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Josea Gear
Frankly my dear, I don't give a damn




Dabei seit: 17 Jan, 2013
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| Mandalore | Keldabe | Raumhafen | | am Gleitertaxistand |


Josea, mit Kayda, Stryka, Deykaz und Croken


Halluzinierte er gerade, oder ließ ihn Stryka gerade tatsächlich im Stich? Josea brauchte die Ärztin an seiner Seite, schließlich ging es ihm nicht gut, er hatte Schmerzen, die ganze Situation setzte ihn unter schweren seelischen Stress und er könnte einen Herzinfarkt bekommen. Weder von seinem ba’vodu noch von Kayda drohten ihm Lebensgefahr, sie waren schließlich aliit, doch die Ankunft des Mädchens hatte ihm eine Weise zugesetzt, die ihm nicht bekam. Er war doch keiner gefühllosen, schweigsamen und abgestumpften ori’buyce, sondern hatte immer noch ein fühlendes menschliches Herz in der Brust, das ihm gerade arge Schmerzen zufügte. Ein leichter aufkommender Wind, der über den Gleiterparkplatz wehte, kühlte seinen brennenden Kopf ein wenig, doch die Linderung durch eine anständige Dosis Symoxin und Strykas wohlwollende Fürsorge wäre ihm wesentlich angenehmer.

Weder Deykaz noch Pa.. Kayda sagten ein Wort. Aber sie warteten darauf, dass er reagierte. Wie dieses kleine Mädchen ihn ansah, es war beinahe unheimlich, auch wenn sie bestimmt zu den harmlosesten Wesen dieser Galaxis war. Er wusste nicht, was sich in den Behältern befand, jedoch war klar, dass das Treffen mit dem blauhäutigen Feeorin damit zu tun hatte und er verspürte einen großen Unwillen, mit in das Schiff zu kommen. Also gab es nur eine Möglichkeit. „Ich kann jetzt nicht mitkommen. Zumindest jetzt nicht, ba’vodu. Sicher wird es mir in ein paar Tagen besser gehen, dann reden wir über alles, ja?“ Manchmal war es besser einzusehen, wann man die Waffen strecken musste. Allzu große Tapferkeit konnte selbst einen aufrechten Mandalorianer wie ihn vorzeitig ins Grab bringen, was ganz gewiss nicht zu seinen Vorhaben der nächsten Zeit passte. Dann sah er sie an und ging vor ihr in die Hocke. Sein lädierter Körper protestierte mit Stichen und Schmerzen, doch es musste sein, obwohl sie nicht einmal so klein war. Er wollte nicht auf sie herab sehen. Cyar’ika, verzeih die Aufregung. Ich…ich brauche ein paar Tage Ruhe, das verstehst du hoffentlich“, sagte er so sanft, wie es ihm möglich war. Deykaz kann dir etwas von Keldabe zeigen. Es ist eine großartige Stadt, sie ist gleichzeitig hypermodern und dennoch etwas…antik“ Ein leicht hilfloses Grinsen zuckte um seine Mundwinkel. „Und dann, wenn ich wieder fit bin, machen wir drei Gears die Straßen unsicher, einverstanden? Ihr könnt mich auf meinem Com jederzeit erreichen. Ret’ Kayd’ika Mühsam kam Josea wieder auf die Beine und schob ohne eine Antwort abzuwarten, den beladenen Trolley in die Richtung, in der Strykas Speeder stand. Stur sah er dabei geradeaus, um nicht vielleicht doch einen versehentlichen Blick auf seinen Onkel und seine neu gewonnene Cousine zu erhaschen. Stur geradeaus bahnte er sich auch seinen Weg durch die Menge der anderen Raumhafenbesucher und Fluggäste. Er hatte keine Lust mit dem Wagen irgendwelche Schlenker zu fahren, nur weil einige Leute nicht sahen, dass er ihnen direkt entgegenkam. Schon gar nicht, wenn es Wookiees waren, denn ein solches Grüppchen kam ihm direkt entgegen, als er auf den Weg abbog, der ihn zum Parkplatz des schnittigen roten Speeders der Ärztin führte.

Sie waren zu dritt, zottige Halbstarke, die ihn um mindestens eine Kopflänge überragten, sowie ein Erwachsener, derdie Jugendlichen nochmals um mindestens einen Kopf überragte. Die Gruppe wandelnder Flohfallen schob ebenfalls Trolleys vor sich und machten keinerlei Anstalten ihm auszuweichen. Josea verstand nicht viel Shyrilwook, doch es reichte schon der feixende Tonfall der Jüngeren aus, um zu bemerken, dass sie sich über ihn lustig machten. Sie hielten erst an, als sich die Vorderseiten der Gepäckwagen fast berührten, was sie noch lustiger zu finden schienen.

„Was soll das, ihr haarigen di’kute, macht den Weg frei“, verlangte Josea gereizt. Ihm war kalt und schlecht, und Stryka musste ihn dringend versorgen. Der Erwachsene heulte beleidigt auf, während sich eine der impertinenten Zottelfell-Bratzen drohend vor ihm aufbaute und Drohungen vor sich hingurgelte. Irgendetwas von Armen ausreißen. Was dachten die denn, wer sie waren? „Meint ihr etwa, ich hätte Angst vor solchen hu’tuune, die sich zu viert vor einem unbewaffneten Mann wichtig machen? “ Nun baute auch er sich vor ihnen auf. Seine Glieder fühlten sich wie aus Gummi an, doch das war ihm egal. Sein Ärger über dieses freche Pack war größer und gab ihm den notwendigen Adrenalinschub. Mochten sich andere vor der rohen Kraft und der Reizbarkeit dieser Fellteppiche in die Hosen machen und sie mit Samthandschuhen anfassen, er würde das garantiert nicht tun. „Ich sag euch, was passiert, wenn ihr meint, mir die Knochen brechen zu müssen. Erstens, ihr seid hier auf Mandalore. Kein ehrbarer Krieger vergreift sich an einem Wesen, das unbewaffnet und krank ist. Zweitens wird hier auch die Raumhafensicherheit anrücken und euch einbuchten. Drittens bekommt ihr es mit meinem Clan zu tun. Mein buir wird sich schon freuen, seine Sammlung an Wookiee-Skalps zu vergrößern, sobald man euch ihm übergibt. Viertens werdet ihr gehörigen Ärger mit meiner Ärztin bekommen, und das wollt ihr nicht….!“, schleuderte er ihm mit immer lauter werdender Stimme entgegen. Was sie ihm an Kraft an Vorteil hatten, machte er mit Wortwitz und intellektueller Überlegenheit wett. Die anderen beiden Halbstarken feuerten den ersten an, der nicht weiter als eine halbe Armlänge von Josea entfernt und ihn mit gutturalen Tönen anknurrte. Der Erwachsene schien unentschlossen. „Also, geht ihr jetzt freiwillig aus dem Weg, oder muss ich euch das auf die harte Tour beibringen?“ Die letzten Worte sprach er mit Todesverachtung aus und schnaufte dann. Die Anspannung tat ihm nicht gut – ihm war schwindlig und ihm war übel genug, dass er seinem Gegenüber auf die behaarten Plattfüße kotzen könnte. Der Geruch nach nassem Straßenmott, der von dem Vieh ausging, tat sein Übriges.


Josea, mit vier Wookiees


| Mandalore | Keldabe | Raumhafen | | | in der Nähe von Strykas Parkplatz |

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30 Jan, 2015 23:31 55 Josea Gear ist offline Email an Josea Gear senden Beiträge von Josea Gear suchen Nehmen Sie Josea Gear in Ihre Freundesliste auf
Stryka Ordan
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[Mandalore – Keldabe – Raumhafen – bei den Gleiterparkplätzen]
Stryka, Josea, irre Wookiees und andere Leute



Sie befand sich schon auf dem Rückweg, das kleine Köfferchen mit diversen medizinischen Inhalten versehen, hielt sie etwas krampfartig in der Hand, als sie die Wookiees bemerkte, die ihr die Sicht auf ihr Ziel versperrten. Doch da hörte sie auch schon das Subjekt ihres Ausschauhaltens, wie es sich mit den Flokatis auf Beinen anlegte.

„Shab, dieser di’kut“ , ging ihr durch den Kopf. Irgendwie musste sie verhindern, dass es hier zu einer Schlachtung kam. Fieberhaft überlegte sie hin und her. Kämpfer war sie keiner und sie legte sich prinzipiell auch mit niemanden an, der sie in Stücke reißen konnte – nicht, wenn sie nicht einen Notausgang im Rücken hatte. Die Security war zu weit weg, die waren im Gebäude und nur selten sah man sie hier draußen. Was war mit den Cams? Rasch hob sie den Blick und schaute sich um. Ja, da hingen sehr viele davon, doch ob jemand auch das Geschehen so einordnete, um rechtzeitig vor dem Blutbad da zu sein, war eine andere Frage. Selbst war die Ärztin oder wie auch immer. Da war ihr verrückter Patient, der sich mit halbstarken Wookiees anlegen wollte, nein sich schon mit ihnen angelegt hatte. Einer von denen genügte, um Josea den Kopf abzureißen. Fieberhaft arbeitete es in ihrem Hirn. Noch war sie weit genug entfernt, um nicht alles mitzubekommen. Aber das entwickelte sich rasch und würde wohl bald zu einer recht heftigen und wohl ausgesprochen kurzen Prügelei ausarten. Warum mussten diese Kerle auch immer ihre Muskeln spielen lassen? Testosteron! Das war wirklich nur dazu gut, um die Muskeln spielen zu lassen – und noch für drei, vier andere Kleinigkeiten, die der Körper zum Funktionieren brauchte.

„Haar’chak! Dieser shab’la di’kut …“, dachte sie in einem Anfall von Verzweiflung, absoluter Ratlosigkeit und rotglühender Wut wegen Joseas Dummheit. Keiner der Passanten war verrückt genug, den Wookiees und dem irren Mandalorianer auch nur zu nahe zu kommen. Also blieb es an ihr hängen, sich raschest etwas einfallen zu lassen. Denken, mahnte sie sich. Doch etwas wirklich Weltbewegendes, Spannendes oder Mutiges, wie es sich für einen waschechten Mando gehörte, fiel ihr nicht ein. So rannte sie einfach auf die Streithähne zu und brüllte aus Leibeskräften:

„Gaa’tayl! Gaa’tayl! Ich brauche Hilfe!“

Sie schämte sich bis in die Haarspitzen für diesen Auftritt, denn er endete noch nicht mit dem Hilferuf und dem Missachten einiger wohlgemeinter Hilfsangebote, denn sie hatte es auf Josea abgesehen, auf den sie nun auch zuhielt und ihn am Arm packte. Auch hatte sie versucht, die Aussprache so hinzubiegen, dass sie wie von einem Außenseiter klang.

„Helfen Sie mir! Sie müssen mir helfen!“, schluchzte sie fast, während sie ihn schon mit sich zu ziehen versuchte und dabei das Köfferchen auf den Gepäckwagen legte.

Ihr Gesicht brannte und ihre Augen waren feucht, was ihren Auftritt etwas authentischer wirken ließ, hoffte sie zumindest. Sie nahm allerdings an, dass die Wookiees nicht unbedingt in der menschlichen Mimik zu lesen vermochten und wünschte, dass diese durch ihren Auftritt abgelenkt genug waren, um ihren Prügelplan zu vergessen.

„Sie müssen mir helfen! Oder Sie … oder Sie“, bezog sie dann auch die drei stinkenden Fellknäuel mit ein, in der Hoffnung, dass die sofort abhauen würden, wenn sie etwas für jemanden tun mussten oder sie jemand darum bat. Die brummten in ihrem kaum verständlichen Shyriiwook irgendetwas dahin und wirkten etwas missgestimmt, wobei das bei denen auch zum normalen Erscheinungsbild gehören konnte. Wookiees klangen immer wie der personifizierte Missmut. Und jetzt schienen sie miteinander zu reden oder etwas in der Art. Was genau, wollte die Ärztin gar nicht erst heraus finden.

„Mein … Sie müssen … mein … kommen Sie … zum Gleiter.“

Stryka wusste nicht genau, ob sie zu dick auftrug, denn anstatt zu sagen, was ihres war, schluchzte sie nur, als wäre sie eine verdammte aruetii, die mit nichts im Leben zurecht kam und bereits wegen eines abgebrochenen Fingernagels heulte. Normalerweise benahm sie sich nicht wie ein dummes Püppchen aus den Holovids, das nichts anderes als die neueste Handtaschenkollektion von irgendeinem dikut’la Modelabel im Kopf hatte. Was genau diese Frauen im Kopf hatten, wusste sie nicht und wollte das auch nicht näher ergründen, deshalb fehlten ihr auch eindeutig die Vergleichspunkte. Sie schämte sich so schon ausreichend für drei Tage im Voraus, was ihre Wangen noch fleckiger werden ließ. Flehentlich richtet sie ihren Blick erst auf Josea, dann auf die Wookiees, und versuchte süß und hilfsbedürftig zu wirken, was bei ihrem Aussehen nur misslingen konnte. Fest klammerte sie sich mit einer Hand an den Menschen und hielt mit der anderen Hand den Gepäckwagen, um ihn schon einmal etwas zur Seite zu bugsieren, dorthin, wo sie ihn und Josea haben wollte.

Scham und Zorn wechselten in ihr in rascher Abfolge und sie nahm sich vor, ihren Patienten später gründlich die Meinung zu sagen.


[Mandalore – Keldabe – Raumhafen – bei den Gleiteparkplätzen]
Stryka, Josea, irre Wookiees und andere Leute

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Ich bin kein guter Arzt, ich bin der beste, den du kriegen kannst.

31 Jan, 2015 16:36 31 Stryka Ordan ist offline Beiträge von Stryka Ordan suchen Nehmen Sie Stryka Ordan in Ihre Freundesliste auf
Josea Gear
Frankly my dear, I don't give a damn




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| Mandalore | Keldabe | Raumhafen | | am Gleitertaxistand |


Josea, mit vier Wookies


So uneinsichtig, wie sich diese vier überdimensionalen Fellteppiche zeigten, würden sie es wohl auf die harte Tour lernen müssen. Selbst es wenn es für ihn bedeutete, eine blutige Nase und weitere gebrochene Knochen einzustecken. Doch das war er gewohnt, und es ging hier ums Prinzip. Die Wookiees würden moralisch gesehen den Kürzeren ziehen, zuerst der Raumhafensicherheit und dann seinen Angehörigen in die Hände fallen. Das machte die Schmerzen und die nachfolgende Behandlung einigermaßen wett, zumal er sich bei Stryka in bestens versorgt wusste. Bevor sich er aber unter aller Todesverachtung den Halbstarken und ihrem pädagogisch eher inkompetenten Aufpasser entgegen stürzen konnte, hörte er eine verzweifelte Frauenstimme um Hilfe rufen. Das war doch nicht…? Doch, es war Stryka, die völlig aufgelöst herbei geeilt kam und um Hilfe rief. Wahrscheinlich in großer Sorge um ihn, denn sie hatte ein Notfallköfferchen dabei. Warum sie ihn drängte, ihr wegen des Gleiters zu helfen, erschloss sich ihm nicht. Sie musste wohl sehr in Sorgen sein. Frauen waren oft so unglaublich emotional, dass sie manchmal nicht mehr klar denken konnten. Anders konnte er sich ihre große Verzweiflung nicht erklären, denn sie war sonst eine sehr geradlinige und bodenständige Frau.

Sie sah gar nicht, dass die Wookiees ihn eigentlich bedrohten und bat sie sogar darum, dass auch sie ihr halfen. Die tapfere kleine Ärztin rieb sich so sehr auf, und das nur um das Wohlergehen ihres Patienten. Es zehrte einfach zu stark an ihrem sensiblen Gemüt. Josea war gerührt und beschloss, dass er ihr unbedingt etwas Gutes tun musste, ganz gleich, ob er noch gehandicapt war oder nicht. Vor allem musste sie aus der Reichweite dieser felligen Ungeheuer heraus. Er zog sie an sich und umarmte sie. „Keine Sorge, cyar’ika, was auch immer es ist - ich komme mit und helfe dir!“ Dabei warf er den wandelnden Flohfängern einen warnenden Blick. „Wagt es nicht, ihr ein Haar zu krümmen, ihr bringt euch sonst in Schwierigkeiten, die ihr euch lieber nicht vorstellen wollt. Oder würdet ihr einem Mitwookiee in großer Not Hilfe versagen?“

Der erste Halbstarke, der sich vor ihm aufgebaut hatte, legte den Kopf schief und gurrte fragend. Die anderen beiden brabbelten etwas Unverständliches vor sich hin, bis es dem Erwachsenen zuviel werden schien. Er, aber vielleicht auch eine Sie, so genau konnte man es nicht erkennen, riss die Arme hoch und heulte und knurrte die Jugendlichen an. Es klang ziemlich genervt, das wäre Josea an der Stelle eines Erziehungsberechtigten auch. Währenddessen streichelte er Stryka beruhigend über den Kopf, sie sollte sich nicht fürchten. Wookiees konnten sehr einschüchternd sein. Schließlich war der Erwachsene mit seiner Tirade am Ende. Josea hatte irgendwas davon verstanden, dass sie sich entscheiden sollten, was sie wollten und Abflugzeiten.

Die jüngeren Wookiees maulten und schließlich fuhr der erste seinen Trolley zur Seite. Der Weg zum Gleiter war frei. „Eine weise Entscheidung, meine Herrschaften“, sagte der Mandalorianer mit wohlwollender Freundlichkeit und schob den Gepäckwagen mit Stryka im Arm an dem Quartett vorbei, das ihn mit verschränkten Zottelarmen kritisch musterte. Dessen Eigengeruch war so überwältigend, dass sein Magen rebellierte und er ein Würgen kaum noch unterdrücken konnte. Mit aller Gewalt bekämpfte er den aufsteigenden Brechreiz – er musste wenigstens an ihnen vorbei, dann ginge es ihm auch besser. Er spürte schon die Galle seine Kehle hochsteigen, als die vier Wookiees beschlossen, dass es wohl höchste Zeit war, ihren Abflug zu erwischen. Quasi in letzter Sekunde und dann entschied sich sein Magen, seinen Inhalt doch bei sich behalten.

„Wayii, Stryka, das war knapp“, ächzte er und suchte nach Halt am Griff des Trolleys. Nachdem die Situation so glücklich ausgegangen war, kehrte der Schwindel wieder zurück. „Was ist denn nun eigentlich passiert, du bist ja völlig außer dir!“


Josea, mit Stryka


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12 Feb, 2015 18:12 37 Josea Gear ist offline Email an Josea Gear senden Beiträge von Josea Gear suchen Nehmen Sie Josea Gear in Ihre Freundesliste auf
Stryka Ordan
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[Mandalore – Keldabe – Raumhafen – bei den Gleiteparkplätzen]
Stryka, Josea, Wookiees und andere Leute


Ihre Wut nahm noch zu, als Josea ihr über den Kopf strich. Schon bei der Umarmung hatte sich ihr ganzer Körper versteift und sie wusste nicht, wie sie darauf nun reagieren sollte. Deshalb schwieg sie und schloss einen Moment die Augen. Es war ihr peinlich und sie wurde noch röter. Wie gut, dass sich die felligen Stinker dann doch entschlossen, den friedlichen Weg zu nehmen. Vielleicht wollten sie auch nicht noch mehr Aufmerksamkeit erregen. Sie waren weg und mit ihnen der Gestank nach altem, nassen Fell, Schweiß und was sonst noch für unangenehme Gerüche diese Leutchen mit sich als Handgepäck führten. Stryka machte der Gestank weniger aus, sie war stinkende Leute gewöhnt. Zu oft hatte sie Patienten, deren Geruch allein eine Diagnose zuließ – nicht selten hieß diese: Mangelnde Körperhygiene. Außerdem hatte sie während ihrer Ausbildungszeit auch allerhand Viehzeug behandelt, um sich das Studium zu finanzieren. Um an Geld zu kommen, durfte man nicht zu wählerisch sein.

Endlich war der Weg frei und sie wollte schon erleichtert aufatmen und hatte schon das Gefühl, dass ihre Wut gerade einen Abflug machen wollte, als sie neuen Treibstoff bekam. Josea erdreistete sich doch tatsächlich, sie zu fragen was denn los sei. Sie gab sich keinen Moment, zu überlegen, dass er nicht wissen konnte, was sie getrieben hatte und gab ihrem Mundwerk und dem Zorn die Zügel frei. Jedoch war sie im ersten Moment sprachlos. Ihr Gesicht nahm eine sehr ungesund wirkende und außergewöhnlich rote Farbe an, sodass es fast aussah, als würde sie wirklich gleich hochkochen. Ihr erster Impuls war, den Kerl zu schlagen, ihm die Tracht Prügel zu verpassen, die er ihrer Meinung nach für diese blöde Frage verdiente.

„Das fragst du noch? Sag mal, wozu hast du ein Hirn, wenn du es nicht benutzt? Und die Ohren sind eigentlich dazu da, jemanden zuzuhören und nicht zur Belüftung des Hohlraumes, den du da wohl drinnen hast. Ich könnte ausrasten, wenn ich dich ansehe! Ich raste ja schon aus“,

begann sie ihre Schimpftirade und ließ die wüstesten Beleidigungen ab, die ihr einfielen. Doch fertig war sie noch nicht. Die Falte auf ihrer Stirn war wieder da und verkündete von weiterem Ärger.

„Du setzt dich jetzt in den Gleiter, dann verlade ich dein Zeug. Und ich erwarte keine Widerrede. Wenn du es schaffst, mal fünf Minuten keinen Unsinn anzustellen, kriegst du nachher auch eine Ampulle Symoxin.. Und wenn du es noch einmal wagen solltest, mir so über den Kopf zu streicheln, dann breche ich dir jeden Knochen einzeln und mit dem Schambein fange ich an.“

Ihr Blick richtete sich auch schon zwischen seine Beine, als würde sie die Kraft abschätzen, die sie dafür aufwenden musste. Schließlich atmete sie tief durch und schloss die Augen. Sie musste sich dringend beruhigen und ihren Zorn auf anderem Weg Luft verschaffen. Also atmete sie noch mehrmals sehr bewusst, sehr tief ein und langsam wieder aus. Ihr Gesicht bekam eine etwas normalere Hautfarbe, doch die steile Stirnfalte blieb.

Der Gepäckwagen steckte dann doch noch etwas von ihrem Zorn ein, dann war es damit auch schon wieder so gut wie vorbei. Nachdem der Trolley durch den unbeherrschten Tritt beinahe in ihren heißgeliebten Gleiter gefahren wäre, kam sie vollends zur Besinnung.

„Tut mir leid, dass ich gerade so aus der Haut gefahren bin. Setz dich rein und …"

Wieder atmete sie tief durch und schluckte das, was ihr auf der Zunge lag. Stattdessen sagte sie, relativ ruhig und in halbwegs versöhnlichem Tonfall:

„Im Gegensatz zu dir, brauche ich keine Hilfe, das vorhin war Theater, um die Wookiees abzulenken.“

Ob sie das Gepäck allein verstauen konnte, wusste sie nicht. Aber jetzt um Hilfe zu bitten, kam für sie gar nicht in Frage. Sie würde alles was er an Gepäck hatte, irgendwie in oder auf den Gleiter schaffen. Koste es, was es wolle. Das gebot ihr der Stolz.



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14 Feb, 2015 09:00 58 Stryka Ordan ist offline Beiträge von Stryka Ordan suchen Nehmen Sie Stryka Ordan in Ihre Freundesliste auf
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Josea, mit Stryka


Strykas Wutanfall kam für Josea so überraschend, dass er zusammenzuckte. Für einige Augenblicke fühlte er sich, als ob er wieder fünf Jahre alt wäre und seine Mutter sich wegen irgendetwas aufregte, das er angestellt haben sollte. Von der Energie her, die sie dabei an den Tag legte, war sie Jania so unglaublich ähnlich, aber während die Ärztin normalerweise ruhig war und sich ihr Temperament explosionsartig entlud, konnte seine buir keine fünf Minuten ruhig bleiben, wenn es nicht zwingend notwendig war. Auch war sie lange nicht so berührungsscheu wie die kleine empfindliche Ärztin, ganz im Gegenteil. Kaum jemand in ihrer Reichweite konnte den freundschaftlichen Knüffen und Umarmungen entkommen. Ganz zu schweigen von hart tippenden Zeigefingern, Fäusten und klatschenden Handflächen, die einen völlig ohne Ankündigung ereilen konnten.

Josea breitete abwiegelnd die Arme aus, damit sie versichert sein konnte, dass er sie garantiert nicht mehr berühren würde, während sie weiter herumtobte und ihm wüste Beschimpfungen an den Hals warf, die ihm alle irgendwie bekannt vorkamen. Dass sie ihm alle Knochen brechen konnte, traute er ihr nicht so ganz zu, jedoch nahm er ihren bedeutsamen Blick auf sein bestes Stück neben seinem Kopf doch einigermaßen ernst. Aber wer würde denn nicht dort hinschauen wollen, falls er ihm keinen Schaden zufügte. Das wichtigste war allerdings, dass sie ihm im gleichen Atemzug Symoxin versprach, also wollte er sein Glück nicht herausfordern. Stryka hingegen bekam die Quittung für einen Ausraster, als sie den unschuldigen Gepäckwagen traktierte, welcher fast auf ihren Gleiter aufschlug, doch glücklicherweise reagierte sie so schnell wie sie wütend geworden war. Auch er selbst atmete auf – er wusste nicht genau, was in seinem Gepäck drin war, aber es war sicher etwas wertvolles und er hätte es sicher bedauert, wenn es beschädigt worden wäre.

Allmählich beruhigte sich die kleine tapfere Ärztin, der Schock musste tief gesessen haben, wenn sie sich so aufregte. Josea musste sich zusammenreißen, sie nicht erneut in die Arme zu nehmen, denn eigentlich bräuchte sie genau so etwas. Jedes Lebewesen brauchte eine liebevolle Berührung, wenn man von Verpinen und Hutten einmal absah. Ihre Aussage, dass sie nur Theater gespielt habe, um die Wookiees abzulenken, ließ ihn erstaunt die Augen aufreißen. Sie war so überzeugend gewesen. Am liebsten hätte er sie wieder gepackt und vor Freude herum gewirbelt, doch die Aussicht auf einen Tritt in die gett’se und kein Symoxin zu bekommen, hielt ihn davon ab. Und dann musste er laut lachen. Mirdala vod’ika!“, rief er begeistert aus und ächzte unter Schmerzen, die das Lachen hervorrief. „Du bist schon ein gerissenes Stück, ich hab’s dir echt geglaubt. Ich würde dir glatt einen Antrag machen, wäre ich nicht schon vergeben. Aber lass mich dir helfen, meinen Kram zu verstauen, du hast schon so viel für mich getan“, fügte er hinzu, als er sie etwas unschlüssig da stehen sah. Zwar hatte er nur einen gesunden Arm zur Verfügung, doch damit konnte er immer noch mehr erreichen, als manche mit zwei oder mehr Armen.


Josea, mit Stryka


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18 Feb, 2015 13:48 15 Josea Gear ist offline Email an Josea Gear senden Beiträge von Josea Gear suchen Nehmen Sie Josea Gear in Ihre Freundesliste auf
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Stryka, Josea



Er konnte es nicht lassen und bot ihr schon wieder seine Hilfe an. Sie fragte sich, ob sie sich wirklich so unklar ausgedrückt hatte. Gründlich schaute sie ihn an, versuchte abzuschätzen, wie weit er eine Hilfe oder eine Belastung war, wenn sie das ganze Zeug in den Gleiter schaffen wollte. Ihr Zorn war so schnell verraucht, wie er aufgetaucht war. Allerdings war es immer schwer zu sagen, wann er wieder hervor brechen würde. Die Falte auf der Stirn wurde tiefer, als sie überlegte. Hinter ihnen wartete schon wieder ein Gleiter, wohl in der Hoffnung, dass sie bald wegfahren würde, doch darauf würde er lange warten müssen. Stryka achtete nicht auf ihn, auch nicht, als er sie anbrüllte, sich endlich zu verpissen und Platz zu machen. Es war immer das gleiche mit diesen ungeduldigen Gesellen. Schließlich stieß der Fahrer des anderen Gleiters noch eine Beleidigung aus, auf die die Ärztin auch nicht reagierte. Sie schien das alles nicht auf sich zu münzen. Nachdem der ungeduldige Fahrer sich doch entschlossen hatte, einen anderen Parkplatz zu suchen, wurde es wieder ruhiger. Nur die normalen Geräusche waren zu hören, doch die ließen sich sehr gut ignorieren.

Endlich gelangte sie zu einem Entschluss. Josea musste sich setzen und zwar dringend. Es ging ja wirklich nicht an, dass ihr der Mann mit dem gebrochenen Arm bei der Arbeit half. So ungeschickt war sie dann auch wieder nicht. Seine Aussage, dass sie gut geschauspielert hatte, überging sie. Es verunsicherte sie. Jedes Kompliment. Generell. Deshalb überspielte sie das mit Geschäftigkeit. Ihre Hautfarbe war allerdings bei seinem Lob etwas röter als normal aber die Stirnfalte hatte etwas an Tiefe eingebüßt und ein verräterisches Lächeln zuckte für einen kurzen Moment um ihre Lippen. Rasch nahm sie ihr Köfferchen herunter und legte es auf den Fahrersitz.

„Du setzt dich erst einmal in den Gleiter. Irgendwo da drinnen müsste ich noch eine Flasche mit Wasser haben. Es ist besser, du sitzt und trinkst. Ich sehe dir an der Nasenspitze an, dass es dir nicht gut genug geht. Und wenn du mich weiter als deinen Arzt willst, dann tust du gefälligst was ich sage. Oder du wirst mich auf eine Art und Weise kennen lernen, dass dir ein Handgemenge mit einem Wookiee als laues Lüftchen erscheint.“

Freund Zorn meldete sich kurz und verschwand nachdem sie wieder einmal tief durchgeatmet und bis zehn gezählt hatte. Dennoch hielt sie stur daran fest, sich nicht von ihrem lädierten Bekannten helfen zu lassen.

„Was ist eigentlich mit deinen Verwandten? Du wolltest die doch begleiten, oder nicht? Und was machen wir mit Edris?“,

fragte sie, als sie Trolley vorsichtig zur Seite schob. Es war nur ein Ablenkungsmanöver, sowohl für sich als auch für Josea. Etwas plaudern konnte helfen. Smalltalk. Tätigkeit war besser, zumindest für sie. Wahrscheinlich auch für Josea, aber der sollte sich gefälligst etwas schonen.

Rasch öffnete sie den kleinen Stauraum am Heck und schaffte die kleineren der Gepäckstücke hinein. Einen Koffer zwängte sie hinter die Vordersitze und nun war nur noch das große Teil über. Das musste aufs Dach geschnallt werden. Sie ließ es wo es war und sah wieder zu Josea, den sie wieder gründlich musterte. Nach einem etwas längeren Moment wandte sie sich ab und kramte noch einmal im Kofferraum herum, worin ist zur Hälfte versank. Dort kramte sie eine Weile herum, schob Gepäckstücke hin und her, hob sie hoch und ließ sie wieder runter, bis sie einen triumphierenden Schrei ausstieß. Siegessicher hielt sie einen Gurt samt Zugsystem hoch.

„Damit hält auch das große Teil und du bekommst dein Symoxin, vod’ika.“

Und schon machte sie sich daran, die größte der Kisten aufs Dach zu hieven, doch das war schwieriger als sie angenommen hatte und sie würde wohl doch seine Hilfe annehmen müssen, wenn sie nicht wollte, dass ihr das Teil dauernd wieder entgegen rutschte, weil sie es nicht richtig hoch heben konnte.

„Kannst du das mal so halten, dass es mir nicht dauernd gegen die Nase fällt?“,

fragte sie ihn deshalb und klang dabei etwas kleinlaut.


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21 Feb, 2015 08:46 16 Stryka Ordan ist offline Beiträge von Stryka Ordan suchen Nehmen Sie Stryka Ordan in Ihre Freundesliste auf
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Josea, mit Stryka


Josea fügte sich zunächst Strykas Anweisung sich zu setzen und nahm ihr unter den gewohnt harschen Worten verpacktes Angebot der Flasche Wasser gerne an. Tatsächlich fühlte er sich nach einigen Zügen besser, und schließlich war sie die Ärztin. Wenn sie doch nur ein wenig mehr lächeln würde, wie sie es eben für Sekundenbruchteile getan hatte, könnte sie so eine reizende Frau sein. Das wäre wohl auch besser für ihr eigenes Wohlbefinden. Er stellte den Sitz, der auf die Größe seiner Fahrerin angepasst war, soweit zurück, dass er sich bequem hineinsetzen konnte. Dabei überlegte er, welch ein großer Spaß es wäre, am Steuer des schnittigen Fahrzeugs durchs Hinterland von Keldabe zu jagen, weitab von den weitaus unfähigeren Verkehrsteilnehmern auf den städtischen Gleiterstraßen, die einem immer im Weg waren.
Während Stryka begann, die Gepäckstücke herumzuwuchten, lehnte Josea sich zurück und genoss die Sonnenstrahlen, die durch den bisher bedeckten Himmel brachen. Die Aufregung um die Wookiees verblasste und er freute sich auf seine Dosis Symoxin. Fast wäre er eingedöst, als ihn eine Frage der Ärztin aus seinem Dämmerzustand riss. Seine Verwandten? Da war was…und mit unerwarteter Wucht kehrte die Erinnerung an die soeben erfolgreich verdrängte Begegnung mit Deykaz und Par…Kayda zurück.

„Ich habe ihnen gesagt…nun mir geht’s nicht gut. Das hast du ja selbst gesagt. Deykaz wartet, bis ich wieder auf dem Damm bin und wir treffen uns in den nächsten Tagen. Er kann Parja, ich meine Kayda, solange Keldabe zeigen…“ Ohne es zu wollen, war ihm der Name entschlüpft, und nun, als er ihn ausgesprochen hatte, sah er sie wieder. Lächelnd, mit dem Helm unter dem Arm und der andere keck auf der Hüfte aufgestützt. Nur, dass ihre Hand fehlte und eine gräuliche Masse aus ihrem Hinterkopf quoll. ‘Ich bin nicht tot, Jos’ika, sagte sie und versank im Schnee. Par..nein…“ Er hielt abrupt in seinem Satz inne und schüttelte den Kopf. „Ja, Edris. Ich hoffe, sie hat sich ausgeruht,“ wich er einer direkten Antwort aus. Vielleicht fand er bei ihr die Ablenkung, die ihn davor bewahrte, sich näher mit Deykaz und dessen neuer Tochter beschäftigen zu müssen. Ein Schrei ließ ihn erschrocken auffahren, doch anscheinend hatte es Stryka geschafft, die Behälter zu sichern und sie versprach ihm, dass er bald sein Symoxin erhielte. Das war wenigstens etwas.

Mit dem größten Container hatte sie Probleme, sie war ja schließlich auch klein, so dass Josea ihr gern half. Sie hatte nun eingesehen, dass seine Hilfe doch unverzichtbar war, aber dafür brauchte sie sich nicht zu schämen.
„Hmm, ja. Das ist zu groß und zu sperrig für dich alleine. Halte einfach das untere Ende, ich ziehe es aufs Dach.“ Mit dem gesunden Arm zog er den Behälter mühelos nach oben, leicht unterstützt von der Linken, um die Balance halten. Noch einen Ruck, und dann lag das Behältnis mit seinem geheimnisvollen Inhalt sicher auf dem Dach. „Gib mir die Gurte, cyari’ka, ich komme da leichter ran, “ sagte er freundlich lächelnd, die Schrecken seiner Erinnerung schon fast wieder verdrängt.


Josea, mit Stryka


| Mandalore | Keldabe | Raumhafen | | am Gleitertaxistand | bei Strykas Parkplatz |

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17 Mar, 2015 13:35 38 Josea Gear ist offline Email an Josea Gear senden Beiträge von Josea Gear suchen Nehmen Sie Josea Gear in Ihre Freundesliste auf
Stryka Ordan
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[Mandalore – Keldabe – Raumhafen – bei den Gleiteparkplätzen – bei Strykas Gleiter]
Stryka, Josea


Sie bekam Antworten, das war gut. Also würde Joseas ba’vodu mitsamt Anhang noch einige Zeit hier bleiben. Wer diese Parja sein mochte, ließ sich nicht erraten. Da er den Namen nun aber schon mal erwähnt hatte, wollte sie ihn danach fragen, entschloss sich aber, das nicht gerade jetzt zu machen, wo es ihm nicht gut ging. Das konnte warten und stand auf der Dringlichkeitsliste ganz unten, wobei es auf der Neugierskala einen Platz unter den ersten Drei belegte. Aber auch die Neugier musste warten, wie immer, wenn es Pflichten zu erledigen gab. Man konnte gegen Stryka sagen was man wollte, sie nahm es mit der Pflichterfüllung sehr ernst und genau. Wenn ihre Mutter Hilfe gebraucht hatte, war sie aus dem anderen Ende der Stadt angerauscht, hatte alles stehen und liegen gelassen und war für die Familie dagewesen – oder den Resten dieser Familie, die sich nach und nach aufgelöst hatte und nun noch hauptsächlich in der Erinnerung der Ärztin weiter lebte.

Eifrig mühte sie sich, dass ihr die unhandliche Kiste nicht wieder gegen die Nase knallte. Einen Bruch des Nasenbeins konnte sie jetzt nicht gebrauchen. Sie schwitzte, denn nun kam auch die Sonne raus und wärmte den Platz vor dem Raumhafen. Außerdem tat die Schinderei ihr übriges dazu. Josea musste wirklich nicht lange gebeten werden, er schien nur darauf gewartet zu haben, ihr helfen zu dürfen. Noch während sie gegen die Schwerkraft ankämpfte, stand er schon da und sagte ihr, was sie tun müsse, damit sie es schaffen konnten. Ruck zuck war das sperrige Teil dann auch auf dem Dach des Gleiters und konnte fixiert werden. Mit einem erleichterten Aufatmen reichte sie ihm die Gurte und zusammen schafften sie es, die Kiste ordentlich zu befestigen. Mit dem Handrücken wischte sie sich den Schweiß von der Stirn und schaute sich das Ergebnis danach noch einmal gründlich an. An jeder Seite zog sich fest an den Fixiergurten. Es hielt und sah sicher aus. Mehr konnte sie nicht erwarten.

„Danke. Und jetzt setzt du dich wieder rein. Ich richte gleich deine Medizin. Und vergiss nicht, du bist der Beifahrer.“

Davon abgesehen war er ihr Patient und Bekannter und was auch immer. Eine Verkettung unglücklicher Umstände hatte dazu geführt, dass sie an diesem Tag die Ordination geschlossen ließ, zuhause eine notgeile Zabrak sitzen hatte, die nur auf ihren Galan wartete, und sie hier auf dem verhassten Raumhafen mit dem kranken und schmerzmittelsüchtigen Kerl herum turnte, der bei genauer Betrachtung, doch ganz gut aussah und nett war. Doch das wollte sie sich jetzt nicht eingestehen. Nichts desto trotz konnte sie ein Lächeln nicht verhindern, als sie die Injektion vorbereitete und ihm dann die Nadel ins Gewebe jagte, dem die lindernde Substanz folgte. In wenigen Augenblicken schon würde er keinerlei Schmerzen mehr haben. Akribisch notierte sie die Menge des applizierten Mittels auf ihrem Datapad und räumte danach alles wieder ordentlich weg. So schlampig sie sonst mit dem Datenmaterial war, bei Suchtmitteln war sie fast schon paranoid in ihrer Genauigkeit. Da fielen ihr wieder die Rayceens ein, die hatten ihr noch gefehlt. Sie wusste nicht viel über diese Leute, nur dass sie reich waren und das Geld kontrollierten … und anderes, was mit Geld kontrolliert wurde, der Handel zum Beispiel. Nun waren sie auch in ihr Leben getreten. Sie hoffte, dass es nicht noch weiter durcheinander geriet und sie sich mit ihrem forschen Auftreten keinen zu großen Ärger eingehandelt hatte.

Rasch war alles verstaut und sie setzte sich auf den Fahrersitz, der zu ihrem Ärger verstellt war. Das war eines der Dinge, die sie auf den Tod nicht ausstehen konnte, wenn jemand den Fahrersitz verstellte und sie das alles wieder mühsam richten musste. Das kostete so viel Zeit … und Zeit war Geld oder Leben, in ihrem Fall oft sogar beides. Dennoch hatte sie es rasch geschafft und saß wieder kerzengerade und so weit vorne, dass ihre Üppigkeit im Bauchraum ihr beinahe im Weg war, vor der Steuerung.

„Versuch, dich zu entspannen und auszuruhen, bis wir in meiner Praxis sind. Edris kann mir dann beim Abladen helfen und du schonst dein Handgelenk“,

sagte sie schon fast milde und so fühlte sie sich auch gerade, wie ein zu lange gekauter Kaugummi, der jeden Geschmack und jeden Biss verloren hat. Die Ärztin startete den Motor, parkte aus und steuerte sicher auf die Gleiterbahn zu, die sie in die Innenstadt zurück bringen würde. Von Weitem waren schon die hässlichen Türme zu sehen. MandaloMotors Towers. Sie fand die Blöcke hässlich, auch der Rest der neumodernen Skyline fand nicht gerade ihren Anklang. Für ihren Geschmack wurde zu hoch gebaut und zu wenig nachhaltig gedacht. Was in ihrer sparsamen Anwendung von Bacta Niederschlag fand. Sie forschte ständig nach alten Heilmethoden, um sich nicht noch weiter in die Abhängigkeit diverser Pharmariesen zu begeben. Die Wälder auf Manda’yaim hatten so viel mehr zu bieten als nur Jagdgebiet für Möchtegernjäger und verhinderte Abenteurer. Wenn man sich genauer umsah, fand man Pflanzen über Pflanzen, die sich hervorragend zur Heilung diverser Krankheiten eigneten. Man musste sie nur finden und wieder entdecken.

Der Verkehr lief wieder zäh. Das war gar nicht anders zu erwarten gewesen, wo sie doch bei der Herfahrt an einem Unfall vorbei gekommen waren. Auch wenn die Stelle bereits geräumt war, zuckelten die Gleiter im Schleichtempo dahin. Die Sonne blendete Stryka und sie kniff die Augen zu, was ihre Stirnfalte erneut vertiefte und sie wie ein Canyon in zwei Hälften teilte.

Sie beugt sich Richtung Beifahrersitz und öffnete das Handschuhfach, um darin herum zu kramen. Dabei achtete sie darauf, Josea nicht zu nahe zu kommen. Die Augen waren währenddessen stets auf den Verkehr gerichtet. Nichts war so gefährlich, wie in einer langen und langsam fahrenden Kolonne zu sein. Zu schnell konnte ein Bremsmanöver übersehen werden. Einen Unfall wollte sie sich jetzt nicht leisten. Deshalb schloss sie nach kurzer Suche das Fach wieder und konzentrierte sich lieber auf den Verkehr und schwieg sich weiter aus. Auf den Gedanken, dass ihr Beifahrer, das eventuell als störend empfinden könnte, kam sie gar nicht.

Endlich rückten die Gebäude näher, wurden deutlicher und schon waren sie auch an den Stadtrandsiedlungen vorbei, denn der zähfließende Verkehr hatte sich in einen etwas schneller fließenden gewandelt. Aber für die ungeduldige Ärztin war das nicht schnell genug.

Es dauerte noch immer fast doppelt so lange, wie normal, bis sie endlich die Innenstadt erreicht hatten und in die Straße bogen, in der ihre Praxis lag.




[Mandalore – Keldabe – Innenstadt – vor Strykas Praxis – Innenhof]
Stryka, Josea

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18 Mar, 2015 12:28 05 Stryka Ordan ist offline Beiträge von Stryka Ordan suchen Nehmen Sie Stryka Ordan in Ihre Freundesliste auf
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Edris



Nachdem Edris sich geduscht und wieder angezogen (um etwas zum Ausziehen zu haben) hatte, blieb ihr nicht viel weiter übrig als zu warten, bis Josea und die Ärztin zurückkehrten. Es konnte doch nicht allzu lang dauern, sagte sie sich und streckte sich auf dem Bett aus. Eigentlich hatte sie sich mit der Gründung einer Familie noch etwas Zeit lassen wollen, doch dieser verrückte Mott machte anscheinend keine halben Sachen. Solche spontanen Entscheidungen mochte sie ja. Und wieso auch nicht. Der Kerl war zwar ein bisschen durchgeknallt, aber er war lustig und sah gut aus. Sie würden fantastische Kinder haben. Sofort musste es nicht sein, schließlich sollten sie noch ein wenig Spaß zusammen haben. Als sie nach ihrem Com griff, sah Edris, dass eine stattliche Menge an Nachrichten eingangen war. Während die ersten noch wissen wollten, wo sie überhaupt abgeblieben war, wollten die nächsten schon wissen, ob oder wann sie nun den Schwur geleistet habe. Der Zeitpunkt dieser Nachrichten war etwa zwanzig Minuten nach dem Zeitpunkt zu verorten, nachdem das Ve’vut Ka’ra-Trio das Haus der Ärztin verlassen hatten. Die Zabrak grinste breit. In ihrer Familie blieb nichts lange geheim.
Nachdem sie sich mit dem Lesen und Beantworten der Nachrichten die Zeit vertrieben hatte, wurde es Edris erst langweilig, und dann fühlte sie sich ziemlich müde. Die Ereignisse des vorletzten Tages und die Menge an Alkohol auf der Feier im Lagartoz Inn forderten trotz des Cafs ihren Tribut. Nur für ein paar Minuten die Augen zumachen. Das war zumindest der Plan, kurz bevor sie tief und fest einschlief.

***


Josea ließ sich nicht zweimal auffordern, sich zu entspannen. Das Symoxin tat seine erholsame Wirkung und die Wärme im Gleiter tat ihr Übriges dazu, dass er allmählich hinweg dämmerte.

    Vor ihm entfaltete sich die Weite der Savannen von Maridun, die Luft flirrte in der Mittagshitze. Josea beschattete seine Augen mit einer Hand, denn die Sonne stach grell vom Zenith. Eine brennend heiße Windbö fuhr auf, sie ließ die Gräser rauschen und sich wiegen, bis es fast wie Wellengang auf einem Ozean in beige, braun und orange aussah. Er konnte die Brandung hören, und dann Mangals Stimme, die etwas mit großer Anspannung brüllte. Harte Klauen packten seinen Arm und er wurde hinfort gerissen. Die Brandung ging in ein unheimliches Donnern über, das immer stärker anschwoll, bis die Erde bebte. Gleichzeitig wurde die Hitze immer größer. Josea hustete. Der sengende Luftschwall drohte seine Haut zu verbrennen... Dann wurde er noch einmal hoch gerissen. An ihm vorbei rannten und sprangen Tiere in allen Formen und Größen in blinder Panik, es roch nach versengten Haaren und brennendem Savannengras. Sein Kopf schmerzte und die Augen tränten, er stand kurz davor, das Bewusstsein zu verlieren. „Bleib wach, di’kut, bleib wach..“ , brüllte Mangal und schüttelte ihn.


„Ich bin wach…!“, rief Joseaaus und zuckte zusammen. Er fand sich in Strykas Gleiter wieder – das schnittige Gefährt war vor der Haustür zum Stehen gekommen. „Oh, das ging schnell“, sagte er mit einem herzhaften Gähnen und streckte sich. Seine Kehle fühlte sich rauh und trocken an, als ob er tatsächlich… Nein, das war ein halbes Leben her. Dennoch warf er verstohlene Blicke auf seine Hände, ob sich nicht doch Ruß daran fand. Allerdings waren sie sauber. „Sicher, dass ich dir doch nicht helfen soll?“ Die Erinnerungen an den Savannenbrand verschwanden nur zäh, und er glaubte den Geruch nach Feuer und Verbranntem immer noch zu wahrzunehmen.


Josea, mit Stryka

| Mandalore | Keldabe | im Gleiter | | am Gleitertaxistand | vor Strykas Haus |

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07 Apr, 2015 16:23 52 Josea Gear ist offline Email an Josea Gear senden Beiträge von Josea Gear suchen Nehmen Sie Josea Gear in Ihre Freundesliste auf
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[Mandalore – Keldabe – Innenstadt – vor Strykas Praxis – Innenhof]
Stryka, Josea


Eben hatte sie den Gleiter zum Stehen gebracht, als Josea etwas davon sagte, dass er wach sei. Sie hatte ihn doch gar nicht angeredet. Die ganze Zeit über hatte sie geschwiegen, sich auf den Verkehr konzentriert und ihn in Ruhe gelassen. Symoxin hatte eine so stark beruhigende Wirkung, dass ein Übergleiten in den Schlaf keine Seltenheit war.

Spiel bitte nicht den harten Kerl, sondern halte dich an mir fest, wenn wir jetzt hinein gehen. Deine Dings, ich meine Edris, kann mir nachher mit den Kisten und Koffern helfen oder ich hole Blechi“,

sagte sie wieder harscher als sie es eigentlich wollte und seufzte innerlich über sich selbst. Sie fühlte sich zwar nach wie vor überrumpelt von den Ereignissen und den Sorgen, die sie sich in einem unbedarften Moment aufgehalst hatte, aber sonst fühlte sie sich ganz gut, von einer gewissen Müdigkeit einmal abgesehen, die von einer unruhigen Nacht auf dem harten Stuhl herrührte. Wenn sie genauer darüber nachdachte, tat ihr der Hintern auch weh. Aber das ließ sich ignorieren.

Das Gepäck ließen sie vorerst wo es war und betraten das Haus, nachdem Stryka die Tür geöffnet hatte. Sie brachte Josea wieder ins Schlafzimmer, wo sie auch Edris fanden.

„Leg dich noch hin, ich glaube, sie wird sich freuen, wenn sie wach wird und du bei ihr bist“,

flüsterte sie, nachdem sie die schlafende Zabrak bemerkt hatte. Ihre Stimme klang dabei selbst in ihren Ohren seltsam. Wieder einmal schalt sie sich selbst. Es ging sie immerhin nichts an, wer hier mit wem und wann schlief. Aber sie musste sich auch eingestehen, dass sie die Nähe genossen hatte, als sie Josea ins Haus geleitet und sich damit etwas mehr Zeit als nötig gelassen hatte. Nicht einmal ein Lächeln konnte sie sich verkneifen, als sie ihren Arm um ihn gelegt hatte. Damit war es jetzt wieder vorbei. Das Lächeln war wie weggewischt von ihren selbst auferlegten Pflichten, an die sie sich ständig erinnern musste.

„Wenn du dich ausgeruht hast, schaue ich mir deinen Arm noch einmal an.“

Mit diesen Worten drehte sie sich herum und verließ eilig das Schlafzimmer. Jetzt noch mehr Worte zu verlieren, konnte sie die Selbstbeherrschung kosten und sie müsste sich eingestehen, dass sie diesen Kerl mehr mochte, als ihr als sein Arzt zustand.

Aus dem Behandlungszimmer holte sie eine Antigravliege und den Droiden, damit sie das Gepäck ins Haus schaffen konnte. Der schweigsame Helfer war ihr wie immer eine große Hilfe und er tat, ohne Widerrede was sie von ihm verlangte, auch wenn er manchmal verdächtig mit seinen Ärmchen klapperte und diese in einer Art Missbilligung hin und her schwang. Doch das konnte sie ignorieren.

Mit einigen raschen Handgriffen hatte sie die Gurte gelöst, die den großen Kasten auf dem Dach festgehalten hatten. Kaum war der letzte weg, neigte sich das Ding auch schon der Schwerkraft entgegen und somit Stryka, die es mit einem knappen, halb verbissenen Aufschrei in Empfang nahm. Beinahe hätte sie der Abgang des halben Schranks von den Beinen gerissen. Sie hatte zwar damit gerechnet, aber die Schwere etwas unterschätzt und so musste sie jetzt ihre ganze Kraft, die wirklich nicht unerheblich war, wenn man bedenkt, dass sie nur wenig von körperlicher Ertüchtigung hielt, aufwenden, um das Ding halten zu können. Nachdem ihr von der Anstrengung erneut der Schweiß ausgebrochen war, hatte sie es geschafft und den riesigen Koffer sicher an die Hauswand gestellt. Blechi schwang nur in einer Art technischer Beschwerde die Arme. Der Rest war dann schnell entladen und machte kaum Probleme. Trotzdem schabte sie sich die Haut an den Fingern am Rahmen des Kofferraums auf.

„Verdammte osik noch mal“,

murmelte sie, legte sich die blutenden Finger an die Lippen und saugte daran. Beim Angeln hatte sie sich schon schlimmer verletzt und sich Haken durch die Finger getrieben, war von Felsen gestürzt, in reißende Fluten gerissen, von Raubfischen gebissen worden, aber am Gleiter hatte sie sich noch nie weh getan und normalerweise war sie auch nicht derartig ungeschickt. Der eine Koffer jedoch hatte sich verkeilt gehabt, und sie den genialen Einfall, das mit Gewalt zu lösen. Was ihr auch gelungen war, jedoch unter herben Verlusten der Haut an den Fingern. Entschlossen, sich nicht von Kleinigkeiten aufhalten zu lassen, wuchtete sie das Teil aus dem Wagen. Da war auch schon der Droide an ihrer Seite und wollte sich die Wunde ansehen, doch sie entzog ihm ihre Hand und wies auf die Trage.

„Geh und hilf mir lieber mit dem Gepäck, da mach ich nachher was drüber.“

Stryka glaubte, Blechi noch nie so derartig missbilligend davon rollen gesehen zu haben, wie in diesem Augenblick und sie war froh darüber, dass er nichts sagen konnte. Auf seine Schimpftiraden konnte sie gut und gern verzichten.

Zusammen mit dem Droiden schaffte sie schließlich die Koffer ins Haus. Vorsichtig klopfte sie an die Schlafzimmertür und nuckelte danach wieder an den verletzten Fingern. Weder wollte sie die beiden beim Schlafen stören noch bei einer anderen Tätigkeit zufällig dazu kommen. Der Gedanke, wie sie die Zwei schon einmal bei einer wilden Fummelei erwischt hatte, trieb ihr die Röte ins Gesicht.

Abwartend blieb sie an der Tür stehen und versuchte, nicht zu lauschen.


[Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Strykas Wohnung/Praxis - Diele]
Stryka und der Droide

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10 Apr, 2015 20:45 35 Stryka Ordan ist offline Beiträge von Stryka Ordan suchen Nehmen Sie Stryka Ordan in Ihre Freundesliste auf
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Josea, mit Edris


Edris sah so friedlich aus, als sie sie schlafend vorfanden, doch Josea hatte kein Interesse daran, dass dieser Zustand so blieb. Kaum, dass Stryka die Tür schloss, zwickte er die Zabrak in eine ihrer bloßen Fußzehen. Wie von einem Sandskorpion gestochen fuhr Edris auf und ihre Faust schoss prompt in die Richtung seines Gesichts. Josea schnappte ihre Hand, noch bevor sie irgendeinen weiteren Schaden an seiner ohnehin arg gebeutelten Nase anrichten konnte und zog das wütende Mädchen breit grinsend an sich. Zwar funkelte sie ihn noch zornig an, aber ihre Mundwinkel begannen bereits zu zucken. „Du…du elender chakaar , presste sie hervor, zu mehr kam sie jedoch nicht, weil er sie dann küsste. Ihr Widerstand war ohnehin nicht sehr nennenswert, und sie hatte innerhalb kürzester ihre Hände überall, wohingegen er nur mit einer Hand versuchen konnte, ihr den Overall abzustreifen. „Ah, lass nur“ , sagte sie mit einem neckischen Lächeln und drückte ihn auf die Matratze, wonach sie sich auf seinen Bauch setzte.

„Du bist verletzt und musst dich schonen. Nicht, dass wir noch Ärger mit deiner kleinen Ärztin bekommen…“
„Wenn du es sagt, cyar’ika..“ , erwiderte Josea erfreut und lehnte sich zurück. Edris machte sich daran, ihn aus dem Overall zu holen. Es war ihr deutlich anzusehen, dass ihr gefiel, was sich ihren blitzenden Augen boten. Kein Wunder, denn so wie er gebaut war, gab es nicht viele. Ein solcher Körper formte sich nicht nur aus dem Tragen einer Rüstung, sondern aus einem Leben, in dem ständig Kraft und Beweglichkeit gefordert war. Ganz zu schweigen von dem Training, das er so oft wie möglich absolvierte und das Spielen von Limmie schadete ebenfalls nicht, dass sein freier Oberkörper, geziert mit den verschlungenen Tätowierungen um die linke Schulter und den Oberarm, einen schlichtweg atemberaubenden Anblick bot. Schließlich war er auch immer selbst davon begeistert, sobald er sich auf diese Weise im Spiegel erblickte. Allerdings machteEdris auch keine schlechte Figur, als sie sich von den störenden Kleidungsstücken befreite. Sein Leben war schon ziemlich gut.

„Warum hast du dich eigentlich wieder angezogen?“], fragte er in gespielter Harmlosigkeit, worauf er sich einen kleinen Knuff in die Seite holte. Sie war so reizend, wenn sie provoziert wurde und er würde das voll und ganz auskosten. „Damit du was zu schauen hast, wenn ich mich ausziehe, di’kut , erwiderte sie kokett und zog sich ihr Unterhemd über den gehörnten Kopf. „Meinst du, das würde mir gefallen?“ „Ja, das meine ich…“ , sagte sie maliziös und bleckte die Zähne. Dabei neigte sie sich vorne, um ihn noch einmal zu küssen. „Dann solltest du noch mehr Dinge tun, die mir gefallen, schließlich bin ich verletzt und du musst dich gut um mich kümmern…“, forderte er sie heraus. Und das tat sie. Es war gleichermaßen erregend und entspannend, sich völlig Edris ‘ Fürsorge hinzugeben. Nach den Anstrengungen und Widernissen dieses Tages hatte er sich eine solche Behandlung redlich verdient.

Josea genoss ihren Anblick und ihre aufregenden Zärtlichkeiten, und nachdem dies zur seiner kompletten Befriedigung geschehen war, dämmerte er hinweg, etwas besseres konnte ihm gar nicht passieren...

***


Nicht, dass die ganze Chose irgendwie schlecht gewesen wäre, aber Edris hatte sich nach einer so langen Wartezeit doch ein wenig mehr versprochen. Und sie hatte schon gar nicht damit gerechnet, dass er nach dieser knappen Viertelstunde einfach einschlafen würde. Sicher hatte ihm Edron eine ganz schöne Abreibung verpasst und sie wollte gar nicht wissen, was ihm die kleine speckige Ärztin alles an Medikamenten verpasst hatte. Aber dennoch…Sie rüttelte einige Male an seiner Schulter, doch der di’kut schnorchelte mit einem selig verklärten Gesichtsausdruck leise vor sich her. Immerhin sägte er keine Wälder ab, jedoch würde ihn nicht einmal ein Det aufwecken. Mit einem missmutigen Grunzen stapfte sie ins Badezimmer, duschte sich schnell ab und stieg in ihre Unterwäsche. „Großartig, was mache ich jetzt?“, murmelte sie. Viele Möglichkeiten gab es nicht. Sie konnte sich wieder zu ihm legen und hoffen, dass er irgendwann aufwachte und sie weitervögelten. Da sie aber nun einmal ausgeschlafen war, war ihr das Warten zu langweilig. Oder sie ging, aber das wollte sie nicht und schließlich war das Ve’vut-Ka’ra-Trio der Meinung, dass sie erst einmal bei ihm bleiben sollte. Unschlüssig fuhr sie sich über die Stirnhörner. Vielleicht wäre jetzt ein Caf ganz passend. Auch wenn sie Stryka nicht besonders mochte, und sich am Ende noch mit ihr unterhalten müsste, wäre das vermutlich besser als nichts. Daher band die Zabrak sich die Haare zurück und öffnete die Schlafzimmertür. Und davor stand Stryka. Wayii, was machst du denn hier?“ , entfuhr es ihr entgeistert. Vor Schreck hätte sie ihr beinahe wieder die Tür vor der Nase zugeschlagen. Hatte sie etwa lauschen wollen?


Edris, mit Stryka

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23 Apr, 2015 14:30 21 Josea Gear ist offline Email an Josea Gear senden Beiträge von Josea Gear suchen Nehmen Sie Josea Gear in Ihre Freundesliste auf
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Stryka, Droide und Edris



Erschrocken fuhr die Ärztin zurück, als plötzlich die Tür aufging und die Zabrak vor ihr stand und sie auch gleich anschnauzte. Das hatte ihr noch gefehlt und sie ging direkt in die Defensive.

„Ich wohne hier, schon vergessen, außerdem habe ich geklopft“,

antwortete sie reichlich kühl, vielleicht kühler als für eine gute Gastgeberin angemessen war, aber der Ton ging ihr gewaltig auf den Geist. Und da stand sie nun, frisch geduscht und in Unterwäsche und blockierte ihre Arbeit. Doch es wäre undenkbar, sie jetzt hinaus zu werfen, da sie ihr nun einmal, wie Josea, ein Obdach versprochen hatte, bis sich Torr wieder melden würde oder wer auch immer von diesem vermaledeiten Trio. Wie schon früher verwünschte sie sich, dass sie an diesem Tag überhaupt erst aufgestanden war. Noch einmal saugte sie an dem blutenden Finger und ließ die Hand anschließend in ihrer Hosentasche verschwinden, um das nicht noch einmal zu machen.

„Wenn du etwas zu essen willst, musst du in die Küche mitkommen. Aber erst muss ich Joseas Gepäck sicher verstauen. Also, sei so liebenswürdig und mach mir Platz. Blechi, du kannst die Liege dann ins Schlafzimmer bringen und dann an deine Station gehen, ich brauche dich danach nicht mehr.“

Sie versuchte wirklich, ruhig zu sprechen, doch so wirklich gelingen konnte es ihr nicht. Nur die Ansprache an den Droiden gelang ihr in fast normaler Manier, und er machte sich auch gleich an die Arbeit, die Liege ins Schlafzimmer zu verfrachten. Anschließend machte sie, entgegen ihrer vorherigen Aussage kehrt und ging in ihr Behandlungszimmer, um sich endlich ein Pflaster über den verletzten Finger zu machen. Das dauerte viel länger als nötig, aber der gut aussehenden Zabrak wollte sie jetzt auch nicht gerade über den Weg laufen. Nach all der Anstrengung der letzten beiden Tage hätte sie sich auch gern ausgeruht, aber das ging schlecht, weil ihr Bett noch belegt war. So fand sie sich irgendwann vor dem Schrank mit den Aufputschmitteln wieder und hatte schon die Hand nach einer Ampulle ausgestreckt. Gerade noch rechtzeitig kam sie zur Besinnung und zog die Hand zurück.

„Was mache ich da?“,

murmelte sie vor sich hin und lief schnell zu einem in die Wand eingelassenen Waschbecken, um sich die Müdigkeit mit kaltem Wasser aus dem Gesicht zu spritzen. Es gelang nur bedingt und ihr Oberteil bekam einige Flecken ab. Energisch trocknete sie sich anschließend mit einem groben Tuch Gesicht und Hände ab, das sie nachlässig ins Waschbecken warf, ehe sie daran ging, die vergangenen Stunden mit Josea zu überdenken und kam zu dem Schluss, dass sie einfach zu übermüdet war, um über so etwas Ernstes wie Gefühle für eine Person zu stolpern. Selbst wenn es nicht an der Müdigkeit lag, dachte sie, würden diese wohl kaum erwidert, da er ja in Edris vernarrt schien und auch sonst keinerlei Interesse an ihr gezeigt hatte, was sie auch andernfalls mehr als verwundert hätte, da sie doch um einiges älter war als ihr Patient und noch dazu so gar nicht seinem Beuteschema entsprach.

„Du bist nur müde, deine überarbeiteten Nerven spielen dir einfach Streiche“

sagte sie sich vor, ehe sie das Behandlungszimmer verließ, um in die Küche zu gehen. Der Weg war nicht lang, doch kam er ihr diesmal vor, als würde sie ans andere Ende der Straße gehen. Mittlerweile fühlte sie die Müdigkeit wie Blei an ihren Lidern hängen, doch noch durfte sie dem nicht nachgeben. Außerdem hatte sie nicht vor, auf dem Fußboden oder wieder zwei Stühlen zu schlafen. Das war alles andere als angenehm und bescherte ihr tagelang Schmerzen im Rücken und den Gliedmaßen. Nach nur wenigen Schritten, die sich wie die Ewigkeit angefühlt hatten, blieb sie stehen und lehnte sich mit dem Rücken gegen die Wand. Jetzt galt es wieder Kräfte zu sammeln, um Konversation zu machen, etwas worauf sie sich gar nicht verstand. Inständig hoffte sie, dass Edris nicht zu den Leuten gehörte, mit denen dauernd irgendetwas geredet werden musste, selbst wenn es der allergrößte Schwachsinn war.

Entschlossen, jetzt doch wieder Gastgeber zu spielen, atmete sie tief durch, ging stramm in die Küche und kochte Caf.


„Josea wird noch ein Weilchen schlafen, er ist ziemlich verletzt worden und wenn er ruht, kann das alles besser heilen.“

Es war ein Versuch einer ansatzweise höflichen Konversation, aber schon jetzt gefiel ihr das gewählte Thema nicht mehr.


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Stryka, Edris

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Dieser Beitrag wurde schon 3 mal editiert, zum letzten mal von Stryka Ordan am 25 Apr, 2015 16:48 07.

25 Apr, 2015 08:20 44 Stryka Ordan ist offline Beiträge von Stryka Ordan suchen Nehmen Sie Stryka Ordan in Ihre Freundesliste auf
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Edris , mit Stryka


Nur widerwillig gestand sich die dunkelhaarige Zabrak ein, dass Stryka durchaus damit Recht haben könnte, hier zu wohnen. Das Klopfen musste sie überhört haben, aber das würde sie garantiert nicht zugeben. Immerhin bot die Ärztin ihr etwas zu essen an, was sie mit einem Nicken und einem undeutlichen Dank quittierte. Gastfreundschaft war Gastfreundschaft, und die schlug man auch als Gast nicht einfach so ab. Selbst wenn sie quasi auf Anweisung hier war und ihre Gastgeberin nicht gerade durch Herzenswärme glänzte. Um also auch ein guter Gast zu sein, schnappte sie sich ihr Tanktop und warf es sich über. Dann nahm sie sich doch den Overall, aber ließ das Oberteil um die Hüften hängen. Das musste reichen, um einem Grundmaß an Anstand Genüge zu tun. Stiefel und Socken ließ sie stehen. Es war warm genug, dass sie barfuss gehen konnte und im Haushalt einer Ärztin würde sie sich wohl kaum schmutzig machen. Während Stryka ihren Droiden herumscheuchte und Dinge vor sich herbrabbelte, begab sich Edris in die Küche und wartete ab. Diesmal hatte sie freie Wahl, was die Sitzplätze anging, die zuvor noch von der Heiligen Dreifaltigkeit der Ve’vut Ka’ra okkupiert worden war. Auch wenn sie die Ziele dieser Gruppierung unterstützte, alle drei trugen ihre reichen und respektablen Nasen ziemlich hoch. Da war ihr doch ein einfacheres Leben lieber. Ihres bestand aus Farmarbeit und Jagd, wenn sie zuhause auf Mandalore war und den Söldnerjobs im benachbarten Huttraum.

Josea schien ähnlich gestrickt, er nahm das Leben leicht und das gefiel ihr. Da sie nun quasi von höchster Stelle die Anweisung bekommen hatte, auch noch bei ihm zu bleiben, kam sie ihr gern nach. Es gab durchaus Schlimmeres. Wie das Warten auf Caf und einen Imbiss. Sie würde sich hüten, irgendetwas in der Küche der unwirschen Ärztin anzufassen. Nicht, dass sie Angst vor ihr hatte, doch sie hatte keine Lust auf Gezeter und aus einem komischen Grund hielt Josea wohl große Stücke auf sie. Edris fragte sich, ob das nur bei dieser Frau so war oder er generell so mit jedem weiblichen Wesen umging. Das war eine Sache, die ihr vielleicht nicht so gut gefallen würde und eigentlich war es doch bescheuert, sich schon jetzt darüber Gedanken zu machen. Hin- und her gerissen tippte sie mit den Fingern auf der Tischplatte herum, und zog dann ein Bein an, um ihren Kopf auf dem Knie abzulegen. Wenn er vorhin nicht gleich eingeschlafen wäre, hätten sie bestimmt jetzt hier zusammen gesessen oder hätten immer noch miteinander Spaß gehabt und sie müsste sich nicht über ungelegte Eier Sorgen machen.

Völlig unerwartet kam Stryka in die Küche gestürmt, so dass Edris wieder zusammen zuckte. Die Ärztin machte sich daran, den Caf zu kochen und von Joseas zu berichten, obwohl die Zabrak gar nicht danach gefragt hatte. Sie klang trotzdem so, als ob sie das Ganze nur sehr ungern erzählte. „Ähm, dann ist das wohl besser so…“, erwiderte Edris verdutzt. „Was für Verletzungen hat er denn? Mein Bruder muss ihn ganz schön vermöbelt haben“ Natürlich hatte sie gesehen, dass er die Schiene trug, und sie glaubte, dass Stryka es vorhin dem Ve’vut Ka’ra-Trio erzählt hatte. Behalten hatte sie das alles nicht, dafür war sie noch zu müde und alles andere als ausgenüchtert gewesen. Wichtiger war ihr zu dem Zeitpunkt auch ganz andere, viel angenehmere Dinge. Höfliche Konversation mit der schroffen Ärztin gehörte sicher nicht dazu. Wenn sie Caf und Essen haben wollte, würde ihr wohl nicht viel übrig bleiben. Aber Josea würde es sicher gefallen, und so tat sie ihr Bestes, um diese halbe aruetii bei Laune zu halten.


Edris mit Stryka


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08 May, 2015 16:30 08 Josea Gear ist offline Email an Josea Gear senden Beiträge von Josea Gear suchen Nehmen Sie Josea Gear in Ihre Freundesliste auf
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Stryka, Edris



Wenigstens war das gehörnte Geschöpf nun angezogen. Stryka fragte sich, warum alle immer so körperbetont gekleidet sein mussten. Es war furchtbar. Im Moment hatte sie das Gefühl, Edris könnte genauso gut nackt hier sitzen, es würde sich nichts ändern.

Und da war sie auch schon die Frage nach den Verletzungen, die unweigerlich kommen musste, nachdem sie schon blöderweise mit dem Thema angefangen hatte. Jetzt hieß es: Augen zu und durch. Sie musste sich dringend von den sonderbaren Gedanken ablenken, die sie vorhin schon überkommen hatten. Also hüllte sie sich wieder einmal in Geschäftigkeit. Sie holte Tassen aus dem Schrank, stellte sie auf den Tisch und durchwühlte anschließend den Kühlschrank nach Essbarem. Viel fand sie nicht, aber das was sie hatte, würde ihr Gast bekommen. Im Geiste machte sie sich eine Notiz, dass sie dringend auf den Markt musste.

„Er hat einen gewaltigen Schlag gegen den Kopf bekommen und ist dann umgefallen. Sein Kurzzeitgedächtnis war weg und kommt anscheinend jetzt langsam wieder. Aber er weiß Vieles noch nicht. Die Verletzung am Handgelenk ist schon älter, aber durch die Schlägerei ist der Knochen wieder angebrochen und wird eine Weile brauchen, bis er heilt. Ich hatte zu wenig Bacta auf Lager.“

Im ersten Moment war es ihr peinlich, das eingestehen zu müssen. Doch dann sagte sie sich, Bacta war nicht alles, ein Allheilmittel, das nur dem Zweck diente, die Herstellerfirmen und ihre Handlanger reicher und mächtiger zu machen.

„Ja, dein Bruder hat ihn ganz schön erwischt. Er sollte sich vielleicht mal eher um seine Angelegenheiten kümmern, anstatt um deine, ad’ika. So, der Caf ist gleich fertig.“

Das war auch so. Die altertümliche Kaf-Maschine produzierte bereits das erfrischende Lebenselexier und verbreitete dabei einen herrlichen Duft. Nachdem sie eine Tasse für Edris gefüllt hatte, begann sie, Gemüse klein zu schneiden, das sie noch im Kühlschrank gefunden hatte. Das briet sie an und gab noch ein paar Streifen Nerf-Schinken dazu. Es war nicht gerade viel oder üppig, aber mehr gab der Kühlschrank nicht her.

„Ich war noch nicht einkaufen, deshalb gibt’s jetzt erst einmal nur das. Nachher koche ich mehr“,

stellte sie dann auch kalorienreichere Speisen und auf jeden Fall mehr davon in Aussicht. Der Duft nach gebratenem Schinken und Gemüse vermischte sich mit dem des Cafs. Sie ließ die Pfanne wo sie war und goss sich selbst auch das schwarze Gebräu in eine Tasse.

Danach war sie auch schon wieder still, denn es fehlte ihr an Ideen für eine leichte Konversation. Ihr Pulver war mit dem Hinweis, dass sie noch einkaufen müsse, endgültig verschossen. So rührte sie in der Pfanne herum und achtete darauf, dass nichts anbriet.

Immer wieder schaute sie auch zu der erheblich jüngeren Zabrak und beobachtete sie. Sie versuchte, die Frau einzuschätzen und überlegte sich, was sie weiter sagen konnte, ohne dabei dumm, linkisch oder sonst wie unbeholfen zu wirken. Am Ende ihrer Überlegungen entschloss sie sich, doch lieber zu schweigen. Es war so schwierig, eine Unterhaltung zu führen, für die es keine wichtige Grundlage gab. Smalltalk war etwas für Leute, die sonst nichts zu tun hatten. Dann fiel ihr ein, dass das Schließen der Praxis an diesem Tag ihre Einnahmen erheblich schmälern würde. Doch auch das behielt sie für sich. Noch eine Weile rührte sie schweigend in der Pfanne und gab noch ein paar Gewürze dazu. Nachdem das Mahl fertig war, befüllte sie einen Teller damit, kramte nach Besteck und brachte es zum Tisch, um alles vor Edris abzustellen.

„Lass es dir schmecken.“

Sie selbst nahm sich ihre Tasse und setzte sich dann ebenfalls. Schweigend schaute sie ins Leere und stellte sich vor, wie sie normalerweise um diese Zeit Patienten behandelte oder sogar im Fluss stand und irgendwelche Unrat heraus zog, den irgendwelche di’kute in die Fluten geworfen hatten.

Die Ärztin fühlte sich unbehaglich, noch mehr als zu dem Zeitpunkt, als Torr und Kumpanei hier gewesen waren. Und sie versuchte zu verbergen, dass sie müde war und gern geschlafen hätte – in ihrem Bett, mit oder ohne Josea, war dabei nicht so wichtig. Was falsch war, wie sie sich, kaum gedacht, auch wieder eingestehen musste. Sie hätte sich gern an diesen muskulösen Körper geschmiegt. Aber das war nicht drin. Energisch schalt sie sich selbst für diesen Gedanken und zwang sich zu einer freundlicheren Miene, was ihr auch nicht gelang, so brachte sie es wenigstens zustande, halbwegs gleichmütig drein zu schauen. Gefühle waren wirklich schrecklich. Sie traten immer dann auf, wenn man sie am wenigsten gebrauchen konnte. Da sie vor Jahren beschlossen hatte, dass das nichts für sie war, traf es sie wieder einmal unvorhergesehen und sie hatte damit zu tun, das zu unterdrücken und zu verwerfen.


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Edris , mit Stryka


Unwillkürlich musste Edris schmunzeln, als Stryka erwähnte, dass Edron ihn ganz schön erwischt hatte. Natürlich war das böse für Josea ausgegangen, aber ihr Zwillingsbruder war eben ein Haudrauf, der erst zuschlug und dann auch nicht mehr fragte. Glücklicherweise sah es aber doch so aus, als ob ihr Zukünftiger einigermaßen glimpflich davon gekommen sei, schließlich war er nicht gerade ein Schwächling – eher das Gegenteil. „Immerhin ist mein Bruder auch in der Klinik gelandet“ , warf sie ein. „Da hat er wenigstens gemerkt, dass er sich lieber nicht eingemischt hätte. Sobald aber Jos'ika ein Teil der Familie ist, wird er ihn in Ruhe lassen, das kann ich dir versichern.“ Gewiss würde sich Edron erst einmal ärgern, aber mit der Zeit legte das sich bestimmt und sobald sie einmal Nachwuchs hatten, würde er bei seinen Nichten und Neffen dahin schmelzen.

Schon der Geruch des frisch gebrühten Caf wirkte belebend auf die junge Zabrak und der erste, vorsichtige Schluck des heißen Gebräus war eine Wohltat. Während Stryka dabei war, etwas in der Pfanne zuzubereiten, entstand wieder unangenehme Stille. Die Ärztin musste ja nicht gerade ihre Lebensgeschichte erzählen oder so, und Edris fiel auch nicht recht ein, was sie sagen sollte. Aber sie kam aus einer großen Familie, und überall im Haus fand sich jemand, der etwas zu erzählen hatte. Und wenn es nur eine alte Kriegsgeschichte war, die schon hundertmal erzählt wurde oder wenn ein Eopiefohlen geboren worden war, irgendwas gab es immer, über das man sich unterhalten konnte. Das einzige Thema, das sie hier hatte, war Josea. Es gab sicher schlimmeren Gesprächsstoff, doch worüber außer seinen Verletzungen sollte sie sonst sprechen. Dass er ein echt attraktiver Typ war, und großartige Tätowierungen hatte und wahrscheinlich ein noch besserer Liebhaber war, wenn nicht alles so schnell gegangen wäre. Für einen kurzen Moment war Edris versucht, die Ärztin zu fragen, ob die Medikamente so auf die Ausdauer eines Mannes schlugen, ließ es dann aber bleiben. Sie würde dann wie ein Teenager klingen, der gerade sein verd’goten hinter sich hatte. Nein, Stryka wirkte nicht wie die Art Frau, mit der man solche Gespräche führen konnte, auch wenn sie Medizinerin war. Zuhause saß Edris gern mit ihrer Mutter, ihren Schwestern und Cousinen und Tanten zusammen, um alles durchzuhecheln, was solche Dinge betraf. Manchmal auch, wenn während einem Einsatz einige patente Frauen zusammenkamen, das war immer sehr unterhaltsam, auch mit aruetii-Söldnerinnen. Dass Stryka so abweisend war, ließ sich vorerst nicht ändern und so wartete sie geduldig, bis das Essen fertig war.

„Danke dir“ , sagte die Zabrak freundlich, als Stryka ihr das Essen hinstellte. Es war ein wenig beschämend, dass sie das alles für sie tat. Wahrscheinlich hatte sie ziemlich über die Stränge geschlagen, als sie noch nicht ganz nüchtern gewesen war, wenigstens glaubte sie es. Der gebratene Schinken und das Gemüse waren gut, es fehlte vielleicht noch Brot dazu, doch sie wollte nicht unverschämt erscheinen, da die Ärztin gesagt hatte, sie würde nachher noch einkaufen gehen. „Das ist wirklich lecker“ , lobte sie das Gericht. Stryka indes saß nur mit ihrer Caf-Tasse da, sagte nichts und sah sie nicht an. Also aß Edris ein paar weitere Happen, um zu ignorieren, dass sie völlig ignoriert wurde. Was war nur mit dieser Frau los? Vielleicht wurde man ja in diesem Alter so komisch, andererseits waren ihre Verwandten und andere vode viel lockerer. Sie hasste es, solche Grübeleien anzustellen. Also aß sie den Teller leer, legte demonstrativ das Besteck darauf und sah ihr Gegenüber an. Es war immer das Beste, direkt zur Sache zu kommen.

„Sag mal, hast du ein Problem mit mir oder weshalb schweigst du mich so an?“


Edris mit Stryka


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25 May, 2015 01:53 29 Josea Gear ist offline Email an Josea Gear senden Beiträge von Josea Gear suchen Nehmen Sie Josea Gear in Ihre Freundesliste auf
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Stryka, Edris



Die Stirnfalte wurde tiefer, als Edris davon sprach, dass Josea ein Mitglied ihrer Familie werden sollte. Er war doch schon verheiratet, kam ihr in den Sinn, aber sie konnte sich auch irren und ihr Patient hatte da etwas verwechselt. Bei seinem derzeitigen Zustand war das nicht unmöglich. Also schwieg sie. Das war etwas, was die beiden untereinander klären mussten. Sie würde sich nicht einmischen. Privatsachen waren nicht ihr Ding, obwohl sie gerade mitten in so einer steckte und nicht mehr wusste, wie sie da heraus kommen konnte. Und damit verbannte sie auch den Gedanken an den muskulösen Mann, der in ihrem Bett schlief.

Während Edris aß, schwieg sie und empfand es als nicht ganz so schlimm. Insgeheim war sie froh, dass die Zabrak ihr Essen nicht zurück gewiesen hatte und es sogar lobte. Mehr an Konversation war ihrer Meinung nach nicht nötig. Nachdem sie sich ein Lächeln abgerungen verschwanden ihre Gedanken wieder von der aktuellen Situation und wandten sich anderen Dingen zu, wie der Frage, ob sich die Wurzel einer bestimmten Wasserpflanze als antiseptisch erweisen würde. Sie war so sehr in ihre Gedanken vertieft, dass sie hochschrak, als Edris sie ansprach. Es dauerte einen Moment, bis sie registrierte, was die Frau von ihr wollte.

„Problem? Ich kenne dich nicht. Außerdem was sollte ich reden, wenn es nichts zu reden gibt. Willst du etwas von mir wissen?“,

fragte sie zurück und legte, weil ihr nichts besseres einfiel, gleich einen halben Lebenslauf nach:

„Ich habe vor 17 Jahren an der Universität in Keldabe promoviert, habe danach im Stadtkrankenhaus als Assistent gearbeitet, dazwischen meine eigene Praxis aufgebaut, meine Familie unterstützt, von der es nur noch mich gibt und irgendwo einen Cousin, von dem ich seit einer Ewigkeit nichts mehr gehört habe. Ich angle gern und forsche nach alternativen Heilmethoden, abseits von Bacta. Ich hörte im Krankenhaus als Oberärztin auf nachdem ich mich mit dem Krankenhausleiter fast geschlagen hätte und betreibe seitdem diese Praxis mit einem Labor.“

Während sie redete, hatte sie den Blick wieder auf ihren Gast gerichtet, stand danach auf und räumte das Geschirr ab.

„Wenn dir ein Thema einfällt, über das du reden möchtest, dann nur zu. Allerdings bin ich nicht geübt im Smalltalk. Um ehrlich zu sein, er ist mir zuwider.“

Nun war es draußen, ein Teil ihrer Lebensgeschichte und dass sie nicht wusste, das sie reden sollte. Der Ball lag nun bei Edris, es war an ihr, was sie daraus machte. Zumindest nach Strykas Ansicht.

Nachdem sie das Geschirr in die Spüle gestellt hatte, setzt sie sich wieder an den Tisch und trank ihren Kaffee, der mittlerweile auch nicht mehr sehr warm war. Ein Umstand, der sie noch nie gestört hatte.

Sie wusste, dass ihr Leben für viele Leute langweilig war. Es war seit dem Tod ihrer Mutter bar jedweder privater Beziehungen, abgesehen von der Abmachung mit dem Nachbarn, der sich um ihren Gleiter kümmerte und den sie dafür mit Tees und anderen Kräuterzubereitungen versorgte, wenn ihn ein Wehwehchen plagte, was genau genommen auch eine geschäftliche Beziehung war.

Ein Magenknurren kündigte sich an. Der Bagel am Raumhafen hatte bei weitem nicht ausgereicht, ihr Innerstes zu füllen. Das vermochte kaum eine Speise. Abgesehen von gelegentlichen kulinarischen Sünden, hielt sie sich an einen strikten Ernährungsplan, um nicht noch mehr an Fülle zuzulegen.


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25 May, 2015 11:40 04 Stryka Ordan ist offline Beiträge von Stryka Ordan suchen Nehmen Sie Stryka Ordan in Ihre Freundesliste auf
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Edris , mit Stryka


Edris hätte am liebsten den Kopf auf die Tischplatte geschlagen. So eine war die Ärztin also. Jemand, der kein Leben und keine Freunde hatte, von Mann und Kindern wohl ganz zu schweigen, also war es wohl besser, sie lieber nicht danach zu fragen. Bei dieser unwirschen Art hätte sie es sich fast gedacht, es war nur so...wie in einer der Holosoaps, die ihre Cousine Selah so gerne sah. Stryka tat ihr einerseits Leid, andererseits hatte sie sich das Ganze wohl selbst eingebrockt, wenn sie sich immer so verdrießlich gab. Wenn sie nicht aufpasste, bekam sie diese tiefe Stirnfalte nie mehr weg. Die Zabrak konnte es sich nicht vorstellen, ein solch abgeschiedenes Leben zu führen. Ohne ihre Familie, die allein auf Mandalore etwas mehr als hundert Angehörige besaß, konnte sie sich ihr Leben nicht vorstellen. Es gab immer jemanden, der für einen da war, auch wenn er so übertrieben fürsorglich wie ihr Bruder war. Einige nervten, aber selbst solche Verwandten mussten einfach sein. Sie halfen einander, und wenn man vielleicht irgendwo getötet wurde, würde es jemand geben, der einen vermisste und vielleicht auch rächte. Das war ein tröstlicher Gedanke. Nun, das konnte sie der älteren Frau aber wohl schlecht sagen, aber weiter anschweigen war auch bescheuert.

"Da bin ich ja froh, dass es nicht an mir liegt", erwiderte sie etwas entspannter und rührte in ihrem Caf herum. "Warum bist du nicht in der Klinik geblieben?" , war das nächste, was durch ihren Kopf schoss und weniger verfänglich als ihr erster Gedanke. "Da verdient man doch sicher mehr als....hier?" Außerdem liefen in Kliniken mehr Leute herum, und bei einigen Aufenthalten hatte sie festgestellt, dass dort manchmal recht attraktive Ärzte arbeiteten. "Ich hab unterwegs ein paar Feldmedics kennengelernt", fuhr sie fort und war froh darüber, dass sie ein Thema gefunden hatte, zu dem Stryka bestimmt etwas beitragen konnte. Schließlich musste sie ja zu dem, was ihre Kollegen so taten, eine Meinung haben. "Sie lassen sich ihre Arbeit bei verschiedenen Kopfgeldjägergilden und Söldnerfirmen wirklich gut bezahlen. Noch mehr Credits bekommen sie, wenn sie im Auftrag eines Hutten mitgeschickt werden. Jedenfalls kommen sie in der ganzen Galaxis rum. Das ist natürlich etwas gefährlicher, aber man hat garantiert nie Langeweile." Diese Männer und Frauen, die mit den Söldnergruppen in ihre Einsatzgebiete reisten, um eine professionelle ärztliche Versorgung zu gewährleisten, waren durchgeknallte chakaare, das musste man in dem Job wohl sein. Aber auch immer unterhaltsame Leute, die viel zu erzählen hatten und die Truppe bei Laune hielten. Naja, Stryka s Ding war das wohl eher nicht. Doch vielleicht würde sich das mit mehr Gesellschaft ändern.

Manche Leute wollten eben keine Veränderung, sagte sie sich dann und seufzte leise. Nur war anscheinend eine Menge an Veränderungen in die kleine Praxis gekommen, und das quasi über Nacht. "Wie sind wir denn eigentlich an ausgerechnet an deine Praxis geraten? Ich weiß nur noch, dass Edron Jos'ika im Lagartoz zusammenschlagen wollte, und dann bin ich hier aufgewacht.." Und damit war auch eine Veränderung in ihrer eigenen Lebensplanung gekommen, die sie allerdings sicher nicht mehr rückgängig machen wollte. Während die Ärztin wohl oder übel mit der aktuellen Lage klarkommen musste, war Edris diejenige, die damit zufrieden war. Das zeigte sich nun in einem kleinen Lächeln, dass sich ihr auf die Lippen stahl. "Ich hoffe, dass sich diese Schmerzensgeld-Geschichte hier rasch aufklärt, dann kann er mit zu uns, wenn es für dich in Ordnung ist. Wenn meine Familie sieht, wie gut du ihn behandelt hast, werden sicher auch ein paar von uns gern zu dir kommen. Hast du eigentlich mitbekommen, wo er her ist?"


Edris mit Stryka

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10 Jun, 2015 13:06 30 Josea Gear ist offline Email an Josea Gear senden Beiträge von Josea Gear suchen Nehmen Sie Josea Gear in Ihre Freundesliste auf
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Stryka, Edris


Diese Situation war ihr unangenehm. Das Fräulein, das in ihrer Küche saß und eben die Reste ihres Kühlschrankinhalts verspeist hatte, redete, als wäre ihre Praxis ein Nichts. Das war sie ganz und gar nicht. Diese Zabrak hatte doch gar keine Ahnung vom Leben als Arzt. Wahrscheinlich kannte sie nur diese schicken aber überaus unreifen Burschen aus den Kliniken, die sich auf Bacta verließen und sonst nichts in der Birne hatten. Doch diese Überlegung musste sie revidieren, denn Edris erwähnte auch Feldmediziner. Das war natürlich ein anderes Thema. Die hatten wirklich was drauf. Aber es war ganz und gar nicht die Arbeit, die ihrer Art entsprach. Zumindest hatte sie es noch nie in Erwägung gezogen. Nicht, dass sie nicht wusste, wie man Schussverletzungen behandelte oder andere Verletzungen. Davon gab es in Keldabe zuhauf.

„Meine Praxis ist mein Leben, cyar’ika, ich habe sie aufgebaut und das Labor dazu, das zu den Besten in der Gegend gehört. Das ist nicht gerade wenig. Und warum soll ich mir von einem großkotzigen Anstaltsleiter in meine Arbeit dreinreden lassen, wenn ich selbst der Boss sein kann? Ich lasse mir nicht gern Vorschriften machen. Und eine Verschwendung von vorhandenen Ressourcen halte ich für ein Verbrechen“,

erklärte sie der Zabrak, ohne zu viel zu verraten. Danach trank sie von ihrem Caf und schien sich mehr und mehr zu entspannen, obwohl ihr auch dieses Thema nicht sehr behagte. Sie kam sich vor, als müsse sie sich für ihren Lebensstil rechtfertigen. Und das wollte sie nicht. Außerdem, was gingen ihre Differenzen mit dem dikut vom Krankenhaus an? Das würde sie nicht einmal ihren besten Freunden erzählen. Offiziell war sie aus freien Stücken gegangen worden. Es wurde ihr nahe gelegt, den Dienst zu quittieren, was sie dann auch gemacht hatte. Aber nicht, ohne dem Kerl noch einmal ordentlich ihre Meinung zu sagen. Bei dem Gedanken daran lächelte sie grimmig, denn es hatte ordentlich gut getan, sich Luft zu verschaffen.

„Interessante Krankheiten gibt es auch hier, wenn du dir nicht für diversen Kleinkram zu schade bist. Auch Credits oder Gefallen für die Zukunft.“

Für sie war es unfassbar und unmöglich, etwas anderes zu machen, als ihre Praxis und ihre Forschungen. Es war ihr Leben, das sie sich, wenn auch nicht ganz freiwillig, ausgesucht hatte. Da brauchte niemand daher kommen und es in Frage stellen. Ihre Stirnfalte wurde tiefer. Aber sie verkniff sich einen entsprechenden Kommentar. Um nicht weiter darüber nachdenken zu müssen, vertiefte sie sich in die letzte Frage von Edris.

„Ich habe euch hierher gebracht. Du hattest dich fast bewusstlos gesoffen, Josea wollte mich vor irgendetwas Eingebildetem retten … ach ja, ich weiß schon, es war, weil ich noch voller Blut von dem Bengel war, der sich das Bein fast abgetrennt hatte. Da dachte der große Held wohl … irgendwas, keine Ahnung. Es kam zum Gerangel und der Wirt schaffte sein Haustier herbei, dann sind wir lieber gegangen und du bist mitgekommen in deinem Suff. Naja, ich hab euch zu mir geschafft. Ist ja nicht so weit vom Lagartoz Inn bis hierher“,

erzählte sie freimütig und schwieg sich dann wieder eine Weile aus. Ja, die Schmerzensgeldangelegenheit. Das war noch so eine Sache. Durch diese unbedarfte Bemerkung ihres Gastes, war sie in den Vordergrund ihrer Gedanken gerutscht und die Zabrak wollte Josea danach mitnehmen. Die Ärztin überlegte still, ob sie nicht einen Grund erfinden sollte, dass er noch bleiben musste. Andererseits, er war so weit in Ordnung, dass er sich überall aufhalten konnte, sofern er sein Handgelenk schonte. Sie schallt sich selbst eine dumme Närrin, an so etwas überhaupt nur zu denken. Um sich davon abzulenken, trank sie vom Caf. Etwas hastig stand sie danach auf und holte die Kanne.

„Willst du auch noch etwas? Und ja, sobald das geregelt ist, kann er gehen, wohin er will. Wie lange es noch dauert, weiß ich allerdings nicht, du kennst deine Verwandten besser als ich.“

Dann war das Schweigen wieder zwischen ihnen. Stryka überlegte zwanghaft, was sie noch sagen konnte, damit sie nicht wieder so unhöflich erschien. Wobei es ihr eigentlich egal war, wofür man sie hielt. Sie war der beste Arzt in der Gegend - und ihrer Meinung nach, sogar der beste in ganz Keldabe. Ihr Fachwissen war groß und ihre Forschungsergebnisse zeigten immer gute Wirkungen. Sie hatten Joseas Verletzung durch, sie hatte erzählt, was im Lagartoz vorgefallen war, zumindest so weit sie es verstanden hatte und sie hatte etwas über sich erzählt. Dann fiel ihr doch etwas ein und kurz lächelte sie.

„Bist du wie Josea ein Kopfgeldjäger?“,

fragte sie und vergaß dabei die letzte Frage der Hörnerträgerin zu beantworten. Außerdem fand sie, dass Edris das Josea selbst fragen sollte. Mit der Kanne in der Hand wartete sie, ob sie noch nachschenken sollte und auch auf die Antwort ihrer letzten Frage, auch wenn die Neugier mehr geheuchelt als echt war. Im Grunde genommen, war es ihr gleichgültig, was die Frau tat, solange sie es weit weg von hier tat und ihre ganze Sippe mit nahm.



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14 Jun, 2015 09:19 52 Stryka Ordan ist offline Beiträge von Stryka Ordan suchen Nehmen Sie Stryka Ordan in Ihre Freundesliste auf
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Edris, mit Stryka

Diese Frau war echt schwierig. Das Gesicht der Ärztin konnte Banthamilch zum Gerinnen bringen, als sie ihre Praxis verteidigte. Sie konnte doch machen, was sie wollte, doch brauchte sie bestimmt nicht so zu reagieren, als ob Edris ihr in den Caf gespuckt hätte. Die Zabrak hob abwiegelnd die Hände. "Udesii...ist ja schon gut. Habe ich doch gar nicht bestritten, dass du gute Arbeit machst", versuchte sie die ältere Frau zu beschwichtigen und hoffte, dass sie selbst umgänglicher blieb, wenn sie einmal in dem Alter war. Es brauchte niemand eine Stimmungskanone zu sein, doch sie befürchtete, dass Strykas Miesepetrigkeit schon jetzt abfärben konnte. Bewusst versuchte sie, ihre Mundwinkel oben zu halten und nicht die Augenbrauen zusammenzuziehen. Die Story, wie sie in die Praxis gelangt waren, ließ sie indes wieder schmunzeln. Ihr gefiel die Bezeichnung 'Held', auch wenn das Wort so unglaublich unmandalorianisch war. Josea war einfach so einzigartig, dass normale Begriffe gar nicht auf ihn passten. "Ja, es ging schon hoch her", merkte sie an. "Das waren sieben verd'goten, die begossen werden mussten, da lässt sich niemand lumpen. Normalerweise hätten wir auch bei uns im Ort gefeiert, aber der größte Teil der frischgebackenen verd'ike wohnt eben auch hier in Keldabe und sie wollten was in einem modernen Laden machen. Aber gut, dass du in der Nähe warst." Ansonsten wäre dann Tag der Ärztin einfach weiter so einsam vorbeigezogen, mit den kleinen Wehwehchen der Nachbarschaft und sich in der Praxis zu verkriechen.

Edris nahm Strykas Angebot nach einem Nachschlag gerne an, denn ihr Caf war schon ein wenig kalt geworden. Es freute sie, dass Josea dann keine weitere intensive Behandlung brauchte und je schneller er bei ihr war, umso besser. "Nun ja, das kommt darauf an, wie viel und wie lange das Palaver der Dreifaltigkeit mit unserem Oberhaupt dauert. Aber sie sind keine Freunde übereilter Entscheidungen, soweit ich weiß" Sie wusste nur, dass sich Yeela Morane, Arego Xhaan, Torr und Berton Rayceen viel mit politischen Dingen beschäftigten, etwas, dass sie eigentlich für aruetii-Kram hielt. Aber dem Clan ging es gut und die Ve'vut Ka'ra vertrat mandalorianische Interessen, also konnte das wohl nicht so verkehrt sein, auch wenn sie nicht so viel davon verstand. Ihr wäre es im Traum nicht eingefallen, so einen Aufriss um das Schmerzensgeld zu machen, wenn jedoch Torr der Meinung war, dass es mit Berton besprochen werden musste, dann war es so. Er war ein direkter Enkel des fast zweihundert Jahre alten Clanoberhauptes, und der ba'buir hielt große Stücke auf ihn. Nun ja, es gab Schlimmeres. Wie die nächste Schweigephase. Gerade als sie drauf und dran war, vorzuschlagen, Josea zu wecken, platzte Stryka völlig unerwartet mit der Frage heraus, ob sie auch Kopfgeldjäger sei. Beinahe hätte Edris sich am Caf verschluckt. Die sauertöpfische Ärztin hatte ein Talent, sie immer im falschen Moment zu überraschen.

"So viele Kopfgeldjagden habe ich noch nicht mitgemacht", sagte die Zabrak, nachdem es ihr gelungen war, die heiße Flüssigkeit den richtigen Weg nehmen zu lassen. "Eigentlich habe ich mehr entlaufenes Eigentum zurückgebracht, das ist aber auch nicht ohne, man muss sich den ganzen Rückweg das Gezeter und Geschrei anhören und beschädigen darf es auch nicht. Da reicht schon eine geplatzte Lippe, um die Prämie zu drücken...Bei den richtig guten Prämien muss man sich schon mit anderen zusammentun, um gegen die Konkurrenz eine Chance zu haben und ist am Ende nur damit beschäftigt, nicht von den anderen Jägern umgebracht zu werden. Nun ja, ich mache lieber Söldnereinsätze mit, ich finde das angenehmer..." Ob Stryka das nachvollziehen konnte, bezweifelte sie eher. Ihr Werdegang hatte sich nach einem durch und durch bürgerlichen Leben angehört. Was bestimmt auch nicht schlecht war, vorstellen konnte sie es sich nur schwer.


Edris, mit Stryka

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19 Jun, 2015 15:02 41 Josea Gear ist offline Email an Josea Gear senden Beiträge von Josea Gear suchen Nehmen Sie Josea Gear in Ihre Freundesliste auf
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Stryka, Edris


Irgendwie entwickelte sich das alles als sehr schwierig, zumindest empfand Stryka die Lage als nicht besonders angenehm. Sie schenkte der Zabrak Kaf nach und nahm sich dann selbst auch noch. Danach stellte sie die Kanne zurück in die Maschine. Die Tätigkeit half ein wenig über ihre Unbeholfenheit in der höflichen Konversation hinweg, doch dann war sie wieder zur Ruhe gezwungen. Langsam trank sie das heiße Gebräu, das zum Glück recht stark war und hörte zu, was ihr Gast zu sagen hatte. Leider kreiste ein Teil ihrer Gedanken um ihren schlafenden Patienten, was sie etwas abwesend wirken ließ. Doch nahm sie sich rasch zusammen und kramte nach einer passenden Erwiderung.

„Dann hat die Party ja richtig ausgegeben. Tut mir leid, dass sie so abrupt geendet hat. Aber bei deinem Alkoholspiegel hättest du ohnehin nicht mehr viel mitbekommen. Und ihr hab gleich für sieben Leute gefeiert. Alle aus eurer Familie oder auch Freunde?“,

fragte sie und zuckt dann leicht mit den Schultern. Im Grunde genommen war es ihr gleichgültig, wann und warum sich jemand bewusstlos soff. Ändern konnte sie daran ohnehin nichts. Und die Leute, die dort gefeiert hatten, kannte sie auch nicht. Also bestand auch nicht die geringste Ursache, nach mehr zu fragen. Allerdings erhoffte sie sich. So etwas mehr über die Rayceens zu erfahren, wer sie waren und wie sie tickten. Wobei man von Edris nicht auf Torr schließen durfte. Das wäre ein fataler Fehler gewesen.

„Was waren das für Leute, die du wieder geholt hast? Verbrecher oder Sklaven? Und arbeitest du dann immer mit den gleichen Leuten zusammen? Ich kenne ein paar Leute, die nach diversen … Ausflügen … ihre Wehwehchen hier behandeln lassen, die gröberen Blessuren, das einfache Zeug kriegen die eh selbst hin“,

warf sie nun doch interessierter klingend ein, runzelte dabei allerdings nachdenklich die Stirn. Im Moment ging ihr zu viel im Kopf herum und immer wieder schob sich der schlafende Josea in den Vordergrund. Das verdammte Lächeln dieses Kerls ging ihr nicht aus dem Sinn und verwirrte sie, besonders die Gefühle, die sie dabei empfand. Das war nicht gut, fand sie, und hoffte, dass es sich legte, sobald er aus dem Haus war, was bestimmt bald geschehen würde. Entschlossen zwang sie ihre Gedanken in die Küche zu Edris.

„Halte mich bitte nicht für ungastlich, aber wann denkst du, wird es eine Entscheidung geben? Es handelt sich nicht gerade um eine übermäßig hohe Summe und sie ist auch nicht für mich gedacht, sondern für Josea – abgesehen von meinen Auslagen. Schmerzmittel und Bacta müssen auch bezahlt werden. Was mich daran erinnert, dass ich noch einkaufen wollte.“

Geschäftig stand die Ärztin auf und räumte das Geschirr weg.

„Fühle dich wie zuhause. Du kannst überall hin gehen, nur die Praxis und das Labor sind tabu.“

Das erinnerte sie wiederum daran, dass sie das Labor abschließen sollte, denn dort züchtete sie gerade eine Reihe von Pilzen, die sie im Wald um Keldabe gefunden hatte und untersuchte ihre Wirksamkeit gegen bestimmte Krankheitserreger. Wenn da etwas verpfuscht wurde, dann konnte sie die Arbeit von drei Monaten in den Müllschlucker werfen. Es hingen zwar weder Leben noch ihre Reputation als Arzt davon ab, aber es war etwas, das ihr wichtig war und dem sie viel Zeit gewidmet hatte. Die Kulturen zeigten bereits erste Ergebnisse und bald konnte sie mit Studien am lebenden Organismus anfangen. Doch dazu brauchte sie noch die Ergebnisse aus der Simulation, die würde sie in ein paar Tagen laufen lassen, nahm sie sich vor, während sie zu Edris schaute. Stryka versuchte, nicht zu ernst zu blicken oder gar unwirsch. Allerdings war ihr das mittlerweile so sehr in Fleisch und Blut übergegangen, dass es ihr schwer fiel. Und sie wusste noch immer nicht, was sie von der Zabrak halten, ob sie sie mögen sollte oder nicht.



[Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Strykas Wohnung/Praxis - Küche]
Stryka, Edris

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Ich bin kein guter Arzt, ich bin der beste, den du kriegen kannst.

22 Jun, 2015 18:13 10 Stryka Ordan ist offline Beiträge von Stryka Ordan suchen Nehmen Sie Stryka Ordan in Ihre Freundesliste auf
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