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Tarek Rho Tarek Rho ist männlich
Senator von Denon




Dabei seit: 17 Jul, 2015
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Coruscant • Oper von Coruscant • auf der Aufsichtsterrasse


Casshern D’Orcast, mit Tarek Rho, einige andere Opernbesucher


Mit einem kaum hörbaren Geräusch stellte der Senator sein Glas ab und wandte sich dann seinem Gesprächspartner zu "Nun, dann hoffe ich mal was auch immer Sie gehört haben lässt mich nicht allzu aufmüpfig da stehen". Ja ihm war mehr als klar, dass er den Senatoren der neuen Republik gegen den Gleiter fuhr, so wie er sich verhielt. Naiven Jungspund nannten die Alten ihn, die selbst vermutlich schon zu dement waren um sich einzuprägen welchen Planeten sie eigentlich vertreten sollten.

Genau das war es auch was ihm an jenen, die sich hier in der Oper ihr Gesäß in die Breite hockten, so missfiel. Kaum hatte man der Schlange den Kopf abgeschlagen setzte man sich einfach auf ihren Thron und ernannte sich zu den neuen Senatoren, schon konnte das munter fröhliche Leben weitergehen. Niemand hatte mehr die Nerven es zu Ende zu bringen. Sollte es passieren, dass die verbliebenen imperialen Kräfte Coruscant angreifen sollten würde in seinem Schiff bestimmt kein Platz für diese dekadenten... nein Tarek, treib es nicht zu weit. Sie hatten eben Angst, sie fühlten sich lieber lügend sicher, als einzusehen dass das imperiale Monster ohne Kopf sehr gut weiterleben konnte. Dennoch war das kein Grund für den Senatoren, sich der allgemeinen Stimmung anzupassen. Nein, selbst wenn er dafür sein Amt oder gar sein Leben verlieren würde, er musste alles dafür tun die Imperialen restlos verschwinden zu lassen. Nun, da die Republik auch eine solche war (zumindest theoretisch) verfügte sie auch über die nötigen Mittel, ein regelrechtes Fegefeuer durch die Galaxis brennen zu lassen. Aber nein, die heuchlerische Republik war sich ja viel zu siegessicher.

Der Senator erwischte sich dabei wie er geistesabwesend seufzte und richtete seinen Blick dann wieder aufwärts. Zum Glück war seine Aufmerksamkeit geschult, sodass er mitbekommen hatte was D'Orcast zu ihrer Konversation beigetragen hatte. Der Senator drehte sich nachdenklich in Richtung der Skyline und faltete die Hände hinterm Rücken "Nun, es ist wohl etwas von beidem. Einerseits kann ich mich mit diesem Verhalten dort drinnen nicht anfreunden, andererseits erinnert mich diese Aussicht an meine eigene Heimat, wegen der ich jetzt hier stehe." nach ein paar Sekunden des Betrachtens wandte er sich dann zurück "Und wie lange gedenken Sie hier draußen zu verweilen? Im Gegensatz zu mir sind Sie in Begleitung hier, da wird man auf Dauer doch sicherlich nach ihnen Fragen, nehme ich an?" er hob andeutend die linken Augenbrauen, bevor sie sich fast augenblicklich wieder senkten. Es war durchaus angenehm einen interessanten Gesprächspartner zu haben, keine Frage. Dennoch nahm er nicht an, diese Gesellschaft lange zu haben, immerhin hatte sein Gegenüber ja ebenfalls Verantwortung und Pflichten zu erfüllen. Tarek überlegte derweil, wie lange er noch hier verweilen würde. Sein Schiff wartete im eigenen Hangar bereits auf seinen einzigen Passagier, bereit diesen Planeten zu verlassen und erst wieder aufzutauchen, wenn besagter Passagier das verlangte.

Tarek neigte tatsächlich dazu sich hauptsächlich im Raum aufzuhalten. Er hatte sein Schiff soweit modifizieren lassen, dass es als mobile Zentrale eingesetzt werden und er von dort aus allen seinen Pflichten nachkommen konnte. Dank der bisher ausschließlich maschinellen Besatzung wurden die Nahrungsvorräte auch in minimalen Raten verwendet, was es dem Schiff nurnoch leichter machte, diskret für gefühlte Ewigkeiten zwischen Planeten hin und her zu gleiten. Sicher, irgendwann brauchte jedes Schiff mal neuen Treibstoff, aber diesen holte der Senator sich meist vom eigenen Heimatplaneten, da man sich dort bestens mit seinem Schiff auskannte und es dem entsprechend auch grade warten konnte. Tarek dachte auch darüber nach seine Watchman mit Geschützen auszustatten und überhaupt für Gefechte aufzurüsten, dank des geringen benötigten Platzes im Inneren bot sich in der Hinsicht vieles an, nichts desto trotz wollte er diesen Punkt aber nicht den Ingenieuren seines Planeten überlassen. Auch wenn er ihnen vertraute, so war doch überall ein Leck und der Senator wollte es nicht riskieren es seinen Feinden zu leicht zu machen. Folglich wartete er bisher noch erfolglos darauf jemanden kennen zu lernen der sich mit solcherlei Technik ausreichend auskannte, um die Arbeiten auch gradewegs als neues Mitglied seiner Crew zu bewerkstelligen.

08 Oct, 2015 16:58 43 Tarek Rho ist offline Beiträge von Tarek Rho suchen Nehmen Sie Tarek Rho in Ihre Freundesliste auf
Gir Kolea
Unfreiwilliger Freiwilliger




Dabei seit: 26 May, 2014
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NPC - Sasir Kha

Coruscant | südliche Hemisphäre | Gefängnis der mittleren Ebene | Sicherheitstrakt | Zelle
Sasir Kha & der einarmiger Mensch


Der Cathar knurrte leise, während sich sein Gehirn offensichtlich wieder zur Arbeit bereit erklärte. Dummerweise war das Denkorgan ähnlich verstrahlt wie der Rest seines Körpers. Irgendwie schien das Hirn auch mehr Platz im Inneren des Kopfes beanspruchen zu wollen, als eigentlich dafür vorgesehen war. Sasir hatte rasende Kopfschmerzen.
Er hielt seine Augen weiterhin geschlossen, auch wenn er sich sicher war, daß er beim Öffnen nichts ungewöhnliches würde entdecken können. Doch war es jetzt erst einmal wichtig, wieder ein wenig klarer zu werden und die tanzenden Farben vor den Augenliedern erst anzuhalten und einen Moment später endlich auszublenden. Ansonsten würde der Raum, in welchem er sich befand, recht schnell mit dem Erbrochenen eines Cathars gefüllt sein. Es dauerte jedoch nicht lange, der ausgezeichneten Biologie seines Volkes sei Dank, bis der Schmerz endlich nachließ. Auch die tanzenden Farben kamen zur Ruhe.
Einen wohligen Seufzer ausstoßens legte der Rocker die Arme unter den Hinterkopf und streckte sich ein wenig. Vermutlich hatten diese Penner ihn wieder in seine Zelle, oder in eine Einzelzelle verfrachtet. Gab Schlimmeres. Das Essen war sowieso verdammt schlecht. Mit ein wenig Glück würde Karet Polq ihn bald wieder besuchen kommen. Der Gute brachte immer wieder einige nützliche Kleinigkeiten für den Schwarzmarkt mit und hatte sich noch nie dabei erwischen lassen. Die Jungs vom Tribe vergaßen sich gegenseitig nicht. Egal in welcher Lebenslage.

Doch ein seltsames Geräusch ließ die Ohren Khas zucken. Atmete da nicht jemand? Hatten diese Schmalspur-Sherriffs es tatsächlich gewagt, ihm einen Zellengenossen zuzuteilen? Kaum merklich drehte der Cathar den Kopf und öffnete langsam die Augen. Was er zu Gesicht bekam, brachte ihn wieder ordentlich auf die Palme.
Es war der einarmige Mensch, der im Speisesaal unbedingt hatte frech werden müssen.
"Auch DAS noch...", fluchte er leise und setzte sich auf den Rand seiner Pritsche. Sein Gesichtsausdruck wirkte alles andere als begeistert, doch würde alles Knurren, Fauchen und Fluchen des Universums wohl nichts daran ändern, daß diese größtenteils haarlose Kreatur sich in seiner Zelle herumtrieb.
"Hätte ja nich gedacht, daß wir uns so schnell wiedersehen..."

Sasir Kha & der einarmiger Mensch
Coruscant | südliche Hemisphäre | Gefängnis der mittleren Ebene | Sicherheitstrakt | Zelle

14 Oct, 2015 01:38 54 Gir Kolea ist offline Email an Gir Kolea senden Beiträge von Gir Kolea suchen Nehmen Sie Gir Kolea in Ihre Freundesliste auf
Terry Dourshe
Rollenspiel-Charakter




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[Coruscant – südliche Hemisphäre – Gefängnis der mittleren Ebene – Sicherheitstrakt – Zelle] Terry, Sasir Kha


Der Einarmige seufzte vernehmbar und versucht dann, ebenfalls die Beine aus dem Bett zu bekommen, so wie es sein unerwünschter Zellengenosse bereits gemacht hatte. Angesichts der Schmerzen, die sich beim Beugen des rechten Knies einstellten, erwies sich das als schwieriges Unterfangen. Dank seines starken Willens und des Wunsches, sich vor der katzenartigen Kreatur, keine allzu große Blöße zu geben, schaffte er es, ohne zu schreien, dafür wurde er immer blasser und Schweißperlen traten ihm auf die Stirn. Mit gezielter Atmung brachte er seinen Körper wieder dazu, das zu tun, was er sollte, nämlich nicht überzureagieren. Allerdings verzichtete der Kuati darauf, das Knie abzubiegen. Es reichte, wenn das Linke ordentlich mitmachte, auch wenn es wehtat, das war zum Aushalten.

Dem Cathar gefiel es offenbar ebenso wenig wie Terry, Gesellschaft bekommen zu haben. Das war wenigstens etwas, woran er anknüpfen konnte, denn er war sicher, dass sie sich früh genug gegenseitig auf die Nerven fallen würden und es hier sehr unangenehm werden konnte, zumindest für ihn oder vor allem für ihn.

„Beschwer dich an der Rezeption, die sind für die Zimmerbelegung verantwortlich. Meine Idee war das bestimmt nicht“,

antwortete er, nachdem er sicher war, dass in seiner Stimme kein Beben zu hören sein konnte, sie fest und sicher war. Innerlich war ihm jämmerlich zumute. Dann fiel ihm noch ein, dass es zweckdienlich sein konnte, etwas über seinen Mitgefangenen zu erfahren. Zumindest hatte er es in imperialen Gefängnissen so gehalten. Allerdings waren dort keine Aliens gewesen oder sehr wenige. Und die wenigen, die er getroffen hatte, waren meistens zwangsrekrutiert und hatten schon ihr gerüttelt Maß an Demütigung hinter sich, um noch groß aufmüpfig zu sein. Er hatte nur einen zu schätzen gelernt, aber der war nicht lange genug in der Kompanie gewesen, um mehr als eine oberflächliche Freundschaft zu etablieren, außerdem war er so etwas wie ein Vorgesetzter gewesen. Deshalb waren dann auch seine Ressentiments Nichtmenschen gegenüber bestehen geblieben.

Seinem Entschluss getreu, den anderen kennen lernen zu wollen, oder eher, es zu müssen, weil es sonst sehr schwierig würde, machte er den Anfang mit der Vorstellungsrunde, wenn auch mit mageren Informationen. Vorerst reichte das Nötigste, das andere mochte später kommen oder gar nicht.

„Ich bin Terry Dourshe … Mörder.“

Ein liebenswürdiges und für einen Menschen durchaus charmantes Lächeln begleitete seine Worte. Ohne sich nennenswert zu bewegen, streckte er dem Cathar die Hand entgegen, somit müsste der aufstehen, um sie zu ergreifen. Aber der Ex-Lieutenant hatte nicht vor, gerade jetzt vor Schmerzen zu schreien, was er unweigerlich würde, sollte er das Bein belasten. Durch zahlreiche Erziehungsmaßnahmen in diversen Strafkompanien und Haftanstalten wusste er, was er aushalten konnte und wo seine persönliche Schmerzgrenze lag. Im Moment konnte er das locker überspielen, solange er nicht aufstehen musste. Andererseits wusste er, dass es unklug war, die Verletzung nicht zu erwähnen. Eine Behandlung beschleunigte die Heilung. Er fragte sich, was überhaupt dazu geführt hatte, dass er verletzt worden war.



[Coruscant – südliche Hemisphäre – Gefängnis der mittleren Ebene – Sicherheitstrakt – Zelle] Terry, Sasir Kha

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Im Gefängnis ist es auch gut leben.
Du hast ein Dach über dem Kopf, kriegst dreimal am Tag zu essen, lernst jede Menge interessanter Leute kennen und schärfst deine Reflexe.
Freiheit wird echt überbewertet
.

15 Oct, 2015 11:54 17 Terry Dourshe ist offline Beiträge von Terry Dourshe suchen Nehmen Sie Terry Dourshe in Ihre Freundesliste auf
Gir Kolea
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NPC - Sasir Kha

Coruscant | südliche Hemisphäre | Gefängnis der mittleren Ebene | Sicherheitstrakt | Zelle
Sasir Kha & der einarmiger Mensch


Sasir seufzte theatralisch und schüttelte leicht den Kopf. "Vorbei die schöne Zeit in meinem eigenen Reich...", rezitierte er irgendein altes Gedicht, welches sein Zieh-Großvater gelegentlich zum Besten gegeben hatte. Der alte Nikto hatte, aus welchem Grund auch immer, eine Vorliebe für Lyrik gehabt. Der Cathar hatte das nie so richtig verstehen können. Auch der Mensch richtete sich jetzt auf, machte dabei allerdings einen reichlich verbeulten Eindruck. Der Geruch von Schweiß stieg dem Rocker in die feine Nase. Dieser Mensch strengte sich wohl gewaltig an. Offensichtlich hatte er im Speisesaal ordentlich einstecken müssen. Auch Sasir Kha war immer noch weit davon entfernt wieder völlig fit zu sein, doch war er sich sicher besser dran zu sein als sein Gegenüber. Als dieses seltsame Alien schließlich begann zu sprechen, musste der Rocker kurz kichern, was für die Ohren einer Person die selten mit Cathar zutun hatte, sicherlich seltsam klang. Es war ein recht gutturaler Laut mit einem fauchenden Unterton.

"Vielleicht kann ich ja nach dem Zimmerservice fragen. Eine Flasche Raava hätte jetz was für sich.", prustete der Berufsverbrecher und sehnte sich augenblicklich nach einer Flasche eben dieses socorranischen Gebräus. Seit dem Frieden mit den Fighting Banthas war es noch einmal wesentlich einfacher geworden an dieses Zeug heran zu kommen. Die hatten ihre corellianischen Verbündeten vom Syndikat, die quasi immer einen ordentlichen Vorrat auf den Planeten schmuggelten und sogar recht freigiebig mit dem Stoff umgingen. Allerdings auch nur, weil sich der Boss der Banthas so immens für den dauerhaften Frieden einsetzte. Kha erinnerte sich noch gut daran, wie dieser schmächtige Mensch ihn damals im Sahsahlah unter den Tisch getrunken hatte.
Es dauerte einen Moment, bis der Cathar sich wieder gefangen hatte und der Mensch erneut zum Sprechen ansetzte. Er stellte sich tatsächlich vor. Ein einfacher Mörder. Niedlich...
Doch etwas an dem Namen kam Sasir bekannt vor...

"Sasir Kha. Falschparken, grober Unfug, gefährliche Körperverletzung, Totschlag, Vandalismus, Verstoß gegen das Waffengesetz, Führen eines nicht verkehrstauglichen Fahrzeugs, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Erpressung, Beamtenbeleidigung und Doppelmord. Ist jedenfalls der Kram, bei dem ich mich hab erwischen lassen.", zählte er nun seinerseits das auf, was er bisher ausgefressen hatte und grinste breit. Das Grinsen hatte etwas raubtierhaftes und zeugte von immensem Stolz auf seine Taten.
Doch der Name seines Gegenübers ließ ihn nicht wirklich los. Karet hatte ihm irgendwann mal etwas erzählt. Der las schließlich ständig diese nutzlosen Magazine. Dort war eben dieser Name auch gefallen, glaubte der Cathar jedenfalls. Wahrscheinlich bestanden keinerlei Verwandtschaftsverhältnisse, doch war sich der Rocker mehr als sicher, daß er wusste woher sein menschlicher Zellengenosse stammte.
"Bist von Kuat, oder?", fragte der Cathar sicherhaltshalber nach um seinen Verdacht zu bestätigen...

Sasir Kha & Terry Dourshe
Coruscant | südliche Hemisphäre | Gefängnis der mittleren Ebene | Sicherheitstrakt | Zelle

15 Oct, 2015 18:44 34 Gir Kolea ist offline Email an Gir Kolea senden Beiträge von Gir Kolea suchen Nehmen Sie Gir Kolea in Ihre Freundesliste auf
Terry Dourshe
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[Coruscant – südliche Hemisphäre – Gefängnis der mittleren Ebene – Sicherheitstrakt – Zelle] Terry, Sasir Kha



„Vorbei die schöne Zeit in meinem eignen Reich …“,

hörte Terry den Cathar, und murmelte, fast als Antwort, aber zu sich selbst und in einer Lautstärke, dass der andere nicht reagieren musste:

„… geborsten der Friede als die Weiber eingezogen, mit ihren Lachen, ihrem Charme und ihrem ständigem Gezänk. Was gäb ich nur dafür, ein wenig Ruh zu haben. Andrerseits: die weiche Haut, der Duft nach Lust und Gier, dem ich so gern verfalle … Und am Ende bin ich Herr im eignen Reich, im Sarg begleitet mich dann keine.“

hn gruselte, nicht nur bei der Vorstellung an den letzten Gang alles Sterblichen, sondern auch als er das Geräusch hörte, das sich bei genauem Hinhören als Lachen entpuppte. Terry grinste, doch beließ er es dabei, mehr wollte ohnehin nicht über seine Lippen an gespielter Fröhlichkeit kommen.

„Tu dir keinen Zwang an und ruf den Zimmerservice. Wenn du schon bestellst, ich trinke Wasser, ohne Kohlensäure und sei so nett, mir etwas Bacta zu ordern. Irgendein Idiot hat mir das Knie verdreht“,

sagte er mit einem leichten Lächeln und ganz sicher, dass das Geplänkel gleich vorbei war. Aber Wasser hätte er jetzt wirklich gern. Frisches, kühles Wasser, das nicht nach chemischer Aufbereitung schmeckte, ja, das wäre jetzt ungemein belebend. Und danach einen großen Becher starken Cafs und ein Donut. Plötzlich hatte er den Wunsch nach etwas Süßem. Seine Gedanken, die sich eben um den runden Zuckerkringel aus Fett und Kohlenhydraten drehten, wurden abgelenkt, nachdem nun auch der Cathar einen Namen bekam.

„Ich weiß noch nicht, ob ich mich freue, dich kennen zu lernen, Sasir. Du hast dich aber verdammt oft erwischen lassen, wenn dir das alles zur Last gelegt wird. Ich bin im Moment nur wegen Mordes dran …“

Fast hätte er mehr erzählt, auch seine Beteiligung an den Kampfhandlungen auf Coruscant und seiner früheren Zugehörigkeit zur imperialen Armee. Im letzten Moment hielt er sich zurück, atmete tief durch und lächelte wieder. Für ihn war es wichtig, dass das nicht zu schnell bekannt wurde, weil er wusste, wie die meisten Leute auf so eine Tatsache reagierten. Erfreulich war das Ergebnis in den seltensten Fällen. Die abschließende Frage Sasirs fand er im ersten Moment befremdlich, denn schon lange hatte ihn niemand mehr als Kuati erkannt.

„Ja, ich bin Kuati.“

Als er bestätigte, blitzte kurz Stolz in seinen Augen auf und er setzte sich gerader auf die harte Pritsche. Das geschah völlig unbewusst. Für ihn war es eine Auszeichnung, von dieser besten aller Welten zu stammen und noch dazu aus einer Familie, die bekannt war für ihre ausgezeichneten Ingenieure, auch wenn ihn seine verstoßen hatte, nachdem sich der undankbare Sohn als krankhaft schwul erwiesen hatte.

„Warum willst du das wissen?“,

fragte er, um sich von Gedanken an eine ferne Vergangenheit abzulenken. Dabei richtete er nun den Blick auf dieses so fremdartige Wesen, das entfernte Ähnlichkeit mit einer großen, zweibeinigen Katze aufwies. Unwillkürlich musste Terry an eine Kindergeschichte denken, wo so etwas vorgekommen war, allerdings war das eine wirkliche Katze gewesen.

Während er redete und in Erinnerungen schwelgte, verspürte er den Wunsch, irgendetwas mit seinem Bein anzustellen, was den Schmerz vertreiben mochte oder wenigstens erträglicher machte. Doch nichts dergleichen tat er. Nur die einmalige Erwähnung des Verlangens nach Bacta war ihm über die Lippen gekommen. Nicht einmal Schmerzmittel hatte er verlangt – und das aus gutem Grund, denn die benebelten meistens die Sinne und das war ganz und gar nicht anzuraten, wenn man sich mit einer unbekannten Spezies in einem sehr begrenzten Raum ohne Fluchtmöglichkeit befand. Es tobte und pochte in seinem Knie. Der Mensch merkte, wie es anschwoll nachdem er sich aufgesetzt hatte. Wahrscheinlich spannte schon die Häftlingskleidung darüber, aber er schaute nicht hin, um es zu überprüfen. Er tat sogar nach außen hin so, als wäre nichts und versuchte, mit gezielter Atmung, die Schmerzattacken loszuwerden. Es summte in seinen Ohren. Er blinzelte, atmete tief durch, da er fürchtete, sonst die Herrschaft über sein Bewusstsein zu verlieren.


[Coruscant – südliche Hemisphäre – Gefängnis der mittleren Ebene – Sicherheitstrakt – Zelle] Terry, Sasir Kha

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16 Oct, 2015 06:51 39 Terry Dourshe ist offline Beiträge von Terry Dourshe suchen Nehmen Sie Terry Dourshe in Ihre Freundesliste auf
Dekasha Sosha
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Coruscant | Hauptquartier des Silent Intruder-Projekts | Messe

Royce Molnear De'Kasha So'Sha





Sie war ganz froh darüber gewesen, dass die Rückreise schweigsam von Statten gegangen war. Weder hatte sie ein besonders großes Bedürfnis nach Unterhaltung gehabt, noch hatte es überhaupt etwas gegeben, über das man im Beisein Unbefugter hätte sprechen können. Was in dieser Anlage passiert war, musste in dieser Anlage bleiben und durfte nicht nach außen dringen. Zu diesem Zeitpunkt konnte sie nur hoffen, dass Royce das, was er gesehen und erlebt hatte, für sich behielt. Zumindest so lange, bis der Zeitpunkt für eine Bekanntmachung gekommen war. Die Mission war nicht so verlaufen, wie sie hätte verlaufen sollen. Nicht einmal annähernd so gelaufen, wie sie geplant gewesen war. Ja, sie hatte den Auftrag gehabt seine psychische Stabilität auf die Probe zu stellen, zu analysieren und auszuwerten. Nicht der Anzug war der Mittelpunkt ihres Auftrages gewesen, nicht seine Erprobung, sondern die Person, welche ihn getragen hatte. Es existierten ausführliche Berichte und Einschätzungen über Lieutenant Molnear, Informationen über seinen psychischen Background, seine Verhaltensweisen und seine Vorgehensweisen. Doch Emotionen und Gedanken ließen sich hervorragend vor diesen Leuten verbergen. Doch gegenüber einem Jedi war es schwer seine Gedanken verborgen zu halten und seine Emotionen auszublenden und schon gar nicht dann, wenn man nicht einmal wusste, dass man einem Jedi gegenüber stand. Es war für sie nicht schwer gewesen, die unterdrückten Emotionen heraus zu finden und gezielt gegen ihn einzusetzen, um ihn letzten Endes zur Aufgabe zu bringen. Es war nicht fair gewesen, doch in keinem Krieg konnte man auf Fairness hoffen, sondern musste immer davon ausgehen, dass der Feind mit unfairen Mitteln ans Werk ging. Sicherlich rechtfertigte dies nicht immer automatisch, dass man selbst ebenfalls mit unfairen Mitteln arbeiten durfte, aber man sollte zumindest vorbereitet sein, wenn ein solcher Umstand eintrat. De'Kasha wusste nicht genau, was die Leute, welche sie auf diese Mission geschickt hatten, mit diesen Informationen anfangen wollten und bis zu diesem Moment hatte sie sich diese Frage auch überhaupt nicht gestellt. Doch nun drängte sich diese Frage in den Vordergrund und sie spürte Zweifel an der Richtigkeit ihres Handelns. Für einen kurzen Moment hatte sie ihn angesehen und ihre Entscheidung getroffen.

Direkt nach ihrer Ankunft hatten sich ihre Wege getrennt. Etwas, das man im Nachhinein durchaus als positiver Effekt bezeichnen konnte. Auf diese Weise hatte sie die Zeit gehabt, zur Ruhe zu kommen und sich um die Wunde zu kümmern, welche sie im Kampf davon getragen hatte. Nichts schwerwiegendes, aber auch nichts, was in wenigen Stunden verheilt sein würde. Nicht einmal durch den Einsatz der Selbstheilungskräfte eines Jedis. Sie würde es mit Sicherheit noch für ein paar Tage spüren, aber das war ihr dennoch lieber, als eine Behandlung in einer Medistation, wo bereits nach kurzer Zeit nichts mehr zu spüren war. Schmerz war etwas gutes, so erinnerte er einen doch immer wieder daran, dass man sterblich war. Dass der Tod ein treuer Begleiter war und sorgte dafür, dass man wachsam blieb und unnötige Risiken vermied. Schmerz war ein natürliches Warnsignal, ein natürlicher Schutz und dieser sollte nicht mit modernster Technik außer Kraft gesetzt oder seine Funktion negiert werden.

De'Kasha hatte die Zeit zwischen ihrer Ankunft und dem Debriefing dafür genutzt, sich in einen meditativen Zustand zu versetzen. Auf diese Weise konnte sie ihren Kopf von unnützen oder hinderlichen Gedanken befreien und die Selbstheilungskräfte ihres Körpers verstärken. Doch schon nach kurzer Zeit hatte sie feststellen müssen, dass es nicht so funktionierte, wie sie es wollte. Zum ersten Mal schaffte sie es nicht, sämtliche Gedanken und die dazugehörigen Bilder zu unterbinden. Egal wie oft sie diese auch beiseite geschoben hatte, immer wieder drangen sie in ihrem Unterbewusstsein an die Oberfläche. Ihr Meister hatte ihr einst gesagt, dass nicht jeder Gedanke sich so einfach unterbinden lassen würde, wie ein anderer. Dass es Unterschiede gab und dass es auch Gedanken gab, sie sich selbst unter größter Anstrengung nicht unterbinden lassen würden. Gedanken, mit denen man sich auseinander setzen musste und wo man herausfinden musste, was sie wirklich zu bedeuten hatten. Denen man sich einfach stellen musste, anstatt vor ihnen davon zu laufen. Vielleicht war dies einer dieser Gedanken von denen ihr Meister gesprochen hatte, aber vielleicht war es auch einfach nur ein Teil ihrer Selbst, der ihn nicht unterbinden wollte. Doch was es letztendlich genau war, würde wohl die Zeit selbst zeigen.

Sie verließ die Räumlichkeiten, welche man ihr zur Verfügung gestellt hatte, um die verbliebene Zeit dafür zu nutzen, ihren Körper auf ganz natürlichem Wege zu stärken – Mit etwas zum Essen. Auch ein Jedi konnte nicht alleine nur von Luft leben. Den Anzug hatte sie durch etwas sehr viel bequemeres eingetauscht, wenn auch nicht gegen die Robe, die man bei einem Jedi erwarten würde. Sie hatte schon lange nicht mehr derartige Kleidung getragen, da es in den Jahren davor einfach zu auffällig gewesen wäre. Sie hatte in der Masse untergehen müssen, um unerkannt zu bleiben. Ihr Oberkörper steckte noch immer in einem enganliegenden Oberteil, doch war es nicht so eng, wie es der Anzug gewesen war und ihre Beine wurden von einem bodenlangen Rock verhüllt. Er war gerade geschnitten und bot dennoch genug Freiraum, um in einem Kampf nicht hinderlich zu sein. Darüber trug sie einen dunklen, langen Mantel mit hochgestelltem Kragen. Ja, vermutlich hatte sie in diesem Moment mehr Ähnlichkeit mit einem Schmuggler, als mit einem Jedi, aber außer ihr gab es wohl nur noch eine weitere Person, die davon Kenntnis besaß. Eine Person, deren Anwesenheit sie als erstes wahrnahm, als sie die Messe betrat – Royce Molnear.

Sie besorgte sich eine Kleinigkeit zum Essen, etwas zum Trinken und ging dann auf den Tisch zu, an welchem Royce saß. Allerdings setzte sie sich ihm nicht ihm gegenüber und noch weniger direkt neben ihn, sondern sie setzte sich in gebührendem Abstand an das andere Ende des Tisches. Nicht einmal eine Begrüßung kam in diesem Moment über ihre Lippen. Stattdessen saß sie einfach nur da, schaute vor sich auf ihren Teller und aß. Es schmeckte nicht wirklich nach etwas, aber das tat es in den wenigsten militärischen Messen. Hier ging es nicht darum, dass es schmeckte, sondern dass es genau die richtige Zusammensetzung aller wichtigen Stoffe besaß. Auch wenn sie es nicht hatte wollen, so blieb ihr seine Nervosität nicht verborgen. Sie war schon zu spüren gewesen, als sie den Raum betreten hatte. „Sie sollten nur das schreiben, von dem sie auch mit Sicherheit sagen können, dass man es ihnen glauben wird“, sagte sie mit ruhiger und leicht gesenkter Stimme, ohne dabei den Blick von ihrem Teller zu nehmen.





Royce Molnear De'Kasha So'Sha

Coruscant | Hauptquartier des Silent Intruder-Projekts | Messe

18 Oct, 2015 16:35 32 Dekasha Sosha ist offline Beiträge von Dekasha Sosha suchen Nehmen Sie Dekasha Sosha in Ihre Freundesliste auf
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NPC - Sasir Kha

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Sasir Kha & Terry Dourshe


Die Wortfetzen, welche der Cathar von seinem Zellengenossen zunächst vernahm, waren eher unverständlich. Er murmelte eher, als das er wirklich sprach, doch nachdem Sasir sich darauf eingestellt hatte, verstand er. Der Mensch rezitierte den Rest des Gedichts, dessen ersten Vers er gerade erst zum Besten gegeben hatte. Die Überraschung stand dem Rocker ins Gesicht geschrieben, so man dazu in der Lage war die Physiognomie eines derartigen Nicht-Menschen zu lesen. Kha kannte zwar weder den Verfasser noch wusste er den exakten Wortlaut auswendig, doch gelang es ihm problemlos die Worte nach Gehör zu identifizieren, hatte er die Verse und einige weitere schon so häufig vernommen.
"Nun bin ich aber doch überrascht... Ich kenne da jemanden, mit dem Du Dich mal unterhalten solltest.", grinste er und schüttelte leicht den Kopf. Es war schon faszinierend, wie oft Situationen eine seltsame Wendung nehmen konnten.
Die nächsten Worte des Menschen hingegen ließen das gefährliche Grinsen des Cathar noch etwas breiter werden. Ein wenig unsicher rappelte er sich hoch und trat an seinen Zellengenossen heran. Bis auf einige blaue Flecken an sichtbaren Stellen schien er unverletzt, doch konnte das sehr leicht täuschen.
"Zeig mal her das Bein. Würd mich nich wundern, wenn die Schwachköpfe mal wieder absichtlich was übersehen haben...", fauchte er. "Angeblich is diese Neue Republik ein extrem gutmütiger Haufen, aber viele der Wachen ha'm sie nich ausgetauscht. Dabei gibts genug von denen, die richtig Dreck am Stecken haben. Da is Zusammenhalt alles."

Zwar mochte er diesen Kerl für einen rassistischen Drecksack halten, doch konnte der erste Eindruck täuschen. Ganz davon abgesehen handelte es sich bei diesem Menschen um einen Mitgefangenen. Sowohl er als auch der Cathar saßen also im selben Boot, wenn man so wollte. Zwar hatte man in diesem Gefängnis einen Haufen schwerer Jungs festgesetzt, die oft genug auch auf einander losgingen, doch war eben das eine ganz andere Geschichte. Gegen die Wachen hielt man fest zusammen. Eines der Überbleibsel aus der Zeit der imperialen Herrschaft.

Währendessen witzelte der Dourshe darüber, daß der Cathar sich bei so vielen krummen Dingern hatte erwischen lassen. Bei ihm handelte es sich unter gar keinen Umständen um einen Berufsverbrecher. So viel stand für den Rocker jedenfalls fest. Auf Coruscant blieb es nur selten aus, daß man zu Weilen erwischt wurde, sofern man eine eher fragwürdige Laufbahn einschlug.
"Wenn man seinen Lebensunterhalt mit krummen Geschäften bestreitet, bleibts nich aus, daß man zwischendurch geschnappt wird.", setzte er an. "Und nur weil man Dich gerade mal bei'nem Mord erwischt hat, heißt das nich das Du weniger Zeit absitzen musst als ich. Kommt schließlich auf die Schwere der Straftat an, wie'n Anwalt jetz sagen würde."
Zwar war der Kommentar sicherlich zwecklos, doch eventuell brachte es diesen Kerl doch ein wenig zum Nachdenken. Natürlich, er mochte kein Gewohnheitstäter sein, doch milderte es das Strafmaß für eine unsanktionierte Lebensbeendung keineswegs ab.

Schließlich fragte der Terry, wieso Sasir ihn nach seiner Herkunft gefragt hatte. Er war tatsächlich Kuati, was den Cathar bei dem Namen nicht wirklich überraschte.
"N'Kumpel von mir hat'ne gewisse Vorliebe für Klatschmagazine. Zieht sich diesen Mist ständig aus dem Holonet. Die großen Familien von Kuat kommen da häufig vor und der Name hat mindestens Ähnlichkeit mit irgendeiner der Familien. Bin deswegen einfach mal davon ausgegangen."
Diese Vorliebe hatte Kha noch nie wirklich verstehen können. Privatsphäre war für ihn irgendwie etwas Heiliges und nichts, worin man einfach so herumschnüffelte. Selbst wenn es sich um kapitalistische Drecksäcke wie die großen Werftbetreiber Kuats handelte, etwas Derartiges verdiente niemand. Privatangelegenheiten waren nun einmal Privatangelegenheiten...

Sasir Kha & Terry Dourshe
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[Coruscant – südliche Hemisphäre – Gefängnis der mittleren Ebene – Sicherheitstrakt – Zelle] Terry, Sasir Kha


Er war schon versucht, die Sache mit seinem Bein herunter zu spielen, entschied sich dann aber doch anders und rollte das Hosenbein hoch, er kam zwar bis zum Knie, aber zu sehen war nichts, weil es nicht darüber ging. Also stand er auf und zog sich kurzerhand den Overall aus.

„Blöd glotzen gilt nicht, klar, und auf Vergewaltigung steh ich auch nicht“,

sagte er mürrisch, während er sich so weit auszog, dass sie das blaue und stark angeschwollene Knie ansehen konnten. Innerlich wand er sich, weil es ihm alles andere als angenehm war, sich vor anderen Leuten auszuziehen. Aber das ließ sich nun nicht mehr umgehen. Nun saß er da in Unterwäsche und präsentierte einen Körper, der schon mehr gesehen hatte, was andere vielleicht umgebracht hätte.

Die Überraschung Sasirs über die Rezitation des Gedichts, überging er und tat so, als hätte er es nicht gehört. Er hätte einen Roman erzählen können, nein, sogar eine ganze Reihe, über die Dinge, die er im Laufe seines Lebens gelernt hatte. Vor allem die sogenannten schönen Künste, hatte er während seiner Ausbildung zum Telbun gelernt. Das war ihm danach nicht mehr von Nutzen gewesen. Doch jetzt trug es anscheinend dazu bei, ihm das Zusammenleben mit dem Cathar zu erleichtern. Terry nahm sich vor, später darauf zurück zu kommen. Denn sein Zellengenosse redete schon weiter und brachte seinen Namen in Zusammenhang mit den großen Familien. Das entlockte ihm ein sentimentales Lächeln. Er schüttelte den Kopf.

„Mit denen hab ich zum Glück nichts zu tun. Aber es kann gut sein, dass vor Jahren einmal etwas über uns zu lesen war. Es war so etwas wie ein Skandal, als ich mich geweigert hatte, der Zuchtbulle für die Purkis zu werden. Das hat dann mein Bruder übernommen, der jetzt genau genommen nicht mehr mein Bruder ist, sondern Telbun der Familie Purkis, Zuchtbulle und Erzieher seiner Sprösslinge, die er nicht als seine bezeichnen darf. Ne, ich bin nicht dafür geeignet.“

In Erinnerung an den Skandal, den er damals provoziert hatte, musste er lachen. Zynisch war der Laut, den er ausstieß und alles andere als humorvoll. Der zweifelhafte Heiterkeitsausbruch erlosch so plötzlich wie er gekommen war.

„Scheiß auf die großen Familien und ihre Traditionen. Kuat bleibt trotzdem die beste aller Welten, auch wenn ich seit dem nicht mehr oft dort gewesen bin. Genau genommen gar nicht.“

Er schaute zu Sasir und schien zu überlegen, ob er noch mehr erzählen sollte. Im Grunde war es egal, ob der Kerl jetzt schon - und von ihm erfuhr, was und wer er war, oder es später von irgendeinem hassenswerten Wächter erfahren sollte. Letzteres konnte sich als das größere Übel heraus stellen.

„Ich bin noch nicht lange auf Coruscant. Aber ich bin kein unbeschriebenes Blatt, zumindest nicht für die Leute, für die ich lange gearbeitet habe. Ich war bei der imperialen Armee, bin auf Coruscant desertiert, was nichts mit einer Einstellungsänderung zur Neuen Republik zu tun hat. Die halte ich für die gleichen Arschlöcher wie die imperialen Drecksäcke, die Leute schikanieren und fertig machen, nur weil sie anders sind. Mich erschreckt fast nichts, was sich so ein Wächteridiot ausdenken könnte. Wenn du die Erziehungslager, auch Strafkompanien des Imperiums kennst, dann weißt du, was ich meine. Es ist nichts, worüber man redet, weder tagsüber, noch nachts. Und wahrscheinlich wartet jetzt die Todesstrafe oder zumindest lebenslänglich auf mich … was keinen großen Unterschied bedeutet …“,

begann er mit monotoner Stimmlage zu sprechen. Es schien fast so, als wäre ein Ventil geöffnet worden. Er wollte reden, endlich einmal den ganzen Frust loswerden, der sich angestaut hatte. Dabei war er noch gar nicht auf seine Flucht aus der Armee zu sprechen gekommen, die Zeit im Orange District, das dauernde Versteckspiel mit der Armee und später mit dem Geheimdienst der Neuen Republik.

„Irgendeiner wird es sich schon zur Aufgabe machen, das imperiale Arschloch kalt zu machen, sobald bekannt wird, wer ich bin. Also, du kannst dich auch als erster in die Reihe stellen, wenn du magst … wobei, bei genauerer Analyse wärst du etwas weiter hinten, vierter oder fünfter in der Reihe der Leute, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, mich von meinem Leiden zu erlösen. Allen voran mein verehrter Erzeuger.“

Es musste raus. Zu viel hatte sich in ihm angestaut, zu viel Wut und Enttäuschung über die Jahre hin, die er immer sorgsam verborgen gehalten hatte. Nun kam es an die Oberfläche, in diesem Gefängnis, in der kleinen Zelle mit einem von allen Mächten verdammten Alien, dem er begann, von seinem verkorksten Leben zu erzählen.

Terry atmete tief durch und setzte wieder sein charmantestes Lächeln auf.

„Tut mir leid. Also, die Gelegenheit, dich am Imperium zu rächen ist jetzt da. Nur will ich dir eines mit auf den Weg geben, falls dich die Mordlust überkommt: Es befreit überhaupt nicht und macht nichts besser oder ungeschehen, einfacher schon gar nicht.“

Ernst blickte er den Cathar an. Es war ihm gleichgültig, was der Kerl nun von ihm dachte. Sollte er ihn nun vermöbeln oder umbringen, war es ihm auch recht. Bei erstem stieg die Chance auf eine Einzelzelle und bei dem Zweiten war es ohnehin unerheblich, weil er es nicht mehr mitbekäme.


[Coruscant – südliche Hemisphäre – Gefängnis der mittleren Ebene – Sicherheitstrakt – Zelle] Terry, Sasir Kha

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Im Gefängnis ist es auch gut leben.
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20 Oct, 2015 14:38 50 Terry Dourshe ist offline Beiträge von Terry Dourshe suchen Nehmen Sie Terry Dourshe in Ihre Freundesliste auf
Gir Kolea
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NPC - Sasir Kha

Coruscant | südliche Hemisphäre | Gefängnis der mittleren Ebene | Sicherheitstrakt | Zelle
Sasir Kha & Terry Dourshe


Zunächst machte das Beim oder eher das Knie Terrys keinen so schlechten Eindruck. Aber das konnte leicht täuschen. Es sah aus, als wäre es etwas angeschwollen. Vielleicht reichte es, wenn man versuchte es einzurenken? Während der Cathar nachwievor die Blessur seines Zellengenossen im Auge behielt, fing dieser an über seine Familie zu sprechen. Aristokratenprobleme, so wie es aussah. Die Art wie der Mensch darüber sprach, war allerdings zum Schießen. Sasir kicherte leise und schüttelte leicht den Kopf. Wäre er in der Position des anderen gewesen, er hätte sich vermutlich in die Situation gefügt und es sich im Anschluss einfach gut gehen lassen... und dabei vermutlich für noch wesentlich mehr Skandale gesorgt.
So wie es aussah, war Dourshe seit dieser leidigen Angelegenheit nicht mehr in heimatlichen Gefilden gewesen. Doch behielt er seine Geburtswelt trotzem in guter Erinnerung, wie es schien.
"Wenn man auf sowas wie diesem Planeten hier lebt, dann sind irgendwelche Traditionen nach spätestens drei Generationen hinderlich oder unbequem geworden. Da scheißt man dann stumpf drauf und passt sich dem Rest an. Was das angeht, kann ich also nich viel dazu sagen.", ließ Sasir vernehmen und zuckte mit den Schultern. Hätte er sich vor einer ganzen Weile während einer Kneipentour mit dem Boss der Banthas nicht über dieses Thema unterhalten, so hätte der Cathar sich dazu vermutlich nie Gedanken gemacht. Aber was dieser Kerl ihm damals so erzählt hatte, machte durchaus Sinn.

Schließlich begann der Kuati darüber zu sprechen, was er vor seinem Knastaufenthalt gemacht hatte. Er war bei der Armee der verdammten Imps gewesen und nach einem der typischen Zwangsrekrutierten sah er nicht unbedingt aus. Er klang auch nicht so, als ob man ihn eingezogen hätte, auch wenn er auf seine ehemaligen Dienstherren nicht mehr allzu gut zu sprechen war, so wie es sich zunächst anhörte. Die weiteren Worte schienen quasi aus Terry herauszusprudeln, als ob man einen Wasserhahn geöffnet hatte. Irgendwie klang es schon fast nach Selbstmitleid, oder hatte der Rocker sich in diesem Punkt verhört?
"Hab selbst schon oft genug in Situationen gesteckt, wo man mir oder einem meiner Kumpels ans Leder wollte. Da kommen auch wieder bessere Zeiten.", erwiderte Sasir Kha leichthin. Waren die Worte seines Gegenübers zutreffend, dann konnte er das nicht beurteilen. Seine eigene Straßenerfahrung allerdings hatte ihn genau das gelehrt: Es ging immer weiter, egal wie übel die Situation aussah. Ob sich alles nun zum Besseren oder zum Schlechteren wandelte, das war immer von den Umständen abhängig. Doch weiter ging es immer. "Entweder das, oder das Ende kommt schnell und unerwartet. Ist immer das Geschoss, daß Du nicht siehst."

Jedenfalls glaubte der Mann offensichtlich, daß ihm ein ganzer Haufen Leute an den Kragen wollte. Wenn es sich bei ihm gerade einmal um einen gewöhnlichen Deserteur handelte, sollte das eigentlich allen Parteien so ziemlich egal sein. Die Neue Republik würde ihn eventuell verhören wollen und die Imps waren zu sehr damit beschäftigt sich gegenseitig in Stücke zu reißen oder ihre Wunden zu lecken. Jedenfalls hatten sie auf Coruscant nichts mehr zu melden, wie auch auf vielen anderen Welten nicht mehr. Innerlich erneut mit den Schultern zuckend tat der Bepelzte einen Großteil des Gsagten als depressive Spinnerei ab.

Das folgende Lächeln des Menschen irritierte Kha nun allerdings etwas, ähnlich wie dessen Worte. Rache am Imperium und das an einem Deserteur. Der Kerl schien ein recht schräges Weltbild zu haben, zumal er dem Cathar wenigstens im Moment noch nicht geschadet, oder was noch unverzeihlicher gewesen wäre, dessen Clubfarben beleidigt hatte.
"Wenn mich der Drang ergreift, was in Stücke zu reißen, dann meld' ich mich. Keine Sorge.", grinste der Rocker. Keinen Augenblick später riss er einmal kräftig am Bein seines Zellengenossen. Ein leises Knacken gefolgt von einem überraschten Keuchen war in der engen Zelle zu vernehmen...

Sasir Kha & Terry Dourshe
Coruscant | südliche Hemisphäre | Gefängnis der mittleren Ebene | Sicherheitstrakt | Zelle

20 Oct, 2015 16:32 48 Gir Kolea ist offline Email an Gir Kolea senden Beiträge von Gir Kolea suchen Nehmen Sie Gir Kolea in Ihre Freundesliste auf
Terry Dourshe
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[Coruscant – südliche Hemisphäre – Gefängnis der mittleren Ebene – Sicherheitstrakt – Zelle] Terry, Sasir Kha


Terry schmunzelte, als der Katzenartige davon sprach, dass es immer weiter ging. Natürlich tat es das. Für niemanden blieb etwas stehen. Man konnte nur selbst zusehen, wie man voran kam, auch wenn es bedeutete, einmal den Rückzug antreten zu müssen. Wie oft hatte er das schon machen wollen, vor allem während seiner Dienstzeit, allerdings war ihm das nie gestattet worden. Zurückgehen, um voran zu kommen. Das war wirklich nicht die dümmste Weise, um einen Plan auszuführen.

Er wollte schon etwas sagen, da riss der Kerl an seinem Knie herum. Es knackte und scheuerte im Inneren, sodass der Kuati schon dachte, es wäre etwas gerissen, doch dann war der Schmerz weg oder so gut wie weg. Gepresst atmete er aus, dann tief ein und langsam wieder aus. Im ersten Moment war er zornig wegen dem, was der Kerl gerade getan hatte.

„Au! Bist du wahnsinnig? Ich wollte mir die Krankenstation ansehen … Uh … das hat wehgetan“,

fauchte er den Pelzträger an, gleichzeitig schnellte seine Hand nach vorne und packte den Mann am Handgelenk, sofern der sich nicht schnell zurück zog.

„Ich hab vor, steinalt zu werden, schon allein, um den Wichsern eins auszuwischen und garantiert, nicht hier drinnen“,

sagte er leise und es klang fast schon als Drohung, die allerdings nicht dem Cathar galt, sondern den Umständen, dem Gefängnis und dem Leben im Allgemeinen. Sollte er Sasir erwischt haben, würde er nun seinen Griff lösen und tief durchatmen. Er beruhigte sich rasch wieder, denn er sah ein, dass es der Cathar nur gut gemeint und es auch geschafft hatte, den Schmerz erträglich zu machen.

„Falls ich lebensmüde werde, sage ich es dir, dann darfst du mich zerfetzen, vorher würde ich es dir sehr übel nehmen“,

fuhr er grinsend fort. Seine gute Laune kehrte in dem Maße zurück, wie die Schmerzen im Knie abnahmen. So leicht ließ er sich vom Schicksal oder von wem auch immer, nicht unterkriegen. Nichts konnte den Kuati langfristig in miese Laune versetzen, dafür war er viel zu sehr von sich und seiner Abstammung überzeugt. Er hasste diesen Planeten inständig, das wurde ihm bewusst, als er daran dachte, dass er hier wegkommen wollte. Und nun saß er bis zum Hals in der Scheiße mit nur geringer Aussicht, jemals wieder in Freiheit zu kommen. Aber das hinderte ihn nicht daran, sich weiter Gedanken um genau das zu machen.

„Wie lange lebst du eigentlich schon auf Courscant? Weißt du, dass sich ehemalige Kameraden von mir haufenweise im Orange District herum treiben und dort noch ihren Krieg weiter führen?“

Er war in einer wahrhaftigen Redelaune, aber erst einmal wollte er auch etwas von Sasir erfahren oder über ihn, weshalb er sich bremste und nicht weiter sprach. Endlich war da jemand, der zuhörte, wahrscheinlich nur deshalb, weil er im Moment keine Wahl hatte, außer er würde Terry das Maul auf andere Weise stopfen. Diesen Umstand wollte der Mensch ausnutzen. Später, wenn er etwas mehr wusste. Aber der Gedanke an die herum stromernden Ex-Kameraden behagte ihm gar nicht. Einige von denen hatten noch eine Rechnung zu begleichen oder rechneten sich irgendetwas aus, wenn sie einen Deserteur erwischten. Wobei die Gefahr, erkannt zu werden, ständig geringer wurde. Auch zu diesen Ewiggestrigen musste langsam die Erkenntnis durchgedrungen sein, dass das Imperium vom Alignement abgelöst worden war.

„Wen hast du umgebracht?“,

stellte er noch eine Frage, die ihn interessierte und schwieg dann, damit er auch Antworten auf seine Fragen bekommen konnte. Außerdem hinderte ihn das Zuhören am Weiterspinnen der Gedanken wegen der Ex-Kameraden oder sonstiger Leute, denen er während seines nicht ganz freiwilligen Aufenthalts auf dem Stadtplaneten auf die Füße getreten war. Darunter der trottelige Inspektor, der ihm das Leben schwer gemacht hatte und natürlich die Typen die sich als Geiselnehmer aufgespielt hatten. Er grinste. Die hatte er hübsch fertig gemacht. Das war etwas nach seinem Geschmack gewesen. Intelligenz gegen pure Muskelkraft und natürlich hatten auch einige erbeutete Blaster eine Rolle gespielt und Kalyn. Blinzelnd verdrängte er diese Gedanken und fokussierte seine Aufmerksamkeit auf Sasir.



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21 Oct, 2015 09:11 55 Terry Dourshe ist offline Beiträge von Terry Dourshe suchen Nehmen Sie Terry Dourshe in Ihre Freundesliste auf
Sarith Covell
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Coruscant/Cantina

Gavin Benett | Lee Ashwood | Curske (NPC)



Mit einem stummen Schrei auf den Lippen katapultierte sich Sariths Oberkörper blitzartig aus den Laken. Das sonst so hübsche Gesicht war gezeichnet von Schrecken, verzerrt von Schmerz und eine einsame Träne rann aus seinem Augenwinkel über die Wange hinab, bis sie sich in dem Bart verlor, welcher dort nun schon seit einigen Tagen ungehindert spross. Schwächliches Licht reflektierte sich in dem dünnen Schweißfilm auf der vernarbten, wettergegerbten Haut des jungen Mannes, dessen Brust sich unter seinem schweren Atem hob und senkte. Es dauerte einige Sekunden, ehe dieser erkannte, dass all diese Bilder in seinem Kopf nur ein Traum gewesen waren und sich seine Züge wieder entspannten. Müdigkeit verspürte Sarith nicht mehr, trotzdem aber hob er langsam die Arme und strich sich über das feuchte Gesicht, als wischte er sich den Schlaf aus dem Antlitz ehe er sich gänzlich mit einem Seufzen erhob. Die Pein, welche die Träume dem Kopfgeldjäger schickten waren nicht unbekannt für ihn, doch auch nach all den Jahren vermochte er es nicht sich an all dies zu gewöhnen, wenngleich doch ein Sache stetig kürzer wurde. Die Erinnerungen waren noch so frisch an jenes erste Mal, als Sarith so aus dem Schlaf erwachte. Beinahe eine Stunde lang hatte sein Körper ihm versagt sich zu bewegen und bis er wieder in einen Schlaf sank, der gleichsam wenig Erholung für ihn bedeutete , hatte er keinen klaren Gedanken fassen können. Die Zeit aber hatte den jungen Mann abgestumpft, ihn hart gemacht, ihn für sich selbst erkennen lassen, dass sein Leben, wie auch das vieler Anderer in dieser Galaxis, jeden Tag ein harter Kampf war. Den härtesten Kämpfen war Sarith in den letzten beiden Jahren entkommen und sein Status hatte sich auf eine Art stabilisiert, die er noch niemals zuvor verspürt hatte. Vieles hatte sich verändert, seine Heimat, seine Identität, seine Gesellschaft, nur jene Träume waren wie ein Fels in der Brandung und erdeten den Kopfgeldjäger stets in jenen Nächten, in denen er drauf und dran war vollends in sein mehr oder minder neues Leben abzuheben.

Auch diesmal erhob sich Sarith nicht mit dem Gedanken an ein Ende all dessen und vor allem an ein Ende jener Erinnerungen, welche doch hin und wieder auch Nostalgie in ihm weckten. Der kühle Blick auf den Chronometer ging schon fast automatisch, ohne, dass er wirklich wahrnahm, was darauf abgebildet war und ebenso mechanisch waren seine Bewegungen, als sich seine rauen Hände in eine Schüssel eiskalten Wassers senkten, nur um sich dann wieder zu seinem Gesicht zu heben. Die Kälte war wie ein Lebensgeist, der Besitz von Sarith nahm und die Lethargie gänzlich von ihm abfallen ließ. Hunger quälte ihn, doch der Kopfgeldjäger hatte eine Routine, die er nur selten durchbrach und so stapfte er spärlich bekleidet in die Lounge seines Schiffes, welche er so umgebaut hatte, dass sämtliche Möbel hochgeklappt oder in die Wand eingefahren werden konnten. Den daraus resultierenden Platz nutzte er schon seit vielen Monaten dafür, einfach Sport zu treiben. Gewichte und Matten waren fein säuberlich angeordnet und luden geradezu zu körperlichen Ertüchtigung ein, der sich der junge Mann schließlich, wie jeden Morgen, auch hingab. Nach einiger Zeit des Trainings, einer langen Dusche und einem ordentlichen Frühstück verließ Sarith schließlich sein Schiff in den unteren Docks von Coruscant, einer Welt, die ihn stark an seine Heimat erinnerte, lediglich in einer Dimension, die so gewaltig war, dass schon gar nicht mehr in Worte zu fassen war.
Wie von selbst hatten sich die Schritte des Kopfgeldjägers auf einem Weg eingefunden, der ihn unmittelbar in die tieferen Ebenen trug. Das Elend, die Brutalität und die Kälte dieses Ortes waren genau das, was er in seiner Kindheit und Jugend auf Vulpteer erlebt hatte, mit dem großen Unterschied, dass die Diversität von allerhand Spezies auf der Hauptwelt der Republik viel größer war. Früher hatte es beinahe nur Menschen und Vulptereen gegeben, doch hier, hier gab es Wesen von denen Sarith auch nach einiger Zeit in der Galaxis noch nie etwas gehört hatte.

Gekleidet in ein beiges Hemd, dass großzügig seinen athletischen Körper durch den Ausschnitt zur Geltung brachte und darüber hinaus keine Ärmel besaß, hoffte er wie immer unterbewusst aufzufallen, doch die vielen nicht-humanoiden würdigten ihn wohl keines Blickes. Die Ausläufer seines weiten blau-roten Schals hatte er um den Kopf geschlungen, um sein Haar zu bändigen, dass an vielen Stellen wirr unter dem Stoff hervorragte und seine Länge nicht verbarg. Nichts mehr war von seinem dunklen Erwachen mehr zu sehen, stattdessen waren die Lippen zu einem schelmischen Grinsen verformt, während Sarith einfach seinem Interesse folgte und die unteren Ebenen Coruscants erforschte. Einige Stunden vergingen und der Kopfgeldjäger verspürte Hunger, aber auch die recht niedrige Temperatur ließ ihn auf die Dauer frösteln, was allerdings kein Grund für ihn war, sein luftiges Hemd zu wechseln, wenn es seine Ausstrahlung irgendwie einschränkte!. Ohne tiefere Gedanken machte er sich also auf nach einer dieser, in jeder galaktischen Großstadt bekannten dunklen Spelunke umzuschauen und wurde auch beinahe sofort fündig. Schrille Holoreklame erleuchtete den Weg, der auch helllichten Tage kein Licht der Sonne sehen würde und die Art der Beleuchtung änderte sich auch nur wenig, als die Cantina ihre Pforten für ihn öffnete. Der Geruch von Alkohol und allerhand Ausdünstungen lag in der Luft, unterschied sich aber nicht sonderlich von den Kneipen, die Sarith bereits auf anderen Welten besucht hatte. Was ihm aber auffiel war, dass es nur sehr wenige Menschen hier gab und deshalb gewissermaßen ein Auge auf ihn geworfen wurden, als er den Schankraum betrat... zumindest für einige Augenblicke, dann wandte sich jeder wieder seinen Angelegenheiten zu, was etwas Anspannung von dem jungen Mann abfallen ließ. Die Luft war geschwängert von Rauch und dem dadurch besonders gut sichtbaren Neonlicht, was den Kopfgeldjäger dazu in Stimmung brachte, sich einen Bantha-Blaster zu bestellen, ein Getränk, welches er bereits in der Heimat geschätzt hatte und seitdem in vielen Bars auf seiner Reise probierte. Enttäuschungen gab es selten, jedoch ebenso wenig Lichtblicke, doch seine Hoffnungen waren nie der Teil seiner Vorstellungskraft gewesen, der als erstes starb.

Coruscant/Cantina

Gavin Benett | Lee Ashwood | Curske (NPC)

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21 Oct, 2015 17:07 38 Sarith Covell ist offline Email an Sarith Covell senden Beiträge von Sarith Covell suchen Nehmen Sie Sarith Covell in Ihre Freundesliste auf
Gavin Benett
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Coruscant System | Cantina

Gavin Benett | Lee Ashwood | Sarith Covell | Curske (NPC)



Gavin ließ seinen Blick erneut gelangweilt durch das Innere der Cantina schweifen. Bisher hat sich sein Kontakt noch immer nicht zu erkennen gegeben, sofern er überhaupt bereits den Weg in die Cantina gefunden hatte. Er wusste nicht einmal genau, wen er zu erwarten hatte. Er hatte einen Namen und er hatte Informationen, dass diese Person eventuell etwas wusste, dass ihm bei seiner Suche nützlich sein könnte. Eigentlich war es ja verrückt, Informationen über eine Person zu sammeln, die vermutlich schon längst tot war, nur um den Namen einer anderen Person in Erfahrung zu bringen. Sicherlich hätte er es sich auch einfacher machen können und einfach eine Beschreibung der von ihm gesuchten Person veröffentlichen und sich dann zurück lehnen und zu warten. Zu Anfang war ihm das kurzzeitig in den Sinn gekommen, aber diese Vorgehensweise schnell wieder verworfen. Jemand, der bereit war eine Menge Geld zu zahlen, um an ein Raumschiff zu gelangen, das eigentlich nur Schrott war und der von Sturmtruppen gesucht wurde, der wollte mit Sicherheit nicht gefunden werden. Entweder die Person hatte etwas verbrochen, etwas zu verbergen oder wie in diesem Falle wohl eher zu erwarten, um sein Leben zu bangen. Jemand, der mit einem JedCred in der Tasche durch die Galaxie reiste, gehörte mit Sicherheit zu der Personengruppe, die Angst um ihr Leben haben musste. Damals jedenfalls.

Gavin wusste nicht einmal, ob die Person, die er suchte, überhaupt noch am Leben war. Aber solange er keinen Beweis dafür hatte, dass sie tot war, solange war sie noch am Leben und er führte seine Suche weiter fort. Außerdem konnte es ja auch gut sein, dass er durch diese Suche nützliche Kontakte schließen konnte und somit wäre die Suche keinesfalls vergebens gewesen. Verkaufen konnte er den JedCred ja immer noch an irgendeinen privaten Sammler, außer natürlich die Regierung entschied sich dafür, ihn zu einem Teil von irgendeinem Museum werden zu lassen. Nichts dass er etwas dagegen haben würde, denn da ließen sich mit Sicherheit noch ein paar Credits mehr herausschlagen. Es war ja kein großes Geheimnis, dass die Regierung an ihren alten Zeiten hing. Gavin wollte gerade einen Schluck von seinem Lomin-Ale nehmen, als er eine Stimme neben sich vernahm und seinen Blick zur Seite richtete, ohne dabei den Kopf zu drehen. Es war eindeutig ein Mensch, der ihm diese Frage gestellt hatte. Eine Frage, die durchaus höflich gewesen war und genau das war der Grund, weswegen sie ihn misstrauisch machte. Es war eine Höflichkeit, welche in diesen Kreisen durchaus ungewöhnlich war. Eigentlich war sie vollkommen fehl am Platz, denn niemand fragte hier in einer solchen Lokalität, ob man sich setzen durfte. Entweder man tat es einfach oder man ließ es sein. Außerdem verirrten sich nur selten Menschen nach hier unten und er sah auch nicht gerade aus, als würde er in diese Kreise gehören. Entweder er hatte sich verirrt oder aber er verfolgte eine Absicht.

Mit der Hand deutete Gavin auf einen der freien Stühle und trank dann endlich den Schluck, der durch die Frage verhindert worden war. Mit dem Handrücken wischte sich Gavin über den Mund und stellte das Glas wieder zurück auf den Tisch. „Um diese Zeit nicht ungewöhnlich stehen zu müssen“, sprach Gavin mit ruhiger Stimme und fuhr sich mit gespreizten Fingern durch die Haare. Er sah Curske nirgendwo, aber er wusste, dass sie anwesend war. Sie würde das Zeichen zu deuten wissen. Dieser Mann war gewiss nicht die Person, auf welche er in dieser Cantina wartete, aber sie war eine Person, die man im Auge behalten sollte.


Gavin Benett | Lee Ashwood | Sarith Covell | Curske (NPC)

Coruscant System | Cantina

25 Oct, 2015 23:04 28 Gavin Benett ist offline Email an Gavin Benett senden Beiträge von Gavin Benett suchen Nehmen Sie Gavin Benett in Ihre Freundesliste auf
Casshern D´Orcast
Spitzohr




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Coruscant • Oper von Coruscant • auf der Aufsichtsterrasse

Casshern D’Orcast, mit Tarek Rho, einige andere Opernbesucher


Rhos Selbsteinschätzung als ‘aufmüpfig’ fand Casshern interessant. Der Denonianer war für den Posten mit Anfang dreißig als Senator noch relativ jung, so dass er weitaus energischer und engagierter als manch erfahrener Diplomat handelte. Das konnte durchaus als Impertinenz ausgelegt werden, hinzu kam der militärische Hintergrund und die damit einhergehende Geradlinigkeit. Man machte sich nicht unbedingt viele Freunde damit, aber man bekam Dinge weitaus schneller geregelt. Soweit er wusste, galt Rho als sogenannter Kriegstreiber, was gut zu dem Bild passte, das er sich bislang von dem Mann gemacht hatte.

„Es ist immer eine Frage des Standpunkts, Herr Senator“ , sagte Casshern, „manche nennen es aufmüpfig, andere geradlinig und wenn man mit seinen Worten oder Taten auffällt, so zeigt es doch, dass man eine Haltung hat, für die man einsteht.“ Natürlich waren auch die Repräsentanten des Tion-Clusters in ihrem Bemühen aufgefallen, Befürworter für die Befreiung ihrer Heimatsektoren zu finden, ohne eine Zugehörigkeit zur Neuen Republik anzustreben. Doch wenn es ihr damit ernst war, Hilfe auch ohne Bedingungen zu gewährleisten, musste sie sich diesen Schuh anziehen.

Denon war eine Stadtwelt ähnlich wie Coruscant, rief er sich bei den Worten des Senators ins Gedächtnis, als ihm dieser die Gründe seines Hierseins auf der Terrasse erläuterte. „Ich habe Denon leider noch nicht kennengelernt. Gibt es große Unterschiede zu Coruscant, oder sind die Ähnlichkeiten stärker?“ , fragte er deshalb. Da er einen Großteil seines Lebens hier verbracht hatte, sah er, was Stadtplaneten betraf, Coruscant als das Maß aller Dinge, wenngleich nichts die morbide Schönheit der ehemaligen Thronwelten Xers und Xims übertreffen konnte. Cassherns teilte sich mit seinen Geschwistern – nunmehr außer Kraft gesetzte - Besitzrechte über mehrere Planeten des Königreiches, er war quasi Herr über ziemlich viele Ruinen, einige Erzabbaugebiete, halbverwilderte Farmer und heruntergekommene Piratennester. Aber nicht einmal Coruscant hätte ihm ausreichend Ersatz geboten für die von Jahrzehntausenden geschliffenen Steine des Palastes Xims des Despoten, die Aussicht auf die uralten Paradeplätze der Lanzenkrieger Duinarbulons oder die Höhlenwohnungen in den windgeschliffenen Cliffs und Canyons von Kismaano. “In meiner Heimat gibt es auch einen Stadtplaneten, Arramanx, der sich besonders durch seine blühenden Schmuggelgeschäfte auszeichnet“, fügte er mit einem schiefen Grinsen hinzu. “Aber wir stammen alle dort Schmugglern und Piraten ab“

Und Chandaar erst. Der Sitz des Königs war von starker Umweltverschmutzung geplagt, zwischen den ausgedehnten Minen ragten immer noch die Überbleibsel jener Zeiten hervor, in denen Cron groß und prächtig gewesen war. Es ging nichts über einen vom Smog intensivierten Sonnenuntergang, der diese alten Zeugnisse vergangener Zeiten beleuchtete.

Tarek Rhos Frage, ob man ihn nicht zurückerwartete, holte ihn in die schnöde Gegenwart zurück, auch wenn Coruscants nächtliche Skyline großartig war.

„Oh, das bestimmt“, erwiderte er mit einem Stirnrunzeln, als er sich daran erinnerte, dass dort sowohl Meiva als auch Senatorin Mal Doran warteten. Indes hielt er es für keine gute Idee, sich wieder zwischen die Fronten zu schieben. „Allerdings bin ich hier, weil ich eine Art taktischen Rückzug antreten musste, ich bin quasi zwischen die Fronten geraten. Zweier junger Damen, um genau zu sein“, erklärte er und nahm einen weiteren tiefen Schluck seines Brandys. Da der Senator auch offen zu ihm gewesen, hielt er es nur für fair, auch mit einigermaßen offenen Karten zu spielen.


Casshern D’Orcast, mit Tarek Rho, einige andere Opernbesucher

Coruscant • Oper von Coruscant • auf der Aussichtsterrasse

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In Eternal Homage to Xim
Whose Fist Shall Enclose the Stars and Whose Name Shall Outlive Time

06 Nov, 2015 21:55 47 Casshern D´Orcast ist offline Email an Casshern D´Orcast senden Beiträge von Casshern D´Orcast suchen Nehmen Sie Casshern D´Orcast in Ihre Freundesliste auf
Royce Molnear
Save Me, Barry!




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Coruscant | Hauptquartier des Silent Intruder-Projekts | Messe

Royce Molnear, mit De’kasha So’sha


Im ersten Augenblick erkannte er sie nicht – eine großartige Leistung für einen SpecForce-Soldaten. Er wusste nicht, ob sie ihn absichtlich ignorierte oder vielleicht auch nur in ihren Gedanken versunken war, weshalb er nur wortlos da saß, in ihre Richtung schaute und sich wie ein schreckensstarrer Vogel vor einer Schlange vorkam. Obwohl sie in unauffälligen Tönen gekleidet war, wirkte die Zabrak dennoch wie ein Fremdkörper in ihrem langen Rock und dem Mantel. Gewiss gab es hier auch zivile Mitarbeiter, bei ihr war es jedoch etwas anderes. Wenn er nicht Zeuge ihrer…besonderen Fähigkeiten geworden wäre, hätte er sie in diesem Aufzug für jemanden gehalten, der wahrscheinlich kein besonders bürgerliches Leben führte. Mit einem bürgerlichen Leben kannte sich Royce nur mit dem seiner Eltern aus, nach seinem Schulabschluss hatte sich alles für ihn geändert. Das Gute an ihrer jetzigen Kleidung war, dass sie ihn weniger in Verlegenheit brachte als die enge schwarze Kombination von vorhin. Nichtsdestoweniger sah das alles ziemlich gut an ihr aus und er hoffte, dass er sie nicht allzu unverblümt anstarrte. Er bemühte sich, sich wieder auf den Bericht zu konzentrieren, doch es gelang ihm einfach nicht.

Die Frau mit den besonderen Fähigkeiten nahm ihr Essen mit ähnlicher Begeisterung wie er selbst zu sich, was er als durchaus beruhigend empfand. Es brachte Normalität in die ganze Angelegenheit, wenngleich er immer noch nervös genug war und er war ihr im Stillen dankbar, dass sie ihn nicht anblickte. Deshalb zuckte er zusammen, als sie plötzlich zu reden begann und er brauchte einige Augenblicke, bis der Sinn des Gesagten zu ihm vordrang. „Ähm ja, da haben Sie wohl recht. Vielen Dank, Ma’am. De’kasha.“ Kontaktaufnahme mit Miss Sosha, schrieb er daher schlicht und einfach. Mehr als ihren Namen kannte er ja auch nicht, denn sie hatte ihm weder Rang noch Funktion genannt, was er wohl erst im Debriefing erfahren würde. Wenn überhaupt. Royce mochte solche Geheimniskrämereien gar nicht, weshalb er den Herrschaften des Geheimdienstes stets sehr skeptisch gegenüber stand. Er selbst hatte an Black Ops-Einsätzen teilgenommen, deren Sinn und Zweck kaum zu erfassen waren, außer dass sie Dinge taten, die augenscheinlich im krassen Gegensatz zum Selbstverständnis der Neuen Republik standen. Wozu sie letzten Endes nutzten, wussten nur die Geheimdienstler selbst. Die Existenz einer Person wie De’kasha ging wohl in eine ähnliche Richtung. Royce hakte beinahe mechanisch einen Punkt nach dem anderen ab. Die Sache mit der Wunderheilung, den Kuss und die Lichtschwert- und Schwebeaktionen ließ er wohlweislich im Detail aus, so dass er von Erste-Hilfe- und Verteidigungsmaßnahmen gegen die wild gewordenen Droiden schrieb.

Als er fertig war, sah er zu De’kasha hinüber. „Geht es Ihnen gut?“ , fragte er, denn es interessierte ihn tatsächlich. Für viele Leute war es nur eine höfliche Floskel, aber er nutzte sie nur, wenn es einen Grund gab, sich danach zu erkundigen.


Royce Molnear, mit De’kasha So’sha

Coruscant | Hauptquartier des Silent Intruder-Projekts | Messe

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08 Nov, 2015 20:46 00 Royce Molnear ist offline Email an Royce Molnear senden Beiträge von Royce Molnear suchen Nehmen Sie Royce Molnear in Ihre Freundesliste auf
Nathanael Senesca
Drama Queen




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[ Coruscant – Obere Ebenen – Fobosi Distrikt – Penthouseappartment von Nathanael Senesca] Nathanael

„Herr, Herr, wacht auf…“


Wie aus weiter Ferne hörte der Senator von Aargau eine Stimme, die ihn aus seinen süßen alkoholgetränkten Träumen riss. Ein bleierner Nebel hatte sich um seinen Körper gelegt und ließ äußere Einflüsse nur vermindert zu ihm durchdringen. Auf diesem Nebel konnte er liegen, sich ausruhen und konnte die Wirklichkeit hinter sich lassen. Welche Motivation sollte er also haben, diesen Nebel abzuschütteln, der seinen Verstand umfing? Draußen wartete wieder die harte kalte Welt, die ihn das antat, was er schon sein ganzes Leben aushalten musste. Hier drin gab es nur ihn, nur ein Wesen, mit dem er im Reinen war. Hier war alles schön. Hier wollte er bleiben.

„Herr, Sie müssen wirklich erwachen!“

Etwas seltsam metallisches berührte plötzlich seinen Arm. Die Kälte, die davon ausging, erschrak Nathanael und durchbrach den bleiernen schönen Nebel. Sofort hatte ihn die Wirklichkeit wieder in ihrer grausamen Kralle gefangen und machte sich sofort mit starken Kopfschmerzen bemerkbar. Der Druck seines Kopfes war mit einem Mal da und zwang ihn tiefer in die Kissen seines weiten Bettes. Die Schmerzen fühlten sich so an, als würde sich das ganze Volksfest zur Feier des Sturzes des Imperators in seinem Kopf wiederholen. Ein fürchterliches Gefühl, zumal diese pöbelhafte Proletariatfeier ihn schon damals angewidert hatte.

Erst jetzt bemerkte er seinen Hausdroiden neben seinem Bett, der aus toten, metallenen Augen auf ihn blickte. Einer dessen ausgefahrenen Greifarme befand sich dicht neben seinem Arm, sodass es ziemlich eindeutig war, dass es diese Blechbüchse gewesen sein musste, die ihn aus seinem wohlverdienten Schlaf gerissen hatte. Kurz schaute er sich im Raum um. In sein Schlafzimmer hatte er es nach dem übermäßigen Alkoholkonsum, dem er sich nach dem Opernbesuch hingegeben hatte, anscheinend doch geschafft. Über den Teppichboden verteilt lagen seine Anziehsachen vom vorherigen Abend verstreut, die Hose des Smokings war auf links gedreht und hing über einer Stuhllehne, die weiße Weste lag achtlos auf dem Boden. Einen kurzen Moment musste der Senator fast schmunzeln. Seine weiße Weste lag auf dem Boden! Wenn er eine solche moralisch je gehabt hatte, war sie schon seit langer Zeit schmutzig geworden. Aber die Kopfschmerzen hinderten ihn, diesen kleinen Wortwitz zu genießen und ließen nur einen heiseren Aufschrei zu.

„Sir, Kistra Orcheron möchte Sie sehen.“

Das Stöhnen wiederholte sich. Das hatte gerade noch gefehlt, seine meistverhassteste innenpolitische Feindin war natürlich sofort zur Stelle, um seinen benebelten Geisteszustand auszunutzen. Was sie wohl nun wieder im Schilde führte? Wahrscheinlich würde sie ihr zuckersüßes Lächeln auflegen, hinter dem Intrige und Eifersucht lauerten, und versuchen, ihn wieder in irgendeine Falle zu locken. Wahrlich, keine allzu schöne Vorstellung.

„Ah… verdammt…Sag ihr, dass ich verhindert bin und sie in einigen Stunden wieder empfangen werde.“

Der Roboter zog seinen Arm zurück und beäugte seinen Herrn und Meister aus zwei toten leblosen Augen. Wieder verfluchte Nathanael sich, dass er in seiner Privatwohnung aufgrund der größeren Diskretion dieses Blechhaufens auf lebendige Butler verzichtete.

„Aber Sir, sie wartet bereits seit zwanzig Minuten und besteht darauf, dass sie den mit Ihnen vereinbarten Termin wahrnehmen kann.“

Verdammt, daran hatte Nathanael wirklich nicht gedacht. Seine Sekretärin hatte natürlich den Termin vereinbart und normalerweise wäre das auch überhaupt kein Problem für ihn gewesen, diesen wahr zu nehmen. Eigentlich war er nämlich schon um diese Zeit längst angezogen und hatte sich schon durch den ersten Aktenstapel gekämpft. Aber so wurde es wohl wirklich die reinste Tortur, die Blondine in Empfang zu nehmen. Eine wirkliche Schwäche konnte er sich allerdings auch nicht leisten und eine Verschiebung des Termins würde die Stabsmitarbeiterin wohl noch weiter gegen sich aufbringen. Also lieber die üblen Konsequenzen seines Alkoholrausches tragen; mit Orcheron wurde er auch so schon fertig.

Er mühte sich mit kaum verhohlener Schwäche aus dem Bett, streifte sich einen Morgenmantel über und ging erst einmal ins angrenzende Badezimmer, bevor er dem Droiden ein

„Ich bin in zehn Minuten da.“

zurief und sich im Spiegel betrachtete. Die dunklen Ringe unter seinem recht bleichen Gesicht waren deutlich tiefer geworden, was zweifellos mit dem Umtrunk vom gestrigen Abend zu tun hatte. Seine Augen waren auch leicht rot angeschwollen und sein sonst so stramm frisiertes Haar unordentlich und zerzaust. So war es höchste Zeit, schnell unter die Dusche zu springen. Das kühle Nass linderte wenigstens für kurze Zeit seine Schmerzen und verschaffte seinem geschundenen Körper Linderung. Allerdings zwang er sich, nach nur einem kurzen Augenblick die Dusche zu verlassen, sich abzutrocknen und sich in seinem säuberlich auf dem Bett gefalteten Pyjama zu bequemen. Dann warf er sich noch seinen Morgenmantel über, überprüfte kurz, dass er nicht vollends wie ein untoter Zombie aussah, und ging dann in den Empfangssalon, wo er von einer kühlen Orcheron empfangen wurde, die ihre Aufgebrachtheit aufgrund der Verspätung kaum verbarg, allerdings verwundert seinen drahtigen Körper begutachtete, als sie seinen morgendlichen Kleidungsstil bemerkte.

Mit einem entschuldigendem Lächeln, das ihm erst einmal einen Schuss Schmerz durch den Vorderlappen seines Gehirns jagte und die Mundwinkel etwas schief wirken ließ, begrüßte, der Senator seinen ungebetenen Gast.

„Verzeihen Sie meinen Aufzug, Kistra, aber ich habe noch einen leichten Jet-Lack von meinem langen Flug und dachte, dass ich heute meine morgendlichen Geschäfte in einem etwas legeren Stil vollbringen könnte.“

Die Blondine lächelte nur ihr erwartet zuckersüßes Lächeln und strich sich kurz ihr marineblaues Kostüm glatt, das ihre tiefblauen Augen perfekt ergänzte. Nathanael war eindeutig underdressed.

„Ach, machen Sie sich keine Umstände, ich kenne das nur zu gut. Im Übrigen sind wir ja als Kollegen nicht darauf angewiesen, uns voreinander hübsch zu machen, nicht wahr?“

Der Halb-Sephi hätte eher darauf gewettet, einen dieser fetten hinterhältigen Hutts in einem Fitnessstudio zu sehen, als das Kistra Orcheron es kannte, in solch einem Aufzug einen Gast zu begrüßen. Und der leicht versteckte Hinweis, dass sie doch Kollegen seien, obwohl er selbst doch aufgrund seiner Tätigkeit als Senator deutlich über ihr in der Nahrungskette stand, war sicher auch absichtlich gewählt.

„Gewiss, Sie haben vollständig Recht. Haben Sie irgendwie Lust auf eine kleine Erfrischung? …“

Er winkte seinen Droiden, der unauffällig in den Raum hereingekommen war, zu. Zwar war er selbst nicht in der Lage, irgendetwas zu sich zu nehmen ohne sich auf die beigefarbenen hohen Schuhe der Dame vor ihm zu erbrechen. Allerdings musste er doch immer noch einen guten Gastgeber abgeben.

„Ein Wasser, wenn es genehm ist.“

Während der Droide den Wunsch des Gastes befolgte und zurück in die Küche rollte, in der es wohl zweifellos immer noch streng nach Alkohol roch, ging Nathanael gemessenen Schrittes in den angrenzenden Büroraum mit der bestechend guten Aussicht. Vielleicht konnte er Orcheron ein wenig mit dem Ausblick beeindrucken und sie so vor allzu nervigen Fragen abhalten. Seine Hoffnung war allerdings nur verschwindend gering; schließlich stammte sie nicht unbedingt aus armen Elternhaus, sondern war auch wie er mit Geld auf dem Konto geboren. Ein Umstand, der sich wohl immer etwas auf den Ehrgeiz der betreffenden Person auswirkte.

„So, dann wollen wir uns doch an das kurze Briefing machen. Ich kann wirklich nicht allzu lange, da meine Sekretärin noch kurzfristig einen Termin mit Casshern D’Orcast, dem Delegationsmitglied vom Königreich Cron, anberaumt hat.“

Ein kurzer überraschter Blick seiner „Kollegin“ verritt ihm, dass seine wirklich äußerst schlechte Ausrede, die er sich in einem kurzen Augenblick ausgedacht hatte, nicht sonderlich glaubwürdig war. Wieso sollte er ausgerechnet mit einem unwichtigen Mitglied einer noch unwichtigeren Delegation unterhalten, wenn er doch erst so kurze Zeit wieder hier auf Coruscant war? Innerlich verfluchte er zum wiederholten Male den Alkohol und setzte sich hinter seinen Arbeitstisch aus teurem Laroonholz, der dankenswerterweise während seiner Anwesenheit säuberlich aufgeräumt war, sodass ihm die Peinlichkeit erspart blieb, eine Entschuldigung für sein sonst so unaufgeräumten Arbeitstisch zu finden. Die Frau setzte sich beineübereinanderschlagend auf einen der Sessel vor dem wuchtigen Tisch und fischte aus ihrer Handtasche ein überraschend großes Datapad.

„Nun, dann werde ich mich kurz fassen. Wie Sie wissen, ist für übermorgen eine Senatssitzung veranschlagt, in der es…“

Nathanaels Gedanken schweiften ab. Er schaute zwar nicht auf die atemberaubende Skyline, die sich zu seiner Seite auftat, und folgte mit hoffentlich einigermaßen interessierten Augen den Ausführungen seiner „persönlichen Assistentin“, wie Orcheron offizieller Titel lautete. Aber insgeheim fragte er sich, was mit ihm los war. Hatte er tatsächlich den Verstand verloren? Seine nüchterne Abgebrühtheit war zumindest tatsächlich erst einmal verschwunden und hatte ihn überraschend verletzlich zurück gelassen. Dieses Ding aus Naboo – er wollte sich nicht an Alyssas Namen erinnern – hatte es doch tatsächlich geschafft, ihn aus der Bahn zu werfen. Ihn, der im Rekordalter zu einem Vorstandsmitglied eines enorm wichtigen Finanzriesen und politischer Vertreter eines enorm einflussreichen Planeten im intergalaktischen Senat geworden war. Ihn, der noch nie besondere Gefühle verspürt hatte, wenn er Frauen verführt und benutzt hatte. Ihn, der doch noch so viel höher hinaus wollte, der sein Netz immer dichter spinnen wollte. Was war doch nur so besonders an diesem kleinen, zerbrechlichen Wesen?

Vielleicht wurde er tatsächlich alt. Die dummen Proletarier sagten doch, dass man mit höherem Alter immer sentimentaler wurde. Er ging nun auf Mitte Dreißig zu, obwohl er als Abkömmling einer Sephi gesundheitlich und körperlich eher mit einem Mittzwanziger vergleichbar war. Vielleicht sagte ihm seine biologische Uhr, dass er schnellstmöglich Nachwuchs produzieren sollte, eine Möglichkeit, über die er keine Gedanken verschwendet hatte und auch nicht wollte. Er hasste Kinder, hatte sie gehasst, als er selbst eins gewesen war. Vielleicht hatte sich sein Körper jedoch in die kleine Naboo verguckt, weil sie besonders gebärfähig aussah.

Oder vielleicht hatte er an diesem Abend wie gestern einfach zu viel getrunken gehabt. Er erinnerte sich daran, dass er vorher mit einigen Geschäftsmännern getrunken hatte, vielleicht war er einfach nur benebelt gewesen, hatte alles einfach nur leuchtender und kraftvoller gespürt. Er war vielleicht nur schwach geworden, berauscht von der Droge in seinem Körper und in Wahrheit vermisste er überhaupt nicht diese unbedeutende Studentin, sondern nur den Rausch des Alkohols, das Aufregende, das Unberechenbare.

Vielleicht. Einfach zu viele „vielleichts“ in einem seiner doch sonst so präzisen und klaren Gedankengänge. Hier rechnete er nur mit Möglichkeiten, nur mit „vielleichts“. Er rechnete viel lieber mit Fakten, Zahlen und wenn es sein musste auch mit Personen. Nun aber war er außerhalb seines Elements, fühlte sich wie ein Nichtschwimmer, den man in ein tiefes Becken gestoßen hatte.

Ein Gefühl stieg in ihm auf, unaufhaltsam und kraftvoll. Es bahnte sich seinen Weg durch seinen Darm, in seinen Bauch und die Speiseröhre hinauf. Es erfüllte seinen Körper, kannte keine Grenzen, lief von seinen Beinen in seine Arme und ließ seinen Kopf nahezu explodieren. Ein Gefühl, was ihm so fremd war, vor dem er sich aber immer so sehr gefürchtet hatte.

Verzweiflung.

Er sprang auf, murmelte kurz eine Entschuldigung in Richtung der hübschen Frau, die mit offenem Mund sitzen blieb, während er aus dem Büro eilte, in Richtung der Toilette. Als er schließlich über der Kloschüssel hing und das dürftige, halb verdaute Essen vom vergangenen Abend ausspuckte, gemixt mit seiner grünen Magensäure.

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NPC - Sasir Kha

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Sasir Kha & Terry Dourshe


Dieser Typ war wirklich eine Sache für sich. Die Krankenstation hatte er sich ansehen wollen! Leicht entnervt rollte Sasir mit den Augen.
"Hrm, wenn Du auf einen Besuch in der Krankenstation so großen Wert legst, kann ich Dir das Bein gerne wieder ausrenken...", sinnierte der Cathar und kratzte sich mit der freien Hand hinter seinen Bartzöpfen. Die andere hatte der Mensch gerade im Griff, was der Rocker jedoch eher der Schrecksekunde zuschrieb. Er hätte sogar einen kräftigen Fausthieb ohne großes Murren weggesteckt. Schließlich kannte er solche Reaktionen recht gut und hatte leider selbst schon oft genug in der Haut dieser größtenteils haarlosen Kreatur gesteckt. Natürlich nur im übertragenen Sinne.
Jedenfalls grinste er wieder, was ihm erneut ein recht wildes Aussehen verlieh. Vielleicht etwas zu wild, da der Satz bezüglich des Wiederausrenkens eher scherzhaft gemeint war.
Noch während Dourshe über seine Rachepläne sprach, lockerte sich sein Griff um des Chathars Handgelenk. Jener kicherte einen Augenblick später und schüttelte leicht den Kopf. Es war immer wieder überraschend, wie hartnäckig diese meistens eher schwächlichen Menschen doch sein konnten.

"Immerhin bessert sich Deine Laune wieder, Mann. Wurd' auch langsam Zeit."
Der Rocker lauschte nun den Ausführungen seines Zellengenossen über den angeblichen Widerstand irgendwelcher Rest-Imps, die hier auf Coruscant nichts besseres zu tun hatten, als weiter Ärger zu machen. "Irgendwas war da...", murmelte er und kniff nachdenklich die Augenbrauen zusammen. "Von tatsächlichen Imps hab ich nix gehört, aber da gabs öfter Anschläge. So wars jedenfalls in den Nachrichten."
Der Große tat die Angelegenheit mit einem Achselzucken ab, stand auf und trottete zu seiner Pritsche zurück. Für ihn und auch für die meisten seiner Clubkameraden war es meistens relativ egal gewesen, wer auf Coruscant das Sagen hatte. Natürlich, auf en oberen Eben hatte man sich zu Zeiten des Imperiums nicht ganz so einfach herumtreiben können, ohne das einem die örtlichen Sicherheitskräfte auf die Nerven fielen und auch die Strafen waren etwas härter geworden, doch hatte der MTSBC sowieso nie besonders viel in den Nobelviertel zu tun gehabt. Auch die Strafen waren ziemlich egal, solange man sich nicht erwischen ließ.
"Bin übrigens hier geboren. Bisher nich viel rumgekommen, war aber auch noch nie nötig.", schnurrte Kha und ließ sich mit einem Seufzen auf sein Nachtlager fallen.

Schließlich fragte der Kuati, wen er umgelegt hatte. Schräge Frage, aber gut. Eine Antwort würde er bekommen. Sasir dachte einen Moment lang nach, da er sich nicht zu einhundert Prozent sicher war, ob er diesem Kerl vertrauen konnte. Es konnte sich bei ihm genau so gut um einen Spitzel handeln, der dazu angehalten war, weitere Geständnisse aus ihm herauszukitzeln. Aber die Jungs vom CSD hatten ihre Arbeit in dieser Doppelmord-Geschichte wirklich verflucht gut gemacht. Also warum nicht?
"Waren zwei Rodianer. Beide GGF. Hab ich jedenfalls gedacht. Der Kürzere von beiden war doch'n Zivilist. Pures Pech. Was muss der Schwachkopf sich auch mit einem Gangster einlassen? Naja, jedenfalls hab ich beide im Vorbeifahren erledigt und'n paar Monate später stand der CSD bei mir vor der Tür.", gab der Rocker im Plauderton von sich, ehe er die Arme vor der Bust verschränkte. Innerlich war er gespannt darauf, wie Terry wohl auf die Aussage reagieren würde und ob er überhaupt irgendetwas über die Gangs wusste.

Sasir Kha & Terry Dourshe
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30 Nov, 2015 22:42 51 Gir Kolea ist offline Email an Gir Kolea senden Beiträge von Gir Kolea suchen Nehmen Sie Gir Kolea in Ihre Freundesliste auf
Terry Dourshe
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[Coruscant – südliche Hemisphäre – Gefängnis der mittleren Ebene – Sicherheitstrakt – Zelle] Terry, Sasir Kha


„Nein Danke“, entfuhr es Terry, als der Cathar erwähnte, er würde ihm gern das Knie wieder ausrenken. Einmal war entschieden genug.

„Ich finde schon einen anderen Weg, um mir das anzusehen. Aber erst wenn diese Penner sich wieder beruhigt haben. Gleich so mit dem Betäubungsstrahl drüber fahren, ist auch nicht die feine Art, findest du nicht?“,

setzte er nach und hörte dann weiter den Ausführungen des Katzenmannes zu. Es war zwar oft so, dass er Nichtmenschen nicht traute, also zu über 90 Prozent war es so, dann gab es den Rest. Die, auf die er angewiesen war, die vielleicht in der Lage waren, ihm zu helfen. Da schoss ihm ein Gedanke durch den Kopf, den er so schnell verdrängte, wie er aufgetaucht war. Es war sinnlos, darüber nachzudenken, denn die Gran war tot und damit hatte sich die Sache ohnehin erledigt.

Er atmete tief durch und fokussierte seine Aufmerksamkeit wieder auf Sasir.

„Es gibt Imps dort unten. Mehr als du denkst. Ein Teil von denen ist für die Anschläge verantwortlich, darauf kannst du einen lassen, Ka… äh Mann.“

Fast hätte er wieder Kater gesagt, sich aber noch schnell genug korrigieren können. Rasch redete er weiter, um die Unhöflichkeit gegen den behaarten Muskelberg gar nicht erst so stark ins Bewusstsein dringen zu lassen.

„Der letzte große Anschlag war aber von der Antihumanleague, vielleicht hast du davon gehört. War ne Geiselnahme. Aber die Typen hatten alle einen leichten Schlag.“

Verächtlich tippte er sich gegen die Stirn und deutete somit an, dass er diese Leute für totale Trottel oder Versager hielt. Gelassen redete er weiter, richtete dabei den Blick auf den Cathar, der es sich wieder auf seiner Pritsche gemütlich gemacht hatte. Terry entschloss sich, dass es kein Fehler war, sich ebenfalls hinzulegen, blieb aber noch so sitzen, die Beine ausgestreckt und die Hand auf das lädierte Knie gelegt.

„Von GGF hab ich noch nichts gehört. Hört sich für mich an wie irgendein gemeinnütziger Verein zur Vermehrung des Vermögens des Anführers, wenn ich dich recht verstanden habe. Allerdings ist um Rodianer in der Regel sehr selten schade. Ich kenne da einen, dem würde ich auch gern das Licht ausblasen. Leider komme ich an den nicht ran. Der denkt, ich wäre für einige Anschläge der Imps verantwortlich, was ich ja nicht bin, schließlich hab ich mit denen so viel zu tun wie du mit dem Hausfrauenverein zur Förderung kulturellen Handwerks meiner Mutter auf Kuat.“

Er bremste sich gerade noch ein und hielt die Klappe. So viel hatte er nicht reden wollen. Aber Sasir schien ihm zu vertrauen, also konnte er ihm ebenso ein kleines Maß davon entgegenbringen. Die Lage war ohnehin schon prekär genug, da musste er sie sich nicht noch mit einem feindseligen Cathar verschlimmern. Das konnte immer noch kommen, wenn er sein freches Mundwerk nicht im Zaum hielt.

Von der Energiebarriere etwas verschwommen sichtbar, waren Gleiter mit bewaffnetem Personal, welche die Zellen kontrollierten, diesmal allerdings nur von außen. Nach der Sache beim Frühstück schien vorerst niemand daran interessiert zu sein, in näheren Kontakt mit den Gefangenen zu treten.

Dem Kuati war langweilig, das Gespräch war irgendwie auch nicht wirklich befriedigend. Ihm tat noch alles weh und er fühlte sich wie erschlagen nach dem Betäubungsschuss oder was immer ihn lahm gelegt hatte. Außerdem verspürte er großen Durst. Seine Zunge fühlte sich an, als hätte er Sasir einmal übers Fell geleckt und dabei alle losen Haare mitgenommen. Unwillkürlich schüttelte er sich bei der Vorstellung daran, und entfernte ein eingebildetes Haar von seiner Zunge. Nicht einmal das Gespräch mit dem neuen Zellengenossen war anregend. Der verzog immer den Mund in einer Art und Weise, die Terry an ein Raubtier kurz vor dem Angriff denken ließ. Das war eine alles andere als angenehme Vorstellung. Die intellektuelle Überlegenheit der menschlichen Rasse erwies sich als hinderlich, sobald sie auf rohe Gewalt traf, dann wurde es echt kompliziert und meistens übernahmen die Instinkte das Kommando – rennen was das Zeug hält. Was sich in einer kleinen Zelle als etwas schwierig erweisen konnte.

„Was genau ist GGF?“,

fragte er dann doch nach, nachdem er sich leise stöhnend auf der Pritsche ausgestreckt hatte.


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03 Dec, 2015 09:59 06 Terry Dourshe ist offline Beiträge von Terry Dourshe suchen Nehmen Sie Terry Dourshe in Ihre Freundesliste auf
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NPC - Sasir Kha

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Sasir Kha & Terry Dourshe


Rein rethorisch musste Sasir zugeben, daß dieser Mensch ihm irgendwie gefiel. Schwarzer Humor war nun einmal etwas Herrliches, wie er fand. Und eben dieser Mensch schien genau darüber zu verfügen, seiner offensichtlichen Unzulänglichkeiten zum Trotz. Der Cathar respektierte das.
Das Terry nur wenig Lust verspürte, sich das Knie wieder ausrenken zu lassen war ebenfalls verständlich und daher beließ es der Rocker auch dabei. Dieser Kuati fühlte sich aktuell vermutlich sowieso nicht besonders gut. Wäre des Cathars Nase nicht immer noch etwas taub gewesen, glaubte er it ziemlicher Sicherheit den Geruch von Angst oder wenigstens Abscheu wahrnehmen zu können. Aktuell roch er jedoch nichts. Eine typische Folgeerscheinung dieser verdammten Betäubungsblaster.
Während Kha sich auf seiner Pritsche ausgiebig streckte, dachte er über die Betäubungsstrahlen an sich nach und konnte auch in diesem Punkt seinem neuen Zellengenossen zustimmen.
"Die Feine Art isses nich, das stimmt. Aber wenn man sich überlegt, daß einige der Jungs im Wachpersonal immer noch aus Imp-Zeiten stammen und hier ein ziemlicher Haufen schwerer Burschen einsitzt, kann ichs irgenwie nachvollziehen.", sinnierte er und kratzte sich hinter dem rechten Ohr. "Soll natürlich nicht heißen, daß ichs gut finde, aber naja... Ist wohl einfach notwendig. Gibt hier nich viele Leute, die in solchen Situationen mit sich reden lassen würden. Keine Zeit für langatmige Diskussionen und so weiter.", schloß der Cathar seine Ausführungen bezüglich des Einsatzes von Betäubungswaffen und bemerkte nun, daß ihm das versäumte Essen doch irgendwie fehlte. Sollte es irgendwann noch einmal zu einer solchen Situation kommmen, würde er definitiv erst NACH seiner Mahlzeit Ärger anzetteln. Sein Verdauungstrakt knurrte fast schon wie um ihm dabei zuzustimmen.

Nur wenig später drehte sich das Gespräch wieder um die angeblichen Rest-Imperialen, welche sich immer noch auf Coruscant herumtrieben. Für den ehemaligen Sergeant at Arms schien das Thema jedoch weniger von Belang zu sein. Zwar hörte er sich an, was sein Gegenüber ihm sagte, nahm vieles davon jedoch mit eher lakonischem Schulterzucken hin, wie man etwas hinnahm, was nicht oder nur mit großem Aufwandt zu ändern war, der die Sache einfach nicht wert war. Die nur kurz vor dem Aussprechen abgebrochene vermutlich rassistische Äußerung seines Zellengenossen bekam er jedoch ganz genau mit. Nur mit Mühe unterdrückte der Rocker ein weiteres Grinsen und ließ sich durch den Kopf gehen, was er diesem Menschen später vielleicht noch an Ressentiments an den Kopf werfen konnte. Zunächst jedoch ließ er den Eindruck aufkommen, als habe er davon nichts mitbekommen.
Jedenfalls machte Dourshe recht deutlich, daß er wohl die meisten der hier noch aktiven Imps für ziemliche Schwachmaten hielt. Auch schien er über ihre Aktionen relativ gut im Bilde zu sein. Zwar wirkte der Cathar weniger interessiert, doch das gelegentliche Zucken seiner Ohren strafte sein Minenspiel eindeutig Lügen, so man sich darauf verstand solche Dinge zu erkennen.

Als das Gespräch sich wieder auf Sasir Khas Tat oder eher deren weitere Umstände konzentrierte, hatte der Cathar allerdings schon wieder ganz andere Sachen im Kopf. Auch hier empfand er die Ausdrucksweise des Kuati als im höchsten Maße amüsant. Ein kehliges, von Fauchen begleitetes Lachen konnte er sich dieses Mal wirklich nicht verkneifen.
"Sehr schön gesagt und quasi genau aufn Punkt getroffen. ", kicherte der Rocker, bekam sich allerdings recht schnell wieder in den Griff. "Diese Insektenaugen würdens natürlich nie zugeben, aber Deine Beschreibung haut hin, wenn Du mich fragst. Ist eine von den vielen Straßengangs, die sich hier rumtreiben. GGF is die Abkürzung für Green Guerrilla Family. Gehören mit zu den ältesten Gangs. Drogendealer, Waffenhändler, Schläger, Erpresser... Quatschen von Respekt und meinen eigentlich nur Angst damit."
Eine zwar oberflächliche, aber recht treffende Beschreibung, wie Sasir selbst fand. Sowohl er selbst als auch sein Club hatten schon häufig Probleme mit diesem grünen Vollidioten gehabt, ebenso wie dieses corellianische Syndikat oder die Fighting Banthas. Die Rodianer hatten sich in ihrer Geschichte schon mit vielen Gegnern angelegt, aber ihre Gruppierung existierte immer noch. Sie hatten sich etabliert und auch das war ein Punkt, den man anerkennen musste...

Sasir Kha & Terry Dourshe
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03 Dec, 2015 12:36 51 Gir Kolea ist offline Email an Gir Kolea senden Beiträge von Gir Kolea suchen Nehmen Sie Gir Kolea in Ihre Freundesliste auf
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Er versuchte sich zu strecken und die Muskeln anschließend ein wenig zu lockern, was im Liegen nicht gerade gut ging, aber aufstehen wollte er jetzt auf keinen Fall.

„Warst du schon einmal in einem imperialen Gefängnis? Das hier ist schon fast mild und die Überbleibsel werden sich hüten, diese Methoden wieder anzuwenden, auch wenn die neuen Wachen den ganzen Scheiß kennen – und wie die den kennen … Ich habe gehört, es gibt so etwas wie Rechte, auf die man sich berufen könnte, also nur für den Fall …“

Lachend brach er ab und schüttelte den Kopf, als müsste er erst einmal über diese bittere Heiterkeit hinwegkommen. Doch sagte er nichts weiter dazu, sondern warf sich auf das andere Thema. Es war zwar auch nicht gerade amüsant, betraf ihn aber nicht unmittelbar. Straßengangs verstand er nicht. Für ihn war es die reinste Feigheit, was diese Typen antrieb, um sich an anderen Leuten zu bereichern. Dass es sich bei diesen grünen Spinnern noch um Rodianer handelte, machte es nicht gerade besser. So lange er im Orange District gelebt hatte, hatte er versucht, sich unsichtbar zu machen, was nicht sonderlich schwierig gewesen war. Zwar hatte er sich da und dort mit jemandem angelegt, mal mit dem falschen Kerl für ein nicht allzu kleines Vermögen gevögelt, war den Imps aus dem Weg gegangen und überhaupt allem, was nach Gefahr gerochen hatte, aber das waren alles individuelle Sachen gewesen. Den Freier hatte er mithilfe seines Blasters davon überzeugt, ihm die Credits auszuhändigen, der das dann auch gern gemacht und sogar noch einiges an Trinkgeld dazu gelegt hatte. Bei der Erinnerung daran grinste er böse. Leider war das kleine Vermögen ebenso rasch verschwunden, wie es aufgetaucht war. Schmerzmittel kosteten eben viele Credits, besonders auf dem Schwarzmarkt. Dann hatte er angefangen, sie abzusetzen und sich eine Weile völlig rar gemacht, war quasi für zwei, drei Monate von der Bildfläche verschwunden.

„Also hast du im Grunde genommen eine gute Tat begangen, weil du einen von diesen Idioten von seinem Leiden erlöst hast“,

sinnierte er vor sich hin und blieb dann eine Weile stumm. Kurz schlummerte er sogar ein, erwachte allerdings mit einem Ruck und schaute wieder zu seinem Zellengenossen. Nur ein Sekundenschlaf, der nichts besserte, im Gegenteil, er fühlte sich noch durstiger als zuvor.

„Du hast Hunger, falls das nicht ein normales Geräusch ist, das du produzierst - und deine Ohren zucken“,

stellte er fest und schmunzelte.

„Und ich bin durstig. Ich könnte einen ganzen See leer trinken.“

Die Unterhaltung war noch immer nicht spannender oder anregender geworden. Aber was wollte er erwarten? Erstens waren sie noch immer nicht viel weiter als bis „Guten Tag, wie geht es Ihnen“ gekommen und zweitens, was etwas schwerer wog, der Kerl war ein Alien, ein haariger, muskelbepackter, großer Kater mit einem furchteinflößendem Grinsen, ebensolchem Lachen und einem schwer deutbaren Mienenspiel, von den zuckenden Ohren einmal abgesehen, das er immerhin deuten konnte.

Terry bemerkte es nicht bewusst, aber er hatte begonnen, sich am Armstumpf zu kratzen. Das machte er immer, wenn er Schmerzen hatte und sich davon ablenken wollte. Eine Ersatzhandlung, um nicht an diverse Analgetika zu denken oder aufgrund des Phantomschmerzes hysterisch zu schreien. Er schloss die Augen und versuchte, sich auf Sasir Kha zu konzentrieren.


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04 Dec, 2015 06:13 57 Terry Dourshe ist offline Beiträge von Terry Dourshe suchen Nehmen Sie Terry Dourshe in Ihre Freundesliste auf
Dekasha Sosha
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Royce Molnear De'Kasha So'Sha



Im Moment war das Essen vor ihr eigentlich nur eine unabdingbare Notwendigkeit und nichts, womit sie sich länger als notwendig aufhalten wollte. Erstens war das Essen, sofern man es als solches überhaupt bezeichnen konnte, nicht besonders appetitlich und als schmackhaft ließ es sich auch nicht bezeichnen. Sicherlich enthielt es alles notwendige und in ihrer Situation war dies mehr als förderlich, aber da lobte sie sich doch heimlich das Essen, welches man an anderen Stellen auf Coruscant serviert bekam. Stellen, an der man sie wohl eher weniger erwarten würde, aber an denen sie sich nicht minder wohl fühlte. Als sie seine Frage vernahm, hob sie ihren Kopf und sah ihn einen Moment lang mit doch sichtbar erstaunten Blick an. So wie er sich ihr am heutigen Tag gegenüber gezeigt hätte, hätte sie ehrlich gesagt von ihm nicht mit einer solchen Frage gerechnet. Natürlich hätte sie jetzt die Option gehabt, zu überprüfen aus welcher Intention heraus er diese Frage gestellt hatte, aber sie nutzte diese Option nicht. Manchmal war es gut, es auf sich zukommen zu lassen, anstatt sich im voraus darüber im Klaren zu sein. Außerdem ging es hier nur um eine einfache und simple Frage und nicht um etwas wichtiges. „Ich habe schon bessere Tage erlebt“, sprach De'Kasha mit ruhiger Stimme und schob den Teller von sich. „Aber auch schon wesentlich Schlechtere.“ Und das war nicht einmal gelogen. Sie war schon mit schlimmeren Folgen aus einem Kampf gegangen, da war das hier in der Sache harmlos. Schmerzhaft, aber nicht weiter von Belange.

Aber dann merkte sie, wie nichtssagend ihre Antwort auf seine Frage gewesen war und dass er eine solche Frage mit Sicherheit nicht gestellt hatte, um eine derartige Antwort zu erhalten. Und schon gar nicht, wenn er davor nicht gerade mit Redseligkeit geglänzt hatte. „Ich werde es wohl noch ein paar Tage merken“, meinte De'Kasha mit einem kleinen Lächeln und warf einen kurzen Blick auf ihren Arm, ehe sie wieder zu Royce sah. „Aber nichts worüber man sich Gedanken machen müsste.“ Sie hatte ja keinen Arm verloren oder sich so wie er einen Knochenbruch zugezogen. Da wäre sie mit ihren Selbstheilungskräfte nicht weit gekommen. Aber so konnte sie auf eine Behandlung durch einen Medidroiden verzichten. Etwas, das ihr ganz recht war, denn so konnte man ihr schon keine unnötigen oder unangenehme Fragen stellen. Es würden heute noch genügend Fragen auf sie zukommen, auf die sie sich eine Antwort überlegen musste und damit war nicht alleine nur das demnächst anstehende Debriefing gemeint. Die wirklich unangenehmen Fragen würden ihr später, an einem anderen Ort gestellt werden, immerhin war die Mission nicht ganz so verlaufen, wie es geplant gewesen war.



Royce Molnear De'Kasha So'Sha

Coruscant | Hauptquartier des Silent Intruder-Projekts | Messe

06 Dec, 2015 00:59 53 Dekasha Sosha ist offline Beiträge von Dekasha Sosha suchen Nehmen Sie Dekasha Sosha in Ihre Freundesliste auf
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