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Drex Drex ist männlich
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Yinchorr Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Yinchorr
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[ Infos zum Planeten: Yinchorr (engl.) | Yinchorr (dt.) ]

[ Lage: Expansion Region ]

[ Zugehörigkeit: Imperium ]

[ Klima: trocken ]

[ Klassifizierung: Trocken, Wüste ]

[ Einheimische Spezies: kaum noch lebende Yinchorri]

[ Besonderheiten: Sandstürme ]

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"Anyone can be killed."
Arya Stark

21 Sep, 2012 00:22 48 Drex ist offline Email an Drex senden Beiträge von Drex suchen Nehmen Sie Drex in Ihre Freundesliste auf Füge Drex in deine Contact-Liste ein
[NPC] Dark Side
evil monkeys




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.:: Fellwe Sector :: Yinchorri-System :: Yinchorr :: Oberfläche :: Ruinen von Tol-Kachorn :: Reste des Council of Elders-Palastes :: Darth Leed ::.



Die Sonne Yinchorris brannte nicht mehr mit der üblichen Intensität, was ein klares Indiz dafür war, dass der Tag sich dem Ende neigte. Die Schatten in der verwüsteten Hauptstadt des Planeten wurden zunehmend länger. Langsam begann die Zeit der nächtlichen Räuber. Auf Yinchorri wurde es niemals kühl - nur hell oder dunkel. Passend dazu spezialisierten sich viele der hiesigen reptilischen Wesen. Die weniger kaltblütigen Vertreter konnten auch bei totaler Finsternis ihren Jagdtrieben nachgehen. Von den urbanen Untieren unbeeindruckt schritt derweil eine hünenhafte Gestalt die geborstenen Reste des einstigen Palastes ab. Einzelne Sonnenstrahlen strichen über eine blass-grüne Haut, die unverdeckt von etwaigen Stoffen all jene Implantate offen zur Schau stellte, welche sich vor allem im oberen Torsobereich befanden. Hydraulische Schraubverschlüsse, cybernetische Einbauten und mit synthetischer Haut überzogene Gelenke. Der Humanoide, dessen offensichtlichste Eigenschaft neben den künstlichen Ersatzteilen das Fehlen jedweder Körperbehaarung war, stapfte mit der Eleganz eines knapp einhundertsiebzig Kilogramm schweren Titanen durch eine Reihe von Säulen, die ehedem die Eingangshalle des eingestürzten Palastes schmückten. Während die weit über zwei Meter große Gestalt keinerlei Kleidung am Oberkörper trug, so verbarg sich der Unterleib doch in schwarzen Beinkleidern und einer breiten, ledernen Schurz. Zudem zierte die Hüfte des Riesen ein breiter Gürtel mit einer Vielzahl von Schließen und Riemen. An selbigen befanden sich Taschen, Behälter und ein mattschwarzer, länglicher Zylinder.
Gedankenverloren ließ der muskelbepackte Titan seine linke Pranke an eine der vielfach gesplitterten Säulen sinken, während sein linkes Auge im gelben Feuer beständig brodelnder Wut funkelte. Das rechte Augen hingegen war zu einer toten, weißen Masse verkommen - wenig schmeichelt betont durch eine lange, die Schädelhälfte entlanglaufende Narbe.

Darth Leed konnte sich nicht mehr genau daran erinnern, wann er auf Yinchorr gelandet war. Seit man ihn aus dem unendlich langen Carbonit-Schlaf geweckt hatte, litt der Sohn der Tof unter Gedächtnislücken und Erinnerungsschwierigkeiten. Einstmals musste er ein mächtiger Krieger gewesen sein - bedeutend, einflussreich und gefürchtet. Nicht anders konnte erklärt werden, weshalb man ihn zu fast ewiger Ruhe gebettet hatte. Leed war sich auch nicht sicher, ob es gut war, im Hier und Jetzt zu existieren. Vieles hatte sich im Laufe der Jahre verändert. Machtverhältnisse, Hierarchien, Staatsgefüge. Die Vergänglichkeit solcher Institutionen wurde dem riesigen Hünen mehr und mehr bewusst. Die Galaxie war im Umbruch. Sie befand sich an einem Punkt der Neuordnung. So hatte man es ihm zumindest gesagt. Genau deshalb hatte man ihn aus seinem Gefängnis befreit. In den vergangenen Standardjahren hatten sie - die Imperialen - ihre Führung verloren. Ihre mächtigen Lords der Sith. Nur auf sich allein gestellt waren die Ahnungslosen nicht mehr als hilflose Kinder. Sie benötigten einen Führer. Sowohl physisch, wie auch psychisch. Möglicherweise sogar einen spirituellen Führer. Konnte sich Darth Leed auch nicht an sein eigenes, sein vergangenes Leben erinnern, so wusste er dennoch, dass er seit jeher stark in der Macht gewesen war. Er war ein Meister der Dunklen Seite der Macht. Eine entfesselte Naturgewalt. Und offenbar brauchten die Ahnungslosen, die Hilfsbedürftigen, die Orientierungslosen genau das. Sie brauchten eine eiserne Faust, die mit grimmiger Entschlossenheit zuschlug.

Man hatte den hünenhaften Grünen darüber aufgeklärt, dass es keinen Orden der Jedi mehr gab. In über zwanzig Jahren hatten die nun verstorbenen Lords der Sith dafür gesorgt, dass von den Jedi nicht mehr übrig war, als ein matter Glanz der Vergangenheit. Der Begriff Jedi hatte bei Leed kurz etwas ausgelöst. Ein schwaches Auflodern von Erinnerungsfragmenten. Von Bildern. Gesichtern. Und von gleißenden Klingen aus purem Licht. Als er sich an Szenen erinnerte, überkam den Hünen spontan eine kaum gekannte Wut. Sein Hass und sein Zorn formten einen Gedanken, einen Befehl. Der Tof streckte kurzerhand seine behandschuhte Linke aus ... dann barst eine der nahen Steinsäulen mit einem infernalischen Knirschen. Ein weiterer geistiger Befehl ließ die Fragmente und Trümmerstücke wie Geschoße davonfliegen - sie durchlöcherten eine baufällige Wand und brachten sie zum Einsturz. Die Wut in Darth Leed ließ nach.

Als er Herr seiner Emotionen wurde, gestattete sich der beinahe zweieinhalb Meter große Riese, an sich herab zu blicken. Sein gesundes Auge nahm all die Narben an seinem Leib wahr, registrierte die zahlreichen Implantate und die diversen Schnittstellen von künstlicher Haut. Wieder blitzten Fragen in seinem Geist auf. Woher hatte er die Narben? Weshalb hatte man ihm Ersatzteile künstlicher Natur eingesetzt? Hatte es einen Unfall gegeben? Oder war er einem anderen Kämpfer unterlegen gewesen? Direkt nach den Fragen zuckten abermals Gesichter vor sein geistiges Auge. Leed taumelte, mit beiden Händen umklammerte er seinen haarlosen Schädel. Die Vielzahl an Gedanken und Bildern übermannte den grünhäutigen Titanen. Erneut wankte er, krachte mit seitlich gegen eine noch stehende Säule. Zischend sog er Luft in seine Lungen, nur um anschließend einen dunklen, tiefen Schmerzenslaut von sich zu geben.


"Alles in Ordnung, mein Lord?", erklang die Stimme eines Armee-Soldaten im Range eines Captain. Selbiger, Jarm Tiev, war mit seiner Kompanie abgestellt worden, um dem düsteren Sith als Eskorte zu dienen. Die Initiatoren des Prozesses um die Reaktivierung von Darth Leed hatten auf eine kleine Truppe bestanden, um eine gewisse Unauffälligkeit an den Tag legen zu können. Man hatte dem grünhäutigen Riesen grob die momentane politische Lage erklärt und dann mit einigen Wünschen versehen. Keiner seiner Gönner hatte sich persönlich mit dem Tof getroffen. Nicht einmal Namen hatten sie genannt. Dafür schien er noch ein zu unbekannter Faktor zu sein. Der muskulöse Hüne hatte begriffen, dass er sich erst noch bewähren musste.

"Nein, Captain. Nichts ist in Ordnung! Aber das hat nicht zu interessieren. Lassen Sie Ihre Leute weiter suchen. Vielleicht gibt es hier noch bedeutsame Fundstücke ... immerhin hat Ihr Imperator diese Welt aus einem bestimmten Grund dafür erwählt. Nicht nur um seine persönliche Garde ausbilden zu können.", wies der grünhäutige Tof den uniformierten Militär an. Dabei schenkte Leed dem Offizier nicht einen einzigen Blick. Er richtete sich nur auf und stapfte tiefer in die Ruinen des einstigen Palastes.

"Wie Ihr befehlt, Lord Leed!", sprach der Captain und nickte kurz. Dann gab er einige wortlose Befehle mit Hilfe knapper Handzeichen an seine Männer. Selbige - ein knappes Dutzend - schwärmten direkt aus. Doch Captain Tiev war sich immer noch sicher, dass man auf diesem verwüsteten Planeten nichts finden würde. Gar nichts. Niemals.


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31 Dec, 2013 01:06 17 [NPC] Dark Side ist offline Email an [NPC] Dark Side senden Beiträge von [NPC] Dark Side suchen Nehmen Sie [NPC] Dark Side in Ihre Freundesliste auf
[NPC] Dark Side
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Finsternis umgab Yinchorr. Keine Finsternis aufgrund mangelnder Lichtquelle, sondern weil eine schreckliche Vergangenheit über dem Planeten lag. Ein grausames Vermächtnis hing nun drohend über der Welt. Diese Dunkelheit war es, die Darth Leed hierher gelockt hatte. Hass, Leid und Agonie waren Grund für Manifestationen der Dunklen Seite. Der Genozid an der Rasse der Yinchorri hatte den Planeten zu einer Hölle der Dunklen Seiten verkommen lassen. Allerdings manifestierte sie sich hier roh, wild und nicht so erlebbar wie an anderen Orten. Darth Leed, der riesige Krieger der Dunklen Seite, war sich immer noch unsicher, warum genau man ihn aus seinem Karbonit-Gefängnis befreit hatte. Die Auswirkungen seines langen, künstlichen Winterschlafs machten ihm nach wie vor zu schaffen. Es fehlte ihm nach wie vor an der einstigen Schnelligkeit und regelmäßig setzte sein Gleichgewichtssinn aus. Vor der Kompanie Armee-Soldaten, die man ihm mitgegeben hatte, war es zu einer unschöne Szene gekommen, als der Tof Schwäche hatte zeigen müssen. Nun allerdings, ohne die Begleitung von soldatischem Gefolge, konnte sich Leed auf die wesentlichen Dinge konzentrieren. In erster Linie also einer Art Regeneration in der Dunklen Seite der Macht. Der grünhäutige Titan, dessen Oberkörper eine Vielzahl von kybernetischen Einbauten aufwies, streifte mit der überlegenen Langsamkeit eines Raubtiers durch die Ruinen der alten Palastanlage. Während sein Körper nur langsam und widerspenstig unter seine totale Kontrolle gelangte, war der Geist von Darth Leed so flexibel wie eh und je. Und eben diesen Geist ließ der Riese in den Strömungen der Dunklen Seite streifen. Weit eilte sein Wille seiner fleischlichen Hülle voraus, durchquerte verwüstete Täler, streifte durch Wälder voller verdorrter Baumstümpfe und überbrückte schier endlose Ebenen. Je länger der ehemals so mächtige Anwender der Dunklen Seite in der Präsenz der Dunklen Seite badete, desto lebendiger begann er sich zu fühlen. Die lange Zeit im Karbonit hatte Leed zu sehr von der Dunklen Seite getrennt. Und all die Sith, Dunklen Jedi und Jünger der Dunkelheit benötigten den steten Kontakt, um sich an den finsteren Kräften zu nähren und zu laben.

Darth Leed hoffte auf eine rasche Reaktivierung seiner Kräfte. In Kombination mit seinen neuen, unfreiwilligen Verbündeten, konnte er sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in dieser neuen Galaxie zurechtfinden. Ohne Hilfe allerdings, war er zu einem Schattendasein verdammt. Und die Zeit im Karbonit hatte den riesigen Krieger der Dunklen Seite keineswegs an Ambitionen verlieren lassen.

Als sich Körper und Geist von Darth Leed wieder vereinigten, stand der weit über zwei Meter große Koloß vor den pulverisierten Resten eines Throns. An den steinernen Wänden konnte der Tof die eingebrannten Schatten der hier zu Tode gekommenen Yinchorri erkennen - als ewiges Mahnmal der Grausamkeit des Imperators. Die Ausrottung einer ganzen Planetenbevölkerung, die einzig und allein dem Zweck diente, Platz für die Ausbildung der persönlichen Garde zu machen, durfte getrost als ein negativer Höhepunkt der vielen perfiden Ideen Palpatines angesehen werden. Für Leed allerdings stellten die grob humanoiden Schatten auf den Wänden nur ein Zeichen der Schwäche dar. Als Diener der Dunklen Seite verachtete er jede Form von schwachem Dasein. In der Macht fühlte der Tof die Agonie dieses Ortes, konnte die Todesschreie all jener als schwaches Echo wahrnehmen. Ein grässliches Lächeln schlich sich auf das mit Implantaten versehene Gesicht des Sith.

Der grünhäutige Riese griff einmal mehr mit Hilfe der Macht hinaus, suchte den Thronraum ab, sondierte und 'schmeckte' die Süße der Dunklen Seite. Darth Leed hatte die starke Vermutung, dass es auf dieser verwüsteten Welt weitere Gründe gab, weshalb der Imperator einen Genozid befohlen hatte. Die Einrichtung einer Ausbildungsstätte konnte schlicht nicht der einzige Grund sein. Den Tof selbst hatte man erst kurz vor Ankunft in diesem System über die Einzelheiten Yinchorrs in Kenntnis gesetzt. Doch binnen weniger Momente war das Feuer der Neugierde entfacht worden. Vielleicht gab es ungeahnte Schätze auf dieser Welt. Verborgene, uralte Grabmäler der Sith - hatten die Anhänger der Dunklen Seite doch dereinst überall in der Galaxie Artefakte verborgen.

In der berauschenden Gegenwart der Dunklen Seite der Macht badend, versuchte sich Darth Leed an all die Fähigkeiten zu erinnern, die er einst beherrscht hatte. Doch die Vergangenheit wollte sich nicht anders als ein dunkler Flecken in seiner Erinnerung einstellen. Die lange Zeit im Karbonit verkam mehr und mehr zu einer Art persönlicher Nemesis für den hünenhaften Tof. Das Unvermögen, sich zu entsinnen, ließ einen alten Freund erscheinen: Wut. Grenzenlose Wut. Der Zorn ergriff Besitz von dem Riesen, der sämtlichem Verlangen nach Zerstörung mit Zufriedenheit nachkam. Die Macht der Dunklen Seite manifestierte sich und kurz darauf sand Darth Leed eine mächtige Welle der Macht durch den einstigen Thronsaal. Die kontrollierte Energie zerschmetterte die Reste der Einrichtung, brachte einer der Wände zum Einsturz und hüllte den halben Palast in eine Staubwolke.



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31 Dec, 2013 01:06 36 [NPC] Dark Side ist offline Email an [NPC] Dark Side senden Beiträge von [NPC] Dark Side suchen Nehmen Sie [NPC] Dark Side in Ihre Freundesliste auf
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Der Staub der Jahrzehnte legte sich nur langsam. Die Luft schwer von den Partikeln, welche sich dagegen wehrten, gen Boden zu sinken. Wie ein sandiger Nebel war die Sicht auf alle größeren Details versperrt, ja der Palast selbst wurde durch die Verunreinigung der Luft zu einer fast geisterhaften Ruine. Darth Leed, der zweieinhalb Meter große Tof, interessierte sich aber ohnehin nicht für die verlassene Architektur dieses Ortes. Der grünhäutige Titan hatte es auf den Grund der Strömungen abgesehen, die der Dunklen Seite der Macht auf diesem leblosen Planeten Kraft gab. Darum bemüht, Kontrolle über seine Wut zu bekommen, schob der Riese seinen Leib weiter vorwärts. Der nunmehr verwüstete Thronsaal bot keinerlei Aufschluß, doch die geborstene Wand ließ eine längst gekannte Gier in dem Sith erwachen. Leed wollte mehr erfahren, wollte Wissen sammeln - um endlich seine einst besessenen Kräfte wiederzuerlangen.
Die schweren Stiefel fanden knirschend auf gesplittertem Gestein Halt, das enorme Gewicht seines Körpers ließ kleinere Segmente bersten - doch zwischen den Resten der zerstörten Wand hindurch konnte der Gigant einen weiteren Raum ausmachen. Möglicherweise war er seinem eigentlich, wenngleich unbekanntem Ziel sehr nahe. Eine triumphales Grinsen schlich sich auf sein von Narben und kybernetischen Ersatzteilen entstelltes Antlitz.

Wenige Schritte später baute sich Darth Leed in der so verborgen scheinenden Kammer wieder, die direkt an den eigentlichen Thronsaal grenzte. Mit einem lässigen Bewegung seiner Linken - fast so als wolle er ein lästiges Insekt vertreiben - beschwor der Riese neuerlich die Kräfte der Macht herauf und vertrieb die schweren Staubpartikel mit einer weiteren Woge. Auch die vom Zahn der Zeit angegriffene Inneneinrichtung wurde rasch Opfer dieser Aktion: Stühle wurden davongerissen, ein Schrank zerbrach und ein elektronisches Terminal wurde halb aus der Verankerung im Boden gerissen. All das interessierte den Tof nicht. Seine Augen waren stur auf die Schaltkonsole am gegenüberliegende Ende des Raumes gerichtet - das Bedienelement für einen etwas altersschwach aussehenden Lift. Leed kniff die Augen zusammen, knirschte mit den Zähnen und tat einen weiteren Schritt. Sein beachtliches Gewicht brach eine der Bodenplatten entzwei, kurz darauf protestierte scheinbar der gesamte Fußboden. Der Tof, dessen Mangel an Geduld nur noch von seiner Unbeherrschtheit übertroffen wurde, knirschte abermals mit den Zähnen, stieß sich direkt im Anschluß vom Boden ab und - geleitet durch die Macht - kam kurz darauf nahe der Lifttüren wieder auf.

Einmal mehr griff der Hüne tief in seinem Geiste auf die Macht zurück und ließ die Türen des Turbolifts mit einer simplen, tausendfach genutzten Geste aufgleiten. Als er die verdreckten Bodenplatten des Aufzugs betrat, sackte die Konstruktion ein bedrohliches Stück herab. Doch Darth Leed verspürte keine Furcht. Er nahm diese kleine Veränderung nur nebenbei zur Kenntnis. Viel wichtiger war, dass er spürte, dem Grund seines Besuchs auf Yinchorr sehr nahe zu sein. Bald schon würde er genau wissen, weshalb der Imperator sich dereinst diese Welt ausgesucht hatte.

Der Tof betätigte die Schalttafel und gab sich seiner Vorfreude hin. Dann jedoch geschah nichts. Überhaupt nichts. Der Lift bewegte sich nicht. Verärgert gab der riesige Cyborg erneut den Befehl zur Fahrt, doch wieder regte sich nichts. Ein leichtes Grollen staute sich daraufhin in der Kehle des riesenhaften Sith, die Augen verengten sich zu Schlitzen, derweil die Stirn des Grünhäutigen sich in Falten legte. Technisches Verständnis konnte Leed nicht im Übermaß vorweisen, dennoch konnte er sich grob ausmalen, was dem Fahrstuhl fehlte: Energie.
Seine gewaltige Linke grub sich nur wenige Augenblicke später in die hauchdünne Verkleidung des Lifts überhalb der Kontrolltafel. Die Muskeln des Riesen spannten sich, kurz darauf riß er die verdeckende Platte ab. Darunter kamen eine Vielzahl von Leitungen, Kabeln und anderen elektronischen Grundmaterialien zum Vorschein. Leed deutete ein Lächeln an, dann sprangen blauweiße Blitze von den Fingern der rechten Hand zu den elektrischen Leitungen über. Durch Einsatz der gefürchteten, machtbasierten Entladungen gelang es dem riesigen Sith-Lord innerhalb kürzester Zeit, die notwendige Energie zur Aktivierung des Lifts zu generieren.
Als die Kontrolltafel aufleuchtete zu und blinken begann, beendete der Titan seine Bemühungen und tätigte den entsprechenden Befehl. Kurz darauf startete der Aufzug seine Fahrt in die Tiefe.



.:: Fellwe Sector :: Yinchorri-System :: Yinchorr :: Oberfläche :: Ruinen von Tol-Kachorn :: Reste des Council of Elders-Palastes :: Darth Leed ::.

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03 Jan, 2014 01:15 33 [NPC] Dark Side ist offline Email an [NPC] Dark Side senden Beiträge von [NPC] Dark Side suchen Nehmen Sie [NPC] Dark Side in Ihre Freundesliste auf
[NPC] Pentastar Alignment
hail ardus kaine!




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.:: Fellwe Sector :: Yinchorri-System :: Orbit von Yinchorr :: Vigil-Klasse Korvette 'Solar' :: Brücke :: Commander Tannon Dara samt Brückenbesatzung ::.



Das zweihundertfünfundfünfzig Meter lange Schiff der Vigil-Klasse galt als eines der hochleistungsstärksten Aufklärer in den navalen Streitkräften des Pentastar Alignments. Die Sensorphalanxen und Hochleistungsscanner waren in der Lage, frühzeitig das Erscheinen etwaiger feindlicher Kräfte auszumachen. Das war just im Moment auch notwendig, befand sich die 'Solar' doch in einem Gebiet, das offiziell keine stabile Regierung besaß. Natürlich gab es ausserhalb des Pentastar Alignment eine Vielzahl von Schurkenstaaten, imperialen Restreichen und die eroberten Rebellenwelten, zudem maßten sich einige Systeme an, sich wieder auf ihre lokalen Regierungen stützen zu wollen - letztlich aber galten diese Gebiete für Commander Tannon Dara als schutz- wie herrenlose Peripherie. Er selbst war stolz, nach wie vor der Ideologie des Galaktischen Imperiums folgen und dienen zu dürfen, wenngleich er nun keinem allmächtigen Imperator mehr folgte, sondern einem eher wirtschaftlich denkenden Grand Moff. An seiner Arbeit selbst hatte das nicht viel geändert. Nach der Zerstörung des Todessterns und dem Beinahe-Kollaps des Imperiums, hatte er wie viele andere auch erst einmal sein Heil in der Flucht gesucht - aus Angst, bald schon von marodierenden Rebellen gejagt zu werden. Doch diese Hatz blieb aus und irgendwann fand sich der 31jährige Offizier von Bestine im Alignment wieder. Hier musste er sich zunächst mit einigen unschönen Kommandos herumschlagen, bis er vor wenigen Standardmonaten den Befehl über das hochmoderne Aufklärungsschiff erhielt. Eigentlich hatte Dara auf ein größeres, schlagkräftigeres Schiff gehofft, doch als er die ersten neidvollen Blicke erntete, keimte eine gewisse Zufriedenheit in ihm auf. Tannon war sich der Tatsache bewußt, dass das Pentastar Alignment nur über geringe Stückzahlen von Großkampfschiffen verfügte und diese besonders ausgewählten Offizieren vorbehalten waren.

Sein Dienst innerhalb des Pentastar Patrol war fortan bestimmt von Aufklärungs- und Erkundungsmissionen am Rand der nominellen Grenze des kaine'schen Reiches. Dann jedoch erhielt er einen Sonderauftrag. Schon der offizielle, fast festliche Charakter der Einladung hatte das Herz in der Brust des Commander höher schlagen lassen. Die zahlreichen ranghohen Offiziere, die ihn begrüßten und hofierten, ließen den 31jährigen glauben, nun von galaktischer Bedeutung zu sein. Stolz und Freude schwollen zu unglaublicher Größe an. All das versiegte jedoch, als man ihm die genauen Parameter seiner Mission darlegte.

Schon immer hatte Tannon Dara die Macht als abstoßend erachtet. Er hatte sich vor den Geschichten mit Beteiligung von Jedi gefürchtet, hatte die Klonkriegs-Berichte daher nur äusserst zögerlich studiert. Vom legendären Darth Vader hatte er - allen Göttern sei Dank - stets nur Schreckliches gehört, ihn jedoch nie sehen oder erleben müssen. Und dann bekam er diese Mission.

Als der riesige, grünhäutige, halbnackte und mit kybernetischen Implantaten bedeckte Nichtmensch in den Besprechungsraum gestapft kam, verkrampften sich die Organe von Dara. Die dunkle Präsenz dieses abscheulichen Ungeheuers machte Bange, er rang mit seiner Selbstkontrolle. Und das Schlimmste an der gesamten Besprechung war, dass dieses Wesen - Darth Leed mit Namen - kein einziges Wort sprach. Er nickte stets nur oder bedachte einzelne Gesprächsteilnehmer mit vernichtenden Blicken. Und das bei hochrangigen Offizieren der Streitkräfte des Imperiums!
Letztlich hatte sich der Commander damit abfinden müssen. Er war zum interstellaren Lieferanten verkommen. Er sollte - mit dem hochmodernen Schiff - eben diesen offenbar aufgetauten Riesen zu ausgewählten Zielen bringen, damit dieser höchst bedeutsame Nachforschungen anstellen konnte. Was für eine Verschwendung von wertvollen Ressourcen! Dara hatte mehrfach protestieren wollen, dann aber irgendwann diese grässliche Stimme in seinem Kopf vernommen. In seinem eigenen Kopf! Dieser Leed war ein Anwender der finsteren Magie der Dunklen Seite, auch wenn der Commander derartiges zuvor als plumben Aberglauben abgetan hatte. Die nächsten Nächte war er stets mehrfach schweißgebadet erwacht und hatte sich panisch umgesehen. Nur um anschließend mit seinem Dienstblaster in der Hand wieder einzuschlafen. Es war eine Form der Hölle, in der er sich befand - soviel war sicher.

Commander Tannon Dara riß sich aus den bruchstückhaften Erinnerungen der letzten Zeit los und fokussierte sich auf den Augenblick. Auf der recht kleinen Brücke des Aufklärers herrschte weniger Hektik, als sonst. Zwar waren alle wichtige Posten besetzt, aber die Abwesenheit des grünen Riesen tat offenbar allen gut. Ihr wichtiger Passagier befand sich auf dem verwüsteten Planeten unter ihnen - der einstigen Ausbildungsstätte der gefürchteten Roten Garde des Imperators. Dort stellte er irgendwelche persönlichen Nachforschungen an. Und das Pentastar Alignment unterstützte das Monster nach allen Kräften. Ein weniger loyaler Mann hätte hier sicher hinterfragt. Doch Tannon Dara tat dies nicht. Nicht mehr. Nicht mehr seit der Stimme in seinem Kopf. Eine andere Stimme jedoch lenkte ihn ab. Zum Glück.

»Bestätige. Aktuell befinden wir uns in der Nähe der alten Palastanlage.«, informierte die kleine, bläuliche Hologestalt von Captain Jarm Tiev, dem Kommandanten der Bodentruppen, die mit dem Machtanwender gegangen waren. Die flackernde Figur war auf einem kleinen Projektor entstanden und nur etwa zwanzig Zentimeter groß. Auf der Brücke der 'Solar' war kein Platz für ein großes Übertragungs-Panel. Aber auch diese Miniatur des Armee-Offiziers reichte aus, um alle wichtige Informationen übermitteln zu können.

»Was tut ... ER, fragte der Commander nach. Dara wollte den Namen des Passagiers so selten wie möglich aussprechen. Auch aus Furcht, dessen Aufmerksamkeit neuerlich auf sich zu ziehen. Diese Genugtuung wollte er diesem barbarischen Riesen nicht geben.

»Ist allein ins Innere der Anlage, Commander. Wollte uns nicht dabei haben.«, antwortete der Army-Captain. Offenbar hatte der Soldat keinerlei Probleme damit, seinen offiziell Schutzbefohlenen unbeaufsichtigt zu lassen. Auch den gewöhnlichen Männern der Front jagte dieses Untier Angst ein.

»Sonst nichts?«, fragte der 31jährige genauer nach.

»Nein, Commander. Waren zuvor bei zwei ehemaligen Ausbildungsstätten der Imperialen Garde, da fand er aber nichts von Bedeutung. Ich denke, wir warten einfach hier.«, kolportierte Captain Tiev kurz und knapp.

»Verstanden, Captain.«, antwortete der Navy-Commander und nickte seiner Kommunikationsoffizierin zu. Kurz darauf flackerte das Holobild des Soldaten und verschwand anschließend. Dara überlegte, was er als nächstes tun konnte. Doch ausser tumber Warterei fiel ihm nichts ein. Immerhin waren sie allein im Orbit über Yinchorr. Auch das hätte schlimmer sein können. Viel schlimmer.



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"The New Order has never fallen. Only the Emperor. … The Emperor may be dead, but the Empire lives on!"
- Grand Moff Ardus Kaine -

03 Jan, 2014 15:42 36 [NPC] Pentastar Alignment ist offline Email an [NPC] Pentastar Alignment senden Beiträge von [NPC] Pentastar Alignment suchen Nehmen Sie [NPC] Pentastar Alignment in Ihre Freundesliste auf
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Mit einem kurzen Nachsacken kam der altersschwache Turbolift zur Ruhe. Seine Last, der riesenhafte Tof, ließ sich davon nichts anmerken. Darth Leed, der wohl letzte und einzige verbliebene Sith-Lord der Galaxie, formte einen geistigen Befehl, woraufhin die rostigen Fahrstuhltüren sich mit einem metallischen Kreischen öffneten. Der muskelbepackte Riese machte einen kurzen Schritt und befand sich direkt in einem düsteren Gemäuer - die unterirdische Anlage des einstigen Palastes. Der Sith spürte förmlich die Emotionen längst vergangener Tage. Auch hier wurde dreiunddreißig Jahre vor der Schlacht von Yavin gekämpft - als die Jedi über diesen Planeten kamen um Frieden zu stiften. So wie sie es immer taten. Mit aktiviertem Lichtschwert. Leed empfand keine Trauer oder Mitgefühl, dafür genoß er es zu sehr, in den manifestierten Schrecken zu baden. All der Verdruß, der Ärger, die Ängste und die Verzweiflung - all das nährte die Dunkle Seite der Macht an diesem Ort. Unbewußt und ungewollt hatten die Jedi durch ihre Taten den Weg geebnet für sinistre Mächte. Darth Leed lächelte diabolisch, sog die Reste emotionaler Schatten in sich auf und orientierte sich mit ihrer Hilfe. Durch Gänge und Korridore stapfte er, überwand eingestürzte Bereiche und nutzte mehr als einmal seine Kräfte, um sich einen Weg zu bahnen. Als er endlich sein Ziel fand, stieg eine gewisse selbstgerechte Zufriedenheit in ihm auf.

Der Raum war groß, besaß sicherlich die Abmessungen von dreißig Metern in alle Richtungen. Die verstaubten Grabstätten gefallener Würdenträger oder Militärs interessierten den Riesen jedoch wenig. Angezogen wurde er von einer Strömung der Macht. Darth Leed kannte die Geschichte der Schlacht nicht, doch er war sich beinahe sicher, dass auch ein oder mehrere Jedi hier ihr Leben gelassen hatten. Nebulös war ihr Echo in der Macht, doch hier, inmitten der bestatteten Feinde, schien der Hauch der Vergangenheit zu wehen. Zu seiner eigenen Enttäuschung entdeckte er keinerlei Anzeichen von Jedi-Präsenz, keinerlei persönliche Habe oder auch nur den faktischen Beweis eines toten Jedi. Nur den Nachhall einer Kraft, die er den Jedi zuordnen würde.

Zorn flammte in Darth Leed auf. Er hasste es, keine greifbaren Resultate zu erlangen. Es musste Gründe gegeben haben, weshalb der Imperator dereinst Genozid an den Yinchorri begangen hatte, um hier seine gefürchtete Rote Garde ausbilden zu lassen. Es war absolut unmöglich, dass er aus reiner Willkür gehandelt hatte. Selbst in seinem Carbonit-Schlaf hatte der monströse Tof die enorme Macht Palpatines gespürt. Dessen Weisheit und Weitsicht. Es konnte kein Zufall sein. Es durfte kein Zufall sein.

Der erste Ausbruch seines Hasses manifestierte sich in einer weitere Woge der Macht. Die steinernen Deckel der Särge wurden davongeschleudert wie Kieselsteine. Kurz darauf folgten die Sarkophage mitsamt der verrotteten Überreste darin. Leed ließ seinem Zorn freien Lauf. Das alte Mauerwerk begann zu knirschen, Staub rieselte von der Decke. In einem Ausbruch weiteren Hasses verstärkte der Sith-Lord seine Technik und sorgte dafür, dass alle größeren steinernen Einrichtungsgegenstände durch Einsatz der Macht zerbrachen, zerbrökelten und pulverisiert wurden.

Schnaufend entspannte sich der Tof, sein Hass verflog, der Zorn ließ nach. Mehr und mehr fand der Gigant die Kontrolle über sich selbst wieder. Die Gedanken klarten auf, die Selbstbeherrschung setzte wieder ein. Vorerst. Dennoch verengten sich seine Augen zu Schlitzen. Wenn es ein größeres Geheimnis hier auf Yinchorr gab, war es anscheinend nicht leicht, es zu lüften. Der Schleier des Vergessens lag über allem. Und
Darth Leed mangelte es an Geduld für eine langanhaltende Suche. Er hatte gehofft in den Tiefe unter dem Palast eine Antwort zu finden. Doch was er gefunden hatte waren Geister, Nebel und schwache Schemen. Nichts Greifbares. Nichts Verwendbares. Irgendjemand würde dafür bezahlen müssen.



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16 Jan, 2014 18:04 28 [NPC] Dark Side ist offline Email an [NPC] Dark Side senden Beiträge von [NPC] Dark Side suchen Nehmen Sie [NPC] Dark Side in Ihre Freundesliste auf
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Der selbsternannte Sith-Lord namens Darth Leed, die neue Hoffnung des Pentastar Alignments, musste sich beherrschen, um nicht die gesamte baufällige Palastanlage dem Erdboden gleich zu machen. Doch das Bauwerk hatte ihn nicht an der Nase herumgeführt, sondern die Macht. Eine der Facetten dieser mysteriösen Kraft war die die Komplexität ihrer Deutung. Jedes machtempfängliche Wesen konnte Auswirkungen der Macht auf eine eigene Weise definieren, anders empfinden oder verschiedene Schlüsse daraus ziehen. Darth Leed hatte den Fehler gemacht, ein Echo der Macht für eine potente, aktive Quelle neuer Kräfte zu halten. Ein Fehler den er nicht ein zweites Mal zu machen gedachte. Der riesige Tof hatte den Weg über den veralteten Turbolift genommen und schritt durch die einstmals belebten Hallen der Anlage. Unter seinen schweren Spannplast-Stiefeln knirschte der Staub der Jahrzehnte. Der Blick des narbenübersäten Hünen war starr auf den Eingang des Palastes gerichtet, wo nach wie vor eine Kompanie imperialer Soldaten der regulären Armeestreitkräfte darauf wartete, seinen Befehlen nachzukommen. Doch das Streben nach neuem Wissen hatte durch die ernüchternden Funde einen jähen Dämpfer erhalten, weshalb die Laune des grünhäutigen Titanen alles andere als gut war. Die bernsteinfarbenen Augen - verfärbt vom Einfluß der Dunklen Seite der Macht - schienen durch alles Stoffliche hindurchzuschauen, verweilten nicht in der Realität, sondern drifteten ab in einen nebulösen Schleier des Hasses.

Darth Leed stieg über die geborstenen Reste einer Büste hinweg und trat durch die Überreste des Eingangsportals. Sofort erkannte er die Umrisse einiger Bewaffneter, die in der Nähe Position bezogen hatten, um ihn vor etwaiger Gefahr zu beschützen. Diese wertlosen Maden! Als hätte irgendeine Macht in diesem Sternensystem es auch nur gekonnt. Er war ein Meister der Dunklen Künsten, ein unbesiegbarer Krieger. Ein wahrer Sith. Es gab niemanden, der ihm gefährlich werden konnte. Dennoch sprach es für die Entscheidungsträger des Alignments, ihm willfährige Diener zur Verfügung zu stellen, damit er seinen Fokus auf die wirklich wichtigen Dinge lenken konnte. Er war nicht ins Leben zurückgekehrt, um ängstlichen Bürokraten dabei zu helfen, die eigenen Grenzen zu sichern. Er war hier um zu herrschen. Er war hier um endloses Wissen anzuhäufen. Darth Leed war zurück in der Galaxie, um sie zu unterwerfen. Doch dafür brauchte er Gefolgsleute. Die Amts- und Würdenträger des Pentastar Alignments würden noch früh genug zu machtlosen Marionetten werden - wenn er sich erst einmal im galaktischen Geschehen eingefunden hätte. Leed hatte keinen Zweifel daran, dass er eines Tages herrschen würde. Er war ein Tof, der zum regieren bestimmt war. Die Macht war derart stark in ihm, dass man ihn dereinst in Karbonit hatte einsperren müssen, um die Existenz der Sith weiterhin geheimhalten zu können. Doch die Zeit der Versteckspiele war längst vorbei. Neue Mächte hatten sich erhoben, ein ganzes Imperium war erschaffen worden und befand sich bereits wieder im Niedergang. Doch er, Darth Leed, würde es retten. Sein Willen sollte es neu formen und zu einer kaum fassbaren Größe führen.

"Lord Leed? Eure Befehle?", fragte Captain Jarm Tiev, der plötzlich neben dem Sith-Lord erschien. In seiner graubraunen Uniform, mit dem Brustpanzer und dem ausladenden Helm sah der Offizier alles andere als furchteinflößend aus. Doch die Imperial Army Trooper stellten seit jeher das Gros der imperialen Bodentruppen und hatten sich ihren Platz innerhalb der Streitkräfte blutig erkämpft. Sogar Darth Leed musste den Mut der Männer anerkennen. Derart ungeschützt in die Schlacht zu ziehen und schon beim kleinsten Treffer den Tod zu finden - dafür benötigte man wahren Heldenmut. Mit den nötigen Ressourcen würden aus solchen Männern unbezwingbare, wenngleich profane Soldaten werden. Doch noch verfügte der Sith nicht über derartige Ressourcen.

"Wir kehren zum Shuttle zurück, Captain. Dieser Planet besitzt nichts mehr, das mein Interesse wecken könnte.", erwiderte der Tof-Sith mit seiner dumpfen Stimme. Wenn es nach ihm ginge, hätte er den Besuch auf Yinchorr am liebsten rückgängig gemacht. Einigen Gerüchten zufolge unterhielten unabhängige Moffs und Warlords immer noch geheime Ausbildungseinrichtungen der Roten Garde auf diesem Planeten. Doch der Hüne wollte keine rotgepanzerten Leibwächter, ihn gierte es nach Informationen, nach verborgenem Wissen. Nach gebundener Weisheit. Die Allmacht, die er anstrebte, manifestierte sich nicht in einigen Elitekriegern, sondern in den Lehren der Sith. Tiefgründiges Wissen um die Geheimnisse der Dunklen Seite. Dinge, die ihm bisher verborgen geblieben waren. Nützliche Neuerungen. Derartige Schätze wollte Darth Leed anhäufen. Und wenn er dafür die ganze Galaxie auf den Kopf stellen musste.

"Wie Ihr wünscht, mein Lord.", antwortete der Army-Captain und gab einige rasche Kommandos weiter. Binnen weniger Augenblicke eilten immer mehr Soldaten der Imperialen Armee aus Verstecken und Stellungen herbei, flankierten den riesigen Sith und begleiteten ihn zu seinem Shuttle, mit dem sie zum Schiff im Orbit über Yinchorr zurückkehren sollten.



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12 Feb, 2014 19:01 05 [NPC] Dark Side ist offline Email an [NPC] Dark Side senden Beiträge von [NPC] Dark Side suchen Nehmen Sie [NPC] Dark Side in Ihre Freundesliste auf
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Der riesige Tof stampfte schweren Schrittes die blankpolierten, steril stahlgrauen Gänge entlang zum Brückenaufbau der 255m langen Korvette der Vigil-Klasse. Dieses hochmoderne Aufklärungsschiff war ihm für seine Wallfahrt von Grand Moff Ardus Kaine zur Verfügung gestellt worden. Der anachronistische, selbsternannte Sith-Lord hatte auf ein wesentlich größeres Schiff gepocht, das seiner Stellung und Bedeutung innerhalb der Galaxie besser zu Gesicht stand, allerdings hatte sich ihm der Anführer des Pentastar Alignments verwehrt. Überraschend eigentlich, war er doch nur ein Schwätzer und Bürokrat. Doch die Willenskraft des Grand Moff hatte allen Versuchen widerstanden, ihn zu kontrollieren. Und so war es der zweieinhalb Meter große Tof gewesen, der nachgegeben hatte. Für profane Reisen in von imperialen Restreichen kontrollierte Gebiete tat dieses Aufklärungsschiff ausreichende Dienste.
Jene Dienste benötigte er, um seinen Platz in der heutigen Galaxie zu finden. Zu lange hatte er ein Dasein im Schatten geführt, zu lange geruht und nun hatte sich das Machtgefüge empfindlich geändert. Es bedurfte grundsolider Recherche und neuen Erkenntnissen für den Machtanwender. Nur aus diesem Grund hatte er sich mit den Machthabern des Alignments eingelassen. Noch brauchte er Unterstützung in dieser veränderten Galaxis. Noch.

Seine schweren Stiefel hallten auf dem metallisch glänzenden Boden nach, während der Riese, flankiert von vier gepanzerten Soldaten der Imperial Army, vor die letzte Tür trat, die die Brücke von den Gängen trennte. Zischend glitten die Türen auseinander und sofort machte ein gemurmelter Lärmpegel die Runde. Darth Leed spürte die Ablehnung an Bord des Schiffes. Niemand traute ihm und viele fürchteten sich vor seiner imposanten Erscheinung. Doch diese Narren begriffen nicht, dass seine wahre Macht nicht in der körperlichen Präsenz lag, sondern in seinen Kenntnissen von der Dunklen Seite der Macht. Sie alle waren nur bedeutungslose Würmer. Spielfiguren in einem galaktischen Spiel, welches er langsam zu spielen begonnen hatte. Noch kannte er nicht jeden Spieler, noch hatte er die neuen Regeln nicht verinnerlicht. Aber Leed wusste, dass er zu ambitioniert, zu machtgierig und zu … ja, mächtig … war, um das Spiel nicht zu seinen Gunsten ändern zu können.

Der mit einer Vielzahl von kybernetischen Einbauten versehene Riese überbrückte die letzte Distanz zu den Hauptterminals der Brücke, dorthin also, wo er den Schiffskommandanten vermutete. Commander Tannon Dara war ein Schwächling von einem Menschen. Ein angsterfüllter Traditionalist, der sich an verquere Werte klammerte, die schon bald keine Bedeutung mehr haben sollten. Seine offensichtlichen Vorbehalte gegenüber der Herkunft des Sith mochten dem verstorbenen Imperator zwar dienlich gewesen sein, doch in Leeds neuem Imperium war kein Platz für offenkundigen Rassismus. Sicherlich waren einige Rassen prädestiniert dafür, als Sklaven gehalten oder als Arbeiter missbraucht zu werden, doch seine eigene Spezies war den Menschen zu unähnlich, um dauerhafte Ressentiments vertreten zu können.

Der schwächliche Commander schlotterte förmlich, als der grünhäutige Gigant sich vor ihm aufbaute. Mit einem selbstgefälligen Grinsen schenkte der Sith dem Flottenoffizier alle Aufmerksamkeit, die er verdiente. Dann wartete er ab.


»M...mein L-Lord, willkommen auf der Brücke.«, stotterte der 31-Jährige furchtsam vor sich hin. Ihm war es sichtlich anzusehen, wie unangenehm ihm die Begegnung mit dem machtsensitiven Nichtmenschen war. Doch die Präsenz des Riesen war zu erdrückend, zu lähmend und zu einschüchternd, um sich auf die Ideale der Neuen Ordnung und ihrer alienfeindlichen Ideologie zu stützen.

»Sparen Sie sich Ihre förmlichen Floskeln, Commander. Bringen Sie mich einfach weg von hier. Yinchorr hat nichts mehr, das mich noch interessieren könnte.«, grollte der Sith-Lord schlicht. Ihm war dieses Speichellecken zuwider und es mangelte ihm einfach an Geduld für die charakterlichen Eigenarten unbedeutender Kriechtiere. Der Commander hatte nur einen Zweck: Ihm zu Diensten zu sein und dorthin zu bringen, wohin Leed wollte. Mehr war nicht wichtig.

»Ganz wie Ihr befehlt, Lord Leed. Wohin sollen wir nun fliegen? Zurück nach Estralla?«, fragte der dämliche Flottenoffizier. Es missfiel dem Sith, sich solcher Dreistigkeit konfrontiert zu sehen, allerdings konnte er den Mann nicht einfach töten, brauchte er doch dessen Fähigkeiten als Kommandierender des Schiffes. Sein XO schien noch inkompetenter zu sein, was Fragen darüber aufwarf, wie solche Männer überhaupt in die Verlegenheit kamen, ein solch modernes Schiff bedienen und führen zu dürfen. Es bedurfte offenbar dringlicher Umstrukturierungen in seinem neuen Imperium.

»Bereiten Sie Ihr Schiff einfach für einen Sprung in den Hyperraum vor, Commander. Die Koordinaten des Ziels werde ich Ihnen in Kürze mitteilen. Das ist alles, wies der Riese von einem Sith an. Für das nächste Reiseziel musste er meditieren. Irgendwo in der Galaxie schrie die Dunkle Seite der Macht nach ihm – nun musste er diesen Schrei nur hören können. Und dafür brauchte er Ruhe. Sollten diese Maden an Bord des Schiffes eben warten und sich in Geduld üben. Immerhin unterstanden sie nicht weniger als einem lebenden Gott. Einer Verkörperung der Dunklen Seite der Macht, fleischgewordener Energie. Es war sein Zeitalter und sie alle existierten nur, um ihm zu dienen. Der Riese grinste breit und machte auf dem Absatz kehrt. Das neue Ziel wäre schon bald bestimmt.


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15 Aug, 2014 20:59 20 [NPC] Dark Side ist offline Email an [NPC] Dark Side senden Beiträge von [NPC] Dark Side suchen Nehmen Sie [NPC] Dark Side in Ihre Freundesliste auf
 
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