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Cainneach Retwin
Gast


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Fedje-System | Fedje | Hauptkontinent | Hindernisbahn nahe der imperialen Garnison
Cainneach Retwin, Garv Stryker, umgeben von fast dem kompletten 4ten Platoon


Strykers kleines Schauspiel ließ Retwin ein paar Atemzüge Pause, weshalb ihm die Demonstration gerade ziemlich gelegen kam, obwohl ihm solche Zurschaustellungen abseits von Ausbildungsplatoons eigentlich zuwider waren. Die so in die Länge gezogene Antwort überraschte ihn nicht, auch wenn man sich normalerweise mehr ins Zeug legen musste, um einen Vorgesetzten derart aufzubringen. Die Erkenntnis kam zu spät, Stryker wollte ein Exempel statuieren.
Und daher bekam der Platoonleader nicht mehr als ein neuerliches „Verstanden, Sir“ zu hören, als der Retwin zurück auf die Bahn schickte.

Dem Sergeant entging nicht, dass Stryker die beiden Kameraden aus der Dritten zurück hielt. Wut flammte in ihm auf. Einer der Trooper musste eine Meldung gemacht haben. Ausgeschlossen, dass es einer der Scouts gewesen war. Ganz gleich, wie lange die Männer unter Stryker ihren Dienst taten, bestimmte Dinge klärte man in der Einheit. Man rief nicht nach dem Vorgesetzten wie nach Mama und Papa, wenn etwas nicht so lief, wie man wollte. Die Wut entfachte seinen Kampfgeist von Neuem.

Alle Scouts hatten eine reiche Sammlung an Geschichten über ziemlich irrsinnige Leistungen. Monate in Wüsten, abenteuerliche taktische Rückzüge, Brüche, mit denen man noch den letzten Gewaltmarsch hinter sich brachte, Tauchgänge bis zur Ohnmacht. Letztlich hatte jeder mindestens ein wenig den Wunsch, dem eine eigene Geschichte hinzuzufügen, auch wenn man sie nur selten frei wählen konnte und sie immer jenseits jeder Komfortzone lagen. Als Retwin Lashiec und Stadd zurückfallen sah, erwachte in ihm der Wunsch, genau das zu tun. Je weniger Zeit er brauchte, um so weniger Zeit hatte Stryker, um sie für die dezente Hilfestellung zahlen zu lassen. Je weniger direkten Kontakt der Stormtrooper er zuließ, desto geringer das Risiko, dass Strykers Missfallen noch andere traf. Er hatte schon weit schlechtere Motivationen gehabt.

Retwin überschlug auf dem kurzen Weg zurück zum Ausgangspunkt seine Ressourcen. Er war eindeutig angeschlagen, ein klarer Minuspunkt. Seine direkten Gegner hatten eine anstrengende Übung hinter sich, in der sie wohl kaum ausreichend Schlaf bekommen hatten, trugen schwere Rüstungen und hatten eine gute, aber im Vergleich zu ihm auch schlechtere Ausbildung hinter sich. Jeder, der von den Stormtroopern in die Reihen der Scouts wechseln wollte, musste dabei weit über das bis dahin Erreichte hinausgehen. Er selbst hatte eine erholsame Nacht und einen völlig anspruchslosen Tag hinter sich, hatte ausreichend gegessen und trug keine schwere Rüstung. Nicht zuletzt verbrachte er einen großen Teil seiner Freizeit mit Training. Seiner dienstfreien Zeit, korrigierte er in Gedanken und stellte mit leiser Überraschung fest, dass er seinen Humor wieder fand. Diesmal wusste er zudem von Anfang an, was ihm bevorstand, keine Überraschungen also, sondern Aufmerksamkeit an in alle Richtungen vom ersten Augenblick an. Er musste sich eingestehen, dass er den gleichen Fehler wie das Mädchen gemacht hatte, er hatte nicht alles gegeben. So gesehen hatte er die Prügel mehr als nur verdient, ganz unabhängig von Strykers angekratztem Selbstbewusstsein.

Bereits auf der ersten Strecke setzte er sich von der Truppe ab. Lee wich er geschickt aus, weil er mit einer Wiederholung des Angriffs rechnete und damit nicht falsch lag. Improvisationsfähigkeit und Kreativität gehörten offensichtlich nicht zu den Stärken des Soldaten. Selbst im Kletternetz erwartete ihn nicht mehr als das Bekannte. Er musste nicht krampfhaft um das Gleichgewicht kämpfen, doch die plötzliche Spannung zehrte an seinen Kräften. Dahinter sprang er seitlich ab, außerhalb von Lees Einzugsbereich. Jedes Hindernis mit direktem Körperkontakt war reine Qual und hielt auf, aber nicht genug, um die schwer gerüsteten Soldaten nahe genug herankommen zu lassen.
Dass er letztlich doch wieder weit nach dem Platoon zurückkehrte, hatte er dem Hang der Stormtrooper zu verdanken, lieber zu betrügen als zugeben zu müssen, einen Befehl nicht ausführen zu können. Lee fing ihn ab, als er auf der Laufbahn zum Ausgangspunkt zurück wollte und holte nach, was ihm der hochmotivierte Scout bis dato verwehrt hatte.

Retwin rollte sich erst dann auf den Rücken und blinzelte in den Regen, als er das Platoon schon in einiger Entfernung wusste. Er fühlte sich, als sei er unter einen Juggernaut geraten. Ein paar der Jungs schienen es ihm persönlich verübelt zu haben, dass er sich ihrem Tempo nicht angepasst und sie zu letztlich erfolgloser Hast über die Bahn gezwungen hatte. Aber das war ein verflucht kleiner Trost und der Gedanke daran nur ein vorübergehender Aufschub für die Erkenntnis, dass er zurück musste. Jetzt. Sofort. Er täuschte sich noch zwei Atemzüge lang mit der Ausrede, dass er unmöglich aufstehen konnte, ehe er sich eingestand, dass er vor allem Stryker nicht gegenübertreten wollte. Mit dem Gedanken an den Vorgesetzten kam der an Lashiec und Stadd, der ihn wieder auf die Beine brachte.

Der Rückweg zog sich noch mehr in die Länge als beim ersten Mal, aber die Übelkeit hielt sich zurück, bis er vor sich die Soldaten seines Platoons erkannte. Wie zuvor ging er direkt auf Stryker zu, in so aufrechter Haltung, wie ihm das gerade möglich war, ohne einen davon direkt anzusehen, Stryker, Thane und das Mädchen eingeschlossen.

„Sir. Melde mich zurück. Haben Sie weitere Befehle? Andernfalls bitte ich um Erlaubnis, zur Ausbildung von Private Steiner zurückkehren zu dürfen“, sagte er in fast den gleichen Worten wie bei seiner vorherigen Ansprache. Sein Stolz zwang ihn zu einem festeren Ton als es seinem Zustand derzeit entsprach. Eine weitere Wiederholung würde er kaum überstehen, aber Aufgeben kam nicht infrage.


Fedje-System | Fedje | Hauptkontinent | Hindernisbahn nahe der imperialen Garnison
Cainneach Retwin, Garv Stryker, umgeben von fast dem kompletten 4ten Platoon

10 Sep, 2014 21:30 52
Garv Stryker
Gast


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~Fedje-System / Fedje/ Hauptkontinent/ Hindernisbahn nahe der imperialen Garnison / Garv Stryker mit Cainneach Retwin, Marla Steiner und das übrige 4te Scout Platoon~


Abermals beobachtet Stryker die Geschehnisse auf der Hindernisbahn, soweit er es konnte. Diesmal gelang es dem vorlauten Scout, sich gleich zu Beginn von dem Groß der Stormtrooper abzusetzen, einen kleinen Vorsprung heraus zu arbeiten und einigen Akttakten auszuweichen. Scheinbar war Retwin doch nicht lernresistent, wie vermutet. Doch das schob der kaltherzige Sergeant Major einzig auf den Selbsterhaltungstrieb des Aufklärers, der sicher nicht noch einmal zwischen die weiß-gepanzerten Elitekämpfer geraten wollte.

Deswegen bereitete es dem 51-Jährigen ein um so größes Vergnügen zu sehen, wie es einem seiner Trooper gelang, den Sergeanten auf der Laufbahn habhaft zu werden und doch noch der verdienten Abreibung zu zuführen. Nachdem sich die Soldaten für die extra Tour über die Hindernisbahn "bedankt" hatten, lag der Scout minutenlang, regungslos im aufgeweichten Boden, bevor er seinen geschundenen Kadaver endlich hoch bequemte.
Unterdessen kehrte das Platoon zurück zum Ausgangspunkt, wo Garv den verantwortlichen Troopern stumm zunickte. Ein kleines Stück Anerkennung für die Sonderbehandlung Retwin`s.

Der Sergeant quälte sich langsam den Rückweg entlang auf Stryker zu, der unter seinem Helm zufrieden lächelte. Retwin versuchte zwar irgendwie aufrecht und geradeaus zu gehen, doch gelang das nur mit mäßigen Erfolg. Der Mann sah noch viel schlimmer aus als vorher und schien dem Sergeant Major dennoch etwas beweisen zu wollen, als er sich trotzig bei ihm meldete.

Zitat:
Original von Cainneach Retwin
„Sir. Melde mich zurück. Haben Sie weitere Befehle? Andernfalls bitte ich um Erlaubnis, zur Ausbildung von Private Steiner zurückkehren zu dürfen“


Garv war kurz davor, das Ganze nochmal zu wiederholen, bevor ihm ein anderer Gedanke durch den Kopf schoss und er zum dem Schluss kam, das Retwin genug hatte – zumindest vorerst.
„Erlaubnis erteilt Sergeant Retwin! Denn ich bin schon richtig gespannt wie SIE, Private Steiner ausbilden wollen! Deswegen bleibe ich zur Dienstaufsicht hier und schaue mir das Spektakel aus der Nähe an!“

Noch bevor der Scout etwas erwidern konnte, drehte sich Stryker zum restlichen Platoon um, das bereits wieder Aufstellung genommen hatte. Einzig Sergeant Lashiec und Corporal Stadd fehlten, da die beiden Soldaten immer noch mit ihren Liegestützen beschäftigt waren.
„Staff Sergeant Gordon über nehmen sie! In die Garnison einrücken und Ausrüstung nachbereiten, danach ist Schluss für Heute. Lashiec, Stadd sie können aufhören und sich dem Platoon anschließen...... Abmarsch!“

Garv sah noch kurz zu, wie der Staff Sergeant die Männer im Laufschritt von der Hindernisbahn brachte und konzentrierte sich danach wieder vollends auf seinen neuen lieblings Scout.
„Nun Sergeant, dann legen sie mal los.“

Stryker bezweifelte stark, das Retwin überhaupt dazu fähig war, jemanden vorschriftsmäßig auszubilden. Dagegen sprach schon die Strafversetzung nach Fedje. Einen solchen Soldaten vertraute man keine grüne Rekrutin an, die sich am Ende noch ein Beispiel an der negativen Vorlage nahmen. Dem Sergeant Major wollte es einfach nicht eingehen, wer auf diese saublöde Idee gekommen war. Captain Kolburn mochte zwar jung sein, doch lies er sich nicht zu solchen unmöglichen Entscheidungen hinreisen.
Man musste dem Captain den Befehl aufs Auge gedrückt haben, genauso wie den Abzug der 2ten Lance von der Übung. Wahrscheinlich war dafür einer dieser Bürokraten im Stab von Lieutenant General verantwortlich. Dieses faule Pack hatte schon zur Hochzeit der Rebellion auf ihren Drehstühlen gesessen und diese nach dem Fall des Imperiums auch nicht verlassen!

Großmoff Kaine hätte gut daran getan, die verfetteten Schwächlinge aus den Verwaltungsebenen und Stäben bei Zeiten zu liquidieren! Dafür fehlte es Kaine aber zu einem an geeigneten Personal, als Ersatzgestellung und an den Eiern für handfeste Entscheidungen. Sonst würde der brutale Sergeant Major nicht hier auf diesem stinkenden Waldplaneten versauern, anstatt Aliens zu massakrieren.


~Fedje-System / Fedje/ Hauptkontinent/ Hindernisbahn nahe der imperialen Garnison / Garv Stryker mit Cainneach Retwin, Marla Steiner~

15 Sep, 2014 02:54 42
Cainneach Retwin
Gast


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Fedje-System | Fedje | Hauptkontinent | Hindernisbahn nahe der imperialen Garnison
Cainneach Retwin, Garv Stryker, umgeben von fast dem kompletten 4ten Platoon


Retwin spürte die Anspannung erst, als sie von ihm abfiel. Die Erleichterung wischte für einen Moment sogar die Schmerzen weg und gegen seinen Willen mischte sich völlig unangemessene Dankbarkeit hinein.
Atmen, wies er sich an, während Stryker das Platoon zurückschickte, und konzentrierte sich auf gleichmäßige, nicht zu tiefe Atemzüge. Entspann dich, dachte er konzentriert und suchte an dem Zittern vorbei jenen fernen, stahlharten und unzerbrechlichen Kern, wie er es in den Lehrgängen zuvor getan hatte, wenn er der Grenze zur Erschütterung zu nahe kam. Dazu war er ausgebildet worden. Auch unter Druck durchzuhalten, ganz gleich, wie verführerisch das Aufgeben aussah, gehörte zu den unumgänglichen Fähigkeiten.

Die kurze Unterbrechung half, er fühlte sich schon wieder recht einsatzfähig, nicht zuletzt, weil er die Sorge um Lashiec und Stadd los war. Wenn er sich nicht sehr täuschte, hatte Stryker nicht den Funken einer Ahnung, welche Soldaten man ihm hier anvertraut hatte. Sein Umgang mit dem Staff Sergeant war unterirdisch, seine Disziplinierungen erinnerten an ein Ausbildungsplatoon. Für gewöhnlich verzichtete man in höheren Diensträngen auf solche Demonstrationen. Retwin hielt das nicht für Respekt, einen ausgebildeten Scout beeindruckte man einfach nicht mit ein paar Minuten Liegestützen.

Als Strykers Aufmerksamkeit wieder voll und ganz auf ihm lag, bemerkte Retwin das dezente Nicken, das Thane dem Platoon hinterherschickte. Eine dieser leisen Verständigungen, die er im Hinterkopf behalten würde, gerade weil er sie im Moment nicht verstand.

Zitat:
„Nun Sergeant, dann legen sie mal los.“


„Gern, Sir“, sagte er und ging einige Schritte auf Thane und das Mädchen zu. Die knappe Antwort war eine glatte Lüge, im Moment sehnte er sich nach einer Dusche, Wärme und Ruhe. Und seinem Medipack. Aber wenn das nicht zu haben war, würde er darauf verzichten können. Die wenigen Schritte brachten ihn zugleich ein Stück weg von der Erschöpfung und der Anspannung, die Strykers bloße Anwesenheit mittlerweile hervorrief, obwohl er keinen Moment vergaß, wer ihm da gerade im Nacken saß.
Er versuchte, sich auf das zu konzentrieren, worin er unterbrochen worden war, aber er hatte nicht mit Thane gerechnet. Oder ihn unterschätzt.

„Sir. Sollen wir weitermachen, wo wir angefangen haben?“ fragte der Corporal, noch ehe Retwin sich eine Anweisung zurecht gelegt hatte. Er musste nur noch bestätigen, was er auch tat, ehe er sich an das Mädchen wandte.

„Private. Was passiert, wenn man einen Vorgesetzten verärgert, haben wir jetzt hinter uns. Ich baue darauf, dass Sie keine zweite Lehrstunde darin brauchen. Ich will von Ihnen Konzentration sehen. Nicht auf den Wald, nicht auf die Garnison, nicht auf den Sergeant Major, sondern auf Ihre Aufgabe. Wir gehen hier nicht eher weg, bis Sie die Bahn in einer akzeptablen Zeit schaffen. Verstanden?“ Er erwartete keine Antwort, seine Geste zeigte deutlich, dass er sie umgehend auf der Bahn sehen wollte. Er sprach so ruhig und klar wie nach einem sechzig-Stunden-Einsatz, bei einem taktischen Rückzug unter Beschuss. Diesmal war er nicht für eine ganze Einheit zuständig, er musste nur dafür sorgen, dass das Mädchen keinen Mist baute. Stryker würde sich kaum aufs Zuschauen beschränken, wenn er länger blieb, und Retwin wollte verhindern, dass sie ihm in die Hände fiel.
Er sah den beiden nach, als sie zum Anfangspunkt gingen. Jetzt würde er Thane vertrauen müssen, dass er sie erfolgreicher antrieb als beim ersten Versuch. In der Hoffnung, dass Stryker irgendwann die Lust verlieren und ohnehin mehr Interesse an seinen Worten haben würde als an dem Training auf der Bahn, ging er zu ihm zurück. Sein Blick ruhte weiterhin auf dem Mädchen und Thane, während er sprach.

„Sir. Private Steiner erfüllt die Anforderungen in allen Bereichen. Ihren Akten zufolge ist sie zudem eine überdurchschnittliche Schützin und eine ganz gute Pilotin auf dem 74-Z. Von letzterem konnte ich mich heute bereits überzeugen. Sie begleitete die Einheit auf einem Patrouilleneinsatz im Rahmen des Garnisonssicherheitsdientes. Wenn Sie es wünschen, stelle ich Ihnen den kompletten Bericht zur Kenntnisnahme zu.“

Wenn Stryker das Schauspiel eines an den Leistungen seiner Leute interessierten Vorgesetzten spielen wollte, wollte Retwin ganz sicher nicht stören. Ganz im Gegenteil. Vielleicht hatte der Kerl doch noch andere Qualitäten, als den rohen Despoten zu mimen. Die Armee konnte unmöglich derart abgerutscht sein, dass jemand nur mit perfekt inszenierter Härte in den Rang eines Sergeant Majors aufstieg. Nicht zuletzt aber war sich Retwin darüber klar, dass er mit Stryker irgendwie zurecht kommen musste. Weder seine Einheit noch ein Platoon konnte man mit so einem andauernden Kleinkrieg führen und im schlimmsten Fall bekam nicht nur er das ab, sondern seine Einheit oder jemand wie Lashiec und Stadd. Wenn er mal den wirklich schlimmsten Fall, dass daraufhin falsche Entscheidungen in Gefechtssituationen getroffen wurden, außer acht ließ.
Und deshalb war es ihm für den Moment völlig gleichgültig, ob sich Stryker das Angebot eines professionellen Gespräches als Erfolg der Tortur über die Hindernisbahn anrechnete oder nicht.

Also bot er eben die Informationen auf, die man in so einer Situation erwarten würde. Es kostete zwar deutlich mehr Mühe, sich auf sinnvolle und ungefährliche Gesprächsbeiträge und zugleich auf das Mädchen zu konzentrieren, aber derzeit kam ihm alles gelegen, was ihn beschäftigt hielt.


Fedje-System | Fedje | Hauptkontinent | Hindernisbahn nahe der imperialen Garnison
Cainneach Retwin, Garv Stryker
In Sichtweite: Marla Steiner, Cpl. Devin Thane

15 Sep, 2014 23:28 07
[NPC] Pentastar Alignment
hail ardus kaine!




Dabei seit: 21 Aug, 2012
Beiträge: 79

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.:: Cainneach Retwin, Private Marla Steiner & diverse ::.



Es war deutlich, wie sehr es zwischen Sergeant Retwin und Sergeant Major Garv Stryker knisterte. Die gegenseitige Verachtung war fast spürbar. Für Zam entstand daraus eine interessante Situation, hatte sie sich doch nie wirklich ernst um eine mögliche Konkurrenz innerhalb des Sturmtruppenkorps bemüht. Gemeinhin galten die Sturmsoldaten als loyale Truppen, die sinnbildlich für die Werte und Normen der Neuen Ordnung standen. Nur die wenigsten Überläufer stammten aus ihren Reihen, derweil es gänzlich anders um andere Waffengattungen stand. Der Zulauf ehemaliger Imperialen zur Rebellion und ihrer selbsternannten Nachfolgeorganisation war galaktisch gesehen in Prozentzahlen mühelos zu verschmerzen gewesen, allerdings traf er die Ideologie des Galaktischen Imperium empfindlich. Und genau wegen solch subversiver Elemente hatte man Leute wie Zam ausgebildet. Um mögliche Unruheherde ausfindig machen zu können und potenzielle Gefahrenquellen im Keim zu ersticken.

Derweil sie das muntere Schauspiel zwischen Scout- und Stormtrooper betrachtete, gab sie sich ganz ihrer Rolle als naive Rekrutin hin und verinnerlichte die offenkundige Unsicherheit ihrer Version von Private Marla Steiner. Als der verbale Austausch der beiden Alpha-Männchen ein jähes Ende fand, musste der Sarge offenbar den starken Mann geben.

Zitat:
Original von Cainneach Retwin
„Private. Was passiert, wenn man einen Vorgesetzten verärgert, haben wir jetzt hinter uns. Ich baue darauf, dass Sie keine zweite Lehrstunde darin brauchen. Ich will von Ihnen Konzentration sehen. Nicht auf den Wald, nicht auf die Garnison, nicht auf den Sergeant Major, sondern auf Ihre Aufgabe. Wir gehen hier nicht eher weg, bis Sie die Bahn in einer akzeptablen Zeit schaffen. Verstanden? “


Ihre Antwort kam ebenso rasch, wie man es von ihr erwartete.

»Aye, Sir.«, sagte sie und machte sich auf, um der Hindernisbahn ihre persönliche Aufwartung zu machen. Zam bereitete sich auf einen Höllenritt, schmerzende Muskeln und eine wahre Tortur vor. Es sollte noch viel schlimmer kommen. Nur ihrer hervorragenden Ausbildung und beeindruckenden Kondition war es zu verdanken, dass sie im dritten Rundlauf endlich eine Zeit vorweisen konnte, die der Sarge offenbar für würdig genug empfand. Stumm, keuchend und komplett verschwitzt dankte die Blondine all der Zeit in den Krafträumen, all den brutalen Ausdauerübungen und den endlosen Stunden auf Laufbahnen. Dennoch gab sie sich so wenig Blöße wie möglich. Kein physische war sie den meisten Männern hier sicherlich noch unterlegen und musste sich auf ihren eisernen Willen verlassen.

Als sie abschließend wieder Haltung annahm und auf eine Reaktion des Sergeants wartete, wurde sie von starken Seitenstichen geplagt, deren Penetranz sie durch puren Widerstand verdrängte. Die Anwesenheit der Sturmsoldaten machte die gesamte Arbeit hier nicht leichter, sorgte deren Präsenz durch automatisch für eine höhere Moral oder zumindest etwas, was den Anschein von Moral und Ordnung erweckte.

»Private … Steiner .. meldet sich zurück, Sir.«, rang sie sich ab und versteifte sich für eine visuelle Prüfung. Diesem arroganten Sturmtrupp-Offizier würde sie keine Möglichkeit zur Kritik geben. Und wenn sie die Fernspäher-Einheit weiter observieren wollte, brauchte sie das Vertrauen der verfluchten Bande.



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"The New Order has never fallen. Only the Emperor. … The Emperor may be dead, but the Empire lives on!"
- Grand Moff Ardus Kaine -

24 Sep, 2014 18:30 06 [NPC] Pentastar Alignment ist offline Email an [NPC] Pentastar Alignment senden Beiträge von [NPC] Pentastar Alignment suchen Nehmen Sie [NPC] Pentastar Alignment in Ihre Freundesliste auf
Garv Stryker
Gast


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~Fedje-System / Fedje/ Hauptkontinent/ Hindernisbahn nahe der imperialen Garnison / Garv Stryker mit Cainneach Retwin, Marla Steiner~



Teilnahmslos verfolgt der Sergeant Major den laienhaften Ausbildungsansatz Retwin`s und wie die blonde Rekrutin daraufhin auf die Hindernisbahn eilte. Doch schon jetzt stand für den gnadenlosen 51Jährigen fest, dieses Weib hatte weder was auf Fedje, noch in seiner Legion verloren. Die schlanke Frau würde viel besser in die Uniform der verwöhnten Schnösel von der Flotte passen und nicht in die glänzende, weise Panzerung eines Storm- oder Scouttrooper. Allein schon deswegen, würde und musste Garv alles dran setzten, Steiner ihren Wunsch dem Corps beizutreten, wieder "auszureden".

Das folgende Verhalten des Scout-Sergeant erstaunte Stryker dann jedoch etwas. Anstatt sich von seinem verhassten Vorgesetzten vorerst fernzuhalten, kam der Mann zurück und fing tatsächlich ein Gespräch an. So eine Art unterwürfiger, versöhnlicher Smaltalk über die Qualifikationen der Rekrutin. Wenn Retwin glaubte, den Platon-Sergeanten damit milde zu stimmen, war der Aufklärer noch törichter als gedacht. Aber vielleicht war es auch einfach nur ein kleines Anzeichen von Einsehen und Professionalität, die Garv dem strafversetzten Scout indes noch absprach.

Zitat:
Original von Cainneach Retwin
„Sir. Private Steiner erfüllt die Anforderungen in allen Bereichen. Ihren Akten zufolge ist sie zudem eine überdurchschnittliche Schützin und eine ganz gute Pilotin auf dem 74-Z. Von letzterem konnte ich mich heute bereits überzeugen. Sie begleitete die Einheit auf einem Patrouilleneinsatz im Rahmen des Garnisonssicherheitsdientes. Wenn Sie es wünschen, stelle ich Ihnen den kompletten Bericht zur Kenntnisnahme zu.“


Bevor der ältere, aber immer noch athletisch gebaute Stormtrooper antwortete, nahm er seinen Helm ab und strich sich mit der Hand über den kahlgeschorenen Schädel. Der Regen nahm langsam ab und es roch nach Schlamm und dem nassen Waldboden. Ganz anders als die abgestandene, wiederaufbereitete Atemluft, die er eben noch im Inneren des Helmes zu Verfügung hatte.
Seine eiskalten, blauen Augen fixierten einen Moment lang den Leader der 2ten Lance und richteten sich im Anschluss neuerlich auf die Hindernisbahn.

„Lassen sie sich nicht von den Resultaten der Einstellungstests und Simulationen täuschen. Viele solcher erstklassigen Ergebnisse halten dem ersten, richtigen Gefecht nicht stand. Genauso wenig sagt ein profaner Patrouilleneinsatz etwas darüber aus, ob jemand ein guter Pilot auf dem Speederbike ist oder nicht.“

Abermals fiel Strykers kühler Blick auf Retwin, während er seinen Helm von einem Arm unter den anderen klemmte.
„Ihr Freund, Staff Sergeant Lashiec hat in fast allen Übungen und Simulationen die schwächsten Ergebnisse auf dem 74-Z und ist dennoch Staff Sergeant und führt eine Lance. Wissen sie auch warum!? Weil ihm dort der Nervenkitzel und die Todesangst eines realen Einsatzes fehlt. Erst das treibt ihn zu seinen Bestleistungen an..... Auch wenn ihr Scouts allesamt eine Bande renitenter Cowboys seit, gehört der Staff Sergeant zu den Wenigen von euch, den ich als ein wertvolles Mitglied der Legion erachte, normalerweise....“

Die letzte Bemerkung des Sergeant Major zielte voll auf Lashiec`s Verhalten während der internen Erziehungsmaßnahme ab, als der Staff Sergeant und sein Corporal dem fehlgeleiteten Aufklärer zur Seite standen.

„Außerdem erfordert es mehr, als ein gutes Trefferbild auf dem Schießstand und ein hübsches Gesicht, um in der Legion zu bestehen. Ich für meinen Teil brauche keine Frau in unseren Reihen, denn eine Frau wird nie dazu in der Lage sein, das Gleiche zu leisten wie ein Mann! Aber vielleicht bekommen wir Steiner noch dazu, ihren Entschluss zu überdenken.“

Stryker war gespannt wie der jüngere Unteroffizier auf diese unbestreitbaren Tatsachen und unverhohlene Abneigung gegenüber Steiners Geschlecht, innerhalb der Truppe reagieren würde. Wahrscheinlich hatte Retwin selbst noch nie soweit gedacht, sondern war selig damit, wenn er auf seinem Speederbike wie ein Irrer durch die Gegen düsen konnte und ab und an ein paar Titten zu Gesicht bekam.
Während er auf eine Antwort wartete, verdunkelte sich die Miene des stellvertretenden Platoonleader zusehends.
Manchmal bedauerte es Garv, nicht auch auf Endor gefallen zu sein und jetzt irgendwo auf diesem stinkenden Waldplaneten zu verrotten. Dann müsste er nicht mit ansehen, wie das Corps mehr und mehr verkam – seien es nun Frauen oder solche Leute wie Retwin.


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Dieser Beitrag wurde schon 3 mal editiert, zum letzten mal von Garv Stryker am 27 Sep, 2014 16:07 59.

27 Sep, 2014 13:01 37
Cainneach Retwin
Gast


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Cainneach Retwin, Garv Stryker
In Sichtweite: Marla Steiner, Cpl. Devin Thane


Retwin beobachtete das Mädchen und bemühte sich um Gleichmut. Er nahm Strykers Blick und Bewegungen nur am Rande seines Sichtfeldes wahr, seine Aufmerksamkeit galt der Hindernisbahn, Thane und dem Mädchen. Und nicht zuletzt dem kräftezehrenden Versuch, das Zittern auf ein erträgliches Maß zu beschränken. Die plötzliche Bewegungslosigkeit setzte ihn ungeschützt der Kälte und dem langsam nachlassenden Regen aus. Sein Körper vergaß die Schinderei auf der Bahn nicht halb so schnell, wie Retwin das wünschte.

Strykers Worte ließen ihn einen Moment geistig innehalten. Er musste den Drang unterdrücken, den Platoon-Sergeant anzusehen. Er hätte sich gern davon überzeugt, dass es wirklich Stryker war, der da neben ihm stand.
Der Sergeant Major reagierte. Mit im Großen und Ganzen sinnvollen und richtigen Anmerkungen, sah man mal von den verbalen Ausfällen gegen Scouts ab, die bei ihm Pflichtprogramm waren wie für andere das Sir! vor und nach jedem Halbsatz. Damit konnte Retwin leben, er kannte es zur Genüge. Es gab wohl kaum einen Vorwurf, den man dem Aufklärer nicht schon nur aufgrund seiner Zugehörigkeit zu diesen Einheiten ins Gesicht geschleudert hatte. Was im Ernstfall nie einen noch so missgünstigen Vorgesetzten davon abhielt, die Scouts als Erste in feindliche Territorien zu schicken, um die Lage für die pflegeleichteren Truppen zu sondieren. Diese Anerkennung zählte mehr als jedes noch so abfällige Gebrüll, zu dem sich Vorgesetzte zwischen den Einsätzen hinreißen ließen.
Gab er ihm tatsächlich einen Rat, wie er die Rekrutin einzuschätzen hatte, dass man auf Akten allein nicht vertrauen konnte? Ein Hinweis, dem er zwar zustimmte, den er aber nicht nötig hatte, der jedoch verdammt nahe einer echten Dienstaufsicht kam. Läge er mit dem Kerl nicht derart über Kreuz, wäre ihm das als Anzeichen von Unterstützung nur recht gewesen. Stryker galt bei den Männern als erfahrener Ausbilder, auch wenn diese Zeit schon lange hinter ihm lag.

Er verschaffte sich einen Augenblick Bedenkzeit, indem er den Blick von der Bahn abwandte und auf den Chrono sah. Die kurze Ablenkung genügte, um sich nur auf die weniger strittigen Punkte in Strykers Worten zu konzentrieren. Weder hätte es Lashiec und Stadd etwas genutzt, wenn er sich an einer Verteidigung versuchte, die Stryker ohnehin nicht verstehen konnte, noch sah er irgendeinen Zugewinn darin anzumerken, dass ihm der Unterschied zwischen der Ruhe auf den Trainingsplätzen und echten Gefechtssituationen durchaus vertraut war.

„Sir. Es ist zweifelsohne eine unkonventionelle Aufgabe. Ich hatte Bedenken vorgebracht, allerdings sieht der Kompaniechef die Sache optimistischer. Also werde ich den Auftrag, so gut es geht, ausführen. Ich habe jedenfalls nicht vor, Abstriche bei den Anforderungen zu machen.“ Was sich eigentlich von selbst verstand, aber er traute Stryker zu, dass er ihm so etwas unterstellte.
„Mein Auftrag lautet, sie durch die improvisierte Ausbildung zu bringen. Die einzige, die das vereiteln kann, ist sie selbst. Wenn sie die besteht, ist es nicht an mir, über ihre weitere Verwendung zu entscheiden.“
Das, hoffte er, war klar genug formuliert, um zu zeigen, dass er keine Sonderbehandlung plante, auch nicht im negativen Sinne. Und es war weit genug von einer persönlichen Stellungnahme entfernt, um Stryker nicht zu sehr in die eigenen Karten schauen zu lassen. Das Mädchen war ein Problem, zweifelsohne, aber wenn man schon eine Liste aufstellte, was man alles nicht brauchte, so schaffte es Steiner nicht einmal in die Top Ten. Mangelhafte Ausrüstung, schlechte Unterbringung, desinteressierte Vorgesetzte, kampfunerfahrene Entscheidungsträger, unfähige Spezialisten... Retwin hätte eine Weile gebraucht, ehe ihm Steiner eingefallen wäre.
Es wäre zum Lachen gewesen, dass er vor Stryker nach all dessen Ansprachen gerade darauf bestand, einen Befehl auszuführen, ganz gleich, was man selbst davon hielt. Aber im Moment war ihm nicht danach. Die Sache verhieß nur neuerlichen Ärger. Denn sein Entschluss stand fest, er würde alles daran setzen, diesen Befehl auszuführen. Der, wie er selbst zugegeben hätte, selten dämlich war, aber nichtsdestotrotz eine reizvolle Herausforderung.

„Heute sehe ich mir die Ausdauer von Private Steiner an, um zu sehen, was hinter ihren bisherigen Ergebnissen steckt. Für morgen hatte ich einen Besuch des Übungsgeländes angesetzt. Meine Einheit war nochmals für den Patrouilleneinsatz um die Garnison eingeteilt. Dies noch in der Annahme, dass das Platoon frühestens in den Nachtstunden zurückkehrt. Derzeit entzieht es sich meiner Kenntnis, ob der Captain daran festhalten will.
Ich nehme aber an, Sie ziehen einige Änderungen in Erwägung. Oder soll ich die Planung mit Lieutenant Dike abstimmen, Sir?“


Üblicherweise unterlagen solche Planungen tatsächlich eher dem Lieutenant, allerdings blieb die genaue Arbeitsteilung eines Platoons oft den beiden Köpfen vorbehalten. Sein Platoon kannte er zu wenig, um das zu wissen, und er hoffte, dass diese höfliche Frage weder seine Präferenzen verriet noch Konfliktpotential in sich barg. Dike wäre ihm lieber gewesen, der übertraf in seinem Desinteresse noch Kolburn und würde kaum Schwierigkeiten machen. Wäre Stryker ein anderer, Retwin hätte einen Mann mit dessen Erfahrung eindeutig vorgezogen.

Ohne den Blick von dem Paar auf der Bahn zu wenden, das gerade zum zweiten Durchlauf ansetzte, harrte er der Antwort. Eine Personifikation von Selbstbeherrschung und Konzentration, verbat er sich jede Regung, die darauf hindeuten könnte, dass ihm Strykers Entscheidung alles andere als gleichgültig war. So sehr er Patrouilleneinsätze verabscheute, die weit unter seinem Leistungsprofil – und dem seiner Leute – lagen, im Moment wäre ihm ein völlig anspruchsloser Dienst mehr als recht gewesen. Dank Stryker war er ziemlich erledigt und die nächsten zwei Tage würden erfahrungsgemäß eher schlimmer als besser werden.


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28 Sep, 2014 16:11 49
Garv Stryker
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Es enttäuschte den hartherzigen Sergeant Major ein bisschen, das Retwin den "Grav-Ball" nicht annahm, den Garv ihm gerade so wohlwollend zuspielte. Somit hatte der Scout die Chance auf wenigstens eine kleine Gemeinsamkeit, zwischen den sonst so unterschiedlichen Soldaten, gerade vertan. Ein älter, erfahrener Trooper hätte eine deutlichere Antwort gegeben und klar Position bezogen, entweder für oder gegen dieses Weibsbild.
Die Rückmeldung des Sergeanten dagegen, war eher vorsichtig, diplomatisch und ausweichend.
Offenbar trug die erzieherische Maßnahme von Vorhin schon erste Früchte. Man merkte regelrecht, das Retwin nichts Falsches sagen wollten, um nicht wieder den Zorn seines Vorgesetzten auf sich zu ziehen. Wobei Stryker dafür keinen großen Anlass brauchte, wenn der "Schinder" was finden wollte, dann fand er auch was – das war schon immer so.

Folgerichtig war dem Aufklärer das Gespräch mit dem Platoon-Sergeant sichtlich unangenehm. Der rangniedere Soldat versuchte Das zwar so gut wie möglich zu verbergen, allerdings hatte Garv ein Gespür dafür entwickelt - Er konnte es an den noch so kleinsten Regungen und Veränderungen in der Haltung oder im Gesichtsausdruck des anderen Mannes erkennen. Schließlich hatte der rücksichtslose 51Jährige auf viele Leute diese Wirkung.

Unterdes beendete Private Steiner die erste Runde auf der Hindernisbahn, was Stryker mit einem skeptischen, kurzen Blick auf sein Crono kommentierte. Die Frau lag weit hinter einen annehmbaren Zeitansatz zurück – soviel zu ihren Qualifikationen aus der Aktenlage heraus.
Ohne Verzögerung setzte das Weib, zusammen mit dem begleitenden Corporal, zur zweiten Runde an, was Garv wieder die Möglichkeit zum antworten gab.

„Sind sie zur Zeit ihr Ausbilder oder nicht!? Wenn ja, entscheiden sie auch, ob Private Steiner für den Dienst in der Legion geeignet halten oder nicht! Aber bedenken sie dabei eines, ganz gleich wie gut diese Frau bei den Übungen hier abschneidet, sie müssen es vor ihren Kameraden verantworten können, ihnen Steiner aufzubürden. Nicht weil der Private vielleicht selbst fallen könnte, sondern weil wegen ihr vielleicht andere Trooper sterben werden, die sie, Sergeant Retwin dann letztlich auf dem Gewissen haben. Wenn sie Captain Kolburn also später fragen wird, geben sie ihm eine deutliche Meldung darüber...... Es geht es nicht nur um physische Leistungsfähigkeit, sondern darum, das Undenkbare ausführen zu können und dazu gehört vor allem psychische Stärke!“

Stryker lies Retwin einen Augenblick lang Zeit, das eben Gehörte erstmal zu verarbeiten und darüber nachzudenken. Wenn man schon wollte, das der aufmüpfige Scout eine Rekrutin ausbildetet und das fernab von jeder Ausbildungseinheit oder Akademie, was völlig irrsinnig war, dann sollte er es verdammt noch eins richtig machen und wissen was das überhaupt zu bedeuten hatte. Halbesachen würde der Sergeant Major in dieser, seiner ureigensten Domäne nicht dulden.

„Was glaube sie warum soviel Bewerber für das Corps nicht aufgenommen oder zurück in ihre alten Einheiten geschickt werden? Nicht weil sie körperlich versagen, sondern weil sie im Kopf nicht dazu breit sind, sich ganz der Sache des Imperiums hinzugeben und das zu tun, was getan werden muss, ohne jede Skrupel oder Bedenken. Wer zögert stirbt oder es sterben andere für ihn, so einfach ist das......!“

Der Mann von Corulag war sich nicht sicher, ob Retwin ihn verstand oder überhaupt verstehen wollte. Für ihn stand hier sicher wieder nur der fiese und brutale Drill-Sergeant, was in Wahrheit natürlich auch stimmte.
Stryker war brutal und gnadenlos gegen jeden Feind und noch brutaler und gnadenloser gegen Schwächlinge in den eigenen Reihen. Nur so lies sich der elitäre Ruf der Legion aufrecht erhalten und nur so überlebte man so lange, wie der Sergeant Major. Die Schwächlinge starben in der Regel immer zu erst, danach die Feigen und dann die, die zögerten eine harte Entscheidung zu fällen. Sei es nun vielleicht einen unbewaffneten Feind zu erledigen oder einen verletzten Soldaten zurück zu lassen.
Doch genau um so etwas von Anfang an auszuschließen, gab es Ausbilder wie Stryker es einst gewesen war. Männer die dafür sorgten, das der menschliche Müll und der Ausschuss von Armee und Flotte es nicht in das Corps schaffte. Männer die diese Eliteeinheit rein von subversiven Elementen hielten und ohne Mitleid aussortierten, auch wenn man sie dafür hasste.

„Was den morgigen Tag angeht, werde ich mich mit Lieutenant Dike besprechen. Melden sie sich um 0500 Uhr in meinem Büro, dann erwarte ich auch den Bericht über die Patrouille.“


~Fedje-System / Fedje/ Hauptkontinent/ Hindernisbahn nahe der imperialen Garnison / Garv Stryker mit Cainneach Retwin, Marla Steiner~

01 Oct, 2014 23:29 14
Cainneach Retwin
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Fedje-System | Fedje | Hauptkontinent | Hindernisbahn nahe der imperialen Garnison
Cainneach Retwin, Garv Stryker
In Sichtweite: Marla Steiner, Cpl. Devin Thane

Zitat:
„Sind sie zur Zeit ihr Ausbilder oder nicht!? Wenn ja, entscheiden sie auch, ob Private Steiner für den Dienst in der Legion geeignet halten oder nicht! Aber bedenken sie dabei eines, ganz gleich wie gut diese Frau bei den Übungen hier abschneidet, sie müssen es vor ihren Kameraden verantworten können, ihnen Steiner aufzubürden. Nicht weil der Private vielleicht selbst fallen könnte, sondern weil wegen ihr vielleicht andere Trooper sterben werden, die sie, Sergeant Retwin dann letztlich auf dem Gewissen haben. Wenn sie Captain Kolburn also später fragen wird, geben sie ihm eine deutliche Meldung darüber...... Es geht es nicht nur um physische Leistungsfähigkeit, sondern darum, das Undenkbare ausführen zu können und dazu gehört vor allem psychische Stärke!“

Stryker unterbrach seinen Sermon nur kurz und Retwin bemühte sich im Geiste schon um eine Erwiderung, die möglichst nichts von seinem Ärger verriet, als der Sergeant Major mit der Verkündung von Selbstverständlichen fort fuhr.

Zitat:
„Was glaube sie warum soviel Bewerber für das Corps nicht aufgenommen oder zurück in ihre alten Einheiten geschickt werden? Nicht weil sie körperlich versagen, sondern weil sie im Kopf nicht dazu breit sind, sich ganz der Sache des Imperiums hinzugeben und das zu tun, was getan werden muss, ohne jede Skrupel oder Bedenken. Wer zögert stirbt oder es sterben andere für ihn, so einfach ist das......!“


Großartig, genau das hatte Retwin nicht gebraucht. Stryker schien es regelrecht darauf anzulegen, ihn zur Weißglut zu bringen. Er beließ es natürlich nicht bei einer Unterstellung von mangelndem Bewusstsein, er musste noch nachsetzen. Retwin brauchte keine Belehrung über die Aufgaben der Soldaten, die Anforderungen und seine Verantwortung für seine Leute.
Undenkbares, undenkbar Blödes hatte er nicht selten ausführen müssen. Der heutige Tag war ein verdammt gutes Beispiel dafür. Er hielt das nicht unbedingt für etwas, das er in der Bereich Qualifikationen gesteckt hätte. Vielmehr ärgerte er sich regelmäßig, dass ihm in solchen Situationen nicht schnell genug eine akzeptable, vorschriftenkonforme Alternative einfiel.
Ein Blick auf den ruhig und konzentriert arbeitenden Thane, dann auf den Chrono. Aber die Ablenkung genügte diesmal nicht, um den Ärger über diese Arroganz niederzukämpfen.

„Sir, ich verschaffe mir gerade einen ersten Eindruck über ihre Fähigkeiten. Derzeit erlaube ich mir überhaupt kein Urteil, abgesehen vom dem wenigen, was ich bisher sah. Mir genügt weder ein Blick in die Akten noch ein erster, meist vorschneller Eindruck, den ich von jemandem habe, um einen Soldaten einzuschätzen. Bei allem Respekt, Sir, aber das halte ich für meine Pflicht den Leuten gegenüber, die mir unterstellt sind, und es gehört zur Erfüllung des Eides, den ich geleistet habe, dass ich weder Unfähigkeit dulde noch Fähigkeiten ungenutzt lasse. Sir“, sagte er klar und mit einer Art akustischem Zähneknirschen in der Stimme.

Das war so deutlich, wie Stryker es offensichtlich wünschte. Retwin spürte nur am Rande seiner Aufmerksamkeit, dass er gerade wieder auf bestem Wege war, Stryker zu erklären, dass die Armee kein Spielzeug zur Befriedigung niederer Instinkte ihrer Angehörigen war. Aber dessen Belehrungen gingen ihm ganz erheblich auf die Nerven. Einen ernsthaften Rat hätte er nicht verschmäht, aber derartige Hinweise hatte er als Rekrut oft genug gehört, bei den Stormtroopern hätten sie ihn schon gelangweilt und einem Scout gegenüber kamen sie einer Beleidigung zu nahe.
Er konnte sich gerade noch davon abhalten, Stryker darauf hinzuweisen, dass die Ansprüche eines Scouts wohl kaum unter denen eines Stormtroopers liegen konnten, trennten sie auch noch so viele Dienstränge. Gordon gegenüber wäre es eine Provokation gewesen, aber von einem so sensiblen Vorgesetzten wie Stryker hielt man solche Tatsachen besser fern.

Die Order zur Meldung am nächsten Morgen quittierte er mit einem knappen Nicken und einem gleichmütigen „Verstanden, Sir“, während er im Stillen den elenden Dreckskerl verfluchte. Er glaubte keine Sekunde lang, dass Stryker ernsthaft eine Stunde für die Verkündung eines Tagesbefehls einplante. Dafür hätten zwei Sätze auf sein Pad gereicht. Viel wahrscheinlicher war, dass der Kerl den Termin aus reiner Bosheit so früh ansetzte. Nach allen Arbeiten, die nach der Hindernisbahn noch anstanden, blieben ihm schätzungsweise fünfeinhalb Stunden Schlaf. Nichts, worüber er sich bei einem Einsatz beklagt hätte, da war das purer Luxus, aber in einer Garnison mit höchstens zehn feindlichen Kräften auf dem gesamten Planeten war es völlig unnötig und reine Schikane.
Retwin wartete nicht darauf, dass Stryker irgend etwas sagte. Im gleichen Ton fuhr er fort. „Ich hatte vier Stunden auf der Hindernisbahn vorgesehen. Wenn Sie es wünschen, können wir die weiteren Tests währenddessen besprechen. Unabhängig von der noch ausstehenden Entscheidung darüber, wer in Bezug auf diesen Auftrag die Dienstaufsicht innehaben wird, werde ich morgen früh etwas vorweisen müssen. Möglicherweise haben Sie jetzt noch eine Empfehlung dafür.“

Retwin winkte nach einem unzufriedenen Blick auf den Chrono das Mädchen heran, um Stryker Bedenkzeit zu geben. Es sah nach Arbeit aus, sie auf das erforderliche Level zu bringen, aber nicht nach etwas unmöglichem.
Er nahm ihre Meldung mit einem Nicken zur Kenntnis. „Wir haben noch etwas Zeit. Laufen Sie zwei Runden, dann nehmen Sie die Bahn nochmals in Angriff. Anschließend fangen Sie von vorn an.
Wenn ich zufrieden bin, melde ich mich.“


Ganz gleich, wie gut sie das hin bekäme, es würde die Zeit hier draußen nicht verkürzen. Eigentlich lag es ihm nicht, Leute herum zu scheuchen, während er tatenlos daneben stand. Ein Grund, weshalb er es nie bereut hatte, dass man ihn nicht zu den Ausbilderschulungen geschickt hatte. Im Moment jedoch bedeutete auch für ihn der Aufenthalt hier draußen eine beträchtliche Anstrengung, die ihn beschäftigt hielt.


Fedje-System | Fedje | Hauptkontinent | Hindernisbahn nahe der imperialen Garnison
Cainneach Retwin, Garv Stryker, Marla Steiner
In Sichtweite: Cpl. Devin Thane

05 Oct, 2014 19:29 09
Garv Stryker
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~Fedje-System / Fedje/ Hauptkontinent/ Hindernisbahn nahe der imperialen Garnison / Garv Stryker mit Cainneach Retwin, Marla Steiner~


Beinahe hätte der, als absolut humorlose geltende, Sergeant Major lauthals aufgelacht, als sein Gesprächspartner, Scout-Sergeant Cainneach Retwin, etwas von der "Erfüllung des Eides" schwadronierte.
Der Bursche wusste höchstwahrscheinlich den genauen Wortlaut schon garnicht mehr, geschweige denn was es bedeutete dieses heiligen Schwur zu erfüllen. Denn wenn das der Fall wäre, so hätte man den Aufklärer weder strafversetzt, noch hätte Stryker ihn das Platoon auf den Hals hetzen müssen.
Nur gut das Garv nicht vergessen hatte, WER hier vor ihm stand. Einem anderen Soldaten, hätte er das Ganze vielleicht abgenommen, nicht so dem Scout.

Mit einem innerlichen Kopfschütteln tat er die Bemerkung Retwin`s ab, während dieser weiter sprach und im Anschluss das Weibsbild mit einem Wink heranholte. Ein bedeutsamer Blick auf das Crono, verriet dem Veteran von Endor, das Private Steiner abermals die erforderliche Zeitvorgabe nicht erfüllt hatte und das obwohl sie ausgeruht war und die Hindernisbahn ohne Gepäck, Rüstung oder sonstige Erschwerung überwinden durfte - ein hoffnungsloser Fall, soviel stand fest. Vielleicht war sie für die regulären Armeekräfte geeignet, aber nicht für die Legion.
Als Damals die ersten Frauen in die elitären Reihen der Stormtrooper aufgenommen wurden, nannte man sie noch "Schaufensterpuppen". Sie waren für die Propaganda gut, für mehr aber auch nicht und jetzt traf man sie immer häufiger auch in den tatsächlichen Fronteinheiten. Bei dem Gedanken verzog der kahlköpfige Mensch unwillkürlich das Gesicht und sah Steiner angewidert nach.

„Wir sind hier keine Ausbildungskompanie für Rekruten, Sergeant Retwin. Unsere Mittel sind daher eingeschränkt und beziehen sich auf den Erhalt der Einsatzfähigkeit von voll ausgebildeten Troopern. Allerdings gibt es auf dem Truppenübungsplatz neben einer Schießbahn, unter anderen noch eine Halle für kleinere Gefechtssimulationen gegen Droiden. Es ist nicht viel, aber in Anbetracht der Situation eine annehmbare Alternative. Sie können natürlich auch selber was improvisieren und dafür das Außengelände des Übungsgeländes nutzten. Ich werde die Belegung der Halle und der Schießbahn für sie prüfen, nachdem ich mit Lieutenant Dike gesprochen habe!“

Damit war für den Platoon-Sergeant alles gesagt und es wurde Zeit zu gehen. Schließlich hatte Stryker noch einiges zu Erledigen und Lieutenant Dike gehörte nicht zu den Leuten, die gerne noch so spät gestört wurden. Kurz sah er nochmal zur Hindernisbahn und dann zu Rewtin.
„Ich werde in die Garnison zurückkehren, machen sie hier weiter wie geplant. Morgen früh 0500 Uhr in meinem Büro!“

Der ranghöhere Unteroffizier wartete bis der Aufklärer ordnungsgemäß salutierte, machte im Anschluss auf dem Absatz kehrt und marschierte in die Richtung davon, aus der er zuvor mit dem 2ten Platoon gekommen war. Wenn Garv sich nicht täuschte, so war Retwin in diesem Moment sicher froh und erleichtert, das der schrecklich Vorgesetzte entlich von Dannen zog.


~Fedje-System / Fedje/ Hauptkontinent/ auf dem Weg von der Hindernisbahn zur Garnison/ Garv Stryker~

10 Oct, 2014 21:39 13
Cainneach Retwin
Gast


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Fedje-System | Fedje | Hauptkontinent | Hindernisbahn nahe der imperialen Garnison
Cainneach Retwin, Garv Stryker
In Sichtweite: Marla Steiner, Cpl. Devin Thane


Stryker ließ einen etwas überraschten Retwin zurück, als er abzog. Der Platoonsergeant hatte nicht nur Informationen aufgeboten, die dem Neuen tatsächlich halfen, er versprach sogar, ihm freie Hand zu lassen. Und übernahm für ihn den Kampf um die Belegungsorganisation der Plätze. Retwin suchte nach dem Haken in Strykers Worten und das beunruhigende war, er fand nichts.
Ein paar Augenblicke, nachdem der Platoonsergeant aus dem unmittelbaren Umfeld verschwunden war, gestattete sich Retwin ein Grinsen. Stryker mochte den harten Kerl markieren, aber bei der Aussicht auf ein paar Stunden hier draußen zog auch er die Garnison vor, obwohl die Übung keine zwei Tage gedauert hatte. Vermutlich schlief der Kerl schon, wenn die zwei Scouts und das Mädchen die Bahn verließen.

Gut dreieinhalb Stunden später, am Ende des ersten Testlaufs, hatte zumindest das Mädchen Retwins Erschöpfungsgrad erreicht. Überschritten, wie er beim zweiten Blick feststellte. Den Rückweg konnte er also guten Gewissens und alles andere als uneigennützig etwas langsamer angehen. Nach den nahezu bewegungslos zugebrachten Stunden fühlte sich jedes Gelenk an wie eingerostet, aber er zwang sich dazu, sich das nicht zu deutlich anmerken zu lassen.
Das Mädchen schickte er umgehend zurück ins Quartier und er nahm an, dass er ihm damit einen Gefallen tat.
„Bringen Sie Ihre Ausrüstung in Ordnung. Sehen Sie sich die Richtlinien für den Einsatz gegen feindliche Stellungen an. Kann passieren, dass ich Sie morgen mal danach frage“, sagte er zum Schluss, ehe er sie entließ.

Endlich auf dem Gang zu seinem Quartier angekommen, lungerte Lashiec an der Tür zum Gemeinschaftsraum herum. Der Staff Sergeant wirkte ernst und bestimmt, als er ihn in den Raum winkte. Unter vier Augen. Retwin war zu fertig, um abzulehnen, und Lashiec war im Moment auch der letzte Mensch, dem er irgendwas abgeschlagen hätte. So fand er sich kurz darauf mit einem Bier in der Hand Lashiec gegenüber in dem ansonsten völlig leeren Raum wieder.
Lashiec fasste sich kurz. Seinen Einsatz auf der Hindernisbahn erklärte er mit keinem Wort, stattdessen machte er unmissverständlich klar, dass ihm nicht an einer Wiederholung lag und dass es auch keine geben würde, wenn er keine gute Erklärung dafür bekäme, warum das in diesem Fall überhaupt nötig gewesen war.
Nur der Umstand, dass es Lashiec trotz seiner offenkundigen Vorbehalte getan hatte und die Umstände dieses Gespräches ließen Retwin annehmen, dass er hier nicht vor dem nächsten Problem saß, und ließen ihn weitaus offener und verbindlicher antworten, als er das je bei Stryker getan hätte. Er beschrieb recht knapp die Verhältnisse auf Agamar, die Möglichkeiten, die sich den Einheiten dort trotz der allgemeinen Vernachlässigung geboten hatten, und anschließend die Schwierigkeiten, mit denen er hier rechnen musste, wenn es um Trainingszeiten und den Zugang zu den Ressourcen ging.
„Das ist ein ernsthaftes Problem“, schloss er seine Erklärung. „Vorgesetzte, die die ihnen anvertraute Ausrüstung und Gerätschaft zu ihrem persönlichen Eigentum erklären und den Zugang nur nach Gutdünken gestatten, werden für die Einheiten zur Belastung.
Wenn ein Vorgesetzter zu einem Problem für die Einheiten wird, geht mir die Diplomatie am Arsch vorbei. Mein Job ist es, meine Leute so gut vorbereitet zu halten wie nur irgend möglich.“ Er legte eine kurze Pause ein, aber an Lashiec war keine Regung zu erkennen. „Der Zeitpunkt war beschissen gewählt, es war unnötig. Und am Ton arbeite ich auch noch.“
Diesmal bekam er, was er wollte, eine Reaktion des Staff Sergeants, auch wenn sie nur in einem schlecht unterdrückten Grinsen und der Andeutung eines Kopfschüttelns bestand.

Retwin hätte anschließend nicht sagen können, dass er irgend etwas mit Lashiec geklärt hatte. Das Gespräch hatte ihn dennoch erleichtert. Das meiste von dem, worüber sie gesprochen hatten, hätte er in seiner Einheit nie erwähnt. Retwin hielt nichts davon, den eigenen Untergebenen mit so etwas in den Ohren zu liegen, weil er es für eine Gefährdung der Moral der Truppe hielt und es nicht zuletzt ein zu billiges Mittel war, sich deren Unterstützung zu versichern.
Lashiec mochte seine vorläufige Einschätzung nicht teilen, er mochte sich mit den Verhältnissen hier abgefunden haben, aber er schien Retwins Problem damit zumindest zu verstehen.

::::::::::::::::::::::::::


Mit etwas tragfähigerem Selbstbewusstsein setzte sich Retwin an die Überarbeitung des Patrouillenberichtes und bedauerte, dass Fedje ihm neben furchtbar eintönigen Diensten und einem unterirdischen Vorgesetzten auch noch den Verlust eines Fensters eingebracht hatte. Er hätte beim Kampf um die passenden Worte verdammt gern geraucht. Irgendwann hatte er sich entschieden, auf die offizielle Meldung zu verzichten, dafür den Bericht aber klar genug zu verfassen, dass die auch nicht mehr nötig war.
Nicht ganz zufrieden schickte Retwin das Ergebnis schließlich an alle vier möglicherweise interessierten Stellen, die Sicherheit, das Büro des Captains, Stryker und der Ordnung halber auch Dike, zur eigenen Absicherung.

Den Tag beendete er unter der Dusche. Er fühlte sich erschlagen und erschöpft. Als er erneut sein Pad kontrollierte, fand er noch immer keine Meldung vom Captain oder der Sicherheit. Das sah sehr danach aus, dass er wieder den Wald bei der Garnison durchstreifen durfte.
Er ließ sich auf sein Bett sinken und schloss die Augen. Fedje bot nichts, was Leute mit seiner Ausbildung nötig machte. Das Imperium gab Tausende und Abertausende für die Ausbildung von Leuten wie ihn aus. Absprungtraining, Kampftauchen, Überlebenstraining in Gebirgen, in Eis und Schnee, in Wüsten. Und diese perfekt ausgebildeten Männer steckte man letztendlich in irgendeine unnütze Garnison auf einem völlig uninteressanten Planeten am Rand der Galaxie, um den Wald zu erkunden. Wie ihn dieser Planet ankotzte. Die Verlegung hier her hatte er nicht verdient. Wirklich nicht. Dafür sollte man schon wiederholte Angriffe auf einen Vorgesetzten aufbringen müssen. Plus Befehlsverweigerung.

Er erwachte nachts, sechs Minuten nach drei, und hatte schon die Hand an seinem Overal, als er registrierte, dass weder ein allgemeiner Alarm ausgegeben wurde noch irgendein Irrer Mülleimer durch die Räume schleuderte. Die Störung stellte sich als „Doc“ Sarettim und ein nervöser Lectrac heraus. Retwin ließ sich auf einem Stuhl nieder, bot auch seinen morgendlichen Besuch einen Platz an und sah auf den Chrono, was seine Laune nicht steigen ließ.
Die Geschichte, die ihm die beiden präsentierten und in weit mehr Worte gepackt wurde, als Retwin um diese Uhrzeit eigentlich vertrug, ließ ihn den Atem anhalten. Lectrac hatte die Zeit an dem Droiden genutzt, Retwins Idee in die Tat umzusetzen, zumindest vom Grundsatz her. Er hatte sich selbst gekümmert. Retwin versuchte gar nicht erst, das Wie zu verstehen. Lectrac verwendete kein Wort, das Retwin noch nie gehört hatte, aber der Zusammenhang erschloss sich ihm nur vage. Er sprach von Steckverbindungen, schlechter Isolierung, Korrosion, beschädigten Relais, einem dem Selbstzerstörungsmechanismus vorgelagerten Schutzsystem.

„Ich habe mir den Chip am Abend angesehen. Die einzigen Informationen, die er noch enthält, ist der Weg von seinem Startpunkt und sein Auftrag. Die Beobachtung unseres Sperrsektors und das Melden jeder menschlichen Lebensform. Inklusive Ausrüstung, Bewaffnung, Panzerung.
Ich habe mir auch den ungenutzten Speicher angesehen. Wenn ich ungenutzt sage, ist das nicht ganz richtig. Er ist nicht wirklich ungenutzt, jemand hat einen Shredder eingesetzt, um die Daten...“

„Der Droide kam aus diesem Sektor, genau von jenem Punkt“, unterbrach ihn Doc, der Retwins Miene offenbar richtig gedeutet hatte und es für ratsam hielt, die Geduld des Sergeants nicht noch mehr zu strapazieren. Er schob ein kleines Pad über den Tisch, das einen Kartenausschnitt abbildete, allerdings so vergrößert, dass jeder Hinweis auf den genauen Ort fehlte.
Retwin verkleinerte den Ausschnitt mehrfach, bis er sah, was er suchte. Eine Straße, Gebäude am anderen Ende der Stadt.
In zivilisierteren Gegenden wäre so etwas die Aufgabe einer Polizei, hier gab es nur die Garnison. Fedje wies absolut keine Besonderheiten auf. Ein Planet ohne jede Gefahrstufe, sah man von den wenigen gelb eingefärbten Regionen ab, die die Kartenansicht präsentierte. Retwin tippte darauf, dass es sich dabei um Hochstapelei der Sicherheit handelte und die Gefahr in einstürzenden Häusern und schlecht ausgebauten Straßen bestand. Es gab ein paar Hinweise auf Rebellentätigkeit auf dem Level von Kafkochen für die falschen Leute.
Für die Bedingungen dieses Planeten war Lectracs Information die Basis für so ziemlich den größten Auftrag, den man sich denken konnte. Aber es wäre eine Mission für eine andere Einheit, wenn er an den letzten Auftrag dachte. Niemals würde man sie mit dem Mädchen dort hin lassen. Vermutlich würde man irgendeinen der ominösen Spezialisten dorthin beordern, die es in den Sand setzen würden.
Er sah genau zwei Möglichkeiten. Entweder meldete er den Fund mit einer unverfänglichen Erklärung bei der morgendlichen Besprechung. Oder er fand binnen der nächsten 48 Stunden eine Möglichkeit, sich der Sache selbst anzunehmen. Länger konnte und wollte er die Information nicht zurückhalten.Retwin sah wieder auf seinen Chrono. „Geht schlafen. Unser Dienst fängt in zweieinhalb Stunden an.“ Er legte den kleinen Chip auf den Tisch und betrachtete ihn mit einem Grinsen. Lectrac hatte also auch Überraschungen zu bieten. Der Coup des jungen Mannes versöhnte Retwin fast mit Fedje, der Planet, selbst die Garnison erschien ihm gar nicht mehr so trostlos.

Die Sache konnte aber nur unter ganz bestimmten Bedingungen gelingen. Zum einen musste er für diesen einen Tag noch der Sicherheit zugeteilt sein, denn dort rechnete er sich ein höheres Mitspracherecht auf seinen Einsatzort aus. Notfalls konnte er noch auf das Mädchen verweisen, dessen Ausbildung verschiedene Gelände auch zupass käme. Wie wahrscheinlich das war, wenn Stryker den Bericht gelesen hatte, war völlig offen. Für einen Kerl wie diesen mochte es so aussehen, als hätte die Lance einen angenehmen Tag verbracht und es hätte Retwin nicht gewundert, wenn er alles daran gesetzt hätte, dass das kein zweites Mal vor kam.
Zum anderen musste er es irgendwie hinbekommen, dass er die anderen beiden Einheiten mitnehmen konnte. Nicht einmal er konnte sich einreden, dass zwei Gebäude mit fünf Leuten aufzuklären waren. Und dass Stryker das zuließ, war nahezu undenkbar. Es sei denn, er hätte gute Argumente.
Diese beiden Fragen musste er zuallererst in der Besprechung klären, denn davon hing ab, ob er im nächsten Schritt den Chip übergab oder ihn aufhob. Die Scouts waren die letzten vor Ort gewesen. Es war keine gute Erklärung, dass man nach der Sprengung eines der Fundstücke mitgenommen und am Ende des Einsatzes schlicht vergessen hatte, aber mehr als nichts.
Retwin verbrachte die verbleibende Zeit im Bett und ersetzte den Gang zur Cantina und das Frühstück mit einer der Notrationen. Er hätte schwören können, dass der Geschmack genau der Farbe entsprach: grau. Für die nächsten zwei Tage würde er sich damit anfreunden müssen. Die Mühen fester Nahrung würde er erst einmal umgehen.

Pünktlich fand sich Retwin vor Strykers Büro ein. Er fragte sich, ob er das wirklich probieren wollte, wenn auch nur der Form halber. Ein Klopfen, dann trat er ein.

„Sir, falls Sie noch nicht die Gelegenheit hatten, die Berichte abzurufen...“, sagte er gleich nach der korrekten Meldung und legte sein Pad ungefragt auf den Schreibtisch ab. Die Ausstattung dieses Büros war spartanischer als in den großen Besprechungsräumen und so musste er auf die größere, aber auch unnötige Darstellung über einen Holostrahler verzichten.
„Sir, falls es Ihrer Planung nicht zuwiderläuft, bitte ich Sie um die Information über den heutigen Einsatzplan der Lance. Für den Fall, dass Änderungen vorgesehen sind, möchte ich meine Männer frühzeitig über eventuell notwendige Veränderung der Ausrüstung informieren.“

Er ließ Stryker nicht zu Wort kommen, aber er hoffte, dass der Platoonsergeant das angesichts der neuen Beflissenheit übersah. Seine weitere Argumentation hatte er sich mehrfach überlegt und er hielt sie für aussichtsreich. Derzeit jedoch galt seine Aufmerksam Stryker, denn wenn er in einer Stunde auf dem Weg in die Stadt sein wollte, musste er ihn überzeugen und alles umgehen, was den gegen ihn aufbringen konnte.


Fedje-System | Fedje | Hauptkontinent | Imperiale Garnison | Büro des Platoonsergeant
Garv Stryker, Cainneach Retwin

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Cainneach Retwin am 16 Oct, 2014 12:28 18.

15 Oct, 2014 12:37 23
[NPC] Pentastar Alignment
hail ardus kaine!




Dabei seit: 21 Aug, 2012
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Zam wusste nicht wirklich, wie sie die eskalierende Situation einordnen sollte. Sicherlich bestand seit jeher eine gewisse Konkurrenz zwischen einzelnen Waffengattungen und der Sergeant Major schien einigen uralten Meinungen verhaftet zu sein. Seine offenkundige Abneigung dem weiblichen Geschlecht gegenüber – natürlich nur beim Tragen der Uniform – war ein Relikt vergangener Tage. Gerade im Sturmtruppenkorps gab es seit jeher einige positive Beispiele für 'Frauen an der Waffe'. Mit Beendigung sämtlicher Klonprozesse zur Schaffung gewaltiger Truppenkontingente, hatte der Imperator per offiziellem Erlaß die Lockerung der galaktischen Musterungen verfügt. Die Zahl der Klone sank konstant – auch bedingt durch ihre Wachstumsbeschleuniger – die Zahl von freiwilligen und zwangsverpflichteten Rekruten stieg indes enorm. Unter ihnen auch eine grundsolide Anzahl an weiblichen Kandidaten.

Wäre es nach Leuten wie Garv Strykers Ideologie gegangen, hätte Zam niemals die Karriere machen können, die sie gemacht hatte. Doch dem engstirnigen Sturmsoldaten derartige Weitsicht beizubringen, war vergebene Mühe. Die weißgepanzerten Infanteristen waren stumpfsinnige Befehlsempfänger. Zu besseren Zeiten mochten sie die Verkörperung der Allmacht des Imperators gewesen sein, den Beweis ihrer überdurchschnittlichen Nützlichkeit hatten sie nur sehr selten erbracht. In erster Linie lebten diese Soldaten von ihrem grausamen Ruf. Und selbigen hatten sie in erster Linie von der imperialen Propaganda erhalten. Die KOMENOR hatte diesbezüglich hervorragende Arbeit geleistet.

Zam ging aktuell jedoch völlig in ihrer Rolle als naive Rekrutin auf und tat stillschweigend, wie man ihr geheißen hatte. Sie meisterte den Parkours, ohne jemanden wirklich zu beschämen. Sie verhielt sich protokolltreu und gab keine Widerworte. Als der Sarge sie wegschickte, kam ihr diese Abwechslung nur allzu gelegen.

Rasch machte sie sich zu ihrem Quartier aus, wo in erster Linie ein heißes Date mit der Feuchtzelle anstand. Es lechzte die junge Pol nach frischer Kleidung und der beruhigenden Vertrautheit von administrativen Tätigkeiten. Neben der Aufgabe, die ihr Retwin gegeben hatte, musste sie auch einige Gedanken und geistige Vermerke der letzten Stunden niederschreiben. Immerhin hatte sie hier vor Ort eine Aufgabe. All der Abwechslung durch ihr Mimenspiel zum Trotz, war ihre eigentliche Berufung hier auf Fedje eine ganze andere. Ihre wahren Vorgesetzten wollte Ergebnisse und regelmäßige Berichte. Das bedeutete, dass die Nacht wesentlich kürzer werden würde, als es der Blondine im Grunde lieb war. Aber ihr Dienst galt einer höheren, einer besseren Sache. Das Pentastar Alignment durfte nicht an denselben Krankheiten leiden, die dereinst zum Untergang des Galaktischen Imperiums beigetragen hatten. Dafür wollte die Pol alles in ihrer Macht Stehende tun.

Mit einem zufriedenen Seufzer schälte sie sich aus der schweißnassen Klamotte, kaum dass sie ihr Quartier bezogen hatte. Eine heiße Dusche würde sie entspannen und ihr Zeit geben, die Erlebnisse des Tages entsprechend ordnen zu können. Der morgige Tag erschien überdies verheißungsvoll. Und möglicherweise konnte sie noch mehr über den offensichtlichen Kleinkrieg zwischen ihrem Sarge und dem Sergeant Major herausbekommen.



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"The New Order has never fallen. Only the Emperor. … The Emperor may be dead, but the Empire lives on!"
- Grand Moff Ardus Kaine -

23 Oct, 2014 01:40 30 [NPC] Pentastar Alignment ist offline Email an [NPC] Pentastar Alignment senden Beiträge von [NPC] Pentastar Alignment suchen Nehmen Sie [NPC] Pentastar Alignment in Ihre Freundesliste auf
Garv Stryker
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~Fedje-System / Fedje/ Hauptkontinent/ auf dem Weg von der Hindernisbahn zur Garnison/ Garv Stryker~


Den Rückweg in die Garnison legte der trainierte Sergeant Major zügig zurück und steuerte in der Basis zielsicher auf das Stabsgebäude zu. Auch zu dieser späten Stunde, wusste Stryker genau wo er Captain Kolburn finden würde. Sein Vorgesetzter war stets bis tief in die Nacht beschäftigt, machte sich mit extra Arbeiten lieb Kind beim kommandierenden Lieutenant General und trieb seine Karriere steil voran.
Wie erwartet befand sich der Offizier in seinem Büro und brütet über den Diensteinteilungen für kommende Woche der 3ten Kompanie, Garv kam also gerade zur rechten Zeit.

Das folgende Gespräch nahm allerdings einige seltsame Züge an, die den erfahrenen Platoon-Sergeant stutzig – ja fast misstrauisch machten. Der Captain wollte weder über Private Steiner selbst sprechen, noch über den genauen Zusammenhang ihrer Kommandierung nach Fedje, um hier eine absolut unübliche Ausbildung, abseits jeder Rekruten - Kompanie zu genießen. Ebenso wiegelte Kolburn bei dem Thema ab, warum Steiner ausgerechnet einem Soldaten anvertraut wurde, der selbst erst seit Kurzem auf dem Planeten und zur Strafe hierher versetzt wurden war. Das Ganze ergab für Stryker immer weniger Sinn und etwas in der Stimme und der Körperhaltung des Anderen stimmte ganz und garnicht.
Die beiden Stormtrooper versahen nun schon 3 Jahre zusammen Dienst und zum erstmal seit dieser Zeit, wirkte der sonst so abgebrühte Kompanie-Chef nervös. Doch ebbte die Nervosität des platinblonden Kolburn ein wenig ab, als er Garv von den Ereignissen auf der Hindernisbahn berichtet und für die weitere Ausbildung der Rekrutin, das Gelände und die Einrichtungen des Truppenübungsplatzes vorschlug. Es schien beinahe so, als ob der Captain, mit den scharf gezeichneten Gesichtszügen, erleichtert darüber war, Abstand von dem Scout-Sergeant und dem Weibsbild zu bekommen. Zum Schluss übertrug er seinem kahlköpfigen Sergeant Major noch die direkte Dienstaufsicht, über die gesonderte Verwendung der Scouts, samt ihrer neuen Spielgefährtin.
Richtig schlau wurde Stryker aus der Sache zwar immer noch nicht, doch stand es ihm nicht zu, die Entscheidungen seines Vorgesetzten weiter in Frage zu stellen. Es war dem boshaft, arroganten 51Jähirgen dafür eine Genugtuung, jetzt wieder unmittelbaren Zugriff auf den unsäglichen Aufklärer, Sergeant Cainneach Retwin zu haben.

Nachdem sich Garv drei Stunden Ruhe gegönnt hatte, mehr brauchte der Veteran von Endor nicht um wieder fit zu sein und frisch geduscht war, setzte er sich in sein Büro und plante den Ablauf des aufgehenden Tages. Der Übungsplatz, mit dem Schieß- und Gefechtssimulatioszentrum war schnell für ihre Zwecke geblockt, doch warum das Notwendige, nicht mit dem Nützlichen verbinden? Eine weitere Patrouille, im Raum der Stadt Beralis war eh wieder fällig und weshalb sollte er die anderen Männer mit dieser eintönigen, wenig fordernden Aufgabe belasten!? Die 2te Lance war dafür geradezu prädestiniert und es lag sowieso auf dem Weg zum Truppenübungsplatz.
Die verbliebene Zeit bis 0500 Uhr, verbrachte Stryker damit den Patrouillenbericht Retwin`s zu studieren, bis es an seiner Tür klopfte.

Kurz strich der Sergeant Major seine perfekt sitzende, schwarze Uniform glatt und stand auf.
„Herein!“
Pünktlich betrat der Scout-Sergeant das Zimmer, nur um nach einer vorbildlichen Meldung, in ein neuerliches Fettnäpfchen zu treten und so wiederrum den Unmut des humorlosen Strumtroopers auf sich zu ziehen.

„Sergeant Retwin, was glaube Sie, was ich bis Jetzt gemacht habe? Däumchen gedreht und die Beine hoch gelegt!....Natürlich habe ich Ihren Bericht bereits gelesen und wenn Sie das nächste mal warten würden, dann könnten Sie sich solche vorschnellen Fragen ersparen! Ich war eigentlich der Meinung, das Sie genug Zeit hatten, um an Ihren Auftreten gegenüber Ranghöheren und Vorgesetzten zu arbeiten. Ganz offensichtlich ist das nicht der Fall. Also werden wir weiter an diesen Mangel arbeiten und ihn schnellstens abstellen!“

Die eiskalten Augen Stryker´s bohrten sich in seinen Gesprächspartner und musterten ihn abfällig. Was mochte in dem wirren Gehirn des Anderen nur vorgehen, das ihn dazu brachte, die grundlegenden Tugenden der Legion immer wieder zu vergessen. ABSOLUTER GEHORSAM, VOLLKOMMENE DIZIPLIN und BEDINUNGSLOSE PFLICHTERFÜLLUNG, nach dem Willen des Imperators waren Grundpfeiler des Corps. Und daran hatte sich auch nach dem Tot Palpatines nichts geändert, selbst wenn zwischenzeitlich Groß Moff Ardus Kaine an dessen Stelle getreten war.

„Und jetzt zum Wesentlichen. Mit sofortiger Wirkung sind sie und ihre Männer, inklusive Private Steiner wieder dem Platoon unterstellt, dennoch wird die Ausbildung des Private wie gewünscht fortgesetzt. Ich habe dafür alles Notwendige in die Wege geleitet, außerdem werde ich die Dienstaufsicht dabei führen. Sie und die 2te Lance werden sich im Anschluss an unser Gespräch für eine Patrouille im Raum der Stadt Belaris ausrücken. Nach Abschluss der Patrouille begeben Sie sich unverzüglich zum Truppenübungsplatz, dort passiert dann alles Weitere. Die notwendigen Befehle und Weisungen müssten Sie inzwischen auf ihrem Pad haben. Während der Patrouille läuft die gesamte Kommunikation über die Einsatzzentrale der Garnison...... Bis hierhin irgendwelche Fragen Sergeant Retwin ?“


~Fedje-System / Fedje/ Hauptkontinent/ imperiale Garnison nahe der Stadt Belaris/Büro es Platoon – Sergeants/ Garv Stryker mit Cainneach Retwin~

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23 Oct, 2014 21:52 53
Cainneach Retwin
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Fedje-System | Fedje | Hauptkontinent | Imperiale Garnison | Büro des Platoonsergeant
Garv Stryker, Cainneach Retwin


Retwin straffte seine Haltung, als Stryker zu einer weiteren Zurechtweisung innerhalb von zwölf Stunden ansetzte. Es lief schlecht, vom ersten Augenblick an und er fragte sich, wie er auch nur einen Sekundenbruchteil hatte annehmen können, es könnte anders laufen. Trotzdem übertraf Stryker noch seine düstersten Erwartungen. Verlangte der Kerl allen Ernstes, dass er den kompletten Dienstplan seines Vorgesetzten kannte und wusste, wann und zu welchem Zweck der in seinem Büro war, wann es freie Kapazitäten gab und er gedachte, Berichte zu lesen, die er nur zur Kenntnisnahme bekam?
Der Kerl hatte die Grenze zum Wahnsinn längst hinter sich gelassen, wenn er solche absurden Anlässe brauchte, um seine Untergebenen zusammen zu stauchen. Und diese Erkenntnis nahm für den Moment Retwins ganze Aufmerksamkeit ein.
Der Blick, mit dem er dem Strykers dann begegnete, zeugte jedoch von Ruhe und Beherrschtheit. Irren gab man besser keinen Anlass, von Durchdrehen auf komplett wahnsinnig umzuschalten. Sein knappes „Ja, Sir“ hatte den perfekten Klang des wenig erfreuten, gleichsam aber einsichtsvollen Untergebenen. Der Ton kostete ihn keine Mühe, auf eine weitere von Strykers Machtdemonstrationen hätte er gern verzichtet. Schon heute war es verflucht mühsam gewesen, aus dem Bett zu kommen, und es bedurfte nur eines tiefen Atemzuges, damit sich der Sturz wieder in Erinnerung rief, den er so ungeschickt mit dem Rippenbogen abgefangen hatte. Noch so eine Behandlung vor Dienstbeginn und er würde den Plan vergessen müssen.
Mitten in Retwins Erwartung der Sanktion fuhr der Sergeant Major nun mit einem anderen, weitaus erwünschteren Thema fort.

Zitat:
„Und jetzt zum Wesentlichen. Mit sofortiger Wirkung sind sie, ihre Männer und auch Private Steiner wieder dem Platoon unterstellt, dennoch wird die Ausbildung des Private wie gewünscht fortgesetzt. Ich habe dafür alles Notwendige in die Wege geleitet, außerdem werde ich die Dienstaufsicht dabei führen. Sie und die 2te Lance werden sich im Anschluss an unser Gespräch für eine Patrouille im Raum der Stadt Belaris ausrücken. Nach Abschluss der Patrouille begeben sie sich unverzüglich zum Truppenübungsplatz, dort passiert dann alles Weitere. Die notwendigen Befehle und Weisungen müssten sie inzwischen auf ihrem Pad haben. Während der Patrouille läuft die gesamte Kommunikation über die Einsatzzentrale der Garnison...... Bis hierhin irgendwelche Fragen Sergeant Retwin ?“


Noch einen Tag ohne Stryker im Nacken wäre auch zu schön gewesen. Aber er bekam Beralis, ganz ohne jedes Zutun. Einfach so. Und mit Stryker in weiter Ferne. Retwin fühlte fast, wie sich der kleine Chip durch seine Tasche brannte, um auf sich aufmerksam zu machen. Aber eingedenk des viel zu kurz zurück liegenden Ausbruchs seines Vorgesetzten beließ es Retwin bei einem schlichten „Ja, Sir“ und harrte der Aufforderung, weiter zu sprechen. Er hatte, was er wollte, schon fast erreicht, jetzt brauchte er viel Entgegenkommen seines Vorgesetzten.

„Sir, bei allem Respekt, ich habe gelinde Zweifel an meiner Nützlichkeit in diesem Einsatz“, sagte Retwin, nachdem Stryker das gestattet hatte, und fuhr fort, ehe der Gelegenheit hatte, die fehlende Frage anzunahmen. „Ich bin bislang für höchstens eine Stunde in Belaris gewesen und das beschränkte sich auf meinen Transport hier her.
Ich komme auch mit weit schlechterem Kartenmaterial zurecht, aber ich zweifle daran, dass ich das normale Verhalten der Einwohner von einem verdächtigen beim Auftauchen imperialer Soldaten unterscheiden kann. Daher bitte ich um Unterstützung durch weitere Einheiten aus dem Platoon. Sollten die nicht bereits mit anderen Aufgaben betraut sein, versteht sich. Sir.“

Das war so knapp, wie es eben ging. Er musste wohl nicht hinzufügen, dass er die Unterstützung von Scouts brauchte. Wenn man ihn bei diesem Auftrag irgendwelche Stormtrooper aufbürdete, hätten sie die Stadt erst gegen Mittag erreicht.
Retwin gestand sich ein, dass ihm dieser Auftrag in mehr als einer Hinsicht sehr gelegen kam. Mit einer Patrouille in der Stadt ließ er wenigstens für diesen Tag die Stormtrooper des Platoons hinter sich und nach dem vergangenen Abend hatte er gern ein bisschen Abstand zwischen sich und ihnen. Den einen oder anderen hätte er gern mal außerhalb des Dienstes getroffen. Lee etwa, dem er dessen überschäumenden Diensteifer am Vorabend verübelte. Doch er musste sich gedulden. Den Fehler von Agamar würde er jedenfalls nicht wiederholen, das hatte er sich bereits dort im Arrest geschworen, und Stryker war ein gutes Beispiel dafür, was mit einem Mann passierte, der sich nicht unter Konrolle hatte. Retwin war zu sehr Soldat, um dieses persönliche Risiko eingehen zu wollen.


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Garv Stryker, Cainneach Retwin

25 Oct, 2014 21:55 31
Garv Stryker
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Wiedereinmal spielte Retwin seinem arroganten Vorgesetzten unbewusst in die Hände und bestätigte neuerlich dessen negative Meinung über den Scout.
Zitat:
Original von Cainneach Retwin „Sir, bei allem Respekt, ich habe gelinde Zweifel an meiner Nützlichkeit in diesem Einsatz“


Offensichtlich gehörte der Aufklärer zu der Sorte Mensch, die besonders schwer von Begriff waren und so fing der heutige Tag genauso an, wie der gestrige geendet hatte. Garv würde sogar seinen halben Monatssold darauf verwetten, das es so weiter ging. In Anbetracht dieser unwiderlegbaren Tatsache, hörte Stryker sich die Aussage des jungen Unteroffiziers mehr oder minder geduldig an und fragte sich dabei, wie groß das Vakuum im Kopf des Anderen sein musste. Damals auf Raithal und mit dem unbarmherzigen Sergeant Major als Drill-Sergeant , hätte Retwin die Grundausbildung nicht überlebt, wie so viele dieser minderwertigen Subjekte, das stand ohne Zweifel fest!

Zitat:
Original von Cainneach Retwin „Ich bin bislang für höchstens eine Stunde in Belaris gewesen und das beschränkte sich auf meinen Transport hier her....Ich komme auch mit weit schlechterem Kartenmaterial zurecht, aber ich zweifle daran, dass ich das normale Verhalten der Einwohner von einem verdächtigen beim Auftauchen imperialer Soldaten unterscheiden kann. Daher bitte ich um Unterstützung durch weitere Einheiten aus dem Platoon. Sollten die nicht bereits mit anderen Aufgaben betraut sein, versteht sich. Sir.“


Strykers frostiger Blick bohrte sich noch ein wenig tiefer in den unerwünschten Scout – Trooper und sein Mund verzog sich zu dem bekannten Raubtiergleichen Lächeln.
„Sergeant Retwin, endlich sind wir Beide einer Meinung! Auch ich habe meine Zweifel an Ihrer Nützlichkeit, aber nicht nur für diesen Einsatz, sondern im Allgemeinen!“
Die Verachtung für den Untergebenen war deutlich spürbar, unterdes der stellvertretende Platoonleader sich bedrohlich vorbeugte und mit beiden Armen auf den Schreibtisch aufstützte.

„Sie schimpfen sich Scout und wollen zur Elite des Imperiums gehören, kommen aber nicht mit den einfachsten Befehlen zurecht! Heulen Sie genauso über Ihre Nützlichkeit herum, wenn man Sie zur Erkundung in unbekanntes, feindliches Gebiet absetzt..... Sie sind eine verdammte Schande für diese Uniform und die gesamte Legion! Leisten Sie sich auch nur noch den kleinsten Schnitzer, dann Sie sind die längste Zeit bei den Scouts gewesen und schieben für den Rest Ihres jämmerlichen Lebens Wachdienst in einem imperialen Straflager!"
Voller Hass schleuderte der boshafte 51Jährige Retwin die Worte lautstark entgegen, so das eine Ader auf seiner Stirn hervortrat und seine Gesichtsfarbe ins Rot überging.

„Ihr Antrag auf Unterstützung für die Patrouille ist selbstredend abgelehnt. Weder gibt die offizielle Gefährdungsanalyse der Garnisonsführung, noch Ihr Bericht Anlas dazu. Sie sollen lediglich Präsenz zeigen und gegebenenfalls stichpunktartige Kontrollen durchführen. Wenn Sie dabei jedoch wieder erwartend in ernste Schwierigkeiten geraten, wird die Kavallerie Ihnen gerne zu Hilfe eilen.“
Kurz unterbrach Stryker das einseitiges Jawohl-Gespräch, was gerade nur so vor Sarkasmus tropfte und musterte den Aufklärer abermals, herablassend von oben bis unten.

„Wenn Sie nicht alles vergessen haben, was man Ihnen irgendwann mal vielleicht beigebracht hat, dann sollten selbst Sie, das ohne große Probleme hinbekommen oder soll ich Sie etwa auf die Patrouille begleiten und bei der Hand nehmen ?!“

Der renitente Sergeant schien garnicht zu wissen, dass er sich gerade Schritt für Schritt selbst demontierte. Schon allein Retwins Strafversetzung, oder besser der Grund dafür, hätte ausgereicht um ihn aus dem Corps auszustoßen. Aber man hatte ihm nochmal die Chance gegeben sich an andere Stelle zu beweisen, allerdings wollte der Aufklärer das nicht begreifen und sammelte immer mehr Punkte auf seinem Konto, die ihm schlussendlich die Stellung bei den Scouts kosten würden.

"Ach und keine Sorge Sergeant, ich werde Ihre Bedenken um Ihren Nutzen, wortwörtlich weitermelden..... Vielleicht finden wir das nächste Mal eine Aufgabe, die eher Ihren Qualifikationen entspricht."
Wieder zeigte sich Garv grausames, raubtierhaftes Grinsen. Denn natürlich würde es beim nächsten Mal nicht so werden, wie der Scout-Sergeant es sich vielleicht wünschte.


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29 Oct, 2014 20:51 56
Cainneach Retwin
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Garv Stryker, Cainneach Retwin


Zitat:
„Sergeant Retwin, endlich sind wir Beide einer Meinung! Auch ich habe meine Zweifel an Ihrer Nützlichkeit, aber nicht nur für diesen Einsatz, sondern im Allgemeinen!“


Retwin hatte seine Rekruten- und eineinhalb Anwärterzeiten hinter sich gebracht und mehr als zehn Dienstjahre hinter sich, ausreichend Gelegenheiten also, willkürliche wie berechtigte Ausbrüche von Ausbildern wie Vorgesetzten über sich ergehen zu lassen. Es war eine leichte Übung, die korrekte Haltung beizubehalten, während seine Aufmerksamkeit gegen Null ging. Trotzdem kam für seine Meinung noch viel zu viel von Strykers Verachtung bei ihm an, und die neue Drohung mit Versetzung ins Nirgendwo wurde durch Wiederholung auch nicht gerade weniger einschüchternd.
Er kehrte gerade aus der Versenkung zurück, um eine unverfängliche Antwort zu geben, da holte der schon zum nächsten Schlag aus.

Zitat:
"Ach und keine Sorge Sergeant, ich werde Ihre Bedenken um Ihren Nutzen, wortwörtlich weitermelden..... Vielleicht finden wir das nächste Mal eine Aufgabe, die eher Ihren Qualifikationen entspricht."

Retwin spürte, wie sein Mund trocken wurde. So sehr er sich im Moment auch damit beruhigen konnte, dass Stryker ihn nicht so schnell abschieben würde, der kannte die Mittel und Wege nur zu gut, ihm jeden verfluchten Stein in den Weg zu legen, der noch fehlte.
„Sir, wir werden auf Unterstützung verzichten können“, sagte er schliesslich kühl und beherrscht. Er wartete auf ein Zeichen, dass er entlassen war, was er mit korrektem Gruss und grosser Erleichterung entgegen nahm. Er schnappte sich das Pad vom Schreibtisch, salutierte nochmals und stand einen Augenblick später auf dem Flur.
Stryker hatte auf seine unnachahmlich freundliche Weise klar gemacht, dass jedwede Verfehlung - oder was immer er eben dafür hielt - unweigerlich Retwins Ende in dieser Einheit bedeuten würde. Lectracs Alleingang dürfte in diese Kategorie fallen und ob er es nun hätte verhindern können oder nicht, als Kommandeur war er für seine Leute verantwortlich. Und daher war ihm gar nichts anderes übrig geblieben, als zu diesem Punkt die Klappe zu halten.

Erst, als er schon im Flur zur Fahrzeughalle war, fiel ihm die leise Nervosität auf, die schon die ganze Zeit über da gewesen war. Bis auf Doc und Lectrac hatte er keinen der Männer seit dem vergangenen Abend gesprochen. Den beiden war nicht anzumerken gewesen, ob Thane ein Wort über den Vorfall auf der Hindernisbahn hatte fallen lassen, aber er rechnete damit, dass er um die Männer würde kämpfen müssen.
Aber die Sorge war zumindest vorerst unbegründet. Bei den Stellplätzen der Bikes befand sich niemand aus seiner Einheit und dem Mechaniker, der sich dort gerade aufhielt, schien eben einzufallen, dass er anderswo dringender gebraucht wurde, als sich Retwin näherte.
Der Sergeant legte den Helm neben dem Bike ab und begann mit der Überprüfung der Funktionen, des Standes der Kühlung in der kleinen Blasterkanone und war binnen weniger Minuten derart vertieft in seine Arbeit, dass er nicht bemerkte, dass die Männer eintrafen. Er sah erst auf, als sich Eriston in sein Blickfeld schob.
Er brachte seine Arbeit zu Ende und während er sich dann mit einem Putzlappen das Öl von den Händen wischte, erklärte er den Tagesauftrag und fügte auch den Zielpunkt hinzu, den er Lectrac verdankte, zuzüglich seines geplanten Vorgehens. Entsprechend überrascht reagierten die Männer auf die Ansage, dass sie allein ausrücken würden.

„Der Mage hat mich ohnehin schon in der Luft zerrissen“, bekannte Retwin freimütig. „Ich hab' es also vorgezogen, die kleine Unregelmäßigkeit unter den Tisch fallen zu lassen. Wenn ihr meint, dass wir das ohne Unterstützung nicht hinbekommen, mach' ich mich umgehend auf den Weg und korrigiere das.“ Das meinte er ernst, auch wenn ihm alles andere als wohl dabei war. Er hatte noch nie seine Leute in irgend etwas hineingezogen und er würde auf Fedje nicht damit anfangen.
Eriston, der die Männer so wenig kannte wie Retwin selbst, hielt sich zurück, dafür musterte er den Sergeant auf ziemlich beunruhigende Weise. Kein Wunder, er wusste, dass der äusserst sparsam mit Informationen umging, die Schwierigkeiten mit Vorgesetzten betrafen.
Die anderen brauchten Bedenkzeit, konsultierten dafür ihre Pads mit dem fraglichen Kartenausschnitt, aber es war unverkennbar, dass sie die Aufgabe reizte. Als Thane ein Nicken andeutete, war auch für die übrigen die Frage geklärt. Das genügte Retwin, er war wieder in seinem Metier. Nichts verband eine Einheit so gut wie eine gemeinsam gehütete Leiche im Keller.
„Wir teilen uns auf. Beralis gilt als sicher und so werden wir uns auch verhalten. Wir sind eine Patrouille, die nach dem Rechten sieht. Ende der Geschichte. Die zweite Gruppe konzentriert sich auf unser spezielles Gelände. Wir brauchen nur einen begründeten Verdacht, um...“, ergriff er wieder das Wort, als ihn Doc mit einem Wink zur Tür unterbrach. Die vier Männer drehten sich fast gleichzeitig um und beobachteten die Ankunft des Mädchens.
„Die erste Gruppe übernehme ich mit Thane. Ihr drei anderen übernehmt... den anderen Stadtteil“, beendete Retwin die Erklärung. Die Männer verzogen sich zu ihren Bikes, noch ehe das Mädchen bei ihnen ankam und er sie mit einer knappen Erklärung auf ihren Speeder schicken konnte.
Sie bekam nur einen kurzen Abriss der offiziellen Version des Auftrages, während sie die Garnison verließen. Alles andere, was auch nur in die Nähe von Unregelmäßigkeiten kam, gedachte er von ihr fern zu halten.

::::::::::::


Niedrige Bauten mit flachen Dächern, breite Straßen. Beralis war bestens darauf vorbereitet, den Widrigkeiten des Planeten zu trotzen. Retwin hatte in seinen Unterlagen einen umfassenden Bericht über die klimatischen und tektonischen Besonderheiten gefunden und beim Lesen festgestellt, dass der Umfang gerechtfertigt war. Stürme, Beben, Hochwasser und ein zuweilen massiv anschwellendes Meer machten den Planeten nicht gerade zu einem angenehmen Wohnort. Die Leute hielt es trotzdem nicht davon ab, sich hier nieder zu lassen. Sollten die Informationen nicht falsch sein, so wuchs die Bevölkerung langsam, aber beständig, und dies nicht zuletzt durch Zuzüge.
Was er bei seiner Ankunft nicht bemerkt hatte, wurde beim ersten Flug durch die Strassen mehr als deutlich: Die Stadt war das schiere Gegenteil der Garnison nebenan. Hier war es gelungen, die funktionalen Notwendigkeiten mit einem Übermass an handwerklichem Geschick und Gestalterwillen zu vereinen. Fast jedes Haus verfügte über mindestens ein bunt geschmücktes Fenster, zusammen gesetzt auf verschieden farbigem Glas, durch das ein Blick nach innen unmöglich war. Retwin war es zuerst nur als Unsicherheitsfaktor aufgefallen, bis er bemerkte, dass keines davon dem anderen glich. Die Leute schmückten ihre Häuser mit ebenso viel ästhetischem Gespür wie sie ihre farbenfrohe Trachten wählten.
Irgend jemand mit sehr wenig Verständnis für die lokale Kultur hatte die Strassen und Wege mit nüchternen Buchstaben und Ziffern versehen. Typische imperiale Anpassungsunfähigkeit, fand Retwin, und erinnerte sich an einen seiner Lehrgänge. Dort hatten die angehenden Truppführer die Strassen einer unbekannten Stadt mit den Namen ihrer Lieblingsclubs versehen. Nicht anpassungsfähiger, aber deutlich charmanter.
Retwin überließ Eriston die Führung und nachdem sie die ersten Bauten der Stadt passiert hatten, setzten sich die drei ab. Sie bezogen an einer der zwei grössten Strassen einen Posten – oder eben das, was man in Ermangelung von Equipment dafür so nennen wollte. Es lief darauf hinaus, dass drei Scouts an der Ecke einer Kreuzung herumlungerten- Aurek 5 trifft Besh 2 - die gross genug war, Platz genannt zu werden, und das Erwachen der Stadt beobachteten. Nur dass man ihnen, weil sie Angehörige eines Sturmtroppenkorps waren, das Lungern nicht ansah.

Anfangs hatte Retwin noch aus der Ferne das eine oder andere fremde Gesicht bemerkt, blaue Haut, ein spitzes Kinn, aber bereits nach einer halben Stunde war in Sichtweite der Gruppe kein einziges nichtmenschliches Wesen mehr zu sehen. Konnte Retwin keinem verdenken. Um den Gedanken nicht zu vertiefen, beschäftigte er das Mädchen mit Beobachtungen. Er ließ sie schildern, was sie sah, forderte sie zu Interpretationen und Gefährdungseinschätzungen auf und unterbrach sie gelegentlich mit der Abfrage einzelner Regelungen für besondere Einsätze. Es war nicht gerade der erste Schritt der Ausbildung, nicht mal der fünfte, aber sie machte sich nicht schlecht. Tatsächlich gab es auch nicht mehr zu tun. Retwin sah keinen Sinn darin, die Leute zu behelligen, die ihren Tagesgeschäften nachgingen und ausser mit auffälligem Desinteresse sonst keine Notiz von ihnen nahmen.

„Pause“, ordnete Retwin nach dem zweiten Standortwechsel – Aurek 5 trifft Besh 9 - und dem ersten Drittel der Zeit an und zog den Helm ab. Er stockte kurz in der Bewegung, als ihm ein stechender Schmerz durch die Schulter zog.
„Für Sie geht es weiter“, wandte er sich an das Mädchen, diesmal ohne dienstlichen Ton. „Sie sind über einen Tag bei uns. Machen Sie weiter, erklären Sie mir, was Sie gesehen haben. Irgendwelche Probleme? Fragen?“ Es war nicht das, was man gewöhnlich von Anwärtern wissen wollte, aber sie war nicht nur das, sondern auch ein Teil seiner Einheit, weniger erfahren als der Rest davon, und er musste dafür sorgen, dass sie keine Probleme dabei hatte. Nicht zuletzt aber hoffte er auf irgendein Stichwort, dass es ihm erleichtern würde, sie in der Sicherheitsleitstelle des Raumhafens zu parken, sobald er von Eriston hörte. „Geben Sie sich Mühe. Wenn Sie die Pause damit füllen, hebe ich mir die wirklich spannende Frage, wie Sie es schafften, in eine aktive Einheit zu kommen, für später auf.“


Fedje-System | Fedje | Hauptkontinent | Beralis | eine Strassenkreuzung
Cainneach Retwin, Marla Steiner, Devin Thane

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02 Nov, 2014 14:55 45
Cainneach Retwin
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Fedje-System | Fedje | Hauptkontinent | Beralis | eine Straßenkreuzung
Cainneach Retwin, Marla Steiner, Devin Thane


Retwin schien das Mädchen mit seinem Anliegen überfallen zu haben, denn die Antwort kam nicht sofort. Vielleicht kam sie auch mit ihrer doppelten Rolle nicht gut zurecht, aber das würde er später rausfinden müssen. Er stoppte das Mädchen mit einer knappen Geste, als Thane ihm das Zeichen für die Kommunikation gab.
Eristons Schilderung war knapp und präzise und sie war nicht das, was Retwin gehofft hatte. Eher das komplette Gegenteil. Welcher Wahnsinn hatte ihn geritten, sich nur auf eine so verdammt kleine Möglichkeit zu verlassen? Einen Moment fühlte sich sein Kopf regelrecht leer an. Dann ging eine Veränderung in ihm vor, die ihm selbst nicht einmal bewusst wurde, einem aufmerksamen Beobachter hingegen hätte auffallen können.

„Eriston, was genau meinst du mit nichts?“ - „Was siehst du durch die Fenster?“ - „Beschreib mir das Feld.“ Noch während er zuhörte, gab er Thane das Zeichen zum Aufbruch. „Bleibt, wo ihr seid. Ich melde mich, sobald wir nah genug sind.“

Sein nächster Gesprächspartner saß irgendwo im Raumhafen in dessen militärischem Bereich und fürchtete offenbar eine überraschende Kontrolle, denn Retwins Ansage, dass er ihnen einen Private vorbeischicken würde, wurde recht reserviert entgegengenommen.
„Mädchen, Sie machen sich umgehend auf den Weg zum Raumhafen und melden sich bei Staff Sergeant Meuric. Dort bleiben Sie, bis ich mich wieder bei Ihnen melde. Schlafen Sie, wenn sich's anbietet. Das wird ein langer Tag.“

Er wartete, bis sie hinter der nächsten Ecke verschwunden war, dann machte er sich mit Thane auf den Weg in den abgelegenen Stadtteil, in dem die Kameraden schon seit Stunden ausharrten. Er behielt die desinteressiert wirkende niedrige Geschwindigkeit bei, die sie bereits den halben Tag lang genutzt hatten, und ließ sich unterwegs von Eriston auf dem neusten Stand halten.
Die Straße vor dem Haus war so leer, wie Eriston beschrieben hatte. Es gab keinen Hinweis darauf, dass der Ort zu einem Teil der belebten Stadt gehörte. Ohne den Frachter, der gerade in einiger Entfernung auf dem kleinen Raumhafen ankam, hätte man es für eine Geisterstadt halten können.
Und das galt auch für die beiden Gebäude, auch von dem weitläufigen Gelände dahinter aus, der Position der anderen Gruppe. Selbst ohne den Hinweis, über den er verfügte, hätte Retwin das Haus als verdächtig eingestuft. Es rührte sich nichts und nach Eristons Beschreibung auch schon seit ihrer Ankunft, obwohl es den Eindruck erweckte, bewohnt zu sein. Selbst im Wärmebildmodus war kein Lebenszeichen zu erkennen, aber Doc klärte ihn darüber auf, dass die meisten Bauten hier viel zu gut isolierten, als dass man sich auf die Sensoren verlassen konnte.

Sie rückten in einer lockeren Kette nach vorn. Sie hatten sich so weit genähert, dass Retwin das Kommando zum Aufteilen gab, um sich von beiden Seiten um das Gebäude zu postieren, als hinter der Ecke des Gebäudes eine Gestalt auftauchte, ein Mann, der sich schnell entfernte, zu weit für einen sicheren Schuss.
In Retwin blitzte ein vertrauter Funken Erschrecken auf. Einhundertachzig Meter, verriet der Sucher seines E-11, als er sich kurz darauf liegend auf dem Boden wiederfand. „Thane, ruf ihn zurück.“ Die Stimme klang ruhig und konzentriert durch den Kommunikator. Langsam folgte der Lauf der Waffe dem Flüchtenden, während Retwin in einem entfernten Teil seiner Aufmerksamkeit die Rufe wahrnahm.
Zweihundert Meter. Der Mann setzte seine Flucht nur noch schneller fort.
Der erste Schuss brannte sich in den Boden vor ihm. Retwin glaubte, die Sträucher brechen zu sehen. Beim zweiten geriet der Mann ins Taumeln, drehte sich einmal um sich selbst und stürzte zu Boden.
„Doc, du kommst mit mir, der Rest gibt uns Feuerschutz“, wies Retwin an und kam keine zwei Schritte.
Der Boden erbebte, als eine Druckwelle das Haus auseinander riss und die Männer fast von den Beinen fegte. Eine Sekunde später warfen sie sich auf den Boden, als die Überreste des Gebäudes herab fielen. Lehmbrocken, Holz und Ziegel verstreuten sich in einem weiten Radius. Staub und der Qualm brennender Balken erschwerten die Sicht.
Retwin war als erster wieder in Position, ließ sich die Unversehrtheit seiner Leute bestätigen und wiederholte den Befehl von eben, aber sie kamen zu spät. Der Betäubungsschuss hatte den Mann zu Boden gebracht, aber er hatte noch genug Kraft gefunden, einen Fernzünder zu betätigen und sein Leben mit einem Schuss aus einem kleinen Blaster zu beenden. Beides imperialer Militärstandard und damit alles andere als gute Neuigkeiten.
Der Mann war die einzige Person auf dem Gelände, wie sich herausstellte. Das zweite Gebäude bot zwar Überraschungen, aber keine explosiven. Das Innere teilte sich in drei Räume, einer winziger als der andere. Es gab zwei Schlafstellen, doch keinen Hinweis auf die Bewohner. Die hatten das Haus vor geraumer Weile schon verlassen, offensichtlich, ohne viel mitzunehmen. Sie hatten sich nicht einmal die Mühe gemacht, das Geschirr zu reinigen, das sich in einer Schüssel stapelte.
Retwin überliess die Durchsuchung nach dem ersten Blick seinen Leuten, die den Hinweisen zweier Leben nachspürten, die sich einfach in Luft aufgelöst zu haben schienen. Es war nicht das erste Mal, dass er sich in zivilen Räumen aufhielt, aber bisher waren es geräumte Häuser nach einer Razzia. Ohne die Aufforderung durch Bewaffnete verliessen Leute ihr Heim nicht. Verdorbene Lebensmittel, Staub. Das Haus von Personen, die nicht lange weg bleiben wollten, aber offenbar hatte irgendetwas sie davon abgehalten zurückzukehren.
Draussen erstattete er einem aufgeregten Offizier im Raumhafen Bericht. Er hatte die Garnison informieren wollen, als sich der Mann vom Raumhafen meldete, und er hatte Verständnis für dessen Interesse, immerhin war er näher dran und für die Garnison würde eine um zwei Minuten verspätete Meldung kaum einen Unterschied machen.
Tat es auch nicht, Retwin bekam den schon bekannten Befehl, vor Ort zu bleiben und das Gelände zu sichern. Er verkniff sich den Hinweis auf dessen Ausdehnung und schickte drei Leute zu den Bikes. Er selbst blieb mit Thane am Eingang des Hauses stehen, um Präsenz zu zeigen, womit er auch diesen Teil seines Tagesbefehls abhakte.

Aber die Ruhe hielt nicht lange an. Am Ende der staubigen Strasse erschienen Leute, nicht viele, zehn bis fünfzehn, schätzte er auf den ersten Blick, und es sah mehr nach einer Prozession als nach einem wütenden Haufen aus.
Das lag eindeutig drei Soldstufen über seiner, dachte Retwin, als er den respektvollen Abstand bemerkte, der zwischen der Spitze und ihrer Begleitung bestand. Alle waren in die ihm schon vertrauten bunten Gewänder gekleidet, geschmückt mit Ketten und Perlen, die ein beständiges Geräusch verursachten, das lauter wurde, als sie näher kamen.
Er kam ihnen ein Stück entgegen, die Waffe an der Seite und zu Boden gesenkt, aber es fühlte sich verdammt falsch an, trotz Rückendeckung durch Thane. Falsch und unsicher. Sein Mund wurde trocken und weder Bewaffnung noch Protektoren noch die offensichtliche Friedfertigkeit der Leute konnten das Gefühl vertreiben, in eine gänzlich unberechenbare Situation zu geraten.
Beim nächsten Schritt nahm er den Helm ab, was ihn zu seinem eigenen Erstaunen sicherer werden liess. Und erst da fielen ihm zwei Dinge auf, die er bislang gesehen, aber nicht wahrgenommen hatte. In der Gruppe war kein einziger Fremder. Und es war kein einziger Mann darunter.
Irgendjemand hatte ganz wesentliche Punkte der städtischen Kultur in den Berichten unterschlagen.
Als er noch nach einer Eröffnung des sich anbahnenden Gesprächs suchte, wurde ihm dieses Problem abgenommen. Ohne Scheu und mit beträchtlichem Tonumfang begann die alte Frau an der Spitze des kleinen Zuges zu sprechen. Nach den ersten Sätzen wollte er ihr Einhalt gebieten, weil er merkte, dass er kaum ein Wort verstand, da fing die nur wenig jüngere Frau neben ihr zu sprechen an.
Sie stellte ihm die Wortführerin als ihre „Moha“ vor, die Frau, zu der man ging, wenn es Probleme gab, Streitigkeiten, Fragen zur Bewirtschaftung der Felder oder der Kindererziehung, Tiere erkrankten, wenn man eine Reise plante, aber unsicher war, ob das eine gute Idee war, kurz: mit allen Fragen, vor den man in dieser abgeschiedenen Region stehen konnte, ging man zur Moha. Weitaus knapper fiel die Begrüßung aus, die die Übersetzerin übermittelte, um anschließend in erwartungsvolles Schweigen zu verfallen.
Retwin, der der Erklärung mit fast ebenso grossem Unverständnis wie Lectracs Ausführungen gefolgt war, unterschlug Dienstrang und Einheit und beliess es bei der Nennung seines Namens und der deutlichen Bitte, den Grund des Gespräches zu erfahren.
Es folgten weitere lange Sätze in jenem harten Dialekt, diesmal jedoch unterbrochen von einem Disput der beiden Frauen, währenddessen Retwin einen Moment lang bedauerte, sich darauf eingelassen zu haben. Er war für diesen Mist nicht ausgebildet. Aber sie waren die einzigen Ordnungskräfte vor Ort und die Ansammlung sah trotz Friedfertigkeit nicht nach Ordnung aus.
Ob der Disput beigelegt war oder man ihm nur seine Ungeduld anmerkte, konnte er nicht erkennen, aber einen Moment später bekam er die nächste Übersetzung zu hören.
Retwin bekam schnell ein Gefühl dafür, wie das Gespräch funktionierte. Sie sprachen, erzählten Geschichten, gaben Meinungen preis und flochten Stück für Stück ihr Anliegen hinein. Bis er das erfuhr, hörte er eine enthusiastische Schilderung über die Leistungen des Imperiums, die friedliche Nachbarschaft mit der Garnison, die Freundlichkeit der Soldaten, wenn sie die Stadt besuchten, was Retwin für eine ziemlich schlechte Lüge hielt.
Er konnte sich nicht vorstellen, dass irgendwem in der Galaxie bei imperialen Soldaten, die ihren seltenen Ausgang aus einer Garnison nutzten, als erstes das Wort freundlich einfiel.
So sehr ihn das faszinierte, er wollte die Sache nicht unnötig ausdehnen. Entsprechend abrupt unterbrach er den Monolog und der Blick, den er dafür kassierte, zeigte deutlich, dass sie ihn letztlich doch nur für einen unzivilisierten Eindringling hielten. Die beiden Frauen straften ihn zuerst mit Schweigen, aber als er zu ein paar unverbindlichen Abschiedsfloskeln ansetzte, bekam er endlich die Kurzfassung dessen, wofür er andernfalls wohl noch eine Stunde hätte hier stehen müssen.
Sie berichteten von einer Frau, die eines Nachts aus ihrem Haus vertrieben worden war. Nun hielt sich sich schon seit Wochen bei einer Freundin auf. Allgemein habe man Verständnis für die Sicherheitsmaßnahmen, aber nun, da die Soldaten offenbar Einwände hätten...
Retwin liess es sich zwei Mal erzählen und den Namen geben, ehe er sich, recht umständlich im Versuch, sich an die lokalen Gesprächsgewohnheiten anzupassen, verabschiedete.

Zurück bei Thane verbat er sich jeden Kommunikationsversuch und kramte nach einer Zigarette. Durch den dünnen Qualm hindurch sah er der kleinen Gruppe nach, die eben hinter einem Gebäude verschwand.
„Ist nicht so gut für deine Ausdauer“, merkte Thane beiläufig an.
„Vieles ist nicht gut. Das E-11 im Vergleich zum T-28, dieser Scheißplanet für meine Nerven. Der Bericht, den ich abgeben muss, auch, aber ich tu's trotzdem“, entgegnete er mit einem müden Lächeln, trat die Zigarette aus und setzte sich mit der Garnison in Verbindung.
Nachdem er die Liste unerlässlicher Informationen von der Kennung bis zum Standort losgeworden war, erklärte er in knappen Worten die Geschichte von den Männern, die nachts ein Haus räumten, und behielt dabei Thane im Blick.
Die erwartete Frage kam postwendend.

„Das waren wir, wie es aussieht, Sir“, antwortete Retwin betont neutral und zählte geistig bis zehn, als die verbale Explosion auf der anderen Seite verklungen war. Es gab Botschaften, deren Überbringer man ums Verrecken nicht sein wollte.
„Fünf. In Rüstungen der Stormtrooper, Sir. Die Leute haben nur gemacht, was man von ihnen erwartet. Sie haben die Aktion für eine Sicherheitsmaßnahme gehalten und keine Fragen gestellt.“
Er beendete das Gespräch mit einem knappen „Ja, verstanden, Sir“ und bezog Posten neben Thane an der Tür.

„Wir warten. Auf Verstärkung. Spezialisten. Irgendwas. O-Ton: Sie schicken jemanden“, sagte er und beobachtete zwischen den Häusern Bewohner, die aus sicherer Entfernung herüber spähten. Was sie sahen, konnte er sich nur zu gut vorstellen: Zwei imperiale Soldaten, die ein offensichtlich leeres Haus bewachten, im Hintergrund die Ruine eines eben gesprengten Stalles, von der noch Qualm aufstieg. Unweit davon die Leiche eines Unbekannten.
Deutlicher hätte man die Anwesenheit imperialer Truppen wohl kaum darstellen können, überlegte Retwin, aber man gewann damit sicher keinen Preis für gute Propaganda.


Fedje-System | Fedje | Hauptkontinent | Beralis | ein abgelegenes Haus
Cainneach Retwin, Devin Thane

17 Nov, 2014 21:24 38
Garv Stryker
Gast


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~Fedje-System / Fedje/ Hauptkontinent/ imperiale Garnison nahe der Stadt Belaris/Büro des Platoon – Sergeants/ Garv Stryker~



Die Alarmierung überraschte den Sergeant Major gerade im Hangar der Garnison, als dieser dabei war, ein sich ein Fahrzeug für den heutigen Tag auf dem Übungsplatz zu besorgen.
„Sergeant Stryker.....,“

Drang die aufgebrachte Stimme von Lieutenant Dike aus dem Kommunikator und unterbrach das Gespräch mit dem Schirrmeister, dem Fahrzeugverantwortlichen des Bataillons.
„es hat Ärger in Belaris gegeben – Die 2te Lance hat Verstärkung angefordert! Das 1ste und 2te Squad – zusammen mit der 1sten Lance rücken zur Unterstützung aus. Fertigmachen und auf dem Exerzierplatz antreten lassen!“

Dike wartete nicht erst auf eine Bestätigung des kahlköpfigen Sergeants und kappte die Verbindung. Es wäre aber auch unnötig gewesen, auf eine Antwort zu warten. Garv war schon im Laufschritt unterwegs zu den Unterkünften und rannte kurz darauf durch die Tür ins des Gebäude.
„1TES, 2TES SQAUD UND 1TE LANCE FERTIG MACHEN ZUM AUSRÜCKEN! DAS IST KEINE ÜBUNG LEUTE, ALSO BEWEGT EURE ÄRSCHE!! IN 5 MINTUEN WILL ICH ALLE DRAUßEN ANGETRETEN SEHEN..... LOS LOS LOS!!!“

Es bedurfte keiner Wiederholung des Befehls, den Stryker lauthals über den Gang geschriene hatte. Sofort brach hektisches Treiben aus, als die Trooper los stürmten, um sich für den Einsatz fertig zu machen. Die Waffenkammer stand ebenfalls einige Augenblicke später offen, so das jeder seinen Blaster empfangen konnte. Garv war indes weiter zu seiner Stube geeilt und legte sich mit routinierten, zügigen Handgriffen die weiße, glänzende Panzerung an. Wenig später marschierte der nun behelmte Sergeant Major selbst zur Waffenkammer und nahm sein persönliches E-11 Blastergewehr entgegen. Nachdem er es rasch einer Funktionsprüfung unterzogen und den Füllstand des Magazins überprüft hatte, lief auch er nach Draußen.

Auf dem Appellplatz der Garnison, standen bereits zwei Repulsorlift - Truppentransporter bereit, denen sich gerade die 5 Speederbikes des 1ten Lance anschlossen. Zügig strömten die Männer auf den Platz und traten vor den Transportern an. Lieutenant Dike war zwischenzeitlich auch schon aufgetaucht und wartete bis Ruhe eingekehrt war.

„Lassen Sie die Männer aufsitzen Sergeant Major.“

„Ja Sir! ALLS AUFZITEN UND ABMARSCH!““

Kaum saßen alle Trooper in den beiden Transportern, setzten sich diese in Bewegung und liesen das mächtige Garnisonstor, Sekunden später hinter sich. Staff Sergeant Gordon, der Führer der involvierten 1ten Lance, hatte sich mit einem seiner Scouts an die Spitze der Fahrzeuge gesetzt und bilde die Vorhut, derweil die übrigen drei Aufklärer, mit ihren Speederbikes hinter den Truppentransportern blieben.
Mit Maximalgeschwindigkeit, der repulsorgetriebenen Schützenpanzer, hielt man auf die nahe Stadt Belaris und den dortigen Standort Sergeant Retwins zu.

„TB-11762, hier TK-6628. Sind in weniger als 6 Minuten bei Ihnen.“
Informierte der Platoon-Sergeant den unliebsamen Scout, nur um gleich danach die Stimme des Lieutenants vernehmen zu müssen.

„TK-1888 an Alle. Bei Ankunft übernimmt des 1te Squad die Nahbereichssicherung, das 2te bleibt vorerst im Transporter in Bereitschaft. TB-22532, Sie und Ihre Leute drehen eine Runde um das Zielgebiet und halten nach weiteren, verdächtigen Aktivitäten aus schau. TK-6628, Sie kommen mit mir.“

Es folgten die Bestätigungen der einzelnen Truppführer, der sich Stryker am Ende anschloss. Die 6 Minuten waren alsbald zurück gelegt und man erreichte die angegebenen Koordinaten von Retwin. Genauso schnell wie die Stormtrooper zuvor aufgesessen waren, verließen die Elitekämpfer den vorderen Panzer und verteilten sich rasch im Gelände.
Der Schauplatz des vorausgegangenen, kleinen Scharmützels, lag in einem der abgelegenen Teile der Stadt und zeigte nun deutliche Spuren von imperialer Präsenz. Rauch stieg aus einer Gebäuderuine auf, die vormals ein Stall gewesen sein war und in einiger Entfernung davon lag ein Toter. Besagter Aufklärer und einer seiner Kameraden standen vor einem Haus, auf das nun der Lieutenant, gefolgt von seinem Stellvertreter zu liefen.
„TB-11762, Ihren Bericht.“

Der humorlose Sergeant Major war gespannt darauf, den Bericht des unmöglichen, verhassten Scouts zu hören. Ihm hätte klar sein müssen, das der strafversetzte Trooper nicht mal eine einfach Patrouille, ohne irgendwelche Schwierigkeiten über die Bühne brachte. Es hatte bis jetzt, keinerlei Vorfälle in Belaris gegeben, die Grund zu erhöhter Wachsamkeit rechtfertigten - geschweige den, ein ganzes Haus zu sprengen. Sollte Sergeant Retwin wieder Scheiße gebaut haben, war das der letzte Sargnagel für eine Karriere bei der Legion.
Unter seinem Helm, huschte Stryker kurz sein raubtiergleiches Lächeln über das Gesicht. Es würde ihm einen wahre Genugtung sein, den Aufklärer unter Arresst zu stellen und persönich aus dem Corps zu werfen.


~Fedje-System / Fedje/ Hauptkontinent/ Stadt Belaris/ ein abgelegenes Haus / Garv Stryker mit Cainneach Retwin und NPCs des 4ten Platoons~

23 Nov, 2014 23:44 04
Cainneach Retwin
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Fedje-System | Fedje | Hauptkontinent | Beralis | ein abgelegenes Haus
Cainneach Retwin, Devin Thane


Der Auftrag war so einfach wie stupide: Gelände sichern. Retwin hatte sich mit Selbstverständlichkeit den undankbareren Teil gesichert, als er drei seiner Leute zur Patrouille geschickt und sich mit Thane am Haus postiert hatte.
Die Einwohner hielten den Abstand bei. Soweit er sehen konnte, herrschte derzeit Neugier vor, keine Feindseligkeit. Er fand das etwas merkwürdig. So eine Explosion hätte bei ihm Ärger verursacht, aber das hätte auch für die unbegründete Räumung eines Hauses gegolten. Oder für einen Selbstmord, falls den jemand in dem Lärm überhaupt bemerkt hatte.
Er schluckte trocken, als er an das zerstörte Gesicht dachte. Er hatte viele Tote gesehen, einige von ihnen durch den Sucher seiner Waffe, aber nie etwas derart Verstörendes.

„Die Frauen haben von Wochen gesprochen“, sagte er zu Thane, um sich von dem Gedanken abzulenken. „Es hätte seit dem Dutzende Gelegenheiten gegeben...“

„Niemand hat es gemeldet. Niemand hat eine Erklärung verlangt. Niemand hat sich beschwert. Das ist der Grund, warum unsere Leute das nicht wussten.“ Thanes Stimme klang kühl, das akustische Äquivalent eines Schulterzuckens. „Jetzt wird es verdammt schwer rauszufinden, was die hier taten. Lectrac hat in den Überresten mehr Plast gefunden, als man in einem Stall erwartet. Sah nach viel technischem Gerät aus.
Ich würde mich nicht gut fühlen, wenn er meine Deckung ist. Aber wenn er mir eine Schraube zeigt und sagt, dass die von einem R-1 stammt, der vor zwanzig Jahren gebaut wurde und aus der legendären Fehlserie von Arakyd stammt, die nach den ersten dreiunddreißig Stück eingestellt wurde, dann würde ich meinen Jahressold drauf setzen, dass er Recht hat.“

Retwin hätte schwören können, in Thanes beiläufigem „Scheiße passiert halt“-Ton eine Spur Unzufriedenheit mit dieser Situation herauszuhören, aber das war nichts, wonach er den Mann offen gefragt hätte. Nicht nach wenigen Tagen, meistens nicht mal nach ein paar Jahren.
Stattdessen ließ er sich von Lectrac schildern, was der in den Überresten entdeckt hatte, und der beschäftigte ihn eine ganze Weile, womit er gerechnet hatte. Lectrac klang enthusiastisch, beschrieb, erklärte und stellte Vermutungen an, die nah an Thanes überschwängliche Schilderung seiner Fähigkeiten herankam, jedenfalls aus Retwins Blickwinkel.

Einmal vom Spekulieren angesteckt, setzte sich das Thema auch auch zwischen ihm und Thane fort. Gerade weil es so wenig Hinweise gab, war das Feld für alle Möglichkeiten offen geblieben. Keine Hinweise bis auf den Stall, der ein Opfer von Druckwelle und Flammen geworden war.
Letztlich konnten sie sich zumindest auf eines einigen: Sie standen hier vor den Überresten verdammt guter Arbeit. Jemand hatte die Geduld der Bewohner gekannt und genutzt, hatte die einzigen, die etwas hätten unternehmen können, damit ausgebremst, als die aufzutreten. Perfekte Planung und Installierung eines unauffälligen Beobachtungspostens. Retwin hätte es kaum besser machen können.
Er ließ sich von Thane schildern, was er anders gemacht hätte, wo er Probleme sah, ganz so, als wären sie hier bei einer Nachbesprechung eines eigenen Einsatzes. Dann meldete sich die anrückende Truppe. Stryker, natürlich. Dein Job, dein Platoon, dachte Retwin, der trotz dieser Offensichtlichkeit auf Leute gehofft hatte, die der Sicherheit angegliedert waren.

Retwin und Thane beobachteten die Ankunft des Transporters und das Ausschwärmen eines Stormtroopersquads und Starrs Einheit. Frische, saubere Soldaten, die auch in einer Stunde noch genauso aussehen würden. Auf dem Gelände gab es keine Leute mehr, keine Gefahren, keine Gründe für Ruß und Schlamm auf den weißen Protektoren.
Die Jungs waren schnell, den Beiden blieben ein paar Momente, ehe sich Stryker und Dike näherten. Sie nahmen Haltung an, als die Beiden nahe genug waren.
Unter seinem Helm lächelte Retwin bei Dikes Aufforderung. Er fragte sich kurz, ob der Mann auch in Gefechtssituationen auf die holprigen Dienstnummern zurückgriff. Er gab zum dritten Mal einen Bericht über die Situation ab, weshalb er ihm recht flüssig über die Lippen kam. Zuerst die harten Fakten, ihre Beobachtungen, das Vorrücken, den Flüchtenden, den Betäubungsschuss und die folgende Explosion, das Ergebnis der Durchsuchung. Dann die Dinge, die er nur gehört hatte, die schon länger zurückliegende Räumung, das Auftreten in den Uniformen der Stormtrooper, Lectracs Hinweis auf die Reste in der Ruine.
Ein knapper, klarer Bericht, der nur einen Fehler aufwies: Er passte nicht zur Gefahrenanalyse der Garnison.
„TB-19735 wies darauf hin, dass der Einsatz eines technischen Forensikers sinnvoll sein könnte“, schloss Retwin. Zwar musste er Lectracs eigentlichen Erfolg verschweigen, aber er würde tun, was er konnte, um dessen Fähigkeiten vor seinen eigenen Vorgesetzten herauszustreichen.

Den Bericht gab er Dike, aber er war sich die ganze Zeit über Strykers Anwesenheit bewusst. Es war ein sauberer Einsatz gewesen, es hatte keine unnötigen Verzögerungen gegeben. Obwohl die Einheit erst seit wenigen Tagen bestand, hatte sie die Situation rasch geklärt. Sie hatte eine bislang – und wohl noch für eine Weile – unbekannte Gefährdung für die Sicherheit der Garnison beseitigt, mit der niemand gerechnet hatte. Angesichts des Auftrages einer schlichten Patrouille, den in der vergangenen Wochen wohl mehr als eine Einheit bekommen hatte, war das eine klare Planübererfüllung.
Stryker würde sich an den Gedanken gewöhnen müssen, dass Retwin dessen Erwartungen nicht erfüllte, nicht, wenn er ihn in Einsätze schickte. Auch wenn er mit seiner Dienstakte gerade der Alptraum jedes Prinzipienreiters sein dürfte, draußen gehörte er zu den Besten, das würde der missgünstige Vorgesetzte noch lernen müssen.

Während Retwin sprach, unterstützte Starr die 2te Lance beim ergebnislosen Sondieren der Lage. Die noch vor kurzem sichtbaren Bewohner hatten sich bereits zurück gezogen, als sich der Transporter genähert hatte. Fünf imperiale Soldaten mochte man noch beobachten, bei rund zwanzig überwog die Vorsicht. Und auch Gordon dürfte sich derzeit leicht unterfordert fühlen. War die Gegend bislang schon verlassen, so glich sie jetzt einem Übungsgelände. Außer imperialen Soldaten war niemand zu sehen.


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Cainneach Retwin, Garv Stryker, Normand Dike, Devin Thane

25 Nov, 2014 22:37 37
Garv Stryker
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Stumm und völlig bewegungslos sah der weiß-gepanzerte Sergeant Major zu, wie der Scouttrooper, dessen Rüstung deutlich die Spuren des zurückliegenden Kampfes zeigte, seinen Bericht erstattet. Und bei all seiner Abneigung, die Garv für den Anderen empfand, hatte der unerbittliche Schinder keinerlei Beanstandung. Stryker hatte fast etwas Mitleid für Retwin, aber nur fast. Denn was der Aufklärer bei all seiner plötzlichen Dienstbeflissenheit nicht wusste, er machte just in diesem Augenblick, dem falschen Offizier Meldung. Aber woher sollte der unglückselige Tropf das auch wissen?! Außerdem, hatte Cainneach keinerlei Auswahlmöglichkeit.

Lieutenant Normand Dike gehörte zu der Sorte Vorgesetzter, die es verstanden den Erfolg anderer und im besonderen Maße den Erfolg ihrer Untergebenen, zu ihren eigenen Gunsten zu nutzen. Im Umkehrschluss bedeutete das, das eventuelle Fehler des Lieutenants, ganz schnell an seinen Leuten hängen blieb und im schlimmsten Fall, deren Köpfe rollten. Wenn Dike da nicht mal ein neues Opfer gefunden hatte.

„Es war gut, das ich den Sergeant Major angewiesen hatte, Sie hier auf Patrouille zu schicken. Mir kam dieser Teil von Belaris schon seit geraumer Zeit merkwürdig vor.
Mit diesen Worten begann der Lieutenant sein Ränkespiel, verschränkte die Arme hinter dem Rücken und streckte die stolzgeschwellte Brust hervor.

„Und natürlich werden wir technische Forensiker hinzuziehen! Aber TB-11762, Sie hätten mit ihrem weiteren Vorrücken warten und gleich Verstärkung anfordern müssen, als Sie etwas Verdächtiges bemerkt hatten. Sie konnten die mögliche Gefahr, für sich und Ihr Team garnicht abschätzen, vielleicht lägen jetzt einige tote Scouts auf der Straße. Es hätte genügt, wenn Sie die Umgebung abgeriegelt und gesichert hätten....... Sie sind als Scout für die Aufklärung verantwortlich und nicht für die Erstürmung irgendwelcher Gebäude!“
Man konnte trotz des mechanischen Stimmenverzerrens des Helmes, den schulmeisterhaften Tonfall Dikes hören, während er den Scoutleader tadelte.

„Bevor Sie Ihren schriftlichen Bericht hierzu einreichen, geht dieser über mich, um entsprechende Kommentare zu ergänzen..... Jetzt will ich mir das Ganze mal näher an sehen.“
Der Lieutenant nickte knapp, trat an Retwin vorbei und lief zur Ruine des ehemaligen Stalls, die immer noch vor sich hin qualmte. Stryker wartete unterdess bis der Platoonleader außer Hörweite war und stellte sich dann neben den Sergeanten.

„Sie hättengut dran getan, die gesamte, verfluchte Stadt in Schutt und Asche zu legen Retwin, das hätte Dike wenigstens nicht zu seinen Gunsten auslegen können! Denn wissen Sie was jetzt passiert wird? Ihre Arbeit wird in den Hintergrund rücken und es wird so aussehen, als ob der Lieutenant dafür verantwortlich wäre, das sie auf dieses Haus und die Leute hier aufmerksam geworden wären. Das konnte Dike schon immer gut.“
Selbst wenn Garv nicht viel Sympathie für den Aufklärer und Scouts im Allgemeinen hegte, so konnte er Soldaten, die die positiven Verdienste der Anderen für ihr persönliches Weiterkommen nutzen, noch weniger ausstehen. Aber auch der humorlose Stormtrooper, konnte nur wenig dagegen ausrichten, besonders wenn es sich um einen Vorgesetzten handelte.

„Hoffentlich finden wir irgendwelche brauchbare Spuren, die uns einen Hinweis darauf geben, wer diese Kerle waren und ob es noch Weitere gibt. Ganz gleich was Dike gesagt hat, bis jetzt, hat es keinerlei Anhaltspunkte für illegale oder gar feindliche Aktivitäten in Belaris geben und das gefällt mir garnicht. Das riecht nach Ärger und ich will verdammt nochmal wissen, was es damit auf sich hat?!“
Im seinem Inneren, war der ehemalige Drill-Sergeant regelrecht froh, das auf dem elenden Waldplaneten entlich was passierte. Zu lange hatten Sie hier rum gesessen und Däumchen gedreht. Ein bisschen handfeste Action wäre also nicht verkehrt. Nur zu gerne, würde der kahlköpfige Mann von Corulag, alle Bewohner der Stadt aus ihren Häusern zerren, die Behausungen niederbrennen und Jeden der sich ihnen dabei in den Weg stellte, gnadenlos abknallen. Es war schon eine gefühlte Ewigkeit her, als der brutale 51Jährige den letzten Nichtmenschen, den hässlichen Schädel zerblastert hatte und seine Panzerung mit Blut verschmiert war.
Es war ein erhebendes Gefühl von Macht, einem intelligenten Wesen kaltblütig des Leben zu nehmen.


~Fedje-System / Fedje/ Hauptkontinent/ Stadt Belaris/ ein abgelegenes Haus / Garv Stryker mit Cainneach Retwin und NPCs des 4ten Platoons~

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Garv Stryker am 28 Nov, 2014 17:28 07.

28 Nov, 2014 17:26 17
Cainneach Retwin
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Cainneach Retwin, Garv Stryker, Normand Dike, Devin Thane


Der Lieutenant begann damit, die Verantwortung für den Erfolg für sich zu reklamieren und mit vorgeblichen Versäumnissen die Untergebenen in die Defensive zu zwingen. Momentan betraf das nur einen. Retwin kannte das bislang nur aus Erzählungen und er hätte auf die persönliche Erfahrung gut verzichten können.
An der Umgebung hatte sich in den wenigen Minuten nichts geändert. Einwohner waren auf den ersten Blick nicht zu sehen, nur ein paar imperiale Soldaten standen herum und sicherten ein Gelände, das nicht mehr als rauchende Trümmer, ein verlassenen Haus und landwirtschaftliche Flächengestaltung bot.
Die Übersetzung dessen, was Retwin eben berichtet hatte, in Dikes Worte ließ die Szene völlig anders erscheinen.
Verstärkung früher anfordern? Gebäude „stürmen“? Mögliche Gefahr? Von welchem Einsatz sprach der Mann?
Retwin versuchte, sich vorzustellen, was der Lieutenant gerade sah. Enge Stassen, vermutete er, mehrstöckige Gebäude, Seitengassen, ein halbes Dutzend offener Fenster und ein Dutzend weitere Möglichkeiten für Hinterhalte. Das hätte zur Rüge gepasst. Es war nur ein völlig anderer Ort als der, an dem sie sich gerade befanden.
Aber in Anbetracht von Strykers Anwesenheit verkniff er sich die Frage, ob er bei künftigen Patrouillen immer gleich das ganze Platoon anfordern sollte, nur weil ein Bewohner Magenkrämpfe hatte und einen Tag lang im Bett blieb und dadurch sein Haus verlassen wirken ließ. Er rechnete sich große Chancen darauf aus, dass ihm dann weitere Patrouillen erspart bleiben würden, einschließlich jeder anderen Tätigkeit als Aufklärer.
Und so bekam Dike nicht mehr als ein knappes, überzeugend gelogenes „Verstanden, Sir“ zu hören.

Zitat:
„Bevor Sie Ihren schriftlichen Bericht hierzu einreichen, geht dieser über mich, um entsprechende Kommentare zu ergänzen..... Jetzt will ich mir das Ganze mal näher an sehen.“


„Sir, danke. Mir fehlen in der Tat manchmal die richtigen Worte“, antwortete Retwin diesmal grundehrlich, ehe er einen halben Schritt zurück trat und stramm stand, um Dike vorbei zu lassen.

Er sah ihm nach und registrierte etwas verspätet, dass Stryker herangetreten war, offensichtlich, um den jungen Sergeant mit seinen Worten zu verblüffen. Nicht, dass es ihn überraschte, was der über Dike gesagt hatte. Der Lieutenant hatte tatsächlich verdammt nach jemandem geklungen, der nach Abschluss einer erfolgreichen Mission dazu trat und so tat, als wäre er dabei gewesen. Vor Soldaten im Einsatz wirkte man damit immer wie ein Trottel. Und das tat kaum jemand ohne Grund.
Aber Stryker klang unzufrieden, nahezu kritisch, und näherungsweise parteiisch. Und das nicht für die andere Seite.
Dikes Strategie war lausig und hätte Retwin in jeder anderen Situation verflucht wütend gemacht. In diesem Fall musste er bei objektiver Betrachtung zugeben, dass sie nicht mehr getan hatten, als einen Punkt auf einer Karte zu finden und zu warten, was passiert. Ein Anfängerjob, der wahrlich keine Erwähnung verdiente. Was nichts daran änderte, dass Strykers versteckte Würdigung trotzdem ziemlich gelegen kam.

„Ich hab' nur meinen Job gemacht, Sir“, sagte Retwin nach einer kurzen Bedenkpause. „Aber er tut sich damit selbst keinen Gefallen. Meine Leute kennen selbstverständlich den Auftrag, den ich heute morgen bekam, und sie waren ab da an der Planung beteiligt. Ich kann ihnen nach Absprache mit dem Lieutenant natürlich eine andere Version bieten, aber die wird kaum ihre Erinnerung verändern. Und es wird sich nicht vermeiden lassen, wie letztlich die offizielle Version aussieht.
So was ist nicht gut. Gerade wegen des Respektes, den man Vorgesetzten entgegen bringt, kratzen solche Erfahrungen an der Moral der Leute.“
Retwin schwieg einen Moment. Im Moment bedeuteten Dikes Tricks zwar, dass niemand Fragen stellen würde, auf die er nur mäßig tragfähige Antworten hatte, aber er hatte nicht gelogen. Männer wie Dike konnten für eine Einheit zum Problem werden, mehr als jemand wie Stryker. Der war in seiner nachtragend boshaften Art wenigstens ehrlich.

„Das Haus haben sie kaum genutzt“, fuhr er schließlich fort. „Heute war nur einer von ihnen da und der ist tot. Das heißt, uns fehlen mindestens vier.
Wenn ich mir den Aufwand ansehe, den sie betrieben haben, tippe ich darauf, dass die Stadt ein sicherer Ort ist. Für uns, nicht für sie. Sie hätten sich unter die Leute mischen können, aber das haben sie unterlassen.
Selbst wenn man...“ Er unterbrach sich, als ihm siedendheiß Strykers Ausbruch einfiel, als er sich am Morgen ungefragt zu Wort gemeldet hatte. „Sir, das ist nur eine erste Überlegung. Da Sie die Lage hier unter Kontrolle haben, Sir, kann ich Private Steiner zurückrufen und mich mit meiner Einheit zum Übungsplatz begeben?“

Natürlich wäre er gern geblieben. Er hätte die Ergebnisse der Untersuchung erfahren wollen. Selbst die ermüdende und kaum erfolgversprechende Nachtwache hätte er gern übernommen. Aber mit dem Mädchen war das nicht drin. Er hatte nach der Patrouille weitere Befehle und man machte sich keine Freunde mit einem Übereifer, der bestehende Anweisungen überging, vor allem nicht bei solch knochentrockenen Vorgesetzten.


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Cainneach Retwin, Garv Stryker

30 Nov, 2014 18:28 37
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