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Josea Gear
Frankly my dear, I don't give a damn




Dabei seit: 17 Jan, 2013
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| Mandalore | Keldabe | Keldabe | | Strykas Praxis |


Edris , mit Stryka


Stryka wirkte nicht entspannt. Selbst als sie beschlossen hatte, sich hinzusetzen und tatsächlich ein Gespräch zu führen, schien sie immer noch nervös. Diese Frau hatte nie gelernt, sich richtig unter Kontrolle zu halten. Ein potenzieller Feind hätte das in einer Gefahrensituation garantiert ausgenutzt. Wahrscheinlich hatte sie überhaupt keine anständige Ausbildung bekommen. So alt wie sie war, würde es ihr sicher schwer fallen, sich das noch einmal richtig anzueignen, doch es war nie zu spät. Und ein paar Kilo weniger würden ihr sicher auch nicht schaden. „Das waren alle Clansangehörige, die ihr verd’goten gefeiert haben, es waren aber auch viele Freunde da. Berton legt viel Wert darauf, den Zusammenhalt unter den mando’ade zu fördern, weißt du, ganz besonders nach der Episode mit dieser unsäglichen Duchess, Sabine oder wie sie hieß. Naja, und wer halt zufällig hineingeriet, war dennoch willkommen. Als Josea mich beinahe umgefahren hatte, hab ich ihn eben mitgenommen. Ich meine, wer würde ihn nicht mitnehmen“ , sagte sie schmunzelnd und sonnte sich in ihrem Besitzerstolz. „Den Kater war’s mir jedenfalls wert und mein lieber Bruder ist schließlich selbst dran schuld, wenn er sich mit jedem herumprügeln muss.“ Edris gönnte sich ein versonnenes Lächeln. Sie hatte einen Fang gemacht, der wirklich jede Dummheit wert war und ihre Cousinen und Schwestern würden sie noch lange beneiden. Erst auf den Mann, und schließlich auf die Kinder, die sie haben würden. In diese großartige Vorstellung platzte Strykas Frage nach ihren Erlebnissen auf der Kopfgeldjagd. Für die gehörnte junge Frau war es fast unvorstellbar, sich nicht in diesem Metier auszukennen. Selbst ihre sesshafteren Verwandten hatten immerhin einige Jahre in diesem traditionellen Geschäft verbracht. Schaden konnte es jedenfalls nicht, wenn sie ein bisschen aus dem Nähkästchen plauderte. Vielleicht merkte ihr Gegenüber dann, wie interessant es war, auf die Jagd zu gehen.

„Manchmal ist der Unterschied zwischen Verbrechern und Sklaven gar nicht so groß. Entweder wissen entlaufene Sklaven gar nicht, was sie mit ihrer Freiheit anfangen sollen, geraten auf die schiefe Bahn und dann auf ganz offizielle Fahndungslisten. Oder es sind Kriminelle, die so bestraft werden sollten und dann abhauen. Und dann gibt es noch die ganzen Tänzerinnen und Prostituierten, die irgendeinen Freier überreden, mit ihnen durchzubrennen. Aber wenn’s schief geht, ist der Kerl auch dran, der so eine mitnimmt. Der kann froh sein, wenn man ihn nicht unbedingt lebend haben will…nicht nur Hutten sind sehr nachtragend, wenn man ihnen ihre Schmuckstücke entwendet. Da gab es so einen Provinzmoff, der seine entlaufenen Mädchen in Carbonit einfrieren ließ und sich die Blöcke angeblich ins Schlafzimmer gestellt hat oder so ähnlich. Das hab ich nur vom Hörensagen, aber der Typ war schon unheimlich, ich trau’s ihm jedenfalls zu.“ Beim Gedanken an diesen Moff Kurugh schüttelte es sie. Er war nicht nur selbsternannter Moff auf Phaeda, sondern auch ein halber, wenn nicht sogar ganzer Crime Lord und hatte dank seiner Garnison die restliche Unterwelt dieses Provinzplaneten im Griff. Jedenfalls hatten sie zugesehen, so schnell wie möglich von dem Planeten wegzukommen. Selbst Hutten waren da sympathischer. „Ich bin meistens mit Edron unterwegs. Irgendjemand muss ja auf meinen kleinen Bruder aufpassen“ , lachte sie.

„Er ist fünf Minuten nach mir auf die Welt gekommen, deswegen ist er mein kleiner Bruder. Wenn man aber immer mal in derselben Gegend unterwegs ist, trifft man auch immer wieder auf die gleichen Leute. Wenn sie die Saison überlebt haben, und nicht für die Konkurrenz arbeiten. Das finde ich immer angenehm, es gibt immer etwas zu erzählen und es wird nie langweilig, wenn man tage- oder wochenlang auf der Lauer liegen muss. Ansonsten ist ab und zu jemand aus unserer Familie dabei, und unsere frischgebackenen jungen Krieger sicher bald auch.“ Bestimmt würde es auch toll sein, mit Josea auf die Jagd zu gehen, wenigstens solange noch keine Kinder da waren. Sicher müsste sich Edron noch daran gewöhnen, aber sie bezweifelte nicht, dass sie sich noch anfreunden würden. Vielleicht könnten sie zunächst Urlaub machen, Flitterwochen, wie man es bei aruetii nannte. Sie mochte das Konzept, und konnte sich durchaus zwei oder drei Standardwochen zu zweit auf einer tropischen Urlaubswelt vorstellen. Oder eine Kreuzfahrt nach Dxun oder andere bedeutsame Ort in der mandalorianischen Geschichte. Coruscant zu sehen wäre auch großartig. Ein wenig träumen durfte man schließlich auch als mando’ad. Leider holte sie Strykas nächste Frage wieder in die Gegenwart zurück. Sicher war es legitim, dass sie nachfragte, aber Edris hätte lieber über etwas anderes geredet als über Credits und die entsprechenden Verwicklungen, was Torr und die beiden anderen Angehörigen des Trios anging. „Sie müssen sich mit Berton besprechen, und er ist kein Freund überstürzter Entscheidungen, weder was Credits noch Familienangelegenheiten betrifft,“ sagte sie. Da die Familienangelegenheit sie auch noch direkt betraf und genau mit dem Grund für die Schmerzensgeldaffäre involviert war, würde das sicher keine leichte Sache werden. „Es wäre besser gewesen, wenn noch jemand von seinem Clan hier gewesen wäre. Vielleicht kann er jemanden aus seiner Familie anrufen, schnell hierher zu kommen. Wenn sie alle so wie er sind, dann wird wohl niemand deswegen beleidigt sein und eine Fehde anzetteln, vor allem, wenn er mich heiraten will.“

Wirklich sicher war sie indes nicht, denn sie kannte nur ihn. Seit zwei Tagen. „Berton will eigentlich, dass unter mando’ade Einigkeit herrscht – dass wir wieder das sind, was wir vor dieser schrecklichen Frau waren. Er muss es wissen, er ist fast zweihundert Jahre alt und hat schon bessere Zeiten erlebt,“ fügte sie zu Strykas besserem Verständnis hinzu. Die Freude der Zabrak über das entstandene Gespräch währte allerdings nicht lange, denn die Ärztin fing wieder an herumzuräumen und erklärte ihr, dass sich wie zuhause fühlen solle, aber weder in Praxis noch Labor betreten dürfe. Was durchaus verständlich war und so beließ sie bei einem schlichten Dank, obwohl die ältere Frau sie ansah, als ob sie nichts Besseres vorhätte, als hier herum zu randalieren. „Kann ich dir beim Einkaufen helfen? Jos’ika schläft wie ein Stein und ich weiß nicht, was ich sonst tun soll, außer hier herumzuhängen und Holovids zu schauen…“



Edris mit Stryka


| Mandalore | Keldabe | Strykas Haus | | in der Küche |
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13 Jul, 2015 08:20 04 Josea Gear ist offline Email an Josea Gear senden Beiträge von Josea Gear suchen Nehmen Sie Josea Gear in Ihre Freundesliste auf
Stryka Ordan
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[Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Strykas Praxis – Küche]
Stryka und Edris



Es war, wie sie es sich gedacht hatte. Wenn sie ihre Patienten behandelte, hatte sie anderes zu tun, als ihren Geschichten zu lauschen, die erfunden sein mochten oder auch echt. Wenn sich sonst nicht viel mit Edris gemeinsam zu haben schien, von dieser Duchess hatte sie eine ebensolche Meinung. Diese Frau war schlecht für die Mandalorianer gewesen, hatte die Kultur fast untergraben … Das war ein Punkt, wo sie die Gedanken abwürgte, weil es nichts brachte. Ihre Aufmerksamkeit fokussierte sich erneut auf die Zabrak, die gerade von Berton erzählte. Er war ihr natürlich ein Begriff, auch wenn sie ihm noch nie persönlich begegnet war und wenig mehr außer den Namen von ihm wusste. Es gab Leute, deren Namen man eben kannte.

„Verwandte von Josea sind derzeit in der Stadt. Wenn er wach ist, soll er sie anrufen, vielleicht beschleunigt das die Sache etwas“,

regte sie an und atmete dann tief durch, ehe sie sich zu einem Lächeln zwang. Was die Leute immer mit heiraten hatten. Dauernd wollten sie jemanden heiraten, kaum gesehen, wurde schon gevögelt und danach ans Heiraten gedacht. Gab es nichts anderes zu tun? Diese oder ähnliche Fragen schossen durch ihr Hirn und blieben unbeantwortet jedoch sehr rasch wieder verdrängt. Es war nicht gut, daran zu denken und sich womöglich noch auszumalen wie … hier brach sie entschlossen den Gedankengang ab. Mittlerweile hatte sie die Küche fertig, viel war nicht zu tun gewesen, das Kaffeegeschirr war rasch gespült und weggeräumt, ebenso die Pfanne und das Teller. Und dann wollte die Zabrak mit zum Einkaufen.

„Na schön, dann komm mit.“

Es gefiel ihr zwar nicht, aber ihr fiel kein Grund ein, warum sie die Zabrak nicht mitnehmen sollte. Dass sie eine Weile allein sein wollte, schien ihr zu dürftig und zu durchsichtig.

„Zieh dich an, dann gehen wir. Ich muss nur noch schnell ins Labor. Ich habe dort einige interessante …“,

hob sie zum Erzählen an, unterbrach sich allerdings, da sie nicht glaubte, dass Edris eine wachsende Pilzkultur interessieren würde oder sie das alles überhaupt verstand. Allerdings fand sie es dann wieder unhöflich, den Satz so offen zu lassen und sie schloss, weniger enthusiastisch als sie begonnen hatte und bemüht, keine Fachausdrücke zu verwenden:

„Nun, einige Kulturen heimischer Pilze, die sich für die Wundheilung als nützlich erweisen könnten. Sie sind nicht ganz so schnell wie Bacta, aber um ein Vielfaches günstiger und …“

Hier brach sie endgültig ab, da sie meinte, sich wieder verrannt zu haben. Das Labor war so viel einfacher. Kulturen sprachen nicht, Proben taten in der Regel das, was man von ihnen erwartete und soffen vor allen Dingen nicht den Kaff und futterten auch nicht den Kühlschrank leer. Sie räusperte sich und zwang sich erneut zu einem Lächeln.

„Nun, dann … mache ich das mal, wir treffen uns vor dem Haus.“

So rasch es der Anstand zuließ ging sie aus der Küche und in ihr Heiligtum, das Labor. Es war zweckmäßig eingerichtet, mit teuren Apparaturen. Inkubatoren, einem Kühlsystem, einem hochauflösendes Mikroskop, diverse Kleinteile, eine Zentrifuge, jede Menge Petrischalen, Röhrchen, Fläschchen, Schläuche und Nadeln. Alles befand sich an seinem Platz, war wohlgeordnet und beschriftet. Obwohl das Labor kein Fenster hatte, roch die Luft frisch. Auffällig waren noch die Sicherheitswerkbank und auch die Mikrotetierplatten und die Schüttler. Alles stand auf einem glänzenden Metalltisch an einer Wand über der eine starke Lampe für zusätzliches Licht sorgte. Eine Wand wurde von einem Schrank eingenommen, an dem eine fahrbare Leiter befestigt war. Hier sah man, wo die Frau ihr Einkommen anlegte: Laborausrüstung. Wobei sie bei genauerer Befragung wohl angeben musste, dass einige der kleineren Geräte aus dem städtischen Krankenhaus rekrutiert worden waren. Dort gingen sie niemanden ab, denn sie hatten schon längere Zeit sinnlos im Lager verbracht. Deshalb hatte Stryka auch kein schlechtes Gewissen, den Schüttler und die Zentrifuge als ihr rechtmäßiges Eigentum zu bezeichnen, noch dazu wo sich in all den Jahren niemand nach dem Verbleib dieser Dinge erkundigt hatte. Hier taten sie nützliche Dienste. Rasch schaute sie in den Brutkasten und begutachtete das Wachstum der Kulturen. Danach kontrollierte sie die Temperatur und fand alles zu ihrer Zufriedenheit. Ehe sie das Labor verließ, schrieb sie noch die Kontrollzeit auf. Nun war sie so weit, sich wieder Edris zu stellen und einer Kommunikation, die sie so nicht wollte. Das Labor war in Ordnung, sie schloss ordentlich ab, danach auch die Ordination.

„Wir können los“,

sagte sie zu der wartenden Zabrak. Und schon marschierte die kleine Ärztin los. Im Hof warf sie noch einen Blick auf ihren Gleiter, entschloss sich dann aber, doch lieber zu Fuß zu gehen. Die Wege waren nicht weit und etwas Bewegung an der frischen Luft war kein Fehler. Außerdem ließ sich eine Schweigephase so sicher leichter aushalten. Es wurde nicht so schnell peinlich.

Der erste Weg führte sie in eine Bäckerei, die sich nur zwei Häuser weiter die Straße runter befand.


„Su’cuy, Raff’ika“,

sagte sie beim Eintreten. Der so Angesprochene ignorierte einen anderen Kunden und wandte sich mit einem strahlenden Lächeln der Ärztin zu.

„Ah, Stryka. Schön, dich zu sehen. Milla geht’s wieder gut. Falls du nach ihr sehen willst, sie ist hinten. Wie immer?“

Stryka winkte ab und schüttelte verneinend den Kopf. Raffael war eine Nummer für sich. Ein schwergewichtiger Bäcker, der wohl liebend gern seine eigenen Kreationen durchtestete oder Dauerschwanger, wenn das bei Männern ginge. Außerdem war er der beste Bäcker in der Gegend, wie die Ärztin fand.

„Die dreifache Menge, ich hab Besuch.“

„Oh … warte. Ich richte dir gleich alles …“

Sein Blick richtete sich auch auf die Begleiterin der Ärztin, der er ein herzliches Lächeln schenkte. Trotz der vielen Arbeit und des Andrangs der in dieser Verkaufsbude herrschte, schien der Mann gut gelaunt zu sein, hatte rote Backen und verströmte jede Menge Lebensfreude und Humor. Hinter ihm an der Wand hing ein Holobild, das ihn in jungen Jahren in Rüstung zeigte. Mit dem Helm in der Hand winkte er in die Cam. Eine junge Frau stand neben ihm und grinste ebenfalls. Das war anscheinend Milla.

„Raffael ist ein ausgezeichneter Bäcker. Sag was du haben willst und du bekommst es ... und ich meine nicht nur Brot.“

Ein Schmunzeln zog für einen minimalen Augenblick über ihre Lippen, als sie daran dachte, was er ihr schon alles verkauft hatte, das so rein gar nichts mit Essen zu tun hatte. Dennoch sagte sie:

„Er bäckt auch wunderbaren Uj-Kuchen.“

Diese Bemerkung brachte den dicken Kerl zum Lachen, sodass sein Bauch zu hüpfen begann.

[Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Bäckerladen]
Stryka, Edris, Raffael und einige Kunden

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Ich bin kein guter Arzt, ich bin der beste, den du kriegen kannst.

15 Jul, 2015 16:54 58 Stryka Ordan ist offline Beiträge von Stryka Ordan suchen Nehmen Sie Stryka Ordan in Ihre Freundesliste auf
Josea Gear
Frankly my dear, I don't give a damn




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| Mandalore | Keldabe | Keldabe | | Strykas Praxis |


Edris , mit Stryka




Das klang doch schon einmal gut, dass Joseas Verwandte in der Stadt waren, denn ewig hier herumhängen wollte Edris auch nicht. Vielleicht konnten sie dann nach Slaat Suumpir fahren, damit sich ihre Familien kennen lernen konnten. Die Ärztin erwähnte etwas von Pilzkulturen zur Wundheilung, um die sie sich noch kurz kümmern musste. Die Zabrak nickte interessiert, aber mehr als ein paar Halbsätze erfuhr sie von Stryka nicht. Die Gute musste wirklich noch an ihrer Kommunikationsfähigkeit arbeiten, oder es war so etwas wie ein medizinisches Geheimnis. Aber dann hätte sie ihre Pilze auch nicht zu erwähnen brauchen. Komische Frau. Langsam gewöhnte sie sich jedoch an ihre schroffe Art und nahm es ihr nicht mehr übel. Es wurde ihr - auf eine gewisse Weise - fast sympathisch, auch wenn eine bessere Laune ihr sicher gut tun würde.

Edris schlich sich zurück ins Schlafzimmer, wo Josea immer noch friedlich vor sich hin schlummerte. Hin und wieder zuckte er unter der Decke, und gab den einen oder anderen Grunzer von sich, unterbrochen von Schnarchgeräuschen. Sie hätte sich so gerne wieder zu ihm gelegt, aber wahrscheinlich würde ihn nicht einmal ein Mörserschlag aufwecken. Mit einem bedauernden Lächeln stieg sie in Socken und Stiefel und zog den Overall zu. Bevor sie das Zimmer verließ, drückte sie ihm einen sachten Kuss auf die Stirn, und als er dabei im Schlaf lächelte, schlug ihr Herz einen Salto. Beschwingt hüpfte sie vor die Haustür wartete, bis die kleine Ärztin mit ihren Verrichtungen fertig war.

Ihr erstes Ziel war zwei Häuser weiter eine Bäckerei, dessen Inhaber, ein lustiger, dicker Mann namens Raffael, von seinen Erzeugnissen selbst sehr begeistert sein musste, so wie er aussah. Edris mochte ihn sofort, und Strykas Erläuterung, dass man von ihm alles bekommen könnte, ließ sie schmunzeln und fast schien es, als ob sich das Gesicht der kleinen missmutigen Frau aufhellte. Raffaels gute Laune war wirklich ansteckend. „Gut zu wissen“, erwiderte sie freundlich und betrachtete das Holobild im Hintergrund. „Bist du der hübsche Kerl auf dem Bild? Und ist das deine Frau daneben?“ Milla, von der er gesprochen hatte, musste seine Frau sein, und es war schön zu sehen, was sich die beiden aufgebaut hatten. Zwar mochte ihm die Rüstung nicht mehr passen, aber in den beiden steckten bestimmt noch die Krieger von damals. Wenn sie und Josea alt geworden waren, hoffte sie, dass sie auch solche Bilder in ihrem Haus hatten, das an ihre jungen Jahre erinnerte. Und dann würden sie sich daran erinnern, wie sie sich kennengelernt hatten und jedem, der es hören wollte (oder auch nicht), diese gewiss nicht alltägliche Story erzählen.

„Oh, der Uj-Kuchen war wunderbar. Lieferst du auch in größeren Mengen und vielleicht auch ins Umland?“, erkundigte sie sich rasch, nachdem der dicke Bauch des Bäckers nach dessen Lachanfall wieder zur Ruhe gekommen war. Man konnte sich nie zu früh Gedanken über die Hochzeitsfeier machen, besonders, wenn es sich um einen solchen großen Clan wie den ihrigen handelte. Das Ehegelöbnis war schnell geleistet, aber das tatsächliche Highlight war die Feier dazu. Stryka würde sie auch einladen – eventuell lernte sie ja jemanden dort kennen. An ledigen oder verwitweten Angehörigen gab es in Edris' Familie keinen Mangel, die eine tüchtige Frau zu schätzen wusste. Außerdem war es immer gut, eine fähige Ärztin in der Familie zu haben, die sich vor allem intelligenten Wesen beschäftigte. Nicht, dass sie etwas gegen die Veterinärmediziner in der Verwandtschaft hatte, aber Medikamente für Nunas und Eopies waren auf Dauer auch nicht das Wahre.




Edris mit Stryka


| Mandalore | Keldabe | in Raffaels Bäckerei | | |
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25 Aug, 2015 18:36 04 Josea Gear ist offline Email an Josea Gear senden Beiträge von Josea Gear suchen Nehmen Sie Josea Gear in Ihre Freundesliste auf
Stryka Ordan
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[Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Bäckerladen] Stryka, Edris, Raffael und einige Kunden



Raffael grinste Edris gut gelaunt an und nickte.

„Natürlich. Du musst mir nur sagen wohin und wie viel, dann kriegen wir das gebacken.“

Er zeigte auf das Holobild an der Wand, was einen Kunden zum Stöhnen brachte.

„He, Raff, mach mal etwas schneller, ich muss gleich noch zum Raumhafen. Friss nicht so viel von deinem eigenen Kuchen, dann bist du auch schneller“,

beschwerte sich der Kunde, der schon vor Stryka und Edris im Laden gestanden war. Da kam auch schon eine flinke Frau unbestimmbaren Alters heraus. Auf den ersten Blick wirkte sie menschlich und noch recht jung, doch das zweite Hinsehen revidierte dieses Bild. Sie war die alte Version der Frau auf dem Bild.

„So, wer beschwert sich da, hä? Was willst du haben?“,

wurde der Kunde auch schon angesprochen. Der Ärztin winkte sie freundlich, bediente allerdings erst die anderen Leute weiter, die hier ihr Brot oder was auch immer an Backwaren kaufen wollten. So dick wie Raffael war, so dünn war Milla, sie wirkte sogar etwas ausgemergelt, wenn man es genau nahm. Stryka beobachtete die Frau, ihre Hautfarbe, die Art, wie sie sich bewegte. Kaum merklich nickte sie.

Stryka lehnte sich an den Tresen und verschränkte die Arme vor der Brust und wartete, dass ihr Raffael die Sachen brachte, die sie wollte und natürlich auch, dass er sein Gespräch mit der Zabrak beendete. Was das Geschäft betraf, war er sehr tüchtig und ließ sich kaum aufhalten, was auch erklärte, dass er Stryka so rasch bediente, denn sie war eine beständige Kundin, wie einige andere Leute auch aus der Straße. Rasch rechnete sie im Kopf, wie lange Josea wohl noch schlafen würde, das dürfte bei der Menge eine etwas längere Zeit dauern. Innerlich seufzte sie, denn sie wollte irgendwie die beiden los werden. Es war nicht so, dass sie die beiden nicht mochte, Josea mochte sie sogar sehr gern. Aber wenn sie daran dachte, was die beiden in ihrem Bett getrieben haben mochten oder noch würden, wurde ihr nicht übel, aber das gefiel ihr ganz und gar nicht. Nicht dass die Ärztin prüde gewesen wäre, im Gegenteil, als Medizinerin war ihr Nacktheit nicht fremd und auch Sex war etwas, das durchaus notwendig war, zumindest zur Arterhaltung … Was das andere dabei anging, war sie sich nicht sicher.

„Warum brauchst du große Mengen an Uj-Kuchen?“,

hörte sie sich fragen und erschrak darüber, das ging sie doch gar nichts an. Sie konnte so viel von dem Zeug kaufen wie sie wollte. Doch ihre Frage ging sicher in Raffaels Rede zu dem Holobild an der Wand unter, das seine Frau immer wieder zum Lachen brachte. Und am besten war es, diese blöde Frage hatte das Bild von ihren unfreiwilligen Gästen in ihrem Bett aus ihren Gedanken vertrieben.

„Also ja, das sind Milla und ich. Ein paar Jährchen ist das schon her, war auf … Wo war das, Milla? Ah, ich habs … das war auf Concord Dawn, als wir diesen Dings, na den Kerl abgeliefert haben und danach zwei Wochen lang gefeiert haben. Hahahaha … Viel weiß ich nicht mehr … nur das wichtigste noch, dort haben wir geheiratet und seitdem sind wir zusammen. Hach, ein paar Jahre durch die Galaxis zu gondeln und ein paar Leute gegen gute Credits einzusammeln, was für ein Spaß. Milla und ich sind bis heute ein verdammt gutes Team und unsere Kinder treten in unsere Fußstapfen, mehr oder weniger, sind grad alle unterwegs“,

erzählte der Bäcker gut gelaunt während er für Stryka Brot und Uj-Kuchen einpackte.

„Stryka hätte uns damals begleiten sollen, aber die hat lieber Bücher gewälzt und so einen Schwachsinn …“,

redete er weiter, was die Ärztin wieder wach werden und sich aufrichten ließ.

„Raffael, halt die Klappe. Pack alles ein …“,

befahl sie ihm und der Bäcker hielt tatsächlich für einen Moment die Klappe. Als Stryka allerdings nach ihrem Geld kramte, beugte sich der Bäcker zu Edris und murmelte:

„Als sie noch jung war, war sie nicht so. Die hatte ganz schön Pfeffer im Arsch, aber als ich ihr nen Korb gab, gabs nur noch Bücher ...“

Etwas lauter fügte er dann noch hinzu, packte auch schon alles ein und reichte die Tüte der Ärztin:

„Wieviel Uj-Kuchen brauchst du und wohin soll ich ihn bringen lassen?“,

fragte er dann die Zabrak, um wieder zu ihrem eigentlichen Wunsch zu kommen und auch, um das leidige Thema zu beenden. Wahrscheinlich fürchtete er sich davor, dass Stryka irgendwann einmal mit dem Skalpell vor der Tür stand und ihn aufschlitzte.

Der Ärztin war das gerade alles furchtbar zuwider, sie nahm die Tüte entgegen und knallte einige Credits auf den Tresen, danach ging sie auf die Tür zu, ohne den Inhaber eines weiteren Blickes zu würdigen. Milla lief der etwa Gleichaltrigen nach und hielt sie am Arm fest.

„Du brauchst nichts zahlen, das weißt du. Und der dikut meint es doch nicht so. Du kennst ihn doch …“,

versuchte sie die Ärztin zu beschwichtigen, doch die war durch irgendetwas, das Raffael gesagt hatte, angesäuert und riss sich mit einer unwirschen Bewegung los.

„Irgendwann ist jede Schuld abgetragen. Es reicht und beim nächsten Mal, wenn er über mich was erzählt, schneide ich ihm die Zunge raus, Brot backen geht dann immer noch“,

erwiderte sie leise und mit kaum unterdrückter Wut.

„Edris!“,

blaffte sie dann auch noch die junge Zabrak an.

„Wir gehen!“

Mit diesen beiden Worten stürmte die kleine, beleibte Frau aus der Bäckerei, als wäre eine wilde Horde hinter ihr her.


[Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Bäckerladen]
Stryka, Edris, Raffael und einige Kunden

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28 Aug, 2015 19:40 16 Stryka Ordan ist offline Beiträge von Stryka Ordan suchen Nehmen Sie Stryka Ordan in Ihre Freundesliste auf
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| Mandalore | Keldabe | Keldabe | | in Raffaels Bäckerei |


Edris , mit Stryka


Die Geschichte, die Raffael zu dem Holobild erzählte, war einfach großartig. So etwas konnte nur passieren, wenn man mando’ad war. Edris grinste breit, weil sie es sich so gut vorstellen konnte. Ja, m an arbeitete hart für seine Credits, man setzte sein Leben aufs Spiel, aber dann genoss man es umso intensiver. Ob man nun aktiv auf die Jagd ging oder später dann die Früchte seiner Arbeit erntete und die Tradition von seinen Nachkommen fortgeführt wurde. Naja, manche vielleicht nicht, aber sie hoffte darauf, mindestens drei oder vier Kinder zu bekommen, wenn das Intermezzo von vorhin hielt, was es versprochen hatte. Und das Spannendste aber an der Erzählung des Bäckers, war ein kurzer Satz, den er noch anfügte, während er Strykas Bestellung einpackte.

„Ach, ernsthaft…“, entfuhr es Edris. Also war die kleine Ärztin schon früher so…seltsam gewesen. Nicht, dass es etwas Ehrenrühriges war, sich lieber für ein sesshafteres Leben zu entscheiden, schließlich musste es Leute geben, die Geschäfte und die großen Unternehmen führten. Torr war schließlich auch seit seiner Jugend mehr Bankier als Krieger. Ärzte brauchte man auch immer. Trotzdem war es etwas, dass sich die junge Zabrak kaum vorstellen konnte. Wer nicht mindestens zwei Standardjahre in der Galaxis herumgezogen war, hatte definitiv etwas verpasst. Stryka schien es gar nicht zu passen, dass Raffael so aus dem Nähkästchen plauderte, denn sie fuhr ihm sehr unwirsch dazwischen. Edris biss sich auf die Zunge, um nicht loszuprusten und bekam ernsthafte Schwierigkeiten, an sich zu halten, als der dicke Bäcker ihr noch ein sehr pikantes Detail anvertraute. Sie ließ nur ihre Blicke zwischen der Ärztin, dem Bäcker und dessen Frau wandern, die in der Zwischenzeit hinzugekommen war, um noch andere Kunden zu bedienen. So war es also… Nun, in seiner Jugend war der Bäcker wahrhaftig ein Hingucker – und selbst mit einem in die Breite gewachsenen Gatten konnte sich Milla darüber freuen, einen solchen Fang gemacht zu haben. Er verbreitete gute Laune und hatte sich eine Existenz aufgebaut, was konnte eine Frau mehr verlangen. „Oh, okay…ich verstehe“, flüsterte sie zurück und nickte wissend.

Laut sagte sie dann: „Also das kann noch ein paar Tage dauern, ich geb dir auf jeden Fall noch mal Bescheid. Aber es geht um eine Hochzeit – genauer gesagt um meine – und da können schon so um die…hmmm…zweihundert Leute zusammenkommen. Ich denke, dass die Feier draußen in Slaat Suumpir stattfindet, das liegt etwa achtzig Klicks von hier. Gib mir doch deine Comm-Verbindung…also vielleicht ist auch noch eine Torte mit drin, das ist zwar so was von aruetyc, aber ich finde das wirklich eine tolle Idee, weißt du mit Marzipanfiguren von mir und Josea in der ‘gam

Während sich vor ihrem geistigen Auge die Tische unter Nerf-Gebratenem, Uj-Kuchen und einer kitschigen Hochzeitstorte mit ihren Abbildern aus Marzipan bogen, holte sie die Realität in Form einer wütenden Stryka ein. Nur weil sie einmal abgeblitzt war – vor Jahrzehnten – musste sie doch ihren Frust nicht am Glück anderer Leute ablassen.

„Tut mir Leid,“ entschuldigte sie sich bei dem Bäckerpaar, „seit gestern geht es ein bisschen drunter und drüber bei ihr. Mein Zukünftiger ist vor ihrem Haus verprügelt worden und es geht um viel Geld und so. Ich glaube, das verkraftet sie gerade nicht so gut. Ich melde mich dann bei euch, ja?“ Seufzend folgte sie der Furie und holte sie mit ein paar raschen Schritten ein.

Stryka, ich will mich ja nicht einmischen, aber das war nicht sehr freundlich eben – ich meine, das ist doch schon so lange her und er war ja schließlich nicht der einzige Mann in der Galaxis, oder?“, platzte es aus ihr heraus. Für die Zabrak stand nun hundertprozentig fest, dass Stryka erstens mit zur Hochzeitsfeier und zweitens dort ein Mann für sie gefunden werden musste. Zur Not wurde sie eben mit einem zusammengebunden.


Edris mit Stryka


| Mandalore | Keldabe | vor Raffaels Bäckerei | | |
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01 Oct, 2015 13:18 57 Josea Gear ist offline Email an Josea Gear senden Beiträge von Josea Gear suchen Nehmen Sie Josea Gear in Ihre Freundesliste auf
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[Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Bäckerladen]
Stryka, Edris, Raffael und einige Kunden



Raffael ließ sich von Strykas Wutausbruch nicht aus der Ruhe bringen. Rasch notierte er sich, was sich Edris so vorstellte und grinste dabei, besonders bei dem Wunsch nach der Torte mit den Marzipanfiguren. Anschließend kramte er nach einer Visitenkarte, die er der Zabrak reichte.

„Ruf einfach an und reg dich nicht wegen der … wegen Stryka auf, die regt sich wieder ab, macht sie immer … Es wundert mich, dass die wegen Credits so einen Aufstand macht … Hm …“

Das letzte murmelte er vor sich hin, da er ehrlich verblüfft war, was sich auch in seinem Gesicht zeigte, als die Zabrak der Ärztin hinaus folgte. Die Bäckerin war ebenso verwirrt und kratzte sich an der Stirn. Aber eine Auflösung ihrer Fragen bekamen sie nicht, denn sie mussten sich um die Kunden kümmern. Bald schon wandten sich die Gespräche wieder den lebenswichtigen Dingen wie guten, saftigen Früchtekuchen oder frischem Brot zu.



Abrupt drehte sich Stryka herum, die noch ein Stück weit gegangen war, und starrte Edris an.

„Es regt mich auf, wenn er neben mir über mich Geschichten erzählt, damit hat es sich. Was wollt ihr essen? Weiter vorne gibt’s einen Metzger, der hat ausgezeichnete Nerfsteaks aus eigener Züchtung und Schlachterei“,

wechselte sie unwirsch das Thema, nur um gleich darauf zurück zu kommen.

„Warum denkst du, dass dich Josea heiraten will oder wird? Es gibt Wichtigeres im Leben als zu heiraten oder einen Mann im Bett zu haben … die meisten taugen eh nichts, sind unzuverlässig, verprassen deine Credits und ziehen weiter“,

gab sie ihr Bild der Männerwelt preis, das nicht sehr gut ausfiel, hielt aber ihre Stimme so weit gesenkt, damit keiner der anderen Passanten etwas von der Unterhaltung mitbekommen konnte. Am liebsten hätte sie die Zabrak gepackt und geschüttelt. Wie konnte man nur so naiv sein? Wegen eines schnellen Ficks in einem fremden Bett gleich ans Heiraten zu denken. Wie dumm diese Mädchen alle waren. Und vertrauensselig. Kaum hatte einer ein halbwegs hübsches Äußeres, annehmbare Manieren und bewies ein wenig Mut, waren die Mädels hinter dem her wie die Motten hinter dem Licht. Es war ihr unverständlich. Aber sie war nicht anders gewesen, früher als junges Mädchen. Allerdings hatte sie sich das sehr rasch abgewöhnt. Natürlich war Raffael nicht der einzige gewesen, auf den ihr Auge damals gefallen war. Aber nach der Peinlichkeit vor vielen Jahren wollte sie damit nichts mehr zu tun haben. Deshalb hatte sie ihr Augenmerk auf die wichtigen Dinge im Leben gelenkt. Familie war schön und gut, aber irgendwann nutzte sich auch das ab und die Verwandtschaft wurde mehr zur Last als zur Hilfe oder verschwand spurlos. Für sie war es wichtig geworden, ein angesehener Arzt zu werden, was sie bis zu einem gewissen Grad auch geschafft hatte. Ihr Labor gehörte zu den besten in der Stadt. Sie besaß nicht viel, doch das, was ihr gehörte, gehörte auch ihr, weil sie keine Belastungen hatte. Diesen Umstand verdanke sie jahrelanger harter und konsequenter Arbeit, worunter natürlich ihr Privatleben gelitten hatte, das im Grunde genommen nicht vorhanden war.

„Mein Leben geht dich nichts an, ad’ika, kümmere du dich um deins. In ein paar Stunden wird sich hoffentlich alles erledigt haben und jeder geht seiner Wege. …“,

setzte sie noch nach. Darauf, dass sie zu den Bäckersleuten unhöflich gewesen war, ging sie gar nicht ein, ein Thema, das für sie nicht weiter erörtert werden musste. Ohne auf eine Antwort über das Essen zu warten, schlug sie den Weg zum Metzger ein, der nur ein paar Häuser weiter seinen Laden hatte. Der wurde von einem wahrhaft hässlichen und uralten Strill bewacht. Er musste Stryka gewittert haben, denn das Vieh stolperte auf seinen sechs Beinen auf die pummelige Frau zu. Sobald es nahe genug war, verteilte es seinen Sabber hingebungsvoll an ihren Beinen, indem es den Kopf daran rieb, sich dann auf die Hinterbeine setzte und die Frau bettelnd anblickte.

„Ich hab heute nichts für dich, cyar’ika.“

Mandalore – Keldabe – Innenstadt – in einer Gasse]
Stryka, Edris, Passanten

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Ich bin kein guter Arzt, ich bin der beste, den du kriegen kannst.

06 Oct, 2015 12:30 44 Stryka Ordan ist offline Beiträge von Stryka Ordan suchen Nehmen Sie Stryka Ordan in Ihre Freundesliste auf
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| Mandalore | Keldabe | Keldabe | | unterwegs |


Edris , mit Stryka


Bei den alten Knochen der Taung, Stryka musste massive Komplexe haben, dachte sich Edris, als die Ärztin ihr unterwegs zum Metzgar eine wütende Tirade in Bezug auf Männer an den Kopf warf. Halb tat sie ihr wegen der schlechten Erfahrungen leid, halb kam es vor, als ob sie schlicht und ergreifend eifersüchtig sei, weil es bei ihr so schnell und dann auch noch so gut geklappt hatte. Nimm, was du kriegen kannst und gib es nicht wieder her, lautete eines ihrer wichtigsten Lebensmaxime und wenn sich ihr die Chance auf einen lustigen, gut aussehenden Mann bot, dann ergriff sie sie beim Schopf. „Er hat es doch gesagt, als Torr und die anderen bei dir waren“, entgegnete sie etwas beleidigt. „Und hin und wieder ist es ziemlich schön, jemanden im Bett zu haben, ob man nun heiratet oder nicht. Ich habe nämlich gehört, dass es auch Spaß macht und wieso sollte man nicht mit jemand zusammenleben wollen, mit dem man sich versteht? Das Leben kann so schnell zu Ende sein, also muss man das Beste daraus machen“ Sie hatte schon immer eine Familie gewollt, und ihre eigene war das beste Vorbild. Man war füreinander da, auch wenn man sich manchmal auf die Nerven ging und es war immer gut zu wissen, dass man einen Ort und Leute hatte, zu denen man heimkehren konnte.

Stryka täte es sicher auch gut, einen Partner oder wenigstens einen Liebhaber zu haben, dann würde sie bestimmt entspannter durchs Leben gehen. Von der abweisenden Äußerung, dass sie sich nicht einmischen solle, ließ sie sich nach der ersten Verblüffung nicht davon abhalten, weiter zu reden, als sie beim Metzger ankamen. Das Strill, das vor dem Laden hockte, musste Jahrhunderte alt sein, doch es war so rührend, wie es auf die kleine pummelige Frau zukam, seine Zuneigung bekundete und um einen Happen bettelte. Edris betastete die Taschen ihres Overalls, hatte aber auch nichts dabei, was als Strill-Leckerli geeignet schien. Kaugummis und Krümel von Energieriegel machten nicht einmal ein solch altes Tier satt. Jedes Wesen brauchte Zuneigung, auch unwirsche kleine Ärztinnen mittleren Alters. Diese Situation erschien ihr geeignet, wieder das Wort zu ergreifen.

„Was ich noch sagen wollte, paar Fehlgriffe hatte ich auch, aber was soll’s, sich dadurch seine Lebensfreude vermiesen zu lassen und dann hab ich immer noch meine Freunde und meine Familie, wenn’s schief läuft. Und ich werde mir nicht den Mund von dir verbieten lassen, ich glaube, dass Josea dich mag und er es nicht gerne hätte, wenn du so…so….“ Ihr schossen ein paar sehr unerfreuliche Begriffe wie dar’mandyc, verbiestert und altjüngferlich durch den Kopf. „…wenn du dich so abschottest“ Edris hoffte sehr, dass sie sich nun etwas diplomatischer ausgedrückt hatte und fasste sich angesichts der angespannten Situation beide ihrer Zabrakherzen, etwas zur Deeskalation beizutragen. „Und ich finde dich auch in Ordnung, auch wenn ich etwas ausfallend wurde, als ich noch betrunken war und so....und ich wollte ja auch damit warten, aber dann sag ich’s eben jetzt, dass ich dich gerne zu unserer Hochzeit einladen möchte. Nach allem, was du für uns getan hast, kann man das nicht in Credits aufwiegen…“


Edris mit Stryka


| Mandalore | Keldabe | vor der Metzgerei | | |
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29 Oct, 2015 21:47 26 Josea Gear ist offline Email an Josea Gear senden Beiträge von Josea Gear suchen Nehmen Sie Josea Gear in Ihre Freundesliste auf
Stryka Ordan
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[Mandalore – Keldabe – Innenstadt – eine Straße vor einem Metzger]
Stryka, Edris, ein Strill, Passanten



Diese Frau nahm sich zu viel heraus, fand die Ärztin. Es reichte schon, dass sie einfach so in ihr Leben geschneit war, unvermittelt und ohne jede Vorwarnung, Änderungen herbei führte und ihr noch sagen wollte, wie sie zu leben hatte. Das brauchte sie nicht. Ganz und gar nicht. Sie wusste selbst, was am besten für sie war. Trotzdem verblüffte sie die abschließende Einladung zur Hochzeit, die noch nicht einmal feststand. Innerlich seufzte sie über dieses naive Denken der jungen Zabrak.

Für den Moment ignorierte sie das hartnäckige um Streicheleinheiten heischende Gebaren des Strills und wandte ihre volle Aufmerksamkeit ihrer Begleiterin zu.

„Hör zu, Edris. Danke für die Einladung. Aber du solltest das erst einmal mit Josea besprechen. Ich will dir bestimmt nichts schlecht reden, aber er kommt mir nicht wie der Typ Mann vor, der so schnell heiratet. Andererseits, kenne ich ihn auch nicht. Es ist mir egal, ob er mich mag, ob du mich magst. Ihr wart bei mir in Behandlung, Josea ist es noch. Du musst keine Sympathie heucheln. Wir holen jetzt noch ein paar Steaks und für den kleinen Stinker hier noch etwas, das er auch kauen kann. Den Rest habe ich zuhause, außer ihr habt Sonderwünsche, die müsst ihr euch dann aber selbst besorgen.“

Damit schaute sie wieder zu dem Strill, das seinen Speichel großzügig auf ihrer Hose verteilt hatte und weiter um Aufmerksamkeit bettelte, die es schließlich auch bekam. Stryka ging in die Hocke und kraule das hässliche Wesen hingebungsvoll am Hinterkopf, was die vielen Falten noch mehr zusammenschob, doch der Sechsbeiner wirkte zufrieden. Es hob eine Vorderpfote und legt sie der pummeligen Frau aufs Knie. Seit sie hier in der Straße ihre Praxis eröffnet hatte, kannte sie dieses Tier und es war ihr ans Herz gewachsen. Es war hässlich, es stank aber es war auch treu und sehr anhänglich. Sogar damals war es schon alt gewesen. Doch jetzt hatte es kaum noch Zähne und bewegte sich mehr als schleppend vorwärts.

„Ich sollte dich mal mit zu mir nehmen, hm, Niri?", fragte sie, was ihr einen treuherzigen Blick des alten Jägers einbrachte. Mit einem letzten Tätscheln des Kopfes richtete sie sich auf und wandte sich erneut an Edris, doch sagte sie nichts, sondern wies mit einer Geste zum Fleischerladen. Gleichzeitig marschierte sie los, Ohne auf Edris zu warten, betrat sie den Laden, indem sie die Einkaufstüte des Bäckers in die andere Hand nahm.

„Su’cuy, Ben“,

sagte sie beim Eintreten. Ein mittelgroßer und noch sehr junger Mensch, dem kaum der Bart wuchs, stand hinter der Theke und schaute zu den Neuankömmlingen.

„Der Chef ist heute nicht da, Miss Ordan. Aber er hat mir aufgetragen, falls du kommst, dass ich dir sagen soll … äh …“

Hektisch zog er ein Datapad zur Hand und las darauf, danach erst sprach er weiter:

„Also, ich soll dir ausrichten, dass Niri kaum noch vom Boden aufs Sofa springen kann und du ihn dir bitte anschauen sollst.“

„Bin ich jetzt auch Veterinär oder was? Für das nächste Mal, wenn dein Chef, dieser dikut, etwas von mir will, soll er seinen shebs gefälligst zu mir bewegen“,

ereiferte sie sich, noch ehe der junge Mann ausgeredet hatte. Für sie war das nur eine pro forma Reaktion, um das Gesicht zu wahren, denn eines war ihr klar, das Strill kam mit zu ihr. Anschließend drehte sie sich zu Edris und sagte:

„Bestell was du magst, was euch schmeckt. Ich suche das Zeug für Niri zusammen.“

Damit marschierte sie auch schon Richtung Hinterzimmer, als wäre das ihr Zuhause. Der junge Mando hinter der Theke grinste Edris an.

„Hat mal wieder ihre Launen. Aber n guter Arzt is sie. Also, was darfs sein?“,

fragte er die Zabrak gut gelaunt, jetzt wo die mürrische Frau weg war, war es einfacher. Außerdem war er froh, dass er in ein paar Tagen von hier wegkam. Sobald sein Onkel von seiner Reise zurück war, hatte er vor, mit seinen Cousins und einer Cousine durch die Galaxis zu ziehen und sein Glück als Kopfgeldjäger zu versuchen. Es war bestimmt besser, als irgendwelches Fleisch an irgendwelche Leute zu verkaufen, auch wenn es lohnend war, nach der Zeit als Krieger etwas zu haben. Aber so weit dachte er nicht. Was zählte war die Gegenwart. Und die zeigte sich gerade von einer sehr ansehnlichen Seite in Form der Zabrak, die mit der unmöglichen Ärztin in das Geschäft gekommen war.

[Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Metzgerei]
Edris, Ben (NSC), Stryka in einem Nebenraum, vor der Tür das Niri (Strill)




OP: @ Josea: Du darfst gern den NSC verwenden, der flirtet sicher gern mit Edris ;-)

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Ich bin kein guter Arzt, ich bin der beste, den du kriegen kannst.

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10 Nov, 2015 12:31 01 Stryka Ordan ist offline Beiträge von Stryka Ordan suchen Nehmen Sie Stryka Ordan in Ihre Freundesliste auf
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| Mandalore | Keldabe | Keldabe | | Metzgerei |


Edris , mit Stryka und Ben


Edris glaubte kaum, was sie von der Ärztin zu hören bekam – auch wenn es natürlich zu dem passte, was sie bisher von ihr kennen gelernt hatte. Es war schon öfter vorgekommen, dass es Streit gab, dass man es mit Leuten zu tun hatte, die einfach völlig unausstehlich waren. Und sie war gewiss keine Person, die sich einem Streit nicht stellte. Aber dieses speckige, kratzbürstige Wesen setzte allem die Krone auf. Denn eigentlich könnte sie eine liebenswerte Frau sein, ein bisschen verschroben vielleicht, doch wer hatte keine Macken....und die Zabrak schloss sich keineswegs davon aus. Sie wusste, dass sie im betrunkenen Zustand ziemlich aggressiv und ausfallend werden konnte, hielt sich aber ansonsten für eine doch recht umgängliche Zeitgenossin. Je weiter Stryka darüber sprach, was sie über die Heiratspläne dachte, drängte sich Edris mehr und mehr der Eindruck auf, dass sie eifersüchtig war. Nun, wer würde nicht auf Josea fliegen, aber das klang wirklich nach echter Missgunst, und nicht nur nach einem schlechten Tag. Wenn sie es nach Jahrzehnten dem armen Raffael immer noch nachtrug, dass er ihr einen Korb gegeben hatte...
Es fiel ihr schwer, sich zusammenzureißen und ihr unverblümt ihre Gedanken entgegenzuschleudern.

„Udesii, ist schon gut, aber wenn Josea dich einlädt, wirst du kommen müssen...“, knurrte sie nur. Er würde sie höchspersönlich unter den Arm klemmen und sie dorthin mitschleifen, wo auch immer sie nun heiraten würden.

Wie Stryka mit dem alten Niri umging, war indes herzerweichend. Edris glaubte kaum, dass das dieselbe Frau war, die sie eben noch so angefaucht hatte. Neben einem Mann brauchte sie unbedingt ein Haustier. Gut, dass der Metzger dem Schnuckel namens Ben hinter der Theke aufgetragen hatte, ihr auszurichten, das Strill mitzunehmen. „Su'cuy, Ben, sagte Edris und musterte das Jungchen eingehend. Er war sicher ein paar Jahre jünger als sie, und unter anderen Umständen, hätte sie vielleicht auch ihn noch mit eingepackt. Aber ein bisschen flirten konnte sie ja trotzdem.

„Hab ich beides gemerkt“, brummte sie und war froh, dass Stryka im Nebenraum verschwand. Dann sah sie sich die Auslage (sowie den Jungen) an.

„Ich nehme drei, nein, vier Nerfsteaks“, sagte sie und schürzte die Lippen, worauf Ben'ika lächelte. „und noch von den Robawürstchen, ein halbes Pfund dürfte reichen“. „Ich habe hier noch Banthasalami im Angebot, willst du mal probieren?“, fragte er, und trennte ohne ihre Antwort abzuwarten ein paar Scheiben ab. Mit schnellen, geschickten Bewegungen packte er das Gewünschte ein, während sie die Salamischeiben kostete. „Echt lecker“, sagte sie, und stellte fest, dass der junge Mann in aller Seelenruhe sich selbst noch etwas davon gönnte. „Bekommst du keinen Ärger, wenn du dich hier selbst bedienst?“
„Das ist schon in Ordnung, in drei Tagen bin ich eh weg und was der Chef nicht weiß... Vielleicht noch Eopieschinken?“ Edris ließ sich nicht lange bitten. „Wohin geht’s denn?“

„Ord Mantell. Mein Cousin Kal hat da einen Auftrag an Land gezogen...“ Bens Augen leuchteten vor Abenteuerlust. „Dort streiten sich verschiedene Söldnerfirmen um die Vorherrschaft, nachdem der Eigner des Marktführers umgekommen ist. Und dort brauchen sie fähige Leute...wird echt gut bezahlt...“ Die Begeisterung des Metzgereiverkäufers war ungemein ansteckend und sie spürte, wie sie zappelig wurde. „Das klingt gut...“
„Ist es auch. Willst du vielleicht mitkommen...?“ Oh, das war wirklich süß. Er kannte sie nicht einmal fünf Minuten, aber bot ihr an bei dem Auftrag mitzumachen. „Danke, aber ich muss leider ablehnen“, erwiderte sie mit echtem Bedauern. „“Ich habe noch was wichtiges vor in den nächsten Tagen“ „Was kann denn so wichtig sein?“

„Nun ja, ich werde heiraten, und mein Verlobter ist noch in Behandlung. Bei ihr....“ Dabei deutete sie mit dem Daumen in Richtung des Nebenzimmers, in dem die Ärztin mit Niri zugange war. Ben sah ehrlich enttäuscht aus. „Na gut, hätte ja sein können“, meinte er. „Aber wenn ihr euch uns noch anschließen wollt...“ Edriszuckte mit den Schultern. „Das kann noch dauern, meine Familie ist riesig und wir müssen uns auch noch einrichten. Und bis er wieder richtig gesund ist, möchte ich bei ihm sein. Trotzdem danke für dein Angebot.“

„Versteh ich“, sagte Ben und packte einige Stücke Schinken und Salami ein. „Die schenk ich dir. Als Hochzeitsgeschenk sozusagen. Wie heißt du eigentlich?“

„Edris. Edris Rayceen“, erwiderte sie, und Ben grinste breit. „Bist du mit den Rayceens aus dem Hinterland verwandt?“

„Das bin ich...wieso?“
„Der Chef kauft Fleisch von euch und schimpft ständig über eure Wucherpreise, aber es ist wirklich gut...Und du isst quasi gerade deine eigenen Eopies....Edris winkte ab. „Dafür habt ihr guten Schinken daraus gemacht. Außerdem zählt der Gedanke“ Gerührt lehnte sie sich über die Theke und drückte dem Jungen einen Kuss auf die flaumige Wange. „Mehr gibt’s aber nicht, mein Zukünftiger hat vorgestern schon meinen Bruder vermöbelt“, sagte sie keck, während Ben nunmehr verlegen grinste. „Dann wünsche ich dir alles Gute für die Hochzeit, Edris. Vielleicht sehen wir uns ja mal“

„Vor'e, vod. Und dir eine gute Jagd.“ Oh, der kleine Ben war wirklich zum Liebhaben, doch wenn man einen richtigen Mann haben wollte, war Josea die weitaus bessere Wahl.

Stryka? Kommst du? Ich bin fertig hier...“, rief sie in Richtung Nebenzimmer und zwinkerte Ben noch einmal zu, welchem prompt die Röte in die noch jugendlichen Wangen schoss.


Edris mit Stryka und Ben


| Mandalore | Keldabe | Metzgerei | | |
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29 Dec, 2015 16:12 10 Josea Gear ist offline Email an Josea Gear senden Beiträge von Josea Gear suchen Nehmen Sie Josea Gear in Ihre Freundesliste auf
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[Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Metzgerei]
Edris, Ben (NSC), Stryka in einem Nebenraum, vor der Tür das Niri (Strill)




Während Edris mit Ben flirtete und sich der Junge darüber freute, war die Ärztin im Nebenzimmer und suchte alles zusammen, was sie brauchte. Vor allen Dingen die alte Decke, auf der Niri zu schlafen pflegte. Das Tier war wirklich schon sehr alt und fast zahnlos. Es war eine Schande, dass sich niemand ordentlich darum kümmerte. Aber das würde sie jetzt übernehmen. Wynt war weg, der trat seinen Dienst im Krankenhaus an und hatte sie so sträflich im Stich gelassen. Es war eine Schande. Von Männern hatte sie keine gute Meinung. Irgendwie hatten sie immer alle enttäuscht und im Stich gelassen. Ihr Vater, die beiden Onkel und dann noch ein paar Cousins. Von den Kerlen, in die sie sich verliebt hatte als sie noch viel jünger gewesen war, gar nicht erst zu reden. Aber das ging niemanden etwas an, da ließ sie lieber ihre schlechte Laune an den Leuten aus. Wie gern würde sie jetzt am Kelita stehen, die Angel auswerfen und dem Rauschen des Flusses lauschen oder durch den Wald wandern und irgendwelche Kräuter suchen. Das fand sie außerordentlich entspannend, ein guter Ausgleich zu ihrem teils doch sehr hektischen Alltag, wenn die Leute mit ihren Problemen und Problemchen zu ihr kamen, sie damit fast zu Tode langweilten, immer die gleichen Geschichten über diverse Abenteuer, wo das Leiden wahrscheinlich angefangen hatte oder ein anderes. Dann gab es wieder Leute, die ihr sämtliche Probleme des Alltags erzählten. Das ging ihr meistens am shebs vorbei, aber sie hörte mitfühlend zu und verschrieb dann etwas, meistens waren es Schmerzmittel, manchmal half auch schon reden oder nur zuhören. Aber sie war ein guter Arzt, davon war sie mehr als überzeugt.

Sie verließ das Nebenzimmer durch eine andere Tür und gelangte in den Hinterhof, wohin sich das Strill verzogen hatte, als es gemerkt hatte, dass von Stryka nichts zu holen war. Leise redete sie auf das Tier ein und bewegte es so dazu, ihr zu folgen. Demonstrativ wollte sie den kleinen Stinker durch den Laden nach draußen führen. Außerdem musste sie Ben noch sagen, dass die Behandlung des Strills mit der heutigen Rechnung aufgerechnet würde.

„So, Niri, du kommst eine Weile zu mir“, sagte sie zu dem Faltenmeister, der sie aus kaum sichtbaren, roten und halb blinden Augen anschaute. „Wahrscheinlich nicht sehr lange“, sagte sie weiter, weil sie dachte, das kluge Tier würde jedes ihrer Worte verstehen. „Weil du vorher sterben wirst“, setzte sie in Gedanken hinzu. Es war die reine Wahrheit aus ihrer Sicht der Dinge und Kenntnisse und es machte sie ein wenig traurig. Das Tier kannte sie schon so lange, seit sie in diese Straße gezogen war und bereits vorher schon war sie ihm immer wieder begegnet.

Seufzend, mit Niri im Schlepptau und ein paar der Sachen, wie die Schlafdecke des Stinkers, kam sie gerade in den Verkaufsraum zurück, als Edris nach ihr rief.

Nun war sie neugierig, was die Frau alles eingekauft hatte, aber sie fragte nicht, sondern wandte sich noch an Ben.

„Sag deinem Chef, die Rechnung für Niri gleicht sich mit der Rechnung von heute aus. Falls sich die Behandlung in die Länge zieht, sag ich Bescheid.“

Der Junge nickte und schenkte der Zabrak noch ein schelmisches Lächeln, das war wirklich eine Frau nach seinem Geschmack, die wusste was sie wollte und es auch bekam. Irgendwann würde er auch so eine an seiner Seite haben und dann würde sie … der Tagtraum wurde von Stryka unterbrochen.

„Hast du mich verstanden, Ben? Starr nicht Löcher in die Luft“,

herrschte sie ihn an, der gerade in Zukunftsplänen schwelgte und an seinen ersten großen Auftrag dachte. Wie lange sich drei Tage ziehen können, ist schon furchtbar. Bei den Worten der Ärztin zuckte er allerdings kurz zusammen und nickte.

„Alles klar, ich sags ihm.“

Damit winkte er Edris noch zu und somit auch Stryka. Guter Arzt hin oder her, ab und zu könnte die alte Schachtel ruhig etwas netter sein. Er hoffte ja, wenn er mal so alt war, nicht derartig mies gelaunt zu sein, das war ja furchtbar. Die düsteren Gedanken wurden durch das Piepen seines Coms unterbrochen, was er mit einem erfreuten Gesichtsausdruck zur Kenntnis nahm. Da waren endlich die Daten für den Abflug, bislang hatte er nur gewusst, dass es in drei Tagen losgehen sollte, nun wusste er auch die genaue Stunde. Er musste unbedingt noch eine Abschiedsfeier geben und fragte sich, ob er Edris einladen sollte, unterließ es dann aber aus zwei Gründen: erstens hatte sie schon gesagt, dass sie heiraten wollte und deshalb keine Zeit hatte und zweitens war sie gerade aus dem Laden raus, mit der alten Nervtöterin. Aber er wusste ja, wo sie im Moment wohnte, da konnte er das noch immer nachholen. Freunde und Verwandte hatte er auch ausreichend, damit die Party bestimmt nicht langweilig wurde.


Stryka gab sich damit zufrieden und verließ anschließend mit Edris den Laden.

„Jetzt gehen wir zurück und schauen mal, ob Schlafschönchen schon wach geworden ist. Eigentlich dürfte er langsam wieder ins Reich der Lebenden eintauchen“,

meinte sie zu ihrem Gast, packte das Strill auf ihre Arme, da es die lahmen Beine nicht mehr tragen wollten. Zuhause würde sie stinken wie eine Jauchegrube, aber das machte nichts. Kleidung kann gewaschen werden und eine Dusche tut ihr übriges. Nur der kleine müde Sabberer konnte ja nichts dafür, dass er so alt und krank war und sich niemand um ihn kümmern wollte, weil irgendwelche obskuren Abenteuer im Moment wichtiger waren, die anscheinend so lukrativ waren. „Scheiß Credits“, dachte sie bitter, weil wieder einmal ein Lebewesen wegen der Jagd nach Geld und Prestige leiden musste.


[Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Straße]
Edris, Stryka, Niri (Strill)



OT: Du kannst uns ins Haus zurück oder wohin auch immer du willst dirigieren, wenn du eine Idee hast. Eingekauft haben die beiden bestimmt genug.

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14 Jan, 2016 07:46 50 Stryka Ordan ist offline Beiträge von Stryka Ordan suchen Nehmen Sie Stryka Ordan in Ihre Freundesliste auf
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| Mandalore | Keldabe | Strykas Haus | Schlafzimmer|

Josea , draußen auf der Straße Sabri und Tessa


Josea wachte ein wenig verspannt, aber ansonsten weitgehend schmerzfrei auf und wunderte sich im ersten Augenblick, wo er war. Dann erkannte er das Schlafzimmer der kleinen tapferen Ärztin wieder. Oder war es von Iris, Erica? Edith? Nein, sie hieß Edris und soweit er wusste, wollten sie heiraten. Das war keine schlechte Idee, die Zabrak hatte Feuer im Hintern. Aber auch einen sehr gewalttätigen Bruder, wie ihm beim Blick auf die Armschiene einfiel. Er gähnte und streckte sich, hatte aber keine Lust aufzustehen. Edris war nirgends zu sehen, was schade war, denn er hätte durchaus das Bedürfnis nach einem weiteren wilden Ritt gehabt. Auch als er nach ihr rief, erschien sie nicht. Ebenso wenig wie Stryka, denn er hatte Hunger. Für einige Minuten döste er vor sich hin, bis er sich entschied aufzustehen und sich abzuduschen. Beim Blick in den Badspiegel stellte er fest, dass er sich eigentlich rasieren müsste, aber mangels eines Mr. Stryka war auch kein Rasierzeug vorhanden und sein Ebenbild im Spiegel sah bei ausgiebiger Betrachtung auch so noch gut genug aus. Die Bissspuren auf seinem Hals ließen ihn breit grinsen. Da hatte er einen Fang in Form eines kleinen Nexu gemacht und das zerwühlte Bettsprach für sich. Noch unentschlossen, was er als nächstes mit sich anfangen sollte, überlegte er, dass es ganz klug wäre, durchzulüften und das Bettzeug aus dem Fenster zu hängen. Frauen wussten das zu schätzen, wenn man als Mann an solche Dinge dachte.

Und sie wussten es zu schätzen, wenn ein Mann wie er am Fenster stand und nichts anhatte. Das fiel ihm auf, als er Kissen und Bettdecke über die Fensterbank hängte und zwei junge vode vorbei schlenderten. Die Ruthian-Twi’lek wurde noch röter, während ihre menschliche Freundin ziemlich große Augen bekam. „Su’cuy, vod’ike“ , begrüßte er sie freundlich. „Schöner Tag heute, was?“ “In der Tat”, kicherte das blonde Mädchen, während die Twi’lek Mühe hatte, ihre lekku-Spitzen unter Kontrolle zu halten. „Kommst du auch mal zu uns zum Bettenmachen?“ „Ich würde gerne, aber ich darf mich noch nicht anstrengen, hat meine Ärztin gesagt“ „Die olle Ordan?“, platzte es aus der Twi’lek heraus und fiel in das Kichern ihrer Freundin ein. „Na dann viel Spaß noch“, fügte die Blonde hinzu, „aber wenn sie dir auf den Geist geht, wir wohnen drei Blocks weiter am Skirata-Platz. Frag nach der WG von Tessa, Sabri und Deliah. Man kennt uns. Oder folge einfach der Musik. Ret’lini, cyar’ika!“

Die Mädels ließen nichts anbrennen, was ihm außerordentlich gefiel und sah den beiden nach. Viel Zeit darüber zu sinnieren hatte er aber nicht, denn kaum dass die reizenden Gören weiter gezogen waren, sah er aus der Richtung, in die sie gegangen waren, zwei bekannte Gestalten kommen. Stryka und Edris , über die er sich mindestens genauso freute. „Da seid ihr ja endlich, habt ihr was zu….? Was zum….wir werden doch kein altes Strill essen, oder?“, rief er ihnen gut gelaunt zu, als sie in Hörweite kamen.





| Mandalore | Keldabe | Metzgerei |

Edris mit Stryka und Ben


So, wie Stryka den armen Ben anblaffte, tat er Edris unglaublich leid, aber ihr fiel außer einem Lächeln und einem freundlichen Zurückwinken zum Abschied nichts weiter ein, wie sie den Jungen trösten konnte. „Eine gute Jagd, Ben’ika“, rief sie ihm beim Hinausgehen zu. Es war rührend, wie die kleine Ärztin das alte Strill auf die Arme nahm, was im krassen Gegensatz zu ihrem Umgang mit vode stand.

„Ich hoffe, dass du ihm helfen kannst“ , sagte sie mitfühlend, nachdem sie die Metzgerei verlassen hatten. Strills waren so kluge und großartige Tiere, auch wenn sie nicht gerade mit blendender Schönheit gesegnet waren, ganz zu schweigen von einem angenehmen Geruch. Sie könnte Stryka nur der Nase nach folgen, denn die Ausdünstungen des alten Stinkers waren nicht zu verfehlen. Indes gab es schlimmeres und der Sechsbeiner verdiente es, gut zu behandelt zu werden. „Oh ja, ich finde auch, dass er langsam mal erwachen könnte“, erwiderte sie kichernd. An eine zweite, etwas ausgiebigere Runde war vermutlich nicht zu denken, aber ein wacher Josea war ihr lieber als ein schlafender und ihre beiden Herzen hüpften vor Vorfreude. Wie schön war es doch verliebt und verlobt und auch bald verheiratet zu sein, da spielte der Hickhack um Schmerzensgelder und die Ränke der Heiligen Dreifaltigkeit um Torr, Yeela und Arego nur noch eine untergeordnete Rolle. Daher summteEdris wahllos Liedfetzen vor sich, die ihr gerade in den Sinn kamen und ihre gute Laune unterstrichen, während sie auf dem kurzen Rückweg in die Praxis waren. Auch die Sonne kam heraus, so dass alles wunderbar zusammenpasste.

Es waren nur noch einige Meter die Straße entlang, als ihnen zwei Mädchen entgegenkamen, noch etwas jünger als sie selbst, die sich wegen irgendwas unglaublich amüsierten und sich aufgeregt zuflüsterten. Sehnsüchtig dachte die Zabrak an ihre eigene Teenagerzeit kurz nach dem verd’goten zurück. Man stand zum ersten Mal auf eigenen Füßen, und einem stand die ganze Galaxis offen, selbst wenn es erst einmal nur Keldabe war und die Abenteuer, die eine solche große Stadt mit sich brachte. „Ihr habt ja mächtig Spaß hier“ , sagte Edris schmunzelnd zu der Ruthian-Twi’ lek und der Blonden, die ihr Haar sowohl in enganliegenden Zöpfen als auch an einer Seite kurz geschoren trug. „Und wie“, rief die Twi’lek aus, die sich nicht mehr einkriegen konnte „da vorne steht ein nackter Mann am Fenster, der die Betten macht. Geh schnell hin, sonst ist er sicher wieder weg. Er ist so ein…whoooa…“ Hektisch wedelte sie mit den Händen und die mit Lederbändern kunstvoll umwickelten lekku-Spitzen führten einen wilden Tanz auf. Hier sah die Zabrak zum ersten Mal wie eine rothäutige Twi’lek noch röter werden konnte. „Wo denn?“ , frage sie neugierig, obwohl sie schon eine leise Ahnung beschlich. „Na da vorne, im Haus von der…oh…“, erklärte die Blonde, und dann fiel ihr Blick auf die Ärztin. Auch sie wurde nun rot, wenn auch nicht so ganz wie ihre Freundin und beide prusteten unaufhaltsam los. Ein vernünftiges Wort war wohl nicht mehr aus den beiden herauszubekommen, und Edris begann verschmitzt zu grinsen. „Ich glaube, ich weiß, wer der eifrige Hausmann ist“ , sagte sie zu Stryka, „den Anblick sollten wir uns nicht entgehen lassen“ Und so war, nach einigen Schritten, sah sie Josea in all seiner Pracht am Fenster, der auch sie bereits erblickt hatte und sich Sorgen machte, dass er altes Strill zum Essen bekommen sollte. Aber sie freute sich, dass sie schon sehnsüchtig erwartet worden war und eilte zu ihm, wo die Kissen und die Decke sorgsam über dem Sims hingen.

„Nein, nein – wir waren beim Bäcker und beim Metzger und haben vernünftige Sachen geholt. Niri ist Strykas neuer Patient. Du sorgst ja ganz schön für Aufruhr hier“ , zwinkerte sie ihm zu. „Weißt du, wenn ich der hiesigen Damenwelt eine Freude machen konnte…“, zwinkerte er zurück. „Dann hoffe ich wohl, dass ich auch damit gemeint bin…“ „Vor allem du...und Stryka natürlich auch!“ Er beugte sich zu ihr herunter und drückte ihr einen langen Kuss auf die Lippen. Viel fehlte nicht, damit sie ihn aufforderte, sie durchs Fenster zu heben, doch jetzt musste sie sich erst einmal zusammenreißen.

„Wir kommen durch die Tür rein“ , sagte sie noch etwas benommen, „und zieh dir was an, sonst kriegen hier sämtliche Teenies im Umkreis noch einen Herzinfarkt“





Josea, Edris mit Stryka, weiter hinten Sabri und Tessa


| Mandalore | Keldabe | Strykas Haus | Schlafzimmer|

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23 Feb, 2016 16:16 28 Josea Gear ist offline Email an Josea Gear senden Beiträge von Josea Gear suchen Nehmen Sie Josea Gear in Ihre Freundesliste auf
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Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Straße vor Strykas Haus
Stryka, Edris, Josea (am Fenster), Niri (das Strill)



Was war denn das schon wieder? Kaum dachte sie an nichts Böses, dann der nächste Schock. Wobei dieser Schock wenigstens schön zum Anschauen war, was immerhin etwas war. Ihr fielen geradezu die Augen aus dem Kopf, so sehr starrte sie. Dann wurde sie rot , was sie wiederum tierisch ärgerte, erst starren und dann rot werden. Das ist doppelt peinlich. Und Niri sabberte und stank fröhlich auf ihrem Arm dahin. Außerdem war der Kerl schwer und groß. Sie war wütend, weil der kleine Kerl in seinen letzten Tagen von seinem Herrchen verlassen worden war. Helfen würde sie ihm nicht können. Aber sie konnte ihm ordentliches Futter geben, wenn sich schon der dikut von Fleischer auf den Weg nach Pseudoabenteuern gemacht hatte, ohne es vorher gut versorgt zu wissen. Der hatte mal wieder gedacht, dass Stryka das schon richten würde. So war es dann ja auch gekommen. Sie konnte einfach nicht nein sagen. Und diesen knuffigen Falten im stinkenden Gesicht hatte sie noch nie widerstehen können. Er ist einfach zu niedlich, zumindest findet sie das. Niedlich und fast zahnlos. Wie alt es schon war, konnte keiner so genau sagen, aber es war bestimmt schon einige Generationen in der Familie des Fleischers.

Sie wagte einen kurzen Blick zuEdris, die sich fröhlich mitJosea unterhielt. Irgendetwas Schlaues sollte sie jetzt wohl auch von sich geben. Aber ihr fiel vor lauter Verlegenheit absolut nichts ein. Wie kann man nur so null in der Birne haben, fragte sie sich ärgerlich und schnaubte, während ihre Stirn ähnliche Falten annahm, wie die des Strills. Sie passten wirklich ausnehmend gut zusammen.

Du meine Güte, was sagt man in so einer Situation passendes, überlegt sie hastig, geht dann aber zur Tür. So ist es unverfänglicher. Tür auf und rein ins Haus, dann ist hoffentlichJosea auch wieder angezogen. Es ist ja wirklich nicht so, als hätte sie noch nie einen nackten Mann gesehen. Sie hatte sogar sehr viele gesehen, aber immer beruflich, als Arzt. Und jetzt … ist es verdammt noch mal was ganz anderes. Sie wird doch wohl nicht auf ihre alten Tage noch weich werden und sich diesem dikut an den Hals werfen, nur weil er so gut aussieht und sie ihn so furchtbar anziehend findet? Aber nein, das ist doch lächerlich. Für eine schnelle Nummer ist sie sich zu schade, für sie käme nur etwas Langfristiges in Frage.

Vorsichtig setzte sieNiri auf den Boden, damit sie die Tür öffnen konnte, denn auchEdris war mit den Einkäufen belastet. So wenig war es nicht, was sie da erstanden hatten, schließlich galt es, einige Mäuler zu stopfen.

Niri trottete hinter der Ärztin her ins Haus, denn das kannte es schon aus anderen Besuchen. Es war ein treues Vieh und würde nun seinen Lebensabend hier bestreiten, lange kann der ohnehin nicht mehr dauern.

„So, da sind wir. Hast du was an, Josea?“,

fragte sie einfach, denn sie wollte erst einmal ins Bad, sich waschen und anschließend umziehen, denn das Parfüm des Strills haftete wie eine zweite Haut an ihr. Das musste weg, auch wenn sie das Tier schätzte.

„Ich möchte mich nur schnell umziehen und Niris Sabber loswerden.“

Der Stinker hatte sie ganz schön angeschleimt, wie ihr jetzt auffiel, als sie auf ihren nassen Ärmel schaute. Das war ja mal wirklich ekelhaft. So sehr geschlabbert hatte der Kerl schon lange nicht mehr. Der Übeltäter suchte sich unterdessen eine ruhige Ecke und rollte sich dort zusammen, wo er nicht nur stank, sondern auch leise schnarchte.

„Du kannst die Taschen auf die Anrichte in der Küche stellen, Edris. Nehmt euch einfach, was ihr wollt, ich mache dann was für Niri und geh mich vorher umziehen, ich bin voller Sabber.“

Stolz auf sich, weil sie wieder normal reden konnte, ging sie Richtung Schlafzimmer, weil sie frische Kleidung brauchte. Auch wäre mal interessant, wann sich die Rayceens meldeten. Irgendwie war ihr das richtige Gefühl für die Zeit abhanden gekommen. Es war so viel passiert in den vergangenen Stunden, dass es sich wie Tage anfühlte. Aber nun war sie wieder hier.

„Also, macht es euch gemütlich, bedient euch, fühlt euch wie zuhause“,

hörte sie sich mit Staunen noch sagen und war über sich selbst mehr als verblüfft, doch ehe sie sich daran hindern konnte, redete sie schon weiter:

„Ich schau nachher nur noch kurz in die Ordination.“

Oh ja, das war gut, das war sogar wichtig, denn es könnte sie jemand brauchen. Wirklich, diese Möglichkeit bestand immer, selbst dann, wenn sie frei hatte. Aber erst einmal das angesabberte Zeug los werden. Rasch lief sie ins Schlafzimmer weiter, um sich mit sauberer Kleidung einzudecken.


Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Strykas Haus
Stryka, Edris, Josea, Niri (das Strill)

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Ich bin kein guter Arzt, ich bin der beste, den du kriegen kannst.

13 Apr, 2016 17:13 24 Stryka Ordan ist offline Beiträge von Stryka Ordan suchen Nehmen Sie Stryka Ordan in Ihre Freundesliste auf
Beskhar
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Mandalore | Kyrimorut | Beshkars Wohnung
Beshkar


Ni su‘cuyi, gar kyr‘adyc, ni partayli, gar darasuum.
Beshkar begann jeden Morgen mit diesem Mantra, das er in den letzten Jahren verinnerlicht hatte. Es war wahrscheinlich das mit Abstand beste Mando’a, das er zustande brachte. An manchen Tagen wechselte die Anzahl der Namen, doch im Großen und Ganzen blieben es immer dieselben. Allen voran kamen Jaster, Roy und Ashes – drei Männer, ohne die er heute nicht hier wäre. Auf dieses Ritual folgten ein leichtes Frühstück und die Pflege seiner Zimmerpflanzen, auf die er ein wachsames Auge hatte. Das Klima von Mandalore war gnädig, sodass ihm manche Fehler verziehen wurden.
Nichtsdestotrotz hatte der Klon immer wieder Probleme mit den Ansprüchen seiner stummen Patienten und es wäre nicht das erste Mal, dass ihm eines seiner Gewächse einging. Im Augenblick schien es jedoch allen gut zu gehen. Wenn sich das noch eine Weile hielt, konnte er vielleicht sogar dazu übergehen, hier einige Nutzpflanzen aufzustellen. Schon länger hatte er darüber nachgedacht, aber nicht das Risiko eingehen wollen, einem kostspieligen Heil- oder Gewürzkraut beim Verwelken zuzusehen.

An diesem Tag bestand sein Trainingsprogramm aus einigen Kraftübungen und einem Dauerlauf durch die Siedlung. Wie üblich waren viele Bewohner von Kyrimorut schon früh auf den Beinen. Ausschlafen liegt uns offenbar nicht im Blut. Beshkar grüßte, wenn ihm jemand begegnete, und ging in seinem Kopf die Besorgungen durch, die er heute erledigen musste. Aus diesem Grund würde er seine Praxis bereits gegen Mittag schließen und mit seinem Speeder Bike nach Keldabe fahren, um Medizin- und Lebensmittelvorräte aufzustocken.
Leider gab es noch einen weiteren Grund, weswegen er seinen Ausflug nicht mehr lange aufschieben sollte: Das 74-Y, das er vor einiger Zeit gebraucht erstanden hatte, begann erste Zicken zu machen. Sein mechanisches Verständnis reichte leider nicht weit genug, um sich selbst um die Reparatur zu kümmern, aber einer seiner Brüder hatte sich das Speeder Bike einmal angesehen und ihm eine Liste der Teile genannt, die ersetzt werden sollten. Es würde sich schon irgendwie mit seinem Budget vereinbaren lassen – aber Beshkar wollte ungern mit dem Ding unterm Hintern in die Luft gehen oder gegen einen Felsen prallen.

Auch auf dem Weg nach Keldabe meldete sich wieder das leichte Rütteln, gepaart mit einem tiefen Brummen, das sein Bike bereits bei den letzten Fahrten von sich gegeben hatte, sobald er eine bestimmte Geschwindigkeit überschritt. Der Klon drosselte daher das Tempo und machte vorsichtig einige Lenkbewegungen. Hier reagierte sein Gefährt immerhin noch so präzise, wie er es gewohnt war. An einigen Stellen des 74-Y war die oberste Lackschicht bereits abgeplatzt und gab die darunterliegende Lackierung preis. Vielleicht war es auch Rost – Beshkar wollte sich noch nicht zu genau damit beschäftigen. Das alte Speeder Bike war verlässlich und er war nostalgisch. So konnte es noch eine Weile bleiben.

In der mandalorianischen Hauptstadt parkte er das Speeder Bike in der Nähe des Marktplatzes und fragte sich zu einer passenden Werkstatt durch. Alle notwendigen Ersatzteile waren vorrätig, doch als ihm der Händler die Preise nannte, erhielt die Planung des Klons einen Dämpfer. Hauptstadtpreise… Das ist mehr, als ich erwartet habe, dachte er in einer Mischung aus Grimm und Stolz. Es hatte eine Zeit gegeben, da hätte er die genannte Summe ohne zu Zögern bezahlt. Aber nun wusste er es besser und musste vor allem an seine Patienten denken. Wenn es wirklich einen Notfall gab, würde er auch einen der anderen Bewohner von Kyrimorut um eine Mitfahrgelegenheit bitten können. Dessen war er sich sicher. „Legen Sie mir die Teile bitte erst einmal zurück. Ich muss noch ein paar Besorgungen erledigen und würde sie auf dem Rückweg bezahlen und abholen.“
„Es ist ein älteres Modell. Schwer zu bekommen. Ich kann nicht versprechen, dass sie nachher noch da sind.“
„Das macht nichts.“ Ich kann nämlich nicht versprechen, dass ich sie abhole…

Als er den Laden wieder verlassen hatte, verschränkte der Klon mit einem Seufzen die Arme vor der Brust. Hoffentlich würde er bei den anderen Geschäften keine ähnlichen Erfahrungen machen. Vielleicht konnte er ja auf einige Dinge verzichten – bei seiner Nahrung war er ohnehin nicht sehr wählerisch, solange sie die notwendigen Nährstoffe enthielt. Aber der Sanitäter war nicht bereit, auf Kosten seiner Patienten Abstriche zu machen. Vielleicht habe ich bei einem anderen Händler mehr Glück.
Zumindest seine Medikamente ließen sich ohne Probleme auffrischen. Tatsächlich hatten sich auch hier die Preise ein wenig verändert, aber mit diesen Schwankungen war er vertraut und auf seiner Liste stand nichts, das in Keldabe nicht leicht zu bekommen wäre. Die Lebensmittel würde er sich für den Schluss aufsparen. Nun galt es erstmal, einen Händler zu finden, der ihn für ein paar Ersatzteile nicht gleich über den Tisch zog. Man gab ihm eine Wegbeschreibung für ein Geschäft in der Nähe vom Skirata-Platz, die sich der Klon mit einem leichten Grinsen einprägte. Offensichtlich war seinem Gesprächspartner die Ironie der Situation entgangen. Beshkar bedankte sich und war nach kurzer Zeit an besagtem Platz angekommen. Doch nun stand er vor einem neuen Problem. Welche „zweite Abzweigung“ hatte der Mann denn nun gemeint?


Mandalore | Keldabe | Innenstadt
Beshkar

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13 Apr, 2016 20:29 05 Beskhar ist offline Email an Beskhar senden Homepage von Beskhar Beiträge von Beskhar suchen Nehmen Sie Beskhar in Ihre Freundesliste auf Füge Beskhar in deine Contact-Liste ein
Josea Gear
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| Mandalore | Keldabe | Innenstadt | am Skirata-Platz |


Tessa und Sabri





Tessa schaute sich noch einmal in die Richtung um, in die Dr. Ordan und die Zabrak verschwunden waren. „Na, was meinst du, mit wem von den beiden er was hat?“, fragte Sabri grinsend. Ihre Hautfarbe hatte wieder einen normalen Rotton angenommen, aber ihre lekku-Spitzen zuckten noch verräterisch. „Doch nicht mit der Alten“ , erwiderte die Angesprochene augenrollend und strich sich ihre Zöpfe glatt, deren helles Blond im Sonnenlicht wunderbar herauskam. Sie hoffte, dass der Fenstermann es bemerkt hatte. „Wer weiß, vielleicht sogar mit beiden“ , prustete die Twi’lek. „Deine versaute Fantasie möchte ich haben - du bist so eine Twi'lek“, erwiderteTessa und lachte mit. Sie bedauerte es, dass sie sich heute morgen dafür entschieden hatte, noch ein Trägershirt unter die Tunika zu ziehen, das tiefere Einblicke verhinderte. Der Typ im Fenster hatte nicht nur körperlich etwas zu bieten gehabt, sondern war anscheinend auch noch sehr cool drauf. „Wir hätten ihn überreden sollen, mitzukommen“ , dachte sie laut vor sich hin. „Glaubst du wirklich, dass er das getan hätte?“ , zweifelte Sabri. „Weiß nicht. Aber wir hätten wenigstens fragen sollen. So einem wie dem begegnet man auch nicht alle Tage…“ „Wir wissen aber, wo er wohnt…wenigstens vorübergehend. Und wenn ich die Ärztin wäre, würde ich ihn so lange wie möglich da behalten.“ Da hatte Sabri nicht unrecht. Und wer etwas gewinnen wollte, musste auch etwas wagen. Zuerst führte sie ihr Weg allerdings zurück in die Wohngemeinschaft, die sie mit Deliah teilten. Sie schmissen eine Party, um die bestandenen Zwischenprüfungen an der Oberschule für Agrarwirtschaft zu feiern, die sie auf sanftem, aber nachhaltigem Druck ihrer Familien besuchten. Wenn sie schon nicht in die Galaxis ziehen konnten, um Abenteuer zu suchen, mussten sie eben die Abenteuer zu sich holen. Was sie sie oft und gerne taten.


„Wenn nicht, können wir uns immer noch den Jungen klarmachen, der in der Metzgerei arbeitet“ Tessa seufzte. Sabri, ner vod, das ist ein Junge“ , sagte sie mit bedeutsam erhobenem Zeigefinger. „Der Fenstermann ist ein…Mann.“ „Oh ja, das habe ich gesehen“ , versetzte die Twi’lek entrückt und wurde wieder knallrot. Tessa bereute es sehr, nicht geistesgegenwärtig genug gewesen zu sein, um ein Holo von dem Prachtkerl zu machen. Wenigstens hatte sie sich heute morgen die Haare frisch eingeflochten, den Sidecut nachrasiert und ihre neue Hose mit den Lederstreifen angezogen. Sabri ließ die obere Hälfte ihres Overalls generell nach unten hängen, damit sie ihre Oberteile und Tätowierungen zur Schau tragen konnte. Was sehr unmandalorianisch war, aber es war auch nicht ihre Schuld, dass sie auf diese bescheuerte Schule gehen musste, wo sie allerlei galaktischen Einflüssen ausgesetzt waren. Und dem Anblick eines nackten Kerls, der im Fenster stand. Es hätte schlimmer kommen können.

Sie erreichten den Platz, an dessen gegenüberliegender Seite sich der Apartmentblock befand, in dem sie wohnten. Die Nachbarschaft bestand überwiegend aus anderen jungen vode, die die nahe liegende Oberschule besuchten oder wegen der günstigen Mieten dort zwischen Aufträgen wohnten. Daher immer irgendetwas los, es gab immer was zu feiern, ob es Leute waren, die gerade ein- oder auszogen, erfolgreiche Jagden oder weil man gerade Lust darauf hatte. Außerdem gab es viele Läden in der Nähe, in denen man günstig Lebensmittel und Getränke einkaufen konnte, wobei letzteres am wichtigsten war. Die beiden kauften vorsichtshalber noch zwei Kasten Ale und fünf Flaschen Juma-Juice, es war immer besser einen Vorrat zu haben.

Bis zur Wohnung mussten sie mit den schweren Kasten nur noch über den Skirata-Platz laufen. Als richtige mando’ade beklagten sie sich nicht, nichtsdestoweniger war es eine elende Plackerei und eine Repulsorkarre hätten sie sicher auch nicht abgelehnt. „Die dikut’la Halsabschneiderin hätte uns wenigstens ihren Droiden ausleihen können“ , beschwerte sich Sabri. „Lass uns das elende Ding kurz abstellen“ Dagegen hatte ihre Freundin nichts einzuwenden. Vierundzwanzig Literflaschen bestes Billigale und fünf Jumaflaschen zu anderthalb Liter waren nicht ohne. Tessa rieb sich die Hände und sah sich dabei nach jemandem um, der ihnen helfen könnte. Nicht weit von ihnen fiel ihr ein älterer Mann auf, der aussah, als ob er sich verlaufen hätte und kräftig genug war, Kasten zu schleppen. Sie wechselte einen kurzen Blick mit Sabri. Mandalorianer fackelten nicht lange, und gewiss wäre sie die letzte, die diesem Ruf keine Ehre machen würde. „Su’cuy“ , rief sie in seine Richtung, während sie auf ihn zuging und setzte ein strahlendes Lächeln auf, das sie in Gedanken dem Fenstermann widmete. „Du siehst aus, als ob du was suchst“ , sagte sie, „kann ich dir vielleicht helfen?“


| Mandalore | Keldabe | Innenstadt | am Skirata-Platz |


Tessa und Sabri, mit Beshkar



OP

@Stryka: Post mit Josea kommt separat

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26 Apr, 2016 20:43 16 Josea Gear ist offline Email an Josea Gear senden Beiträge von Josea Gear suchen Nehmen Sie Josea Gear in Ihre Freundesliste auf
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Mandalore | Keldabe | Innenstadt, am Skirata-Platz
Beshkar | Tessa | Sabri

Beshkar fuhr sich nachdenklich mit der Hand über den Hinterkopf und ertastete dabei unbewusst die Narbe, die sich dort befand. Natürlich konnte er die Straßen einfach absuchen, bis er die richtige fand. Aber dem Klon war gerade nicht nach einer Erkundungstour, zumal sich das Geschäft ohnehin in einem Hinterhof befinden sollte. Mit ein wenig Pech wäre er also eine ganze Weile unterwegs, eher er fündig würde. Aber noch war nicht aller Tage Abend. Beshkar hatte kein Problem damit, andere nach dem Weg zu fragen. Er sah aber gerade auch keine Patrouille, die sich in den Straßen meist hervorragend auskannte. Zumindest war der Platz nicht verlassen. In den Geschäften und Wohngebäuden gingen beständig Personen ein und aus. Einer von ihnen würde ihm schon weiterhelfen können und vielleicht konnte er dabei sogar noch einige Lebensmittel günstig ergattern.

Während er sich umsah, traf sein Blick den einer jungen Frau mit blondem Haar, das zu Zöpfen geflochten war. Neben ihr stand eine rothäutige Twi’lek – und zwei Kästen mit etwas, das nach Alkohol aussah. Billiger Alkohol, wenn er das Etikett richtig erkannte. Die blonde Frau mit dem Sidecut grüßte ihn und kam mit strahlendem Lächeln auf ihn zu. Beshkar ließ seine Hand sinken, die noch immer seinen Hinterkopf berührte, und erwiderte die Geste mit einem freundlichen, fast wissenden Schmunzeln. Er kannte – und mochte – die Direktheit der Mandalorianer, aber er konnte sich nicht vorstellen, dass man aus reiner Nächstenliebe auf ihn zukam. Su’cuy gar, vielleicht kannst du das. Ich bin auf der Suche nach einem Mechaniker, der hier in der Nähe sein Geschäft haben soll.“ Er wiederholte die Wegbeschreibung, die man ihm gegeben hatte. „Wisst ihr, welche Straße damit gemeint ist?“ Beshkar warf einen prüfenden Blick vorbei an der Blonden zu den beiden Alekästen. Er wurde das Gefühl nicht los, dass sie der Grund waren, weshalb man ihn angesprochen hatte. Eine Hand wäscht die andere. Auch auf Mandalore war das nicht anders. „Kann man euch irgendwie weiterhelfen? Ihr scheint ja einiges vorzuhaben.“

Mandalore | Keldabe | Innenstadt am Skirata-Platz
Beshkar | Tessa | Sabri

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22 May, 2016 15:56 39 Beskhar ist offline Email an Beskhar senden Homepage von Beskhar Beiträge von Beskhar suchen Nehmen Sie Beskhar in Ihre Freundesliste auf Füge Beskhar in deine Contact-Liste ein
Josea Gear
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| Mandalore | Keldabe | Strykas Haus | | Schlafzimmer|





Josea wollte natürlich nicht, dass jeder hier im Umkreis seinetwegen einen Herzinfarkt bekam, selbst wenn das für Strykas Geschäfte sicherlich gut gewesen wäre. Wie herzensgut die kleine Ärztin war, zeigte sich daran, dass sie sich nicht schade war sich auch um ein uraltes Strill zu kümmern. So wie der Stinker auf ihren Armen aussah, konnte er eine gute Behandlung gebrauchen. Bevor er sich umwandte, gab er Edris einen schnellen Abschiedskuss und zwinkerte Stryka zu. Sie sah ein wenig angestrengt aus, trotz seines Alters war der Sechsbeiner nicht gerade handlich. „Bis gleich, vod’ike“ , rief er, wonach er seine Kleidung auflas und prüfend daran roch, ehe er sie über einen Stuhl hängte. Frisch war das alles nicht mehr. Er beschloss Stryka zu fragen, ob er ihren Waschautomaten benutzen konnte. Die Kosten konnte sie von ihm aus auf die Rechnung der Rayceens schreiben oder er würde sie erstatten. Damit den beiden Frauen nicht die Augen ausfielen und ihr Kreislauf geschont wurde, wickelte er sich das Badetuch um die Hüften. Das musste vorerst reichen.

Prüfend begutachtete er sein allzu aufregendes Ebenbild im Badspiegel, wobei der Grund für den ganzen Aufruhr gründlich bedeckt war und schon rief Stryka, ob er angezogen sei. „Ich stelle keine Gefahr für die Gesundheit der Öffentlichkeit mehr dar, komm ruhig“ , erwiderte er fröhlich, strich sich die Haare zurück und schickte sich an, das Schlafzimmer zu verlassen. „Su’cuy“
, begrüßte er sie beim Hinausgehen. Die Spuren des Strills an ihr waren weder zu übersehen noch zu überriechen, was ihn aber nicht daran hinderte, sie zu drücken. „Du hättest mich ruhig anrufen können, dann hätte ich den Kleinen für dich getragen, selbstverständlich angezogen“ , feixte er. „Ich habe versucht, Ordnung zu machen, hoffe, dass es so geht. Und kann ich deinen Waschautomaten benutzen? Mein ganzes Zeug braucht dringend eine Wäsche…setz es einfach den Rayceens auf die Rechnung, auf die paar Credits kommt es denen sicher auch nicht mehr an.“

In der Küche war Edris bereits damit zugange, die Einkäufe auszupacken. Das sah alles unglaublich gut aus und er merkte erst jetzt bei dem guten Geruch von Eopieschinken, Nerfsteaks und Banthasalami, wie hungrig er war. Stryka, du bist so gut zu uns“ , sagte Josea ehrlich gerührt. „Wir warten auf dich, bis du wieder da bist, ja?“

Edris hatte derweil Mühe ernst zu bleiben „Was?“ , grinste er zurück und sie zupfte neckisch am Handtuch. „Mein Overall muss in die Wäsche, cyar’ika, aber wie du siehst, bin ich anständig bedeckt“ Die dunkelhaarige Zabrak biss sich in die Hand und boxte ihn mit der anderen auf den Brustkorb. „Du darfst mich nicht schlagen - du weißt, dass das für deine Familie teuer wird“ , schalt er sie augenzwinkernd und zog sie an sich. „Ich kann dich anderweitig entschädigen“ , erwiderte sie keck. „Ach ja? Und wie?“ Ihre einzige Antwort war ein ausgiebiger Kuss, so dass alle Entschädigungsfragen vorerst geklärt waren. „Das reicht jetzt“ , entschied seine Zukünftige und streckte ihm die Zunge heraus, „nicht, dass ich im Voraus zuviel zahle. Außerdem habe ich Hunger – setz du dich hin und ich brate uns ein paar Steaks an.“

Dieser Aufforderung gehorchte Josea gern. Während Edris das Fleisch briet, erzählte sie von ihren Erlebnissen beim Besuch des Bäckers und der Metzgerei. Sie deutete an, dass zwischen ihr und Stryka nicht alles ganz friedlich abgelaufen war, doch sie wollte nicht näher ins Detail gehen. Immerhin konnte die Ärztin jeden Augenblick wieder in die Küche zurückkehren. „Die beiden Mädels sind beinahe gestorben, als wir ihnen begegneten. Du hast wirklich Eindruck hinterlassen“ , kicherte sie, als Josea seine Sicht der Begegnung mit der Blonden und Lethan-Twi’lek geschildert hatte. Das konnte er nicht abstreiten. „Laden wir sie doch zur Hochzeit ein“ , schlug er vor. „Damit wir in Teenager-Tränen ertrinken? Aber wo wir gerade von Einladungen sprechen - ich habe Stryka gesagt, dass wir sie auch einladen…“ „Das hätte ich sowieso gemacht, cyar’ika“ Er freute sich, dass sich die beiden nun endlich verstanden und nach allem, was sie zusammen durchgemacht hatten, gehörte die tapfere kleine Frau gewissermaßen mit zur Familie.



| Mandalore | Keldabe | Strykas Haus| | Küche |


Josea, mit Edris , Stryka irgendwo im Haus

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14 Jun, 2016 20:40 58 Josea Gear ist offline Email an Josea Gear senden Beiträge von Josea Gear suchen Nehmen Sie Josea Gear in Ihre Freundesliste auf
Stryka Ordan
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Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Strykas Wohnung Josea, Edris, Stryka und Niri


Oh je, wo sollte sie nur hinschauen? Der Mann hatte aber auch einen Körper! Für Stryka war die Situation gerade etwas peinlich. Er ging so offen mit sich um, auch Edris kannte da keinerlei Scham und ihr war das alles nur noch peinlich. Die waren doch um so vieles jünger als sie! Sie könnte theoretisch Joseas Mutter sein und da gehörte sich das einfach nicht. Außerdem waren die beiden doch ein Paar. Zumindest hatte sie das so verstanden und sie wollte auch nicht dazwischen treten mit irgendwelchen ungeschickten Annäherungsversuchen, die wahrscheinlich nicht ankamen.

Aber es war so nett was er über Niri gesagt hatte und dann auch die Sache mit dem Waschautomaten, dass sie unwillkürlich lächeln musste. Was war nur los? Vorhin hatte sie sich noch so geärgert und jetzt lächelte sie dumm vor sich hin. Das konnte nicht gut gehen und würde in weiteren Verwirrungen enden. Nein, nein, nicht mehr hinschauen, befahl sie sich selbst. Du bist der Arzt und damit hat es sich. Alles andere ist Zufall und er ist mit Edris zusammen, redete sie sich weiter gut zu, damit sie ihre Sinne beisammen hielt. Außerdem brauchte Niri gleich ihre ganze Fürsorge. Die Reyceens ließen sich auch verdammt viel Zeit oder lag es nur an ihr, dass sie das Gefühl hatte, der Tag würde sich so massiv in die Länge ziehen?

„Danke fürs Aufräumen. Ich stecke deinen Overall gleich in den Automaten und die Bezahlung kannst du vergessen, wenn du mich nicht beleidigen willst.“

Das war wie mit dem Essen, er war hier Gast und die Gastfreundschaft ist heilig, deshalb hatte sie auch für Essen gesorgt und ihm das Bett angeboten, das sich nun auch auf Edris ausweiten würde.

Rasch lief sie an Josea vorbei ins Schlafzimmer und schnappte sich den Overall und dann weiter ins Badezimmer, wo der Waschautomat stand. Sie würde einfach ihre Sachen mit dem von dem jungen Mann in eine Maschine stecken und sie zusammen waschen, das ging schneller. Noch eine kurze Begutachtung im Spiegel. Nun ja, es ist nicht gerade so, dass sie gefallen möchte, andererseits, wer möchte nicht gefallen und seine besten Seiten ins rechte Licht rücken? Alles in den Spiegel starren änderte nichts daran, dass sie aussah, wie sie aussah, zu viel drumherum für ihre Größe. Aber das war schon als Kind immer ihr Problem gewesen. Ganz gleich, wie wenig sie aß, sie nahm nichts ab und aus Frust darüber, stopfte sie tonneneweise Süßkram in sich rein, vorzugsweise Uj-Kuchen, da konnte sie sich noch mit den Früchten selbst belügen. Weg mit diesen Gedanken, jetzt erst einmal etwas vom Strillsabber befreien. Sie beeilte sich nun doch, schließlich war es mehr oder weniger egal, wie sie aussah, Hauptsache sauber.

Die Maschine lief bereits, sie hatte sich ordentlich gewaschen und suchte nun etwas zum Anziehen. Erst stand sie nur überlegend beim Kleiderschrank, der abgesehen von ihren Arbeitssachen, wenig hergab, und überlegte, was sie besser aussehen lassen würde. Schlussendlich und weil sie wütend auf sich war wegen dieser dummen Gedanken, nahm sie einfach eine Tunika und eine Hose heraus. Sie musste niemanden beeindrucken, das ging mit dem Aussehen ohnehin nicht, redete sie sich zu, kam dann zu dem Ergebnis, dass das alles nur fadenscheiniges Zeug ist, denn überall isst das Auge mit. Man musste sich nur die beiden Mädels von vorhin anschauen, um darauf zu kommen. Noch ein letzter überkritischer Blick in den Spiegel und sie war wieder ansehbar. Das Ganze hatte nicht mehr als ein paar Minuten gedauert, so ging sie dann auch bald in die Küche zurück. Wenn es in der ganzen verdammten Galaxis irgendwo ein schwarzes Loch geben sollte, das sollte nun bitte die Ärztin holen. Darin wollte sie verschwinden, auf nimmerwiedersehen und so. Da standen der quasi nackte Josea und Edris in inniger Umarmung und tauschten Speichel aus. Sofort drehte sie sich wieder um und eilte in ihr Heiligtum, ihre Arztpraxis. Sie wollte ohnehin noch einige Proben überprüfen, die in den Brutkästen vor sich hin warteten.

Während sie mit den Probenbehältern hantierte, überlegte sie, ob sie nicht besser die Reyceens anrufen sollte, damit das etwas beschleunigt wird, denn langsam wurden diese beiden Verliebten anstrengend. Niri sollte sie auch holen, aber jetzt ging sie besser noch nicht in die Küche, also bereitete sie für ihn den Behandlungstisch vor, obwohl sie genau wusste, dass ihm nichts fehlte, außer die Zähne und ein rascher, gnädiger Tod, kein langes Siechtum, so wie es sein Herrchen wollte, weil er sich so an ihn gewöhnt hatte. Nein, Niri sollte einen würdigeren Tod bekommen, aber erst einmal durfte er sich später noch satt fressen und mit ihr in den Garten gehen. Die Proben waren in Ordnung und gelangten an den warmen Ort zurück, dort mussten sie noch ein paar Stunden ausharren. Aber die Zwischenergebnisse notierte sie pflichtschuldig auf einem Stück Flimsi.

Die Tür zu ihrem Büro hatte sie offen gelassen, damit sie hörte, wenn jemand sie brauchte. Plötzlich fühlte sie sich müde und überfordert, von ihrem eigenen Aktionismus überrollt. Die Jüngste war sie auch nicht mehr, wie ihr bewusst wurde, als sie sich hinter den Schreibtisch setzte und einen Moment die Augen schloss. Wo sie dann auch prompt einschlief.



Mandalore – Keldabe – Innenstadt – Strykas Wohnung – Arztpraxis
Stryka, Edris, Josea und Niri in der Küche

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16 Jun, 2016 18:45 50 Stryka Ordan ist offline Beiträge von Stryka Ordan suchen Nehmen Sie Stryka Ordan in Ihre Freundesliste auf
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| Mandalore | Keldabe | Innenstadt | | am Skirata-Platz |


Tessa und Sabri, mit Beshkar



Auf den ergrauten Kopf war der buir trotz fortgeschrittenen Alters nicht gefallen und lächelte sogar ganz nett. Hier bestätigte sich wieder Tessas Theorie, dass Männer über zwanzig viel interessanter waren, auch wenn dieser hier sogar der Vater des Fenstermannes sein könnte. Er erkundigte sich nach einem Mechaniker und bot ohne zu zögern seine Hilfe an, als er Sabrimit den Kisten stehen sah. Die Twi’lek winkte ihm erfreut zu. “Du bist schon in der richtigen Richtung”, sagte Tessa und musterte ihr Gegenüber genau. „Zu Gazo Dexx’ Werkstatt geht’s hier über den Platz, an dem Getränkeladen rechts und wieder links. Also nicht die nächste Straße, sondern die Einfahrt – die sieht man nicht gleich. Und der fette Besalisk, den du an seinen antiken Fahrzeugen herumschrauben siehst, ist Gazo. Du solltest es lieber nicht eilig haben, er erzählt unglaublich viel und gerne und wenn seine Frau noch dazu kommt, wird’s noch länger dauern“ , warnte sie ihn mit einem Augenzwinkern vor. „Aber sie sind sehr freundlich und hilfsbereit, als Deliah, unsere Mitbewohnerin, etwas länger auf die Reparatur ihrer alten Schrottschüssel warten musste, hat Mrs. Dexx ihr Pannakuchen als Entschädigung gebacken, der für eine ganze Woche reichte. Die blutigen Ohren waren’s wert“

Tessa grinste breit und knuffte den buir in den Oberarm. „Nein, das war Spaß. Aber Gazo erzählt trotzdem viel. Du hast eher nicht den neuesten MandalMotors-Gleiter, wenn du zu ihm willst, nicht wahr? Er wird dich lieben…“ Sie drehte sich zu Sabri um, die erwartungsvoll an ihren lekkuspitzen zupfte, nickte ihr zuversichtlich zu und wandte sich wieder an den Mann vor ihr.

Taufrisch war er bestimmt nicht mehr und wirkte wie jemand, der viel erlebt hatte. Zumindest schien er nicht zu der Sorte peinlicher alter Männer zu gehören, die in ihren Rüstungen herumspazierten, als wären sie gerade vom einem großen Feldzug gekommen, bei dem sie die halbe Galaxis erobert hätten. Zumal er auch keine Rüstung trug. Zum Kistentragen würde er schließlich auch keine brauchen. „Wir wären dir unglaublich dankbar, wenn du uns beim Kistentragen helfen kannst. Bei uns gibt es was zu feiern und das muss gebührend begossen werden. Du bist auch gern eingeladen, wir haben genug zu essen und zu trinken da“ , erklärte sie ihr Anliegen und hatte das Gefühl, dass sie etwas vergessen hatte. Dann fiel ihr ein, dass sie sich nicht vorgestellt hatte. „Oh, ich bin Tessa, und das ist Sabri. Wir kommen von Concord Dawn und besuchen die Oberschule hier in der Nähe. Du bist nicht aus Keldabe, oder?“



| Mandalore | Keldabe | Innenstadt | | am Skirata-Platz |


Tessa und Sabri, mit Beshkar

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21 Jun, 2016 21:30 46 Josea Gear ist offline Email an Josea Gear senden Beiträge von Josea Gear suchen Nehmen Sie Josea Gear in Ihre Freundesliste auf
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Mandalore | Keldabe | Innenstadt, am Skirata-Platz
Beshkar | Tessa | Sabri


Die blonde Frau schien die Rädelsführerin des kleinen Komplotts zu sein, während die junge Twi’lek sich im Hintergrund hielt und einfach nur freundlich winkte. Beshkar grüßte die Lethan mit einem Nicken und lächelte amüsiert. Wenn sie ihn als Kistenträger rekrutieren wollten, fühlte er sich keinesfalls ausgenutzt – schließlich wollte er ebenfalls ihre Hilfe und es wäre keine große Sache. Noch dazu lag helfen in seiner Natur. Er brauchte nicht für alles eine Gegenleistung und wenn er dazu jemandem wie dem Twi’lek-Mädchen gute Laune bescheren konnte, umso besser. Dann forderte Tessa – ihren Namen würde er kurze Zeit später erfahren – wieder seine Aufmerksamkeit. Seine braunen Augen wandten sich wieder ihr zu und er hörte aufmerksam zu, als sie ihm eine genauere Wegbeschreibung gab und noch einige Informationen über den gesuchten Mechaniker oben drauf legte. Beshkar bemühte sich, die Informationen in kurzen Brocken zu verinnerlichen. Er hatte immerhin jahrelange Übung darin, Anweisungen zu folgen.

Er wollte Tesss Redefluss nicht unterbrechen, also verschränkte er mit einem ehrlich interessierten Gesichtsausdruck die Arme vor der Brust und verlagerte sein Gewicht auf das andere Bein. Gazo Dexx klang zumindest nicht nach jemandem, der einen für ein paar Ersatzteile über den Tisch zog. Vermutlich würde er sich die Anekdoten über altgediente Modelle sogar freiwillig anhören … wenn nicht gar selbst einige beitragen. Im Augenblick gab es keine dringenden Fälle, die seiner Aufmerksamkeit bedurften. Er konnte sich also die Zeit nehmen, sich mit dem Besalisk über alte Zeiten zu unterhalten und vielleicht noch ein paar Hinweise aufzuschnappen, wie er sein Speeder Bike noch eine Weile länger vor dem Schrottplatz bewahren konnte.

Die gesprächige Tessa boxte ihn mit der Faust freundlich in den Oberarm – auch wenn mehr Kraft darin lag, als er erwartet hatte. Beshkar drehte sich instinktiv ein Stück zur Seite, um den ‚Treffer‘ abzumildern. Solche Gesten waren für ihn seit seiner Jugend alltäglich und es machte ihm die junge Mando gerade umso sympathischer. In ihrer Direktheit erinnerte sie ihn an Rutee. „Nein, ich bin ein eher älteres Modell. Glaube nicht einmal, dass sie heute noch produziert werden. Aber dann kann mir Gazo Dexx sicher weiterhelfen.“ Nun begann der interessante Teil. Er hatte seinen Anteil bekommen und es war nicht zu übersehen, dass die Twi’lek begann, nervös zu werden. „Diese Kisten?“ Er tat nicht einmal so, als wäre er überrascht und deutete mit dem Kinn in Richtung der beiden Ale-Kästen, die noch immer neben der Lethan – Sabri – standen. „Das sollte kein Problem sein – und irgendwie muss ich mich ja für eure Hilfe erkenntlich zeigen. Was gibt es denn zu feiern?“

Noch während er die Frage stellte, schlenderte er zu der Twi’lek samt Kisten rüber und hob eine davon probeweise an. Die Kästen rasteten ineinander ein, er würde sie also sicher transportieren können. Bei der unerwarteten Einladung zögerte er. Mandalorianer waren ein geselliges, ehrliches Volk. Aber er konnte sich eigentlich nicht vorstellen, dass sie auf eine Zusage hoffte. So oder so, er hätte ohnehin abgelehnt. „Ein freundliches Angebot, aber ich habe heute leider noch ein paar Dinge zu erledigen. Und wer weiß, wie lange ich mich mit Gazo Dexx über alte Speeder unterhalten muss?“ Mit dem Ende des Satzes ging der Klon in die Knie und hob die beiden Kisten an. Kriff… Es würde kein Problem sein, die etwa 30 Kilo eine Weile zu tragen – aber er hätte schwören können, dass sie früher leichter gewesen waren! „Also, wo soll es hingehen?“, fragte er und versuchte die Anstrengung in seiner Stimme zu verbergen. Nachdem er die Last verlagert hatte und nicht mehr nur mit seinen Armen tragen musste, wurde es sogar etwas angenehmer. Aber er hasste es, alt zu werden…

Seine schlechte Laune verflog allerdings, als Tessa erneut mit ihm sprach und sich samt ihrer Freundin endlich vorstellte. „Beshkar“, erwiderte der Klon und grinste breit, als er ihre folgenden Worte hörte. „Mein Vater stammt von Concord Dawn, aber ich bin selbst nie dort gewesen. Ich bin nur für Besorgungen in Keldabe, eigentlich wohne ich in Kyrimorut.“ Beshkar war nicht darauf aus, erkannt oder gar bestaunt zu werden. Aber Tessa hatte sich bisher als gewitzt erwiesen und er war neugierig, welche Schlüsse sie aus seinen Worten zog.


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Beshkar | Tessa | Sabri

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06 Jul, 2016 20:18 38 Beskhar ist offline Email an Beskhar senden Homepage von Beskhar Beiträge von Beskhar suchen Nehmen Sie Beskhar in Ihre Freundesliste auf Füge Beskhar in deine Contact-Liste ein
Josea Gear
Frankly my dear, I don't give a damn




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| Mandalore | Keldabe | Strykas Haus | | Küche|


Josea, mit Edris




Der Geruch der Steaks in der Pfanne ließ Joseas Magen knurren. „Hast du einen Rancor in deinem Bauch?“, flachste Edris , „dich hört man noch am anderen Ende von Keldabe“ Der Angesprochene rieb sich die entsprechende Stelle. „Das liegt auch an der Köchin“, erwiderte er, „warum muss sie auch nur so appetitlich aussehen...“ Er stand auf und versuchte sie in den Nacken zu beißen. Da Stryka irgendwohin verschwunden war, könnte er doch sicher...doch bevor er der Zabrak noch näher kommen konnte, verpasste sie ihm mit dem Pfannenwender einen saftigen Klatscher auf die Brust. „Nachtisch gibt’s erst später, ner vod. Und das auch nur, wenn du alles aufgegessen hast...“ „Wayii, cyari'ka...ich wollte doch nur probieren. Außerdem hat das weh getan...“ Sie seufzte theatralisch und ließ sich immerhin zu einem Küsschen auf die misshandelte Stelle auf der linken Seite bewegen... „Was ist das für eine Tätowierung?“, merkte sie an und fuhr die Linien mit dem Finger nach „die sieht anders als der Rest aus...“

Josea sah auf seinen wohlgeformten Brustmuskel herab. Nachdem er ihn ausgiebig bewundert hatte, musste er nachdenken, denn er erinnerte sich tatsächlich nicht, wo diese beiden schlichten symmetrischen Schnörkel herkamen oder was sie zu bedeuten hatten. Sie schienen noch recht neu zu sein. „Das ist eine Erinnerung an eine Jagd, glaube ich. Gar nicht so lange her“, tastete er sich an eine Erklärung heran. „Du hast dich doch nicht im Vollsuff tätowieren lassen, oder?“ „Normalerweise nicht. Wahrscheinlich hat hier auch die Amnesie zugeschlagen..vielleicht fällt's mir bald wieder ein.“ „Na hoffentlich hast du dich damit nicht irgendeinem religiösen Kult angeschlossen, der dir verbietet, diese fantastischen Steaks zu essen“, lachte Edris und legte die zubereiteten Fleischstücke und Beilagen auf drei Teller. „Und wenn schon, das wäre mir egal, ist nur Farbe in der Haut und die hält mich von nichts fern“, winkte er ab, wonach er aufstand. „Ich gehe nach Stryka schauen – nicht dass ihr Steak kalt wird.“

Er rief im Flur nach ihr, wo er keine Antwort erhielt, Also ging er ins Schlafzimmer, lugte ins Bad, wo sie sich allerdings auch nicht aufhielt und wäre beinahe über den alten Stinker gestolpert, der friedlich vor sich her schnarchte. Sein nächstes Ziel waren die Praxisräume und er schaute auch vor die Haustür, wo er einen Bothaner erschreckte und eine reptiloide Frau ihrem Kind die Augen zuhielt (dafür aber ziemlich genau zu ihm hinsah). Das Handtuch saß noch dort, wo es sein sollte. „Keine Angst, alles ist bedeckt“, sagte er mit einem entschuldigenden Lächeln und suchte weiter nach der Ärztin. Sie war weder im Behandlungszimmer noch im angrenzenden Labor. Allmählich begann er sich Sorgen zu machen...War sie vielleicht entführt worden? Aber von wem? Einem rachsüchtigen Patienten, oder der eifersüchtigen Bäckersfrau?

Während er noch inmitten der Laborgeräte vor sich hin überlegte, hörte er ein leises Schnaufen. Stryka?“, rief er besorgt und ging in Richtung ihres Büros. Auf ihrem Schreibtischsessel, halb sitzend, halb liegend und ohne Bewusstsein, fand er sie vor. Stryka!“, rief er nochmals aus und sprang zu ihr hinter den Schreibtisch.


Josea, mit Stryka [/B]


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04 Aug, 2016 21:57 45 Josea Gear ist offline Email an Josea Gear senden Beiträge von Josea Gear suchen Nehmen Sie Josea Gear in Ihre Freundesliste auf
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