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Kadajj Kadajj ist weiblich
SL out of Hell




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Dorumaa Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen


Dorumaa


Astrografie

Region: Expansion Region
Sektor: Thaere-Sektor
System: Cularin-System
Satellit von: Almas

Hyperraumrouten

Corellian Run

Terrain und Klima

85% Ozean
Inseln
Tropisches Klima

Besonderheiten

Dorumaa war einst einer der inneren Planeten des Cularin-Systems. Durch den Zusammenstoß mit dem Planeten Oblis wurde er aus seiner Umlaufbahn um die beiden Sonnen Termadus und Morasil geschleudert. Der nun eingefrorene Planet wurde von der Gravitation des Planeten Almas eingefangen und umkreist ihn seither. Im Jahre 48 BBY wurde Dorumaa von der Dorumaa Investment Group terrageformt und in ein Urlaubsresort verwandelt.

Zugehörigkeit

Neue Republik | Dorumaa Investment Group

Hauptstadt

Dorumaa City

Bevölkerung

Einheimische Spezies:

Fauna:

Nus-Wal
Leviathan
Gorskin

Eingewanderte Spezies:

Menschen
Gungans
Twi’lek
Reks


Bedeutung

Dorumaa ist eine terrageformte Wasserwelt mit einigen tropischen Inseln, die ausschließlich vom Tourismus und der Fischerei lebt. Der Tauchsport gehört zu den beliebtesten Attraktionen, da bei dem Terraforming der ehemaligen Eiswelt auch Meerestiere aufgetaut wurden, die den Tauchern gefährlich werden können. Die Inseln beherbergen Resorts mit familienfreundlichen Hotels und Sporteinrichtungen. Bekannte Inseln sind Greentree Pointe, Whitesand Island, Tropix Island und Action World.


Staatsform

Dorumaa gehört zu der Dorumaa Investment Group und wird wie alle Welten des Cularin-Systems von einem Senator vertreten.


Militär

Kurz vor den Klonkriegen wurde das Cularin-System von der Thaereischen Navy vor Piraten beschützt und hatte ihre Basis auf Dorumaa. Als sich um 21 BBY die Navy wegen ihrer Verbindung zu Konförderation Unabhängiger Staaten weigerte, die Basis zu räumen, wurde sie von der Cularin Miliz unter Führung von Jedi-Meister Ki-Adi Mundi in der Schlacht von Dorumaa besiegt und vertrieben.

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.marmoream relinquo, quam latericiam accepi.

15 Aug, 2014 19:40 39 Kadajj ist offline Beiträge von Kadajj suchen Nehmen Sie Kadajj in Ihre Freundesliste auf Füge Kadajj in deine Contact-Liste ein
Verreion Astur
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|| Cularin-System. Dorumaa. Little Whitesand Island IV. ||
Verreion


Nur wenige Geräusche störten die Ruhe auf einem kleinen Inselchen, das der Hauptinsel Whitesand Island vorgelagert war. Aber auch das leise Rauschen des Windes in den Palmen, die Brandung des planetenumspannenden Ozeans und das gelegentliche Schreie der Seevögel waren angenehm und trugen erheblich zur Entspannung des einzigen Gastes auf Little Whitesand bei. Verreion lag bäuchlings unter einem großen Sonnenschirm in der Mitte eines Holzfloßes, das in der Lagune verankert war. Eine Kanne mit einem gekühlten einheimischen Mischgetränk und ein großes Glas mit Strohhalm waren in einer Vertiefung neben ihm in einer Halterung befestigt, damit sie auf dem leicht schwankenden Floß nicht umfielen. Unter der verstellbaren Liege bestand das Floß aus Transparistahl und erlaubte den Blick auf den etwa fünf Meter entfernten Meeresboden.

Hin und wieder bewunderte Verres die Korallen und die Schwärme aus bunten, bizarr geformten Fischen, um dann von seinem Getränk zu nippen und weiter zu dösen. Er beglückwünschte sich zu seinem Entschluss, nach dem letzten nervlich doch etwas anstrengenden Auftrag, sich hier einen zweiwöchigen Urlaub zu gönnen. Die Entlohnung durch die Hintermänner von Zach Stirren hatte gereicht, um etwas beiseite legen zu können und auf Dorumaa dieses kleine Eiland ganz für sich zu mieten. Auf den größeren Inseln waren die Resorts zwar wesentlich luxuriöser, aber dafür gab es dort auch viel mehr Trubel, nämlich durch nervige Familien sowie Party- und Abenteuertouristen. Ganz zu schweigen von den dauergrinsenden Resortangestellten, die einem ständigen noch einen Drink oder die Teilnahme an bescheuerten Animationsprogrammen unterjubeln wollten.

Hier kam alle paar Tage ein älterer Rek, der den Kühlschrank auffüllte, sobald dessen Elektronik einen drohenden Leerstand registrierte und die Wäsche bei Bedarf wechselte. Für Unterwasserfahrten stand Verres ein Bongo zur Verfügung. Er hatte einen Haftungsausschluss unterzeichnet, falls er sich zuweit in die Tiefen des Ozeans vorwagte und einen unerfreulichen Zusammenstoß mit den nicht ganz ungefährlichen Meeresriesen provozierte. Aber bislang hatte er nur mit Flossen, Taucherbrille und Atemmaske bewaffnet in der Lagune herumgeschnorchelt – was ihm prompt einen mörderischen Sonnenbrand auf den Schultern beschert hatte. Also ließ er sich auf dem befestigten Floß in einen trägen Dämmerzustand schaukeln und schlürfte seinen Drink, während die Bactalotion ihre Wirkung tat. In ein paar Stunden würde der Sonnenbrand Vergangenheit sein und dann würde er sicher nicht mehr vergessen, wasserfeste Sonnencreme aufzutragen.

Es hätten auch kleine, niedliche Alienkinder in der Lagune ertrinken oder eine willige Inselschönheit sich ihm an den Hals werfen können, es wäre ihm so etwas von egal gewesen. Erholung und Ruhe gingen ihm über alles. Eine terrageformte Resortwelt wie Dorumaa war perfekt. Bei solchen eigens hergerichteten Urlaubsplaneten gab keine bösen Überraschungen – so manch gerissener Reiseveranstalter hatte Werftwelten als exotisches Urlaubsparadies verkauft, nur weil dort Meer und Inseln gab. Der urlaubsreife Pilot gönnte sich bei dem vom Sonnenstich induzierten Gedanken ein Grinsen, aber auch nur, weil ihn sonst niemand sehen konnte. Als Lorrdianer hatte er seine Mimik und Gestik völlig unter Kontrolle, was automatisch geschah, sobald er unter Leute kam. Zum Glück wusste das niemand und er konnte neben der Selbstkontrolle sein angeborenes Talent zum Lesen der Körpersprache anderer ausspielen.

Seine Fähigkeit war allerdings auf Shantipole Station auf eine harte Probe gestellt worden. Das fing bei seinem Fluggast Zach Stirren an, den er nur schwer deuten konnte, obwohl er ansonsten ein angenehmer Zeitgenosse war. Er hatte den Dunkelhäutigen nach Zeltros gebracht, nachdem der Auftrag auf Shantipole erledigt war. Die Durchführung war von chirurgischer Präzision – sie hatten sogar die Möglichkeit gehabt, auf der Station zu bleiben, während die Produktionsstätten im Inneren des Asteroiden von einer zerstörerischen Explosion heimgesucht wurden. Die Verpinen hatten sie förmlich gedrängt, die Station zu verlassen, so dass es nicht einmal den kleinsten Anschein einer Flucht gegeben hatte. Verres hätte die Insektoiden gerne länger studiert – trotz ihres Kollektivbewusstseins gab es dennoch individuelle Verhaltensmerkmale, die wahrscheinlich nur einem Lorrdianer wie ihm auffielen.

Und dann war da noch diese Frau – Sonaris nahezu perfekte Doppelgängerin, die ihm vor Augen gehalten hatte, wie sehr ihm das verfluchte Luder noch nachhing. So wie die Informationshändlerin gerissen, eingebildet und eiskalt war, war die andere verunsichert und wehleidig. Von einem Extrem ins andere. Ihr Aussehen hätte ihn beinahe gefoppt und einen noch größeren Narren aus ihm gemacht. Seufzend griff er nach seinem Drink, um den Gedanken daran wegzuspülen. In seinem Dämmerzustand schob sich das Gedankenbild der Rangerin, die mit ihrem Boot die vorgelagerten Kleininseln um Whitesand Island patrouillierte. Eine pistaziengrüne Twi’lek mit großen dunklen Augen. Sie trug dafür Sorge, dass sich Flora und Fauna der Eilande mit den Bedürfnissen der Gäste vertrugen. Bei ihrem kurzen Besuch in Verres’ kleinem Reich hatten sie ein paar freundliche Worte gewechselt, sie schien eine bodenständige Vertreterin ihrer Spezies zu sein, auch wenn sie nicht umhin kam, ihre Rangerbluse hochgeknotet unter sehr sportlichen Shorts zu tragen. Der Lorrdianer trank sein Glas aus und starrte durch den Transpariboden des Floßes auf den Lagunengrund. „Ihr könnt mich alle mal.“, zischte er leise und zeigte allen seinen Frauenbekanntschaften den mentalen Mittelfinger. Dann schob sich ein Kissen unter den Kopf. Allmählich ließ er sich vom Schaukeln des Floßes und dem Rauschen des Windes einlullen und schlief alsbald ein.


Verreion
|| Cularin-System. Dorumaa. Little Whitesand Island IV. ||

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16 Aug, 2014 17:24 08 Verreion Astur ist offline Email an Verreion Astur senden Beiträge von Verreion Astur suchen Nehmen Sie Verreion Astur in Ihre Freundesliste auf
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|| Cularin-System. Dorumaa. Little Whitesand Island IV. ||
Verreion


Wasserspritzer holten Verres aus einem verworrenen Traum, in dem sich sein Schiff, die ‘Tempest’, in ein Unterwassergefährt verwandelt hatte. Gee-One, sein Astromech, konnte Basic sprechen und durch die Transparifenster des Cockpits gehen, ohne die Fenster zu beschädigen oder das Wasser ins Innere des Schiffs drang. Der Lorrdianer blinzelte verwirrt, er befand sich noch halb in seiner Traumrealität, in der sich der Astromech wie ein nasser Mott schüttelte und er das ganze Wasser abbekam.
„Gee-One, hör auf mit dem Poodoo oder ich setze dich auf Raxus aus.“, wies er den impertinenten Missetäter zurecht und machte eine abwehrende Handbewegung. Er blinzelte, als Salzwasser in sein linkes Auge lief, was es nicht unbedingt besser machte. Ächzend wälzte er sich zur Seite und richtete halb benommen sich auf, während er blindlings nach einem Handtuch griff.

„Das ist aber nicht sehr nett, Mister Aster, ich möchte schon gerne hierbleiben“ , drang eine helle Frauenstimme leicht vorwurfsvoll, aber dennoch freundlich, an sein Ohr. Sie hatte einen leichten Akzent. Verres riss die Augen auf. Neben dem Floß hatte ein kleines, offenes Motorboot Halt gemacht, an dessen Steuer eine pistaziengrüne Twi’lek stand. Die Rangerin dieser Inselgruppe. Sie hatte ihn in einem Moment erwischt, in dem er sich gar nicht unter Kontrolle hatte. Sofort begab er sich in eine sitzende Position und tupfte sich mit unverbindlicher Miene das Wasser von der Stirn.

„Verzeihen Sie, Miss Jaasaina, ich muss eingeschlafen sein…“, entschuldigte er sich. Die Twi’lek lächelte entwaffnend, wie er zugeben musste, und sie dann stemmte ihre rechte Hand auf die Hüfte. „Nichts für ungut, ich wollte Sie auch nicht erschrecken. Aber Sie haben schon während meinen zwei Runden um die kleinen Whitesands geschlafen und eben immer noch. Ich dachte, ich schaue lieber nach, bevor die Sonne untergeht. “ Sie warf einen Blick auf die geleerte Kanne und lächelte wieder, diesmal verständnisvoll. „Der Dorumaa Breezer hat zwar nur wenig Alkohol, aber in Verbindung mit Sonne und einem schaukelnden Floß kann das Zeug ganz schön reinhauen. “
„Oh, ist das so?“, brummte Verres abweisend. Sie sollte erst gar nicht auf die Idee kommen, dass ihm ihr Lächeln gefiel. Und er selbst sowieso nicht, denn er konnte nichts Berechnendes finden. Auch die Bewegungen ihrer gesprenkelten lekku-Spitzen sahen unverfänglich aus. „Ich muss ganz schön lange geschlafen haben…“ Erst jetzt bemerkte er, dass die Luft sich bereits abgekühlt hatte und die Bäume am Strand längere Schatten warfen. Soweit er es beurteilen konnte, war der Sonnenbrand auf Rücken und Schultern abgeklungen. Nur noch ein kaum fühlbares Spannen der Haut erinnerte daran.

„Ich bringe Sie am besten an den Strand zurück – Sie sehen noch ganz schön benommen aus,“ bot sie ihm an und machte eine einladende Geste. Eigentlich hatte er gehofft, dass sein mürrischer Gesichtsausdruck eine andere Wirkung auf sie hatte, aber jetzt konnte er ihr Angebot auch nicht mehr ablehnen. Er hatte tatsächlich keine Lust mehr, zurück zu schwimmen. Also sammelte er Taucherbrille, Atemmaske und Schwimmflossen ein und stieg zu ihr in das Boot. Beinahe verlor er das Gleichgewicht, aber er fing sich schnell – schon aus dem Grund, nicht auf Jaasainas Unterstützung angewiesen zu sein müssen. Die Rangerin quittierte den Einstieg mit nachsichtiger Freundlichkeit, die ihn ärgerte. Ihre Mimik wirkte alles andere als aufgesetzt oder gespielt. Auch ihre Körpersprache war völlig ungezwungen – der Lorrdianer konnte keine aufgesetzt aufreizenden Posen, die viele ihrer Artgenossinnen zu zeigen pflegten, an ihr entdecken. Zu spät erwischte er sich dabei, wie er musterte. Ihr war anzusehen, dass sie viel Zeit im Freien verbrachte, die hellgrüne Haut sah rein und gesund aus, mit sattgrünen Stellen an den Wangen, die das Äquivalent einer rosigen menschlichen Haut darstellten. In weniger als fünf Minuten erreichten sie den Strand.

„Vielen Dank“, nuschelte Verres und trat über die Bordwand in das flache Wasser. Wieder lächelte sie und er hätte am liebsten weggeschaut. „Keine Ursache, Mister Aster “, erwiderte sie unbefangen. Für einen Moment schwieg sie. Jetzt wäre der richtige Augenblick, wegzugehen, aber etwas in ihrer Stimme verriet ihm, dass sie noch etwas sagen wollte. „Waren Sie eigentlich schon einmal nachts mit dem Bongo unterwegs? “ Er zuckte mit den Schultern. „Ich habe zwar den Haftungsausschluss unterschrieben, aber ich habe es bislang nicht genutzt. Mir reicht das Schnorcheln in der Lagune.“ „Wirklich? Nachts ist es im Meer am Schönsten. Wenn Sie heute Abend nichts vorhaben, nehme ich Sie in meinem Tauchboot mit. “ Natürlich hatte Verres nichts vor – das war auch der Sinn und Zweck seines Urlaubs hier. Er wollte seine Ruhe haben. Wortlos starrte er in das grüne, mit Sommersprossen übersäte Gesicht. Es sprühte vor Begeisterung über das nächtliche Vorhaben, es war ihr eine Herzensangelegenheit, ob er nun mitkam oder nicht.

„Ich habe nichts vor…“, erwiderte er bedächtig und realisierte erst bei ihrer erfreuten Miene, dass sie seine Antwort für eine Zusage hielt. „Wunderbar, ich bin gegen 21 Uhr hier“, sagte sie strahlend, warf den Motor ihres Boots wieder an und fuhr davon. Verärgert über sich selbst stapfte der Pilot an den Strand. Er nahm sich vor, das Ganze einfach zu vergessen, doch dann stand er fünf Minuten vor der verabredeten Zeit wieder am Strand.

Verreion
|| Cularin-System. Dorumaa. Little Whitesand Island IV. ||

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16 Sep, 2014 21:30 05 Verreion Astur ist offline Email an Verreion Astur senden Beiträge von Verreion Astur suchen Nehmen Sie Verreion Astur in Ihre Freundesliste auf
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|| Cularin-System. Dorumaa. Little Whitesand Island IV. ||
Verreion


Jaasaina kam etwa zehn Minuten später mit einem Bongo aus der Lagune aufgetaucht. Das Gefährt war wesentlich größer als die Tauchboote, die den Resortgästen zur Verfügung gestellt wurden. Das Cockpit war mit zusätzlichen Konsolen ausgestattet und bot mindestens fünf weiteren Passagieren Platz. Ebenso schien es, als ob es einen erweiterten Frachtraum hätte. „Kommen Sie, Mr. Aster oder wollen Sie am Strand Wurzeln schlagen?“ , strahlte die Twi’lek ihn an, welche anstatt ihrer Rangerkleidung einen bequemen Overall trug, die lekku waren im Nacken mit Stoffbändern zusammengebunden.

Mit einem weiten Schritt - ohne ins Wasser zu treten - gelangte Verres auf den Einstieg des Unterwasserboots und ließ sich auf dem Sitz des Co-Piloten nieder. Eine für ihn völlig ungewohnte Position. Mit schnellen, unauffälligen Blicken musterte er die Steuerkonsolen und Sensoriken, die sich nahtlos in das organische Erscheinungsbild des ganzen Gefährts einfügten und dennoch keine Wünsche eines anspruchsvollen Piloten offenließen. „Das ist aber keine gewöhnliche Ausstattung für ein normales Tauchgefährt“ ,, stellte er fest, während sich die Energieblasen schlossen, die das Innere des Bootes vom Wasser abschirmten.

„Nein gewiss nicht, das haben Sie gut erkannt“ , erwiderte sie wohlgemut und steuerte das Bongo einige Meter vom Strand weg, bevor es abtauchte und die Cockpit-Beleuchtung auf ein Minimum herunterfuhr, die nur noch von den Holodisplays der Steuerkonsole und einiger Messgeräte ergänzt wurden. Nur die Außenscheinwerfer schlugen eine hell erleuchtete Schneise in die grün-blauen Tiefen der Unterwasserwelt Dorumaas und zeigten eine schier unerschöpfliche Vielfalt an Meeresbewohnern und Korallenformationen in unglaublicher Farb- und Formenmenge.

„Es ist ein Forschungsbongo der Universität von Naboo, ich arbeite hier zwar an einigen Tagen als Ranger, aber das gehört auch zu meiner Dissertationsarbeit in Meeresbiologie mit dem Schwerpunkt auf marine Ökosysteme auf terrageformten Welten. Die Dorumaa Investmentgroup hat natürlich ein starkes Interesse daran auch als Unternehmen wahrgenommen zu werden, das seinen Beitrag zum Naturschutz leistet“ , lachte sie so ansteckend, dass sich Verres ein Lächeln erlaubte. „Das klingt großartig“ , erwiderte er und meinte es auch so.

Während der Fahrt machte sich die pistaziengrüne Twi’lek Notizen auf einem an Konsole fixierte Datapad, und las Messungen an den Displays zu ihrer Rechten ab. „Können Sie denn nicht einfach einen Droiden diese Messungen machen lassen?“ , erkundigte sich der Lorrdianer, der alles aufmerksam verfolgte. Die grünhäutige Meeresbiologin hielt und lächelte dann wieder. „Damit mir das alles entgeht?“ , fragte sie zurück und deutete auf die Szenerie jenseits des Cockpits, wo sich in unnachahmlicher Eleganz zwei seeschlangenähnliche, gefiederte Wesen umtanzten, während ein Schwarm grellgelb und neonblau geschuppter Fische vorbeizog. „Ich verstehe“, sagte Verres und schwieg eine Weile. Er musste zugeben, dass er diese Einstellung mochte. Solche Erfahrungen konnte man nicht machen, wenn man Tag und Nacht in einem Büro oder Labor saß. Vielleicht nicht einmal im All, das im Vergleich zu diesem prachtvollen nächtlichen Schauspiel öde wirkte.

Jedoch war er Pilot, weil er es liebte zu fliegen und sich den Herausforderungen seiner Aufträge zu stellen. Jaasaina liebte anscheinend das Meer in allen seinen Erscheinungsformen, es zu verstehen und es vielleicht auch zu beschützen. „Warum haben Sie mich auf diese Fahrt eingeladen? Ich bin nur ein Tourist und habe keine Ahnung, von dem, was Sie tun. Auch wenn ich Ihnen für die Einladung wirklich sehr dankbar bin...“ , fragte er und hoffte, dass sie ihn nicht missverstand.

Die Twi’lek sah von ihrem Pad auf und schaute ihn an, diesmal aus ernsten dunklen Augen. „Sie wirkten auf mich wie jemand, der so etwas sehen sollte. Ich weiß nicht, was Sie sonst tun, und Sie müssen es mir auch nicht sagen. Aber ich dachte, dass Ihnen selbst Ihre kleine Insel und zu viel Dorumaa Breezer nicht ausreicht, um auf andere Gedanken zu kommen. Manchmal hilft auch schon nur ein anderer Blickwinkel, wenn Sie verstehen, was ich meine…“ Verres nickte. Es war tatsächlich ein anderer Blickwinkel. Sein Leben fand hauptsächlich im Cockpit seines Frachters statt und er hatte es zumeist mit halbseidenem und zwielichtigen Gesindel zu tun, allen voran Sonari. Ein normales Leben kannte er nicht mehr, er kannte nur noch Schein, Misstrauen, Heimlichkeiten und illegale Geschäfte. Das wirklich Schlimme daran war, dass er als Lorrdianer dahinter sehen und sich nicht einfach der Illusion hingeben konnte. Es war völlig ungewohnt, dass diese Frau, auch noch eine Twi’lek, sich so unprätentiös gab und er merkte die Anspannung des Wartens auf irgendeine böse Überraschung.

„Ich freue mich jedenfalls sehr, dass Sie mitgekommen sind“ , sagte sie. „Erschrecken Sie nicht, wenn gleich das Licht ausgeht – dann kommt das Beste!“ Mit einigen gelassen wirkenden Bewegungen lenkte sie das Bongo weiter abwärts, wenigstens noch zweihundert Meter tiefer. Erst erstarb das gleichmäßige Surren der Triebwerke, dann schaltete sie die Außenscheinwerfer sowie einen Großteil der Displays aus. Für einige Minuten trieb das Tauchboot in völliger blauer Dunkelheit und obwohl sie angekündigt hatte, dass sie das Licht abschalten würde, fühlte Verres sich extrem unbehaglich. Insbesonders, als vor ihnen ein zarter weißblauer Schimmer erschien. „Jetzt kommen sie“, flüsterte sie ergriffen und legte ihre Hand auf die seine. Es war eine so unschuldige, aus wahrhaftiger innerer Begeisterung motivierte Geste, dass er es sich nicht über sich bringen konnte, sie abzustreifen…

Um sie herum stiegen tausende von kleinen Monden auf, so kam es dem Lorrdianer im ersten Augenblick vor, doch es waren etwa kopfgroße, schirmartige Gebilde, die bis auf ihren zarten bläulich weißen, manchmal auch schwach rosa und lila Schimmer nahezu durchsichtig waren. Sie bewegten sich fort, in dem sie ihre leuchtenden Körper sanft zusammenzogen und wieder entspannten. „Es sind Mondquallen“ , flüsterte Jaasaina andächtig, als ob das Geräusch ihrer Stimme die zarten Tiere vertreiben könnte. Verres schwieg fasziniert. Der Schwarm hatte das frei treibende Bongo völlig umhüllt, allerdings sorgte wohl ein schwacher Energieschild dafür, dass sich keines von in oder an dem Gefährt verfing. „Was ist das für ein kreuzartiges leuchtendes Muster auf ihrem Körper?“ , erkundigte sich der Pilot ebenfalls im Flüsterton. „Das sind ihre Geschlechtsdrüsen“ , sagte die Biologin. Leichtes Amüsement schwang in ihrer Stimme mit. „Es ist Paarungszeit und später entlassen die Weibchen die befruchteten Eier ins offene Wasser, und wenn sie auf dem Meeresgrund auftreffen, entstehen Polypen, aus denen sich die Jungquallen abspalten…“ , „Das klingt umständlich…“
„Vielleicht..aber es ist interessant, wie das Leben immer wieder seinen Weg findet.“
Bis der schwerelose Zug der Mondquallen an ihnen vorbei getrieben war, sprachen sie kein Wort mehr.

Als er weit nach Mitternacht in sein Strandhaus zurückgekehrt war, betrachtete er noch eine Weile den Datenkristall, den sie ihm mitgegeben hatte, bevor er sich schlafen legte. Morgen würde sie im Labor sein und seine Zeit auf Little Whitesand IV endete übermorgen. Er hatte es ihr gesagt, kurz bevor sie das Bongo in die Lagune steuerte, daraufhin gab sie ihm den Kristall. Da es außer dem Kühlschrank und einer Com-Anlage keine weiteren technischen Geräte auf dem kleinen Eiland gab, würde er den Datenspeicher erst an Bord der ‚Tempest‘ abspielen können. Zur Sicherheit, damit er ihn nicht vergaß, packte er den Kristall bereits jetzt schon in seine Reisetasche.


Verreion
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30 Jul, 2015 20:23 37 Verreion Astur ist offline Email an Verreion Astur senden Beiträge von Verreion Astur suchen Nehmen Sie Verreion Astur in Ihre Freundesliste auf
Sherrinima Silkfeather
Kriegerin




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Sherrinima Silkfeather



Sherrinimas Blick wanderte über die azur'ne Oberfläche Dorumaa's, wo ein gigantischer Ozean den Planeten in bläulich-türkis schimmernde Stoffe hüllte, mal feste, aquamarine Seide und dann feineres Gewebe, das den Grund mit fein-glitzernden Partikeln bestäubte.
Die junge Frau war keine passionierte Reisende, und so wundersam der Planet bereits aus dieser Distanz anmutete und so sehr er Yanibar auch als wenig habitat beschämte, fühlte sie doch ein Ziehen in der Brust, ein Echo ihres Heimwehs.. Ein Seufzen erklomm ihren Rachen und wurde schließlich entlassen, ehe sie sich anschickte den Landevorgang einzuleiten.
Was für geübtere oder schlichtweg fähigere Piloten ein beinahe automatisierter Prozess war, kostete die Silkfeather stets einiges an Konzentration und oft auch Nerven.
Leise flüsterte sie die Abfolge an Schritten, die sie bei der Landung zu beachten hatte damit ihr auch ja nichts entfiel. Bis vor kurzem hatte sie ihre Heimat nur selten verlassen und nun forderte die sture Loyalität zu Yanibar ihren Tribut. Sie hatte gehört dass es eine generelle Gepflogenheit zu sein schien ein Raumschiff auf einen Namen zu taufen, was ihr recht seltsam vorkam. Sie entsprang einem Volk das nur sehr wenig von seinem angestammten Fleck zu locken vermochte, und solange sie sich erinnern konnte hatte man ein Schiff immer nur bei seiner Bezeichnung, niemals bei einem Namen genannt. Der JumpMaster trat in die Atmoshpäre ein, und Sherry steuerte das übersichtliche Dock der Hauptinsel des Resorts an. Der Gedanke an das Motiv ihrer Reise drängte sich ihr mit plötzlicher Intensität auf und Schwermut legte sich auf ihren Geist ehe es mit klammer Faust ihr Herz umgriff. Die junge Frau presste die Lippen aufeinander – sie hatte keine Zeit für Zweifel!
Die letzten Meter waren meist die schwersten – in diesem Fall versucht Sherrinima die Lücke zwischen zwei Schiffen als Landeplatz zu nutzen.
Sie manövrierte halbwegs geschickt hinein, doch beim endgültigen Rangieren untermalte das wütende Fauchen von Metall ihr Scheitern. Von Phantomschmerz ergriffen sog die junge Frau scharf Luft ein, ehe sie ihren Lockenschopf Stirn voraus auf die Konsole sinken ließ.
„Von wegen Kriegerin...“ flüsterte sie frustiert, als ihr die Befürchtung kam dass das bedrohlichste an ihr nicht ihre Klinge sondern ihre Flugkünste sein mochten.
Sie erhob sich und eilte die Schifframpe hinab um den Schaden zu begutachten. Es waren nur einige Kratzer, wenn auch tiefer Natur, die sich in die Kuhle einer Delle schmiegten. Sie wusste nicht zu sagen was für ein Schiff sie gerade geschrammt hatte – weder Hersteller noch Model hätte sie benennen können, was aber wenig verwunderlich war, konnte sie doch kaum Sternenzerstörer von Handelstransportern unterschieden – zumindest laut ihrem vorlauten Zwilling. Das einzige was sie sagen konnte war, dass es die Maße ihres JumpMaster in den Schatten stellte, ein großes Ungetüm wo sich die Farben von kühlem Stahl und Burgunder abwechselten. „Hm...“
Eine Mischung aus Seufzen und Stöhnen drang schließlich über ihre Lippen, ehe sie sich daran machte einen Angestellten der Insel aufzusuchen, damit man den Besitzer des beschädigten Vehikels benachrichtigten konnte.
Der rötliche Twilek tat sein Bestes ihr zu versichern, dass derlei Unfälle durchaus öfter vorkamen, sie wusste nicht zu sagen ob er der Höflichkeit halber log. Er verließ ihre Seite um die Nachricht des Schadens zu überbringen.
Sherry seufzte und kehrte zurück vor die beiden Schiffe. Ordnend glitten ihre Finger über ihre Tunika, sortierten den Stoff um ihre Schultern und schließlich schlang sie einen Arm um ihre Taille während der andere angewinkelt wurde und ihre Fingerknöchel an ihre Lippen fanden. Nun blieb nur die Hoffnung dass ihr baldiges Gegenüber weder Hang zum Jähzorn noch zu übertriebener Liebe zu einem Stück Stahl pflegte. Sie würde sehen....


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Sherrinima Silkfeather

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Legende: Galaktisches Basic | Gedanken

Steckbrief

Dieser Beitrag wurde schon 3 mal editiert, zum letzten mal von Sherrinima Silkfeather am 31 Jul, 2015 22:39 41.

31 Jul, 2015 12:22 56 Sherrinima Silkfeather ist offline Email an Sherrinima Silkfeather senden Beiträge von Sherrinima Silkfeather suchen Nehmen Sie Sherrinima Silkfeather in Ihre Freundesliste auf
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Verreion


Ein reiner Erholungsurlaub wie dieser waren für einen freischaffenden Piloten wie Verres ein Luxus, den er sich nur erlauben konnte, wenn er Zeit und Credits hatte. Ein Aufeinandertreffen beider Umstände war allerdings rar gesät, denn hatte er Zeit, gab es keine Aufträge, mit denen er die Credits für einen solchen Urlaub verdienen konnte. Hatte er Credits, so jagte ein Auftrag den nächsten. Die Entlohnung für den Transport des Attentäters war jedoch so großzügig bemessen, dass er sich ruhigen Gewissens diese Auszeit gönnen konnte, ohne sich zu sorgen, dass ihm irgendwelche lukrativen Aufträge durch die Lappen gingen. Er hatte Sonari eingeschärft, dass er in diesen zwei Wochen keinesfalls von ihr behelligt werden wollte. Zwar wusste sie, wo er war, aber ohne direkte Comm-Verbindung hätte sie sich schon selbst hierher bewegen müssen. Und für so etwas war sich das verwöhnte rothaarige Biest doch zu schade.

Nun wartete er an diesem strahlend-schönen Morgen am Strand seiner kleinen Insel auf den Shuttle-Gleiter, der ihn zur Hauptinsel des Resorts bringen sollte. Sein Urlaub war in erholsamer, gleichförmiger Ruhe verlaufen, bis auf die Tauchfahrt mit der Meeresbiologin Jaasaina, die hier auch als Rangerin arbeitete. Er hatte sie nicht mehr wieder gesehen, was er glaubte nicht bedauern zu müssen, doch erwischte er sich dabei, wie er nach dem Boot Ausschau hielt, mit dem sie ihre täglichen Runden um die Whitesand-Inseln drehte. Sie würde allerdings nicht kommen, denn sie war noch im Labor mit ihren Forschungsarbeiten beschäftigt.
Daher verspürte er eine gewisse Ungeduld, in sein Schiff zu gelangen, und sich anzusehen, was sich auf den Datenkristall befand, den sie ihm nach der Tauchfahrt mitgegeben hatte. Er freute sich jedoch auch, zur ‚Tempest‘ zurückzukehren, seinem YT 1930 Frachter, der in der Zwischenzeit generalüberholt worden war, und sogar auf seinen immer leicht impertinenten Astromech-Droiden Gee-One, welcher hoffentlich alle kleineren Innenreparaturen erledigt hatte. Der Flug zur Hauptinsel, welcher auch einen Landeplatz beherbergte, dauerte nur knapp zwanzig Minuten und der Pilot schritt wohlgemut zu dem Schalter, an dem er auschecken wollte.

„Mister Vernon Aster“, las die gutgelaunte Pantoranerin vom Display ihrer Konsole ab, als er die Codekarte abgab, „Eigner der ‚Starwing‘, sehr wohl, ich hoffe, Sie hatten einen wundervollen Aufenthalt“ Ihre professionelle Gutelaune-Miene gefror nur für einen Augenblick auf ihrem azurblauen Gesicht, aber lange genug für ihn, um zu erkennen, dass etwas nicht stimmte.
„Ähm, Mister Aster, Sir“
, setzte sie an, äußerst bemüht ihren Gesichtsausdruck einer unerfreulichen Situation anzupassen, aber dennoch weiterhin gut gelaunt zu wirken. „Uns wurde vom Bodenpersonal mitgeteilt, dass Ihr Schiff bei einem Auffahrunfall zu Schaden gekommen sei…“ „Zu Schaden?“ , echote der Lorrdianer ungläubig und hatte das Gefühl, als sei plötzlich die Gravitation abgestellt worden. „Was ist passiert? Und wann?”, fragte er mit aller lorrdianischer Selbstbeherrschung, die er aufbringen konnte. „Es ist vielleicht gerade zehn Minuten her, als ein landendes Raumschiff ihres gestreift hat. Die Eignerin ist selbstverständlich noch vor Ort. Natürlich stellen wir Ihnen einen Gutachter zur Verfügung. Möchten Sie auch Ihre Versicherung benachrichtigen und vielleicht Ihren Aufenthalt verlängern?“

„Später“ , knurrte Verres kurz angebunden und warf sich seine Reisetasche über die Schultern, „Ich gehe mir das alles selbst anschauen“
„Selbstverständlich, Mister Aster“ , flötete die Pantoranerin und winkte hektisch eine Servicekraft herbei, die dem innerlich schäumenden, aber äußerlich noch recht beherrschten Gast bis zum Ort des Geschehens die Tasche tragen sollte.

Frauen im Cockpit, dachte Verres abfällig und verdrängte völlig die Tatsache, wie sicher die grünhäutige Twi’lek das Tauchboot durch die Tiefen des Mega-Ozeans von Dorumaa gesteuert hatte. Warum die Bruchpilotin ihr Gefährt ausgerechnet zwischen die Baudo Class Star Yacht und seinen Frachter hatte quetschen wollen, war ihm ein Rätsel. Schließlich war für den Jumpmaster 5000 genügend Platz vorhanden und man hätte sich auch per Leitstrahl auf eine sichere Stelle lotsen lassen können. Wahrscheinlich eine von denen, die meinten, dass sie alles selbst könnten, anstatt sich einfach ihre Fehler einzugestehen und ihrer Umwelt somit weniger schadeten.

Von vorne sah alles noch harmlos aus, wenn man davon absah, dass das Scoutschiff viel dicht an der Tempest stand. Und von der langhaarigen Gestalt, die wie ein Häufchen Elend davor stand. Das hatte sie auch verdient, und die grimmigen Gedanken des Piloten wurden nicht freundlicher als er näher kam und das Mädchen, eigentlich eine junge Frau Anfang Zwanzig, genauer musterte. Sie sah mit ihrem Brustpanzer und den Armschienen aus, als ob sie entweder eins dieser Gören wäre, die ihre romantischen Vorstellungen vom Kopfgeldjägertum auslebten (freilich auf sicherem Terrain, im Outer Rim könnte es schließlich gefährlich werden) oder wie aus einem zweitklassigen Fantasy-Holofilm entsprungen, jedenfalls sah das Ding, was ihre Waffe darstellen sollte, stark danach aus. Wahrscheinlich eine Mischung aus beidem. Verres konnte es nicht fassen, das man so etwas frei herumlaufen und anderer Leute Besitz beschädigen ließ. Die Yacht auf der anderen Seite hatte sie natürlich großzügig verfehlt – wer sich solches Schiff leistete, verfügte auch über das notwendige Vermögen, etwaige Schäden aus der Portokasse zahlen zu können. Es sprach allerdings - vorerst - für sie, dass ihr das Schuldbewusstsein ins Gesicht geschrieben stand – dennoch musste sich erst noch herausstellen, ob es echt war oder sie die ‚Bitte, bitte lass mich davonkommen, weil ich sonst gleich weinen muss’-Nummer abzog.
Verres’ Gesicht blieb gewohnheitsmäßig verschlossen, als er mit festem, schnellen Schritt auf sie zuging, den Sonari einmal Angepisster Imperialer Offizier-Schritt genannt hatte. Nun, sollte die Fantasy-Heldin es ruhig merken.

„Wir sehen uns jetzt gemeinsam die Schäden an, die Sie verursacht haben, Miss“ , sagte er ruhig, aber sehr bestimmt, ohne sich mit einem Wort der Begrüßung aufzuhalten. „Sie haben hoffentlich eine gute Versicherung oder genug Credits, damit wir das Ganze auf eine zivilisierte Weise regeln können. Falls nicht, haben wir Probleme, und Sie den größten Teil davon“ Jegliche Widerworte wollte er so im Keim ersticken, und das Mädchen sollte wissen, woran es war. „Wir müssen auch prüfen, ob im Inneren Schäden entstanden sind. Haben Sie jemanden, der Sie begleiten soll?“

Die Fantasy-Heldin sollte erst gar nicht auf den Gedanken kommen, ihm unlautere Absichten vorzuwerfen, sobald sie das Schiffsinnere betraten. Findige Weibsbilder konnten einem Mann alles Mögliche anhängen, sobald es keine Zeugen gab.


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04 Aug, 2015 20:36 53 Verreion Astur ist offline Email an Verreion Astur senden Beiträge von Verreion Astur suchen Nehmen Sie Verreion Astur in Ihre Freundesliste auf
Sherrinima Silkfeather
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Das Geräusch gleichmäßiger, eiliger Schritte forderte ihre Aufmerksamkeit. Der aufrechte Gang, der unweigerlich an einen Marsch erinnerte, gehörte zu einem mittelgroß gewachsenen Herrn, dessen Lebensspanne Sherrinima irgendwo zwischen dem fünfunddreißigsten und fünfundvierzigsten Jahr ansetzen würde. Er hatte dominante Züge mit markanten Kiefern, einer geraden schlanken Nase und kurz gehaltenem, dunklem Haar. Aus der Ferne blieb ihr die Farbe seiner Augen verwehrt, nicht aber die bedenkliche Kühle, die in ihnen flackerte wie eine Kerzenflamme am Docht wenn der Wind sie triezte. Er war von kräftiger Statur, und Sherry schloss beachtliche physische Wendigkeit wie Kraft nicht aus.
Seine Blick löste sich von ihrem und ihr blieb nicht verborgen wie seine Iriden sanken und seine Lider mit hinab zogen. Die meisten Kulturen vermochten die fein gearbeiteten Rüstungen ihrer Familie kaum von Schmuck zu unterscheiden. Aus gülden schimmerndem Metall gearbeitet und mit diversen Ornamenten verziert mochte es ebenso traditionelle Zierde sein, gleiches galt für die Waffe an ihrer Hüfte, im Augenblick doch kaum mehr als ein übergroßer Ring der das Sonnenlicht myriadenfach brach. Ein leiser Verdacht kam ihr und kurz nur streifte ihr Blau seine Arme, die definiert und sehnig waren. Hinter solchen Armen stand kein Geschwätz, hinter solchen Armen standen Taten.
Sherrinima ließ ihre Hand sinken, wohingegen ihre Braue ob des fehlenden Grußes sich in ihre Stirn wölbte. „Ihnen auch einen guten Tag“ erwiderte sie kühl. Hatte sie nicht gehofft auf jemanden zu treffen der sein Schiff nicht mehr schätzte als einem Fremden wohlgesonnen zu sein? Seine Stimme war dunkel und auf gewisse Weise einprägend, und auf Andere vielleicht sogar einschüchternd. Der junge Blondschopf aber ärgerte sich eher über eine derartige Behandlung. Seine Worte ließen die Silkfeather dezent den Kopf schief legen, ehe sich ihre Lippen sich anschickten ein Lächeln zu zeigen das ihre Augen nicht erreichte. Die Intention für ihr Mimikspiel ,das so wenig zur Situation zu passen schien, blieb unklar. „Wenn Sie das auf zivilisierte Weise regeln möchten sollten Sie das Gespräch nicht mit einer Drohung beginnen, denn ich nehme doch an es ist ihre Absicht mir gerade zu drohen?“ Seine letzte Frage strafte sie mit Ignoranz, da er ohnehin nicht einmal den einfachsten Gepflogenheiten der Höflichkeit nachkam, und es galt ohnehin erst den von ihr angeführten Punkt zu klären.

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10 Aug, 2015 21:09 56 Sherrinima Silkfeather ist offline Email an Sherrinima Silkfeather senden Beiträge von Sherrinima Silkfeather suchen Nehmen Sie Sherrinima Silkfeather in Ihre Freundesliste auf
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Die Fantasy-Heldin hatte ja Nerven. Fremder Leute Schiff anschrammen und dann auch noch aufmüpfig werden. Für den Piloten, dessen großartige Urlaubslaune vor nicht einmal zehn Minuten schlagartig wie von einem imperialen Orbitalbombardement zunichte gemacht worden war, stand fest, dass er es mit einem verzogenen Gör zu tun hatte. Das konnte allerdings bedeuten, dass deren Familie für den Schaden aufkam. Der Gedanke besserte seine Stimmung in Anbetracht der Umstände, fand es aber dennoch ziemlich anmaßend zu behaupten, er würde sie bedrohen. Das war wieder einmal typisch Frau und er wollte nur zu seinem Recht kommen. Nicht mehr und nicht weniger. „Ich bedrohe Sie nicht, Miss, sondern stelle lediglich fest, was Ihnen bevorsteht, wenn Sie für den Schaden nicht die Verantwortung tragen wollen“,, erwiderte er mit noch immer ruhiger Stimme, ließ sie aber nicht aus den Augen. „Insofern helfe ich Ihnen sogar.“ , Vielleicht war sie noch lernfähig, auch wenn er nach seinen Erfahrungen nicht besonders viel Hoffnung hatte. Der Schaden für das ruinierte Ende seines Urlaubs war indes nicht mehr zu ersetzen. Oder kaum, denn ein ähnlicher Urlaub, mit Übernahme aller Verdienstausfälle, würde ihn eventuell friedlicher stimmen.

Verres langte nach einem Codegeber in seiner Jackentasche, und nur wenige Augenblicke später öffnete sich der Zugang zum Schiff und eine Rampe fuhr auf den Boden, über die ein blitzblanker, in Grün und Gold lackierter Astromechdroide der R2-Reihe pfeifend und piepsend heraus gefahren kam. Gee-One richtete seinen optischen Sensor erst auf seinen Herrn und dann auf die junge Frau, und schnatterte und trillerte aufgeregt. „Dieser jungen Dame, mein lieber Gee-One, haben wir die Beulen in unserem schönen Schiff zu verdanken“, stellte er seinem Co-Piloten die Fantasy-Heldin vor. „Hast du irgendwelche Schäden im Schiffsinneren festgestellt?“, Die Antwort bestand aus einem verneinenden Triller, allerdings hegte der Lorrdianer ob des etwas ausweichenden Untertons den Verdacht, dass Gee-One nicht einmal nach geschaut hatte. Nun, dann mussten sie es so oder so noch nachholen, und er durfte bei der nächsten Wartung nicht vergessen, dem impertinenten Blechhaufen eine Gedächtnislöschung zu verpassen.

„Wir schauen uns jetzt die Hüllenschäden an. Mein Droide wird alles aufnehmen, um die Daten Ihrer Versicherung vorzulegen. Und wo wir gerade bei den Daten sind. Wie lautet Ihr Name, Miss, und wo ist Ihr Schiff gemeldet?Mein Name ist Vernon Aster, Eigner und Pilot der 'Starwing'. “ ,

Dieser Name war einer der Aliase, unter denen sein Ein-Mann-Unternehmen offiziell gemeldet war, und die er auch gerne für solche Auszeiten nutzte, wenn er dazu einmal die Gelegenheit bekam. Weit von seiner wahren Identität, die er nicht einmal Sonari preisgegeben hatte, war er jedoch nicht entfernt, denn er war selbständiger Frachterpilot für Eil-Lieferungen aller Arten mit Geschäftssitz auf Ando, Brentaal oder Bimmiel oder wie es gerade am besten passte und einer ordentlichen Registrierung im Bureau of Ships and Services.

Und nein, es freute ihn ganz und gar nicht, sie kennenzulernen, auch wenn sie unter anderen Umständen und in normaler Kleidung vielleicht ganz angenehm anzusehen gewesen wäre. Das alles behielt er aber wohlweislich für sich. Frauen bildeten sich viel zu viel auf solche Dinge ein und sie sollte erst gar nicht auf dumme Gedanken kommen, von denen vermutlich sowieso schon zuviel hatte.


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26 Aug, 2015 18:54 00 Verreion Astur ist offline Email an Verreion Astur senden Beiträge von Verreion Astur suchen Nehmen Sie Verreion Astur in Ihre Freundesliste auf
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"Allein die Feststellung der Tatsache, dass ich ein Problem habe wenn wir dies nicht auf zivilisierte Art lösen können ist eine Bedrohung. Vielleicht überlassen Sie lieber ihrem Droiden eine neutrale Konversation, Sie selbst scheinen darin nicht allzu geübt"
folgte sogleich die Antwort auf seine Worte.
Ein wenig kamen in der jungen Frau Zweifel an dem Intellekt des Herren, der unfähig schien seine Worte und deren Intentionen richtig zu sortieren. Die Situation war gewiss frustrierend, dennoch missfiel Sherry der herabwürdigende Ton ihres Gegenüber. Es brauchte zwar mehr um ihre Ohren tatsächlich zu beleidigen, genießen konnte sie diese Begegnung aber keineswegs.

Es war offensichtlich, dass auch sie sich nicht um Wärme oder Freundlichkeit durchringen konnte, wo der Dunkelschopf ihr ebenso keines von beidem angedeihen ließ. Eine kühle Höflichkeit blieb aber zumindest von ihrer Seite aus gewahrt.
Schließlich nannte er ihr seinen Namen. Vernon Astor.
Sherry rang sich das Heben des linken Mundwinkels ab um ihre kalte Maske zumindest ein wenig zu durchbrechen.
"Sherrinima Silkfeather." sie gab ihren Namen meist ungern preis. Nicht weil sie wirklich etwas zu verheimlichen hatte, vielleicht war es eher die Loyalität zu Ihrem Volk das ihr sämtliche Fremdlinge unleidlich machte. Ihre Arme waren noch immer dezent verschränkt, doch ihre verhärtete, abwehrende Haltung löste sich langsam. "Mein Schiff ist auf Yanibar gemeldet." Ihre Heimat zu nennen hinterließ stets einen bitteren Geschmack auf ihrer Zunge. Dennoch bezweifelte sie stark, dass ihm der Name überhaupt etwas sagen mochte. Sherry war daran gelegen, dass es so blieb. "Ich habe keine Versicherung Mister Astor. Da ich weder Ihre noch meine Zeit unnötig verschwenden möchte schlage ich vor wir eilen uns den Schaden zu beziffern. Ich bin guter Dinge ihn begleichen zu können." Tatsächlich hatte sie Ersoparnisse. Nur dass diese eigentlich für etwas anderes geplant gewesen waren...

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06 Feb, 2016 21:32 22 Sherrinima Silkfeather ist offline Email an Sherrinima Silkfeather senden Beiträge von Sherrinima Silkfeather suchen Nehmen Sie Sherrinima Silkfeather in Ihre Freundesliste auf
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Verres versuchte ihre weiteren Frechheiten zu ignorieren, merkte sich aber, dass Gee-One ein entzücktes Trillern auf ihre Worte entfuhr. Er warf dem grün-goldenen Astromech einen warnenden Blick zu und formte lautlos das Wort Gedächtnislöschung mit den Lippen, was der Droide mit einem kleinlauten Seufzen quittierte. Wenigstens besaß die junge Dame den Anstand nach ihrem Versuch einer indirekten Beleidigung sich ebenfalls vorzustellen. Die Galaxis war voller kurioser und exotischer Namen, aber selten hatte er jemanden getroffen, wo Name und Auftreten dermaßen…gut zusammenpassten. In diesem Zusammenhang war gut nicht gerade das beste Wort, aber es änderte schließlich auch nichts. Von Yanibar hatte er noch nie etwas gehört, dennoch schien sie nicht zu lügen, was sich auch darin zeigte, dass sie gleich zugab, keine Versicherung zu haben. Obgleich das nichts Gutes verhieß. Ihre Zuversicht, den Schaden begleichen zu können, wollte er jedoch nicht teilen. Immerhin stellte sich sie sich der Verantwortung und hatte nicht zu weinen angefangen, was ihn veranlasste, einen etwas entspannteren Gesichtsausdruck zu zeigen.

„Das sind großartige Aussichten, Miss Silkfeather, sagte er freudlos, denn die Riefen und die Delle auf dem keilförmigen Heckausleger, der die Frachtkammer mit dem Cryostase-Bereich beherbergte, sahen schon von weitem erschreckend tief aus. Das etwa um die Hälfte kleinere und Scoutschiff, hatte somit erhebliche Spuren hinterlassen. „Sie haben Recht, lassen Sie uns keine Zeit verschwenden. Nach Ihnen, bitte.“

Es grenzte an ein Wunder, dass Miss Silkfeathers JumpMaster nicht noch die ganze Steuerbordseite mitgenommen hatte, so eng wie das kleinere Schiff neben der ‚Tempest’ zum Stehen gekommen war. Der Lorrdianer musste sich arg zusammenreißen, um nicht daran zu denken, wenn sie völlig die Kontrolle über ihr Schiff verloren hätte. Die Wartungsarbeiten aus Verpinenhand, die im Wert eines fabrikneuen Schiffs gleicher Bauart rangierten, wären völlig zunichte gemacht worden und sein Frachter ein wirtschaftlicher Totalschaden. Und die Gelegenheit auf Shantipole Station eine Komplettwartung spendiert zu bekommen, kam so schnell nicht wieder. Genauer gesagt, kam eine solche Gelegenheit gar nicht mehr, wenn nicht ein Wunder geschah.

Gee-One erhob sich mithilfe der eingebauten Raketendüsen in Höhe, um die Schäden zu dokumentieren und zu scannen. Unterdessen blieb Verres und Miss Silkfeather nicht viel mehr zu tun als abzuwarten. Sein Zorn hatte sich zu mittlerer Verärgerung abgekühlt, was auch daran lag, dass er sich mit seinem Schicksal abzufinden begann und die Unglückspilotin keine weiteren Scherereien veranstaltete, was sie nun nicht zu seiner besten Freundin machte, aber er brauchte sie auch nicht eisig anzuschweigen. „Haben Sie schon festgestellt, welche Schäden Ihr Schiff davongetragen hat? Es ist nicht gerade das Neueste.“ Die JumpMaster 5000-Serie war in den letzten Jahren der Alten Republik neu auf den Markt gekommen, noch vor der Geburt dieser jungen Dame neben ihm. „Vielleicht sollten Sie auch daran denken, sich als Unterstützung einen Droiden zuzulegen, gerade was das Manövrieren auf dicht geparkten Landeplätzen betrifft“ , legte er ihr nahe, auch wenn es lächerlich war, für die Steuerung eines Scoutschiffs einen Droiden verwenden zu müssen. Aber ganz besonders Mädchen im Cockpit waren stets ein Sonderfall, und diese hier gehörte dazu.


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22 Feb, 2016 19:50 25 Verreion Astur ist offline Email an Verreion Astur senden Beiträge von Verreion Astur suchen Nehmen Sie Verreion Astur in Ihre Freundesliste auf
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Erst hatte diese Miss Silkfeathersein Schiff beschädigt, und nun musste er sie auch noch durch die Galaxis karren. Zu allem Überfluss war ihr betagtes Scoutschiff bei dem Auffahrunfall so stark in Mitleidenschaft gezogen worden, dass es nicht mehr weltraumtauglich war. Um sicher zu gehen, dass sie tatsächlich für den Schaden aufkam, konnte er sie nicht auf Dorumaa zurücklassen. Das hätte bedeutet, dass er für ihre vorübergehende Unterkunft – die selbst in der günstigsten Preisklasse noch teuer genug war – hätte aufkommen müssen. Wohlmöglich wäre er noch das Risiko eingegangen, dass sie einen ahnungslosen Touristen dahingehend bezirzte, sie auf Nimmerwiedersehen vom Planeten zu schaffen.

Also zahlte er einen Stellplatz für den Jumpmaster im Hangar einer Orbitalwerft über Dorumaa an, bis die Angelegenheit geregelt war. Die anfallenden Kosten für die Miete würde freilich sie übernehmen müssen, sowie Rückzahlung der Kaution an ihn. Nebst der Rechnung für die Hüllenreparatur. Verres blutete das Herz, wie stümperhaft die Werftdroiden der Dorumaa Investment Group die von Verpinen veredelte und von diesem Mädchen zerstörte Außenhülle wieder instand setzten. Frauen schafften es, alles kaputt zu machen, was einem Mann am Herzen lag. Inklusive seines Herzens, welches noch einmal schwer gebeutelt wurde, als er die Rechnung sah. 8498,97 Credits, das bedeutete nicht nur eine immense Belastung für seinen Kontostand, sondern auch, dass er sich rasch wieder mit Sonari in Verbindung setzen musste, damit sie sich nach lohnenden Aufträgen für ihn umsah. Er rechnete nicht damit, dass die jugendliche Abenteurerin diese Summe rasch heranbringen konnte.

Die Delinquentin hatte er unter Observation von Gee-One in die Messe des Schiffs gesetzt und ihr eingeschärft sich nicht von der Stelle zu rühren, bis er zurückkehrte. Wobei er mutmaßte, dass die junge Dame gehorsamer als der Droide war, welcher verträumt vor sich her flötete, anscheinend in binäre Gedankengänge versunken. Der grün-goldene Blecheimer musste unbedingt einer Gedächtnislöschung unterzogen werden, hätte er nur die Zeit dafür.

„Miss Silkfeather“, setzte er mit schlechter Laune, aber undurchsichtiger Miene an und ließ sich ihr gegenüber nieder. „Ich habe soeben die Rechnung erhalten, und denke, dass Sie einen Blick darauf werfen sollten. Selbstverständlich sind alle Posten aufgeführt.“ Das Pad, das er vor ihr auf den Tisch legte, projizierte sowohl die Rechnung als auch die schematische Darstellung der reparierten Hüllenteile inklusive Beschreibungen in die Luft zwischen ihnen. Ein grün-blau leuchtender Albtraum in 3D. „Ich habe die Summe vorgelegt, und nun sind Sie an der Reihe. Wo auch immer Sie hinfliegen müssen, mir die Kosten zu erstatten, ich bringe Sie hin. Allerdings behalte ich mir vor, Ihnen auch die Transportkosten zu berechnen. Ich kann Ihnen eine Ermäßigung gewähren, wenn Sie sich hier nützlich machen und mir vor allem nicht in die Quere kommen. Die Frachträume und das Cockpit betreten Sie nur, wenn ich Sie dazu ausdrücklich auffordere. Haben Sie sonst noch Fragen?“


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28 Sep, 2016 01:34 22 Verreion Astur ist offline Email an Verreion Astur senden Beiträge von Verreion Astur suchen Nehmen Sie Verreion Astur in Ihre Freundesliste auf
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Das Temperament des Herrn und ihr eigenes kollidierten noch mehr als einmal. Sie sah wenig Sinn darin mit ihm zu diskutieren, aber egal wie sie es drehte und wendete, im Endeffekt war es ihre eigene Eile und ihr Ungeschick das ihr diese Lage eingebracht hatte. Sherry missfiel der Gedanke der Abhängigkeit. Andererseits, vielleicht war es ein Wink der Macht, der ihre Wege sich hatte kreuzen lassen? Ihr Gefährte war eher introvertiert und doch schien er betreffend des unendlich großen Weltraumgebiles kundiger zu sein als sie selbst. Nun rächte es sich, dass sie ihre Heimat so ungern verließ und die fernen Welten sie nur wenig zu fesseln vermochte.

Als er ihr die Summe nannte, nickte sie schließlich nur. Es war nur schwerlich zu übersehen. dass er grundlegend an ihrer Liquidität glaubte. Ihre Anzahl an Credits war in der Tat begrenzt und auch für einen anderen Zweck bereits fest verplant. Doch es gab andere Methoden sich einer Schuld zu entledigen. Sie nahm einen tiefen Atemzug ehe ihre Hände in ihren Nacken glitten, und den Verschluss ihrer Kette lösten. Das geschmeidige Metall glitt geräuschlos über ihre Haut und bettete sich in ihrer Linken. Die Kette bestand aus sehr feinen Gliedern und glänzte in mattem Gold. Doch nicht das Gold war das eigentlich kostbare an ihrem Schatz. Es war der Stein, der inmitten eines runden Anhängers thronte. Er war von dunklem Violett und seine zahlreichen Facetten trugen Schimmer in hellem Flieder bis hin zu dunklem Burgunder. Ein Geschenk ihrer Mutter. "Diese Kette ist seit Generationen im Besitz meiner Familie" raunte sie, ehe sie das Kleinod dem Droiden überantwortete. "Der Wert dürfte Sie mehr als entschädigen, hoffe ich?"


*Der Edelstein ist ein Corusca smile

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10 Oct, 2016 14:59 59 Sherrinima Silkfeather ist offline Email an Sherrinima Silkfeather senden Beiträge von Sherrinima Silkfeather suchen Nehmen Sie Sherrinima Silkfeather in Ihre Freundesliste auf
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Verreion , mit Sherrinima




Die junge Frau nahm die Nachrichten mit mehr Fassung als erwartet auf. Sie löste eine Kette von ihrem Hals, und er ahnte schon, was kommen würde. Wertvolles Familienerbstück, und so weiter, und so weiter. Wenigstens machte sie den Versuch, irgendwie ihren Verpflichtungen nachzukommen. Die Kette war aus Gold, höchstens zehn bis fünfzehn Credits das Gramm wert. Doch der Edelstein sah tatsächlich gut aus. In den Facetten spiegelte sich eine ganze Bandbreite von Violettönen wieder, was für einen kunstfertigen Schliff und den hohen Wert des Steines sprach.
Gee-One gab ein sachtes Trillern von sich, als er auf Verres’ Anweisung das Schmuckstück scannte und eine Holoprojektion der Scannerdaten erzeugte. „Das Gold ist rein und gut verarbeitet“ , sagte der Pilot mit einem Blick auf die Daten. „Und der Stein…Gee-One ist ein Astromech, und kein Spezialist für Schmucksteine“ Der Angesprochene stieß einen kurzen empörten Pfiff aus. Du kannst soviel pfeifen, wie du willst, es ist so.", wies er das aufmüpfige Stück Blech zurecht. „Jedenfalls hat Ihr Erbstück einen sehr hohen Wert, der für meinen Schaden kompensieren könnte, doch ich werde das nachprüfen müssen. Sagen Sie mir, wo Sie hinwollen, ich werde eine Expertin bestellen, die sich dieses Schmuckstück ansehen wird. Bis dahin sind Sie mein Gast. Können Sie sich mit dieser Regelung anfreunden, Miss Silkfeather?“

Er hatte nicht vor, die Bruchpilotin übers Ohr zu hauen, denn sie hatte bislang keine Anstalten in dieser Hinsicht gemacht. Der Scan hatte die Möglichkeit angedeutet, dass es sich neben einigen weiteren seltenen Steinen um einen Corusca-Edelstein handeln könnte. Verres’ wollte daher hundertprozentige Sicherheit und vor allem sicherstellen, dass es sich nicht um heiße Ware handelte, die ihn später zum Ziel von Großsyndikaten und Scharen von Kopfgeldjäger machen würde, selbst wenn er sich dafür mit Sonari auseinandersetzen musste. Er kannte leider niemand besseren, der ihm entsprechende Informationen liefern könnte und zumindest wusste er bei ihr, woran er war.


Verreion, mit Sherrinima
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12 Oct, 2016 20:54 35 Verreion Astur ist offline Email an Verreion Astur senden Beiträge von Verreion Astur suchen Nehmen Sie Verreion Astur in Ihre Freundesliste auf
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Sherrinima war für gewöhnlich eine Geheimniskrämerin, und so sehr es sie geschmerzt hatte sich von ihrem Schmuckstück zu lösen, es war dennoch nicht halb so schwer wie sich von Geheimnissen zu lösen. Ihr Valk war von misstrauischer, spartanischer Natur und in vierlei Hinsicht nicht mehr mit der Moderne, mit all seinen Gerätschaften und dem weitläufigen Informationsnetzwerk kompatibel. Ihre Ahnen waren damals gewaltsam durch ein Unglück von der Galaxie isoliert worden, und Sherrnima und ihre Generation, als Nachfolger, hatten es nie mehr wirklich geschafft an das, was früher einmal gewesen sein mochte anzuknüpfen. Ihr jetztiger Kapitän hingegen wirkte mehr als vertraut mit der momentanen Epoche und all ihren Gepflogenheiten, Möglichkeiten und - am wichtigsten - Gefahren. Vielleicht war es eine Laune der Macht gewesen, die Sherrinima gerade das Geschick versagen hatte lassen, als er zugegen war?
Als er nach ihrem Zielort fragte tat sie einen tiefen Atemzug. Die Luft floh von einem Seufzen begleitet ihren Lippen, als sich ihre Brust langsam senkte. Sie suchte seinen Blick, und in ihrem Blau ruhte Kühle, und doch war sie weniger betont als noch Stunden zuvor. Es war offensichtlich, dass die junge Frau im Ringen mit sich war. Schließlich aber nickte sie langsam "Ich...weiß es nicht." Sollte sie ihm die Wahrheit sagen? War es womöglich ihre einzige Möglichkeit? "Mein Vater ist....sehr krank. Und ich suche nach einem Heiler der ihm helfen kann" Sie hatte etwas preis gegeben, wenn auch aus der Not heraus und nicht aus sonderlich freiem Willen. Sie richtete ihren Blick wieder geradeaus, in die weite, weite Schwärze. "Wir können mein Schmuckstück schätzen lassen. Wäre es möglich Ihre Dienste so lange in Anspruch zu nehmen bis der Wert getilgt ist? Natürlich werden wir auch Ihren Schaden und die Unterbringung meines Jumpers mit einbeziehen." Aus dem Augenwinkel beobachtete sie ihn, gespannt auf seine Reaktion.

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30 Oct, 2016 01:26 53 Sherrinima Silkfeather ist offline Email an Sherrinima Silkfeather senden Beiträge von Sherrinima Silkfeather suchen Nehmen Sie Sherrinima Silkfeather in Ihre Freundesliste auf
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Verreion Astur , mit Sherrinima


Diese junge Frau war eine ehrliche Seele – einem solchen Wesen wie ihr war Verres’ schon lange nicht mehr begegnet. Die Galaxis war groß und noch größer an Gemeinheit, Verlogenheit und Niedertracht. Ein Spiel, das man mitmachen musste, wollte man überleben und es zu etwas bringen. Auf diese Weise hatte er sich seine bescheidene, aber doch zufrieden stellende Existenz erarbeitet, seine Fähigkeit, die Körpersprache anderer lesen zu können, hatte ihm dabei sehr geholfen. Vor allem hatte sie ihm vor dem größten Fehler seines Lebens bewahrt, nämlich vor lauter Liebestollheit einer Frau wie Sonari blind zu vertrauen. Trotzdem würde er sich wieder auf sie verlassen müssen, doch er wusste worauf er sich einließ. Ganz gleich für wie eiskalt und undurchsichtig sie sich hielt, er hatte sie durchschaut, und sie würde sich wieder verraten, falls sie plante, ihn hinters Licht zu führen.

Miss Silkfeather erklärte, dass ihr Vater krank sei und sie nach Hilfe für ihn suchte – ohne zu wissen, wo. „Und da fliegen Sie einfach aufs Geratewohl in die Galaxis hinaus?“ , fragte er ehrlich erstaunt. Das war ganz schön naiv, und gleichzeitig sehr mutig. So, wie die meisten jungen Leute handelten. Er nahm Gee-One das Schmuckstück ab und nahm den Edelstein zwischen Daumen und Zeigefinger. Die Farben in allen ihren Facetten waren unglaublich. Dafür würden eine Menge Leute über Leichen gehen. „Woran ist denn Ihr Vater erkrankt?“

Sie stimmte seinem Vorschlag zu, das Schmuckstück schätzen zu lassen und wollte seine Dienste solange in Anspruch nehmen, inklusive der Kosten für den Schaden und den Jumper, bis der Wert getilgt sei. „Damit bin ich einverstanden, Miss. Wir haben einen Deal“, sagte er und streckte seine rechte Hand in ihre Richtung aus.



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02 Dec, 2016 17:10 57 Verreion Astur ist offline Email an Verreion Astur senden Beiträge von Verreion Astur suchen Nehmen Sie Verreion Astur in Ihre Freundesliste auf
 
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