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Thema: Der Geburtstags-Thread
Terry Dourshe

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26 Jan, 2019 20:02 19 Forum: Cantina

Der Spieler nebst seinen zahlreichen leicht irren Persönlichkeiten bedankt sich recht höflich für die Geburtstagswünsche.




lolli Terry, Stryka und Joruus

Thema: Coruscant
Terry Dourshe

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20 Jan, 2019 13:03 48 Forum: Core Worlds

[Coruscant – südliche Hemisphäre – Gefängnis der mittleren Ebene – Besucherraum] Terry, Leven Corso



Nun saß er dem Rechtsanwalt gegenüber, der irgendwie gestresst wirkte, mit dem roten Kopf und allem. Seit wann war die Neue Republik gütig? Die waren ebenso wenig warmherzig wie das Imperium oder das Pentastar Alignement. Pflichtverteidigung verhieß auch nicht zwingend etwas Gutes. Trotzdem wollte er es mit dem Mann versuchen. Sehr viel Auswahl hatte er nicht, außerdem hatte ihn Kalyn empfohlen, das einzige, das bislang für den Mann sprach. Was interessierte ihn der Fall irgendeines geldgeilen Nachfahren, der sein Vermögen wegen einer uralten Seifenoper noch einmal aufbessern wollte? Da stand dann der Kaffee, den ihm freundlicherweise Leven eingeschenkt hatte und konnte langsam auskühlen. Außerdem ging es Terry leicht gegen den Strich, weil er so locker geduzt wurde. Der erste Impuls sagte ihm, es gleich zu halten. Wenigstens hatte ihn sein Verstand nicht gänzlich verlassen, denn nicht jeder war so drauf wie Kalyn. Neetakas Empfindlichkeit wegen der Anrede hatte er noch in bester Erinnerung, weshalb er sich dafür entschied, nur die besten Manieren an den Tag zu legen, damit sich sein Verteidiger auch wirklich für ihn ins Zeug legte, auch wenn er wenig Hoffnung hatte, etwas anderes als lebenslänglich zu bekommen, schließlich war er ein Mörder, das hatte er zugegeben und er wusste, was er getan hatte.

Doch erst einmal galt es die Fragen des Rechtsanwalts zu beantworten. Wo und wie er den Arm und später die Prothese verloren hatte, war leicht zu beantworten.

„Ich war First Lieutenant der imperialen Armee, Infanterie, Stellvertretender Kompaniekommandant bis zu einem verhängnisvollen Einsatz im Jahre 3 ABY. Mehr als die Hälfte meiner Einheit starb dabei, ein Großteil ist verwundet worden, so wie ich. Ein Schrapnell hat meinen Unterarm zerfetzt. Der Einsatz war entgegen meiner nachdrücklichen und unmaßgeblichen Meinung, ihn zu verschieben und dafür eine Erkundungsmission zu starten, erfolgt. Wir mussten ran, obwohl ich ahnte, dass es ein Himmelfahrtskommando sein wird, was es auch war. Der Verlust meines Unterarms und was noch schwerer wog, meiner Männer, hat mich zu einigen unbedachten Handlungen motiviert, wie meinen Vorgesetzten anzugreifen. Die nächsten Jahre verbrachte ich in der Spaß-, ich meine Strafkompanie Enterprise auf verschiedenen Planeten. Nachdem ich 6 ABY desertiert bin, habe ich die Prothese entfernt und weggeworfen, damit sie mich nicht so schnell finden. Da waren wir schon auf Coruscant, wo es sehr schöne Versteckmöglichkeiten gibt. Hier hat mich noch keiner gefragt, ob ich einen Ersatzarm möchte, ich habe mich auch nicht sonderlich darum bemüht. Man gewöhnt sich daran, es ist nur manchmal etwas umständlich, besonders, was das Schießen angeht oder bei Handwerksarbeiten. Aber sonst, kein Problem. Die Wachen kommen auch gut damit zurecht.“

Das war es so weit zu seiner Vergangenheit, etwas umfassender als die Frage vielleicht bedingte, aber eines ergab sozusagen das andere. Das Wichtige, den Grund seiner Inhaftierung und wie alles abgelaufen war, hatte er noch nicht erwähnt. Ob sie damit überhaupt in einer Stunde durchkommen würden? Terry konnte es sich nicht vorstellen, war aber auch der Ansicht, dass sich Corso wahrscheinlich nicht so schnell wegschicken lassen würde, zumindest nicht so lange, bis alle Fragen geklärt waren.

„Ist dieser Teil meiner Vergangenheit so wichtig, Mister Corso? Ich dachte, Sie würden lieber über das reden, was mich und in der Folge auch Sie hierher geführt hat.“

Der Kuati nahm an, dass sie bestimmt noch darauf zu reden kommen würden. Er musste nur aufpassen, dass er keine dummen oder unpassenden Sprüche von sich gab. Ehrlichkeit und eine gewisse Art der Geradlinigkeit sollte er jetzt schon einhalten, nahm er sich zumindest vor.


[Coruscant – südliche Hemisphäre – Gefängnis der mittleren Ebene – Besucherraum] Terry, Leven Corso

Thema: Coruscant
Terry Dourshe

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27 Dec, 2018 14:49 22 Forum: Core Worlds

[Coruscant – südliche Hemisphäre – Gefängnis der mittleren Ebene – Zelle] Terry



Mit einer zu raschen Reaktion rechnete er nicht. Also machte er es sich auf seiner Pritsche gemütlich und dachte nach. Großartig andere Dinge konnte er ohnehin nicht machen, außerdem war gegen ein kleines Verdauungsschläfchen nach der Völlerei eben nicht das geringste einzuwenden. Gerade war er am Eindösen, als er den Befehl bekam, aufzustehen und sich mit den Händen voraus an die Wand zu stellen, was in seinem Fall bedeutete, eine Hand an die Wand und den halben Arm heben. Schon wieder eine lausige Kontrolle, dachte er noch, doch er irrte sich. Wie üblich betrat, nachdem er an der entsprechenden Position stand, ein Wächter die Zelle, legte ihm Hand- und Fußschellen an, wobei er eine Sonderanfertigung bekam, die Hand wurde an eine Kette der Fußschellen gefesselt. Alles schön sicher und unkomfortabel.


„Was ist los?“, wollte Terry alarmiert wissen, als er in den Gleiter verladen wurde.

„Du hast Glück, du Stück Banthascheiße, dein Anwalt ist schon eingetroffen.“

Der Kuati starrte vor Verblüffung etwas blöde vor sich hin, weshalb er auch auf die Beleidigung nicht wirklich reagierte. Mit dieser schnellen Reaktion hatte er nicht gerechnet. War das nun gut oder schlecht? Es konnte bedeuten, dass der Kerl seinen Fall so interessant fand, dass er alles andere liegen ließ, was gut wäre, oder aber, der Typ hatte so wenig Aufträge, dass er sofort Zeit gefunden hatte. Diese Möglichkeit war weniger erhebend, weil sie Zweifel an der Qualität des Anwalts aufkommen ließ. Daran wollte Terry lieber nicht denken und er hängte sich an die erste Möglichkeit, außerdem schmeichelte sie seiner Persönlichkeit etwas mehr.

Da ging er wieder den Weg, den er vorhin in die andere Richtung gelaufen war. Die Tür zum Besucherraum öffnete sich und dann sah er ihn, den Anwalt. Ein Kerl mit hochrotem Kopf, der eher den Eindruck erweckte, dass er kurz vor einem Herzinfarkt stand, als großer anwaltlicher Geschicklichkeit. Was hatte ihm Kalyn da eingebrockt? Vielleicht wusste sie es auch gar nicht besser, denn sie hatte ihn als erfolgreichen Mann beschrieben.

Was nun? Sagen musste er etwas, aber er ahnte auch, dass er hier mit seinen dummen Sprüchen besser nicht auftrumpfen sollte.

„Ihr habt ne Stunde. Wenn was ist, dann drücken Sie den Alarmknopf, Mister Corso.“ Der Wächter schob Terry ins Innere, drückte ihn auf den Stuhl und ging wieder. Kaffee und Wasser standen bereits auf dem Tisch.


„Hey, macht mir mal einer die Hand los?“

Ein kleiner Gruß der genervten Wächter, sie ließen ihn so wie er war. Das hieß, wenn er etwas trinken wollte, dann musste er jedes Mal die Beine anheben, sehr lästig. Doch gut, reden konnte er noch mit dem Anwalt, darum ging es. Scheiß auf Bequemlichkeit. Er wendete sich lieber dem Rechtsanwalt zu, das war schließlich wichtiger, außerdem hatte er vorhin ausgezeichnet getrunken und gespeist.

„Guten Tag, Mister Corso. Lieutenant Sulor von der Zollbehörde hat Sie mir empfohlen. Danke, dass Sie so schnell Zeit gefunden haben. Die Situation ist etwas lächerlich, um nicht zu sagen, prekär, zumindest für mich. Was das Finanzielle angeht, ich bin pleite, mein ehemaliger Arbeitgeber praktisch inexistent, wobei der nur zahlen würde, wenn Sie mich ausliefern. Die Credits für das Auftragsgeschäft sind beschlagnahmt, glaube ich zumindest.“

Interessiert und nun wieder hellwach beobachtete er den Anwalt mit dem hochroten Kopf. Das war er also, der angeblich so berühmte und auch berüchtigte Leven Corso. Er hoffte inständig, dass der Kerl etwas taugte, sonst musste er sich tatsächlich andere Wege überlegen, wie einen weiteren Besuch auf der Krankenstation und den kleinen Droiden etwas umprogrammieren, damit er ihm half.


[Coruscant – südliche Hemisphäre – Gefängnis der mittleren Ebene – Besucherraum] Terry, Leven Corso

Thema: Das SW:NF wünscht frohe Feiertage!
Terry Dourshe

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24 Dec, 2018 07:04 10 Forum: Cantina

Danke schön, das wünsche ich dir und allen hier smile

In einer weit, weit entfernten Galaxie findet zu dieser Jahreszeit folgendes statt ...

Lichterketten, Tannenzweige, Misteln über Köpfen,
Kinderlachen, Kerzenschein, Braten in den Töpfen,
Äpfel, Kekse, Zuckerstangen, Zimt auf Sternen
überall Gerüche, gute Laune manchmal erst in Fernen.

... oder auch nicht.

Viel Spaß und Erholung an den Feiertagen und falls jemand Urlaub hat, schönen Urlaub auch noch.

Terry lolli

Thema: Coruscant
Terry Dourshe

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14 Dec, 2018 09:01 58 Forum: Core Worlds

[Coruscant – südliche Hemisphäre – Gefängnis der mittleren Ebene – auf dem Weg zu den Zellen] Terry, Wachen



Noch einmal schaut er zurück und verabschiedet sich mit einem letzten Blick auf die sich schließende Tür von Kalyn. Das war es also, ein kurzer Ausflug in so etwas wie Normalität.

„Wenn du meinst, dann kontaktiere diese Architekten, alles wäre eine entschiedene Verbesserung!“, rief er ihr noch abschließend zu, denn das konnte er nicht unkommentiert lassen. Im Protokoll der Gefängniswärter war dies allerdings nicht mehr vorgesehen. Terry bekam einen Stoß in den Rücken. Rasch drehte er sich wieder um und ging weiter. Sein Comanruf stand ja noch aus, den wollte er unbedingt gleich erledigen. Die Wärter hatten doch so etwas wie Respekt vor Kalyn, weshalb sie den Gefangenen tatsächlich in ein Büro führten, wo er seinen Anruf tätigen konnte, leider unter Aufsicht. Aber gut, das ließ sich wohl nicht vermeiden. Er tippte die Nummer in das Comgerät, das sie ihm in die Hand drückten und dann hieß es warten. Ein Freizeichen war zu hören, dann eine metallische Stimme, die ihn aufforderte zu warten, da noch jemand in der Leitung war, dazwischen immer wieder diese öde Musik, irgendein klassisches Stück, eher ein Stückchen davon, unterbrochen davon, nicht aufzulegen und zu warten.


„Bitte legen Sie nicht auf, Ihr Comanruf wird sofort entgegen genommen …“

Der Einarmige hatte gute Lust, aufzulegen, allerdings würde das heißen, den einen Anruf verheizt zu haben. Also hieß es, Geduld zu beweisen.

Endlich, ihm kam es wie eine halbe Ewigkeit vor, änderte sich die Stimme, die Ansage verschwand und eine metallische Vorzimmerdame, der Marke BD-3000 Luxus Droide meldete sich.

„Rechtsanwaltskanzlei Leven Corso, was kann ich für Sie tun?“

Oh Mann! Das war genau das, was er hören wollte! Nun musste er schnell machen, denn die Wärter waren nicht so sehr von Geduld gesegnet wie der Gefangene.

„Mein Name ist Terry Dourshe, ich sitze im Gefängnis der mittleren Ebenen, eigentlich noch in Untersuchungshaft … Ich brauche einen Rechtsbeistand …“

Er ließ den Droiden gar nicht erst zu Wort kommen, sondern redete rasch weiter, erzählte in Stichpunkten, worum es ging und versuchte, die Sache so dringend wie möglich zu machen.

„Ich würde ja gern selbst vorbei kommen, leider ist das aus bekannten Gründen nicht möglich, also bitte ich, dass der Anwalt einen äh Hausbesuch bei mir im Gefängnis vornimmt.“


„Ich werde sehen, was ich für sie tun kann, Mister Dourshe. Buchstabieren so bitte noch Ihren Namen für die Datei."

„D-o-u-r-s-h-e. Danke.“

Du meine Güte, er wurde wirklich weich, weil er einen Droiden um etwas bat und sich bedankte. Das wurde ja immer schlimmer mit ihm. Andererseits hatte etwas Höflichkeit noch nie geschadet, besonders dann, wenn man sich Hilfe und Unterstützung erwartete. Hoffentlich hatte dieser weibliche, vollbusige und kurvige Droide alles richtig gespeichert und die Dringlichkeit der Angelegenheit erkannt. Nun konnte er nur noch warten.

„Ich werde Ihr Anliegen weiterleiten.“

Schwupp und weg war die Verbindung. Terry kam gar nicht mehr dazu, sich zu verabschieden und starrte vor sich hin, denn jetzt hieß es, warten. Doch erst einmal musste er zurück in seine Zelle, die schlecht ausgestattete Einzimmerwohnung auf Staatskosten, mit Aussicht auf den freien Fall. Da konnte man bestimmt schön die Gravitation studieren und diverse Versuche anstellen, wobei es da bestimmt bessere und vor allem schönere Gegenden gab, um sich diesem Hobby hinzugeben. Mit solchen Überlegungen lenkte er sich ab, dann war er zurück und allein, was einerseits gut war, andererseits auch furchtbar frustrierend, wenn man den ganzen Tag niemanden zum Reden hatte, nichts zu tun war und überhaupt, nur ein stabiles Nervenkostüm konnte das über einen längeren Zeitraum aushalten.


[Coruscant – südliche Hemisphäre – Gefängnis der mittleren Ebene – Zelle] Terry

Thema: Coruscant
Terry Dourshe

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08 Nov, 2018 19:51 12 Forum: Core Worlds

[Coruscant – südliche Hemisphäre – Gefängnis der mittleren Ebene – Besucherraum] Terry, Kalyn, Wachen


Terry war froh, dass er einen Rechtsanwalt in Aussicht gestellt bekam. Den würde er in jedem Fall kontaktieren. Die Details, die er über ihn erfuhr, machten alles in einer Hinsicht besser, in der anderen würde es wohl nicht leicht werden, so wie Kalyn den Kerl präsentierte oder eher vorstellte. Dann musste er sich wohl etwas zusammenreißen oder die beiden Welten würden aufeinanderprallen und ein Erdbeben verursachen (oder auch nicht, weil der Kuati kein so großes Kaliber mehr war).

„Danke, Kalyn. Das ist großartig. Ich werde gleich versuchen, den … den, wie heißt er noch gleich?“


Herrje, wo war nur sein Gedächtnis abgeblieben? Da war er wieder der Name des Rechtsanwalts und er konnte gemütlich weiterreden, als wäre nichts gewesen:


„Leven Corso, zu kontaktieren. Mir steht doch noch ein Anruf zu, wie du gesagt hast. Bislang hatte ich noch keinen getätigt, ich bin nur in Untersuchungshaft, eigentlich.“


Damit dreht er sich kurz herum und starrte die Wachebeamten feindselig an, als ob die etwas für die lahme Justiz könnten. Für Idioten hielt Terry sie auf jeden Fall, wobei er jeden für einen Idioten hielt, oder fast jeden.


Nun war es auch langsam Zeit, sich zu verabschieden. Einer der Wachmänner schaute auf das Chrono und nickte dem anderen zu. Der ging zu dem nun sehr Vollgefressenen und seiner Besucherin.

„Besuchszeit ist vorbei.“

Das war es dann wohl und Terry stand auch gehorsam auf, schließlich wollte er den Anruf. Jetzt gleich, auf der Stelle, sofort, stante pede, umgehend … ganz gleich welche Synonyme noch passen würden, er wollte das, um hier endlich eine Chance zu bekommen, diesem Scheißgefängnis zu entfliehen.

„Danke für deinen Besuch, Kalyn, und alles. Richte deinem Doktor Lor meine Empfehlung und Gratulation aus. Auf wiedersehen … vielleicht einmal zur Jagd, das wäre amüsanter als dieses nackte Zimmer, außerdem lässt der Service etwas zu wünschen übrig, vom geschmacklosen Stil des ganzen Etablissements einmal ganz zu schweigen. Wenn du jemand mit Einfluss erwischst, empfehle denen doch bitte einen anderen Architekten, eventuell einen Kuati.“

Er konnte es natürlich nicht lassen und musste über die mangelnde geistige Anregung und natürlich die Hässlichkeit des Gebäudes, zumindest die Innenarchitektur betreffend, lästern. Viel Gelegenheiten für weitere Worte hatten sie dann nicht mehr, denn nun ging es langsam dem wirklichen Ende des Gesprächs entgegen und vor allem der Tür.


„Ich möchte dann den Comanruf machen, der mir zusteht. Ihr habt die Beamtin gehört“,

verlangte er noch von den Wachen, denn jetzt fühlte er wieder etwas Oberwasser und Bewegung in der Sache, von einer wesentlich besseren Laune einmal abgesehen. Es musste endlich etwas weitergehen, schließlich war es ein Unding, dass er hier seit einer gefühlten Ewigkeit einsaß, ohne Gerichtsverhandlung oder ordentliche Anklage. Es gab nichts als seine Aussage – und natürlich die erdrückende Beweislage, die durfte er auch nicht vergessen.

„Wir schaffen erst ihn raus, dann dürfen Sie gehen. Und wir, Bürschchen, gehen gleich ins Büro und dann darfst du deinen Comanruf machen.“

Dem Beamten war deutlich anzusehen, dass er Terry für einen absoluten Vollidioten, eine Nullnummer per se und natürlich einen gefährlichen Verbrecher hielt, aber er sparte sich vorerst einen diesbezüglichen Kommentar. Er schaute Kalyn aber auch nur scharf an und entfernte den Gefangenen schließlich aus dem Besucherraum, damit auch Kalyn gehen konnte – leider mitsamt den Leckereien, was sogar die Wachen als sehr schade empfanden.


[Coruscant – südliche Hemisphäre – Gefängnis der mittleren Ebene – Besucherraum] Terry, Kalyn, Wachen

Thema: Die SW:NF-Endlos-Geschichte
Terry Dourshe

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29 Sep, 2018 17:25 39 Forum: Cantina

... Sternenzerstörer eine unkontrollierte Bewegung machte, die ihn in die Küchengalaxie trieb. Dort hing ...

Thema: Coruscant
Terry Dourshe

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19 Aug, 2018 17:03 21 Forum: Core Worlds

[Coruscant – südliche Hemisphäre – Gefängnis der mittleren Ebene – Besucherraum] Terry, Kalyn, Wachen


Terry hatte es geschafft, seine depressive Stimmung und auch die Angst in eine ferne Ecke seines Gehirns zu verschieben und dort vorerst zu verstecken. Das Eis war dahin gehend sehr gut gewesen.


Er hätte es verstanden, wenn man ihn als Kriegsgefangenen behandelte, schließlich war er ein Deserteur, naja jetzt auch ein Mörder, wenn er es ganz genau nahm. Angst darf auch keine Entschuldigung sein, sie ist ein Grund für diese Tat, aber bei weitem keine Entschuldigung. Das schlechte Gewissen des Kuati hatte ihn dann auch erst in diese blöde Situation gebracht, aus der er gedachte, sich baldigst wieder zu verabschieden – auf die eine oder andere Weise. Kalyn hatte ihm bereits einen Namen aufgeschrieben, den wollte er auch nutzen und dann versuchen, sich irgendwie aus dem Staub zu machen. Das hier hatte entschieden keine Zukunft.

Fünfzehn Minuten hatte er noch, um mit Kalyn zu reden. Gerade jetzt fühlte er sich befangen und hatte den Eindruck, kein Wort mehr hervor bringen zu können. Aber er zwang sich zu einem zuversichtlichen Lächeln, das auch ganz gut gelang. Lieber hätte er sich mit ihr noch über ihren Arzt unterhalten, das wäre angenehmer gewesen, doch das andere weitaus dringlicher. Also nickte er dankbar und nahm das Stück Flimsi an sich, wo alles Wichtige notiert war, damit er diesen Pflichtverteidiger erreichen konnte.

„Danke, Kalyn.“

Das war eine Weile alles, was er sagen konnte, dann siegte doch sein angeborener Optimismus. Es konnte ja nicht so schwer sein, hier irgendwie heraus zu kommen und wenn es gegen hunderttausend Auflagen war. Vielleicht konnte der Rechtsanwalt helfen. Davon ging er jetzt einfach einmal aus und auch davon, dass Kalyn diesen Senator, dieses Gran-Vieh (von seinem Rassismus kam er auch nicht wirklich los, dazu saß er viel zu tief und fest verankert), sprechen konnte. Ja, es musste gehen und er weg kommen von diesem ganzen unehrenhaften Verbrechergeschmeiß. Da war er natürlich mit seinem Denken genau der richtige, immer schön Vorurteile pflegen. Gelegenheit dazu hatte er in diesem Gefängnis leider mehr als genug. Auch was die Justiz und generell den Beamtenapparat der Neuen Republik anging, fühlte er sich in allen seinen Vorurteilen bestätigt.

„Ich weiß nicht, ob ich diesen Nichtregierungsorganisationen mehr traue als denen der Regierung. Mir sind Einzelpersonen lieber, die kann ich einschätzen. Alles, was zu groß wird, ist zum Scheitern verurteilt. Selbst die Neue Republik wird untergehen wie das Imperium. Ihr werdet zu groß werden, es werden Spaltungen auftreten, jeder fühlt sich vom andern übervorteilt … Ich habe, als ich mich in diversen Regierungsgebäuden hier herumgetrieben habe, genug mitbekommen. Das ist die reinste Vetternwirtschaft. Sag mir mal, wer die Senatoren hier sind, welchen Familien sie angehören? Legitimiert sich die Republik nicht durch die Wahl des Staatsvolkes? Res publica … eine öffentliche Sache, doch das meiste geschieht im Geheimen. Wer hat Mon Mothma und die anderen Senatoren gewählt? Wie findet das statt? Ich weiß, dass es uns im Imperium vor allem an Freiheit gefehlt hat, zumindest in manchen Bereichen, doch wir wurden nie darüber getäuscht, dass wir ein Mitspracherecht hätten. Frag mal den Müllsammler in den unteren Ebenen, was er sich von der Neuen Republik wünscht. Es ist erstaunlich, ich hab dort unten gelebt und mit den Leuten geredet. Die wollen Sicherheit, was zu essen und vor allem sauberes Wasser und etwas mehr Licht, denn nicht jeder, der dort lebt ist gleichzeitig auch ein Verbrecher oder verkauft seinen Körper.“

Es war so viel einfacher, sich in solchen Überlegungen zu verstricken, als über das eigene miese Los und seine eigenen Taten nachzudenken, denn das führte unweigerlich wieder in eine Depression. Klug war Terry auf jeden Fall, er hatte einen hohen IQ, auch wenn er den im Moment nur sehr sparsam einsetzte.

Kein Wunder auch, dass er desertiert war, bei seinen Ansichten zu seiner alten Regierung, die ohnehin nichts getaugt hatte, viel zu aufgeblasen und arrogant, und er sich in der Neuen Republik auch nicht zurechtfinden konnte, die er für ebenso aufgeblasen, arrogant und verlogen hielt.

„Entschuldige bitte, ich habe so selten Gelegenheit über diese Dinge zu reden, die meisten Leute sind zu blöd oder engstirnig, um weiter als bis zu ihrem Tellerrand zu schauen. Ich werde mich mit Leven Corso in Verbindung setzen. Was ist der überhaupt für einer? Abgesehen von dem, was du mir gerade gesagt hast, sagt mir der Name rein gar nichts.“

Er kannte auch nicht die Sternchen aus den Holo-Vids, so etwas interessierte ihn nicht und schon gar nicht, interessierte er sich für hochrangige ehemalige Imperiale, die in ihm ohnehin nur Abschaum sehen würde – doch das beruhte auf Gegenseitigkeit. Wen die Nullianerin so alles kannte, wusste er nicht, aber er vertraute darauf, dass sie ihm wirklich helfen wollte.

Die Zeit lief dahin und er verplemperte sie mit dummen Reden über die Regierung, aber ihm fiel auch nicht viel anderes ein, über das er sprechen könnte, denn was ihn betraf, hatte er schon alle gesagt. Abgesehen von diesen vorhin erwähnten Dingen, ging es ihm relativ gut, sofern die Angst vor einem weiteren Anschlag nicht überhandnahm. Das mochte später wiederkommen, im Moment hatte er es im Griff und mit Gedanken an den Anwalt und auch die Regierung und Senatoren in den Hintergrund geschoben. Fürchten konnte er sich später wieder.


[Coruscant – südliche Hemisphäre – Gefängnis der mittleren Ebene – Besucherraum] Terry, Kalyn, Wachen

Thema: Star Wars - News
Terry Dourshe

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16 May, 2018 20:51 16 Forum: Cantina

Ups ... andererseits diese [zensiert] brauchen doch meinen Braintsunami für ihre wahnwitzigen Ideen gar nicht. Am Ende drehen sie noch ein Filmchen über die Entstehung von R2D2 ;-)

lolli

Thema: Star Wars - News
Terry Dourshe

Antworten: 49
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16 May, 2018 20:36 04 Forum: Cantina

Danke für den Link. Diese Kritik schlägt in die Kerbe meiner Befürchtungen. Disney scheint Star Wars kaputtverfilmen zu wollen.

Wann gibt's dann die Verfilmung von Leias Leben oder das von C3PO oder gar von Mon Mothma? Namen gibt die Reihe noch ausreichend her.

lolli

Thema: Was hörst/siehst du gerade?
Terry Dourshe

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13 May, 2018 07:57 51 Forum: Cantina

Ich höre mal wieder was gaaaanz anderes ;-)


Democracy


lolli Terry

Thema: Coruscant
Terry Dourshe

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23 Apr, 2018 18:39 01 Forum: Core Worlds

[Coruscant – südliche Hemisphäre – Gefängnis der mittleren Ebene – Besucherraum] Terry, Kalyn, Wachen



Der Kuati freute sich über Kalyns Bericht. Er stellte sich vor, wie sie, frustriert über den Innendienst, ins Tapcafe gegenüber gegangen ist und dort den netten Doc kennen gelernt hatte. Wenigstens ihr Leben verlief gut und so wie man sich das wünschte. Matschbirne, darüber grinst er, das könnte von ihm sein. Dieser Doktor Lor musste schon ein feiner Mann sein, wenn sich Kalyn in ihn verliebt hatte, denn so wie er die Nullianerin kennen gelernt hatte und sie einschätzte, fiel es ihr bestimmt nicht leicht, sich an jemanden zu binden.

Natürlich wurde alles aufgezeichnet, was die beiden hier redeten und taten, doch daran dachte Terry gerade gar nicht. Er war nur begeistert über ihren Bericht und tat so, als hätte er sie nie darum gebeten, dass sie ihn herausholt. Die Angst, wieder Opfer eines Anschlags zu werden, konnte er so allerdings auch nicht ausmerzen, doch es war tröstlich für ihn zu erfahren, dass Kalyn ihm helfen wollte. Die Wachen waren auch etwas näher gekommen, schließlich hatte sich Terry zu Kalyn gebeugt, was bei ihnen nicht gut angekommen war. Außerdem gefiel ihnen die ganze Angelegenheit überhaupt nicht. Essen für einen Sträfling! Andererseits hatten sie keine besonderen Weisungen erhalten, wie sie sich in dem Fall zu verhalten hatten, und reagierten nicht wirklich auf die Fresssucht des Gefangenen oder dessen dumme Sprüche, das konnte man später noch regeln – wer immer sich dafür auch finden mochte. Einen gab es immer.

Obwohl er schon ziemlich voll war, nahm sich Terry ein Eis, man konnte ja nie wissen, wann es wieder so etwas Leckeres gab. Das letzte Eis hatte er in seiner Kindheit gegessen, jetzt holte er sich die Eindrücke zurück – und es war lecker, süß und kalt. Fast zu süß, aber herrlich erfrischend.

„Na, da hast du noch viel vor. Schade, dass ich deinen Doktor Lor nicht kennen lernen kann, ich denke, er würde mir gefallen … also für dich, nicht für mich, für mich ist das ohnehin abgeschlossen. Aber er scheint recht nett zu sein, wenn du sogar mit ihm zusammen ziehen möchtest … und er hat Humor. Du brauchst jemanden, der dich zum Lachen bringt, Mädchen. [leises Seufzen von seiner Seite] Im Moment wünschte ich mir eine schöne Jagd, von mir aus mit mir als Beute, aber dann hätte ich eine Chance, zu entkommen … hier sieht es etwas düster aus dafür. Was mir aber wirklich leidtut, ist die Sache mit der Dienstaufsicht, das war bestimmt nicht gerade lustig für dich. Ich hoffe, du nimmst meine Entschuldigung an.“

Immer wieder kehrten seine Gedanken an diesen Punkt zurück, so sehr er sich auch anstrengte. Doch sobald die Möglichkeit da war, mit jemandem zu reden, der ihn auch etwas verstand, musste er sich ein wenig Luft verschaffen, trotz des guten Eises, das er schleckte. So kamen seine Worte vielleicht auch gar nicht wirklich ernst herüber.

„Ich wäre schon froh, wenn ich in einen anderen Bereich verlegt würde. Hier herrscht ein Klima des absoluten Rassismus – die sind schlimmer als ich und das Imperium zusammengenommen. Vor ein paar Tagen habe ich mir gedacht, dass es vielleicht eine gute Lösung wäre, wenn ich mich aus dem Gleiter stürze, sobald ich wieder zu einer Mahlzeit abgeholt werde.“ Eben redete er sich etwas in Rage, als ihm noch etwas einfiel, dass ihm gar nicht passte. „Sie geben mir ja nicht mal ordentliche Schmerzmittel. Weißt du, wie sich verfickte Phantomschmerzen anfühlen? Ich glaube, mir brennt der Scheißarm ab, dabei ist der gar nicht mehr dran. Keine Sau juckt das. Und ihr redet davon, dass bei euch alles besser ist als im Imperium. Ich sage dir, dass die ehrlicher waren, weil die nie gesagt haben, dass es besser wird oder dass sie nur Gerechtigkeit wollen – man ging von Haus aus vom schlimmsten aus, was dann auch eingetreten ist, oder wusste, dass das System ungerecht ist, damit kann man noch eher leben als mit diesen dauernden Lügen. Ich kenne imperiale Straflager, schließlich war ich in verschiedenen, weil ich etwas bin, wofür ich nichts kann. Ich wusste immer, wofür ich eingesperrt worden bin, ich hatte eine Anklage und eine Verurteilung – der kleine schwule Mottfurz, das keine Befehle befolgen kann. Was ist hier? Hier kriegen sie es ja nicht einmal gebacken, mir einen Rechtsbeistand zukommen zu lassen. Tolle Neue Republik. Und dass ihr hier noch immer Probleme habt mit eurer Bürokratie, zeigt mir doch nur, dass nicht alles so schlecht war, wie ihr das immer geredet habt.“


Oh ja, da musste sich einer nun ordentlich Luft machen, dabei wollte er nur eine schöne Zeit haben und Neuigkeiten von draußen erfahren. Kalyn bekam seinen Frust nun doch ab, was er ja anfangs gar nicht vorgehabt hatte. Er wollte ihr den lockeren, witzigen und nichtunterzukriegenden Terry vorspielen.

„Tut mir leid, streich es aus dem Protokoll. Sie haben das ohnehin aufgenommen, was wahrscheinlich nicht gerade zu einer Hafterleichterung führen wird.“


Mit einem frechen Grinsen versuchte er wieder, das alles abzutun, dabei ging ihm tatsächlich der Arsch auf Grundeis. Außerdem frustrierte ihn die ganze Situation und hier war jemand, der ihm zuhörte, die arme Kalyn nämlich, die nun all das abbekam, was ihm durch den Kopf ging, schließlich würde er in einigen Minuten niemanden mehr zum Reden haben, wie sich bewies, als einer der Wachen mahnend die Stimme erhob:

„Sie haben noch genau fünfzehn Minuten, wenn du Beschwerden hast, dann wende dich an die entsprechende Abteilung. Und keine Vertraulichkeiten mehr, sonst melde ich das, das gilt auch für Sie, Lieutenant. PG74589.1, beeil dich etwas und wenn du dich noch einmal bewegst, dann war das dein erster und gleichzeitig letzter Besuch.“

Die beiden Wachen waren noch etwas näher gekommen, die Hände nun an den Betäubungsblastern. Normalerweise offenbarten sich Gefangene nicht auf diese Weise, zumindest nicht, was ihre Erfahrung diesbezüglich betraf, allerhöchstens einem Anwalt gegenüber, aber der Kerl hier legte quasi sein Gewissen auf den Tisch.

„Ja, klar, danke“

Etwas Höflichkeit kann man diesen Männern auch gegenüber an den Tag legen, manchmal machte das Terry, aber es kam nie sehr gut an, weshalb er einen neutralen Umgangston bevorzugte, jetzt aber so etwas wie Unterwürfigkeit zeigte und sich sogar leicht duckte. Sollte er das Eis nun schneller essen oder weglegen? Er wusste es nicht und hielt es nun einfach, ohne weiter zu essen, dafür redete er wieder, denn er hatte noch viel zu sagen in einer sehr kurzen Zeit.

„Sag mal, wenn es jetzt schnell gehen muss … Wem könnte ich schreiben, um verlegt zu werden? So ein Ansuchen eben, Bürokratie gibt’s ja auch hier ausreichend. Dann ist da noch etwas … schau mal, dass du zu dem Senator kommst, den Gran, den keiner ernst nimmt, und sag dem, sie sollten mal an die Wirkung von Millablumenextrakt denken, nachweisen wird man nichts mehr können, aber eine Einstichstelle finden sie eventuell, die Nadel war zwar klein und fein, aber naja ... Vielleicht kannst du ihm auch sagen, dass mir das alles sehr leidtut und ich schon bestraft worden bin. Ich mag die Gran nicht sehr, aber … vielleicht kann er ja was machen. Die alte Hexe, ich meine diese Priesterin war ja gar nicht so unnett … Es tut mir wirklich leid. Ich konnte nicht anders, entweder sie oder ich. Ich mag es in der Regel nicht, Zivilisten umzubringen, das gehört sich nicht …“

Verdammt, da ging schon wieder das schlechte Gewissen mit ihm durch. Aber das eigene Leben war ihm damals näher gewesen als das der Granpriesterin. Hätte er sie nicht aus dem Weg geräumt, wäre er ins Visier geraten, was er jetzt auch war, aber gut, das war eine andere Entwicklung. Anscheinend hatte er auch den Anschlag zu wenig spektakulär gemacht, ein Blasterschuss oder etwas anderes Lautes hätte der Auftraggeberin sicher besser gefallen. Vielleicht schaffte er es noch, einige Informationen von Kalyn wegen einer Verlegung zu bekommen, ehe die Wärter ihn in seine Zelle zurückbrachten. Kleine Seilschaften nach außen, das wäre hilfreich, denn hier drinnen hatte er es nicht geschafft, sich etwas aufzubauen. Sein Wesen und seine Abneigung gegen alles Nichtmenschliche waren ein deutliches Hindernis für dieses Unterfangen. Der Kuati wollte sich dafür auch nicht verbiegen. Es reichte schon, dass er bei den Mahlzeiten und im sogenannten Außenbereich, dem von ihm als Arboretum bezeichneten Achteck ohne Grün, vor den blöden Aliens kuschen und sich ducken musste, um nicht weiter aufzufallen oder verprügelt zu werden. Das war auch etwas, das ihm nicht gerade leichtfiel.

Während er sich selbst unterbrach, senkte er vor Verlegenheit den Blick, um die feuchten Augen zu verbergen. Selbstmitleid und Trauer zu zeigen oder gar Angst war nicht so gut und wollte er ebenso wenig wie vorhin den Zorn auf das System, trotzdem strahlte er in dem Moment genau das aus, ob er es wollte oder nicht. Manchmal war die Körpersprache aussagekräftiger als jede noch so gut gehaltene Rede. Die Wächter grinsten unverhohlen. Also tatsächlich ein Mörder. Für irgendjemanden könnte das ein Spaß werden, für jemand anderen könnte das Geständnis gefährlich werden – und wieder für jemand anderen tödlich enden. Wenn nur der letzte Bastard etwas mehr Ahnung vom menschlichen Körper gehabt hätte. Der Nächste wird nicht so dumm sein. Dann würde eine erquickliche Summe auf einem geheimen Nummernkonto landen und jemand ein sorgenfreies Leben führen können – natürlich nicht auf Coruscant.

Was Neetaka und das Imperium nicht geschafft hatten, brachten nun die Haft und sein Gewissen fertig, langsam brach er. Es fiel ihm immer schwerer, den coolen Terry zu zeigen, den Kerl, den nichts erschüttern konnte, der für alle Eventualitäten eine Idee oder einen Spruch auf Lager hatte.




[Coruscant – südliche Hemisphäre – Gefängnis der mittleren Ebene – Besucherraum] Terry, Kalyn, Wachen


Sorry für die Länge mit mir ist der Schreibteufel durchgegangen ;-)

Thema: Coruscant
Terry Dourshe

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17 Mar, 2018 20:23 40 Forum: Core Worlds

[Coruscant – südliche Hemisphäre – Gefängnis der mittleren Ebene – Besucherraum] Terry, Kalyn


Das mitgebrachte Essen war ein Gedicht. Nein, es war eine Ode. Oder nein, eine ganze Lyriksammlung des großen Dichters Jonaken Fielstock, der diese wunderbaren Gedichte über einen Sonnenaufgang über Mon Cal, ehe die imperialen Sternenkreuzer aufgetaucht sind, geschrieben hatte. Eine sehr epische Gedichtesammlung, leider hatte Jonaken keine Ahnung, wie es wirklich aussah, wenn Sternenkreuzer oder Schlimmeres vor einem auftaucht. Später hatte er es bemerkt, als er es sich anschauen durfte, erste Reihe fußfrei sozusagen, der arme Kerl. Aber das war jetzt alles nicht relevant, Terry dachte auch nicht an ihn, sondern war ganz Ohr für Kalyns Antworten.

Einiges davon gefiel dem Kuati so ganz und gar nicht. Die Sache mit dem Gerichtsverfahren war so eines der Dinge, die er nicht so sehr mochte. Es wäre wirklich gut, wenn da mal langsam etwas weiter ginge. Doch wie es aussah, legte niemand großen Wert darauf, dass er ein ordentliches Verfahren bekam. Es ist also doch wie früher bei den Imperialen. Ähnliche Ansichten in einem anderen Mäntelchen, einem, das etwas hübscher aussah, zumindest auf den ersten Blick. Ethikkommissionen und so ein Mist. Wenn das alles nicht ohnehin schon deprimierend genug wäre, würde es ihn jetzt etwas niederdrücken. Aber das musste es nicht, zumindest nicht solange er Besuch hatte und er den coolen Kerl spielen wollte, damit sich seine Besucherin keine Sorgen zu machen brauchte.

Das dritte Sandwich war dann auch vertilgt und er überlegte, ob er noch etwas von dem süßen Zeug essen sollte. Eigentlich war sein Magen schon voll genug, weil er etwas schnell gegessen hatte. Also schwebte erst einmal seine Hand nur über den diversen Köstlichkeiten, bis er sich entschieden hatte, was er wollte. Erst einmal nichts, denn Kalyns Hand legte sich auf seinen Arm, sodass er ihn dann doch wieder unten ließ.

Verdammt. Nun fühlte er sich gar nicht mehr so gut. Warum musste sie das machen? Berührungen sind gemein, wenn man eine Fassade aufrechterhalten möchte. Sie decken das auf, was zugedeckt werden sollte, räumen mit Mauern auf. Ganz, ganz schlimm so etwas. Dann war ihre Hand auch schon wieder weg.

Terry schluckte und senkte den Blick. Das einzig wirklich Positive, das er hörte, war, dass das Arschloch Neetaka eine auf die Schnauze bekommen hatte. Aber er hätte sich für den Kerl etwas anderes vorgestellt. Wenn er ganz ehrlich war, waren es zwei positive Dinge, die er hörte, denn Kalyn erzählte dann auch etwas Privates.

„Tja, da kann man halt nichts machen wegen der Verhandlung oder wegen einer Beschäftigung. Du brauchst dich für mich nicht aus dem Fenster zu lehnen, Kalyn. Ich bin das gar nicht wert. Hier bin ich und hier werde ich bleiben, bis mir etwas anderes einfällt. Aber für Neetaka freut es mich, dass er nicht mehr ausgefasst hat. Er hat Glück, dass ich weggesperrt bin und keinen Blaster besitze.“


Er hasste den Kerl. Da ging ihm die Galle über, wenn er an dieses miese kleine Antennenarschloch dachte. Ohnehin waren alle Aliens dumm und hinterlistig, Kalyn einmal davon ausgenommen, aber sie war auch menschenähnlich, was einen gewaltigen Unterschied bedeutete. Wie er vorhin gesagt hat, er würde den Kerl ohne Reue erschießen, wenn er die Möglichkeit dazu hätte.

„Erzähl mir von deinem Freund, während ich so viel fresse bis ich platze ... das stelle ich mir im Moment gar nicht so übel vor. Es muss irgendwie so sein, als würde man beim Sex abtreten. Außerdem würde es mich freuen, wenn einer der idiotischen Wächter den ganzen Mist und Matsch wegräumen müsste.“

Ja, ein schöner Tod, eigentlich gar nicht so schlecht. Aber er brauchte andere Gedanken und niemanden, der ihn so vertraulich berührte, was Gefühle weckte, die er vergraben hatte, die vergraben bleiben sollten, selbst jetzt, wo die Berührung nur noch eine Erinnerung war. Terrys Kern war gut versteckt hinter einer meterdicken Mauer aus dummen Sprüchen und Kampfgeist. Aber hier ging es gar nicht, dass diese Burg einstürzte und den wahren Terry frei legte, es wäre dann wahrscheinlich sein Ende. Trotzdem beugte er sich jetzt nach vorne, so nahe es ging an Kalyn heran und flüsterte: „Hol mich hier raus. Früher oder später bringen die mich um.“

Er glaube nicht, dass er hier drin eine sehr lange Überlebensspanne hatte. Wer einmal einen Anschlag versucht, macht es wieder. Diese Frau hat mehr als einmal eine immense Schlauheit bewiesen. Dabei wusste er gar nicht einmal so viel, er hatte die Frau nicht wirklich gesehen und selbst alle möglichen Beweise vernichtet. Das war dumm von ihm gewesen. Aber er war sich seiner Sache so sicher gewesen, dass er gedacht hatte, er würde damit durchkommen. Er wäre es auch, wenn sich da nicht etwas gemeldet hätte, das man Gewissen nennt. Er hatte keine Probleme damit, jemanden umzubringen, wenn es um sein Überleben ging und er angegriffen wurde. Aber das war etwas ganz anderes und es machte ihm noch immer zu schaffen. Natürlich war sie eine Gran, nicht so wertvoll wie ein Mensch, nichtsdestotrotz hatte sie gelebt und war bestimmt auf ihre Art und Weise gut gewesen. Das würde er sich selbst niemals verzeihen können.

Rasch kehrte er an seine ursprüngliche Position zurück und lächelt Kalyn an, als hätte er nie etwas gesagt. Hier die Maske fallen zu lassen war nicht gut, selbst die Wärter nutzen jede Schwäche eines Gefangenen aus, um ihre Macht zu demonstrieren. Natürlich taten das nicht alle, aber einer reichte aus, um das Klima zu vergiften.



[Coruscant – südliche Hemisphäre – Gefängnis der mittleren Ebene – Besucherraum] Terry, Kalyn


OOC: Sobald ich eine logische Idee hab, hole ich ihn aus dem Gefängnis ;-)

Thema: Coruscant
Terry Dourshe

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27 Jan, 2018 13:00 25 Forum: Core Worlds

[Coruscant – südliche Hemisphäre – Gefän gnis der mittleren Ebene – Besucherraum] Terry, Kalyn

Natürlich gab es überall diese Personalprobleme. Terry wusste das nur zu genau, aber hier war es unerheblich und er wollte auch nicht mehr weiter darüber sprechen. Viel interessanter als irgendwelche leeren Worthülsen war der Inhalt der Transportbox, die seine unerwartete Besucherin leerte. Das ließ einem doch schon mal das Wasser im Mund zusammenlaufen und den Blick hungrig werden.

Er setzte sich, nachdem Kalyn ihn dazu aufgefordert hatte, und schaute sich erst einmal um. Sein Blick richtete sich zur Tür, dann zu den Überwachungskameras. Heimelig ist etwas anderes, privat auch. In einem Gefängnis darf man auch nichts anderes erwarten. Mit der Privatsphäre hatte es sich ausgedient. Terry sagte sich immer, dass es ihn nicht wirklich stört, schließlich war es früher bei der Armee auch nicht anders gewesen. Aber insgeheim störte es ihn gewaltig.

„Oh, das sind aber Leckereien. Danke. Der Koch in diesem Etablissement ist auch nicht gerade der beste. Er kann nur Pampe in verschiedenen Farben und den Geschmacksrichtungen für Menschen: sehr süß, sauer, extrem bitter, ungenießbar. Ich glaube, ich mag alles was du mitgebracht hast. Aber ich fürchte, ich werde das, was ich jetzt nicht schaffe, nicht mitnehmen dürfen. Die sind da etwas streng, was die speziellen Diäten der einzelnen … äh … Gäste anbelangt.“

Kaum gesagt, machte er sich über das erste Sandwich her und genoss es schweigend. Schon lange hatte ihm nichts mehr so geschmeckt, dabei war er wirklich noch keine Ewigkeit in diesem Scheißgefängnis. Trotzdem, wenn man nie etwas Ordentliches zum Essen hat, dann wird alles zum Hochgenuss. Ihm hätte jetzt schon ein frisches Stück Brot aus der Heimat wahrscheinlich einen orgiastischen Höhenflug beschert. Das Sandwich schlug in die gleiche Kategorie. Also war von seiner Seite erst einmal Schweigen angesagt. Erst nachdem er das Erste verspeist hatte und sich schon an das nächste heranwagte, dachte er über ihre Frage nach.

„Ich freue mich auch, dass du da bist. Der erste Besuch seitdem ich hier logiere. Als man mir vorhin sagte, dass mich jemand sehen möchte, habe ich eigentlich gehofft, es wäre ein Anwalt. Oder hat es ein Gerichtsverfahren unter Abwesenheit des Angeklagten gegeben? Es wäre nicht das erste Mal, dass es so etwas gibt, nur weiß ich nicht, ob es das auch bei euch üblich ist. Naja, egal. Ich freue mich, dass du da bist. Was tut sich draußen so?“

Abwartend blickte er die Nullanerian an, mit der er doch das eine oder andere kleinere Abenteuer überstanden und die er zu schätzen gelernt hatte in der kurzen Zeit. Das wollte schon was heißen bei so einem xenophoben Kerl wie Terry, der im Gefängnis schwer an sich arbeiten musste, um seine Abneigung gegen alles Nichtmenschliche nicht zu zeigen. Seine Freude über die Anwesenheit der Zollbeamtin war allerdings echt, was ihm auch anzusehen war. Aber er ließ sie gar nicht erst zu Wort kommen, weil er weiterreden wollte und noch Fragen hatte, also eine. Und jemand sollte wissen, dass er hier ohne Rechtsbeistand einsaß, auch wenn er das nicht großartig kundgetan hatte.

„Bevor du antwortest … hast du etwas zu der Frau herausgefunden? Du weißt schon, die, die mich beauftragt hat, das zu tun. Außerdem scheint sie mich gefunden zu haben. Ich hatte ein etwas laues Erlebnis mit einem Unbekannten und einem Messer. Dank dessen mangelhafter Kenntnisse der menschlichen Anatomie bin ich noch hier und kann das gute Essen genießen.“

Er wollte kein großes Drama daraus machen, auch wenn es ihm bisher viel zum Nachdenken beschert hatte und insgeheim auch Angst machte, doch das wollte er auf keinen Fall zeigen, deshalb erzählte er das auch so nebenher und schenkte Kalyn ein als durchaus charmant zu bezeichnendes Lächeln.

Nicht nur das Essen war lecker, auch die Getränke boten eine willkommene Abwechslung und er machte sich gleich einmal über eine Limonade her. Ein Ale wäre jetzt zwar nicht zu verachten oder ein Glas Wein, aber so etwas war in dem Gästehaus für straffällig gewordene Individuen natürlich nicht erlaubt. Immer diese Hausordnungen. Das war aber etwas, womit er sich ganz gut arrangieren konnte. Schmerzmittel wären dahingehend eine sehr gute Sache gewesen, aber die gab es natürlich auch nur dann, wenn diese Ärztin das erlaubte und die war ja nie da und wenn, dann gab sie einem nichts oder nur die Minimaldosis, was für Terry weitaus zu wenig war, aber er nahm sie an, weil es besser war als gar nichts.

„Sonst ist es hier recht langweilig. Das Freizeitangebot lässt etwas zu wünschen übrig. Dabei hätte ich einige Mängel in der Medicabteilung entdeckt, die mit wenigen Handgriffen, sogar einhändigen zu beseitigen wären. Ich glaube aber nicht, dass die mich an die Elektronik oder generell die Technik lassen. Schade, der Laden könnte viel besser in Schuss sein. Die sind hier in mancher Hinsicht furchtbar blind, da muss erst ein Kuati drauf schauen, um die Mängel zu entdecken und ich bin wirklich lange weg von der Branche. Und jetzt du, was tut sich draußen so, ich wollte dich vorhin eigentlich nicht unterbrechen, wo ich dich das doch schon gefragt hatte. Und wie geht es dir? Du schaust gut aus.“

Natürlich waren Kuati die Besten der Besten, ganz gleich worum es sich handelte, daran konnte gar kein Zweifel bestehen, obwohl er das System der Telbun hasste, andererseits hatte es sich auf gewisse genetische Weise wunderbar bewährt und Terry eine einzigartige Ausbildung beschert, natürlich nur bis zu einem gewissen Punkt, denn bekanntlich hatte er ja das Weite gesucht, weil er Sex mit Frauen generell ablehnt, selbst dann, wenn es nur zu Fortpflanzungszwecken ist. Aber er hatte das Technikgen, wenn man das so nennen kann. Er sah etwas und hatte fast sofort einen Plan im Kopf, wie es funktionieren oder noch besser funktionieren konnte. Das hatte ihm auch bei so manchem taktischen Manöver geholfen, selbst dann, wenn der ursprüngliche Plan in die Hose gegangen war. Wie Kalyn sich bestimmt erinnern wird, konnte er sehr gut aus irgendwelchem Zeug etwas machen und eine Situation zum Kippen bringen – sei es nun positiv oder mit negativem Ergebnis. Für ihn war das Endergebnis nicht gut, denn er saß jetzt hier – und genoss sowohl die Mahlzeit als auch die freundliche Gesellschaft.

[Coruscant – südliche Hemisphäre – Gefängnis der mittleren Ebene – Besucherraum] Terry, Kalyn

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Terry Dourshe

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27 Dec, 2017 12:19 53 Forum: Cantina

Hahahaha ....

sehr passend. Man beachte den Gesichtsausdruck Augenzwinkern

Der Fummel ist eigentlich auch sehr passend und hat sich nicht wesentlich verändert.



The lamest Jedi

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Terry Dourshe

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19 Dec, 2017 17:14 21 Forum: Cantina

Ich habs auch überlebt, mein Sohn auch, bei dem sich die Begeisterung in sehr engen Grenzen gehalten hat - sehr überschaubare Grenzen, wie auch bei mir.

Das wirklich Positive war, dass mein Sohn mal wieder was mit mir unternommen hat, sonst ist er schon etwas zu cool für solche Familienaktionen Augenzwinkern

Zu Kadajjs Anmerkungen zum Film kann ich nichts ergänzen oder gar lobend erwähnen, okay, ein paar schöne Bilder, aber die gibts woanders auch.

Zum Schluss musste ich mich beherrschen, um nicht gleich loszubrüllen vor lachen. Nummer 9 ist wohl schon in den Startlöchern. traurig

Eine Fortsetzung werde ich mir bestimmt nicht mehr antun. Nö, aus, nix da ... ne.

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Terry Dourshe

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14 Dec, 2017 05:41 01 Forum: Cantina

Bei mir ist es am Sonntag so weit. Ich habe bislang alles gemieden, was nach Spoiler aussieht ... das hat aber meine Befürchtungen nicht dämpfen können. Ob sich diese Bewahrheiten, wird sich für mich dann am Sonntag heraus stellen.

Ich weiß aber jetzt schon fast sicher, dass mein Sohn begeistert sein wird - auch von der Tatsache, dass ich mit ihm ins Kino geh ^^

Thema: Coruscant
Terry Dourshe

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08 Dec, 2017 16:24 11 Forum: Core Worlds

[Coruscant – südliche Hemisphäre – Gefängnis der mittleren Ebene – Zelle] Terry

Es lief wieder alles normal. Also so normal wie es eben in einem Gefängnis abläuft. Terry `war naturgemäß gelangweilt und dachte viel nach, zu viel wahrscheinlich, denn er kam auf keinen grünen Zweig. Der Tagesablauf war immer gleich. Wenigstens hatten sie ihm die Einzelzelle gelassen. Der Kuati hatte keine Lust, sich wieder mit einem stinkenden, versifften und dummen Alien auf engem Raum einsperren zu lassen. Ändern hätte er es auch nicht können. Nach dem Attentat auf ihn, hatte man ihm dann doch die Einzelzelle zugestanden, weil niemand scharf auf eine morgendliche Leiche war, die niemand – aber absolut niemand dorthin getan hatte und schon gar nicht für deren Existenz verantwortlich war. Tagsüber war er dann trotzdem oft mit den anderen zusammen. Verstohlen musterte er seine Mitgefangenen und fragte sich, wer denn der Messerstecher gewesen sein könnte. Doch das war müßig, weil er es einfach nicht wusste. Aliens waren doch alle gleich: mieses, dreckiges, verlogenes und korruptes Pack, wobei man das auf die Mehrzahl der Alignment-Bürokratieschädel auch zutraf, wahrscheinlich auch auf die der sogenannten Republik. Für Terry würde das sogenannt immer dazu gehören, weil er nicht glaubte, dass es so etwas geben könnte. Wenn man sich näher mit der Geschichte befasste, hatte es ständig die gleichen Herrscherkasten gegeben, also nichts von wegen Republik, Volkswillen. Das war doch alles der allergrößte Schwachsinn. Sobald er an diesen Punkt anlangte, ermahnte er sich, sich wohl besser mit anderen Dingen geistig wach zu halten. Da wäre das Problem, den Medidroiden etwas mehr unter die Lupe nehmen zu dürfen. Irgendwie musste er es zustande bringen, wieder auf die Krankenstation zu kommen. Na gut, in einigen Tagen könnte er eine Kontrolluntersuchung verlangen, von wegen Bauchschmerzen und so, was bei der Pampe kein Wunder wäre.

Der Tag verging so wie jeder Tag, langsam. Das Mittagessen brachte einen kleinen Einschnitt, und heute zur Abwechslung die grüne Pampe. Terry wollte gerade damit anfangen, als er abgeholt wurde.


„PG74589.1, du hast Besuch“, lautete die nette Aufforderung, der Terry nur zu gern nachkam. Vielleicht war jetzt endlich ein Rechtsanwalt hier, mit dem er über den ganzen Mist reden konnte. Es wäre Zeit. „Wer ist es denn?“, fragte er neugierig. „Seh ich aus, als wäre ich die Auskunft? Irgendjemand wird schon sein und jetzt mach mal etwas flott, sonst ist die Besuchszeit rum, ehe du auch nur die Tür angefasst hast.“ Das ließ sich der Einarmige nicht zweimal sagen. Besuch, das hörte sich gut an, also dann mal los. Schnell folgte er dem Beamten und wurde in den Besucherbereich gebracht. Er fragte sich wirklich, wer das denn sein könnte. Sicher ist es endlich ein Rechtsanwalt, dachte er hoffnungsfroh, weil er schon so oft nach einem gefragt hatte.

So war er erstaunt, verwundert und völlig perplex als die Tür geöffnet wurde und er den Besucherraum betrat. Erst einmal klappte ihm die Kinnlade nach unten. Wenige Schritte hinter der Tür, die sich mit einem leisen Zischen geschlossen hatte, blieb er stehen und blinzelte Kalyn fassungslos an.

Was machst denn du hier?

Sicher, das ist nicht gerade die höflichste Frage, aber sie war durch sein Erstaunen mehr als nur gerechtfertigt. Kalyn, jede Menge Essen auf dem Tisch. Sollte das eine Falle sein? Er war furchtbar misstrauisch geworden, noch mehr als vorher, wo er mehr vom Witz und der Einbildung, er könne alles schaffen, angetrieben worden war.

Langsam näherte er sich nun dem Tisch und streckte die Hand aus, so quasi zur Begrüßung, wie man das eben so macht. Und verdammt, das ganze Essen war sehr verlockend, aber er nahm sich vor, das vorerst zu ignorieren. Erstens hatte er gerade Pampe Nummer zwei in grün gesehen, die zwar angeblich alle wichtigen Nährstoffe enthielt, aber nicht gerade dazu angetan war, einem ein Gefühl des Appetits hervorzurufen, nicht einmal dann wenn man die Frühstückspampe ausgelassen hatte.

„Entschuldige, die Unhöflichkeit. Willkommen in Gefängnistan. Ich hoffe, der Butler war höflich, als er dich herein gelassen hat. Das Personal lässt leider etwas zu wünschen übrig, es ist nichts Ordentliches mehr zu bekommen.“

Na, da hatte er dann doch seinen Sinn für die Realität und die wichtigen Dinge des Lebens wiedergefunden und Kalyn so begrüßt, wie es ihr zusteht – hoffentlich. Und seine Form des Humors hatte er natürlich auch wieder ausgegraben. So blieb er vor dem Tisch stehen und versuchte krampfhaft nicht das Essen anzuschauen, sondern Kalyn und dazu noch ein Lächeln aufzusetzen, das echt und herzlich scheinen sollte, auch wenn ihm nicht nach so etwas zumute war, aber er meinte, ihr etwas heile Gefängniswelt vorspielen zu müssen.

[Coruscant – südliche Hemisphäre – Gefängnis der mittleren Ebene – Besucherraum] Terry, Kalyn

Thema: Coruscant
Terry Dourshe

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29 Oct, 2017 11:23 11 Forum: Core Worlds

[Coruscant – südliche Hemisphäre – Gefängnis der mittleren Ebene – Medistation] Terry, medizinisches Personal und Droiden

Es glich wirklich einem Wunder, dass der Kuati den Anschlag überlebt hatte. Niemals hätte er damit gerechnet – er hatte auch nicht mit einem Anschlag auf ihn gerechnet. Das war keiner Überheblichkeit geschuldet, sondern vielmehr der Meinung, diese Alte hätte ihn vergessen, schließlich ist er nicht gerade der Typ, den man sich langfristig merkt – sofern er einem nicht gewaltig auf die Füße getreten ist.

Nun lag er in der Krankenstation und dachte darüber nach, wie er seine Situation verbessern konnte und überhaupt, wie er der Gefahr für sein Leben begegnen sollte. Wer immer das gewesen war, er könnte es wieder versuchen. War es ein Mitgefangener oder ein Wächter? Diese Frage lenkte ihn von dem flackernden Oberlicht ab.

Langsam wurde ihm auch die Rückenlage unbequem und er drehte sich zur Seite, zumindest versuchte er es. Ahja … dachte er, als es nicht ging. Da war ja noch was. Genau. Er gehörte wohl wirklich zu den sehr gefährlichen Verbrechern. Was auch nicht verwundern darf, schließlich hat er eine wichtige Persönlichkeit auf ziemlich heimtückische Weise aus dem Leben scheiden lassen. Der Messerstich war ein Ergebnis davon, bislang das letzte. Terry weiß ja nicht, was noch alles auf ihn zukommen wird. Das ist auch gut so, sonst fehlt jeder Handlung die Spontanität.


Was er so alles nicht wusste, war ganz schön viel. Im Moment machte er sich auch keinerlei Gedanken darüber. Er war nur froh, dass er noch lebte und vorerst in relativer Sicherheit war. Wüsste er es, würde es ihn ungemein freuen, besonders die Tatsache, dass sein ganz spezieller Freund Neetaka eine Rüge von der Ethikkommission bekommen hatte und vorläufig suspendiert worden war. Ein schwacher Trost wäre es zwar nur, weil das, was der Tentakelheini ihm angetan hatte, schon mehr verdiente, als nur eine Suspendierung. Weil Terry das alles nicht wusste und sich im Augenblick auch herzlich wenig dafür interessierte, war es auch egal.

Der Versuch, sich umzudrehen, war nicht unbemerkt geblieben. Ein 2-1 B Droide kam auf ihn zu und starrte ihn an.


„Sie müssen ruhig liegen bleiben, sonst kann die Wunde nicht heilen.“

Der Stimmprozessor war wohl etwas lahm bei diesem Modell, denn Terry hatte Mühe, dem 2-1 B zu folgen, denn es knackte und knisterte bei jedem Ton, den das Ding von sich gab.

„Äh … ja, klar. Jemand sollte einmal deine arme Stimme heilen Zweieinsbe. Ich möchte nur etwas zu trinken und ein wenig bequemer liegen. Dann möchte ich gern wissen, was passiert ist.“

„Sie brauchen nichts zu trinken. Infusionen versorgen Sie mit der nötigen Flüssigkeit.“

Erst jetzt bemerkte er die Schläuche, die in seinem Körper endeten. Blutbeutel und Beutel mit klarer Flüssigkeit hingen über dem Bett und transportierten ihren Inhalt in den Einarmigen. Natürlich. Klar doch. Ein Droide weiß nicht, wie sich eine trockene Zunge anfühlt. Echt klasse Typ, der Droide. Sehr fürsorglich. Noch ehe er etwas sagen konnte, kam eine Frau in einem grauen Kittel auf ihn zu und schickte den Droiden weg.

„Ich bringe dir gleich was zu trinken, Nummer PG74589.1.“

Das wurde ja immer besser. Bislang war er noch nie mit seiner Häftlingsnummer angesprochen worden. Ratte, Miststück, Penner, Menschenfleisch, Weißbrot und was auch immer war ausreichend gewesen. Es klang sogar fast höflich und zuvorkommend, wie die Frau mit ihm redete. Sehr nett, auch ein nettes und einnehmendes Äußeres zeichnete die Frau aus. Terry war kurzfristig verwirrt. Anziehend fand er sie nicht, weil … naja, weil er eben auf Männer stand, aber Schönheit konnte auch er überall erkennen, zumindest das, was seine Spezies gemeinhin als schön empfindet.

Er antwortete lieber nichts darauf, weil sie auch schon wieder wegging. Bald kam sie allerdings zurück und half ihm beim Trinken. Chloriertes Wasser, etwas anderes hatte er auch irgendwie nicht erwartet. Es war nicht viel, aber es half, die Mundtrockenheit zu vertreiben. Nachdem sie wieder von ihm abgelassen hatte, schaut sie ihn noch einmal an. Machen konnte der Kuati ohnehin nichts, denn er war ans Bett gefesselt. Natürlich, das ist ein Gefängnis und er ein äußerst gefährlicher und brutaler Mörder.

„Danke“, erwiderte er erst jetzt und versuchte, das zur Sprache zu bringen, was ihm bei der Betrachtung des Flackerlichts durch den Kopf gegangen war.

„Ihr müsstet dort oben das Licht reparieren und Zweieinsbe braucht ein Update beim Stimmprozessor. Den armen Kerl versteht man doch kaum.“

„Mach dir darüber keine Sorgen PG74589.1.“

„Ich heiße Terry. Wie darf ich dich ansprechen?“

„Mit Frau Doktor. Hier bist du PG74589.1. Gefangene haben keine Namen.“

„Ah ja, klar. Ist gut. Danke für das Wasser, Frau Doktor.“

Damit war dem Gespräch der Wind aus den Segeln genommen. Wunderbar. Echt klasse. Da bietet man seine Hilfe an, wenn auch etwas kryptisch, sehr viel kryptisch sogar … und dann so etwas.

„Ich stamme aus Kuat und kenne mich gut mit Droiden und Maschinen aus“, rief er ihr dann doch noch hinterher. „Das Licht wäre in Nullkommanichts repariert und Zweieinsbe braucht nur ein Update, das geht fix, Frau Doktor. Das geht wirklich voll schnell.“


Es war einen Versuch wert. Doch vorerst reagierte sie nicht darauf und er fand sich bald wieder im Dämmerschlaf. Etwas anderes konnte er eh nicht tun und es war auch das Beste, was er im Moment tun konnte. So heilte auch die Wunde, langsam aber stetig, denn wer verschwendete schon Bacta an Gefangene? Also, wenn sie unterste Schublade und völlig unwichtig waren? Na also, niemand!

Weitere zwei Wochen vergingen, bis er wieder aufstehen durfte und keine Gefahr mehr bestand, dass er durch eine unbedarfte Bewegung die Narbe aufreißen und verbluten könnte.


Der Droide half ihm bei der täglichen Körperpflege, die er ja vorher nicht selbst durchführen konnte. Es war eigenartig, sich wie ein Kleinkind pflegen zu lassen. Wäre der Droide nicht so schon so unpersönlich gewesen, hätte er es wahrscheinlich als entwürdigend empfunden. So aber war es ihm nach dem dritten Mal völlig egal geworden.

„Du wärst ja eigentlich etwas Besseres als der Pfleger in einer Gefangenenmedistation. Komm her, Zweieinsbe. Wir bringen mal deine Sprachprozessoren auf Vordermann“, forderte Terry den Droiden auf. Es war ja wirklich kein Aufwand, das zu reparieren.

„Sie wissen, dass Sie das nicht dürfen, PG74589.1“, erwiderte der Droide, kam aber herbei. Eine Optimierung seines Stimmprozessors konnte allerdings auch nicht schaden. Bislang hatte sich niemand dafür Zeit genommen.

„Komm einfach an mein Bett und mach meine Hand los, dann stelle ich dir das neu ein. Geht ganz schnell und du wirst nichts davon spüren.“


Natürlich wurde hier alles mit Cams aufgezeichnet, so auch diese Unterhaltung und dass der Droide das tat, was PG74589.1 von ihm verlangte. Terry setzte sich im Bett auf und öffnete an der Rückseite des Blechmannes eine Platte. „Ah ja … da ist eigentlich nur ein Kabel lose. Wenn du mir das entsprechende Werkzeug bringst, kann ich das sofort erledigen.“ Das würde ja noch schneller gehen, als ein Update. Niemand schien sich um den Kerl zu kümmern, damit er ordentlich kommunizieren konnte. Er war auch schon ein altes Modell und hatte mehr Wartung nötig, als man ihm angedeihen ließ. Für die Funktionen im Gefängnis war es ausreichend, was er noch konnte. Der Droide ging los und holte einen Werkzeugkoffer, den er neben Terry aus Bett stellte und sogar für diesen öffnete.

„Ah, wunderbar, danke. So, dann dreh dich bitte noch einmal herum und ich mache das fertig.“

Er nahm das entsprechende Werkzeug zur Hand, brauchte dann aber doch länger als er gedacht hatte, um den Lautsprecher wieder ordentlich anzuschließen, damit kein Knacken, Knistern oder Pfeifen mehr zu hören war, wenn der Medidroide etwas sagte.


„Sag etwas“, forderte der Kuati ihn nach getaner Arbeit auf.


„Ich weiß nicht, was ich sagen soll.“


„Danke, das genügt. Vorerst sollte das helfen, aber da muss etwas gelötet werden. Ein Techniker sollte da noch einmal drüber schauen, ich bin schon etwas eingerostet, weißt du.“

„Oh …“, war alles, was Zweieinsbe noch sagte, denn in dem Moment kamen drei Wärter auf die Station und nahmen Terry das Werkzeug wieder weg.


„He, Weißbrot, du kommst in deine Zelle. Es geht dir wieder gut genug.“

Die Aufforderung war sehr freundlich und unmissverständlich, weshalb Terry auch keinen Grund sah, dagegen zu protestieren.

„Hey, langsam. Macht mich erstmal los, ich komme schon mit. Auch wenn ich hier noch das Licht reparieren wollte. Davon kriegt man ja Augenkrebs und was sonst noch. Kümmert sich hier keiner drum, dass es ordentlich läuft?“

Vorerst wurde ihm die Bitte verwehrt, aber es gelangte über ein paar Umwege an höhere Stellen, wo sie etwas später beraten wurde. In der Zeit saß Terry, pardon PG74589.1, wieder gelangweilt in seiner Zelle und hatte nun ausreichend Gelegenheit, eingehender über die Frau nachzudenken, die ihm den Auftrag zum Mord erteilt hatte und auch den Mord an sich – geholfen hatte es ihm nichts. Schließlich erkannte er, dass ihn das schlechte Gewissen so lange mit dem Abhauen zögern hatte lassen. Es konnte gar nicht anders sein. Im Krieg hat er versucht, keine Zivilisten zu töten und später hat er einfach nur um sein Überleben gekämpft. Ja, es tat ihm furchtbar leid, dass er die Frau ermordet hat, auch wenn sie eine überaus hässliche Gran gewesen war. Irgendwo hatten die auch eine Daseinsberechtigung, denn sonst gäbe es sie nicht. Wenn er nur die Möglichkeit hätte, mit jemanden darüber zu reden … oder etwas zu tun. Arbeit ist das beste Mittel gegen schwere Gedanken und unlösbare Probleme.



[Coruscant – südliche Hemisphäre – Gefängnis der mittleren Ebene – Zelle] Terry

Thema: Die SW:NF-Endlos-Geschichte
Terry Dourshe

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28 Oct, 2017 19:50 47 Forum: Cantina

... mit einem Baseballschläger der Marke Orkzahnstocher wartete ...

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