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The Huntsmen
Beyond good and evil




Dabei seit: 15 Sep, 2012
Beiträge: 19

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Coruscant | Untere Ebenen | Schattenklinik
|Myrah Velase, der Doc, Shalin’lao|

Myrah kicherte fröhlich vor sich hin, als das Symoxin seine Wirkung tat und Doc anfing, die Armprothese aus dem Schultergelenk zu entfernen. Sie trommelte mit den Fingern auf die Liege, zumindest glaubte sie das für einige Augenblicke. Das war natürlich unmöglich – ihre echten Finger waren vor vier oder fünf Jahren mitsamt dem rechten Arm von einer herabfallenden Konsole aus dem Frachtraum eines Cargoschiffes zu einem Brei aus Fleisch und Knochen zerquetscht worden. „Es war kein Zufall – dieser hinterhältige Schiffscomputer hatte es auf mich abgesehen, und als ich den Systemcheck an dieser Konsole durchgeführt habe, zack, hat er zugeschlagen...“, erzählte sie breit grinsend der herzigen kleinen Twi’lek mit ihren bunten Verbrennungen, die neugierig der Operation bzw. Reparatur zuschaute. Während der Sluissi den Schulterstumpf scannte, hängte der Droide die Prothese auf ein Gestell, wo er sie gründlich reinigte und auf Mikroschäden abscannte. Es wäre so witzig, wenn sie aus der Entfernung irgendeine unanständige Geste mit ihren prothetischen Fingern machen könnte.

„Du hassst wieder vergesssen, dasss diesser Arm dich nicht sstärker macht, oder?“, stellte der Arzt der Schattenklinik fest, gefolgt von einem Zischeln, das dem Äquivalent eines Seufzens entsprach. „Sssämtliche Muskeln der Rotatorenmansschette sssind überdehnt, teilweissse Musskelfassern gerisssen.“ Diese Diagnose reizte die Kiffar zu einem rauhen Lachen, was sie schließlich ausgiebig tat, was Doc mit verschränkten Armen und einem indignierten Gesichtsausdruck quittierte. „Heißt das, dass ich einen Muskelkater habe? Und ich dachte noch, dass es etwas Schlimmes wäre und ganz dringend zu dir altem Quacksalber müsste…“ Abrupt hielt sie inne – der Schlangenartige mochte es nicht, wenn man ihn Quacksalber nannte und ihr Arm hing außerhalb ihrer Reichweite und der Stumpf war offen und…„Okay okay, nichts für ungut, du bist der Doc und ich kann bloß meine große Klappe nicht halten. Aber du weißt, ne Woche auf Comaren und dann Symoxin, das hat mich ein paar Gehirnzellen gekostet, keine Selbstkontrolle und so. Stell dir vor, ich wäre so ne hübsche kleine Twi’lek und lächle dich lieb an!“ Dabei zwinkerte sie der blauhäutigen Zuschauerin verschwörerisch zu. Hatte sie nicht vorhin etwas erzählt, dass sie Dinge auftreiben könnte? Angestrengt versuchte Myrah sich daran zu erinnern und gleichzeitig dem Doc zuzuhören, der ihr erzählte, was er alles unternehmen wollte, damit die Prothese wieder schmerzfrei funktionierte. Alles verschwand in einer Melange aus undeutlichen Worten und Geräuschen, die wie durch mehrere Lagen Dämmmaterial zu ihr vorzudringen versuchten. Genauso wie alles verschwamm, was sich in ihrem Sichtfeld befand, und die Optik ihres Augenimplantats lieferte seltsam phasenverschobene Bilder.

Irgendwann später klärte sich die Sicht und die Kiffar konnte wieder normal hören und sehen, obwohl sie sich fühlte, als ob als sie durch ein Droidenpresswerk gejagt worden wäre und einen gewaltigen Kater in Form von drei wütenden Nexu hätte. Der Sluissi und sein Droidenassistent hatten die Muskelrisse mit Synth-Flesh gekittet und die Verbindungsstücke der Muskeln und Sehnen zur Prothese erneuert. „Keine Belassstungen in den nächsten beiden Wochen, du wirssst nichtss sschweres heben oder zzziehen. Andernfallss reissse ich dir die Prothessse persssönlich heraus“, ermahnte Doc mit einem erhobenen schuppigen Finger. Myrah nickte mehr oder beflissen, denn alles woran sie denken konnte, war ein Cigarillo, sobald sie die Klinik verlassen hatte. Vorsichtig zog sie sich das Oberteil ihres Overalls über. Tatsächlich fühlte sich die Prothese wieder wie ein Teil von ihr an, und das Schnappmesser am Unterarm funktionierte so, wie es sollte, als sie es einige Male auslöste. Glücklicherweise waren keinerlei Zusatzkosten entstanden, so dass sich der Sluissi mit den mitgebrachten Materialien zufrieden zeigte und ein kleines Ampullenset mit einem kombinierten Schmerz- und Entzündungshemmer drauflegte.

„Ihr beide ruht euch ausss, sssolange ess irgendwie geht – keine unnötigen Ansstrengungen und viel trinken. Fallss in den nächssten drei Tagen irgendwelche Komplikationen auftreten, sschaut ihr hier vorbei“, gab er seinen Patientinnen mit auf den Weg, ohne viel Hoffnung freilich, dass sie sich daran hielten, bevor die Kiffar und die Twi’lek die Klinik verließen. Kaum, dass die Tür hinter der zur Klinik umfunktionierten Werkstatt zugefallen war, und sie im ewigen Dämmerlicht der unteren Ebenen auf einer schmierig-feuchten Seitenstraße standen, holte Myrah aus ihrer Gürteltasche ein Päckchen aus imitiertem Rancorleder heraus, in dem sich ein paar ihrer Glimmstängel befanden. „Du hast gesagt, dass du fast alles auftreiben kannst. Hast du denn auch von ‚fast alles‘ aktuell was zur Auswahl?“, fragte sie die kleine Twi’lek, nachdem sie gierig die ersten Züge inhaliert hatte und vor Erleichterung beinahe geheult hätte. Gelegenheiten für ein Geschäft musste man beim Schopf, oder diesem Falle bei den lekku packen, wenn sie sich boten.


|Myrah Velase, Shalin’lao|
Coruscant | Untere Ebenen | vor der Schattenklinik

26 Dec, 2012 12:28 39 The Huntsmen ist offline Email an The Huntsmen senden Beiträge von The Huntsmen suchen Nehmen Sie The Huntsmen in Ihre Freundesliste auf
Terry Dourshe
Rollenspiel-Charakter




Dabei seit: 15 Aug, 2012
Beiträge: 151

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[Courscant – südliche Hemisphäre – untere Ebenen – Hauptquartier der CCB - Warteraum] Terry Dourshe, Kalyn Sulor, Quel-Tuus Arsev, weitere menschliche Geiseln, Geiselnehmer


Geschrei! Überall Blasterschüsse. Für einen Moment sah er sich auf dem Schlachtfeld wieder, sah die Häuserschluchten Coruscants und sich mit den Resten seiner Squad um das nackte Überleben rennen. Einer nach dem anderen fiel, nur er und Dash waren übrig geblieben, dann hatte ein Blick genügt. Er blinzelte und war mit seinen Gedanken wieder in der Gegenwart, die sich als nur wenig besser als die Vergangenheit erwies. Er fand, dass er wirklich ein Pechvogel war, jemand, der das Unglück anzog, wie Banthascheiße die Fliegen. Weiter schoss er um sich, verfehlte aber diesen dreimal verfluchten Trandoshaner, dafür traf er einen anderen Geiselnehmer, der röchelnd zu Boden ging. Währenddessen beugte sich der Trandoshaner über ihn und rammte die Klauen in seine Schulter. Nur mit Mühe gelang es ihm, den Blaster festzuhalten und er trat nach dem Reptiloiden, versuchte, ihn wenigstens etwas Schaden zuzufügen. Noch immer fußte die Hoffnung auf seinen Plan auf Inspector Lieutenant Sulor und sie war berechtigt, denn irgendwann ging der Trandoshaner zu Boden und die Krallen des Aliens fuhren aus seiner Schulter und verursachten dabei noch mehr Schaden.

Der feurige Schmerz in seiner Schulter wurde immer heftiger, doch konnte er ein dämliches Grinsen kaum verhindern, als Kalyn irgendetwas über die Kavallerie redete. Verbissen krallte er sich an den Blaster, trat und traf doch nur Luft. Mittlerweile waren die Schmerzen so groß, dass er glaubte, laut aufschreien zu müssen, als ihn Kalyn packte und wegschaffte. Widerstandslos ließ er sich wegschleppen, die Zähne gegen den Schmerz zusammen gebissen, den Blaster dabei immer noch fest umklammert und fühlte sich glücklich, den Klauen des Reptils entkommen zu sein. Ihre Worte kümmerten ihn nicht, denn er grinste sie nur einen Moment lang dämlich an.

Bei der vorübergehenden Deckungsmöglichkeit versuchte er, die Orientierung in seinem Hirn wieder herzustellen, was sich als nicht ganz so einfach erwies, wenig hilfreich war da auch die Bemerkung des offensichtlich corelliansich stämmigen Beamten, der sich nun wichtig machen wollte. Auch seine nun lädierte Schulter machte ihm zu schaffen, er fürchtete, nun auch den zweiten Arm verloren zu haben, doch durfte er sich jetzt keine weitere Schwäche anmerken lassen, sonst konnten sie einpacken. Das chaotische und unorganisierte Vorgehen der CCB-Beamten bewiesen ihm, dass sie keine Ahnung hatten, was sie tun sollten. Nur einen Moment schloss er die Augen, zwang sich zur Konzentration und kramte alles in seinem Gedächtnis hervor, was er in den langen Jahren in verschiedenen Gefechtssituationen gelernt hatte.


„Klappe du Penner“, murmelte Terry, atmete einige Male tief durch, blinzelte und brachte sich dann in eine Position aus der er feuern konnte. Es war hoch an der Zeit dieses Chaos zu beenden. Ihn fror, er war nass, er hatte Schmerzen und die Doppelsicht war unangenehmer als alles zusammen genommen. „Auf alles Feuern, das nichtmenschlich ist, wir beenden diese Scheiße jetzt“, befahl er und kümmerte sich einen Dreck darum, dass er der Gefangene war. Er funkelte den Mann in Uniform an, wobei er wusste, dass er etwas kümmerlich wirkte, was ihn aber nicht weiter davon abhielt, hier die Befehle zu geben. Seiner Ansicht nach handelte es sich bei diesen CCB-Beamten nicht gerade um die Elite des Planeten. „Alle Unbewaffneten lassen die Köpfe unten, alle anderen … wir schießen uns raus.“


Mühsam hielt er sich auf den Knien, hob den linken Arm und legte dann den rechten auf den Stumpf, um ihn zu stützen, da er durch die Wunde an der Schulter noch zusätzlich behindert war. Zusätzlich stütze er sich noch an einer Sessellehne ab. So schaffte er es, die Waffe auf die Geiselnehmer zu richten, ohne dabei zu sehr zu zittern. Die Terroristen waren wohl nun auf töten aus, was gut war, wie Terry fand, er war es auch. Er kniff die Augen leicht zusammen, nahm den erstbesten der Nichtmenschen ins Visier und schoss.

Die Menschen, die hier Deckung gefunden hatten und unbewaffnet waren, hielten zum Glück den Mund, keiner von ihnen jammerte mehr als nötig. Der einarmige Deserteur beachtete sie nicht weiter. Noch während er feuerte, passierte verschiedenes, das seine Aufmerksamkeit teilte. Die Sprinkleranlage schaltete sich ab oder wurde abgeschaltet und aus einem der Luftschächte kamen diverse Laute, die verdächtig nach Gefahr klangen, dazu öffnete sich nun auch die Tür und schwerbewaffnete und im Helmen bewehrte Leute stürmten herein, eröffneten sofort das Feuer. Er hatte wohl mit seiner Aktion zu einer Beschleunigung der Befreiungsaktion durch die Spezialeinheiten beigetragen. Noch hielt er das Feuer auf die Geiselnehmer gerichtet.

Dann fiel aus einem Luftschacht eine Nebelgranate. Er sah es nicht, bemerkte es nur, als sich die Sicht verschlechterte. Nur hier rauskommen, war alles, was er noch denken konnte … und er feuerte weiter auf das angepeilte Ziel

…. bis einer der den Raum erstürmenden CSF-Beamten rief:
„Feuer einstellen! Raum gesichert!“

… und das Blasterfeuer um ihn herum erstarb. Kein Ton war mehr zu hören, was für ihn schlimmer war, als das lauteste Toben einer Schlacht. „Waffe runter!“, brüllte jemand den einarmigen Deserteur an, doch der reagierte nicht auf den Befehl. Der CSF-Beamten kam hermarschiert und schlug Terry den Blaster aus der Hand. Was diesen endlich den Blick heben ließ.


[Courscant – südliche Hemisphäre – untere Ebenen – Hauptquartier der CCB - Warteraum] Terry Dourshe, Kalyn Sulor, Quel-Tuus Arsev, weitere menschliche Geiseln, Geiselnehmer, CSF-Beamte

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28 Dec, 2012 01:03 06 Terry Dourshe ist offline Beiträge von Terry Dourshe suchen Nehmen Sie Terry Dourshe in Ihre Freundesliste auf
Casshern D´Orcast
Spitzohr




Dabei seit: 04 Oct, 2012
Beiträge: 28

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Coruscant • Senatsdistrikt • Senatsgebäude • Senatssaal

Casshern D’Orcast


Über die Planungen zu möglichen Empfängen und Banketten, um sich neu-republikanische Senatoren gewogen zu machen, konnten sich sein Onkel und die anderen beiden Botschafter die Köpfe zerbrechen – Casshern hatte die Besprechung verlassen, weil er an einer Senatssitzung teilnehmen wollte. Im Senatssaal war eine Anhörung über die Verteilung des Budgets zur Integration von ehemaligen Verbündeten der Rebellenallianz angesetzt worden, initiiert vom Defense Committee. Als Angehöriger einer Botschaftsdelegation konnte Casshern zwar an der Sitzung teilnehmen, aber nur als Beobachter – was ihm allerdings völlig ausreichte. Er wollte sich ein Bild über die Stimmung im Senat machen und welche Senatoren sich als aussichtsreiche Kandidaten erweisen könnten, für eine Großoffensive gegen Zsinjs Imperium zu plädieren.

Der gewaltige Sitzungssaal war nur spärlich gefüllt. Sehr viel voller wäre er auch nicht gewesen, selbst wenn alle akkreditierten Senatoren, Legaten und Botschafter die Repulsorlogen besetzt hätten. Aktuell betrug die Gesamtanzahl um die dreihundert Senatoren, ihre Legaten, Berater und Assistenten nicht mitgerechnet, eine sehr überschaubare Menge, von denen sich vielleicht etwas mehr als fünfzig persönlich in diesem Sitzungssaal aufhielten, wenn man die Anwesenheit einiger in Form von Hologrammen als persönlich bezeichnen konnte. Warum man nicht einfach einen der kleineren Säle in der Rotunde benutzte, erschloss sich dem goldhäutigen Chandaari nicht ganz – es war eine gewaltige Verschwendung von Energie und Credits für eine solche Anhörung von geringer Bedeutung diesen geschichts- und prestigeträchtigen Versammlungsort zu benutzen. Das Hinweis-Display „Helfen Sie mit, Energie zu sparen und benutzen Sie die Repulsorloge nur bei einer Redezeit von länger als zehn Minuten“ an der Steuerkonsole der Loge entlockte Casshern ein spöttisches Lächeln – er hatte den Eindruck, dass die Senatoren jeden Vorwand nutzten, um dieses überdimensionierte Spielzeug in die Mitte des Saals zu steuern und sich dabei wie tollkühne Kommandanten eines Sternzerstörers vorkamen.

Die eigentliche Anhörung war schon abgeschlossen, was ihn nicht sonderlich störte, da er alle behandelten Punkte im Protokoll nachlesen konnte – viel interessanter war hingegen die Debatte zur Anhörung. Eine Mon Calamari wetterte gerade gegen die prinzipielle Bereitschaft der Neuen Republik, ehemalige Piraten und „sonstiges ehrloses Gesindel“ überhaupt finanziell zu unterstützen und in die Verteidigungsflotte mit vollem Rang und ordentlicher Besoldung aufzunehmen. Ihr Name war Suy Hadahr, Stellvertreterin des aktuellen Senators von Dac. Sie fuhr mit diesen deutlichen Worten die Linie des Verteidigungsministers, Admiral Ackbar, der damit in Opposition zur Staatschefin, Senatspräsidentin und zivilen Oberbefehlshaberin in Personalunion, Mon Mothma stand. Natürlich war jene nicht anwesend, um den Vorsitz in dieser Debatte zu führen oder gar Rede und Antwort zu stehen, sondern nur ein Stellvertreter des Vizepräsidenten.

„Ich will die Leistungen von General Solo gewiss nicht schmälern”, entgegnete sie mit ausgestreckter Flossenhand in Richtung der buhenden corellianischen Exil-Delegation, in einem ätzenden Tonfall, der komplett das Gegenteil ausdrückte. „Aber wenn wir jedem daher gelaufenen Glücksritter einen Offiziersrang hinterwerfen, der vielleicht ein paar TIEs abgeschossen hat, damit er seine Schmuggelware durch die imperialen Linien bekommt oder der Strafverfolgung entgehen will, ist das ein Schlag ins Gesicht jener Männer und Frauen, die sich in den Jahren der Rebellion ihre Ränge unter Lebensgefahr für einen höheren Zweck erdient haben. Ganz zu schweigen von denjenigen, die dafür im Krieg gestorben sind!“, donnerte sie in ehrlichem Zorn, wofür sie sowohl einige Buhrufe als auch Applaus und andere Äußerungen der Zustimmung kassierte. „Die Neue Republik braucht eine starke Verteidigungsflotte, deren Kampfkraft nicht durch solche disziplinlosen Halsabschneider verwässert wird. Und was für eine Republik wollen wir sein, welches Vorbild wollen wir sein, wenn wir den Söhnen und Töchtern unserer Bürger diese Verbrecher als Kommandanten vor die Nase setzen! Kein anständiger Mon Calamari würde sich von solchen Subjekten etwas befehlen oder gar auf eins unserer Schiffe lassen!“

Die letzten Worte untermalte die streitbare Mon Calamari mit entschlossenen Flossenhieben auf den Rand der frei schwebenden Repulsorloge und Casshern erwischte sich dabei, wie er ihr Beifall zollte. Diese Frau musste er sich merken und eine Gelegenheit abpassen, sich mit ihr genauer zu unterhalten. Eine solch leidenschaftliche Verfechterin einer starken Neuen Republik und Dac-Patriotin könnte auch eine Großoffensive gegen Zsinj unterstützen und er hätte auch seine spitzen Ohren darauf verwetten können, dass sie gute Beziehungen zu den Mon Cal-Werften unterhielt. Die eher gemäßigten Stimmen, die um Ausgleich bemüht waren, fand er uninteressant und spähte deshalb zu den benachbarten Logen hinüber, wo andere Botschafter und Diplomaten die Debatte verfolgten. In einer Loge zu seiner rechten Seite etwa in gleicher Höhe saßen fünf verschiedene Wesen, zwei weibliche Humanoide sowie ein Feeorin, ein Rodianer und eine Farghul, aber trugen unter ihren Umhängen und Mänteln die charakteristischen Brustplatten von mandalorianischen Rüstungen. Mit Fenn Shysa als Mand’alor war das Krieger- und Söldnervolk zu einem unerwartet engen Verbündeten der Rebellenallianz geworden und sogar der Allianz freier Planeten beigetreten – jedoch zogen sie es vor, auch frei zu bleiben. Casshern rief auf der Konsole seiner Loge eine Galaxiskarte auf und ließ sich den mandalorianischen Einflussbereich zeigen. Das rotbraun gefärbte Gebiet sah beängstigend klein im Vergleich zu Zsinjs Imperium in Grün aus. Die Mandalorianer hatten schon lange nicht mehr die Möglichkeiten, ein Heer auf die Beine zu stellen, das eine galaktische Großmacht bedrohen könnte, aber durften als Verbündete nicht unterschätzt werden. Es hieß, dass der Mand’alor Councillor Organa nahe stand, und sicher hatten die Mandalorianer ein Interesse daran, dass sie den fetten Warlord vor ihrer Haustür möglichst schnell loswurden. Freundlich nickte er den Delegierten zu und schrieb auch sie auf seine Liste vielversprechender Kontakte.


Casshern D’Orcast, Senatoren und Botschafter

Coruscant • Senatsdistrikt • Senatsgebäude • Senatssaal

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28 Dec, 2012 17:47 43 Casshern D´Orcast ist offline Email an Casshern D´Orcast senden Beiträge von Casshern D´Orcast suchen Nehmen Sie Casshern D´Orcast in Ihre Freundesliste auf
Nathanael Senesca
Gast


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[ Coruscant - Oberfläche - Obere Ebenen - Fobosi Distrikt - Penthouseappartment von Nathanael Senesca - Empfangssaloon ] Nathanael, Dulgan Lokar (NPC)

Nathanael liebte die Schönheit. Er liebte das Imposante aller von der Hand eines Lebewesens geschaffenen, großartigen Kunstwerke, er liebte die Majestät aller Naturschauspiele, die ihm einen Schauder über den Rücken laufen ließen, er liebte die Ästhetik vieler weiblicher Körper, wenn er sich wieder eine Bedienstete oder sogar eine reiche Unternehmerin gönnte, und er liebte die Eleganz der Maschinen, die ihn über den Boden forttrugen und in Gebiete reisen ließ, in die selbst das hellste Licht unendlich lang brauchte. Oft sehnte er sich so oft nach der Perfektheit einer Materie, dass er dafür auch sehr, sehr viel Geld ausgeben würde, viel mehr, als sie es eigentlich wert war. Er selber musste alles geben, musste perfekt sein, sowohl sein Aussehen, als auch sein Auftreten.

Da war es eine riesige Unverschämtheit, dass er sich mit Kreaturen wie Dulgan Lokar abgeben musste. Gewiss, der Muun war ein Geschäftspartner, der nebenbei auch noch seine politische Karriere entscheidend stützte. Ohne den hochgewachsenen Humanoiden wäre der Senator sicher nich dort, wo er jetzt war: in der Penthousewohnung eines Senators der Neuen Republik. Aber trotzdem versetzte das verstörrende Anlitz ihm einen leichten Stich des Ekels. Nicht nur der eierförmige Kopf mit der riesigen Auswülstung am hinteren Teil war sehr unästhetisch, sondern auch die Gesichtszüge, die unter einer weiteren Wulst hervorstachen, waren unförmig und einfach hässlich. Zudem hatte der Abgesandte des Intergalaktischen Bankenverbands eine Art Buckel auf seinen Rücken, sodass er die ganze Zeit nach vorne gebeugt gehen musste und seine enorme Größe überhaupt nicht zur vollen Entfaltung bringen konnte. Zudem waren seine Zähne von einem ekelhaften Gelb, das von zu wenig Pflege und zu viel Konsum von irgendwelchen Berauschungsmitteln und Drogen zeugte. Insgesamt also ein unschöner Anblick.

Und trotzdem lächelte Nathanael. Trotzdem benahm er sich wie ein guter Gastgeber. Trotzdem behandelte er seinen Gegenüber, als sei dieser sein Freund, sein Verbündeter. Sie standen gerade in dem Empfangssalon des Penthouseappartments und schauten aus dem großen Panoramafenster, hinter dem die Skyline von Coruscant und die letzten Strahlen der Sonne zu erkennen waren. Gerade eben erst hatte der Politiker diesen Raum betreten und seinen Gast äußerst höflich begrüßt, wie er selber fand. Zumindest so höflich, wie so ein solches Geschöpf es verdient hatte.

„Ich freue mich wirklich sehr, dass Sie es hierher geschafft haben, werter Abgesandter. Es war wirklich ein Schock für mich, zu hören, dass unser Freund aus Kinyen nicht in der Lage ist, die Wichtigkeit des vorgelegten Gesetzes zu erkennen“, versuchte der Senator das komplizierte Gespräch anzufangen.

Der Muun reagierte erst einmal überhaupt nicht. Wie eine starre Steinfigur in den erwürdigen Hallen des Jedi-Tempels, jedoch keineswegs annähernd so schön, stand er da und starrte aus dem Fenster. Anscheinend wusste er, dass er hier die Machtposition innehatte, dass der Mensch-Sephi etwas von ihm wollte und nicht anders herum. Er konnte hier die Spielregeln schreiben. Und das musste zuerst verdeutlichen. Also übte sich Nathanael in Geduld und schaute ebenfalls wieder aus dem Fenster. Dieses Spielchen hatte er schon unzählige Male gespielt, also sollte es hier auch kein Problem sein.

Allerdings dauerte es wirklich sehr lange, bis Bewegung in Lokar kam. Wirklich so lange, dass der kleinere von beiden fast schon geneigt war, ihn doch noch einmal anzusprechen und damit seine Ungeduld und seine Schwäche unter Beweis gestellt hätte. Doch in dem Moment, in dem der Senator gerade seine Stimme erheben wollte, bewegte sich die Hand des Muun und zeigte aus dem Fenster, geradewegs auf die Senatshallen.

„Ich hätte nicht gedacht, dass von dort noch einmal die gesamte Galaxis regiert werden würde. Ich dachte, die Leute hätten erkannt, dass ein solches System unweigerlich in die Katastrophe führen muss, dass dieser Staatsaufbau korrupt und durchtrieben ist und jeder nur an das eigene Wohl denkt. Dass es ein egoistisches System ist, in dem Unzählige auf der Strecke bleiben werden und nur der Profit des Einzelnen zählt.“ Nun wandte er seinen Kopf zur Seite und schaute seinen Gegenüber in die Augen. Seine waren blutunterlaufen und wirkten leicht getrübt, sodass sich in Nathanael alles dagegen sträubte, weiterhin diese anzublicken, und er sich dazu zwingen musste. „Doch ich bin überaus glücklich darüber, dass das Volk noch nicht darauf gekommen ist. Denn dadurch können wir diesen Staat in das umformen, was wir wollen: Eine perfekte Kopie des Alten, in dem wir wieder unsere uneingeschränkte Macht haben.“

Der Politiker neigte leicht den Kopf. Lokar war sicher nicht auf den seinen gefallen, dass hatte diese Rede wieder einmal bestätigt. Eindrucksvolle Worte, denen der Aargauer auch zustimmen durchaus zustimmen konnte. Allerdings hatte der Abgesandte noch nichts zu dem Vorankommen des Gesetzes gesagt. Dazu schaute er wieder aus dem Fenster.

„Um dieses Ziel zu erreichen, ist es wichtig, dass wir ihn“ – dabei nickte er knapp in Richtung des Senats – "unter Kontrolle haben. Noch werden dort die Gesetze geschrieben. Er darf zudem nicht aus unserer Überwachung entkommen. Darauf müssen wir unser gesamtes Augenmerk richten.“ Er wandte sich komplett vom Fenster ab und ging gemessenen Schrittes wieder zur Tür, die ihn in den Eingangsbereich führen würde. „Hat der Senator von Kinyen irgendwelche Familienangehörige? Oder Sachwerte, die ihm sehr am Herzen liegen?“

Darauf lief es also hinaus. Der Gran sollte also so unter Druck gesetzt werden, dass er mehr oder weniger freiwillig wieder auf die politische Linie des Intergalaktischen Bankenverbands zurückschwenken würde. Auf die gleiche Idee war Nathanael natürlich auch schon gekommen. Allerdings sträubte er sich dagegen, wirklich handfeste Straftaten zu begehen. Einschüchterung hatte er schon früher eingesetzt, in seiner Schullaufbahn, in seiner Karriere bei der Bank of Aargau und schließlich auch als Senator. Doch gegenüber einem gleichgestellten Kollegen musste das nicht wirklich sein. Jetzt hatte er allerdings die Unterstützung des IBV, da konnte ihm wenig passieren. Er folgte den Muun hinaus in die Empfangshalle, die mit Marmor verkleidet war und durch zwei freischwebende Treppen die beiden Geschosse des Penthouses miteinander verbanden. Sein Gast hatte sich vom dort stehenden Droiden bereits sein langes Überwurfgewand überreichen lassen und zog es sich gerade an.

„Möchten Sie nicht noch zum Essen bleiben? Ich habe extra heute Nerfsteak mit Takuwurzeln aus Corellia herbringen lassen. Einmalige Qualität wurde mir von dort versichert.“

Der Muun warf ihm einen kurzen Blick zu. „Tut mir sehr leid, ich habe noch andere Dinge zu erledigen. Kümmern Soe sich um den Abweichler.“ Mit diesen Worten ging er zur Tür und verließ das Penthouse in schnellem Schritt. Davor warteten schon die Sicherheitsbeamten von Nathanael und seine eigenen Angestellten, die ihn bestimmt weiter eskortieren würden. Der Senator konnte nicht umhin, die Tür, selbst als sie schon lange wieder geschlossen war, anzustarren. Nach geschlagenen zwei Minuten wandte er sich ab und seufzte erst einmal laut auf. Gut, dass er das überstanden hatte. Lokar war nicht unbedingt für seinen leichten Umgang bekannt.

Mit noch einem Seufzer wandte er seinen Blick ab. Es wartete noch viel Arbeit auf ihn.


[ Coruscant - Oberfläche - Obere Ebenen - Fobosi Distrikt - Penthouseappartment von Nathanael Senesca - Eingangshalle ] Nathanael

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Nathanael Senesca am 03 Jan, 2013 20:09 58.

03 Jan, 2013 20:08 30
Nathanael Senesca
Gast


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[ Coruscant - Oberfläche - Obere Ebenen – Senatsdistrikt - Senatshallen – Landeplattform YL-54 ] Nathanael, Kistra Ocheron (NPC), Sicherheitsbeamte

Die kühle Luft strich über die frisch rasierten Wangen des Senators, als er sein Shuttle verließ und auf die recht stürmische Plattform trat. Zwar war die Atmosphäre über Coruscant verschmutzt und keineswegs mit der klaren Luft auf Naboo zu vergleichen, doch schafften es Winde wie dieser, Nathanael immer an seine glückliche Kindheit auf dem friedlichen Planeten zu erinnern. Im Gegensatz zu dem betriebsamen Coruscant und dem verschmutzten Aargau bot der Ort seiner frühen Jahre immer einen Zufluchtspunkt, an dem er sich festklammern konnte, wenn die Intrigen und die Ränkespiele wieder einmal zu viel für ihn wurden. Der Humanoid musste sich eingestehen, dass das in letzter Zeit viel öfter vorkam. Der Beruf als Senator bekam ihm scheinbar nicht besonders. Zumindest wurde es auf jeden Fall wieder einmal Zeit, zurückzukehren, Heim zu kommen. Und wo konnte er das besser, als auf Naboo? Während so der Wind über sein Gesicht dahin fegte und seine wohl gestilten braunen Haare mit den weißen Sephi-Sprenklern etwas ramponierte, beschloss der Politiker bald wieder eine kleine Erholungsreise zu unternehmen. Natürlich nach Naboo..

„Sir, wir müssen uns beeilen. Die Sitzung hat bereits angefangen und wird auch nicht auf Ihren Beitrag warten. Wir müssen uns sputen, wenn wir noch rechtzeitig kommen möchten.“

Sofort war der Tagtraum verflogen. Diese gelangweilte, herablassende Stimme konnte nur von Miss Kistra Ocheron kommen, Mitglied der Delegation von Aargau im Senat und theoretisch Nathanaels „persönliche Assistentin“. Die Frage war nur, wie jemand, der selber geil auf den Job war, zugleich den Amtsträger desselben Jobs unterstützen konnte. Laut der Meinung des jetzigen Amtsträgers war das vollkommen unmöglich, weshalb er der jungen, hübschen Blondine, die sich den Posten wohl irgendwie erschlafen hatte, nicht viel Zuneigung und schon gar kein Vertrauen entgegen brachte. Sie war noch einige Jahre jünger als er selber, was ihn etwas verwunderte, da gleich zwei recht unerfahrene Mitglieder der Bank of Aargau dazu auserkoren waren, den Finanzplaneten auf intergalaktischer Bühne zu vertreten. Wieder einmal schob er es auf das attraktive Äußere der Frau hinter ihm, die ihm gerade so dreist ins Ohr gesprochen hatte. Langsam drehte er sich zu seiner Assistentin um.

„Ich brauche keinen lebendigen Termintimer, der mich immer an Dinge erinnert, die ich schon längst weiß. Aber haben Sie dennoch verbindlichsten Dank.“

Dabei setzte er das netteste Lächeln, das er vor dem Spiegel geübt hatte, auf und lief zum Eingang in die ehrwürdigen Hallen. Noch einmal das Bild des schönen, friedlichen Naboo heraufzubeschwören war ihm jetzt sicher nicht mehr möglich und er versuchte es auch gar nicht erst. Lieber konzentrierte er sich auf die vor ihm liegende Aufgabe. Die beiden blau gekleideten Senatskommandos, die vom Senat gestellt wurden, da die eigentlich für Nathanael bereitstehenden Bewaffneten aus Aargau im Senat nicht erlaubt waren, und die hübsche Blondine hatten große Mühe, ihm zu folgen. Glücklicherweise hinderte das schnelle Tempo letztere daran, eine schnippische oder beleidigte Antwort zurückzugeben und dafür war der Politiker auch sehr dankbar. Noch ein tiefer Zug der halbwegs unverbrauchten, dafür jedoch verschmutzten Luft und die Schotttüren öffneten sich und ließen ihn in die Katakomben des Senats eintreten. Hier sorgten die offenen, großen Fenster zwar für eine angenehme, helle Atmosphäre, aber die Luft war nicht mehr so klar und schmeckte wiederaufbereitet. Auch schluckte der von einem roten Teppich bedeckte Boden jedes Geräusch, sogar das Klackern der hochhackigen Schuhe von Kistra Ocheron, sodass alles dem Senator sehr gedämpft und unwirklich vorkam. Er mochte diesen Ort auch nicht wirklich und kam nur zu den nötigsten Sitzungen hierher, was seiner Meinung nach noch viel zu oft war.

Wenigstens war der Weg zu seiner Senatorenloge nicht wirklich lang. Da der Transportgleiter in der Nähe zu dieser gelandet war, musste die kleine Gruppe nur einen kurzen Weg zurücklegen. Aber natürlich konnte Ocheron nicht einmal auf diesem kurzen Weg den Mund geschlossen halten.

„Haben Sie Ihre Rede parat? Ich habe Tyrral Sarat bereits darüber informiert, dass Sie das Wort erteilt bekommen wollen. Da laut Paragraf 531 der Geschäftsordnung...“

„Tut mir Leid, aber ich möchte Sie darauf hinweisen, dass ich mir die Prozessordnung des Senats schon einmal zu Gemüte geführt habe und deshalb eine Wiederholung derselben nicht unbedingt nötig ist“, fiel der Humanoid seinem Delegationsmitglied recht rüde ins Wort. Musste sie sich immer so unbedingt wichtig nehmen? Gerade hatte er versucht, sich noch einmal mental auf seine Rede vorzubereiten und nun hing die ganze Konzentration in den grauen Wolken über der Stadt. Wenigstens schaffte die Aargauerin es danach, ihren Mund zu halten, sodass der Weg in das Innere des Gebäudes für ihren Vorgesetzten recht friedlich verlief. Sie folgten einer Abzweigung, die sie weg von den hohen Fenstern und hinein in das unnatürliche Licht und die Ränkespiele des Senats führte. Der Weg führte vorbei an einigen Büros unzähliger Angehöriger verschiedenster Delegationen und unterschiedlichsten Spezien. Zuerst waren da so Zimmer unbedeutender Sekretäre, Angehöriger mancher Firmen und Religionen. Einige Legaten mussten sich auch mit Arbeitsräumen in diesen äußeren Bereichen zufrieden geben. Mit einer gewissen Zufriedenheit erkannte Nathanael in einer der Türen diejenige, die zu dem Ort führte, an der seine Begleitung ab und an arbeitete. Noch war klar erkennbar, wer von ihnen beiden die wichtigere Rolle in der Gesandschaft innehatte und wenn es nach ihm ging, konnte das auch so bleiben.

Nach einem kurzen Gang erreichten sie eine große Schotttür, an der zwei weitere Senatswächter mit blauen Gewändern und hohen Federbüschen ihren Dienst versahen. Nach einer kurzen Aufforderung und der Bestätigung seiner Identität durch einen Fingerdruckabgleich, öffneten sich die Schotttüren und gaben den Blick auf den Innenraum des Turboliftes frei, in den die kleine Gruppe trat. Wenige Augenblicke später setzte sich der Aufzug in Bewegung, doch merkten seine Insaßen nicht, mit welcher Schnelligkeit er sich fortbewegte.

"Können Sie mir noch in Kürze die Daten über die Kosten der Eingliederung der Kriminellen in die Armee zu kommen lassen?", fragte Nathanael noch einmal seine Assistentin, die daraufhin ihr Datapad herausholte.

"Ich lasse sie Ihnen auf Ihren Monitor laden. Sie haben gleich noch einmal kurz Gelegenheit, sich alle Daten noch einmal anzuschauen."

Mit einem knappen Nicken akzeptierte der Halb-Sephi die Antwort und verließ den Turbolift, nachdem sich die Tore wieder geöffnet hatten. Vor ihm lag die Loge der Delegation von Aargau, die bisher nur von einer einzelnen Person besetzt war und dahinter waren unzählige weitere ähnliche Repulsorlogen zu erkennen, die größtenteils verlassen waren, jedoch immer noch ein recht beeindruckendes Bild abgaben. Nathanael war mal wieder in den Galaktische Senat der Neuen Republik gekommen.


[ Coruscant - Oberfläche - Obere Ebenen - Senatshallen - Versammlungsrotunde - Loge der Delegation von Aargau ] Nathanael, Kistra Ocheron (NPC), Tyrral Sarat (NPC), zwei Senatskommandos

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07 Jan, 2013 23:09 07
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|Coruscant | südliche Hemisphäre | Untere Ebenen | Hauptquartier der CCB| Wartezimmer|

|Inspector Lt. Kalyn Sulor, Quel-Tuus Arsev, Terry Dourshe, weitere menschliche Geiseln|


Kalyn Sulorbefand sich einer der absonderlichsten Situationen ihres Lebens. Ihr Gefangener hatte wie selbstverständlich die Führung über das kleine bewaffnete Häuflein der menschlichen Geiseln der Anti-Human-Terroristen übernommen und befahl ihnen explizit, auf Nichtmenschen zu schießen. Der corellianische CSF-Mann hatte zum Glück seine Klappe gehalten, die bestimmt nicht minder groß als die des Deserteurs war. Aber was wäre ihnen auch übrig geblieben – die Terroristen waren nun einmal alle Nichtmenschen in diesem Raum. Dass Dourshe sich dabei in seinem Element befand, hätte sie unter anderen Umständen stark aufgeregt, jetzt hing ihr Überleben ausgerechnet von dieser Haltung ab. Also hielt sie einfach auf alles, was nach Twi’lek, Rodianer, Trandoshaner und Bothaner aussah, bis eine SWAT-Einheit der Coruscant Security Force den Warteraum stürmte und eine Nebelgranate der Schießerei ein Ende machte. Die jähe Stille legte sich wie ein Propf in ihre Ohren, und sie befürchtete für einen Augenblick taub geworden zu sein. Allerdings sah sie, wie der Einarmige immer noch die Waffe angelegt hatte und auf den Befehl, die Waffe niederzulegen, nicht reagierte. Die Nullianerin hielt die Luft an – er würde sich doch nicht hier rausschießen wollen? Bevor sie zu einer Reaktion gezwungen wurde, ihren Gefangenen an der Flucht zu hindern, wurde ihm auch schon von einem Angehörigen des SWAT-Teams der Blaster aus der Hand geschlagen. Schnell richtete sie sich auf, um ihn in Reichweite zu haben.

„Kommen Sie bloß nicht auf dumme Gedanken,“ zischte sie ihm zu und zog ihn an seinem unversehrten Arm auf einen Stuhl der Sitzreihe, hinter der sie sich verschanzt hatten. Er sah wirklich erbärmlich aus, und war allem Anschein nach auch nicht in der Lage zu fliehen. Doch sie hatte erlebt, wie einfallsreich dieses schmächtige Bürschlein war, so dass es besser war, gut auf ihn aufzupassen. Die CSF-Beamten waren dabei, Ordnung in das Chaos in diesem Wartezimmer zu bringen – sie verhafteten die überlebenden Terroristen, es waren nur noch fünf oder sechs der Geiselnehmer, darunter die Rodianerin. Unter den Geiseln hatte es ebenfalls Tote gegeben, aber nicht so viele wie unter den Anti-Human-Terroristen. Wie diese Geiselnahme ohne den Einsatz von Dourshe ausgegangen wäre, konnte sie sich nicht im Geringsten ausmalen. Dazu fühlte sie sich auch zu müde und ausgelaugt, und ihr fiel ein, dass sie eine Verletzung hatte. Eine Omwati, anscheinend Squad-Medic der SWAT-Einheit und zwei MD 5- Droiden kümmerten sich um die zahlreichen Verletzten, es war wohl kaum jemand ungeschoren davongekommen. Die Omwati hatte gerade die Schusswunde und das Veilchen des Corellianers behandelt, und wandte sich nun an Kalyn, die allerdings abwinkte und auf ihren Sitznachbarn deutete.

„Kümmern Sie sich zuerst um diesen jungen Mann hier, die Terroristen haben ihn mehrmals verprügelt, der Arm war allerdings schon vorher weg…“, erklärte sie mit einem süffisanten Grinsen, als der blauhäutigen Frau mit dem Federflaum auf dem Kopf der fehlende Arm des Ex-Imperialen auffiel.


|Inspector Lt. Kalyn Sulor, Quel-Tuus Arsev, Terry Dourshe, Verletzte, gefangene Terroristen, CSF-Beamte|

|Coruscant | südliche Hemisphäre | Untere Ebenen | Hauptquartier der CCB| Wartezimmer|

14 Jan, 2013 00:13 58 Die Entourage ist offline Email an Die Entourage senden Beiträge von Die Entourage suchen Nehmen Sie Die Entourage in Ihre Freundesliste auf
Terry Dourshe
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[Coruscant | südliche Hemisphäre | Untere Ebenen | Hauptquartier der CCB| Wartezimmer] Terry Dourshe, Kalyn Sulor, Quel-Tuus Arsev, befreite Geiseln, gefangene Geiselnehmer, CSF-Beamte


Langsam kehrte die Gegenwart in sein Bewusstsein zurück. Je mehr sich der Rauch verzog, desto mehr erkannte er, dass er sich keineswegs aus einer Zwangslage befreit hatte. Er steckte mitten drin und es konnte noch immer sehr übel für ihn enden. Fast war er bemüht, Kalyns Hand abzuschütteln, als sie ihn auf die Sitzreihe zog und ihn zwang, sich hinzusetzen. In Anbetracht der feuerkräftigen Übermacht, gab er schließlich nach und zeigte keine Anstalten von Widerstand. Es wäre zum gegebenen Zeitpunkt ohnehin nutzlos. Das süffisante Grinsen der Nullanerin überging er oder er bekam es gar nicht erst mit, denn er schaut sie nicht an, sondern düster zu Boden. Rund um sie herrschte ein koordiniertes Chaos an Geschäftigkeit. Medidroiden behandelten die Verletzten, Gefangene wurde abtransportiert und Tote weggeschafft. Der Lärmpegel hielt sich in Grenzen, doch zuckte er leicht zusammen, wenn irgendwo ein Befehl gegeben wurde.

Noch immer betrachtete er die Welt mit dieser hinderlichen Doppelsicht. Einige der Geiselnehmer hatten sie wenigstens erschießen können, was gar nicht so schlecht war, wie er fand, etwas weniger Gesindel auf einem Planeten, der seiner Meinung nach nur Menschen zustand, doch würde er das hier und jetzt nicht laut sagen, dafür ging es ihm zu schlecht. Schon fast wollte er seiner Übelkeit und den Schmerzen nachgeben, da sah er wie sich ein weiterer dieser Nichtmenschen näherte, so ein blauhäutiges Wesen, das hier offenbar den Rang einer Medicombat erfüllte oder es zumindest versuchte. Ganz traute er ihr nicht. Aber Kalyn schien es. Warum er der Nullanerin Vertrauen entgegen brachte, wusste er nicht, das zu ergründen hatte er noch keine Zeit gehabt. Vielleicht würde er noch Zeit genug dafür erübrigen können, überlegte er weiter und schüttelte den Kopf, was er sofort bereute, denn die Welt um ihn herum begann sich mit einem Mal zu drehen. Er zwang den dadurch entstandenen Brechreiz weg, schluckte mehrmals und versuchte dabei diese Omwati von sich zu stoßen. Terry wollte keine Behandlung, nicht von der Blauhäutigen und schon gar nicht von einem Droiden. Kalyns Bemerkung trug auch nicht gerade dazu bei, dass es ihm besser ging und sein Misstrauen nahm wieder zu.

Schließlich sah er ein, dass es keinen Zweck hatte und auch keinen Sinn machte, wenn er sich einer Behandlung verweigerte. Der Trandoshaner hatte ihn übel an der rechten Schulter verletzt und irgendwo in seinem Kopf schien auch etwas noch nicht ganz richtig rund zu laufen, falls es das jemals getan hatte.

„Geben Sie mir nur Bacta und etwas gegen die Schmerzen, dann passt das schon“, sagte er mürrisch und würgte erneut den Brechreiz hinunter. Er hasste es, hier unter diesen Leuten eine Art Schwäche zu zeigen. Die Omwati schnaubte nur und tat das was ihrer Meinung nach zu tun war, behandelte die Wunde an der rechten Schulter und besah sich dann die restlichen Blessuren des einarmigen Menschenmannes. „Au … etwas vorsichtiger, wenn ich bitten darf“, murrte er, als sie unsanft die Schulter untersuchte.

„Nana, Sie werden doch nicht so wehleidig sein. Es ist gleich vorbei“, antwortete die Medicombat und machte weiter mit ihrer Arbeit. Terry biss die Zähne zusammen und unterdrückte gleichzeitig den Drang, sich zu übergeben und der Frau ins Gesicht zu schlagen.

Während er die Behandlung über sich ergehen ließ wurden die überlebenden Geiselnehmer bereits abgeführt und ein Kamerateam der lokalen Holonetnews begann damit, einige überlebende Geiseln zu interviewen, ebenso wurde auch der Leiter der Befreidungsaktion vor die Kamera gebeten. Schon wieder so ein Nichtmensch, wie Terry feststellte, ausgerechnet ein Rodianer. Schlimmer konnte es wohl nicht mehr kommen. Er seufzte, ergeben, und schloss die Augen.Jetzt saß er hier in diesem Warteraum, nass, unterkühlt, verletzt, umgeben von Nichtmenschen und war erst recht ein Gefangener.

Als die Omwati mit der Behandlung fertig war, drehte er sich zu Kalyn, sah sie nicht mehr ganz doppelt, aber noch verschwommen und fragte: „Wie geht es jetzt weiter, Lieutenant? Befragen Sie mich oder macht das der …“ Er unterdrückte den Impuls, eine Beleidigung loszulassen und korrigierte seinen Gedankengang. „… Leiter der SWAT-Einheit, oder jemand ganz anderes?“ Ihm behagte es gar nicht, sich von dieser doch bereits vertrauten Person eventuell trennen zu müssen, wobei er sich auch gern von ihr getrennt und das Weite gesucht hätte, doch diese Wahl stand ihm im Moment nicht offen. Er lebte schon zu lange im Verborgenen, huschte von einem Versteck zum nächsten, um nicht erwischt zu werden. Wenn er ehrlich zu sich war, war er es leid, doch das zuzugeben konnte er sich noch nicht leisten. Noch immer suchte er nach einem Ausweg, doch hier schien erst einmal die Endstation zu sein. Er nahm sich vor, vorerst keine weiteren Schwierigkeiten zu machen, zumindest bis es ihm besser ging und er wieder klar denken konnte. Die Omwati nahm sich nun Kalyns Verletzungen an. „Tut mir leid, dass es Sie erwischt hat“, sagte er zu ihr und seltsamerweise meinte er es auch so, was ihn selbst wohl am meisten wunderte.Als die befreiten Geiseln und die Gefangenen endlich aus dem Warteraum entfernt worden waren und selbst das Kamerateam vorerst das Interesse verloren hatte, oder sie hatten schon alles aufgenommen, was es ihnen Wert erschien, kam der Rodianer in Uniform auf sie zu und wandte sich sofort an Kalyn, die eben von der Omwati versorgt wurde.

„Wenn hie alles fertig ist, möchte ich Sie alle befragen. Wie es scheint, haben Sie hier gute, wenn auch unnötig riskante Arbeit geleistet … Inspector Lieutenant.“

Die Stimme des Mannes ließ Terrys Wut wieder hoch kochen, doch verkniff er sich jede weitere Bemerkung und gab endlich dem Brechreiz nach, indem er sich vorbeugte und dem Offizier auf die Stiefel kotzte. Er empfand eine ungeheure Erleichterung dabei und zwar im doppelten Sinn.


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14 Jan, 2013 15:05 34 Terry Dourshe ist offline Beiträge von Terry Dourshe suchen Nehmen Sie Terry Dourshe in Ihre Freundesliste auf
Nathanael Senesca
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„Der Senator der aargauischen Delegation hat das Wort!“

Langsam erhob sich Nathanael gleichsam parallel zu seiner eigenen Schwebeplattform aus den weichen Sitzpolstern und bewegte sich zu dem Pult, auf dem schon das Manuskript seiner Rede aufflackerte. Nur aus den Augenwinkeln nahm er wahr, dass seine beiden Begleiter es ihm gleichtaten und ihn flankierten. Im Grunde interessierte es ihn gar nicht, schließlich hatte er nun eine Rede zu halten und das vor dem wichtigsten und machtvollsten Parlament der gesamten Galaxis. Mochte die Neue Republik noch so schwach sein, eine gewisse Machtpräsenz musste selbst der Senator ihr zusprechen. Ob dieser Staat einem gemeinsamen Angriff aller imperialen Restreiche aushalten könnte, bezweifelte er zwar stark, doch schließlich waren die Warlords wie zum Beispiel Zsinj einfach nicht intelligent genug, um zusammen gegen die größte Demokratie des bekannten Universums vorzugehen. Und daran erkannte man die Dummheit und Sinnlosigkeit der imperialen Restreiche. Eigentlich waren beide Möglichkeiten, die Neue Republik und die imperialen Restreiche, eigentlich vollkommen falsch und nicht zukunftsgerichtet. Doch darum ging es ihm nun nicht. Lieber konzentrierte er sich auf die vor ihm liegende Aufgabe: Eine Rede, die die Befürworter seiner Position von den Stühlen riss und in den Gegnern Zweifel auslöste. Es wurde langsam Zeit, die Position der Aargauer Delegation in schöne Worte verkleidet darzulegen.

So richtete er seinen Blick auf die versammelten Senatoren, Botschafter und anderen Delegierten. Viele waren es nicht, die Sitzung war nur spärlich besetzt und hatte nicht die große Bedeutung wie andere verfassungsrechtliche Verfahren. Eigentlich war es nicht unbedingt ein guter Zeitpunkt, nun seine politischen Ziele darzulegen, doch hatte es ja auch seine Vorteile, nicht die gesamte Versammlung darüber in Kenntnis zu setzen. Kurz schaute Nathanael in Richtung der hohen Säule, die aus dem Boden der Senatshalle herausragte und auf der die Vorsitzenden der jetzigen Anhörung saßen. Die Präsidentin war selbstverständlich bei einem solch unwichtigen Verhandlungspunkt nicht anwesend, weshalb irgendein Stellvertreter des Vizepräsidenten die Sitzung leiten durfte. Spöttisch lächelte der Humanoid. Sicher ein ganz erhebender Moment für ihn.

„Ich danke Ihnen“, bedankte sich Nathanael kurz bei diesem und sog mit einem kurzen Blick auf sein digitales Manuskript einmal tief die Luft ein. Die Schwebeplattform hatte sich weiter von ihrer ursprünglichen Position wegbewegt und drehte sich im weiten freien Feld in der großen Rotunde des Senats, sodass ihre Insassen von allen Lebewesen gesehen werden konnten. Ein Glück, dass der Halb-Sephi schwindelfrei war, sonst hätte er die große Höhe und die ständige Drehung nicht ganz so gut überstanden.

„Sehr geehrte Senatoren, Botschafter und Legaten. Liebe Bürger der freien, demokratischen Neuen Republik! Wie viele Opfer mussten erbracht werden, damit ich Sie – meine sehr geehrten Mitbürger – so anreden kann! Wie viele Lebewesen mussten sterben, um Tyrannei und Fremdherrschaft abzuschütteln! Wie viele mussten dafür sterben, dass freie, geheime und vor allem demokratische Wahlen abgehalten werden können! Abertausende hat der brutale Imperator mit in den Tod gerissen. Abertausende mussten wegen der unterdrückenden „Neuen Ordnung“ sterben.“

Ein Blick in die Logen signalisierte Nathanael, dass er die Aufmerksamkeit der hochdekorierten Runde gewonnen hatte. Sicher, so ein demokratisches Gefasel war bestimmt nicht seine Stärke und dieses republikanische Gewäsch wohl eher Banthamüll, doch musste er sich nun erst einmal als lupenreinen Demokraten darstellen. Die Menge um ihn herum schien weitere Lügen aufgetischt bekommen zu wollen, da sie ihn recht gebahnt anstarrte. Sollten sie sie bekommen.

„Diese ganzen Lebewesen, bei denen wir zum Teil nicht mal ihren Namen wissen, haben sich geopfert, um für eine gerechte und freie Galaxis zu kämpfen, in der jeder Verbrecher und jeder, der Unrecht verbrochen hat, seiner gerechten Strafe zugefügt wird. Sie haben Entbehrungen und Folter ausgehalten, damit später niemand mehr diese Dinge anderen Lebewesen zufügen wird. Und was sehen sie nun? An jeder Ecke der Galaxis herrschen Despoten, die mit ihrer Machtmaschinerie weiterhin Unschuldige knechten, unterdrücken und ermorden! Das wohl beste Beispiel dieser namenlosen Brutalität ist wohl der uns allen bekannte Warlord Zsinj, der seine Gebiete schamlos ausbeutet und versklavt. Ich möchte an dieser Stelle noch einmal betonen, wie wichtig es für unsere Reputation als wirklich demokratischer Staat ist, dass wir dieses Monster für die begannen Untaten büßen lassen.“

Den letzten Satz hatte er recht leise gesprochen, verglichen zu dem Rest, den er eher erbost ausgestoßen hatte. Wieder eine solch großartige schauspielerische Leistung, dass er Gefühle mühsam unterdrückten Zorns vorspielen konnte, die gar nicht da waren.

„Die im Kampf Gefallenen sind jedoch nicht nur deshalb gestorben, um die großen Kriegsherren bestraft zu sehen. Sie wollten Gerechtigkeit, die sich nicht nur auf die großen Fische beschränkt, sondern jedes Verbrechen ahndet und jeden Verbrecher seiner gerechten Strafe zuführt.“

Als würde die Plattform unter ihm merken, dass er zum Höhepunkt seiner Rede kam, hörte sie auf, sich fortzubewegen, sondern blieb mitten in der Luft stehen, sodass die Gestalt des Senators von Aargau gut sehen konnte. Die kleine Kunstpause, die dieser nach dem Ende des letzten Satzes eingebaut hatte, nutzte er, um einen verstohlenen Blick auf den Senator von Kinyen zu werfen. Der dicke Gran, dessen drei Augen wie Stiele allesamt auf die stillstehende Schwebeplattform ausgerichtet waren, trug den so typischen Umhang seiner Spezies und schien all seine Konzentration auf Nathanael gerichtet zu haben. Dieser lächelte für einen kurzen Moment in sich hinein. Philo Leem hatte also wirklich Respekt, wenn nicht sogar Angst vor ihm. Die konnte er auch ruhig haben. Mit einem leicht arroganten Gesichtsausdruck schaute der Humanoid sich weiter in der Loge des Angsthasen um und schaute dabei in das Augentrio der Gran neben dem Senator. Ganz unverhohlen offen und unverhohlen starrte sie zornig in seine Richtung. Im Vergleich zu ihrem Sitznachbar wirkte sie wie eine Furie, die nur darauf wartete, ihren Feind anzufallen. Der außer ihrer Reichweite thronende Redner nahm sich vor, sie später noch auf ihre Identität zu prüfen. Wenn eine solch furchtlose Frau in der Delegation des vertragsbrüchigen Senators von Kinyen saß, musste er mehr über sie in Erfahrung bringen.

Der gesamte Blickwechsel hatte nur einige Augenblicke gebraucht, sodass es nicht weiter auffiel, als Nathanael weiter mit seiner Rede fortfuhr.

„Deshalb fordere ich nicht nur, dass eine neu einzurichtende Behörde sich mit den Taten und Untaten aller politischen Persönlichkeiten der republikanischen Öffentlichkeit beschäftigt, sondern lehne aus den dargelegten Gründen eine Aufnahme des verbrecherischen Pakts in die hoffentlich ehrenvolle und aufrichtige Flotte der Neuen Republik ab. Wie Miss Suy Hadahr vorhin überaus eindrucksvoll darlegte, können wir es uns einfach aus moralischen Gründen nicht leisten, sie unter unsere Obhut zu nehmen, ganz zu schweigen von den finanziellen Gründen. Meine Heimat Aargau trägt als eine in dem Core-Raum gelegene Welt schon stark zum Haushalt dieser Institution bei. Doch kann es im Angesicht der schweren wirtschaftlichen Lage keine weiteren Mittel zur Verfügung stellen. Ich denke, dass es anderen Welten ebenso geht. Wie also sollen wir unserer Bevölkerung erklären, dass man von ihnen als ehrbare und rechtschaffene Bürger das Geld nehmen, um Verbrecher und Gauner zu finanzieren!“

Nun war vereinzelt Applaus zu hören. Einige Abgeordnete standen sogar auf und riefen „Bravo!“ oder ähnliche Beifallsbekundungen. Kurz lehnte sich Nathanael zurück und warf einen Blick auf sein Manuskript. Nun musste er im Eifer der Delegierten noch seine nächste Forderung einbringen, dieses Mal von wirtschaftlicher Natur und sicher sein Hauptziel. Dass Aargau nicht in der Lage war, weitere Gelder der Zentralverwaltung zur Verfügung zu stellen, war zwar sicher unwahr. Doch konnte der Senator dem Vorstand der Bank of Aargau sicher nicht mit irgendwelchen Forderungen für weitere Mittel ins Haus fallen, wenn er die Bankenregulierung nicht beseitigen konnte. Irgendwelche gravierende Erfolge hätte er schon vorweisen müssen.

"Oft sehen wir noch, wie in vielen Bereichen in der Galaxis Unterdrückung und Bevormundung an der Tagesordnung sind. Selbst in unserer Gesellschaft gibt es so etwas noch!“

Einige wütende Beschwerden ließen ihn kurz ihm Redefluss verharren. Scheinbar war dieses Thema sehr brisant. Wollte er es nun wirklich zur Sprache bringen? Die Aufnahme der Söldner und Halunken war schon heikel und nun noch die zukünftige Wirtschaftsform zur Sprache bringen? Er entschloss sich dafür.

„Schauen Sie sich die ganzen Regulationen an, denen wir als freie Bürger selbst in diesem Staat unterworfen sind. Meine feste Meinung ist es, dass es auf religiöser, gesellschaftlicher und auch auf wirtschaftlicher Basis Freiheit für alle auf der Grundlage einzuhaltender Gesetze geben muss. Wie können wir es uns anmaßen, zum Beispiel so stark in die einzelnen Wirschaftszweige einzugreifen? Die Delegation von Aargau verlangt deshalb eine Aufhebung von Aufsichten jedweder Art.“

Eine weitere Pause. Dieses Thema hatte scheinbar auch die Gemüter erhitzt. Doch nicht wie bei dem Punkt zuvor hatte es Nathanael geschafft, eine besonders breite Zustimmung für seinen Standpunkt zu erzielen. Scheinbar warteten doch noch mehr Überzeugungsarbeit, Bankette, Besprechungen und Ränkespiele auf ihn, als er gedacht hatte.

„Miss Hadahr hat eben Han Solo zur Sprache gebracht. Hier ist meiner Meinung nach viel Fingerspitzengefühl gefragt. Mr. Solo hat einen großen Anteil daran, dass wir heute hier in einem halbwegs sicheren Frieden und Wohlstand sitzen können. Allerdings hat er genauso Straftaten begangen, die nicht unberücksichtigt bleiben können. Schmuggel und Aktivitäten auf dem Schwarzmarkt sind nur Teile dessen. Bei Einzelfällen wie diesem sollte von einem unabhängigen Gremium geklärt werden, ob Mr. Solo so große moralische Schuld auf sich geladen hat, als dass er in die Flotte übernommen werden kann. Einen hohen Posten würde ich ihm jedoch verwehren.“

Im Grunde hatten Nathanael und Han Solo schon viele Gemeinsamkeiten. Was man so von dem Rebell der vordersten Front gehört hatte, war es ihm immer um den eigenen Profit gegangen, was bei dem Senator einige Sympathie hervorrief. Wenigstens einer hatte verstanden, wofür es sich zu kämpfen lohnte. Zwar waren die letzten Taten des ehemaligen Schmugglers für ihn nicht ganz verständlich, doch konnte er diesen um einiges mehr leiden als den gesamten Rest der ideologisch vollkommen bekloppten Prinzipienprediger. Doch war es dem Halb-Sephi im Grunde egal, welche Entscheidung über Solo getroffen wurde. Er musste nun erst einmal zum Ende seiner Rede kommen.

„Ich danke dem Herr Vorsitzenden, dass mir die Möglichkeit einer Stellungnahme gegeben wurde und hoffe, meinen Standpunkt für alle Anwesenden vertretbar dargelegt zu haben. Lang lebe die Demokratie!“

Langsam flog die Schwebeplattform unter dem Applaus der versammelten Masse zurück zu seinem Platz. Mit verschränkten Armen setzte sich Nathanael wieder auf seinen Platz. Hatte sich die Rede gelohnt? Die Zeit würde es ihm sagen.


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14 Jan, 2013 20:01 35
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|Inspector Lt. Kalyn Sulor, Quel-Tuus Arsev, Terry Dourshe, Verletzte, gefangene Terroristen, CSF-Beamte|


Die Geiselnahme war beendet, aber für Kalyn gab es noch keinen Grund sich zu entspannen. Nicht nur, dass sie trotz ihrer Erschöpfung immer noch aufgedreht und ihre Nerven überreizt waren, sondern auch ihr Gefangener, von dem sie langsam nicht mehr wusste, ob er nun überhaupt ein Gefangener, Verbündeter oder ein Schutzbefohlener war, oder vielleicht doch so eine Art Sorgenkind. Als die Omwati ihn behandelt hatte, hoffte sie inständig, dass er sich trotz der unverhohlenen Abneigung gegenüber allem Nichtmenschlichen zusammenreißen würde und zum Glück wehrte er sich nicht großartig. Wahrscheinlich war er auch viel zu erschöpft, um seine Feindbilder ausgiebig zu pflegen. Seine Fragen nach dem weiteren Verlauf nach der Befreiung konnte sie nur mit einem Schulterzucken beantworten, denn sie wusste es selbst nicht genau und war auch noch zu aufgewühlt, um sich tiefer gehende Gedanken darum zu machen. Sie hatte bei seiner Frage nach ihrem Befinden abgewunken, sie war nicht lebensgefährlich verletzt und einen Schock hatte die Squad-Medic bei ihr nicht feststellen können. Dabei stellte sie innerlich amüsiert fest, dass das rotzige Bürschlein anscheinend doch so etwas wie Interesse für seine Mitmenschen entwickelt hatte, auch wenn sie vermutlich in seinen Augen ‚nur’ ein Nahmensch war.

Als Dourshe allerdings dem rodianischen Einsatzleiter, einem Captain Neetaka, auf die Stiefel kotzte, hätte sie den Deserteur am liebsten über die Knie gelegt und gehörig den mageren Hintern versohlt. Die Facettenaugen des Rodianers zeigten keine Regung, oder zumindest konnte sie keine erkennen – er trat nur einen Schritt zurück und versuchte das Erbrochene von seinen Stiefeln zu schütteln. Die Antennen auf seinem Kopf zuckten ein wenig. „Sir, wir wollten uns bloß nicht in unser Schicksal ergeben – Mister Dourshe hier, wäre von den Geiselnehmern beinahe zu Tode geprügelt worden, und einige andere wahrscheinlich auch, wenn wir uns nicht gewehrt hätten.“ Captain Neetaka wiegte abschätzend seinen blaugrün geschuppten Kopf hin und her und fasste dann Dourshe näher in die facettierten Augen. „Er gehört nicht zum Coruscant Customs Bureau, oder, Inspector Lieutenant?“, fragte der Rodianer in seinem akzentuierten Basic mit unterschwelligem Ärger. Dourshes Mageninhalt verbreitete seinen unangenehm säuerlichen Geruch und trug seinen Teil zu der ohnehin fürchterlichen Geruchskakophonie bei, die sich nur langsam verzog. Mit einem Mal erkannte die Nullianerin, wie der Ex-Imperiale überhaupt nicht zum Gros der befreiten Geiseln passte. Ihr fiel die Ausrede wieder ein, mit der er sich vorhin im Hangar sich als Undercovermitarbeiter einer Fantasiebehörde ausgegeben und unterdrückte ein Schmunzeln. „Nein, Mister Dourshe ist ein…Zeuge in einer zollbehördlichen Ermittlung, ich hatte ihn zu einer Befragung hierher gebracht.“ Diese leicht abgeänderte Version der eigentlichen Wahrheit ging ihr relativ glatt von der Zunge, denn erstens war er ihr Gefangener und zweitens hatte sie allen Grund, ihm dankbar zu sein. Wenn sie ihn schon nicht laufen lassen konnte, wollte sie ihm in seinem Zustand vorerst ein Verhör bei der Coruscant Security Force ersparen. Der Trando hatte ihm eine fürchterliche Wunde in die rechte Schulter gerissen, und wer wusste schon, welche Keime und Bakterien der Reptiloide mit sich geschleppt hatte. Die Omwati hatte zudem eine Gehirnerschütterung festgestellt und einen Rippenbruch entdeckt, der von ihr zunächst nur provisorisch versorgt werden konnte. Sie hatte gerade das Gefühl, ihn beschützen zu müssen, wenigstens solange, bis er wieder unverschämt wurde.

„Haben Sie die Terroristen auf eine irgendeine Weise provoziert, Mister Dourshe?“, wandte sich Captain Neetaka nun direkt an den Urheber den Geiselaufstands. Ob die anderen Geiseln ihn bereits als solchen identifiziert hatten, wusste Kalyn nicht, und auch nicht, ob sich dieser Umstand nachteilig auf ihn auf auswirken würde, weshalb sie seine Rolle erst einmal auf die des wehrlosen Opfers heruntergespielt hatte. Warum tat sie das eigentlich?


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19 Jan, 2013 23:54 42 Die Entourage ist offline Email an Die Entourage senden Beiträge von Die Entourage suchen Nehmen Sie Die Entourage in Ihre Freundesliste auf
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Ein süffisantes Grinsen zog kurz über Terrys Gesicht, als der Captain einige Schritte zurück machte. Doch die Erleichterung nachdem er seinen Mageninhalt über die Stiefel des Captains verteilt hatte, währte nur kurz. Dennoch stellte er erstaunt und auch irgendwie erleichtert fest, dass Kalyn log … und das nicht einmal schlecht. Er fragte sich, warum sie das tat, schob den Gedanken beiseite und überlegte, was das für ihn bedeuten mochte. Es mochte ihm kurzfristig etwas Zeit verschaffen, damit er von diesen Idioten von CSF-Beamten verschont blieb. Doch rechnete er nicht mit einer langen Schonfrist. Es war zu offensichtlich, dass er für die Schießerei verantwortlich war, irgendjemand von den Geiseln würde reden und wenn es dieser corellianische Bastard mit dem blauen Auge war.

Terry fühlte, wie sich Captain Neetakas Aufmerksamkeit auf ihn richtete und wischte sich mit der Hand über den Mund, wobei er sich ein leises Aufstöhnen kaum verkneifen konnte. Die Schulter schmerzte trotz des Perigens noch heftig. Wer wusste schon, welches Gift oder welche Keime der Trando auf seinen Klauen hatte, die nun in Terrys Blutbahn munter ihr Unwesen trieben und sich dort vermehrten. Daran mochte er gar nicht denken. Er hasste Aliens, im Moment führten Trandoshaner und Rodianer die Liste seiner Feindbilde an.

Der verletzte Kuati hob den Kopf, erwiderte stur den Blick des CSF-Beamten und erweckte schon den Anschein, sich ausschweigen zu wollen. Tief atmete er ein und bereute es sofort, der Geruch war, gelinde gesagt, atemberaubend, der sich den Weg über die Nase und den Riechkolben zum Geruchszentrum seines Hirns bahnte. Dazu kam noch ein bohrender Schmerz in der Rippengegend, als sich die Bruchstelle durch die Bewegung der Atemmuskulatur verschob. Schweiß brach ihm aus und er meinte, sich gleich erneut übergeben zu müssen. Dann sackte er einfach zusammen, atmete sehr flach und sagte: „Ich habe nichts getan.“ Seine Stimme klang ihm selbst hohl in den Ohren. Er fühlte sich müde und fürchtete, jeden Moment vom Sessel zu fallen. Wenigstens stimmte die Aussage, wenn auch nur zum Teil, denn die erste Prügelaktion hatte er nicht herausgefordert.

Die Terroristen waren nun alle weg und ein Team der Spurensicherung war eben dabei, den Raum in Beschlag zu nehmen, was für sie hieß, dass sie bald, wenn nicht sofort, gehen mussten.Die Antennen auf dem Kopf des Rodianers zuckten erneut als Terry geendet hatte und er richtete die Facettenaugen auf den Deserteur, bevor er sich an Kalyn wandte.

„Sie sagen, er wird von Ihnen verhört … Nun das können Sie auch noch später machen. Die Geiselnahme geht vor einer Kiste geschmuggelten Alkohols oder T`Bac. Hier sind Leute verletzt und getötet worden. Inspector Lieutenant, auch Sie werden wir noch für eine genaue Aussage brauchen.“

Innerlich wand sich Terry bei den Worten in dem schlechten Basic des Rodianers, das die Worte noch schlimmer erscheinen ließ als den Inhalt, den sie transportieren. Wenn jetzt diese ganzen Lügen aufkommen, dann bin ich geliefert, rief der pessimistische Persönlichkeitsanteil in ihm. Doch für eine eingehende Diskussion mit sich selbst, fehlte ihm jetzt der Sinn, stattdessen machte sich eine Art Lethargie in ihm breit, die er noch zu gut aus seiner Zeit in den Strafkompanien im Outer Rim kannte.

Müde schloss er die Augen. Alle seine Besitztümer waren weg, der Gleiter, die Waffen, der Mantel und bald auch die hart errungene Freiheit. Er glaubte nicht, etwas davon wieder zu bekommen.

„Mister Dourshe, Sie begleiten mich, vorerst nur als Zeuge“, forderte ihn der Rodianer auf. Terry hob den Kopf, sah erst zu Kalyn und dann zu Captain Neetaka bevor er aufstand und einen wackeligen Schritt auf den Rodianer zu machte. Noch einmal schaute er zu Kalyn, öffnete den Mund, brachte aber keinen Ton heraus. Dann drehte sich der Raum einmal um ihn herum, die Wände stürzten auf ihn und er wusste nichts mehr. Alles Adrenalin, das ihn aufrecht gehalten hatte, war aufgebraucht.

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22 Jan, 2013 18:51 32 Terry Dourshe ist offline Beiträge von Terry Dourshe suchen Nehmen Sie Terry Dourshe in Ihre Freundesliste auf
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[ Coruscant - Oberfläche - Obere Ebenen - Senatshallen - Versammlungsrotunde - Loge der Delegation von Aargau ] Nathanael, Kistra Ocheron (NPC), Tyrral Sarat (NPC)

Mit einem Zischen landete die Schwebeplattform wieder in ihrer Vorrichtung, während ihre Insassen sich wieder auf ihre gut gepolsterten Sitze niederließen. Die Aufmerksamkeit des gesamten Senats hatte sich von ihnen abgewandt und konzentrierte sich wieder auf den Vorsitzenden der Sitzung, irgendein nervöser, junger Verwaltungsbürokrat, der sich gerade vollkommen wichtig vorkam und gleichzeitig versuchte, jede paragrafierte Prozessregel minimalistisch zu befolgen. Damit konnte der mittlere der Dreierformation der Delegation von Aargau gut leben. Nathanael war nämlich für heute fertig mit dem Senat, seiner endlosen Debattenrunde und dem unnützen Reden. Seine eigene Rede hatte auch nicht viel gebracht und würde bald niemanden mehr interessieren. Da wäre es noch mehr Folter für ihn gewesen, weitere kostbare Minuten seines noch kostbareren Lebens in dieser Versammlungshalle zu verbringen. Langsam erhob er sich also und sprach den neben ihm sitzenden Mann an.

„Mr. Sarat, ich verlasse Sie nun. Sie zeichnen die wichtigsten Verhandlungspunkte bitte für mich auf und lassen sie auf dem gewohnten Wege wieder mir zukommen. Unsere Position ist in dieser Sache auf jeden Fall geklärt. Sollten Sie noch einige Anmerkungen zu meiner Rede haben, äußern Sie sie bitte jetzt.“

Der alte Mann mit dem runzligen Gesicht schaute von dem Geschehen im weiten Rund des Senats zu seinem Vorgesetzten auf und danach wieder zurück. Seine dunkelgraue Robe raschelte unter ihm, als er sie kurz wieder richtete und seinen Blick weiterhin von Nathanael abwandte. Er wirkte müde und erschöpft, fast so wie sich der Senator fühlte, doch seine eisgrauen Augen, die im starken Kontrast zu dem dunkel Amtsgewand standen, jedoch sehr gut zu seinen fast weißen Haaren passten, huschten unter einer dünnen Brille unruhig hin und her. Das erschien der einzige Anhaltspunkt dafür zu sein, dass der Mensch noch nicht in einen apathischen Zustand irgendwo zwischen Alzheimer und Demenz gefallen war. Die sonstigen Bewegungen wirkten fahrig und wenig koordiniert, doch die Augen waren klar und wach. Und dahinter wartete auf jeden politischen Feind des eingefleischten Aargauers, der diesen deutlich unterschätzte, eine böse Überraschung, die oft mit gehörigen Unannehmlichkeiten wie Kidnapping, Folter, Erpressung und Tod verbunden war. Oder, wenn er in gnädigerer Stimmung war, wurde das Opfer, das sich zu nah an das Versteck des Kinraths gewagt hatte, gepackt und nur in einer riesigen Medienkampagne aus Amt und Würde gejagt. Schließlich war Sarat Inhaber der wichtigsten Mediengesellschaft auf Aargau, auch wenn er schon lange nicht mehr aktiv den Konzern leitete. Da war es für den Halb-Sephi umso wichtiger, den offiziellen Legaten der gesamten Firmen, die auf Aargau angesiedelt waren und nicht der Bank of Aargau unterstellt waren, zufriedenzustellen und als seinen Verbündeten zu gewinnen. Ocheron, die als seine persönliche Assistentin dafür zuständig war, für diese Zwecke zu übergehen, war da kein großes Problem. Sie und der Humanoid hatten sowieso eine große Hassliebe gegenüber dem anderen entwickelt, die irgendwann in eine große Explosion und dem politischen Untergang von einen der beiden führen würde.

"Ich lasse Ihnen die Daten zukommen", war alles was der Aargauer im Rentneralter auf Nathanaels Bitte erwirderte. Er war sowieso nicht der Mann großer Worte und somit völlig ungeeignet, selber die Senatorenposition zu übernehmen. Zudem war er nicht Teil der Bankhierarchie, sodass der Vorstand der Bank of Aargau ihn niemals als Bevollmächtigten nach Coruscant schicken würde. Von Sarat hatte der amtierende Senator somit nicht wirklich etwas zu befürchten. Außer vielleicht, dass ein plötzlicher Herzinfakt des Delegierten, der immer eintreten konnte, in der Senatorenloge sicher sofort in den Medien auftauchen würde und für schlechte Publicity sorgen würde.

Mit einem Nicken akzeptierte Nathanael die Antwort und wandte sich ab, um endlich die Loge zu verlassen. Er konnte geradezu den bohrenden Blick in seinem Rücken spüren, den die junge Blondine ihm wohl zuwarf, doch zwang er sich, weiter stur geradeaus zu schauen. Ihre Anwesenheit konnte er getrost vergessen. Die Schotttüren öffneten sich mit einem leichten Zischen und ließen den Politiker ebenso passieren wie die beiden Senatswachen, die vor der Loge postiert waren. Dieses Mal ganz ohne Begleitung begab sich der Mischling auf dem Weg zur Turbolift. In Gedanken malte er sich schon sein Penthouse aus und freute sich auf ein paar recht gemütliche Stunden. Die nächsten drei Tage hatte er sowieso kaum wichtige Termine, die konnte er also richtig genießen. Doch dazu musste er so schnell wie möglich hier heraus.


[ Coruscant - Oberfläche - Obere Ebenen - Senatshallen - Gang zu den Turbolifts] Nathanael

27 Jan, 2013 14:30 19
Casshern D´Orcast
Spitzohr




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Coruscant • Senatsdistrikt • Senatsgebäude • Senatssaal

Casshern D’Orcast


Erst als der Senator von Aargau, ein noch recht junger Mann namens Nathanael Senesca, das Wort ergriff, wandte Casshern seine volle Aufmerksamkeit wieder der Diskussion zu. Senesca unterstützte mit seinem Beitrag die Linie von Suy Hadahr und sprach sich eindeutig für ein konsequentes Vorgehen gegen Zsinj aus, weshalb der Chandaari ihm ausgiebig Beifall spendete. Aargau als Sitz der Bank von Aargau, ein Mitgliedsunternehmen des Intergalactic Banking Clan, war aus diesen Gründen eine Welt mit großem politischen und wirtschaftlichen Einfluss, und eine Trennung dieser Verflechtungen quasi unmöglich, selbst wenn sie pro forma bestehen sollte. Daher war es kaum verwunderlich, dass der sehr dünn wirkende Senator sich gegen wirtschaftliche Regulationen aussprach. Dieser Teil interessierte Casshern insoweit, wenn es nach der Befreiung des Tion-Clusters um Handelsabkommen mit der Neuen Republik gehen würde. Nachdem Senator Senesca seine Rede beendet hatte, kehrte dessen Repulsorloge wieder an ihren angestammten Platz zurück, welcher sich etwas oberhalb zu seiner Linken befand und es sah so aus, als ob der Vertreter Aargaus sich anschickte, die Rotunde zu verlassen. Die mandalorianische Botschaftsdelegation und auch die Mon Calamari machten noch keine Anstalten, sich zurückzuziehen. Kurz entschlossen stand der spitzohrige Chandaari auf und machte sich auf den Weg, um den Senator abzufangen. Für diese Logensektion gab eine gemeinsame Reihe von Turboliften, die auch Senesca benutzen musste, falls er nicht einen Umweg laufen wollte.

Casshern beschleunigte mit erwartungsvoll zuckenden Ohrspitzen seinen Schritt, bemühte sich aber auch nicht zu hastig zu laufen. Nichts war erbärmlicher als jemandem hinterher zu rennen und dabei auch noch überhastet zu wirken. Die Teppiche und Wanddekorationen der Gänge waren neu, und dennoch glaubte er, den Atem der Geschichte zu spüren, die hier gemacht worden war. Wenn alles so verlief, wie er es sich erhoffte, würde hier wieder Geschichte geschrieben werden, mit einem klaren Schwerpunkt auf dem Tion-Cluster. Zwar hielten die meisten Lebewesen Coruscant und die Kernwelten für den Mittelpunkt der Galaxis, doch für ihn und alle anderen Tionesen, mochten sie Menschen, Nah-Menschen oder Nicht-Menschen sein, war der Tion die wahre Wiege der Zivilisation, mit einer wechselvollen, aber glorreicheren Geschichte als die der Alten Republik, welche, aufgebläht und im Innersten verrottet und mürbe durch einen monströsen Staatsapparat, so schnöde zusammen gebrochen war.

Beseelt von diesen Gedanken erreichte er die Turbolifte, wo auch gerade Senator Senesca eintraf. Er war allein, ohne die Mitglieder seiner Delegation, die der Chandaari noch mit ihm in der Loge gesehen hatte. „Senator Senesca? Bitte verzeihen Sie, wenn ich Sie einfach so unumwunden anspreche, aber ich wollte ihnen mitteilen, dass mir Ihr Beitrag zur Diskussion sehr gut gefallen hat, besonders, was das Vorgehen gegen Zsinj angeht. Mein Name ist Casshern D’Orcast, ich gehöre zum Stab des Botschafters Xeder D’Orcast, welcher das Königreich von Cron im Tion Cluster vertritt.“ Bewusst sprach Casshern vom Königreich von Cron anstatt von der imperialen Bezeichnung Mandat von Cron, die für jeden Bewohner eine Beleidigung für die ruhmvolle Geschichte des Sektors darstellte. „Ich möchte Sie nicht aufhalten, aber vielleicht haben wir gemeinsame Interessen, über die ich mich gerne mit Ihnen unterhalten würde. Vielleicht können wir uns auf dem Weg nach draußen kurz darüber austauschen?“


Casshern D’Orcast, mit Nathanael Senesca

Coruscant • Senatsdistrikt • Senatsgebäude • vor den Turboliften

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28 Jan, 2013 00:29 28 Casshern D´Orcast ist offline Email an Casshern D´Orcast senden Beiträge von Casshern D´Orcast suchen Nehmen Sie Casshern D´Orcast in Ihre Freundesliste auf
Nathanael Senesca
Gast


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[ Coruscant – Oberfläche - Obere Ebenen – Senathallen - vor den Turboliften ] Nathanael, Casshern D`Orcast

Der Senator von Aargau war so in Gedanken versunken, dass er seine Umgebung nicht mehr wirklich wahrnahm. Mit gedankenschwerem Kopf streifte er durch den Gang in Richtung der Turbolifte. Gerade hatte er sich ausgemalt, wie schön ein kleiner Kurzurlaub zu Naboo wäre. Die paar Termine, die er in den nächsten paar Tagen hatte, könnten sicherlich verschoben oder gecancelt werden, sodass er die nächsten drei Tage bestimmt Zeit hätte, Theed und die nähere Umgebung wieder zu genießen und etwas Ruhe in seinen Alltag zu bekommen. Das war bestimmt sowieso das größte Problem: Er war zu sehr in seinen Alltag voll mit Senatssitzungen, persönlichen Gesprächen, irgendwelchen Abendveranstaltungen und internen Besprechungen gefangen, dass er niemals mehr abschalten konnte. Eine Entlastung musste einmal kommen, sonst würde ihm eines Tages ein Fehler unterlaufen, auf den sich seine Rivalen – allen voran Kistra Orcheron - stürzen und ihm seinen Posten als Senator abnehmen würden. Und das durfte auf keine Fälle passieren.

Als Nathanael schließlich von der Seite angesprochen wurde, zuckte er innerlich sofort zusammen. Völlig unvermittelt wurde er aus seinen Gedanken gerissen und landete – einmal mehr – auf dem Boden der Realität. Und dabei hatte er fast den Ausgang erreicht...

Der Eindringling in seine Privatsphäre war ein Humanoid mit sehr spitzen Ohren und braunen Haaren, der in ein elegantes Gewand gehüllt war, das genauso gut in dem Ankleidezimmer des Aargauers hätte hängen können. Tiefblau und purpurrot passten wirklich ausgesprochen gut zueinander. Wahrscheinlich hatte er eine solche Kombination bereits gekauft, allerdings wusste er nie ganz so genau, welche Schätze in den Kommoden und Schränken seines Ankleideraumes verborgen waren. Dabei musste Nathanael zugeben, dass seine Hautfarbe nicht so sehr zu der Kleidung passte, wie die seines Gegenübers. Diese hatte einen klaren bronzenen Stich, was das Spitzohr noch einmal deutlich von einem normalen Menschen unterschied. Als er das Wort an Nathanael richtete, stellte er sich als Casshern D`Orcast vor. Der Name D`Orcast war dem Blasshäutigeren schon einmal untergekommen und die nachfolgenden Worte des anderen Mannes unterrichteten ihn auch, in welchem Zusammenhang. Irgendein Mitglied dieser Familie musste Botschafter im Senat für irgendein unwichtiges Gebiet im äußersten Randgebiet der Galaxis sein. Die nächsten Worte klärten jede Unklarheit. Ein gewisser Xeder D`Orcast war der Botschafter und damit gewiss irgendwie mit seinem Gegenüber verwandt. Vermutlich war dieser hier der Sohn des Älteren. Und der Tion-Cluster lag wirklich irgendwo im äußeren Rand. Wo genau, dass beschloss der Halb-Sephi später nachzuschauen. Auf die Einladung des Delegierten reagierten seine Gefühle vollkommen ablehnend. Er war müde, erschöpft und unmotiviert; da konnte er ein Gespräch mit so einem unwichtigen Hinterbänkler nicht gebrauchen. Allerdings konnte sich dieser irgendwann einmal als Verbündeter erweisen oder ein zu brüskes Abweisen hätte ihn sofort an die Seite der Rivalen des Aargauers getrieben. Also konnte sich der schlaksige Mann ruhig die paar Minuten nehmen und den aufdringlichen jungen Mann anhören.

„Aber selbstverständlich. Ich stehe immer für ein Gespräch zur Verfügung“, beeilte er sich so schnell zu sagen und ließ die dreiste Lüge ohne irgendwelche Andeutungen über die Zunge springen. Während sich die Türen des Turbolifts öffneten, ließ er dem Braunhaarigen den Vortritt. „Nach Ihnen. Wie kann ich Ihnen weiterhelfen? Sie sind doch sicher mit Xeder D´Orcast verwandt? Ich habe ihn bisher als äußerst angenehmen Zeitgenossen kennengelernt.“

Dass er die Bekanntschaft des älteren D`Orcast bisher nur sehr flüchtig auf irgendeinem Abendball gemacht hatte und ansonsten nur einige unwichtige Berichte gelesen hatte, in denen er erwähnt wurde, war hier vollkommen unnötig zu erwähnen. Einige Dinge gehörten sich einfach nicht gesagt.


[ Coruscant – Oberfläche - Obere Ebenen – Senathallen - Turbolift ] Nathanael, Casshern D`Orcast

28 Jan, 2013 16:29 19
Casshern D´Orcast
Spitzohr




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Coruscant • Senatsdistrikt • Senatsgebäude • vor den Turboliften
Casshern D’Orcast, mit Nathanael Senesca


Der Senator von Aargau ließ sich nicht anmerken, ob er Cassherns forsche Kontaktaufnahme als aufdringlich empfand oder nicht. Und selbst wenn, geboten es die Regeln der Etikette unter Diplomaten, ein ausreichendes Maß an Höflichkeit an den Tag zu legen. Nathanael Senesca überließ ihm den Vortritt in die Turboliftkabine, wo der Chandaari das Stockwerk auswählte, in dem die anderen tionesischen Botschafter immer noch bei einem Meeting diskutierten, wie sie am Besten die Senatoren der Neuen Republik für die Befreiung des Tion-Clusters gewannen. Er hingegen hatte in der Zwischenzeit schon potenzielle Kandidaten ins Auge gefasst und bei einem bereits Kontakt aufgenommen. „Botschafter D’Orcast ist mein Onkel und Bruder des Königs von Cron, Xid XXXVI.“, erklärte er die verwandtschaftlichen Verhältnisse, die Senator Senesca angesprochen hatte. Es schadete nie, ein wenig die adlige Herkunft hervorzuheben, denn die Monarchie übte selbst auf eingefleischte Republikaner immer noch eine heimliche Faszination aus und man konnte beileibe nicht behaupten, dass es der Bevölkerung unter einem Alleinherrscher schlecht gehen musste. Sowohl sein Vater für Cron als auch die Lady Valles Santhefür den Allied Tion taten ihr Bestes, damit die Bewohner des Clusters nicht zu schwer unter der imperialen Besatzung zu leiden hatten. Wer, wenn nicht ein Monarch, hatte am schwersten an der Verantwortung für einen Staat zu tragen?

Der Turbolift setzte sich beinahe unmerklich in Bewegung, nur an den sich rasch abwechselnden Lichtern der Displays für die verschiedenen Stockwerke machte sich die hohe Geschwindigkeit bemerkbar, mit der der Lift seine Passagiere durch das Senatsgebäude transportierte. „Sie könnten mir in der Tat weiterhelfen, Senator. Wie ich schon sagte, hat mir aus nahe liegenden Gründen Ihre Ansprache für einen verstärkten Einsatz gegen Warlord Zsinj gut gefallen, welcher meine Heimat besetzt hält. Und ich bin der Ansicht, dass auch Vize-Senatorin Hadahr auch die Sicherheit des in der Nähe liegenden Mon Calamari-Sektors im Auge hat, wenn sie sich für eine starke Verteidigungsflotte ausspricht. Leider haben weder mein Onkel noch die anderen beiden Botschafter des Allied Tion und der Tion Hegemony den Einfluss, eine Entscheidung herbei zu führen.“ Der spitzohrige Chandaari legte eine kurze Pause ein, um seine Worte wirken zu lassen und verfolgte das rasch wechselnde Farben- und Lichterspiel des Displays der Etagenanzeige.

„Vielleicht schätzt die Neue Republik den Cluster auch als viel zu unbedeutend ein, aber andererseits hat Zsinj mit Lianna im Allied Tion den Hauptsitz der Santhe Corporation in der Hand, sprich Sienar Fleet Systems und der Produktion der TIE-Raumjäger. Ganz zu schweigen von den tionesischen Werftunternehmen und den Sektor- wie Privatbanken...Sie werden verstehen, dass mir meine Heimat sehr am Herzen liegt.“ Das Thema Intergalaktischer Bankenclan klammerte er an einem öffentlichen Ort wie diesen bewusst aus, er musste schließlich nicht mit der Tür ins Haus fallen. „Und es betrübt mich sehr, dass die Neue Republik nicht das Potenzial erkennt, das eine solch wirtschaftlich starke Region im Outer Rim in sich trägt, wenn Mon Calamari besetzt wäre, hätte man wohl schon die halbe Verteidigungsflotte dorthin geschickt.“ Vermutlich klang es anmaßend, den Cluster mit Mon Calamari zu vergleichen, aber andererseits waren die wirtschaftlichen Stärken des Tion breiter gestreut als die von Dac, welches vor allem durch die Produktion seiner Schlachtschiffe brillierte. Darüber hinaus konnten die tionesischen Sektoren durch die Unabhängigkeit von der Neuen Republik profitieren und waren frei von deren staatlichen Regulationen. „Botschafter D’Orcast und ich würden uns gerne mit Ihnen darüber ausführlicher unterhalten, sobald es Ihre Termine erlauben, Senator. “


Casshern D’Orcast, mit Nathanael Senesca
Coruscant • Senatsdistrikt • Senatsgebäude • im Turbolift

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03 Feb, 2013 19:39 54 Casshern D´Orcast ist offline Email an Casshern D´Orcast senden Beiträge von Casshern D´Orcast suchen Nehmen Sie Casshern D´Orcast in Ihre Freundesliste auf
Terry Dourshe
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[Coruscant – Südliche Hemisphäre – untere Ebene – Hauptquartier der örtlichen Coruscant Security Force - Verhörraum] Terry Dourshe, Captain Neetaka, andere NPC


Er wusste nicht genau, wie er hierher gekommen war. Wo hier war, wusste er auch nicht so genau. Nur eines wusste er mit Sicherheit, dieses Hier gefiel ihm ganz und gar nicht. Langsam kehrten die Erinnerungen zurück. Irgendwie hatten sie ihn nach der Befreiung aus der Hand der Geiselnehmer hierher geschafft, wo immer das auch sein mochte. Die Schmerzen waren fast weg. Somit versuchte er, sich etwas zu bewegen, dehnte die Halsmuskeln, indem er den Kopf hin und herbewegte. Leise hörte er es knacken und er schloss für eine Sekunde die Augen. Danach schaut er in das Fenster vor ihm und streckt die Zunge raus. Eine kindische Geste, aber etwas Besseres fiel ihm im Moment nicht ein. Kurz darauf ging die Tür auf und Captain Neetaka erschien.

„Warum bin ich hier?“, fragte er und schaute dabei Neetaka an. An Flucht war nicht mehr zu denken, er befand sich irgendwo, wusste nicht, wie viele Türen er passieren musste, wie viele Stockwerke rauf oder runter, um zu einem Ausgang zu kommen. Der Rodianer ging nicht auf die Frage des Einarmigen ein, sondern umrundete diesen einmal. Er schien bereits Erkundigungen über Terry eingeholt zu haben und, wenn man seine Haltung richtig deutete, dürfte er sogar etwas erfahren haben. Dem Kuati schwante nichts Gutes. Die Antennen am Kopf des Rodianers zuckten leicht als er sich dem Menschenmann näherte und ihn dabei genau unter Augenschein nahm. Seine Verletzungen waren Dank des Bactas bereits am Verheilen und man sah nicht mehr viel. Ob sein Gefangener noch Verletzungen hatte, wusste er nicht. Müßig warf er einen Blick auf das Datapad, welches er in der linken Hand hielt und setzte sich dann Terry gegenüber auf einen Stuhl.

„Name“, fragte er barsch, ohne auf die Frage seines Gegenübers einzugehen. Terry zog die Augenbrauen hoch, der Kerl verlor also keine Zeit mit unnützem Gerede. „Terry Dourshe“, antwortete er wahrheitsgemäß, lehnte sich zurück und legte die Arme vor die Brust, wobei er den Armstumpf mit der intakten Hand festhielt und leicht an der Narbe zu kratzen begann. Er war nervös, wollte sich aber nichts anmerken lassen.

„Wo wohnst du?“, fragte der Beamte weiter, was Terry zu einer kryptischen Antwort veranlasste: „Unten.“ Genau genommen stimmte es, er hauste irgendwo in den unteren Bereichen Coruscants. Der Rodianer wiederholte seine Frage, die Terry genauso beantwortete wie vorhin. Eine Weile ging das so hin und her und langsam verlor der Reptiloide die Geduld, die ohnehin nicht dafür bekannt waren, langmütig zu sein. Dieser hier hatte schon einiges an Geduld bewiesen, doch nun schien sie ihm auszugehen und er änderte seine Taktik. Er schaute auf sein Datapad und las dort eine Weile.

„Die Zeugen haben berichtet, dass du für den Tumult verantwortlich bist. Was hast du dazu zu sagen?“ Die Antennen auf dem Kopf des Beamten zuckten erneut auffällig.

„Bin ich nicht“, antwortete Terry seiner Meinung nach wahrheitsgemäß. Er hielt nämlich die Geiselnehmer für ursächlich. An seiner abwehrenden Haltung änderte er nichts.

„Na schön. Dann will ich jetzt deine Dienstnummer und deinen Rang. Meinen Informationen nach bist du ein Soldat der ehemaligen Imperialen Armee.“ Die Mimik des Rodianers war schwer zu deuten als ihm Terry ins Gesicht sah, doch auch er konnte gerade noch eine Regung unterdrücken, nur seine Hand schloss sich fest um den Armstumpf.
„Ich bin Terry Dourshe, ohne Rang und Nummer“, sagte er trotzig.

„Warum hast du dich eingemischt? Dienstrang und Nummer. Dein Auftrag“, hagelten die Fragen weiter auf Terry ein.

So ging es stundenlang dahin, der Kuati schwieg sich aus, nannte nur seinen Namen, denn etwas anderes hatte er nicht. Captain Neetaka befragte Terry, und der blieb bei seinen einsilbigen Antworten.

„Woher hast du die Waffen?“

„Gefunden.“

Der Rodianer stand auf und schritt um den Tisch herum, packte den Stuhl auf dem Terry saß und drehte ihn zu sich herum, dann stützte er die Hände an den Lehnen ab und funkelte den Kuati zornig an.

„Wir wissen wer und was du bist“, hauchte er Terry seinen Atem ins Gesicht, ließ dann den Stuhl los und richtete sich wieder auf. Dummerweise machte der einen Schritt zur Seite und der Gefangene nahm seine Chance wahr.

„Kann ich jetzt gehen, weil du das weißt?“, fragte er mit Unschuldsmiene, stand auf und ging schon auf die Tür zu. Das brachte den Captain nun vollends um die kümmerlichen Reste seiner Geduld und er tat etwas, das wohl bei seinen Vorgesetzten nicht sehr gut ankam. Er packte den Gefangenen am Kragen, zog ihn herum und donnerte ihm die Faust ins Gesicht. Das alles ging so rasch, dass Terry kaum eine Möglichkeit hatte, sich zu wehren. Der Einarmige taumelte zurück, fing sich wieder und riss sich dann ärgerlich los.

„Was soll das? Ich habe alles beantwortet und ihr wisst, wer ich bin. Also, kann ich gehen?“

„Wir sind noch lange nicht fertig, Bürschchen.“

„Wenn du noch etwas wissen willst … frage … aber ich werde nur Inspector Lieutenant Sulor antworten.“

Er fragte sich, warum er das gesagt hatte, doch nun war es zu spät. Ein Entkommen würde es auf jeden Fall nicht geben, denn nach Captain Neetakas Gefühlsausbruch kamen zwei Uniformierte herein und bauten sich neben der Tür auf. Der Rodianer zischte etwas, Terry wurde gepackt und an den Sessel gefesselt.

„Hey!“ Sein Protest ging unter, da die Männer den Verhörraum verließen. Terry war allein, starrte geradeaus in den Spiegel, von dem er wusste, dass dahinter noch jemand war. Es war enervierend. Wenn er geradeaus schaute, blickte er in den Spiegel, schaute er zu Boden, kam er sich selbst noch jämmerlicher vor. Wie er es drehte und wendete, er schien verloren zu haben. Die kurzfristige Euphorie während und kurz nach dem Kampf gegen die Terroristen war gewichen. Ihm gingen die Ideen aus.

Er wusste nicht wofür die ihn hielten. Sie konnten genauso gut annehmen er arbeite für einen Verbrecherlord wie Zinj oder auch das Pentastar Alignement oder für jemand ganz anderen. Murrend erkannte er den Fehler. Niemals hätte er sich einmischen dürfen, still in der Ecke sitzen und warten, wie es dieser verdammte Feigling von Kopfgeldjäger gemacht hatte, dieser Arsev, der die ganze Zeit über seinen Arsch nicht gerührt hatte. Der Kuati stieß fauchend die Luft aus und versuchte sich dann anders hinzusetzen. Er hasste es, gefesselt zu sein. Fast fühlte er sich an die Zeit erinnert, als er in die Strafkompanie überstellt worden war. Aber nur fast, dort war es noch ungemütlicher gewesen und die Prügel hatten nicht unerhebliche Folgen gehabt. Er blinzelte die Erinnerungen weg, versuchte einen klaren Kopf zu bekommen.

Warten musste er dennoch bis Captain Neetaka sich bequemte, wieder zu erscheinen. Und das dauerte. Terry wurde die Zeit lang. Er bemerkte wie er mit der Zunge immer wieder über die trockenen Lippen leckte und schloss die Augen. Zum Durst gesellte sich dann etwas Unangenehmeres. Harndrang stellte sich ein. Es war entwürdigend hier warten zu müssen und noch entwürdigender war es, dies in dem Wissen zu tun, dass hinter dem Spiegel Nichtmenschen saßen und ihn beobachteten. Wie viele Cams sich in dem Raum befangen, wusste er nicht, war sich aber sicher, dass zumindest eine irgendwo an der Decke angebracht war.

Terry wusste, dass er nun vollends in der Patsche saß. Hieraus konnte ihn nun nichts mehr retten. Er war ein Kleinkrimineller, im Grunde genommen ein verspäteter Kriegsgefangener, man konnte ihn immer noch für einen aus den versprengten Einheiten halten, die als unorganisierter Haufen ab und zu in den unteren Ebenen für etwas Wirbel sorgten. Man konnte ihn auch für unbedeutend halten und freilassen. Doch das glaubte er nicht. Seine Waffen sprachen eine eindeutige Sprache. Nun war er sie endgültig los. Wenn das CSF diese guten Dinge in die Hände bekam, würde er sie nie wieder sehen.
Er wurde müde. Endlich ging die Tür mit einem leisen Zischen auf und Captain Neetaka kam zurück. In der einen Hand hielt er einen Becher in der anderen einen Krug, augenscheinlich mit Wasser gefüllt. Terry versuchte, nicht hinzusehen. Doch als der Rodianer mit aufreizender Langsamkeit das Glas befüllte, schloss er mit einem gequälten Ausdruck die Augen. Vor wie vielen Stunden er die letzte Flüssigkeit zu sich genommen hatte, ahnte er nicht, aber es war schon lange her, wenn er an die Trockenheit seiner Lippen und der Zunge dachte.

„Hast du mir jetzt etwas zu sagen?“, fragte der Rodianer, nachdem er den Krug wieder abgestellt hatte.

„Ich muss pinkeln“, flüsterte Terry, dem trotz allem noch immer ein wenig nach Widerstand war.

„Das will ich nicht hören!“, donnernd traf die Faust des Rodianers die Tischplatte und ließ Terry unwillkürlich zusammenzucken.

„Ich muss pinkeln“, wiederholte der renitente Kuati, darauf hin goss ihm der Rodianer das Wasser ins Gesicht, stand auf und holte zwei Uniformierte herein. Die machten Terry los und begleiteten ihn, damit er auf die Toilette konnte. Er war froh, sich bewegen zu können. Die stundenlange Sitzerei hatte ihm mehr zugesetzt als er gedacht hatte. Zeit ließen ihm die Männer aber nicht wirklich, so konnte er sich auch nicht umsehen. Sofort nachdem er die Blase erleichtert hatte, brachten sie ihn zurück und fixierten ihn erneut am Sessel. Terry fühlte sich elend, er hätte sich noch gern zumindest die Hand gewaschen, doch das hatten sie nicht mehr zugelassen.

„So, nun noch einmal. Woher hast du die Waffen?“

„Wenn du weißt, wer ich bin, dann weißt du auch, woher die Waffen stammen“, entgegnete Terry. In seinem Kopf hämmerte es erneut und vor seinen Augen verschwamm die Umwelt.

„Du musst nur mitspielen, dann kannst du gehen“, sagte der Rodianer und fixierte dabei den Gefangenen mit seinen Facettenaugen. Der Deserteur schaute den Offizier an und fühlte sich erneut an eine vergangene Situation erinnert. Noch nie hatte es etwas gebracht, die Wahrheit zu sagen oder mitzuspielen. Er schloss die Augen und atmete langsam und geräuschvoll aus. Eine Weile dachte er noch darüber nach und sagte dann: „Ich bin ein imperialer Deserteur. Ich wollte nur diese Welt verlassen, als ich erwischt worden bin. Frag einfach Lieutenant Sulor. Als ich vernommen werden sollte, kamen uns die Terroristen dazwischen. Ich hab mir dann ein kleines Spiel erlaubt, um unsere Chancen auf ein Entkommen zu erhöhen. Kann ich jetzt gehen?" Seine Stimme klang ebenso müde, wie er aussah. Das Spiegelbild zeigte ihm in aller Deutlichkeit, wie erbärmlich und mickrig er war.

„Und was sollte mich veranlassen, dir jetzt zu glauben? Du könntest mir genauso gut ein Lügenmärchen auftischen, wie du es bei den Leuten beim CCB probiert hast.“

Terry senkte den Blick. Er sah ein, dass er hier auf ganzer Linie verloren hatte.

„Bring mich in eine Zelle. Ich rede nur mit Lieutenant Sulor.“

Sonderbarerweise wurde einem Teil seiner Bitte entsprochen und er in eine Zelle verfrachtet. Müde ließ er sich auf die Pritsche fallen und schloss die Augen.


[Coruscant – südliche Hemisphäre – Untere Ebene – Hauptquartier des CSF – Gefängniszelle] Terry Dourshe allein

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04 Feb, 2013 16:42 43 Terry Dourshe ist offline Beiträge von Terry Dourshe suchen Nehmen Sie Terry Dourshe in Ihre Freundesliste auf
Terry Dourshe
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[Coruscant – südliche Hemisphäre – Untere Ebene – Hauptquartier des CSF – Gefängniszelle] Terry Dourshe allein


Zu den beliebten Methoden, jemanden gefügig zu machen gehört eindeutig, denjenigen nicht schlafen zu lassen. Nachdem er in die Zelle gebracht worden war, hatte er sich sofort auf die Pritsche gelegt und war auch gleich eingeschlafen. Die stundenlange Befragung und die lange Wartezeit immer wieder, hatten ihn erschöpft. In seinem Kopf dröhnte und hämmerte es, das er schon dachte, eine irre Band spielt dort ein wildes Konzert, das ihm bei den Ohren und den Zähnen rauskommen wollte. Ihm tat einfach alles weh. Dennoch schlief er ein.

Terry meinte, kaum eingeschlafen zu sein, als das verdammte Licht anging. Es war so grell, dass es in den Augen stach und seine Kopfschmerzen noch anheizte. Stöhnend rollte er sich auf die andere Seite und legt die Hand auf die Augen. Doch an Ruhe war nicht zu denken, denn nur wenig später öffnete sich die Zellentür und er wurde aufgefordert, mitzukommen. Langsam und mit zusammen gebissenen Zähnen stand er schließlich auf und funkelte die Sicherheitsleute trotzig an, verkniff sich aber jeden Kommentar. Für offenkundigen Widerstand fühlte er sich zu müde. Er wusste es nicht, aber mittlerweile befand er sich seit mehr als zwei Tagen im Hauptquartier des CSF der Unteren Ebenen.

Mit müden Schritten folgte er den Beamten. Abermals wurde er in den Verhörraum gebracht. Man fixierte ihn am Sessel und ließ ihn allein. Auf dem Tisch stand ein mit Wasser gefüllter Becher, an den er nicht gelangen konnte. Nur ansehen, während er glaube, vor Durst umzukommen.

++
Captain Neetaka war in der Zwischenzeit nicht müßig gewesen. Nachdem er sich ordentlich ausgeruht und seine Ruhe wiedergefunden hatte, hatte er beschlossen diesen imperialen Abschaum oder Spion für den er Terry hielt, zum Reden zu bringen.

Wieder im Hauptquartier ging er an seinen Arbeitsplatz und suchte nach Daten über diesen Terry Dourshe. Die Waffen sprachen eindeutig für seine Mittäterschaft in der imperialen Schreckensherrschaft. Außerdem war er wohl auch Speziesist. Seine Antennen zuckten herum während sich die Facettenaugen auf das Display richteten. An dem wollte er ein Exempel statuieren, sich für die zahlreichen Erniedrigungen durch die Imperialen rächen, auch wenn jetzt auf Coruscant Frieden herrschte, dieses Krebsgeschwür musste ausgemerzt werden, die Jagd erfolgreich sein. Der Rodianer wollte vom vermeintlichen Deserteur ein Geständnis und zwar eines, das ihn selbst gut dastehen ließ und diesen Abschaum für eine lange Zeit hinter Schloss und Riegel brachte. Er wollte es nicht nur, er brauchte es, denn seine Vorgesetzten saßen ihm im Nacken und wollten eine hohe Aufklärungsrate und die würde er nun verbessern, entschied er im Stillen für sich. Noch einmal rief er bestimmte Daten ab und veränderte da und dort einige Kleinigkeiten. Befriedigt lehnte er sich zurück. Ja, so würde es gehen und er nahm sich fest vor, sich keine Gewalttätigkeiten mehr zu leisten, das machte sich in seiner Personalakte nicht sonderlich gut. Neetaka legte wert auf eine reine Weste. Dourshe würde er kein Haar krümmen, nicht ein einziges. Es gab andere Methoden, effektivere als rohe Gewalt. Dieser bediente er sich nun.

„Deserteur, ein Feigling ist das“, schnaubte er verächtlich. Damit kehrte er seinem Büro den Rücken und wandte sich nun dem Verhörzimmer zu. Doch anstatt dieses zu betreten, ging er in den Nebenraum und beobachtete Dourshe.

++


Das Chrono über der Tür zeigte ihm, wie lange er hier schon wieder warten musste. Das Wasser am Tisch wirkte betörend, verlockend und er kam nicht heran. Er hatte es versucht, sich so weit es ging nach vorne gebeugt, das Resultat war gewesen, dass er beinahe auf die Schnauze gefallen wäre. Dann hatte er es gelassen. Terry fand, dass die Angehörigen der Neuen Republik um nicht viel besser waren als die der Imperialen oder wie immer sie sich jetzt nannten, es war ihm gleichgültig. Er starrte das Wasser an. Das Wasser starrte zurück. Seine Lippen waren trocken und rissig, die Zunge fühlte sich eigentümlich belegt und sonderbar dick an, er trocknete aus. In seinem Kopf, so meinte er, schlügen irgendwelche Typen wie irre auf sein Hirn ein, das sie irrtümlich für eine Trommel hielten. Er wollte, dass es vorbei war. Selbst gegen Prügel hätte er jetzt nichts einzuwenden gehabt, so wäre er wenigstens nicht allein. Doch die Abwechslung ließ auf sich warten.

Es dauerte noch eine weitere Stunde bis sich Neetaka dazu herabließ und in den Verhörraum trat. Mittlerweile hatte der Captain sämtliche Informationen an die er kommen konnte beisammen und schaute gelangweilt auf seinen Gefangenen, doch die Antennen zuckten aufmerksam in Terrys Richtung. Er setzte sich an den Tisch, stellte das Wasser weg und legte dann seine saugnapfbewehrten Finger gegeneinander, die Ellbogen auf dem Tisch gestützt.

„Nun fangen wir von vorne an. Name.“

Terry hob den Kopf und schaute den Rodianer aus müden, rot geränderten Augen an. Er versuchte, die Lippen mit der Zunge zu benetzen, damit er reden konnte, öffnete dann den Mund und nannte seinen Namen. Seine Stimme war heiser und kaum hörbar, doch es reichte für den Rodianer.

Die Fragen gingen weiter, Name, Rang, Wohnort, Herkunftsort, Name, Wohnort, Herkunftsplanet, Familienverhältnisse, Rang, Auftrag, Waffen … alles durcheinander und rasch hintereinander gestellt, hagelten die Fragen auf den Verstand des Kuati ein, der immer nur seinen Namen nannte.

„Du bist verantwortlich für den Anschlag vor zwanzig Tagen im Handelszentrum. Gib es endlich zu“, herrschte ihn der Rodianer an. In Terrys Kopf drehte sich alles. Er hatte davon gehört, doch wie er jetzt dazu kommen sollte, wusste er nicht. Die Faust des Rodianers landete donnernd auf der Tischplatte was Terry zusammenzucken ließ. Dann stand er auf, ging um den Tisch und baute sich bedrohlich vor dem Kuati auf.

„Ich habe nichts gemacht. Frag Lieutenant Sulor“, antwortete der Deserteur stockend, kaum hörbar durch die Trockenheit der Kehle. Captain Neetaka ignorierte den Einwand und begann von vorne. Fragte erneut nach Namen, Rang, Herkunftsplaneten, Herkunft der Waffen, warum er den Anschlag auf das Handelszentrum gemacht hatte. Neetaka fragte nach Hintermännern, von denen er genau wusste, dass Terry nichts davon wissen konnte. Stundenlang ging es so dahin, bis der Kuati glaubte, wahnsinnig zu werden und nur für einen Schluck Wasser gelogen hätte.

„Du darfst trinken und schlafen, wenn du alles gestanden hast“, sagte Neetaka freundlich und fixierte dabei Terry mit seinen Facettenaugen.

„Wenn ich gestehe, darf ich dann gehen?“, fragte er, wobei man sicher sein konnte, dass er nichts von all dem verstanden hatte, was ihm in dem stundenlangen Verhör vorgeworfen worden war. Captain Neetaka grinste.

[Coruscant – südliche Hemisphäre – Untere Ebene – Hauptquartier des CSF – Verhörraum] Terry Dourshe, Captain Neetaka (NPC)

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08 Feb, 2013 20:29 11 Terry Dourshe ist offline Beiträge von Terry Dourshe suchen Nehmen Sie Terry Dourshe in Ihre Freundesliste auf
Nathanael Senesca
Gast


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[ Coruscant – Oberfläche - Obere Ebenen – Senathallen - Turbolift ] Nathanael, Casshern D`Orcast

Ohne irgendeine merkliche Bewegung setzte sich der Turbolift in Bewegung, in welche Richtung wusste der Senator von Aargau nicht. Sein Gegenüber hatte ein Ziel gewählt und so würde er wohl gleich erfahren, wo die Reise des Hochgeschwindigkeitsaufzugs ging. Er stellt sich aufrecht in die Mitte des geräumigen Raums und erwartete die Antwort, die auch sofort folgte. Dass der Botschafterneffe dann auf die Besetzung seines Heimatsystems zu sprechen kam, ging Nathanael das erste Mal wirklich auf, von welchem Cluster der andere Mensch sprach. Das Königreich Cron hatte ihm noch kein Gefühl der Erinnerung hervorgerufen, doch sah es bei der Erwähnung von Lianna ganz anders aus. Die Werftanlagen über dem Orbit dieses Planeten und nicht zuletzt die gesamten Finanzgeschäfte, die auf der Oberfläche getätigt wurden und in die der Bankenclan genauso verstrickt war wie die Bank of Aargau. Innerlich strafte der Humanoid sich selber ab, da er nicht sofort bei der Erwähnung des Tion-Clusters an dieses Industriezentrum gedacht hatte, sondern wie ein typischer Core-Bewohner in dem klassischen Denken verankert war, dass außerhalb des stark industrialisierten Zentrums der Galaxis nur noch Ackerbau und Viehzucht betrieben wurde. Dabei war er auf einem Planeten geboren worden, der in den Expansion Regions lag. Er musste diese Vorurteile ablegen. Durch sie konnte er Leute stark unterschätzen, so wie er es gerade bei dem Mann aus dem Outer Rim getan hatte. Wenn der gesamte Tion-Cluster oder wenigstens Teile davon für die finanziellen Geschäfte seiner Firma und seiner Unterstützer so wichtig waren, sollte er sich davor hüten, Casshern D`Orcast in irgendeiner Form zu kränken.

„Niemals würde es die Delegation von Aargau es sich erlauben, den Tion-Cluster und das ehrbare Königreich von Cron als unbedeutend einzuschätzen. Die Handelsbeziehungen, die die Firmen auf meinem Planeten zu diesem Sektor zur Zeit der Alten Republik unterhielten, waren durchaus von Bewunderung und Aufrichtigkeit geprägt. Ich bewundere Ihre Heimat wirklich sehr, dass sie trotz ihrer entlegenen Lage zu einem derart blühenden Industriezentrum werden konnte.“

Fast hätte sich Nathanael nach diesen Worten auf die Zunge gebissen. Da überkam ihn schon wieder die übliche Arroganz eines Lebewesens, das näher am Zentrum der Galaxis lebte. Sicher nicht förderlich bei einem diplomatischen Gespräch. Hoffentlich hatte sein Gegenüber diese Dreistigkeit nicht gemerkt. Er machte wirklich immer öfter Fehler. Ein Urlaub würde ihm nun wirklich nicht schlecht tun. Zum wiederholten Male an diesem Tag überkam dem Politiker die Gewissheit, dass er nun wirklich einmal wieder nach Naboo reisen sollte, um Kraft und Energie für seine weitere Tätigkeit hier zu sammeln. Doch zuerst musste er das Gespräch über die Bühne bringen.

„Gewiss genießt der MonCalamari-Sektor aufgrund der überragenden Wichtigkeit vieler Mitglieder der Rebellenallianz und der Neuen Republik, die aus diesem Sektor stammen, als auch aufgrund der militärischen Werfanlagen, die für den Erhalt und die Unabhängigkeit dieses gesamten jungen Staates unabdingbar sind, einen hohen Stellenwert in der Verteidigungsplanung der militärischen wie auch der politischen Führung, doch kann ich Ihnen versichern, dass insbesondere die Delegation von Aargau die Wichtigkeit Ihres Sektors erkannt hat.“

Schönes Blubbblubb, wunderschönes Palabber, reinste politische Rhetorik. Im Grunde hieß die Ausführung, auf die Nathanael sogar ein bisschen stolz war, nichts weiter, als dass der MonCalamari-Sektor wichtiger als der Tion-Cluster war. Punkt. Bisher hatte sich der Halb-Sephi überhaupt nicht mit diesem Gebiet im Outer Rim auseinander gesetzt. Die Bank- und Finanzdienstleistungen fanden immer noch größtenteils auf den Corewelten oder in den Regionen um Muunilinst statt. Und irgendwelche TIE-Fighter, die sich im Krieg der Warlord selber zerschossen, und Schlachtschiffe, an denen der Bankenclan nicht mitverdiente, waren dem Delegierten recht gleichgültig. Doch eine Tatsache störte ihn dann doch: An der Produktion der Schlachtschiffe verdienten weder der Bankenclan als auch die Bank of Aargau in dem Masse mit, dass es befriedigend für den Abgesandten der Bank war. Das Treffen mit diesem Spitzohr hatte Nathanael zumindest die Sichtweise auf eine bisher verborgene Geschäftsmöglichkeit aufgezeigt. Das galt es zu vertiefen.


„Äußerst gerne würde ich mich für eine weitere Unterredung zur Verfügung stellen. Wenn Sie möchten, kann dieses Gespräch schon in wenigen Tagen stattfinden. Ich bin für Vorschläge von Ihrer Seite aus sehr offen. Leider werde ich die nächsten Tage außerdienstlich nicht hier auf Coruscant weilen, doch setze ich mich mit Ihnen in Verbindung.“

[ Coruscant – Oberfläche - Obere Ebenen – Senathallen - Turbolift ] Nathanael, Casshern D`Orcast

10 Feb, 2013 18:00 13
Die Entourage
Let me entertain you


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|Coruscant | südliche Hemisphäre | Untere Ebenen | Hauptquartier der CCB| Gänge|

|Inspector Lt. Kalyn Sulor, CSF-Beamte|


Die Gänge des Coruscant Customs Bureau wimmelten immer noch vor Beamten der Coruscant Security Force. Zwar war die Zollbehörde eine Abteilung der Security Force, doch die Zollbeamten sahen es wie andere Abteilungen auch nicht gerne, wenn die Mutterbehörde sich hier allzu sehr breitmachte, zumal selbst die einfachen Verkehrssicherheitskräfte sich für etwas besseres hielten, nur weil die Abkürzung CSF auf ihrer Uniform stand. Kalyns Nervenkostüm war schon sowieso durch die Ereignisse des vergangenen Tages strapaziert, ihr war immer noch kalt und zittrig, und nach dem stundenlangen Gespräch mit ihrem Vorgesetzten und einem der CSF-Ermittler hätte sie am liebsten wieder mit dem Rauchen angefangen. Es war ihr irgendwie gelungen, ihre falsche Behauptung, dass Terry Dourshe ‚nur’ ein Zeuge in ihren Ermittlungen wäre, mit einer zeitweiligen geistigen Verwirrung ob eines Schockzustandes herauszureden. Dennoch drohte ihr eine Dienstaufsichtsbeschwerde, was aber immerhin besser als eine Suspendierung oder Schlimmeres war.

Sie hatte den CSF-Ermittler, einen Lieutenant Leteeri dahin gehend beschwatzt, dass sie zur Unterstützung ihrer Aussagen in Verbindung mit den zollbehördlichen Ermittlungen, die sie fortsetzen musste, Dourshe zu befragen. Ihr schwante nämliche Übles – bestimmt hatte sich der Deserteur zu irgendwelchen Unverschämtheiten und dreisten Bemerkungen hinreißen lassen, was seine Situation nicht verbessern würde. In Kombination mit einem Rodianer, der am längeren Hebel saß, keine besonders gute Idee. Dem Piloten der ‚Haranovor’ hatte man keine Verstöße gegen die Zollbestimmungen nachweisen können, außer, dass einige Angaben nicht korrekt formuliert wurden und es bei einem Bußgeld belassen wurde, so dass er seiner Wege ziehen konnte. Dourshe hingegen würde in den Händen eines übel gelaunten rodianischen CSF-Beamten nicht so glimpflich davon kommen. Vielleicht konnte sie verhindern, dass man ihn im Schnellverfahren aburteilte. Was sie genau tun sollte, wusste sie nicht, aber wenn sie etwas Zeit schinden konnte, landete er vielleicht erst im Gefängnis, wenn er wieder zu Kräften gekommen war. Noch vor kurzem war ihr sein Schicksal ziemlich gleichgültig gewesen, aber nachdem er unter Missachtung seines eigenen Wohlergehens darum gekämpft hatte, aus der Hand der Terroristen zu entkommen, sollte sein Einsatz nicht unbelohnt bleiben. Auf Null hätte man eine solche Person mit großer Hochachtung behandelt, selbst wenn er ein Verbrecher wäre. Der gerechten Strafe wäre er freilich auch dort nicht entkommen.

Im Vorraum zu einer Reihe von Turboliften holte sich sie sich aus einem angedellten Verpflegungsautomaten zwei Dosen Reythanbeeren-Limonade, zwei ziemlich künstlich wirkende Sandwiches, deren Belag Nerfschinken versprach, sowie eine Handvoll Energieriegel. Der zierliche Lieutenant, der mindestens zwei Köpfe kleiner als sie war, warf ihr einen skeptischen Blick zu, den sie mit einem herausfordernden Is’-was?-Blick von oben herab und einem demonstrativ knurrenden Magen beantwortete, bevor sie in die unteren Etagen fuhren. Die Verhörräume waren ihrer Funktion entsprechend zweckmäßig und relativ düster eingerichtet, aber natürlich fand man dort keine mit Blutspritzern übersäten Wände vor, wie es manche Holoshows gerne dramatisch inszenierten, ganz besonders, wenn der Film zu imperialen Zeiten spielte. Auch waren keine gequälten Schreie oder herrisches Gebrüll zu hören – wenn hörte man das leise Klicken von Tastaturen oder Unterhaltungen in gedämpfter Tonlage. Von der Geiselnahme waren hier nur ein paar Streifschüsse und ein extrem schmutziger Fußboden übrig geblieben, um den sich allerdings einige Reinigungsdroiden kümmerten. Der Lieutenant führte sie eine Abzweigung entlang in die hinteren Bereiche und gab schließlich an einem Display der Durastahl-Tür eines Raumes, an dem auf einer Holo-Plakette „Laufendes Verhör – Zutritt nur für Berechtigte“ zu lesen war, einen Code ein. Leteeri führte sie in einen Vorraum, in dem eine Sitzgruppe und eine Konsole standen, auf der ein großer Holobildschirm den rodianischen Captain mit dem Gefangenen zeigte. Obwohl das Bild nur monochrom und auch nicht gestochen scharf war, erkannte die Nullianerin sofort, dass es Dourshe dreckig ging – und zwar noch dreckiger als bei der Befreiung.
„Was hab ihr mit meinem Gefangenen gemacht?“, fragte sie den kleinen Lieutenant scharf, und ehe er es verhindern konnte, war sie auf die Konsole zugestürmt und stellte eine Com-Verbindung zum Inneren des Verhörraumes her. „Captain, hier spricht Inspector Lieutenant Kalyn Sulor, ich hoffe, dass Sie mit Dourshe endlich fertig sind und ich ihn endlich wieder für meinen Zuständigkeitsbereich befragen kann“, klopfte sie auf den Busch, obwohl sie alles andere als überzeugt davon war, dass der Rodianer ihn so einfach gehen lassen würde.


|Inspector Lt. Kalyn Sulor, Lieutenant Leteeri, im hinteren Raum Terry Dourshe, Captain Neetaka|

|Coruscant | südliche Hemisphäre | Untere Ebenen | Hauptquartier der CCB| Verhörraum|

11 Feb, 2013 22:38 25 Die Entourage ist offline Email an Die Entourage senden Beiträge von Die Entourage suchen Nehmen Sie Die Entourage in Ihre Freundesliste auf
Terry Dourshe
Rollenspiel-Charakter




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[Coruscant – südliche Hemisphäre – untere Ebenen – Hauptquartier des CSF – Verhörraum] Terry Dourshe, Captain Neetaka, im Nebenraum Kalyn Sulor, Leeteri

Captain Neetaka sah schon die Meldungen in den Holonet-News vor sich und auch seine Versetzung in einen weniger ekligen Bereich mit weniger Verbrechen, besserer Bezahlung und mehr Prestige. Das Geständnis war wirklich nur noch eine Frage der Zeit. Dieser Mensch war so schwach wie alle Menschen, und er, Captain Neetaka, hatte den Willen des Imperialen gebrochen, ohne rohe Gewalt. Darauf war er besonders stolz. Es hatte weder Blutvergießen noch laute Schreie gegeben. Dieser Dourshe war nun Wachs in seinen saugnapfbewehrten Händen, die er hinter seinem Rücken zusammen gelegt hatte, während er wie eine Ausgeburt der Ehrbarkeit vor dem Gefangenen stand. Lediglich die Antennen auf seinem Kopf zuckten ab und zu nach allen Richtungen, sonst zeigte er keine Spur eines Gefühls mehr.

Doch dann wurde er in seinen Überlegungen unterbrochen. Wie von einer Horde Gnasps gestochen und gejagt drehte er sich herum und starrte die Tür an, hinter der sich diese Wichtigtuerin von der Zollbehörde befinden musste. Einen Moment kramte er in seinem Gedächtnis nach dem Namen der Nullanerin und fand ihn schlussendlich. Seinen Zorn ließ er sich nicht anmerken, noch nicht. Bereits einmal hatte sie ihm in die Suppe gespuckt und zwar mithilfe dieser halben Portion, die er gerade so weit hatte, alles zu gestehen. Diesmal würde er das nicht zulassen, nahm er sich vor. Seine Leute hatten gesehen, wie sie mit diesem Dourshe oder wie auch immer er sich nannte, gemeinsame Sache gemacht hatte. Sie hatte auf die Terroristen gefeuert und ihm so seinen Ruhm und seine Beute streitig gemacht. Er war schließlich zur Befreiung der Geiseln unterwegs gewesen. Es war seine Aufgabe gewesen, die Gefangenen zu befreien! Doch die hatten sich nicht entsprechend verhalten und hatten nicht ängstlich in einer Reihe an der Wand gesessen. Das würde er den CCB-Leuten nie vergessen. Die sollten sich gefälligst um zollrelevante Dinge kümmern, wie Schmuggelware oder manipulierte Transportpapiere und die Polizeiarbeit der Polizei überlassen.

Aggressiv zuckten seine Antennen als er sich auf die Tür zu bewegte. Mittels Code öffnete er sie und stand dann Inspector Lieutenant Sulor gegenüber. Es wurmte ihn, dass er zu ihr aufblicken musste, noch ein Umstand, der ihn sich wünschen ließ, dieser Person eins auszuwischen. Mit einer Handbewegung und einem knappen Winken entließ er Leeteri. „Sie warten draußen“, sagte er noch in seinem eigenartigen Coruscanter Basic. Dann wandte er sich der Nullanerin zu.

„Und was bringt Sie zu der Annahme, dass das noch Ihr Gefangener ist?“, fragte er mit scheinbar freundlich gelassener Stimme, doch seine Antennen zuckten gefährlich, auch war der Blick aus den Facettenaugen unaufhörlich auf die großgewachsene Frau gerichtet. „Wenn es sich nur um ein Formalvergehen handelt, wie den Umstand, dass er keine Papiere bei sich hat, das berücksichtige ich schon bei meiner Befragung. Im Übrigen interessiert es mich, warum Sie mich belogen haben. Ich habe mir die Aufzeichnungen vom Raumhafenhangar kommen lassen. Überzeugen Sie mich, Inspector Lieutenant Sulor, dass hier keine Fraternisierung mit dem Feind vorliegt.“

Er verschränkte die Arme vor der Brust und tippte ärgerlich mit den Fingerspitzen auf seinen Unterarmen herum.


Terry konnte kaum glauben, dass er Kalyns Stimme hörte. Sie schien in seinem Kopf zu sein und dort die Frage zu wiederholen bis er sich erneut wunderte, hier zu sein, wobei er nicht genau wusste, wo „hier“ eigentlich war. Er war so durstig und müde. Ständig fielen ihm die Augen zu, doch er traute sich nicht, dem nachzugeben und zwang sich, sie offen zu lassen. Dass der Rodianer den Verhörraum verlassen hatte, hatte er nicht bemerkt. Er dachte gerade an einen Becher Wasser, einfaches stinknormales Wasser und war dabei weit weg in einem anderen Verhörraum mit anderen Leuten, die ebenso harmlose Verhörmethoden kannten wie der Rodianer. Sein Kopf sank herab bis das Kinn an der Brust aufschlug und er erneut hochfuhr als hätte ihn jemand geschlagen. Vielleicht erwartete er auch Prügel, vielleicht wusste er es selbst nicht. Bereits jetzt hatte er vergessen, dass Kalyn Sulor im Vorraum war und ihn befragen wollte. Sein Kopf dröhnte und ihm war übel. Eine Übelkeit, die durch die Austrocknung hervorgerufen war. Die Nieren schmerzten aufgrund des Flüssigkeitsverlustes und vor seinen Augen verschwammen die Bilder immerzu zu irgendwelchen amorphen flimmernden Massen, die sich auf ihn zu bewegten und ihn schlussendlich erdrücken wollten. Er konnte weder etwas hören noch genaues erkennen, fühlte nur einen diffuser werdenden Schmerz, der seinen gesamten Körper umfasste und am schlimmsten den abgetrennten Unterarm. Erneut dachte er, der Arm wäre noch dran und eben erst abgeschossen worden. Er sah sich mit dem baumelnden Teil auf die Feinde zulaufen und weiterfeuern, ohne Unterlass hatte er sie niedergemäht, doch den wahren Feind hatte er nicht erwischen können, denn der saß in den eigenen Reihen. Stattdessen hatte man ihn eingebuchtet und verurteilt. Erneut hatte er den metallischen Geschmack nach Blut im Mund und er sehnte sich danach, ihn ausspülen zu können, den Ekel loszuwerden. Er wollte nur noch weg, koste es was es wolle.

[Coruscant – südliche Hemisphäre – untere Ebene – Hauptquartier des CSF – Verhörraum] Terry Dourshe, im Vorraum Kalyn Sulor und Captain Neetaka

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Dieser Beitrag wurde schon 3 mal editiert, zum letzten mal von Terry Dourshe am 13 Feb, 2013 21:18 18.

13 Feb, 2013 19:24 04 Terry Dourshe ist offline Beiträge von Terry Dourshe suchen Nehmen Sie Terry Dourshe in Ihre Freundesliste auf
Casshern D´Orcast
Spitzohr




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Coruscant • Senatsdistrikt • Senatsgebäude • im Turbolift
Casshern D’Orcast, mit Nathanael Senesca


Die Worte des Senators waren mit Bedacht gewählt, und doch war sich Casshern ziemlich sicher, dass die Botschafter Bereg und Ernande irgendeine verdeckte Beleidigung des Tion Clusters darin gefunden hätten. Für ihn hörte es sich so an, als ob Nathanael Senesca zumindest interessiert an dem Köder roch, den er ihm vor die Nase gehalten hatte. Daran, dass Mon Calamari quasi das Monopol als die Werftwelt im Outer Rim innehatte, war nun erst einmal nichts zu rütteln, es war eine Tatsache, die mit Zahlen und Fakten eindeutig belegbar war. Und dennoch hatten selbst die kleineren Werftwelten des Clusters mehr zu bieten als es aussah. Auf Lianna baute Sienar Fleet Systems nicht nur die TIE-Jäger, sondern auch eine Reihe von Kreuzern, und die Ressourcen dafür hatte nun einmal Zsinj in der Hand. Zudem war es für ihn unverständlich, dass allein die Invasion und Verwüstung New Alderaans durch den Warlord, förmlich vor der Haustür Mon Calamaris, ohne entsprechende Konsequenzen hingenommen wurde. Von der Existenz dieser Zuflucht für die überlebenden Alderaaner hatten bis zur Eroberung wohl nur die Mitglieder der Regierungsspitze gewusst, und als schließlich auch im Senat bekannt wurde, dass es eine solche Welt gab, hatte ein nicht geringer Teil empört auf die Geheimniskrämerei der Staatschefin und des Regierungsrats reagiert, und prompt von imperialen Zuständen gesprochen. Für den Neffen des Botschafters von Cron eine eher amüsante als ärgerliche Angelegenheit und ein Grund mehr, eher die Unabhängigkeit als die Zugehörigkeit zur Neuen Republik zu erstreben.

Die Etage, die Casshern angewählt hatte, war nur noch einige wenige Stockwerke entfernt. Den positiven Verlauf seines Überfalls wertete er als vollen Erfolg seiner Taktik, mit dem Senator von Aargau spontan Kontakt aufgenommen zu haben und griff in die Innenseite der Aufschläge seiner Robe. „Ich freue mich sehr über Ihr Interesse, Senator Senesca, darf ich Ihnen diesen Datenstick mit den Kontaktdaten für das Büro meines Onkels übergeben? Nach Ihrer Rückkehr wird sich bestimmt ein zeitnaher Termin finden, in dem wir uns in einem angemessenen Rahmen unterhalten können.“ Mit einem dezenten Tonsignal hielt der Turbolift in der 46. Etage des Senatsgebäudes und die Türhälften öffneten sich geräuschlos. Sie gaben den Blick auf einen mit dunkelroten Teppichen ausgelegten, weitläufigen Flur frei, dessen leicht gebogene Fenster verrieten, dass sie sich an der äußeren Rundung des Senatsgebäudes befinden mussten. Der goldhäutige Chandaari deutete eine Verbeugung zum Abschied an. „Es hat mich gefreut, Sie kennen zu lernen, Senator Senesca, ich wünsche Ihnen einen angenehmen Tag und bitte entschuldigen Sie noch einmal meinen Überfall.“


Casshern D’Orcast, mit Nathanael Senesca
Coruscant • Senatsdistrikt • Senatsgebäude • 46. Etage

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14 Feb, 2013 17:25 26 Casshern D´Orcast ist offline Email an Casshern D´Orcast senden Beiträge von Casshern D´Orcast suchen Nehmen Sie Casshern D´Orcast in Ihre Freundesliste auf
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