei einiges mitgenommen, was für das Strill passte und so füllte sie nun ein wenig sehr feines Hackfleisch in eine Schüssel, dem sie noch etwas warmes Wasser beimengte. Hoffentlich konnte Niri das aufschlecken. Ablenkung war wirklich alles, denn das künstliche Lächeln wurde echt, als sie sich mit dem Tier befasste, das nun die mächtige Schnauze im Napf versenkte. Schlabber- und Schleckgeräusche waren vorerst zu hören und etwas, das sich wie gurren oder schnurren anhören mochte oder auch nur ein verzerrtes Jammern war – schwer zu ermitteln, aber Stryka streichelte den massiven Kopf des hässlichen Viehs.

Man könnte fast meinen, dass ihr Tiere lieber waren als andere Wesen.


Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Strykas Wohnung – Stryka, Josea, Edris, und Niri in der Küche

Thema: Die SW:NF-Endlos-Geschichte
Stryka Ordan

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29 Oct, 2017 06:39 07 Forum: Cantina

... zog sie mit dem Schlagholz durch, sodass ...

Thema: Die SW:NF-Endlos-Geschichte
Stryka Ordan

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Hits: 2282

28 Oct, 2017 19:31 30 Forum: Cantina

... durch den Hyperraum wirbelten und ganz sicher ...

Thema: Mandalore
Stryka Ordan

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27 Oct, 2017 13:33 07 Forum: Outer Rim

Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Strykas Wohnung - Stryka und Josea im Schlafzimmer; Josea, Edris, und Niri in der Küche



Stryka war tatsächlich sehr müde und bemerkte nicht, dass sie vom Stuhl fiel und aufgefangen wurde. Auch die "Behandlung" durch Josea bemerkte sie nicht, was gut war, denn sonst wäre sie wahrscheinlich sehr böse geworden. Niemand legte einfach so Hand an sie. Schon gar nicht dann, wenn sie den Kerl attraktiv fand - was öfter vorkam, als sie zugeben würde.

Nun schlief sie tief und fest und bemerkte eine ganze Weile gar nichts. Sie murmelte nur schlaftrunken vor sich hin, als ihr Josea das weite Shirt anzog.

Ach ja, ausstrecken, zur Seite drehen und schlafen. Es war doch egal, wie sie ins Bett gekommen ist, Hauptsache war doch, dass sie lag und schlafen konnte. Und sie schlief. Tief und fest ... und vor allem sehr lange. Zumindest so lange, dass ihre beiden Besucher Zeit hatten, sich in Ruhe umzuschauen und sich miteinander zu beschäftigen - oder auch nicht. Das lag an ihnen und interessierte die Ärztin in ihrem gegenwärtigen Zustand nicht die Bohne.


Es verging eine Zeit ehe sich Stryka wieder regte. Leises Seufzen war zu vernehmen und ein schmatzendes Geräusch, als sie die Lippen befeuchtete. Das hatte richtig gut getan. Noch einmal strecken und recken, dann war sie bereit, die Augen zu öffnen und dem Tag zu begegnen - oder der Nacht. Weitere Augenblicke vergingen, bis sie sich vergegenwärtigte, was so alles in den vergangenen Stunden oder Tagen passiert war. Das war schon einiges.
Jetzt erst bemerkte sie auch, dass sie andere Kleidung trug. Verdammt noch mal, fuhr es der renitenten Ärztin durch den Kopf und sie sprang auf. Aber nicht die Tatsache, dass jemand sie umgezogen hatte, erschreckte sie so, sondern die Frage, ob ihre Schutzbefohlenen, was sie ja mehr oder weniger auch waren,
wenn man deren Zustand bedachte, als sie zu ihr in die Praxis gekommen waren, noch anwesend waren. Da war doch was, das sie noch erledigen wollte? Angestrengt denkend, blieb sie am Bett stehen und rieb sich mit beiden Händen dabei übers Gesicht. Komisch,
ihr wollte es nicht mehr einfallen. Naja, das kam bestimmt später.
Doch jetzt erst einmal ... wo waren
Josea und seine Begleiterin?

Das ließ sich natürlich leicht heraus finden. Nachdem sie sich noch einmal das Gesicht gerieben hatten, schritt sie zur Tat. Eigentlich wollte sie energischer auftreten, aber irgendwie fehlten ihr sowohl die rechte Lust als auch die Energie dafür. Dabei hatte sie doch lange geschlafen und dürfte nicht mehr so kaputt sein, wie sie sich innerlich fühlte. Es war einfach zu viel passiert. Doch die Müdigkeit konnte man vertreiben. Ein wenig Caf konnte dem Abhilfe verschaffen und natürlich Bewegung, inklusive einiger Fragen an die Gäste und deren Antworten. Oder ... nein, letzteres hatte sich bereits im Vorfeld erledigt, also ehe sie eingeschlafen war. Während sie mit weniger sicher auftretenden Schritten, sie war ja barfuß, das Schlafzimmer verließ und den Korridor betrat, rief sie:


"Guten Morgen oder wie auch immer ... Seid ihr beiden Täubchen noch da oder muss ich eine Suchmannschaft zusammentrommeln lassen?"


Es ließe sich bestimmt auch anders feststellen, ob die beiden noch da waren, aber das schien ihr in dem Moment eine ganz plausible Vorgehensweise zu sein. Erst einmal fragen, das erspart vorzeitiges Suchen, das konnte sie später immer noch machen. Nach einem ordentlichen Schluck Caf oder zwei oder drei oder ganz vielen.


Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Strykas Wohnung - Stryka im Flur; Josea, Edris, und Niri in der Küche




OT: Es tut mir leid, dass ich so lange mit einer Antwort hab warten lassen.

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Stryka Ordan

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16 Jun, 2016 18:45 50 Forum: Outer Rim

Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Strykas Wohnung Josea, Edris, Stryka und Niri


Oh je, wo sollte sie nur hinschauen? Der Mann hatte aber auch einen Körper! Für Stryka war die Situation gerade etwas peinlich. Er ging so offen mit sich um, auch Edris kannte da keinerlei Scham und ihr war das alles nur noch peinlich. Die waren doch um so vieles jünger als sie! Sie könnte theoretisch Joseas Mutter sein und da gehörte sich das einfach nicht. Außerdem waren die beiden doch ein Paar. Zumindest hatte sie das so verstanden und sie wollte auch nicht dazwischen treten mit irgendwelchen ungeschickten Annäherungsversuchen, die wahrscheinlich nicht ankamen.

Aber es war so nett was er über Niri gesagt hatte und dann auch die Sache mit dem Waschautomaten, dass sie unwillkürlich lächeln musste. Was war nur los? Vorhin hatte sie sich noch so geärgert und jetzt lächelte sie dumm vor sich hin. Das konnte nicht gut gehen und würde in weiteren Verwirrungen enden. Nein, nein, nicht mehr hinschauen, befahl sie sich selbst. Du bist der Arzt und damit hat es sich. Alles andere ist Zufall und er ist mit Edris zusammen, redete sie sich weiter gut zu, damit sie ihre Sinne beisammen hielt. Außerdem brauchte Niri gleich ihre ganze Fürsorge. Die Reyceens ließen sich auch verdammt viel Zeit oder lag es nur an ihr, dass sie das Gefühl hatte, der Tag würde sich so massiv in die Länge ziehen?

„Danke fürs Aufräumen. Ich stecke deinen Overall gleich in den Automaten und die Bezahlung kannst du vergessen, wenn du mich nicht beleidigen willst.“

Das war wie mit dem Essen, er war hier Gast und die Gastfreundschaft ist heilig, deshalb hatte sie auch für Essen gesorgt und ihm das Bett angeboten, das sich nun auch auf Edris ausweiten würde.

Rasch lief sie an Josea vorbei ins Schlafzimmer und schnappte sich den Overall und dann weiter ins Badezimmer, wo der Waschautomat stand. Sie würde einfach ihre Sachen mit dem von dem jungen Mann in eine Maschine stecken und sie zusammen waschen, das ging schneller. Noch eine kurze Begutachtung im Spiegel. Nun ja, es ist nicht gerade so, dass sie gefallen möchte, andererseits, wer möchte nicht gefallen und seine besten Seiten ins rechte Licht rücken? Alles in den Spiegel starren änderte nichts daran, dass sie aussah, wie sie aussah, zu viel drumherum für ihre Größe. Aber das war schon als Kind immer ihr Problem gewesen. Ganz gleich, wie wenig sie aß, sie nahm nichts ab und aus Frust darüber, stopfte sie tonneneweise Süßkram in sich rein, vorzugsweise Uj-Kuchen, da konnte sie sich noch mit den Früchten selbst belügen. Weg mit diesen Gedanken, jetzt erst einmal etwas vom Strillsabber befreien. Sie beeilte sich nun doch, schließlich war es mehr oder weniger egal, wie sie aussah, Hauptsache sauber.

Die Maschine lief bereits, sie hatte sich ordentlich gewaschen und suchte nun etwas zum Anziehen. Erst stand sie nur überlegend beim Kleiderschrank, der abgesehen von ihren Arbeitssachen, wenig hergab, und überlegte, was sie besser aussehen lassen würde. Schlussendlich und weil sie wütend auf sich war wegen dieser dummen Gedanken, nahm sie einfach eine Tunika und eine Hose heraus. Sie musste niemanden beeindrucken, das ging mit dem Aussehen ohnehin nicht, redete sie sich zu, kam dann zu dem Ergebnis, dass das alles nur fadenscheiniges Zeug ist, denn überall isst das Auge mit. Man musste sich nur die beiden Mädels von vorhin anschauen, um darauf zu kommen. Noch ein letzter überkritischer Blick in den Spiegel und sie war wieder ansehbar. Das Ganze hatte nicht mehr als ein paar Minuten gedauert, so ging sie dann auch bald in die Küche zurück. Wenn es in der ganzen verdammten Galaxis irgendwo ein schwarzes Loch geben sollte, das sollte nun bitte die Ärztin holen. Darin wollte sie verschwinden, auf nimmerwiedersehen und so. Da standen der quasi nackte Josea und Edris in inniger Umarmung und tauschten Speichel aus. Sofort drehte sie sich wieder um und eilte in ihr Heiligtum, ihre Arztpraxis. Sie wollte ohnehin noch einige Proben überprüfen, die in den Brutkästen vor sich hin warteten.

Während sie mit den Probenbehältern hantierte, überlegte sie, ob sie nicht besser die Reyceens anrufen sollte, damit das etwas beschleunigt wird, denn langsam wurden diese beiden Verliebten anstrengend. Niri sollte sie auch holen, aber jetzt ging sie besser noch nicht in die Küche, also bereitete sie für ihn den Behandlungstisch vor, obwohl sie genau wusste, dass ihm nichts fehlte, außer die Zähne und ein rascher, gnädiger Tod, kein langes Siechtum, so wie es sein Herrchen wollte, weil er sich so an ihn gewöhnt hatte. Nein, Niri sollte einen würdigeren Tod bekommen, aber erst einmal durfte er sich später noch satt fressen und mit ihr in den Garten gehen. Die Proben waren in Ordnung und gelangten an den warmen Ort zurück, dort mussten sie noch ein paar Stunden ausharren. Aber die Zwischenergebnisse notierte sie pflichtschuldig auf einem Stück Flimsi.

Die Tür zu ihrem Büro hatte sie offen gelassen, damit sie hörte, wenn jemand sie brauchte. Plötzlich fühlte sie sich müde und überfordert, von ihrem eigenen Aktionismus überrollt. Die Jüngste war sie auch nicht mehr, wie ihr bewusst wurde, als sie sich hinter den Schreibtisch setzte und einen Moment die Augen schloss. Wo sie dann auch prompt einschlief.



Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Strykas Wohnung – Arztpraxis
Stryka, Edris, Josea und Niri in der Küche

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Stryka Ordan

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13 Apr, 2016 17:13 24 Forum: Outer Rim

Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Straße vor Strykas Haus
Stryka, Edris, Josea (am Fenster), Niri (das Strill)



Was war denn das schon wieder? Kaum dachte sie an nichts Böses, dann der nächste Schock. Wobei dieser Schock wenigstens schön zum Anschauen war, was immerhin etwas war. Ihr fielen geradezu die Augen aus dem Kopf, so sehr starrte sie. Dann wurde sie rot , was sie wiederum tierisch ärgerte, erst starren und dann rot werden. Das ist doppelt peinlich. Und Niri sabberte und stank fröhlich auf ihrem Arm dahin. Außerdem war der Kerl schwer und groß. Sie war wütend, weil der kleine Kerl in seinen letzten Tagen von seinem Herrchen verlassen worden war. Helfen würde sie ihm nicht können. Aber sie konnte ihm ordentliches Futter geben, wenn sich schon der dikut von Fleischer auf den Weg nach Pseudoabenteuern gemacht hatte, ohne es vorher gut versorgt zu wissen. Der hatte mal wieder gedacht, dass Stryka das schon richten würde. So war es dann ja auch gekommen. Sie konnte einfach nicht nein sagen. Und diesen knuffigen Falten im stinkenden Gesicht hatte sie noch nie widerstehen können. Er ist einfach zu niedlich, zumindest findet sie das. Niedlich und fast zahnlos. Wie alt es schon war, konnte keiner so genau sagen, aber es war bestimmt schon einige Generationen in der Familie des Fleischers.

Sie wagte einen kurzen Blick zuEdris, die sich fröhlich mitJosea unterhielt. Irgendetwas Schlaues sollte sie jetzt wohl auch von sich geben. Aber ihr fiel vor lauter Verlegenheit absolut nichts ein. Wie kann man nur so null in der Birne haben, fragte sie sich ärgerlich und schnaubte, während ihre Stirn ähnliche Falten annahm, wie die des Strills. Sie passten wirklich ausnehmend gut zusammen.

Du meine Güte, was sagt man in so einer Situation passendes, überlegt sie hastig, geht dann aber zur Tür. So ist es unverfänglicher. Tür auf und rein ins Haus, dann ist hoffentlichJosea auch wieder angezogen. Es ist ja wirklich nicht so, als hätte sie noch nie einen nackten Mann gesehen. Sie hatte sogar sehr viele gesehen, aber immer beruflich, als Arzt. Und jetzt … ist es verdammt noch mal was ganz anderes. Sie wird doch wohl nicht auf ihre alten Tage noch weich werden und sich diesem dikut an den Hals werfen, nur weil er so gut aussieht und sie ihn so furchtbar anziehend findet? Aber nein, das ist doch lächerlich. Für eine schnelle Nummer ist sie sich zu schade, für sie käme nur etwas Langfristiges in Frage.

Vorsichtig setzte sieNiri auf den Boden, damit sie die Tür öffnen konnte, denn auchEdris war mit den Einkäufen belastet. So wenig war es nicht, was sie da erstanden hatten, schließlich galt es, einige Mäuler zu stopfen.

Niri trottete hinter der Ärztin her ins Haus, denn das kannte es schon aus anderen Besuchen. Es war ein treues Vieh und würde nun seinen Lebensabend hier bestreiten, lange kann der ohnehin nicht mehr dauern.

„So, da sind wir. Hast du was an, Josea?“,

fragte sie einfach, denn sie wollte erst einmal ins Bad, sich waschen und anschließend umziehen, denn das Parfüm des Strills haftete wie eine zweite Haut an ihr. Das musste weg, auch wenn sie das Tier schätzte.

„Ich möchte mich nur schnell umziehen und Niris Sabber loswerden.“

Der Stinker hatte sie ganz schön angeschleimt, wie ihr jetzt auffiel, als sie auf ihren nassen Ärmel schaute. Das war ja mal wirklich ekelhaft. So sehr geschlabbert hatte der Kerl schon lange nicht mehr. Der Übeltäter suchte sich unterdessen eine ruhige Ecke und rollte sich dort zusammen, wo er nicht nur stank, sondern auch leise schnarchte.

„Du kannst die Taschen auf die Anrichte in der Küche stellen, Edris. Nehmt euch einfach, was ihr wollt, ich mache dann was für Niri und geh mich vorher umziehen, ich bin voller Sabber.“

Stolz auf sich, weil sie wieder normal reden konnte, ging sie Richtung Schlafzimmer, weil sie frische Kleidung brauchte. Auch wäre mal interessant, wann sich die Rayceens meldeten. Irgendwie war ihr das richtige Gefühl für die Zeit abhanden gekommen. Es war so viel passiert in den vergangenen Stunden, dass es sich wie Tage anfühlte. Aber nun war sie wieder hier.

„Also, macht es euch gemütlich, bedient euch, fühlt euch wie zuhause“,

hörte sie sich mit Staunen noch sagen und war über sich selbst mehr als verblüfft, doch ehe sie sich daran hindern konnte, redete sie schon weiter:

„Ich schau nachher nur noch kurz in die Ordination.“

Oh ja, das war gut, das war sogar wichtig, denn es könnte sie jemand brauchen. Wirklich, diese Möglichkeit bestand immer, selbst dann, wenn sie frei hatte. Aber erst einmal das angesabberte Zeug los werden. Rasch lief sie ins Schlafzimmer weiter, um sich mit sauberer Kleidung einzudecken.


Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Strykas Haus
Stryka, Edris, Josea, Niri (das Strill)

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Stryka Ordan

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14 Jan, 2016 07:46 50 Forum: Outer Rim

[Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Metzgerei]
Edris, Ben (NSC), Stryka in einem Nebenraum, vor der Tür das Niri (Strill)




Während Edris mit Ben flirtete und sich der Junge darüber freute, war die Ärztin im Nebenzimmer und suchte alles zusammen, was sie brauchte. Vor allen Dingen die alte Decke, auf der Niri zu schlafen pflegte. Das Tier war wirklich schon sehr alt und fast zahnlos. Es war eine Schande, dass sich niemand ordentlich darum kümmerte. Aber das würde sie jetzt übernehmen. Wynt war weg, der trat seinen Dienst im Krankenhaus an und hatte sie so sträflich im Stich gelassen. Es war eine Schande. Von Männern hatte sie keine gute Meinung. Irgendwie hatten sie immer alle enttäuscht und im Stich gelassen. Ihr Vater, die beiden Onkel und dann noch ein paar Cousins. Von den Kerlen, in die sie sich verliebt hatte als sie noch viel jünger gewesen war, gar nicht erst zu reden. Aber das ging niemanden etwas an, da ließ sie lieber ihre schlechte Laune an den Leuten aus. Wie gern würde sie jetzt am Kelita stehen, die Angel auswerfen und dem Rauschen des Flusses lauschen oder durch den Wald wandern und irgendwelche Kräuter suchen. Das fand sie außerordentlich entspannend, ein guter Ausgleich zu ihrem teils doch sehr hektischen Alltag, wenn die Leute mit ihren Problemen und Problemchen zu ihr kamen, sie damit fast zu Tode langweilten, immer die gleichen Geschichten über diverse Abenteuer, wo das Leiden wahrscheinlich angefangen hatte oder ein anderes. Dann gab es wieder Leute, die ihr sämtliche Probleme des Alltags erzählten. Das ging ihr meistens am shebs vorbei, aber sie hörte mitfühlend zu und verschrieb dann etwas, meistens waren es Schmerzmittel, manchmal half auch schon reden oder nur zuhören. Aber sie war ein guter Arzt, davon war sie mehr als überzeugt.

Sie verließ das Nebenzimmer durch eine andere Tür und gelangte in den Hinterhof, wohin sich das Strill verzogen hatte, als es gemerkt hatte, dass von Stryka nichts zu holen war. Leise redete sie auf das Tier ein und bewegte es so dazu, ihr zu folgen. Demonstrativ wollte sie den kleinen Stinker durch den Laden nach draußen führen. Außerdem musste sie Ben noch sagen, dass die Behandlung des Strills mit der heutigen Rechnung aufgerechnet würde.

„So, Niri, du kommst eine Weile zu mir“, sagte sie zu dem Faltenmeister, der sie aus kaum sichtbaren, roten und halb blinden Augen anschaute. „Wahrscheinlich nicht sehr lange“, sagte sie weiter, weil sie dachte, das kluge Tier würde jedes ihrer Worte verstehen. „Weil du vorher sterben wirst“, setzte sie in Gedanken hinzu. Es war die reine Wahrheit aus ihrer Sicht der Dinge und Kenntnisse und es machte sie ein wenig traurig. Das Tier kannte sie schon so lange, seit sie in diese Straße gezogen war und bereits vorher schon war sie ihm immer wieder begegnet.

Seufzend, mit Niri im Schlepptau und ein paar der Sachen, wie die Schlafdecke des Stinkers, kam sie gerade in den Verkaufsraum zurück, als Edris nach ihr rief.

Nun war sie neugierig, was die Frau alles eingekauft hatte, aber sie fragte nicht, sondern wandte sich noch an Ben.

„Sag deinem Chef, die Rechnung für Niri gleicht sich mit der Rechnung von heute aus. Falls sich die Behandlung in die Länge zieht, sag ich Bescheid.“

Der Junge nickte und schenkte der Zabrak noch ein schelmisches Lächeln, das war wirklich eine Frau nach seinem Geschmack, die wusste was sie wollte und es auch bekam. Irgendwann würde er auch so eine an seiner Seite haben und dann würde sie … der Tagtraum wurde von Stryka unterbrochen.

„Hast du mich verstanden, Ben? Starr nicht Löcher in die Luft“,

herrschte sie ihn an, der gerade in Zukunftsplänen schwelgte und an seinen ersten großen Auftrag dachte. Wie lange sich drei Tage ziehen können, ist schon furchtbar. Bei den Worten der Ärztin zuckte er allerdings kurz zusammen und nickte.

„Alles klar, ich sags ihm.“

Damit winkte er Edris noch zu und somit auch Stryka. Guter Arzt hin oder her, ab und zu könnte die alte Schachtel ruhig etwas netter sein. Er hoffte ja, wenn er mal so alt war, nicht derartig mies gelaunt zu sein, das war ja furchtbar. Die düsteren Gedanken wurden durch das Piepen seines Coms unterbrochen, was er mit einem erfreuten Gesichtsausdruck zur Kenntnis nahm. Da waren endlich die Daten für den Abflug, bislang hatte er nur gewusst, dass es in drei Tagen losgehen sollte, nun wusste er auch die genaue Stunde. Er musste unbedingt noch eine Abschiedsfeier geben und fragte sich, ob er Edris einladen sollte, unterließ es dann aber aus zwei Gründen: erstens hatte sie schon gesagt, dass sie heiraten wollte und deshalb keine Zeit hatte und zweitens war sie gerade aus dem Laden raus, mit der alten Nervtöterin. Aber er wusste ja, wo sie im Moment wohnte, da konnte er das noch immer nachholen. Freunde und Verwandte hatte er auch ausreichend, damit die Party bestimmt nicht langweilig wurde.


Stryka gab sich damit zufrieden und verließ anschließend mit Edris den Laden.

„Jetzt gehen wir zurück und schauen mal, ob Schlafschönchen schon wach geworden ist. Eigentlich dürfte er langsam wieder ins Reich der Lebenden eintauchen“,

meinte sie zu ihrem Gast, packte das Strill auf ihre Arme, da es die lahmen Beine nicht mehr tragen wollten. Zuhause würde sie stinken wie eine Jauchegrube, aber das machte nichts. Kleidung kann gewaschen werden und eine Dusche tut ihr übriges. Nur der kleine müde Sabberer konnte ja nichts dafür, dass er so alt und krank war und sich niemand um ihn kümmern wollte, weil irgendwelche obskuren Abenteuer im Moment wichtiger waren, die anscheinend so lukrativ waren. „Scheiß Credits“, dachte sie bitter, weil wieder einmal ein Lebewesen wegen der Jagd nach Geld und Prestige leiden musste.


[Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Straße]
Edris, Stryka, Niri (Strill)



OT: Du kannst uns ins Haus zurück oder wohin auch immer du willst dirigieren, wenn du eine Idee hast. Eingekauft haben die beiden bestimmt genug.

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Stryka Ordan

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10 Nov, 2015 12:31 01 Forum: Outer Rim

[Mandalore – Keldabe – Innenstadt – eine Straße vor einem Metzger]
Stryka, Edris, ein Strill, Passanten



Diese Frau nahm sich zu viel heraus, fand die Ärztin. Es reichte schon, dass sie einfach so in ihr Leben geschneit war, unvermittelt und ohne jede Vorwarnung, Änderungen herbei führte und ihr noch sagen wollte, wie sie zu leben hatte. Das brauchte sie nicht. Ganz und gar nicht. Sie wusste selbst, was am besten für sie war. Trotzdem verblüffte sie die abschließende Einladung zur Hochzeit, die noch nicht einmal feststand. Innerlich seufzte sie über dieses naive Denken der jungen Zabrak.

Für den Moment ignorierte sie das hartnäckige um Streicheleinheiten heischende Gebaren des Strills und wandte ihre volle Aufmerksamkeit ihrer Begleiterin zu.

„Hör zu, Edris. Danke für die Einladung. Aber du solltest das erst einmal mit Josea besprechen. Ich will dir bestimmt nichts schlecht reden, aber er kommt mir nicht wie der Typ Mann vor, der so schnell heiratet. Andererseits, kenne ich ihn auch nicht. Es ist mir egal, ob er mich mag, ob du mich magst. Ihr wart bei mir in Behandlung, Josea ist es noch. Du musst keine Sympathie heucheln. Wir holen jetzt noch ein paar Steaks und für den kleinen Stinker hier noch etwas, das er auch kauen kann. Den Rest habe ich zuhause, außer ihr habt Sonderwünsche, die müsst ihr euch dann aber selbst besorgen.“

Damit schaute sie wieder zu dem Strill, das seinen Speichel großzügig auf ihrer Hose verteilt hatte und weiter um Aufmerksamkeit bettelte, die es schließlich auch bekam. Stryka ging in die Hocke und kraule das hässliche Wesen hingebungsvoll am Hinterkopf, was die vielen Falten noch mehr zusammenschob, doch der Sechsbeiner wirkte zufrieden. Es hob eine Vorderpfote und legt sie der pummeligen Frau aufs Knie. Seit sie hier in der Straße ihre Praxis eröffnet hatte, kannte sie dieses Tier und es war ihr ans Herz gewachsen. Es war hässlich, es stank aber es war auch treu und sehr anhänglich. Sogar damals war es schon alt gewesen. Doch jetzt hatte es kaum noch Zähne und bewegte sich mehr als schleppend vorwärts.

„Ich sollte dich mal mit zu mir nehmen, hm, Niri?", fragte sie, was ihr einen treuherzigen Blick des alten Jägers einbrachte. Mit einem letzten Tätscheln des Kopfes richtete sie sich auf und wandte sich erneut an Edris, doch sagte sie nichts, sondern wies mit einer Geste zum Fleischerladen. Gleichzeitig marschierte sie los, Ohne auf Edris zu warten, betrat sie den Laden, indem sie die Einkaufstüte des Bäckers in die andere Hand nahm.

„Su’cuy, Ben“,

sagte sie beim Eintreten. Ein mittelgroßer und noch sehr junger Mensch, dem kaum der Bart wuchs, stand hinter der Theke und schaute zu den Neuankömmlingen.

„Der Chef ist heute nicht da, Miss Ordan. Aber er hat mir aufgetragen, falls du kommst, dass ich dir sagen soll … äh …“

Hektisch zog er ein Datapad zur Hand und las darauf, danach erst sprach er weiter:

„Also, ich soll dir ausrichten, dass Niri kaum noch vom Boden aufs Sofa springen kann und du ihn dir bitte anschauen sollst.“

„Bin ich jetzt auch Veterinär oder was? Für das nächste Mal, wenn dein Chef, dieser dikut, etwas von mir will, soll er seinen shebs gefälligst zu mir bewegen“,

ereiferte sie sich, noch ehe der junge Mann ausgeredet hatte. Für sie war das nur eine pro forma Reaktion, um das Gesicht zu wahren, denn eines war ihr klar, das Strill kam mit zu ihr. Anschließend drehte sie sich zu Edris und sagte:

„Bestell was du magst, was euch schmeckt. Ich suche das Zeug für Niri zusammen.“

Damit marschierte sie auch schon Richtung Hinterzimmer, als wäre das ihr Zuhause. Der junge Mando hinter der Theke grinste Edris an.

„Hat mal wieder ihre Launen. Aber n guter Arzt is sie. Also, was darfs sein?“,

fragte er die Zabrak gut gelaunt, jetzt wo die mürrische Frau weg war, war es einfacher. Außerdem war er froh, dass er in ein paar Tagen von hier wegkam. Sobald sein Onkel von seiner Reise zurück war, hatte er vor, mit seinen Cousins und einer Cousine durch die Galaxis zu ziehen und sein Glück als Kopfgeldjäger zu versuchen. Es war bestimmt besser, als irgendwelches Fleisch an irgendwelche Leute zu verkaufen, auch wenn es lohnend war, nach der Zeit als Krieger etwas zu haben. Aber so weit dachte er nicht. Was zählte war die Gegenwart. Und die zeigte sich gerade von einer sehr ansehnlichen Seite in Form der Zabrak, die mit der unmöglichen Ärztin in das Geschäft gekommen war.

[Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Metzgerei]
Edris, Ben (NSC), Stryka in einem Nebenraum, vor der Tür das Niri (Strill)




OP: @ Josea: Du darfst gern den NSC verwenden, der flirtet sicher gern mit Edris ;-)

Thema: Mandalore
Stryka Ordan

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06 Oct, 2015 12:30 44 Forum: Outer Rim

[Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Bäckerladen]
Stryka, Edris, Raffael und einige Kunden



Raffael ließ sich von Strykas Wutausbruch nicht aus der Ruhe bringen. Rasch notierte er sich, was sich Edris so vorstellte und grinste dabei, besonders bei dem Wunsch nach der Torte mit den Marzipanfiguren. Anschließend kramte er nach einer Visitenkarte, die er der Zabrak reichte.

„Ruf einfach an und reg dich nicht wegen der … wegen Stryka auf, die regt sich wieder ab, macht sie immer … Es wundert mich, dass die wegen Credits so einen Aufstand macht … Hm …“

Das letzte murmelte er vor sich hin, da er ehrlich verblüfft war, was sich auch in seinem Gesicht zeigte, als die Zabrak der Ärztin hinaus folgte. Die Bäckerin war ebenso verwirrt und kratzte sich an der Stirn. Aber eine Auflösung ihrer Fragen bekamen sie nicht, denn sie mussten sich um die Kunden kümmern. Bald schon wandten sich die Gespräche wieder den lebenswichtigen Dingen wie guten, saftigen Früchtekuchen oder frischem Brot zu.



Abrupt drehte sich Stryka herum, die noch ein Stück weit gegangen war, und starrte Edris an.

„Es regt mich auf, wenn er neben mir über mich Geschichten erzählt, damit hat es sich. Was wollt ihr essen? Weiter vorne gibt’s einen Metzger, der hat ausgezeichnete Nerfsteaks aus eigener Züchtung und Schlachterei“,

wechselte sie unwirsch das Thema, nur um gleich darauf zurück zu kommen.

„Warum denkst du, dass dich Josea heiraten will oder wird? Es gibt Wichtigeres im Leben als zu heiraten oder einen Mann im Bett zu haben … die meisten taugen eh nichts, sind unzuverlässig, verprassen deine Credits und ziehen weiter“,

gab sie ihr Bild der Männerwelt preis, das nicht sehr gut ausfiel, hielt aber ihre Stimme so weit gesenkt, damit keiner der anderen Passanten etwas von der Unterhaltung mitbekommen konnte. Am liebsten hätte sie die Zabrak gepackt und geschüttelt. Wie konnte man nur so naiv sein? Wegen eines schnellen Ficks in einem fremden Bett gleich ans Heiraten zu denken. Wie dumm diese Mädchen alle waren. Und vertrauensselig. Kaum hatte einer ein halbwegs hübsches Äußeres, annehmbare Manieren und bewies ein wenig Mut, waren die Mädels hinter dem her wie die Motten hinter dem Licht. Es war ihr unverständlich. Aber sie war nicht anders gewesen, früher als junges Mädchen. Allerdings hatte sie sich das sehr rasch abgewöhnt. Natürlich war Raffael nicht der einzige gewesen, auf den ihr Auge damals gefallen war. Aber nach der Peinlichkeit vor vielen Jahren wollte sie damit nichts mehr zu tun haben. Deshalb hatte sie ihr Augenmerk auf die wichtigen Dinge im Leben gelenkt. Familie war schön und gut, aber irgendwann nutzte sich auch das ab und die Verwandtschaft wurde mehr zur Last als zur Hilfe oder verschwand spurlos. Für sie war es wichtig geworden, ein angesehener Arzt zu werden, was sie bis zu einem gewissen Grad auch geschafft hatte. Ihr Labor gehörte zu den besten in der Stadt. Sie besaß nicht viel, doch das, was ihr gehörte, gehörte auch ihr, weil sie keine Belastungen hatte. Diesen Umstand verdanke sie jahrelanger harter und konsequenter Arbeit, worunter natürlich ihr Privatleben gelitten hatte, das im Grunde genommen nicht vorhanden war.

„Mein Leben geht dich nichts an, ad’ika, kümmere du dich um deins. In ein paar Stunden wird sich hoffentlich alles erledigt haben und jeder geht seiner Wege. …“,

setzte sie noch nach. Darauf, dass sie zu den Bäckersleuten unhöflich gewesen war, ging sie gar nicht ein, ein Thema, das für sie nicht weiter erörtert werden musste. Ohne auf eine Antwort über das Essen zu warten, schlug sie den Weg zum Metzger ein, der nur ein paar Häuser weiter seinen Laden hatte. Der wurde von einem wahrhaft hässlichen und uralten Strill bewacht. Er musste Stryka gewittert haben, denn das Vieh stolperte auf seinen sechs Beinen auf die pummelige Frau zu. Sobald es nahe genug war, verteilte es seinen Sabber hingebungsvoll an ihren Beinen, indem es den Kopf daran rieb, sich dann auf die Hinterbeine setzte und die Frau bettelnd anblickte.

„Ich hab heute nichts für dich, cyar’ika.“

Mandalore – Keldabe – Innenstadt – in einer Gasse]
Stryka, Edris, Passanten

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Stryka Ordan

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28 Aug, 2015 19:40 16 Forum: Outer Rim

[Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Bäckerladen] Stryka, Edris, Raffael und einige Kunden



Raffael grinste Edris gut gelaunt an und nickte.

„Natürlich. Du musst mir nur sagen wohin und wie viel, dann kriegen wir das gebacken.“

Er zeigte auf das Holobild an der Wand, was einen Kunden zum Stöhnen brachte.

„He, Raff, mach mal etwas schneller, ich muss gleich noch zum Raumhafen. Friss nicht so viel von deinem eigenen Kuchen, dann bist du auch schneller“,

beschwerte sich der Kunde, der schon vor Stryka und Edris im Laden gestanden war. Da kam auch schon eine flinke Frau unbestimmbaren Alters heraus. Auf den ersten Blick wirkte sie menschlich und noch recht jung, doch das zweite Hinsehen revidierte dieses Bild. Sie war die alte Version der Frau auf dem Bild.

„So, wer beschwert sich da, hä? Was willst du haben?“,

wurde der Kunde auch schon angesprochen. Der Ärztin winkte sie freundlich, bediente allerdings erst die anderen Leute weiter, die hier ihr Brot oder was auch immer an Backwaren kaufen wollten. So dick wie Raffael war, so dünn war Milla, sie wirkte sogar etwas ausgemergelt, wenn man es genau nahm. Stryka beobachtete die Frau, ihre Hautfarbe, die Art, wie sie sich bewegte. Kaum merklich nickte sie.

Stryka lehnte sich an den Tresen und verschränkte die Arme vor der Brust und wartete, dass ihr Raffael die Sachen brachte, die sie wollte und natürlich auch, dass er sein Gespräch mit der Zabrak beendete. Was das Geschäft betraf, war er sehr tüchtig und ließ sich kaum aufhalten, was auch erklärte, dass er Stryka so rasch bediente, denn sie war eine beständige Kundin, wie einige andere Leute auch aus der Straße. Rasch rechnete sie im Kopf, wie lange Josea wohl noch schlafen würde, das dürfte bei der Menge eine etwas längere Zeit dauern. Innerlich seufzte sie, denn sie wollte irgendwie die beiden los werden. Es war nicht so, dass sie die beiden nicht mochte, Josea mochte sie sogar sehr gern. Aber wenn sie daran dachte, was die beiden in ihrem Bett getrieben haben mochten oder noch würden, wurde ihr nicht übel, aber das gefiel ihr ganz und gar nicht. Nicht dass die Ärztin prüde gewesen wäre, im Gegenteil, als Medizinerin war ihr Nacktheit nicht fremd und auch Sex war etwas, das durchaus notwendig war, zumindest zur Arterhaltung … Was das andere dabei anging, war sie sich nicht sicher.

„Warum brauchst du große Mengen an Uj-Kuchen?“,

hörte sie sich fragen und erschrak darüber, das ging sie doch gar nichts an. Sie konnte so viel von dem Zeug kaufen wie sie wollte. Doch ihre Frage ging sicher in Raffaels Rede zu dem Holobild an der Wand unter, das seine Frau immer wieder zum Lachen brachte. Und am besten war es, diese blöde Frage hatte das Bild von ihren unfreiwilligen Gästen in ihrem Bett aus ihren Gedanken vertrieben.

„Also ja, das sind Milla und ich. Ein paar Jährchen ist das schon her, war auf … Wo war das, Milla? Ah, ich habs … das war auf Concord Dawn, als wir diesen Dings, na den Kerl abgeliefert haben und danach zwei Wochen lang gefeiert haben. Hahahaha … Viel weiß ich nicht mehr … nur das wichtigste noch, dort haben wir geheiratet und seitdem sind wir zusammen. Hach, ein paar Jahre durch die Galaxis zu gondeln und ein paar Leute gegen gute Credits einzusammeln, was für ein Spaß. Milla und ich sind bis heute ein verdammt gutes Team und unsere Kinder treten in unsere Fußstapfen, mehr oder weniger, sind grad alle unterwegs“,

erzählte der Bäcker gut gelaunt während er für Stryka Brot und Uj-Kuchen einpackte.

„Stryka hätte uns damals begleiten sollen, aber die hat lieber Bücher gewälzt und so einen Schwachsinn …“,

redete er weiter, was die Ärztin wieder wach werden und sich aufrichten ließ.

„Raffael, halt die Klappe. Pack alles ein …“,

befahl sie ihm und der Bäcker hielt tatsächlich für einen Moment die Klappe. Als Stryka allerdings nach ihrem Geld kramte, beugte sich der Bäcker zu Edris und murmelte:

„Als sie noch jung war, war sie nicht so. Die hatte ganz schön Pfeffer im Arsch, aber als ich ihr nen Korb gab, gabs nur noch Bücher ...“

Etwas lauter fügte er dann noch hinzu, packte auch schon alles ein und reichte die Tüte der Ärztin:

„Wieviel Uj-Kuchen brauchst du und wohin soll ich ihn bringen lassen?“,

fragte er dann die Zabrak, um wieder zu ihrem eigentlichen Wunsch zu kommen und auch, um das leidige Thema zu beenden. Wahrscheinlich fürchtete er sich davor, dass Stryka irgendwann einmal mit dem Skalpell vor der Tür stand und ihn aufschlitzte.

Der Ärztin war das gerade alles furchtbar zuwider, sie nahm die Tüte entgegen und knallte einige Credits auf den Tresen, danach ging sie auf die Tür zu, ohne den Inhaber eines weiteren Blickes zu würdigen. Milla lief der etwa Gleichaltrigen nach und hielt sie am Arm fest.

„Du brauchst nichts zahlen, das weißt du. Und der dikut meint es doch nicht so. Du kennst ihn doch …“,

versuchte sie die Ärztin zu beschwichtigen, doch die war durch irgendetwas, das Raffael gesagt hatte, angesäuert und riss sich mit einer unwirschen Bewegung los.

„Irgendwann ist jede Schuld abgetragen. Es reicht und beim nächsten Mal, wenn er über mich was erzählt, schneide ich ihm die Zunge raus, Brot backen geht dann immer noch“,

erwiderte sie leise und mit kaum unterdrückter Wut.

„Edris!“,

blaffte sie dann auch noch die junge Zabrak an.

„Wir gehen!“

Mit diesen beiden Worten stürmte die kleine, beleibte Frau aus der Bäckerei, als wäre eine wilde Horde hinter ihr her.


[Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Bäckerladen]
Stryka, Edris, Raffael und einige Kunden

Thema: Mandalore
Stryka Ordan

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15 Jul, 2015 16:54 58 Forum: Outer Rim

[Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Strykas Praxis – Küche]
Stryka und Edris



Es war, wie sie es sich gedacht hatte. Wenn sie ihre Patienten behandelte, hatte sie anderes zu tun, als ihren Geschichten zu lauschen, die erfunden sein mochten oder auch echt. Wenn sich sonst nicht viel mit Edris gemeinsam zu haben schien, von dieser Duchess hatte sie eine ebensolche Meinung. Diese Frau war schlecht für die Mandalorianer gewesen, hatte die Kultur fast untergraben … Das war ein Punkt, wo sie die Gedanken abwürgte, weil es nichts brachte. Ihre Aufmerksamkeit fokussierte sich erneut auf die Zabrak, die gerade von Berton erzählte. Er war ihr natürlich ein Begriff, auch wenn sie ihm noch nie persönlich begegnet war und wenig mehr außer den Namen von ihm wusste. Es gab Leute, deren Namen man eben kannte.

„Verwandte von Josea sind derzeit in der Stadt. Wenn er wach ist, soll er sie anrufen, vielleicht beschleunigt das die Sache etwas“,

regte sie an und atmete dann tief durch, ehe sie sich zu einem Lächeln zwang. Was die Leute immer mit heiraten hatten. Dauernd wollten sie jemanden heiraten, kaum gesehen, wurde schon gevögelt und danach ans Heiraten gedacht. Gab es nichts anderes zu tun? Diese oder ähnliche Fragen schossen durch ihr Hirn und blieben unbeantwortet jedoch sehr rasch wieder verdrängt. Es war nicht gut, daran zu denken und sich womöglich noch auszumalen wie … hier brach sie entschlossen den Gedankengang ab. Mittlerweile hatte sie die Küche fertig, viel war nicht zu tun gewesen, das Kaffeegeschirr war rasch gespült und weggeräumt, ebenso die Pfanne und das Teller. Und dann wollte die Zabrak mit zum Einkaufen.

„Na schön, dann komm mit.“

Es gefiel ihr zwar nicht, aber ihr fiel kein Grund ein, warum sie die Zabrak nicht mitnehmen sollte. Dass sie eine Weile allein sein wollte, schien ihr zu dürftig und zu durchsichtig.

„Zieh dich an, dann gehen wir. Ich muss nur noch schnell ins Labor. Ich habe dort einige interessante …“,

hob sie zum Erzählen an, unterbrach sich allerdings, da sie nicht glaubte, dass Edris eine wachsende Pilzkultur interessieren würde oder sie das alles überhaupt verstand. Allerdings fand sie es dann wieder unhöflich, den Satz so offen zu lassen und sie schloss, weniger enthusiastisch als sie begonnen hatte und bemüht, keine Fachausdrücke zu verwenden:

„Nun, einige Kulturen heimischer Pilze, die sich für die Wundheilung als nützlich erweisen könnten. Sie sind nicht ganz so schnell wie Bacta, aber um ein Vielfaches günstiger und …“

Hier brach sie endgültig ab, da sie meinte, sich wieder verrannt zu haben. Das Labor war so viel einfacher. Kulturen sprachen nicht, Proben taten in der Regel das, was man von ihnen erwartete und soffen vor allen Dingen nicht den Kaff und futterten auch nicht den Kühlschrank leer. Sie räusperte sich und zwang sich erneut zu einem Lächeln.

„Nun, dann … mache ich das mal, wir treffen uns vor dem Haus.“

So rasch es der Anstand zuließ ging sie aus der Küche und in ihr Heiligtum, das Labor. Es war zweckmäßig eingerichtet, mit teuren Apparaturen. Inkubatoren, einem Kühlsystem, einem hochauflösendes Mikroskop, diverse Kleinteile, eine Zentrifuge, jede Menge Petrischalen, Röhrchen, Fläschchen, Schläuche und Nadeln. Alles befand sich an seinem Platz, war wohlgeordnet und beschriftet. Obwohl das Labor kein Fenster hatte, roch die Luft frisch. Auffällig waren noch die Sicherheitswerkbank und auch die Mikrotetierplatten und die Schüttler. Alles stand auf einem glänzenden Metalltisch an einer Wand über der eine starke Lampe für zusätzliches Licht sorgte. Eine Wand wurde von einem Schrank eingenommen, an dem eine fahrbare Leiter befestigt war. Hier sah man, wo die Frau ihr Einkommen anlegte: Laborausrüstung. Wobei sie bei genauerer Befragung wohl angeben musste, dass einige der kleineren Geräte aus dem städtischen Krankenhaus rekrutiert worden waren. Dort gingen sie niemanden ab, denn sie hatten schon längere Zeit sinnlos im Lager verbracht. Deshalb hatte Stryka auch kein schlechtes Gewissen, den Schüttler und die Zentrifuge als ihr rechtmäßiges Eigentum zu bezeichnen, noch dazu wo sich in all den Jahren niemand nach dem Verbleib dieser Dinge erkundigt hatte. Hier taten sie nützliche Dienste. Rasch schaute sie in den Brutkasten und begutachtete das Wachstum der Kulturen. Danach kontrollierte sie die Temperatur und fand alles zu ihrer Zufriedenheit. Ehe sie das Labor verließ, schrieb sie noch die Kontrollzeit auf. Nun war sie so weit, sich wieder Edris zu stellen und einer Kommunikation, die sie so nicht wollte. Das Labor war in Ordnung, sie schloss ordentlich ab, danach auch die Ordination.

„Wir können los“,

sagte sie zu der wartenden Zabrak. Und schon marschierte die kleine Ärztin los. Im Hof warf sie noch einen Blick auf ihren Gleiter, entschloss sich dann aber, doch lieber zu Fuß zu gehen. Die Wege waren nicht weit und etwas Bewegung an der frischen Luft war kein Fehler. Außerdem ließ sich eine Schweigephase so sicher leichter aushalten. Es wurde nicht so schnell peinlich.

Der erste Weg führte sie in eine Bäckerei, die sich nur zwei Häuser weiter die Straße runter befand.


„Su’cuy, Raff’ika“,

sagte sie beim Eintreten. Der so Angesprochene ignorierte einen anderen Kunden und wandte sich mit einem strahlenden Lächeln der Ärztin zu.

„Ah, Stryka. Schön, dich zu sehen. Milla geht’s wieder gut. Falls du nach ihr sehen willst, sie ist hinten. Wie immer?“

Stryka winkte ab und schüttelte verneinend den Kopf. Raffael war eine Nummer für sich. Ein schwergewichtiger Bäcker, der wohl liebend gern seine eigenen Kreationen durchtestete oder Dauerschwanger, wenn das bei Männern ginge. Außerdem war er der beste Bäcker in der Gegend, wie die Ärztin fand.

„Die dreifache Menge, ich hab Besuch.“

„Oh … warte. Ich richte dir gleich alles …“

Sein Blick richtete sich auch auf die Begleiterin der Ärztin, der er ein herzliches Lächeln schenkte. Trotz der vielen Arbeit und des Andrangs der in dieser Verkaufsbude herrschte, schien der Mann gut gelaunt zu sein, hatte rote Backen und verströmte jede Menge Lebensfreude und Humor. Hinter ihm an der Wand hing ein Holobild, das ihn in jungen Jahren in Rüstung zeigte. Mit dem Helm in der Hand winkte er in die Cam. Eine junge Frau stand neben ihm und grinste ebenfalls. Das war anscheinend Milla.

„Raffael ist ein ausgezeichneter Bäcker. Sag was du haben willst und du bekommst es ... und ich meine nicht nur Brot.“

Ein Schmunzeln zog für einen minimalen Augenblick über ihre Lippen, als sie daran dachte, was er ihr schon alles verkauft hatte, das so rein gar nichts mit Essen zu tun hatte. Dennoch sagte sie:

„Er bäckt auch wunderbaren Uj-Kuchen.“

Diese Bemerkung brachte den dicken Kerl zum Lachen, sodass sein Bauch zu hüpfen begann.

[Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Bäckerladen]
Stryka, Edris, Raffael und einige Kunden

Thema: Mandalore
Stryka Ordan

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22 Jun, 2015 18:13 10 Forum: Outer Rim

[Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Strykas Wohnung/Praxis - Küche]
Stryka, Edris


Irgendwie entwickelte sich das alles als sehr schwierig, zumindest empfand Stryka die Lage als nicht besonders angenehm. Sie schenkte der Zabrak Kaf nach und nahm sich dann selbst auch noch. Danach stellte sie die Kanne zurück in die Maschine. Die Tätigkeit half ein wenig über ihre Unbeholfenheit in der höflichen Konversation hinweg, doch dann war sie wieder zur Ruhe gezwungen. Langsam trank sie das heiße Gebräu, das zum Glück recht stark war und hörte zu, was ihr Gast zu sagen hatte. Leider kreiste ein Teil ihrer Gedanken um ihren schlafenden Patienten, was sie etwas abwesend wirken ließ. Doch nahm sie sich rasch zusammen und kramte nach einer passenden Erwiderung.

„Dann hat die Party ja richtig ausgegeben. Tut mir leid, dass sie so abrupt geendet hat. Aber bei deinem Alkoholspiegel hättest du ohnehin nicht mehr viel mitbekommen. Und ihr hab gleich für sieben Leute gefeiert. Alle aus eurer Familie oder auch Freunde?“,

fragte sie und zuckt dann leicht mit den Schultern. Im Grunde genommen war es ihr gleichgültig, wann und warum sich jemand bewusstlos soff. Ändern konnte sie daran ohnehin nichts. Und die Leute, die dort gefeiert hatten, kannte sie auch nicht. Also bestand auch nicht die geringste Ursache, nach mehr zu fragen. Allerdings erhoffte sie sich. So etwas mehr über die Rayceens zu erfahren, wer sie waren und wie sie tickten. Wobei man von Edris nicht auf Torr schließen durfte. Das wäre ein fataler Fehler gewesen.

„Was waren das für Leute, die du wieder geholt hast? Verbrecher oder Sklaven? Und arbeitest du dann immer mit den gleichen Leuten zusammen? Ich kenne ein paar Leute, die nach diversen … Ausflügen … ihre Wehwehchen hier behandeln lassen, die gröberen Blessuren, das einfache Zeug kriegen die eh selbst hin“,

warf sie nun doch interessierter klingend ein, runzelte dabei allerdings nachdenklich die Stirn. Im Moment ging ihr zu viel im Kopf herum und immer wieder schob sich der schlafende Josea in den Vordergrund. Das verdammte Lächeln dieses Kerls ging ihr nicht aus dem Sinn und verwirrte sie, besonders die Gefühle, die sie dabei empfand. Das war nicht gut, fand sie, und hoffte, dass es sich legte, sobald er aus dem Haus war, was bestimmt bald geschehen würde. Entschlossen zwang sie ihre Gedanken in die Küche zu Edris.

„Halte mich bitte nicht für ungastlich, aber wann denkst du, wird es eine Entscheidung geben? Es handelt sich nicht gerade um eine übermäßig hohe Summe und sie ist auch nicht für mich gedacht, sondern für Josea – abgesehen von meinen Auslagen. Schmerzmittel und Bacta müssen auch bezahlt werden. Was mich daran erinnert, dass ich noch einkaufen wollte.“

Geschäftig stand die Ärztin auf und räumte das Geschirr weg.

„Fühle dich wie zuhause. Du kannst überall hin gehen, nur die Praxis und das Labor sind tabu.“

Das erinnerte sie wiederum daran, dass sie das Labor abschließen sollte, denn dort züchtete sie gerade eine Reihe von Pilzen, die sie im Wald um Keldabe gefunden hatte und untersuchte ihre Wirksamkeit gegen bestimmte Krankheitserreger. Wenn da etwas verpfuscht wurde, dann konnte sie die Arbeit von drei Monaten in den Müllschlucker werfen. Es hingen zwar weder Leben noch ihre Reputation als Arzt davon ab, aber es war etwas, das ihr wichtig war und dem sie viel Zeit gewidmet hatte. Die Kulturen zeigten bereits erste Ergebnisse und bald konnte sie mit Studien am lebenden Organismus anfangen. Doch dazu brauchte sie noch die Ergebnisse aus der Simulation, die würde sie in ein paar Tagen laufen lassen, nahm sie sich vor, während sie zu Edris schaute. Stryka versuchte, nicht zu ernst zu blicken oder gar unwirsch. Allerdings war ihr das mittlerweile so sehr in Fleisch und Blut übergegangen, dass es ihr schwer fiel. Und sie wusste noch immer nicht, was sie von der Zabrak halten, ob sie sie mögen sollte oder nicht.



[Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Strykas Wohnung/Praxis - Küche]
Stryka, Edris

Thema: Mandalore
Stryka Ordan

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14 Jun, 2015 09:19 52 Forum: Outer Rim

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Stryka, Edris


Diese Situation war ihr unangenehm. Das Fräulein, das in ihrer Küche saß und eben die Reste ihres Kühlschrankinhalts verspeist hatte, redete, als wäre ihre Praxis ein Nichts. Das war sie ganz und gar nicht. Diese Zabrak hatte doch gar keine Ahnung vom Leben als Arzt. Wahrscheinlich kannte sie nur diese schicken aber überaus unreifen Burschen aus den Kliniken, die sich auf Bacta verließen und sonst nichts in der Birne hatten. Doch diese Überlegung musste sie revidieren, denn Edris erwähnte auch Feldmediziner. Das war natürlich ein anderes Thema. Die hatten wirklich was drauf. Aber es war ganz und gar nicht die Arbeit, die ihrer Art entsprach. Zumindest hatte sie es noch nie in Erwägung gezogen. Nicht, dass sie nicht wusste, wie man Schussverletzungen behandelte oder andere Verletzungen. Davon gab es in Keldabe zuhauf.

„Meine Praxis ist mein Leben, cyar’ika, ich habe sie aufgebaut und das Labor dazu, das zu den Besten in der Gegend gehört. Das ist nicht gerade wenig. Und warum soll ich mir von einem großkotzigen Anstaltsleiter in meine Arbeit dreinreden lassen, wenn ich selbst der Boss sein kann? Ich lasse mir nicht gern Vorschriften machen. Und eine Verschwendung von vorhandenen Ressourcen halte ich für ein Verbrechen“,

erklärte sie der Zabrak, ohne zu viel zu verraten. Danach trank sie von ihrem Caf und schien sich mehr und mehr zu entspannen, obwohl ihr auch dieses Thema nicht sehr behagte. Sie kam sich vor, als müsse sie sich für ihren Lebensstil rechtfertigen. Und das wollte sie nicht. Außerdem, was gingen ihre Differenzen mit dem dikut vom Krankenhaus an? Das würde sie nicht einmal ihren besten Freunden erzählen. Offiziell war sie aus freien Stücken gegangen worden. Es wurde ihr nahe gelegt, den Dienst zu quittieren, was sie dann auch gemacht hatte. Aber nicht, ohne dem Kerl noch einmal ordentlich ihre Meinung zu sagen. Bei dem Gedanken daran lächelte sie grimmig, denn es hatte ordentlich gut getan, sich Luft zu verschaffen.

„Interessante Krankheiten gibt es auch hier, wenn du dir nicht für diversen Kleinkram zu schade bist. Auch Credits oder Gefallen für die Zukunft.“

Für sie war es unfassbar und unmöglich, etwas anderes zu machen, als ihre Praxis und ihre Forschungen. Es war ihr Leben, das sie sich, wenn auch nicht ganz freiwillig, ausgesucht hatte. Da brauchte niemand daher kommen und es in Frage stellen. Ihre Stirnfalte wurde tiefer. Aber sie verkniff sich einen entsprechenden Kommentar. Um nicht weiter darüber nachdenken zu müssen, vertiefte sie sich in die letzte Frage von Edris.

„Ich habe euch hierher gebracht. Du hattest dich fast bewusstlos gesoffen, Josea wollte mich vor irgendetwas Eingebildetem retten … ach ja, ich weiß schon, es war, weil ich noch voller Blut von dem Bengel war, der sich das Bein fast abgetrennt hatte. Da dachte der große Held wohl … irgendwas, keine Ahnung. Es kam zum Gerangel und der Wirt schaffte sein Haustier herbei, dann sind wir lieber gegangen und du bist mitgekommen in deinem Suff. Naja, ich hab euch zu mir geschafft. Ist ja nicht so weit vom Lagartoz Inn bis hierher“,

erzählte sie freimütig und schwieg sich dann wieder eine Weile aus. Ja, die Schmerzensgeldangelegenheit. Das war noch so eine Sache. Durch diese unbedarfte Bemerkung ihres Gastes, war sie in den Vordergrund ihrer Gedanken gerutscht und die Zabrak wollte Josea danach mitnehmen. Die Ärztin überlegte still, ob sie nicht einen Grund erfinden sollte, dass er noch bleiben musste. Andererseits, er war so weit in Ordnung, dass er sich überall aufhalten konnte, sofern er sein Handgelenk schonte. Sie schallt sich selbst eine dumme Närrin, an so etwas überhaupt nur zu denken. Um sich davon abzulenken, trank sie vom Caf. Etwas hastig stand sie danach auf und holte die Kanne.

„Willst du auch noch etwas? Und ja, sobald das geregelt ist, kann er gehen, wohin er will. Wie lange es noch dauert, weiß ich allerdings nicht, du kennst deine Verwandten besser als ich.“

Dann war das Schweigen wieder zwischen ihnen. Stryka überlegte zwanghaft, was sie noch sagen konnte, damit sie nicht wieder so unhöflich erschien. Wobei es ihr eigentlich egal war, wofür man sie hielt. Sie war der beste Arzt in der Gegend - und ihrer Meinung nach, sogar der beste in ganz Keldabe. Ihr Fachwissen war groß und ihre Forschungsergebnisse zeigten immer gute Wirkungen. Sie hatten Joseas Verletzung durch, sie hatte erzählt, was im Lagartoz vorgefallen war, zumindest so weit sie es verstanden hatte und sie hatte etwas über sich erzählt. Dann fiel ihr doch etwas ein und kurz lächelte sie.

„Bist du wie Josea ein Kopfgeldjäger?“,

fragte sie und vergaß dabei die letzte Frage der Hörnerträgerin zu beantworten. Außerdem fand sie, dass Edris das Josea selbst fragen sollte. Mit der Kanne in der Hand wartete sie, ob sie noch nachschenken sollte und auch auf die Antwort ihrer letzten Frage, auch wenn die Neugier mehr geheuchelt als echt war. Im Grunde genommen, war es ihr gleichgültig, was die Frau tat, solange sie es weit weg von hier tat und ihre ganze Sippe mit nahm.



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Stryka, Edris

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