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SW:NF
Der Erzähler


Dabei seit: 18 Jul, 2012
Beiträge: 99

Leitfaden für einen gelungenen Text Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Leitfaden für Rollenspieler – Rechtschreibung und Grammatik

Für alle Freunde des geschriebenen Worts und der geschmeidigen Verwendung der deutschen Sprache … also Rollenspieler mit Sinn für eine gelungene Symbiose von Inhalt und Sprache.

Rechtschreibung und Grammatik

Durch die Rechtschreibreform haben sich einige Änderungen ergeben, die auch für eine gewisse Erleichterung in der Schreibweise gesorgt haben.

Um einen allgemein verständlichen Text zu verfassen, ist es natürlich unabdingbar, sich mit ein paar Regeln zu befassen – nämlich den Regeln der deutschen Rechtschreibung und der Grammatik.

Im Folgenden gebe ich eine Linksammlung mit den besten Onlinenachschlagewerken heraus und auch einige Beispiele von ähnlich oder gleich klingenden Wörtern, die allerdings eine unterschiedliche Bedeutung haben sowie einer Auflistung häufig gemachter Fehler:

Linksammlung:



Häufig gemachte Fehler und ähnlich oder gleich klingende Wörter, die allerdings unterschiedliche Bedeutungen haben:

viel – fiel
    viel ist eine ungenaue Mengenbezeichnung und fiel kommt von fallen
    [Beispiel: Er viel vom Baum = hä, was will uns das sagen? Er fiel vom Baum. Das ist hier natürlich die richtige Schreibweise.]


lies – ließ
    lies kommt von lesen und ließ von lassen.
    [Sie lies ihn kommen. Das verursacht wieder eine enorme Denkleistung, weil sie ihn kaum lesen wird Augenzwinkern Es heißt natürlich: Sie ließ ihn kommen. So wie es heißt: Lies mir bitte etwas vor.


wäre – wehre
    wäre ist die Möglichkeitsform von war und hat nichts damit zu tun, sich zu wehren.


war – wahr
    war ist die Mitvergangenheit des unregelmäßigen Verbs sein; und wahr ist ein Eigenschaftswort.


hacken – haken
    bei Ersterem tut man was, nämlich zum Beispiel Holz hacken, das Zweite hat etwas mit dem Haken zu tun, zum Beispiel: Ich hake mich bei dir ein.


stiehl – stiel – Stil – still
    stiehl kommt von stehlen; Besenstiel, still ist gleich ruhig, Stil das kennen wir ja alle und haben wir auch mehr oder weniger Augenzwinkern


weiß – weis
    weiß bedeutet hier nicht nur die Farbe, sondern kommt auch von wissen; weis hat hier die Bedeutung von hinweisen.
    [Er weis es besser. Nein so etwas! Er weiß es natürlich besser, denn es wurde darauf hingewiesen, dass weiß von wissen kommt.]


wieder – wider
    Es ist wider die Natur. Oder: Es ist wieder die Natur.
    Bedeutung mit wider: Es ist gegen die Natur.
    Bedeutung mit wieder: Es ist erneut die Natur.


Weitere häufige Fehler:

Die standardisierte Standarte:
    Standard und nicht Standart (=Fahne)!


Felsgrad, Rückgrad
    der Wortstamm kommt hier von Grat und nicht von Grad (Temperaturen!).
    Richtig heißt es also: Felsgrat, Rückgrat.


Vorraus ist mir ein Graus – es kommt im Voraus.

Der Tot ist tod?
    Richtig: Der Tod ist tot. Das wird auch immer wieder gern falsch geschrieben.


dass oder das nach dem Komma?
    Generell gilt, „s“ dann, wenn man das Wort „das“ durch „welches“ tauschen kann.


Laib oder Leib
    Brotlaib und Menschenleib.


Gepäck versus Gebäck
    das Erstere mag ich nicht mit mir rumschleppen, das Zweite schlägt sich mir im Übermaß auf die Hüften.


Heißt es jetzt „wie“ oder „als“? Na wie jetzt?
    Auch hier gibt es eine kleine Faustregel: Wie stellt eine Gleichheit dar: Er ist so stark wie Karl. Als zeigt eine Ungleichheit: Diese Kirche ist größer als die im Nachbarort.


Ich fahre zu oder ich fahre nach?
    „zu“ schlägt nur bei konkreten Namen zu. Ich fahre zu Inge nach Neustadt.
    Sie fliegt mit der nächsten Maschine nach Marokko. Er geht zur Bank.


Nun, diese Liste kann man beliebig ergänzen und wird vielleicht noch ergänzt werden.

Autor:
Terry Dourshe

15 Dec, 2012 23:05 41 SW:NF ist online Email an SW:NF senden Beiträge von SW:NF suchen Nehmen Sie SW:NF in Ihre Freundesliste auf
Kaldan
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Dabei seit: 21 Aug, 2012
Beiträge: 10

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Tolle Sache - Und ich alter Rechtschreibfetischist konnte an einer Stelle sogar noch etwas lernen - Und darüber lachen...

15 Dec, 2012 23:39 06 Kaldan ist offline Email an Kaldan senden Beiträge von Kaldan suchen Nehmen Sie Kaldan in Ihre Freundesliste auf Füge Kaldan in deine Contact-Liste ein
Terry Dourshe
Rollenspiel-Charakter




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Beiträge: 141

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scheinbar vs anscheinend

diese beiden netten kleinen Wörter bedeuten nicht das Gleiche, wie man oft fälschlich annimmt - sie drücken sogar das Gegenteil dessen aus, was gemeint ist.

anscheinend deutet die Vermutung an, dass etwas so ist wie es scheint, also den Anschein erweckt, dem Anschein nach so ist. Ein Synomym wäre hier augenscheinlich.

scheinbar drückt aus, dass etwas nur dem äußeren Eindruck nach so ist, es sich aber tatsächlich anders verhält.

Beispiele:

Diese Lektion zieht sich scheinbar in die Länge. :keks:

Anscheinend hat der Mitspieler endlich kapiert worum es geht. (naja, hier dürfte scheinbar auch passen :stocklol: )

Anscheinend hat Terry gewaltig einen an der Waffel. lolli


Noch Fragen? Scheinbar nicht ... hehe

_______________

Im Gefängnis ist es auch gut leben.
Du hast ein Dach über dem Kopf, kriegst dreimal am Tag zu essen, lernst jede Menge interessanter Leute kennen und schärfst deine Reflexe.
Freiheit wird echt überbewertet
.

27 Apr, 2013 15:03 34 Terry Dourshe ist offline Beiträge von Terry Dourshe suchen Nehmen Sie Terry Dourshe in Ihre Freundesliste auf
Terry Dourshe
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Beiträge: 141

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Manchmal ist es schon verwunderlich, was man an sonderbaren Dingen liest … ich freu mich ja darüber, denn so kann ich diesen Bereich hier etwas auffüllen – und meinen Fetisch pflegen … dem Kochen, wie man im Folgenden lesen kann.


Die Sache mit dem Entlichen ist so etwas und ich amüsiere mich nicht darüber, wenn ich endlich mit dem Kochen fertig bin und aufräumen darf, denn es hat etwas mit enden zu tun und nichts mit der Vorsilbe ent- oder gar mit den Baumwesen von Tolkien.

Ebenso wenig erfreulich wie der Tritt eines Ents für die eigene Befindlichkeit, ist die Steigerung des Superlativs … besser als optimal gibt es nicht, weil optimal schon die beste aller Lösungen ist. Ebenso gibt es nicht weniger als einzig – also kein einzigstes Haar in der Suppe … ich will kein einziges Haar in der Suppe, sonst schmeckt sie nicht und der Koch wird entlassen.

Scheiden tut weh – besonders dann, wenn man trennt, was zusammen gehört.

Dazu gehören die Wörtchen: dazu, davon, davor, dafür, dabei… also keine Redewendungen wie: Da werde ich bei sein … oder da bin ich für … Leute, das ist alles Unsinn und wird auch nicht durch eine Verdoppelung der Silbe „da“ besser, Beispiel: Da bin ich dafür … ist doch ebenso eklig. Klar und einfach: Ich bin dafür, dass zusammen bleibt, was zusammen gehört.


Und nun mal was zum kleinen Freund, der beim Leser doch dann und wann Verwirrung aufkommen lassen kann und erst recht beim Schreiber … dem Komma. So klein und kann doch viel Schaden anrichten – und zwar in der Verständlichkeit eines Textes.

Das hier sind die Kommaregeln – im Grunde sind sie nicht schwer. Wenn man einen Text laut liest, ergibt sich meist schon an der Hebung, Senkung und der Pause, die Position des Kommas – außer natürlich man liest wie ein Erstklässler *hust* und ohne Atem zu holen

    1. Zwischen Aufzählungen steht ein Komma, vorausgesetzt, dass die Aufzählungsteile nicht bereits durch ein „und” oder ein „oder” verbunden sind.

    Beispiel: Sergeant Cadar ist ein kluger, netter, zuvorkommender Scheißkerl. – Und jetzt sagt nicht, dass sich das widerspricht)

    2. Vor negativen Konjunktionen (Verbindungswörtern) steht ein Komma. Darunter fallen unter Anderem: aber, sondern, jedoch, allein

    Beispiel: Terry ist ein charmanter, aber manchmal auch provokanter Typ.

    3. Nach Empfindungswörtern oder Anreden steht ein Komma.
    Beispiel: Aua, das tut weh! … Sergeant Retwin, schultern Sie Ihren Kochlöffel und bringen Sie Sergeant Major Stryker die geblümte Kochschürze. Wir haben einen Angriff auf die Küche geplant!

    4. Appositionen (Einschübe) und Erläuterungen, die mit „das heißt”, „nämlich”, „zum Beispiel”, „wie” und „und zwar” eingeleitet werden, werden durch ein Komma eingeschlossen.

    Beispiel: Robert Muldoon, ein Major des Alignements, backt die besten Kekse der Kompanie.

    5. Mehrere Hauptsätze, die in einer Satzreihe stehen, werden durch Kommata getrennt.

    Beispiel: Nathanael kam heim, er sah sich kurz um, und Alyssa begrüßte ihn mit einer Ohrfeige.

    6. Das Komma trennt untergeordnete Nebensätze, wie zum Beispiel indirekte Fragesätze, Begründungssätze und Relativsätze, vom Hauptsatz. Man erkennt sie daran, dass sie ein Prädikat enthalten

    Beispiel: Captain Pentastar wusste nicht, wann er antworten sollte. (indirekter Fragesatz)

    7. Das Komma steht zwischen Satzteilen, die durch zweiteilige Konjunktionen verbunden sind. Zum Beispiel „bald - bald”, „einerseits - andererseits”, „teils - teils”, „je - desto” oder „ob - ob”

    Beispiel: Je länger ich dich kenne, desto häufiger gerate ich in Schwierigkeiten.

    8. Nach hervorgehobenen Satzteilen, die durch ein Pronomen oder Adverb erneut aufgegriffen werden, steht ein Komma.

    Beispiel: Welche Seite man unterstützen sollte, da bin ich noch zu keiner Lösung gekommen.

    9. Sowohl der erweiterte Infinitiv („ins Theater zu gehen” beispielsweise) als auch der einfache Infinitiv („zu gehen” beispielsweise) kann durch ein Komma getrennt werden.

    Beispiel: Ormir Taragon hatte geplant (,) in die Oper zu gehen. (erweiterter Infinitiv, Komma möglich)

    10. Ein erweitertes Partizip (die letztes Jahr gebaute Brücke, das gelesene Buch) kann durch Komma getrennt werden. Bei Einschüben muss es durch Kommata getrennt werden.

    Beispiel: Vor Angst bebend [,] stand der Stormtrooper da.

    11. Das Komma trennt ungebeugte Partizipien und nachgestellt Adjektive, sofern diese durch „und” verbunden sind.

    Beispiel: Die Sonne, hell und klar, ging über den Wäldern Agamars auf.

    12. Auch zwischen mehrteiligen Datums- und Zeitangaben steht ein Komma.

    Beispiel: Coruscant, den 26. Tag im Jahr 7 ABY



Nehmt es mir bitte nicht zu sehr übel, dass ich eure Chars zum Kochen gebracht habe ... und kocht selbst nicht auch über ... sonst muss ich das Schaumsieb holen ... oder den Tierarzt.

In diesem Sinne: bleibt fröhlich, das Leben ist ernst genug.

lolli Terry

_______________

Im Gefängnis ist es auch gut leben.
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14 Feb, 2014 15:43 10 Terry Dourshe ist offline Beiträge von Terry Dourshe suchen Nehmen Sie Terry Dourshe in Ihre Freundesliste auf
Nezac Ralenth
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Dabei seit: 15 Jan, 2014
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Du könntest doch mal ein Star Wars-Grammatikbuch schreiben, da würden die Schüler sicher lieber den Deutschunterricht besuchen Augenzwinkern

Also eines, mit solchen Beispielsätzen wie du sie gebracht hast, anstatt "Eva kocht gern und viel, aber Susi singt nicht gern." großes Grinsen

14 Feb, 2014 16:10 34 Nezac Ralenth ist offline Email an Nezac Ralenth senden Beiträge von Nezac Ralenth suchen Nehmen Sie Nezac Ralenth in Ihre Freundesliste auf
Terry Dourshe
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Beiträge: 141

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Heute habe ich einmal etwas Schönes – mehr oder weniger, denke ich. Aber ja, es ist schön, es geht um die Schilderung, wie beschreibe ich etwas – es ist ja kein Fehler, wenn man das auch kennt und ein wenig Verständnis dafür bekommt, wie man so etwas gestaltet, worauf es ankommt, um einer Szenerie Leben einzuhauchen … Phüst, ich spiele mal G.O.T.T., den großen Imperator von Klugscheißistan …


Die Schilderung

... hier eher Beschreibung, da wir nicht in der Ich-Perspektive und auch nicht im Präsens schreiben, was sich bei der Schilderung im Allgemeinen empfiehlt.

Wiki sagt uns da ganz klar und deutlich …
Zitat:
... :keks:


und weil das jeder Hirni nachlesen kann, kopiere ich das nicht hierher, sondern erzähle es in eigenen Worten.

Es handelt sich bei der Schilderung um eine sachbezogene Beschreibung aus der Sicht des Erzählers/des Charakters. Er sieht etwas, er fühlt etwas, er kann auch etwas schmecken, riechen, hören. Wir lassen seine Sinneseindrücke erzählen, um einer mannigfaltigen oder auch langweiligen Landschaft ein wenig Leben einzuhauchen. Immer macht das zwar im Spiel nicht Sinn und ist sicher auch nicht so toll, jede Einzelheit bis ins Detail zu beschreiben, aber ein wenig sollte man schon wissen, wo man steht, was sich darum herum befindet und vielleicht sogar, wie es riecht.

Man kann das durchaus anschaulich und auch witzig machen, Metaphern, Vergleiche und sonstige Wortmalereien bringen eine Landschaft zum Leben – machen das, was unsere Charaktere atmen sollen – Atmosphäre, Luft … und macht auch Lust auf mehr (hoffentlich)

Zur Veranschaulichung einige Beispiele:

Terry saß noch immer im Verhörraum, der ihn mit seiner kalten Nacktheit zu erdrücken drohte. Vor ihm, der Spiegel, der ihn so jämmerlich wiedergab, in ihm konnte er sein gesammeltes Scheitern erkennen. Das Licht stach ihm mit seiner penetranten Helligkeit in die Augen, blendete ihn und brachte ihn permanent zum Blinzeln. Es war schon zum Verrücktwerden leer in diesem Kubus, ja das Innere eines Würfels, ebenso kahl und nichtssagend. Nur der Tisch vor ihm bot etwas Abwechslung, war aber im selben Einheitsgrau gehalten wie die Wände und der Boden. Es war aber eher ein Grau, das an dumpfe Nachwehen eines Albtraums erinnerte, bleich und dem Tod ähnlicher als der Farbe. Etwas dunkler gestaltete sich die Tür, über der das Chrono das empfundene Nichtverstreichen der Zeit angab. Es lachte stumm vor sich hin, dann war wieder eine Minute um, die einer Ewigkeit in der Einöde gleichkam.

***************************************************

Der Wald bot eine Vielzahl an Sinneseindrücken. Wenn sie die Augen schloss konnte sie die Insekten hören, die um sie herum in der Luft schwirrten, an den knorrigen Rinden der Bäume entlang hoch und hinunter krabbelten oder auch im Boden wühlten. Da ein sanftes Rascheln in den Blättern, dort ein feiner Windhauch, der seinen Weg durch das dichte Dach zum Boden fand und ihre Wange streichelte. Sie musste nicht einmal ihre Machtsinne benutzen, um das mitzubekommen. Es roch nach Leben, Fruchtbarkeit und ganz fein auch nach Moder und Verwesung. Nicht weit entfernt musste der Kadaver liegen. Irgendein totes Tier, von einem anderen gerissen, angefessen und für die Aasfresser liegen gelassen. Die Frau unbestimmten Alters öffnete die Augen und sah sich um. Der Waldboden war weich, ein Teppich aus totem Laub und Nadeln, viel mehr Nadeln als Blätter. Da und dort fanden sich moosige Stellen, das sanfte Grün zeigte an, dass der Boden feucht genug war. Baum an Baum war zu sehen, irgendwo sang ein Vogel, ein weiterer mischte sich ein und bald war die Luft von einer Vielzahl an Vogelstimmen erfüllt. Ihre Schritte federten als sie weiterging und sich den Eindrücken hingab, dabei achtete sie auf hervorstehende Wurzeln, duckte sich unter tiefliegenden Ästen durch.


**************************************************

Es ist natürlich viel einfacher eine Situation zu schildern, wenn sich etwas tut, wo viel zu sehen, zu hören, zu riechen ist. Wie im zweiten Beispiel – ein Wald ist toll, jeder Ort, wo viele Leute sind, wo sich etwas tut – also Action en masse vorherrscht, selbst wenn nur um den Preis eines Stück Nerfsteaks gehandelt wird. Ach ja, haltet den Dieb! So etwas soll es auch geben – überall in der Galaxis treiben sich Gauner herum, unehrliche Gesellen, Bettler, Taugenichtse usw. die man in die Schilderung einfließen lassen kann, wie auch die dazugehörenden Polizisten, Droiden, Überwachungsvids … Außerdem ist es immer interessant und schön, wenn die Mitspieler wissen, wo man ungefähr steht und wer bzw. was um einen herum ist, wie es der eigene Char wahrnimmt.

Tja, da muss sich auch G.O.T.T, der große Imp. von Klugscheißistan immer wieder selbst an der Nase nehmen … weil es einfach manchmal nur öde ist, immer das gleiche zu beschreiben. Ein leerer Raum ist eben ein leerer Raum, der wird auch nach drei Posts nicht voller – außer er bekommt plötzlich rosa Elefanten und lila gepunktete Mäuse, die zusammen ein Ballett tanzen.

In diesem Sinne, viel Spaß beim Schildern …

euer … G.O.T.Terry, der große Imker von Klugscheißistan lolli

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Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Terry Dourshe am 04 Mar, 2014 18:44 44.

04 Mar, 2014 18:42 37 Terry Dourshe ist offline Beiträge von Terry Dourshe suchen Nehmen Sie Terry Dourshe in Ihre Freundesliste auf
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Leute, es gibt ja wirklich lustige Formulierungen ... und um eine davon einmal etwas näher zu beleuchten (und weil es mir gestern in einem Spiel aufgefallen ist), nehme ich mich dieses Themas jetzt an ...

Zum Veranschaulichen, worum es geht, hier die entsprechende Passage meines Spiels von gestern:

Für einen Moment sieht sich die junge Frau um, nickt dem einen oder anderen zu, der ihr bekannt vorkommt und schiebt sich dann durch die Anwesenden, um einen günstigeren Platz zu finden.

Der Anstoß meiner Heiterkeit ist das Rotmarkierte.

Durch Anwesende zu gehen dürfte etwas schwierig sein. Gemeint war, an den Anwesenden vorbei. Mir fällt das immer wieder auf. Viele Leute gehen auch durch irgendwelche Gegenstände, wenn sie daran vorbei gehen.

Mögliche Varianten ohne einen ungewollten Heiterkeitsausbruch wären:

- an ... vorbei
- schlängelt sich durch die Reihen
- drängelt sich an ... vorbei
- schiebt sich durch die Menschenmassen




Immer wieder auch gern gelesen, aber unverstanden von mir, die Verwechslung mit

seit und seid


Seit steht immer mit einer Zeitangabe in Verbindung.

Seit dem Mord an Ree Aak ist wieviel Zeit vergangen? Das weiß keiner so genau, weil niemand auf das Chrono geschaut hat.
Seit er die Rekrutin vor die Nase gesetzt bekommen hat, scheint sich Retwin nicht mehr sehr wohl zu fühlen.

Seid kommt vom Verb sein.

Seid ihr euch sicher, dass das der richtige Planet ist?
Ihr seid mir vielleicht Helden, so was nennt sich Stormtrooper, ich nenne das peinlich.

Und hier eine schöne Erklärung von kidsnet.at:

„seid“ kommt vom Verb „sein“ und tritt in 2 Formen auf:

1. „seid“ ist der Imperativ (die Befehlsform) von „sein“: Singular: sei mein Freund; Plural: seid meine Freunde

2. „seid“ ist die 2. Person Plural von „sein“: Singular: Du bist ein toller Fan! Plural: Ihr seid tolle Fans!

„seit“ mit dem Verschlusslaut „t“ ist eine Präposition. „seit“ steht immer in Verbindung mit einer Zeitangabe. Die wichtigsten Formen lauten: seit damals, seit fünf Minuten, seit gestern, seit heute, seit kurzem, seit langem, seitdem, seither.

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Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Terry Dourshe am 30 Aug, 2014 19:58 53.

30 Aug, 2014 17:08 12 Terry Dourshe ist offline Beiträge von Terry Dourshe suchen Nehmen Sie Terry Dourshe in Ihre Freundesliste auf
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Nachtrag zu den Kommata ...

Ein kleiner Strich kann so viel bewirken.

Man denke nur daran, wie sich ein falsch gesetztes Komma auf das Leben auswirken kann:

Komm! Wir essen gleich, Obi Wan!
Komm! Wir essen gleich Obi Wan!

Ich hoffe, das ist verständlich und macht deutlich, wie lebensrettend ein Komma sein kann.


lolli Terry

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03 Feb, 2015 11:14 39 Terry Dourshe ist offline Beiträge von Terry Dourshe suchen Nehmen Sie Terry Dourshe in Ihre Freundesliste auf
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Auf die Gefahr hin, zum orthografischen und germanistischen Langweiler zu mutieren ... habe ich wieder etwas für euch.

Neulich war ich an einer recht lebhaften Diskussion beteiligt, darin ging es um ein Wörtchen ...

eigentlich

Das arme und sehr oft missverstandene Wort ... ihm wurde von einigen Leute die Daseinsberechtigung abgesprochen, weil es angeblich so gar nichts aussagt. Allerdings stimmt das nicht.

Doch es hat mehr zu bieten, verdeutlicht Tatsachen, leitet etwas ein, das normalerweise so ist, aber im Moment eben nicht und es hilft auch - und besonders Politikern - undeutlich in der Aussage zu bleiben.

Beispiele für die vielfältige und richtige Verwendung des Wörtchens:

ei•gent•lich Partikel; betont und unbetont

1. verwendet, um auf einen Sachverhalt hinzuweisen, der dem Gesprächspartner meist nicht bekannt od. für ihn nicht erkennbar ist.

in Wirklichkeit: Eigentlich gehe ich nicht gern in die Offiziersmesse (aber heute mache ich eine Ausnahme); Eigentlich heißt er Major Muldoon, aber jeder nennt ihn den Einbeinigen.

2. verwendet, wenn man von etwas überzeugt ist und man einen Irrtum kaum für möglich hält:

Eigentlich müsste der Bericht jetzt fehlerfrei sein und durch die Zensur kommen.
Eigentlich müsste er jetzt zu Hause sein (normalerweise ist er um diese Zeit da)

3. genau genommen, streng genommen:

Eigentlich darf ich es dir noch nicht sagen, aber ich fliege morgen nach Coruscant, um im Senat zu sprechen.
Eigentlich müsste ich heute eine Rede vorbereiten (aber ich geh doch mit in die Oper)

4. verwendet, wenn eine Erwartung nicht erfüllt wird od. wurde:

Eigentlich müsste er schon längst hier sein (vielleicht ist etwas dazwischengekommen)
Eigentlich hätte sie auch anrufen können (= ich bin enttäuscht, dass sie nicht angerufen hat)

5. verwendet, um einen neuen Gedanken in ein Gespräch einzubringen:

Wie geht es eigentlich deinen Kindern?
Wie spät ist es eigentlich?

6. ursprünglich:

Eigentlich wollte ich schon um zehn Uhr gehen, und jetzt ist es Mitternacht.

7. verwendet, wenn man (nach einiger Überlegung) zu einem bestimmten Ergebnis kommt:

8. verwendet, um eine Aussage einzuschränken:

„Hat jemand was dagegen, wenn das Mädchen mitkommt?“ - „Eigentlich nicht (aber ich finde die Idee nicht besonders gut)“

eigentlich (ÈaigYntljç) adverb

1. in Wirklichkeit (obwohl es anders zu sein scheint) Eigentlich heißt er Friedrich, Fritz ist nur sein Spitzname.

2. genau genommen

Eigentlich darfst du das Schiff ja nicht fliegen, aber ich mach mal eine Ausnahme. Eigentlich sind die Behörden auf Coruscant recht zuvorkommend und arbeiten schnell, nur diesmal mahlen die Mühlen etwas langsamer.

3. bevor sich etwas anderes ergeben hat

Terry wollte eigentlich abhauen, aber die CSF kam dazwischen.

4. relativierend + Konjunktiv II drückt aus, dass man etwas vermutet, sich aber auch irren kann.

Eigentlich müsste der Trupp jetzt zurück sein.


eigentlich partikel

1. drückt aus, dass eine Frage aus freundlichem oder höflichem Interesse gestellt wird.

Wie geht es ihm eigentlich jetzt?
Wo wohnst du eigentlich?

2. drückt in Fragesätzen einen Vorwurf aus.

Was hast du dir eigentlich dabei gedacht?
Was machen Sie eigentlich hier?
Wie stellst du dir das eigentlich vor, wie das funktionieren soll?

3. leitet (oft nach einer Pause im Gespräch) ein neues Thema ein, das einem spontan eingefallen ist.

Sag mal, wie spät ist es eigentlich? --> nur um mal zu betonen, wie lange der Beitrag geworden ist ;-)


Und nun vertschüsst sich der eigentlich eingesperrte Terry wieder.


lolli Terry, der Deutschfetischist

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Freiheit wird echt überbewertet
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20 Jun, 2015 13:33 08 Terry Dourshe ist offline Beiträge von Terry Dourshe suchen Nehmen Sie Terry Dourshe in Ihre Freundesliste auf
 
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