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Thema: Fondor
[NPC] The Force

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03 Jul, 2019 17:48 51 Forum: Colonies

[Fondor-System][ Nallastia][im Wald]

[Tenma Kossus , mit Kyrijon Xifedi, Corbin Gar]


Der ältere Mensch legte seine Sicht der Klonkriege und die Prophezeiung dar. Er und sein Meister hatten zu den Zweiflern gehört, sie hatten den Krieg keineswegs so optimistisch gesehen, wie es die Republik der Bevölkerung vermitteln wollte. Aber wer vom Jedi-Orden hatte das schon getan? Die Zeit der großen Konflikte war schon lange vorbei gewesen, die Jedi verstanden sich als Friedenshüter, die Taten der Sith Lords, die der Orden vor Jahrtausenden und Jahrhunderten bekämpft hatten, waren nur noch bessere Geistergeschichten, höchstens Simulationen in den Prüfungen. Sie alle hatten keine Erfahrung darin, Krieg zu führen, und Gefallen am Kampf zu finden, war verpönt. Nun, sie hatten versucht, es ihm auszutreiben, dem Angehörigen einer Spezies, der Kampf und Aggression in den Genen lag und dann hatte er doch Krieg führen müssen. Im Namen des Jedi-Ordens. Tenmas Jediseite war geneigt, Gar in der Hinsicht Recht zu geben, als dass Krieg nie etwas Gutes war, während seine ursprünglicheren Instinkte bei der Aussicht auf Kampf jubilierten. Die Dunkle Seite, sagte der Jedi, während der Rattataki es schlichtweg für seine Natur hielt. Während der ehemalige Padawan zu Kyrijon sprach, behielt er seine Meinung dazu für sich. Es ging nicht darum, zu kommentieren, zuzustimmen oder abzulehnen, sondern was der junge Mann daraus für sich bezog, so dass der bleiche Jedi-Meister wartete, bis Gardas Wort wieder an ihn richtete.

„Dass Kanzler Palpatine große Stücke auf General Skywalker hielt, war gewiss nicht zu übersehen und es gefiel dem Hohen Rat überhaupt nicht“, sagte Tenma mit einem dünnen Lächeln, „ironischerweise spielte er für den Imperator Palpatine überhaupt keine Rolle mehr. Was ich sogar noch für interessanter halte. Gewiss könnten wir stunden- und tagelang darüber spekulieren.“ Doch dazu brauchten sie Zeit, und Tenma hatte nicht den Eindruck, dass die Zeit dafür noch nicht reif war. „Wahrscheinlich lässt sich nur soviel sagen, dass der Umsturz von langer Hand geplant war – auch wenn der Imperator alle getäuscht hat, ich glaube nicht, dass ein Attentat von Ratsmitgliedern ausreichen würde, um die Galaktische Republik von Grund auf umzukrempeln.“

Er gab leises, fast schon amüsiertes Glucksen von sich, als er sich die ehrwürdigen Meister Windu, Kolar, Tiin und Fisto als finstere Meuchelmörder vorzustellen versuchte, wonach sich ein kurzes sentimentales Bedauern über ihren Verlust einstellte. „Aber was wäre die Alternative gewesen? Die Lage stand nie gut für die Republik, also hätte auch ein anderer als Palpatine etwas gebraucht, um die Bevölkerung und den Senat bei der Stange zu halten. Eine ehrliche Einschätzung der Situation? Da wären noch mehr Systeme zur Konföderation übergelaufen, der Senat hätte Verhandlungen mit Dooku verlangt. Hätte Meister Yoda mit seinem abtrünnigen, ehemaligen Padawan gesprochen? Das wäre wohl der wahre Weg der Jedi gewesen, aber ich bin ehrlich gesagt nicht sicher, ob er es getan hätte.“ Wieder reiste er gedanklich dreißig Jahre in die Vergangenheit. „Die Prophezeiung hat den Jedi und der Republik Hoffnung gegeben – im Nachhinein eine sehr trügerische Hoffnung, aber Wesen klammern sich an den dünnsten Strohhalm. Ich denke dennoch nicht, dass sie falsch war. Eben sowenig wie General Skywalkers Heldentaten, ich habe gespürt, dass er außergewöhnlich war und die Jedi und die Klonsoldaten mit denen ich sprach, neigten nicht zu Übertreibungen.“

Nachdenklich sah er zu Kyrijon, der in einem ähnlichen Alter wie damals der Auserwählte war. Was für eine Belastung musste auf dessen Schultern gelegen haben. Der Rat hatte ihn anfangs nicht akzeptiert, dann lagen auf ihm alle Hoffnungen einer ganzen Galaxis. „Ich weiß nicht, ob wir je die ganze Wahrheit erfahren werden. Alle Hauptakteure von damals sind höchstwahrscheinlich tot, und wenn, kann vielleicht dieser junge Mann Licht ins Dunkel bringen, der sich ebenfalls Skywalker nennt. Das ist meiner Ansicht nach aber eine Aufgabe für die Zukunft, jetzt zählt erst, alle zu finden, die die Order 66 überlebt haben, oder ihre Nachkommen.“ Mit den letzten Worten nickte er Kyrijon freundlich zu und sah dann wieder zu Garaus seinen scheinbar pupillenlosen Augen. „Ich habe mein Exil auf Rattatak verlassen und traf bereits auf einige machtbegabte Wesen, einige dunkel und einige hell. Auch hier auf Fondor. Daraus schließe ich, dass es der Wille der Macht ist, solche wie uns zu finden. Ganz gleich zu welcher Seite...“ Er schloss die Augen und spürte kurz nach einer Präsenz der Dunklen Seite. Nein, Corrino, dieses traurige, zerfressene Wesen war nicht mehr hier. Aber solche wie er konnten immer wieder auftauchen. Sie mussten vorsichtig sein. „Hatten Sie bereits andere Machtnutzer außer uns getroffen, Mr. Gar?“


[Tenma Kossus , mit Kyrijon Xifedi, Corbin Gar]

[Fondor-System][ Nallastia][im Wald]

Thema: Fondor
[NPC] The Force

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10 Mar, 2019 12:34 34 Forum: Colonies

[Fondor-System][ Nallastia][im Wald]

[Tenma Kossus , mit Kyrijon Xifedi, Corbin Gar ]

Obwohl er zunächst abgewandt schien und sich nicht mit ihnen niederließ, so war der ältere Mensch nicht unbeteiligt, trotz der Härte, mit der er sich umgab. Tenmahatte nicht viel mit Mandalorianern zu tun gehabt, wenn er davon absah, dass einige auf Rattatak als Söldner unterwegs waren. Um das Kriegervolk mit seiner langen und stolzen Geschichte war es schon ruhig geworden, als er jung war. Die Taten der großen Kriegsherren, die Jedi und Sith die Stirn boten, so alt, dass sie fast schon Legenden waren. Ob man die Klonsoldaten aufgrund ihrer Abstammung als Mandalorianer sehen konnte, war für ihn fraglich. Die Herkunft ihres 'Vaters' gab ihnen eine Herkunft, auf die sie stolz sein konnten. Alles schien besser als die Aufzuchtcontainer auf Kamino zu sein, ob es der Glaube an die sieben corellianischen Höllen war, oder das Sammeln von Jagganathpunkten, das schien stets davon abzuhängen, mit welchen Ausbildern sie zu tun hatten. Und dennoch – beinahe alle, die er kannte, sehnten sich oft nach Meer und Regen...

Auf die Frage des Jedi-Meisters hin ließ sich Gar nun doch auf das Gespräch ein und schilderte seine Erfahrungen. Es war gut, dass Kyrijon auch eine andere Sicht zu hören bekam. „Zur Zeit des Konflikts mit der Handelsförderation war ich noch Ritter und im Tion-Sektor unterwegs. Doch wie ich schon sagte, die Gerüchte und Geschichten aus dem Tempel drangen rasch zu uns auf die Außenposten vor. Einige Monate später wurde ich abgelöst und kehrte nach Coruscant zurück, und konnte mir selbst ein Bild machen. Meister Jinn war für seine Eigenwilligkeit bekannt und der Junge passte zu ihm. Es war sehr bedauerlich, dass er ums Leben gekommen war, noch bevor er den jungen Skywalker ausbilden konnte. Jedenfalls hatte ich den Eindruck, dass er wirklich sehr stark in der Macht war und wenn es stimmte, dass der Rat ihn beinahe abgelehnt hätte, so hätten sie wahrscheinlich einen großen Fehler gemacht.“ Der Junge war in der Tat etwas Besonderes, aber auch zerrissen. Ob der junge Kenobi, der quasi gleichzeitig zum Ritter und zum Lehrmeister befördert worden war, der Aufgabe gewachsen war, hatte so manch einer bezweifelt, aber es war ihm gelungen, diesen Auserwählten durch die Padawanzeit zum Ritter zu bringen. Zweifler gab es genug, und selbst jeder schwach Machtbegabte hätte das gespürt. Tenma erforschte seine Gefühle von damals, tastete nach den Stimmungen im Tempel. „Rückblickend würde ich sagen, dass der Orden mit der Situation...überfordert war. Man ist nie wahrhaftig vorbereitet, aber der Umgang mit dem Jungen war wohl alles andere als angemessen. Und als schließlich die Klonkriege dazukamen...“ Wieder suchte er nach Eindrücken von vor einem halben Leben. „Kurz vor dem Angriff auf Geonosis wurde ich zum Meister ernannt, und ehe ich mich versah, war ich General und von einem Einsatz zum nächsten geschickt. Man hörte viel von Skywalkers Taten, schließlich sorgte das Kanzleramt dafür, aber ich habe mit Leuten gesprochen, die mit ihm kämpften. Jedi wie Klonsoldaten.“


[Tenma Kossus , mit Kyrijon Xifedi, Corbin Gar]

[Fondor-System][ Nallastia][im Wald]


OOC: Hier ist eine etwas abgespeckte Version, hoffe aber, dass es auch so geht smile

Thema: Fondor
[NPC] The Force

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02 Mar, 2019 21:55 39 Forum: Colonies

[Fondor-System][ Nallastia][im Wald]

[Tenma Kossus , mit Kyrijon Xifedi, Corbin Gar ]


Die Zweifel seines Gegenübers waren noch nicht verklungen. Ob Tenma das gut oder schlecht finden sollte, wusste er nicht, also beließ er es dabei, die Gefühle des Mandalorianers und ehemaligen Padawans zu so zu nehmen wie sie waren. Zwar hatte auch der Jedi-Meister viele Jahre ohne den Orden geschweige Mitjedi gelebt, jedoch hatte er die Ausbildung beenden können und war schließlich zum Meister aufgestiegen. Corbin Gar war jedoch nicht fertig geworden und war anscheinend sich selbst überlassen gewesen. Eventuell hatte ihm die mandalorianische Kultur Orientierung gegeben und er hatte das Beste aus sich gemacht, zu dem er in der Lage war. Ob er sich nach diesem Leben noch einmal neu orientieren wollte, konnte der Rattataki nicht abschätzen, doch er dachte sich, dass die Macht sie nicht grundlos zusammengeführt hatte. „Als Erstes wollte ich damit anfangen, dass wir einen guten Platz zum Unterhalten finden.“ Er ließ seine hellen Augen, die fast weiß wirkten, im Kreis die hohen Baumstämme betrachten und deutete schließlich auf den nächsten. „Ich denke, dass uns dieser hier eine schöne Aussicht auf die Wälder von Nallastia bietet“ Mit einem Machtsprung beförderte er sich auf den nächsten Ast, der sich einige Meter über ihnen ausstreckte. Halb kletternd, halb springend drang er fast bis zur Spitze vor, wo die Äste noch breit genug waren, um drei Männer sicher tragen zu können, ohne dass sie sich viele Gedanken um ihre Balance machen musste. Hier oben war der Tag klar und frisch, weiße Federwolken trieben über den morgendlichen Himmel, die Brise ließ Tenmas dunklen Mantel aufbauschen. Er streckte sich und ließ sich auf dem Ast im Schneidersitz nieder. Hier floss die Macht frei von störenden Einflüssen, ein guter Ort um von einer dunklen Zeit zu sprechen. Kyrijon und ich kamen gestern auf die Klonkriege zu sprechen, über die Rolle der Jedi in dieser Zeit“, setzte er an und ließ seinen Blick über den Wald schweifen, der bis zum Horizont des Fondormondes reicht. Für ihn war es ein Blick in alte Zeiten, als er zum Meister ernannt worden war und als General in die Galaxis gesandt wurde, „...und über den Auserwählten“ Wieder hielt er inne, um noch ein Stück weiter in die Vergangenheit zu gehen. „Etwa zehn Jahre vor Beginn der Klonkriege stellte Meister Jinn dem Rat einen Jungen vor, Anakin Skywalker, von dem er glaubte, dass er der Auserwählte war, der die Macht ins Gleichgewicht bringen sollte. Er war eigentlich zu alt, aber nach Meister Jinns Tod nahm dessen ehemaliger Schüler die Aufgabe auf sich, ihn auszubilden. Im Tempel schwirrten die Gerüchte wie Bienenschwärme, auch wenn das der Hohe Rat bestimmt nie zugegeben hätte, und selbst die entferntesten Jedi-Außenposten bekamen sie ziemlich rasch mit...“ Tenmas Mundwinkel zuckten in die Breite. „Waren Sie zu dieser Zeit noch im Tempel, Mr. Gar?“ Fast wäre er versucht gewesen, den Piloten zu duzen, aber dieser war weder ein Padawan noch jugendlich genug. Das würde er sich vielleicht erlauben, wenn er alt und ehrwürdig genug war.




[Tenma Kossus , mit Kyrijon Xifedi, Corbin Gar]

[Fondor-System][ Nallastia][im Wald]

Thema: Fondor
[NPC] The Force

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25 Feb, 2019 02:48 31 Forum: Colonies

[Fondor-System][ Nallastia][im Wald]

[Tenma Kossus , mit Kyrijon Xifedi, Corbin Gar und P4-L]

Tenma verspürte Skepsis von dem ehemaligen Padawan ausgehen, als er von Corrino berichtete. Wahrscheinlich hätte er ähnlich reagiert, würde er diese Geschichte von jemand anderem hören. Vor ein oder zwei Jahrzehnten hätte er diesen Dunklen noch auf dem Friedhof vernichtet, doch kamen mit den Jahren Einsichten in Dinge, die ihm als jungen Mann lächerlich erschienen waren. Sätze wie „Das Schwert, das nicht gezogen wird, ist das beste“ zum Beispiel. Sehr untypisch für einen Rattataki. Ein unwillkürliches Grinsen stahl sich in seine Mundwinkel. Wahrscheinlich verfügte sogar die Macht über einen gewissen Sinn für Humor, wenn er sich und seine beiden Begleiter im Waldesdunst betrachtete, welche genau das waren, was der untergegangene Jedi-Orden stets hatte verhindern wollen. „Selbst die Zwei konnten nie ohne Basis existieren, und es war töricht anzunehmen, dass es sie nicht mehr gäbe...“ Wie es die Art der Sith war, strebten sie in ihrer typischen Selbstüberschätzung alle nach unendlicher Macht, der Erfüllung egoistischer Wünsche. Nach Dookus Tod kam Vader, und dieser konnte nicht einfach aus dem Nichts gekommen sein. „Die Macht ist in Bewegung, auf beiden Seiten herrscht ein Vakuum, das gefüllt werden will“

Auch der bleiche Jedimeister fragte sich, wer sich an Gars Fersen geheftet hatte und ob es mit ihm und Kyrijon zu tun hatte. Insoweit hatte der Mandalorianer Recht, es würde sich zeigen, was Tenmawortlos abnickte. Dann grinste er wieder leicht, als der Pilot sich nach dem Zweck des Ausflugs nach Nallastia erkundigt. „Hier gibt es keine neugierigen Augen und Ohren, wenn sich Leute mit Machtsprüngen fortbewegen und sich über Jedi-Angelegenheiten unterhalten wollen“, sagte der Angesprochene achselzuckend, „außerdem bieten die Baumwipfel eine großartige Plattform zum Meditieren. Ich war schon gestern hier und habe die Anwesenheit des Dunklen auf Fondor gespürt, weshalb ich dorthin zurückkehrt. Später traf ich auf Kyrijon und bot ihm an, hierher zu gehen – um den Geist zu klären, und ihm vom Jedi-Orden und der Zeit der Klonkriege zu erzählen


[Tenma Kossus , mit Kyrijon Xifedi, Corbin Gar und P4-L]

[Fondor-System][ Nallastia][im Wald]

Thema: Fondor
[NPC] The Force

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13 Feb, 2019 00:52 16 Forum: Colonies

[Fondor-System][ Im Anflug auf Nallastia][an Bord der Pilgrim]

[Tenma Kossus , mit Kyrijon Xifedi, Corbin Gar und P4-L]

Der Tag entpuppte sich als spannender, als Tenma es erwartet hatte. Genauer gesagt, hatte er nicht viel erwartet, aber er mochte die Wendung, die der Wille der Macht für sie bereithielt, obwohl er einen einen ruhigen Trainingstag genauso begrüßt hätte. Wenn man einem Kriegervolk angehörte, so waren solche Situationen mehr die Regel als die Ausnahme, aber wie sich Wesen in Stresssituationen verhielten, sagte genauso viel, oder vielleicht sogar mehr über sie aus als ein einem eingehenden Gespräch. Aus Gar sprach die jahrzehntelange Erfahrung eines Mannes, der einen kühlen Kopf behielt, jedoch konnte man ihm eine gewisse Unsicherheit anmerken. Gewiss musste man Ruhe bewahren, aber man durfte auch nicht allzu selbstsicher sein. Der ältere Mensch instruierte seinen Droiden, Nachforschungen anzustellen und erkundigte sich, ob nicht jemand an den beiden Machtnutzern interessiert war. Ihm erschien es unwahrscheinlich, dass jemand Kyrijon verfolgt hatte, auch wenn ihm bewusst war, dass dessen Vater einem Hinterhalt zum Opfer gefallen war, doch musste der junge Mann seine Lage selbst einschätzen. „Ich bin gestern einem Anhänger der Dunklen Seite begegnet, bevor ich auf Kyrijon traf,“ offenbarte er. „wir unterhielten uns für eine Weile und gingen dann unserer Wege. Ich denke, dass er Fondor verlassen hat und von anderen Dingen getrieben wurde, als es einem alten Jedimeister heimzuzahlen. Jedenfalls spüre ich seine Präsenz nicht mehr...“ Dennoch griff er zur Sicherheit in die Macht hinaus, die ihm keine Bedrohung durch die Dunkle Seite zeigte. Corrino war verschwunden, zu sehr mit sich selbst beschäftigt. „Verzeih mir, dass ich dir nicht gleich davon erzählt habe, aber gestern auf Fondor gab es nicht die passende Gelegenheit dafür“, wandte er sich an seinen jüngeren Begleiter. Hier in der abgeschiedene Stille des Waldes war dieses Thema eindeutig besser aufgehoben.

„Auf meinem Weg von Rattatak bis hierher, der sich über einige Standardmonate zog, begegnete ich zwei Dunklen Jedi und einem ehemaligen Padawan, der einen ähnlichen Weg wie Sie eingeschlagen hat. Die ersten beiden sind tot, derl etztere wollte nichts mehr mit den Wegen der Macht zu tun haben, ich wüsste nicht, wieso er versuchen sollte, mich zu verfolgen...“ Das war alles, was der Rattataki weiters hinzufügen konnte.


[Tenma Kossus , mit Kyrijon Xifedi, Corbin Gar und P4-L]

[Fondor-System][ Im Anflug auf Nallastia][an Bord der Pilgrim]

Thema: Fondor
[NPC] The Force

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28 Jan, 2019 22:28 23 Forum: Colonies

[Fondor-System][ Im Anflug auf Nallastia][an Bord der Pilgrim]

[Tenma Kossus , mit Kyrijon Xifedi, Corbin Gar und P4-L]

Tenma schüttelte kaum merklich den Kopf, als Kyrijon sich Sorgen machte, ob er ihn überhaupt als Schüler annehmen wollte. „Es fühlt sich auch für mich an, dass die Macht es so will. Und wer bin, mich ihrem Willen zu widersetzen?“ Der letzte Satz konnte durchaus als Sarkasmus gedeutet werden, aber der Jedi-Meister meinte es ernst. Dennoch konnte er einen Anflug von Schadenfreude nicht unterdrücken – nie hätte ihm der Hohe Rat einen Padawanschüler anvertraut. „Ja, das war unsere Bestimmung und es war wohl eine sehr lange Lektion in Sachen Geduld für mich“, nickte er, und erinnerte sich daran, dass er sich zwar nie darum bemühte, einen Schüler zu bekommen, sich aber gekränkt fühlte, als er nie einen bekam. War er eifersüchtig gewesen, als Skywalker plötzlich diese kleine Togruta als Schülerin bei sich hatte? Vielleicht. Sie war eigensinnig wie ihr Meister, aber auch talentiert und tapfer gewesen. Was wohl aus ihr geworden war? „Es kann sein, dass du einigen begegnet bist, aber sie ihre Identität verborgen haben. Als ich von Rattatak wieder in die Galaxis zog, habe ich Überlebende gefunden. Die Altisianischen Jedi gibt es noch, ich traf einen ehemaligen Ritter, der mit den Jedi nichts mehr zu tun haben will und es gibt eine kleine Kolonie von Agricorpsmitgliedern im Mid Rim. Aber du hast Recht, es hat sich wie ein halbes Leben oder länger angefühlt. Oder vielmehr wie ein anderes Leben.“ Vom Jedi-Meister war er zum Krieger geworden, erst für die Republik, dann für die Warlords auf Rattatak. Nun war er wieder Jedi-Meister, ohne Orden, aber mit einem Schüler. „Der Schüler lehrt den Meister ebenso viel wie umgekehrt. Dein Vater hat dich bestens vorbereitet, ich bin mir sicher, dass er durch die Macht spürt, welch gute Taten du vollbringst“, teilte er dem jungen Mann mit, während das Schiff aufsetzte. Obwohl Gar deutlich gemacht hatte, dass sie von seinem Clanker nichts zu befürchten hatten und er nichts auf ihn kommen lassen würde, war Tenmas Misstrauen nicht gerade weniger geworden. Aber er hatte beschlossen, den Commandodroiden zu tolerieren, selbst wenn dessen 'Humor' nicht seiner war.

Ohne Hast ging er mit seinen Begleitern in Richtung des Waldes, und als sie außer Sichtweite des Landeplatzes waren, schoss er mit einem Machtsprung nach vorne, und legte den Weg schließlich mit Zickzacksprüngen über die unteren Äste und Stämme der Bäume zurück. Wie Kyrijonund Gar ihm folgten, blieb ihnen überlassen, sie durften allerdings nicht zu sehr trödeln. Der bleiche Jedi wollte die beiden jüngeren Männer etwas triezen und sich beweisen, dass er noch im Vollbesitz seiner Kräfte war. Die feuchte Morgenluft war allmählich dem gehaltvollen Geruch eines tiefen, ursprünglichen Waldes gewichen, nachdem sich der Dunst gelichtet hatte, war es wärmer geworden, aber auf eine wohltuende Weise, weshalb Tenma beschloss, ein langsameres Tempo einzuschlagen. Gars Comlink übertrug eine Nachricht seines Droiden, aber der Mandalorianer zeigte sich nicht beunruhigt. Der Rattataki versenkte sich in die Macht und forschte in die immerwährenden Strömungen hinaus. „Zumindest nicht in unserer Nähe, aber ich stimme zu, dass wir wachsam sein sollten. Kyrijon, was sagst du?“ Die Erwähnung des Peilsenders beschäftigte ihn gedanklich weiter und er bezweifelte nicht, dass ein Commandodroide die Lage unter Kontrolle halten konnte. Jedoch stand lebenden Wesen ein größerer Spielraum an Kreativität zur Verfügung. Noch einmal spürte er in die Macht hinaus. Nichts, was auf einen Einfluss der Dunklen Seite hindeutete, wobei diese im Verbergen sehr gut war. „Kann es sein, dass Sie sich bei Ihren sonstigen Tätigkeiten Feinde gemacht haben?“


[Tenma Kossus , mit Kyrijon Xifedi, Corbin Gar und P4-L]

[Fondor-System][ Nallastia ][in den Wäldern]

Thema: Fondor
[NPC] The Force

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11 Oct, 2018 23:32 06 Forum: Colonies

[Fondor-System][ Im Anflug auf Nallastia][an Bord der Pilgrim]

[Tenma Kossus , mit Kyrijon Xifedi, Corbin Gar und P4-L]



„Manche Dinge ändern sich nicht, hm?“ Tenma gefiel das Bild, das Gar verwandte. Sie waren immer noch Schatten, aber bald würden die Besitzer wieder ins Licht treten, wenn es die Macht so wollte. Er kramte in seiner Erinnerung nach den Namen, die der Mandalorianer nannte. „Weitere Schatten, Mister Gar, ohne Besitzer“ Verschwunden in den dunklen Zeiten, so fühlten sich diese Namen in der Macht an. Sie sagten ihm etwas, ohne dass er sich an Gesichter erinnern konnte. „Sie leben in ihrem Schüler fort, was auch immer er heute sein mag“ Der Rattataki spürte einen weiteren Einfluss, den er allerdings nicht ganz festmachen konnte. Sehr leicht und flüchtig, wie eine Feder, aber noch etwas hatte seine Spuren hinterlassen. Nichts bedrohliches wie ihm schien. Nachdem Kyrijon erklärt hatte, wer er war, sprach der Jedi-Meister weiter. „Es ist zweifellos eine Fügung der Macht, dass wir drei hier aufeinandertreffen. Deswegen lade ich Sie ein, mich und Kyrijon auf unserem Ausflug zu begleiten.“ Allmählich fiel die Anspannung von Tenma ab, die dunkle Seite war nicht mehr als ein Hintergrundrauschen, sie war immer da, aber sie hatte keine Verlockungen mehr für ihn, je weiter er das Licht zuließ. Schon um seines Schülers willen. Es war faszinierend, was mit einem selbst passierte, wenn man die Verantwortung trug, einen jungen Jedi nach bestem Wissen auszubilden. Wie engstirnig und feige vom Rat, ihm diese Erfahrung verwehrt zu haben.

Das Shuttle schwankte kurz, als sie von einem anderen überholt wurden. Für einen kurzen Augenblick stand er wieder an Bord eines LAAT/i, der unter halsbrecherischen Manövern seinem Ziel entgegen raste... Er wischte die Schatten der Vergangenheit hinfort. „Wir sind jetzt wohl offiziell Meister und Schüler“, wandte er sich mit einem leichten Grinsen an seinen jungen Begleiter. „Ich ahne, dass wir von Mister Gar einige sehr interessante Dinge erfahren können...Hieran siehst du wieder einmal, welche Wege die Macht beschreitet, damit sich alles zusammenfügt. So etwas wie Zufälle gibt es nicht“ Die Droiden hatten ihre Aufräumarbeiten beendet, so dass er sich bis zur Landung niederlassen konnte. „Meinen gestrigen Besuch auf Nallastia habe ich allein abgestattet, und heute bin ich in Begleitung von gleich zwei Jedi. Es kommt mir fast wie ein halbes Leben vor...“ Von der Begegnung mit Corino würde er erst später erzählen und soviel Raum wollte er dem Dunklen, der in seinen eigenen Schatten verschwunden war, nicht geben. Kyrijon und Corbin Gar waren wichtiger. „Ich danke dir für deine Hilfe, Kyrijon“ , sagte er zu dem jungen Mann, kurz bevor das Shuttle aufsetzte. Wäre er nicht gewesen, so hätte die Begegnung mit Gar ganz anders ausgehen können.

Draußen herrschte eine kühle Feuchtigkeit, die Tenma nach dem Aufenthalt in der trockenen Stadtluft Fondors als erfrischend empfand. „Heute ist ziemlich viel Betrieb hier“, stellte er mit Blick auf den corellianischen Frachter und dessen mäßig motivierte Besatzung fest. Gestern war das Shuttle, das ihn hin und zurück gebracht, das einzige Raumfahrzeug auf dem Landeplatz gewesen. „Ich hatte vor, ein paar Kilometer in den Wald hinein zu gehen, wo die Bäume am höchsten sind. Sehr gut geeignet, um den Geist zu klären, aber auch um die Beweglichkeit zu trainieren.“ Und um einige Gespräche zu führen, die für andere Ohren außer den ihren nicht gedacht waren.


[Tenma Kossus , mit Kyrijon Xifedi, Corbin Gar und P4-L]

[Fondor-System][ Im Anflug auf Nallastia][an Bord der Pilgrim]

Thema: Fondor
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07 Jun, 2018 23:47 13 Forum: Colonies

[Fondor-System][ Im Anflug auf Nallastia][an Bord der Pilgrim]

[Tenma Kossus , mit Kyrijon Xifedi, Corbin Gar und P4-L]



Ein Mandalorianer also. Gars Worten zufolge gehörte auch der Clanker zu dem Kriegervolk. Dass sie alles und jeden adoptierten, war eine allgemein bekannte Tatsache, dass Droiden dazu gehörten, war Tenma neu. Manche Völker sahen - vor den Klonkriegen – Droiden ab einer gewissen Intelligenzstufe als eigenständige Wesen an, die Rechte besaßen. Nach seiner Rückkehr von Rattatak in die Galaxis hatte der Jedi-Meister allerdings festgestellt, dass in weiten Teilen der Bevölkerung eine tiefsitzende Abneigung gegen Automata entstanden war, nicht zuletzt durch den massiven Einsatz der Droidenarmee der CIS. Nun, er war keine Ausnahme, ganz besonders, wenn man persönlich Commandodroiden bekämpft hatte. Gar machte deutlich, dass er keine Aggressionen gegen seinen Droiden dulden würde. Tenma registrierte das, doch der Impuls sich dieser Gefahr zu entledigen, war stark. Er erkannte sehr rational, dass es die Dunkle Seite in ihm war und verleugnete sie nicht. Kyrijon würde ihn unterstützen, das spürte er deutlich, doch aus anderen Gründen. Der junge Mann stand im Licht, und zu zweit würden sie Gar und seinen Clanker erledigen können. Und dann...dann würde er ihn auf die Dunkle Seite ziehen. Noch nicht vollständig, aber der erste Schritt wäre für ihn gemacht, während der Rattataki bereits auf der Grenze stand.

„Weise Worte für einen mandalorianischen Transportpiloten“, sagte Tenma mit einem leicht spöttischen Unterton, als sein Gegenüber weitersprach. Er war nun davon überzeugt, dass Garein ehemaliger Jedi sein musste, der sich auf seine eigene Weise durch die Galaxis schlug. Kurz dachte er an Corino, den selbsternannten Sith, der er gestern auf Fondor getroffen hatte. Ihr Treffen war friedlich ausgegangen, obwohl sie Feinde waren, während er bereit war, diesen Mann und seinen Droiden in Stücke zu schlagen, der sich nicht einmal ansatzweise aggressiv zeigte. Mehr in der Macht als aus dem Augenwinkel nahm er Kyrijons leichtes Nicken wahr. Nein, er durfte ihn nicht auf die Dunkle Seite mitnehmen, nicht einmal der Gratwanderung aussetzen, auf der der Rattataki sich ständig befand. Der junge Mann war die Zukunft und er brauchte jemanden, auf den er sich verlassen konnte. Und von all den guten und reinen Jedi war ausgerechnet jemand übriggeblieben, der sich im dauerhaften Zwiespalt befand. Und Gar mit seinem Clanker. War das das Gleichgewicht, von dem die Prophezeiung gesprochen hatte?


Er gab Kyrijon einen kurzen Wink mit der Hand und in der Macht, der ihm bedeutete, dass alles in Ordnung war. „Mein Name ist Tenma Kossus, wie ich schon sagte. Ich bin ein Meister des alten Jedi-Ordens.“ Auf nichts anderes war die Frage des mandalorianischen Piloten hinausgelaufen. „Kyrijon, erklärst du Mister Gar bitte, wer du bist?“



[Tenma Kossus , mit Kyrijon Xifedi, Corbin Gar und P4-L]

[Fondor-System][ Im Anflug auf Nallastia][an Bord der Pilgrim]

Thema: Fondor
[NPC] The Force

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10 Apr, 2018 21:00 06 Forum: Colonies

[Fondor-System][ Im Anflug auf Nallastia][an Bord der Pilgrim]

[Tenma Kossus , mit Kyrijon Xifedi, Corbin Gar und P4-L]




Kyrijon zeigte sich unsicher, aber wenn Tenma sich es eingestand, war er es auch...Droiden auf einem hohen Intelligenzlevel spiegelten oft die Persönlichkeit ihrer Besitzer wieder und entwickelten aufgrund fehlender Gedächtnislöschungen eigene Züge. „Das ist ein BX-Commandodroide. Die Biester wurden früher von den Separatisten in den Klonkriegen eingesetzt und die Macht war mit uns, dass sie nur in geringen Zahlen produziert wurden.“ Tenma sog scharf die Luft durch die Zähne. „Was seinen Besitzer angeht, er ist auch für mich schwer greifbar. Er könnte machtbegabt sein, aber ich bin mir nicht sicher, ob er es weiß oder nicht. Und du hast recht, es gibt vieles, dass das Urteilsvermögen eines Jedi trüben kann...“ Angst, Wut, Hass waren die prominentesten Gefühlsregungen, aber auch vieles dazwischen, Unsicherheit, Leichtsinn, Selbstsicherheit, Liebe...Er versuchte seine Gefühle zu erforschen, zu sortieren, was sein Urteilsvermögen behinderte. Dass es von den Schatten der Vergangenheit beeinflusst war, lag klar auf der Hand. Diese Erkenntnis war immerhin etwas. „Ich denke auch nicht, dass sie uns wegen unserer Credits ausrauben wollen. Lass uns trotzdem auf der Hut sein...Es ist eine gute Idee, dass wir uns nach Alternativen für die Rückkehr nach Fondor umsehen, falls sich unsere Bedenken bestätigen..“

Dass ihn Gars Erwiderung „Ich bin ein Mann alter Zeiten“ so reizte, überraschte Tenma selbst. Die Klonkriege waren ein ganzes Leben her, aber er spürte, dass er nicht einmal ansatzweise damit abgeschlossen hatte. Es gab nur Frieden... Nicht, wenn man die Order 66 überlebt hatte. Was hatte Gar damit zu tun? Sein junger Begleiter war indes sein Anker, der ihn im wahrsten Sinne des Wortes zusammenhielt. Der Rattataki atmete schwer durch. Er war kein junger Mann mehr, die Anwendung der Macht war aber zeitlos und er hatte an mentaler Stärke gewonnen. Noch einmal atmete er durch, womit er zu mehr innerer Ruhe kommen wollte. „Ich bin durch Ihre Sammlung an Klonkriegs-Andenken irritiert“, sagte er ebenso geradeheraus, wie der Mann gefragt hatte. „Ebenso irritiert mich Ihr Begleiter. In alten Zeiten waren Clanker wie er sehr unbeliebt“ Bewusst wählte er den Begriff, den Klone für die Kampfdroiden verwendet hatte und in der gesamten Grand Army zum Hausgebrauch geworden war. Wie auch immer Gar reagieren würde, Tenma war bereit, sich auch einer gewaltsamen Auseinandersetzung zu stellen. Er spürte, dass Kyrijon ebenfalls bereit war. Der Jedi-Meister, die helle Seite in ihm sagte, dass das beste Lichtschwert das war, das nicht gezogen wurde und dass keine Gewalt von Nöten war...während die dunkle Seite den Rattataki-Kämpfer in ihm anstachelte, ihn mit der Aussicht auf die Zerstörung dessen lockte, was ihm nach all den Jahren immer noch Schmerzen bereitete.




[Tenma Kossus , mit Kyrijon Xifedi, Corbin Gar und P4-L]

[Fondor-System][ Im Anflug auf Nallastia][an Bord der Pilgrim]

Thema: Fondor
[NPC] The Force

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28 Feb, 2018 00:42 03 Forum: Colonies

[Fondor-Orbit][ Unterwegs nach Nallastia][im „Passagierraum“ der Pilgrim]

[Tenma Kossus , mit Kyrijon Xifedi, Corbin Gar und P4-L (im Cockpit)]



Tenma und sein Begleiter hatten im Frachtraum des Vehikels Platz genommen, das sie auf den Fondormond bringen sollte. Sein Unbehagen kam aus ihm selbst heraus, es war kein Hinweis der Macht, dass etwas während des Fluges schieflaufen könnte. Das war zumindest sein Fazit, nachdem das Schiff die Atmosphäre des geschäftigen Werftplaneten verlassen hatte. „Was meinst du?“v, wandte er sich an Kyrijon, welcher nun wohl so etwas wie sein Schüler war. [COLOR=FFA500]„Welchen Eindruck hast du von Gar und seinem Droiden? Welche Gefühle lösen sie bei dir aus und was sagt dir die Macht?“ Persönliche Gefühle wie Angst, Wut und Misstrauen konnten eine Einschätzung trüben, die in dem allumfassenden Energiefluss der Macht ganz anders aussehen konnte. Andererseits konnten auch positive Gefühle eine verfälschte Einschätzung hervorrufen. Selbst jetzt, mit seiner Erfahrung eines ganzen Lebens, war sich der Rattataki nicht immer sicher. Immer wieder musste er seine Gefühle erforschen, und wenn es sein musste, hinterfragen. Die Begegnung mit dem Piloten und dem Commando-Droiden hatte viele alte Erinnerungen ans Tageslicht geholt – sie hinderten ihn daran, sich auf das ganze Bild zu konzentrieren, dass dieses Zusammentreffen eventuell etwas Positives war. Dass es nichts zu bedeuten hatte, glaubte er indes auch nicht.

Das Rumpeln der Kisten ließ ihn zusammenzucken, hatte sich aber wieder gefasst und hätte beinahe gelacht, als die Boxendroiden zum Vorschein kamen und das taten, wofür sie da waren. Dinge in Ordnung zu bringen. Und dann brandete wieder Unbehagen in ihm hoch, als er die Rüstung sah. Erinnerungen an halbvergessene Ereignisse, an Menschen...Klone mit ihren gleichen Gesichtern und verschiedenartigen Persönlichkeiten. Die Scouts waren ein besonderer Schlag, halbverrückt und mit einer schier unglaublichen Todesverachtung behaftet. Lieutenant Jett und seine Fire-Squad... Ein leiser Rattataki-Fluch kroch über seine Lippen... Es war so lange her, noch bevor Kyrijon überhaupt geboren sein musste.

Als sich die Tür öffnete und Gar eintrat, war es noch nicht ganz vorbei. Welche Rolle spielte dieser Mann? Tenmaversuchte sich aus der Vergangenheit zu lösen und seine Nackenwirbel knackten, als er versuchte die Spannung zu lösen. „Es gibt nur einen offiziellen Landeplatz in der Kolonie in der Äquatorregion. Die Nallastianer versuchen den Raumverkehr so gering wie möglich zu halten und werden Sie wohl anfunken, wenn wir auf deren Ortung erscheinen“, erklärte er dem Mann, der viel älter wirkte als er tatsächlich war. „Sie haben wirkliche interessante Dinge in diesem Frachtraum“, merkte er bei dem geschäftigen Treiben der Boxendroiden an. „Sehr viele alte Dinge...“ Der Commando-Droide, die Scoutrüstung...auch die Boxendroiden verbreiteten Klonkriegs-Atmosphäre. So sehr, dass es ihn schmerzte, einmal vor Sehnsucht nach der Aufregung, dem Kampf und dann vor Wut und Enttäuschung...



[Tenma Kossus , mit Kyrijon Xifedi, Corbin Gar und P4-L]

[Fondor-System][Im Anflug auf Nallastia][im „Passagierraum“ der Pilgrim]



OOC: Sorry, dass es so lange gedauert hat...

Thema: Fondor
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20 Nov, 2017 16:49 58 Forum: Colonies

[Fondor][ Fondor City][ Unterwegs auf dem Raumhafen]

[Tenma Kossus , mit Kyrijon Xifedi, Corbin Gar und P4-L]




Die Stimme des Droiden war unangenehmer als dessen Anblick, und noch unangenehmer als das, war die Dreistigkeit, mit der der Clanker antwortete. Wieder ließen uralte Instinkte Tenma s Ohren zucken und seine Augen verengten sich für einen Sekundenbruchteil, als der Pilot davon überrascht schien, wie selbständig das Ding handelte, als es ihn unterbrach. Die Droidenarmee der Separatisten hatte genug Schaden angerichtet, dass selbst heute noch viele Wesen diesen künstlichen Kreaturen gegenüber mit Misstrauen begegneten. „Ich denke nicht, dass Sie mit Verzögerungen rechnen müssen“, sagte der Rattataki kühl in Gars Richtung „ die Standgebühr werden wir selbstverständlich entrichten, allerdings haben wir keinen Bedarf für Begleitung. Dennoch vielen Dank für das Angebot.“ Das wäre noch schöner, wenn sie den Droiden ständig im Nacken hätten... Vom Piloten selbst hatte er einen etwas besseren Eindruck – er wirkte diszipliniert, wenngleich im Hintergrund etwas wie Neugier mitschwang, durchaus eine verständliche Regung und vor allem die eines lebenden Wesens. Natürlich konnte man auch Droiden mithilfe der Macht begegnen, sie waren greifbar, aber ihnen fehlten Gefühlsregungen, mit denen man sie einschätzen konnte. Gewiss konnten sie eine Art Eigenleben entwickeln, wenn man sie nicht regelmäßig wartete, was aber nicht vergleichbar mit organischem Leben war. Tenma verfolgte die Ausführungen des Droiden aufmerksam, ganz gleich wie groß sein Misstrauen war, es war essentiell über das Schiff das Nötigste zu erfahren. Der Pilot bestätigte mit trockenem Humor die Worte des Clankers, und Kyrijon schien es zu überzeugen. Aufgrund der Reaktion des jungen Mannes versuchte der Rattataki ein Mindestmaß an Vertrauen aufzubringen und er sagte sich, dass sie zwei bewaffnete Jedi waren, die es verstanden, sich zu verteidigen. Davon abgesehen kannte er sich mit Clankern aus.... Er nickte auf Kyrijons stumme Frage. „Dies ist mein Begleiter Kyrijon Xifedi", stellte er den Menschen bei der Gelegenheit vor, um der Form Genüge zu tun. "Gut, verlieren wir keine weitere Zeit und brechen auf!“


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[Fondor][ Fondor City][Raumhafen]

Thema: Fondor
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17 Oct, 2017 11:22 05 Forum: Colonies

[Fondor][ Fondor City][ Unterwegs auf dem Raumhafen]

[Tenma Kossus , mit Kyrijon Xifedi, Corbin Gar und P4-L]



Erneut bewies Kyrijon mit seinen Worten, dass er ein vernünftiger junger Mann war, der würdig war, das Doppellichtschwert seines Vaters zu tragen. Tenma war froh, dass die Macht ihre Wege zusammengeführt hatte, obgleich er mit fortgeschrittenem Alter weitaus ruhiger und abgeklärter war als in seiner Jugend. „Ich werde dir sicher noch von ihm erzählen, denn dieser weise Mann war ein guter Freund“, sagte er mit einem leichten Schmunzeln, obwohl die Erinnerung nach all den Jahren einen bitteren Beigeschmack hatte. „Ich hoffe, dass du es mir nicht übel nimmst, wenn ich dich damit hin und wieder trieze“, fuhr er mit einem Augenzwinkern fort. „Aber ich bin mir sicher, dass du an mich denken wirst, wenn du der alte Mann bist und einen so jungen Begleiter hast“ Natürlich hatte er das seinem Meister nie glauben wollen, dass es ihm ähnlich widerfahren würde und prompt war es geschehen. Allerdings hätte er wohl kaum versucht, mäßigend auf ihn einzuwirken, so wie Kyrijon es tat, als der Rattataki unwillkürlich in Kampfbereitschaft ging. Und er wäre wohl kaum bereit gewesen, sich ein Stück zurückzuhalten... „Keine Sorge“, teilte er dem jungen Menschen mit und sprach den Piloten an, den Clanker immer im Auge.

Tenma neigte den Kopf auf Corbin Gars Gruß. Dieser war bereit auf alle Fragen zu antworten, stellte allerdings sofort klar, dass er keine Kompromisse bei der Bezahlung machen würde und schien es dem Eindruck in der Macht nach auch so zu meinen. Insgesamt machte Gar einen kriegerischen Eindruck, und der Jedi-Meister war sich nicht ganz sicher, ob dieser sich seiner Machtbegabung bewusst war. Die Devise war hier, das Gespräch vorsichtig angehen zu lassen. „Sie müssen sich um die Bezahlung keine Gedanken machen, Sie bekommen Barcredits von mir“, hakte er diesen Punkt ab. „Ich möchte zunächst wissen, wie flexibel Sie in Ihrer Terminplanung sind, ich benötige einen Rückflug zurück nach Fondor, weiß aber noch nicht genau wann. Nur, dass es heute im Laufe des Tages sein wird, wahrscheinlich am Nachmittag oder frühen Abend.“ Dass sich der Clanker ruhig verhielt und genau die gleiche Geste zur Begrüßung vollzogen hatte wie sein Besitzer, hatte alles andere als zu Tenma s Beruhigung beigetragen. Diese Blechbüchsen waren clever, sie konnten ihre Stimmen verstellen und in einer Rüstung mit Helm einen Klonsoldaten imitieren. In dieser Situation wünschte sich der ehemalige Jedi-General Droidenknacker dabei zu haben, oder einen Schockerstab. Wenn er ehrlich zu sich selbst war, so wünschte er sich förmlich, dass ihm dieses Ding auch nur den geringsten Anlass gab, es in glühende Schrottteile zu zerhauen. Doch er riss sich zusammen, schon allein um Kyrijons wegen. „Desweiteren möchte ich mich über den Zustand Ihres Shuttles erkundigen, dieses Modell habe ich schon lange nicht mehr gesehen.“ Genauso wie Commando-Droiden, welche er am liebsten gar nicht mehr wieder gesehen hätte. Er stellte sich vor, wie er den Clanker mit einem Machtstoß zu Boden warf, und ihn mit gezielten Hieben seines Lichtschwerts zerteilte... Diese Vorstellung war nicht sehr jedihaft, doch das war sein Weg mit seinen negativen Gefühlen und dem Drang zur Dunklen Seite umzugehen. Sie waren da, und es half ihm nichts, sie zu verleugnen, denn sie waren ein Teil seiner Selbst. Es war besser zu erkennen, was einem gefährlich wurde, sei es von außen oder durch sich selbst.



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[Fondor][ Fondor City][Raumhafen]

Thema: Fondor
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30 Sep, 2017 14:18 56 Forum: Colonies

[Fondor][ Fondor City][ Unterwegs auf dem Raumhafen]

[Tenma Kossus , mit Kyrijon Xifedi]



Sicherlich wäre es für sie einfach gewesen, die Tür der Agentur aufzubrechen, aber das waren Outer Rim-Methoden, die für einen zivilisierten Planeten wie Fondor unangebracht wären. Selbst wenn sie sich bestimmt nicht in der feinsten Gegend dieser Welt befanden, hier würden sie auffallen, wenn sie mit Lichtschwertern herumhantierten oder mittels Machtstößen Türen aufdrückten. „Natürlich könnten wir, aber hier gibt es zuviele neugierige Augen und Überwachungskameras. In der Fabrikruine gestern hätte es niemand gemerkt.“ Allerdings war der junge Mann ein besseres Beispiel dafür, wie man mit solchen Situationen umging und Tenma versuchte, sich auf die heitere Seite der Angelegenheit einzulassen. „Ein weiser Mann sagte einmal, wer kann, der darf“, entgegnete er auf eine ähnliche Weise auf den nicht sehr ernst gemeinten Einwand, ob man einfach um eines Vorteils willen Leute manipulieren dürfe. „Aber wir werden erst herausfinden müssen, wer dieser Corbin Gar ist. Zumindest können wir auf uns aufpassen und wir sind wir nicht wehrlos.“ Zuversichtlich klopfte er mit diesen Worten auf die Stelle seines Mantels, unter der sein Lichtschwert verborgen war. „Ich stelle mir unter diesem Namen einen Humanoiden vor, nicht mehr ganz der Jüngste, aber bestimmt nicht so alt wie ich“, sagte er mit Bezug auf Kyrijons gestriges Erstaunen über die Enthüllung seines Alters. „Wahrscheinlich noch nicht lange auf Fondor und sucht nach einer Gelegenheit, um sich ein paar Credits zu verdienen. Entweder tatsächlich mit ehrlicher Pilotenarbeit, oder um das Risiko einzugehen, abgerissene Gestalten wie uns auszurauben.“ Die Gewinnspanne eines Raubes lohnte sich in den bleichen Augen des Rattataki nicht, denn er trug kaum mehr an Barcredits bei sich, um die Mietgebühr zu bezahlen, und vielleicht ein paar Kleinigkeiten wie etwas zu essen zu kaufen. Wären sie normale Fluggäste, die keine Lichtschwerter bei sich trugen. Auf diversen Schwarzmärkten im Outer Rim waren gelegentlich Fälschungen von Lichtschwertern zu finden, die zu horrenden Preisen angeboten wurden. Manche hatten immerhin einen Laseranzeiger oder eine Leuchte eingebaut... „Wie dem auch sei“, fügte er hinzu, „ich verspüre keine akute Bedrohung. Wir sollten ihm gewachsen sein, falls es darauf ankommt, und hoffen lieber darauf, dass sein Schiff den Flug heil übersteht.“ Um die Gegend, in der sie sich befanden, machte er sich am wenigsten Sorgen, auch wenn sie sich offenbar auf dem inoffiziellen Territorium einer Swoop-Gang befanden. Die Mitglieder, meistens Duros, warfen höchstens einen kurzen Blick auf den fast zwei Meter großen Rattataki in dem dunklen Mantel und seinen Begleiter, und kümmerten sich wieder um ihre eigenen Angelegenheiten.

Sie waren noch einige Dutzend Meter von einem untersetzten, aber kräftig gebauten Menschen um die fünfzig entfernt, der vor dem alten Theta-Shuttle stand und einem.... „Clanker!“, entfuhr es Tenma als er dessen Begleiter erblickte. Keines dieser B1-Standardmodelle, kein Superbattledroid oder Droideka, sondern ein Commando-Modell, intelligent und tödlich. Der Körper des Rattataki ging instinktiv in Kampfbereitschaft, seine Hand zuckte, um nach dem Lichtschwert zu greifen, die andere wollte nach vorne zu einem Machtstoß ausholen. Wohl aus Kostengründen waren die Commando-Droiden nie in große Serienproduktion gegangen. Die Klonkriege wären mit diesen Modellen definitiv zu Gunsten der Separatisten ausgegangen, ob es angesichts der weiteren Entwicklung nicht doch das kleinere Übel gewesen wäre, würde sich wohl nie herausfinden lassen. Tenmas Einheit hatte mehrfach mit diesen Commandos zu tun gehabt, so dass er genug Erfahrungen mit ihnen gesammelt hatte, um selbst zwanzig Jahre bei dem Anblick eines einzigen zum Angriff bereit zu sein. Unwillkürlich drehte er seinen Kopf zur Seite, um Rixx zu warnen, seinen Klon-Commander... Es konnte sich nur noch um Sekundenbruchteile handeln, bis das scharfe Jaulen der Blastersalve ertönte.

Doch da stand nur ein bärtiger junger Mensch, Kyrijon. Der Adrenalinschub ebbte ab, als er wieder wusste, wo er war, allerdings blieb der Jedi-Meister angespannt. Der Droide blieb untätig, Tenmas Unbehagen beruhigte das indessen nicht, es vergrößerte sich, als er den Mann in der Macht spürte. „Halt dich ein Stück zurück“, sagte er leise zum seinem Begleiter und ging auf den Piloten zu. „Sind Sie Corbin Gar?“, fragte er, als er in Hörweite kam, wobei er sich auf alles gefasst machte und vor allem den Droiden nicht aus den Augen ließ. Dank seiner blassen Iriden und fast unsichtbaren Pupillen, war es für Außenstehende kaum auszumachen, wohin er blickte. „Mein Name ist Kossus, es geht um den Flug für zwei Personen nach Nallastia. Allerdings habe ich zuerst einige Fragen...“ Einige Schritte vor dem Mann und dem Clanker blieb er stehen. Er spürte, wie seine Ohren zuckten, eine atavistische Reaktion, die es seinen tierischen Vorfahren ermöglicht hatten, die Ohren aufzustellen, wenn sie Gefahr witterten.


[Tenma Kossus , mit Kyrijon Xifedi, Corbin Gar und P4-L]

[Fondor][ Fondor City][Raumhafen]

Thema: Fondor
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13 Sep, 2017 12:49 12 Forum: Colonies

[Fondor][ Fondor City][ Cantina Corellian Starlight]

[Tenma Kossus , mit Kyrijon Xifedi]


Die Frage, weshalb sich Völker bekriegten, war so alt wie das Universum selbst und seitdem gab es keine zufriedenstellenden Antworten, obwohl diese Frage mehr als gerechtfertigt war, ganz besonders, wenn sie von einem jungen Mann stammte, der das Leben noch vor sich hatte. Tenma zuckte mit den Schultern. „Das wissen wir wohl selbst nicht mehr. Ich weiß nur, dass wir nie gelernt haben, diese Aggressivität in vernünftigere Bahnen zu lenken. Dank der Macht landete ich im Jedi-Tempel, wo ich einen Weg fand, mit meiner Natur umzugehen, ohne auf der Dunklen Seite zu enden. Aber es würde so oder so schwierig, ein Volk zu befrieden, dass nichts anderes kennt. Vielleicht muss man es zunächst so akzeptieren...“ Vielleicht weil es der Wille der Macht war? Es gab philosophische Strömungen, die davon ausgingen, dass die Macht weder hell noch dunkel war, keine Moral kannte und alles geschah, weil es geschehen musste. Der Rattataki seufzte verhalten. Solche Fragen hatten Generationen von Machtnutzern beschäftigt und so würde es immer weitergehen. Mit dem Alter stellte sich zwar auch eine gewisse Gelassenheit ein, aber vielleicht war es auch nur Resignation vor dem Unvermeidlichen... Trotzdem würde er versuchen, dem jungen Mann bei seinen Fragen weiterzuhelfen, ihm beizustehen und Orientierung zu geben.

„Wobei es manchmal spannend sein kann, sich über das Was-wäre-wenn Gedanken zu machen. Man darf es allerdings nicht zu arg ausufern lassen, das kann wirklich frustrierend werden“ , entgegnete der Jedi-Meister auf die Äußerungen des Jüngeren und strich sich über den Kopf. „Vor allem, wenn man schon sehr viel Zeit in dieser Galaxis verbracht hat“ , fügte er mit ein verschmitzten Grinsen hinzu, das noch eine Spur breiter wurde, als Kyrijon bezweifelt, dass er nicht so alt sein könne. „Jetzt schmeichelst du mir aber gewaltig, junger Mensch, ich werde bald 70 Standardjahre auf meinem Buckel haben. Allerdings werde ich mein jugendliches Äußeres wohl meinem Mangel an grauen Haaren zu verdanken haben.“ Es tat ihm gut, inmitten der ernsten Themen immer die Gelegenheit zu etwas Heiterkeit zu haben. Er konnte sich kaum noch daran erinnern, wann er sich das letzte Mal wirklich amüsiert hatte. Sein Begleiter hatte das Talent, diese schon in seiner Jugend eher sparsam gezeigte Gefühlsregung immer wieder aus ihm herauszukitzeln, ob es nun die Vorstellung war, dass er alter Mann sich durch die hohen Bäume des Fondormondes hangelte oder Kyrijon von seinem Vater dazu verdonnert wurde, auf einem hohen Berg zu meditieren. „Der Anfang, um die Jedi zu rehabilitieren, ist gemacht worden, es muss nur noch weitergeführt und wir müssen zeigen, dass es uns noch gibt, zu gegebener Zeit. Ich versuche, es optimistisch zu sehen, auch wenn es ein Prozess der sehr kleinen Schritte ist...“ Kleine Schritte waren nie seine Stärke gewesen, es musste alles sofort passieren und immer perfekt. Wenn die Verfolgung der Jedi etwas Gutes hatte, so hatten ihn diese Jahre gelehrt, dass er seine Einstellung ändern musste.

Der Umgang des Ordens mit den Jünglingen und Padawanen, die ihre Ausbildung nicht mehr fortsetzen durften, war für ihn immer ein heikles Thema gewesen, denn er hatte sich selbst am Randes des Ausschlusses bewegt. „Du kannst zu Recht froh sein, Kyrijon , erwiderte Tenma mit einem leisen Kopfnicken. Er spürte, wie er sich bei diesem Thema innerlich anspannte und seine Stirn sich zusammenzog. Bewusst atmete er ein und aus, und lehnte sich mit zusammengefalteten Händen zurück. „Entweder mussten solche Kinder wirklich ihre wenigen Habseligkeiten zusammenräumen und den Orden verlassen, oder wurden den verschiedenen Corps zu Hilfsarbeiten zugeteilt. Die größten waren das MediCorps, wo sie mit ihren Fähigkeiten Sanitätsdienste leisteten, und das AgriCorps, wo sie in landwirtschaftlichen Projekten arbeiteten. Ich weiß nicht, was das größere Übel war, den Jedi komplett den Rücken zu kehren, auf der schiefen Bahn zu landen oder mit ihnen zusammenzuarbeiten. Nachdem ich Rattatak verließ, habe ich sowohl Ausgestoßene als auch ehemalige Corps-Jedi getroffen. Es gab den ersteren noch viel alten Groll, sie nutzten ihre Fähigkeiten meistens für kriminelle Machenschaften, und letztere wollten vor allem in Ruhe gelassen werden, auch wenn sie sich damit abgefunden scheinen, was aus ihnen wurde. Bei denen, die noch leben, müssten viele alte Wunden geheilt werden...“ Er griff nach seinem Alebecher, trank aber nicht. Falls es je wieder einen Orden geben würde, durfte diese Praxis nicht weitergeführt werden. „Lass uns hoffen, dass die Neue Republik, nicht wieder in die alten Bahnen verfällt. Und das gilt auch für uns.“ Vielleicht würde die Geschichte von Anakin Skywalker eine sein, die eine Lehre für zukünftige Generationen von Jedi enthielt.

Für heute zählte allerdings, dass sie den Rest des Abends nutzten und sich amüsieren gingen. Nachdem Tenma die Zeche für sie beide bezahlt hatte, erkundeten sie das Vergnügungsviertel, in dem sie sich befanden und machten die Bekanntschaft der Teilnehmerinnen eines Junggesellinnenabschieds, welche von Tallaan stammten. Mit als einigen Com-Nummern ging der Rattataki allerdings nicht zurück ins Hotel, denn vor allem die zukünftige Braut hatte sich als äußerst anhänglich entpuppt und eine solche Situation konnte und wollte er nicht ausnutzen. Davon abgesehen begann er zu merken, dass sein Tag sehr lang gewesen war und er und sein neuer Begleiter einen Ausflug vorhatten, für den er einigermaßen ausgeruht sein wollte.

***


Am nächsten Morgen, es war nicht zu früh, befanden Tenma und Kyrijon sich auf dem Weg in Richtung Raumhafen. Um von den regulären und nicht gerade billigen Linienshuttles nach Nallastia unabhängig zu sein, hatte er sich ein Shuttle gemietet. Die Hangars der sehr günstigen Vermietungsagentur befanden sich in der Nähe eines Nebenterminals, wo sich Cantinas verschiedenen Grades an Schäbigkeit aneinanderreihten. Daran störte er sich weniger als an der unerfreulichen Tatsache, dass die Agentur geschlossen war. Ohne die Codekarten würde er weder ein Shuttle betreten, geschweige denn fliegen können. „Das ist nicht wahr“ , stieß er hervor, und versuchte über Com irgendjemanden zu erreichen, der sich für diesen Saftladen verantwortlich fühlte. Was nur eine unpersönliche Computerstimme war, die ihm erzählte, dass momentan niemand erreichbar sei und er es doch zu einem anderen Zeitpunkt noch einmal versuchen sollte. Verärgert ging er zum nächsten Holonetterminal, um nach einer anderen Agentur oder, wenn es nicht anders ging, nach dem nächsten Linienflug zu schauen. Natürlich hatte es keine günstigere Vermietung als die gegeben, die wegen Reichtums (oder eventuell des Gegenteils) geschlossen war. Neben den Anzeigen der Luxusvermietungen ploppten gelegentlich Kleinanzeigen auf, wie etwa angebliche Schnäppchenangebote von antiken Raumgleitern oder Werkstätten, die niemand aufsuchen würde, wenn er sein Geführt heil wiederbekommen wollte. Tenma wollte das Display schon wieder schließen, als eine neue Anzeige erschein. Jemand namens Corbin Gar bot Pilotendienste an, mit einem Shuttle, das der Rattataki seit den Klonkriegen nicht mehr gesehen hatte. „Dieser Pilot ist sofort verfügbar und mehr als die Mietgebühr sollte ein Flug nach Nallastia nicht kosten“ , sagte er zu dem jungen Menschen. „Zur Not werde ich ihn überzeugen...“ Gedankentricks um finanzieller Vorteile willen gehörten zwar nicht zur feinen Jedi-Art, allerdings waren solche Piloten meistens keine Wesen mit einem makellosen Lebenslauf. Also schickte Tenma seine Anfrage ab.



[Tenma Kossus , mit Kyrijon Xifedi ]

[Fondor][ Fondor City][Raumhafen]

Thema: Fondor
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25 Jan, 2017 01:54 59 Forum: Colonies

[Fondor][ Fondor City][ Cantina Corellian Starlight]

[Tenma Kossus , mit Kyrijon Xifedi]



Tenma zuckte mit den Schultern und grinste amüsiert. „Ich glaube nicht, dass dieses rote Stück Felsen großartig in der Galaxis bekannt sein sollte. Wahrscheinlich ist es besser so. Sie haben nichts Besseres zu tun, als sich gegenseitig die Kahlköpfe einzuschlagen, so dass es mich wundert, dass sie sich noch nicht selbst ausgerottet haben“ Und falls es doch einigen Individuen gelungen war, die endlosen Clan-und Söldnerkriege zu überleben, so wurden sie bald von den Folgeschäden hinweg gerafft. „Es ist kalter, kahler Planet. Mein Volk lebt in dämmerigen Canyons und bekriegt sich gegeneinander, mithilfe von Söldnerhorden, die ebenfalls gegen alles und jeden kämpfen – je nachdem wer sie bezahlt. Oder wer sie nicht bezahlt…“ Die ersten Jahre auf Rattatak waren für ihn schwer zu ertragen. Konnte er sich in den Klonkriegen noch einreden, dass sie für eine gerechte Sache kämpften, war es hier nicht möglich. Man schlachtete sich aus den niedersten Gründen ab, einfach weil man es konnte. Der perfekte Nährboden für die Dunkle Seite, und er hatte Gerüchte von einem ‚Zauberer’ gehört, der vor Beginn der Klonkriege hier sein Unwesen getrieben haben sollte. Genaueres hatte er indes nie herausfinden können, genauso wenig wie über seine Familie, von denen die meisten oder alle wohl schon längst tot waren. Obwohl er irgendwann so viele Grenzen überschritten hatte, die ihm die Ordensregeln gesetzt hatten, war er nie der Dunklen Seite verfallen. Nah dran vielleicht, doch war er trotz der Gewalt, zu der er genug beigetragen hatte und der Bindungen, die er eingegangen war, tief in seinem Inneren ein Jedi geblieben.

„Ja, das Streben nach Macht und Einfluss ist ein starker Antrieb…“ , sagte er , „…bis zur Selbstzerstörung“ Wie die Dunkle Seite, die ihre Nutzer zwar stärkte, aber zum Schluss zerstörte. Was wohl die Zukunft solchen Stadt- und Industrieplaneten wie Coruscant und Fondor brachte? Das wusste nur die Macht. Natürlich würden er und Kyrijonin solchen Gesprächen keine höheren Einsichten finden, aber sie mussten geführt werden. „Eine solche Umwelt prägt ihre Einwohner, ob es eine primitive Welt wie meine Heimat ist oder Fondor oder Coruscant…ich habe mich lange in Tiefenmeditation befunden, bevor ich Rattatak wieder verließ. Seitdem fallen mir diese Unterschiede wesentlich stärker auf – aber vielleicht liegt es auch nur daran, dass ich älter geworden bin“ Tenma streckte seine Finger aus und ließ die Knochen knacken. Als er in color=coral]Kyrijon[/color]s Alter war, hielt er sich für unbesiegbar, amüsierte sich über die Beschwerden Älterer und glaubte, dass er nie so werden würde. Und nun saß er doch als wesentlich reiferer und gelassenerer Mann da, dem das Training und die Macht über manche Wehwehchen hinweghalfen. Nichtsdestoweniger war er keine Zwanzig mehr.

Umso mehr gefielen ihm die Worte des jungen Menschen, der ihm noch durchaus zutraute, sich wie ein Wookiee durch die Äste zu schwingen. „Vielleicht bekomme ich das hin, wenn es wirklich um Leben und Tod geht“ , lachte er und wurde wieder ernst, da sein Gegenüber erwähnt hatte, dass er die Jedi für unterschätzt hielt. „Ich vermute eine Mischung aus beidem – damals waren wir in der Galaxis ein gewohnter Anblick, jeder hatte andere Erwartungen und Vorurteile, im Guten wie im Schlechten. Nur gibt es heute kaum noch Vergleichsmöglichkeiten und ich schätze, dass die imperiale Propaganda die öffentliche Meinung noch bis heute geprägt hat.“ Auf ehemals imperial besetzten Welten hatte er immer noch genügend Aushänge und Holonet-Seiten gefunden, die die Rolle der Jedi zum Ende der Klonkriege in das schlechteste Licht rückten und jede tatsächliche Verfehlung unermesslich aufbauschten, es war eine ganze Generation damit aufgewachsen. Und solche gewachsenen Vorstellungen aus den Köpfen zu vertreiben war schier unmöglich. „Ich wünschte wirklich, dass ich mich einmal mit deinem Vater unterhalten könnte“ , merkte der Rattataki an, als Kyrijon ihn erwähnte und bedauerte es, dass sie sich nie bewusst begegnet waren, vermutlich nur als ein Gesicht unter vielen im Jedi-Tempel. Doch es war der Wille der Macht gewesen, dass er sein Erbe an seinen Sohn weitergegeben hatte. „Dann wirst auf jeden Fall eine großartige Erfahrung machen, wenn du ganz oben bist“, versicherte er ihm im Brustton der Überzeugung.

Die Erfahrungen, die Kyrijon in seiner Ausbildung durch den Vater gemacht hatte, waren so grundlegend anders, dass der Jedi-Meister fasziniert zuhörte. Schon früher hatte er sich Gedanken darüber gemacht, was in seiner Ausbildung schief gelaufen war, und ob es nicht nur an ihm lag, sondern an dem kompletten System…. “Das ist vielleicht der Fehler der alten Ausbildung gewesen“, sagte er, einem plötzlichen Gedanken folgend, „Kinder entwickeln sich nicht auf die gleiche Weise, nicht einmal innerhalb der eigenen Spezies…und wer weiß, wie viel Talent schon vergeudet wurde, weil die Jünglinge nicht von Anfang an eine Bezugsperson hatten, die gleichzeitig Lehrer und Elternersatz war. Ich hätte genauso gut aus dem Orden verstoßen werden können, hätte der Rat nicht beschlossen, mich einem anderen Meister zuzuteilen. Die Macht war in dieser Hinsicht mit mir“ Tenma seufzte. Ihm war damals nicht richtig bewusst gewesen, was es bedeutet hätte aus dem Orden verstoßen zu werden, eigentlich wurde es ihm erst jetzt richtig klar. „Ich hatte öfter miterlebt, dass andere Jünglinge und Padawane ihre Ausbildung nicht fortsetzen durften. Manche konnten immerhin weiter für die Jedi arbeiten, doch ich hätte das wohl als eine Demütigung empfunden.“ Was für ein verschwendetes Potenzial, wenn er daran dachte, dass einige von ihnen ihre ansatzweise entwickelte Begabung auf die schiefe Bahn brachten – doch er konnte auch verstehen, dass die Enttäuschung und die Frustration so tief saßen.

Was Kyrijon in Bezug auf die Klone nicht aussprach, konnte sich Tenma beinahe denken, dessen Zweifel waren deutlich spürbar. Der Rattataki war in dieser Hinsicht zu befangen, als dass er sich vorstellen wollte, dass die Trooper einfach entsorgt wurden, sobald ihre beschleunigte Alterung sie kampfunfähig werden ließ. Wahrscheinlich war es besser, wenn er es nie erfahren würde. „Es ist schon in Ordnung,“ sagte er und trank einen Schluck Ale. „Die Dinge geschehen so, wie es die Macht will und es hat seinen Sinn. Vielleicht verstehen wir es eines Tages besser.“ Das war alles, womit er sich trösten konnte, auf den Willen der Macht zu vertrauen.

„Ich werde sie dir morgen erzählen, wenn wir unter uns sind“ , versprach er ernsthaft, „diese Geschichte ist sehr lang und tragisch, ich kann allerdings nicht dafür garantieren, was davon wirklich wahr ist.“ Selbst noch zu Skywalkers Lebzeiten hatte ein Gerücht das andere gejagt, oder Wahrheiten wurden verfremdet und aufgebauscht. Doch glaubte Tenmaein einigermaßen schlüssiges Bild des Auserwählten für sich gemacht zu haben. Darüber jetzt zu sprechen war jedoch weder der richtige Ort noch die Zeit. „Natürlich hatte die imperiale Ordnung auch für viele normale Wesen ihre Vorteile, selbst wenn sie auf Einschüchterung und Unterdrückung basierte. Sie gab ihnen wenigstens Sicherheit in unruhigen Zeiten“, kehrte er zu dem anderen Thema zurück. „Und Vertrauen aufzubauen dauert länger als vielen lieb ist, wenn man doch mit Gewalt viel schneller zum Ziel kommen kann…und ich weiß es ehrlich gesagt auch nicht, wie dieser Schritt aussehen könnte“ , gestand er ein. Zum Glück waren weder er noch Kyrijon Politiker, die sich mit solchen Aufgaben auseinander setzen mussten. Sie konnten nur nach ihren eigenen Möglichkeiten agieren.

Für unmöglich hielt er es nicht, dass die Jedi aus eigenen Reihen verraten worden waren. „Es gab schon früher Abtrünnige, die die Wege der hellen Seite verließen, die Unzufriedenen, die Ehrgeizigen und Missverstandenen, es würde mich von daher nicht wundern, wenn jemand seine Chance gewittert und genutzt hätte…“ erwiderte er auf die Gedanken des Jüngeren und schmunzelte bei dessen nächster Frage. „Es würde von der Namensgleichheit Sinn ergeben, nicht wahr? Und es war kein Geheimnis, wie eigenwillig Anakin Skywalker war. Ordensregeln schienen für ihn nur gemacht zu sein, um dagegen anzurennen. Genaueres erzähle ich dir allerdings morgen “ Immer mehr Details von damals tauchten aus dunklen Winkeln seiner Erinnerung hervor, so dass sie vermutlich bis morgen früh noch hier sitzen würden, bis er alles erzählt hatte. Doch der Abend gehörte der Gegenwart, nicht der Vergangenheit. „Erfahrung habe ich mehr als genug“ , lachte er geschmeichelt. „Daran soll es sicher nicht hapern.“

Er trank ebenfalls sein Ale aus. „Ich freue mich sehr über deine Einstellung, Kyrijon, nutzen wir den Abend für ein wenig Entspannung. Und ja, der Mond wird uns schon nicht weglaufen, hoffe ich wenigstens“ Mit diesen Worten schaute er sich um, ob die blonde Kellnerin in der Nähe war, damit sie bezahlen konnten. Das reizende Wesen stand gerade mit dem Rücken zu ihnen bei den Sullustanern, die von ihr eine weitere Runde Ale serviert bekamen. Als sie sich umdrehte, erhaschte er ihr Aufmerksamkeit und winkte sie zu sich. „Noch eine Runde, meine Herrschaften?“ , flötete sie ihrem schnippisch-koketten Tonfall und setzte einen Schmollmund auf, als er mitteilte, dass sie zahlen wollten. „Das nächste Mal bleiben wir ein wenig länger“ , versprach Tenma , aber sie schien nicht überzeugt. Erst als er der Rechnung, die er für Kyrijon mitbeglich ein großzügiges Trinkgeld beilegte, hellte sich ihr Gesichtsausdruck merklich auf. „Ihr kommt dann aber schon alle beide“, verlangte sie und schenkte dem Jüngeren einen längeren Blick.
[Tenma Kossus , mit Kyrijon Xifedi und Kellnerin]

[Fondor][ Fondor City][Cantina Corellian Starlight]

Thema: Fondor
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08 Nov, 2016 22:38 07 Forum: Colonies

[Fondor][ Fondor City][ Cantina Corellian Starlight]

[Tenma Kossus , mit Kyrijon Xifedi]


Als noch junger Padawan, aber alt genug, um empfänglich für weibliche Reize zu sein, wäre er auf den Reisen in die Galaxis öfter einem koketten Lächeln oder verheißungsvollem Blick auf den Leim gegangen, hätte sein Meister nicht aufgepasst. Später, als Ritter für sich selbst verantwortlich, war er, nun ja, etwas großzügiger gewesen. Tauschte etwas intensiver Blicke aus oder ließ ein Gespräch gerne länger gehen als es sein sollte, und gab freundlichen und gut aussehenden Kellnerinnen zu viel Trinkgeld. „Ich weiß, ich weiß. Ich habe meine Lektionen gelernt“ , entgegnete er lachend und tastete unwillkürlich nach seinem Etui mit einem Sammelsurium an Credits und anderen Währungen, die sich während seiner Reise dort angesammelt hatten.

„Die letzten Jahre habe ich weit draußen im Outer Rim verbracht, sehr nah am Wild Space sogar. Mindestens fünfundzwanzig, wenn ich mich nicht irre und davon einen großen Teil in einer einsamen Höhle in den Canyons von Rattatak. Soviele Wesen wie auf Fondor bin ich einfach nicht mehr gewohnt, die Einheimischen hier denken nur ans Geschäft und wie sie am besten ihre Credits vermehren, es gibt kaum Augenblicke und Orte der Ruhe,“ erklärte Tenma, während die Sullustaner an dem Tisch weiter vorne mit Hochspannung und viel Geschnatter die Sportsendung auf einer Holowände verfolgten. Seltsamerweise war einer dieser Orte der verfallene Friedhof gewesen, wo er auf den Dunklen getroffen war. Jedoch würde er nicht - noch nicht - darüber sprechen.

„Du überschätzt einen alten Mann wie mich. Um wie ein Wookiee von Baum zu Baum zu springen, brauche ich mehr Übung“ , wiegelte der Rattataki amüsiert ab, auch wenn er sich durchaus geschmeichelt fühlte. „Ein paar Sprünge waren auch dabei, wie du siehst, müssen sie mir gelungen sein. Allerdings habe ich die meiste Zeit auf einer Astgabel gesessen und meditiert.“ Erst dort hatte er erspürt, dass sich auf Fondor etwas oder jemand befand, was seine Aufmerksamkeit weckte.

„Für mich war es zunächst ungewohnt und schwierig, dass ständig jemand auf mich aufgepasst und unterwiesen hat, obwohl sich ein Jüngling sich nichts mehr wünscht, als einen Meister zu bekommen und mit ihm in die Galaxis zu ziehen. Ich muss allerdings auch zugeben, dass ich kein Musterschüler war. Wenn ich einmal meine Biografie schreiben sollte, sie würde auf jeden Fall sehr umfangreich ausfallen, was meine Untaten während dieser Zeit betrifft.“ Tenma bleckte belustigt die Zähne. Im Nachhinein betrachtet hatten er und sein erster Meister auf Dauer nicht zueinander gepasst, nur hatten sie es beide nicht eingestehen wollen, bis ihre Streitigkeiten an der Tagesordnung waren und schließlich handgreiflich wurden. „Nach etwas mehr als der Hälfte meiner Ausbildung bekam ich einen neuen Meister, mit dem ich besser zurecht kam – besser gesagt, wir miteinander. Nicht dass es leichter wurde, eher im Gegenteil, doch schließlich wurde auch aus mir ein Meister.“ Die Macht hatte es letztendlich so gewollt, trotz vieler Schwierigkeiten und Sorgen.

Erfreut nahm er zur Kenntnis, dass Kyrijon gerne Nallastia besuchen würde. „Gleichgewicht ist alles, auch für die Beweglichkeit“ , fügte er an. „Gut, dann ist es beschlossen. Du wirst es sicher nicht bereuen.“

Was die Versorgung von ausgedienten Klonsoldaten betraf, so war sich der Rattataki nicht hundertprozentig sicher, als der junge Mann mit einem skeptischen Unterton nachfragte, ob er wirklich an eine Unterbringung in Veteranenheimen glaubte. „Zumindest musste es noch solche Einrichtungen vor dem Ende der Republik gegeben haben. Es gab viele Invalide, die nicht mehr in den Krieg geschickt werden konnten und ich denke nicht, dass der Senat mit intelligenten Wesen wie die Kaminoaner verfahren wäre, nicht einmal das Imperium.“ Bei den Gesprächen mit seinen Troopern hatte er herausgehört, dass die Langhälse Klone ‚entsorgten’, die sie als ‚fehlerhaft’ betrachteten. Nicht nur Embryonen sondern auch ausgewachsene Klone, bei denen charakterliche Abweichungen festgestellt wurden. „Ich denke, dass es das Imperium sich anfangs gar nicht leisten konnte, auf diese Soldaten zu verzichten. Natürlich geborene Menschen kamen meines Wissens nach erst etwas später hinzu und selbst wenn die Klone rascher alterten, hatten sie dennoch wertvolle Erfahrungen weiterzugeben...“ In sein Exil waren Neuigkeiten aus dem Rest der Galaxis nur spärlich vorgedrungen, und dann von Gerüchten und Halbwahrheiten durchsetzt. Er hatte sogar davon gehört, dass einige Kloneinheiten desertiert seien und sich auf diversen entlegenen Welten niedergelassen hätten. Auf seiner Reise schließlich kam es ihm so vor, als ob er in den Gesichtszügen mancher Männer und Frauen Ähnlichkeiten zu den Klonen entdecken könnte. „Es ist viel in den letzten Jahren geschehen, manches werden wir nie mit Sicherheit erfahren können. Doch auch diese Wesen haben eine würdige Existenz verdient und ich möchte darauf vertrauen, dass es einigen von ihnen vergönnt war.“

Tenma sah dem jungen Jedi an, dass er sich viele Gedanken dazu machte, was er sowohl über die Klone als auch über das Leben im Jeditempel erzählte. Was seinem Gegenüber an Ausbildung fehlte, machte er durch einen aufmerksamen und lebendigen Geist wieder wett. „Ich kann dir einiges von verrückten Ideen erzählen“ , lachte er. „Und dass sie manchmal ein paar sehr unangenehme Konsequenzen hatten. Trotzdem bereue ich kaum etwas davon, der Spaß, den wir dabei hatten, war es uns fast immer wert gewesen“ Die Erinnerungen an tolldreiste Streiche und sehr dumme Mutproben ließen ihn für einen Moment sentimental werden. Ob er wohl den Anblick des Tempels in Ruinen ertragen konnte? Es war soviel Zeit vergangen, seit er das letzte Mal dort gewesen war, es kam ihm wie aus einem anderen Leben vor.


„Ich hoffe zutiefst, dass die Republik wachsam bleibt und aus den Lehren der Vergangenheit gelernt hat. Eigentlich ist es nicht einmal so lange her, viele Welten müssen immer noch unter den Nachwirkungen der imperialen Herrschaft leiden, selbst wenn sie jetzt befreit sind. Außerdem treiben noch einige imperiale Warlords ihr Unwesen…sie sollten nicht unterschätzt werden…“ Er tippte nachdenklich an den Rand seines Kruges. Wenigstens – so glaubte er – waren diese Möchtegern-Imperatoren auf ihre militärische Stärke fixiert und interessierten sich weder für etwaige Jedi noch für die Macht an sich. „Ich kenne mich mit Politik nicht gut aus, aber ich denke, dass zuviel Kontrolle Widerstand provoziert und zuwenig Chaos erzeugt. Und ja, damit hast du völlig Recht, es wird schwer sein, wieder ein solches Vertrauen aufzubauen. Noch ist aber die Neue Republik am Anfang, es wird gewiss seine Zeit brauchen. Ich möchte dennoch zuversichtlich sein, manchmal muss man selbst den ersten Schritt tun.“

Der Name Skywalker löste etwas in dem jungen Mann aus, es war ihm deutlich anzusehen und er spürte es in seinen Gefühlen. Tenma seufzte. Das Erscheinen des Jungen hatte hohe Wellen geschlagen und vielerlei Diskussionen im Tempel ausgelöst. Meister Jinn selbst war eine umstrittene Persönlichkeit gewesen, sein Schüler, der später den Auserwählten ausbildete, hingegen ein eher umgänglicher Mann. Über Anakin Skywalker und seine Taten gab es viel Gerede und Gerüchte, ebenso über das Verschwinden seiner Padawan-Schülerin. „Es ist eine lange und komplizierte Geschichte, was Anakin Skywalker betrifft. Ein umstrittener Jedi, für manche war er ein Held, andere glaubten, er hätte nie in den Orden aufgenommen werden sollen. Viele Gerüchte waren damals im Umlauf, man konnte nie auseinanderhalten, was Dichtung und was die Wahrheit war. Ein tapferer General muss er trotz allem gewesen sein, vielleicht sogar zu tapfer für einen Jedi. Unter den Troopern genoss er einen guten Ruf, das weiß ich jedenfalls. Das wenige, was ich über die Zeit nach dem Umsturz erfuhr, stammt von ehemaligen Agri-Corps-Angehörigen, die vor den Schergen des Imperators geflohen waren.“ Er schüttelte den Kopf und nahm einen tiefen Zug des wunderbaren corellianischen Ales zu sich. Kyrijon sprach die Wahrheit, die Vergangenheit ließ sich nicht, wenn man allerdings aus ihr lernte, konnte die Zukunft eine bessere Wendung nehmen. „Ich bin ebenfalls sehr gespannt. Leicht wird es sicher nicht diesen Weg zu gehen, aber gemeinsam lässt er sich besser bewältigen.“

Mit den unjedihaften Sehnsüchten, die die reizend schnippische Kellnerin betrafen, zeigte der Mensch so große Sympathien für den Rattataki, dass es ihn gleichzeitig amüsierte und rührte. „Das ist tatsächlich dein Ernst“, stellte er grinsend fest und knuffte den jungen Mann in den Oberarm. „Ich befürchte, dass ich morgen zu nichts mehr zu gebrauchen bin, aber ich muss zugeben, dass ich in der Stimmung bin, mich ein wenig umzusehen.“ Auch vom Ale befeuert, gefiel ihm der Gedanke immer mehr. Ganz enthaltsam hatte er nie gelebt, wenngleich er stets versuchte, derlei Kontakte in strengen Maßen zu halten und professionelle Damen zu vermeiden. Nach diesem Tag mit seinen Höhen und Tiefen erschien es ihm angemessen, den Moment zu genießen und den Orden da zu lassen, wo er sich befand, weit in der Vergangenheit.


[Tenma Kossus und mit Kyrijon Xifedi ]

[Fondor][ Fondor City][Cantina Corellian Starlight]

Thema: Arbra
[NPC] The Force

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13 Oct, 2016 19:52 35 Forum: Outer Rim

[ Arbra ][ im Wald ][ Absturzstelle]

[Horai Mido]
mit Kimok Ban-Idi, Corbin & Dara Tai


Zu seiner Erleichtertung steckte auch Corbin die Waffe weg, als Dara ihm die ihrige übergab. Dennoch war die Wachsamkeit und das Misstrauen des ehemaligen Padawans noch deutlich spürbar, und so wie sich die junge Iktotchi verhielt, wollte sie ihm auch noch nicht so recht trauen. Es war jedoch gut, dass er sich bereit erklärte, den Brand zu löschen. In dieser Hinsicht war seine Vorsicht und langjährige kriegerische Erfahrung eine gute Ergänzung. Obwohl er die berechtigten Fragen verstand, die Corbins Misstrauen artikulierten, hatte Horai kein gutes Gefühl dabei. Viel fehlte nicht, dass sie als Verdächtigungen missverstanden würden könnten. Vorsicht und eine gesunde Portion Misstrauen waren nicht verkehrt, im Übermaß konnten sie indes alle guten Absichten vergiften und das Urteilsvermögen trüben. Wie schnell konnten sich dann Angst und Zorn einschleichen, beides Vorstufen zur Dunklen Seite, wenn man nicht acht gab.

Unterdessen erklärte Dara, wie sie hier gelandet war, der Zusammenhang erschloss sich Horai jedoch nicht. „Was meinst du damit? Hat der Überfall auf dein Schiff stattgefunden, oder überfielst du mit anderen diesen Transport? Und bist du dir sicher, dass du nicht verfolgt wurdest?“ Damit wollte er den Neuankömmling nicht verurteilen, dass sie an einer Gefangenenbefreiung teilgenommen hatte, dennoch wollte er wissen, was genau geschehen war und in eine aktive Auseinandersetzung mit dem Militär des Alignments beteiligt sein, konnte ein hohes Sicherheitsrisiko darstellen. Vorerst behielt er seine Bedenken für sich, bis sich die Bruchpilotin erklärt hatte und er wollte sie nicht zusätzlich verunsicheren. Sie wirkte besorgt, wahrscheinlich um ihre Begleiter. „Wer war eigentlich noch bei dir, bevor du fliehen musstest?“ , erkundigte er sich daher. Die Frau erklärte, dass sie auf der Flucht durch den Hyperraum eine Vision hatte, die sie quasi spontan veranlasst hatte, wieder in den Normalraum zu springen und durch die zu große Nähe zum Planeten zum Absturz gebracht wurde.

„Verstehe“ , nickte der Talortai. „ Du hast ein großes Vertrauen in die Macht und letztendlich hast du diejenigen gefunden, die du sahst. Wenngleich nicht von uns alle Roben und Lichtschwerter wie in den alten Zeiten tragen und leider haben wir hier noch keinen Tempel gefunden. Vorerst musst du dich wohl mit Baumhäusern begnügen.“

Während Corbin noch mit der Feuerbekämpfung beschäftigt war, holte sie die spärliche Ausstattung des Shuttles heraus. Was auch immer sie mitbringen würde, es würde ihnen sicher das Leben etwas erleichtern. Horai sicherte derweil mit seinen Machtsinnen die von der Nacht verdunkelte Umgebung, ob sie es nicht doch mit unliebsamen Gästen zu tun bekamen. Seit der Sichtung des Probot und dessen Zerstörung waren zwei Tage vergangen, ohne dass ihnen weitere Droiden oder sonstige Anzeichen von Spähern aufgefallen waren. Die ständige Alarmbereitschaft und die Ungewissheit waren noch unangenehmer als konkrete Verfolger auf den Fersen zu haben.


[Horai Mido],
mit Corbin, Kimok Ban-Idi & Dara Tai


[ Abra ][im Wald][Absturzstelle]

Thema: Arbra
[NPC] The Force

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18 Aug, 2016 11:07 33 Forum: Outer Rim

[ Arbra ][ im Wald ][ Absturzstelle]

[Horai Mido]
mit Kimok Ban-Idi, Corbin & Dara Tai


Die Frage nach ihrem Befinden ignorierte die verhüllte Gestalt vor ihm. Es war deutlich zu spüren, dass sie sich völlig im Hier und Jetzt befand, völlig darauf konzentriert, möglichen Gefahren entgegenzutreten. Das war ein gutes Zeichen. In der Macht gab es keine Hinweise darauf, dass sie ernsthaft verletzt war, so dass sich seine Frage hoffentlich als überflüssig erübrigte. Horais Nackenfedern legten sich, als sie zu sprechen begann. Der Stimme nach war das Wesen weiblich, sie stellte sich als Dara Tai vor und ihre erste Sorge galt ihrer aller Sicherheit. Ihr war also bewusst, dass ihre Ankunft weder zu überhören noch zu übersehen gewesen war, so dass er nun davon überzeugt, dass sie den Absturz einigermaßen glimpflich überstanden hatte.

„Das klingt nach einem guten Plan, Dara, erwiderte der Talortai und winkte einladend. Mit einem Seitenblick zu seinen Gefährten vergewisserte er sich, dass Kimok und Corbin den Neuankömmling nicht mehr als Gefahr betrachteten. Dennoch näherte sich Dara vorsichtig, ihre Waffe noch gezückt. Aber von ihr ging keine übermäßige Aggression aus und zur Not war Horai immer noch schnell genug, um das Lichtschwert zu ziehen. Zu einem Kampf wollte er es jedoch nicht kommen lassen, bei dem er mehr um Daras Sicherheit als um seine fürchtete. Corbin konnte er in dieser Hinsicht nur schwer einschätzen, der nach den ganzen Jahren mehr Krieger als Jedi war. Aus diesem Grund blieb er aufmerksam, je weiter sich die Frau näherte. Schließlich senkte sie ihre Waffe, als sie in Reichweite stehen blieb und händigte sie ihm aus. Es war eine Tangle Gun, nicht gerade harmlos, aber auch keine große Bedrohung für drei Wesen mit Blastern und Lichtschwertern.

„Wir kamen, um zu nachzusehen, wer hier gelandet ist“ , antwortete Horai auf ihre Frage. „Ansonsten sind wir hier, weil uns die Macht auf diesen Planeten führte. So wie dich...“ Er steckte die Waffe in seinen Gürtel und musterte die Frau. Sie hatte ein humanoides Gesicht, das in den hellen Lichtkegeln der Taschenlampen einen rötlichen Ton zu haben schien. Seitlich war die Kapuze ausgebeult und das, was er zunächst für heraushängende Kopfhaare gehalten hatte, entpuppte sich als die Spitzen von nach unten gebogenen Hörnern. Eine Iktotchi.

„Bist du verfolgt worden?“ , kam er direkt zu der Sache, die neben dem Erscheinen der Iktotchi am wichtigsten war, und er erklärte ihr die Lage. „Wir haben vor einigen Tagen einen Aufklärungsdroiden gefunden und vermuten, dass sich vielleicht ein Schiff im Orbit befindet, das nach uns sucht. Allerdings ist danach nichts weiter geschehen. Dennoch sollten wir uns nicht in Sicherheit wiegen, deine Ankunft war weder zu überhören noch zu übersehen gewesen. Lass uns in unser Lager gehen, wenn du noch Sache in dem Shuttle hast, die du benötigst, so hole sie schnell.“ Er warf einen kurzen Blick auf den Astromech - der kleine Droide konnte ihnen auf diesem von aller Zivilisation verschonten Planeten noch von großem Nutzen sein.


[Horai Mido],
mit Corbin, Kimok Ban-Idi & Dara Tai


[ Abra ][im Wald][Absturzstelle]

Thema: Fondor
[NPC] The Force

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26 Jul, 2016 21:15 56 Forum: Colonies

[Fondor][ Fondor City][ Cantina Corellian Starlight]

[Tenma Kossus , mit Kyrijon Xifedi]


Es war so erfrischend normal, mit dem jungen Menschen in einer Cantina zu sitzen und bei einem Ale über alles Mögliche zu philosophieren. Frauen, Haarausfall und das Jedisein. Vermutlich hätten andere Gäste nicht über letzteres gesprochen, das war klar, doch erfreute es Tenma sehr, dass sie sich im Grunde nicht von den anderen Wesen hier unterschieden.

„Natürlich nicht“, erwiderte er grinsend auf Kyrijon s Bemerkung, wie sich attraktive weibliche Bedienungen ihr Gehalt aufbesserten. „Die Natur schlägt dem Verstand doch immer wieder ein Schnippchen. Ein Lächeln, ein Hüftschwung, und schon sind wir unsere Credits los.“ Vor allem mehr als bereitwillig, selbst wenn es überhaupt keine Chance gab, einem solchen anziehenden Wesen näher zu kommen.

„Ja, Nallastia ist einer Monde Fondors. Mir erschien es richtig, dort zum Meditieren hinzu gehen. Fondor hat mich bei meiner gestrigen Ankunft förmlich erschlagen und ich brauchte einen klaren Kopf, um mich auf meinen weiteren Weg zu konzentrieren, der mich wieder hier zurückführte“ , legte er dar. „Hoch oben im Geäst ist der Ausblick großartig und ideal um den Geist zu leeren. Und natürlich um die Beweglichkeit zu trainieren.“ All das war nur einige Stunden her, obwohl es sich bereits wie mehrere Tage anfühlte. So viel war bereits geschehen… „Ich war während der Reisen mit meinem Meister auf Kashyyyk gewesen – Nallastia ist ähnlich dicht, aber weniger tropisch. Es ist für die Nallastianer eine Herzensangelegenheit, ihren Wald zu bewahren. Sie leben gut von ihm, und von den Touristen, die ihn besuchen kommen. Jedenfalls sind sie fast genau so geschäftstüchtig wie ihre fondorianischen Nachbarn.“ Er hatte sowohl bei der Ankunft als auch beim Verlassen des Mondes nicht gerade wenig Credits aus der Tasche gezogen bekommen, Gebühren für den Landeplatz und den Mietspeeder, der ihn in das Innere des Waldes gebracht hatte. Indes hatte er das Geld gerne dort gelassen.

„Eine glückliche Fügung der Macht“ , erwiderte der Rattataki. Das war es in der Tat. Kyrijon war ihm genau zum richtigen Zeitpunkt begegnet, nachdem der Dunkle von dannen gezogen war. „Wir können uns morgen einer Tour durch die Orbitalwerften anschließen und dann einen Abstecher nach Nallastia machen“ , schlug er vor. „Ein wenig Bewegung in den Bäumen wird uns sicherlich gut tun“

Das Thema Klone beschäftigte den jungen Mann nun, wie an seinen Äußerungen deutlich wurde. „Sie sind wahrscheinlich schon längst dem beschleunigten Alterungsprozess zum Opfer gefallen. Vielleicht sind noch ein paar in den Veteranenheimen zu finden, wenn das Imperium so großzügig war, ein paar vergreiste Klone durchzufüttern…“ Er meinte es weniger zynisch als es klingen mochte. Wer von ihnen die Klonkriege überlebte und schließlich ein paar aktive Jahre bei den Stormtroopern überstand, hatte ein Anrecht darauf für seinen im wahrsten Sinne des Wortes lebenslangen Dienst versorgt zu werden. Seinen Troopern trug er nichts mehr nach, der Groll und das Unverständnis über den plötzlichen Seitenwechsel hatten sich im Laufe der Jahre in Mitgefühl und Vergebung aufgelöst.

Angenehmer, wenngleich nicht ganz frei von nostalgischen Anwandlungen, war das Gespräch über das Leben im Tempel. „Oh gewiss, es ist ein tolles Gefühl, wenn ein schlauer kleiner Bengel weiß, was er Großartiges kann. Oder glaubt zu können, haha“ Zum Beispiel das Abendessen der anderen Jünglinge außer Reichweite schweben zu lassen. Er biss sich auf die Zunge, um nicht lauthals loszulachen. „Nun, die Meister glauben, dass sie es dank ihrer Weisheit und Erfahrung besser wissen und ihre Schützlinge vor ihren Fehlern bewahren müssen. Leider erinnert sich nicht jeder daran, wie es war ein Jüngling gewesen zu sein. Oder möchte es nicht…“ Die Zusammenarbeit der Jedi mit der Alten Republik war ein weiteres Thema, dass den jungen Mann beschäftigte. „Soweit ich das mitbekam, war es nie einfach, selbst wenn wir damals immer noch hohes Ansehen genossen. Doch diese Zusammenarbeit hatte schon seit tausenden von Jahren bestanden, mit allen Höhen und Tiefen und vielleicht hatte sie sich schließlich dermaßen überlebt, dass der Fall beinahe zwangsläufig kam.“ Wie ein uralter Baum, der trotz scheinbarer Unversehrtheit von innen heraus morsch wurde, bis er zusammenfiel. „Deine Befürchtung kann ich gut verstehen“ , entgegnete Tenma, „Nur haben wir leider keine Kontrolle darüber, was die Zukunft bringt, von daher ist es wohl auch besser, dass die Neue Republik einmal mehr wachsam bleibt, wir alle…“

Über die Frage, ob die Überlebenden zurückkehren und die Neue Republik die Jedi anerkennen würden, musste der Jedi-Meister selbst nachdenken, bevor er antwortete. „Schwierig“ , gab er mit einem Stirnrunzeln zu. „gewiss würden sie in den Tempel zurückkehren wollen, sofern sie Vertrauen in die Neue Republik fassen. Auch wenn der junge Skywalker die Neue Republik unterstützt, so ist sein Name bei den Älteren von uns – sofern sie überlebt haben – nicht immer mit Wohlwollen behaftet. Ich weiß nicht, wie oder ob er mit dem anderen verwandt ist, aber es ist sicher kein Zufall. Umgekehrt wird es sicher Stimmen geben, die auf viele Fehlentscheidungen des Rates damals hinweisen, den Anschlag von Meister Windu auf den Kanzler, vieles spielt damit hinein. Dennoch müssen wir nach vorne schauen, die Vergangenheit lässt sich nicht ändern. Außerdem führte mich mein Weg bisher immer weiter kernwärts, das muss etwas bedeuten.“

Careenas Erscheinen und die Aussicht auf das gute Ale brachte eine erfreuliche Abwechslung in das Gespräch, das zu sehr in betrübliche Gefilde abzudriften drohte. Tenma begutachtete noch einmal die ansehnliche Silhouette der Kellnerin, die zu anderen Gästen in den Tiefen der Cantina entschwand. "Wäre ich nur fünfzehn Jahre jünger..." , seufzte er mit einem schiefen Grinsen und tat einen tiefen Zug aus seinem Krug.


[Tenma Kossus , mit Kyrijon Xifedi und Kellnerin]

[Fondor][ Fondor City][Cantina Corellian Starlight]

Thema: Arbra
[NPC] The Force

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30 Jun, 2016 22:25 11 Forum: Outer Rim

[ Arbra ][ im Wald ][ provisorisches Camp]

[Horai Mido]
mit Kyle,Athelas,Arias, Corbin, Kimok Ban-Idi und Ormir, Jowtharr


Um sich von den Anstrengungen des Tages zu erholen und neue Kraft für den folgenden zu sammeln, hatte sich Horai zur Meditation in die Äste eines der höheren Bäume zurückgezogen, die unweit des Camps fast wie Wächter aufgereiht standen. Er reflektierte über die Ereignisse und jedes einzelne Mitglied der Gruppe und zog seine Lehren daraus, die er wie erledigte Datenprofile gedanklich abspeicherte. Das half ihm, seine Gedanken zu sortieren und einen Abschluss für den Tag zu finden. Es kostete nur unnötige Energie, solche Gedanken allzu sehr abschweifen zu lassen. Neben der Arbeit am Camp und der Betreuung dieser Wesen, musste er weiterhin wachsam bleiben und auf etwaige Hinweise in der Macht achten. Und von diesem natürlichen Wachtturm aus konnte er sowohl das Lager als auch die nähere Umgebung im Auge behalten.

Seit der Probot deaktiviert worden war, gab es keinerlei Hinweise, die darauf schließen ließen, dass sie verfolgt wurden. Sie hatten keine Sensoren, mit denen sie herausfinden konnten, ob ein imperiales Schiff im Orbit lauerte, oder ob gar weitere Späher auf der Oberfläche unterwegs waren. Mit aktiver Kampferfahrung konnten neben ihm selbst Corbin und Athelas aufwarten, wie auch Kimok Ban-Idi, der Nikto. Bedingt hielt er Kyle und Jowtharr geeignet, während er Ormir und Ariasbesser im Hintergrund aufgehoben sah, wenn es zu einer Auseinandersetzung käme.

Die meisten schliefen bereits, während Corbin in Meditation versunken am Lagerfeuer kauerte und Kimok sich zu seiner eigenen Meditation zurückzog, wie der Talortai an deren Machtauren erkannte. Um seinen Geist zu klären, kletterte Horai weiter in die Baumkrone hinauf, um sich die Nachtluft um die Kopffedern wehen zu lassen. Der Sternenhimmel über Arbra war spektakulär. Kein einziges künstliches Licht verseuchte diese prächtige Ansicht, in der man das leuchtende Band der Galaxis am mondlosen Firmament deutlich sehen konnte. Der ehemalige Jediritter wünschte sich in Augenblicken wie diesen, dass er fliegen könnte, wozu die Vorfahren seiner Spezies vor Millionen Jahren vielleicht noch in der Lage gewesen waren.

Nach dem gewaltigen Wolkenbruch waren die nächsten Tage wie Nächte klar und lau geblieben, so wie jetzt. Horai lauschte den Geräuschen der Nacht. Das Scharren von Tieren, vereinzelten leisen Lauten und das Knistern der Stämme und das sanfte Rauschen von Blättern, das mit einem Mal erheblich lauter wurde. Aus der samtigen Schwärze des Nachthimmels löste sich mit atemberaubender Geschwindigkeit ein dunkler Schemen. Ihm stellten sich sämtliche Federn am Kopf auf, als er erkannte, dass es ein Shuttle war, das unkontrolliert auf die Oberfläche raste und sein Weg würde es in die Richtung des Camps führen. Sofort machte er sich auf den Weg nach unten. Unterstützt von Machtsprüngen ging es zwar einfacher, als auf eine gewöhnliche Weise herunterzuklettern, doch er musste nach wie vor aufpassen, dass er auf den Ästen landete, die sein Gewicht tragen konnten. Der Fall von einem fast hundert Meter hohen Baumriesen war selbst für einen Jedi nicht gerade angenehm. Auf seinem Weg nach unten hörte er wie das Shuttle in den Wald einschlug, zum Glück weiter entfernt. Nichtsdestoweniger mussten sie nachsehen.

Als er schließlich auf dem Boden angekommen war, sah er, dass die meisten bereits wach waren und Corbin hatte sich schon auf den Weg gemacht, während Kimok gerade die anderen dazu aufforderte, ihn zu begleiten. „Geh schon vor“ , sagte er zu dem Nikto, „und schließe zu Corbin auf. Benutzt vorerst keine Lichtschwerter, wir wissen nicht, mit wem wir es zu tun haben. Ich komme gleich nach.“ Er hielt es für besser, wenn nicht alle zu der Absturzstelle eilten und das Lager unbeaufsichtigt blieb. Deshalb bat er Athelas und Kyle mit Arias, Ormirund Jowtharr zurückzubleiben, und ein wachsames Auge auf ihre Behausungen und die Umgebung zu behalten.

Unterwegs richtete er sich völlig nach den Präsenzen von Corbin und Kimok , auf eine Taschenlampe verzichtete. Bis er wusste, was ihnen an der Absturzstelle begegnete, war es besser, sich im Schutz der Dunkelheit zu bewegen. Schnellen Schrittes legte er den Weg zu einer Lichtung zurück, die im Schein des Sternenhimmels gut zu erkennen war – wie auch die Schneise der Verwüstung, die das Shuttle hinterlassen hatte. Dennoch bewegte er sich lieber im Schatten der Bäume, bis er den Nikto und den ehemaligen Padawan erreicht hatte. Genau wie das Licht aus der Kuppel des Astromechdroiden erstrahlte die Machtaura der Gestalt vor ihnen, die sie mit einer gezückten Handfeuerwaffe empfing… Trotz der angespannten Situation hätteHorai beinahe gelacht und gleichzeitig wurde er von Furcht ergriffen. Wenn im Orbit feindlich gesonnene Wesen lauerten und den Absturz bemerkten, so würden sie nun wissen, wo sie waren. Die Macht ging wahrlich seltsame Wege.

„Nicht erschrecken“ , sprach er mit ruhiger Stimme und öffnete seine Präsenz in der Macht. „Ich bin Horai Mido, meine Begleiter sind Corbin Garund Kimok Ban-Idi. Ich denke, dass wir alle etwas gemeinsam haben und dass es kein Zufall ist, dass du hier gelandet bist. Corbin, steck deinen Blaster wieder ein…“

Er tastete sich zur Aura des Wesens vor – er spürte keine Aggression, aber Entschlossenheit. Den Schock des Absturzes hatte sie anscheinend relativ gut überstanden, doch vielleicht war es noch nicht ganz zu ihr vorgedrungen.

„Wie geht es dir? Wenn du verletzt bist, kann ich dir helfen, aber ich befürchte, dass dein Shuttle nicht mehr zu retten ist…“



[Horai Mido],
mit Kyle, Athelas,Arias,Corbin, Kimok Ban-Idi und Ormir, Jowtharr


[ Abra ][im Wald][ provisorisches Camp]



OP:

Wer etwas posten und noch was spannendes passieren lassen will, kann das ruhig tun, sonst dauert es ja noch etwas bis Dara antworten kann

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