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Oberon Benoo
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Dabei seit: 11 Aug, 2012
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.:: Corusca-Sector | Coruscant | Coruscants Unterwelt nahe der “Works”| Lagerebene ::. Shaden Drakar


Coruscant, die Königin des Kerns, Imperial Center oder neuerdings Galactic City. Alles nur beschönigende Umschreibungen für den Moloch einer riesigen, den Kompletten Planeten umspannenden Stadt. Offiziell mit einer Billion Einwohner, doch jeder auf Tripple Zero weiß, dass die dreifache Menge wohl eher stimmt. Im Orbit über den Beiden sich überlappenden Schilden schwebte eine Gefechtsflotte der Rebellen die sich nun Neue Republik schimpften. Darunter hing eine schwere bleierne Wolkendecke, die einen beständigen Nieselregen auf die Hochhäuser der Stadt nieder gehen ließ. Beißender Ozongeruch hing in der von Verkehrs- und Industrie abgasen verunreinigten Luft. Da unablässig Blitze zwischen den Wolken, dem unteren der Beiden Schilde und den Höchsten Wolkenkratzern in der Nähe der „Works“ hin und her zuckten. Mehrere Dutzend Meter tiefer, in einem der hoch aufgeschossenen Lagerhäuser nahe der „Works“ hatte sich eine Gruppe Menschen versammelt. Die Tätigkeit dieser kleinen Gruppe konnte man nur als warten bezeichnen.

Außerhalb der Hörweite der leisen Gespräche der Gruppe befand sich ein weiterer Raum. Riesige, sich langsam drehende Ventilatoren warfen sich verändernde Schatten in den Raum und auf die auf den Boden hockende Person. Die Gestalt hatte sich auf ihren Unterschenkeln niedergelassen, die Hände ruhig auf die Oberschenkel gelegt und den Rücken durchgedrückt. Bis hierher machte sie einen friedlichen Eindruck. Doch ihr vor Schmerz verzerrtes Gesicht sprach dagegen, auch wie ihre Augen wild hinter den geschlossenen Liedern hin und her bewegten. Der Atem des Mannes ging stoßweise, so als ob er gehetzt würde. Dann mit einem Aufschrei fuhr Shaden in die Höhe, die Hände zur Abwehr erhoben mit angespannten Beinen, bereit zum Sprung einen unsichtbaren Feind fixierend. Doch mit ihm im Raum waren nur die sich drehenden Schatten der übermannshohen Ventilatoren. Schweiß rann ihm vom Gesicht und tränkte sein ärmelloses Oberteil, während seine Augen die den Raum absuchten. Langsam beruhigte sich die Atmung des Mannes von Byss wieder. Er konzentrierte sich auf den Schalter für die Leuchtpanelen, die in die Decke des Raumes eingelassen waren. Kurz darauf flackerten von einem elektrischen Summen begleitet die Lampen auf und tauchten den Raum in ein steriles, künstliches Licht.

Als Shaden den Raum mit seinen wartenden „Mitarbeitern“ betrat, zog er sich gerade eine Jacke aus schwarzem Synthleder an. „Na Männer wie lief die Operation?“ Fragte er mit rauer, kehliger Stimme. „Gab es Probleme? Oder arbeiten die „Hounds“ nun für uns?“ Shaden nahm den ihm angebotenen Kaf entgegen und wartete darauf, das Cain Tallon der Befehlshaber des Aurek-Teams Bericht erstatte. Der Hüne, dem man die Militärische Ausbildung geradezu ansah, räusperte sich, richtete seine Fliegerjacke und setzte dann zu einer Antwort an: „Nun Probleme nicht direkt… Sie haben Zwei Bedingungen gestellt, die wir besprechen müssen. Erstens wollen sie mit dir reden und zum anderen wollen sie Unterstützung gegen ihre Konkurrenten haben.“ Shaden musterte den Hünen mit dem Stiernacken, während er seinen Becher Kaf leerte. „Den ersten Wunsch können wir ihnen sofort erfüllen, was den Zweiten betrifft… Wie sieht diese Konkurrenz aus?“ „Eine rivalisierenden Swoop-Gang, sie besteht Hauptsächlich aus Aliens. Früher haben sie sich mit den „Hounds“ den Distrikt geteilt aber anscheinend breiten sie ihr Revier den letzen Tagen aggressiv aus.“ Klärte Cryus Ortis die Versammelten über die Fakten auf. „Was wollen die „Hounds“? Waffen? Geld? Sprengstoff?“ „Das wollten sie nicht sagen, bevor sich nicht mit dir gesprochen haben. Und da wir uns ja wie einfache Laufburschen eines Syndikats verhalten sollten, haben wir auch keine weiteren Informationen aus ihnen herausgeholt.“ „Gut. Wie viele Teams haben wir hier und wie viele sind noch draußen?“ „Die Teams Esk und Dorn sind noch draußen und in Position. Hier im Gebäude befinden sich Aurek, Besh und Isk, jeweils fertig zum Aufbruch.“ „Gut wir treffen uns in 5 Minuten bei den Gleitern.“ Nach diesen Worten, zuckte den Hand des Hünen reflexartig zum Salut in die Höhe, bevor er sich erinnerte wo er sich befand und Nickte stattdessen einfach.

Während die Teams Aurek und Besh den Raum verließen, legte Shaden einen Teil seiner persönlichen Ausrüstung an, um dann seinen Kameraden zu den Gleitern zu folgen. Die Drei Teams teilten sich auf Zwei Luftgleiter und ein paar Speederbikes auf. Die Männer die zu der kleinen Terrorzelle des Imperiums gehörten, trugen leicht zu verbergende Blasterpistolen und Elektroschlagstöcke. Schnell tauchte man in den auf der hiesigen Ebene recht dünnen Gleiter Verkehr ein und machte sich auf den Weg zum Hauptquartier der „Hounds“.

Man musste nicht weit fliegen, um in das heruntergekommen wirkende Revier der Swoop-Gang zu gelangen. Kaum das die Imperialen Teams die Grenze überflogen hatten, war das Dröhnen von hochgezüchteten und schwer Modifizierten Swoops zu vernehmen. Kurz darauf war auch schon die „Eskorte“ der „Hounds“ zu sehen. Sie hielten respektvollen abstand und geleiteten die Teams tief in das Territorium der Gang hinein. Vor einer hell erleuchteten Bar drehte die "Eskorte" ab, alleine schon das gute Dutzend vor der Cantina parkender Swoops ließ vermuten was dieses Etablissement war. Während die beiden Luftgleiter vor der Bar hielten und Shaden zusammen mit Cain und Cryus ausstiegen, drehte die Speederbikes der Imperialen ab, um sich auf höheres Gebiet zu begeben.


.:: Corusca-Sector | Coruscant | Coruscants Unterwelt | Revier “Hounds”| Gasse ::. Shaden Drakar, Cain Tallon, Cryus Ortis

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"I have not yet begun to fight!"

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09 Sep, 2012 21:42 33 Oberon Benoo ist offline Beiträge von Oberon Benoo suchen Nehmen Sie Oberon Benoo in Ihre Freundesliste auf
Die Entourage
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[OP: Sorry, dass es so lange gedauert hat]


|Opeeku, Inspector Lt. Kalyn Sulor und Inspector Lt.Khaaja Nemm, Beamte des Coruscant Customs Bureau und der CSF, Raumhafen Security, Quel-Tuus Arsev, Terry Dourshe|

|Coruscant | südliche Hemisphäre | Untere Ebenen | Raumhafen | Büro|


In einer weniger offiziellen Situation hätte Kalyn Sulor, Inspector Lieutenant des Coruscant Customs Bureau und Nullianerin mit einer Größe von 1,99 m ein wenig amüsiert über den forschen Auftritt des kleinen Bürschleins [Terry] vor ihr geschmunzelt. Er war ein Mensch von durchschnittlicher Größe und Statur, dazu männlich, weshalb er mit einer wesentlich größeren und kräftigeren Frau schon beinahe automatisch Ego-Probleme bekommen musste, die er mit entsprechender Lautstärke kompensierte. Ungerührt sah Kalyn auf ihn herab – dieser Captain Purkis machte einen ziemlich herunter gekommenen Eindruck, selbst für jemanden, der in einem Undercover-Einsatz steckte und sein Verhalten schien jedes Klischee aus einem Polizei-Holofilm zu erfüllen, was gelinde gesagt, mehr als verdächtig war. Zudem stieg ihr eine unangenehme Geruchssinfonie in die Nase, die sie an faulige Früchte denken ließ. Sie wechselte einen kurzen Blick mit Nemm, dessen Finger schon zu Beginn der Tirade über das Datapad gehuscht waren.

Nachdem die Neue Republik Coruscant zurück gewonnen hatte, lief die Neu-Organisation sämtlicher Behörden auf Hochtouren, so dass es nicht einfach war, den Überblick über die zahlreichen Verwaltungs- und Ordnungsorgane der Coruscant Security Force zu behalten, die den neuen Gegebenheiten wieder angepasst werden mussten, auch wenn ein großer Teil der Imperialen Infrastruktur beibehalten worden war. Oftmals prallten die Kompetenzen verschiedener Ermittlungsinstanzen innerhalb der CSF aufeinander, weil die Einsatzkoordination nicht funktionierte, wie es auch hier der Fall zu sein schien. Dennoch, von einem „Civil and Inner Bureau of Investigation“ hatte die nullianische Inspektorin noch nie gehört. Sie hatte vor dem Fall der Imperialen Besatzung trotz ihrer qualifizierten Ermittler-Ausbildung als Assistentin eines Abteilungsleiters im Customs Bureau arbeiten müssen, weil sie sich als weibliche Nah-Humanoide im Zuge der Neuen Ordnung aufgrund ihrer Herkunft für eine Karriere in ihrem eigentlichen Beruf quasi selbst disqualifiziert hatte. Die Langeweile im Vorzimmer hatte sie mit ausgiebigen Touren durch das interne HoloNet der Security Force bekämpft. Zwar kannte sie nicht jede einzelne Abteilung auswendig, doch ein solches Bureau wäre ihr bestimmt aufgefallen. Außerdem fiel ihr auf, dass etwas nicht mit dem linken Arm dieses Captain stimmte.

Der Bärtige machte im Gegensatz zu seinem Begleiter einen eher passiven und gelassenen Eindruck, als ihre Kollegen seine ID überprüften. Dennoch mussten sie vorsichtig sein, gerade solche Typen konnten noch irgendeine böse Überraschung in der Hinterhand haben.

„Bitte warten Sie, bis wir die Überprüfung abgeschlossen haben, Mister Arsev ”, wandte sie sich höflich, aber bestimmt an den Schiffseigner der ‚Haaranovor’, als der kleine Mensch vor ihr ihm Anweisungen gab, das Schiff startklar zu machen. „Laut der Zollinspektionsprozedur CCB/CIP 453-17 K 2b, Captain Purkis, ist die Inspektion dieses Raumhafens angemeldet worden und das Customs Bureau behält sich vor, bei Verdachtsvermutungen und unsachgemäßen Kontrollen durch das Raumhafenpersonal, eigenhändige Untersuchungen an Schiffen und Besatzung anzustellen”, erklärte sie in demselben Ton, im wahrsten Sinne des Wortes von oben herab und wechselte einen erneuten Blick mit dem Nimbanel.

Im Hintergrund war das Gezeter des Raumhafenbesitzers zu hören, der sich hysterisch die gegen sicherlich nicht haltlosen Vorwürfe wehrte, dass er seine Unterlagen frisiert habe, doch das war in diesem Augenblick unerheblich. Kalyn warf einen schnellen Blick auf ihr Datapad und nahm Haltung in ihrer dunkelblauen Uniform an. „Mister Purkis, in meiner Funktion als Lieutenant des Coruscant Customs Bureau und der mir übertragenen polizeilichen Ordnungsgewalt der Coruscant Security Force, nehme ich Sie wegen Amtsanmaßung, dem Versuch der Täuschung und der Behinderung von Ermittlungen des Coruscant Customs Bureaus fest.“ Die blauen Augen der Nullianerin blitzten auf, als die Beamten ihre Blaster auf den Betrüger richteten. Das war ein Einsatz nach ihrem Geschmack – diesmal ging es nicht um einen gewöhnlichen Verstoß gegen die Ein- und Ausfuhrbestimmungen, den sie aufgedeckt hatte, sondern sie hatte einen richtigen Kriminellen dingfest gemacht, eventuell mit seinem Komplizen. Es stellte sich heraus, dass diesem Mann eine ID wie auch ein Unterarm fehlte, als ihm Handschellen angelegt wurden und er im Besitz eines E-11-Blasters war, was gewiss weitere interessante Details über ihn hervorbringen würde.

„ Mister Arsev, ich muss Sie leider bitten, als Zeuge mit uns zu kommen, solange die Überprüfung Ihres Schiffs und die Ermittlungen über Ihren Begleiter laufen.“, klärte Inspektor Nemm den bärtigen Schiffseigner auf. Sowohl er als auch Kalyn gestanden ihm die Annahme zu, dass er von dem Festgenommenen ebenfalls getäuscht worden war, wenn jedoch auch ein noch nicht bestätigter Verdacht bestand, dass er ein Komplize sein könnte. Der Hangar, in dem die ‚Haarannovor’ stand, wurde für die Ermittlungen gesperrt und in der Zwischenzeit waren weitere CSF-Beamte eingetroffen, die sich um die Befragung des Raumhafenpersonals und weitere Spurensicherung kümmerten.

Vor dem Eingang des kleinen schäbigen Raumhafens wartete bereits ein Polizeispeeder darauf, die Inspektoren und den Delinquenten mitsamt der Zeugen, zu denen auch der Raumhafenbesitzer gehörte, zu einem Hauptquartiere der Coruscant Security zu bringen, das sich um den Fall kümmern sollte. Stolz ließ Kalyn den Blick über ihre Beute schweifen. „Rein aus Interesse, Mister Purkis, wo haben Sie denn Ihren linken Unterarm gelassen?” Auch wenn er für ihren Geschmack viel zu schmächtig war, fand ihn die Nullianerin dennoch sehr interessant und nicht ganz unattraktiv – er war trotz der Gefahr aufgetreten, als ob er nichts zu verlieren hätte. Sie bedauerte ihn deshalb ein wenig, da er ihr diese Jagd doch sehr abwechslungsreich gestaltet hatte und es war schade, dass sie leider keine Trophäe als Erinnerung daran behalten durfte.


|Opeeku, Inspector Lt. Kalyn Sulor und Inspector Lt.Khaaja Nemm, Beamte des Coruscant Customs Bureau und der CSF, Raumhafen Security, Quel-Tuus Arsev, Terry Dourshe|

|Coruscant | südliche Hemisphäre | Untere Ebenen | vor dem Raumhafen| Polizeispeeder|

11 Sep, 2012 15:00 32 Die Entourage ist offline Email an Die Entourage senden Beiträge von Die Entourage suchen Nehmen Sie Die Entourage in Ihre Freundesliste auf
Die Entourage
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|Coruscant| Untere Ebenen | Schattenklinik in der Nähe von Loddos Cantina|

| Der Doc, Shalin’lao |


Das hellblaue Twi’lek-Mädchen, noch ein halbes Kind, begann ungeniert sein Oberteil auszuziehen und plapperte beinahe sorglos über die Verbrennungen, die es sich zugezogen und notdürftig selbst versorgt hatte. Das war die Unbekümmertheit der Jugend, gepaart mit der Abgebrühtheit eines typischen Straßenkindes der Unteren Ebenen, die dem Sluissi schon so oft begegnet war.
„Du bissst gerade noch rechtzzeitig hierher gekommen“ , kommentierte er bedächtig ihre Erwähnung des Wundbrands und bedeutete ihr, sich auf die mit einer Folie bezogene Liege an der hinteren Wand des ‚Behandlungszimmers’ zu setzen. Da der vorherige Patient keinerlei Körperflüssigkeiten verloren hatte, war es nicht nötig gewesen, den Bezug zu wechseln und der Doc musste sparsam sein. Es war nicht leicht, günstig an medizinische Ausstattung zu kommen, besonders nicht nach dem Wechsel der Machthaber und der gute Ruf des selbsternannten Doc bestand darin, dass seine Patienten die Praxis verließen, ohne sich zusätzliche Krankheiten eingefangen zu haben.

Er wies den Droiden an, der jungen Twi’lek die Verbände um die Hände und um die Taille abzunehmen und scannte derweil ihre Körperfunktionen. Sie hatte leicht erhöhte Temperatur, kaum einen halben Grad über dem, was für ihre Spezies als gesund galt, wohlmöglich merkte sie es nicht einmal.
„Wie hassst du dassss blossss gesschaft?“ , murmelte er vor sich hin, als er mit bloßem Auge die üblen Verbrennungen begutachtete, die sich an ihrer linken Seite entzündet hatten und eiterten. Der Geruch, der ihm in die gespaltene Zunge stieg, verriet ihm, dass diese Verletzungen so schnell wie möglich behandelt werden mussten. Er erwartete keine Antwort, denn die meisten seiner Patienten gingen nicht sehr gerne in Details, was die Herkunft ihrer Leiden anging, obwohl es oft hilfreich für die Therapie wäre.
„Ich musss dasss sspülen, Mädchen, und das entzzündete Gewebe sofort entfernen, ssonssst kriegsst du eine Ssepssis, die ssich gewasschen hat. Hasst du Kopfschmerzzen oder issst dir schwindlig?“ Während er sprach, zog er die Schublade eines verbeulten Stahlschranks auf und holte einen Injektor mit einem Anästhetikum heraus. Der Droide hatte unterdessen einen Ständer mit einem Infusionsbeutel herbeigeschafft. „Willssst du eine Vollnarkossse oder nur eine örtliche Betäubung? Aussserdem musss ich wisssen, ob du gegen irgendwasss allergisch bissst. Wie alt bisst du überhaupt?“ Seiner Schätzung nach rangierte das Alter seiner Patientin um die vierzehn Standardjahre, aufgrund der mageren Statur war das allerdings schlecht festzulegen und ob sie es selbst wusste, war auch nicht sicher.

Während der Doc und sein Droide die Vorbereitung für die Behandlung trafen, rumpelte es heftig an der Eingangstür, als ob jemand mit einer Metallstange dagegen schlagen würde. Der Slussi zuckte alarmiert zusammen – die ständige Bedrohung durch die imperialen Razzien steckte ihm noch in den in den blassgrünen Schuppen und es hieß, dass die republikanischen Gesundheitsämter ihr Augenmerk selbst in den Unteren Ebenen besonders auf die illegalen Praxen gerichtet hatten. Er wusste nicht was schlimmer war, von den Imperialen aufgegriffen und hingerichtet zu werden, oder von der Republik seiner Existenzgrundlage beraubt und damit wirklich als Bodensatz der Unteren Ebenen zu enden.
„Ssieh nach, wer dasss issst…“, wies er den Medidroiden an und bedeutete seiner Patientin still zu halten. Das FX-7-Modell schwebte zum Eingang, wo es über einen simplen Türspion nachsah, wer draußen solche Unruhe stiftete. Nach einem kurzen Augenblick betätigte der Droide den Öffner und eine dürre, weibliche Humanoide [Myrah Velase]mit zwei Kisten unter den Armen polterte hinein. Das Auffälligste an dieser Frau waren die kantige Armprothese und ein rotleuchtendes Augenimplantat auf der rechten Seite, wie auch eine rote Gesichtstätowierung, die sich quer über Nase und Wangen zog. In ihrem Mundwinkel hing ein qualmendes Cigarillo, das einen würzig-beißenden Geruch in der ‚Praxis’ verbreitete. Angewidert kräuselte sich die Zunge des Docs. Die Kiffar war eine Art Stammpatientin bzw. –kundin, die sich von ihm bei Problemen mit ihren Prothesen behandeln ließ, sowohl medizinischer als auch mechanischer Art. Als Gegenleistung versorgte sie ihn mit allerlei medizinischen Utensilien und Medikamenten, die ihrer Aussage nach von irgendwelchen Lastenspeedern gefallen waren. Der Aufdruck auf den beiden Kisten verriet, dass sie eigentlich zur Ausstattung einer großen Unfallklinik in den Mittleren Ebenen gehörten.

„Sprüh-Bandagen, Doc, und Kolto-Ampullen…“, grinste sie verschlagen mit einer rauen Stimme, die verriet, dass sie einem nicht unerheblichen Cigarillo-Konsum frönte. „Da klemmt irgendwas in der Hydraulik von meinem Schnappmesser und die Aufhängung scheuert am Schulterbein. Bin seit vier Tagen auf Comaren, aber das hilft jetzt auch nicht mehr…“
Der Angesprochene verschränkte seine Arme und bedachte den Neuankömmling mit einem missbilligendem Blick. „Mach den Cigarillo aussss und sssetzz dich hin. Ich habe gerade eine Patssientin, die dringend behandelt werden mussss…“, forderte er sie mit ruhigerer Stimme auf, als ihm zumute war. Die Kiffar drückte mit ihrer Prothesenhand den Glimmstängel aus und schnippte ihn auf den Boden. Sie setzte sich rittlings auf einen Stuhl, von wo aus sie das weitere Geschehen betrachtete und trommelte nervös mit den stählernen Krallen auf die Lehne. „Na, kleine Twi’lek, kannst froh sein, dass es nicht dein hübsches Gesicht erwischt hat, was? Schönheitschirurgie macht der Doc leider nicht, aber sonst ist er echt gut. Musst nur aufpassen, dass er dich nicht anfummelt mit seinen schuppigen Griffeln. Macht er gerne bei solchen wie dir…“

Ungehalten zischte der Slussi die Kiffar an – für einen Reptiloiden wie ihn übten Frauen humanoider Spezies keinen sexuellen Reiz auf ihn aus, auch wenn sie das wohl oft gerne hätten. „Du kannsst zu Mataattos Werkstatt gehen, wenn du nicht gleich deinen dreckigen Mund hältssst – vielleicht repariert er dir den Arm und dein Auge gleich mit.“ Die dürre Frau riss ihr intaktes Auge auf, während das rotglühende Implantat gleichgültig weiter geradeaus starrte. „Schon okay….weißt ja, ich übertreibe ja gern wie so ein alter Sullustaner. Also Kleine, der Doc ist in Ordnung, war nur Spaß…!“, wiegelte sie ab und versuchte ein schiefes Lächeln, wonach der Slussi die Behandlung der jungen Twi’lek fortsetzte.


| Der Doc, Shalin’lao , Myrah Velase|

|Coruscant| Untere Ebenen | Schattenklinik in der Nähe von Loddos Cantina|

19 Sep, 2012 13:11 25 Die Entourage ist offline Email an Die Entourage senden Beiträge von Die Entourage suchen Nehmen Sie Die Entourage in Ihre Freundesliste auf
Terry Dourshe
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[Courscant – südliche Hemisphäre – untere Ebenen – Raumhafen – vor der Haaranovor] Terry Dourshe, Quel-Tuus Arsev, Opekuu, Inspector Lt. Kalyn Sulor und Inspector Lt.Khaaja Nemm, Beamte des Coruscant Customs Bureau und der CSF, Raumhafen Security


Behinderung, nun ja, das stimmte, zum Teil wenigstens. Schließlich war er behindert, dem Wort nach. Terry drehte sich herum. Er wusste, wann er verloren hatte, wobei die Aussicht hier ohnehin nie auf Erfolg gestanden hatte. Einzig seine Unfähigkeit, selbst am Boden liegend, nachzugeben, brachte ihn immer wieder Probleme ein. Fast könnte man sagen, er wäre destruktiv in seinen Handlungen, was er allerdings ganz anders sah. Er hatte vor, noch ein wenig mehr zu behindern, zumindest wenn ihm eine Idee dazu gekommen war. Momentan herrschte so etwas wie gähnende Leere in seinem Hirn und er fühlte den linken Arm. Wenn er nicht hinsah, dachte er, dass er die Finger bewegen konnte, dabei wusste er genau, wenn er die Hand hob, war da nichts als Luft.

Wenigstens hatten sie Probleme dabei, ihn zu fesseln, zu irgendetwas musste es ja nutze sein, wenn man einarmig war. Obwohl das diese Kerle nicht davon abhielt, ihn ziemlich unsanft von seinem Mantel und den Waffen zu befreien. Er fühlte sich nackt ohne sein E-11-Blastergewehr und das Fehlen der Blasterpistole, der angenehme Druck an der Seite fehlte ihm ebenfalls. Es gehörte schon zu lange zu ihm, dass es sich fast als Amputation anfühlte, als man es ihm abnahm. Doch das Vibromesser im rechten Stiefelschaft hatten sie noch nicht gefunden, lange dürfte das allerdings nicht mehr dauern. Dann war es auch so. Kommentarlos ließ er sich abtasten und alles entfernen, was auch nur annähernd als Waffe nutzbar war. So kam auch das Vibromesser zu den bei ihm gefundenen Waffen, wurde registriert und weggebracht.

Ohne weiteren Widerstand zu leisten, ließ er sich anschließend abführen. Er sagte nur, als sie ihn in den Speeder verluden: „Der Bartträger ist sauber. Den hab ich reingeritten.“ Er hoffte, dass ihm geglaubt wurde. Dann ging es auch schon los. Der Fahrer fädelte in eine der Luftstraßen ein und sie düsten Richtung mittlere Ebene. Terry schätzte, dass sie mindestens eine halbe Stunde unterwegs waren, die Türme wurden etwas heller, waren bereits renoviert und von den Bombenschäden war nichts mehr zu merken. In den unteren Ebenen sah es noch ein wenig anders aus. Da gab es Gegenden wo man meinte, es herrschte noch Krieg. Nun ja, wenn man es genau nahm, herrschte dort unten immer Krieg, zumindest in so manchem Viertel.

„Rein aus Interesse, Mister Purkis, wo haben Sie denn Ihren linken Unterarm gelassen?”
Er schaute hoch ins Gesicht der Nullanerin, das wohl für einen anderen durchaus seinen Reiz haben könnte, doch Terry zu nichts anderem als folgendem inspirierte: „Um Ihnen darauf eine spontan witzige Antwort geben zu können, Lieutenant, muss ich erst eine Weile nachdenken.“ Seine Stimme war sanft und er zwinkerte ihr kurz zu, ein leichtes Lächeln auf den Lippen. „Tut mir echt leid, Miss, aber momentan fällt mir nichts ein, was nur annähernd lustig wäre. Sie dürfen raten“, stellte er nach einer Weile mit überaus ruhiger und ernster Stimme fest. Er ließ sich nicht anmerken, dass ihm die Angst im Nacken saß und er nichts mehr fürchtete als eingesperrt zu werden, was ihm wohl blühte, wenn er die Wahrheit sagte. Eine Weile schwieg er, folgte den Beamten ohne weitere Verzögerung in den Speeder, wo er auch sogleich Platz nahm. Nur keine unnötigen Bewegungen, erinnerte er sich selbst, denn einer dieser Paragraphenritter könnte sich davon provoziert fühlen, was nicht ganz dem Plan entsprach, den er sich eben ausdachte.

„Im Übrigen bin ich Lieutenant Terry Dourshe, Ex-Lieutenant um genau zu sein. Mein Interesse am Krieg geriet irgendwann einmal an seine Grenzen. Sie können das sicher irgendwie überprüfen. Leider habe ich alle Identitätsmerkmale beseitigt, um es beweisen zu können. Viel Spaß beim Suchen in irgendwelchen Archiven, das ist sicher spannend.“

Seine Stimme klang freundlich, jovial, doch verbarg er auch nichts von dem Spott seiner letzten Aussage. Er sagte nicht, welcher Armee er angehört hatte, doch war das wohl auch offensichtlich. Zumindest sollte sich dieses Miststück etwas anstrengen, wenn sie Informationen wollte, falls sie es wollte. Sie machte auf ihn nicht den Eindruck, als würde sie sich gern mit Nebenschauplätzen beschäftigen. Vielleicht war er aber auch eine nette Abwechslung für sie, wer konnte das schon sagen? Die anderen beachtete er weniger, nicht einmal Quel-Tuus Arsev, der ihn mitnehmen wollte, was er sich wohl nun in die Haare schmieren konnte, nachdem er ihm in die sprichwörtliche Scheiße geritten hatte. Die Nullanerin schien hier das Wort zu führen, also hielt er sich weiter an sie, außerdem war sie noch am meisten menschlich, was man vom restlichen Geschmeiß, wieder abgesehen von Arsev, nicht sagen konnte. So ein bunt zusammen gewürfelter Haufen Spezies.

Es war ganz gleich in welches Gefängnis man ihn verfrachtete, mit seiner Vergangenheit hätte er es in keinem leicht. Deswegen machte er sich keine Illusionen. Wenn man ihn schon gefangen hatte, dann wollte er wenigstens noch ein wenig Spaß an der Sache rausholen, der wohl ohnedies bald zu Ende war. Dazu bot sich nun Kalyn an. Falls er sie richtig einschätzte, war sie einem kleinen Spiel vielleicht nicht abgeneigt.

Endlich waren sie an ihrem Ziel, einem vorläufigen, wie Terry annahm, angekommen. Ohne weitere Probleme zu machen, entstieg er dem Speeder und schaute abermals zu der Nullanerin hoch. Es war ein erneutes Wagnis, das ihn Kopf und Kragen kosten konnte.

„Sagen Sie Lieutenant, was halten Sie von einem kleinen Spiel? Sie lassen mich laufen, geben mir einen gewissen Vorsprung und wenn ich es innerhalb eines von Ihnen festgelegten Zeitrahmens schaffe, zum Raumhaufen zurückzukommen, dann lassen Sie mich ziehen. Schließlich will ich nur weg von diesem Planeten. Natürlich muss ich auch wissen, wie lange ich Zeit habe, nicht dass ich mich noch beim Bäcker ums Eck verlustiere. Wenn Sie mich erwischen, naja, dann haben Sie mich eben, wie jetzt auch schon, nur mit dem Unterschied, dass ich dann womöglich nicht mehr aufrecht stehen kann und der Spaß für Sie richtig groß wird, allerdings nicht für mich.“

Er hob den Blick und lächelte die Beamtin charmant an, bot alles, was er hatte und versuchte für sich und diesen sonderbaren, schwer einzuschätzenden und überaus mürrisch wirkenden Kopfgeldjäger herauszuholen was nur ging. Schließlich fühlte er sich ein klein wenig schuldig an der ganzen Situation, wobei das Auftauchen der CCB-Leute nicht sein Fehler gewesen war. Es war ein Jammer, dass er immer wieder auf seine eigene große Klappe hereinfiel. Lieber wäre es ihm, jetzt irgendwo an einem von einer warmen Sonne beschienenen Strand zu liegen, ein Glas Whisky zur Gesellschaft zu haben und dazu noch … Er verdrängte den Gedanken an seinen Freund, denn es war sinnlos, entweder er war tot oder schon vom Planeten runter. Letzteres wünschte er ihm, das erste fürchtete er, war aber unabänderlich, sollte es so sein. Einen Moment dachte er, ihn würde die Erinnerung an Dash die Kehle zuschnüren und er Schluckte heftig, sodass sich sein Adamsapfel gut sichtbar auf und ab bewegte. Kurz nur verdunkelte sich sein Gesichtsausdruck bevor er die Dame vor sich wieder anlächelte, als wäre er nie mit den Gedanken woanders gewesen.

Die Betriebsamkeit rings herum beachtete er kaum. Zahlreiche Speeder standen auf der Landeplattform des Hauptquartiers der zuständigen Zollbehörde. Beamte stiegen aus oder ein, brachten Verdächtige ins Haus oder was immer sie auch machten, sie wirkten dabei sehr emsig, andere wieder etwas gelangweilt. Terry konnte förmlich die Bürokratie des Gebäudes riechen, in das er gebracht und verhört werden sollte. Innerlich sträubte sich alles dagegen, mit diesen Leuten mitzugehen, doch noch hatte er Hoffnung auf ein letztes Spiel, eine letzte Möglichkeit, seinen Hals zu retten.

[Courscant – südliche Hemisphäre – mittlere Ebenen – Landeplattform vor einem Hauptquartier der CCB ] Terry Dourshe, Quel-Tuus Arsev, Opekuu, Inspector Lt. Kalyn Sulor und Inspector Lt.Khaaja Nemm, Beamte des Coruscant Customs Bureau und der CSF

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19 Sep, 2012 16:41 27 Terry Dourshe ist offline Beiträge von Terry Dourshe suchen Nehmen Sie Terry Dourshe in Ihre Freundesliste auf
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|Coruscant | südliche Hemisphäre | Mittlere Ebenen | Landeplattform vor einem Hauptquartier der CCB |

|Opeeku, Inspector Lt. Kalyn Sulor und Inspector Lt. Khaaja Nemm, Beamte des Coruscant Customs Bureau und der CSF, Quel-Tuus Arsev, Terry Dourshe|


Das Bürschlein war also ein Deserteur, aller Wahrscheinlichkeit von der Imperialen Armee geflohen. Kalyn beschloss ihm vorläufig zu glauben, dass er Lieutenant Terry Dourshe war, allerdings bildete sie nicht ein, dass er nun ein überzeugter Republikaner wäre. Die Coruscant Security Force hatte vor wenigen Monaten noch aus Stormtroopern bestanden, und die hatten nach Isards Niederlage nicht freiwillig ihre Posten aufgegeben. Viele von ihnen machten immer noch die Unteren Ebenen unsicher und versuchten die Republik durch Guerillakämpfe und Terroranschläge zu schwächen, aber Coruscant war zu groß und es gab keine Koordinierung mehr. Ihr Gefangener hatte durchaus eine charmante Ader und eine gewitzte Art zu reden, die sie ein Stück weit genoss, aber sich bestimmt nicht davon einwickeln ließ. Als sie vor dem CCB-Hauptquartier dieses Quadranten ausstiegen und auf der windigen Landeplattform in Richtung Eingang liefen, machte er ihr ein Angebot – und man konnte durchaus sagen, dass es ein wenig unanständig und daher ziemlich verlockend war.

„Sagen Sie Lieutenant, was halten Sie von einem kleinen Spiel? Sie lassen mich laufen, geben mir einen gewissen Vorsprung und wenn ich es innerhalb eines von Ihnen festgelegten Zeitrahmens schaffe, zum Raumhaufen zurückzukommen, dann lassen Sie mich ziehen. Schließlich will ich nur weg von diesem Planeten. Natürlich muss ich auch wissen, wie lange ich Zeit habe, nicht dass ich mich noch beim Bäcker ums Eck verlustiere. Wenn Sie mich erwischen, naja, dann haben Sie mich eben, wie jetzt auch schon, nur mit dem Unterschied, dass ich dann womöglich nicht mehr aufrecht stehen kann und der Spaß für Sie richtig groß wird, allerdings nicht für mich.“ Nach diesen Worten, die ebenfalls sehr ansprechend vorgetragen waren, musste die Nullianerin schmunzeln und warf einen amüsierten Seitenblick auf ihren zu kurz geratenen Gefangenen, bevor sie ihm antwortete. Sein Vorschlag verfehlte nicht seine Wirkung auf sie und sie dachte an all die spannenden Hetzjagden auf ihrer Heimatwelt, bei denen sie schon als Kind teilgenommen hatte. „Das ist ein sehr reizvolles Angebot, Mister Dourshe, besonders auf Coruscant wäre eine solche Jagd sehr aufregend. Aber da wir, wie gesagt auf Coruscant sind, und nicht irgendwo im Outer Rim, halte ich mich lieber an die Gesetze und ich könnte Ihnen noch eine Anzeige wegen Bestechung oder eines sonstigen unlauteren Angebots anhängen, wenn mein Herr Kollege in Hörweite wäre“, erwiderte sie mit einem unverbindlichen Lächeln. „Es klingt zwar langweilig, aber ich werde Ihre Daten aufnehmen lassen, Sie dann mit dem zuständigen Kollegen von der CSF ausführlich verhören, wonach Sie in Untersuchungshaft kommen. Ob Mister Arsev eine reine Weste hat, wird natürlich auch noch eruiert.“

Die Inspektorin betrat zusammen mit dem Gefangenen, drei Wachbeamten, ihrem Nimbanel-Kollegen und den Zeugen einen belebten Korridor, der sie zu den Aufzügen in die oberen Etagen führte. Die Beamten, unter denen nun auch einige Nichtmenschen in den Uniformen der CCB und der CSF zu sehen waren, warfen der kleinen Gruppe nur oberflächliche Blicke zu. Unter diese mischten sich einige Personen, die wahrscheinlich unangenehme Termine mit Sachbearbeitern wahrnehmen musste, sowie solche, die das Pech gehabt hatten, bei Verstößen gegen die Zollbestimmungen erwischt worden zu sein. Kalyn fiel eine Gruppe von zwei Twi’leks, einem Quarren und eine Rodianerin sowie einem Trandoshaner auf, die irgendwie nicht in das Gesamtbild passen wollten. Der Reptiloide war größer als sie selbst und sprang urplötzlich auf eine Sitzgruppe.
„NIEDER MIT DER HUMANOIDEN VORHERRSSSCHAFT AUF CORUSSSCANT!“, brüllte er mit einem harten Akzent und riss etwas aus seiner Jackentasche. Etwas explodierte ohrenbetäubend und dann stieg beißender Rauch auf, der für einige Sekunden die Sicht völlig vernebelte. Für einen Augenblick herrschte völlige Stille – einige Leute, die meisten vermutlich Zivilisten, begannen schließlich zu rennen und schreien, während die CSF-Beamten Deckung suchten und ihre Blaster zogen.

Kalyns Augen tränten immer noch, als sich der Rauch verzog. Sie hatte versucht, ihre Gruppe hinter einem Service-Terminal in Deckung zu bringen und fand sich schließlich vor gezogenen Blasterläufen der Twi’leks und der Rodianerin wieder.
„Die drei nehmen wir mit“, fauchte die Rodianerin und deutete auf Kalyn, Arsev und Dourshe, die einzigen Menschen der Gruppe. „Her mit dem Blaster!“
Die Nullianerin löste ihre Finger um den Griff ihrer Dienstwaffe, und senkte vorsichtig den erhobenen Arm. Sie waren in die Hände von Anti-Human-Terroristen geraten, deren aufgestauter Zorn auf die jahrelange Benachteiligung und Diskriminierung sich in solchen Überfällen Luft machte. Dass sie aufgrund ihrer Herkunft selbst diskriminiert worden war, konnte sie vielleicht diesen Leuten später noch klarmachen, aber für Arsev und Dourshe sah es schlecht aus. Der Korridor füllte sich mit Aliens verschiedenster Spezies, die die menschlichen Angehörigen gefangen nahmen und einen Warteraum sperrten. „Na, da wäre die Aussicht auf ein nettes republikanisches Gefängnis doch schöner, oder was meinen Sie?“, raunte Kalyn ihrem nunmehr Mitgefangenen zu. Ihre Wächter, die sich aus Bothanern, Rodianern und Saurins rekrutierten, gingen mit ihren Gefangenen nicht gerade zimperlich um, wenn sie aufbegehrten oder zu laut sprachen und einige hatten bereits Platz- und Schürfwunden.


|Inspector Lt. Kalyn Sulor, Quel-Tuus Arsev, Terry Dourshe, weitere menschliche Geiseln|


|Coruscant | südliche Hemisphäre | Mittlere Ebenen | Hauptquartier der CCB| Wartezimmer |

01 Oct, 2012 14:27 14 Die Entourage ist offline Email an Die Entourage senden Beiträge von Die Entourage suchen Nehmen Sie Die Entourage in Ihre Freundesliste auf
Moss Borokt
Gast


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> Coruscant : Oberfläche : Mittlere Ebenen : Vor einem Lokal : Parkplatz : Moss Borokt, Zeugen, Sanitäter, CSF-Beamte und Schaulustige <

„Dem hat er sauber den Eierkopf weggeblasen...“, kommentierte ein menschlicher Officer in Uniform den Tatort, während er interessiert in den Gleiter starrte.

Moss saß am Rand eines Krankengleiters und ließ sich seine Wunde am Arm versorgen. Das Messer war nicht allzu tief eingedrungen und hatte den Knochen nicht beschädigt. Es war also einfach nur eine Fleischwunde, die mit einem leichten Bacta-Verband vollends versorgt wäre. Zwei Wägen waren kurz nach dem Ende dieser Verfolgungsjagd zum Tatort gekommen und hatten rasch das Areal abgesperrt und die Restaurant-Gäste befragt und versorgt. Fotos wurden vom Wagen und den Leichen gemacht, während einer der Gleiter wieder startete, um den festgenommenen ins Krankenhaus zu bringen und den Patrouillen-Dienst wieder aufzunehmen. Es gab viel zu tun, denn dieser Planet schlief tatsächlich nie und die Kriminalität war größer denn je.

„Detective Borokt, ich habe hier Captain Ovilis auf einer privaten Com-Leitung.“, meldete ein Duro in Uniform mit dem Rang eines Sergeant.

Überrascht prüfte Moss sein Com, um festzustellen, dass es wohl irgendwie in der Verfolgungsjagd kaputt gegangen war. Dankbar nickend nahm er das kleine Headset entgegen und setzte es auf seinen pelzigen Kopf. Er war im Moment keiner Polizei-Station fest zugeteilt, sondern fungierte als eine Art fliegender Mann. Er agierte, wo er im Moment eben gebraucht wurde und beschränkte sich derzeit auf ein Gebiet von etwa vier bis fünf Distrikten, die jeweils von einem Captain „geführt“ wurden. Ovilis war bekannt für seine cholerischen Anfälle und dementsprechend ungut fühlte er sich Moss, als er die Leitung öffnete.

„Verdammt nochmal, Borokt! Was zum Teufel ist da draußen los?! Schlimm genug, dass wir keine Kontrolle über die unteren Ebenen haben, aber jetzt haben wir Explosionen in den mittleren?! Leute krepieren nicht in meinem Revier, während sie gemütlich ihr Mittagessen genießen, weil ein Gleiter mit scheiß Junkies in das verdammte Restaurant kracht! Haben Sie das verstanden?!“,
dröhnte die Stimmte des feisten Twi'lek durch die Kopfhörer und die Ohren des Bothaners schmerzten.


„Aye, Sir. Darf ich fragen, ob es Neuigkeiten von dem anderen Gleiter gibt, der an der Verfolgungsjagd beteiligt gewesen ist?“


„Die Constables aus dem anderen Wagen wurden tot etwa sechs Blocks weiter aufgefunden. Die verdammten Hunde sind natürlich entkommen. Die Beamten sterben in meinem Revier wie die Fliegen und, weil Krieg im Moment mega geil ist, wollen auch sämtliche jungen Leute zur Army und nicht zur Polizei. Wir haben keine Rekruten – wir sind ausgedünnte denn je, nachdem fast die Hälfte der Beamten wegen imperialer Scheiße suspendiert wurde. Und jetzt muss ich irgendwo ein Team Ermittler abziehen, um den Fall zu untersuchen.“


„Sir, ich wollte Sie eigentlich darum bitten mich auf den Fall anzusetzen.“

„Sind Sie nicht verletzt?!“

„Es ist nur eine Fleischwunde. Nichts das mich weiter behindern würde, Sir.“

„Nun gut. Dann... dann machen Sie das mal... Aber kriege hier noch mehr Berichte, bei denen ihr Name im Zusammenhang mit Explosionen steht!“

„Danke, Sir, werden Sie nicht, Sir.“, verabschiedete sich Moss, jedoch hatte der Captain die Leitung bereits geschlossen.

Unter normalen Bedingungen wäre diese Bitte sofort abgelehnt worden, doch dieser Tage war es keine Seltenheit, wenn ein Ermittler mehrere Fälle gleichzeitig bearbeitete. Der Bothaner zog sich das Headset von seinem Kopf und kratzte nachdenklich sein linkes Ohr, ehe er sich erhob und an den Sergeant wandte:


„Sergeant, Sie müssen mich zu einem Tatort fliegen, jedoch muss ich noch kurz mit den Officers hier reden.“, informierte er den rangniederen mit einem beiläufigen Blick auf sein zerstörtes Gefährt, das gerade auf einen Repulsor-Anhänger geschoben wurde, damit es abgeschleppt werden könnte.

„Haben Sie irgendwelche Indizien auf die Identitäten der Toten finden können?“

„Negativ, Sir. Wir haben nur eine Rechnung für Zigaretten in einem Geschäft namens 'Porr u Kali' gefunden. Das Geschäft ist jedoch in keiner offiziellen Datenbank. Vermutlich ein nicht registrierter Laden irgendwo in den unteren Ebenen. Saubere Arbeit diese Verfolgungsjagd. Die werden keine Officers mehr kalt machen.“, lobte ein Cathar mit rötlichem Fell und einer recht beeindruckenden Statur.

Er ging jedoch gar nicht auf die Aussage des Katzenartigen ein. Es sollte nicht zur Gewohnheit werden, dass die Sicherheitskräfte unbequeme Elemente eliminierte. Das hatte das Imperium bereits zur Genüge betrieben. Er warf einen kurzen Blick auf die eingetütete Rechnung und gab sie dann nachdenklich nickend dem Uniformierten zurück. Sich mit der rechten durch den Pelz am Hinterkopf fahrend trat er wieder nach draußen. Alles war wie gehabt: Gleiter fuhren in zahllosen Korridoren umher – ungestört und ungehindert. Das Leben ging weiter ohne irgendwie durch etwas wie den Tot mehrerer Leute beeinflusst zu werden.
Er schüttelte den morbiden Gedanken ab, der ihn zu absolut nichts führen würde. Er hatte jetzt inzwischen zwei Fälle aufzuklären und konnte es sich nicht leisten in irgendwelche sinnlosen, philosophischen Rätsel zu versinken. Er griff sich seinen leicht beschädigten Mantel und legte ihn sich in den Schoss, nachdem er in den Gleiter des Sergeants gestiegen war. Der Captain hatte bereits die genaue Position des anderen Tatorts übermittelt, sodass der Duro direkt abhob, als Moss die Tür des Fahrzeugs geschlossen hatte. Dieser Gleiter gehörte einer älteren Baureihe an, das bemerkte er sofort, war jedoch noch in recht gutem Zustand. Es war dennoch befremdlich, dass CSF – die wohl berühmteste Ordnungs-Kraft in der Galaxis – dieser Tage mit veraltetem Equipment die immer weiter steigende Zahl an Verbrechern bekämpfen musste.
Zahlreiche Funksprüche drangen durch das Allgemein-Com und forderten Verstärkung oder ähnliches an. Draußen flogen tausende und abertausende an Gleitern in den verschiedensten Farben in jede erdenkliche Richtung an ihnen vorbei. Bunte Reklame und Übertragungen von irgendwelchen Holo-Net Sendungen auf gigantisch großen Bildschirmen bildeten einen flimmernden und schrillen Hintergrund. Sämtliche Reize wurden überflutet und machten einen all die Probleme und Sorgen, die man hegte, vergessen. Man wollte gar nicht glauben, dass tagtäglich tausende von Verbrechen hier an diesem Ort geschahen. Mord, Totschlag und Diebstahl waren Dinge, die dort unten in den düsteren Unteren Ebenen geschahen – weit weg und entlegen von der richtigen Zivilisation Coruscants. Doch dieses Utop drohte zerstört zu werden, lieferten sich Verbrecher doch nun auch hier am hellichten Tage Schießereien mit den Sicherheitskräften.
Erst ein leises Räuspern seitens des Sergeants löste den Bothaner aus seine Gedanken und machte ihn darauf aufmerksam, dass sie jeden Moment aufsetzen würden. Ein Sicherheitsdroide wartete bereits am Tatort und begrüßte Moss förmlich, als dieser aus dem Gleiter stieg. Einsam am Fuß einer riesigen Reklame-Tafel stand der andere CSF-Gleiter, der ihm in der Verfolgungsjagd zu Hilfe gekommen war, mit ausgeschaltetem Motor und deaktiviertem Warnlicht.


„Haben Sie den Gleiter so vorgefunden?“, erkundigte sich der Pelzige selbst ein wenig von der Szenerie überrascht und näherte sich dann dem Gefährt, als der Droide bestätigte.

Die beiden Polizisten hatten beide durchgeschnittene Kehlen und ihre Uniformen waren mit bereits geronnenem Blut besudelt. Beide waren Menschen, jedoch von recht unterschiedlichem Aussehen: Der eine war sehr stämmig und hatte rötliche Haare, sowie eine sehr blasse Haut, während der andere groß, sehr gebräunt und er schlank war und dunklere Haare hatte. Sie waren beide angeschnallt und saßen aufrecht in ihren Sitzen, da sie mit einer Art Klebeband an diesen befestigt worden waren. Ihre Waffen lagen in ihre Einzelteile zerlegt auf dem Armaturen-Brett. Das war ein klares Zeichen an die Beamten von CSF, Demütigung und Warnung zugleich. Der Tod der beiden Männer war völlig sinnlos und ungleich erniedrigend, da sie nur zum Machtbeweis einiger machthungriger Krimineller getötet worden waren. Wütend und Entrüstet trat er von der Seitenscheibe des Wagens zurück und wandte sich für einen Moment ab, eher er mit der ersten Untersuchung fortfuhr.
Er zog sich seine Handschuhe an und öffnete die hintere Tür direkt hinter dem Fahrer, wo ein Kreuz jeweils in die Sitz- als auch in die Rücken-Fläche der Rückbank geschnitten worden war. Er konnte nicht sagen, ob es sich dabei nur um einen bedeutungslosen Akt des Vandalismus' handelte oder, ob eine tiefere Bedeutung dahinter steckte. Da er jedoch keine weiteren Hinweise entdeckte, schloss er die Tür wieder und wandte sich dem Kofferraum zu, da es nicht allzu unwahrscheinlich war, dass die Täter auch hier etwas hinterlassen hatten, um die Security Force zu schmähen.
Tatsächlich befand sich jedoch nichts in dem Kofferraum. Absolut nichts – also auch nichts von der Ausrüstung, die sich dort normalerweise befunden hätte. Sie hatten also zusätzlich zu den Morden auch noch die Planetare Polizei bestohlen. Vorsichtig schloss der auf Denon geborene den kleinen Laderaum und hielt an sich, seine Frustration nicht offen zu zeigen. Gemeinsam mit dem Droiden und dem Sergeant umschlossen sie den Gleiter mit einer Folie, die sich selbst luftdicht versiegelte, um zu verhindern, dass irgendwelche Spuren am Fahrzeug beim Abtransport verloren gingen. Es bestand noch immer die Möglichkeit, dass einer der Täter leichtsinnig und dumm DNS-Spuren zurückgelassen hatte.


„Lassen Sie das Fahrzeug zum Labor der zuständigen Station bringen. Gibt es neue Informationen bezüglich des explodierten Gleiters?“, erkundigte sich der Detective, nachdem die möglichen Spuren gesichert waren.

„Negativ. Keine Teile gefunden. Möchten Sie mehr wissen, Detective?“, erklang die synthetische Stimme des Droiden nach einigen Sekunden, in denen er die Polizei-Updates durchsucht hatte.


„Nein. Machen Sie weiter.“


Er stieg wieder in den Gleiter, in dem der Duros bereits Platz genommen hatte. Obwohl sein verwundeter Arm schmerzte hatte er nicht das Bedürfnis sich nach Hause fahren zu lassen, weshalb das Ziel ihrer Fahrt die Station war, in das die beiden von ihm Festgenommenen gebracht worden waren. Er konnte es gar nicht erwarten endlich mit der Befragung zu beginnen. Fälle wie diese konnten gar nicht schnell genug aufgeklärt werden.


> Coruscant : Oberfläche : Mittlere Ebenen : Flug-Korridor : Gleiter : Moss Borokt und Gori Choodo <

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04 Oct, 2012 20:38 11
Casshern D´Orcast
Spitzohr




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Coruscant • Senatsdistrikt • Senatsgebäude

Casshern D’Orcast

Der junge spitzohrige Mann mit dem leichten Goldton auf seiner Haut, der eine nachtblaue Robe mit dunkelroten Ärmeln trug, spazierte recht selbstgefällig die Gänge des altehrwürdigen Senatsgebäudes entlang. Er hatte auch allen Grund dazu, schließlich war er ein Abkömmling der Herrscherfamilie von Chandaar, der Thronwelt des Königreichs von Cron, das unter der imperialen Herrschaft zum Mandat von Cron wurde. Darüber hinaus war er das Produkt der ausgeklügelten Heiratspolitik seines Großvaters, der eine Firrereo geheiratet hatte und dessen Sohn, Cassherns Vater, eine Sephi zur Frau gegeben. Was wollte man mehr – er entstammte einer hochangesehenen Familie des Tion-Clusters, er konnte einer hohen Lebenserwartung entgegensehen und sah seiner eigenen Ansicht nach dazu noch sehr gut aus. Der einzige Makel bestand darin, dass eine fremde Macht Chandaar, das Juwel des Tion beherrschte – ein Zustand, dem ein baldiges Ende gemacht werden musste. Cassherns Vater, Xid XXXVI., König von Cron, war quasi ein Gefangener von Warlord Zsinj auf seiner eigenen Welt.

Obwohl sich der Tion-Cluster freiwillig den Separatisten angeschlossen hatte, konnte Robeir XXIII. als König von Cron als Vasall des Galaktischen Imperiums weiter regieren, auch wenn das Königreich umbenannt worden war, und die Überwachung durch Imperiale Truppen dulden musste. Als die Nachricht vom Tod des Imperators den Tion-Cluster erreichte, freuten sich die Bewohner auf die neue Unabhängigkeit, um nur wenig später von einem fetten Emporkömmling überrannt zu worden. Robeir XXIII. kam dabei ums Leben, und sein Sohn Xid musste zähneknirschend vor Zsinj kapitulieren. Casshern, jüngster Sohn von Xid, war der Invasion nur aus dem Grund entkommen, weil er schon einige Jahre bei dem Botschafter des Mandats auf Coruscant, seinem Onkel Xeder D’Orcast, wohnte. Er sollte ebenfalls eine Diplomatenkarriere anstreben und als Teil der Delegation die nötigen Kenntnisse in der Praxis erwerben, und mit dem Machtwechsel erlebte er nun die politischen Umbrüche in der Galaxis aus erster Hand mit. Es war eine aufregende Zeit, die seinen Ehrgeiz nur noch mehr anstachelte, die Befreiung seiner Heimat voranzutreiben. Xeder hatte dazu die Vertreter des Clusters, die auf Coruscant weilten, zu einer Besprechung geladen, um die Kräfte zu bündeln und Gehör vor dem Senat zu finden. Ihm war es gelungen, ein repräsentatives Büro im Senatsgebäude aufzutreiben, in dem sie sich mit den Botschaftern des Allied Tion, Raith Ernande von Jaminere, und der Tion Hegemony, Cerendra Bereg von Desevro, trafen.

Casshern hatte keine Bedenken, dass sich eine fruchtbare Zusammenarbeit ergeben würde, auch wenn Botschafterin Bereg immer noch Vorbehalte wegen der ‚huttischen’ Herkunft der D’Orcasts hegte und pflegte. Aber was würde ihr auch anderes übrig bleiben – selbst ihre Vorgänger, die in der Alten Republik noch Senatoren waren, hatten mit Nichtmenschen, welche die Desevraner prinzipiell als Hutten abstempelten, auskommen müssen. Ausrotten ließ sich dieser über Jahrtausende gepflegte Speziesismus jedoch nie völlig und auf Desevro hatte die Neue Ordnung des Imperiums offene Türen eingerannt. Die Neue Republik hatte sich auf die Fahnen geschrieben, die Fehler der Alten Republik nicht zu wiederholen, doch der Ausbruch des Krytos-Virus hatte die Gräben noch einmal aufgerissen - viele Nichtmenschen hatten sich im Stich gelassen gefühlt und selbst Councillor Fey’lya hatte der Regierung, wenn auch indirekt, unterstellt, die von dem Virus betroffenen Nichtmenschen im Stich zu lassen. Der Ausbruch wurde erfolgreich bekämpft, hinterließ aber dennoch viele Ressentiments gegen die Regierung, an deren Spitze ein Mensch stand und menschenfeindliche Gruppierungen fanden besonders in den Unteren Ebenen starken Zulauf.

Für den Chandaari waren diese Entwicklungen zwar von Interesse, jedoch lagen seine Prioritäten woanders, nämlich im Tion-Cluster und wie man Zsinj am schnellsten loswurde. Dazu mussten der Senat und die Ausschüsse überzeugt werden, eine groß angelegte Kampagne gegen das „Imperium“ des großspurigen Warlords in Rollen zu bringen. Ganz zu schweigen vom Verteidigungsminister und Admiral der Neuen Republik, den Casshern für zu konservativ hielt, als dass jener einen schnellen und harten Schlag gegen den dicken Möchtegern-Imperator begrüßen würde.

Mit diesen Gedanken im Hinterkopf erreichte Casshern fast eine halbe Stunde zu früh das Büro, in dem die Vertreter des besetzten Tion-Clusters sich zu der Besprechung treffen würden. Das machte ihm aber nichts aus, denn er ging gerne noch einmal in Ruhe die Tagesordnungspunkte dieses Meetings durch. Der Platz an dem Schreibtisch aus dunkelrotem Greelholz war Xeder als Besprechungsleiter vorbehalten, aber solange die Besprechung noch nicht begonnen hatte, sah er keinen Grund, weshalb er nicht hier sitzen sollte. Das benötigte Equipment war bereits herbeigeschafft worden und auch Erfrischungen in Form von heißen und kalten Getränken mit Gebäck standen an ihrem Platz. Die Einrichtung ließ keinerlei Aufschlüsse zu, welcher Senator hier einmal residiert haben könnte – die Neue Republik hatte keine Mühen gescheut, das Senatsgebäude gründlich renovieren zu lassen, teilweise waren Trupps aus Droiden und lebendem Personal immer noch dabei, das jahrelang unbenutzte Gebäude wiederherzurichten.

Casshern rief die Holoprojektion einer dreidimensionalen Galaxiskarte ab, die den Tion-Cluster und die umliegenden Systeme zeigte. Mon Calamari war das einzige größere Gebiet der Neuen Republik in der Nähe des Clusters, New Alderaan, die neue Heimat der überlebenden Alderaaner von Zsinj verwüstet und eingenommen. Sie mussten die Hebel bei den Repräsentanten von Dac ansetzen, und bei den Exilsenatoren der Welten rund um den Cluster. Ängste mussten geschürt werden, dass Zsinj seine fetten Finger auch nach dem Mon Calamari-Sektor ausstrecken könnte, und zwar schneller als den Fischköpfen lieb sein würde. Diese Stichpunkte tippte der goldhäutige Chandaari auf sein Datapad, um sie später zur Hand zu haben. Um die beiden anderen Restreiche konnten sie sich ein anderes Mal Sorgen machen, Ardus Kaine schien es nur darum zu gehen, das neu gegründete Pentastar Alignment zu konsolidieren und Treuten Teradoc, der selbsternannte High Admiral des Mid Rim, kümmerte sich lieber darum, sich mit Zsinj Scharmützel an der Grenze seiner Maldrood Reaches liefern, als eine ernsthafte Bedrohung für die Neuen Republik darzustellen. Casshern warf einen Blick auf das Chrono in der Schreibtischplatte – in etwa zehn Minuten würde die Besprechung anfangen, in der die Grundlage für die baldige Befreiung des Tion-Clusters gelegt werden sollte.


Casshern D’Orcast

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05 Oct, 2012 01:15 31 Casshern D´Orcast ist offline Email an Casshern D´Orcast senden Beiträge von Casshern D´Orcast suchen Nehmen Sie Casshern D´Orcast in Ihre Freundesliste auf
Casshern D´Orcast
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Coruscant • Senatsdistrikt • Senatsgebäude • Büro


Casshern D’Orcast


Kurz bevor sein Onkel und die restlichen Botschafter aus den Sektoren des Tion-Clusters eintrafen, wechselteCasshern vom Schreibtisch zu einem der Sessel, die in einem Halbkreis vor dem Schreibtisch aufgebaut waren. Alle Vorbereitungen waren getroffen, die Besprechung konnte beginnen. Xeder D’Orcast war ein hochgewachsener Mittfünfziger mit allmählich ergrauenden schwarzen Haaren – wie bei seinem Neffen zeigte seine Haut einen leichten Goldton, doch ihm fehlten die spitzen Ohren. Stattdessen besaß er spitz zulaufende Zähne, ein Merkmal, dass sich bei Casshern bereits nicht mehr zeigte. Raith Ernande vom Allied Tion Sektor und Cerendra Bereg von der Tion Hegemony waren normale Menschen, doch das Bewusstsein Tionesen zu sein, reichte schon, um sich von den menschlichen Bewohnern der Kernwelten abzuheben. Und die Zugehörigkeit zum Königreich von Cron bedeutete, dass man noch einmal über den Bewohner des restlichen Tion stand. Solche Befindlichkeiten hatten allerdings in einem diplomatischen Kreis wie diesem wenig zu suchen – die Befreiung des Clusters stand über allen Dünkeln und Ressentiments, die die Teilnehmer der Besprechung gegeneinander hegen mochten.

„Ich bin mir sicher, dass Lady Santhe sich nicht gegen eine Zusammenarbeit mit der Neuen Republik sträuben würde – aber der Neuen Republik beitreten, käme niemals in Frage!“ , stellte Botschafter Ernande mit der geballten Wucht seiner bestimmt über hundert Kilo Lebendgewicht klar. „Sie wird bestimmt nicht Lianna vor den Übergriffen Zsinjs schützen, um es der Neuen Republik auf dem Silbertablett zu servieren!“ Die Besprechung war einem Punkt angelangt, an dem es darum ging, ob man der Neuen Republik die Befreiung des Clusters durch den Beitritt der Sektoren schmackhafter machen sollte, und mit Lianna war nichts anderes als die Santhe Corporation gemeint, dem einflussreichsten Unternehmen des Clusters und dem Hersteller der TIE-Raumjäger. Lady Valles Santhe, die Unternehmenseignerin war faktisch die Herrscherin Liannas und konnte dank der Bedeutung ihres Unternehmens für das Imperium und nun für Zsinjs Imperium eine gewisse Unabhängigkeit wahren.

„Was mein Onkel meinte, war nicht der Neuen Republik tatsächlich beizutreten, sondern nur ein Angebot zu machen. Zu einem Beitritt zwingen, können sie uns nicht – ansonsten wären sie nicht besser als das Imperium – und das will sich die Neue Republik bestimmt nicht ankreiden lassen“, bemühte sich Casshern den aufbrausenden Botschafter zu beschwichtigen, dessen feiste Wangen bereits einen bedrohlich dunkelroten Hautton angenommen hatten. Cerendra Bereg, eine dünne aristokratische Frau, die mit 64 Jahren die dienstälteste Diplomatin in der Runde war, kniff kritisch ihre schwarzen Raubvogelaugen zusammen, als sich auf der Stirn von Ernande die ersten Schweißperlen sammelten. „Die entsprechenden Ausschüsse werden sich damit ködern lassen, aber nicht Ackbar. Er… braucht immer einen Grund, etwas, das sich moralisch oder völkerrechtlich vertreten lässt. Dabei hat Zsinj New Alderaan verwüstet und eingesackt, direkt vor der Haustür seiner eigenen Heimat “ , warf sie ein, wobei Casshern förmlich die Wörter ‚Hutte’ und ‚huttisch’ im Raum schweben sah. Für Botschafterin Bereg waren Nichtmenschen und Nichthumanoide ein Gräuel – sie tolerierte sie, wenn es sich nicht vermeiden ließ, aber sie sah in ihnen wie ihre Vorfahren eine Bedrohung für die tionesische Kultur und insbesondere für ihre Heimatwelt Desevro. Aus diesem Grund stand der Verteidigungsminister und Oberster Kommandant der Verteidigungsflotte im Ansehen der Botschafterin auch nicht sehr hoch, doch sie verzichtete glücklicherweise, darauf hinzuweisen.

„Ich verstehe Ihre Bedenken, und aus diesem Grund brauchen wir Verbündete im Senat – diejenigen, die Zsinj so schnell wie möglich beseitigt haben wollen, und ich kann mir gut vorstellen, dass die Alderaanische Allianz ihre zweite Heimat lieber heute als morgen zurückhaben möchte. Spätestens seid der Zerstörung von Alderaan wird sich die Friedfertigkeit der meisten Exilanten erledigt haben,“ ergriff nun der Botschafter des Mandats von Cron hinter dem luxuriösen Schreibtisch das Wort und bedachte seine beiden Kollegen mit ernsten prüfenden Blicken, während Casshern ein freundliches Lächeln zur Schau trug. „Lassen Sie uns keine Kosten und Mühen scheuen, mit den richtigen Leuten ins Gespräch zu kommen, Bothawui, Sullust, Sluis Van halte ich für aussichtsreiche Kandidaten – jeder militärische Offensive ist für eine Werftwelt eine Aurodiumgrube…“. Die Botschafter der Tion Hegemony sah aus, als ob sie auf etwas unglaublich Saures gebissen hätte – die Aussicht, sich bei Bothanern, Sullustanern und Sluissi – allesamt Hutten selbstverständlich - einschmeicheln zu müssen, behagte ihr definitiv nicht. Innerlich lächelte Casshern noch ein wenig breiter. „Wir können es über die kulturelle Schiene versuchen – Ausstellungen, Konzerte, Opernaufführungen, die ganze Bandbreite der tionesischen Hochkultur vorstellen, in Zusammenarbeit mit Künstlern von Dac, Bothawui und so weiter – Sie wissen schon, Völkerverständigung zieht eigentlich immer und bei einem Bankett lässt es sich sowieso ungezwungen und somit angenehmer plaudern.“ Er griff demonstrativ zu einem der Gebäckstücke und tunkte es nonchalant in die zierliche Caf-Tasse vor ihm. Ernande grinste – der übergewichtige Botschafter spätestens bei der Erwähnung von Banketten überzeugt, während die Botschafterin noch zwischen diplomatischen Notwendigkeiten und jahrzehntausendealten Vorurteilen schwankte.


CasshernD’Orcast, Botschafter Xeder D’Orcast, Botschafterin Cerendra Bereg, Botschafter Raith Ernande


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14 Oct, 2012 23:55 33 Casshern D´Orcast ist offline Email an Casshern D´Orcast senden Beiträge von Casshern D´Orcast suchen Nehmen Sie Casshern D´Orcast in Ihre Freundesliste auf
Terry Dourshe
Rollenspiel-Charakter




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[Courscant – südliche Hemisphäre – mittlere Ebenen – Hauptquartier der CCB - Eingangsbereich] Terry Dourshe, Kalyn Sulor, Quel-Tuus Arsev, weitere menschliche Geiseln, Geiselnehmer


Es war wie befürchtet, die Dame war eine von der ehrlichen Sorte. Auch wenn Terry ihr das Bedauern ansehen konnte, fühlte er sich deswegen nicht besser, dennoch zuckte er mit den Schultern und wollte gerade zu einer Antwort ansetzen, als der Tumult begann. Da waren sie wieder diese undisziplinierten Nichtmenschen, die alles und jeden für ihr eigenes Versagen, ihr Unvermögen in sämtlichen Belangen des Lebens, verantwortlich machten. Wie er sie verabscheute. Dann noch dieser typische hirnlose Spruch, des Trandoshaners, der nicht einmal die Schneid besaß, sich mitsamt den Leuten hier, in die Luft zu sprengen und somit ein richtiges Statement zu setzen. Was der hier abzog war … eine stinknormale Geiselnahme und es machte Terry wütend. Von solchem Geschmeiß bedroht zu werden! Es weckte Erinnerungen. Und zwar unangenehmer Natur.

Die Explosion überraschte ihn ebenso wie alle anderen und riss ihn von den Beinen. Geistesgegenwärtig rollte er sich über die Schulter ab und kam auf die Knie, dann in die Hocke, so blieb er einen Moment und blinzelte. Die Augen tränten ihm und er sah nicht richtig, wo alle anderen waren. Doch er bemerkte die Nullanerin in dem Nebel und hechtete hinter ihr her an eine hoffentlich besser geschützte Stelle.

Es erwies sich als Trugschluss, wie so vieles an diesem Tag. Er hasste sich einen Moment lang, dann hatte er keine Zeit mehr dafür, denn er, Kalyn und Quel-Tuus wurden als Geiseln genommen. Alle anderen in der Gruppe, die hinter dem Terminal Deckung gesucht hatten, waren Nichtmenschen und durften somit gehen. Der Einarmige achtete nicht auf das vorherrschende Chaos, trotz der gezogenen Blaster rannten Leute herum und versuchten zu entkommen. Jemand brüllte etwas in ein Com-Link, das abrupt endete, Terry konnte den Schlag förmlich hören, den der Sprecher abbekam, der ihn zum Verstummen brachte. Er wandte sich wieder seiner unmittelbaren Umgebung zu und sah gerade wie Kalyn der Blaster abgenommen wurde, was ja zu erwarten gewesen war. Der Deserteur fühlte sich wie von der Bratpfanne ins Feuer geworfen und einen Moment spiegelte sich dieses Gefühl des absoluten Verlorenseins auch in seinem Gesicht. Doch nur Sekunden später siegte sein ihm eigener Optimismus, in dem er sich erst verloren gab, wenn er tot war. Sie und einige weitere Geiseln wurden in einen Warteraum getrieben. Terry und seine beiden unfreiwilligen Begleiter begaben sich an eine Mauer und setzen sich dort hin. Jeder schien seinen Gedanken nachzuhängen, zumindest wirkte Kalyn einen Moment grüblerisch, Quel-Tuus konnte er nicht einschätzen.

Verstohlen beobachtete er die Wächter. Gegen jede Geisel, die sich auch nur im Entferntesten artikulierte, gingen sie umgehend und lautstark vor, was Terry zu der Vermutung Anlass gab, es hier mit sehr nervösen Leuten zu tun zu haben, falls man von diesen Geschöpfen überhaupt von Leuten reden konnte. Doch noch gab es keine schlimmeren Verletzungen als Platzwunden, zumindest konnte der Kuati nichts anderes erkennen.

„Na, da wäre die Aussicht auf ein nettes republikanisches Gefängnis doch schöner, oder was meinen Sie?“

Die Nullanerin hatte es echt drauf, ihn zu motivieren und aus seinen Gedanken zu reißen. Er grinste, wenn auch gekünstelt, und beugte den Kopf leicht in ihre Richtung.

„Tatsächlich, Miss? Ich habe da so meine Zweifel.“ Und die waren nicht unberechtigt, denn als ehemaliger Imperialer war er sicher unter den republikanischen Verbrechern nicht sehr gern gesehen und mit seiner Behinderung ein leichtes Opfer für Übergriffe jedweder Art.

Ihr Geflüster blieb natürlich nicht unbemerkt und eine der Wachen stürmte auf sie zu. Die Nervosität der Terroristen war kaum zu übersehen. Die meisten dieser Sorte waren leicht reizbar, aber diese hier schienen doch noch recht neu in der Branche. Dennoch schwieg er still, als ein Blaster in ihre Richtung zeigte und machte sich klein. Vorerst war Deckung alles und dazu gehörte auch, das Spiel dieser Nichtmenschen mitzuspielen bis ihm selbst oder jemand anderem eine Lösung eingefallen war. Als der nervöse Rodianer wieder weg war, wartete er noch eine Weile, dann wandte er sich erneut an Kalyn. Was mit Quel-Tuus war, kümmerte ihn im Moment weniger, der Mann saß in unmittelbarer Nähe und schien mit sich selbst, oder besser mit seinen Gedanken beschäftigt. Auf jeden Fall war er unverletzt. Eine Weile studierte er das Gesicht der Nullanerin mit an Unhöflichkeit grenzender Gefühllosigkeit. Jede Pore fast, schien er sich einprägen zu wollen, dabei entsprach sie keineswegs seinem Typ. Er bevorzugte Männer. Frauen waren … eben Frauen.

Er verscheuchte diese Gedanken als wenig fruchtbringend und schaute sich in dem zum Geiselzentrum umfunktionierten Warteraum um. Viel war da nicht zu sehen. Einige Stühle, ein in die Wand eingelassenes Informationsterminal für Besucher, ein paar niedrige Tische mit diversen Holomagazinen darauf. Warum diese Lektüre von so manchem Zeitgenossen gelesen wurde, war Terry ein Rätsel, doch auch daran verschwendete er keinen weiteren Gedanken. Auf verschiedenen Sesseln und an der Wand saßen die Geiseln, etwa zwanzig oder ein wenig mehr, so genau konnte er sie nicht zählen, da er es nicht wagte, sich zu sehr zu bewegen. In anderen Räumen mochten noch andere Menschen festgehalten werden, doch die kümmerten ihn zunächst nicht, außerdem war er nicht sicher, dass es so war.


Unter den Geiseln befanden sich sowohl Zivilisten als auch Beamte der CCB. Die Unterschiede konnte man leicht erkennen, selbst wenn die Beamten nicht uniformiert waren, denn sie wirkten weit weniger eingeschüchtert, als der durchschnittliche Zivilist. Terry war auch nicht der normale Bürger, eigentlich war er gar keiner, er war ein Niemand, weder das eine noch das andere. Bislang hatte sich keiner die Mühe gemacht, herauszufinden, in welche Kategorie Deserteure fielen.


Er lehnte sich an die Wand, zog die Beine an und legte dann den Kopf auf die Knie. Verstohlen schaute er sich um, beobachtete die Geiselnehmer und versuchte herauszufinden, wer von diesem wilden und unvernünftigen Geschmeißes der Rädelsführer war. Die Augen zu schmalen Schlitzen gezogen, starrte er vor sich hin, betrachtete zuerst einen der Twi’leks, dann einen Rodianer, der immer wieder zwei Männer bedrohte und sich dabei vielleicht endlich einmal wichtig vorkam. Er versuchte gerade abzuschätzen, wie viele Geiselnehmer in diesem Zimmer waren, lugte deswegen weiter herum. Drei Rodianer sicherten den Eingang, etwas stümperhaft, wie Terry fand, aber aus ihm sprach auch der langjährige Soldat. Fünf Twi’leks marschierten im Warteraum herum und bedrohten die Geiseln während der Trandoshaner, bei zweien seiner Freunde stand und von dort aus seine Pamphlete losließ und zwar in einer Lautstärke, die an Körperverletzung grenzte. Der Einarmige legte den Kopf zur Seite und grinste verhalten. Was war das nur für ein Idiot, überlegte er für sich. Müßig und sehr langsam hob er den Arm und kratzte sich am Hinterkopf, dann gähnte er. Geiselnahmen waren langweilig, langatmig und außerdem wirkten sie manchmal ausgesprochen lebensverkürzend, was es unbedingt zu vermeiden galt. Wie um sich abzulenken oder Kalyn zu reizen, beugte er sich zu ihr, lehnte sich etwas an der sehr großen Frau an und murmelte: „Haben Sie schon einen Anführer ausmachen können? Mir scheint der Haufen zwar wütend und entschlossen aber doch mehr oder weniger unorganisiert zu sein. Wenn Ihre Freunde vom CSF vor der Tür Position bezogen haben, werden wir hier ein hübsches Feuerwerk erleben, Miss, erste Reihe fußfrei sozusagen. Ich denke zwar, dass unsere Geiselnehmer fürchterliche Memmen sind, aber ein Idiot“, hier wies er dezent mit dem Daumen auf den Trandoshaner, der eben mit dem Quarren zu drei am Boden kauernden Männer ging. „… reicht aus, um … naja, Sie können es sich vorstellen, Miss.“ Sein Gesicht blieb ausdruckslos, als der Quarren auf einen der drei Männer einschlug, sofort war es in dieser Ecke still, nur leises Jammern war zu hören.

Einen Moment schaute er zu Quel-Tuus, doch als dieser nicht reagierte, sondern in der gleichen Haltung an die Wand gelehnt dasaß, wandte er sich erneut Kalyn zu.


„Ja Miss, willkommen in meiner Welt. Sie hätten mich doch besser jagen sollen, wäre lustiger gewesen“, flüsterte er, dann nahm er wieder eine Haltung ein, die für ihn offensichtlich entspannend war – die Beine angezogen und den Kopf auf die Knie gelegt harrte er der Dinge, die noch kommen mochten. Seine Vorstellungen diesbezüglich waren realistisch. Wenn er hier rauskommen sollte, dann wanderte er vom Feuer in die Bratpfanne zurück. Aber vielleicht ließ sich ja noch etwas aushandeln, nicht mit den Geiselnehmern, mit so etwas verhandelte Terry nicht. Terroristen waren unterstes Pack, weniger als niemand, feige und ohne jede Ehre. Wer mit so jemandem verhandelte, schaufelte nur sein eigenes Grab. Gab man denen den kleinen Finger, griffen sie nach der ganzen Hand, sie waren vergiert und unvernünftig. Sollten Kalyns Freunde vom CSF klug genug sein und auf Verhandlungen verzichten oder eben Scheinabsprachen treffen, dann konnte es hier lange dauern und eventuell auch sehr unangenehm werden. Er brauchte einen Alternativplan. Aber zum Denken war er zu müde und auch zu hungrig. Der Kuati lebte seit über einem Jahr von der Hand in den Mund, hielt sich mit dubiosen Nebengeschäften über Wasser und versuchte dabei tunlichst, nicht aufzufallen, was ihm wieder einmal gründlich missglückt war, denn sonst säße er nicht hier im Hauptquartier der CCB des hiesigen Quadranten, von Terroristen bedroht.


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Kalyns ehemaliger Gefangener war zum Glück keiner von der Sorte, der in einer solchen misslichen Lage schnell aufgab und in ergebene Lethargie verfiel. Immerhin schien er es ja geschafft zu haben, sich von der Imperialen Armee zu lösen und erfolgreich in Sicherheit zu bringen, was bestimmt nicht einfach war, und besonders nicht mit nur einem funktionsfähigen Arm. Auch die Art, wie er ihr vorhin den Deal vorschlagen hatte, zeugte von einem gut ausgeprägten Selbstbewusstsein und von großer Unverschämtheit – was sich auch in seinem Blick zeigte, mit dem er sie anstarrte. Schließlich lehnte er sich an ihr an –für einen kurzen Augenblick versteifte sie sich unwillkürlich, weil diese Berührung eine überraschende Grenzüberschreitung darstellte, schließlich war er noch kurz vorher in ihrem Gewahrsam, sie die Autoritätsperson, er der Gefangene. Doch jetzt waren sie in der gleichen Lage, nämlich beide Geiseln einer terroristischen Nichtmenschengruppe. Was er sich davon versprach, war ihr schleierhaft, hatte er plötzlich ein Bedürfnis nach Anlehnung oder einer starken Schulter? Im Falle der Nullianerin war ihre Schulter tatsächlich die stärkere, auch wenn sie für ihre Spezies als relativ zart gebaut galt. Trotzdem konnte sie es immer noch mit Typen wie ihm aufnehmen, was die meisten menschlichen Männer ziemlich wurmte. „Haben Sie schon einen Anführer ausmachen können? Mir scheint der Haufen zwar wütend und entschlossen aber doch mehr oder weniger unorganisiert zu sein. Wenn Ihre Freunde vom CSF vor der Tür Position bezogen haben, werden wir hier ein hübsches Feuerwerk erleben, Miss, erste Reihe fußfrei sozusagen. Ich denke zwar, dass unsere Geiselnehmer fürchterliche Memmen sind, aber ein Idiot… reicht aus, um … naja, Sie können es sich vorstellen, Miss“, unterbrach er mit flüsternder Stimme ihren Gedankenfluss, um ihr nur wenige Augenblick noch eins draufzusetzen. „Ja Miss, willkommen in meiner Welt. Sie hätten mich doch besser jagen sollen, wäre lustiger gewesen.“

Die hünenhafte Beamtin des Coruscant Customs Bureau konnte sich bei seinen Worten einen leichten Seufzer nicht verkneifen und bedachte das unverschämte Bürschlein, das nun seinen Kopf auf die angezogenen Knie ablegte, mit einem tadelnden Blick. Sie wartete, bis der Quarren außer Hörweite war und sich mit dem großmäuligen Trandoshaner über seine Heldentaten bei der Eroberung dieses Hauptquartiers ausließ, als hätten sie persönlich Coruscant aus den Händen des Imperiums befreit. Sie beugte sich zu ihm herunter und lehnte dabei ihren Unterarm auf seiner eher schwächlichen Schulter ab. „Ich gebe zu, dass ich Ihr Angebot hätte annehmen sollen, Mister Dourshe. Aber daran kann ich jetzt auch nichts ändern. Anführer werden wir hier nicht finden – ich denke, dass diese Rodianerin, die entschieden hat, dass wir mitmüssen, zur Führung dieser Gruppe gehört. Die sind garantiert alle oben, wo sie wahrscheinlich die Leitung dieses Hauptquartiers festgesetzt haben. In den guten alten Zeiten wären wahrscheinlich Jedi herbei gerufen worden, um das Ganze auf eine friedliche Weise zu beenden, aber so schätze ich, dass man einen Unterhändler ruft und irgendeine SWAT-Einheit der Coruscant Security Force durch die Lüftungsschächte schickt. In der Hoffnung, so viele wie möglich von uns halbwegs lebendig herauszuholen.“

Sie warf einen möglichst unauffälligen Blick durch das Wartezimmer, um nicht unversehens einen Blasterkolben ins Gesicht oder irgendeinen anderen Körperteil gejagt zu bekommen. Natürlich hätte Kalyn einfach auch schweigen können, aber sie verspürte das Bedürfnis, die Aussagen des Deserteurs nicht einfach unkommentiert dastehen zu lassen, obwohl seine Ausdünstungen alles andere anziehend waren. Darüber hinaus wollte sie einfach nicht untätig herumsitzen, der Tag hatte so spannend angefangen und sollte nicht damit ausgehen, dass sie wie ein Haufen Nunas in einem Käfig zusammen gepfercht waren, wo sie darauf warteten, geschlachtet zu werden. Erneut ließ sie unter gesenkten Lidern ihre Blicke schweifen und hoffte unter den Mitgefangenen bekannte Gesichter zu erblicken. Leider war das Hauptquartier groß und jeder andere hier schien aus anderen Abteilungen zu sein. Selbst wenn alle mitmachen würden, gegen wütende Anti-Human Terroristen mit Blastern hätten sie keine Chance. Also musste eine andere Methode her, doch noch hier herauszukommen, bevor irgendeiner dieser Fanatiker durchdrehte. „Wie ist es Ihnen gelungen, dass das Schiff Ihres schweigsamen Freundes nicht von Opeekus Schergen kontrolliert wurde? Sie beide machen nicht den Eindruck, dass Sie mit Bestechungscredits um sich werfen könnten.“ Vielleicht hatte Dourshe noch irgendeine Untergrundtaktik auf Lager, denn vermutlich war er schon seit längerer Zeit aus der Imperialen Armee desertiert.


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30 Oct, 2012 13:54 07 Die Entourage ist offline Email an Die Entourage senden Beiträge von Die Entourage suchen Nehmen Sie Die Entourage in Ihre Freundesliste auf
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Unauffällig hob er den Blick, als Kalyn ihren Arm auf seiner Schulter ablegte. Die Frau war verdammt stark, das war ihm aber schon vorher aufgefallen, nur würde er ihr das nicht zeigen. Es war ihm gleichgültig. Aufmerksam hörte er ihr zu und schnaubte abfällig als sie Jedis und die „gute alte Zeit“ erwähnte. So gut war sie nie gewesen, die „gute alte Zeit“, dachte er. Obwohl er keinen Machtnutzer persönlich kannte, war seine Meinung über sie fast ebenso gering wie über Nichtmenschen. Er akzeptierte ohnedies nur einen Kuati vorbehaltlos, und der war nicht anwesend.

„Tja, in der wirklich guten alten Zeit, würden diese Penner nicht einmal auf die Idee gekommen sein, sich gegen die Vorherrschaft der Menschen aufzulehnen“, flüsterte er. Um nicht aufzufallen, änderte er nichts an seiner Haltung, drehte nur den Kopf in Richtung der Nullanerin. Dumm war sie nicht, das musste er zugeben, zumindest ließen ihre Äußerungen diesen Schluss zu. Aber ihm waren die Bonzen in den oberen Bereichen gleichgültig, die würden auf jeden Fall mehr für die Geiselnehmer bringen als die armen Würstchen hier unten.

Abermals schloss er den Mund und beobachtete eine Weile nur das Geschehen rings herum. Es widerstrebte ihm, nichts tun zu können und so ganz und gar keine Idee zu haben. In einiger Entfernung jammerte einer der Männer, die Prügel bezogen hatten, er musste wohl schlimm erwischt worden sein. Um hier wirklich effektiv handeln zu können, waren sie zu wenige und außerdem unbewaffnet, überlegte er, zog die Stirn dabei in Falten und machte einige Male: „Hm.“ Einige Risiken mussten abgewogen werden, doch noch war Zeit, die Geiselnehmer waren zwar aufmerksam und nervös, aber doch auch sehr von sich eingenommen. Aus halb geschlossenen Augen beobachtete er den Trandoshaner, der sich noch immer mit dem Quarren über ihre Abenteuer unterhielt. Die Typen an der Tür wirkten nachlässig. Dumm war nur, dass sie alle mit Blastern bewaffnet und stark waren. Da konnte er nicht mithalten. Terry war zwar ein Speziesist allererster Güte, doch auch realistisch was die Einschätzung eines möglichen Gegners anging. Außerdem war er körperbehindert, wie er sich wieder einmal frustriert eingestehen musste, was seine Stärke weiter schmälerte. Eine Behinderung die er einem Nichtmenschen, einem Anhänger der Neuen Republik, einem Rebellenarsch, verdankte.

Schon wieder riss ihn Kalyn aus den Gedanken und er wandte seine Aufmerksamkeit der Dame vom CCB zu.

„Wie ist es Ihnen gelungen, dass das Schiff Ihres schweigsamen Freundes nicht von Opeekus Schergen kontrolliert wurde? Sie beide machen nicht den Eindruck, dass Sie mit Bestechungscredits um sich werfen könnten.“

Er schaut sie an und dann zu Quel-Tuus. Als der Bärtige nichts sagte, entschloss er sich, zu antworten.

„Ich habe nicht die geringste Ahnung, Miss. Denn wie ich bereits sagte, ich weiß nichts über ihn, habe ihn erst kurz vor Ihrem Eintreffen kennen gelernt als ich mir seine Maschine angesehen habe.“

Abermals wurde ihre Unterhaltung bemerkt und der Quarren stürmte auf sie zu. Terry schwieg, rückte von Kalyn weg und versuchte seinen Kopf vor dem Schlag zu schützen, den er halb und halb erwartete, da er dem Geiselnehmer am nächsten war und sich auf den ersten Blick besser als Opfer eignete als Kalyn.

„Schnauze!“, brüllte das tintenfischartige Wesen, hob den Blaster und noch bevor Terry weiter reagieren konnte, landete der Griff der Waffe auf seiner Schläfe. Mit einem leisen Aufstöhnen fiel zur Seite und blieb benommen liegen. Irgendwo in seinem Kopf waren Lichter angegangen und tanzten nun vor und hinter seinen Augen. Er krümmte sich zusammen, da er einen weiteren feindseligen Akt erwartete und legte den Arm schützend vor das Gesicht. Doch der Schlag blieb diesmal aus. Der Quarren schien sich mit Terrys einstweiliger unterwürfiger Haltung, zufrieden zu geben.

„Arschloch“, flüsterte er und sandte dem Quarren einen bösartigen Blick zu als dieser sich dazu bequemte, in eine andere Ecke zu verschwinden.

Um nicht noch mehr Aufmerksamkeit zu erregen, blieb er wie und wo er war. Er ließ einige Minuten verstreichen, die ihm wie Stunden vorkamen und hob dann den Blick zu Kalyn.

„Gibt es hier einen Regler für die Klimaanlage und wie viel von Ihrer Ausrüstung ist Ihnen abgenommen worden?“, fragte er die kräftige Frau und zwar so leise, dass er sich nicht sicher sein konnte, ob sie ihn verstand. Er hatte eine Idee, wieder einmal etwas wahnwitzig und gefährlich, noch dazu reichlich unangenehm, gesetzt den Fall dieser Raum hier hatte eine eigene Temperaturregelung und zwar in einer Höhe, die er auch erreichen konnte und sich problemlos mit einer Hand einstellen ließ, ohne lange nach einem Code zu suchen. Es musste deppensicher sein, sonst fiel der Plan ins Wasser und der Quarren konnte damit spielen. Wie er dieses Aliengeschmeiß hasste. Dennoch blieb er weiter in einer demütigen und wie er hoffte nicht aggressiv wirkenden Haltung am Boden liegen, den Blick zu der Frau erhoben. Eben hatte er große Lust, sich seinen Phantomarm auszureißen, was allerdings nicht ging, weil der ja nicht da war. Die Finger juckten ihm und es zog und kribbelte bis zur Narbe hoch, doch er verkniff es sich, sich dort zu kratzen, es hätte wieder nur unnötig die Aufmerksamkeit auf sie gelenkt.


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Unter anderen Umständen wäre sie sogar einem Typen wie Dourshe zu Hilfe gekommen, der erstens ein Imperialer, zweitens Deserteur und drittens Speziesist war. Aber es wäre unklug gewesen, in einem Raum voller Fanatiker die Heldin spielen zu wollen und das dreiste Bürschlein vor der Wut des Quarren zu beschützen. Darüber hinaus schätzte sie ihn dahingehend ein, dass er einiges einstecken konnte. Dennoch kostete sie es einige Überwindung, nicht aufzuspringen und dem Ichthyoiden die Tentakel lang zu ziehen. Der Vorfall erregte auch die Aufmerksamkeit der anderen Geiseln, die so unauffällig wie möglich versuchten, die Zurechtweisung mitzuverfolgen. Jeder der Angestellten des Coruscant Customs Bureau hatte mindestens eine Schulung über deeskalierendes Verhalten erhalten – wenn man über fremder Leute Besitz verfügen konnte, waren Konflikte mit den Eigentümern fast schon vorprogrammiert, ob nun im Außendienst oder hier in den Büros und schwache Nerven durfte man in diesem Job auch nicht haben. So blieben hier alle so ruhig es ging, keine hysterisch weinenden Frauen oder Männer, die plötzlich den Helden in sich entdeckten. Ebenso bezähmte Dourshe sein freches Mundwerk, so dass sich Kalyn beinahe Sorgen gemacht hätte, wenn er noch länger still geblieben wäre, nachdem er seinen Peiniger mit einem leisen, aber herzlichen Kraftausdruck bedacht hatte.

„…. Regler für die Klimaanlage ….. Ihrer Ausrüstung ist Ihnen ….nommen worden?“, raunte er ihr so leise zu, dass sie Mühe hatte, ihn zu verstehen. Sie rekapitulierte die Bruchstücke, um sie ihnen einen sinnvollen Zusammenhang zu bringen. Einen Temperaturregler gab es an der Wand seitlich von ihnen, etwa in zwanzig Zentimeter Höhe, flankiert von einem Pflanzenkübel und einem Wasserspender. Mit gesenktem Kopf erwiderte sie seinen Blick und schaute einige Male in die Richtung der weiß-gräulichen Metallabdeckung. Gleichzeitig steckte sie die Hände in den Taschen der Uniformjacke, wo sie ein paar Bonbons und zerknüllte Flimsinotizen vorfand, was sie an die Stifte und den Stylus für ihr abgenommenes Datapad in der Innenseite der Jacke erinnerte. Die Nullianerin nahm eine Hand wieder langsam heraus und legte sie auf ihre Hosentaschen, wo sie das Feuerzeug erspürte. Das Rauchen hatte sie vor einigen Monaten aufgegeben, aber das gute Gefühl ein Feuerzeug dabei zu haben, wenn eins gebraucht wurde, wollte sie nicht missen. Kalyn machte die unter Rauchern typische Geste fürs Feuergeben. Ob der Ex-Imperiale sie kannte, bezweifelte sie eigentlich nicht, Armee-Soldaten rauchten, und wenn nicht fingen sie nach ein paar Wochen damit an - ganz gleich welcher Fraktion. Der Zigarettenschmuggel in der Armee der Neuen Republik war ein Problem, mit dem sich eine ganze Sektion der Zollbehörde beschäftigte, wieso sollte es beim Imperium anders sein. Dann machte sie eine kurze Bewegung mit ihrem Zeigefinger, als ob sie etwas schreiben würde und hoffte, dass er sie richtig verstand.


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17 Nov, 2012 22:32 11 Die Entourage ist offline Email an Die Entourage senden Beiträge von Die Entourage suchen Nehmen Sie Die Entourage in Ihre Freundesliste auf
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Warten lag ihm nicht. Er blinzelte mehrmals, an der schlechten, verschwommenen Sicht änderte sich nichts. Damit würde er wohl noch eine Weile zurecht kommen müssen. Der Schlag des Quarren hatte es eindeutig in sich gehabt. Und er hatte Kopfschmerzen. Selbst das Klingeln in seinen Ohren war noch vorhanden und zwar in einer Lautstärke, die ihn glauben ließ, alle rundherum müssten es hören können. Abermals blinzelte er und schaute zu Kalyn, die eben auf die Wand neben ihnen wies, sehr dezent übrigens. Also hatte sie ihn gehört, was insofern befriedigend war, weil er nun an sein Vorhaben gehen konnte. Gerade noch konnte er sich ein Grinsen verkneifen als er das Zeichen zum Feuermachen erkannte, das Schreibzeug fand er unwichtig, falls er ihr Zeichen richtig interpretierte. Kälte und Rauch, beides mochte die Chancen zwar nicht wesentlich erhöhen, aber immerhin verbessern. Terry hatte nicht vor, hier bei diesen Nichtmenschen und Nichtmenschenfreunden zu versauern und sich den Tag noch mehr vermiesen zu lassen, wobei letzteres wahrscheinlich noch kommen mochte, denn er befürchtete weitere Prügel, wenn er zum Regler ging. Doch vorerst verhielt er sich ruhig, bewegte sich nur langsam und kaum erkennbar weiter auf den Pflanzenkübel zu. Abermals konnte er ein Grinsen kaum verhindern. Der Wasserspender diente gut als Tarnung für seinen kleinen, privaten Plan. Kalyn wäre wohl hilfreich, überlegte er, aber er konnte nicht riskieren, sich durch ein weiteres Wort zu verraten. Er wusste auch nicht, wie sie auf diese hanebüchene Idee reagieren würde. Vielleicht verstand sie es auch, wenn es plötzlich kälter wurde und die Luftfeuchtigkeit sank. Wenn dann das Kunstleder schön vor sich hinrauchte, würde sich auch die Sprenkleranlage einschalten und es würde ungemütlich werden. Darauf hoffte er. Dann konnten sie vielleicht einige der Terroristen überwältigen und von ihrem Leiden erlösen.

„Terry, du bist ein verrückter kleiner Wichser“, sagte er sich selbst und begann sich danach langsam und unauffällig aus dem Mantel zu schälen. Einarmig wie er war, ging das gar nicht so einfach von statten, doch schließlich gelang es ihm und das schwarze, verdreckte, zerschlissene Etwas aus Kunstleder lag nur noch auf ihm. Währenddessen war ihm heiß, die Kopfschmerzen beinahe unerträglich geworden. Sein Blick kehrte zum Wasserspender zurück, wanderte dann entlang der Wand zum Temperaturregler, der schon fast in Griffweite war. Er schloss die Augen und sammelte Mut. Das konnte genauso gut in die Hosen gehen und sie ihm gleich den Kopf wegschießen. Auf jeden Fall würde ihm dann nichts mehr wehtun, überlegte er weiter, was ihn neuerlich grinsen ließ.

Die Terroristen standen in kleinen Grüppchen beieinander und unterhielten sich flüsternd bis auf die beiden an der Tür. Die Rodianerin redete in ein Comlink, ihre Stimme drang eisig bis zu ihm, aber die Worte konnte er nicht verstehen. Der Quarren und der Trandoshaner unterhielten sich leise, wurden allerdings dabei immer lauter bis die Rodianerin dazwischen ging und mit einem Wort den Disput der beiden beendete. Es ging dabei wohl um die Durchsetzung der Forderungen und wie demokratisch ihre Bewegung war, welcher Rasse mehr Rechte eingeräumt werden musste und wer die meisten Benachteiligungen durch das Imperium hatte erleiden müssen. Diesmal konnte Terry ein gehässiges Grinsen nicht verhindern. Sie waren wirklich überall gleich. Wenn sie zusammen arbeiten sollten war dieses Pack einfach ohne richtige Führung nicht in der Lage dazu.

„Jetzt oder nie“, dachte er todesmutig und rappelte sich hoch. Auf allen Dreien kroch er die letzten Zentimeter, die ihm wie ein Klick erschien, auf den Wasserspender zu und legte dann, als er an der Wand angekommen war, die Hand auf die Abdeckung des Temperaturreglers. Es sah so aus, als wollte er sich einfach dort abstützen. Verhalten stöhnte er, was nicht einmal gespielt war, denn er hatte Schmerzen und er sah noch immer verschwommen. Den Regler konnte er nun fühlen. Er schloss die Augen und tastete mit den Fingerspitzen so lange, bis er die Temperatur neu eingestellt und das Paneel dann unbrauchbar gemacht hatte. Auf wie viel Grad unter Null er sie programmiert hatte, wusste er nicht, aber es würde wohl verdammt kalt werden. „Wasser“, nuschelte er, als schon ein Twi’lek auf ihn zugestürmt kam, der Typ war ein verdammter Muskelberg. Der Ex-Imperiale hatte kaum Zeit, sich auf den Schlag vorzubereiten, da traf ihn erneut ein Irgendwas mit voller Kraft auf der Brust und schleuderte den schmächtigen Deserteur von den Beinen. Recht unsanft landete er am Rücken. Die Landung presste ihm die restliche Luft aus den Lungen, was ihn glauben ließ, zu ersticken. Noch während er in eine gnädige Bewusstlosigkeit sank, hoffte er, dass die Änderung der Temperaturregelung nicht bemerkt worden war.


„Der nächste, der sich bewegt, wird erschossen! Ist das klar?“, brüllte die Rodianerin. Die Geiselnehmer hatten ihre Einigkeit wieder gefunden. Die Blaster wiesen nun alle auf die Menschen. Es war sehr still. Diesen Augenblick nutzte Terry um aus der kurzfristigen Bewusstlosigkeit zu erwachen. Er lebte noch, stellte er fest, rührte sich allerdings nicht, atmete sehr leise, auch wenn er jetzt am liebsten gewimmert hätte. Nun hieß es, wieder Geduld zu beweisen bis die Temperatur für einige der Geiselnehmer unerträglich würde und auch für die Menschen. Doch bevor es so weit kam, brauchte er noch das Feuerzeug. Sein Mantel würde eine schöne Rauchbombe abgeben und wunderbar stinken. Er bedauerte es schon jetzt.


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18 Nov, 2012 15:13 22 Terry Dourshe ist offline Beiträge von Terry Dourshe suchen Nehmen Sie Terry Dourshe in Ihre Freundesliste auf
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Wieder musste Kalyn stark an sich halten, um die Terroristen daran zu hindern, den Einarmigen zu verprügeln, als er sich daran machte, irgendeinen Plan in die Tat umzusetzen. Sie zerbrach sich den Kopf, was er mit dem Temperaturregler machen wollte und in wieweit das alles mit ihrem Feuerzeug und ihren Stiften zu tun hatte, doch ob er sein Vorhaben durchführen konnte, bevor die Anti-Human-Terroristen ihn zu Brei schlugen oder ihm eine Blastersalve durch den Kopf jagte, war fraglich. Immerhin hatte er es geschafft, irgendetwas an dem Regler zu manipulieren, und so getan, als ob er an den Wasserspender wollte, bevor der Twi’lek ihn ins Reich der Träume geschickt hatte. Die Rodianerin war sauer, und er durfte kein weiteres Mal auffallen. Es war erstaunlich, dass sie bereits anfing, sich Sorgen um ihn zu machen. Noch vor knapp einer Stunde war sie bereit gewesen, ihn ohne Wimpernzucken hinter Gitter zu bringen und sich keinen weiteren Gedanken um sein Schicksal zu machen. Jetzt musste sie zusehen, dass es ihm gut ging. Fraternisierung mit einem imperialen Verbrecher – nur, dass er eben das gleiche Schicksal wie sie teilte und mit ein wenig Glück ihre Fahrkarte aus den Händen der Terroristen war, da sie keine Lust hatte, als Kollateralschaden beim Eingreifen der SWAT-Einheiten der Coruscant Security Force zu enden. Dourshe lag regungslos an der Stelle, wo er von dem Lekkuträger zusammengeschlagen war, zum Glück kaum mehr als eine Armlänge von ihr entfernt. Dennoch hätte er sich genauso gut am anderen Ende der Galaxis befinden können – wenn die Nullianerin ihn angesprochen hätte, wäre das sofort aufgefallen und sie hätte ein nettes rauchendes Loch im Kopf oder sonst wo. Ihr schauderte bei dem Gedanken. Todesangst hatte sie eigentlich noch nie verspürt, schließlich war sie immer diejenige mit dem Blaster. Aber einfach aus einer Laune hingerichtet zu werden, behagte ihr definitiv nicht und wieder wurde ihr kalt. Dabei hatte sie den Eindruck, dass es merklich kühler in dem Wartezimmer geworden war, und das lang nicht an den Aussichten auf ein unwürdiges Ende.

Es dauerte einen Augenblick, bis sie auf das Naheliegendste gekommen war und einen unauffälligen Seitenblick auf den vermöbelten Deserteur warf. Beinahe hätte sie laut aufgelacht, doch sie beherrschte sich rechtzeitig, indem sie sich auf die Zunge biss. Jetzt mussten die nächsten Schritte folgen, und die hatten irgendwas mit ihrem Feuerzeug zu tun. Wenigstens glaubte sie, dass ein Feuerzeug nützlicher war, als Stifte. Vermutlich markierte Dourshe nur, so dass es an der Zeit war zu handeln. Sie rieb sich die kalt gewordenen Hände und steckte sie dann in die Hosentaschen, wo sich in der linken das Feuerzeug befand. Der Twi’lek patrouillierte gerade die Reihe, in der sie saß, jedenfalls sah sie seine Beine und irgendjemand nieste laut. Ob es jemand von den Geiseln war oder einer ihrer Wächter konnte sie nicht herausfinden, doch es veranlasste das Beinpaar in ihrem Blickfeld, sich schneller von ihr wegzubewegen. Vorsichtig drehte sie ihren Kopf in die Richtung, in der Dourshe immer noch wie bewusstlos lag. Wieder hörte sie ein gewaltiges Niesen, und ehe sie sich versah, schubste sie das Feuerzeug in die Richtung des Deserteurs, das an seine Schulter prallte.

Sie hörte ein paar aufgeregte Wortfetzen auf Huttisch, davon eine weibliche Stimme, die Rodianerin anscheinend – viel davon verstand sie nicht, doch es reichte, um unter den Flüchen und Schimpfwörtern herauszuhören, dass die Terroristen den Temperaturabfall registriert hatten und nicht wussten, was sie dagegen tun sollten. Aber es würde nicht lange dauern, bis sie die Verbindung zu Dourshe erkannten – daher sollte er besser schnell das tun, was er vorhatte zu tun. Schon allein deshalb, weil ihr allmählich auch fröstelte – die Kälte kroch von dem Fußboden unaufhaltsam durch den Stoff der Uniform, die beileibe nicht dünn war, aber auch nicht dazu gemacht war, als Thermokleidung zu fungieren.


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02 Dec, 2012 22:06 43 Die Entourage ist offline Email an Die Entourage senden Beiträge von Die Entourage suchen Nehmen Sie Die Entourage in Ihre Freundesliste auf
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| Der Doc, Shalin’lao |


Shalin hatte schon vor langer Zeit aufgehört, sich um Details zu sorgen, die alltäglich waren, wie Schmerz, Verwundung, Lärm, Hunger... Darüber zu jammern hatte nie etwas gebracht... Oder zumindest selten genug, grade wenn man kein Mensch war. Man heulte nicht über diese Dinge (Oder zumindest nicht in der Öffentlichkeit, wenn man es vermeiden konnte), man versuchte die Probleme zu lösen. Indess hatte sie sich eine lockere, oft schlakhafte Ader bewahrt, die manch anderem Kind hier abgingen, welches von Angst, Gewalt und anderem abgestumpft war... Noch. Sie war, ganz dem Klischee der weiblichen Mitglieder ihrer Rasse nach, ein Mädchen das förmlich vor Emotion sprühte... Auch wenn ihr eine gesunde Portion Egozentrik innewohnte... Das musste sie auch.

Sie dachte noch immer an die kaum überwundene Seuche zurück... Soviele Tote - Sie fanden immer noch welche - Und ihre Abneigung, in manchen Fällen gar Hass gegen die Menschen hatte es auch genährt, wenngleich sie nicht so verroht und verbittert war wieviele andere Aliens, grade der unteren Ebenen. Das mochte daran liegen, dass sie, zu ihrer eigenen Verwunderung damals nicht erkrankt war...

Jedenfalls hatte es ihre Vorsicht vor Krankheiten und Wunden nur geschärft, was sie nun dazu brachte, dem Schlangenwesen zuzunicken und seiner Aufforderung Folge leistend auf der bezeichneten Liege Platz zu nehmen... Wenn man ein lockeres fallen lassen so nennen konnte. Auf die Idee eine Decke wegen ein oder zwei Flecken zu wechseln wäre sie auch gar nicht gekommen... Aber sie war auch kein Arzt.

Sie biss die Zähne zusammen, als der Droide während der Verbandabnahme fast zwingend die eingetrockneten Stelln teilweise wieder aufriss, gab aber von einigen unterdrückten Keuchlauten nichts von sich.

Vieleicht zur Überraschung des Sluissi murmelte sie auf seine Frage tatsächlich eine Antwort, auch wenn man ihr die Nervosität ansah, welche verriert, dass das bestenfalls die halbe Wahrheit war.


"Überladungsblitze..."

Vermutlich hatte sie in der nähe einer unisolierten Leitung gesessen oder geschlafen... Abe rdann hätte die Energie eigentlich ihr System überlasten - Ergo - Sie töten müssen... Sei es wie es sei... Das Mädchen schüttelte leicht den Kopf, was die langen Tentakel - Lekku, wie die Twi'lek sie selbst nannten - In Bewegung brachte.

"Nein... Ich... Ich habe in letzter Zeit viel mehr Hunger... Und schwitze grade nachts oft mehr... Ein paar Alpträume auch, ich schlafe nicht gut... Aber ich hab keine Probleme mit'm Gleichgewicht oder dem Kopf. Vermutlich kriege ich nur ne Erkältung."

Sie folgte mit wache Auge den Bewegungen des Droiden, dann sprach das Schlangenwesen wieder und erwarb ihre volle Aufmerksamkeit.

"Ist das mit der Betäubung wirklich nötig ? Ich bleib lieber bei klarem Bewusstsein..."

Die nachfolgende Frage schien sie dann zu überraschen. Das Mädchen legte den Kopf schief und schien angestrengt nachzudenken.

"So... Vieleicht Ahm... Vieleicht 15 ? Könnten auch nur 13 sein...?"

Die Art wie sie die Frage stellte bestätigte seine Vermutung größtenteils.

"Und ich glaub nicht. Von garmoreanischen Kartoffeln krieg ich manchmal so komische Pickelchen am Hals, aber sonst..."

Sie reckte den dünnen Körper, vieleicht um größer zu wirkenl, vermutlich jedoch eher um den Eingang besser im Blick behalten zu können, die just in diesem Moment plötzlich zu rumpeln begann.In ihrer Hand erschien eine kleine Blasterwaffe - Die Art, mit der Neureiche gerne auf die Jagdt gegangen waren und die bestenfalls halb illegal war - Wusste der Himmel wo sie sie herbefördert hatte.

Ihre Brust hob und senkte sich rascher, die Muskeln spannten sich an und ein Blick auf den alarmiert wirkenden Arzt genügte um die Deckungsmöglichkeiten des Raums in Betracht zu ziehen.Sie glitt von der Liege hinter selbige, so dass sie von der Tür her nicht mehr auf Anhieb zu sehen war... Nur für den Fall. Aus ihrer Sicht machte die Repulik teilweise alles noch schlimmer. Hilfe kam nie hier unten an, aber die Sicherheitsleute die wichtige Stätten wie jene des Docs zumachten, DIE kamen wirklich ab und an... Wobei grade derzeit in all dem Chaos natürlich auch Bestechlichkeit blühte... Oder hatte der Doc einen örtlichen Schmugglerlord verärgert ?

Egal was es war, in ihrem Kopf tauchten zuerst die schlechtesten Möglichkeiten auf.Erst als der Droide die Tür aufmachte und sich zeigte, dass es wohl doch weder ein Inspekteur, noch ein Headhunter, noch ein imperialer Stoßtrupp war, rutschte sie von hinter der Liege wieder zurück auf selbige... Und lächelte freundlich und offen in die Runde, als könne sie kein Wässerchen trüben. Die Schusswaffe war freilich wieder verschwunden.

Ihre Blicke musterten die Kiffar mit einer Mischung aus Vorsicht und Neugier... Sowohl der klickende Arm als auch das leuchtende Auge waren zwar nicht grade einladend - Aber forderten die Faszination des Mädchens doch heraus - Zumal es in ihrem Verstand eine gewisse "Coolness" nicht ganz abzulegen wusste. Den Cigarillo nahm sie kaum wahr, sie kannte erheblich verrauchtere Orte - Aber ihr Geruchssinn war auch nicht so empfindlich wie der des Reptils.


"Na schau mal, Doc... Es ist der gute Geist, er bringt Geschenke, du warst wohl viel braver als ich..."

Das Mädchen kicherte und legte den Kopf schief. Auch wenn sie ausgelassen und ruhig wirkte, hatte sie doch immer im Hinterkopf wie schnell sich eine Situation zum Gegenteil zu verkehren wusste.

Die teilweise geschwärzten, teilweise Violett-Gelben Brandwunden waren deutlich sichtbar... Ebenso wie die abgenommenen Bandagen. Aber es schien ihr mehr als schwer zu fallen trotz der sicher vorhandenen Schmerzen still zu sitzen.

Angesprochen zuckte sie die Schultern gen der Kiffar.


"Jap, vermutlich... Auch wenn das manche Probleme vermutlich schmälern würde. Du aber auch - Ich kann mir vorstellen, dass es nicht grade nett aussieht, wenn dir statt dem klemmenden Arm das Auge Kurzschlussstösse verursacht, wa ? Aber sieht interessant aus... Ist es jetzt besser als das Echte ? Mit dem Glubscherchen kannst du bestimmt nicht nur abends im Dunkeln lesen... "

So wie sie die Spezies der Kiffar kannte, vermutete sie her freiwilligen Austausch, denn Verwundung. Auf den eher anrüchigen Kommentar lachte sie nur kurz und winkte ab.

"Dann zieh ich das halt von der Bezahlung ab... Nee, mal ehrlich. Ich glaub nicht, dass ich sein Typ bin. Zu weich und so... Wär mir auch gar nicht lieb. Aber pass selber auf..."

Ein Zwinkern.

"Ich glaube, der Droide starrt dich schon an, seid du reingekommen bist... Ich glaub, dein Arm macht ihn an und er erhofft sich eine eingehendere Untersuchung..."

Während die Maschine ein irritiert-protestierendes Piepen von sich gab, lachte die Kleine wieder... Sie schlug die beine übereinander, stützte sich auf die Handflächen und atmete durch.

Als die beiden Erwachsenen dann in einem kurzen Zischen hin und her festmachten, wer den dickeren Schädel hatte, hielt sie dann doch lieber die Klappe, bevor irgendwer noch glaubte, sie mache zuviel Scherze auf seine Kosten. Gute Ärzte waren schwer zu finden.


"Und ich weiss, dass er gut ist, hab ich von mehreren gehört... Sonst wär ich nicht hier. Hab ja keine Lust ganz oder in Einzelteilen sonstwohin verkauft zu werden. Neee, er hat nen guten Ruf, auch wenn ich zum ersten Mal hier bin."

Letztlich sog sie jedoch wieder zischend die Luft ein... Und lies den Sluissi weitermachen. Wenn er es absolut für nötig hielt lies sie sich sogar auf eine örtliche Betäubung ein...

| Der Doc, Shalin’lao , Myrah Velase|

|Coruscant| Untere Ebenen | Schattenklinik in der Nähe von Loddos Cantina|

06 Dec, 2012 10:05 30
Terry Dourshe
Rollenspiel-Charakter




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[Courscant – südliche Hemisphäre – untere Ebenen – Hauptquartier der CCB - Warteraum] Terry Dourshe, Kalyn Sulor, Quel-Tuus Arsev, weitere menschliche Geiseln, Geiselnehmer


Ihm tat jeder Knochen weh und wenn der die Augen öffnete, sah er alles doppelt. Das verhieß nichts Gutes, doch jetzt war nicht die Zeit, wehleidig zu sein. Was er angefangen hatte, musste erst beendet werden. Die Stimmen und das Niesen schien in seinen Ohren ein Echo zu bilden und hämmerte dann gegen seine Schädeldecke, von innen natürlich. Er schloss die Augen.

Die Zeit dehnte sich wieder einmal bis ins Unendliche, Sekunden zogen sich wie ein Gummiband, während sich die Kälte in seinem Körper ausbreitete. Der einarmige Deserteur öffnete die Augen und blinzelte. Was er sah, schockierte ihn, denn die Welt war noch immer doppelt, seltsam verzerrt und verschwommen. Trotz seiner misslichen Lage hätte er lachen mögen, eine doppelte Kalyn, die ihn ansah und irgendetwas zu ihm schob, als die vier Beine des Tentakelträgers an ihm vorübergezogen waren. Dann explodierte sein Hirn, zumindest fühlte es sich so an und er konnte ein leises Stöhnen kaum unterdrücken. Zum Glück ging es in einem Niesen unter, das irgendein trauriger Idiot, von sich gab, ob nun Geiselnehmer oder Geisel war egal. Idiot blieb Idiot – er zählte sich in diesem Moment selbst dazu und tat sich furchtbar leid.

Das Gerede der Rodianerin brachte ihn allerdings wieder zur Besinnung, zumindest halbwegs. Er ignorierte sowohl die Schmerzen als auch die Kälte und tastete nach dem Feuerzeug. Langsam, befahl er sich und hatte mit jeder Sekunde mehr Angst, dass seine Tat durchschaut worden war. Doch noch diskutierten die Anti-Human-Terroristen, diese Gelegenheit musste er nutzen, es gab sonst keine mehr. Als Appetithappen für den Ichthyoiden wollte er keinesfalls enden.

Nach schier endlos langen Sekunden war er so weit und konnte den nächsten Teil seines Plans umsetzen oder es zumindest versuchen. Kampflos würde er sich niemals einem dahergelaufenen Alien ergeben.

Die Rodianerin schien doch tatsächlich die Anführerin dieser Bande zu sein, zumindest des Teils, der sie hier festhielt, so wie sie ständig das Wort ergriff. Noch redeten sie und schienen weniger aufmerksam zu sein. Er wusste, wenn er sich jetzt bewegte, konnte das durchaus für sein rasches Ableben sorgen und rauchende Löcher in seinem Körper behagten ihm gar nicht. Dennoch, er klemmte das Feuerzeug zwischen die Zähne und tastete dann mit der Hand nach dem Mantel und zog ihn mit einer raschen Bewegung zu sich heran. Mittlerweile zitterte am ganzen Körper und hatte das Gefühl, die Finger seien aus Eis. Dieser Umstand erschwerte es ihm weiter, vernünftig zu sein, was wohl seine folgenden Handlungen zum Teil erklären. Ächzend drehte er sich herum, nahm das Feuerzeug aus dem Mund und zündete den Mantel an, was ihm nach mehrmaligen Versuchen auch gelang. Jedes Mal, wenn er den Zünder betätigte, hielt er den Atem an. Endlich hatte er eine Stelle gefunden, die Feuer fing, und bald schon begannen sich die kleinen Flammen durch das künstlich hergestellte Leder zu fressen und Rauch abzugeben.

Tief atmete er durch, schloss einen Moment die Augen und raffte sich dann wieder auf, um seine improvisierte Rauchbombe in den Pflanzenkübel zu legen. Noch während sich die Geiselnehmer herumdrehten, um die Ursache für die neuerliche Störung herauszufinden, gab er dem Wagen einen Stoß und der fuhr auf die Gruppe der Geiselnehmer zu, die auch sofort das Feuer auf ihn eröffneten. Terry warf sich zu Boden und rollte unter einen nahe gelegenen Tisch. Seine Hoffnung lag auf Kalyn, dass die sich aufraffen und mitmachen würde, wenn er jetzt richtig loslegte und zwar ohne Rücksicht auf Verluste.

Hysterische Rufe erfüllten den Raum, dann ging die Sprinkleranlage an und Terry startete Teil drei seines Plans, sofern er ihn noch auf die Reihe bekam. Er fühlte sich elend, ihm war speiübel und die Doppelsicht war mehr als besorgniserregend. Dennoch, innerlich zählte er bis drei, dann rollte er unter dem Tisch hervor und rannte los, auf den erstbesten der Terroristen und packte im Vorbeilaufen gleich einen Stuhl, dem er dem überraschten Alien über den Kopf zu. Als dieser zu Boden gegangen war, trat er ihm noch ordentlich ins Gesicht, bückte sich zeitgleich nach dem Blaster des am Boden liegenden Typen und warf ihn Kalyn zu.

„Fangen Sie, Lieutenant und dann nieten Sie diese Maden um!“, befahl er der uniformierten Nullanerin. Noch während er rief, schleuderte er den Sessel dem nächsten über den Kopf, zumindest versuchte er es, erwischte den Trandoshaner aber nur im Rücken, was diesen herumfahren ließ. Terry achtete nicht mehr darauf, was er mit seinem Stuhl anrichtete, ob er überhaupt etwas damit erreichte, sondern drosch ihn dem durch die Kälte verlangsamten Echsenartigen ins Gesicht. Polternd fiel der Sessel zu Boden als Terry losließ und nach dem Handblaster des Reptils griff. Endlich eine Waffe, die effektiver als der Sessel war und die er auch halbwegs bedienen konnte. Rund um ihn wurde geschossen, einige Leute lagen am Boden, ob in Deckung, verwundet oder tot, er wusste es nicht, es interessierte ihn auch nicht weiter. Die Terroristen mussten vernichtet werden und dieser verdammte Trandoshaner war noch immer auf den Beinen und holte nun mit seinen Pranken aus. Der Einarmige wusste nicht genau, welche der Hände nun real war und auf ihn zusauste. Er ließ sich zu Boden fallen und feuerte blindlings drauf los, ob und wen er traf, sah er nicht, denn er sah nur noch verschwommene Bilder und irgendjemand hämmerte in seinem Hirn, während sich etwas Feuriges in seine rechte Schulter zu bohren schien.


[Courscant – südliche Hemisphäre – untere Ebenen – Hauptquartier der CCB - Warteraum] Terry Dourshe, Kalyn Sulor, Quel-Tuus Arsev, weitere menschliche Geiseln, Geiselnehmer

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07 Dec, 2012 19:15 38 Terry Dourshe ist offline Beiträge von Terry Dourshe suchen Nehmen Sie Terry Dourshe in Ihre Freundesliste auf
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|Myrah Velase, der Doc, Shalin’lao|


Ein bisschen Klappern und Frotzelei gehörte immer zum Geschäft, bloß, dass viele Leute keinen Spaß verstanden, so wie der Doc. Myrah würde nie im Leben zu Mataattos Werkstatt gehen, da konnte sie sich gleich sowohl Armprothese und Augenimplantat selbst herausreißen. Aber dass er es in all der Zeit nie begriffen hatte, dass ihre losen Sprüche ebenso zu ihr gehörten, wie sein Gezischel zu ihm. Dann würde es das nächste Mal nun genauso laufen. Jede Faser ihres Körpers schrie nach einem weiteren Cigarillo, während Doc ziemlich umständlich begann, die in bunten Farben schillernden Verletzungen der kleinen Twi’lek zu desinfizieren. Das Mädchen war im Gegensatz zu dem Doc viel lockerer drauf – der Spruch mit dem Droiden war so gut, dass die Kiffar erst heiser lachte, und dann die ständig verschleimten Bronchien frei hustete. Dank der Schmerzmittel spürte sie die Aufhängung der Prothese am Schulterbein nicht ganz so stark, aber es fehlte nicht mehr viel, bis das Zwicken unangenehm wurde. Unruhig rutschte sie auf dem Stuhl herum, kratzte sich mehrmals am Kopf, bis sie ihr Pad herausholte und versuchte, sich mit den dort vorinstallierten Spielen zu beschäftigen. Aber dafür fehlte ihr Geduld und so ließ sie es nach einigen Minuten bleiben. Ihr fiel es schwer, ruhig zu bleiben, aber hier war Doc der Boss und sie war auf seine Künste angewiesen und nicht umgekehrt. Ganz am Anfang hatte er sie einmal hochkant aus der Klink herausgeschmissen, als sie nach mehrfachen Ermahnungen in Anwesenheit eines Wookieepatienten immer noch Witze über wandelnde Fellteppiche von sich gegeben hatte.

„Ich werde die Stellen um die Verbrennungen lokal betäuben lasssen. Du musssst aber ruhig liegen bleiben“, ermahnte Docdie Kleine und zog sich Latex-Handschuhe über, nachdem er die Hände noch einmal gründlich gewaschen hatte und der Droide den Injektor mit dem Anästhetikum bereit machte. „Dasss verbrannte Gewebe werde ich mit einem Lassserssskapell entfernen, während Effexxx die Wunden ausspült. Anschliessssend bekommssst du dank Myrah ein paar der Kolto-Ampullen und frische Verbände.“ Der FX-7 Droide legte einen Zugang zum Infusionsbeutel in die Armbeuge der jungen Twi’lek und der Sluissi machte sich an die eigentliche Behandlung, die für Myrah eine halbe Ewigkeit zu dauern schien. Sie wollte rausgehen und sich einen Cigarillo anmachen, aber dann war sie zu neugierig, was während der Behandlung genau passierte. Blöderweise verdeckte sowohl Doc als auch sein Droide immer die Sicht auf die blauhäutige Patientin. Ungeduldig tippelte sie mit den Stiefelabsätzen auf dem kahlen Fußboden herum, bis er fertig war. Das Comaren schien geradezu im Sekundentakt an Wirkung zu verlieren, dazu gesellten sich auch noch Kopfschmerzen und ein schier rasendes Bedürfnis nach einem Glimmstängel. „Na endlich, lass die Kleine bezahlen und dann bin ich dran“, drängelte sie und sprang auf, um forsch auf den Sluissi und seine frisch verarztete Patientin zu zustürmen. „Du kannst du doch sofort bezahlen, oder? Ich hab’s eilig!“ Der Doc war nicht unfair, was die Kosten für die Behandlung anging, aber ob solche jungen Dinger wie die kleine Twi’lek über die nötigen Mittel verfügten, die auch nur ansatzweise die Kosten deckte, war fraglich. Sie bauten immer auf ein süßes Lächeln oder die verführerische Wirkung ihrer Körper, was oft auch zog, aber manchmal fatal daneben gehen konnte. Aus irgendeinem Grund regte sich in der abgebrühten Kiffar ein wenig Besorgnis um das Wohlergehen des Mädchens, das in seiner Unbekümmertheit in den Unteren Ebenen total fehl am Platze schien. Sie nestelte aus einer ihrer Overalltaschen zwei Energieriegel hervor und hielt sie ihr mit der mechanischen Hand unter die Nase. „Hier, Mädchen, damit du was auf die Rippen kriegst. Wveilunüsse und Schokolade. Hab letztens ne ganze Palette gefunden.“


|Myrah Velase, der Doc, Shalin’lao|
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09 Dec, 2012 19:43 33 The Huntsmen ist offline Email an The Huntsmen senden Beiträge von The Huntsmen suchen Nehmen Sie The Huntsmen in Ihre Freundesliste auf
Kaldan
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|Myrah Velase, der Doc, Shalin’lao|


Die junge Twi'lek hatte sich zurückgelehnt und die Behandlung mit einem interessierten Blick verfolgt, während ihre Gedanken abgewandert waren... Woher waren die Wunden... Beziehungsweise die Blitze... Eigentlich gekommen ? Aus ihr, soviel stand fest... Aber warum ? Ausser einer halbherzogen Computersuche hatte sie keine Idee wie sie vorgehen sollte... Und die hatte nichts erbracht. Eins stand fest... Sie wurde BESSER... Sprünge über dutzende Meter, Reflexe wie ein Hochleistungskämpfer... Einmal war sie sogar an der Wand entlang gerannt. Senkrecht ! Und ihr schon immer besonderer 7. Sinn schien sprunghaft zu werden... Und, ja, es nahm sie mit. Sie wurde hyperaktiv. Stillzuliegen, hier, auf dem Krankenbett, war schwierig, wo sie doch sonst Stunden ausharren konnte, wenn sie auf eine Gelegenheit wartete... Gewohnte Geräusche liessen sie zusammenzucken, sie schreckte nachts oft hoch...

Die Worte des Doc rissen sie aus ihrem Halb-Tranceartigen Zustand.

„Dasss verbrannte Gewebe werde ich mit einem Lassserssskapell entfernen, während Effexxx die Wunden ausspült. Anschliessssend bekommssst du dank Myrah ein paar der Kolto-Ampullen und frische Verbände.“

Man hatte fast meinen mögen, die Dosis wäre ein wenig zu hoch angesetzt gewesen, so glasig wie ihr Blick zwischenherein geworden war... Nun wirkte sie, übergangslos wieder völlig auf dem Sprung...

„Na endlich, lass die Kleine bezahlen und dann bin ich dran“, hörte sie die etwas kratzbürstige Frau sagen - Aber der derbe Humor schlug genau in ihre Kannte, ausserdem regte sie keinen Ärger an, wenn sies vermeiden konnte - meistens. Jedenfalls muckte sie nicht auf.

„Du kannst du doch sofort bezahlen, oder? Ich hab’s eilig!“

Shalin'lao gab einen leicht entrüsteten Blick zurück.

"Klar, wofür hältst du mich ! Ich haue doch niemanden übers Ohr, den ich noch brauchen werd'.

Schliesslich war sie sehr stolz darauf, dass SIE für sich selbst sorgen konnte und weder auf ihr Lächeln (auch wenn sie manchmal gerne davon gebrauch machte) noch "anderweitige" Dienstleistungen angewiesen war, die Mädchen in ihrem Alter schon ab und an in Zahlung gaben... Ob nun beim aktuellen Gutverkäufer oder bei Dritten war dann dahingestellt... Na sie jedenfalls nicht.

Und, vermutlich zur Erleichterung des Kaltblüters, kramte sie in ihren Taschen nach einigen Credchips. Sie fischte sie aus einer Geldbörse die eher zu einer feinen Dame in den oberen Sektoren gepasst hätte, wäre sie nicht ein wenig angesengt und wiese Schmierölfingerbadrücke auf...

"Wieviel willste denn haben ?"

Dann zuckte sie zusammen, ihr Kopf ruckte nach oben, die Lekku schlenkerten... Aber nach zwei Sekunden schüttelte sie den Kopf.

"Hätte schwören können, ich hab was gehört..."

Nachdem sie dem Doc einen fairen Betrag übergeben hatte - Mätzchen machte sie ab und an schon, aber nicht bei jemandem der so nah mit ihr auf Tuchfühlung ging - Wie war das noch mit stillschweigend in Zahlung genommenem Knochenmark beim nächsten Mal ? -

Grinste sie dann schon wieder der Kiffar zu - Nicht, dass ihr jetzt der Unterschied zu einem stinknormalen Menschen optisch aufgegangen wäre, aber die hier schien ganz okay zu sein.

„Hier, Mädchen, damit du was auf die Rippen kriegst. Wveilunüsse und Schokolade. Hab letztens ne ganze Palette gefunden.“

Dann leuchteten ihre Augen : Schokolade ! Es war ja nicht so, dass sie mit etwas Mühe nicht auch rangekommen wäre - Aber man gewann mit solch kleinen Gesten, grade weil sie so selten war durchaus ihre Zuneigung - Sie war ohnehin ein Süßmaul.

"Hey, danke ! Mmmh... Gut !" Der Riegel war so schnell ausgewickelt, das man kaum hinterherkam - Die Bissen wurden dann aber gaaaanz langsam genommen, Frau wollte ja schliesslich den Geschmack geniessen !

Sie drückte die Kiffar spontan - Auf ihren Tascheninhalt achtend, aber trotzdem ehrlich gemeint - Und grinste frech, aber erheblich besserer Laune als beim Reinkommen. Man merkte wirklich ihre Rippen, wenn man sie umarmte - Aber sie war auch sehnig und nicht ganz halb verhungert... Ihr ging es besser als den Meisten ihrer Altersgenossen ohne Familie hier unten. Sie war sogar ganz zuversichtlich optimistisch mindestens 20 zu werden. Aber wie gesagt, die Umarmung warm ehrlich, die blaue Haut warm und diese Augen konnten einen Hutten vor Rührung zum Seufzen bringen... Bevor er den Verkaufs-Scheck unterschrieb, aber immerhin.

"Ich sags doch, sie bringt tolle Geschenke... War wohl doch braver als ichs in Erinnerung hatte! Hey, wenn du mal was brauchst... Ich kann beinahe alles auftreiben."

Man musste sich ja solch frohsinnige Kontakte warmhalten hier unten.

Zwischenzeitlich war sie aus dem Weg gegangen, damit sie weder Arzt noch Patientin im Wege rumstand... Auch wenn sie doch neugierig war, wie das nun bei Myrah laufen würde. Frei nach dem Motto, wenn niemand intervenierte, war etwas erlaubt, suchte sie sich die Ecke mit der besten Übersicht und dem wenigsten "Droidenverkehr"... Myrah hatte schliesslich bei ihr gelinst, das hatte sie genau gemerkt, als sollte sie ja auch dürfen... Und wenn nicht, so ein Schmollmund konnte gut gezogen werden. Zwischenzeitlich wieder in der Jacke steckend lehnte sie also gegen die Wand... Ihre Gedanken trieben immer wieder fort... Den nächsten Schritt zu planen fiel ihr zunehmend schwerer die letzten Tage. Sie machte die enervierende Erfahrung, dass es sie irgendwo hin zog... Ohne dass sie wusste wohin... Oder selbst, in welcher "Richtung" dieses "Wohin" war... Nun, zumindest tat es ihrer Neugier keinen Abbruch.

Heute auf dem Lehrplan der Unteren Ebenen : Knirschende Implantate - Und wie man sie wieder so an den Knochen klebt, dass alet passt, nich wackelt und Luft hat - für Anfänger...


|Myrah Velase, der Doc, Shalin’lao|
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13 Dec, 2012 11:58 21
Die Entourage
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|Coruscant | südliche Hemisphäre | Untere Ebenen | Hauptquartier der CCB| Wartezimmer |

|Inspector Lt. Kalyn Sulor, Quel-Tuus Arsev, Terry Dourshe, weitere menschliche Geiseln|


Sämtliche Skrupel, die eine Fraternisierung mit einem gewissen inhaftierten imperialen Deserteur betrafen, verflüchtigten sich in dem Augenblick, als Inspector Lt. Kalyn Sulor einen Blaster in den Händen hielt. Sogar der Befehlston, den Dourshe anschlug, störte sie in diesem Augenblick nicht. Ihre Erfahrung auf etwas feuern, bestand vor allem aus Jagdausflügen auf Null und den Trainingsstunden auf dem Schießstand der Coruscant Security Force, wo man auf Droiden in lebensechter Verkleidung ballern konnte und einmal hatte sie einem flüchtigen Raumhafenarbeiter ins Bein geschossen. Aber weder das Wild noch die Droiden oder jener Arbeiter hatten je vorgehabt, sie selbst anzugreifen. Was ihr aber half, dennoch den Überblick zu behalten, und das im wahrsten Sinn des Wortes, war, dass sie so ziemlich die Größte im Raum war. Die Terroristen hatten zunächst den heran rollenden Pflanzenkübel ins Visier genommen, und einige schossen dann wahllos auf die Geiseln. Kurz entschlossen nahm sie die beiden Bothaner ins Visier und gab einige Schüsse auf sie ab, bevor sie selbst Deckung hinter einer Sitzreihe suchen musste. Ob sie die Schützen erwischt hatte, konnte sie in dem Chaos nicht ausmachen – die Geiseln, die Mut gefasst hatten und sich trotz der Nässe und Kälte nicht abschrecken ließen, die Terroristen zu überwältigen, rannten ihr in die Schusslinie. Es roch nach verschmortem Kunstleder, Rauch, Ozon, feuchtem Fell, irgendwie fischig und verbranntem Fleisch, es war erbärmlich kalt und viel schien nicht zu fehlen, dass das Wasser aus der Sprinkleranlage gefror. Kalyn wischte sich das Wasser von der Stirn, das ihr auf eine äußerst nervige Weise in die Augen lief. Neben ihr stürzten zwei Menschen zu Boden, ein Mann und eine Frau, die aus einem langen Kratzer im Gesicht blutete. Sie presste sich die Hand auf den Mund, um ein Wimmern zu unterdrücken und starrte Kalyn aus schreckgeweiteten Augen an. Die Nullianerin bedeutete ihr und ihrem Begleiter sich unter die Sitzreihe zu ducken. Dann fiel ihr Dourshe ein und sie sah, dass der Trandoshaner sich auf den am Boden liegenden Deserteur stürzte, der zwar auch einen Blaster in der Hand hatte und wild um sich schoss, aber alles andere als zielsicher wirkte.

Die Bewegungen des Reptiloiden wirkten steif und ungelenk, aber er hatte im Gegensatz zu Dourshe zwei funktionierende Arme und war immer noch stärker als das einarmige Bürschlein. Um ihn richtig zu erwischen, musste sie sich wieder aufrichten und noch immer jagten Blasterschüsse durch den Raum. Dennoch ging sie das Risiko ein – immerhin hatte er einiges an Prügel einstecken müssen, um die Voraussetzungen für diesen Kampf zu schaffen. Die Krallen des Echsenmannes staken schon in der Schulter des Ex-Imperialen, als ihn mehrere Blasterbolzen aus Kalyns Waffe trafen. Es schien eine Ewigkeit zu dauern, bis er umfiel. Dann biss plötzlich etwas in Kalyns rechte Seite und es roch nach verbranntem Stoff und angesengter Haut. Sie sah den Twi’lek, der vorhin Dourshe vermöbelt hatte – er war dem Trandoshaner gefolgt, was sie in ihrem Tunnelblick nicht gesehen hatte. Noch spürte sie keine Schmerzen, aber wenn das Adrenalin seine Wirkung verlor, würde sie nicht mehr in der Lage sein, schnell zu reagieren und der Tentakelkopf würde erst sie und dann den Deserteur erledigen. Schneller, als sie diese Überlegungen beenden konnte, hob sie wieder die Waffe und feuerte. Sie erwischte mit dem ersten Schuss einen der lekku und dem zweiten sein Gesicht. Heulend ging der Twi’lek zu Boden, in dessen Nähe ein CSF-Beamter mit einem angeschossenen Bein und einem blauen Auge kauerte. Der Mann in der Uniform eines Captains zuckte zusammen, aber ergriff die Gunst der Stunde und schnappte sich dessen Blaster. Er nickte der Nullianerin zu, die so geduckt, wie es für ihre Größe ging, sich zu dem Deserteur vorarbeitete. Er sah schlecht aus – aschfahl im Gesicht und seine Augen wanderten unstet umher, als ob sie etwas vergeblich etwas Bestimmtes suchten.

„Sie machen aber auch nichts als Ärger, Mister Dourshe. Jetzt muss ich auch noch die Kavallerie für Sie spielen“, teilte sie ihm vorwurfsvoll mit und klemmte sich das schmächtige Bürschlein unter den Arm. Ob das schmerzhaft für ihn war oder nicht, war unerheblich. In seinem Zustand war er eine leichte Beute für die Terroristen, zumal er auch noch der Grund allen Übels war, und musste in Deckung gebracht werden. Außerdem war er immer noch ihr Gefangener, auf den sie aufpassen musste. Zurück an der Sitzreihe fand sie den Captain mit dem Veilchen vor, der sich den Blaster des Twi’lek geschnappt hatte. Die Frau mit der Kratzwunde zitterte und war noch bleicher im Gesicht als Dourshe, dennoch versuchte sie, nicht die Beherrschung verlieren, während ihr Begleiter äußerst nervös wirkte. Das Wartezimmer hatte sich in ein Miniaturschlachtfeld verwandelt. Um die Geiseln, die Waffen erbeuten konnten, hatten sich die anderen versammelt und sich hinter Tischen und Stühlen verschanzt, während sich die Geiselnehmer hinter einer Informationstheke zurückgezogen hatten. „Ich hoffe nur, dass wir hier rauskommen, bevor die ihre Freunde holen oder wir hier alle erfrieren. Wessen glorreiche Idee war das eigentlich?“, sagte der CSF-Mann mit dem Veilchen und fixierte dabei mit seinem unverletzten Auge durchdringend den benommenen Deserteur, während das andere immer mehr zuschwoll. Er hatte einen starken corellianischen Akzent und Kalyn seufzte innerlich. Das hatte gerade noch gefehlt – ein praktisch einäugiger Corellianer mit seinem typischen übersteigerten Ego und ein einarmiger, rotziger imperialer Deserteur. Und zu allem Überfluss machte sich jetzt auch sehr unangenehm der Streifschuss bemerkbar und sie merkte, wie sie anfing zu zittern.



|Inspector Lt. Kalyn Sulor, Quel-Tuus Arsev, Terry Dourshe, weitere menschliche Geiseln|

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22 Dec, 2012 22:06 31 Die Entourage ist offline Email an Die Entourage senden Beiträge von Die Entourage suchen Nehmen Sie Die Entourage in Ihre Freundesliste auf
Nathanael Senesca
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[ Coruscant - Oberfläche - Obere Ebenen - Fobosi Distrikt - Penthouseappartment von Nathanael Senesca ] Nathanael

Müde ging der rote Feuerball am Horizont unter und erhellte die gesamte Stadt in einem goldenen Schein, der ihr etwas Unwirkliches verlieh. Zwar flogen immer noch Gleiter durch die verschmutzte Luft, die das Licht erst in so beeindruckender Weise spaltete, doch war ihre Anzahl schon deutlich gesunken und nicht vergleichbar mit dem Gewimmel zu den Stoßzeiten morgens und abends. Nun kehrte etwas Ruhe in die niemals schlafende Stadt ein, bevor die Bevölkerung die Dunkelheit der Nacht nutzte, um den weniger gesitteten Dingen nachzukommen oder an offiziellen Einladungen teilzunehmen. Der Untergang der Sonne läutete das Ende eines Abschnittes und den Anfang eines anderen ein. Viele Coruscanti in den oberen Ebenen liebten diesen Ausblick und bezahlten ungeheuer viel Geld dafür, erinnerte er doch immer an die Vergänglichkeit eines jeden von ihnen, sei er Mensch oder sogar ein Anzati. Der Tod machte keinen Unterschied zwischen arm und reich, Humanoid oder Alien, gebildet oder unterbelichtet, klein oder groß. Eigentlich ein Bild, dass jedes Lebewesen dazu auffordern sollte, über sein Leben nachzudenken.

Eigentlich. Doch der junge Mann, der in einem der unzähligen, überteuren Appartments in den Spitzen der riesigen, hunderte von Meter emporragenden Wolkenkratzern stand und genau dieses bunte Farbenspiel beobachtete, für das viele Wesen der unteren Ebenen ihren Ringfinger - wenn sie denn einen besaßen - gegeben hätten. Mit gedankenverlorenen und unfokussierten Blick schaute er aus den breiten Panoramafenstern, die eine gesamte Seite des Raumes ausfüllten und das restliche Tageslicht hereinließen. Er war durchschnittlich groß, hatte dunkelbraunes Haar, das teilweise von weißen Stellen durchbrochen wurde, und trug einen perfekt eng anliegenden Anzug, dessen anthrazitfarbener Ton, seine Haare noch deutlich betonte. In sein Gesicht hatte sich eine tiefe Furche eingegraben, die wohl vom Denken rührte und seiner Miene einen entschlossen verschlossenen Charakter gab und verzerrte die wohlgeformten, hochherrschaftlich wirkenden Züge ein wenig. Die Hände des augenscheinlichen Menschen, die auch noch beide Ringfinger besaßen, spielten mit einem Glas voll von einer durchsichtigen Flüssigkeit, die doch leicht bläulich zu schimmern schien.

Nach einiger Zeit stillen Nachdenkens wandte sich Nathanael Senesca schließlich von dem wunderschönen Ausblick, den er nicht mehr als wunderschön wahrnahm, ab und ging zu seinem Arbeitstisch, auf dem sich verschiedene Akten, Statistiken, zwei große Bildschirme mit irgendwelchen Zahlenwerten und mehrere Datapads um einen angemessenen Platz kämpften. Der aus Laroonholz bestehende Tisch war somit vollkommen überfüllt und dem Verursacher dieser Unordnung eigentlich deshalb schon vollkommen zuwider. Allerdings fand Nathanael überhaupt keine Zeit mehr, anständig sein Arbeitszimmer auszustatten oder sogar aufzuräumen. Dazu sollte eher der apartmenteigene Droide dienen, den er jedoch niemals an seine persönlichen Aufzeichnungen und Pläne heranlassen würde. Somit musste der Humanoid sich wohl damit abfinden, minutenlang nach gewissen Daten zu suchen, bevor er sich wirklich mit ihnen beschäftigen konnte. Der Zeitmanagementtrainer, den sein Bruder ihm zu seinem 35. Geburtstag spendiert hatte, weil dieser meinte, Nathanael würde zu viel Zeit vergeuden, würde sehr wahrscheinlich vollkommen verzweifeln. Doch hatte der Senator von Aargau gerade genug zu tun, um sich auch noch um einen überladenen Schreibtisch zu kümmern. Im Moment brauchte er sogar nicht einmals mehr eine der herumliegenden Akten oder Datapads. Er musste nur nachdenken, wofür er sich jetzt in den bequemen Arbeitssessel vor dem Monstrum von einem Tisch setzte und in seinem Zimmer umhersah.

Selbst ein Innenarchitekt wäre bestimmt vor Neid erblasst und hätte bis auf den Schreibtisch dem Zimmer die Bestnote gegeben, da war sich Nathanael vollkommen sicher. Nicht nur der Gobelin, der die Wand behängte und auch den gesamten Fußboden bedeckte, erschien ihm äußerst geschmackvoll. Auch die kleine Sitzgruppe in der Nähe der Fensterseite, von der aus man einen perfekten Blick auf die Skyline von Coruscant hatte und in einiger Entfernung sogar die Senatsgebäude sehen konnte, passten sehr zu dem altertümlich wirkenden Schrank, der ebenfalls aus Laroonholz bestand, modernere Innenausstattungen hatte als man denken mochte und einen breiten Plasmabildschirm beherbergte, auf den gerade eine menschliche Journalistin stumm wie ein Fisch ihren Mund bewegte. "Gründung des Pentastar Alignment von der Neuen Republik nicht anerkannt" lautete die Bildunterschrift und der uninteressierte Zuschauer erkannte auch das Gebäude, vor dem die blonde, puppenhaft schöne Reporterin stand. Unwillkürlich richtete sich sein Blick wieder aus dem Fenster, zu den Senatshallen in der Ferne.

Erst jetzt wurde ihm bewusst, dass er schon wieder mit seinem Glas gespielt hatte, das auf den Tisch stand und seine Finger auf irgendeine Weise magisch anzog. Als hätte er einen elektrischen Schock bekommen, zog er seinen Finger zurück. Hoffentlich wurde die Glasaktion nicht zu seiner Gewohnheit, dann hätte die Gesellschaft eine schöne Geschichte, die sie zum besten geben konnte.

"Wissen Sie schon das Neueste? Nathanael Senesca hat jetzt so einen Tick! Der muss immer mit seinem Glas herumspielen! Wusste gleich, dass bei dem nicht alles in Ordnung ist!"

Nein, das musste nun wirklich nicht sein. Rasch stand er auf, stellte das Glas samt kostbaren Inhalt auf einen Beistelltisch und zu der dazugehörigen Flasche und trat in das angrenzende Zimmer, das fast ebenso schön gehalten war, wie das, aus dem er kam. Es war der Empfangssalon, in den er immer seine zahlreichen Gäste führte, um sie zu umgarnen, von ihnen Informationen zu erhalten, sie zu erpressen, sie zu benutzen. Nathanael liebte diesen Raum; er hatte ihn auf seinen persönlichen Geschmack zugeschnitten und zahlreiche wertvolle Gegenstände aus der gesamten Galaxis hier ausgestellt. Neben einer Vitrine, in der eine Visgurakette ausgestellt war, die in dem fahler werdenden Licht immer noch ungeheur schön und teuer aussah, lagen in einer anderen Zenji-Nadeln, deren Schäfte seltsam glitzerten. Nathanael stellte sich jetzt schon vor, wie er eines Tages die Wohnung mit diesen geheimen Waffen vor Meuchelmördern verteidigen würde. Sich selbst mit diesen Nadeln verteidigen würde. Sein erhitztes Gemüt beruhigte sich etwas und er fand wieder die Ruhe, stumm im Zimmer zu stehen, den Blick auf die angesammelten Kunstschätze vor sich gerichtet.

Was würde ihn gleich wohl erwarten? Er wusste, dass der Abgesandte nicht übermäßig erfreut sein würde, die Neuigkeiten zu hören, die ihm Nathanael aus dem Senat zustecken würde. Dass der Senator von Kinyen nicht für das Gesetz der Aufhebung aller Bankenaufsichtsbehörden einsetzen würde, war wirklich ärgerlich. Besonders wenn man bedachte, welch großzügige Geschenke die Bank of Aargau dem idiotischen Gran gemacht hatte. Wieso wollte er also nicht ein einfaches, für ihn vollkommen unnützes Gesetz durchbringen? Er hätte es einfach durchnicken müssen! Nathanael schüttelte den Kopf und drehte sich wieder zum Fenster, das auch hier eine übernatürliche Aussicht offenbahrte. Irgendwelche Sanktionen würde er sich schon noch einfallen lassen müssen, um den Gran erst einmal zu denunzieren. Vielleicht konnte er einem unabhängigen Journalisten die Zahlungen von der Bank of Aargau zustecken? Unter normalen Umständen wäre das sicher nicht gegangen, schließlich würde der Verdacht auch auf ihn selbst zurückfallen. Und dass die Affäre ein Bumerang für ihn werden würde, darauf hatte der Mischling sicher keine Lust. Doch zum Glück waren die Zahlungen von 500.000 Credits durch verschiedene andere Firmen, die allesamt Schattenfirmen des Intergalaktischen Bankenclans waren, gelaufen, sodass ein nur oberflächlich recherierender Journalist nicht auf die Idee kommen würde, dass es sich dabei um eine Verschwörung um den aargauischen Senator handeln würde. Eine Überlegung war dieser Plan auf jeden Fall wert. Der Abgesandte seines wichtigsten Unterstützers würde ihn bestimmt für seinen Scharfsinn loben.

Nathanael wandte sich wieder vom Fenster ab und ging wieder in den Arbeitsraum zurück. Gerade flimmerte wieder irgendeine Werbung der jungen republikanischen Armee über den Bildschirm, die junge und wehrhafte Mitglieder dazu animieren sollte, für die ebenso junge, aber bisher noch recht wehrlose Republik ihr Leben zu lassen. Ein Kontingent aus den verschiedensten Rassen und Spezien hielt gerade Habachtstellung, während der Verteidigungsminister Admiral Ackbar höchstpersönlich die Formation abschritt. Freude und Entschlossenheit spiegelten sich in den Gesichtern der Rekruten und schienen einen äußerst positiven Eindruck von der Republik zu geben.

"Komm nun auch Du zu den Streitkräften der Neuen Republik und kämpfe für einen soliden Soll gegen Ungerechtigkeit, Unterdrückung und Elend und fördere Gerechtigkeit, soziale Gleichstellung und Demokratie. Tritt in die Armee ein, die das böse Joch des Imperators und seiner Handlanger abgeschüttelt hat, und sichere Dir eine Zukunft mit Karrieremöglichkeiten. Jedem steht der Weg in die Offizierslaufbahn offen. Bewerbe Dich jetzt, denn..." Die Kamera schwenkte nahe an den Calamari heran. Dieser hob seinen Finger und sagte mit volltönender Stimme: "Ich will Dich für die republikanische Armee."

Ein kleines Auflachen konnte sich der Senator nicht verkneifen, ehe er sich wieder unter Kontrolle hatte und nur seine Zähne für ein Grinsen zeigte. Diese propagandistische Einlage der Republik verdeutlichte wieder einmal, wie schwach sie immer noch war, welch starken Anstrengungen vonnöten waren, um sie am Leben zu halten. Und in gewisser Weise erinnerte dieser Werbespot an all die Propagandaprogramme, all die Werbeprospekte, all diesen falschen Glanz, mit dem der Imperator seine "Untertanen" - seine Sklaven - dazu bringen wollte, für irgendein höheres Ideal zu kämpfen. Nathanael neigte seinen Kopf etwas zur Seite und starrte das blank polierte Laroonholz knapp oberhalb des Fernsehers an. Gewisse Parallelen waren also nicht zu leugnen; die Neue Republik hatte sich einige Eigenschaften des Staates, den sie unbedingt und mit allen Mitteln zerstören hatte wollen und immer noch zerstören wollte, zu eigen gemacht. Eine gewisse Ironie dahinter konnte der Halb-Sephi nicht leugnen. Ein Glück, dass er nicht allzu sehr mit beiden Systemen sympathisierte.

Wenn es nach ihm ginge, würde sich der Staat besonders aus Wirtschaftsfragen komplett zurückziehen. Wenn es nach ihm ginge, würde es eine Klassengesellschaft nach dem Reichtum und nicht nach der Rasse geben. Wenn es nach ihm ginge... Aber es ging nicht nach ihm, zumindest noch nicht. Noch herrschte auf der einen Seite die ach-so-ordentliche Gerechtigkeit und auf der anderen die ach-so-gerechte Ordnung, doch eigentlich musste doch jedem Individuum in dieser von Krieg gepeinigten Galaxis auffallen, dass es einmal eine Regierungsform gegeben hatte, die für einen Frieden gesorgt hatte. Einen Frieden, der zwar hier und da einmal gebrochen wurde und in bewaffnete Konflikte ausgeartet war, doch immer nur lokal gefährdet worden war. Die Alte Republik war ein Sinnbild des guten Funktionierens der einzelnen Staatsorgane gewesen. Und warum hatte dieser Friede so lange gehalten? Weil niemand jemals versucht hatte, eine feste Zentralmacht aufzubauen. Gewiss, es hatte schon seit Äonen von Jahren einen Senat gegeben, ein Zusammentreffen von allen verschiedenen Staaten der Galaxis. Doch irgendeine Armee in der Hand des Kanzlers, die schließlich die Grundfesten der Alten Republik hinweggefegt hatte, war bis zu den Klonkriegen undenkbar gewesen. Freie Entfaltung, gleiches Recht für jeden und lokal begrenzte Ordnungskräfte. Ein Jammer, dass der junge Politiker nie unter diesen Bedingungen gelebt hatte, sondern sich jetzt mit diesen riesigen bürokratischen Ungetüm namens Neuer Republik abgeben musste. Wie einfach und unkompliziert die damaligen Finanzgeschäfte ganz ohne Beschränkungen gewesen sein mussten!

Ein Klingeln weckte Nathanael aus seinem Tagtraum. Das Schwelgen in Staatssystemen hatte ihn ganz davon abgelenkt, wie schnell die Zeit verronnen war. Schon war es Zeit für seine Unterredung mit dem Abgesandten, der wahrscheinlich schon im Lift zu ihm heraufgefahren kam. Ein nötiges Übel, nicht mehr, nicht weniger. Wollte er weiterhin die Unterstützung des Intergalaktischen Bankenclans, von dem er eigentlich abhängig war, mussten solche Unterredungen auch sein. Wollte er Veränderungen im Sinne der Gründerväter der Alten Republik, wollte er sich vor seinem eigenen Vater beweisen, wollte er mehr Freiheiten für sich und den Rest der Galaxis und wollte er schlussendlich mehr Macht, dann musste er solche nervtötenden Unterredungen führen. Mit einem sehnsüchtigen Blick auf seinen überfüllten Schreibtisch verließ er den Arbeitsraum. Der Schreibtisch musste wirklich einmal aufgeräumt werden!


[ Coruscant - Oberfläche - Obere Ebenen - Fobosi Distrikt - Penthouseappartment von Nathanael Senesca ] Nathanael

Dieser Beitrag wurde schon 6 mal editiert, zum letzten mal von Nathanael Senesca am 24 Dec, 2012 15:24 02.

24 Dec, 2012 02:21 38
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