RegistrierungMitgliederlisteAdministratoren und ModeratorenSucheHäufig gestellte Fragen

Star Wars: New Forces » Inplaybereich » Outer Rim » Mandalore » Hallo Gast [anmelden|registrieren]
Druckvorschau | An Freund senden | Thema zu Favoriten hinzufügen
Seiten (7): « erste ... « vorherige 5 6 [7] Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Autor
Beitrag « Vorheriges Thema | Nächstes Thema »
Josea Gear
Frankly my dear, I don't give a damn




Dabei seit: 17 Jan, 2013
Beiträge: 65

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen



| Mandalore | Keldabe | Strykas Haus | | in der Praxis|


Josea, mit Edris und Stryka


Mit Erinnerungen war es so eine Sache – manche vergaß man nie, sonst hießen sie schließlich nicht Erinnerungen – aber es gab auch solche, die dazu neigten, mit der Zeit zu verblassen oder sich zu verändern. Etwas, dass er selbst nach dem heftigsten Gedächtnisschwund nie vergessen würde, waren die Ereignisse auf Galidraan und Maridun, obwohl er damals noch ein kleiner Junge von acht oder neun Jahren gewesen war. Doch diese Zeit hatte ihn zu dem gemacht, was er heute war. So zumindest würde der Vorspann in einem Holoabenteuer lauten, obwohl es natürlich nicht ganz stimmte. Aber es klang verdammt gut. Parja würde er nie vergessen, da könnte Edris' Haudrauf-Bruder ihn noch so sehr vermöbeln. Josea seufzte leise und Edris sah in seine Richtung. Er lächelte sie an, worauf sie zurück lächelte. Wie apart sich ihre schwarzen Haare um die Hörnerkrone schlangen...Hach, dieses liebliche, von zarten Tätowierungen bedeckte Gesicht.

„Ich freue mich auch darüber“, entgegnete er auf Strykas Feststellung, dass sich sein Zustand allmählich verbesserte, wenngleich es wohl noch viel Zeit brauchte. „Coruscant wurde schließlich auch nicht an einem Tag erbaut.“ Hmmm, was hatte er gefühlt? Die Erinnerung an den Ansatz einer Erinnerung war wirklich schon sehr stark verblasst. Josea rieb sich erst an seinem Kinn, was ihn daran erinnerte, dass er sich rasieren sollte und überlegte weiter. „Es ging irgendwie um Taschentücher, ich dachte noch, dass sie sehr nützlich sind und dass man immer eins dabei haben sollte – nur hatte ich keins dabei...“ Oh oh, das ging schon in Richtung Glatteis, wenn er Stryka auf ihre Tränen ansprach. „Ich habe normalerweise immer welche dabei, das ist mir in diesem Augenblick eingefallen, glaube ich, und fand es ziemlich schade.“ Aber die Erinnerung, oder vielmehr, das Gefühl eine Erinnerung gehabt zu haben, entzog sich ihm immer mehr, es war als ob er gi'haal-Suppe mit einer Gabel essen wollte.

Ach ja, seine Mutter kontaktieren. Josea schlug sich an den Kopf. „Stimmt, das wollte ich auch noch. Aber buir'ika läuft mir nicht weg – eher im Gegenteil. Wahrscheinlich hat Deykaz sowieso schon mit ihr gesprochen, es würde mich nicht wundern, wenn ich nachher Dutzende Nachrichten von ihr auf meinem Com vorfinde, oder sie kreuzt selbst hier auf. Wir können dann aber gerne mal schauen, was er mir vorbeigebracht hat.“ Das wäre doch eine nette Abwechslung. Er liebte Überraschungen und sicher würde Stryka etwas anderes als verstorbene Strills und Amnesien gut tun. „Sind wir jetzt überhaupt fertig?“



Josea, mit Stryka und Edris


| Mandalore | Keldabe | Strykas Haus| |in der Praxis|

_______________

01 Dec, 2018 19:09 08 Josea Gear ist offline Email an Josea Gear senden Beiträge von Josea Gear suchen Nehmen Sie Josea Gear in Ihre Freundesliste auf
Stryka Ordan
Arzt Ihres Vertrauens




Dabei seit: 02 Feb, 2013
Beiträge: 61

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Strykas Haus – Praxis – Stryka, Josea und Edris






Richtig, Coruscant wurde auch nicht an einem Tag erbaut. Stryka musste sich zusammenreißen, denn sie merkte, wie sie etwas ungeduldig wurde. Neugier war der Grund dafür. Es halb doch alles nichts, wenn sie Josea drängte, half sie ihm kein Bisschen. Also hieß es, sich in Geduld zu üben.

Während er redete, vervollständigte sie die letzten Untersuchungen, die gar nicht so schlecht waren. Der Arm würde noch etwas brauchen, aber das ließ sich nicht ändern, denn Bacta hatte sie nicht mehr vorrätig. Das musste der große Krieger einfach aushalten. Wie es schien, machte er es auch ganz gut.

„Lass dir Zeit, ad’ika. Es läuft nichts weg. Die Erinnerungen kommen wie sie wollen. Am besten ist es, wenn wir etwas anderes machen. Zum Beispiel schaust du dir deine Sachen an. Wie du das mit dem Anruf bei deiner buir machst, musst du wissen. Wir sind hier fertig. Dein Kopf schaut ganz gut aus, natürlich hast du eine Gehirnerschütterung, aber nicht so schlimm, dass ich mir deswegen Sorgen machen müsste.“

Schlimmer war die Amnesie, aber das sagte sie ihm nicht. Obwohl die auch nicht so wahnsinnig besorgniserregend wäre, würde sie Josea nicht mögen und sich Sorgen um ihn machen. Warum sie diesen dikut mochte, wusste sie selbst nicht. Es war einfach so, und das machte sie etwas reizbar, wenn sie daran dachte. Also nicht daran denken.

Gewissenhaft räumte sie ihre Ausrüstung wieder weg und dann konnten Josea und Edris ruhig nach seiner Ausrüstung schauen, die sie vom Raumhafen geholt hatten. Unbedingt dabei sein musste sie jetzt nicht, auch wenn sie neugierig war, aber es gab auch Grenzen des Anstands. In der Zwischenzeit könnte sie ja etwas anderes machen, zum Beispiel nach ihren Kulturen schauen, die sich bestimmt nicht verändert hatten, seitdem sie sie das letzte Mal angeschaut hatte.

„Mein Droide kann euch zu deinem Gepäck führen. Blechi! Du hast etwas zu tun. Bring bitte Jos’ika und Ed’ika zu dem ganzen Kre… ich meiner zu seiner Ausrüstung.“

Beinahe hätte sie jetzt Krempel gesagt, aber sie tat so, als wäre nichts gewesen. Der stumme Droide kam auch schon an, um dem Befehl folge zu leisten. Auch wenn er nicht reden konnte, hatte er einen Blick drauf, der Bände sprach, das sollte man von einem Droiden nicht annehmen, der ja keine Mimik aufwies. Trotzdem schaffte er es, in Stryka in diesem Moment ein Gefühl der Scham zu erzeugen, was sie wiederum nicht mochte und mit innerlichem Ärger antworten ließ.





Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Strykas Haus – Praxis – Stryka, Josea und Edris

_______________

Ich bin kein guter Arzt, ich bin der beste, den du kriegen kannst.

02 Dec, 2018 21:51 47 Stryka Ordan ist offline Beiträge von Stryka Ordan suchen Nehmen Sie Stryka Ordan in Ihre Freundesliste auf
Josea Gear
Frankly my dear, I don't give a damn




Dabei seit: 17 Jan, 2013
Beiträge: 65

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen



| Mandalore | Keldabe | Strykas Haus | | in der Praxis|


Josea, mit Edris und Stryka


Das waren doch schon einmal gute Nachrichten, dass mit seinem Kopf alles in Ordnung war. Gerne verließ sich Josea auf die Fachkenntnisse der kleinen tapferen Ärztin und strahlte sie an. "Wunderbar", rief er aus. Die Dinge renkten sich doch irgendwann alle wieder ein. Bestimmt würde er bald wieder sein Gedächtnis zurückbekommen, und dann konnte er sich mit Edris' Familie über die Hochzeit unterhalten. Die Zeremonie an sich war kurz, aber bei einem solchen Großclan mussten Vorbereitungen für die anschließende Feier getroffen werden. Oh ja, und er musste daran denken, seine Clanangehörigen zusammenzutrommeln. Wobei das seine Mutter erledigen konnte, sobald sie miteinander gesprochen hatten und er hoffte, dass sie rechtzeitig seinen Vater erreichten, der irgendwo auf Kopfgeldjagd in der Galaxis herumzog. Natürlich wurde auch Stryka eingeladen. Diese rief ihren Droiden herbei, damit er ihne und Edris zum Gepäck brachte. Anscheinend funktionierte der Vokabulator des Blechgesellen nicht, denn er sagte nichts, sondern bedeutete ihnen nur zu folgen. Droiden hatten zwar keine Gefühle, aber es musste doch schlimm sein sich nicht artikulieren zu können, egal ob Mensch oder Maschine. Irgendwann kurz nach seinem verd'goten hatte Josea sich so schlimm erkältet, dass er wegen der Halsentzündung tagelang kein einziges Wort herausbringen konnte. Das war eine grauenhafte Zeit...er musste mit Flimsizetteln und Gesten kommunizieren, das war so umständlich gewesen.

Gespannt betrachtete er den länglichen Container und die quadratische Kühlbox. Da sie nicht aktiviert war, konnte er davon ausgehen, dass sich keine verderblichen Überreste irgendwelcher Leute darin befanden, auf die ein Kopfgeld ausgesetzt war. Ansonsten hätte es nämlich erbärmlich gestunken, vom Ungeziefer, das angelockt worden wäre ganz zu schweigen. Warum sein Jetpack dabei war, entzog sich seiner Kenntnis - anscheinend hatte er es bei Deykaz zwischengelagert und er hatte es ihm bei der Gelegenheit mitgebracht. "Komm schon, Jos'ika", grinste Edris, "vom Anstarren gehen die Behälter sicher nicht auf" Ein freundlicher Knuff in die Seite unterstrich ihre Aussage, so dass er erst den länglichen Behälter öffnete. Mit einem leichten Schmatzen löste sich die luftdichte Versiegelung, und schließlich klappte der Deckel hoch... "Wayii", sagte Josea leise, als er die hellgraue Rüstung mit den roten Markierungen erkannte. Es war ihr anzusehen, dass sie lange in der Erde gelegen hatte. Alles war da, der fast verrottete Overall, der Kamarest aus Kybuckfell, die Flakweste und eine geflochtene schwarze Haarsträhne. Ihm wurde die Luft eng, aber er öffnete den kleineren Behälter, welcher einen Helm freigab. So gut wie intakt, bis auf spinnwebartige Risse im Visor und leichten Rost am hinteren Rand...Nun wurde ihm klar, weshalb Deykaz mit ihm reden wollte. Josea setzte sich auf einen Hocker, stützte seinen Kopf auf den Händen ab und sagte nichts.

"Geht es dir nicht gut?", fragte Edris vorsichtig. Alles, was er von sich geben konnte, war ein undefinierbarer Laut. Ihm war kalt, aber ihm stand Schweiß auf der Stirn und ihm war übel. Er wollte sich an so vieles erinnern, aber nicht an das...Deshalb hatte er das Gespräch mit Deykaz abgebrochen. "Ich gehe Stryka holen", hörte er die Zabrak sagen, und dann war er mit Parja alleine.


Josea


| Mandalore | Keldabe | Strykas Haus| |in einem Abstellraum|

_______________

19 Jan, 2019 20:43 29 Josea Gear ist offline Email an Josea Gear senden Beiträge von Josea Gear suchen Nehmen Sie Josea Gear in Ihre Freundesliste auf
Stryka Ordan
Arzt Ihres Vertrauens




Dabei seit: 02 Feb, 2013
Beiträge: 61

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Strykas Haus – Praxis – Stryka, Josea und Edris



Blechi schaffte die beiden aus der Praxis, die Stryka nun aufräumte. Alles musste seine Ordnung haben, um im Notfall schnell Zugriff auf alles Nötige zu haben. Aufräumen half ihr, über den Ärger wegen Blechis Blick hinweg zu kommen. Es half alles nichts, der Droide hatte eine furchtbare Art drauf gehabt, mit ihr zu reden. Ständig war er am Reden gewesen! Ein neunmalkluger, nervtötender Blechkasten. Trotzdem wollte sie ihn nicht gegen einen anderen ersetzen. Bis auf die fehlende Sprachausgabe war er wunderbar in Schuss und ein tadelloser Helfer in der Praxis. Mehr war auch nicht nötig. Bedenken, wie Josea sie hatte, plagten sie in der Richtung kaum.

Sie war gerade fertig mit ihren Arbeiten, als Edris zu ihr kam, um sie zu holen. Natürlich ging sie sofort mit zur Abstellkammer, wo sich ihr ein eigenartiges Bild bot. Josea saß wie erstarrt vor seinen Transportkisten und schaute vor sich hin. Er wirkte entsetzt, fast versteinert. Langsam ging Stryka zu ihm, schaute sich auch den Inhalt der Truhe an, dann wieder zu Josea.

„Jos’ika …“, sagte sie leise und mitfühlend. Auch das konnte sie, nur meistens verbarg sie diesen Zug vor anderen Leuten. „Es ist vorbei." Ob es wirklich vorbei war, konnte sie nicht sagen, auf jeden Fall wirkte die Rüstung so, als wäre es vorbei, zumindest für den Träger. Sie versuchte, ihm einen Arm auf die Schulter zu legen und ihn zu halten, vielleicht auch, ihm etwas Halt zu geben. Er hatte sich wahrscheinlich an etwas erinnert, was ihm nicht gefiel, etwas, das ihn traurig machte, ihn erschütterte. So gesehen, war es von ihr keine gute Idee gewesen, ihn die Kisten anschauen zu lassen. Trotzdem konnte es auch heilsam sein, allerdings war es im Moment etwas schwierig, sowohl für Josea, als auch für Edris, die wahrscheinlich gar keinen Schimmer von allem hatte, und auch für Stryka, doch am schlimmsten musste es für Josea sein. „Edris, schau in die Küche, dort müsste noch eine Karaffe mit Whisky in einem der Schränke sein. Gläser sind auch irgendwo.“ Das war jetzt zwar nicht vollkommen medizinisch richtig, aber manchmal musste man eben darauf pfeifen. Sie wollte ihn auch nicht zwingend aus den Erinnerungen holen, so schlimm sie auch sein mochten, damit er sie abschließen konnte. Wenn der Kopfgeldjäger es zuließ, würde sie ihn umarmen und zu trösten versuchen, etwas, worin sie sehr ungeübt war. Es fühlt sich auch eigenartig an, jemanden so nahe zu sein und auch an sich heran zu lassen. Trauer ist nötig, sie heraus zu lassen, ist wichtig. Sie wusste das, aber damit umzugehen, war eine ganz andere Sache. Theoretisch wusste sie, dass Nähe helfen konnte, Berührungen und so. In der Praxis sah es bei ihr etwas schlecht aus damit, weil sie nie jemanden an sich heran ließ, selbst dann nicht, wenn sie diese Nähe gebraucht hätte. Doch daran dachte sie im Moment nicht. Ihr tat Josea furchtbar leid, der sogar körperlich litt, wie ihr die Schweißperlen auf der Stirn des jungen Mannes zeigten. Später würde sie sich wahrscheinlich über ihre Gefühlsduselei furchtbar ärgern und alles herunter spielen oder leugnen, sollte man sie darauf ansprechen.


Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Strykas Haus – Abstellkammer – Stryka, Josea und Edris

_______________

Ich bin kein guter Arzt, ich bin der beste, den du kriegen kannst.

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Stryka Ordan am 20 Jan, 2019 16:37 59.

20 Jan, 2019 15:18 02 Stryka Ordan ist offline Beiträge von Stryka Ordan suchen Nehmen Sie Stryka Ordan in Ihre Freundesliste auf
Josea Gear
Frankly my dear, I don't give a damn




Dabei seit: 17 Jan, 2013
Beiträge: 65

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen



| Mandalore | Keldabe | Strykas Haus | | in der Praxis|


Josea, mit Edris und Stryka


Er bekam nur am Rande mit, dass Edris den Raum verließ. Alles, was seine Wahrnehmung ausfüllte, war Parjas Rüstung. Wie sie im Schnee lag und sie ihr nicht einmal mehr den Helm abnehmen konnten. Sie hatte ihre letzten Worte an ihn gerichtet, ihm das Versprechen abgenommen, tapfer zu sein und die hut'uune zur Strecke zu bringen. Dieses Versprechen hatte er gehalten, und Jahre später war er zurückgekehrt, um es ihr zu sagen. Aber er hatte es nie über sich gebracht, die Rüstung zu bergen. Oder hatte er es getan? Josea fuhr sich durch die Haare. Sein Herz krampfte sich zusammen. Deykaz wollte bestimmt Parja damit ehren, indem er die Rüstung an Kayda weitergab. Die Erlaubnis von Parjas Familie hatte er wahrscheinlich.

Seine Augen tränten, als der beißende Rauch des Steppenbrandes auf Maridun immer stärker wurde, ein paar Mal hätte es ihn und seinen Vater erwischt, aber sie hatten die kyr'tsade erwischt. Obwohl er damals Mühe hatte, überhaupt einen der Deathhammer-Blaster zu tragen, hatte er sie behalten dürfen.

Er hörte eine Stimme, die ihn leise ansprach und er spürte einen tröstenden Arm auf seiner Schulter. Die Berührung löste die Starre in ihm. „Sie war erst sechzehn....“, sagte er mit rauer Stimme. „Die Jüngste in unserer Gruppe, wenn man von mir absah. Eigentlich war ich nur dabei, weil mein Vater auf mich aufpassen musste, aber sich diese Jagd nicht entgehen lassen wollte. Ich fand es s aufregend, auf eine richtige Jagd auf die Death Watch mitzukommen und es war wirklich eine tolle Zeit.“ Josea lächelte. „Sie hieß Parja und nannte mich ihren kleinen Krieger. Wenn es langweilig war, wusste sie immer etwas zu erzählen oder ein kleines Spiel zu spielen.“ Nicht jeder in der Gruppe hatte es gutgeheißen, dass Nemeea Gear seinen achtjährigen Sohn mitgeschleppt hatte, zu ändern war es allerdings nicht mehr und letzten Endes waren sie alle aliit, ob sie nun erfahrende vode waren oder nicht. „Wir waren auf Galidraan, es lag Schnee“, fuhr er fort und es schauderte ihn. „Die kyr'tsad hatte uns einen Hinterhalt gestellt. Nicht, dass es unvorbereitet kam und ich hatte nicht einmal Angst. Parja war ganz vorne dabei, dann ließen sie Detonatoren hochgehen...“ Es hatte einen großen Knall gegeben, und dann hatten sie Parja im Schnee liegen sehen, die sich nicht den Helm abnehmen lassen wollte. „Sie hatte ihre Hand verloren, aber das war nichts Schlimmes, es gibt wirklich gute Prothesen, die besser als natürliche Hände sind. Irgendwie muss sie ein Schrapnell in den Hinterkopf bekommen haben...“ Was hätte er gegeben, um noch einmal ihr Gesicht zu sehen. Joseasah zu Stryka hoch. „Ich habe ihr versprochen, diese hut'uune zur Strecke zu bringen, und das habe ich auch getan, obwohl ich nur ein kleiner Junge zu dieser Zeit war.“ Ein wehmütiges Lächeln glitt über sein Gesicht. Parja wäre so stolz auf ihn gewesen. „Manchmal träume ich von ihr, sie hat den Helm abgenommen und ich kann das Zeug sehen, das ihr aus dem Hinterkopf fließt. Aber sie lächelt mich an, mit ihren vollen dunklen Lippen und den tiefblauen Augen.“ Oh, diese Augen. Sie waren so blau und sie leuchteten manchmal lila.. Manchmal fragte er sich, wie sie heute aussehen würde und was aus ihr geworden wäre. Es gab Augenblicke, in denen er sich vorstellte, dass aus ihnen ein Paar geworden wäre. Mit einem schweren Seufzen legte er sein Kinn auf seiner Hand ab. Er fühlte sich wie nach einem langen Fieber, kraftlos und zittrig, innerlich kalt. „Hey“, sagte eine leise Stimme, „ich habe alles geholt.“ Edris stand im Türrahmen, in den Händen ein Tablett mit einer Flasche, deren Inhalt nach Whiskey aussah und drei Gläsern.




Josea, mit Stryka und Edris


| Mandalore | Keldabe | Strykas Haus| |in der Praxis|


_______________

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Josea Gear am 02 Mar, 2019 00:19 39.

02 Mar, 2019 00:19 13 Josea Gear ist offline Email an Josea Gear senden Beiträge von Josea Gear suchen Nehmen Sie Josea Gear in Ihre Freundesliste auf
Stryka Ordan
Arzt Ihres Vertrauens




Dabei seit: 02 Feb, 2013
Beiträge: 61

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Strykas Haus – Abstellkammer – Stryka, Josea und Edris




Was sie zu hören bekam, war schon stark. Nicht wirklich, wenn Josea damals schon erwachsen gewesen wäre. Aber für einen Jungen in dem Alter ist so etwas keine leichte Erfahrung. Sie fand es unverantwortlich von Joseas Buir, ihn auf diese Reise mitgenommen zu haben. Doch es war so und somit musste er irgendwie mit diesem Erlebnis fertig werden. Stryka bemerkte nicht, dass sie ihm noch immer eine Hand auf die Schulter gelegt hatte und diese sanft streichelte. Wahrscheinlich bemerkte es auch Josea nicht. Wie er sich fühlte, wusste sie immer noch nicht. So etwas einzuschätzen fiel ihr schwer, zumal sie selbst kaum Gefühle nach außen zeigte. Allerdings konnte sie sich vorstellen, dass es ihm nicht gerade leichtgefallen sein konnte, darüber zu reden. „Es ist schwer, so eine Erfahrung bereits in so frühen Jahren zu machen“, sagte sie nach einer längeren Pause, in der sie auch kurz zu Edris geschaut hatte, die eben den Whisky gebracht hatte. Ob sie besser hinaus gehen oder doch lieber beim Geist einer Toten bleiben sollten? Gab es überhaupt so etwas wie Geister? Stryka glaubte nicht daran, aber für Josea schien die Vergangenheit immer wieder zu kommen. „Es muss auch gar nichts aus ihrem Kopf gekommen sein, Jos’ika. Er kann völlig intakt geblieben sein und trotzdem kann ein Schrapnell eine tödliche Verletzung verursachen. Denk nicht an ihren Tod, denk viel lieber daran, wie sie zu dir immer gewesen ist. Ich glaube nicht, dass du so ihr Andenken ehrst, wenn du an ihre Niederlage durch diese hut’uune denkst“, versuchte sie, ihm ein paar tröstende Worte zu spenden. Auf jeden Fall sah sie so einige Dinge etwas anders oder vermutete es. Vielleicht war er deshalb so sehr darauf versessen, der Held zu sein, weil er sie als kleiner Junge nicht retten konnte? Ob er in allen Leuten Parja zu sehen versuchte? Alle ihre stillen Fragen bekamen keine Antwort, weil sie sie nicht stellte und auch nicht vorhatte, sie zu stellen. Stryka war keine Psychologin, sie war eine einfache Hausärztin, wenn man so wollte. „Danke für die Getränke, Edris. Ich glaube, wir können uns alle einen Schluck genehmigen“, meinte sie und rückte etwas zur Seite, damit die junge Frau weiter ins Innere konnte, um das Tablett irgendwo abzustellen. Es war zwar etwas eng und würde noch etwas enger werden, wenn sie hier zu dritt herumlungerten, aber das musste irgendwie gehen. „Lasst uns auf Parja trinken, auf ihre Erfolge und auf Jos’ika, der ihren Tod gerächt hat“, schlug sie vor.

Es war ein Versuch, seinen Verlust irgendwie zu verarbeiten, also eher der Anfang eines Versuchs, mehr würde sie mir ihren rudimentären Kenntnissen auf diesem Gebiet auch nicht wagen. Es war eine reine Gefühlssache und damit hatte sie wenig gute Erfahrungen gemacht, also mit ihren eigenen Gefühlen. Sie misstraute ihnen meistens und hinterfragte sie sofort nach dem Auftauchen der ersten Anwandlung einer Emotion. Wie einfach waren doch Krankheiten und Proben! Sie verlangten nur logische Aufmerksamkeit, chronologisches und genaues Vorgehen, es gab keine Erwartungen, die sich nicht erfüllten oder erfüllen sollten. Das Ergebnis war immer eine logische Konsequenz. Leider spielte das Leben nicht mit und konfrontierte sie seitdem sie in diese unselige Bar gegangen war ständig mit Gefühlen und ihren negativen Auswirkungen auf das logische Denkvermögen.

Doch jetzt galt es erst einmal anzustoßen und sich mit dem Whisky zu betäuben. Das mochte helfen. Josea helfen und ihr auch, vielleicht auch Edris, die das wohl auch gut vertragen konnte, so verwirrt wie sie aussah.



Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Strykas Haus – Abstellkammer – Stryka, Josea und Edris

_______________

Ich bin kein guter Arzt, ich bin der beste, den du kriegen kannst.

03 Mar, 2019 15:06 14 Stryka Ordan ist offline Beiträge von Stryka Ordan suchen Nehmen Sie Stryka Ordan in Ihre Freundesliste auf
Josea Gear
Frankly my dear, I don't give a damn




Dabei seit: 17 Jan, 2013
Beiträge: 65

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen



| Mandalore | Keldabe | Strykas Haus | | in der Abstellkammer|


Josea, mit Edris und Stryka


Josea schloss die Augen und atmete durch. Die streichelnde Hand sorgte dafür, dass er sich ein wenig entspannte. Kaum, dass Parja ihren letzten Atemzug getan hatte, war die Jagd weitergegangen. Aber es war besser so gewesen. Sie hatten sich nicht mit Trauer und Schmerz aufhalten können. „Man kann es sich nicht aussuchen. Meine Mutter war stinksauer gewesen, als wir erst fast zwei Monate später wieder nach Hause kamen und hörte, was passiert war“, sagte er und lächelte leise. [color=b3a860]„Aber sie war froh, dass wir weitestgehend unverletzt waren und stolz, dass wir diese kyr'tsade zur Strecke gebracht hatten. Dennoch musste ich zwei Jahre bei ihr auf Ordo bleiben, was ziemlich langweilig war“ So hatte er sich eben aufs Jagen und Boloballspielen konzentriert, und wenn sein Vater da war, wachte Jania mit Akkhund-Instinkten darüber, dass er von seinem Sohn nicht dazu überredet wurde, ihn vielleicht doch nicht zum nächsten Auftrag mitzunehmen. „Vielleicht...“, erwiderte er auf Strykas Worte und griff nach der Hand auf seiner Schulter. „Sie hat gewusst, dass sie es nicht schafft.“ Zunächst hatte er es nicht verstanden, aber später hatte er gesehen, dass es kein besonders guter Anblick war, wenn die Augen stumpf und seelenlos wurden. Er hatte sich daran gewöhnt, aber er glaubte, dass er zerbrochen wäre, hätte er mitansehen müssen, wie Parjas Augen ihren Glanz verloren. „Ich habe es wahrscheinlich auch gewusst, aber ich wollte ihr doch noch ins Gesicht sehen, dann wäre sie nicht gestorben...“ Das war damals die Logik eines kleinen Jungen gewesen und irgendetwas in ihm klammerte sich immer noch daran. „Es heißt ja, nicht gestorben, sondern nur weit wegmarschiert“ Parja war nur weit weg, sie brauchte ihre Rüstung nicht mehr, damit Kayda sie eines Tages tragen konnte. „Und ich werde sie nie vergessen, egal wieviel mein Schädel abkriegt“ Bei diesen Worten grinste er schief, dann ließ er Strykas Hand los. Edris trat ein und warf einen vorsichtigen Blick auf die geöffnete Kiste. „Trinken wir auf Parja und Josea“, sagte sie mit verdächtig schimmernden Augen. Sie stellte das Tablett auf ein Regal, um die drei Gläser mit dem Whiskey zu füllen und reichte ihm sanft lächelnd das erste Glas, das zweite gab sie der kleinen tapferen Ärztin. „Möchtest du etwas sagen, Jos'ika?“

Er schwieg zunächst, denn er fühlte wieder sein Herz schwer werden. Dann stand er trotz des tonnenschweren Gewichtes auf. Mhi ru kaymaru kyr'tsade – wir haben die kyr'tsade getötet“, sprach er, Nu kyr'adyc, shi taab'echaaj'la. Re'turcye mhi, Parj, ika! - du bist nicht gestorben, nur weit wegmarschiert. Wir sehen uns, Parj'ika!“ Ihm rann eine Träne aus dem Auge, aber es war ihm gleich. Dann kippte er etwas von dem Whiskey auf den Boden und hob sein Glas. „Auf Parja, vode“, sagte er zu Stryka und Edris , um mit ihnen anzustoßen.


Josea, mit Stryka und Edris


| Mandalore | Keldabe | Strykas Haus| |in der Abstell|


_______________

30 Mar, 2019 03:27 26 Josea Gear ist offline Email an Josea Gear senden Beiträge von Josea Gear suchen Nehmen Sie Josea Gear in Ihre Freundesliste auf
Stryka Ordan
Arzt Ihres Vertrauens




Dabei seit: 02 Feb, 2013
Beiträge: 61

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Strykas Haus – Abstellkammer – Stryka, Josea und Edris




Da standen sie nun alle. Edris verteilte die Getränke und Josea hatte noch einiges zu sagen gehabt. Was für ein Kind musste er noch gewesen sein, um so etwas zu denken. Sie verstand auch seine Mutter, dass sie wütend gewesen war und ihren Sohn längere Zeit diese Reisen verboten hatte. Geschadet hatte es Josea bestimmt nicht. Doch Stryka fand, dass es ihr nicht zustand, dazu ihre Meinung zu sagen. Also schwieg sie dazu und wartete einfach ab, wie es hier weitergehen würde. Der stolze Krieger war wirklich noch immer traumatisiert von diesem schlimmen Erlebnis aus Kindertagen. Es ist nicht gut, Kinder über zu behüten, aber sie zu früh in die Welt der Grausamkeiten zu führen, ist auch nicht gut. Das gesunde Mittelmaß zu finden, ist da oft sehr schwer.


Die Ärztin nahm das Glas von Edris entgegen, die Josea schon aufgefordert hatte, etwas zu sagen. Es dauerte noch einen Moment, dann sprach er. Es war das, was immer gesagt wird und doch nie gleich war. Sie wusste nicht, wie oft sie diese Worte schon gehört hatte, aber niemals waren sie sich ähnlich, immer waren die persönlichen Gefühle dabei. Trotz der langen Zeit, die zwischen dem Tod und dem Heute vergangen war, war die Trauer noch sehr aktuell. Sie fragte sich, wie lange er noch damit zu kämpfen haben würde.

Nachdem Josea getrunken hatte, hob sie ihr Glas, schüttet auch etwas vom Inhalt auf den Boden und trank, nachdem sie gesagt hatte: „Sie ist nicht tot, sie ist nur weiter gegangen, in unseren Erinnerungen wird Parja weiterleben, in den Erinnerungen, die du uns gibst, Josea. Auf Parja, auf Josea.“ Es war ihr egal, dass es nicht ganz die üblichen Worte waren. Anschließend leerte sie ihr Glas in einem Zug und konnte ein Husten nur mit Mühe unterdrücken. Das war eindeutig zu schnell und zu viel. Aber gut war der Whisky auf jeden Fall, nur eben nichts, um ihn sich wie Wasser die Kehle hinab zu schütten.

Falls sie die Gelegenheit dazu bekam, würde sie jetzt Josea umarmen. „Niemand wird dir die Erinnerungen an Parja nehmen. Denk an sie, wie sie immer gewesen ist.“ Das hatte sie doch schon einmal gesagt, überlegte die Ärztin, war sich aber nicht mehr so ganz sicher, weil sie ständig überlegte, was und wie sie etwas sagen soll, um nichts Falsches zu sagen und die Situation ganz kippen zu lassen. Wenn sie die Umarmung geschafft hatte, war sie bestimmt von ihrer Seite her ganz kurz, dann zog sie sich auch schon wieder zurück. Vielleicht sollte sie Edris und Josea eine Weile allein lassen, überlegte sie, wobei sie kurz zur Tür schaute, die nicht mal eine Armlänge von ihr entfernt war. So schnell könnte sie draußen sein und dem ganzen Gefühlselend entfliehen, das sie betroffener machte, als sie zugeben würde.



Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Strykas Haus – Abstellkammer – Stryka, Josea und Edris

_______________

Ich bin kein guter Arzt, ich bin der beste, den du kriegen kannst.

04 Apr, 2019 18:17 28 Stryka Ordan ist offline Beiträge von Stryka Ordan suchen Nehmen Sie Stryka Ordan in Ihre Freundesliste auf
Josea Gear
Frankly my dear, I don't give a damn




Dabei seit: 17 Jan, 2013
Beiträge: 65

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen



| Mandalore | Keldabe | Strykas Haus | | in der Praxis|


Josea, mit Edris und Stryka


Die Galaxis war ein kalter, grausamer Ort, besonders, wenn man Mandalorianer wie er war, der für seine Lebenweise den Verlust von Freunden und Kameraden in Kauf nehmen musste. Doch war er nicht der Mann, der sich davon herunterkriegen ließ. Ganz im Gegenteil, seine Devise war, erhobenen Hauptes und mit einem Lachen auf dem Lippen den Widrigkeiten des Lebens als Krieger, Kopfgeldjäger und wofür man ihn sonst noch engagierte, zu trotzen. All diesen Gefahren und Halunken zu sagen, wie sehr sie ihn einfach an seinem gepanzerten Hintern lecken konnte. Nein, er würde niemandem den Gefallen tun, kleinbeizugeben und sich in die nächste Schmollecke zu verziehen. Zumindest nicht lange. Denn gerade fühlte es sich an, als er seine Ansprache auf Parja hielt, als ob nie gekannte Pein sein Herz zerriss. Dann sprach noch Stryka und Edris schloss sich ebenfalls dem Gedenken an die tapfere Kriegerin an, das seine Augen erneut feucht werden ließ. „Ich wünschte, ich hätte sie gekannt, Jos'ika“, sagte sie mit einem leisen Lächeln, „aber mir bleibt immerhin, ihr Andenken zu ehren. Wo auch immer du hingegangen bist, Parja, du wirst nie vergessen sein“ Mit diesen Worten kippte auch die Zabrak etwas Whiskey auf den Boden und trank.

Joseaseufzte bewegt, wonach er den Inhalt seines Glases herunterschüttete. Oh, dieses wohlige Brennen in der Kehle, das seine Herzschmerzen so gut betäubte. Und prompt einen erneuten Anfall von Sentimentalität auslöste. Ein weiteres Glas wäre sicher das Richtige jetzt . „Vergessen werde ich sie nie“, sagte er beseelt von den Erinnerungen an Galidraan und lächelte Stryka und Edris an. Ihm war warm, und auch ein wenig schwindlig, aber das war genau das richtige Gefühl dafür. „Sie wird immer hier sein“ sprach er weiter und klopfte sich auf die Brust, „und auch in meinem löchrigen Hirn“ Grinsend tippte er sich an den Schädel. „Aber keine Amnesie in der Galaxis wird je die Erinnerung auslöschen, das habe ich auch dir zu verdanken, du beste aller Ärztinnen“

Erneut seufzte er und nahm die kleine tapfere Frau in die Arme. „Ohne dich würde ich wohl irgendwo am Straßenrand liegen, von Schmerzen geschüttelt und von Edris' Bruder zu Brei geschlagen...wie hieß er noch mal?“ Grinsend zwinkerte er der dunkelhaarigen Zabrak zu, die nicht anders konnte als entzückt zu lächeln. „Aber er darf natürlich auch zu unserer Hochzeit kommen, oder was meinst du, Stryka? Du könntest aufpassen, dass wir uns nicht wieder prügeln“ Dann wechselte er einen kurzen Blick mit Edris und wandte sich wieder an die Ärztin, der er über den Rücken strich. „Damit will ich übrigens sagen, dass du zu unserer Hochzeit eingeladen bist“ Dann sah er sehnsüchtig zu der Flasche, die noch auf dem Tablett stand. Auf einem Bein stand es sich schlecht, wie ein altes Sprichwort sagte und er wollte noch ein wenig in sentimentaler Duseligkeit baden, oder duseliger Sentimentalität. „Darauf sollten wir noch einen trinken“


Josea, mit Stryka und Edris


| Mandalore | Keldabe | Strykas Haus| |in der Praxis|


_______________

12 Jun, 2019 22:58 05 Josea Gear ist offline Email an Josea Gear senden Beiträge von Josea Gear suchen Nehmen Sie Josea Gear in Ihre Freundesliste auf
Stryka Ordan
Arzt Ihres Vertrauens




Dabei seit: 02 Feb, 2013
Beiträge: 61

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Strykas Haus – Abstellkammer – Stryka, Josea und Edris


Stryka war verwirrt. Einerseits war es die Umarmung, die ja sie initiiert hatte und andererseits durch die Sache mit der Hochzeit. Schon Stunden vorher war ihr unwohl bei dem Thema geworden. Da klingelte etwas in ihr, aber durch die vielen Ereignisse des Tages und der Tage davor, konnte sie den Finger nicht ganz darauflegen. Wie war das noch gewesen? Wenn sie sich doch bloß erinnern könnte! Sie räusperte sich und wusste nicht genau, was sie darauf antworten sollte, als sie wieder zur Hochzeit eingeladen wurde. Es stimmte einfach nicht. Aber sie wollte erst noch mit Josea reden. Dazu musste sie sich ganz schnell etwas einfallen lassen, aber sehr schnell, bevor das hier für alle noch peinlich wurde, vor allem für sie, weil sie ewig nicht reagierte, nur die Umarmung löste und einen Schritt von Josea weg machte.

„Ähäm (räuspern, husten) … Ich … danke für die Einladung, Jos’ika. Edris hat mich schon eingeladen, aber ich bin kein Freund von Hochzeiten.“ Das klang schon mal ganz gut für den Anfang. Wie war das noch einmal? Ständig kreisten ihre Gedanken um das Gespräch, das sie in der Nacht kurz vor der Schlägerei auf ihrer Türschwelle geführt hatten. Sie waren in ihrem Schlafzimmer gewesen. Genau. Oh je! Es war wieder alles da, das Kind, die Schwangere, die irgendwie mit K anfing. Nein, an den Namen konnte sie sich jetzt beim besten Willen nicht erinnern. Was nun? Sie musste dringend unter vier Augen mit ihm reden. „Ähm …“ Das war wieder ein sehr guter und vor allem eloquenter Einstieg, wie sie sich selbst sarkastisch maßregelte. Besser wurde es auf keinen Fall. „Hmpf …“ Ratlos blies sie ihre Backen etwas auf, entließ dann langsam die angehaltene Atemluft und runzelte die Stirn. „Also, kann ich dich kurz allein sprechen? Unter vier Augen. Mir ist da etwas eingefallen … wegen deiner Amnesie“ , redete sie los und nahm ihn gleichzeitig bei der Hand, um ihn aus der Abstellkammer zu ziehen. Überrumpelung war manchmal sehr hilfreich und sie überaus diskret.

Schlussendlich hatte sie den Mann in ihre Praxis geschafft und die Tür hinter sich geschlossen. Hier waren sie allein und sie hatte das Gefühl, offen reden zu können. So eine vertrackte Situation aber auch. Hoffentlich glaubte er ihr und hielt das nicht für irgendeine obskure Masche von ihr, ihn von Edris wegzubekommen. Was für sie einfach nur lächerlich war, denn sie wollte ihn nur vor Bigamie bewahren. Wenn er lieber Edris heiraten wollte, alles kein Problem, aber dann bitte erst die Scheidung von der Frau, die mit K anfing. „Also … setz dich bitte. Bevor die Schlägerei auf meiner Türschwelle war, haben wir geredet oder es war vielleicht kurz danach, also so um den Dreh herum.“ Den Einstieg fand sie nun auch nicht so beredt, wie er sein sollte und schon einmal gar nicht informativ, aber etwas Besseres fiel ihr einfach nicht ein. Wieder räusperte sie sich und sprach dann weiter: „Nun gut … Langer Rede kurzer Sinn: Du bist bereits verheiratet und deine Frau erwartet ein Kind. Ihr Name fängt mit K an, den vollen Namen habe ich vergessen. Schau mal deine Nachrichten durch, vielleicht findest du darauf etwas. Du bist also verheiratet und wirst in absehbarer Zeit Vater. Wenn du Edris heiraten möchtest, solltest du dich erst von der anderen Frau auf die richtige Art und Weise trennen.“ Nun war es draußen, kurz und schmerzhaft, wie sie meinte. Sie atmete tief durch und wusste nicht so genau, wohin sie jetzt schauen sollte. Ihr tat das alles so leid. Edris war ja auch irgendwie nett und das musste schon eine herbe Enttäuschung für die junge, tatkräftige und um Josea sehr engagierte Zabrak sein. Ein Drink wäre jetzt nicht schlecht, leider stand die Karaffe mit dem köstlichen Inhalt bei Edris in der Abstellkammer, die dort hoffentlich wartete und nicht lauschend vor der Tür stand. Da fiel ihr ein, dass sie irgendwo einen kleinen Notvorrat versteckt hatte, der war schon so lange und so gut versteckt, dass sie sich erst wieder daran erinnern musste. Die ersten beiden Schränke waren Nieten, doch im dritten fand sie das Gewünschte, eine Flasche sehr alten, sehr, sehr alten corellianischen Whisky, fast schon eine Rarität, wenn man es genau nahm. Wann hatte sie den dort eingebunkert? Sie konnte sich nicht mehr daran erinnern. Gekonnt öffnete sie die Flasche und füllte etwas davon in zwei Reagenzgläser, von denen sie eines Josea reichte, der das nach der Trauerrede um Parja bestimmt gebrauchen konnte.



Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Strykas Haus – Praxis – Stryka, und Josea

_______________

Ich bin kein guter Arzt, ich bin der beste, den du kriegen kannst.

20 Jun, 2019 22:24 54 Stryka Ordan ist offline Beiträge von Stryka Ordan suchen Nehmen Sie Stryka Ordan in Ihre Freundesliste auf
Josea Gear
Frankly my dear, I don't give a damn




Dabei seit: 17 Jan, 2013
Beiträge: 65

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen



| Mandalore | Keldabe | Strykas Haus | | in der Abstellkammer|


Josea, mit Edris und Stryka


Josea traute seinen Ohren nicht – Stryka mochte keine Hochzeiten? Jeder mochte doch Hochzeiten. Neben den Feierlichkeiten zum verd'goten war eine Heirat eine tolle Gelegenheit in guter Gesellschaft zu essen und zu trinken und eine schöne Zeit zu verbringen. Wahrscheinlich war die kleine tapfere Ärztin einfach nur zu bescheiden und schüchtern hinter ihrer resoluten Fassade. „Du musst dich ja jetzt noch nicht festlegen, wir haben noch keinen Termin und kannst dich spontan entscheiden, ob du kommen willst“, gestand er ihr zu, damit sie sich nicht verpflichtet fühlte und zwinkerte Edris zu, die wissend zurückgrinste. Er wollte sich nun wieder Parjas Gedenken widmen, da fiel der besten Ärztin von allen etwas ein. Wegen der Amnesie sagte sie, und er nahm an, dass sie wohl eine Eingebung hatte, wie sie seinen Zustand verbessern konnte. Da zeigte es sich wieder, dass eine Pause und ein guter Whiskey Wunder wirken konnten. Gespannt, was ihr wohl eingefallen war, ließ er sich von ihr widerstandslos in den Behandlungsraum führen, während Edris bei Parjas Rüstung die Stellung hielt. Nachdem er sich hingesetzt hatte, hörte er Stryka zu, wie sie von dem Zeitpunkt kurz vor der Schlägerei anfing. Daran hatte er auch jedwede Erinnerung verloren und vermutete, dass sie da einen Ansatzpunkt hatte. Nur dass ihm danach der Mund offenstand, als sie geendet hatte. Josea war nur selten sprachlos, aber diese Eröffnung war aber wirklich der Hammer und er schaute die kleine Frau eine Weile skeptisch an, während er versuchte, sich an diese Frau mit K zu erinnern, die ein Kind von ihm bekam.

„Ernsthaft?“, erkundigte er sich mit stark gerunzelter Stirn, obwohl er sich relativ sicher war, dass Stryka nicht die Frau für seltsame Scherze war. „So etwas Wichtiges vergisst man doch eigentlich nicht so einfach“, überlegte er und kratzte sich am Kinn. [color=b3a860]„K sagtest du... Kalyn vielleicht? Oder Kystra? Keldonna?“ Das waren einige Namen, die ihm noch etwas sagten. Aber er glaubte nicht, dass er je mit einer dieser Damen einen Eheschwur geleistet hatte, wobei die Möglichkeit, Kinder gezeugt zu haben, nicht unwahrscheinlich war. „War ich da noch betrunken, als ich dir das erzählte?“ Die Möglichkeit, dass er im betrunkenen Zustand Dinge erzählte, die stark übertrieben waren, war ebenfalls recht hoch. Ansonsten hatte er ein Problem. Deshalb nahm er gerne das Reagenzglas entgegen und kippte es in einem Zug herunter. Danach fühlte er sich etwas besser und das Problem sah nur halb so heftig aus. Egal in welchem Schlamassel er steckte, er hatte immer wieder dort hinaus gefunden. „Wayii, ist das Zeug gut – was für Schätze hast du denn sonst hier gelagert. Bes'kar oder vielleicht Pläne für einen Todesstern?“ Suchend sah er sich um, ob in den Schränken etwas von diesen Dingen zu finden war. Wichtiger war aber nun, herauszufinden, wer die Frau mit K war und ob er sich überhaupt an sie erinnerte und ob das mit dem Kind stimmte. Denn er wollte nach wie vor Edris heiraten. Und sie und ihre Familie wollten das auch. Seiner Verantwortung als Vater wollte er sich indes nicht entziehen, jeder gute Mandalorianer kümmerte sich um seine Kinder, ganz gleich, ob man mit der Mutter zusammen war oder nicht. Edris würde das sicher verstehen. „Mein Com muss irgendwo bei meinen anderen Sachen liegen, ich hab's jedenfalls nicht bei mir“, stellte er fest, nachdem er die Taschen seines Overall untersucht hatte. [color=b3a860]„Ich glaube, es liegt noch bei dir im Schlafzimmer oder bei meiner Rüstung und den Waffen, lass uns danach schauen gehen, ja?“ Kurz blies er die Backen auf. „Gib mir noch was von dem Whiskey, bitte. Ich da so ein Gefühl, als ob ich es gebrauchen könnte.“


Josea, mit Stryka


| Mandalore | Keldabe | Strykas Haus| |in der Praxis|


_______________

10 Sep, 2019 21:30 52 Josea Gear ist offline Email an Josea Gear senden Beiträge von Josea Gear suchen Nehmen Sie Josea Gear in Ihre Freundesliste auf
Stryka Ordan
Arzt Ihres Vertrauens




Dabei seit: 02 Feb, 2013
Beiträge: 61

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Strykas Haus – Praxis – Stryka, und Josea



Was für ein Dilemma! Wenn sie nur besser aufgepasst hätte! Stryka maßregelte sich selbst für diese Unaufmerksamkeit. Wenigstens kam der Whisky gut an. Nicht einmal Josea konnte sich an den Namen erinnern. K… Irgendetwas mit K. Es fiel ihr nicht ein, so sehr sie sich auch anstrengte. Sie nahm einen Schluck von ihrem Getränk und lief dann etwas rastlos in ihrer Praxis herum. „Mit K, aber die Namen, die du nennst, klingen nicht richtig. Er fängt mit K an Kad klingt schon richtig. Meine Fresse, es tut mir echt leid, Jos’ika. Im Moment bin ich auch keine große Hilfe“, gab sie zerknirscht zu und nickte dann, als er vorschlug, sie sollten sein Comlink suchen. Sie lief schon auf die Tür zu, da verlangte er Nachschub. Auch recht, dann erst einmal ordentlich trinken. Schaden konnte das auf keinen Fall. Sie goss nach und füllte anschließend auch ihr Reagenzglas noch einmal.

„Hm … Ka … Kadi? Nein, nein … Verdammt, wenn ich so viel nachdenke, komme ich nicht dahinter. Auf jeden Fall, wenn du wieder alle Sinne beisammenhast und Edris noch immer heiraten möchtest, alles andere geklärt ist und ich von den Reyceens meine Credits endlich bekommen habe, dann tanze ich auf deiner Hochzeit. Aber jetzt streng dein Hirn etwas an.“

Langsam war das alles etwas mühsam. Natürlich wusste sie auch, dass Zwang in dem Fall gar nichts brachte. Also trank sie lieber noch einen Schluck, um wieder herunter zu kommen und sich nicht weiter aufzuregen, wo es eigentlich gar nichts zum Aufregen gab. Vielleicht half es ja, wenn sie ihm versprach, auf seine Hochzeit zu kommen? Sicher war sie sich nicht. Im Moment war sie sich über gar nichts mehr sicher. Verdammte osik! Nichts ging so, wie es sollte. Da fiel ihr dann auch noch etwas anderes ein, denn die Zeit lief und damit flossen auch Zahlungen von ihrem Konto, das nicht zu sehr belastet werden sollte. „Morgen muss ich die Praxis wieder öffnen, das heißt hier muss Ruhe herrschen oder sollte es. Bei dir kann ich aber vorher noch einen Hirnscan durchführen“, schlug sie ihm vor, war aber eher der Meinung, dass es nichts bringen würde, denn sie hatte keinen Hirnschaden feststellen können. Die Amnesie musste sich von selbst legen und dazu bräuchte er etwas Anregung von außen. Also, das Comlink suchen. „Trink aus oder nimm das Glas mit, wir sehen zuerst im Schlafzimmer nach, dort habe ich es auch das letzte Mal bei dir gesehen.“ Es war einen Versuch wert. Die Ärztin nahm ihr Glas, überlegte kurz, packte dann auch die Flasche, es war ohnehin schon egal, denn sie würde gleich betrunken sein, wenn sie in dem Tempo weiter machte, und ging voraus ins Schlafzimmer. „So, nun frisch ans Werk, du Frauenheld“, forderte sie ihn auf, wobei sie sich auch gleich auf die Suche machte, doch zuerst einmal Flasche und Glas auf der Fensterbank abstellte.

Sie hoffte, dass sie bald das Gesuchte finden würden, denn langsam sollte sich bei Josea wieder ein Erinnern einstellen. Übersehen hatte sie bei den Scans doch nichts? Nachdenklich runzelte sie die Stirn und saugte an ihrer Unterlippe, biss sogar zu, fast zu fest, weil sie kurz zusammenzuckte. Wenn sie hier fertig waren, musste sie unbedingt noch einmal die ersten Scans anschauen. Am besten dann, wenn sie wieder nüchtern war. Darauf trank sie erst einmal einen Schluck und machte sich dann doch recht ziel- und planlos auf die Suche nach Joseas Comlink.


Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Strykas Haus – Schlafzimmer – Stryka, und Josea (falls der mitgegangen ist)

_______________

Ich bin kein guter Arzt, ich bin der beste, den du kriegen kannst.

Dieser Beitrag wurde schon 2 mal editiert, zum letzten mal von Stryka Ordan am 12 Sep, 2019 13:41 59.

12 Sep, 2019 13:41 15 Stryka Ordan ist offline Beiträge von Stryka Ordan suchen Nehmen Sie Stryka Ordan in Ihre Freundesliste auf
Seiten (7): « erste ... « vorherige 5 6 [7]  
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Gehe zu:
Star Wars: New Forces » Inplaybereich » Outer Rim » Mandalore » Hallo Gast [anmelden|registrieren]

radiosunlight.de Geblockte Angriffe: 4823 | prof. Blocks: 8 | Spy-/Malware: 58
CT Security System lite v3.0.4: © 2006 Frank John & cback.de
Impressum | Datenschutzerklärung

Powered by Burning Board Lite 1.0.2pl3 © 2001-2007 WoltLab GmbH