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Terry Dourshe
Rollenspiel-Charakter




Dabei seit: 15 Aug, 2012
Beiträge: 149

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Coruscant – New Republic Medical Center - Neurochirurgie - abgeschirmtes Krankenzimmer
Terry, Dash und Leven Corso




Die Zeit hatte sich für ihn in die Länge gezogen. Einzelhaft war langweilig, hatte aber den entschiedenen Vorteil, dass kein Anschlag mehr auf ihn verübt werden konnte. Natürlich würde er eine sehr, sehr, wahrscheinlich sogar lebenslange Haft antreten müssen, sollte es denn endlich einmal zu einer Verhandlung kommen, aber das gab ihm immerhin noch einige Möglichkeiten. Bis dahin musste er eben noch aushalten und auf seinen Verteidiger warten, der sehr beschäftigt war.

Dann hatte sich etwas geändert, Terry war abgeholt und ins New Republic Medical Center auf die Neurochirurgie geschafft worden. Jetzt war es also so weit und der Level 5 Gehirnscan stand an. Er wusste nicht, wovor er sich mehr fürchtete, vor dem Ergebnis oder vor den Nebenwirkungen. Doch immer wieder sagte er sich, dass es nicht anders ging. Sollte er seine Persönlichkeit dabei verlieren, wusste er es wenigstens danach nicht mehr.

Er war noch nicht sehr lange in dem abgeschirmten und gut bewachten Krankenzimmer, als sich die Tür öffnete und Leven Corso mit einem Begleiter eintrat. Terry glaubte, seinen Augen nicht zu trauen. War er es wirklich? Aber wie konnte das sein? Dann setzte er sich auch noch neben ihn. Der Einarmige saß noch immer auf dem Bett und konnte im ersten Moment keinen Muskel rühren.

Nachdem er sich gesammelt hatte, schaffte er es, sein vorlautes Mundwerk wieder zum Arbeiten zu bekommen. „Danke, Mister Corso. Ehrlich gesagt, schwanke ich zwischen Ich zieh das jetzt durch und ich kneife. Aber ich sehe selbst keinen anderen Weg, um an das zu kommen, was ich nicht weiß“, redete er erst den Anwalt an, ehe er sich an den anderen Besucher wendete, vom Bett rutschte und vor ihm in die Hocke ging. Konnte er seinen Augen trauen? Wie hatte Corso das angestellt? An welchen Rädern hatte er gedreht, welche Hebel gezogen? Wollte er es so genau wissen? Der Einarmige mahnte sich, keine weiteren Fragen mehr zu formulieren, sondern seinen Augen zu trauen. Konnte er das wirklich?

„Dash“, flüsterte er, streckte eine Hand aus und hob das Gesicht des Jüngeren am Kinn hoch. Fassungslos war noch ein Hilfsausdruck, er war erschüttert, seinen Freund hier zu sehen. An so etwas hätte er im Traum nicht gedacht. Niemals. Er räusperte sich, blinzelte, bekam eine leicht rote Nasenspitze, wie meistens, wenn er die Tränen zurück drängte, und sagte etwas lauter: „Das ist aber eine verdammte Überraschung. Hatte ich nicht gesagt, du sollst dich von diesem Drecksplaneten verpissen, wenn wir getrennt werden? Das hier habe ich mir selbst eingebrockt, es hat ganz und gar nichts damit zu tun, dass wir zusammen desertiert sind. Verstanden, Sergeant? Mein alter Lehrer hat immer gesagt: Haltung bewahren, was auch immer kommt, sie ist das einzige, das uns am Ende bleibt. Also, Kopf hoch, Sergeant Harrend.“ Er brauchte diese herbe Unfreundlichkeit, um nicht gleich zusammen zu brechen. Viel lieber würde er den ehemaligen Untergebenen jetzt kräftig umarmen, stattdessen ließ er ihn los und stand auf. Seine Selbstbeherrschung befand sich gerade auf einem schweren Prüfstand und er sagte sich selbst, dass er nicht weich werden durfte, auch Dash gegenüber nicht. Der Hirnscan war wichtig, gefährlich zwar, aber er konnte helfen, ihm den Hals zu retten. Vorerst zumindest, wenn er sich nicht selbst wieder in irgendeine Scheiße ritt, weil er einfach drauf los preschte und gedankenlos jedes erdenkliche Fettnäpfchen mitnahm. Manchmal war es nicht weit her mit seinem taktischen Geschick. „Konzentriere dich auf deine Arbeit. Aber erst einmal, erzähle mir, wie es dir ergangen ist. Ich konnte leider den Treffpunkt nicht mehr erreichen, weil ich abgeschnitten worden bin. Irgend so ein linientreuer Feuchtfarmer hat auf mich geschossen. Der Idiot dachte wohl, er bekäme eine Vergünstigung, wenn er einen Deserteur erschießt. Hat ihm nichts gebracht. Aber die haben danach nach mir gesucht und ich wollte sie von deiner Spur ablenken. So, Schluss. Jetzt du, was hast du angestellt, all die Zeit?“ Während er redete, setzte er sich wieder aufs Bett. Allerdings sprach er Basic, damit Corso auch etwas davon verstand, schließlich gab es nichts Unhöflicheres, als eine Unterhaltung zu führen, die weitere Anwesende nicht verstehen konnten. Er wusste, dass sie kaum Zeit hatten, aber später würde sich vielleicht keine Möglichkeit mehr zu einem Gespräch ergeben, besonders dann, wenn sein Gehirn nur noch eine amorphe Masse war, einzig dazu fähig, seine lebenswichtigen Organe am Laufen zu halten. Eine gruselige Vorstellung, an die er lieber nicht denken mochte. Blöd war nur, dass er dauernd daran denken musste. Je näher diese Untersuchung rückte, desto nervöser wurde er. Noch gestand er sich nicht ein, dass er sogar panische Angst davor hatte. Aber er war auch entschlossen, dem Rätsel über seine unbekannte Un-Heilsbringerin von damals auf die Spur zu kommen. Wenn das bedeutete, seinen Verstand aufs Spiel zu setzen, dann war es so. Manchmal dachte er, dass es damit nicht mehr weit her war. Der Krieg, das Militärgefängnis, die Strafkompanie und die ständige Flucht nach der Desertion hatten in der Hinsicht einiges kaputt gemacht. Natürlich war er noch immer ein guter Schütze (wenn er eine Prothese tragen würde, versteht sich) und er konnte auch ganz gut Situationen einschätzen und strategisch planen, sonst wäre der Mord an Ree Aak gar nicht erst zustande gekommen. Er hätte von Coruscant fliehen sollen, als er die Gelegenheit dazu gehabt hatte, stattdessen hatte er jede erdenkliche Cam genutzt, damit er ja gefunden wurde. Kein guter Soldat tötet Zivilisten. Das war ihm schon immer zuwider gewesen. Vielleicht sollte er sich an die Dinge besinnen, die er während der Jahre gelernt hatte, in denen er zum Telbun ausgebildet werden sollte, auch wenn das eine relativ kurze Zeit in seinem Leben gewesen war. Der Satz mit der Haltung war ein guter Anfang in dieser Richtung.



Coruscant – New Republic Medical Center - Neurochirurgie - abgeschirmtes Krankenzimmer
Terry, Dash und Leven Corso

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Im Gefängnis ist es auch gut leben.
Du hast ein Dach über dem Kopf, kriegst dreimal am Tag zu essen, lernst jede Menge interessanter Leute kennen und schärfst deine Reflexe.
Freiheit wird echt überbewertet
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Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Terry Dourshe am 16 Dec, 2019 11:51 42.

16 Dec, 2019 11:51 13 Terry Dourshe ist offline Beiträge von Terry Dourshe suchen Nehmen Sie Terry Dourshe in Ihre Freundesliste auf
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