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Cainneach Retwin
Gast


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Fedje-System | Fedje | Hauptkontinent | nahe Beralis | Übungsgelände
Cainneach Retwin und der Rest der Lance einschließlich der Infiltratorin


Vermutlich jeder in der Einheit war erleichtert gewesen, als ihr Sergeant Major den Abmarsch befohlen hatte, Laufschritt hin oder her. Im Prinzip hatten sie nicht mehr tun müssen als ihren Job, das, wofür sie ausgebildet worden waren, aber das war diesmal mit derart vielen Handicaps gespickt gewesen, dass eine Wiederholung nicht einmal mehr möglich gewesen wäre, wenn sie den Befehl dazu bekommen hätten.
Erst, als die Einheit die recht provisorischen Mannschaftsräume des Übungsgeländes bezogen, konnte Retwin eine Liste der unbedingt zu verbessernden Dinge aufstellen. Stryker hatte sie endlich sich selbst überlassen, selbstverständlich aber keinen Grund dafür angegeben, weshalb sie nicht in die Garnison zurück kamen. Für Retwin gehörte das schlicht zu Strykers Gewohnheit, Dinge möglichst umständlich zu handhaben, wenn das auch nur einen Funken mehr Unannehmlichkeiten bedeutete.
Drei Leute – Lec, das Mädchen und Doc – kümmerten sich um eine Aufstockung der Ausrüstung. Die Übung hatte ihre Vorräte ziemlich dezimiert. Retwin hockte draußen und genoß die nächtliche Stille, die über der Anlage hing, während er mit rechts den Bericht tippe und sich mit links abwechselnd am Wasser bediente und die Zigarette am Boden abaschte. Alles, was nach ihrem Abrücken passiert war, ließ ihn daran zweifeln, dass irgendjemand ernsthaft und dringend auf den Bericht wartete. Vielleicht gab es hier noch irgendwelche anderen Soldaten, die zu einer Übung oder zum Schießtraining herbeordert waren, im Moment war davon nichts zu sehen oder hören.
Zurück in der Mannschaftsunterkunft unterbrach er Thanes Kommunikation mit Irgendwem via Com und setzte mit ihm und Eriston eine späte Besprechung der Übung an. Eriston, um ihn auf den aktuellen Stand zu bringen, Thane, weil der mehr oder weniger Eristons Posten übernommen und einen guten Überblick über die Lage gehabt hatte. Wie immer war sein Stellvertreter gut darin, die Fähigkeiten der Soldaten einzuschätzen, hielt sich, auch nicht überraschend, mit Kritik aber zurück. Am Ende hatten sie eine ganze Reihe von to dos's aufgelistet, die locker den Umfang von 700 Stunden Training überschritten, ohne Aussicht, mit der Erkenntnis irgendetwas anfangen zu können.

Der nächste Tag begann entspannend spät erst zehn vor fünf, dafür quasi mit einer Eilmeldung. Völlig unnötig, wie sich am Sammelplatz angekommen herausstellte. Im Geiste sah sich Retwin, wie er sich kopfschüttelnd an Eristons Schulter lehnte wie an einem Morgen nach einer langen alkoholreichen Nacht. Klar, zehn und achtzehn Minuten waren ausreichend, sah man mal von glänzend weißen Rüstungen ab, die nach dem letzten Tag ein paar Stunden Arbeit bedeutet hätten. Blieb zu hoffen, dass Stryker mit Scouts leben konnte, die nach Arbeit aussahen und nicht darauf bestand, dass die sich für die „Neue Republik“, deren Namen er so abfällig aussprach, noch extra aufpolierten.

Retwin fluchte innerlich. Er hätte liebend gern auf Freizeit verzichtet, gleiches galt für Schlaf, wenn sie den Auftrag bekommen hätten, Belaris weiträumig zu überwachen. Nicht, dass es dafür – oder für die Bewachung eines Gefängnisses – irgendeinen erkennbaren Grund gab, wenn man gleich nebenan eine mit Soldaten vollgestopfte Garnison hatte, aber es wäre ein Auftrag gewesen, der den Namen auch verdiente. Hinstellen und aufpassen, dass niemand das Tor klaut, gehörte nicht ganz zu dem, wofür man Stormtrooper einsetzte. Und dieser Auftrag führte sie direkt in eine Stellung des Geheimdienstes. Diese Jungs gab es mit Sicherheit in jedem imperialen Gefängnis. Es gab wenig Leute, die Retwin mehr verabscheute als die hinterhältigen Kerle aus dem schweigsamen Lager der Lügner, Verräter und Infiltratoren. Eingesetzt gegen die Feinde des Imperiums taten sie, was auch ein guter Soldat getan hätte, aber bekanntermaßen beließen sie es nicht dabei, sondern arbeiteten aktiv gegen die eigenen Leute. Heimlich, im Verborgenen. Was hätte ein Soldat auch mehr verachten können als den Krieg gegen die eigenen Leute.
Die Niederlagen, die sie in der Vergangenheit erfahren hatten, verunsicherten die Truppen. Natürlich, das verstand Retwin. Seine Schlussfolgerung daraus war aber keine Dezimierung der Einheiten wegen welch absurder Vorwürfe auch immer, sondern besseres Training, bessere Strategien und eine Überarbeitung der Taktik. Er hatte Leute aus seinem weiteren Umfeld verschwinden sehen, jedes mal dankbar dafür, dass sich der Weg der Vernichtung nicht gefährlich nahe an ihn und seine Leute herangebahnt hatte, und jedes mal mit größerer Wut gegen jene aufgeladen, die er für diesen Anflug von Verzagtheit verantwortlich machte.
Aber wenigstens versprach der Auftrag eine sichere Versorgung. Gefängnisse hatten keine hohe Priorität, die dort eingesetzten Soldaten schon. Es gab kaum etwas, womit man selbst imperiale Einheiten mehr zermürben konnte als mit schlechter Versorgung, und diese Soldaten hatten viel Feindkontakt in ungewöhnlich ruhiger Atmosphäre.

Nein, natürlich hatte Retwin keine Fragen, er hatte überhaupt kein Anliegen, das die knappe Zeit bis zum Abrücken verkürzen würde, und er nahm auch nicht an, dass Stryker die Frage ernst gemeint hatte. Er hielt es für eine der klassischen inhaltsleeren Überleitungen, zu denen Vorgesetzte ab und an griffen.
Irgendwann würde er jemanden mit der Aufsicht über das Mädchen betrauen müssen. Sie konnten sich abwechseln. Vielleicht nicht gerade Lec, aber die anderen würden ihre Arbeit gut machen. Während Retwin mit wachsender Ungeduld darauf wartete, dass sie nach der Befehlsausgabe endlich entlassen wurden, stellte er seine Einheit zusammen, für hundert Prozent, für fünfzig Prozent Bereitschaft, was sich vermutlich nicht umsetzen ließ, weil sie sich mit Lashiec und Starr einteilen mussten.

Fedje-System | Fedje | Hauptkontinent | imperiale Garnison nahe Beralis
Cainneach Retwin und Garv Stryker zusammen mit dem 4. Platoon

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Cainneach Retwin am 24 Jun, 2015 14:25 11.

05 Jun, 2015 23:07 36
Garv Stryker
Gast


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~Fedje-System / Fedje/ Hauptkontinent/ Raumhafen der Stadt Belaris / Garv Stryker mit Cainneach Retwin und der 2ten Lance~


Der Raumhafen des wenig bekannten und stark bewaldeten Planeten Fedje, war der Bezeichnung nicht wert. Drei kleine, jedoch unterschiedliche große Landefelder und ein flacher Betonbau als Terminal, das war schon alles. Die größte Fläche, bot gerade mal einem Landungsboot der Sentinel-Klasse oder einer Lambda-Fähre platz. Dennoch war die Kapazität des Raumhafens vollkommen ausreichend, für den eher dünn besiedelten Erdball im Outer Rim.

In dem einstöckigen Gebäude des Raumhafens, wartenden bereits Stryker und die Männer der 2ten Lance auf die Ankunft jener zwei Gefangenen, die sie in das nahe Gefängnis bringen sollten. Vor knapp 45Minuten, waren die Trooper vom Truppenübungsplatz aus, hier angekommen. Die Scouts auf ihren leichten Speederbikes und Garv in einem eigens angeforderten, für den Gefangentransport umgebauten Fahrzeug. Das achtfach bereifte und stark gepanzerte Gefährt, diene normalerweise zum Transport von 7 voll ausgerüsteten Soldaten, inklusive des Fahrers. Jetzt konnte man darin 4 humanoide Gefangene sicher fixieren und dazu 2 Mann Besatzung unterbringen.

Nach weiteren 20Mintuen des geduldigen Wartens, erfolgte die erhoffte Meldung, das sich ein Schiff im Landanflug befand und kurz darauf erschien die Silhouette einer Sentinel am Himmel.
„Wir nehmen die Gefangenen auf dem Landefeld in Empfang.“

Ordnete der Sergeant Major via Helm-internen Com an und marschierte, gefolgt von den 6 Aufklärern, nach draußen. Schweigend beobachtete der 51Jährige Stormtrooper, wie das Shuttle landete und mit einem sanften Ruck aufsetzte. Augenblicke später senkte sich die Einstiegsrampe und 4 Gestalten erschienen. Die erste Person war ein, mit Hand- und Fußschellen gesicherter Iktotchi, mit typsicher brauner - ledriger Haut, der sich aufgrund der Fesselung nur schwerlich vorwärtsbewegen konnte. Als zweites folgte ein Quarren, der seinen Kopf mit den Mundtentakel hektisch hin und her bewegte und der lediglich Handschellen trug. Zuletzt verließen die beiden Wachen die Sentinel und trieben die Gefangenen in Richtung der weiß-gerüsteten Trooper.

Ohne Vorwarnung erfolgte jedoch plötzlich Beschuss von zwei Seiten, aus dem umliegenden Waldstücken heraus. Die einprasselnden Blastersalven, trafen gleich die völlig überrumpelten Wachen, so das die Zwei zu Boden gingen und reglos liegen blieben. Daraufhin konzentrieren sich die verstecken Angreifer sofort auf die Elitesoldaten und deckten diese gnadenlos ein.

„DECKUNG!! DAS IST EIN BEFREIUNGSVERSUCH!!“
Brüllte Stryker in sein Com, zog zeitgleich sein E-11 Blastergewehr und warf sich hin.
„Zu beiden Seiten das Feuer erwiedern!“
Seine ersten Feuerstöße jagte der Sergeant Major in das Waldstück zu seiner Linken und erreichte damit, eine Feuerunterbrechung von dieser Seite.
Inzwischen hatten auch der Quarren und der Iktotchi realisiert, was um sie herum gerade geschah und versuchten ihr Heil in der Flucht zu finden. Allerdings hatte Garv derweil sein Gewehr auf den Quarren gerichtet und schoss dem Tintenfischkopf in beide Beine, so das der ehemalige Bewohner von Mon Calamari, schreiend auf dem Betonboden aufschlug. Noch bevor der amphibische Alien unten lag, trafen die nächsten Schüsse des sadistischen Troopers, den hilflosen Iktotchi in den Unterbauch und ließen ihn, mit schmerzverzerrten Gesicht, in sich zusammen sacken.
Die Tat Strykers, blieb von den unbekannten Angreifern nicht unbemerkt und wurde mit heftigeren Blasterbeschuss beantwortet.
„Ins Gebäude zurück ziehen, die dort sammeln wir später auf.“


~Fedje-System / Fedje/ Hauptkontinent/ Raumhafen der Stadt Belaris / Garv Stryker mit Cainneach Retwin und der 2ten Lance~

18 Jul, 2015 17:01 18
Cainneach Retwin
Gast


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Fedje-System | Fedje | Hauptkontinent | imperiale Garnison nahe Beralis
Cainneach Retwin und Garv Stryker zusammen mit der 2ten


Den Weg zum Raumhafen legten sie nach Retwins Vorgabe so aufmerksam zurück, als befänden sie sich in feindlichem Gelände. Sie näherten sich einem Ort, an dem erst wenige Stunden zuvor ein Spionagepunkt aufgeflogen war, mehr als ein guter Grund, die Gegend nicht für sicher zu erklären, offizielle Einstufung hin oder her.

Der Raumhafen bot beim nunmehr dritten Besuch keine Überraschung mehr – oder tat es doch, weil überhaupt keine Veränderung zu bemerken war. Die Zeit, bis sie ihre Schützlinge in Empfang nehmen konnten, hätte unter normalen Bedingungen dafür ausgereicht, Smalltalk zu betreiben, frischen Kaf zu besorgen, sich für eine Zigarettenlänge mal eben nach draußen zu verziehen, bei einen der hier Arbeitenden nach Informationen zu forschen. Etwa danach, warum, verflucht nochmal, es trotz über einen halben Tag alten Erkenntnissen um irgendeine noch unbekannte, feindlich agierende Gruppe keine erhöhte Überwachung, nicht mehr eigene Leute gab, die sich hier herumtrieben. Es gab wenig Kommunikation zwischen seinen Leuten, doch unschwer war zu erkennen, dass sie mit den beiden Bewaffneten, denen sie bei ihrer Ankunft als erstes begegneten, nicht recht zufrieden waren. Hier ein Blick auf unbewachte Außenanlagen, dort ein dezentes Handzeichen hin zu der mageren Bewaffnung der Wachen auf dem Gelände genügten Retwin, um zu erkennen, dass seine Unzufriedenheit geteilt wurde.
Mit Stryker in der Nähe, der in solcher Informationsbeschaffung Insubordination, unerlaubtes Entfernen oder sonstige inkriminierte Handlungen gesehen hätte, erwog Retwin die Möglichkeiten nicht einmal ernsthaft.

Ankommen, stumpfsinniges Warten, Wanderung zum Landeplatz, wo sie beobachten konnten, wie das Shuttle landete – und wie zutreffend ihre Einschätzung beim Eintreffen gewesen war.
„Feindkontakt! Deckung. Feuer erwidern!“ hallte Retwins Stimme durch den Kommunikationskanal und überlagerte dabei stellenweise Strykers Anweisungen. Er hätte sie ohnehin nicht gebraucht.
Die Schüsse gingen auf den Titaniumstahl des Shuttles nieder, von beiden Seiten und ohne dass im ersten Moment das Ziel der Angreifer erkennbar war. Ein Körper schlug ganz in der Nähe auf dem Boden auf, jemand fluchte und mit geringem zeitlichen Abstand erwiderten die Soldaten das Feuer.
Direkt vor ihm lag Thane neben der Rampe und hinter der getroffenen Wache auf dem Boden. „Vier auf meiner Seite“, konstatierte er ruhig und wurde kurz darauf von Eriston ergänzt: „Sechs hier. Korrigiere, fünf.“
Der Landeplatz schien mittels wenigst möglicher Arbeit in den Wald gehauen worden zu sein. Um ihn herum war das Unterholz so dicht, dass rein menschliche Augen nicht genügten, darin etwas zu erkennen. Die Wärmebilder lieferten weit bessere Ergebnisse.
„Drei“, zählte Thane, als Retwins Schuss traf.
„Meldung machen!“ forderte der Sergeant, ehe er den nächsten hellen Umriss anvisierte, den ihm die Sensoren zeigten. Die geforderte Antwort kam mitten in die Schüsse auf die Gefangenen hinein. Retwin warf sich herum und ging weiter hinter der Rampe in Deckung, als Schüsse plötzlich ganz aus seiner Nähe kamen, ehe er registrierte, aus wessen Waffen sie stammten.
Aber er kam nicht dazu, Entwarnung zu geben, nicht einmal dazu, diesen Irrsinn mit dem verdienten Fluch zu bedenken, da kam etwas an, dass nach einem Befehl zum Rückzug klang.

„Bitte um Bestätigung für Rückzug“, forderte Retwin, während er wieder eine brauchbare Position einnahm und nach einem kurzen Schwenk auf die Gefangenen den Waldrand durch das Visier beobachtete.
Eine Person schoss in ihre Richtung, gab vielmehr eine kurze Salve ab und verschwand gleich darauf wieder. Offenbar war dort angekommen, dass sie sich nicht mit Zivilangestellten eines Raumhafens angelegt hatten. Sie mochten sich anfangs dumm angestellt haben, aber sie lernten schnell.
„Drei Meter links“, war Thanes Stimme zu vernehmen, noch ehe Stryker seine Rückzugsabsichten wiederholen konnte, falls er das tatsächlich anstrebte. Retwin lag überhaupt nichts daran, die mäßige Deckung in Schussposition gegen gar keine im Laufschritt und ohne Aussicht auf einen gezielten Treffer auszutauschen, und er glaubte auch ernsthaft nicht daran, Stryker richtig verstanden zu haben. Der allgemeine Lärm drang durch den Helm und vermischte sich mit den Stimmen aus dem Kommunikationskanal.
Im Sucher tauchte der nächste helle Umriss am Waldrand auf, kaum sichtbar über etwas, das wohl ein leichter Anstieg war, und es konnte nicht lange dauern, bis der Angreifer genug für einen gezielten Schuss von sich zeigte.

Fedje-System | Fedje | Hauptkontinent | Berals | Raumhafen
Cainneach Retwin und Garv Stryker zusammen mit dem Rest der 2ten

19 Jul, 2015 23:44 20
Garv Stryker
Gast


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~Fedje-System / Fedje/ Hauptkontinent/ Raumhafen der Stadt Belaris / Garv Stryker mit Cainneach Retwin und der 2ten Lance~



Während das kleine Scharmützel bei dem Landefeld weiter anhielt, fuhr das Shuttle der Sentinel-Klasse wieder seine Triebwerke hoch und schickte sich an, den Schauplatz des Hinterhalts zu verlassen. Zwischenzeitlich hatte Strykers Zählung etwa 10 Angreifer ergeben, was sich mit den eingehenden Meldungen der Scouts deckte. Die überlege Sicht durch Wärmebild und holografisch erzeugte Umgebungsbilder der Optikausstattung ihrer Helme, erlaubte es den Imperialen, einige der im dichten Unterholz verborgenen Aggressoren zügig zu erledigen und deren Anzahl auf 6 Individuen zu minimieren. Leider war ihre derzeitige Stellung, auf dem offenen Landefeld, als andere als ideal für ein langwieriges Feuergefecht.

Ausnahmsweise dachte Garv daran, seinen vorangegangenen Befehl zu ändern und deckte die linke Seite des nahen Geäst mit schnellen, kurzen Salven aus seinem Gewehr ein. Offensichtlich hatten die Soldaten es hier mit Laien zu tun, den die Trooper hatten kaum nennenswerte Deckung und wenn man von den zwei toten Wachen absah, trafen die feindlichen Schützen rein gar nichts.
„Korrigiere! Näher ans Gebäude zurück ziehen und bessere Deckung suchen...... Auf mein Zeichen....... los los los!!“

Der Sergeant Major kam von liegender, in kniender Position hoch und schoss abwechselt rechts und links, immer wieder Feuerstöße ins Gehölz um die Angreifer nieder zu halten und den Scout die nötige Deckung zu geben. Als die Lance von Sergeant Retwin sich in geschützter Position beim Raumhafenterminal befand, warf sich der 51Jährige Mensch wieder hin und wartete bis die Sentinel schlussendlich startete.

Im Schutze des aufwirbelnden Dreckes und Staubes, sprang der Sergeant Major auf und rannte in Richtung Gebäude, wo er hinter einen Transportcontainer hechtete, als neben ihn Blasterbolzen in den Boden einschlugen.
„An die Besatzung des Sentinel-Klasse Landungsbootes, hier ist Sergeant Major Stryker hören Sie mich?“

Es folgte eine Weile gar nichts und dann ein Knacken, derweil das Schiff am Himmel immer kleiner wurde.
„Ja wir hören Sie laut und deutlich Sergeant Major, was ist denn da unten los?“

„Offensichtlich ein fehlgeschlagener Versuch die Gefangenen zu befreien. Im Moment haben wir es noch mit 5 bis 6 Angreifern zu tun, die sich im Wald versteckt halten und auf uns feuern. Es könnten sich aber noch mehr außerhalb unserer Sichtweite befinden!“

„Ich glaube ich kann mir denken auf was Sie hinauswollen Sergeant, wir sollen für mehr freies Gelände um der Raumhafen sorgen, so das die Landefelder erweitert werden können, wird erledigt.“

Da der völlig humorlose Platoon-Sergeant keinerlei Sinn für solche Witzeleien hatte, quittierte er den Kommentar des Piloten nur mit einem knappen „Verstanden“ und verfolgte wie das Landungsboot über dem Gelände eine weiträumige Schleife zog und im Rücken der Angreifer Stellung bezog. Im immer tiefer werdenden Sinkflug, richtete das Shuttle seine 8 Laserkanonen, 2 Raketenwerfer und 2 Schnellfeuerblastergeschütze auf die Waldgrenze beim Landeplatz aus.

Die ersten Explosionen rissen Bäume auseinander und liesen Erdbrocken in der Luft herum fliegen. Die Laserkanonen zogen lange, tiefe Furchen durch das Gelände und die Schnellfeuergeschütze spuckten Tot und Verderben. Rings im das Landefeld ging das Gehölz in Flammen auf und trotz des verheerenden Chaos, beschränkte sich die Attacke nur aus das umliegende Waldgebiet, ohne dabei den Raumhafen selbst in Mitleidenschaft zu ziehen. Das ganze war Präzisionsarbeit, die Besatzung des Schiffes verstand ihr Handwerk.

„Sergeant Major? Das sollte ausreichen, wir verschwinden. Viel Glück da unten.“
„Verstanden Sentinel, over and out“

Und wie es ausreichte: der Wald in dem sich die Angreifer befunden hatten, brannte lichterloh und wenn die Einschläge der Raketen oder die Laser aus den Kanonen die Feinde nicht getötet hatten, dann gab ihnen jetzt das Feuer den Rest und wie aufs Stichwort, kam eine brennende Gestalt aus dem Unterholz gerannt.

„Keiner schießt! Lasst dieses Schwein verbrennen!“

Unter seinem Helm breitete sich das Raubtiergleiche Lächeln aus, als Garv eiskalt zusah, wie der Mensch lauthals kreischend umher rannte und vom Feuer verzehrt wurde. Es dauerte nicht lang, da stockte die menschliche Fackel, fiel bäuchlings hin, zucke noch ein paar mal und verschmorte dann zur Gänze. Der brutale Sergeant Major bedauerte es, das der Helm jedweden Geruch ausfilterte und setzte den Helm ab. Genüsslich sog er den Gestank des lodernden Kadavers ein.

„Ich liebe den Geruch von verbrannten Fleisch am Morgen..... Sergeant Retwin? Ausschwärmen und nachsehen ob tatsächlich noch jemand von denen am Leben ist.“

Mit seinem Stiefel drehte er den Toten auf den Rücken, ging in die Hocke und sah in das zur Unkenntlichkeit verkohlte Gesicht. Dann klopfte er der Leiche spöttisch auf die Schultern.
„Na waren es diese zwei dreckigen Aliens dahinten wert, das du jetzt hier liegst und dich nicht mal deine eigene Mutter erkennen würde. Wann werdet ihr es entlich kapieren, Niemand legt sich ungestraft mit der Legion an!“

~Fedje-System / Fedje/ Hauptkontinent/ Raumhafen der Stadt Belaris / Garv Stryker mit Cainneach Retwin und der 2ten Lance~

Dieser Beitrag wurde schon 3 mal editiert, zum letzten mal von Garv Stryker am 23 Jul, 2015 20:07 29.

23 Jul, 2015 03:38 08
Cainneach Retwin
Gast


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Fedje-System | Fedje | Hauptkontinent | Beralis | Raumhafen
Cainneach Retwin und Garv Stryker zusammen mit dem Rest der 2ten


So unwahrscheinlich es sein mochte, dass man nicht bemerkte, wenn unter einem ein Feuergefecht entbrannte, vom Sentinel kamen die untrüglichen Geräusche sich bewegender hydraulischer Kolben. Keine Minute mehr und die mäßige Deckung hätte sich verflüchtigt.
Noch zwei Sekunden und Retwins Ziel wäre im Sucher.
„Zurück zum Gebäude“, übersetze er Strykers Anweisung. „Mädchen, an Eriston halten.“

Retwin hatte dafür, was hinter ihm geschah, keine Konzentration übrig. Er nahm zusammen mit Thane die eine Seite der Landebahn unter Beschuss und versuchte, einen Rückweg zu wählen, bei dem Stryker nicht ins Visier geriet. Durch den Kommunikationskanal klangen die Stimmen seiner Leute, was ihm zumindest in etwa verriet, wo sich die anderen befanden.

Zuletzt blieb ihnen nichts anderes, als aus der Entfernung zu beobachten, wie der nahe Wald in Flammen aufging. Durch das Okular seiner Waffe beobachtete Retwin die Waldgrenze, die bald darauf hinter Flammen und aufspritzendem Boden verschwand.
Zuerst entdeckte Doc die nahende Gestalt und Retwin richtete den Sucher in die besagte Richtung. Ehe er der vertrauten Routine nach Doc nach vorn und die anderen zum Schutz schicken konnte, stoppte Stryker ihn mit seinem Befehl. Für einen Moment löste Retwin das Auge vom Okular, um sich die Szene aus der Entfernung anzusehen.
Er konnte Strykers Reflex ein Stück weit verstehen, er hatte selbst auch kein Mitgefühl mit Leuten, die seine Leute – und ihn – tot sehen wollten. Aber aus eben diesem Grund hätte er zu gern jemanden übrig gehabt, dem man Fragen stellen konnte. Was ihm vor allem zu denken gab, war der Umstand, dass Stryker deutliche Anzeichen von Kriegsschäden zeigte, und das, obwohl im Prinzip nichts passiert war.
Dass die Leute keine Profis waren, hatte Retwin bereits nach den ersten zwei Schüssen bemerkt. Niemand mit zwei aktiven Gehirnzellen griff mit den ersten Schüssen irgendwelche Wachen an statt der klar erkennbaren schwarzweißen Gegner, die man entweder zuerst neutralisierte oder die, zumal mit so geringer Übermacht, zu einem ernsthaften Problem werden würden. Es wäre also kein Problem gewesen, mit den Angreifern fertig zu werden, fand Retwin, auch ohne alle und alles in Brand zu setzen.

„Doc, kümmer dich um die Verletzen“, sagte Retwin, als sie endlich etwas zu tun bekamen. „Mädchen, dort drüben bleiben. Lec, Eriston, nach links. Thane, du kommst mit mir.“

Er spürte, dass er kurz davor war zu explodieren. Er hatte lange genug zusehen können, um die erste Wut durch Genugtuung und schließlich durch neuerliche Wut zu ersetzen. Auf irgendeinem Schlachtfeld wäre so eine Anweisung nicht ganz unverständlich gewesen, aber hier, wo sie die Angreifer nicht kannten und dieses Wissen dringend aufholen mussten, fehlte Retwin jedes Verständnis dafür. Nicht mehr zur Untätigkeit verdammt zu sein, auch wenn der Auftrag kaum Erfolg versprach, war ihm daher eine äußerst willkommene Ablenkung.

Die Waffen auf Schulterhöhe gehoben rückten die Männer in das vormalige Waldgebiet ein. Selbst mit der optische Unterstützung waren Staub und Feuer ein ernsthaftes Sichthindernis, die Kampfmontur mochte zwar die wirklich gefährliche Hitze abhalten, aber es kam noch genug an, um das Atmen zu erschweren und den Männern nach wenigen Schritten den Schweiß auf die Stirn zu treiben.
Nachdem sie sich aufgeteilt und das direkte Umfeld verlassen hatten, wurde der Teamsender für mehr oder weniger dienstlichen Smalltalk genutzt, der vor allem dem Ärger über das unnötige Feuer gewidmet war. Thane untersuchte immer wieder Steine und glimmendes Holz und stellte Vermutungen darüber an, um was es sich dabei handelte. Es entspann sich eine längere Debatte mit Lec, ob der schon hundert Schritt hinter ihm liegende kleine Gesteinsbrocken ein Droid gewesen sein mochte.

Noch mitten in der Verwüstung unterwegs, folgten ihnen Doc und das Mädchen. Offenbar hatten Sanitäter des Raumhafens sich der Sache angenommen und Retwin war der Meinung, dass Stryker die zwei Verletzten auch gut allein beaufsichtigen konnte. Eriston meldete schließlich zwei BARC und einen Ripper beziehungsweise deren Überreste. Alles andere als eine Erklärung dafür, wie die elf Leute hier her gekommen waren.

Aber sie waren schon lange genug unterwegs, waren eigentlich mit einem anderen Auftrag beim Raumhafen eingetroffen und Retwin war es leid, den verbrannten Boden nach Überlebenden abzusuchen, die es hier kaum geben konnte. Stryker würde sich für den angeforderten Feuerangriff nicht verantworten müssen, daher war jede Suche nach einer irgendwie gearteten Übermacht ohnehin sinnlos, und eine weiträumige Aufklärung war von ihnen nicht zu machen. Leider.

„Sir, bitte um Erlaubnis zum Abrücken“, meldete sich Retwin nach Eristons Bericht, den er anschließend weitergab. „Das Gebiet umfassend zu durchsuchen, wird uns den halben Tag hier festhalten.“

Dafür kann man auch irgendwelche Leute aus der Garnison abstellen, die ohnehin nichts zu tun hatten. Waren die Angreifer zu Fuß hergekommen, konnte damit weit mehr als ein halber Tag vergehen.

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Cainneach Retwin und Garv Stryker zusammen mit dem Rest der 2ten verstreut im Gelände

19 Aug, 2015 22:35 44
Garv Stryker
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Nachdem der rangniedere Sergeant dem Befehl ausführte und Doc sich der beiden verletzten Gefangen annahm, zog der gewalttätige Glatzkopf ein kleines Kampfmesser unter seinem rechten Beinschutz hervor und begann dem verbrannten Angreifer eines der verkohlten Ohren abzuschneiden. Mit diesem geschmacklosen Ritual, hatte Garv bereits in seinem allerersten Kampfeinsatz für die Legion begonnen und seither, war keines seiner Opfer verschont geblieben. Und seit langer Zeit hatte Stryker keine Möglichkeit dazu gehabt, seine Trophäensammlung zu erweitern.
Als das Werk vollbracht war, betrachtete der 51Jährige das Ohr kurz, verstaute es im Anschluss unter seinem Brustpanzer und steckte das Messer zurück an seinen Platz.

Mittlerweile hatte auch das Garnisonskommando von dem Zwischenfall am Raumhafen erfahren und kontaktierte den Platoon-Sergeant.„TK-6628 hier Garnisonskommand, wir erhalten Berichte über Kampfhandlungen auf Ihrer Position..... Erstatten Sie Meldung!“

„Hier TK-6628. Sind bei der Übernahme der Gefangenen, von einer bisher unbekannten Anzahl von Feinden attackiert worden. Die Lage wurde mit Unterstützung des involvierten Sentinel-Klasse Landungsbootes bereinigt und ist unter Kontrolle! Alle Angreifer sind ausgeschaltet oder geflohen. Die 2te Lance klärt derzeit die nähere Umgebung auf....... Die zwei überstellen Gefangen wurden bei dem Fluchtversuch verwundet, sind jedoch transportfähig und werden von uns ins Krankenrevier des Gefängnisses überstellt, sobald die Ablösung hier eintrifft..... Verluste auf unserer Seite – lediglich die beiden Wachen.“

„Verstanden TK-6628 . Der Sicherungstrupp sollte in Kurze bei Ihnen eintreffen und übernimmt am Raumhafen. Machen Sie weiter wie geplant und verlegen Sie zum Gefängnis. Wir erwarten Ihren vollständigen Bericht bis spätestens heute Abend..... Garnisonskommand Ende!“

Derweil Stryker mit dem Kommando sprach, waren zwei Sanitäter des Raumhafenpersonals herbei geeilt und übernahmen die Erstversorgung des Tintenfischkopf und seines wimmernden Kameraden, so das Doc zu dem übrigen Scouts aufschließen konnte. Nun hatten die beiden ahnungslosen Sanitäter das "Vergnügen", den völlig herzlosen Sergeant Major kenne zu lernen.

„Sie da! Sorgen Sie nur dafür das dieser wertlose Abschaum seine hässliche Schnauze hält.“

„Aber Sir, wenn wir den Iktotchi nicht anständig stabilisieren, wird er einen Weitertransport wahrscheinlich nicht überstehen.“

„Ihre Bedenken interessieren mich nicht! Je eher diese minderwertige Kreatur verreckt, desto besser. Damit spart er dem Alignment wertvolle Ressource...... Nur ein toter Alien, ist ein guter Alien!"

Garv`s Körperhaltung und der gefährliche Unterton, in der mechanisch verzerrten Stimme, machte dem Sanitäter klar, das es besser war nicht weiter zu diskutieren. Ein rascher Blick auf seinen Kollegen bestätigte diese Entscheidung. Hektisch verbanden die Sanitäter den jammernden Iktotchi und legten ihn auf eine Trage, bevor sie sich dem verletzten Quarren zuwandten.

Es dauerte nicht lange, da meldete sich Retwins Stimme aus dem im Helm integrieren Com.
Zitat:
Original von Cainneach Retwin „Sir, bitte um Erlaubnis zum Abrücken …... Das Gebiet umfassend zu durchsuchen, wird uns den halben Tag hier festhalten.“


„Erlaubnis erteilt Sergeant! Eine Einheit ist auf den Weg hier her und übernimmt die weitere Aufklärung. Wir sammeln uns beim Landefeld, verladen die Gefangenen und rücken nach Ankunft der Ablösung ab.“


~Fedje-System / Fedje/ Hauptkontinent/ Raumhafen der Stadt Belaris / Garv Stryker mit Cainneach Retwin und der 2ten Lance~

Dieser Beitrag wurde schon 2 mal editiert, zum letzten mal von Garv Stryker am 28 Aug, 2015 21:54 09.

28 Aug, 2015 21:53 10
Cainneach Retwin
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Fedje-System | Fedje | Hauptkontinent | Beralis | Raumhafen
Cainneach Retwin und Garv Stryker zusammen mit dem Rest der 2ten verstreut im Gelände


Die Meldung wurde zuerst mittels Handzeichen an Thane weitergegeben, während Retwin noch die Anweisung bestätigte und kurz überdachte, was er vom Entsenden einer Einheit hielt, um das Gelände aufzuklären. Mit seinen Leuten hatte er nicht einmal Blickkontakt und die Gegend sah aus, als wäre eine Feuerwalze darüber gerollt – was der Wahrheit recht nahe kam. Die fehlenden Fahrzeuge oder die Wege der Transporter würde man so kaum in absehbarer Zeit finden, aber vielleicht spielte das auf diesem Drecksplaneten auch einfach keine Rolle. Hier achtete man ja weder auf Gefangene, für deren Bewachung und Transport zuvor erhebliche Mittel aufgebracht wurden, noch setzte man die Leute irgendwie sinnvoll ein.
Der aus dem Gedanken entspringenden Wut entsprechend war Retwins Befehl zum Abrücken denkbar knapp. Es mochte an seinem Ton oder an der langsam aufkeimenden Erkenntnis liegen, dass Einsätze, die dermaßen beschissen begannen, selten besser wurden, dass der Teamcom auf dem Rückweg still blieb, sah man von der knappen Kommunikation zur Orientierung ab. Vermutlich war das Level an sinnloser Zerstörung nicht nur für Retwin mittlerweile deutlich überschritten. Er fragte sich, wie der Planet überhaupt noch sichtbares Leben und Infrastruktur haben konnte, falls die letzten drei Tage ein Beispiel für die Truppenpräsenz hier war.

Auf dem letzten Teilabschnitt schlossen sie sich wieder zusammen. Sie hatten das Mädchen in die Mitte genommen, ohne sich darüber verständigen zu müssen. Wenigstens einen Teil der ins Blut übergegangenen Ausbildung konnten auch die unsinnigsten Befehlsinhalte nicht dämpfen.

Als die irregulär vergrößerte Einheit zum Landeplatz zurückkehrte, war von dem ohnehin nicht mehr reinem Weiß der Rüstungen kaum noch etwas zu sehen. Nennenswert anstrengend war der Einsatz nicht gewesen, vermutlich war Retwin der einzige, dem es nicht schwergefallen wäre, zu Boden zu gehen und zehn Stunden durchzuschlafen. Ihn überraschte das wenig, für gewöhnlich war Tag Zwei nach einer Prügelei schlimmer als die Zeit davor und danach. Trotzdem machte der ganze Trupp den Anschein, echte Arbeit hinter sich zu haben.

Noch ehe er den wartenden Sergeant Major erreichten, schickte Retwin Doc zu den Gefangenen. Der nahm sich Lec zur Unterstützung mit und schien ernsthaft arbeiten zu müssen, was leise Zweifel an den Sanitäter wach rief, die zuvor diesen Job gemacht hatten. Der Soldat ging zwischen den Tragen in die Knie, überprüfte irgendetwas und fing dann an, seine Ausrüstung auszupacken. Er arbeitete routiniert, schien dem Iktotchi etwas zu sagen und machte nicht den Eindruck, als nehme er an dessen Herkunft Anstoß.
Retwin gestand sich ein, dass die Ruhe, die der Mann trotz der hastigen Handgriffe ausstrahlte, ihm Respekt abnötigte. Es gab keinen rationalen Grund dafür, die Gefangenen waren der Anlass gewesen, ihn und deine Leute anzugreifen, und für Doc schien das überhaupt keine Rolle zu spielen. So schnell, wie er sich der Aufgabe widmete, konnte man glauben, er war froh, sich von der Truppe absetzen zu können.

Die Übrigen postierten sich mit dem Rücken zum Gebäude, wachsam und, offenbar mit einem weiteren Angriff rechnend, die Waffen schußbereit in den Händen. Zumindest galt das für Thane und Eriston, Retwin hätte sich definitiv unwohl gefühlt, wenn sich das Mädchen dazu gesellt hätte.

„Sir, die Zweite meldet sich zurück“, stellte Retwin das Offensichtliche fest, als er bei Stryker eintraf. Ohne dessen Ausbruch vom Vortag hätte er jetzt mit der Frage nach dem Transport und eventueller Unterstützung weiter gemacht, weil er es für ausreichend wahrscheinlich hielt, dass das nicht der letzte Befreiungsversuch bleiben würde. Das würde er in einer ähnlichen Situation in zwei, drei Tagen auch wieder tun, nahm er an, aber im Augenblick stand ihm nicht der Sinn nach Auseinandersetzungen und er vertraute Stryker nicht ausreichend, dass der seine Abneigung ignorieren würde, um den Einsatz geregelt zu beenden.


Fedje-System | Fedje | Hauptkontinent | Beralis | Raumhafen, Landeplatz
Cainneach Retwin und Garv Stryker zusammen mit dem Rest der 2ten

03 Sep, 2015 09:55 49
Garv Stryker
Gast


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~Fedje-System / Fedje/ Hauptkontinent/ imperiales Gefängnis/ Garv Stryker


Das unter der imperialen Militärverwaltung stehende Gefängnis ragte wie ein schwarzes Geschwür aus der bewaldeten Oberfläche des Planeten hervor und überschattete selbst noch die höchsten Bäume und die hiesige Garnison.
Zwei umzäunte Sicherheitsringe, bestehend aus mehreren Wach-, Infanterie- und Luftabwehrtürmen, zogen sich um den gewaltigen, fensterlosen Betonkomplex. Scouttrooper auf ihren Speederbikes, zogen in unregelmäßigen Abständen Runden um die Anlage und ihre ebenfalls weiß gepanzerten Kameraden aus der Legion, liefen zwischen des Zäunen Patrouille.

Das Gefängnis selbst war in drei Sicherheitszonen unterteilt: In der ersten und somit minimalsten Zone verblieb ein Großteil der Insassen, bei einem Mindestmaß an Sicherheit, als Gruppe in Schlafsälen, mit gemeinsamen Toilettenräumen. Die Überwachung erfolgt per Videokameras und durch normales Gefängnispersonal.

Im zweiten Bereich der Anstalt patrouillierten stets bewaffnete Stormtrooper in Truppenformation. Die hier verwahrten Sonderfälle steckten in Einzelhaft, um ständige Konflikte und Gefahrenpunkte zu vermeiden. Für bestimmte Spezies waren die Zellen ihren einzigartigen biologischen Bedürfnisse angepasst und boten ein Höchstmaß an Ausbruchssicherheit.

In der letzten – maximalen Sicherheitszone verwahrte man die Häftling in Cryo-Tanks, weil sie von Natur aus bewaffnet und äußerst gefährlich waren oder von besonderer Bedeutung für das Alignement. Die Individuen verweilten in ewiger Stasis, bis man einen Nutzen aus ihnen ziehen konnte oder schlussendlich ein Todesurteil vollstreckte. Zur Überwachung genügte ein extra gesicherter Kontrollraum, in dem nur Offiziere des Corps oder Personal des ISB Zutritt hatte.

Alles in allem bot der Gefängniskomplex 700 Insassen Platz. Dem gegenüber stand eine zahlenmäßig unterlegene, aber schlagkräftige Wachmannschaft, die von automatischen Geschützen und bewaffneten Droiden unterstützt wurde. Hinzu kam, das jedem Straftäter ein Transmitter implantiert wurde, der ständig die Position der Person, deren Vitalwerte und den Gemütszustand überwachte.

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Nach der vereitelten Befreiungsaktion am Raumhafen, hatten Stryker und die 2te Lance, ihre beiden verletzten Gefangenen ohne weitere Zwischenfälle zum Gefängnis gebracht und der Krankenstation überstellt. Zur Freude des gefühllosen und brutalen Sergeant Major, erlag der Iktotchi kurz darauf seinen Wunden. Doch daran nahm niemand Anstoß, selbst der Arzt versuchte nicht einmal, dem gehörnten Alien zu helfen. Es folgte im Anschluss lediglich eine knappe Meldung an die Verwaltung, die Akte wurde gelöscht und der Leichnam in hauseigenen Krematorium eingeäschert. Wie schon so viele der armseligen Kreaturen zuvor, ging auch der Iktotchi am Ende durch den Schornstein.

Die Notwendige Einweisung von Retwin und seinen Leuten, überließ Garv derweil dem Führer der 1sten Lance - Sergeant Starr. Er selbst musste Lieutenant Dike Bericht erstatten und konnte sich erst im Anschluss wieder der Dienstaufsicht widmen.
Die 2te Lance war am Abend für ihre erste Patrouille im Außenbereich eingeteilt und hatte somit genügend Zeit, sich mit dem ihren Aufgaben und den Gegebenheiten der Anlage vertraut zu machen, während sie nebenbei ihre Rüstung wieder auf Vordermann brachten und von den Spuren der Attacke befreiten.


~Fedje-System / Fedje/ Hauptkontinent/ imperiales Gefängnis/ Garv Stryker~

19 Sep, 2015 17:12 59
Cainneach Retwin
Gast


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Fedje-System | Fedje | Hauptkontinent | Beralis | Raumhafen, Landeplatz
Cainneach Retwin und Garv Stryker zusammen mit dem Rest der 2ten


Ungefähr fünf Minuten hielt Retwins Ärger, nachdem sie aufgebrochen waren, und er galt den Trotteln am Raumhafen, den Idioten in der Garnison, die nichts weiterleiteten oder, da war er sich noch nicht ganz sicher, Dike, der mit der 34ten Berichtsüberarbeitung alles verschlampte.
Dann galt seine Aufmerksamkeit der vor ihnen liegenden Aufgabe und er versuchte, die mit seinen bisherigen Erfahrungen zu planen. Nun, [i]im[/] Gefängnis war er schon gewesen, ausgebrochen war er auch schon zwei Mal, konnte also nicht so schwer sein, die Schwachstellen zu entdecken.
Wie sich herausstellte, schien jedenfalls dieses Gefängnis auf den ersten Blick keine zu haben. Retwin gestand sich ein, dezent beeindruckt zu sein, und das änderte sich auch nicht, als er die halbe Stunde bis zur Einweisung nutzte, um sich, soweit er Zugang hatte, noch etwas umzusehen. Und selbst, als Starr das Vorgehen erklärte, fand der kritische Sergeant noch nichts, was ihn beunruhigte.
Das einzige, was ihm missfiel, war die eher mäßige Umsetzung ihres Auftrages. Für ihn hieß, zwei Gefangene zu transportieren, zwei Gefangene zu übernehmen und zu überstellen. Wenn sich jemand schon die Mühe machte, sie bis auf Fedje zu bringen, sollte daran nicht auf den letzten paar Klicks noch etwas schief gehen, aber genau das war passiert. Und das größte Hindernis an der Erfüllung war ausgerechnet dieser beschissene Prinzipienreiter von verfluchtem Vorgesetzten. Und wenn er nicht ganz falsch lag, war der Rest seiner Einheit nicht minder angepisst, Doc ganz vorn.

Aber dann blieb noch ausreichend Zeit für das Aufstocken und Reinigen der Ausrüstung, Arbeit, die immer Vorrang vor dienstlichem Ärger hatte, wie berechtigt auch immer er sein mochte. Merklich abgekühlter trafen sie sich in der Kantine wieder. Dort berichtete die Einheit dem Rest der Scouts von Beralis und dem Angriff auf den Gefangenentransport. Retwin überließ bei seiner ersten warmen Mahlzeit auf diesem Planeten das Reden seinen Leuten, die, wie sich herausstellte, das eine oder andere Gerücht ausräumen mussten. Zwar gab es kaum jemanden, der mehr Neugier an den Tag legen konnte, als Soldaten, die etwas verpasst hatten, aber oft ging damit auch ein Hang zur Vervollständigung fehlender Informationen einher, nachdem man den Einsatz nicht mehr wiedererkannte und zweifelte, überhaupt daran beteiligt gewesen zu sein.
Vor dem Aufbruch und ehe ihm irgendwer in die Entscheidung hinein befehlen konnte, schickte Retwin das Mädchen in die Unterkünfte. Es hätte ihm nicht gefallen, sie irgendwo dort draußen zu wissen, selbst wenn es nur ein Wachdienst war. Die Gefahr war zu groß, dass sie dem Falschen in den Fuß schoß.

Am Anfang der Wache geschah nicht viel und das sollte sich auch nicht ändern. Der Teamsender war gefüllt von der etwas vageren Fortsetzung der Berichte, den Spekulationen, wer, wann, warum und mit welchen Ziel. Besonders Lashiec stellte sich als gleichwohl humorvoller wie kreativer Freund von Verschwörungstheorien heraus und kam auch dann wieder darauf zurück, als schon längst wieder Ruhe eingekehrt war. Auch wenn Retwin bei seiner vierten Versicherung – nein, er habe nichts gesehen, auch kein kleines Fellknäuel, ganz sicher – schon recht angestrengt klang, empfand er das zwanglose Spekulieren als angenehmen Zeitvertreib.
Es lief hervorragend, gut abgestimmt und mit so unregelmäßigen Wechseln von Position und Route, wie man es von einer ernstzunehmenden Wachschicht erwarten sollte. Auch wenn das regulär ein Job war, den Retwin eigentlich für unter seiner Würde hielt, machte ihm die Angelegenheit diesmal fast Spaß. Im Geiste wartete er schon darauf, dass irgendwer sie zurückrief, jemand kam und etwas sprengte oder Dike sich meldete, um einen Bericht überarbeitet zu bekommen, also auf irgendeine der absurden Störungen, die er im Moment mit diesem Planeten verband, von denen er aber zugeben musste, dass sie ihm auch aus anderen Diensten nicht völlig unbekannt waren.

Das Areal war in drei Zonen unterteilt, die die drei Lances abwechselnd übernahmen, eine war jeweils für Fernerkundungen vorgesehen. Sollte dies nötig sein, würden die anderen sich deren Platz teilen. Schlaf war, wie versprochen und erwartet, kaum zu kriegen, genau genommen nur in einer Position und dann auch nur für zwei Leute.
Nach dem sechsten Wechsel und wieder an dem inoffiziell „Ruheposition“ genannten Posten angelangt, streckte sich Retwin neben Doc auf dem Boden aus und starrte, die Waffe vor sich, in die undurchdringliche Dunkelheit. Dann packte er das Nachtsichtgerät aus und das Bild wurde richtig gut, weshalb er ein weiteres Gewächs entdeckte, das er noch nicht kannte.


Fedje-System | Fedje | Hauptkontinent | vor dem Gefängnis
Cainneach Retwin zusammen mit dem Rest der 2ten

30 Sep, 2015 22:39 06
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