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Robert Muldoon
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~Fest-System / Fest / Imperiale Forschungseinrichtung / Kaserne / Casino / Robert Muldoon mit Jyriki Harle und vielen anderen Soldaten~


Im ersten Moment spielte der weitaus ältere Major mit dem Gedanken, einfach über den runden Metalltisch zu langen und dem Grünschnabel der ihm gegenüber saß, Eine hinter die feuchten Ohren zu geben für seine flapsige Antwort. Allerdings fing sich der blonde Lieutenant schnell und schien schlussendlich den Ernst hinter Muldoons Frage zu kapieren. Das Resultat war letztlich dennoch ernüchternd und deckte sich 1:1 mit Roberts erster Einschätzung über Jyriki – Der Bursche war ein reiner Theoretiker, ohne anerkennenswerte Qualifikationen im Dienst an der Front.

Zitat:
Original von Jyriki Harle „Mit nennenswerter Kampferfahrung kann ich nicht dienen, Sir. Meinen Sie, ich kann Ihre Sorgen auf irgendeine andere Weise zerstreuen? Ich möchte den Einsatz gern ohne Vorbehalte und Bedenken beginnen.“


Bevor der 46Jährige etwas auf Harle´s abschließende Aussage erwiderte, bestellte er noch ein Bier bei der Ordonanz, die dem Lieutenant gerade sein Wasser brachte und schob dem Mann das leere Glas entgegen.
Mürrisch sah Muldoon den First Lieutenant im Anschluss an und stieß ein leisen, entrüsteten Seufzer aus.

„Das wird schwer werden Lieutenant, dafür habe ich schon zu viele von euch Anfängern im Dreck vergraben müssen. Der letzten, euphorische Jungoffizier dem ich vertraute habe, hat mich mein Kommando, ein Groß meiner Männer und den linken Unterschenkel gekostet! Nur deswegen bin ich auf diesem verdammten Eisklumpen gelandet und muss jetzt auf die Jagt nach irgendwelchen Ungeziefer gehen, anstatt wo anders dem Rebellenabschaum die Hölle auf Erden zu bereiten.“

Die Miene des derben Infanterieoffiziers verdunkelte sich plötzlich, als dieser sich vorbeugte und seinen Gesprächspartner durch die zusammengebissenen Zähne förmlich anknurrte.
„Ich will schnellstens wieder von Fest weg, irgendwo hin wo ich dem Alignment mehr von Nutzen bin. Ich kann also nur hoffen, das Sie nicht nur große Reden halten können, sondern das in Ihnen doch ein brauchbarer Soldat steckt. Wenn nicht, dann kommen Sie mir besser nicht in die Quere Junge!“

Die letzte Worte Muldoons mussten sicherlich bedrohlich und einschüchternd auf Harle wirken, aber der 1,89 Standartmeter große, imperiale Major würde den selben Fehler nicht noch einmal machen. Robert würde sich kein zweites mal von so einem zögerlichen, unfähigen und weibischen Amateur wie Captain Lynd hinhalten und zum Ziel eines feindlichen Angriffes machen lassen. Seine ganz persönliche Schmach von Agamar, würde sich unter keinen Umständen wiederholen, ganz gleich wenn er dafür in der Luft zerreißen musste!
Bei dem wiederkehrenden Gedanken an den Anschlag und den schwer verstümmelten Private Hastings, der auf der Krankenstation, in seinen Armen gestorben war, stieg unwillkürlich die Wut in Muldoon auf. Der Soldat von Fondor ballte die rechte Hand so fest zur Faust, das seine ein Knöchel weiß wurden. Wenn er nur noch einmal die Gelegenheit bekam, Captain Lynd, mit seiner dämlichen Betonfrisur zu begegnen. Er würde dem Anaxi die Visage dermaßen verunstalten, das selbst dessen Mutter ihn nicht wiedererkannte.
Wahrscheinlich hatte der Captain den Hinterhalt unbeschadet überstanden, sich lediglich in die Hosen geschissen und schob die Schult für alles bereits auf seinen ehemaligen Vorgesetzten ab. Hätte Lynd die Lichtung unverzüglich geräumt, so wie Muldoon es ihm befohlen hatte, dann wären das nie passiert und Soldaten wie der Privat, würden noch am Leben sein!

Zwischenzeitlich war die Ordonanz wieder an ihrem Tisch aufgetaucht und stellte ein neues Glas Bier vor Muldoon ab, das dieser mit seiner kräftigen Hand umfasste und zu sich zog.
„Wenn Sie in diesem Punkt keine Anmerkungen mehr haben Harle, dann können wir zur unserer Mission kommen!“

Nachdem er seinen Standpunkt, gegenüber dem rangniederen Offizier, klar und deutlich dargelegt hatte, schmeckte ihm das Bier noch ein Stück besser und er konnte es jetzt tatsächlich genießen – ohne sich die herb schmeckende Flüssigkeit, zügig hinter die Binde kippen zu müssen.
Wie sich Jyriki im Augenblick fühlen musste und von ihm dachte, war dem altgedienten Raubein ziemlich egal, solange er später seine Befehle befolgte und sich nicht zu einem Kaffeekränzchen, mit angeblich harmlosen Bauern hinreisen lies. Wobei Muldoon natürlich wusste, das es auf dem hiesigen Eisplaneten keine Bauern oder andere Einheimische der Art gab.



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Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Robert Muldoon am 25 Nov, 2014 22:26 52.

25 Nov, 2014 22:00 53
Jyriki Harle
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Fest-System | Fest | imperiale Forschungseinrichtung | Unterkünfte der Militärs | gefülltes Casino
Jyriki Harle, Robert Muldoon


Die Miene des Majors verdüsterte sich noch etwas. Jyriki registrierte das abwesend. Die Geschichte gefiel ihm nicht, so wenig wie Muldoon wohl auch. Er hatte sich auch schon manchmal über unerwünschte Aufträge ein wenig geärgert. Die Beschädigungen bereiteten ihm ein paar Sorgen. Einigen Leuten bereiteten neue Extremitäten Probleme.
Aber ansonsten verstand er nicht viel von dem, was Muldoon sagte.
Er sprach von Männern und Ereignissen, von denen Jyriki noch nie gehört hatte. Er hatte ihn eben erst kennengelernt und kannte weder dessen militärische Laufbahn noch frühere Einsätze, wie ungünstig die auch verlaufen sein mochten. Und nicht zuletzt fehlte ihm auch jedes Verständnis für Muldoons übermäßigen Unmut über die Versetzung nach Fest. Die Armee war eine große Einheit, es gab darin keine unwichtigen Positionen. Man verrichtete seine Arbeit dort, wo man hin geschickt wurde.
Die Männer, die die Transporter lenkten, mochten sich mit ihrer Arbeit keine Orden verdienen, aber sie waren für das Funktionieren nicht weniger wichtig als die Männer an vorderster Front. Ohne die Logistik im Hintergrund war kein Planet zu halten und ließ sich auch kein weiterer befreien.
Aber es war wohl kaum der richtige Moment, das zu erörtern, dachte Jyriki.
Er wollte stattdessen nach den Einsatzberichten fragen, um wenigstens etwas zu verstehen, als der Major weiter sprach, sich ein Stück über den Tisch beugte und deutlichere Worte wählte. Jyriki beobachtete das, hörte zu und nickte schließlich mit einem freundlichen Lächeln. Der Major sagte, was er dachte. Das war eine gute Sache. Er zelebrierte sein grimmiges Wesen, damit würde Jyriki zurecht kommen. Menschen waren eben verschieden.

Dann sah er, wie Muldoon die Faust ballte, und fragte sich, ob die Worte nicht irgend etwas überspielen sollten. Der Mann wirkte sehr zornig, quasi von Wut erfüllt. Er erinnerte Jyriki an eine Gestalt aus einem Film in seiner Kindheit, den seine Eltern offenbar für geeignet, er für furchtbar langweilig gehalten hatte. Um deren Emotionen zu verdeutlichen, hatten die Macher des Werkes häufig grauen Dampf aus ihren Ohren strömen lassen. Jyriki versuchte, sich an den Namen zu erinnern, aber ihm fiel nur der Text über den Braxant-Sektor ein, den er mit weitaus grösserem Interesse währenddessen gelesen hatte.

Der junge Lieutenant wandte den Blick ab, um Muldoon einen Moment mit seinen aufwallenden Gefühlen allein zu lassen, und fuhr mit dem Finger über das beschlagene Glas. Soweit zu ungekühlt. Er trank einen kleinen Schluck, während er darauf wartete, dass Muldoon wieder in einen gesprächsbereiten Modus zurückkehrte.
Das trat erst ein, als das nächste Bier vor dem Major stand. Sehr kurz dachte er daran, dem Mann noch das eine oder andere über sich zu erzählen, verwarf den Gedanken aber rasch wieder. Muldoon ließ sich von Oberflächlichkeiten leiten. Er würde also andere Wege finden müssen, den Mann zu beruhigen.

„Sir, ich denke, Sie haben Recht. Wir sollten zu den dienstlichen Angelegenheiten kommen. Ich bin recht zuversichtlich, dass sich alle anderen Unstimmigkeiten recht bald von allein klären werden.“ Das sanfte Lächeln kehrte zurück, bevor er einen weiteren Schluck aus dem Wasserglas trank. Dann schob er es ein Stück von sich. Er mochte kein eiskaltes Wasser, kaltes Bier ebenso wenig, aber intuitiv wählte er als nächstes das Getränk, das der Major bevorzugte. Davon trank er etwa so viel, wie auf einen kleinen Löffel gepasst hätte, ehe er es vor sich abstellte.

„Sie haben von Ungeziefer gesprochen, Sir. Ich nehme an, es handelt sich dabei um ein mir unbekanntes Idiom aus Ihrer Heimatwelt. Seien Sie bitte so gut und klären mich über den Auftrag auf. Wie ich schon andeutete, habe ich bislang keinen Einsatzbefehl erhalten.“
Er sprach ruhig, mit der gewohnt klaren Stimme und hoffte dabei, ein wenig Entspannung an den Tisch zu bringen. Ihm war die Aufgeregtheit bei Besprechungen schon immer unangenehm gewesen.


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Jyriki Harle, Robert Muldoon

28 Nov, 2014 19:49 02
Robert Muldoon
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Herrgott nochmal, wieder zeigte Jyriki dieses Lächeln und sah damit aus wie ein kleiner Schuljunge, als wie ein Offizier der imperialen Armee. Es war für den zähen Major schon immer eine schwere Bürde gewesen, seine Männer in aussichtslose Einsätze zu schicken und besonders, wenn es sich dabei noch um halbe Kinder handelte. Jetzt stelle man ihn abermals so einen Frischling an die Seite und den Rest der Truppe, hatte er noch nicht mal gesehen – Das Los eines alten Soldaten, mit dem er zurechtkommen musste. Die Jungen starben und die Alten verweilen.

Ein kräftiger Schluck aus dem neuen Bierglas lies Muldoon diese Gedankengänge verdrängen und half ihm sich wieder auf das wesentliche zu konzentrieren. Denn zumindest hatte der First Lieutenant, die eindringliche Mahnung, augenscheinlich verstanden und schien begierig darauf zu sein, entlich von ihre kommende Mission zu hören.

„Um was es sich genau bei diesem Ungeziefer handelt, kann ich auch noch nicht sagen. Dazu fehlen selbst mir aktuell die nötigen Informationen.
Begann Robert mit seinen Ausführungen, wozu er seine markante Stimme etwas absenkte, so das außerhalb der Sitznische, wenn überhaupt, nur Wortfetzen zu verstehen waren. Zwar galt ihre Order nicht als geheim, doch wollte der hiesige Leiter der Forschungseinrichtung kein zu große Sensation daraus machen.

„Aber fangen wir von Vorne an.... Moff Yzun hat mich damit beauftragt, mehrere Sendestationen, die hier auf Fest verteilt sind, zu überprüfen. Einen derzeit stillgelegten Minenkomplex, für die Wiederinbetriebnahme zu sichern, die dazugehörigen Sicherheitseinrichtungen vorzubereiten und die Schächte von besagten Ungeziefer zu befreien.Ganz offensichtlich, wurden im Verlauf der Jahre, verschiedenste Kreaturen auf den Planten eingeschleppt. In Folge dessen, es Einige wohl geschafft haben, sich tief im inneren der Berg einzunisten und nun eine potenzielle Bedrohung für das baldige Personal darstellen. Außer meiner Erfahrung, hat man mir für diese Aufgabe Sie, einen Techniker und zwei – acht Mann starke Squads zur Verfügungen gestellt. Jedoch dürfte von den Troopern keiner älter als Sie sein Harle und wohl genauso unerfahren. Wenigstens haben wir Zugriff auf das Waffenarsenal und den Fahrzeughangar der Station.“

Der sonst eher wortkargen Stabsoffizier Muldoon, sprach im Moment recht viel, was allein der Tatsache geschuldet war, das der Lieutenant derzeit noch keinerlei Informationen über ihre Befehle besaß. Nebenbei schlug der Major des Dossier auf und förderte einige Filmiplast – Pläne der Minenanlage und der Langstreckensensorknoten zu Tage.

„Über die einzelnen Zusammenhänge des Warum, brauchen Sie sich keine Gedanken zu machen Lieutenant. Sie müssen nur wissen, das ich einzig dem Moff Rechenschaft ablegen muss und meine Befehle direkt von Yzun bekomme.Da Sie als mein Stellvertreter fungieren, erwarte ich höchste Konzentration und Einsatzbereitschaft von Ihnen und keinerlei Eigenmächtigkeiten da Draußen! Jeder Befehl wird unverzüglich ausgeführt, ich lasse mich nicht noch einmal von einem unterstellten Offizier hinhalten, nur um dann das zweite Bein zu verlieren!“

Bei dem letzten beiden Sätzen, wurde Muldoons Stimme merklich ernster. Doch ein Schluck aus dem Bierglas, lies den abermals aufkeimenden Zorn über Agamar und den verfluchten Captain Lynd rasch abebben, so das Robert mit gemäßigten Tonfall weiter sprach.

„Ich will spätestens in ein paar Tagen mit der Überprüfung der Sendestationen beginnen und dann die Bergwerksanlage sichern. Dazu müssen wir einen Außeneinsatz vorbereiten und uns vorab mit einem der ansässigen Xenobiologen besprechen, damit wir wissen, was uns in den dunklen Schächten der Miene erwartet. Außerdem werden wir uns Morgen den Soldaten vorstellen. Bis dahin hat man Ihnen hoffentlich die relevanten Informationen auch auf ihr Pad übermittelt...... Gibt es bis hierhin irgendwelche Fragen Lieutenant ?“


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30 Nov, 2014 14:54 14
Jyriki Harle
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Jyriki Harle, Robert Muldoon


Mit einem weiteren Schluck aus dem nächsten Glas beruhigte sich der Major so weit, dass er auf das eigentliche Thema kommen konnte.
Dachte Jyriki zumindest einen Moment lang, bis Muldoon seine Ungeziefer-Geschichte weiter spann. Der Mann war wirklich unglaublich. Er sprach leise, als plane er eine Verschwörung, und hörte einfach mit diesem Ungezieferunfug nicht auf. Er trank, er war über die Maßen besorgt und nun das!
Hinter Muldoon ging das Leben des Casinos weiter. Die Leute verhielten sich normal, so weit man das an dem Ort sagen konnte, wohl eher angemessen. Im Bruchteil einer Sekunde nahm Jyriki das wahr: lärmende Soldaten, den Rauch, Stimmengewirr, den Ton der Übertragung, das Klirren der Gläser, ein junger Offizier, der in seinen Kommunikator sprach. Jyriki wusste, dass er mit einer Frau sprach, und er fragte sich, ob sie sich hier auf Fest aufhielt. Und dann dieser Mann, der Major war und eine wirre Geschichte über Viehzeug erzählte.

Aber so sehr Jyrikis Verstand sich gegen die Vorstellung wehrte, dass Muldoon das ernst meinte, er zeigte keine Anzeichen von Lüge. Jyrikis Überzeugung kam mit jedem Wort Muldoons mehr ins Schleudern. Spätestens, als der Major Pläne hervorzog, die offenbar die erwähnten Minenschächte abbildeten, war er sich sicher: Der Mann meinte es ernst. Es gab tatsächlich diesen Auftrag.
Gerade, als er eine Pause machte und Jyriki Gelegenheit gehabt hätte, Fragen zu stellen, schnitt er ihm auch schon das Wort ab. Dabei war die Frage durchaus naheliegend, warum man das Problem Soldaten anvertraute statt die Anlagen vorübergehend zu räumen und auszuräuchern, und die Antwort wäre vermutlich recht hilfreich gewesen.

Statt sich damit zu beschäftigen, erklärte Muldoon gewichtig, dass er von Jyriki erwartete, dass er sich wie ein Offizier verhielt. Sehr schön, das dürfte er hinbekommen, dachte der Lieutenant etwas entnervt, das entsprach seiner Ausbildung, seinem Dienstgrad und nicht zuletzt seiner Selbstverständnis.
Das einzige, was ihn stocken ließ, war die Verkündung der Befehlskette. Genau genommen gab es niemanden außer Muldoon und das war... nun, bestenfalls unkonventionell, schlimmstenfalls bedeutete es, dass hinter diesem Auftrag mehr steckte, als es auf den ersten Blick aussah. Im Moment konnte er sich jedenfalls nicht erklären, warum man eine unbedeutende Angelegenheit so hoch anhängte.

Dann erkundigte sich Muldoon nach Jyrikis Fragen. Er antwortete nicht sofort. Er verschaffte sich mit einem Schluck von seinem Bier eine Moment Bedenkzeit. Er hätte eine Menge Fragen gehabt, die jedoch alle den Fehler aufwiesen, mit einem Warum zu beginnen. Warum verblieb der Xenobiologe... wo immer er auch gerade sei? Warum sollten sie stattdessen einen Techniker mitschleppen, wenn die Soldaten mit den üblichen Problemen in der Regel gut zurechtkamen? Warum waren die Sendestationen nicht besetzt oder... Warum bekam man von dort keine Meldungen? Und nicht zuletzt die über allem stehende Frage: Warum war dieser offensichtlich recht kleine Trupp mit durchschnittlicher Erfahrung mit einem Auftrag betraut, mit dem sie quasi direkt dem Moff unterstellt waren?

Jyriki stellte das Glas behutsam ab. Das Bier war wirklich scheußlich, aber in der Umgebung fühlte es sich richtig an. Die Umgebung war von Muldoon dominiert. Der Mann störte die Atmosphäre einer ernsthaften Besprechung. Er behinderte sogar Jyriki am klaren Denken.

„Ein paar, Sir. Vorläufig aber nur die zwei dringlichsten. Falls Sie Antworten darauf haben... Über welchen Zeitraum ist dieser Auftrag angesetzt? Und... Da Sie von Sendestationen sprachen, sind die derzeit verlassen?“

Jyriki hätte es nicht überrascht, wenn er keine Antwort bekommen hätte. Er hätte es Muldoon nicht einmal verübelt, wenn er nicht antworten konnte oder wollte, dann könnte er sich den anstehenden Aufgaben widmen. Er zweifelte daran, dass der Major dabei eine große Hilfe gewesen wäre. Im Moment brachte er Jyrikis Tagesablauf durcheinander. Das war kein gutes Zeichen.


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Jyriki Harle, Robert Muldoon

03 Dec, 2014 21:39 18
Robert Muldoon
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Mit jeder weiteren Information, die Muldoon über ihren Auftrag preisgab, sah der Lieutenant ungläubiger drein und als der ältere Offizier dann auch noch die Grundrisspläne der Minenanlage hervor holte, vielen Jyriki beinahe die Augen aus dem Schädel. Wahrscheinlich hatte der Blondschopf geglaubt, der griesgrämige Major erzählt ihm irgendwelche Märchen – Zugegeben, das Alles klang ziemlich ungewöhnlich und entsprach zudem nicht der üblichen Vorgehensweise in solchen Fällen. Allerdings hatte man Robert diese Mission, mit all ihren Widrigkeiten, gleichfalls aufs Auge gedrückt, wie jetzt Harle und keinem der beiden Männer stand es zu, die Entscheidungen des Moff offen in Frage zu stellen – Ein imperialer Soldat hatte zu gehorchen und Befehle auszuführen, mehr nicht.

Zitat:
Original von Jyriki Harle„Ein paar, Sir. Vorläufig aber nur die zwei dringlichsten. Falls Sie Antworten darauf haben... Über welchen Zeitraum ist dieser Auftrag angesetzt? Und... Da Sie von Sendestationen sprachen, sind die derzeit verlassen?“


„Nun Lieutenant Harle, Moff Yzun hat mir keinen konkreten Zeitansatz für diese Aufgabe genannt. Sie können jedoch davon ausgehen, das wir keine Zeit zu verlieren haben und die Sache schnell und vor allem erfolgreich abschließen sollten!“

Für den zweiten Teil von Jyrikis Frage, musste Muldoon selbst erst nachschauen und einige der Filmiplastseiten durchsehen, bis er eine passende Antwort parat hatte.

„Ich hatte vor unserem unerwarteten Zusammentreffen auf dem Gang selbst noch keine Zeit, mich genauer mit dem Dossier zu befassen und der Moff war recht sparsam mit Informationen, zumindest zu den näheren Gegebenheiten des Befehls. Aber wenn ich es den Unterlagen richtig entnehme, sollten auch die Sendestationen verlassen sein und voll automatisch laufen. Deswegen hat man uns einen Techniker zur Seite gestellt, der sich um die Systemüberprüfung und deren Updates vor Ort kümmert. Wir sind lediglich fürs Grobe zuständig.“

Zur Untermauerung seiner Aussage, schob der 46Jährige Mensch, dem Anderen die entsprechenden Blätter rüber und lies Harle einen Moment zum lesen. Das gab Muldoon Zeit, den First Lieutenant zu beobachten und wenn ihn seine Menschenkenntnis nicht täuschte, so brannte dem Burschen etwas unter den Fingernägeln.

„So wie Sie aussehen, gibt es da noch weitere Fragen Harle?“

Während er auf eine Antwort wartete, lehnte sich der hochgewachsene Major entspannter in seinen Stuhl zurück und nahm das Glas Bier wieder in die Hand. Diesmal jedoch ohne gleich etwas davon zu trinken.
Jyriki schien immer noch verwirrt zu sein und konnte, mangels Erfahrung, nur schwer mit der derzeitigen Situation umgehen. Der rangniedere Offizier, hatte bis jetzt sicher alles stets nach Protokoll gemacht und war es augenscheinlich nicht gewohnt davon abzuweichen.... ein typischer Jungoffizier von der Akademie.

Andererseits, was sollte der raubeinige Haudegen auch von einem "Mann" erwarten, der ein gut gekühltes Bier nicht richtig zu schätzen wusste und dazu sein Glas lauwarmes Wasser trank! Womit hatte Muldoon das Ganze hier nur verdient!?


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07 Dec, 2014 11:55 52
Jyriki Harle
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Jyriki Harle, Robert Muldoon


Die Antworten waren allesamt wenig überraschend und ebenso wenig erfreulich. Der Major schätzte offenbar eine Auftragserfüllung, die gänzlich ohne Fragen und mit minimaler Belegung eigener Hirnkapazität auskam. Jyriki spielte einen kurzen Moment mit dem Gedanken, den Major aus seiner Traumblase zu befreien, und entschied sich nach einem prüfenden Blick auf ihn dagegen. Der Mann war ausreichend mit eigenen Problemen beschäftigt.
Während er zuhörte, nickte er ein paar Mal leicht und klopfte einen nur ihm selbst bekannten Rhythmus gegen das Bierglas.
Statt also etwas zu sagen, zog er, als sich die Gelegenheit bot, die Dokumente zu sich heran und überflog sie. Was er fand, nahm er mit grimmiger Genugtuung zur Kenntnis. Die meisten Daten waren schon recht alt, einige mehrere Monate, ohne dass es eine Erklärung für den späten Beginn gab.
Angesichts von These und bestätigenden Hinweisen wäre ein Anderer vielleicht besorgt gewesen, sehr wahrscheinlich sogar. Jyrikis einzige Sorge hingegen bestand darin, wie er seine Frage formulieren sollte, ohne Muldoon zu beunruhigen.

Er hob den Blick, als der Major ihn wieder ansprach, und lehnte sich langsam zurück. Er leerte das Glas um einen weiteren Schluck im Umfang eines gestrichenen Löffels. Die Musik ging ihm auf die Nerven. Die Wahrnehmung von Musik beeinträchtigte das logisch mathematische Denken, weil es auf ganz ähnliche Gehirnbereiche zurückgriff. Jyriki mied daher solche Erfahrungen, so weit das ging. Aber er hatte sich den Ort der Besprechung auch nicht ausgesucht.

Unternehmen mit derartig kurzer Befehlskette gab es wenige. Jyriki war an der Akademie ein engagierter junger Mann gewesen, der viele Gelegenheiten zum Austausch bekommen und genutzt hatte. Sein Interesse war weit gestreut und umfasste auch organisatorische Fragen. Er hatte mit der Zeit gelernt, Lücken in Berichten zu interpretieren. In seinem Universum gab es nur zwei Formen von Einsätzen mit verkürzter Befehlskette: Kommandounternehmen und Unternehmen mit geringen Erfolgsaussichten. Und er wusste ganz sicher, dass er kein Kommandosoldat war.

„Das sieht nach einem interessanten Auftrag aus“, sagte er schließlich in verbindlichem Ton.
„Wissen Sie, ob in den letzten Monaten eine andere Einheit... in dem Gebiet unterwegs war?“ fuhr er vorsichtig fort. „Die Unterlagen geben keinen Aufschluss darüber und es wäre sicher ratsam, sich mit deren Offizieren auszutauschen.
Ich nehme doch an, dass wir beide für die logistische Planung zuständig sind. Eventuell... bekommen wir aber auch eine Aufstellung über die benötigte Ausrüstung?“

Beide Informationen wären für ihn gerade nützlich gewesen. Die Aufstellung hätte er verwendet, um die Angaben einer Multiplikation zu unterziehen, das Wissen um andere Einheiten hätte Hinweise über die Probleme dort versprochen. Nicht zuletzt liess es darauf hoffen, dass einige Fehlerquellen bereits ausgeräumt waren.
Jyriki machte sich keine Illusionen über die Größe des Problems. Die ganze Angelegenheit stank wie ein verwesender Rancor. Er hätte nur gern gewusst, worin die Probleme bestanden.
Seine Frage hätte eigentlich gelautet: Wie viele Einheiten hatten diesen Auftrag bereits? Aber damit hätte er Muldoon recht sicher ungerichtete Ängste verschafft. Er hatte einen vagen Auftrag, sechzehn unerfahrene Männer, einen Techniker, den er mitschleifen mussten, und einen grimmigen Major, der gern sein Gehirn schonte. Der musste nicht auch noch in jedem Schatten einen Geist vermuten, wenn sie unterwegs waren.

Um seine Fragen noch ein Stück abzuschwächen, fügte er zuletzt noch mit einem Lächeln hinzu: „Sie entschuldigen, ich bin mit derart unkonventionellem Vorgehen nicht vertraut. Das kam in meiner Karriere noch nicht vor.“
Und er wusste, wenn sie nicht damit enden sollte, würde er vom ersten Moment an alles im Auge behalten müssen, auch das Befinden seines Vorgesetzten.


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Jyriki Harle, Robert Muldoon

10 Dec, 2014 02:01 42
Robert Muldoon
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Zitat:
Original von Jyriki Harle „Sie entschuldigen, ich bin mit derart unkonventionellem Vorgehen nicht vertraut. Das kam in meiner Karriere noch nicht vor.“


Das hatte sich Muldoon bereist gedacht. Sicher war ein derartiges Verfahren, ein wahrer "Kulturschock" für den jungenhaften Lieutenant. Denn in den hochgelobten Offiziersschmieden des Imperiums und beim anschließenden Routinedienst auf einer Zollstation, lernte man sowas zumindest nicht. Jetzt merkte man Harles Defizit bereits deutlich, dem Bücherwurm mangelte es einfach an Felderfahrung. In seinen mehr als 28 Jahren Dienstzeit, war das nicht der erste, ungewöhnlich geführte Einsatz für den Major und es würde wahrscheinlich nicht der Letzte bleiben – Sofern er es schaffte, diesen Eisklumpen lebendig zu verlassen.
Einen Schluck aus dem Bierglas später, wischte sich Robert den Schaum von der Oberlippe und setzte zu einer Antwort an.

„Es gibt für alles ein erstes Mal Lieutenant....Und um auf Ihre Frage zurück zu kommen. Moff Yzun hat keine vorherige Operation in diesem Gebiet erwähnt und wie Sie bereits richtig bemerkt haben, steht dazu auch nichts in den Akten. Ich bezweifle jedoch, das andere Missionen stattgefunden haben. Der Moff sprach von erheblichen Personalmangel auf dieser Ebene, um solche Dinge zu erledigen. Selbst wenn es frühere Einsätze gegeben haben sollte, dann waren diese offensichtlich nicht von Erfolg gekrönt und eventuelle Berichte darüber, übersteigen unser Beider Gehaltsstufe! So unverständlich wie das für Sie auch klingen mag Harle, wir müssen mit den Informationen zurecht kommen, die da drinnen stehen und mit dem Material, auf das wir Zugriff haben. Das heißt, wir sind auch allein für die Zusammenstellung der benötigten Ausrüstung verantwortlich. Das mag für Sie alles Neuland sein, aber ich musste schon mit weitaus weniger zurecht kommen.“

Muldoon unterbrach sich kurz, um sein Glas zu leeren und beschloss währenddessen, ihre Unterredung für Heute zu beenden. Er wollte Jyriki die nötige Zeit geben, die ganze Sache zu verdauen. Außerdem hatte das wortkarge Raubei für den heutigen Tag schon mehr als genug gesprochen.

„Ich denke, es ist besser wenn wir für heute Schluss machen Lieutenant. Morgen gibt es viel Zutun und ich will den Beginn des Einsatzes nicht unnötig hinauszögern. Ich erwarte Sie um 0600 in meinen Quartier, Stube Z1B und dann werden wir zuallererst einen der Xenobiologen aufsuchen, alles Weitere klären wir dann Morgen!“

Mit einem grimmigen Nicken stand der breitschultrige Major auf, wartete bis es ihm sein Gesprächspartner gleich tat und erwiderte dessen abschließenden Gruß, mit einen knappen Geste. Nachdenklich sah er dem schlanken Mann, mit den blonden Haaren nach, als der sich einen Weg, aus dem immer noch gut gefüllten Casino bahnte. Nachdem Harle durch die Tür verschwunden war, ging Muldoon nochmals zur Bar und lies sich dort zwei Flaschen Dodbri – Whisky von der Ordonanz geben. Schließlich war der geringe Vorrat in seinem Flachmann so gut wie aufgebraucht und besonders auf einem kalten Planeten wie Fest, brauchte man etwas, was einem von innen heraus wärmte.

Anschließend verließ Robert ebenfalls das Casino und begab sich zu seiner frisch zugeteilten Unterkunft. Fähnrich Dellart, der ihn zuvor im Kasernenbereich herum geführt hatte, hatte wahrlich nicht untertrieben bei seinen Ausführungen.
Die Offiziersstube des Majors, war für imperiale Verhältnisse groß und üppig, wenn auch gewohnt sachlich eingerichtet. Der Hauptraum war in einen Wohn- und einen Arbeitsreich aufgeteilt. Vom Wohnbereich gelangte man in zwei kleine Nebenzimmer, einer Nasszelle und einem schmalen Raum in dem ein Bett und ein, in die Wand eingelassener, Spind stand. Zu Muldoons Überraschung, war der Schrank bereits vollständig mit Kleidung und Ausrüstungsgegenständen eingeräumt. Auf dem präzise gemachten Bett, stand eine graue Transportkiste, in der sich seine wenigen, persönlichen Habseligkeiten befanden, die er noch in der Garnison auf Agamar wähnte.

Für den Stabsoffizier, war der Tag allerdings noch nicht zu Ende, was ihn schlussendlich an den Computer auf seinem Schreibtisch führte. Einer seiner Codezylinder schaltete umgehend den Zugang auf das System frei, unter anderem die gesamten Daten aus dem Dossier und die Personalunterlagen seiner neuen Truppe. Das würde noch ein langer Abend werden.


~Fest-System / Fest / Imperiale Forschungseinrichtung / Kaserne / Offiziersunterkünfte / Stube Z1B / Robert Muldoon~

Dieser Beitrag wurde schon 2 mal editiert, zum letzten mal von Robert Muldoon am 10 Jan, 2015 22:10 49.

13 Dec, 2014 01:59 15
Jyriki Harle
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Jyriki Harle, Robert Muldoon


Muldoons Worten lauschend, nickte Jyriki ein paar Mal. Er trank sogar einen weiteren Schluck aus seinem Glas. Kulturelle Gemeinsamkeiten herstellen.
Er hätte ihm widersprechen können. Er fand den Auftrag nicht besonders ungewöhnlich. Wohl war er selbst noch nicht damit konfrontiert worden, aber er wusste, dass es solches Vorgehen gab. Aber er sah keinen Grund, das weiter zu erörtern. So nickte er nur und schob das Glas ein Stück von sich.

„Ich werde mich bemühen, Zugang zu meinen Informationen zu bekommen. Und einen Missionsbefehl. In umgekehrter Reihenfolge“, sagte Jyriki zum Abschied. Korrekter Gruß, Erwarten der Antwort und er konnte den ungeliebten Ort endlich verlassen.

Der Rückweg gestaltete sich kompliziert, weil diesmal kein vorgesetzter Juggernaut den Weg bahnte. Leute standen in Gruppen herum, tranken und lärmten. Jyriki atmete tief durch, als er den Trubel hinter sich hatte, richtete seine Uniform und begab sich in die Wirren der Bürokratie.

Siebenundfünfzig Minuten später beschloss er, die Sache falsch angegangen zu sein und ließ die Befehlskette hinter sich. Die folgende Fehlersuche kostete ihn nochmal so viel Zeit, war dafür aber erfolgreich. Eine fehlerhafte Zuordnung der ID's hatte die Informationen in unbekannte Richtungen geschickt, zumindest derzeit unbekannte. Das hingegen war nicht mehr Jyrikis Problem. Er zog wieder ab, ausgestattet mit einem aktualisierten Codezylinder und ausreichend Informationen für mehrere Stunden intensiven Studiums, und, vor allem, Recherche.

Stunden später, unterbrochen von einem Pflichtbesuch in der Cantina, beendete Jyriki die Lektüre. Es war nicht so viel, wie Muldoon mit sich herum getragen hatte. Er hatte sie um einige Auszüge aus dem spärlich ausgestatteten Archiv ergänzt. Aber er kam nicht umhin festzustellen, dass das nicht viel war, nicht gemessen daran, dass es dort einen Einsatz geben sollte, der mehr zum Ziel hatte als Erkundungen.
Dann begann er, Listen zu erstellen. Zuerst die übliche Ausrüstung, nur um das irgendwo festgehalten zu haben. Der fügte er Equipment hinzu, die er in sauerstoffarmer Luft für nützlich hielt. Anschließend begann er eine Suche nach bekannten natürlichen Toxinen und ihren Gegenmitteln, so vorhanden. Er berechnete Nahrung und Wasser für neunzehn Personen und einen Monat. Das hielt er für vertretbar, es war eine Mission, keine Exkursion. Dann verdoppelte er die Angaben. Es mochte eine Mission sein, aber sie begann unter ungewöhnlichen Umständen.
Er hätte sich gern den Fuhrpark angesehen, aber Muldoon würde das vielleicht als Einmischung verstehen, und so machte er sich nur theoretisch mit ein paar Mobilen vertraut, die selten eingesetzt wurden, dafür in zum Teil engen Minenschächten sinnvoll erschienen.
Zuletzt konzentrierte er sich auf Informationen zu der Flora und Fauna in lichtlosen Gebieten. Es war nicht besonders viel, aber er wollte dem Xenobiologen auch keine Konkurrenz machen. Er wollte nur ein Arsenal an Fragen haben, deren Antworten später noch nützlich sein konnten.

Er begab sich früh zu Bett, weil er seinem Gehirn nicht vertraute. Viel hatte er nicht getrunken und er hätte auch nicht sagen wollen, dass er Schwierigkeiten hatte, einem Gedanken zu folgen. Ihm genügte es, dass er um die Wirkungen von Alkohol Bescheid wusste, daher verlegte er die Überprüfung seiner Planung auf den Morgen.

Zwei Stunden, bevor der Major ihn erwartete, setzte er sich wieder an die Arbeit. Er nahm einige Ergänzungen vor, einige Streichungen, war anschließend mit dem Ergebnis aber zufrieden.

Pünktlich um 0600 stand er vor dem Quartier Z1B. Er rief sich Muldoons Anweisungen in Erinnerung, dann klopfte er und trat ein, als dessen raue Stimme in den Flur drang.


Fest-System | Fest | imperiale Forschungseinrichtung | Offiziersunterkünfte | Raum Z1B
Jyriki Harle, Robert Muldoon

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04 Jan, 2015 18:17 48
Robert Muldoon
Gast


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~Fest-System / Fest / Imperiale Forschungseinrichtung / Kaserne / Offiziersunterkünfte / Stube Z1B / COLOR Robert Muldoon~



Die Durchsicht der Personalunterlagen, seiner frisch zugeteilten Untergebenen, ging schneller von statten als Muldoon erwartet hatte. Was bedauerlicherweise allein daran lag, das fast alle Akten recht dünn waren. Kaum einer der Männer und Frauen war länger als 2 Jahre bei der Truppe und konnte auf irgendwelche nennenswerte Einsatzerfahrungen oder sonstige Qualifikationen zurückgreifen – was seinen Stellvertreter, First Lieutenant Harle, in beinahe allen Punkten mit einschloss.

Der 27Jährige Mensch von Prefsbelt IV hatte in seinen Ausführungen nicht gelogen und die nackten Daten auf dem Computerbildschirm, untermauerten Roberts Eindruck über Harle nochmals, der Knabe war ein purer Theoretiker, der eher hinter einem Schreibtisch oder vielleicht ein Lehrerpult gepasst hätte.
„Du hättest lieber auf deiner Zollstation bleiben sollen mein Junge.“
Murmelte Muldoon leise in seinen Dreitagebart hinein, blies daraufhin schwer die Luft aus, rieb sich die müden Augen und legte die Stirn in Falten.
Moff Yzun`s Ankündigung, über den Schub unerfahrener Männer und Frauen, war wahrhaftig nicht untertrieben. Der bärbeißige Stabsoffizier, hatte jedoch nicht damit gerechnet, das man ihm gar so einen "Kindergarten" an die Seite stellen würde.

Den einzigen Lichtblick unter den Leuten, stellte bis jetzt Corporal Zamorro da: Ein ehemaliger Stormtrooper der Legion, welcher aufgrund einer schweren Verletzung, in die Reihen der regulären Armee wechseln musst. 23 Jahre alt und diente seit etwa 4 Jahren in den imperialen Streitkräften. Der Corporal hatte in seiner momentanen Dienstzeit, mehr scharfe Einsätze und Lehrgänge hinter sich gebracht, als die restlichen Soldaten von Muldoons neuer Einheit zusammen. Wenn Zamorro tatsächlich so gut war, wie man es aus den Unterlagen schließen konnte, dann hatte der Major zumindest schon mal einen Mann, auf den er nicht ständig aufpassen musste.

Im Gegenzug für dem Corporal, würden sie während ihrer Mission ein wachsames Auge auf den Techniker haben müssen. Der Mann war kein Soldat, sondern ein IT – Ingenieur aus der Belegschaft der Forschungsstation. Wenn es hart auf hart kommen sollte, konnte der sich wohl noch nicht mal selbst verteidigen. Was bedeutete, das Muldoon mindestens zwei oder besser drei Soldaten zum separaten Schutz für den Techniker abstellen musste und ihn nicht einfach so in eine potenzielle Gefahrenzone mitnehmen konnte, ohne diese zuvor, komplett gesäubert zu haben. Doch ohne den Spezialisten namens Nedry, würde es schwer werden, die Sensoranlagen und Sicherheitseinrichtungen des Minenkomplexes zu überprüfen und wieder in Betrieb zu nehmen.

Dieser eigentlich, harmlose Auftrag, fing schon bescheiden an und dabei wusste Robert noch nicht im Geringsten, mit was für Kreaturen und Bedrohungen, sie in der Eiswüste des Planeten rechnen mussten.

Von den Personalunterlagen, ging der Major zur Datensammlung und den Fachberichten über, die ihm der Moff zur Verfügung gestellt hatte. Routiniert studierte der altgediente Infanterist die Karten der Anlagen, mit deren neuralgischen Punkten. Im Geist ersann Muldoon schon mal ein mögliches Vorgehen innerhalb der Mine und kalkulierte den benötigen Aufwand an Material und Ausrüstung für die Operation. Dennoch, wenn der ehemalige First Sergeant in den Jahren eines gelernt hatte, dann das man alles noch so gut planen konnte, am Ende kam es immer anders. Schließlich hatte damals auch Niemand daran gedacht, das eine völlig unterlege Bande von Rebellen es schaffen würde, den monströsen Todesstern zu zerstören und schlussendlich, das mächtige Imperium in die Knie zu zwingen.

Erst weit nach 24 Uhr, nachdem er schon zweimal eingenickt war, schaltet Muldoon den Computer ab und ging nach einer ausgiebigen Dusche zu Bett, nur um kurz nach 5 Uhr wieder aufzustehen. Sein Frühstück bestand aus Fertignahrung und einer faden Tasse Kaf, den er sich schnell in der kleinen Küchennische seines Quartiers aufbrühte.
Genau um 0600 klopfte es an seiner Tür, was der 46Jährige mit einem rauen „Herein“ quittierte.

„Morgen Lieutenant.“
Begrüßte der kraftvolle, breitschultrige Offizier seinen Untergebenen einsilbig und nickte ihm knapp zu.
„Ich gehe davon aus, das Sie die fehlenden Dokumente gestern noch erhalten und sich entsprechend weiter informieren haben..... dann können wir ja gleich mit einem der Xenobiologen sprechen....“
Die harten Linien seines Gesichtes, spiegelten die typische, unerschütterliche Entschlossenheit seiner Worten wieder und schon Sekunden später, schickte sich der grimmige Major an, den Raum zu verlassen.
„Alles Weitere erörtern wir auf den Weg in den Forschungstrakt.“


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10 Jan, 2015 20:53 29
Jyriki Harle
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Fest-System | Fest | imperiale Forschungseinrichtung | Offiziersunterkünfte | Raum Z1B
Jyriki Harle, Robert Muldoon


Mit einem knappen „Sir“ erwiderte Jyriki den Gruß und kam anschließend nur zu einem ebenso kurzen „Ja, im Prinzip“ zu Muldoons Frage, als der Mann auch schon aufbrach. Er wich zurück, als der Mann zur Tür strebte. Muldoon wirkte, als hätte er gerade einen Angriffsbefehl gegeben, obwohl er nur vorschlug, in den Forschungstrakt zu gehen. Jyriki nahm den kurzen Anflug von Verwirrung zur Kenntnis und beschloss, seinem Vorgesetzten noch einen Moment in Ruhe zu lassen, damit der Gelegenheit hatte, in eine umgänglichere Stimmung zu kommen.

Der Forschungstrakt lag niedriger als die Unterkünfte, weshalb sie einen der Aufzüge benutzen mussten, kein Ort, an dem man sich ungestört und unbelauscht unterhalten konnte. Sie verließen den Bereich, an dem Tageslicht zumindest theoretisch vorhanden war, und kamen in die tieferen Ebenen. Die Luft war abgestandener, vermutlich dem Umstand geschuldet, dass Sauerstoff einzuleiten weniger aufwendig war als eine umfangreiche Anlage zum Luftaustausch.
Der gesamte Ort war in grellweißes, allerdings gedämpftes Licht getaucht, was allen Menschen, die ihnen entgegen kamen, ein tendenziell krankes Aussehen verlieh. Vielleicht ruhte dieser Trakt wirklich nie, im Gegensatz zu einigen Büros. Es herrschte eine rege Betriebsamkeit in den Gängen und trotz des morbiden Lichtes machten die Leute hier unten einen wachen, konzentrierten Eindruck. Nun, einen wachen, konzentrierten und kranken Eindruck.

Jyriki folgte Muldoon eine Weile stumm, dann ergriff er das Wort.
„Sir, bislang habe ich die Dienstakten der Männer nur in der Kurzfassung“, sagte er. „Ich habe heute morgen versucht, jemanden der Zuständigen zu erreichen, aber offensichtlich sind sie... ist das Büro noch nicht besetzt gewesen.“ Den Vorwurf der Langschläferei verbiss er sich dann doch lieber.
„Trotz der niedrigen Temperaturen haben die Minen oder besser einige der ursprünglichen Höhlen, auf die man bei den Grabungen stieß, ein erstaunliches Artenreichtum entwickelt. Das dürfte nicht zuletzt der konstanten Temperatur in der Tiefe geschuldet sein, die recht lange Lebenszyklen erlaubt, ohne dass Ruhephasen nötig sind. Wir müssen also mit einer recht lebendigen Fauna rechnen.
Ich denke, es ist nicht unwahrscheinlich, dass sich einige der Lebewesen in die Minen ausbreiteten. Die Aufzeichnungen dazu sind recht knapp gehalten. Es könnte daher ratsam sein, eine direkte Verbindung zu dem Biologen zu bekommen, auch und gerade während der Mission.“


Er hielt die Worte im Ton einer Überlegung, weil er sich nicht sicher war, wie Muldoon auf eine klare Forderung reagiert hätte. Bislang war er mit all seinen Vorgesetzten gut zurecht gekommen, aber das waren, im Prinzip, Leute wie er, Leute mit ähnlichen Aufgaben. Dieser Neue hingegen legte Wert auf Erfahrungen, mit denen er nicht dienen konnte, mehr noch, an deren Nichtvorhandensein ihn keine Schuld traf. Der Major schien das für ein persönliches Defizit zu halten. Wir hätten gern einen Captain mit zwanzig Jahren breitgefächerter Diensterfahrung, maximales Alter zweiunddreißig.
Die alte Geschichte von Soldaten, immer flexibel, immer einsatzbereit, die aber rasch an ihre Grenzen stießen, sobald sie es mit jemandem zu tun bekamen, der ihrer Meinung nach anders war.


Fest-System | Fest | imperiale Forschungseinrichtung | Forschungstrakt
Jyriki Harle, Robert Muldoon

17 Jan, 2015 20:37 38
Robert Muldoon
Gast


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~Fest-System / Fest / Imperiale Forschungseinrichtung / Kaserne / Offiziersunterkünfte / Stube Z1B / Robert Muldoon und Jyriki Harle~



Zielstrebig und gefolgt von dem blond-haarigen First Lieutenant, marschierte Muldoon den Gang der Offiziersunterkünften entlang, hin zu einem der Turbolifte, der das ungleiche Gespann, in die unteren Level der hiesigen Einrichtung bringen würde. Währenddessen registrierte Robert wohlwollend, das sein Begleiter recht ruhig blieb und nicht versuchte, ihn gleich tot zu quatschen. Am gestrigen Tag, hatte sich der wortkarge Mensch von Fondor, genug Geschwafel anhören müssen und so genoss er die "Ruhe", solange Die anhielt.
Einige Stockwerke unterhalb der Kaserne angekommen, schlug den beiden Männern der Geruch von Desinfektionsmittel entgegen, der den älteren Offizier, sofort an seinen kürzlichen Aufenthalt im Lazarett-Flügel erinnerte. Allerdings wirkte die Beleuchtung im Forschungstrakt nicht so grell, dafür war die Luft schlimmer, als in einer der riesigen Fischbüchsen der Flotte. Schon auf den fliegenden Durastahl – Särgen, hatte es der gestandene Armeesoldat gehasst, keinerlei Frischluft zu bekommen und in diesem Loch, war es nicht viel besser.

Auf ihrem Weg durch den breiten Korridor, kamen ihnen ständig Leute entgegen, die allesamt die Uniform des imperialen Bio-Ingenieur Corps oder weiße Arztkittel trugen. Doch keiner des wissenschaftlichen Personals, schenkte den zwei Soldaten groß Beachtung, dafür waren sie alle zu sehr in Gespräche vertieft oder tippten auf ihren Datenpad`s herum.
Nach einiger Zeit, beschloss Jyriki , das er wohl lange genug geschwiegen hatte und richtet das Wort an seinen Vorgesetzten.
Zitat:
Original von Jyriki Harle „Sir, bislang habe ich die Dienstakten der Männer nur in der Kurzfassung..... Ich habe heute morgen versucht, jemanden der Zuständigen zu erreichen, aber offensichtlich sind sie... ist das Büro noch nicht besetzt gewesen...... Trotz der niedrigen Temperaturen haben die Minen oder besser einige der ursprünglichen Höhlen, auf die man bei den Grabungen stieß, ein erstaunliches Artenreichtum entwickelt. Das dürfte nicht zuletzt der konstanten Temperatur in der Tiefe geschuldet sein, die recht lange Lebenszyklen erlaubt, ohne dass Ruhephasen nötig sind. Wir müssen also mit einer recht lebendigen Fauna rechnen.
Ich denke, es ist nicht unwahrscheinlich, dass sich einige der Lebewesen in die Minen ausbreiteten. Die Aufzeichnungen dazu sind recht knapp gehalten. Es könnte daher ratsam sein, eine direkte Verbindung zu dem Biologen zu bekommen, auch und gerade während der Mission.“


Ganz offensichtlich hatte der Bursche seine Hausaufgaben gemacht, wenn er auch etwas übereifrig wirkte. Das war wahrscheinlich dem Umstand geschuldet, das die anstehende Mission, den ersten richtigen Einsatz für den 27jährigen Offizier darstellte. Die bedachte Art, mit der Harle sprach, verriet dem erfahrenen Infanteristen, das der Lieutenant aus ihrer ersten Begegnung gelernt und sich die eindringlichen Worte des Major gemerkt hatte, Harle wollte augenscheinlich keine Fehler machen.

„Über die vollständigen Dienstakten brauchen sie sich keine Sorgen zu machen Lieutenant, es reicht im Moment die Kurzfassung zu. Sie werden die Männer während unseres Auftrage noch besser kennen lernen.......“
Antwortet Robert ohne langsamer zu werden und sein bestimmender Tonfall, machte klar, das die Angelegenheit damit erliegt war. Harle würde sich mit der Aussage zufrieden geben müssen, den nur Muldoon, stand als Kommandant der Einheit, die Einsicht in die vollständigen Personalunterlage ihrer Leute zu.

„Was die mögliche Flora und Fauna in den Minen angeht...... nun dazu sind wir ja hier, um Näheres darüber in Erfahrung zu bringen. In wie weit wir während der Mission Kontakt zu einen der Biologen halten können, müssen wir abwarten. Es kann durchaus sein, das wir in den Tiefen der Anlage die Verbindung zur Basis nicht aufrecht erhalten können und ich schleppe nicht noch mehr Ballast, in Form eines Wissenschaftlers mit. Mir reicht dieser Techniker Nedry schon zu!“
Doch trotz seiner deutlich Wortwahl und der typischen barschen Art, in der Muldoon sprach, wollte er den fest 20 Jahre Jüngern Soldaten nicht ganz so vor den Kopf stoßen.

„Aber Sie haben sich eigene Gedanken zu der Sache gemacht und das rechne ich Ihnen positiv an. Vielleicht machen wir aus Ihnen doch noch einen richtigen Soldaten Jyriki.“
Der kurze Anflug von Humor und das schmale Lächeln auf Muldoons Lippen verflog so gleich wieder, als sie um die nächste Ecke bogen und plötzlich vor einer Sicherheitsschleuse standen.
Die metallene Tür, mit den eingelassenen Milchglas, wurde von zwei Soldaten bewacht, die beide größer und kräftiger waren, als der hochgewachsene und breitschultrige Armee-Major. Diese Wachen waren von einem anderen Schlag, als die, mit denen es Robert auf der Krankenstation zu tun hatte.

„Halt!“
Befahl einer der Männer, während dessen Partner, zeitgleich die Hand auf das Pistolenholster an seiner Hüfte legte.
„Das hier ist eine Sperrzone, wer sind Sie und was wollen Sie?“
Verlangte der Wachhabende zu wissen, unterdessen der Andere, Harle und Muldoon genauestens im Auge behielt. Aber der grimmige Stabsoffizier, war schon zu lange im Dienst des Imperiums und seines legitimen Nachfolgers, als das er sich von solchen Gebaren einschüchtern lassen würde. Ohne zu zögern trat Muldoon zu dem Wortführer und zog einen seiner Codezylinder hervor, dem er der Wache übergab.

„Major Muldoon, das ist Lieutenant Harle. Wir sind hier um mit Doktor Geriman zu sprechen, er müsste über unser Kommen informiert sein. Hier prüfen Sie meine Berechtigung.“
Der Wachhabende steckte den Zylinder in ein kleines Lesegerät und nickte etwas später zustimmend.
„Scheint alles in Ordnung zu sein Major, Sie dürfen passieren Sir! Doktor Geriman, wird Sie auf der anderen Seite der Schleuse abholen, bitte warten Sie solange.“
Mit diesen freundlicheren Worten, nahmen beide Wachen Haltung an und salutierten, inzwischen entriegelte hinter Ihnen die Schleuse hörbar und glitt zur Seite.
„Kommen Sie Lieutenant.“
Mit einem knappen Salut ging Robert an den Männern vorbei und durch die Tür. Als er und Harle die Sperrzone betreten hatten, schloss die Tür in Sekundenbruchteilen und verriegelte sich automatisch.

Statt des gedämpften, grellweißes Lichtes wie zuvor, war der Gang in dem sie jetzt standen, rot beleuchtet und es war keinen Menschenseele zu sehen, geschweige denn etwas zu hören. Misstrauisch, blickte Muldoon den langen, gewundenen Flur entlang.
„Ich will garnicht wissen, was die hier Unten alles treiben.“
Knurrte der Mann mit der markanten, tiefen Stimme und malte merklich mit den Zähnen. Robert kannte die Geschichten über die Labors und Forschungsabteilungen des Imperiums, wo irgendwelche verrückten Wissenschaftler, die abartigsten Experimente durchführten und den kampferprobten Soldaten beschlich das ungute Gefühl, sich just in diesem Augenblick, genau in so einer Einrichtung zu befinden.
„Sie lassen mich vorerst Reden und bleiben immer an meiner Seite, nicht das Sie mir verloren gehen!“
Raunte Muldoon seinem Stellvertreter, Lieutenant Harle, unmissverständlich zu, als man weiter Vorne Schritte hören konnte.


~Fest-System / Fest / Imperiale Forschungseinrichtung / Forschungstrakt / Sperrzone Biologische – Abteilung / Robert Muldoon und Jyriki Harle, den Gang runter Doktor Geriman~

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18 Jan, 2015 22:46 05
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.:: Atrivis Sector :: Fest-System :: Fest :: Imperiale Forschungseinrichtung :: BioTech-Forschungstrakt :: Station 47-Aurek :: Humanoiden-Sektion :: Doktor Archorius Geriman ::.



Doktor Archorius Geriman war wie üblich in seine Arbeit vertieft und ignorierte alle Einflüsse der Aussenwelt. Störfaktoren konnte er wie kein Zweiter ausblenden, um mit ganzer Konzentration seiner Arbeit nachzugehen. Dass selbige gleichzeitig auch seine Passion, seine Bestimmung war, traf es da umso besser. Nach wie vor dankte er jeden Abend im stummen Gebet Großmoff Ardus Kaine für die Gelegenheit, diese geheime Forschungseinrichtung mit Leben zu füllen. Es gab in der gesamten Galaxie keinen Ort, an den er sich sonst hätte wünschen können. Hier hatte er alles, was er brauchte, um seine Forschungen vorantreiben zu können. Zwar mangelte es ihm bisweilen an lebenden Versuchsobjekten, doch mit dem nötigen Nachdruck bekam man die eine oder andere Sonderlieferung. Die letzte Fuhre hatte zwar nicht allzu viele stabile Objekte eingebracht, aber Archorius Geriman war ein genügsamer Mann. Einige Männer waren während oder im Anschluß der Testreihen verstorben, doch auch mit denen hatte er seine Versuche fortfahren können. In dem Fachbereich der biologischen Genetik war der Doktor noch nie so weit gewesen, wie aktuell hier auf Fest. Diese Erkenntnis traf ihn just in diesem Augenblick mit der Wucht einer Erschütterungsrakete, woraufhin er kurz vor Freude schauderte. Doch er durfte sich seinen Emotionen nicht zu lange Zeit hingeben, schließlich gab es Arbeit zu verrichten.

Der Doktor konzentrierte sich neuerlich und kniff die Augen zusammen, während seine verchromte Operationszange blutige Haut zur Seite zog. Darunter herrschte ein zuckendes Chaos aus rohem Fleisch, blutigen wie auch blutgefüllten Adern und pulsierenden Organen. Sämtliche störenden Knochen waren im Vorfeld mit einem Laserskalpell entfernt worden - sehr zum Leidwesen des Besitzers. Zwar hatte man die Versuchsperson - angeblich ein Rebellenspion - unter betäubenden Drogen gesetzt, dennoch war er bei Bewusstsein und keineswegs narkotisiert. So hatte es Doktor Geriman am Liebsten. Und diese Form der barbarischen Operation war Grundlage seiner Feldforschung. Am offenen, lebenden Organismus zu hantieren brachte gänzlich neue Erkenntnisse. Und letztlich diente all das hier einem höheren Zweck - der Wissenschaft.

Dank der ihm hier gebotenen Möglichkeiten konnte Archorius Geriman imperiumsdienliche Versuche durchführen, die zur Verbesserung der Gesundheit imperialer Soldaten - und auch Bürger - diente und die kriegsentscheidende Vorteile brachte. Entwicklungen aus der Biologie, der Biotechnologie, der Biokatalyse, der Genomik oder auch aus der Xenotransplantation - all das konnte zum Wohle des Imperiums sein. Und dafür mussten eben Opfer gebracht werden. Opfer, die Geriman bereit war zu bringen. Im mangelte es allerdings auch an so etwas wie einem Gewissen, was es ungleich einfacher machte, diese Opfer zu bringen.

Gierig, fast schon süchtig forschend und seine Instrumenten in den lebenden Leib des "Patienten" grabend, realisierte der Wissenschaftler nicht, dass einer seiner zahlreichen Assistenten sich näherte. Erst als der Mann ihn ansprach, zuckte er - ins Diesseits zurückkehrend - hoch.

»Doktor Geriman, Ihr Besuch ist eingetroffen.«, informierte der junge Mann mit dem Pferdeschwanz. Wenngleich es auf Fest um eine militärische Einrichtung handelte, die meisten Wissenschaftler waren nichts anderes als bessere Zivilisten. Und als solche trugen sie für das Militär untypische Frisuren und Haarschnitte. Geriman selbst war auch niemand, der dem klassischen Bild eines militärischen Entwicklers entsprach - dafür war ihm seine äussere Erscheinung viel zu unwichtig. Was zählte, war nur die Versuchsreihe. Die Entwicklung. Das wissenschaftliche Neuland.

»Ich bekomme Besuch? Schwachsinn, ich habe niemanden bestellt!«, fauchte der Doktor giftig, fast wie ein Kind, dem man sein Spielzeug nehmen wollte. Für profane Dinge fand der Wissenschaftler in den letzten Wochen immer weniger Zeit. Sogar die regelmäßigen Essen mit dem hiesigen Moff waren nur unter größten Mühen zu bewältigen. Jede kostbare Minute, die er mit unnützen Dingen vergeudete, fehlte ihm beim nächsten Durchbruchsversuch. Soziale Interaktion war ihm zu einer lästigen Zusatzaufgabe geworden.

»Die Besucher kommen auf Geheiß von Moff Yzun, Doktor.«, erklärte der Assistent.

»Was? Vom Moff? Hmpf. Sorgen Sie aber dafür, dass mein Versuchsobjekt nicht wegstirbt. Ich bin gleich wieder da!«, wies Doktor Geriman an und riss sich von dem "Patienten" los. Verärgert schnaubte er aus, wischte sich mit seiner blutigen Linken eine Haarsträhne nach hinten und zog die Nase kraus. Dann machte er sich auf, den Besuch abzufangen. Es fehlte noch, dass irgendwelche neugierigen, vor Dummheit strotzenden Gamorreaner irgendwelche Forschungen korrumpierten. Da doch lieber die unschöne Belastung in Form einer körperlichen Ertüchtigung auf sich nehmen.

Archorius Geriman quälte sich ganze sechsunddreißig Schritte von seinem jetzigen Labor bis zur Dekontaminationschleuse - dem einzigen offiziellen Zugang zum BioTech-Trakt. Schon von weitem erkannte er zwei Personen. Der ältere Mann war ganz offensichtlich ein Militär. Groß, breit, grimmig und niemand, der hier etwas zu suchen hatte. Wahrscheinlich ein echter Killer. Tötete lieber, als dass er dem Doktor neue Versuchsobjekte brachte. Er mochte ihn von Anfang an nicht.

Er entriegelte die Sicherheitstür, nachdem sein Codezylinder und ein biometrischer Netzhautscan das Schloß geöffnet hatten und hieß die Gäste willkommen.

»Sie beide müssen vom Moff geschickt sein. Ich bin Doktor Geriman - willkommen in meinem kleinen Reich!«, hofierte er gekünstelt und hoffte, dass die beiden Männer eben so stumpf waren, für wie er sie hielt. Auf eine hochwertige Scharade hatte der Wissenschaftler keine Lust, immerhin wartete ein angeblicher Rebellenspion mit offenem Rumpf auf ihn.



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"The New Order has never fallen. Only the Emperor. … The Emperor may be dead, but the Empire lives on!"
- Grand Moff Ardus Kaine -

19 Jan, 2015 21:13 49 [NPC] Pentastar Alignment ist offline Email an [NPC] Pentastar Alignment senden Beiträge von [NPC] Pentastar Alignment suchen Nehmen Sie [NPC] Pentastar Alignment in Ihre Freundesliste auf
Robert Muldoon
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Die leisen Schritte, die man den Gang entlang hören konnte, kamen schnell näher und alsbald war eine schmächtige Gestalt zu erkennen. Die ganz in medizinischen Weiß gekleidete Person, war nicht größer, als der Lieutenant an Muldoons Seite und machte einen eher ausgemergelten Eindruck. Das Haar wirkte ungepflegt und selbst in dem Rot der Beleuchtung, sah die Haut das Mannes blass aus.
Was dem Major als nächstes ins Auge fiel, war das Blut, welches an der Kleidung, der linken Hand und dem dürren Gesicht, des augenscheinlichen Doktors klebte.
„Um was wetten wir, das dass kein tierisches Blut ist!“

Knurrte Robert seinem Begleiter, kaum hörbar zu, biss die Zähne zusammen und zuckte unwillkürlich mit dem linken Wangenmuskel. Dann straffte er sich und trat einen Schritt vor seinen Untergeben, derweil der Wissenschaftler bei ihnen angekommen war.

Zitat:
»Sie beide müssen vom Moff geschickt sein. Ich bin Doktor Geriman - willkommen in meinem kleinen Reich!«

Jetzt nahm der imperiale Offizier, mit dem breiten Kreuz, auch einen nur all zu bekannten "Geruch" wahr, welcher direkt von Geriman ausging – Der Weißkittel stank nach tot!
Muldoon hatte sein komplettes Soldatenleben lang, den Gestank des Todes um und an sich gehabt. Wahrscheinlich würde der 46Jährige selbst, für immer danach riechen, doch hatte der raubeinige Militär nie zum Spaß getötet, sondern weil er es musste. Sei es um seine Pflicht zu erfüllen und Befehle zu befolgen oder um das Leben seiner Kameraden und sein Eigenes zu verteidigen. Bei Doktor Geriman, verhielt sich das allerdings anders, da war sich der erfahrene Stabsoffizier sicher und darüber konnte auch die gespielte Höflichkeit des Anderen nicht hinwegtäuschen.

Da der grimmige Major nicht für seine offene und herzliche Art bekannt war, versuchte er es garnicht erst, die gekünstelte Art Geriman`s zu erwidern. Außerdem hatte der Doktor keinen militärischen Rang inne, weshalb Muldoon auf derlei Ehrbekundungen verzichtet und gleich zu Sache kam.
„Sparen Wir uns die Höflichkeitsfloskeln Doktor! Ich bin Major Muldoon und das ist Lieutenant Harle. Moff Yzun hat uns unter anderem damit beauftragt, den zweiten Minenkomplex des Planeten zu sichern und von vorhandenen Ungeziefer zu befreien. Und SIE sind der Mann, der uns darüber aufklären wird, auf was für Kreaturen wir auf diesen verdammten Eisklumpen treffen werden......... Aber keinen wissenschaftlichen Schwachsinn Geriman, ich will nur wissen, Was es ist, wie gefährlich es ist und wie wir es am effektivsten bekämpfen können!“

Antworte Robert mit merklichen Nachdruck in seiner Stimme, was selbst dem Doktor, mit dem wahnsinnigen Funkeln in Augen, klar machen sollte, das der mürrische Infanterist keine Lust auf große, langweilige Vorträge hatte. Muldoon interessierte in erster Linie nur, um was für Wesen es sich handelte und was für potenzielle Schwachstellen diese hatten. Der Major lies den Wissenschaftler einige Schritte voraus gehen und nickte Harle kurz zu, bevor die zwei Soldaten dem Mann folgten.


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Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Robert Muldoon am 25 Jan, 2015 21:18 42.

25 Jan, 2015 21:12 59
Jyriki Harle
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Jyriki Harle, Robert Muldoon


Zwei Soldaten auf dem Weg in die Tiefen der imperialen Einrichtung. Schmale Gänge wechselten sich auf ihrem Weg mit breiten ab, wenn sie eine Kreuzung passierten.
Muldoon überraschte seinen neuen Untergebenen damit, dass er dessen Interesse brüsk zurückwies. Keine weiteren Informationen über die zur Mission eingeteilten Soldaten, keine weiteren Äußerungen, wie man den Informationsfluss aufrechterhalten wollte, wenn man in den Minen unterwegs war. Stattdessen ließ sich der Major zu einem spöttischen Kommentar hinreißen, was er von Jyrikis Fähigkeiten hielt, und das war ganz offensichtlich nicht viel.

Zu einer Entgegnung kam er nicht, weil sich Muldoon dem Procedere am Eingang zum Sicherheitsbereich widmete. Dem Gespräch konnte er keine Neuigkeiten entnehmen. Die beiden Soldaten, die den Bereich bewachten und mit ihren Körpern den Zugang fast gänzlich versperrten, glänzen von imperialer Selbstgerechtigkeit, die Jyriki schon oft erlebt hatte, wenn kleine Männer einen großen Auftrag erhielten.
Es wurde auch nicht besser, als die Beiden die Kontrolle hinter sich hatten. Muldoon verbreitete schlechte Stimmung. Dem schien der Ort nicht zu gefallen, was Jyriki verstehen konnte. Es passte zu Muldoons bisherigem Auftreten. Der Mann machte den Eindruck, als wäre ihm alles unheimlich, was er nicht verstand – wenn er es nicht herabsetzen konnte, weil er in übergeordneter Stellung war.

Jyriki arbeitete im Geiste an einer Erwiderung, als Muldoon ihm quasi den Mund verbat. Er schluckte den Ärger herunter. Offensichtlich waren sie am vorläufigen Ziel ihres Ausfluges angekommen.
Ihnen kam ein recht heruntergekommen wirkender Mann entgegen. Schon von weitem hatte sich dessen Ankunft angekündigt, die schiefe Haltung an der Sicherheitstür verriet deren Funktionsweise, einen Retinascan, dessen Double sich an der Außenseite befand. Nur für den Fall, dass ein Spion die Abwehr austrickste, anschließend die Truppen ungesehen überwand, die Wächter ausschaltete und sich dann in den unterirdischen Anlagen zurechtfand. Jyriki fragte sich, gegen wen sich diese Maßnahmen eigentlich richteten. Soldaten waren im Allgemeinen nicht dafür bekannt, besonderes Interesse für Dinge aufzubringen, die nicht in direktem Zusammenhang mit ihrer Arbeit standen. Muldoon war somit ein nahezu klassischer Fall.

Wieder drückte der Major sein Missfallen aus, diesmal über den Mann, der ihnen die nötigen Informationen zur Verfügung stellen sollte. Ein Nicken, mehr schien Muldoon auch nicht zu erwarten. Jyriki konnte es ihm nicht verdenken. In einer imperialen Großstadt wäre der Mann, der sich als Doktor Geriman vorstellte, mit etwas Glück als Penner durchgegangen, wenn der Betrachter alle Augen zudrückte. Im zivilen Leben, selbst an einem anderen militärischen Ort hätte der Aufzug für Misstrauen gesorgt. Selbst in dem eigenartig roten Licht hier unten waren die Flecken auf seiner Kleidung und auf der Haut als Blut erkennbar. Kaum denkbar, dass Muldoon sich mit seiner Bemerkung irrte.
Was die interessante Frage aufwarf, wie kompetent der Doktor in dem gerade zur Diskussion stehenden Thema war, wenn sein Schwerpunkt gerade nicht auf der Xenobiologie lag.

Aber daneben strahlte Geriman auch die Sicherheit aus, ein fähiger Mann mit einer wichtigen Aufgabe zu sein. Dass er sich die Zeit für dieses Gespräch nehmen musste, war wohl eine Zumutung, zu der er gezwungen war. Alles an ihm verriet jemanden, der damit wenig Übung hatte.

Die Worte des Majors, die dem Doktor galten, ließen Jyriki innerlich zusammen zucken. Eindeutig, dem Mann ging jedes Gespür für einen höflichen Umgang ab, schlimmer noch, er zelebrierte diese Unfähigkeit regelrecht. Die Selbstgefälligkeit kratzte an Jyrikis Nerven, was recht ungewöhnlich war. Der Major hatte seinen Rang sicher auch nicht mit Suppekochen verdient, weshalb Jyriki dessen Missfallen nicht verstand. Sie alle arbeiteten für das gleiche Ziel, für die gleichen Leute, mehr oder weniger.
Vorläufig war er jedoch dazu verdammt, schweigender Begleiter zu sein, und er folgte den Beiden auf Muldoons ebenso wortlose Aufforderung.

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Jyriki Harle, Robert Muldoon, Doktor Geriman

27 Jan, 2015 16:47 00
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Sein Gast reagiert so schroff, wie man es von einem Kerl mit den Abmessungen eines veritablen Wandschranks erwarten konnte. Innerlich zuckte der Doktor zusammen, als hätte ihn gerade der Fausthieb eines Riesen getroffen, nach aussen hin gab es ein fast lethargisches Ausbleiben jedweder Form von Betroffenheit. Schon früh hatte der verschrobene Wissenschaftler gelernt, Anfeindungen aller Art auf seine ganz besondere Art und Weise zu verarbeiten: Indem er all seine Wut, seine Veletztlichkeit und all die anderen Emotionen auf seine Arbeiten übertrug. Und das gipfelte meist in brutalen, sadistischen, manchmal auch blutigen Testreihen. Als sich der Hüne in Uniform regt, nickte Geriman, fuhr auf dem Absatz herum und führte die Militärs in sein ganz persönliches Heiligtum. Die stellte in erster Linie das aktuelle Labor in der Humanoiden-Sektion dar, in welchem der Rebellenspion stückchenweise seziert wurde. Diese Räumlichkeiten waren jedoch nur ein Bruchteil des gewaltigen Forschungstrakts und beinhalteten eine Vielzahl von Verwahrungskammern, Zellen und Versuchsabteilungen. Aktuell konnte der Doktor zwar nicht aus dem Vollen schöpfen, doch hatte er immerhin genug Forschungsobjekte, um etwaige Theorien teilweise untermauern zu können.

»Hier sehen Sie ... äh .. Major .. einen unserer Hauptuntersuchungsräume. Wir haben gerade einen vermeintlichen Spion der Rebellen zum Verhör und erproben differenzierte Anwendungsmethoden auf Dolenzbasis.«, begann der Wissenschaftler zu fachsimpeln und vergaß - oder ignorierte - dabei die Anweisung vom Offizier, sich hier an klare Fakten zu halten und die Fachsimpelei auf ein Minimum zu reduzieren. Solcherlei Auflagen waren für eine Koryphäe wie Archorius Geriman absolut realitätsfremde Grundsätze. Seine Fachkenntnisse waren Teil seiner Persönlichkeit und er konnte sie nicht einfach abschalten oder verdrängen.

Da von seinen Begleitern keine spezifischen Fragen zu dem Labor erfolgten, musste sich der Herr dieser Abteilung offenbar damit abfinden, stupide Grundsatzerklärungen abzuliefern. Mit einer herrischen Geste bedeutete der Doktor den beiden Militärs, ihm zu folgen. Er führte sie rasch und in weitem Bogen an seinen aktuellen Studien - und dem Spion - vorbei, hin zu einem Computerterminal mit einer Vielzahl von Datenkarten, Datapads und diversen anderen Speichermedien. Er wischte sich neuerlich eine Strähne seines eindeutig zu langen Haares nach hinten und versuchte sich an einem freundlichen Lächeln - was letztlich in einer Katastrophe endete.

»Ah, ich sehe schon, Sie sind Puristen. Also dann ... man hat Sie sicher schon darüber aufgeklärt, dass diverse Raumfahrer, aber auch Zulieferer, sowie imperiale Bautrupps diverse nichtheimische Spezies eingeschleppt haben, ja? Zunächst einmal muss verstanden werden, dass es auf Fest keine echte Taxonomie für Flora und Fauna gibt, weshalb wir nicht ganz klar sagen können, ob es sich bei den im Anschluß benannten Kreaturen um endemische Gattungen handelt oder um Neozoen. Zudem konnten wir bisher nicht ausreichend Ressourcen für eine biologische Exkursion erübrigen, weshalb wir weniger Daten gesammelt haben, als wir uns wünschen.
Am häufigsten werden Sie in den Minenschächten, die meist weit verzweigte Höhlensystem passieren, auf eine bipedale Form von Hominiden treffen. Sie sind weißbepelzt und eher lästig, denn gefährlich. Wir haben diese Kreaturen in keiner unserer Datenbanken finden können, weshalb man davon ausgehen kann, dass es sich um eine einheimische Spezies handelt. Problematisch ist nur, dass ihre Neugier sie dazu treibt, unsere Gerätschaften zu inspizieren, was zu einigem Schaden geführt hat. Diese Plagegeister können Sie unserer Erfahrung gemäß mit den üblichen Mitteln Ihrer Hausapotheke bekämpfen, Major.«
, begann der Doktor zu dozieren und führte sich dabei sogar halbwegs sozialverträglich auf. Ein seltener Umstand, auch wenn ihn niemand zu bemerken schien. Noch ehe einer der Anwesenden in die Verlegenheit geriet, sich selbst Gehör zu verschaffen, fuhr der Wissenschaftler fort.

»Wir haben detaillierte Berichte über die Existenz von sogenannten Eis-Katzen, feline Wesen mit klarer karnivorischer Natur. Als typische Räuber mit arktischem Habitat nutzen sie vor allem ihre Fellfärbung, um der Beute getarnt aufzulauern. Aber mit Blastern und dem anderen Kram, den sie so verwenden, sollten sie den Kätzchen rasch beikommen können.

Weiterhin sollen K'lor-Schnecken gesehen worden sein, wenngleich dieser Umstand weder bestätigt wurde, noch sonderlich glaubhaft erscheint, ist das natürliche Habitat dieser Kreaturen doch ein gänzlich anderes. Sollten die Gerüchte stimmen und es gibt auf Fest eine solche Schnecken-Kolonie, rate ich Ihnen dringlichst, schweres Gerät mitzunehmen. Diese äusserst gefährlichen Tiere sind widerstandsfähig und zäh.«
, ergänzte der Doktor und begann, in den Haufen von Datenkarten und Datapads zu kramen. Akribisch führte er zwei Datenkarten in den Computerterminal, las die Informationen aus und transferierte sie kurz darauf auf ein Datapad. All das geschah wortlos und lies den Major, wie auch seinen Begleiter, in einer unangenehmen Stille zurück. Abschließend und sichtlich mit sich selbst zufrieden, überreichte der Doktor die verpackten Daten.

»Das hier ist alles in komprimierter Form. Alle notwendigen Informationen samt Bildmaterial, so verfügbar. Sie haben die üblichen Parameter ... Körperbau, Lebensweise, Schwachstellen. Sie kennen das ja sicher.«, fuhr der Wissenschaftler fort, stockte dann und setzte neuerlich an. »Wenn es Ihnen nicht all zuviel Mühe bereitet: Könnten Sie mir Gewebeproben oder frische Exemplare bringen, Major? Natürlich nur, wenn Ihre eigentliche Mission dabei nicht gefährdet wird. Aber gerade die Tatsache, dass wir nicht-endemische Wesenheit auf Fest haben, die sonst ein gänzlich anderes Habitat bevorzugen, könnte uns neue Erkenntnisse über Restistenzen und Immunitäten bringen - möglicherweise gar mit bahnbrechenden Forschungsresultaten für das Pentastar Alignment!«, schwadronierte Geriman und drohte gleichzeitig wieder in den Dozentenmodus zu verfallen. Nur die rasche Antwort vom Offizier bewahrte alle Anwesenden vor einem fachbegriffgeschwängerten Monolog.


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"The New Order has never fallen. Only the Emperor. … The Emperor may be dead, but the Empire lives on!"
- Grand Moff Ardus Kaine -

06 Feb, 2015 16:18 59 [NPC] Pentastar Alignment ist offline Email an [NPC] Pentastar Alignment senden Beiträge von [NPC] Pentastar Alignment suchen Nehmen Sie [NPC] Pentastar Alignment in Ihre Freundesliste auf
Robert Muldoon
Gast


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~Fest-System / Fest / Imperiale Forschungseinrichtung / Forschungstrakt / Sperrzone Biologische – Abteilung / Robert Muldoon mit Jyriki Harle und Doktor Geriman~


Immer noch mit einem unguten Gefühl in der Magengegend, folgte Muldoon, mit Jyriki im Schlepptau, dem bleichen und blutbeschmierten Doktor. Der dürre und verschroben wirkende Mensch, brachte die beiden Soldaten alsbald in einen Raum, der augenscheinlich sein Labor darstellte.
Neben einer beträchtlichen Anzahl an Gerätschaften und anderen, medizinischen Utensilien, beherbergte der Ort auch einen Operationstisch und was der Major darauf zu Gesicht bekam, lies selbst den hartgesottenen Frontoffizier, für einen Augenblick den Atem stocken.
Auf dem Tisch lag eine männliche Person, vielleicht nicht älter als Harle, an der man offensichtlich kurz zuvor noch einen Eingriff vorgenommen hatte. Benutztes OP-Besteck lag neben dem verstümmelten Körper und überall war Blut oder entferntes Körpergewebe auf der polierten, metallenen Tischplatte. Doch das war nicht der ausschlaggebende Punkt, sondern das der Gefangene noch lebte, bei vollen Bewusstsein und der Leib immer noch geöffnet war!

Oh Man, wie Muldoon es hasste, mit seinen Vermutungen immer Recht zu behalten. Die ganze Atmosphäre in dieser Sektion, Doktor Geriman und der Gestank nach Tot. Alles passte perfekt zusammen. Ein weiterer, guter Grund, diesen verfluchten Planten schnellstens zu verlassen. Rasch wand der Major seine Augen von der abartigen Szene ab und sah zu seinem Begleiter. Der Lieutenten, lies sich äußerlich allerdings nichts anmerken und verhielt sich weiterhin unauffällig. Also konzentrierte sich Muldoon schlussendlich wieder auf den Metzger im Arztkittel und ballte hinter seinem Rücken, die Hand zur Faust, während er Geriman mit einem vernichtenden Blick abstrafte.

Der gestandene Infanterist, hatte ja schon viel Gräuel gesehen, zu viel und sich oft genug, selbst die Hände schmutzig gemacht. Das hier hingegen, spottete jeder vernünftigen Handlungsgrundlage. Daran änderte auch die nachfolgende, zweifelhafte Aussage des Arztes nichts.
Zitat:
Original von [NPC]Pentastar Alignment »Hier sehen Sie ... äh .. Major .. einen unserer Hauptuntersuchungsräume. Wir haben gerade einen vermeintlichen Spion der Rebellen zum Verhör und erproben differenzierte Anwendungsmethoden auf Dolenzbasis.«


Muldoon hatte sicherlich Nichts für die Rebellen übrig und selbst wenn der Mann wirklich ein Spion der neuen Republik war, rechtfertigte das nicht die abscheuliche Tat Geriman´s. Es gab genug andere, bewährte Verhörmethoden und die waren schon schlimm genug. Nein, der irre Doktor quälte diese arme Sau nur zum Spaß, zur eigenen Befriedigung und nicht um an relevante Informationen zu kommen. Bestimmt hatte der Widerling feuchte Flecken in der Hose, derweil er an seinem Versuchsobjekt herumexperimentiere. Am liebsten würde Muldoon der Sache sofort ein Ende setzten, einfach die Stecker der Apparate ziehen, die den angeblichen Rebellen am Leben hielten. Und danach, würde er Geriman zeigen, was er von seiner Arbeit hielt. Andererseits, wem sollte das etwas nützen ? Robert musste also tatenlos zusehen und konnte für den Mann nur hoffen, das er bald erlöst wurde.

Gott sei dank, verzichtet der Wissenschaftler auf weitere Ausführungen über sein Werk, besann sich auf Muldoon´s vorangegangene Bemerkung, bezüglich des wissenschaftlichen Schwachsinn und ging stattdessen zu einem nahen Computerterminal.
„Du kranker Bastard....!“
Knurrte der Major, für Geriman nicht hörbar und folgte ihm zum Terminal, wo Dieser entlich zum eigentlichen Thema kam.

Bei seinem Vortrag, beschränkte sich der Doktor dann tatsächlich nur auf die wesentlichen, von Muldoon geforderten Punkte und kam relativ zügig zum Ende. Von den erwähnten Kreaturen, kannte der 46Jährige Stabsoffizier keine Einzige, was aber kein Problem darstellte. Der bärbeißige Imperiale wusste nun was er wissen wollten und den Rest, würde er auf dem Datenpad finden, welches ihm der Verrückte überreichte.
Was im Anschluss kam, damit hatte selbst Robert nicht gerechnet. Der abgerissene Kerl hatte eine Bitte, an den kraftvoll gebauten Soldaten!
Zitat:
Original von [NPC] Pentastar Alignment »Wenn es Ihnen nicht all zu viel Mühe bereitet: Könnten Sie mir Gewebeproben oder frische Exemplare bringen, Major? Natürlich nur, wenn Ihre eigentliche Mission dabei nicht gefährdet wird. Aber gerade die Tatsache, dass wir nicht-endemische Wesenheit auf Fest haben, die sonst ein gänzlich anderes Habitat bevorzugen, könnte uns neue Erkenntnisse über Resistenzen und Immunitäten bringen - möglicherweise gar mit bahnbrechenden Forschungsresultaten für das Pentastar Alignment!«


Noch bevor Geriman mehr sagen konnte und vielleicht mit weiteren, unnötigen, wissenschaftlichen Geschwätz fortfuhr, unterband Muldoon diese Möglichkeit mit seiner Antwort. Auch um das Treffen schnellstens zu beenden und sich von der Gesellschaft des Doktors zu befreien.
„Danke Doktor, Ihre Informationen werden uns bei dem bevorstehenden Einsatz, bestimmt sehr hilfreich sein. Und was Ihre Frage angeht....... Nun wir sind Soldaten und nicht dafür da, irgendwelche wilden Kreaturen einzufangen oder Proben zu sammeln! Die rasche Erfüllung der Mission, hat oberste Priorität, das verstehen Sie sicher. Sollten wir jedoch zufällig nach unserer Rückkehr, noch irgendwelche Überreste an unseren Stiefeln kleben haben, können Sie davon gerne eine Probe bekommen!“

Mit tiefer, innerer Genugtuung, sah der grantige Militär zu, wie die Hoffnung des Wahnsinnigen, auf neue Versuchsobjekte, flöten ging und schenkte ihm in Nachgang ein kurzes, abschätziges Lächeln.
„Und jetzt entschuldigen Sie uns, wir haben noch einiges vorzubereiten und wollen Sie nicht länger, von Ihren bahnbrechenden Forschungen für das Alignment abhalten...... Wenn Sie uns dann hinaus lassen würden!“

Robert machte keinen Hehl aus der Abneigung, die er für den besseren Fleischer empfand und betonte die "bahnbrechenden Forschungen", voller Sarkasmus. Mit einem letzten, missmutigen Blick, auf den bedauernswerten Gefangen, drehte sich der Major um und stapfte in Richtung Ausgang.


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Dieser Beitrag wurde schon 3 mal editiert, zum letzten mal von Robert Muldoon am 08 Feb, 2015 18:18 06.

08 Feb, 2015 16:09 25
Jyriki Harle
Gast


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Fest-System | Fest | imperiale Forschungseinrichtung | Forschungstrakt
Jyriki Harle, Robert Muldoon, Doktor Geriman


Ressourcenverschwendung. Das war das Wort, das Jyriki in den Sinn kam, als er Muldoon und dem Mann mit dem verwahrlosten Äußeren folgte.
Weder die Gerätschaften noch das, was der Doktor wohl Versuchsanordnung genannt hätte, ließen den jungen Mann mit der Wimper zucken. Schmerz war für ihn eine ganz eigene Kategorie, die man zur Kenntnis nahm, die einen aber nicht behinderte. Er wusste, dass andere Leute anders empfanden, weil man ihm das mehrfach erklärt hatte.
Trotzdem war er ein eingefleischter Gegner der Folter, ganz gleich auf welche Weise. Dem lag eine kühle und klare Überlegung zugrunde: Informationen waren wichtig, so wie anderen Leuten ihre körperliche Unversehrtheit. Mit überzeugenden Drohungen bekam man also mit hoher Wahrscheinlichkeit Informationen, allerdings mit zweifelhaftem Wahrheitsgrad. Es gab nicht wenige Berichte von Einsätzen auf völlig verlassenen Monden, die ergebnislos abgebrochen wurden und die ihren Ausgang genau in solch einem Verhör hatten. Die meisten davon lagen unter Verschluss, aber mit freundlichen Worten und wissenschaftlichem Interesse fielen einige der Schranken, hinter denen sie verborgen waren.
Ebenso gut hätte man also Karten legen oder die Soldaten einfach für einige Wochen in Urlaub schicken können.

Er bemerkte seinen stummen Ärger, mehr nicht, aber er registrierte durchaus, dass Muldoon einige größere Probleme damit hatte. Was den jungen Mann viel mehr umtrieb, war der Umstand, dass der Doktor keine Ahnung von dem hatte, weshalb sie hier waren, und beim Rest war er sich auch nicht sicher.
„Wir kennen uns damit nicht aus“ hätte ihnen auch der klobige Wächter am Eingang sagen können, mehr noch, sie hätten sich den Weg sparen können.
Der Doktor betrieb sein Labor und seine Versuche ganz offensichtlich wahllos und mit einer Ausrüstung, die in keinem Verhältnis zu den zu erwartenden Ergebnissen stand. Es sah sehr danach aus, als würden die in keinem Punkt das Wissen übersteigen, dass man sich schon in der Schule angeeignet hatte.
Welcher Irrsinnige war hier für die Ressourcenverteilung zuständig? Ein eisiger Planet mit vielversprechenden Minenvorkommen, und statt deren Sicherheit zu gewährleisten und durch Forschung auch langfristig zu erhalten, leistete man sich einen verspielten Wahnsinnigen, der mit sechzig noch nicht seinen wissenschaftlichen Schwerpunkt gefunden hatte, sondern sich wie ein Kind mit immer neuen Bauklötzen verhielt.

So beobachtete Jyriki das an Informationen recht freie Gespräch der beiden schweigend und mit zunehmenden Groll. Muldoon brachte das Faß zum Überlaufen, als er den Besuch einfach beendete, als wäre es das Normalste der Welt, dass man auf Fragen keine erschöpfenden Antworten bekam. Was sollten sie auch mit den Auskünften anfangen?
Nehmt schweres Gerät mit und vergeßt eure Standardausrüstung nicht?

Jyriki verkniff sich die erste Entgegnung, die ihm auf den Lippen lag, und bemühte sich um Höflichkeit.
„Sir, Sie werden entschuldigen, aber ich habe doch noch eine... Frage“, sagte er an den Vorgesetzten gewandt, der schon auf dem Weg nach draußen war, und stellte sich Geriman in den Weg, damit der ihm nicht folgte, ruhig und bestimmt, ganz imperialer Offizier.

„Doktor Gerriman, ich muss mich für die Störung entschuldigen. Offensichtlich gab es da ein Missverständnis. Ich danke Ihnen für die Daten, Sie taten sicher, was Sie konnten.
Ich möchte Ihnen nicht zu nahe treten, Sir, aber das, was Sie uns darin versprachen, übersteigt in keinem Punkt die Informationen, die man auch in den offenen Enzyklopädien findet. Möglicherweise ist das keine verbreitete Erkenntnis, aber Soldaten lesen zuweilen durchaus und sie sind in der Lage, Wissen miteinander zu verknüpfen.
Dies alles ist Ihnen natürlich nicht zuzurechnen, Ihr Schwerpunkt, soweit er für mich nach diesem kurzen Gespräch erkennbar ist, liegt ohnehin auf einem anderen Punkt. Oder zweien, vielleicht auch mehr“, fuhr er kühl fort. „Gibt es jemanden in dieser... Forschungseinrichtung, der sich mit den Gegebenheiten auf diesem Planeten auskennt? Sie entschuldigen diese direkte Frage, aber ich möchte unsere Anwesenheit hier gern nutzen und verhindern, dass wir Sie erneut stören müssen.“

Der Ton klang sehr danach, dass ein Vorgesetzter einer Elitetruppe gerade den Vorschlag unterbreitete, sie mögen sich doch, eingedenk ihrer Fähigkeiten, bitte unter die Rekruten mischen. Den Blick hatte Jyriki auf Geriman gerichtet, er wollte im Moment nicht sehen, wie Muldoon auf diesen Einwand reagierte. Er wusste nur, dass er seinen Job vernachlässigte, wenn er es zuließ, dass die gegenseitigen Abneigungen zwischen den beiden Männern oder die Besitzer der Betten, durch die sich dieser Narr im Gewande eines Wissenschaftlers an seinen Posten geschlafen hatte, den Informationsfluß störte. Er brauchte das Wissen jetzt, ehe irgendwer mit welchem Rang auch immer dazwischen funkte.


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Jyriki Harle, Robert Muldoon, Doktor Geriman

09 Feb, 2015 14:03 34
[NPC] Pentastar Alignment
hail ardus kaine!




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Anfänglich schien der Major noch halbwegs positiv auf die Bitte von Archorius Geriman zu reagieren, nur um dann eine 180 Grad-Kehrtwende zu vollziehen und seine Geringschätzung zu verdeutlichen. Das kurzzeitige Hochgefühl und die Vorfreude auf neues Forschungsmaterial verging noch schneller, als es gekommen war. Die Koryphäe unter den experimentellen Forschungsleitern im Pentastar Alignment, der Mann der tausendundein abstoßenden Ideen, Doktor Geriman litt direkt, als stürbe er eintausend Tode. Doch da dem nicht so war, entsprach sein Mimenspiel eher einem amateurhaften Schauspiel. Sein mangelndes Vermögen emotionale Zustände präsentieren zu können, verdarb seine seltsame Scharade und so blieb ihm nichts anderes übrig, als beleidigt nach Luft zu schnappen. Geschlagen nahm er den Hinweis des grimmigen Major zur Kenntnis, leistete keinen Widerstand und raffte die Reste seiner Euphorie auf, um das Besucher-Duo zur Schleuse zu geleiten.

»Ganz wie es Ihnen beliebt, Major.«, entgegnete er mechanisch und machte sich geistig einige Vermerke bezüglich der weiteren Tagungsplanung. Höchstwahrscheinlich würde der Rebellenspion nun eine ganze Menge mehr erleiden müssen, ehe man dem Gefangenen eine entsprechende Gnade gewährte. Archorius Geriman war niemand, der sich Niederlagen eingestehen konnte und so reagierte er etwaige Misserfolge gern an Probanden oder Untergebenen ab.

Es überraschte den Wissenschaftler, in dessen Kopf gerade mehrere Dutzend Gedankengänge gleichzeitig abliefen, dass der jüngere der beiden Soldaten sich zu Wort meldete. Bisher hatte Geriman den Burschen für einen Lakaien gehalten. Oder eben jemand, der in einer halbwegs militärischen Stellung dem gleich kam, was ein Lakai war. Nur unwillig schenkte er dem jungen Mann Gehör. Was er dann jedoch vernahm, war fast noch beleidigender, als alles, was der Major je hätte sagen können. Dieser dreiste, unreife und ungehobelte Taugenichts stellte die Hilfe vom Archorius Geriman in Frage. Ein wahrer Affront!

»Was ... bitte WAS, stammelte der Forschungsleiter kurz, hielt inne, blinzelte mehrere Mal und begann dann, nervös an seinen Kittelenden zu kneten. Eine solche Frechheit besaßen nicht viele. Der Doktor lieferte sofort ein wahres Schauspiel an Übersprungshandlungen ab, mit denen er seine fehlenden sozialen Fähigkeiten zu kaschieren pflegte.

»Gegebenheiten auf Fest? Gegebenheiten auf Fest, wiederholte der Zopfträger verärgert. Hatte dieser bartlose Jüngling schon einmal aus den Panoramafenstern der oberen Stockwerke geschaut? Fest war eine eisige Hölle. Ein arktischer, todbringender Ort der Verdammnis. Einzig seine exponierte Lage, sowie das Vorkommen von seltenen Erzen machte diesen Planeten überhaupt interessant. Es gab auf Fest für den durchschnittlichen Zivilisten nichts von Interesse. Hier mangelte es an jedweder Form von Luxus oder Entspannungsmöglichkeit.

»Dort draussen gibt es nicht viel ausser Schnee, Frost und Eis, junger Mann! Und in den Bergen ist zumeist auch sehr kalt. Sie müssen schon tief ins Erdreich, um die nötige Wärme vom Planetenkern genießen zu können. Falls Sie einen ausführlichen Bericht über die meteoroligischen Zustände auf Fest wünschen ... dann sollten Sie sich an jemanden wenden, der weniger bedeutsame Forschungen betreibt. Ich bin hier auf Anordnung von Großmoff Kaine, um kriegswichtige Entwicklungen voranzutreiben!«, fauchte der Wissenschaftler geradezu beleidigt und legte den Betonungsschwerpunkt am Ende bewusst auf den Namen des Oberhaupts vom Pentastar Alignment - einfach um die Wichtigkeit seiner Arbeit indirekt zu untermauern. Der junge Bursche sollte schon merken, dass er hier in Kreisen verkehrte, die mehrere Stufen über seinem Besoldungslevel lagen!

»Ich werde allerdings veranlassen, dass Sie, die Sie ja Zugang zu öffentlichen Netz- und Nachschlagewerken haben, ausreichend Lesestoff bekommen, um sich auf Ihre Mission vorbereiten zu können. Major, es war mir ein zweifelhaftes Vergnügen, aber Sie werden mich nun entschuldigen müssen ... meine Arbeit ruft!«, giftete der Forschungsleiter weiter und erreichte beinahe so etwas wie eine Form von gesellschaftstauglichem Umgang. Allerdings nur fast. Seine zusätzlichen herrischen, wenngleich aufgeregten gesten sorgten für eine eher komische, denn strenge Gesamtoptik.


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09 Feb, 2015 19:53 02 [NPC] Pentastar Alignment ist offline Email an [NPC] Pentastar Alignment senden Beiträge von [NPC] Pentastar Alignment suchen Nehmen Sie [NPC] Pentastar Alignment in Ihre Freundesliste auf
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hail ardus kaine!




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Doktor Relaphus nahm einmal mehr ein Datenpad auf und überflog die aktuellen Zustandsberichte der stationierten Patienten. Davon gab es langsam wieder mehr, ein Umstand, der Doktor Geriman sicher freuen würde. Doch zur Zeit lag es am Humanmediziner, für die Stabilisierung zu sorgen. Immerhin hatte Moff Yzun Bedarf an einsatzfähigem Personal geäussert, da es wohl noch immer Schwierigkeiten mit Ungeziefer in den neu angelegten Förderminen gab. Also musste er mit dem, was ihm zur Verfügung stand, ein entsprechendes Resultat liefern. Und zwar zügig.

Als man ihm dem neuesten Patienten, Lieutenant Sorgul Pragon, brachte, löste der Doktor seinen Blick von der Technik in seinen Händen. Ein schneller Blick bestätigte die angekündigte Verletzung, fehlte dem Offizier doch der linke Arm. Etwas verwundert kontrollierte Relaphus noch einmal den letzten Einsatzort des Lieutenant und stellte schockiert fest, dass er auf dem gleichen Planeten Dienst getan hatte, wie ein ziemlich aggressiver Major. Offenbar hatte es auf Agamar ein echtes Debakel für die Streitkräfte des Alignments gegeben - mit zahlreichen Verstümmelungen und Verheerungen. Innerlich zuckte der Arzt mit den Schultern, denn derartiges gehörte beinahe zum Militäralltag.

»Lieutenant ... ähm ... willkommen auf Fest.«, begann der Mediziner zaghaft. Es hatte keinen Zweck den jungen Mann vorschnell mit weiteren Negativmeldungen zu überschütten. Neben der körperlichen Versehrtheit war die Psyche von Verstümmelungsopfern meist ebenfalls stark angeschlagen und so musste der Arzt auch zu einer Art Psychologe werden, um für eine rasche Genesung sorgen zu können. Ob er Lieutenant Pragon helfen konnte, stand allerdings noch nicht fest.

»Wie geht es Ihnen? Hat man Sie schon über die Geschehnisse in Kenntnis gesetzt? Aber .. wo habe ich Manieren? Ich bin Doktor Relaphus, Ressortleiter der humanmedizinischen Forschungen und hauptverantwortlich für die Wiederindienststellung von Kriegsversehrten - nach Abschluß ihrer Rekonvaleszenz, versteht sich. Haben Sie Fragen, Lieutenant?«, wollte der Doktor wissen. Aktuell stellte der Lieutenant noch eine gewisse Unbekannte dar. Sein letzter Patient, Major Muldoon war ihm nach wenigen Augenblicken an die Gurgel gegangen. Einerseits hatte der Mediziner wenig Lust auf eine neuerliche Erfahrung dieser Natur, andererseits fühlte er sich in Anwesenheit der Stationssicherheit zumindest weniger beunruhigt. Doktor Relaphus faltete die Hände ineinander und betrachtete seinen neuen Patienten. Der muskulöse 26-Jährige hatte den Unterlagen gemäß eine Scharfschützenausbildung genossen, war also durchaus in der Lage, auch großem Druck standzuhalten. Selbiger würde schon bald auf ihn zukommen, denn das Anbringen von Prothesen und synthetischen Ersatzgliedmaßen lief niemals ohne Belastung für den Betroffenen ab.

»Sollten Sie keine Fragen haben, so würde ich Sie gern auf das vorbereiten, was in Kürze vor uns liegt: Ihre vollständige Genesung. Genau deshalb sind Sie hier, denn die Entscheidungsträger halten Sie für zu wertvoll, um auf Ihre Fähigkeiten verzichten zu können.«, ergänzte der Arzt, da der Lieutenant sich noch ein wenig in Schweigen hüllte. Ob Pragon das aus Schock tat oder er ihn einzuschätzen versuchte, konnte Relaphus nicht sagen. Soldaten waren keine leichte Patienten und würden es niemals werden. Mit einem leichten Seufzer versuchte er den jungen Veteranen zur Teilnahme am Gespräch zu motivieren.



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Sorgul Pragon
Rollenspiel-Charakter




Dabei seit: 20 Jan, 2013
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Atrivis-Sektor / Fest-System / Fest / Imperiale Forschungseinrichtung / Krankenstation / Büro und Labor von Relaphus / Sorgul, Pfleger, Imperialer Soldat


Träge und ohne Ziel glitt der Blick des Soldaten durch den Raum. Er konnte sich kaum konzentrieren und wenn er es versuchte verschwamm alles vor seinen Augen, auch fühlte sich sein Kopf an wie mit Watte gefüllt und alle Gedanken rannen zäh wie Frill-Sirup. Dann nach einer gefühlten Ewigkeit klärte sich der Blick des Sharpshooters und er erkannte einen Mann mit Endor-Frettchen Gesicht und fliehendem Haaransatz hinter einem Schreibtisch. Ein Datapad in Händen haltend musterte er Sorgul interessiert. Um ihn dann stockend auf Fest zu begrüßen. Fest, was hatte der Mann von Gandeal schon von diesem Planeten gehört? Er versuchte sich krampfhaft zu erinnern nur um immer wieder zu dem gleichen Ergebnis zu kommen: NICHTS!

Während Lieutenant Pragon noch sein Hirn zermarterte, überschütterte der Augenscheinliche Mediziner ihn mit einer wahren Flut an Fragen und Informationen. Der Imperiale Soldat hatte sich gerade gesammelt und holte Luft um seine Fragen zu stellen, als der selbsternannte Ressortleiter der humanmedizinischen Forschung und hauptverantwortliche für die Wiederindienststellung von Kriegsversehrten wieder zu reden begann. Er schmeichelte dem immer noch benebelten Lieutenant damit, dass er zu wertvoll war, um ausgemustert zu werden und nun seine Genesung auf der Agenda stehen würde. Als das Endor-Frettchen dann endlich mit einem Seufzer schwieg, nutze Sorgul die verbale Feuerpause um selbst schleppend das Wort zu ergreifen.


„Danke für das herzliche Willkommen von ihnen Doktor.“Brachte Sorugl fast verächtlich schnaufend hervor. „Von welchen Geschehnissen reden sie? Wie ich verwundet wurde? Wie ich hier her gekommen und bin? Oder wer mich für wertvoll genug hält als einarmiger Bandit weiterhin dem Imperium zu dienen? Außerdem sprachen sie von meiner Genesung, was genau verstehen sie darunter? Meine körperliche Unversehrtheit? Oder meine Geistige? Oder vielleicht keines von beiden und nur meine Funktionsfähigkeit wie bei einem Droiden?" Die Letzen Worte spuckte der einarmige Soldat dem Doktor fast entgegen, da sein Blick langsam aber sich von seinem gegenüber zu den Prothesen und Droidenteilen hinter der Transparistahlwand gewandert waren. Sorgul bemerkte wie sich der Wächter im Raum spannte und wie sein Körper selbst auf seine zunehmende Erregtheit reagierte. Zuerst war es nur eine leichte Antipathie gegenüber des Humanmediziners, die nach und nach in Zorn umschlug, ja er hasste diesen Mann förmlich für alles was ihm auf Agamar wiederfahren war. Sorguls Körper spannte sich an und dann mit einem leisen Zischen konnte er erneut seinen Blick nicht richtig fokussieren. Er bemerkte kaum wie der Rollstuhl in dem er sich befand bewegt wurde. Auch das man ihn auf einem Operationstisch fixierte drang nicht in das benebelte Bewusstsein des Lieutenants vor.

Erst einige Zeit später vernahm der Mann von Gandeal eine Stimme, sie war beruhigend und wohlmoduliert. Sie beglückwünschte ihn wieder bei Bewusstsein zu sein, er wäre plötzlich ohnmächtig geworden und so hätte man bereits mit den Vorbereitungen für seine Genesung begonnen. Verwirrt blickte sich Sorgul um, er befand sich in einer Art Labor, auf einem Labortisch und an seiner linken Seite befand sich eine mattschwarze Prothese. Sie war an seinem Stumpf angepasst worden und er konnte die der Finger seiner linken Hand spüren – sie kribbelten. Noch während der Imperiale Soldat von einer Woge der Gefühle übermannt wurde, begann Doktor Relaphus damit ihn über seine jetzige Situation aufzuklären.



Atrivis-Sektor / Fest-System / Fest / Imperiale Forschungseinrichtung / Krankenstation / Büro und Labor von Relaphus / Sorgul & Doktor Relaphus

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11 Feb, 2015 23:04 33 Sorgul Pragon ist offline Email an Sorgul Pragon senden Beiträge von Sorgul Pragon suchen Nehmen Sie Sorgul Pragon in Ihre Freundesliste auf
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