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Josea Gear
Frankly my dear, I don't give a damn




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| Mandalore | Keldabe | Strykas Haus | | in der Praxis|


Josea, mit Edris und Stryka


Mit Erinnerungen war es so eine Sache – manche vergaß man nie, sonst hießen sie schließlich nicht Erinnerungen – aber es gab auch solche, die dazu neigten, mit der Zeit zu verblassen oder sich zu verändern. Etwas, dass er selbst nach dem heftigsten Gedächtnisschwund nie vergessen würde, waren die Ereignisse auf Galidraan und Maridun, obwohl er damals noch ein kleiner Junge von acht oder neun Jahren gewesen war. Doch diese Zeit hatte ihn zu dem gemacht, was er heute war. So zumindest würde der Vorspann in einem Holoabenteuer lauten, obwohl es natürlich nicht ganz stimmte. Aber es klang verdammt gut. Parja würde er nie vergessen, da könnte Edris' Haudrauf-Bruder ihn noch so sehr vermöbeln. Josea seufzte leise und Edris sah in seine Richtung. Er lächelte sie an, worauf sie zurück lächelte. Wie apart sich ihre schwarzen Haare um die Hörnerkrone schlangen...Hach, dieses liebliche, von zarten Tätowierungen bedeckte Gesicht.

„Ich freue mich auch darüber“, entgegnete er auf Strykas Feststellung, dass sich sein Zustand allmählich verbesserte, wenngleich es wohl noch viel Zeit brauchte. „Coruscant wurde schließlich auch nicht an einem Tag erbaut.“ Hmmm, was hatte er gefühlt? Die Erinnerung an den Ansatz einer Erinnerung war wirklich schon sehr stark verblasst. Josea rieb sich erst an seinem Kinn, was ihn daran erinnerte, dass er sich rasieren sollte und überlegte weiter. „Es ging irgendwie um Taschentücher, ich dachte noch, dass sie sehr nützlich sind und dass man immer eins dabei haben sollte – nur hatte ich keins dabei...“ Oh oh, das ging schon in Richtung Glatteis, wenn er Stryka auf ihre Tränen ansprach. „Ich habe normalerweise immer welche dabei, das ist mir in diesem Augenblick eingefallen, glaube ich, und fand es ziemlich schade.“ Aber die Erinnerung, oder vielmehr, das Gefühl eine Erinnerung gehabt zu haben, entzog sich ihm immer mehr, es war als ob er gi'haal-Suppe mit einer Gabel essen wollte.

Ach ja, seine Mutter kontaktieren. Josea schlug sich an den Kopf. „Stimmt, das wollte ich auch noch. Aber buir'ika läuft mir nicht weg – eher im Gegenteil. Wahrscheinlich hat Deykaz sowieso schon mit ihr gesprochen, es würde mich nicht wundern, wenn ich nachher Dutzende Nachrichten von ihr auf meinem Com vorfinde, oder sie kreuzt selbst hier auf. Wir können dann aber gerne mal schauen, was er mir vorbeigebracht hat.“ Das wäre doch eine nette Abwechslung. Er liebte Überraschungen und sicher würde Stryka etwas anderes als verstorbene Strills und Amnesien gut tun. „Sind wir jetzt überhaupt fertig?“



Josea, mit Stryka und Edris


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01 Dec, 2018 19:09 08 Josea Gear ist offline Email an Josea Gear senden Beiträge von Josea Gear suchen Nehmen Sie Josea Gear in Ihre Freundesliste auf
Stryka Ordan
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Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Strykas Haus – Praxis – Stryka, Josea und Edris






Richtig, Coruscant wurde auch nicht an einem Tag erbaut. Stryka musste sich zusammenreißen, denn sie merkte, wie sie etwas ungeduldig wurde. Neugier war der Grund dafür. Es halb doch alles nichts, wenn sie Josea drängte, half sie ihm kein Bisschen. Also hieß es, sich in Geduld zu üben.

Während er redete, vervollständigte sie die letzten Untersuchungen, die gar nicht so schlecht waren. Der Arm würde noch etwas brauchen, aber das ließ sich nicht ändern, denn Bacta hatte sie nicht mehr vorrätig. Das musste der große Krieger einfach aushalten. Wie es schien, machte er es auch ganz gut.

„Lass dir Zeit, ad’ika. Es läuft nichts weg. Die Erinnerungen kommen wie sie wollen. Am besten ist es, wenn wir etwas anderes machen. Zum Beispiel schaust du dir deine Sachen an. Wie du das mit dem Anruf bei deiner buir machst, musst du wissen. Wir sind hier fertig. Dein Kopf schaut ganz gut aus, natürlich hast du eine Gehirnerschütterung, aber nicht so schlimm, dass ich mir deswegen Sorgen machen müsste.“

Schlimmer war die Amnesie, aber das sagte sie ihm nicht. Obwohl die auch nicht so wahnsinnig besorgniserregend wäre, würde sie Josea nicht mögen und sich Sorgen um ihn machen. Warum sie diesen dikut mochte, wusste sie selbst nicht. Es war einfach so, und das machte sie etwas reizbar, wenn sie daran dachte. Also nicht daran denken.

Gewissenhaft räumte sie ihre Ausrüstung wieder weg und dann konnten Josea und Edris ruhig nach seiner Ausrüstung schauen, die sie vom Raumhafen geholt hatten. Unbedingt dabei sein musste sie jetzt nicht, auch wenn sie neugierig war, aber es gab auch Grenzen des Anstands. In der Zwischenzeit könnte sie ja etwas anderes machen, zum Beispiel nach ihren Kulturen schauen, die sich bestimmt nicht verändert hatten, seitdem sie sie das letzte Mal angeschaut hatte.

„Mein Droide kann euch zu deinem Gepäck führen. Blechi! Du hast etwas zu tun. Bring bitte Jos’ika und Ed’ika zu dem ganzen Kre… ich meiner zu seiner Ausrüstung.“

Beinahe hätte sie jetzt Krempel gesagt, aber sie tat so, als wäre nichts gewesen. Der stumme Droide kam auch schon an, um dem Befehl folge zu leisten. Auch wenn er nicht reden konnte, hatte er einen Blick drauf, der Bände sprach, das sollte man von einem Droiden nicht annehmen, der ja keine Mimik aufwies. Trotzdem schaffte er es, in Stryka in diesem Moment ein Gefühl der Scham zu erzeugen, was sie wiederum nicht mochte und mit innerlichem Ärger antworten ließ.





Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Strykas Haus – Praxis – Stryka, Josea und Edris

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Ich bin kein guter Arzt, ich bin der beste, den du kriegen kannst.

02 Dec, 2018 21:51 47 Stryka Ordan ist offline Beiträge von Stryka Ordan suchen Nehmen Sie Stryka Ordan in Ihre Freundesliste auf
Josea Gear
Frankly my dear, I don't give a damn




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Josea, mit Edris und Stryka


Das waren doch schon einmal gute Nachrichten, dass mit seinem Kopf alles in Ordnung war. Gerne verließ sich Josea auf die Fachkenntnisse der kleinen tapferen Ärztin und strahlte sie an. "Wunderbar", rief er aus. Die Dinge renkten sich doch irgendwann alle wieder ein. Bestimmt würde er bald wieder sein Gedächtnis zurückbekommen, und dann konnte er sich mit Edris' Familie über die Hochzeit unterhalten. Die Zeremonie an sich war kurz, aber bei einem solchen Großclan mussten Vorbereitungen für die anschließende Feier getroffen werden. Oh ja, und er musste daran denken, seine Clanangehörigen zusammenzutrommeln. Wobei das seine Mutter erledigen konnte, sobald sie miteinander gesprochen hatten und er hoffte, dass sie rechtzeitig seinen Vater erreichten, der irgendwo auf Kopfgeldjagd in der Galaxis herumzog. Natürlich wurde auch Stryka eingeladen. Diese rief ihren Droiden herbei, damit er ihne und Edris zum Gepäck brachte. Anscheinend funktionierte der Vokabulator des Blechgesellen nicht, denn er sagte nichts, sondern bedeutete ihnen nur zu folgen. Droiden hatten zwar keine Gefühle, aber es musste doch schlimm sein sich nicht artikulieren zu können, egal ob Mensch oder Maschine. Irgendwann kurz nach seinem verd'goten hatte Josea sich so schlimm erkältet, dass er wegen der Halsentzündung tagelang kein einziges Wort herausbringen konnte. Das war eine grauenhafte Zeit...er musste mit Flimsizetteln und Gesten kommunizieren, das war so umständlich gewesen.

Gespannt betrachtete er den länglichen Container und die quadratische Kühlbox. Da sie nicht aktiviert war, konnte er davon ausgehen, dass sich keine verderblichen Überreste irgendwelcher Leute darin befanden, auf die ein Kopfgeld ausgesetzt war. Ansonsten hätte es nämlich erbärmlich gestunken, vom Ungeziefer, das angelockt worden wäre ganz zu schweigen. Warum sein Jetpack dabei war, entzog sich seiner Kenntnis - anscheinend hatte er es bei Deykaz zwischengelagert und er hatte es ihm bei der Gelegenheit mitgebracht. "Komm schon, Jos'ika", grinste Edris, "vom Anstarren gehen die Behälter sicher nicht auf" Ein freundlicher Knuff in die Seite unterstrich ihre Aussage, so dass er erst den länglichen Behälter öffnete. Mit einem leichten Schmatzen löste sich die luftdichte Versiegelung, und schließlich klappte der Deckel hoch... "Wayii", sagte Josea leise, als er die hellgraue Rüstung mit den roten Markierungen erkannte. Es war ihr anzusehen, dass sie lange in der Erde gelegen hatte. Alles war da, der fast verrottete Overall, der Kamarest aus Kybuckfell, die Flakweste und eine geflochtene schwarze Haarsträhne. Ihm wurde die Luft eng, aber er öffnete den kleineren Behälter, welcher einen Helm freigab. So gut wie intakt, bis auf spinnwebartige Risse im Visor und leichten Rost am hinteren Rand...Nun wurde ihm klar, weshalb Deykaz mit ihm reden wollte. Josea setzte sich auf einen Hocker, stützte seinen Kopf auf den Händen ab und sagte nichts.

"Geht es dir nicht gut?", fragte Edris vorsichtig. Alles, was er von sich geben konnte, war ein undefinierbarer Laut. Ihm war kalt, aber ihm stand Schweiß auf der Stirn und ihm war übel. Er wollte sich an so vieles erinnern, aber nicht an das...Deshalb hatte er das Gespräch mit Deykaz abgebrochen. "Ich gehe Stryka holen", hörte er die Zabrak sagen, und dann war er mit Parja alleine.


Josea


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19 Jan, 2019 20:43 29 Josea Gear ist offline Email an Josea Gear senden Beiträge von Josea Gear suchen Nehmen Sie Josea Gear in Ihre Freundesliste auf
Stryka Ordan
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Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Strykas Haus – Praxis – Stryka, Josea und Edris



Blechi schaffte die beiden aus der Praxis, die Stryka nun aufräumte. Alles musste seine Ordnung haben, um im Notfall schnell Zugriff auf alles Nötige zu haben. Aufräumen half ihr, über den Ärger wegen Blechis Blick hinweg zu kommen. Es half alles nichts, der Droide hatte eine furchtbare Art drauf gehabt, mit ihr zu reden. Ständig war er am Reden gewesen! Ein neunmalkluger, nervtötender Blechkasten. Trotzdem wollte sie ihn nicht gegen einen anderen ersetzen. Bis auf die fehlende Sprachausgabe war er wunderbar in Schuss und ein tadelloser Helfer in der Praxis. Mehr war auch nicht nötig. Bedenken, wie Josea sie hatte, plagten sie in der Richtung kaum.

Sie war gerade fertig mit ihren Arbeiten, als Edris zu ihr kam, um sie zu holen. Natürlich ging sie sofort mit zur Abstellkammer, wo sich ihr ein eigenartiges Bild bot. Josea saß wie erstarrt vor seinen Transportkisten und schaute vor sich hin. Er wirkte entsetzt, fast versteinert. Langsam ging Stryka zu ihm, schaute sich auch den Inhalt der Truhe an, dann wieder zu Josea.

„Jos’ika …“, sagte sie leise und mitfühlend. Auch das konnte sie, nur meistens verbarg sie diesen Zug vor anderen Leuten. „Es ist vorbei." Ob es wirklich vorbei war, konnte sie nicht sagen, auf jeden Fall wirkte die Rüstung so, als wäre es vorbei, zumindest für den Träger. Sie versuchte, ihm einen Arm auf die Schulter zu legen und ihn zu halten, vielleicht auch, ihm etwas Halt zu geben. Er hatte sich wahrscheinlich an etwas erinnert, was ihm nicht gefiel, etwas, das ihn traurig machte, ihn erschütterte. So gesehen, war es von ihr keine gute Idee gewesen, ihn die Kisten anschauen zu lassen. Trotzdem konnte es auch heilsam sein, allerdings war es im Moment etwas schwierig, sowohl für Josea, als auch für Edris, die wahrscheinlich gar keinen Schimmer von allem hatte, und auch für Stryka, doch am schlimmsten musste es für Josea sein. „Edris, schau in die Küche, dort müsste noch eine Karaffe mit Whisky in einem der Schränke sein. Gläser sind auch irgendwo.“ Das war jetzt zwar nicht vollkommen medizinisch richtig, aber manchmal musste man eben darauf pfeifen. Sie wollte ihn auch nicht zwingend aus den Erinnerungen holen, so schlimm sie auch sein mochten, damit er sie abschließen konnte. Wenn der Kopfgeldjäger es zuließ, würde sie ihn umarmen und zu trösten versuchen, etwas, worin sie sehr ungeübt war. Es fühlt sich auch eigenartig an, jemanden so nahe zu sein und auch an sich heran zu lassen. Trauer ist nötig, sie heraus zu lassen, ist wichtig. Sie wusste das, aber damit umzugehen, war eine ganz andere Sache. Theoretisch wusste sie, dass Nähe helfen konnte, Berührungen und so. In der Praxis sah es bei ihr etwas schlecht aus damit, weil sie nie jemanden an sich heran ließ, selbst dann nicht, wenn sie diese Nähe gebraucht hätte. Doch daran dachte sie im Moment nicht. Ihr tat Josea furchtbar leid, der sogar körperlich litt, wie ihr die Schweißperlen auf der Stirn des jungen Mannes zeigten. Später würde sie sich wahrscheinlich über ihre Gefühlsduselei furchtbar ärgern und alles herunter spielen oder leugnen, sollte man sie darauf ansprechen.


Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Strykas Haus – Abstellkammer – Stryka, Josea und Edris

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20 Jan, 2019 15:18 02 Stryka Ordan ist offline Beiträge von Stryka Ordan suchen Nehmen Sie Stryka Ordan in Ihre Freundesliste auf
Josea Gear
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Josea, mit Edris und Stryka


Er bekam nur am Rande mit, dass Edris den Raum verließ. Alles, was seine Wahrnehmung ausfüllte, war Parjas Rüstung. Wie sie im Schnee lag und sie ihr nicht einmal mehr den Helm abnehmen konnten. Sie hatte ihre letzten Worte an ihn gerichtet, ihm das Versprechen abgenommen, tapfer zu sein und die hut'uune zur Strecke zu bringen. Dieses Versprechen hatte er gehalten, und Jahre später war er zurückgekehrt, um es ihr zu sagen. Aber er hatte es nie über sich gebracht, die Rüstung zu bergen. Oder hatte er es getan? Josea fuhr sich durch die Haare. Sein Herz krampfte sich zusammen. Deykaz wollte bestimmt Parja damit ehren, indem er die Rüstung an Kayda weitergab. Die Erlaubnis von Parjas Familie hatte er wahrscheinlich.

Seine Augen tränten, als der beißende Rauch des Steppenbrandes auf Maridun immer stärker wurde, ein paar Mal hätte es ihn und seinen Vater erwischt, aber sie hatten die kyr'tsade erwischt. Obwohl er damals Mühe hatte, überhaupt einen der Deathhammer-Blaster zu tragen, hatte er sie behalten dürfen.

Er hörte eine Stimme, die ihn leise ansprach und er spürte einen tröstenden Arm auf seiner Schulter. Die Berührung löste die Starre in ihm. „Sie war erst sechzehn....“, sagte er mit rauer Stimme. „Die Jüngste in unserer Gruppe, wenn man von mir absah. Eigentlich war ich nur dabei, weil mein Vater auf mich aufpassen musste, aber sich diese Jagd nicht entgehen lassen wollte. Ich fand es s aufregend, auf eine richtige Jagd auf die Death Watch mitzukommen und es war wirklich eine tolle Zeit.“ Josea lächelte. „Sie hieß Parja und nannte mich ihren kleinen Krieger. Wenn es langweilig war, wusste sie immer etwas zu erzählen oder ein kleines Spiel zu spielen.“ Nicht jeder in der Gruppe hatte es gutgeheißen, dass Nemeea Gear seinen achtjährigen Sohn mitgeschleppt hatte, zu ändern war es allerdings nicht mehr und letzten Endes waren sie alle aliit, ob sie nun erfahrende vode waren oder nicht. „Wir waren auf Galidraan, es lag Schnee“, fuhr er fort und es schauderte ihn. „Die kyr'tsad hatte uns einen Hinterhalt gestellt. Nicht, dass es unvorbereitet kam und ich hatte nicht einmal Angst. Parja war ganz vorne dabei, dann ließen sie Detonatoren hochgehen...“ Es hatte einen großen Knall gegeben, und dann hatten sie Parja im Schnee liegen sehen, die sich nicht den Helm abnehmen lassen wollte. „Sie hatte ihre Hand verloren, aber das war nichts Schlimmes, es gibt wirklich gute Prothesen, die besser als natürliche Hände sind. Irgendwie muss sie ein Schrapnell in den Hinterkopf bekommen haben...“ Was hätte er gegeben, um noch einmal ihr Gesicht zu sehen. Joseasah zu Stryka hoch. „Ich habe ihr versprochen, diese hut'uune zur Strecke zu bringen, und das habe ich auch getan, obwohl ich nur ein kleiner Junge zu dieser Zeit war.“ Ein wehmütiges Lächeln glitt über sein Gesicht. Parja wäre so stolz auf ihn gewesen. „Manchmal träume ich von ihr, sie hat den Helm abgenommen und ich kann das Zeug sehen, das ihr aus dem Hinterkopf fließt. Aber sie lächelt mich an, mit ihren vollen dunklen Lippen und den tiefblauen Augen.“ Oh, diese Augen. Sie waren so blau und sie leuchteten manchmal lila.. Manchmal fragte er sich, wie sie heute aussehen würde und was aus ihr geworden wäre. Es gab Augenblicke, in denen er sich vorstellte, dass aus ihnen ein Paar geworden wäre. Mit einem schweren Seufzen legte er sein Kinn auf seiner Hand ab. Er fühlte sich wie nach einem langen Fieber, kraftlos und zittrig, innerlich kalt. „Hey“, sagte eine leise Stimme, „ich habe alles geholt.“ Edris stand im Türrahmen, in den Händen ein Tablett mit einer Flasche, deren Inhalt nach Whiskey aussah und drei Gläsern.




Josea, mit Stryka und Edris


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02 Mar, 2019 00:19 13 Josea Gear ist offline Email an Josea Gear senden Beiträge von Josea Gear suchen Nehmen Sie Josea Gear in Ihre Freundesliste auf
Stryka Ordan
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Was sie zu hören bekam, war schon stark. Nicht wirklich, wenn Josea damals schon erwachsen gewesen wäre. Aber für einen Jungen in dem Alter ist so etwas keine leichte Erfahrung. Sie fand es unverantwortlich von Joseas Buir, ihn auf diese Reise mitgenommen zu haben. Doch es war so und somit musste er irgendwie mit diesem Erlebnis fertig werden. Stryka bemerkte nicht, dass sie ihm noch immer eine Hand auf die Schulter gelegt hatte und diese sanft streichelte. Wahrscheinlich bemerkte es auch Josea nicht. Wie er sich fühlte, wusste sie immer noch nicht. So etwas einzuschätzen fiel ihr schwer, zumal sie selbst kaum Gefühle nach außen zeigte. Allerdings konnte sie sich vorstellen, dass es ihm nicht gerade leichtgefallen sein konnte, darüber zu reden. „Es ist schwer, so eine Erfahrung bereits in so frühen Jahren zu machen“, sagte sie nach einer längeren Pause, in der sie auch kurz zu Edris geschaut hatte, die eben den Whisky gebracht hatte. Ob sie besser hinaus gehen oder doch lieber beim Geist einer Toten bleiben sollten? Gab es überhaupt so etwas wie Geister? Stryka glaubte nicht daran, aber für Josea schien die Vergangenheit immer wieder zu kommen. „Es muss auch gar nichts aus ihrem Kopf gekommen sein, Jos’ika. Er kann völlig intakt geblieben sein und trotzdem kann ein Schrapnell eine tödliche Verletzung verursachen. Denk nicht an ihren Tod, denk viel lieber daran, wie sie zu dir immer gewesen ist. Ich glaube nicht, dass du so ihr Andenken ehrst, wenn du an ihre Niederlage durch diese hut’uune denkst“, versuchte sie, ihm ein paar tröstende Worte zu spenden. Auf jeden Fall sah sie so einige Dinge etwas anders oder vermutete es. Vielleicht war er deshalb so sehr darauf versessen, der Held zu sein, weil er sie als kleiner Junge nicht retten konnte? Ob er in allen Leuten Parja zu sehen versuchte? Alle ihre stillen Fragen bekamen keine Antwort, weil sie sie nicht stellte und auch nicht vorhatte, sie zu stellen. Stryka war keine Psychologin, sie war eine einfache Hausärztin, wenn man so wollte. „Danke für die Getränke, Edris. Ich glaube, wir können uns alle einen Schluck genehmigen“, meinte sie und rückte etwas zur Seite, damit die junge Frau weiter ins Innere konnte, um das Tablett irgendwo abzustellen. Es war zwar etwas eng und würde noch etwas enger werden, wenn sie hier zu dritt herumlungerten, aber das musste irgendwie gehen. „Lasst uns auf Parja trinken, auf ihre Erfolge und auf Jos’ika, der ihren Tod gerächt hat“, schlug sie vor.

Es war ein Versuch, seinen Verlust irgendwie zu verarbeiten, also eher der Anfang eines Versuchs, mehr würde sie mir ihren rudimentären Kenntnissen auf diesem Gebiet auch nicht wagen. Es war eine reine Gefühlssache und damit hatte sie wenig gute Erfahrungen gemacht, also mit ihren eigenen Gefühlen. Sie misstraute ihnen meistens und hinterfragte sie sofort nach dem Auftauchen der ersten Anwandlung einer Emotion. Wie einfach waren doch Krankheiten und Proben! Sie verlangten nur logische Aufmerksamkeit, chronologisches und genaues Vorgehen, es gab keine Erwartungen, die sich nicht erfüllten oder erfüllen sollten. Das Ergebnis war immer eine logische Konsequenz. Leider spielte das Leben nicht mit und konfrontierte sie seitdem sie in diese unselige Bar gegangen war ständig mit Gefühlen und ihren negativen Auswirkungen auf das logische Denkvermögen.

Doch jetzt galt es erst einmal anzustoßen und sich mit dem Whisky zu betäuben. Das mochte helfen. Josea helfen und ihr auch, vielleicht auch Edris, die das wohl auch gut vertragen konnte, so verwirrt wie sie aussah.



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03 Mar, 2019 15:06 14 Stryka Ordan ist offline Beiträge von Stryka Ordan suchen Nehmen Sie Stryka Ordan in Ihre Freundesliste auf
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Josea, mit Edris und Stryka


Josea schloss die Augen und atmete durch. Die streichelnde Hand sorgte dafür, dass er sich ein wenig entspannte. Kaum, dass Parja ihren letzten Atemzug getan hatte, war die Jagd weitergegangen. Aber es war besser so gewesen. Sie hatten sich nicht mit Trauer und Schmerz aufhalten können. „Man kann es sich nicht aussuchen. Meine Mutter war stinksauer gewesen, als wir erst fast zwei Monate später wieder nach Hause kamen und hörte, was passiert war“, sagte er und lächelte leise. [color=b3a860]„Aber sie war froh, dass wir weitestgehend unverletzt waren und stolz, dass wir diese kyr'tsade zur Strecke gebracht hatten. Dennoch musste ich zwei Jahre bei ihr auf Ordo bleiben, was ziemlich langweilig war“ So hatte er sich eben aufs Jagen und Boloballspielen konzentriert, und wenn sein Vater da war, wachte Jania mit Akkhund-Instinkten darüber, dass er von seinem Sohn nicht dazu überredet wurde, ihn vielleicht doch nicht zum nächsten Auftrag mitzunehmen. „Vielleicht...“, erwiderte er auf Strykas Worte und griff nach der Hand auf seiner Schulter. „Sie hat gewusst, dass sie es nicht schafft.“ Zunächst hatte er es nicht verstanden, aber später hatte er gesehen, dass es kein besonders guter Anblick war, wenn die Augen stumpf und seelenlos wurden. Er hatte sich daran gewöhnt, aber er glaubte, dass er zerbrochen wäre, hätte er mitansehen müssen, wie Parjas Augen ihren Glanz verloren. „Ich habe es wahrscheinlich auch gewusst, aber ich wollte ihr doch noch ins Gesicht sehen, dann wäre sie nicht gestorben...“ Das war damals die Logik eines kleinen Jungen gewesen und irgendetwas in ihm klammerte sich immer noch daran. „Es heißt ja, nicht gestorben, sondern nur weit wegmarschiert“ Parja war nur weit weg, sie brauchte ihre Rüstung nicht mehr, damit Kayda sie eines Tages tragen konnte. „Und ich werde sie nie vergessen, egal wieviel mein Schädel abkriegt“ Bei diesen Worten grinste er schief, dann ließ er Strykas Hand los. Edris trat ein und warf einen vorsichtigen Blick auf die geöffnete Kiste. „Trinken wir auf Parja und Josea“, sagte sie mit verdächtig schimmernden Augen. Sie stellte das Tablett auf ein Regal, um die drei Gläser mit dem Whiskey zu füllen und reichte ihm sanft lächelnd das erste Glas, das zweite gab sie der kleinen tapferen Ärztin. „Möchtest du etwas sagen, Jos'ika?“

Er schwieg zunächst, denn er fühlte wieder sein Herz schwer werden. Dann stand er trotz des tonnenschweren Gewichtes auf. Mhi ru kaymaru kyr'tsade – wir haben die kyr'tsade getötet“, sprach er, Nu kyr'adyc, shi taab'echaaj'la. Re'turcye mhi, Parj, ika! - du bist nicht gestorben, nur weit wegmarschiert. Wir sehen uns, Parj'ika!“ Ihm rann eine Träne aus dem Auge, aber es war ihm gleich. Dann kippte er etwas von dem Whiskey auf den Boden und hob sein Glas. „Auf Parja, vode“, sagte er zu Stryka und Edris , um mit ihnen anzustoßen.


Josea, mit Stryka und Edris


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30 Mar, 2019 03:27 26 Josea Gear ist offline Email an Josea Gear senden Beiträge von Josea Gear suchen Nehmen Sie Josea Gear in Ihre Freundesliste auf
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Da standen sie nun alle. Edris verteilte die Getränke und Josea hatte noch einiges zu sagen gehabt. Was für ein Kind musste er noch gewesen sein, um so etwas zu denken. Sie verstand auch seine Mutter, dass sie wütend gewesen war und ihren Sohn längere Zeit diese Reisen verboten hatte. Geschadet hatte es Josea bestimmt nicht. Doch Stryka fand, dass es ihr nicht zustand, dazu ihre Meinung zu sagen. Also schwieg sie dazu und wartete einfach ab, wie es hier weitergehen würde. Der stolze Krieger war wirklich noch immer traumatisiert von diesem schlimmen Erlebnis aus Kindertagen. Es ist nicht gut, Kinder über zu behüten, aber sie zu früh in die Welt der Grausamkeiten zu führen, ist auch nicht gut. Das gesunde Mittelmaß zu finden, ist da oft sehr schwer.


Die Ärztin nahm das Glas von Edris entgegen, die Josea schon aufgefordert hatte, etwas zu sagen. Es dauerte noch einen Moment, dann sprach er. Es war das, was immer gesagt wird und doch nie gleich war. Sie wusste nicht, wie oft sie diese Worte schon gehört hatte, aber niemals waren sie sich ähnlich, immer waren die persönlichen Gefühle dabei. Trotz der langen Zeit, die zwischen dem Tod und dem Heute vergangen war, war die Trauer noch sehr aktuell. Sie fragte sich, wie lange er noch damit zu kämpfen haben würde.

Nachdem Josea getrunken hatte, hob sie ihr Glas, schüttet auch etwas vom Inhalt auf den Boden und trank, nachdem sie gesagt hatte: „Sie ist nicht tot, sie ist nur weiter gegangen, in unseren Erinnerungen wird Parja weiterleben, in den Erinnerungen, die du uns gibst, Josea. Auf Parja, auf Josea.“ Es war ihr egal, dass es nicht ganz die üblichen Worte waren. Anschließend leerte sie ihr Glas in einem Zug und konnte ein Husten nur mit Mühe unterdrücken. Das war eindeutig zu schnell und zu viel. Aber gut war der Whisky auf jeden Fall, nur eben nichts, um ihn sich wie Wasser die Kehle hinab zu schütten.

Falls sie die Gelegenheit dazu bekam, würde sie jetzt Josea umarmen. „Niemand wird dir die Erinnerungen an Parja nehmen. Denk an sie, wie sie immer gewesen ist.“ Das hatte sie doch schon einmal gesagt, überlegte die Ärztin, war sich aber nicht mehr so ganz sicher, weil sie ständig überlegte, was und wie sie etwas sagen soll, um nichts Falsches zu sagen und die Situation ganz kippen zu lassen. Wenn sie die Umarmung geschafft hatte, war sie bestimmt von ihrer Seite her ganz kurz, dann zog sie sich auch schon wieder zurück. Vielleicht sollte sie Edris und Josea eine Weile allein lassen, überlegte sie, wobei sie kurz zur Tür schaute, die nicht mal eine Armlänge von ihr entfernt war. So schnell könnte sie draußen sein und dem ganzen Gefühlselend entfliehen, das sie betroffener machte, als sie zugeben würde.



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04 Apr, 2019 18:17 28 Stryka Ordan ist offline Beiträge von Stryka Ordan suchen Nehmen Sie Stryka Ordan in Ihre Freundesliste auf
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