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SW:NF
Der Erzähler


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Obulette Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen


OBULETTE


Astrografie
Region: Colonies
Sektor: Expanse | Tapani-Sektor | Mecetti-Provinz
System: Obulette-System

Hyperraumrouten

Procopian Shipping Lane

Terrain und Klima

Das ausgedehnte urbane Landschaftsbild wird von aschigen Felsgebieten und seichten, extrem salzhaltigen Meeren unterbrochen. Das Klima ist kalt und trocken.

Besonderheiten

Obulette ist aufgrund der Umlaufbahn um einen kalten Roten Stern in düsterrotes Zwielicht getaucht

Zugehörigkeit

Haus Mecetti

Hauptstadt

Obulette

Bevölkerung

Einheimische Spezies:

Menschen

Eingewanderte Spezies:

Talz
Mon Calamari

Bedeutung

Obulette ist die Thronwelt des Hauses Mecetti, einer der ältesten und mächtigsten Koalitionen aus Adelsfamilien des Tapani-Sektor. Im Orbit von Obulette befinden sich die Obulette Shipyards, eine Raumwerft, deren Dienste jeder außer den Angehörigen der Häuser Melantha und Pelagia in Anspruch nehmen kann. Nur eines der Docks ist groß genug, um dort ein Kapitalschiff warten zu können, der Rest der Docks und Plattformen kann Korvetten und Patrouillenschiffe aufnehmen, jedoch sind die Werften als Alternative zu den Tallaan Shipyards eine erträgliche Einnahmequelle, denn für Verschwiegenheit und bevorzugte Behandlung kann zusätzlich bezahlt werden. Aus diesem Grund sind diese Werften ein beliebter Anlaufpunkt für Schmuggler und Konsorten. Die Obulette Shipyards werden von mindestens einem der Victory II-Sternzerstörer der Navy der Mecetti House Guard bewacht. Auf Obulette befinden sich die Hauptstandorte mehrerer Großunternehmen, die das Haus Mecetti durch Kreditgeschäfte von sich abhängig gemacht und schließlich verstaatlicht hat.

Gesellschaft und Kultur

Das Haus Mecetti kann auf eine Jahrtausende alte Geschichte von Intrigen, kämpferischen Auseinandersetzungen, internen Konflikten, Mord, Betrug und Dekadenz zurückblicken, die diese Familien bis in die Gegenwart fortführen. Die Hauptrivalen des Hauses Mecetti sind die Häuser Melantha und Pelagia, letzteres wurde während des Cleansing of the Nine Houses an den Rand der Vernichtung gebracht und konnte nur mit Unterstützung des Hauses Cadriaan überleben.

Zur Zeit des Galaktischen Imperiums bildete Hause Mecetti eine Koalition mit den Häusern Reena und Calipsa, wahre Verbündete hat es allerdings nicht. Nur die imperiale Kontrolle hielt Mecetti davon ab, die Vorherrschaft im Tapani-Sektor zu ergreifen.

Die Architektur zeugt von der reichhaltigen und dekadenten Kultur des Hauses Mecetti. Kunstvoll gestaltete Wolkenkratzer, Herrenhäuser, Theater und Bibliotheken, Skyplazas und Säulen dominieren die Skylines von Obulette. Viele Gebäude sind schon jahrtausendealt und werden aufwendig konserviert, auch wenn sie von unzähligen Kriegen gezeichnet sind - sie sind wie die vielen beeindruckenden Städte eine Touristenattraktion. Industrie- und Gewerbegebiete werden von den repräsentativen Teilen der Städte getrennt errichtet.
Ein weiteres Erbe der langen Geschichte des Hauses Mecetti ist die Unterwelt in den Stadtzentren Obulettes. Auf die Dienste von Outlaws und anderen Gesetzlosen wird von den adligen Familien immer gerne zurückgegriffen, wenn schmutzige Geschäfte wie Mord, Raub und Erpressung erledigt werden wollen.

Ebenso gehört ein ausgedehntes wie jahrhundertealtes Spionagenetz zum Haus Mecetti, das House Ministry of Inquiry, das auch im Imperial Security Bureau und dem Ubiqtorate seine Agenten platziert hatte.

Der Mecrosa Orden entstand vor Jahrtausenden als Gruppe machtbegabter Adliger des Hauses, die schworen, es zu beschützen und sich auf Attentate spezialisiert hatten. Der Orden wird seit jeher mit der Dunklen Seite verbunden und war an der Vernichtung der Jedi des Hauses Pelagia beteiligt. Als Hauptkonkurrent zu den Nightsisters wurde ein Attentat auf den Orden verübt, ob diese Verbindung allerdings völlig ausgelöscht wurde, bleibt unklar.

Staatsform

Wie auf nahezu allen Welten im Tapani-Sektor, wird die Mecetti-Provinz aristokratisch beherrscht. An der Spitze eines Privy Councils aus den einflussreichsten Adligen der Familien dieser Koalition steht ein High Lord oder eine High Lady.

Militär
Mecetti House Guard

Die Navy der Mecetti House Guard verfügte zu Imperialen Zeiten über zwölf Kapitalschiffe, die meisten davon Victory II-Sternzerstörer und einige Dutzend kleinerer Schiffe wie Patrouillen- und Angriffsboote sowie Korvetten und Raumjäger.

Die Mecetti House Guard steht Männern wie Frauen offen, auch mit den nötigen Beziehungen und finanziellen Mitteln kann der Eintritt ermöglicht werden. Allerdings finden die Offiziere der House Guard dezente Mittel und Wege, sich eines unfähigen Anwärters zu entledigen.

27 Jun, 2014 13:47 36 SW:NF ist offline Email an SW:NF senden Beiträge von SW:NF suchen Nehmen Sie SW:NF in Ihre Freundesliste auf
Tesseire Onnoria
that flighty temptress, adventure




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||Obulette – Akademie der Mecetti House Guard – Hörsaal||

|Tesseire Onnoria, Kadetten|


Schon nach den ersten Minuten ihrer Gastvorlesung in der Akademie der Mecetti House Guard hatte Tesseire schlechte Laune, die sich im Laufe der anderthalb Stunden ihres Vortrags nicht wesentlich gebessert hatte. Das lag vor allem daran, dass sie sich von Vorlesungen und Studenten prinzipiell belästigt fühlte und ihren Lehrauftrag für völlig überflüssig hielt, wenn sie damit keine Credits verdienen würde. Wenigstens war der Kreis ihrer Zuhörerschaft überschaubar und das Gebäude der Akademie hatte einen schlichten, eleganten Stil. Auf den ansteigenden Sitzreihen war dunkelglänzendes Holz zu Sitzen und Pulten verbaut worden, die hohen schmalen Fenster waren mit den Wappen der Akademie und des Hauses Mecetti in farbigem Transparistahl geschmückt. Der Raum war dunkel, bis auf die leuchtende Holosphäre, die einen Ausschnitt aus dem Tal der Könige auf Duro zeigte, eine von toxischem Schlamm überflutete Landschaft. „Welche Lehren können wir nun daraus ziehen?“ fragte die Dozentin mit harter Stimme und blickte mit lauernden, hellblauen Augen, die einen leichten Grünstich zeigten, über die Sitzreihen. In Vorlesungen erwartete sie trotz gegenteiliger Erwartungen der Studenten stets Mitarbeit und volle Aufmerksamkeit, bis zum Ende ihres Vortrags. Ein verlegenes Räuspern ging durch die Reihen der jungen, dunkel uniformierten Männer und Frauen. Sie waren in ihrem ersten Ausbildungsjahr und unterschieden sich noch kaum von Schulabsolventen.

Tesseire sog scharf den Sauerstoff durch die Nasenschläuche ein, die sie mit dem lebensnotwendigen Gas versorgten. Wieder bestätigte sich ihre Ansicht, dass sie wertvolle Zeit verschwendete, ihr Wissen mit diesem ungebildeten Abschaum zu teilen. Schwungvoll, von ihrem aufsteigenden Zorn animiert, zückte sie einen antiken Teleskopzeigestock. Er war ein Souvenir, den sie sich aus der Archäologischen Fakultät der Universität von Theed mitgebracht hatte. Der Zeigestock stammte aus der Zeit König Jafans III. und war aus feinem, ziselierten Silber und Einlagen aus Singstahl gefertigt, die Basis mit Naboo Nachtperlen und Feuerherzen besetzt. Als sie feststellte, dass niemand dieser Naboo-Trottel den wahren Wert des Stocks erkannte, hatte sie beschlossen, dass er in Hände gehörte, die dieses kleine feine Kunstwerk besser zu schätzen wissen wussten – nämlich in die ihren. Die Glieder des Zeigegeräts, in das ihr Vater einen Laserpointer eingebaut hatte, rasteten mit einem sanften Klicken ein, als es vollständig ausgefahren das Kinn eines korpulenten Kadetten in der ersten berührte. Der junge Mann zuckte zusammen, versuchte aber Haltung zu bewahren. „Welche Lehren können wir nun daraus ziehen, Kadett?“ , wiederholte Tesseire ihre Frage und fasste ihr Gegenüber fest ins Visier. Sie hasste ihn jetzt schon, auch wenn er noch keinen Ton gesagt hatte. Der Angesprochene starrte erst auf die Holosphäre und dann auf die Dozentin. In seinen weit aufgerissenen Augen konnte sie deutlich erkennen, wie er immer wieder auf ihre aurodiumbeschichteten Nasenschläuche glotzte.

„Dass Umweltverschmutzung eine schlechte Sache ist? Ma’am?“ erwiderte er schließlich, nachdem er sich zu einer Antwort durchgerungen hatte. In Tesseire stieg weißglühender Zorn hoch und es gelang ihr gerade noch, ihm nicht den Zeigestock um die Ohren zu schlagen. „Was glauben Sie, wer Sie sind? Sagen Sie mir Ihren Namen!“ herrschte sie ihn an und drückte die Spitze des Stocks härter an sein weiches Kinn. „Was haben Sie während der letzten anderthalb Stunden hier getan?“ ,

„Ich bin Kadett – ich heiße Dillon Aranc und ich habe Ihrer Vorlesung zugehört“ , erwiderte der junge Mann prompt und versuchte dabei militärisch-schneidig zu klingen. „Ma’am!“ , fügte er hinzu. Dabei suchte er nach Billigung heischend ihren Blick. Eine steile Zornesfalte trat auf Tesseires Stirn und alles in ihr drängte danach, ihn zu schlagen. In der ganzen Mecetti-Koalition gab keine Familie namens Aranc. Dieser Kadett musste ein Bürgerlicher sein, wahrscheinlich auch noch ein Zugezogener, dessen Familie ihm den Zutritt zur Akademie erkauft hatte.

„Sie reden mich mit Lady Onnoria oder Mylady an, Kadett Aranc!“ , sagte sie wieder etwas ruhiger, aber mit einem scharfen Unterton. Dabei ließ sie keineswegs mit ihrem Stock ab, sondern drückte ihn noch weiter in das Kinn. „Zugehört haben Sie wohl kaum, denn sonst wüssten Sie, dass eine verantwortungsvolle Militärregierung ihr Möglichstes tut, um die Kunstschätze der Einheimischen vor Beschädigungen zu bewahren. Ob es nun um Respekt oder die Bewahrung von potenziellen Einnahmequellen, Druckmitteln oder dergleichen geht, sei dahin gestellt. Haben Sie das verstanden?“ ,

„Ja, Ma’..Mylady“ , presste Kadett Aranc hervor, und Tesseire ließ den Zeigestock sinken. Er versuchte nicht allzu deutlich erleichtert aufzuatmen, denn im Hörsaal war es totenstill. Damit war das Elend endlich vorbei. Sie wandte sich ab, schaltete die Projektion aus und die Saalbeleuchtung wieder ein. Zwar war es erst Mittag, aber auf Obulette herrschte ein konstant trübrotes Zwielicht, dass zu keiner Tageszeit richtige Helligkeit brachte. „Lassen Sie sich diesen Vorfall eine Lehre sein, denn kurzsichtige Fehler wie diese können ganz schnell auf Sie selbst zurückfallen“ , schloss Tesseire die Vorlesung ab und bedachte dabei jeden ihrer Zuhörer mit finsteren Blicken. Ob sie damit allerdings den Faux Pas und die Demütigung des Kadetten Aranc meinte oder das Schicksal von Grand Moff Bertroff Hissa ließ sie billigend offen. Die Kadetten suchten schnellstmöglich das Weite, so dass es nicht lange dauerte, bis der Saal sich geleert hatte.

„Das wurde auch Zeit“ , rief eine fröhliche, ungeduldig klingende Stimme aus der letzten Reihe. Überrascht sah Tesseire auf. Dort fläzte eine bekannte Gestalt auf dem Sitz, die in hohen Stulpenstiefelen steckenden Beine lässig auf dem Pult übergeschlagen und die Arme hinter dem Kopf verschränkt. Der Mann hatte blitzende blaue Augen und eine hoch toupierte Haarpracht mit einer ähnlichen rotbraunen Farbe wie Tesseires aufgetürmte Mähne, die von Aurodiumklammern, aus dem Grabschatz einer tionesischen Fürstin, gehalten wurde. „Vater!“ , erwiderte sie freudig und eilte dem breit grinsenden Endvierziger entgegen, der sie wie ein kleines Mädchen in die Arme nahm und herumwirbelte. Ihr Missmut war komplett verflogen. Wenn Velago Jadorris da war, schien selbst auf Obulette die Sonne für sie strahlend hell. Ihr leiblicher Vater war wie immer verschwenderisch in edle, farbenprächtige Stoffe gekleidet, selbst für adlige Tapani extravagant und der Alptraum eines jeden Tierschützers.

„Wie bist du hier hereingekommen?“ , erkundigte sie sich etwas atemlos, während sie die Stufen zu ihrem Pult heruntergingen. Am Gürtel des Barons hing offen sein antiker Lichtdegen, außerdem hatte er seine heiß geliebte Yctor Arms Schwarzpulverpistole bei sich, sowie die Verpinenpistole und den Morellianischen .48 Enforcer, ebenfalls eine seltene wie teure Projektilwaffe. Velago hielt Blasterwaffen für mehr oder weniger stillos, wenigstens für seinen eigenen Gebrauch, auch wenn es einige davon in seiner Sammlung gab. „Ich bin hier einfach herein gegangen und sagte, dass ich der Vater von Tesseire Jadorris Onnoria bin, die heute eine Vorlesung hält“ , sagte er mit all seiner großspurigen Anmaßung. „Was kann ich dafür, wenn sie mich für den Mann deiner Mutter halten. Wo ist dein Lichtdegen? Und dein Breitschwert?“
„Im Büro der Fakultät – sie bestanden darauf. Allerdings hielten sie den Zeigestock für ungefährlich“ , erwiderte sie süffisant lächelnd und ließ das Gerät einfahren. Stolz klopfte Velago seiner Tochter auf die Schulter. „Das ist mein Mädchen. Ich hatte noch gehofft, dass du endlich die Blasterfunktion ausprobieren würdest.“

„Es wird bestimmt noch eine Gelegenheit kommen. Aber dieser…verkriffte Proletarier. Es hätte nicht viel gefehlt“ , zischte sie, unangenehm von dem Gedanken an Chancengleichheit für Nichtadlige berührt. Sie sah sich zu dem leeren Platz in der ersten Sitzreihe um, ballte die Hände und musste tiefer Luft holen. „Vergiss ihn. Spätesten beim nächsten Fitness- oder Waffentraining wird er aussortiert..“ , versuchte ihr Vater sie zu beruhigen. „Lass uns deine Waffen holen. Halevyn duelliert sich in knapp einer halben Stunde mit irgendeinem Hohlkopf, den er im Casino abgezogen hat. Außerdem will ich deine Mutter besuchen – Riyec ist unterwegs nach Procopia, soweit ich weiß..“Das klang nach guten Plänen für diesen Tag, der für sie erst ziemlich ärgerlich begonnen hatte. Halevyn, ihr Halbbruder väterlicherseits, war schon zu Beginn der Woche nach Obulette gekommen, um mit einem Interessenten für sein Angebot an altcorellianischen Skulpturen zu verhandeln – und um nebenbei die Sabacctische unsicher zu machen sowie in der Hoffnung, dass dabei das eine oder andere Duell für ihn heraussprang.


Tesseire Onnoria, mit Velago Jadorris

||Obulette – Akademie der Mecetti House Guard – Hörsaal||


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29 Jun, 2014 20:44 04 Tesseire Onnoria ist offline Email an Tesseire Onnoria senden Beiträge von Tesseire Onnoria suchen Nehmen Sie Tesseire Onnoria in Ihre Freundesliste auf
Tesseire Onnoria
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||Obulette – Starfall Grand Hotel – Auffahrt – im Speeder||

|Tesseire Onnoria, Velago Jadorris|


Für ein Duell unter Saber Rakes des Tapani Sektors hätte es kaum eine bessere Kulisse als das Starfall Grand Hotel geben können. Das achtstöckige Gebäude war knapp fünfhundert Jahre alt und vom Privy Council des Hauses Mecetti unter Denkmalschutz gestellt worden. Jedoch beherbergte es seit hundert Jahren keine Gäste mehr und war schon zu Jugendzeiten von Tesseires Vater ein beliebter Austragungsort für Lichtdegenduelle gewesen. Bereits auf dem Weg von der Akademie der Mecetti House Guard hatte Velago in Erinnerungen geschwelgt, auch wenn seine Tochter sämtliche Erzählungen auswendig kannte und sich selbst oft dort zu Duellen aufgehalten hatte. Spannend war allerdings immer wieder, welche Details in den Erzählungen des exzentrischen Abenteurers neu hinzukamen, so dass sie ihm gerne zuhörte.

Das Hotel war etwas außerhalb des Stadtgebiets auf einer Anhöhe gelegen und schon im Anflug konnten Vater und Tochter im ewigen trübroten Zwielicht Obulettes einige Speeder auf den Parklandeplätzen vor dem Hotel erahnen. Die Signalanlagen und die Beleuchtung der Landeplätze funktionierten schon lange nicht mehr, aber das interessierte niemanden – nicht einmal die Ordnungskräfte der House Guard, die plötzlich einen weiten Bogen um das Gebäude machten, wenn sich die alten Mauern mit Leben füllten. Velagos Airspeeder flog eine ausschweifende, elegante Kurve, bevor er zur Landung ansetzte. Dabei ging plötzlich ein leichter Ruck durch das Gefährt und die Luft begann zu rauschen. Tesseire blickte verdutzt nach hinten. Ihre Verwunderung hielt nicht lange an und sie begann lauthals zu lachen, als sie erkannte, was dort geschah. Dort breiteten sich an den Heckseiten Flügel aus, nicht etwa gewöhnliche Tragflächen, sondern in der Form stilisierter Hawkbat-Flügel, die in der Sonne Obulettes rötlich golden glänzten.

„Auf Planeten mit starker Sonnenstrahlung kann ich den Speeder nur mit Hilfe der Solarzellen fliegen. Du solltest sehen, wie schnell ich damit auf Planeten mit Binärsonnen unterwegs bin. “, sagte er stolz und tätschelte liebevoll die Steuerkonsole. Er hatte das Gefährt aus dem Bausatz der XJ-Speederreihe von Narglatch AirTech konstruiert und natürlich hatte es ihm nicht gereicht, bloß die Teile zusammenzusetzen und sie nach seinen Wünschen zu lackieren. Als findiger Tüftler hatte er Teile der Abdeckung durch Wroshyrholz ersetzt. Aus dem gleichen Holz hatte er raffiniert geschwungene Kotflügel ergänzt, die die Aerodynamik des Speeders optimierten und dem Fahrzeug Ähnlichkeit mit den eleganten Speederlimousinen der Alten Republik verliehen. Weitere Ergänzungen bestanden aus miniaturisierten Projektilkanonen, die in Heck und Front eingebaut waren. Die Solarflügel, deren dekorativer Wert über ihre Effizienz hinwegtäuschte, waren die neuesten Verbesserungen des Gefährts und sorgten für entsprechendes Aufsehen, als der Speeder aufsetzte. Die Flügel fuhren allerdings nicht ein, sondern legten sich aufrecht an.

Sie hätten keinen besseren Auftritt haben können. Tesseire lächelte hochgemut, während sie mit ihrem Vater über den Landeplatz zum Eingang des Hotels flanierte und von anderen eintreffenden Gästen des Duells begafft wurde. Der auffrischende Wind bauschte ihren langen roten Mantel auf und gab den Blick auf das auffällige Vibroschwert frei, das sie in einem breiten Gürtel bei sich trug. Auch diese Waffe war wie ihr Lichtdegen und das Sauerstoffversorgungssystem eine auf sie abgestimmte Konstruktion ihres Vaters. Das Schwert befriedigte sowohl ihr Bedürfnis nach Repräsentation als auch genügend Leichtigkeit, damit sie es einhändig führen konnte. Im Gegensatz zu ihm und ihrem Bruder drängte sie es nicht sehr danach, sich in Zweikämpfen beweisen zu müssen. Aber es war nützlich, einige Waffen sicher zu beherrschen. Duelle hatte sie nur geführt, um diejenigen in die Schranken zu weisen, die sie wegen ihrer Abstammung beleidigt hatten. Sie legte ihre Rechte auf den Schwertgriff und verzog grimmig den Mund, als zwei junge Saber Rakes, die zwischen den Säulenkolonnaden des Hotels herumlungerten, sie allzu sehr anstarrten. Wie jeder adlige Draufgänger hatten sie Lichtdegen an ihren Gürteln hängen, doch von eher zweifelhafter Qualität, vielleicht waren es sogar nur Attrappen.

„Hast du ihre Lichtdegen gesehen? Die würde ich nicht einmal als Kerzenhalter benutzen“ , sagte sie mit hörbarem Missfallen zu ihrem Vater, der natürlich unverfroren grinste und den beiden Gestalten zunickte. „Es kann nicht jeder solche Qualitätsdegen besitzen. Sie sind von mir schließlich exklusiv für dich und deinen Bruder gemacht worden“, erwiderte er und winkte lässig ab. Tesseire schmiegte sich dankbar an seinen Arm und drückte ihm einen Kuss auf die Wange.

Die Flügel der meterhohen Eingangstür waren schon seit Jahrzehnten nicht mehr bewegt worden und ohne aufwendige Reparaturen würden sie es auch nie mehr wieder tun. Aus einer Nische im linken Türflügel schoss der faustgroße, kugelförmige Körper eines Überwachungs- und Pförtnerdroiden, der sie unfreundlich nach ihrem Begehr fragte. „Den gibt es ja immer noch. Sei ruhig und lass uns rein!“, stellte sie beinahe amüsiert fest und gab dem Droiden einen Klaps. Das unverschämte Ding zog sich mit einem elektronischen Blubbern in seine Nische zurück, wonach sich zischend eine Schlupftür öffnete. Die saalartige Hotellobby war nur spärlich beleuchtet und ließ die alte Pracht nur ansatzweise erahnen. Aber das Dämmerlicht verbarg auch den bröckelnden Stuck, die großen Löcher in den schimmernden Mosaiken, verblichene Wandgemälde sowie fadenscheinige Teppiche und modernde Tapesterien. Tesseire wollte gar nicht darüber nachdenken, welche Schätze hier einfach mit Billigung des Privy Councils vergammelten. Doch der Verfall hatte auch seinen eigenen morbiden Charme, dem sich die Archäologin kaum entziehen konnte. Am Ende des Eingangssaals, unter der Galerie einer pompösen Freitreppe, wurde das Licht heller und man konnte Stimmengewirr hören. Dort ging es zu einem von einem Glasdom überdachten Innenhof, der besser als der Eingangsbereich erhalten war. Die Bepflanzung wurde immer noch gewässert, wenngleich sie ansonsten wild über Säulen und Bänke wucherte. Die großen Kristallkandelaber waren größtenteils defekt, aber provisorische Leuchtstrahler an den Säulen und den beiden Galerien, die sich um den Innenhof zogen, sorgten für die notwendige Helligkeit. Es waren schätzungsweise um die fünfzig Personen anwesend, die sich auf den Galerien verloren und einige wenige, die sich auf dem Hof verteilten.

Tesseire erkannte ihren Halbbruder sofort. Das rote Haar und die hellblauen Augen verrieten seine Jadorris-Abstammung und auch sonst war das Erbe ihres Vaters unverkennbar. Mit ausladenden Gesten und strahlender Miene war er in das Gespräch mit zwei jungen Damen vertieft, bevor eine ihn auf die neuen Ankömmlinge aufmerksam machte. Er machte auf dem Absatz kehrt und kam mit wehendem Mantel auf Tesseire
und Velago zugestürmt. „Vater, Tess, ihr kommt gerade rechtzeitig“ , rief er aus und zog einen Beutel mit Credits aus seiner Jackentasche. „Einer von euch muss auf meinen Sieg setzen, jeder dieser Armleuchter ist davon überzeugt, dass Ispano Ardayne das Duell gewinnt. Und eine Wette auf meine Niederlage, auch wenn die Quoten alles andere als profitabel sind. Der Bruder der Blonden nimmt die Einsätze an…“ Lächelnd winkte er der ätherischen, ganz in weiß und hellblau gekleideten Blondine zu.

Ispano Ardayne !“, wiederholte Tesseire gedehnt und ließ suchend ihren Blick schweifen. „Konnte er mal wieder nicht verlieren, hm?” Bei genauerem Hinsehen wimmelte der Hof von Ardaynes. Ispano Ardayne war der mittlere von sieben Geschwistern, entsprechend groß war der Kreis von Freunden und Anhängern, der sich hier versammelt hatte. Nur wenige waren neutrale Zuschauer, die aber immer noch Mecetti-Angehörige waren. Für einen Cadriaan-Gegner nicht ohne Brisanz, aber für risikofreudige Saber Rakes wie Halevyn Jadorris umso interessanter. „Ich habe das Spiel nach den Regeln gewonnen, aber er bezichtigte mich der Manipulation, ich hielt dagegen, dass er wohl nicht zugeben wolle, dass er pleite sei, worauf er mich als Hehler von gefälschten Antiquitäten beleidigt hat. Das konnte ich natürlich nicht auf mir sitzen lassen.“ „Natürlich nicht“, bestätigte ihm Tesseire schmunzelnd, wobei ihr völlig klar war, dass es Halevyn auf diese Eskalation angelegt hatte. „Wer sind seine Sekundanten?“

Cadrick Ardayne , einer seiner Brüder nehme ich an, und ein Serard Jonnis , hatte mit am Sabacc-Tisch gesessen. Du kennst diesen Ispano Ardayne , die anderen beiden auch? “ Als seine Schwester mit der Antwort zögerte, die Arme verschränkte und ein undeutliches Knurren von sich gab, ahmte er ihre Geste so übertrieben nach, dass sie unwillkürlich lachen musste. „Ich hätte mich beinahe mit Ispano verlobt, noch während des Studiums. Aber ich hatte in drei von vier Klausuren die besseren Noten und dann hat Curten ihn in einem Trainingsduell besiegt. Wie gesagt, er ist kein guter Verlierer, Cadrick Ardayne ebenfalls nicht. Keine Ahnung, wie es mit diesem Jonnis aussieht, irgendein Speichellecker aus dem Ardayne’schen Dunstkreis.“, sagte sie achselzuckend, um darüber hinweg zu täuschen, dass ihr die Angelegenheit immer noch nachhing. Glücklicherweise bohrte ihr Bruder nicht weiter nach. Er polierte mit einem Taschentuch die kurios gestalteten Rüstungsteile, die er über der in erstaunlich dezenten Grüntonen gehaltenen Jacke auf Schultern und Brust trug und weitere Brust- und Rippensegmente darunter hervorblitzten.

„ Los, geht jetzt endlich die Credits setzen – es sind nur noch fünf Minuten“ , forderte er schließlich Vater und Schwester auf, als er meinte, dass die Rüstung genug glänzte. „Ich kündige euch derweil als meine Sekundanten an.“

Tesseire Onnoria, mit Velago Jadorris und Halevyn Jadorris, Saber Rakes, Zuschauer|

||Obulette – Starfall Grand Hotel – Innenhof ||

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06 Jul, 2014 20:20 53 Tesseire Onnoria ist offline Email an Tesseire Onnoria senden Beiträge von Tesseire Onnoria suchen Nehmen Sie Tesseire Onnoria in Ihre Freundesliste auf
Tesseire Onnoria
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||Obulette – Starfall Grand Hotel – Innenhof ||

|Tesseire Onnoria, mit Velago Jadorris und Halevyn Jadorris, Saber Rakes, Zuschauer|


Durch Ispano Ardaynes schulterlanges, blauschwarz gewelltes Haar zog sich eine silberweiße Strähne, obwohl er im gleichen Alter wie Tesseire war. Es war ein Andenken an das Trainingsduell, dass er mit ihrem jüngeren Halbbruder Curten geführt und gegen den damals Sechzehnjährigen verloren hatte. Die Verletzung an seinem Kopf war so gut verheilt, dass dort wieder Haare wuchsen, allerdings hatten sie jegliche Farbe verloren. Damit hatte auch ihre Beziehung zu dem stolzen Mann geendet, dem sie beinahe ein Eheversprechen gegeben hatte. Ispano konnte es nicht verwinden, dass sie das gemeinsame Semester als Jahrgangsbeste abgeschlossen hatte, noch weniger, dass ihr kleiner Bruder ihn besiegt hatte und sie ihn damit triezte. Die Hochzeit mit ihm hätte ihren Status gefestigt, außerdem hatte sie sogar auf längere Zeit leiden können – er hatte sie gefragt, ob er bei ihrer Familie um ihre Hand anhalten könnte, wenn sie die Zeit für gegeben hielt. Die Zeit war gekommen, sie hatte die besseren Abschlussnoten und Ispano hatte gegen einen Jungen verloren, der ihr Bruder war. Damit waren jegliche Verlobungspläne vom Tisch und Tesseires Groll saß tief.

Nachdem sie mit ihrem Vater die Wetten sowohl auf Ispano als auch auf Halevyn gesetzt hatte, gingen sie zu dem frei geräumten Platz in der Mitte des Innenhofs im halbzerfallenen Starfall Grand Hotel.
„Ich glaube, dieser Ispano Ardayne , ist nicht besonders gut auf dich zu sprechen“ , feixte ihr Halbbruder und warf einen vielsagenden Blick auf das Grüppchen, das sich um seinen Gegner scharte. Er war nicht übersehen, denn er war beinahe zwei Meter groß. „Als ich ihm deinen Namen nannte, hätte er mich mit seinen Blicken töten können. Der Rest seiner Familie übrigens auch.“

Tatsächlich waren alle jüngeren Geschwister des schwarzhaarigen Hünen bei ihm, sowie sein älterer Bruder Cadrick, der ihm sekundierte. „Sie sind alle schlechte Verlierer und leicht mit Worten zu beeindrucken“, schnarrte Tesseire, und fletschte die Zähne in Richtung von Alysse Ardayne, als ihr Blick die kantig gebaute jüngere Schwester Ispanos traf. „Ich hatte mich einmal vor meinem Schulabschluss mit ihr duelliert. Sie war gut, aber leicht zu verunsichern, wenn man sie auf ihren unweiblichen Körperbau anspricht – ich hatte sie Klappergestell oder etwas in der Art genannt, danach war der Rest ein Kinderspiel. Das funktioniert auch bei Ispano, sag ihm einen schönen Gruß von Curten

Der Erwähnte tat so, als ob er Tesseire nicht sehen würde, jedoch war ihm sein Unbehagen deutlich anzumerken. „Warum hast du mir nie davon erzählt, Tesseire?“, rief ihr Vater laut und vorwurfsvoll aus, wobei er einen drohenden Blick in Richtung des gegnerischen Duellanten warf. „Ich hätte dafür gesorgt, dass dieser Mecetti-Knilch kastriert wird und als Lustknabe für ein hapanisches Prinzlein dient!“ Bedeutungsschwer streckte er seinen Arm in die Richtung des besagten Knilchs aus, als er sich mit jedem Wort in Rage redete. Tesseire kam sich auf einmal wieder vor, als ob sie zehn Jahre alt wäre und ihr Vater glaubte, sie vor irgendeinem Ungemach beschützen zu müssen. Jeder, der ihr etwas antun wollte, musste gemaßregelt werden. Aber so war er eben, und das war gut so.

„Ja, Vater, du hast völlig Recht – aber jetzt will Halevyn sein Duell…“, versuchte sie ihm Einhalt zu gebieten, doch dann fiel ihr es wie Schuppen von den Augen. Natürlich regte er sich auf, dass Ispano die Verlobung hatte platzen lassen – aber er hatte auch aufgepasst, was sie über die leicht zu irritierenden Ardaynes erzählte. „Also ich schätze, dass das hier nicht mehr nur mein Duell ist.“ , versetzte ihr Halbbruder leichthin und zwirbelte seinen Kinnbart, als nicht nur Ispano Ardayne den Lichtdegen zückte. Ungefähr fünfzehn Angehörige und Anhänger waren bereit, sich auf ihn, Tesseire und ihrer beider Vater zu stürzen. Ein Szenario, dass allen Drei durchaus gefiel. Velago zückte seine gewaltige Schwarzpulverpistole, ein Anblick, der teils für Erstaunen, aber auch für Erheiterung sorgte – jedoch aber auch dafür, dass die Angreifer innehielten. Er sprang auf eine Bank, zielte mit einer dramatischen Geste in die Luft, worauf ein ohrenbetäubender Knall ertönte. Einige Anwesende schrien auf, und dann noch einmal, als einer der defekten Kristallkandelaber plötzlich schwerelos in der Luft hing und schließlich zu Boden stürzte. Velago stieß Sohn und Tochter zur Seite, denn der Kandelaber schlug zwischen ihnen und den aufgebrachten Ardaynes zu Boden. Nach dem dumpfen Schlag des Aufpralls zerstoben die Kristalle mit einem ätherischen melodischem Klingen, in die sich einige Schmerzensschreie mischten. Tesseire fand sich mit Vater und Bruder hinter einem Pflanzenkübel wieder, aber das Brennen auf Gesicht und Händen verriet ihr, dass die Kristallsplitter auch sie erwischt hatten. Die Schläuche der Nasensonde waren robust genug, um den Sturz und den Kristallregen auszuhalten, das war das Wichtigste.

Rasch kam sie wieder auf die Beine. Auch Velago und Halevyn Jadorris hatten den Sturz mit ein paar kleinen Schrammen überstanden. Der mit Splittern übersäte Boden glitzerte fast überirdisch im Licht der Scheinwerfer und sie spiegelten auch die Lichter der gezündeten Lichtdegen. Man konnte von den Ardaynes halten, was man wollte, wehleidig waren sie gewiss nicht, aber sie zögerten. Tesseire trat mit ebenfalls gezücktem Lichtdegen und hoch gerecktem Kinn vor, die zerborstenen Kristalle knirschten unter ihrenFüßen. Ispano, komm und trau dich, ich will nachher Curten was Lustiges erzählen - wie Sir Halevyn Jadorris dich fertiggemacht hat. Er ist übrigens mein anderer Halbbruder, wusstest du das?“


Tesseire Onnoria, mit Velago Jadorris und Halevyn Jadorris , Saber Rakes, Zuschauer|

||Obulette – Starfall Grand Hotel – Innenhof ||

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21 Jul, 2014 21:39 38 Tesseire Onnoria ist offline Email an Tesseire Onnoria senden Beiträge von Tesseire Onnoria suchen Nehmen Sie Tesseire Onnoria in Ihre Freundesliste auf
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||Obulette – Starfall Grand Hotel – Innenhof ||

|Tesseire Onnoria, mit Velago Jadorris und Halevyn Jadorris, Saber Rakes, Zuschauer|


Es war eine Wohltat, Ispano dabei zuzusehen, wie er die Augenbrauen zusammenkniff. Tesseire feixte und vollführte dabei einen neckischen Schlenker der blauweiß glühenden Klinge des Lichtdegens. Die Erinnerung ihres Beinahe-Verlobten an die schmachvolle Niederlagen gegen ihren damals sechzehnjährigen Halbbruder nagte also immer noch an ihm. „Du Miststück von einem Bastard…” zischte Alysse Ardayne mit tiefster Verachtung. „Von Deiner Brut gibt es also noch mehr, dazu auch noch Cadriaan…” Tesseire rollte mit den Augen. Es kostete sie einige Überwindung, sich nicht sofort auf die große, knochige Frau zu stürzen, die sie, ihren Bruder sowie Vater und Mutter zutiefst beleidigt hatte. Die logische Konsequenz wäre nun eine Herausforderung gewesen, aber diesen Triumph wollte sie ihr nicht gönnen. Es gab andere und bessere Gelegenheiten, außerdem machte es Spaß, sie mit Worten zu demütigen. „ Reg dich ab, Alysse, deine Knochen rappeln wieder schon so laut. Es könnte Ispanos Konzentration stören, du weißt doch, dass er sie braucht…“, erwiderte sie mit gespielter Langeweile und studierte zufrieden das missfällig verzogene Gesicht ihres Gegenübers. Ispano dampfte förmlich, zog es aber vor zu schweigen. Die Kristallscherben knirschten laut, als Alysse aufgebracht auf den Boden stampfte. Tesseire lachte gehässig und machte keinerlei Anstalten, es zu verbergen. „ Lassen wir die eigentlichen Duellanten ihre Kampf austragen, bevor der arme Ispano noch vor Aufregung platzt. Halevyn, bist du bereit?“ Sie deaktivierte den Lichtdegen, ließ den den aufwendig verzierten Griff einen Salto in die Luft fliegen und steckte ihn in die Halterung, nachdem sie ihn mit einer manierierten Bewegung aufgefangen hatte. Ispano hatte das immer gehasst, wenn sie das tat und jede Provokation kam ihr nur recht, die ihn zur Weißglut treiben würde. „ Allzeit bereit, liebste Schwester“, erwiderte der Rothaarige fröhlich und deutete eine Verneigung an. „ Sir Radiian, würdet Ihr Eures Amtes walten? Ich möchte nun endlich Satisfaktion für die Beleidigungen dieses…Herrn. Oder wollt Ihr Euch vielleicht doch entschuldigen?“ Theatralisch-nachlässig wedelte er mit seinem Fechtarm in Richtung des Herausgeforderten, und sah ihn erst an, als er seine eher rhetorische Frage gestellt hatte. Von der Gegenseite war wie zu erwarten nichts zu hören.

Der Unparteiische, ein schlanker Mann mit kurzgeschorenen blonden Haaren und einem unnatürlich blauen kybernetischen Auge, trat hervor. „Ich stelle fest, dass beide Parteien mit ihren Sekundanten zum Duell erschienen sind. Sir Halevyn Jadorris fordert Satisfaktion für eine schwere Beleidigung seiner Ehre durch Sir Ispano Ardayne. Bevor das Duell beginnt, frage ich beide Kontrahenten, ob sie bereit sind auf den Ehrenhandel zu verzichten, indem sich Sir Ispano förmlich bei Sir Halevyn entschuldigt.” Unruhe machte sich auf der Seite der Ardaynes breit, wieder platzten und knirschten Kristallsplitter. Aufgeregtes Gemurmel ertönte in der Ansammlung der Ardayneschen Anhängerschaft. „Nein, ich entschuldige mich ganz sicher nicht!”, spie der dunkelhaarige Mann mit der weißen Strähne aus. Es war deutlich zu hören, dass er sich eine weitere Beleidigung verkneifen musste. Seine und Tesseire s Blicke trafen sich. Ihr gefielen die Wut und sein gedemütigtes Ego, das hier so deutlich zum Vorschein kam und grinste ihn an. Dann sah er an ihr vorbei, um seinen Herausforderer zu fixieren.

„Das Duell findet bis zur ersten Verletzung durch Lichtdegen statt. Sollten die Waffen ausfallen, können sich die Duellanten einen Ersatzdegen bei ihren Sekundanten nehmen. Sollten die Duellanten ohne Waffeneinwirkung nicht mehr Duellfähig sein, kann einer der Sekundanten ihren Platz einnehmen und bis zur ersten Verletzung weiterkämpfen.”, verkündete der Unparteiische und sah jeden Beteiligten durchdringend mit dem kybernetischen Auge an, das in starkem Kontrast zu seinem natürlichen grünbraunen Auge stand. Er konnte in einem Duell zwischen Mecetti-Angehörigen und Mitgliedern anderer Häuser tatsächlich relativ unparteiisch bleiben. Einige Jahre jünger als Tesseire , hatte er als junger Saber Rake sein rechtes Auge während einer imperialen Razzia verloren. Eine allzu übereifrige imperiale Geheimdienstabteilung war der Ansicht gewesen, dass die Lichtdegenduelle auf verdeckte Jediumtriebe schließen ließen und hatte den Austragungsort seines Duells stürmen lassen. Ein Blasterschuss ins Auge hätte ihn beinahe umgebracht, doch Darvell Radiian hatte schwer verletzt überlebt. Kaum, dass er Monate später genesen war, tat er alles in seiner Macht stehende, damit diese offiziell untersagte, aber dennoch geduldete Tradition weiterbestand und nicht weiter ernsthaft durch das Imperium verfolgt wurde. Wo ein Unparteiischer oder ein Sekundant gebraucht wurde, war Sir Darvell Radiian zur Stelle – Familienfehden seines eigenen Clans und Rivalitäten zu Häusern wie Pelagia und Cadriaan zweitrangig – diese Tradition des Tapani-Sektors ging ihm über alles. Aus diesem Grund gehörte er zu den wenigen Menschen außerhalb ihrer Familie, die Tesseire ehrlich schätzte.

Sie sog einige tiefe Züge des Sauerstoffgemischs aus ihrem Versorgungssystem ein und entfernte die Nasenschläuche, die sie sorgfältig im Kragen des Anzugs verstaute. Weder senkte sie ihren Blick dabei, noch wendete sie sich dabei ab, sondern sah jeden fast herausfordernd an, der sie dabei beobachtete. Obwohl der Unparteiische ihre Eigenheiten kannte, trat er dennoch auf sie zu. „Geht es Euch gut, Lady Tesseire ?”, erkundigte sich Darvell Radiian mit professionellem Interesse, obwohl er die Antwort schon längst kennen musste. „ Vielen Dank für Eure Sorge, Sir Darvell – für zwei oder drei Stunden komme ich ohne die Sauerstoffversorgung aus. Damit kann ich jederzeit als Sekundantin einspringen, wenn es sein muss.“ Sie hatte auch schon mit den Schläuchen einige Duelle überstanden, ohne dass sie beschädigt worden waren, aber es war doch schmerzhaft, wenn sie ihr plötzlich herausgerissen wurden. Das asketisch schmale Gesicht des Unparteiischen verzog keine Miene, auch wenn ihrer Stimme trotz aller gebotener Höflichkeit deutlich anzuhören war, dass sie solche Erkundigungen als Affront für ihre Duellfähigkeit auffasste. „Ich verlasse mich auf Euer Urteilsvermögen, Lady Tesseire und bitte um Eure Verzeihung, falls ich Euren Zustand in Frage gestellt haben sollte.” Er deutete eine leichte Verneigung an und rief die Duellanten zu einem von Reinigungsdroiden freigeräumten Platz in der Mitte des Atriums, welche im Fokus der provisorischen Scheinwerfer stand. Das Licht brach sich vielfarbig in den Kristallsplittern, schimmerte auf den edlen Stoffen, die die Anwesenden trugen, auf Schmuckstücken und Zierat aus Edelmetallen. Eine Versammlung, die nicht anders als die rauschenden Feste in den Ballhäusern und Palästen des Tapani-Sektor war, nur noch mehr mit Abenteuer und Aufregung.

Erwartungsvoll lächelnd stand Tesseire m it ihrem Vater neben Halevyn , der bis zum letzten Moment einigen Damen in seiner Nähe schöne Augen machte.
Beide Duellanten zündeten auf ein Zeichen des Unparteiischen die Lichtdegen, Halevyn s mit einer grünen Klinge, Ispano Ardaynes mit einer hellgelben Klinge, die fast weiß war. „ Du kannst froh sein, dass du ihn doch nicht geheiratet hast. Ich hätte keinen Schwiegersohn mit einem solchen stillosen…. Dings gewollt.“, konstatierte Velago Jadorris eine Spur zu laut und zu affektiert in die gespannte Stille, was seiner Tochter ein amüsiertes Glucksen entlockte. Darvell Radiian verzichtete darauf, die Kontrahenten zum Kampf aufzufordern, denn bei Ispano Ardayne brannten alle Sicherungen durch. Sie erinnerte sich, wie ihr anfangs seine impulsive Ader gefallen hatte - was sich dann jedoch als besondere Empfänglichkeit für Bemerkungen entpuppte, die ihn leicht aus der Fassung brachten. Der irritierte Ardayne-Spross hielt sich nicht einmal mit dem Gruß auf, sondern griff an, als ob er der Herausforderer sei. Er führte die Klinge, als ob er den interessiert wartenden Halevyn wie mit einem Breitschwert in zwei Hälften teilen wollte. Krachend und wummernd schlugen die Energieklingen aufeinander, als ihr Halbbruder den Schlag parierte und mit einer Drehung abwehrte, die seinen Gegner zur Seite schleuderte. Noch während der stolpernde Mann nach seinem Gleichgewicht suchte, setzte der Rothaarige mit einem Ausfallschritt nach. Der Geruch nach verbranntem Stoff stieg auf. Halevyn s Klinge hatte Ispano haarscharf an der Seite erwischt und den Stoff der Tunika versengt, die aus dem Brustpanzer herausragte. Das war noch lange kein richtiger Treffer, für Ego des Dunkelhaarigen jedoch schon und seine Anhängerschaft gab Laute der Überraschung von sich. Er fand wieder sicheren Halt auf dem Boden, wehrte Halevyn s erneuten Vorstoß ab und versuchte mit einem Schlag in einem Halbkreis den Fechtarm seines Herausforderers zu erwischen. Doch jenem gelang es, den Schlag zu blocken und Ispano Ardayne zurückzustoßen. Wieder taumelte der kräftigere Mann. Von seinen Anhängern, deutlich in der Überzahl in dem verfallenen Atrium, kamen ermunternde Rufe. Halevyn wirkte deutlicher frischer, er legte es weniger auf rohe Kraft denn auf Geschicklichkeit und Ausdauer an. „ Nun kommt schon, Sir Ispano, ich habe nicht den ganzen Abend Zeit und möchte endlich meine Credits haben.“, rief er dem schwer atmenden Gegner zu, der bei der Erwähnung der Credits gereizt knurrte. Für Tesseire war das ein wundervoller Anblick, ihr Halbbruder machte alles richtig. Wie gerne hätte auch sie ihm gegenüber gestanden, um sich Genugtuung zu verschaffen – unter den Augen seiner knochigen Schwester und dem Rest der Ardayne-Sippe. Doch das war Halevyns Duell. Vorerst. Sie sah zu ihrem Vater neben sich, dessen Augen unternehmungslustig blitzten. Der Abenteurer bemerkte ihren Blick und grinste ihr verschwörerisch zu.


Tesseire Onnoria, mi t Velago Jadorris und Halevyn Jadorris, Saber Rakes, Zuschauer|

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07 Nov, 2014 19:26 52 Tesseire Onnoria ist offline Email an Tesseire Onnoria senden Beiträge von Tesseire Onnoria suchen Nehmen Sie Tesseire Onnoria in Ihre Freundesliste auf
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|Tesseire Onnoria , mit Velago Jadorris und Halevyn Jadorris, Saber Rakes, Zuschauer|


Die beiden Kontrahenten trugen die ersten Schrammen davon, über ihre Rüstungsstücke zogen sich die Spuren der Lichtdegen, der Geruch von verbrannter Haut und Stoff und angesengten Haaren zog sich durch das Atrium des halbverfallenen Starfall Grand Hotels. Diese Blessuren zählten noch lange nicht als Verletzungen. Sir Darvell Radiian, der Unparteiische dieses Ehrenhandels, würde das Duell zwischen Halevyn Jadorris und Ispano Ardayne erst als beendet erklären, wenn einer der Beteiligten nicht allzu schwer, aber so erheblich verletzt war, dass er nicht mehr weiter fechten konnte. Für Tesseire s Geschmack zog sich das Gefecht schon viel zu lange. Sie wollte Ispano Ardayne von ihrem Halbbruder besiegt und gedemütigt sehen. Halevyn war ausdauernder und wendiger, doch er hatte sich noch nicht die Oberhand erfechten können, denn Ispano verfügte trotz beginnender Erschöpfung immer noch über genügend Wucht in seinen Schlägen. Angetrieben wurde er zudem von der Anwesenheit seiner Anhängerschaft, die ihn durch Zurufe immer wieder anfeuerten. Praktisch alle Zuschauer waren Mecetti-Angehörige und der größte Teil davon war durch familiäre oder andere Zugehörigkeiten mit den Ardaynes verbunden. Eine Niederlage gegen einen Cadriaan-Angehörigen würde eine unglaubliche Blamage für ihn darstellen, und genau darauf baute sie. Je länger das Duell sich hinzog, umso aufgeregter fieberte sie mit. Ihre Hand umschloss immer wieder den Griff ihres breiten Säbels, und jedes Mal, wenn Halevyn seinen Gegner über die Kristallscherben rückwärts in ihre Richtung trieb, war sie versucht, die Waffe zu ziehen und sie dem unausstehlichen Mott über den Schädel zu ziehen.

Doch es wäre eine feige und unehrenhafte Tat gewesen, sie gehörte einer bedeutenden Familie der Koalition Mecetti an und für sie als Bastard, obgleich als Familienangehörige legitimiert, war es sowieso schon nicht leicht. Dennoch musste sie sich zusammenreißen. Also beschränkte sie sich darauf, ihrem Halbbruder zu ermuntern, Ispano weiter zu bedrängen, nicht zu häufig, aber immer, wenn ihr ehemaliger Beinahe-Verlobter sie sehen konnte. Während die Duellanten sich weiter den Schlagabtausch mit den Lichtdegen lieferten, sah Tesseire , wie Alysse Ardayne auf den Unparteiischen einredete und dabei aufgeregt in ihre Richtung deutete. Die Kampfgeräusche, das Zischen und Wummern der Lichtdegen, die schnaufenden Kontrahenten und die Schritte auf dem splitterübersähten Marmorboden machten es unmöglich, irgendein Wort zu verstehen. Tesseire wechselte einen Blick mit ihrem Vater, doch Velago Jadorris zuckte nur mit den Schultern. „ Kümmer dich nicht um sie und unterstütze lieber deinen Bruder. Meine Güte, wo kann eine Frau nur solche Knochen herhaben….“, rief der flamboyante Abenteurer nach einem zweiten Blick auf Alysse Ardayne aus. Er machte eine entsetzte Geste mit beiden Händen und wandte sich dann wieder dem Duell zu Halevyn, gut so, lass den Fleischberg springen“, feuerte er seinen Sohn an, der seinen Kontrahenten gerade veranlasst hatte, auf den Beckenrand des Wasserspiels in der Mitte des Atriums zu springen.

Tesseire stellte feixend fest, dass die Geste bei ihrer Adressatin nicht unbemerkte geblieben war. Wieder versuchte Ispanos Schwester Sir Darvell Radiian etwas mitzuteilen, doch der Unparteiische mit dem kybernetischen Auge winkte ab, ohne seine Aufmerksamkeit von dem Duell abzuwenden. Halevyn setzte Ispano behände auf den Beckenrand nach und brachte ihn mit einer raschen Kombination von Stichen in die Defensive. Bei seinem Versuch, aus dem Rückwärtsschritt einen Gegenangriff zu starten, kam er ins Straucheln. Diesen Moment nutzte Halevyn, um mit seiner Klinge eine kreisförmige Bewegung zu beschreiben und hieb sie in Ispanos Oberarm. Der Geruch nach verbranntem Stoff und Fleisch verbreitete sich schlagartig, gefolgt von einem ungläubigen Aufschrei, der sowohl aus dem Mund des Getroffenen als auch seiner Anhänger kam. Und aus dem Munde Tesseires, doch bei aus Begeisterung über den Vorfall. Ebenso begeistert betrachtete sie, wie der dunkelhaarige Ardayne-Sproß vom Beckenrand zur Seite fiel, Splitter barsten und knirschten unter dem aufprallenden Körper.

Ächzend wälzte er sich hin und her, während Halevyn in aller Seelenruhe folgte und ihm die Spitze des Lichtdegens unter die Nase hielt. Mit der anderen Hand griff er in eine Tasche seiner Weste und fischte ein Taschentuch hervor, mit dem er sich etwas übertrieben Schweißtropfen von der Stirn wischte. Der Unparteiische kam gemessenen Schrittes auf die beiden zu, und sah bedeutungsvoll von einem Kontrahenten zum anderen. „Sir Ispano, seid Ihr in der Lage, das Duell fortzusetzen?”, fragte er den Gefallenen. Jener war mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Rücken zum Liegen gekommen und hielt sich den Arm, über den sich ein tiefer, schwarzverbrannter Spalt zog, aus dem feine Rauchfäden aufstiegen. Splitter des zerborstenen Kristallkandelabers hatten sich in den anderen Arm gebohrt.

Tesseire
seufzte ergriffen ob des wunderbaren Anblick und schenkte ihrem ehemaligen Geliebten ein strahlendes Lächeln. „Ihr habt schon bedeutend bessere Witze gemacht, Sir Darvell !”, zischte Ispano und gab somit zu, dass er verloren hatte. „Sir Halevyn Jadorris, ist Euch damit Satisfaktion getan?” Der rothaarige Saber Rake neigte mit einem feinen Lächeln den Kopf. „ Das ist es, und wenn Sir Ispano so freundlich ist, mir die Credits zu geben, die er mir schuldet, ist der Ehrenhandel abgegolten.“
„Ich erhebe Einspruch!”, rief Alysse Ardayne dazwischen und löste sich aus der Menge der umstehenden Anhängerschaft „Mein Bruder wurde von den Sekundanten dieses…dieses…Mannes beleidigt und abgelenkt!” Tesseire traute ihren Ohren nicht, sie wollte schon dem Klappergestell entgegeneilen, doch ihr Vater hielt sie fest. Nicht jetzt, bedeutete sein fast unmerkliches Kopfschütteln. „Mein Schiedsspruch steht fest, Lady Alysse . Ich habe keine formalen Verstöße außerhalb des Duells festgestellt. Euer Bruder hat seine Niederlage anerkannt und muss seine Verpflichtungen erfüllen. Sir Halevyn hat das Duell gewonnen. Das ist mein letztes Wort. Ansonsten steht es euch frei, Lady Tesseire und Lord Jadorris zum Duell zu fordern.”, erwiderte der asketische blonde Mann kühl. „Eure erste Sorge sollte jedoch den Verletzungen Eures Bruders gelten, wenn er keine bleibenden Schäden davon tragen will..“

Ein wenig bedauerte es Tesseire schon, dass ihre langjährige Kontrahentin schließlich klein beigab. Jedoch hatte ihr Vater Recht – der richtige Zeitpunkt war noch nicht gekommen. Daher weidete sie sich am Anblick Ispanos, wie seine Verwandtschaft und Anhänger versuchten, wenigstens die sichtbaren Wunden zu versorgen. Der dunkelhaarige Mann knurrte und ächzte in einem fort, doch seine wahren Schmerzen saßen ganz woanders. Halevyn kehrte mit einem breiten Grinsen und einem Beutel voller fröhlich klirrender Creditsticks zu ihr und Velago zurück. „Es ist wirklich unfassbar, dass fast alle hier auf deinen Verflossenen gesetzt haben, liebe Schwester. Aber umso besser für mich...“ „Es kann und darf einfach nicht sein, dass ein Mecetti-Angehöriger gegen einen Cadriaan verliert, schon gar nicht, wenn man Ardayne heißt. Du hättest ihn sehen sollen, als er von meinem kleinen Bruder fertiggemacht wurde“ , sagte sie zufrieden lächelnd „Das kann dir Curten nachher erzählen. Wir sollten allerdings zusehen, dass wir hier so schnell wie möglich heraus kommen. Ich verwette deinen ganzen Gewinn darauf, dass Alysse bereits dabei ist, einen Plan auszuhecken, um die Schmach zu rächen…“

Das Atrium hatte sich rasch geleert, nachdem Ispanos Wunde versorgt war und seine Sippschaft abgezogen war. Nur noch einige wenige, vor allem jüngere Zuschauer befanden sich noch hier, um den Ausgang des Duells zu diskutieren und weitere Pläne für den Abend zu schmieden. Ein ernüchternder Anblick nach dem aufregenden Ereignis. Etwas wehmütig dachte Tesseire an die Zeiten ihrer Jugend, wo sie wie die meisten jüngeren Saber Rakes einem Abenteuer nach dem anderen nachgejagt war, wo man keinen Gedanken an die Zukunft verschwendete. Sie ließ ihre Blicke in die vielen dunklen Ecken der Hotelruine schweifen, und aus einer von ihnen löste sich eine Gestalt.



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28 Jan, 2015 21:37 31 Tesseire Onnoria ist offline Email an Tesseire Onnoria senden Beiträge von Tesseire Onnoria suchen Nehmen Sie Tesseire Onnoria in Ihre Freundesliste auf
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|Tesseire Onnoria , mit Velago Jadorris und Halevyn Jadorris, Saber Rakes, Zuschauer|


Ein blau leuchtendes kybernetisches Auge blitzte aus den Schatten zwischen hohen kannelierten Marmorsäulen auf. Tesseire nahm die Hand vom Schwertgriff, und auch ihr Vater und Halbbruder taten es ihr gleich, als sie die Gestalt in der für Tapani-Verhältnisse recht schlicht gehaltenen Kleidung erkannten. „Sir Darvell , Ihr lebt gefährlich“ , stellte sie leicht spöttisch fest, als der Mann näher trat, der das Duell als Unparteiischer begleitet hatte und grinste maliziös. „Reicht es Euch nicht, dass Ihr es Euch schon mit Alysse verscherzt habt?“ Darvell Radiian zeigte ein feines, undeutbares Lächeln und neigte den Kopf. Aus der Nähe wirkte er noch hagerer, allerdings noch lange nicht so grobknochig wie Alysse Ardayne. Die hellblonden Haare lagen in einer kurz geschnittenen Zangenfrisur eng auf dem kantigen Schädel an, das Halbdunkel des Übergangs vom Atrium zur Eingangshalle unterstrich den gesamten asketischen Ausdruck des Unparteiischen und ließ das künstliche Auge noch fremdartiger wirken.

„Ich wollte Euren Bruder zum Sieg beglückwünschen, Mylady und sicher stellen, dass sich niemand zu voreiligen…hm…Reaktionen hinreißen lässt, solange Ihr Euch noch mit Euren Angehörigen im Gebäude befindet.“ Velago lachte so laut auf, dass es von dem alten Gemäuer widerhallte. . „Als ob wir uns nicht wehren wüssten, guter Sir. Dennoch ehrt uns Eure Sorge für uns elendes Cadriaanpack. Oder habt Ihr nur nach einem Vorwand gesucht, um meiner Tochter näher zu kommen? Immerhin darf sie sich dem Hause Mecetti zugehörig fühleln…“ Jovial packte er ihn bei der Schulter und zwinkerte ihm und Tesseire verschwörerisch zu. Sie liebte ihren Vater so wie er war, großspurig, exzentrisch und gnadenlos vorlaut, doch es gab Momente, in denen sie es lieber gehabt hätte, wenn er nicht immer alles von sich gab, was er dachte. Zum Glück war es in dem Verbindungsgang vom Atrium zum Eingang des Hotels dunkel genug, denn so konnte niemand genau erkennen, dass ihr das Blut ins Gesicht schoss.

„Vater…!“
, wandte sie halb empört, halb peinlich berührt ein, obwohl sie sich gleichzeitig nicht eines gewissen Amüsements erwehren konnte. „Ja, der bin ich…und ich war auch einmal so jung. “ „Mylord, ich versichere Euch….“ „Nur keine falsche Scheu, junger Mann. Mir dünkt, dass Ihr nun wisst, wie wir mit solchen Halunken umspringen, die das sensible Herz meiner Tochter brechen…. “ Tesseire öffnete den Mund zu einem Versuch, ihren Vater zu unterbrechen, ließ es aber bleiben. Es war vergebens, ihn von einer einmal angefangenen Ansprache abzuhalten. Halevyn grinste nonchalant und beobachtete die Szene als lachender Dritter, wovon ihn auch nicht der drohende Gesichtsausdruck seiner Halbschwester abhielt.

„Sie ist so ein intelligentes Mädchen, was sie von mir hat, und so hübsch wie ihre Mutter - Ihr kennt ihre Mutter sicher. Und sie steht meinem Sohn im Fechten in nichts nach, das habe ich ihnen alles beigebracht, also hütet Euch davor, ihr Unrecht zu tun. Es wäre eine Schande, einen solchen grandiosen Duell-Schiedsrichter zu Bantha-Poodoo zu verarbeiten“ „Ich werde mir Eure Worte zu Herzen nehmen, Mylord….“, versicherte Sir Darvell ergeben, weil ihm anscheinend klar wurde, dass ihm nichts anderes übrig blieb. Dennoch trug er die Situation mit Fassung. Es gab nichts Schlimmeres, als in Gegenwart ihres Vaters die Contenance zu verlieren, denn solche Leute waren weder ihres noch seines Umgangs nicht würdig, wenn sie sich durch ihn zu einem unstandesgemäßen Verhalten verleiten ließen. Ihre Aufregung legte sich bei diesem Gedanken, denn der Stolz war größer als die Verlegenheiten, in die er sie bisweilen brachte.

„Aber sagt mir, über was wollte sich meine liebe Fast-Schwägerin Alyssebei Euch während des Duells beschweren? Oder dürft Ihr als Unparteiischer nicht darüber sprechen?“
, hakte sie ein, während sie weiter in Richtung der Hotellobby gingen, bevor Velago weiter über die Bedingungen schwadronieren konnte, die ein künftiger Partner für sie erfüllen sollte. „Das Duell ist beendet, Mylady, und meine Aufgabe erfüllt.“, sagte er lapidar und zuckte mit den Schultern, „Sie beschwerte sich, dass Ihr und Euer Vater ihren Bruder und sie mit Blicken und Gesten verhöhnt, und somit ablenkt. Aber mich geht das Verhalten der Sekundanten und Zuschauer nichts an, solange niemand das Duell stört. Wer als Duellant Zeit hat, sich ablenken zu lassen, darf sich nicht wundern, wenn er verliert und ist somit nicht das Problem des Unparteiischen“ Tesseire lächelte triumphierend. Ein erneuter Sieg über die Ardayne-Brut, an dem sie alle mehr zu nagen hatte als an bloßen Duell-Verletzungen. Natürlich würde der Ausgang dieses Duells Folgen haben, und sie freute sich darauf.

Sie erreichten unbehelligt die große Hotellobby, durch deren halb getrübten, halb eingefallenen hohen Fenster das Zwielicht der sterbenden roten Sonne Obulettes fiel, viele Stellen der modernden und bröckelnden, indes immer noch prachtvollen Inneneinrichtung wirkten wie in altes Blut getaucht. Noch sehr viele Generationen der Mecetti-Häuser würden in dieser morbiden Dämmerung leben und sich befehden, Intrigen spinnen und Duelle austragen. Für Tesseire war das die richtige Atmosphäre. Welten wie Naboo, Inbegriffe paradiesischer Natur und friedlicher Einwohner, waren gewiss für eine Weile schön anzuschauen, jedoch auf Dauer langweilig. Das Leben auf Obulette war dekadent und abenteuerlich, mehr als in allen anderen Provinzen des Tapani-Sektors, unter lächelnden und schönen Fassaden lauerten hässliche, aber faszinierende Abgründe. Es war ihr Paradies, und sie war stolz und froh, dass sie es in diesen Momenten mit ihrem Vater und Bruder teilen konnte. In einem Augenblick des Schweigens betrachtete sie Darvell . Vielleicht hatte ihr Vater gar nicht so unrecht. Und welcher Saber Rake, der etwas auf sich hielt, besaß noch komplett eigene Körperteile?


|Tesseire Onnoria, mit Velago Jadorris und Halevyn Jadorris, Darvell |

||Obulette – Starfall Grand Hotel – Hotellobby ||

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29 Jan, 2015 22:33 54 Tesseire Onnoria ist offline Email an Tesseire Onnoria senden Beiträge von Tesseire Onnoria suchen Nehmen Sie Tesseire Onnoria in Ihre Freundesliste auf
Joruus Kelso Wessiri
Rollenspiel-Charakter




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Obulette – Starfall Grand Hotel – Hotellobby

Joruus Kelso Wessiri, etwas weiter entfernt von ihm Tesseire Onnoria, mit Velago Jadorris und Halevyn Jadorris, Darvell



Endlich wieder eine andere Welt, eine neue Herausforderung für das Model. Er war hier für einen Auftrag, ein einträgliches Aufträgchen, nur eine kleine Modeshow, auf der er glänzen würde. Natürlich würde er das. Joruus glänzte immer und zu jeder Gelegenheit. Zumindest fühlt er sich so. Der Flug war langweilig gewesen, sehr ermüdend, von der öden Gesellschaft einmal abgesehen. Manchmal hatte er eben großes Pech. Doch das Hotel entschädigte ihn schon beim Eintreffen. Sein Gepäck war schon vor ihm eingetroffen, weil er sich noch etwas umschauen wollte. Hoffentlich wussten die Leute hier seine Anwesenheit zu schätzen. Ob man ihn hier erkannte? Er hoffte es, glaubte es aber nicht wirklich, schließlich war er mehr auf seiner Heimatwelt berühmt und expandierte erst so richtig nach außen.

Stolz erhobenen Hauptes und mit wehender rotbrauner Mähne marschierte er auf den Empfang zu, wo ihn, welche übergroße Freude, ein menschenähnlicher Angestellter und kein Droide begrüßte. Dezent schaute er sich um, bemerkte dabei auch das Grüppchen, das sich etwas weiter von ihm entfernt unterhielt. Mit gut einstudierter Lässigkeit richtet er sich den Kragenaufschlag und wischte eine eingebildete Fluse vom Ärmel des Samtjacketts, das ihm so gut stand und seine Figur auf wunderbare Weise umschmeichelte. Er beglückwünschte sich zur Auswahl seiner heutigen Garderobe, die hier doch etwas auffiel, zumindest bei Männern. Seine Garderobe versteckte nichts, sie betonte die Vorzüge des Mannes mit der auffallenden Haarmähne.

„Joruus Kelso Wessiri. Miriam Welbrook von den Obulette Modeschauen hat für mich reserviert. Mein Gepäck müsste schon eingetroffen sein“, kam er dann doch recht schnell zur Sache, weil er das nervige Einchecken erledigen wollte. Der Mann schien ihn nicht zu kennen, was Joruus schade fand. Aber gut, das würde sich nun ändern. Jeder auf Obulette würde ihn nach den dreitägigen Modeschauen kennen. Es einfach müssen! Der Angestellte schaute auf ein Display, gab einige Daten ein und schon hatte Joruus seine Schlüsselkarte. „Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Aufenthalt, Mister Wessiri.“
Ach schade, der Diener, nein, Angestellte, frage nicht, was er mit der Modeschau zu schaffen hatte. Nun gut, es machte nichts. Es durfte nichts machen. Nach seinem Auftritt hier, würde er nicht mehr vergessen werden. „Ihr Gepäck haben wir bereits auf ihre Zimmer gebracht.“ Mit einem Nicken bedankte sich das Model, der Designer und schritt dann, wieder mit gut einstudierten Bewegungen und einem angepassten Tempo, in der Lobby herum. Das war fremdes Terrain, hier musste er sich erst eingewöhnen und alles auf sich wirken lassen. Schade, dass Miriam keine Zeit gehabt hatte, aber er kam auch so gut zurecht, schließlich brauchte er kein Kindermädchen. Er war ein Star! Zumindest in der Heimat, obwohl seine Modelle bereits auf andere Planeten des Sektors gelangten. Ob er hier so erfolgreich sein würde? Das Hotel war bestimmt klasse, auf den ersten Blick, auf den zweiten wirkte es so, als bräuchte es dringend ein Facelifting. Doch er wollte sich nicht vom ersten, nein, es war der zweite Eindruck täuschen lassen. Miriam hatte das Hotel empfohlen und ihn hier einquartiert. Wo waren im Übrigen die anderen Models untergebracht? Er hatte vor, später noch Miriam eine Nachricht zu senden, da konnte er das noch ansprechen. Vorerst schaute er sich um und fand mehr und mehr Gefallen an der schauderhaft, heruntergekommenen Eleganz, die im Abendlicht eine besondere Form und Farbe bekam. Gedankenverloren setzte er seinen Weg fort und entwarf dabei ein Kleid in Gedanken, das genau das widerspiegeln sollte. Er brauchte dringend Stift und Flimsi, jede Menge davon, auf der Stelle! Nein, er hatte es bereits im Kopf. Sein Blick wurde verträumt, als er die Stoffe in Gedanken aussuchte und bemerkte nicht, dass er sich immer weiter der Gruppe näherte, sie sich gerade so innig unterhielt, worüber auch immer. Nichts konnte so interessant sein wie Mode!


Obulette – Starfall Grand Hotel – Hotellobby

Joruus Kelso Wessiri, etwas weniger weit entfernt von ihm Tesseire Onnoria, mit Velago Jadorris und Halevyn Jadorris, Darvell

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Nur die Besten kommen ganz nach oben.

02 Jan, 2019 17:50 45 Joruus Kelso Wessiri ist offline Email an Joruus Kelso Wessiri senden Beiträge von Joruus Kelso Wessiri suchen Nehmen Sie Joruus Kelso Wessiri in Ihre Freundesliste auf YIM Screenname: Herta
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In dem großen Hotel herrschte momentan nur wenig Betrieb. Das Personal würde sowieso vor allem damit beschäftigt sein, die Schäden im Atrium zu beheben. Für die Kosten für den von ihrem Vater heruntergeschossenen Kristalllüster und die Spuren der Lichtdegen musste sowieso der Verlierer aufkommen, ein weiterer Schlag für Ispanos angekratzte Ehre. Nicht, dass es sich die Ardaynes nicht leisten konnten, aber hier ging es ums Prinzip und das gefiel Tesseire ganz besonders. Ihr Beinahe-Verlobter hatte Halevyn den Sabacc-Gewinn in bar zurückgegeben, und das missmutige Gesicht war einfach großartig gewesen. „Habt Ihr heute noch etwas vor?“ , wandte sie sich an Sir Darvell , „ich würde mich freuen, wenn Ihr uns zum Abendessen bei meiner Familie begleitet“ Der Unparteiische mit dem kybernetischen Auge neigte den Kopf. „Sehr gerne, Mylady“, erwiderte er, aus der Richtung von Vater und Bruder kam ein verschwörerisches Feixen. Tesseire] rollte mit den Augen, aber mit einem schmalen Lächeln, die beiden waren einfach unverbesserlich.

Sie war im besten heiratsfähigen Alter, wie in den Tapani-Provinzen üblich, seit sie 30 Jahre alt geworden war und konnte froh sein, dass ihre Mutter nicht auf eine arrangierte Ehe gedrängt hatte. Allerdings hatten sie dennoch auffällig unauffällige Besuche von befreundeten Familien der Mecetti-Provinz sowie aus Reena und Calipsa erhalten, die zufällig ihre Söhne aus den gleichen Jahrgängen mitbrachten. Manchmal konnte sie sich davor drücken, wenn sie auf einer Forschungsreise oder Ausgrabung war, aber manchmal war es einfach unvermeidlich. Schließlich schien die Beziehung mit Ispano Ardayne zu einer dauerhaften Verbindung führen, wovon sogar Tesseires Stiefvater begeistert war. Auch für die Ardaynes wäre die Verbindung zu den Onnorias sehr vorteilhaft gewesen, da konnte man darüber hinwegsehen, dass Tesseire leiblicher Vater zum Hause Cadriaan gehörte. Dazu hatte sie für Ispano wirkliche Gefühle gehabt. Dass er stolz und leicht in seiner Ehre zu treffen war, hatte sie nicht gestört – bis zu dem Zeitpunkt, wo er von ihrem kleinen Bruder in einem Duell geschlagen worden war...Curten war einfach jung und vorwitzig, und hatte sich von Ispano nicht beeindrucken lassen, wie ein Sechzehnjähriger eben so war. Nur war der älteste Ardayne-Spross zutiefst gekränkt, dass er nicht einmal die Möglichkeit zur Revanche genutzt hatte.


Tesseire seufzte und fast wäre sie mit einem der wenigen Hotelgäste zusammengestoßen, von dem sie im ersten Augenblick nicht wusste, ob es ein Mann oder eine Frau war. „Pass doch auf, du blinde Affenechse“ , fauchte sie das in Samt gekleidete Wesen mit den langen rötlichen Haaren, das auf den zweiten Blick wohl doch eher ein Mann war. Ihre Hand fuhr zum Griff ihres Lichtdegens, aber Darvell hielt ihren Arm zurück. „Ist das nicht dieser Modefuzzi von Barnaba, auf den deine Mutter so steht, Tess?“, tönte es hinter ihr „Ja, das ist Joruus Wessiri , bestätigte Halevyn , „meine Mutter findet ihn auch großartig“ Ohne sich um den Mann vor ihr zu kümmern, dem sie beinahe den Lichtdegen um die Ohren geschlagen hätte, drehte sie ihren Kopf zu Velago . „Woher weißt du sowas, Vater?“ Dieser lächelte unschuldig und zuckte mit den Schultern. „Ein Mann muss immer auf dem neuesten Stand sein, was die Frauen in seinem Leben angeht, besonders die Mütter seiner Kinder“ Sie wandte sich wieder dem Kerl zu, der sie beinahe angerempelt hätte und musterte ihn genauer. Der Name war ihr ein Begriff. Jeder, der in der Expanse und auf den Freeworlds nicht gerade in einer Mynockhöhle hauste, hatte von diesem extravaganten Menschen gehört, der quasi aus dem Nichts zu einem Star barnaba'scher Extravaganz und schließlich der ganzen Region geworden war. Und im hiesigen HoloNet kam man sowieso nicht an ihm vorbei. Ein Mann mit Ehrgeiz, wenngleich mit fragwürdigem Geschmack, wie sie fand "Aha, gut" , sagte sie etwas ruhiger, "was führt Sie denn nach Obulette, Mister Wessiri?"


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Joruus hatte keinerlei Augen mehr für seine Umgebung. Er schwelgte in Stoffen und Accessoires. Diese Farben! Dieses schauderhafte Rot! Er brauchte dieses Rot für ein Kleid, ein opulentes Abendkleid mit lilafarbener Spitze! Ausladend an den Hüften und figurbetont am Oberkörper. Oh ja, der Busen musste wogen. Aber so richtig! Verpackt in Brokat von diesem schauderhaften Rot. Sonst kein Zierrat, kein Schmuck, nichts. Genau. Das Kleid würde nur durch Farbe und Schnitt bestechen. Im Geiste zeichnete er schon sein Muster und hatte dabei völlig auf die kleine Gesellschaft vergessen, die hier in der Nähe stand. Erst als er ein Geräusch vernahm, das ihm so gar nicht gefiel, kam er schlagartig ins Hier und Jetzt zurück. Was war das jetzt? Der begabte Schneider, Modedesigner, Model, etc. riss erschrocken die Augen auf und strich sich mit einer hastigen Bewegung die Haare aus dem Gesicht. Man erkannte ihn! Hier auf Obulette. Das war doch ein Träumchen. Trotzdem saß ihm der Schrecken noch tief. Schon lange war er nicht mehr bedroht worden, nicht mehr, seitdem er sich von der verheirateten Sexgöttin von Canal 9 getrennt hatte. Das war ein heißer Ofen gewesen, leider hatte sie zu sonst nichts weiter getaugt. Viel Busen, viel A… andere Dinge, aber es war kaum ein anregendes Gespräch möglich gewesen. Natürlich war sie wütend gewesen und hatte ihn sehr medienwirksam bedroht, mit einem Blaster, den sie aus irgendwelchen Requisiten geholt haben musste. Trotzdem war seine Angst eine Weile echt gewesen. Doch das hier war etwas anderes. Die Leute schienen freundlich und erkannten ihn! Sie freuten sich. Das war doch wunderbar.


Natürlich dauerte der Schrecken nicht so lange an, denn er war Profi und sehr schnell hatte er sein charmantestes Lächeln aufgesetzt und verneigte sich vor diesen Herrschaften. Zu dumm, dass er keine Zeit gehabt hatte, sich mit den wichtigen Persönlichkeiten Obulettes vertraut zu machen. Aber der Termin folgte zu rasch auf die Einladung. Nun musste er das beste aus der Situation machen.

„Guten Abend. Ich bin natürlich wegen der Modeschau hier, die übermorgen stattfinden wird. Sie haben bestimmt davon gehört, oder auch nicht, das wäre betrüblich. Miriam Welbrook wäre wahrscheinlich geknickt, wenn sie erführe, es wüsste keiner davon.“ Hoffentlich findet sie statt, hängte er in Gedanken noch dran, denn hier schien keiner etwas davon zu wissen. Wenn ihm Miriam einen Streich gespielt hatte, dann würde sie etwas erleben. Wer ihn vorführte, der wurde selbst sehr schnell zum Vorgeführten. Von diesen Gedanken ließ er sich natürlich nichts anmerken. „Was ich allerdings am meisten brauchte, habe ich bereits bekommen. Eine Inspiration für die nächste Kollektion. Dieses Abendrot ist schauerlich schön. Oh verzeiht … Wie unhöflich von mir. Ich bin entzückt, Ihre Bekanntschaft zu machen. Mit wem mache ich denn eigentlich Bekanntschaft? Sie sind mir zweifelsohne klar im Vorteil und ich wahrscheinlich gesellschaftlich etwas isoliert.“ Er lächelte charmant, jungenhaft und um Verzeihung bittend, was er sehr gut konnte, denn es war sein Kapital, wobei er alle vier Leute gleichermaßen bedachte, keinen zu sehr oder zu lange anschaute. Es war schon von Vorteil so exaltiert zu sein und vor allem auch ein Kind von Fröhlichkeit und guter Laune, nichts sollte seinen Sinn für die Schönheit trüben, wobei auch Trauer schön sein konnte, in einem gewissen Rahmen natürlich, man musste sie nur richtig verpacken. Auch Zorn hatte seinen Reiz, wenn man ihn nicht unmittelbar erlebte.

Wie gern würde er diese Leutchen hier neu einkleiden und sie vor allem von diesem vielen lästigen Schmuck befreien und den grässlichen Waffen. Ja, es wäre eine Erlösung, eine Rückkehr zur Opulenz der Einfachheit (in Samt, Seide und Banthaleder oder irgendwelche Echsenhäute, die er so gern verwendete, dazu noch Spitzen und unzählige Ziernähte). Aber kaum Schmuck. Schmuck lenkte vom Wesentlichen ab, was in dem Fall die Bekleidung war.


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Tesseire hatte Manieren, auch gegenüber dem Bürgertum, weshalb sie dem Redefluss dieses Modemenschen überhaupt Beachtung schenkte. Die Zeiten, zu denen man solchen Leuten den Mund mit einem gezielten Blasterschuss oder einem Klingenstreich verschloss, waren schon einige hundert Jahre her, was sie manchmal bedauerlich fand. Ihr Gegenüber war die Inkarnation der barnaba'schen Obsession für Mode und zweifelhaften Geschmack. Wer glaubte, ausgerechnet hier eine Modeschau abhalten zu wollen, konnte nur verrückt sein und sie hatte nicht die geringste Ahnung, wer diese Miriam war. Was ihren eigenen Stil betraf, so brauchte sie niemanden, der ihr erzählte, was sie zu tragen hatte, sondern verließ sich auf ihren eigenen Geschmack. Skeptisch zog sie die Augenbrauen hoch, während Wessiri über das schauerlich schöne Abendrot schwadronierte. „So sieht es hier immer aus“ , konstatierte sie kühl. Schauerlich, aber sicher nicht schön war die Kombination an Farben, die der Barnaba-Modefuzzi trug. Sie mochte Extravaganz, aber gewiss gehörte sicher kein senffarbenes Hemd in Kombination mit einer lilafarbenen Krawatte (wer trug so etwas?) und dieser Haarfarbe, die ihrer eigenen frappant ähnelte. Und die ihres Halbbruders. Ein weiterer schauerlicher Gedanke schoss ihr durch den Kopf. Ihr Vater war in jungen Jahren sehr weit im Tapani-Sektor und darüber hinaus herumgekommen. Womöglich waren sie und Halevyn nicht die einzigen Folgen des Charmes von Velago Jadorris geblieben, höchstens diejenigen, von denen er wusste. Sie versuchte tief Luft zu holen, soweit es ihr ohne die Atemschläuche möglich war.

„Ich bin Lady Tesseire Onnoria, aus dem Haus Mecetti. Sir Darvell Radiian, ebenfalls aus dem hiesigen Haus.“ , stellte sie sich und ihren Begleiter vor, der dem bunten Vogel knapp zunickte. Kaum, dass sie ausgesprochen hatte, stürzte schon ihr Vater nach vorne. „Baron Velago Jadorris, aus der Cadriaan-Provinz, ich bin Tess' Vater, es ist mir eine Ehre“ , rief er aus und klopfte der schlanken Gestalt des Designers herzhaft auf die Schulter. „und das ist mein Sohn, Sir Halevyn Jadorris Grinsend trat der Angesprochene herbei. Hallo Mister Wessiri, meine Mutter ist ein großer Fan von Ihnen. Sie wird sicher sehr neidisch sein, dass ich Sie persönlich getroffen habe, Tesseires Mutter wahrscheinlich auch“ Schon wollte sie erleichtert aufatmen, dass sie vor der weiteren Anwesenheit dieser Gestalt bewahrt wurden, doch da hatte sie sich zu früh gefreut. Halevyn hatte ihrem Vater das richtige Stichwort gegeben. Obwohl dieser nicht einmal Stichworte brauchte, um Dinge zu tun, die die meisten Leute zum Wahnsinn trieb. „Ach, dann wollen wir doch wenigstens Lissi glücklich machen, meint ihr nicht?“, sagte Velago spitzbübisch lächelnd zu Tochter und Sohn, fasste den langhaarigen jungen Mann scharf ins Auge und strich sich über den Kinnbart. „Kommen Sie doch mit uns, Mister Wessiri. Wir waren sowieso auf dem Weg zum Haus der Onnorias. Wenn ich schon mal auf Obulette bin, muss ich doch doch der reizenden Mutter meiner Tochter meine Aufwartung machen. Tess hat gerade Sir Darvell zum Abendessen eingeladen, da kommt es auf einen mehr auch nicht mehr an. Vor allem wenn es sich um einen solch illustren Gast handelt.“ Damit war jede Gegenwehr zwecklos. Hatte Tesseire damit gerechnet, vielleicht noch ein oder zwei Stunden ohne zusätzliche Sauerstoffzufuhr auszukommen, so war es an der Zeit, die Versorgungsschläuche wieder anzulegen. Wirklich böse konnte sie ihrem Vater allerdings auch nicht sein. Sie hatte ihn in der letzten Zeit nicht oft gesehen, und freute sich jedes Mal, wenn sie ihn und Halevyn treffen konnte. Auch wenn es öfters...anstrengend wurde.



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05 Jan, 2019 00:58 18 Tesseire Onnoria ist offline Email an Tesseire Onnoria senden Beiträge von Tesseire Onnoria suchen Nehmen Sie Tesseire Onnoria in Ihre Freundesliste auf
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Joruus war froh, dass diese üblen Zeiten vorüber waren, in denen man als Bürgerlicher kaum jemals die Möglichkeit bekam, sich mit dem Adel abzugeben oder von denen gar bemerkt zu werden und man mehr oder weniger kuschen musste, wenn einer davon hustete. Auf Barnaba hatte er natürlich Kontakte zu Adligen, aber das waren alles kleine Fische gegen die Angehörigen des Hauses Mecetti, die doch das Machtzentrum von Obulette und aller Planeten, die unter der wohlmeinenden Fuchtel dieser Leute standen, bildeten. Der Modeschöpfer hatte kurz das Gefühl, einen Herzinfarkt, einen Schlaganfall und dem Wahnsinn zu verfallen – alles gleichzeitig. Er konnte es kaum verhehlen, aber er war beeindruckt. Deshalb musste er sich erst einmal befehlen, zu atmen, ruhig zu lächeln und so zu tun, als würde er ständig mit dem Hoch- oder beinahe Hochadel zu tun haben. Wie gut, dass er so viel an seinem Verhalten und den Manieren trainiert hatte, um auch diese Situation angemessen (so hoffte er zumindest) zu meistern.

„Lady Tesseire, Sir Darvell. Es ist mir eine Ehre“, begrüßte er die beiden und neigte leicht den Kopf, nur ein klein wenig, doch machte es den Eindruck, als würde er sich tief verneigen. Joruus würde nie mehr an Ehrerbietung zeigen, auch wenn es innerlich anders aussehen mochte. Dann spürte er ein Klopfen an der Schulter, das so herzhaft und gänzlich unerwartet war, dass er einen Schritt nach vorne machte, um nicht zu stolpern. Rasch wandte er sich den beiden Herren zu, von denen sich der Ältere als Baron vorstellte. Er hatte noch nie einen waschechten Baron kennen gelernt! Natürlich hatte er für die Adligen von Barnaba und auch anderer Planeten, ebenso für die Angehörigen der großen Konzerne Kleidung gemacht, jedoch nie privaten Kontakt mit diesen Leuten gepflegt. Es war stets hochprofessionell abgelaufen. Was für eine Sensation für das Männermodel. Und dann noch die Einladung, die ihn einen Moment sprachlos machte. Sein charmantes Lächeln blieb trotz der Überraschung, schließlich wollte er sich keine Blöße geben, denn auch er war berühmt und wie sich gezeigt hatte, hatte er hier Fans! Hier auf Obulette, das nicht gerade für seinen Style bekannt war.

„Baron Velago, Sir Halevyn. Ich bin sehr erfreut, Ihre Bekanntschaft zu machen. Ich habe noch ein Holobild, das ich für Ihre Mutter mit einer persönlichen Widmung versehen kann, Sir Halevyn, falls das Ihrer Mutter Freude machen würde.“ Für seine Fans hatte er immer Zeit. Das war auch gut, denn deshalb blieb die Meinung der Öffentlichkeit über ihn gut und verzieh ihm sogar den einen oder anderen Fehltritt. Er zog aus seiner Jackeninnentasche ein Bild, das ihn zeigte, wie er an einem Strand auf Vycinyth posierte. Ein weißes Hemd mit Rüschenkragen, am Hals mit einer dünnen Samtschnur gebunden, offenen Haaren und einem freundlichen Blick, der alle Wesen willkommen heißen wollte. Mehr sah man von ihm nicht. Zum Glück verschandelte der Tapani Kunst und Sport Komplex nicht die wunderbare Einfachheit der Szenerie im Hintergrund. Nur der Ozean war zu sehen. Er mochte Luxus und allen erdenklichen Komfort, doch manchmal war er störend, bei Aufnahmen zum Beispiel oder wenn er etwas Ruhe vom ständigen Trubel brauchte. „Was würde Ihre verehrte Mutter gern lesen?“, fragte er den jungen Mann und schaute ihn (noch immer lächelnd) an. „Ich bin entzückt, Baron Velago, und nehme die Einladung sehr gern an.“ So eine Gelegenheit durfte er sich nicht entgehen lassen, außerdem hatte er ohnehin noch keinen Plan gehabt, wo er heute Abend speisen sollte. Hoffentlich passierte ihm beim Essen kein Fauxpas, das würde ihn wahrscheinlich auf Obulette jede Chance auf Erfolg kosten. Miriam musste er allerdings noch verständigen und etwas frisch machen wäre auch nicht das Verkehrteste, schließlich war er doch schon einige Zeit unterwegs und trug noch immer seine Reiseklamotten. „Wenn ich mich noch kurz frisch machen darf, ich bin eben erst angekommen und trage noch meine Reisekleidung.“ Mit einer gezierten Bewegung strich er sich gewollt nachlässig über die Kleidung, um das Offensichtliche noch zu unterstreichen. Die Widmung für die Mutter des jungen Mannes würde er vorher auf jeden Fall noch schreiben, nicht dass das unterging. Die Fans gingen vor. Und wenn diese Leute jetzt schon losziehen wollten, dann musste er eben in seiner Reisekleidung mitgehen. Sie war ja nicht schlecht, allerdings hatte er weitaus Besseres in seinem Gepäck, schließlich musste er doch für alles gewappnet sein, und ein Mann, der derart von seinem Aussehen abhängig war, hatte stets darauf zu achten, wie er aussah.


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05 Jan, 2019 16:42 01 Joruus Kelso Wessiri ist offline Email an Joruus Kelso Wessiri senden Beiträge von Joruus Kelso Wessiri suchen Nehmen Sie Joruus Kelso Wessiri in Ihre Freundesliste auf YIM Screenname: Herta
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Es konnte für einen solchen Menschen nicht weniger als eine Ehre sein, bei ihrer Familie eingeladen worden zu sein. Sowohl was den Teil mütterlichseits und denjenigen väterlichseits betraf. Immerhin ließ sich der Stammbaum der Familie Jadorris bis zu den Glanzzeiten des Hauses Pelagia zurückverfolgen, worauf sie sehr stolz war – wenngleich sie dem Haus Mecetti angehörte, welches für den Niedergang Pelagias verantwortlich war. Nun, das war eben der Lauf der Galaxis, die einen kamen an die Macht, die anderen mussten zurückstecken...das Imperium war kometenhaft in die Höhe geschnellt, und dann nach kurzer Zeit wieder zerfallen, während die Häuser des Tapanisektors immer noch bestanden, trotz der ständigen Machtkämpfe. Tesseire nahm die Ehrerbietung des Modedesigners beiläufig zur Kenntnis, amüsierte sich allerdings darüber, welche Wirkung der fast schon kumpelhafte Schlag ihres Vaters auf die Schulter des langhaarigen Mannes hatte. Beide seiner Hände waren halb kybernetisch und der Synthflesh-Überzug konnte nicht über die Härte und die Kraft der Prothesen hinwegtäuschen. Manchmal trug Velago ganz bewusst die Prothesen offen, nur um mit der Kunstfertigkeit zu prahlen, mit der er sie optimiert hatte – und natürlich mit den Duellen, bei denen er Teile seiner Hand verloren hatte. Die Handschuhe, die er gerade trug, ließen keinen Rückschluss darauf zu, was von den künstlichen Teilen zu sehen war oder nicht. Die typische Cadriaan-Nonchalance von Halevyn und ihrem Vater kam hier wieder voll zum Vorschein. Kein Mecetti-Angehöriger wäre so unbefangen mit einem extravaganten Fremden, dazu noch bürgerlich und aus einer anderen Provinz umgegangen. Auf Darvells Gesicht fand sich nicht unerwartet ein leicht pikierter Zug wieder, als der Barnabaner sich einfach gar nicht um die richtige Verwendung von Titeln und Anreden scherte. Glücklicherweise waren sie hier unter sich, in der Gesellschaft der Ardaynes wäre das dem Rothaarigen gar nicht gut bekommen. So beließ Tesseire es dabei, dass sie ihn nur anschnappte: „Es heißt Lady Onnoria“ Als ob sie nur eine Dame wäre... Für ihren Vater und Bruder war allerdings nur wichtig, was der Designer als Widmung für Halevyns Mutter auf das Holobild schreiben sollte.

„Hmmm“ ,überlegte der Saber Rake derweil und strich sich über den karottenroten Schnurrbart, „Also, es handelt sich um die Lady Nejessa Clarice Bervos, am besten irgendetwas, wie bedauerlich es ist, dass Sie sie nicht persönlich treffen konnten...“
„...aber dass Sie bestimmt alles in Ihrer Macht Stehende tun, um sie zu besuchen oder ihr ein Design widmen. Schreiben Sie am besten Lady Clarice, das wird ihr gefallen. Niemand interessiert sich für den Namen ihres langweiligen Ehegatten“, mischte sich sein Vater ein. Was beinhaltete, dass er erwartete, dass Wessiri wirklich einen Besuch in die Tat umsetzte, und wenn er ihn persönlich dort hinschleifen musste, ob das dem langweiligen Lord Bervos gefiel oder nicht. Dieser hatte ein Duell mit Velago und somit einen Arm verloren. Ebensowenig war Nejessas Vater ungeschoren davongekommen, als er für die befleckte Ehre seiner Tochter Genugtuung verlangt hatte... So liefen die Dinge im Tapani-Sektor. Und Velago würde das Gleiche tun, wenn er der Meinung war, dass er Tesseires Ehre verteidigen sollte, ganz egal, ob sie eigentlich alt genug war, das selbst zu erledigen. Aus diesem Grund hatte sie ihm die Beziehung mit Ispano verschwiegen, als ob sie geahnt hätte, dass es nicht gut gehen konnte.

„Ein Nein hätte ich nicht geduldet, mein Guter“ , winkte Velago zwinkernd ab, als Wessiri die Einladung annahm. Etwas anderes wäre diesem sowieso nicht übriggeblieben. Ihr Vater konnte sehr nachdrücklich seinen Willen durchsetzen, worüber sein nonchalantes Auftreten oft hinwegtäuschte. „Sie dürfen sich frisch machen und Ihre Kleidung wechseln, aber trödeln Sie nicht“ , gestattete Tesseire ihm rasch, bevor der Baron dem Langhaarigen großzügig erlaubte, in dem Aufzug mitzukommen, der wirklich jedem guten Geschmack in der Galaxis spottete. Nachdem er zum Wechseln seiner Garderobe verschwunden war, legte sie ihre Sauerstoffversorgung wieder an und drapierte die aurodiumbeschichteten Schläuche in eleganten Bögen um sich. „Musste das wirklich sein?“, fragte sie mit einem anklagenden Unterton in Richtung Vater und Bruder. Beide grinsten breit. "Er ist so unterhaltsam, Tess, das dürfen wir uns nicht entgehen lassen. Es ist nur schade, dass dein Stiefvater nicht da ist, dann wäre das alles noch viel lustiger", sagte Letzterer und gluckste vor Heiterkeit. Tesseire sog tief Sauerstoff ein.


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12 Jan, 2019 01:52 01 Tesseire Onnoria ist offline Email an Tesseire Onnoria senden Beiträge von Tesseire Onnoria suchen Nehmen Sie Tesseire Onnoria in Ihre Freundesliste auf
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Es machte ihm immer wieder Freude, Autogramme zu geben, seinen Fans nahe zu sein, wobei er ja nicht gerade zu den ganz, ganz großen Stars gehörte und erst noch weiter aufstrebte, aber das natürlich nicht schlecht. Insgesamt badete er gern in der Menge und achtete auch auf sein Benehmen und wie er wen ansprechen musste. Deshalb ärgerte er sich über den Fehler in der Etikette natürlich, auch wenn er versuchte, sich den kurzen Schrecken darüber nicht anmerken zu lassen. Ab und zu kam eben doch die niedere Herkunft noch etwas durch, aber nur sehr selten und noch seltener ließ er es andere merken. Die Sache mit den Titeln und wer wie mit welchem Namen angeredet wurde, das war ihm einfach noch nicht so geläufig, um es fehlerlos zu meistern. Wahrscheinlich wäre er darin besser, wenn er mehr Kontakt in diese Gesellschaftsschicht pflegte. Die drogensüchtigen jungen Erwachsenen zählten in der Richtung gar nicht, außerdem hatte er schon seit längerem keine Kontakte mehr mit dieser Szene. Wer ganz nach oben wollte, musste gewisse Dinge einfach meiden, dazu zählten auch wilde Orgien mit allen möglichen Substanzen. Außerdem hatte er entdeckt, dass er sehr viel besser arbeitete, wenn er nüchtern war. Trotzdem konnte er feiern und auch saufen, doch alles zu seiner Zeit. Zum Glück für ihn, war er erwachsen geworden und nicht zugedröhnt in irgendeinem Hinterhof überfallen, ausgeraubt und ermordet worden, wie es einigen seiner Bekannten in der Vergangenheit passiert war, oder, was für Joruus noch schlimmer wog, in der Versenkung verschwunden, kaum dazu fähig, eine gerade Naht zu setzen, vom aufrechten Gang ganz zu schweigen.


Er hielt das Holo-Bild noch in der Hand, dazu auch den Stift, widmete sich aber erst der Zurechtweisung der, sich als Zicke und Diva entpuppenden, Dame. „Es tut mir unendlich leid, Lady Onnoria“, bat er sie deswegen um Entschuldigung, ließ es dann aber dabei bewenden, auch den anderen Mann ignorierte er vorerst, denn er konzentriere sich auf die beiden Herren Jadorris. „Es ist mir natürlich ein Vergnügen, etwas in diese Richtung zu schreiben.“ Flink schrieb der bald schon sektorbekannte (seiner Einschätzung nach) Designer etwas auf die Rückseite des Bildes, kurz darauf bekam Halevyn das Holo-Bild überreicht. Darauf stand zu lesen: Verehrte Lady Clarice, ich bedaure, Sie heute nicht getroffen zu haben, hoffe aber, Sie einmal persönlich kennen zu lernen und würde Ihnen gern eines meiner neuesten Designs widmen. Bis es so weit ist, mache ich Ihnen auf diesem Weg meine Aufwartung. Ihr Joruus Kelso Wessiri. Ein Treffen mit der Lady stand hoffentlich noch in weiter Ferne, denn erst einmal musste er sich hier einigermaßen gut durchschlagen. Wenn er sich noch einmal so einen Fehler leistete, könnte das unter Umständen sehr böse ausgehen. Daran durfte er gar nicht erst denken. Lady Zickendiva gab ihm dann auch die Erlaubnis, sich umzukleiden. Pflichtschuldig aber äußerst liebenswürdig, so wie man ihn aus den Holo-Vids kannte, lächelte Joruus sie an.

„Vielen Dank, Mylady. Sie werden sehen, dass die Wartezeit nicht zu lang sein wird. Mylord, Sirs“, eine kurze Verbeugung, eher ein leichtes Neigen des Kopfes, dann eilte der Modestar schon davon.

Es dauerte wirklich nicht lang und er hatte seinen Raum, wie er entsetzt feststellte, (es war nur einer!) erreicht und konnte sich dort frisch machen. Gut, wenn man das geräumige Badezimmer mitzählte, waren es zwei Räume, aber dazu musste er schon sehr großzügig denken. Dafür waren die Möbel nicht schlecht, noch etwas altertümlich, aber es gefiel ihm und regte seinen Sinn für das Antike und generell Antiquitäten an. Wenn sich das mit seinem Geschmack für das Absurde mischte, kam manchmal etwas sehr Interessantes heraus. Das umfangreiche Gepäck war schon hier und stand vor dem Bett. In aller Eile kleidete er sich aus, lief ins Bad und spritzte sich Wasser ins Gesicht, ehe er sich die Haare zu einem kunstvollen Zopf band und ein ganz dezentes Parfüm auflegte, dann erst folgte die Kleiderauswahl. Schlussendlich entschied er sich für einen klassischen Anzug, schmal geschnitten und auf den ersten Blick wenig auffällig, wären nicht diese lilafarbenen Ziernähte. Dazu kam ein weißes Hemd mit Stehkragen. Es war gut, dass er auch einige klassische Modelle eingepackt hatte, für diverse Gelegenheiten, die sich so ergeben mochte. Nun hatte sich eine ergeben und er nutzte sie als Möglichkeit. Die Lady war doch etwas zickig, wie ihm aufgefallen war, so eine mit ihrem eigenen Geschmack, der man noch tausend Mal besseres sagen oder raten konnte, die trotzdem darüber hinweg trampelte, als wäre man gar nicht da. Nun gut, es konnte ihm reichlich egal sein. Er betrachtete sich im Spiegel und fand, dass er gut ausschaute. Ja, es passte. Hoffentlich passte es auch für die kleine Zicke, wobei sich klein nicht auf ihr Alter oder ihre Körpergröße bezog. Wahrscheinlich fehlte ihr etwas natürlicher Umgang mit anderen Leuten, fernab des Standesdünkels. Ihr Vater und ihr Bruder benahmen sich ja auch völlig ungezwungen. Trotzdem war sie nicht unfreundlich gewesen, nur eben etwas herablassend. Aber gut, das waren auch manche Regisseure und noch viel mehr junge Models, diese Hungergestelle. Die mochte er gar nicht, überspannt, halb verhungert und von sich selbst so dermaßen überzeugt, dass es schmerzte. Meistens steckte jede Menge Unsicherheit dahinter und das einzige Talent, das diese bedauernswerten Geschöpfte besaßen, waren ihr Aussehen und die Fähigkeit, sich in jede erdenkliche Unpässlichkeit zu zwängen, die ihnen ein idiotischer Designer mit Titel auf die junge Haut presste. Doch abgesehen davon und dem aufrechten Gang, war mit denen nicht viel los, nicht einmal im Bett. Nie wieder würde er mit so einer schlafen. Wenn er die Erotik eines Knochens wollte, konnte er zum Metzger gehen und sich einen geben lassen.


Er befreite sich von diesen Gedanken und eilte zurück in die Lobby. Kurz bevor er sie betrat, mäßigte er seine Schritte und kam gelassen wirkend und freundlich lächelnd auf die wartende Viererschaft zu. Sich geehrt zu fühlen, in diese illustre Runde aufgenommen worden zu sein, war noch untertrieben. Er freute sich ungemein darüber und würde das bestimmt bei Gelegenheit da und dort erwähnen, um weiter voran zu kommen, deshalb auch die quasi Zusage, Lady Clarice zu besuchen, auch wenn das für ihn mit etwas mehr Aufwand und Terminkoordination verbunden sein mochte.

„Ich hoffe, die Wartezeit war erträglich.“ Er war schnell, schließlich musste er als Model immer rasch die Klamotten wechseln, auch wenn er dort Helfer hatte, besonders, was Haare und Makeup betraf, wobei er heute auf letztes verzichtet hatte. Allerdings musste er sich jetzt dazu zwingen, Lady Onnoria nicht anzustarren, denn sie sah plötzlich doch etwas anders aus, mit diesen kunstvoll drapierten Schläuchen. Nun konnte es ja losgehen, wohin auch immer. Er war neugierig und bereit, sich in das große Abenteuer Hochadel (falls sie wirklich so hoch standen, wie er dachte) zu stürzen, mit allen möglichen Konsequenzen.



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13 Jan, 2019 10:57 53 Joruus Kelso Wessiri ist offline Email an Joruus Kelso Wessiri senden Beiträge von Joruus Kelso Wessiri suchen Nehmen Sie Joruus Kelso Wessiri in Ihre Freundesliste auf YIM Screenname: Herta
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Unter 'unterhaltsam' stellte sich Tesseire weitaus Anderes vor als einen Modedesigner, der gerade im Holo-Net angesagt war. Ihr war allerdings auch klar, dass ihr Vater damit bei ihrer Mutter punkten wollte. Die Gelegenheit war günstig, Riyec Onnoria, ihr Ehemann war unterwegs, und Velago hatte freie Bahn. Natürlich freute sich auch Tesseire darüber, aber als zusätzlichen Gast hätte sie lieber jemanden gehabt, der weniger anstrengend und weniger bürgerlich war. Sie gestand jedem Wesen zu, nach Höherem zu streben, doch Emporkömmlinge waren ihr einfach zuwider. Mochten sie und Halevyn unehelicher Herkunft sein, so waren ihre beiden Elternteile von adligem Geblüt. Im Grunde konnte es ihr egal sein, aber sie war gereizt. Die Freude über Ispanos Demütigung war verflogen, und warum sie überhaupt Darvell eingeladen hatte, war ihr plötzlich auch nicht mehr so klar. Einen Rückzieher konnte sie allerdings nicht leisten. Selbst unter verfeindeten Familien war es eine grobe Ehrverletzung, ausgesprochene Einladungen im letzten Moment zurückzuziehen und hätte ein Duell und eine weitere Eskalation der Feindschaft nach sich gezogen. Wenigstens war Darvellein angemessenerer Gast als Wessiri. Und dann würde Mutter sich danach erkundigen, wie es Ispano ging, wenn sie erfuhr, dass Halevyn sich mit ihm duelliert hatte. Oh ja, sie hatte große Stücke auf den ältesten Ardayne-Spross gehalten und sich noch mehr als ihre Tochter über das Ende der Beziehung geärgert. Insgeheim schien sie darauf zu bauen, dass sowohl Tesseire als auch Ispano ihren beleidigten Stolz vergaßen.
Missmutig verschränkte sie die Arme, während sie mit ihren Begleitern auf den Barnabaner wartete, der sich zum Glück nicht zu lange Zeit gelassen hatte und einigermaßen vorzeigbar aussah.

Ja, die Wartezeit war deshalb erträglich, weil der langhaarige Modemensch nicht da gewesen war. "Die Zeit ist wie im Flug vergangen" , winkte ihr Vater großzügig ab. Als Urheber der Einladung überließ sie ihm und Halevyn die notwendigen Höflichkeiten, zumal sie besser mit Bürgerlichen konnten. "Apropos Flug, Mister Wessiri, Sie kommen mit mir und meiner Tochter, Halevyn ist mit seinem eigenen Gleiter hier. Sir Darvell, können wir Euch mitnehmen?" "Vielen Dank, Baron Jadorris, ich bin ebenfalls mit meinem eigenen Speeder hier und werde Euch einfach folgen", erwiderte der Angesprochene mit einer leichten Verbeugung. In ihrem Augenwinkel nahm Tesseire eine Bewegung wahr. Bei einem Säulenspalier in ihrer Nähe hatte sich ein Grüppchen jugendlicher Saber Rakes inklusive ihres ebenso jugendlichen Anhangs versammelt, die den Modedesigner erkannt hatten, miteinander tuschelten und ihre holonettauglichen Comlinks in die Richtung des aufstrebenden Stars zückten. Bevor dieser auf dumme Ideen kam, hielt Tesseire es für angebracht, irgendwelche Publicitymaßnahmen seinerseits im Keim zu ersticken: "Wir gehen. Sofort." Allerdings konnten es weder ihr Vater noch ihr Bruder lassen, den jungen Leuten zuzuwinken, als sie sich in Richtung Ausgang bewegten.


|Tesseire Onnoria, mit Velago Jadorris und Halevyn Jadorris, Darvell |

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19 Jan, 2019 22:15 34 Tesseire Onnoria ist offline Email an Tesseire Onnoria senden Beiträge von Tesseire Onnoria suchen Nehmen Sie Tesseire Onnoria in Ihre Freundesliste auf
Joruus Kelso Wessiri
Rollenspiel-Charakter




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Joruus Kelso Wessiri, Tesseire Onnoria, mit Velago Jadorris und Halevyn Jadorris, Darvell



Joruus fand es etwas despektierlich, weil die Lady so gar nicht antwortete, dafür tat es der Baron auf liebenswürdige Art und Weise, was ihn für das Verhalten der Dame entschädigte. Es konnte ja nicht jeder mit den besten Manieren gesegnet sein.
Lady Onnoria war es wahrscheinlich nicht oder einfach so hochwohlgeboren, dass sie sich mit so niederem Gewürm wie einem Modedesigner und Holonetstar normalerweise nicht abgab. Nichts konnte ihn weniger kümmern – im Normalfall. Der Abend würde wahrscheinlich etwas anstrengend werden, wenn sie sich weiter so verhielt. Auch ihr Begleiter, dieser Sir Darvell war auch etwas abweisend. Sollten sich die beiden miteinander amüsieren, Joruus nahm sich vor, sich an den Baron und dessen Sohn zu halten, der ihm auch anbot, ihn in seinem Gleiter mitzunehmen, was den Designer freute, auch wenn er dafür die Lady aushalten musste. Vielleicht war sie aber auch netter als sie sich jetzt gab.

„Sehr gerne, Baron Jadorris, es ist mir eine Ehre.“ Natürlich war es das, so wie es für seine Fans eine Ehre war, ihn zu sehen. Sehen reichte da oft schon aus. So wie bei denen, die gerade ihre holonetfähigen Comlinks auf ihn und die Adeligen hielten. Freundlich winkte er ihnen zu, und hätte Lady Zickendiva nicht zur Eile gedrängt, wäre er auch hingegangen und hätte sich mit seinen Fans unterhalten, ganz so wie es sich eigentlich gehört. Joruus badete gern in der Menge und für seine Fans tat er fast alles, schließlich sorgten sie dafür, dass er so weit gekommen war. Trotzdem konnte er es nicht lassen, dass er einige Schritte auf sie zuging und etwas lauter in deren Richtung sagte: „Ich habe jetzt leider keine Zeit, aber morgen Mittag werde ich wieder hier sein. Kommt doch auch zur Modegala übermorgen.“ Fans mussten generell gut behandelt werden, sie waren das Kapital und die Kaufkraft, die seine Designs anzog, sich damit schmückte und auch angab. Ein neuer Wessiri war schon etwas wert, auch wenn er für einige Billigläden Kleidung entwarf, gerade das hatte ihn noch bekannter gemacht und so manch ein Durchschnittsverdiener brüstete sich damit, JKW am Leib zu tragen. Sein Label wurde immer bekannter und beliebter, auch wenn die Farben für die meisten Leute gewöhnungsbedürftig waren. Mode musste aufrütteln, durfte sich nicht dem Durchschnitt anpassen, auch wenn der Durchschnitt für sein exzellentes Einkommen sorgte. Seine Farben wurden langsam aber sicher legendär; ein senfgelbes Hemd zu einer lilafarbenen Jacke, dazu eine grüne Hose und eine rote Krawatte und senfgelbe Schuhe, die das ganze Ensemble wieder abrundeten. Die Schnitte waren körperbetont oder betonten bestimmte Körperpartien extrem, während sie andere lose verhüllten. So gedeckt wie jetzt, war er nur selten gekleidet, was nicht hieß, dass er sich nicht an verschiedene Anlässe anpassen konnte. Er war nicht adelig, hatte nicht studiert, allenfalls eine Universität von außen gesehen, doch das hieß nicht, dass er dumm war.

Es tat ihm sehr leid, seine Käufer, Fans, Anhänger oder wie auch immer, nicht weiter beachten zu dürfen. Das wollte er wirklich morgen nachholen. Nun war seine Aufmerksamkeit wieder bei Lady Onnoria, Baron Jadorris, Sir Halevyn und Sir Darvell. Doch er redete lieber nur mit dem Baron, von dem er sich etwas Hilfe in diesem hochadligen Verein erhoffte, denn daneben benehmen wollte er sich keinesfalls, als sie Richtung Ausgang gingen. „Können Sie mir etwas über das Protokoll sagen, Baron Jadorris? Ich meine, wie das Dinner ablaufen wird, was ich vermeiden sollte …“ Er lächelte den Baron völlig offen, freundlich und sich seiner Mängel auf diesem Gebiet völlig bewusst, an. „Leider muss ich gestehen, dass ich auf Barnaba keinen privaten Kontakt zum Hochadel pflege, auch wenn ich für viele Leute aus diesen Kreisen Kleider entwerfe. Ein privater Kontakt ist etwas anderes als ein geschäftlicher.“ Er war professionell, selbst in Talkshows, wenn er sich so lässig, cool, von allem unberührt gab, studierte er vorher alles genau ein, fast jede Geste war geplant. Nur nicht, wenn er von seinen Fans umgeben war, zeichnete oder nähte, da ließ er sich eher vom Gefühl leiten. So wie jetzt, wobei er kaum eine Möglichkeit gehabt hatte, sich der Einladung zu entziehen. Das abzulehnen wäre ihm wahrscheinlich nicht gut bekommen, weniger gut, als ein Cocktail in Lerry’s Bar, der dafür bekannt war, alles Mögliche und vor allem Unmögliche in seine Drinks zu mischen.




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Nur die Besten kommen ganz nach oben.

20 Jan, 2019 17:04 08 Joruus Kelso Wessiri ist offline Email an Joruus Kelso Wessiri senden Beiträge von Joruus Kelso Wessiri suchen Nehmen Sie Joruus Kelso Wessiri in Ihre Freundesliste auf YIM Screenname: Herta
 
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