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Drex Drex ist männlich
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Fest Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen




Astrografie
Region: Outer Rim
Sektor: Atrivis-Sektor
System: Fest-System

Hyperraumrouten
Braxant-Strecke
Relgim-Strecke

Terrain und Klima
Arktisches Klima, Gletscher. Täler und Berge, gefrorene Seen und teilweise vollständig vereiste Ozeane.

Geografische Besonderheiten
Keine.

Zugehörigkeit
Pentastar Alignment

Hauptstadt
Keine.

Bevölkerung
Wenige Menschen in Forschungsstationen, dazu diverse gefangene Einzelschicksale verschiedener Rassen. Bisweilen entflohene Ewoks.

Bedeutung
Innerhalb des PA nur wegen der dortigen Bodenschätze und der wiederaufgebauten Forschungseinrichtung. Ansonsten vernachlässigbar gering.

Gesellschaft und Kultur
Unter imperialer Verwaltung.

Staatsform
Siehe Pentastar Alignment-Fraktionstext.

Militär
Diverse Militärverbände auf dem Planeten, sowie navale Streitkräfte im System. Wechselnde Garnisonen, sowie kontinentweite Truppenübungen für Einheiten mit arktischem Einsatzprofil.

Besonderheit
Neu errichtete imperiale Forschungseinrichtung
Imperiales Gefängnis
Abbau und Förderung von Phrikite zur Gewinnung von Phrik.




==================================




Imperial Weapons Research Facility




Facility Die imperiale Forschungseinrichtung auf Fest wurde ursprünglich bereits im Jahre 0 ABY von Rebellen-Terroristen unter der Führung des Schurken Luke Skywalker zerstört. Die ursprüngliche Aufgabe der Einrichtungsstätte bestand in der Herstellung von AT-PT-Kampfläufern, einem Klonkriegsmodell, das zu Zeiten des Galaktischen Imperiums galaxieweit nur wenig Beachtung erhielt. Später ließ Moff Rebus hier für das berühmt-berüchtigte Dark-Trooper-Projekt verschiedene Metalle und Legierungen herstellen und vermischen, allen voran das auf Fest vorkommende Phrikite, das in Kombination mit Tydirium zum lichtschwertresistenten Phrik veredelt werden konnte.
Nach der Zerstörung der Anlage blieb Fest jahrelang unberührt, bis Wissenschaftsoffiziere des Pentastar Alignment die nötigen Mittel bewilligt bekamen, eine neue, moderne und effizientere Einrichtung zu erbauen. Heute werden auf Fest experimentelle Waffensysteme erprobt und getestet, hier gibt es Versuche am lebenden Gewebe und Gerüchten gemäß soll Grand Moff Ardus Kaine mit dem Gedanken spielen, auch das als gescheitert geltende Dark-Trooper-Projekt wieder neu aufleben zu lassen.


Personal

Moff Ars Yzun

Moff Moff Yzun ist allen voran selbst Wissenschaftler mit Leib und Seele, hat sich allerdings eher den Schwerpunkten wissenschaftlicher Methodik und langfristiger Planungen verschrieben, denn einzelnen Projekten oder gar der Erforschung von Teilgebieten. Der 49jährige, ursprünglich von Aargau stammend, sieht seine persönliche Zukunft darin, in der Gunst des Grand Moff durch neue, effiziente Waffensysteme zu steigen. Dafür verbraucht er jede ihm zur Verfügung stehende Ressource mit geradezu fahrlässiger Gleichgültigkeit. Als Pragmat, der stets das Ziel vor Augen hat und den Weg dorthin als eher störend verachtet, ist Yzun ein oftmals ein Opfer der eigenen Ambitionen.
Nominell auch der Oberkommandierende aller hier stationierten Truppen, überlässt er die Verantwortung von Feldtests, Geländeübungen und Prototypen-Jungfernfahrten meist jüngeren, weniger bedeutenden Offizieren. Moff Yzun sieht sich - alten imperialen Tugenden gemäß - als die Spitze der Nahrungskette auf Fest an und führt sich in etwa auch so auf.


Doktor Geriman

Doktor Dr. Archorius Geriman ist ein perfider, sardistischer und emotionsloser Forscher, der sich ganz der Wissenschaft verschrieben hat. Emotionen und zwischenmenschliche Empfindungen sind ihm unbekannte Fremdwörter. Jede irgendwie geartete Form von Nähe ist ihm ein Graus, könnten derart menschliche Interaktionen doch von seiner geliebten Forschung ablenken. Dass der Doktor oftmals am lebendigem Objekt arbeitet, stört ihn dabei keineswegs. Wo andere Wesen mit einer gewissen Selbstverständlichkeit Hölzer, Metalle oder andere Rohstoffe verarbeiten, so öffnet Dr. Geriman ohne Gewissensbisse die Körper lebender, denkender Organismen. Sein Hang zur Perfektion ist dabei maßgeblicher Antrieb. Da ihm die Auswirkungen potenzieller Massenvernichtungswaffen auf die Bevölkerung im fremder Planeten vollkommen egal sind, hegt der Doktor auch keinen Anspruch darauf, sich auf einen Planeten mit angenehmeren klimatischen Bedingungen zu begeben. Hier auf Fest findet er alles, was sein krankes Herz begehrt, stellt ihm das Pentastar Alignment doch Ressourcen, Rohstoffe und Versuchsobjekte gleichermaßen freigiebig zur Verfügung.

10 Jul, 2014 22:43 59 Drex ist offline Email an Drex senden Beiträge von Drex suchen Nehmen Sie Drex in Ihre Freundesliste auf Füge Drex in deine Contact-Liste ein
[NPC] Pentastar Alignment
hail ardus kaine!




Dabei seit: 21 Aug, 2012
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.:: Atrivis Sector :: Fest-System :: Fest :: Imperiale Forschungseinrichtung :: Station 47-Aurek :: Humanoiden-Sektion :: Doktor Archorius Geriman ::.



Während ausserhalb der weitläufigen und zu großen Teilen unterirdischen Forschungsstation hier auf Fest arktische Stürme mit Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt peitschten und das wenige oberirdische Leben peinigten, das hier existierte, führte Doktor Archorius Geriman gerade sein Laserskalpell mit chirurgischer Präzision. Die ultrahocherhitzte Energieschneide des sensiblen Werkzeugs glitt ohne Widerstand durch vom Fell befreite Haut. Unter zahlreichen Vergrößerungsapparaturen, die das Gesicht des Doktors auf bizarre Weise verzerrten, konnte er die Stoppeln des Fells von der jüngsten Rasur erkennen. Ihn selbst interessierte jedoch eher das, was unter Haut und Fleisch verborgen lag. Zischend teilte das Laserskalpell die Epidermis, was dem Besitzer – und Versuchsobjekt – alles andere als gefiel. Windend und winselnd versuchte sich der Ewok zu wehren, allerdings verhinderten zahlreiche Spanngurte und Halteklammern, dass das kleine Pelzknäuel entkommen konnte. Da auch der Mund des ekelhaften Bärenwesens entsprechend verschnürt worden war, konnte der Primitivling niemanden mit seinen guturalen Grunzlauten belästigen. Mit erschreckend unmenschlicher Routine arbeitete sich Doktor Geriman mittels seines Werkzeugs durch die organische Innenlandschaft des Pelzknäuels. Seit der beschämenden Niederlage bei Endor waren erst drei Standardjahre vergangen und doch hatte das Galaktische Imperium den Verlust des Zweiten Todessterns und seiner Führungsriege nicht verkraften können. Noch viel schändlicher war der Umstand, dass eine der besten Elitetruppen des Imperators auf dem kleinen Waldmond Endor von zwergähnlichen Waldschraten bezwungen worden war: Eben jenen Ewoks. Seither hatte die wissenschaftliche Abteilung des Pentastar Alignments – der legitimen Nachfolgeorganisation des Imperiums – einige Mittel dafür verwendet, die Hergänge korrekt nachzuvollziehen. Wie hatten Wilde mit Speeren und Schleudern Elitesoldaten mit schweren Kampfläufern und der modernsten Technik besiegen und beschämen können? Woran lag es? Doktor Geriman hatte – zunächst auf Entralla – einige Untersuchungen geleitet, um hinter das Geheimnis der pelzigen Mistkerle zu kommen. Doch bisher hatten weder Obduktionen, noch Vivisektionen großartige Erkenntnisse gebracht. Die felltragenden, bärenartigen Wesen besaßen weder eine besonders große Widerstandsfähigkeit, noch die Möglichkeit zur raschen, körperlichen Genesung. Sie waren in keinster Weise überdurchschnittlich – was die Niederlage des Imperiums auf Endor umso mysteriöser erschienen ließ. Hatte es womöglich Saboteure in den eigenen Reihen gegeben? Verräter?

All das hatte Archorius Geriman fast drei Standardjahre lang beschäftigt, ihn angetrieben und seine Forschungen legitimiert. Als jedoch Fördergelder gestrichen wurden, um anderen Forschungszweigen mehr Ressourcen zuführen zu können, hatte der Doktor erstmals in seiner fragwürdigen, jedoch erfolgreichen Karriere um seine Existenz fürchten müssen. Doch schon nach wenigen Wochen hatte man dem manischen, skrupellosen Wissenschaftler eine neue Anstellung und damit auch Berufung angeboten. Aus alten Unterlagen im Imperialen Archiv hatten hochrangige Entscheidungsträger des Pentastar Alignments erfahren, dass auf der Welt Fest vor gut sieben Jahren eine geheime, imperiale Forschungseinrichtung durch mehrfache Rebellenangriffe und Sabotageakte zerstört worden war. Die Lage auf einer arktischen Welt war ebenso abstrus, wie sie auch das Interesse einiger anfeuerte. Weitere Nachforschungen ergaben, dass auf dieser Welt enorme Mengen von seltenen Metallen und Erzen vorkamen, die zur Weiterveredelung und Nutzung gebraucht wurden. Die Berichte über diese Anlagen sprachen von lichtschwertresistenten Legierungen und Aufzeichnungen vom berühmt-berüchtigen Projekt der Dark Trooper. Grand Moff Ardus Kaine höchstpersönlich gewährte zusätzliche Mittel zum Wiederaufbau der Einrichtung. Binnen weniger Monate wurden Reste der alten Anlage restauriert und instand gesetzt, neue Bereich konstriert und um die verbauten Reste zweier Großkampfschiffe erweitert, die man kurzerhand im ewigen Eis vergrub. Darüber hinaus gab es hier eine beachtliche unterirdische Anlage mit kilometerweiten Tunnel- und Kanalisationsanlagen. Ganze Testareale und subterrane Hangaranlagen hatte das Galaktische Imperium dereinst erstellen lassen – Gebäudeteile, die man nun verwendete.

Der neue Forschungsschwerpunkt von Doktor Geriman war nun allerdings nicht mehr eine etwaige Restistenz der Ewoks gegen die typischen Waffensysteme des Imperiums zu finden, sondern die Weiterentwicklung bestehender Technologien. In erster Linie betraute das Pentastar den gewissenlosen Wissenschaftler mit Verbesserung von Heilmethoden für die Soldaten der Armeen, sowie eine Kostensenkung bei der Herstellung von Prothesen und cybertronischen Gliedmaßen. Hierfür sollten ihm auch die bruchstückhaften Aufzeichnungen aus dem Dark Trooper-Projekt helfen. Nur nebenbei – zur Entspannung – folterte und untersuchte der Doktor weiterhin intelligente Kulturschaffende, wobei seine Vorliebe zur Zerlegung von Ewoks nie abschwoll.

Von etwaigen Gewissensbewissen gänzlich unberührt, registrierte der Doktor am Kollaps der Organe, dass sein 'Patient' unter ihm verstarb. Ohne jedes Mitleid gab er seinen Assistenten mit einigen Gesten die Anweisung zur Entsorgung der Kadaver. Im Zuge der diversen Bauarbeiten an der Forschungseinrichtung waren eine Vielzahl von Parasiten, hirnlosen Aliens und andere rezente Spezies ungewollt nach Fest gebracht worden und einige von ihnen hausten nun in den tiefen, ungenutzten Tunnelsystemen. Die sterblichen Überreste verstorbene Forschungsobjekte waren gerngesehene Nahrungsergänzung für derlei Biester.
Mit einem Seufzer deaktivierte der Doktor sein Laserskalpell, durchschritt den gleißend weißen, komplett sterilen Raum und reinigte seine Hände unter einer sterilisierenden Geldusche. Sein manisches Mundwinkelzucken auf der linken Seite nahm er dabei nicht zur Kenntnis. Als jedoch einer seiner Assistenten zu ihm eilte, einen Flimsiplast-Streifen in der Hand, keimte direkt etwas Hoffnung nach der grässlichen Enttäuschung mit dem Ewok auf.

»Was gibt es denn?«, wollte der Doktor wissen. Den Namen des Assistenten konnte und wollte er sich nicht merken. Wichtig war ohnehin nur, dass sich die weniger genialen Wissenschaftler seinen Namen merkten. Er selbst brauchte nur zu wissen, wie sein Vorgesetzter hieß. Das genügte. Er war immerhin Doktor Geriman, nicht irgendjemand.

»Doktor Geriman, ich habe die jüngsten 'Lagerbestände' überprüft.«, antwortete der junge Mann pflichtbewusst. Der Doktor schätzte ihn auf Ende Zwanzig. Ein aufgeweckter, fleissiger Knabe mit viel zu langem Haar. Er selbst trug sein dünner werdendes Haupthaar auch länger als der Dienstvorschrift entsprach – aber er war auch Doktor Geriman – ein Genie in einem älter werdenden Körper. Sein Geist entsprach dagegen jedoch exakt der Ideologie dessen, was der Imperator dereinst vorgegeben hatte.

»Und?«, fragte der Doktor gelangweilt nach. Derartige Nichtigkeiten raubten ihm wertvolle Forschungszeit.

»Nach den jüngsten Verlusten einiger Testobjekte habe ich einen eklatanten Mangel an Foschungsmaterial feststellen müssen, Doktor.«, reagierte der Bursche rasch. Das war Wahnsinn! Ein Skandal. Eine echte Misere. Es bedeutete nichts anderes, als dass sie kaum mehr Humanoide für Versuche hatten. Sowohl nichtmenschliche Personen, als auch echte menschliche Forschungsobjekte. Neben der Reaktion von Metabolismen auf verschiedendste Kampfmittel, wurde auch die Verträglichkeit konzeptioneller Prothesen erprobt. Nicht immer harmonierten die künstlichen Befehlsleitbahnen mit den organischen Nervensystemen. Bisweilen kam es zu Etwas, was einem Kurzschluß entsprach. Einmal wurde ein verkrüppelter Soldat sogar von seiner nagelneuen Armprothese erdrosselt. Und das nur, weil jemand bei der Herstellung einen simplen Fehler begangen hatte. Es gab auch noch zu geringe Fortschritte in der Verbesserung von Bacta. Zuletzt hatten die manipulierten Bacta-Bakterien den Körper des Versehrten angegriffen. Dies hatte zu einem Verlust von 80 Prozent seiner Hautoberfläche geführt. Wenn sie nun nicht einmal mehr genug Gefangene für Tests und Versuche hatten ...

»Ich werde sofort ein Dossier erstellen und Moff Yzun um weitere Gefangene bitten. Ach, und warum nicht auch um verletzte oder verkrüppelte Soldaten? Sollen sie lieber bei Testreihen umkommen, als dem Pentastar den Rest ihres Lebens weitere Kosten zu verursachen.«, erklärte der Doktor. Seine Arbeit war zu wichtig, um an etwas Profanem wie dem Mangel an Testobjekten zu scheitern. Hier ging es möglicherweise kriegsentscheide Forschungen. Und die mussten mit allen Mitteln vorangetrieben werden.


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"The New Order has never fallen. Only the Emperor. … The Emperor may be dead, but the Empire lives on!"
- Grand Moff Ardus Kaine -

12 Jul, 2014 15:02 04 [NPC] Pentastar Alignment ist offline Email an [NPC] Pentastar Alignment senden Beiträge von [NPC] Pentastar Alignment suchen Nehmen Sie [NPC] Pentastar Alignment in Ihre Freundesliste auf
Robert Muldoon
Gast


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~Fest-System / Fest / Imperiale Forschungseinrichtung / Krankenstation / Patientenzimmer BB 023 / Robert Muldoon~



Seit mehreren Stunden schon, durchkämmten Muldoon und seine Einheit den dichten, fast undurchdringlichen Dschungel von Tiss'sharl, auf der Suche nach einer Gruppe der reptiloiden Einheimischen.
Die Gesuchten waren ausschließlich bekannte Attentäter und Schwerverbrecher, die sich ihrer bisherigen Festnahme mit Waffengewalt erfolgreich widersetzt hatten.
Im unübersichtlichen Gewirr des hiesigen Dschungels, hatte die imperialen Soldaten alsbald die Orientierung verloren und splitteten sich ungewollt in einzelne Paare oder Grüppchen auf, die immer tiefer ins Dickicht des Planeten gerieten. An der Seite Roberts befand sich ein unsicherer Corporal Sattler, der irgendwo auf ihrem Irrweg seinen Blaster verloren hatte und sich somit kaum noch wehren konnte, sollten die Beiden unvermittelt angriffen werden.

Zu ihrem Glück, stießen die Zwei irgendwann auf einen angelegten Pfand, der zurück sie zu eine der wenigen Städte des Planten bringen sollte.
Von eine kleinen Anhöhe aus, konnten sie die Siedlung bald ausmachen, was Sattler ein erleichtertes, hoffnungsvolles Aufatmen ab rang.
„Ich kann die Stadt von hieraus sehen, wir können es schaffen.“
„Nein, das schaffen wir nicht.....“
„Warum nicht..?“
„Weil wir bereits gejagt werden..!“
„Oh Gott....“

Schrecken und Panik erfasste den jungen Corporal gleichermaßen, als er sich furchtsam umsah.
Muldoon blieb im Gegensatz dazu völlig ruhig stehen, wobei ihm dennoch die Anspannung deutlich ins Gesicht geschrieben war. Sein wacher Blick fixierte etwas im Unterholz neben dem Weg.
„Im Gebüsch direkt vor uns....., keine Angst...., laufen Sie...., zur Stadt.“

Ungläubig schaute der andere Soldat Robert an, dessen Augen und Waffe immer noch starr auf das unsichtbare Ziel gerichtet waren.
„Ich habe ihm in Visier, los.... JETZT !“

Endlich begriff Sattler und rannte los, mehrmals fiel er dabei über seine eigenen Füße oder Baumwurzeln, die über den Dschungelpfand wuchsen, bis er hinter einer Biegung verschwunden war.
Robert lief indes wieder tiefer in den Urwald und folgte unbeirrt seiner Beute.
Schweiß ran ihm in kleinen Rinnsalen den Rücken herunter, durchnässte seine Uniform und tropfte ihm unaufhörlich von der Stirn. Die schwüle Luft machte das Vorankommen in den dichten Gehölz zu einer mühseligen Qual.

Gerade als er sich unter einem niedrig hängenden Ast beugte, konnte Muldoon vor sich ein reptilisches Zischen hören. Hinter einem Busch konnte er dann einen der gesuchten Tiss'shar erspähen. Ein schmales – siegessicheres Lächeln umspielte kurz sein Lippen, als er langsam sein Offiziersmütze abnahm und auf einem Stein ablegte.

Um einen präziseren Treffer anbringen zu können, begann Robert mit schweißnassen Händen, vorsichtig und möglichst geräuschlos, die Schulterstütze seines E-11 Blastergewehrs auszuklappen - ein leises Klicken verriet ihm das der Schafft eingerastet war.
Mit Bedacht legte er das Gewehr an, drückte es fest in die Schulter und hielt zum Schuss bereit den Atem an.

Zu spät bemerkte Muldoon seinen Fehler und die Falle in die er getappt war, als ohne jede Vorwarnung, einer dieser hässlichen reptilienartigen Schädel aus dem Gestrüpp neben ihm auftauchte und seine messerscharfen Zähne in einem tödlichen Grinsen entblößte.
Überraschte sah er den Tiss'shar neben sich an.
„cleveres Kerlchen...“

Im selben Augenblick, in dem Robert noch versuchte des Gewehr herum zureisen, stürzte sich der wilde Reptiloide auf ihn und warf den breitschultrigen Soldaten zu Boden.
Muldoons Schreie drangen durch den Dschungel, währenddessen sich der zweite Tiss'shar den ungleichen Kampf mitansah.

Schreiend riss Robert die Augen auf und schreckte hoch. Es dauerte einige Sekunden bis der Militär wieder zu Ruhe kam. Sein Puls raste und er war immer noch Schweißgebadet. Dann realisierte Muldoon, das er gerade nicht mit einem dinoartigen Schwerverbrecher um sein Leben kämpfte, sondern in einem Bett lag und er befand sich auch nicht in den dunklen Urwäldern irgend eines Planten, sondern in einem weißen – steril wirkenden Krankenzimmer.

„Wo bin ich ?“


~Fest-System / Fest / Imperiale Forschungseinrichtung / Krankenstation / Patientenzimmer BB 023 / Robert Muldoon~

20 Jul, 2014 22:44 04
[NPC] Pentastar Alignment
hail ardus kaine!




Dabei seit: 21 Aug, 2012
Beiträge: 79

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.:: Atrivis Sector :: Fest-System :: Fest :: Imperiale Forschungseinrichtung :: Station 13-Besh :: „Krankenstation“ :: Doktor Relaphus & Patienten ::.



Es hatte gar nicht lange gedauert, bis dem Wunsch von Doktor Archorius Geriman entsprochen wurde und man neue … „Patienten“ in die Forschungseinrichtung auf Fest verlegte. In den einsehbaren Unterlagen war vermerkt worden, dass es sich hierbei um Verletzte einer Rebellen-Sabotage-Aktion handelte, Mitglieder der regulären Streitkräfte der Imperial Army. Und damit in erster Linie ersetzbare Kräfte, die niemand vermissen würde. Zumindest nicht in allzu naher Zeit. Das wiederum spielte dem Forschungsteam hier in der schwer befestigten Anlage sprichwörtlich in die Karten. Moff Yzun, der Hauptverantwortliche dieser Anlage, wollte vorzeigbare Resultate sehen. Zeitnahe Ergebnisse. Immerhin hatte das Pentastar Alignment enorme Credit- und Ressourcenbeträge bewegt, um die frühere Anlage wieder in Betrieb nehmen, ausweiten und befestigen zu lassen. Vor 7 Jahren hatte einige, wenige subversive Elemente vollbracht, die Einrichtung gleich zweimal zu infiltrieren und sie sogar gänzlich zu zerstören. Ein Großteil der damals Forschungsergebnisse war dabei vernichtet und eine Vielzahl von Prototypen und Errungenschaften war dabei zerstört worden. Derartige Rückschläge durfte es hier nun nicht geben. Und genau aus diesem Grund war das komplette Forschungsteam zum Erfolg verdammt. Grand Moff Ardus Kaine erwartete nichts anderes von Fest, als ein adäquates Gegenstück zum Schlund zu werden. Keine sehr zurückhaltende Überzeugung, doch eine, die in diversen Memos verdeutlicht worden war. Insofern wurden die hiesigen Experimente, Forschungen und Entwicklungen mit einer fast fanatischen Inbrunst betrieben – ohne dabei Rücksicht auf Versuchsobjekte, Material oder Ethik zu nehmen. Die Resultate waren das Einzige von Bedeutung.

Doktor Relaphus befand sich auf einer seiner täglichen Routine-Visite, als jemand vom hiesigen Personal – in steriles Weiß gekleidet – um die nächste Ecke hetzte. Hektik war innerhalb der Einrichtung ein seltenes Gut und die bisherigen Kontrollen der jüngsten Patienten hatten keinen besonderen Anlaß zur Sorgnis bereitet, so dass Relaphus minimal verwunderte dreinschaute und die Brust seiner imperialen Forschungsuniform mit dem klemmbrettartigen Datapad abdeckte. Seine Überraschung halbwegs verbergend, wollte der Doktor den Grund für dieses unangemessene Verhalten erörtern.

»Was gibt es denn so Dringliches, dass Sie hier durch die Gänge rasen wie ein wildgewordener Reek, fragte der Stationsarzt nach. Aber schon als er die Worte sprach, schalt er sich für seine Neugier. Sicherlich war es etwas furchtbar Profanes. Etwas, das ihn aus seiner Konzentration riss.

»Doktor, einer der Patienten von Agamar ist … aufgewacht!«, plapperte die Frau vom Stationspersonal. Sofort horchte der Doktor auf. Das war interessant. Höchst interessant.

»Welcher von Ihnen? Name des Versuchsobjekts?«, hakte Relaphus schnell nach und aktivierte sein elektronisches Datenblatt, das mit einer Vielzahl von bedeutenden Informationen gefüttert worden war.

»M-Muldoon, Doktor. Major Muldoon!«, stotterte die Dame etwas überfordert. Den Arzt wunderte ihre Inkompetenz nicht. Frauen waren für bedeutende Aufgaben nicht geschaffen wurden. Ihnen wies man besser Berufe mit geringer Verantwortung zu. Bereiche, in denen sie keinen Schaden anrichten konnten.

»Ah, sehr gut. Führungsqualitäten setzen sich eben stets durch. Und ein eiserner Wille natürlich. Informieren Sie rasch Doktor Geriman über diesen Fortschritt. Ich werde mich um unser Testobjekt kümmern.«, antwortete er barsch und umkurvte die Stationsschwester kurzerhand. Während er klassische imperiale Architektur passierte, grübelte der Mediziner über die sich ihm bietende Möglichkeit. War der Major aufgrund besonders effizienter Behandlung erwacht oder war es ein Instinkt? Eine halbe Million Fragen geisterten im Kopf von Relaphus herum.

Es dauerte geraume Zeit, bis der Doktor das entsprechende Zimmer gefunden hatte. Weiße oder imperial-graue Farben waren vorherrschend, dazu indirekte Beleuchtung und auf den Transparistahlfronten das milchige Symbol des Pentastar Alignments – all das machte klar, welchen Bezug diese Anlage hatte.

Relaphus durchquerte das Zimmer und nahm aus dem Augenwinkel wahr, wie ein GH-7 Medi Droide und ein DD-13 Assistenz-Droide ihrer Arbeit nachgingen. Doch das Zentrum der Aufmerksamkeit machte der „Patient“ aus, ein bulliger Mann, dessen Körper zur Gänze von klinisch-weißen Tüchern und Laken verdeckt war – mit Ausnahme des Kopfes. Der fahrige Blick des Offiziers – es handelte sich den Unterlagen gemäß um einen Major der Imperial Army – verdeutlichte dessen Verunsicherung. Das verstand der Doktor nur allzu gut. In fremder Umgebung aufzuwachen, ohne vertraute Gesichter oder hilfreiche Indizien, das konnte einen Mann verwirren. Doch nun war der Arzt hier und konnte aufklären, konnte Hilfestellung leisten.

»Major, Major … beruhigen Sie sich ...«, begann der Mediziner, wenngleich sein Gegenüber keinerlei Anstalten machte, sich unruhig zu verhalten. Dennoch wollte Relaphus eine angenehme, eine beruhigende Gesprächsatmosphäre erzeugen. Ein möglicher Schock konnte das Testobjekt dauerhaft verderben. Und das wiederum würde Doktor Geriman sicher missfallen, hatte er doch ganz energisch nach frischem Arbeitsmaterial verlangt.

»Ich bin sicher, dass Sie viele Fragen haben, Major. Und ich will Sie Ihnen gern beantworten. Zuerst einmal möchte ich Ihnen mitteilen, dass Sie nicht mehr auf Agamar, aber in Sicherheit sind. Sie befinden sich in einer medizinischen Einrichtung des Alignments, wurden Sie doch Opfer eines ...«, begann der Doktor, um dann zu pausieren und in seine Unterlagen zu schauen. Mit einem Kopfnicken fuhr er fort.

»Ja, Opfer eines Terroranschlags der Rebellen. Sie haben schwere Verletzungen davongetragen und es könnte sein, dass Sie im Zuge des Traumas auch psychische Schäden davongetragen haben. Darum werden wir uns hier kümmern, Major. Wir werden Ihnen helfen zu alter Stärke zu finden, das verspreche ich Ihnen.«, log der Mediziner. Hier auf Fest konnte der Major von Glück reden, wenn er überhaupt wieder das Tageslicht erblickte und nicht als amorpher Glibber in einem Reagenzglas endete. Aber ihm das zu sagen, wagte der Arzt nicht. Er hatte strikte Vorgaben, wie er mit Wachpatienten umzugehen hatte. Und vielleicht reichte dem Major das bisher Gesagte ja auch schon aus. Ein kurzer Kontrollblick auf das Datapad bestätigte die diversen Verletzungsmeldungen. Ob der Offizier stets gern zwei biologische Beine besessen hatte? Nun, auf diese Veränderung musste er sich gefasst machen.


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24 Jul, 2014 20:36 38 [NPC] Pentastar Alignment ist offline Email an [NPC] Pentastar Alignment senden Beiträge von [NPC] Pentastar Alignment suchen Nehmen Sie [NPC] Pentastar Alignment in Ihre Freundesliste auf
Robert Muldoon
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~Fest-System / Fest / Imperiale Forschungseinrichtung / Krankenstation / Patientenzimmer BB 023 / Robert Muldoon~



Immer noch leicht orientierungslos sah sich Muldoon in dem fensterlosen Raum um, der typisch sachlich-imperial eingerichtet war.
Zwei Medi-Droiden hantierten an Gerätschaften herum, die ganz offensichtlich dafür da waren, seinen Gesundheitszustand zu überwachen. Robert selbst lag auf einem Krankenbett, neben dem ein einzelner Stuhl und ein kleiner metallener Schrank stand. Sein Oberkörper war zum größten Teil mit klinischen Verbänden bandagiert, die seine Bewegungsfreiheit einschränkten. Lediglich sein rechter Arm war ab der Schulter unbedeckt und an seinem Kopf klebten nur einige Pflaster. Außerdem roch es überall nach Desinfektionsmittel und Bacta.

Wie zur Untermauerung der Szenerie, betrat prompt ein Mann in imperialen Forschungsuniform das Zimmer und kam geradewegs auf in zu.
Misstrauisch, aber dennoch aufmerksam hörte der Major dem vermeintlichen Doktor zu und konnte nicht so richtig glauben was ihm sein Gegenüber gerade erzählte.
Von was für einem Anschlag faselte der Typ da ? Das Letzte an das sich Muldoon erinnern konnte, war der Anschiss den er Captain Lynd verpasste, als dieser versucht hatte Soldat zu spielen.
Und in was für einer medizinischen Einrichtung des Alignments sollte er sich befinden, wenn nicht im Lazarett der Garnison auf Agamar !?

Der Argwohn und die Verwirrung in Robert nahm bei jedem Wort des Mannes weiter zu, denn das Alles ergab für ihn keinen Sinn. Doch irgendetwas musste passiert sein, sonst wäre er nicht verletzt – sonst wäre er nicht hier, wo immer dieses Hier auch sein mochte.
Vorsichtig richtet sich Muldoon in seinem Bett weiter auf, als er bemerkte das etwas mit seinen Beinen nicht stimmte, nur das Rechte reagierte auf seine Bewegungen.
Mit einer bösen Vorahnung schlug Robert hastig die Decke beiseite und blickte auf das ganze Ausmaß seiner Verwundung: Der linke Unterschenkel fehlte, er war knapp unterhalb des Knies amputiert worden.

Geschockt starrte der altgediente Militär auf den eingebundenen Beinstumpf und fasste sich sprachlos an den Kopf. Doch als der Arzt daraufhin in seine Reichweite, bis auf Armlänge herankam, schnellte die unverletzte Hand Muldoons vor und packte den überrumpelten Weißkittel am Kragen. Die aufkeimenden Schmerzen ignorierend und mit zusammengebissenen Zähnen, zog er den Doktor zu sich herunter. Der Schock in Roberts Gesicht war urplötzlich verschwunden und unheilverkündenden Zorn gewichen.

„So sie Quaksalber, woher soll ich wissen das sie mir nicht irgendwelchen Blödsinn erzählen. Das dass alles nur Fassade ist und ich mich in Wiklichkeit nicht in den Händen der Rebellen befinde, satt in einem Lazarett unserer Armee auf Agamar !“
Der Griff um den Kragen des Arztes wurde noch fester, als er ihn bis auf wenige Zentimeter an sein Gesicht heran brachte.

„Ich will sofort wissen auf welchen Planeten ich mich befinde, wer sie sind und warum man mich ausgerechnet hier behandeln sollte? Dann nehmen sie ihr Com und holen jemanden hierher, der diese miese Story bestätigen kann. Am besten einen Offizier, der sich mir gegenüber nach imperialen Protokoll authentifiziert !“
Mit drohenden Unterton, knurrte Robert den Mediziner an und wartet darauf, das dieser sein Com hervor kramte, ohne dabei die Hand am Hals des Anderen zu lockern.

„Und versuchen sie nichts törichtes HERR DOKTOR. Mir reicht auch eine Hand und ein Sekundenbruchteil aus, um ihren dünnen Hals zu brechen, selbst wenn mich ihre Rebellenfreunde danach umlegen !!“
Innerlich hoffte Robert tatsächlich, das der Typ den Versuch unternahm ihn auszuschalten, in dem er vielleicht einen kleinen Blaster zog. Dann hätte Muldoon schon mal eine Waffe um sich zur Wehr zu setzten, nachdem der diesen verlogenen Rebellen umgebracht hatte.


~Fest-System / Fest / Imperiale Forschungseinrichtung / Krankenstation / Patientenzimmer BB 023 / Robert Muldoon und Doktor Relaphus ~

Dieser Beitrag wurde schon 3 mal editiert, zum letzten mal von Robert Muldoon am 26 Jul, 2014 15:43 10.

26 Jul, 2014 11:29 01
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Dabei seit: 21 Aug, 2012
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Bei dem verletzten Versuchsobjekt handelte es sich ganz offenbar um ein ganz besonders aggressives Exemplar. Im Geiste machte Doktor Relaphus den Vermerk, die Dosis der Beruhigungsmittel empfindlich zu erhöhen. Schon öfter hatten „Patienten“ ihm mit Gewalt gedroht oder ähnlich rüde reagiert, doch als der Major ihn am Kragen packte, stand der Mediziner kurz davor, sich selbst zu besudeln. Nur das panische Klammern an die Richtigkeit seiner Arbeit bewahrte den Arzt davor, sich hier gänzlich zu vergessen. Nach Luft japsend und wild gestikulierend versuchte er, sein kräftiges Gegenüber davon abzuhalten, ihn zu erdrosseln. Der verkrüppelte Offizier schien alles andere als begeistert darüber zu sein, im Unwissen darüber gelassen zu werden, wo er sich hier befand und was mit ihm geschah. In Anbetracht seines jüngsten Verlusts war das keine allzu große Überraschung. Relaphus rang um die Kontrolle über seinen Körper und zwang sich zu einer krächzenden Antwort.

»Hrrrm … S-s-sss … ichhh … Luu...ffttt ...«, röchelte er in bester Manier eines Notleiders. Der eiserne Griff vom Major ließ ihm nicht allzu viel Handlungsspielraum, doch er konnte zumindest versuchen das Kontrollgerät der Analyse-Einheit neben der Patientenliege zu erreichen. Als er seine linke Hand nach dem technischen Wunderwerk ausstreckte, verengte sich sein Uniformkragen neuerlich, da der griesgrämige Einbeinige das Vorhaben offenbar falsch – oder vielleicht doch richtig – deutete. Als ihm wenige Millimeter Platz am Hals gemacht wurde, um seine Lungen neu füllen zu können, schickte er sich zu einer aussagekräftigen Antwort an. Dem Wunsch des Major, hier echte Entscheidungsträger herzurufen, konnte, wollte und durfte er nicht entsprechen.

»Sie … hrm … sind in einer imperialen Einrichtung, Major. Ich .. hrm … bin Doktor Relaphus … der hiesige Stationsarzt. Wo genau Sie sich befinden, darf ich aus Gründen der Sicherheit nicht erwähnen. Allerdings werden Sie .. hrm hrm … noch früh genug mit dem Moff sprechen können.«, fispelte der Mediziner. Militärische Ränge würde der Soldat hier unten höchstens bei den Wachen finden können. Die Anlage unterstand einer gänzlich anderen Struktur. Hier ging es um Politik, um weitreichende und bedeutende Forschung. Um richtungsweisende Entwicklungen für das Pentastar Alignment. Und überdies war der Major nicht mehr, als eine 90 Kilogramm schwere Testmasse. Ersetzbar und jederzeit entbehrlich.

»Re-Rebellen werden Si-Sie hier nicht finden. Zumi...zumindest keine lebendigen Rebellen. Major .. ich .. ich muss Ihre Vitalwerte überprüfen.«, krächzte er weiter. Auf eine Zustimmung konnte er kaum hoffen, dennoch klammerte sich der Arzt daran, hier etwas mehr Freiheiten genießen zu dürfen. Es konnte nur noch wenige Augenblicke dauern, bis jemand vom Personal hier routinemäßig durch die Transparistahlfenster schaute. Oder jemand von der Wachmannschaft. Die dämlichen Droiden waren zu stumpfsinnig, um eigenständig handeln zu können. Zumindest waren die hier eingesetzten Modelle nicht mit menschlicher Auseinandersetzung vertraut. Für den nächsten Patienten würde Doktor Relaphus – so er die Attacke des Major überlebte – sich einen Sicherheitsdroiden mitnehmen. Soviel entschied er, während er fast hilflos in der Umklammerung des entstellten Offiziers hing.


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27 Jul, 2014 18:25 42 [NPC] Pentastar Alignment ist offline Email an [NPC] Pentastar Alignment senden Beiträge von [NPC] Pentastar Alignment suchen Nehmen Sie [NPC] Pentastar Alignment in Ihre Freundesliste auf
Robert Muldoon
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Mit einer inneren Genugtuung verfolgte der aufgebrachte Major, wie sich der Mann in seinem Griff wand und jäh nach Luft schnappte. Dieser verweichlichter Quaksalber, sah aus als wollte er gleich anfangen zu heulen und sich in die Hosen zu pissen.
Dennoch lies ihm Muldoon augenscheinlich immer noch zu viel Freiheiten. Denn aus dem Augenwinkel heraus, bemerkte der versehrte Soldat, wie die Hand des Anderen zu den Kontrollen der medizinischen Gerätschaften wanderte. Unter erneuten aufflammen der Schmerzen, die seinen gesamten Körper durchzuckten, gelang es Robert jedoch, dem Weißkittel noch mehr den Atem abzuschnüren.

„Ich sagte Ihnen doch, sie sollen nichts Törichtes unternehmen!“
Grollte der bärbeißige Militär drohend und gönnte dem Arzt einen raschen Atemzug, als dieser sein unbedachtes Vorhaben sofort abbrach.
Somit schaffte es der Mediziner auch, endlich eine verständliche Antwort zu formulieren und sich dabei gleichzeitig vorzustellen, anstatt nur zu röcheln und zu winseln.

Allerdings war die einzig brauchbare Information, der Name des Arztes, insofern dieser überhaupt stimmte. Der Rest war unsinniges, inhaltsloses Geschwafel und das übliche BlaBla um Jemanden hinzuhalten. Als Relaphus versuchte auf die Überprüfung seiner Vitalwerte abzulenken, zog Muldoon abermals am Kragen des Doktors an.

„Meine Vitalwerte interessieren mich jetzt nicht. Denken sie wirklich, ich würde sie an diese Maschinen lassen, nur damit sie mir irgendeine Injektionen verpassen können ! Und sie sollten im Moment mehr um ihre Sicherheit besorgt sein, als um die dieser Einrichtung. Also zum letzten Mal, holen sie ihr Com hervor und rufen sie Jemanden hierher der Das bestätigen kann oder ich mache das selbst, nachdem ich ihnen den letzten Rest Luft abgelassen habe, Doktor Relaphus!!!“

Der schwer angeschlagene Stabsoffizier wusste, das er diesen Druck nicht mehr lange aufrecht erhalten konnte. Muldoon verfügte aufgrund seiner Verletzungen eh gerade nur über einen Bruchteil seiner körperlichen Kräfte und die Schmerzen wurden allmählich unerträglich. Es musste in den nächsten paar Minuten etwas geschehen. Entweder Robert entledigte sich ein für allemal dieses Kurpfuschers oder es kam jemand, dem er so eine absurde Story glauben und der ihm genauere Auskünfte geben konnte.
„Sie sagten etwas von einem Moff. Moff klingt gut für mich, ich glaube das ist genau die Person, mit der ich jetzt sprechen möchte!“


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29 Jul, 2014 21:24 13
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Doktor Relaphus war verzweifelt. Üblicherweise wurde er nicht von irgendwelchen Testobjekten drangsaliert. Hatte man diesen Major nicht ausreichend narkotisiert? Hatte jemand des Stationspersonals einen schrecklichen Fehler gemacht? Würde er, Doktor Relaphus, jetzt hier sterben, durch die Hand eines abgewrackten Soldaten? Das durfte nicht sein. Er war Teil von etwas Bedeutsamen. Er leistete kriegswichtigen Dienst! Ihm blieben noch viele Jahre wertvoller Arbeit. Sicherlich, zu Hochzeiten des Galaktischen Imperiums war jeder ersetzbar gewesen, doch das Pentastar Alignment konnte sich einen solchen Ressourcen-Raubbau an talentiertem Personal nicht leisten. Vor allem nicht hier auf der Forschungsstation.
Noch immer versuchte sich der Arzt aus der grausigen Umklammerung des verletzten Offiziers zu befreien, jedoch scheiterte sein Bestreben direkt. Zu fest war der Griff von Major Muldoon.

Doktor Relaphus bekam kaum mit, was ihm der Griesgram von einem Militär auf giftigste Weise entgegenschleuderte, doch weigerte er sich instinktiv, dem Drängen des Patienten nachzugeben. Hier auf der Station hatte er, der Doktor, das Sagen. Hier war er beinahe allmächtig. Zwar wurde ihm just in diesem Moment auf geradezu demütige Art und Weise vor Augen geführt, wie wenig ihm diese Allmacht nützte, doch wagte es Relaphus nicht, sich den Anweisungen des Moff zu widersetzen. Mochte ihn der Major im eisernen Griff haben, er hatte den Befehl bekommen, alle Testobjekte vorerst am Leben zu halten.

»M-Moff Yzun wird ... Sie empf...angen, sowie Sie wieder ... bei .. bei Kräften sind, Major. M-mehr kann ich Ihnen versprechen. Ihre Vitalwerte ...«, stammelte der Mediziner neuerlich. Der Versuch, die Versuchsperson milde zu stimmen, war sicherlich abermals zum Scheitern verurteilt, aber Relaphus konnte und durfte nicht aufgeben. Er hatte strikte Order, die er aufzuführen gedachte. Moff Yzun würde alles tun, aber sich nicht dazu herablassen, mit einem beliebigem, wertlosen Kriegskrüppel sprechen. Sämtliche Testreihen oblagen der Kontrolle von Doktor Geriman, der sich aktuell auf einer ganz anderen Ebene aufhielt. Dieser Major war nicht mehr als austauschbares Fleisch, nun zudem noch derart versehrt, dass er für den üblichen Einsatz im Feld absolut untauglich war. Eine derart bedeutende Persönlichkeit wie der Moff stand weit über den Belangen und Wünschen von entbehrlichem menschlichen Material.

Während sich der Mediziner damit abmühte, seine krächzenden Laute von sich zu geben, ließ er seinen Blick – das Sichtfeld war durch die muldoon'sche Behandlung mehr als eingeschränkt – schweifen. Nach wie vor arbeiteten die Droiden innerhalb der ihnen vorgegebenen Muster. Und auch vom Wachpersonal war niemand zu sehen. Weit und breit schien keine Hilfe verfügbar zu sein. Innerlich musste sich Relaphus, der promovierte und verdiente Humanmediziner des Pentastar Alignment, darauf vorbereiten sein Leben auszuhauchen. Er schalt sich selbst einen Narren für seine Arglosigkeit und sein fahriges Verhalten, konnte es dem Major aber nicht verübeln. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit war der Offizier Opfer eines Kriegstraumas und befand sich einer Zwischenwelt – gefangen zwischen Realität und diffuser Traumwahrnehmung.

Doktor Relaphus kannte diverse Fälle solcher Traumapatienten. Oftmals hatte es nichts mit der Schwere der Verletzung zu tun, sondern mit der psychischen Belastung des Krieges. Nicht jeder Mann – oder auch Frau – war geistig stark genug, um den Beanspruchungen kämpferischer Auseinandersetzungen widerstehen zu können. Offenbar war der Major jemand, der seine Belastungsgrenze erreicht hatte. Und möglicherweise schied er deshalb sogar als Testobjekt aus. Dies zu protokollieren war aktuell aber unmöglich … denn der eiserne Griff wollte einfach nicht enden. Während der Mediziner zwischen Verzweiflung, professioneller Neugier und wissenschaftlichem Forschungsdrang pendelte, wurde ihm langsam schwarz vor Augen ...


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02 Aug, 2014 14:36 16 [NPC] Pentastar Alignment ist offline Email an [NPC] Pentastar Alignment senden Beiträge von [NPC] Pentastar Alignment suchen Nehmen Sie [NPC] Pentastar Alignment in Ihre Freundesliste auf
Robert Muldoon
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Entweder war Relaphus ziemlich blöd oder einfach nur lebensmüde. Denn auf Muldoons erneute – einschüchternde Aufforderung, kam abermals bloß eine gestammelte Ausrede. Und noch dazu eine, mit der, der raubeinigen Stabsoffizier geradezu gerechnet hatte.

„Sie elender Trottel, für wie dumm halten sie mich eigentlich !?“
Polterte der Major gereizt los, während er den memmenhaften Doktor schüttelte und versuchte diesen mit der gesunden Hand auszuheben.
„Selbst wenn es hier tatsächlich irgendeinen Moff geben würde, hätte sich dieser wohl um wichtigere Angelegenheiten zu kümmern, als um einen verletzten Soldaten. Dafür gibt es rangniedere Offiziere und wenn sie wirklich zum Imperium gehören würden, dann würden sie sowas wissen und hätten schon längst den Offizier vom Dienst hier her beordert!“
Roberts zorniger Blick, wanderte angewidert an dem Mann auf und ab, bevor er ihm wieder ins Gesicht sah.
„Ich fürchte Heute ist nicht dein Tag mein Rebellenfreund und nun sag Gute Nacht.“

Mit diesen Worten und mit all seiner verbliebenen Kraft, schleuderte er den Mediziner mit dem Kopf gegen den Apparat, nach Welchem dieser zuvor versucht hatte zu greifen. Regungslos ging der Arzt zu Boden, ob tot oder nur bewusstlos wusste Muldoon noch nicht.
Die ganze nervige Aktion mit Relaphus hatte dem Major viel Energie gekostet, so das der breitschultrige Mensch erschöpft in sein Kissen sank.
Dennoch, trotz aller Schmerzen und der Verwundungen, musste er irgendwie einen Weg finden um hier heraus zu kommen. Es dauert sicherlich nicht lange, bis Jemanden die Abwesenheit des Doktors auffiel.

Abermals raffte sich Robert auf und schaute sich im Raum um, allerdings gab es auf dem erste Blick nichts, was ihm helfen konnte. Eventuell hatte Relaphus ja etwas in seinen Taschen!
Unter immensen Schmerzen und fest zusammengebissenen Zähnen, schaffte es Muldoon, den erschlafften Körper des Doktors auf seine Liege hoch zu zerren um diesen zu durchsuchen.
Eine kurze Überprüfung und der noch vorhandene Puls des Anderen, verriet dem Militär, das der augenscheinliche Rebell nur bewusstlos war. Wie lange die Bewusstlosigkeit anhielt, konnte er nicht sagen, so das Robert einen kurzen Moment versucht war, das Gesicht des Weißkittel in die Decke zu drücken, bis der aufhörte zu Atmen. Jedoch war er trotz allem immer noch Soldat und kein kaltblütiger Mörder.

Die anschließende Durchsuchung von Relaphus Uniform fiel hingegen enttäuschend aus und förderte nichts brauchbares zu Tage. Obgleich an dessen Gürtel ein Com steckte, nur Wen sollte er in einem Rebellenstützpunkt zu Hilfe rufen! Andererseits bekam Muldoon so vielleicht mit, wenn sie anfingen nach dem Stationsarzt zu suchen.
Dann erspähte er entlich etwas, womit er was unternehmen konnte. Im Schatten der Ecke, neben der Tür lehnte ein Paar metallisch-schimmernde Krücken an der Wand. Doch schien die Tür und somit auch die Krücken, in seiner derzeitigen Verfassung, unendlich weit entfernt zu sein.
Rasch rechnete sich Robert seine Chance aus, mit dem Ergebnis, das diese Krücken im Moment seine beste Alternative waren.

Einen Schrei unterdrückend, riss sich der zähe Major die gelegten Zugänge raus und rammte die Kanülen, dem nach wie vor besinnungslosen Doktor in den Arm. So das die medizinischen Gerätschaften, die seine Werte überwachten, schön weiterarbeiteten ohne Alarm zu schlagen.
Mühsam und einen wiederholten Schrei niederdrückend, gelang es Muldoon sich aus dem Krankenbett herab zu rollen und einen Moment später, schleppend voran zu kriechen.

Nach einer gefühlten Ewigkeit, war er an den beiden Droiden vorbei und zur Ecke bei der Tür gelangt, wo er schwer atmend und schweißnass liegen blieb. Es nützte nichts, er benötigte Zeit um sich zu erholen und er brauchte seinen linken Arm. Nur kurz die Augen schließen, dann sollte es ihm besser gehen........

Unter der enormen, körperlichen Belastung und Anstrengung, brach der schwer angeschlagene imperiale Landser schlussendlich doch zusammen und verlor ebenso das Bewusstsein wie zuvor Relaphus.


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03 Aug, 2014 11:45 31
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Ehe Doktor Relaphus vom Major auf übelste Art und Weise um seine Besinnung gebracht wurde, hielt der Offizier noch einen kurzen Vortrag und legte die Fehler des Mediziners offen. Kurz darauf krachte Relaphus' Schädel gegen die Armaturen des Vitalmonitors und es wurde dunkel.

Als der Doktor wieder zu sich kam, hatte er das Gefühl, als würde ein imperialer Kampfläufer in einem Kopf einen Sacorrianischer Jig aufführen. Alles pochte, schmerzte und klopfte. Darüber hinaus fühlte sich sein linker Arm an, als habe man ihn mit Messern durchbohrt. Vorsichtig betastete der Arzt seinen Schädel, fühlte den dicken Verband und erkannte den unverkennbaren Geruch von Bacta-Pflastern. Als er seine Umgebung konkreter wahrnahm, realisierte er, dass er sich selbst auf einer Patientenliege befand. Allerdings hatte man ihn nicht festgebunden, wie die meisten der hier untergebrachten Testobjekte. Mit einem Husten schob er seine Beine – die er halbwegs unter Kontrolle hatte – über den Bettenrand und setzte sich auf. Die Welt drehte sich direkt und Relaphus musste kurz mit sich ringen, um zu verhindern, sein Mittagsmahl auszuspucken. Schwindel und Übelkeit manifestierten sich in Windeseile.

Kurz musste der Mediziner befürchten, neuerlich das Bewusstsein zu verlieren, als jemand vom Stationspersonal herbeieilte und ihn stützte. Mehrfach atmete der Doktor mit geschlossenen Augen durch, ehe er sich zwang, eine vertikalere Position einzunehmen.

»Was ist passiert?«, wollte der Arzt wissen, erinnerte er sich doch nur noch bruchstückhaft an den Vorfall mit Major Muldoon. Dafür hatte er eine sehr genaue Vorstellung davon, wie sein Schädel anhand des Pochens aussehen durfte.

»Der Major hat Sie offenbar niedergeschlagen und versuchte dann zu fliehen, hat seine Besinnung aber verloren, als er über den Boden kroch. Dort hat eine Stationsschwester ihn gefunden. Wir haben ihn nun narkotisiert und fixiert. Er kann nun nirgends mehr hin.«, antwortete die junge Brünette im knappen Stationsdress. Der schwer angeschlagene Mediziner nickte schwach, als sich einige Bilder vor seinem geistigen Auge abspielten. Die würgende Hand des Major, dessen verbissener Gesichtsausdruck und die kalten, emotionslosen Augen. Es schauderte ihn.

»Wir müssen ihn umgehend für die neuen Versuchsreihen vorbereiten. Doktor Geriman wird einen Zwischenbericht verlangen.«, erklärte Doktor Relaphus in leicht aufkommender Panik. Er hatte einen strikten Zeitplan und noch striktere Vorgaben, was die Erfüllung seiner Ziele und Auflagen betraf. Zudem war Doktor Geriman nicht gerade für seine zurückhaltende oder geduldige Art bekannt, musste er doch nur Moff Ars Yzun persönlich Bericht erstatten und Rechenschaft ablegen.

»Doktor Geriman hat sich bereits gemeldet. Er hat den Major als Versuchsobjekt abgelehnt und uns aufgetragen, seine körperliche Genesung zu realisieren. Er ist für einen Beinersatz und anschließenden Aufenthalt im Bacta-Tank vorgesehen, Doktor.«, informierte die Bedienstete. Dieser Hinweis änderte alles. Zumindest alles in Bezug auf den verkrüppelten Major. Mit einiger Mühe hielt er sich aufrecht und ließ sich zum nächstbesten Terminal führen, der ihm die Aussagen der Stationsschwester bestätigen sollte.

Geraume Zeit später, Doktor Relaphus war wieder halbwegs bei Kräften, überwachte der Arzt die Arbeit des DD-13 Assistenz-Droiden, welcher dem Major eine mit Synthfleisch und künstlicher Haut versehene cybernetische Prothese anbrachte. Die Überwachung beanspruchte den Doktor fast ähnlich stark, wie eine Operation durch eigene Hand, allerdings konnte der Droiden wesentlich präziser zu Werke gehen. Den stundenlangen chirurgischen Eingriff schloß eine Verlegung des Patienten in den Bacta-Tank-Bereich der Krankenstation mit ein. Während des Transports dorthin fragte sich der Mediziner, welcher Umstand dafür gesorgt hatte, dass der Major nun nicht als simples Versuchsobjekt fungieren sollte. Ob es dafür überhaupt eine Antwort gab? Oder hatten einige neue Erkenntnisse eine Wendung der Geschehnisse herbeigeführt?

Doktor Relaphus beschloß, weniger über Variablen oder Unkonstanten nachzugrübeln und einfach seiner Tätigkeit nachzugehen. Muldoon stand ein Bacta-Bad und eine harte Zeit der Rekonvaleszenz bevor.


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03 Aug, 2014 20:28 42 [NPC] Pentastar Alignment ist offline Email an [NPC] Pentastar Alignment senden Beiträge von [NPC] Pentastar Alignment suchen Nehmen Sie [NPC] Pentastar Alignment in Ihre Freundesliste auf
Robert Muldoon
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~Fest-System / Fest / Imperiale Forschungseinrichtung / Krankenstation / Behandlungsraum BT 006 / Robert Muldoon und Doktor Relaphus~


Der Bunker in dem er sich befand war dunkel und kühl, so das der Major mit den breiten Kreuz, seinen Atmen vor sich sehen konnte. Die grauen Betonwände der Anlange waren verwittert, Risse zogen sich überall hindurch und schwarze Blasternarben zeugten von heftigen Kämpfen, die hier stattgefunden haben mussten. Doch im Moment war es vollkommen still und außer ihm, war niemand anderes da.
Langsam ging Muldoon weiter voran, folgte den Markierungen zum Ausgang. Bis er kurz vor der schweren Durastahltür, auf ein Leichnam in der Uniform eines imperialen Soldaten stieß. Vorsichtig drehte Robert die sterblichen Überreste auf den Rücken und blickte in das halb verweste Gesicht des Mannes, der ihm bekannt vor kam.
Mit einem letzten, verwirrten Blick, nahm Muldoon den Blaster, aus den verkrampften Händen des Toten und lief an die Tür.
Der elektrische Schließmechanismus musste schon vor Ewigkeiten den Geist aufgegeben haben, so wie alles übrige in dem Bunker. Die verrostet Verriegelungen, zum manuellen Öffnen, liesen sich nur mit aller Kraft bewegen und gaben erst nach minutenlangen Kampf den Widerstand auf. Mühsam lies sich die gepanzerte Tür, zentimeterweise aufziehen und lies Stück für Stück, grelles Sonnenlicht in den Unterstand.

Schützend hielt der Offizier die Hand vor die Augen und trat hinaus ins Freie. Es dauerte einige Sekunden lang, bis er sich an das helle Licht gewöhnt hatte und Muldoon etwas sehen konnte. Er stand auf einer Anhöhe, unter ihm sah er eine weitläufige und verdorrten Ebene. Bombentrichter verteilten sich in der kargen Landschaft und überall um ihn herum, lagen massenhaft Leichen: Soldaten, Zivilisten, Menschen, Nichtmenschen, Imperiale und Rebellen gleichermaßen – in was für einer Hölle war er hier nur gelandet ?!
Achtsam schritt der furchtlose Major voran, den Hügel, zu den unzähligen Kadavern hinunter. Beim Näherkommen, musste Robert mit erschrecken feststellen, das es sich im jene Tote handelte die ihn seit Jahren in seinen Träumen heimsuchten, Nacht für Nacht.
Er sah in die leeren Augen gefallener Kameraden und getöteter Feinde. Die angsterfüllten Gesichter von Zivilisten, an deren Erschießungen Muldoon zu oft teilgenommen hatte.

Plötzlich fingen die leblosen Leiber an sich zu bewegen, griffen mit ihren kalten Fingern nach seinen Stiefeln und kamen wankend auf die Beine. Geifernd und zähnefletschend trieb die, vor Hunger getriebene, taumelnde Meute auf ihn zu. Ohne zu zögern, riss Muldoon den Blaster hoch und schleuderte den Toten die erste Blastersalve entgegen. Immer wieder betätigte der Soldat den Abzug und brachte mehrere dieser Monster zu Fall, aber er konnte sie nicht stoppen. Kurz nachdem er sie niedergestreckt hatte, standen diese lebenden Toten wieder auf und setzten ihren Weg unbeirrt fort.
Alsbald war seine Munition aufgebraucht und die Waffe gab nur noch ein leises Klicken von sich. Da grapschten auch schon die ersten Hände nach ihm und zerrten gierig an seiner Uniform. Wie von Sinnen, schlug der Militär mit dem Kolben auf seine Gegner ein, bis er letztlich übermannt und umgeworfen wurde. Wie wilde Bestien, fiel die Horde über ihn her und begrub Muldoon unter sich. Ein letztes Mal schloss der raubeinige Landser seine Augen und ergab sich seinem Schicksal.

Irritiert wachte Robert auf und fand sich diesmal in einem großen zylinderförmigen Behälter wieder. Der Tank war mit einer zähen, gelatineartigen und durchsichtigen Flüssigkeit befüllt: Bacta.
Behutsam machte Muldoon schwimmende Bewegungen und versuchte etwas außerhalb des Becken zu erkennen. Direkt neben seinem Tank arbeitete ein medizinischer Droide der MD-6 Reihe, der an den angeschlossenen Computern seinen Gesundheitszustand überwachte. Bei der Blechbirne saß ein Mann in der weißen Forschungsuniform des Imperiums, den der Major erst nach einigem Nachdenken als Doktor Relaphus identifizieren konnte.
Jetzt fiel Muldoon auch wieder der Vorfall mit dem Doktor ein und das er an der Tür zu seinem Patientenzimmer zusammengebrochen war.
Als Robert daraufhin an sich herab schaute, war dort kein Stumpf mehr, sondern wieder ein intaktes, linkes Bein und auch seine übrigen Verletzungen, schienen ob der Bacta-Behandlung fast zur Gänze genesen.
Wie alle Patienten, trug auch er eine Atemmaske, die zum Zweck der Kommunikation mit Mikrofon und Ohrstöpseln ausgestattet war.
„Wie ich sehe, haben sie unsere kleine Diskussion überlebt Doktor. Dann können sie mir jetzt vielleicht doch noch meine Fragen beantworten?!“


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07 Aug, 2014 22:42 16
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Mittlerweile wieder halbwegs zurechnungsfähig, war Doktor Relaphus nach einer mehrstündigen Ruhepause nach dem Operation an dem gewaltbereiten Versuchsobjekt wieder im Dienst. Derweil der Major friedlich in einem Bacta-Tank schlummerte, kam der Stationsarzt in die Verlegenheit, sich die Personalakte des Offiziers zu Gemüte zu führen. Dessen bisheriger Werdegang gab wenig Aufschluss darüber, warum man sich gegen diverse Testreihen und für einen cybernetischen Beinersatz entschieden hatte. Zwar schien der Major das zu sein, was man gemeinhin als „harten Hund“ bezeichnete, aber das traf auf viele ältere Offiziere oder Soldaten zu. Es war im Grunde eine grundlegende Eigenschaft, um ein älterer Offizier oder Soldat werden zu können.

Doktor Relaphus wollte nicht dahinterkommen, was dieser bärbeissige, gewalttätige Kerl an sich hatte, das ihn interessant für den Moff oder den Versuchsleiter machte. Irgendwas musste in diesem Psychopathen gesehen werden. Da die Akte neben zahlreichen Schlachturkunden und Einsatzberichten nichts von Wert für den Mediziner besaß, schloss er die digitale Einsicht und machte sich zu einer neuerlichen Betrachtung seines Patienten auf. Der Major hing unbekleidet – abgesehen von einem Bekleidungsstück über den Geschlechtsorganen – in der gallertartigen Flüssigkeit namens Bacta. Fast wirkte er schwerelos, während die Lautsprecher seine Atemgeräusche übertrugen – verfügte die Atemmaske doch über entsprechende Kommunikationsmöglichkeiten. Äusserlich schien der Patient mehr und mehr unversehrt, besaß die Beinprothese doch synthetische Haut und ebensolches Fleisch. Auch die zahlreichen anderen Verletzungen verheilten laut der Vitalmonitore zusehends. Der Doktor war optimistisch, was die körperliche Gesundheit des Majors anbelangte. Die psychischen Schäden waren eine ganz andere Geschichte.

Vom mechanischen Gezische der hier arbeitenden Droiden abgelenkt, realisierte Relaphus nicht, dass der Major zu sich kam und so schreckte er lautstark zusammen, als eine Frage erklang. Wieder stellte der Stationsarzt mit Schrecken fest, dass sein Herzschlag sich drastisch erhöhte und er neuerlich um die Kontrolle seiner Blasenfunktionen rang. Es dauerte geraume Zeit, ehe er sich soweit gesammelt hatte, dass er dem Offizier die nötigen Antworten liefern konnte. Jetzt, ohne würgende Finger um seinen Hals, fühlte er sich wesentlich sicherer.

»Ah, Major … schön Sie wohlauf zu sehen.«, begann er mit einer typischen Medizinerfloskel. „Das Eis brechen“ nannte man das im Fachjargon. Es war ein probates Mittel, um eine angenehme Gesprächsatmosphäre zu erzeugen. Für die meisten Unterhaltungen unabdingbar.

»Nun, da Sie offenbar von eminenter Bedeutung sind, ist es wohl nur Ihr gutes Recht, zu erfahren, wo genau Sie hier sind. Wir befinden uns auf Fest, Major. Einer arktischen Welt am Rande des Alignment-Territoriums. Auf Anweisung von Grand Moff Kaine wurde hier eine alte militärische Forschungseinrichtung reaktiviert. Und da wir über ein sehr modernes, leistungsstarkes Lazarett verfügen, wurden Sie rasch verlegt. Nach .. nach … diesem Anschlag auf Agamar.«, erklärte Relaphus weiterhin. Mit allen sensiblen Punkten der Geschichte wollte der den jähzornigen Major nicht direkt konfrontieren. Es durfte niemandem gefallen, eigentlich als Versuchsobjekt geplant gewesen zu sein. Die Ehre dieser Wahrheit stand jemand anderem zu.

»Man hat Sie wieder instand gesetzt, Major. Sie haben einen künstlichen Unterschenkel erhalten. Modernste kybernetischer Ersatz. Sämtliche neuronalen Befehlsleiter funktionieren einwandfrei. Wir gehen davon aus, dass Ihr Körper das Ersatzteil nicht mehr abstoßen wird.«, fachsimpelte der Arzt weiter und machte keinen Hehl daraus, die Prothese so zu betonen, dass eine Wertigkeit mitschwang. Sollte sich der Major mit seinen eigenen Dämonen plagen und sich vor Augen führen, dass er nun weniger Mensch war, als noch einige Tage zuvor.

»Wenn der Genesungsprozeß weiterhin so rapide von statten geht, sollten Sie in der Lage sein, in den kommenden Tagen wieder auf dem eigenen Bein stehen zu können. Übrigens hat Moff Yzun sich schon nach Ihrem Wohlbefinden erkundigt. Er ist der hiesige Kommandant.«, ergänzte der Mediziner.


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10 Aug, 2014 19:21 29 [NPC] Pentastar Alignment ist offline Email an [NPC] Pentastar Alignment senden Beiträge von [NPC] Pentastar Alignment suchen Nehmen Sie [NPC] Pentastar Alignment in Ihre Freundesliste auf
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Wenn ihn die Atemmaske nicht dran gehindert hätte, dann hätte Muldoon beinahe laut aufgelacht, als der weinerliche Doktor bei seiner unerwarteten Frage, einen erschrocken Ausruf von sich gab und ängstliche zusammen zuckte.

Der 46-Jährige mochte Relaphus bei ihrem ersten Zusammentreffen zwar nicht getötet haben, aber er hatte ganz offensichtlich einen bleibenden Eindruck bei dem Mann hinterlassen.
Was würde dieses Weichei in Weiß nur machen, wenn er als Feldarzt mitten auf dem Schlachtfeld gelandet wäre, statt in irgend einem ruhigen Lazarett?

Es dauerte eine Weile, bis der Mediziner sich gefasst und seine Stimme wieder gefunden hatte. Die einleitende Phrase ignorierte Robert einfach und schwamm ruhig in seinem Bacta – Tank vor und zurück. Danach allerdings fing der Arzt entlich an, das Wesentliche zu erzählen und nach allem was bis jetzt passiert war und dem was Relaphus gerade erläuterte, schien Muldoon sich tatsächlich in einer Einrichtung des Alignments zu befinden.

Der Name des Planeten sagte dem Major zwar im ersten Moment nichts, obgleich er sich dunkel daran erinnerte, Fest in irgendeinem Zusammenhang schon mal gehört zu haben und sei es nur bei der Grenzsicherung des Reiches.
Moff Yzun hingegen, kam dem langjährigen Soldat garnicht bekannt vor, was bei den Strukturen der Pentastar-Koalition, respektive des untergegangenen Imperiums aber auch kein Wunder war. Schon zu der Zeit von Palpatines Herrschaft, dienten viele hochrangige Militärs im Verborgen und traten fast nie an die Öffentlichkeit. Diese Gegebenheiten hatten sich unter Großmoff Ardus Kaine sicherlich nicht geändert, damit konnte Robert weiterhin leben.

Noch interessanter als der Planet auf dem er sich gerade befand oder wer hier das Sagen hatte, war freilich sein Gesundheitszustand. Scheinbar hatte man sich große Mühe gegeben, seine Verletzungen zu behandeln und ihn wieder zusammenzuflicken.
Bei der Erwähnung der kybernetischen Prothese, schaute Muldoon erneut an sich herab und bewegte bewusst den linken Unterschenkel. Wie versprochen reagierte der Beinersatz prompt auf seine neuronalen Befehle, wenn auch etwas träge, was allerdings ausschließlich an dem dickflüssigen Bacta lag. Auch sonst sah die Prothese aus wie sein altes Bein, fühlte sich dennoch fremd an.

Ein Umstand, der auch dem Stabsoffizier bekannt war. Viele seiner Landser hatten nach schweren Verwundungen solche Ersatzteile bekommen und darüber gesprochen das es einige Zeit dauerte, bis man das Empfinden dafür verlor, einen Fremdkörper an sich zu haben. Bei einigen Wenigen, verging dieses Gefühl jedoch nie.

„Gut Doktor, ich bin bereit ihnen Glauben zu schenken.“
Begann Muldoon zögerlich und fasste Relaphus dabei fest ins Auge.

„Was ist mit meinen Männern? Wie viele Verluste hat es bei dem Anschlag gegeben und befinden sich weitere Verletzte aus meiner Einheit hier auf Fest?“
Diese Frage war für den Mann mit den breiten Schultern, bald noch wichtiger als die vorangegange. Schließlich war er Truppenkommandeur mit Leib und Seele, er hatte eine Verantwortung gegenüber den Männern und Frauen die unter seinem Kommando standen. Das Wohl seiner Untergebenen stand für Muldoon schon immer an erster Stelle, noch weit vor seinem eigenen Befinden.
Er musste wissen wie viele Kameraden dieser hinterhältige Anschlag das Leben gekostet hatte und wie das passieren konnte. Obwohl Robert stark bezweifelte, das ein simpler Kittelträger ihn dabei eine große Hilfe war.


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11 Aug, 2014 13:58 09
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Der Patient – neuerdings kein Versuchsobjekt mehr – reagierte erschreckend gut auf die Nachricht seiner Verstümmelung und verfiel ansatzlos in Fragerei. Das war üblich bei Leuten, die durch einen Unfall längere Zeit von Informationen abgeschnitten worden waren. Und diesem Offizier lag offenbar etwas daran, sich über den Zustand seiner Untergebenen zu informieren. Doktor Relaphus konnte das relativ egal sein, hatte er doch strikte Anweisungen seiner direkten Vorgesetzten bekommen. Er sollte sich um das Wohlergehen des Major kümmern und dessen vollständige Genesung sicherstellen. Als leitender Stationsarzt und so ziemlich einziger Humanmediziner hier auf der Forschungsstation von entsprechender Reputation, war dies nach aktuellem Krankheitsbild alles andere als unmöglich. Sicherlich hatte der Offizier einen schweren Schock erlitten und würde in den kommenden Tagen und Wochen einige schreckliche Nächte durchmachen müssen, doch sein genereller Zustand ließ sich durchaus als positiv bezeichnen. Dennoch würde es noch geraume Zeit dauern, bis der Major wieder in alter Form wäre.

Die Fragen von Muldoon etwas im Raum stehen lassend, blickte der Arzt von den Medi-Droiden zum Bacta-Tank und wieder zurück. Dort in dem gläsernen Zylinder konnte ihm der gewaltbereite Offizier nichts zu tun. Anders mochte es aussehen, wenn der Patient zur Ruhephase wieder auf seine Krankenliege befördert worden war. Bevor es so weit kam, mussten entsprechende Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden.

»Die genauen Zahlen der Verluste Ihrer Einheit habe ich nicht, Major. Ich hörte allerdings, dass es viele Tote gab. Auch hier vor Ort sind noch einige Soldaten ihren Verletzungen erlegen.«, antwortete der Mediziner und log dabei nur teilweise. Natürlich hatte die Explosion auf Agamar viele Tote gefordert. Und ein Gros der Schwerverletzen war – zusammen mit einigen Leichtverletzten – nach Fest gebracht worden. Aber nicht alle der Verstorbenen waren Opfer ihrer Verletzungen geworden. Manch einer wurde bewusst auf den Operationstischen der Forschungsabteilung einem entsprechenden Ende zugeführt. Andere hatten Tests über sich ergehen lassen müssen, ehe man sie erlöst hatte. Sie alle waren austauschbar und ersetzlich, vor allem für einen Wahnsinnigen wie Doktor Geriman. Der verrückte, wie geniale Wissenschaftler brauchte soviele Daten, Informationen und Erkenntnisse wie möglich. Ganz gleich welchen Ursprungs oder welche ethische Grenze es dabei zu sprengen galt. Er rechtfertigte mit seinen Forschungen alles. Und bisher versagte ihm das Pentastar Alignment, verkörpert durch den hiesigen Moff, keinen seiner Wünsche.

»Wir haben noch ein halbes Dutzend Patienten von Agamar mit stabilen Vitalwerten auf der Krankenstation, Major. Sowie Sie sich besser fühlen, können Sie ihnen gern einen Besuch abstatten.«, erklärte der Kittelträger. Das entsprach vollends der Wahrheit, auch wenn er nicht sagen konnte, wann Doktor Geriman Bedarf an neuen Versuchsobjekten hatte. Das durfte man nie ausschließen. Als er jedoch von den Vitalwerten der anderen Patienten sprach, fiel ihm direkt wieder ein, welchem Beruf er hier auf Fest nachging.

»Droide, wieviel Zeit muss der Major noch im Bacta-Tank verbringen?«, wollte der Doktor wissen. Sofort fuhr einer der Medi-Droiden herum, ruderte zur Untermalung seiner Aussage mit den zahlreichen, mehrfach gegliederten Armen und surrte eine Antwort.

[»Zur vollständigen Regeneration aller Schnittverletzungen und Auswirkungen detonationsbedingter Verletzungen bedarf es noch 5,32 Standardstunden Aufenthalt für Patient Besh-71-A im Bacta-Tank. Bei frühzeitiger Entnahme des Patienten kann dies zur Bildung von Narbengewebe oder nachrangigen Folgen der Heilung führen, Doktor.«], kläffte der Medi-Droide metallisch.

Der Mediziner nickte zustimmend und wand sich langsam in Richtung des Major, in der Hoffnung, der Offizier habe verstanden und begriffen.

»Haben Sie gehört, Major? Noch einen Viertel-Tag im Tank und die meisten Verletzungen sind so gut wie vergessen. Anschließend ein wenig Ruhe und dann starten wir das Reha-Programm für Ihr Bein. Bei Ihrer Konstitution sollten wir rasch Fortschritte machen können!«, informierte der Humanmediziner. Das waren durchweg gute Nachrichten. Für den Patienten, wie auch für den Arzt. In sechs Stunden konnte er eine Menge Sicherheitsvorkehrungen treffen, inklusive menschlicher Wachleute. Noch einmal würde er sich nicht so grob behandeln lassen.


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15 Aug, 2014 19:15 23 [NPC] Pentastar Alignment ist offline Email an [NPC] Pentastar Alignment senden Beiträge von [NPC] Pentastar Alignment suchen Nehmen Sie [NPC] Pentastar Alignment in Ihre Freundesliste auf
Robert Muldoon
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Die angekündigten 5,32 Standardstunden, welche Muldoon noch im Bacta-Tank verbleiben musst, verbrachte der Major mit dem Versuch sich daran zu erinnern, was er auf Agamar verpasst hatte. Doch so sehr Robert es auch probierte, außer zusammenhanglosen Puzzle-Teilen kam nichts brauchbares dabei heraus.
Immer wieder tauchte nur das jugendliche Gesicht des Captain Lynds, mit seiner Betonfrisur, vor seinem geistigen Augen auf. Ab dann wurde es Schwarz um den Stabsoffizier und alles Weitere war weg.

Ob es Emmen, der noch so grün hinter den Ohren und voller leichtsinnigen Eifer gewesen war, überlebt hatte? Oder war der gutgläubige Anaxi ebenfalls diesem Anschlag zum Opfer gefallen, an dem mit großer Wahrscheinlichkeit dieses Bauernpack mitgewirkt hatte, mit denen sich Lynd kurz zuvor noch so vergnügt unterhalten hatte. Der angebliche Viehmarkt, der rein zufällig an diesem Tag und ausgerechnet auf dieser einen Lichtung stattfand und der die Imperialen so lange aufhielt, um ein gezieltes Attentat auf den Konvoi zu verüben – ERST nachdem die Farmer mit ihren dreckigen Tieren abgezogen waren.

Warum hatte sich Muldoon auch nur so lange von dem rangniederen Captain hinhalten lassen und auf ihn gehört?! Der sonst so rigorose Major hätte gut daran getan, die Lichtung gleich mit dem Juggernaugt zu räumen. Der respekteinlösende Anblick des rollenden Felsen, hätte die elenden Viehtreiber schon dazu gebracht Platz zu machen und das weitaus schneller aus Emmens intimes Kaffeekränzchen! Einen Fehler, den Robert und viele seiner Kameraden teuer bezahlt hatten. Sollte man ihm je wieder ein aktives Frontkommando übertragen, würde so etwas gewiss nicht noch einmal passieren!

Auf die Minute genau, nachdem die 5,32 Standardstunden vergangen waren, gab der Medi-Droide Muldoon das Zeichen zum verlassen des Tanks. Mit zwei schnellen Zügen war der Militär am oberen Rand des Behälters angelangt und stemmte sich selbstständig raus. Leicht wackelig und zitternd kam Robert auf die Beine und griff zu dem Handtuch, was auf der Plattform außerhalb des Tanks für ihn bereit lag. Es dauerte eine Weile, bis er das dicke – gelatineartige Bacta vom Körper abgetrocknet hatte und er zu Doktor Relaphus runter steigen konnte.

[»Auf dem Stuhl liegt passende Kleidung und Gehhilfen bereit.«]
Warf der Droide mit scheppernder Stimme ein und deute mit zwei seiner Arme auf besagtes Sitzmöbel. Immer noch leicht unsicher auf den Füssen, lief der Soldat zu dem Stuhl und zog sich die schlichte, weiße Patientenkleidung und Schuhe über.

„Die Prothese wird keine negative Auswirkung auf meine Einsatzfähigkeit haben!“
Grollte Muldoon mehr feststellend als fragend, während er seines neues Körperteil testete. Wie schon zuvor im Behandlungstank, reagierte die Prothese sofort auf alle seine Bewegungen, genauso gut wie sein rechtes Bein. Das musste er den Ärzten hier lassen, sie hatten perfekte Arbeit geleistet. Das Synthfleisch und die künstlicher Haut unterschieden sich nicht im geringsten von echten menschlichen Gewebe. Sie waren in Struktur, Aussehen und Pigmentierung genau auf Robert angepasst, niemand würde je einen Unterschied bemerken. Wenn das künstliche Bein, das hielt was es versprach.

„So Doktor, ich fühle mich gut genug um meinen verbliebenen Männern einen Besuch abzustatten. Wenn sie mich zu ihnen bringen würden.“
Nur widerwillig stimmte Relaphus in der Garnison der Bitte zu, aber er wollte sich wohl nicht noch einmal auf eine Diskussion mit dem übellaunigen Offizier einlassen. Es verwunderte Muldoon allerdings nicht, das sie auf dem Gang von zwei bewaffneten Wachen erwartet wurden, die ihnen auf Schritt und Tritt folgten. Der Arzt schien schnell dazu zu lernen.

„Ich kenne bewaffnete Wachen nur aus Gefängnis- oder aus dem Kriegsgefangenenlazarett, ich wusste noch garnicht, das wir die jetzt schon in unseren eigenen medizinischen Einrichtungen brauchen.“
Spottete der 46-Jährige in Richtung des Doktors und folgte dann Diesem.
Der Kittelträger führte Muldoon den Gang entlang zu einem Sechsbettzimmer, in dem die Verwundeten aus seiner Einheit lagen. Auf einer Krücke gestützt betrat Robert, begleitet von Relaphus und den beiden Wachen den Raum.

Keiner der verletzten Soldaten schien bei Bewusstsein zu sein, denn sie alle hatte es schwer erwischt. Brandwunden und Knochenbrüche waren hier noch das kleinste Übel. Der Armeeoffizier stand gerade am vordersten Bett, als sich neben dran etwas regte.

„Major sind sie das ?“
Fragte eine schwache Stimme, die zu einem Jungen von vielleicht 18 oder 20 Jahren gehörte. Schon an der Kontur, die sich unter den Decke abzeichnete, konnte Muldoon erkennen das diesem Kind beide Beine fehlten.

„Na Junge.“ Begann Robert und setzte sich auf den Rand des Bettes zu dem Landser.
„Ich bin Hastings, Private Bud Hastings. 1Ste Kompanie Sir, ich weiß sie kennen mich nicht...“

„Natürlich kenne ich Bud Hastings! Hast dich gut gehalten mein Junge,aber jetzt musst du dich ausruhen.“
Log der Major den Private an, denn natürlich kannte er den Soldaten nicht wirklich. Dazu war Muldoon einfach zu kurz auf Agamar gewesen und hatte als stellvertretender Kommandant der Garnison zu viel andere Dinge um die Ohren gehabt, als das er jeden einzelnen Soldaten kennen konnte. Das konnte er dem Verwundeten jedoch unmöglich sagen.

„Sir ich spüre meine Beine nicht mehr, wenn ich da entlang fahre ist nichts.“
Mit diesen Worten zog Hastings seine Arme unter der Bettdecke hervor um seine Beine zu befühlen. Doch wo sich die Unterarme des Private befinden sollten, waren nur zwei verbundene Stümpfe. Der Trooper hatte alle vier Gliedmaßen verloren! Ein vernichtender Blick Muldoons, traf daraufhin Doktor Relaphus, der sich schon wohl wissend hinter seinen Wachen verkrochen hatte.
Seine Wut galt nicht nur dem Quacksalber vor sich, sondern auch den feigen Söldnern der Rebellen, die maßgeblich für diese Tat verantwortlich waren. Davon erzählten die Propagandamitteilungen der Neuen Republik nie etwas. Da war nie die Rede von solch hinterhältigen Anschlägen, die mit einer sauberen Kriegsführung, wie sie die Führung der NR gerne vorgab, nichts zu tun hatte. Ein fairer Kampf sah anders aus, aber das war schon von jeher, die Art der Rebellion.

„Ich habe Angst Major, ich.....“
Unvermittelt bäumte sich der Oberkörper des verstümmelten Mannes auf, mit weit aufgerissenen Augen starrte Hastings ins Leere, erschlaffte abrupt und fiel stumm zurück auf die Matratze. Das monotone Piepen was darauf folgte, bestätigte nur das, was Robert schon wusste – der Private war tot.

Schwer atmend erhob sich der Major und zog dem Toten die Decke über den Kopf. Seine kräftigen Hände ballten zu sich Fäusten und drückten den Stoff zusammen.
„Warum hat sich der Junge nicht schon längst in einem Bacta-Tank befunden sie Stümper, warum hat man einem alten Mann wie mir zu erst geholfen?! War es das wert!“

Zornig stieß der raue Krieger die Krücke beiseite und machte einen schnellen Schritt, der jetzt alles andere als wacklig war, auf den Arzt zu. Schützend stellten sich die Wachen daraufhin rasch vor Relaphus, der gleichsam ein Stück zurück wich.
„Na erschießt mich doch ihr zwei Helden, dann habe ich es endlich hinter mir! Wie oft habe ich davon geträumt, das mich ein Volltreffer erwischt und zerfetzt. Aber wisst ihr was dann ist? Ich setzte mich jedes mal Stück für Stücke wieder zusammen und wenn ich später aufwache, befinde ich mich noch immer in der selben Scheiße wie zuvor. Wann habt ihr Beide dem Feind eigentlich das Letzte mal gegenüber gestanden und in die hässliche Alienfratze gespuckt?“

Eine Antwort blieben die Wachen dem verärgerten Major schuldig, stattdessen sahen sie sich gegenseitig verunsichert an und blickten dann ratsuchend zu Relaphus.
„Und sie Doktor, waren sie jemals auf einem Schlachtfeld und haben hautnah miterlebt, wie es da Draußen zugeht? Wenn sich der Nebel des Kampfes gelegt hat und sie anfangen die Einzelteile ihrer Kameraden zusammen zu suchen und hoffen, das dass Stück Fleisch auf ihrem Stiefel dem Feind gehört. Sie kennen doch nur ihre sterilen Behandlungsräume und OP`s. Sie wissen sicher nicht mal wie ein Feldlazarett von Innen aussieht. Aber eines sage ich ihnen, stirbt auch nur noch einer dieser Männer hier, mache ich sie persönlich dafür verantwortlich und dann können sie auch diese zwei Clowns nicht mehr vor mir beschützen DOKTOR!“


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16 Aug, 2014 23:14 04
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Der Doktor nutzte die Zeit, in der Major Muldoon sein Bacta-Bad nahm, um bei den Verantwortlichen der Einrichtungssicherheit eine persönliche Eskorte zu erbitten. Die hiesigen Sicherheitskräfte machten optisch den Eindruck wenig eindrucksvoller Wachleute, waren aber meist ausgediente Soldaten der Imperialen Armee, zum Teil sogar einstmals Schwerverletzte, deren Genesung und Wiedereingliederung kompliziert verlaufen waren. Auf der Krankenstation wurde darauf verzichtet, Soldaten des Sturmtruppenkorps einzusetzen, um etwaigen Verheerten nicht zusätzlichen emotionalen Stress aufzuladen.
Der Humanmediziner bekam zwei Wachleute aus Fleisch und Blut überstellt, die ihn für die Zeit der Behandlung des Majors beschützen sollten. Als Doktor Relaphus wieder auf die Station zurückkehrte, war der Offizier gerade dabei, den Bacta-Tank zu verlassen. Einige Zeit später kleidete sich der bullig gebaute Mann an und verlor keine Zeit. Es überraschte den Doktor etwas, dass Muldoon sich postwendend nach seinen Männern erkundigte und selbige besuchen wollte. Derartiges Mitgefühl hielt der Arzt für übertrieben. Andererseits hatten ihn die Jahre der Forschung auch abgstumpfen lassen. Nicht so sehr wie den Wahnsinnigen im Laborkittel, Doktor Geriman, aber doch ausreichend genug, um zu verhindern, dass ihn persönliche Schicksale zu nahe gingen.

»Wenn Sie darauf insistieren, Major.«, antwortete der Doktor mit absoluter Gleichgültigkeit. Er konnte ihm den Wunsch schlecht verwehren, zudem war es für die Akzeptanz der Prothese von Muldoons Metabolismus unabdinglich, ein ausgeglichenes Verhalten zu schaffen. Starker Stress oder übermäßige Erregung konnten sich negativ auf den gesamten Heilungsprozeß auswirken.

»Die Sicherheitskräfte sind eine dienstliche Anweisung von ganz oben, Major. Bisweilen reagieren stark traumatisierte Patienten gewalttätig ...«, erklärte Relaphus, rieb sich dabei bedeutungsschwer den Hals und sprach den Vorfall mit dem Major nicht gezielt an.

»Wir hatten hier schon etliche Vorfälle von unkontrollierter Aggression, meistens direkt nach vorheriger Feindberührung. Die Kombination aus Nahtoderfahrungen und starken Beruhigungsmitteln suggeriert einzelnen Patienten bisweilen eine aktive Kampfhandlung vor – sogar hier auf der Krankenstation. Die Betroffenen können nicht zwischen Freund und Feind unterscheiden, also bedienen sie sich grundsubtiler Verteidigung. Wenn Sie verstehen ..«, fachsimpelte der Arzt weiter, während er den Major in Richtung der anderen Krankenzimmer führte – die beiden Wachposten folgten ihnen lautlos wie Schatten.

Im Mehrbettzimmer ankommend, sank die Laune des Offiziers drastisch, als er sich den Verheerungen des Anschlags konfrontiert sah. Den Doktor überraschte es, dass sich der Major an den Namen eines jungen Soldaten erinnerte. Der Patient, sämtlicher Gliedmaßen verlustig, war von Doktor Geriman auserkoren worden, obduziert zu werden – nach Eintritt des Todes ohne weitere Eingriffe. Er wollte anschließend eine Studie der Kausalität von Gliedmaßenverlust, Todesängsten und Ziellosigkeit starten. Genau aus diesem Grund hatte man den armen Burschen zwar mittels Erstversorgung stabilisiert, ihn aber über mehrere Tage systematisch psychisch gebrochen. Zwar gab es diverse wissenschaftliche Erklärung für den Zusammenhang von Kriegswunden und dem 'Verlust des Lebenszwecks' - Doktor Geriman indes verfolgte ein gänzlich anderes Theorem. Und genau das wollte er erforscht wissen.

Wie auf Bestellung verstarb der junge Private – was den Major zu einer wütenden Jähzornbombe machte und ihn ein lange Liste von Vorwürfen rezitieren ließ. Relaphus, seine Selbstsicherheit in erster Linie auf die Anwesenheit der Sicherheitskräfte bauend, reagierte fast nicht und absorbierte alle Flüchen mit der Teilnahmlosigkeit eines Mannes, der kaum zwischenmenschliche Bindungen kannte.

»Dafür gibt es eine einfache Erklärung, Major. Wir haben die Order erhalten, zunächst die ranghohen Offiziere wieder zu stabilisieren. Der junge Private … nun … Sie kennen doch die einstige Vorgabe des Imperators. Private .. Hastings ist zum Wohle der Neuen Ordnung gestorben. So leid es mir tut, Major.«, kolportierte der Doktor, ohne dabei die ganze Wahrheit zu sagen. Der Private war einerseits nicht wichtig genug, andererseits hatte man ihn dazu auserkoren, als Studienobjekt zu fungieren. Er war zum Tode verdammt wurden. Dank seiner Jugend, seines Ranges und einer willkürlichen Auswahl.

Die verbale Offensive des Major wollte kein Ende finden und erlebte ihren Höhepunkt in harten Drohungen und in absoluter Verachtung. Auch das konnte der Mediziner nicht verstehen, taten doch hier alle nur ihren Dienst nach Vorschrift.

»Bitte beruhigen Sie sich, Major! Wir haben strikte Befehle erhalten und Sie dürfen sich versichert sein, dass wir alles im Rahmen der uns zur Verfügung stehenden Ressourcen tun, um das Leben Ihrer Männer zu retten. Wenn Sie erst kräftig genug sind, werden Sie mit Moff Yzun sprechen und dann verstehen, welche Wichtigkeit und Bedeutung unsere Arbeit hat. Ich bitte Sie jedoch eindringlich, sich nicht derart zu echauffieren, sonst könnten der Stress Auswirkungen auf die Nervenheilungen ihrer Prothese haben.«, wies der Humanmediziner mit schwacher Inbrunst an. Gleichzeitig gab er dem hier anwesenden Personal einige knappe Hinweise – per Gesten.

»Ich denke, es ist besser, wenn Sie sich nun ausruhen, Major. Wir tun für Ihre Männer wirklich, was wir können! Vertrauen Sie mir.«, redete Relaphus auf seinen bedeutenden Patienten ein. Sollte es nötig sein, würde man dem Major auch eine Beruhigungsspritze verpassen müssen. Der Arzt jedoch hoffte auf eine Mitarbeit des Offiziers.


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17 Aug, 2014 17:28 55 [NPC] Pentastar Alignment ist offline Email an [NPC] Pentastar Alignment senden Beiträge von [NPC] Pentastar Alignment suchen Nehmen Sie [NPC] Pentastar Alignment in Ihre Freundesliste auf
Robert Muldoon
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Wie erwartet, kam von Doktor Relaphus nur das übliche Geschwätz – ein verzweifelter Versuch den aufgebrachten Major zu beruhigen. Der altgediente Truppenoffizier hatte es jedoch satt, immer wieder die selben, hohlen Phrasen als Ausrede für den Tot seiner Männer zu hören: Wichtigkeit und Bedeutung unserer Arbeit oder die zur stehenden Ressourcen!
Viel zu oft, hatte er sich das von den Ärzten sagen lassen müssen, nachdem Soldaten wie Private Hastings unter ihrer Aufsicht gestorben waren.
Zumindest für Muldoon machte es einen gewaltigen Unterschied, ob ein Soldat im Kampf fiel oder erst nach Tagen im Lazarett und aufgrund der Unfähigkeit irgendwelcher Doktoren, buchstäblich verreckte.
Wenn man den Private gleich in einen Bacta-Tank gesteckt hätte, dann wäre er jetzt sicherlich noch am Leben und wahrscheinlich in absehbarer Zeit wieder genesen. Doch dass, grenzte schon fast an Mord!
Es war allerdings müßig, sich mit diesem besseren Metzger weiter darüber zu unterhalten. Relaphus würde nie verstehen, um was es dem Major ging, für den Weißkittel waren sie doch alle nur ein Klumpen Fleisch, der auf seinem OP-Tisch gelandet war.

„Natürlich, ich vertraue ihnen voll und ganz!“
Grollte Muldoon voller Missgunst und Sarkasmus, bevor er einen letzten verächtlichen Blick auf den Stationsarzt warf und sich von den beiden Wachen aus dem Sechsbettzimmer geleiten lies. Ohne dabei zu vergessen, den Zweien klar zumachen, mit wem sie es zu tun hatten.

„Pfoten weg oder sie sind gleich der nächste Patient von unserem verehrten Herr Doktor!“
Drohte Robert einem der Männer, als dieser den grimmigen Offizier am Oberarm anfasste und zur Tür schieben wollte. Mit einem respektvollen Abstand, folgen die Wachen Muldoon danach aus dem Raum und dirigierten ihn mit knappen Worten in sein altes Zimmer, in dem er schon vor seiner Bactabehandlung gelegen hatte.

Bis auf die fehlenden Medi-Droiden, war alles wie zuvor eingerichtet. Wenn man von der kleinen Kiste absah, die auf dem Schränkchen neben dem Bett stand. Nachdem die Wachen ihn allein gelassen hatte, ging Robert zu dem Schränkchen und zog sich den Stuhl heran. In der Kiste befand sich dem seinem Rangabzeichen, dem man ebenfalls deutlich die Spuren des Anschlag ansah, der einzige private Gegenstand den er bei sich getragen hatte: sein Flachmann mit dem imperialen Wappen!

Nachdenklich nahm er die Flasche in die Hand und rieb vorsichtig mit dem Daumen über das eingelaserte Emblem. Dem Gewicht nach zu urteilen, war der Flachmann noch immer gefüllt. Noch bevor er die Flasche überhaupt geöffnet hatte, lief Muldoon das Wasser im Mund zusammen und seine linke Hand begann zu zittern. Langsam schraubte der Stabsoffizier den Deckel ab und nahm einen tiefen Atemzug. Der herrliche Geruch des Dodbri-Whiskeys strömte in seine Nase und lies seine Augen aufblitzen – sein ältester Freund hatte ihn noch nie im Stich gelassen.

„Na wenigstens Den haben sie mir gelassen, na dann Prost. Auf Private Hastings und alle Anderen, die bei diesem feigen Anschlag ihr Leben verloren haben!“
Nach dem kurzen Selbstgespräch setzte Robert den Flachmann an und trank einen kräftigen Schluck. Endlich, der fade Geschmack in seinem Mund verschwand und machte Platz für die stark, alkoholhaltige Spirituose. Am liebsten hätte Muldoon die ganze Flasche geleert, doch er musste sich seinen geringen Vorrat einteilen. Zumindest solange, bis er an Nachschub kam. Was in dieser Einrichtung durchaus länger Dauern konnte.


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20 Aug, 2014 17:01 07
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Der Major nahm die Aussage des Doktor mehr als nur zähneknirschend hin. Man konnte dem Offizier förmlich ansehen, wie er brodelte. Hätte er angefangen zu dampfen, nun es hätte Relaphus nicht gewundert. Diese Form mitfühlenden Verhaltens konnte der Mediziner weiterhin nicht ganz verstehen, war das Galaktische Imperium doch dereinst bekannt dafür gewesen, Einzelpersonen in großer Menge zu verschleißen. Überdies war der Private nur Bestandteil der Imperial Army gewesen, ein einfachster Army Trooper also. Der Verlust von einem Mitglied des Imperialen Sturmtruppenkorps mochte schwer wiegen, Armeesoldaten hingegen waren das, was in altertümlichen Holodramen gern als 'Kanonenfutter' bezeichnet wurde. Sie waren entbehrlich. Mehr noch, sie waren dafür vorgesehen, die ersten Wellen des Angriffs zu stellen, ehe die wesentlich besser ausgerüsteten und ausgebildeten Elitesoldaten eingesetzt wurden. Natürlich mochte ein Feldoffizier entsprechende Bindungen zu den Männern und Frauen aufbauen, mit denen er sich den Proviant und die Blasterpacks teilte – doch immerhin befand man sich im Krieg. Zugegeben, das Pentastar Alignment befand sich offiziell mit niemandem im Krieg, verfolgte Grand Moff Ardus Kaine nach aussen hin doch eine sehr zurückhaltene Form der Politik. Anders sah das inoffiziell aus: Agamar, die Welt, auf der die Einheit von Muldoon Opfer des Terroranschlags geworden war, lag weder im vom Pentastar kontrollierten Raum, noch besaß es irgendwelche natürlichen Ressourcen von großem Wert. Einzig seine Lage war interessant. Und doch hatte man es auf Befehl des Grand Moff mit einer überschaubaren Anzahl an Truppen besetzt. Die näheren Gründe dafür waren dem Arzt allerdings fremd. Und sie interessierten ihn auch nicht sonderlich. Er hatte hier seine Aufgabe, seinen Platz, seine Mission.

Aktuell bestand sie darin, den Major so rasch wie möglich wieder einsatzbereit zu bekommen. Auch dafür hatte man Relaphus die Gründe nicht mitgeteilt, doch die Order kam aus dem Büro vom Moff persönlich. Das warf weitere Fragen auf. Fragen, auf die der Mediziner keine Antworten fand.

Als der Major die Wachmänner anknurrte, wollte Doktor Relaphuserst schlichtend eingreifen, fand dann jedoch nicht den Mut, sich dem Offizier zu stellen. Muldoon wirkte wie ein waidwundes Tier, gereizt und jederzeit bereit, eine potenzielle Gefahrenquelle mit bloßen Händen zu zerreissen. Und der Arzt hatte noch zu frische Erinnerungen an die liebevolle Behandlung, die ihm zuteil geworden war. Stattdessen schlich er stumm – in deutlicher Entfernung zum Major und seinen Wachen – zu seinem eigenen Zimmer. Er musste noch eine Vielzahl von Akten durchgehen und hatte die wenig ruhmreiche Aufgabe, zwei weitere Männer zu Testobjekten zu reduzieren. Doktor Geriman wollte weitere lebende Organismen irgendeiner viralen Infektion aussetzen – für kriegswichtige Forschungen.

Einen schweren Brocken herunterschluckend, machte sich der Humanmediziner an die keineswegs dankenswerte Arbeit und tippte entsprechende Anweisungen an das Personal in sein Datapad. Überdies ließ er die Dosierung der Beruhigungsmittel für Major Muldoon erhöhen, um sicherzustellen, dass der bullige Militär in den nächsten Tagen umgänglicher wäre. Zwar befand er sich aktuell in einem physischen Hoch, doch die psychische Belastung während des Reha-Prozesses war enorm und daher brauchte der Offizier alle Kräfte – auch wenn er es noch nicht wusste.


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23 Aug, 2014 16:35 36 [NPC] Pentastar Alignment ist offline Email an [NPC] Pentastar Alignment senden Beiträge von [NPC] Pentastar Alignment suchen Nehmen Sie [NPC] Pentastar Alignment in Ihre Freundesliste auf
Robert Muldoon
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Die nächsten Tage sah Muldoon nicht mehr viel vom verweichlichten Stationsarzt Relaphus schien ein Zusammentreffen mit dem mürrischen Major bewusst zu vermeiden und schickte stattdessen das niedere Personal vor. Der Weißkittel hatte wohl immer noch die Besorgnis, sich erneut ein schmerzhaftes Andenken von Seiten des reizbaren Soldaten einzufangen.
Folglich musste Robert sich damit begnügen, die übrigen medizinischen Mitarbeiter der Einrichtung voll zu maulen, während er unzählige – langwierige Versuche seiner Prothese mitmachte.

Man überprüfte die Empfindsamkeit der Nervenleitbahnen und die Reaktion auf bestimmte Reize, wie zb. Hitze und Kälte. Danach ging man zu Tests seiner Motorik über und inwieweit Muldoon das fremde Körperteil schon belasten konnte. Was im Großen und Ganzen auf sportliche Übungen hinaus lief. Da seine Genesung rasch voranschritt, sein Organismus die Prothese vollends annahm und der Imperiale sich für einen Mann seines Alters in guter körperlicher Verfassung befand, wurde Robert es bald leid, nur "herum" zu sitzen.

Die restliche Zeit, die ihm nach den Tests am Tag noch zur Verfügung stand, verbrachte Muldoon damit die Forschungseinrichtung zu erkunden – zumindest die Bereiche, in die er herein durfte.
Damit stellte die triste Kantine in diesem Fall den einzigen "Höhepunkt" dar, in der es erwartungsgemäß den typischen Einheitsfraß und keinerlei Alkohol gab!
Auf andere Patienten stieß der Soldat bei seinen Rundgängen nur selten und das omnipräsente Wachpersonal lies den 46-Jährigen dabei nicht aus den Augen. Selbst in einem Lazarett für Kriegsgefangene oder Schwerverbrecher war mehr los.

Außerdem verwehrte man ihm als letzten, kommandierenden Offizier bei der Einäscherung von Privat Hastings teilzunehmen. Der total verstümmelte Junge hätte eigentlich schon längst bestattet werden müssen, doch war das aus unerfindlichen Gründen wohl noch nicht passiert. Eine anständige Erklärung dafür, war von dem wortkargen Stationspersonal jedoch nicht zu bekommen und man verwies immer wieder auf Doktor Relaphus, der derweil mit Abwesenheit glänzte.

Es war an der Zeit, das der raubeinige Krieger mit diesem Moff Yzun sprechen und er wieder in den aktiven Einsatz konnte, bevor er seinen angestauten Frust noch an Jemand unschuldigen abreagierte.


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27 Aug, 2014 20:08 20
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.:: Atrivis Sector :: Fest-System :: Fest :: Imperiale Forschungseinrichtung :: Verwaltungsbereich :: persönlicher Flügel des Moff :: Arbeitszimmer :: Moff Ars Yzun & Lakaien ::.



Die buschigen Augenbrauen wanderten aufeinander zu, als Moff Yzun die Stirn in Falten warf. Unstet zuckten die Augen hin und her, als der Hauptverantwortliche der Fest-Forschungsanlage den Flimsiplast-Streifen mit den neuesten Anforderungen las, welchen er soeben erhalten hatte. Neben ihm wartete Militärpräfekt Niim mit seinem typisch anmaßendem Lächeln. Obgleich er Moff diese Eigenart seines Attachés verabscheute, konnte er den Nutzen des schmierigen Kerls nicht herunterspielen. Überdies hatte Grand Moff Ardus Kaine den Präfekten persönlich ausgewählt und hierher versetzt. Yzun hatte keine andere Möglichkeit, als die Dreistigkeiten des Attachés zu erdulden, wollte er sich selbst nicht in Schwierigkeiten bringen. Sein eigener Rang, der eines Moffs, stand auf dem Spiel. Zwar mochte er letztlich nicht mehr sein als ein besserer Gouverneur, ausgestattet mit einigen Sondervollmachten und der Verantwortung über sämtliche Forschungsprojekte dieser Einrichtung, hatte er doch aber Gefallen an diesem Titel gefunden und klammerte sich nun fast schon panisch daran. Kritiker mochten Yzun für schwach halten, seine Vorliebe für wissenschaftliche Experimente und experimentelle Kriegsmethodiken für sinnlos – er selbst indes hielt sich für einen wichtigen Bestandteil zur Aufrechterhaltung des Imperiums.

Ars Yzun war 49 Standardjahre alt, stammte ursprünglich von Aargau und besaß eine pedantische Vorliebe für Prototypen, Entwicklung und Forschung. Ihm mangelte es dem typischen Vergnügen Imperialer für Auseinandersetzung. Yzun wollte seit jeher lieber das Material für den Krieg liefern, als selbigen selbst zum Feind zu tragen. Genau deshalb war dieser Posten hier auf Fest für ihn so etwas wie die persönliche Erfüllung aller Wunschträume. Und genau deshalb klammerte er sich so sehr an das bisher Erreichte.
Die Nachricht in seinen Händen jedoch machte ihn Angst und Bange. Bisher hatte man sich auf Fest – still und heimlich – der breiten Versuchsreihe mit organischer Analyse, Chemo- und Biowaffentwicklung auf viraler Basis und Prothesen-Spezifikationen beschäftigt. Natürlich wusste Moff Yzun um die ursprüngliche Tätigkeit dieser Einrichtung. Vor sieben Jahren, noch vor dem Tode des Imperators, hatte man auf dieser arktischen Welt Phrikite abgebaut, um das gefürchtete, wie glücklose Dark-Trooper-Projekt beliefern zu können. Doch Rebellen hatten dies vorschnell vereitelt und in einem weiteren Angriff die Forschungsanlage zerstört. Oder zumindest zu großen Teilen zerstört. Mit der Gründung des Pentastar Alignments hatte der Grand Moff direkt den Wiederaufbau befohlen, natürlich unter höchster Geheimhaltung und im Verborgenen. Binnen weniger Jahre hatte man die alten Einrichtungen nicht nur wiederhergestellt, sondern sogar umfangreich erweitert. Der Schutz gegen potenzielle Rebellenterroristen war erhöht worden und die ständige Präsenz gut verborgenen Systemverteidigungsschiffe brachte zusätzliche Sicherheit. Auch die Tatsache, dass man hier keine sogenannten Superwaffen oder geheime Projekte mit Genozidhintergrund produzierte, half der Lebensdauer der Anlage offenbar. Doch nun war diese Nachricht eingetroffen.

»Ist der Autorisierung bestätigt worden, Präfekt?«, wollte der Moff wissen. Natürlich gab es wenig Anlaß zum Zweifel, bedachte man die hohe Geheimhaltungsstufe dieser Anlage und das persönliche Siegel aus dem Stab des Grand Moff. Dennoch wollte Ars Yzun es nicht wirklich wahrhaben.

»Ja, Sir. Ist sie. Die Befehle stammen aus dem Stab von Grand Moff Kaine.«, erklärte der Militärpräfekt und betonte dabei ein Wort ganz besonders deutlich. Dem Moff entging dies nicht, doch hatte er aktuell keinerlei Interesse an politischen Spielchen oder einem Disput bezüglich der Befehlshierarchie innerhalb des Pentastars. Ihm war bewusst, wer das Sagen letztlich hatte. Und das machte alles nur umso härter.

»Dann müssen wir Vorbereitungen treffen. Ich muss dringend mit unseren Forschungsleitern sprechen. Ausserdem werden wir gewaltige Materiallieferungen ordern müssen. Herrje, die Kosten sprengen jede Budgetplanung. Sämtliche Kostenprognosen werden mit dieser Anweisung ad absurdum geführt.«, keuchte der 49-Jährige. Abermals wanderten seine buschigen Brauen wie haarige Raupen bedrohlich aufeinander zu, als er seine Stirn furchte. Yzun hasste Abweichungen von seinen Prognosen. Zwar verbrannte er sämtliche ihm zur Verfügung gestellten Ressourcen mit der Gleichgültigkeit eines kauenden Banthas, doch war es immer schwierig, zusätzliche Kapazitäten anzufordern. Und genau das war nun leider der Fall.

»Ich brauche auch dringend weitere Bautrupps. Oh, und sorgen Sie für ausreichend Sicherheit, Präfekt. Ich habe keine Lust, dass dieser Anlage das gleiche Schicksal blüht, wie der letzten.«, wies der Moff an und stellte direkt fest, dass sein Mundraum trocken geworden war.

»Das könnte Komplikationen geben, Sir. Wir sind aktuell schon ausgelastet. Die neuen Bereiche für die Feldtests sollten unter permanenter Bewachung stehen, was aktuell eine gesamte Wachkompanie bindet, Sir.«, erklärte der schmierige Präfekt Niim. Dessen übermäßig korrekter Sitz von Uniform und Haupthaar war fast schon zu präzise. Im Grunde hätte der Präfekt einen idealen Höfling im Imperialen Palast auf Coruscant geben können, hier an der Grenze des Pentastar Alignments im Outer Rim wirkte er jedoch deplatziert.

»Dann geben Sie Meldung an die Schiffe im System. Sollen die doch Bodentruppen zur Sicherung absetzen.«, befahl der Moff.

»Das wird dem Commodore nicht gefallen, befürchte ich. Zuletzt sprach er davon, seine Schiffe im Falle von Enteraktionen verteidigen zu müssen.«, antwortete der Präfekt aalglatt. Auch für diese Form der seidigen Unterhaltung verabscheute Yzun ihn. Aber er war ein Günstling vom Grand Moff und damit unantastbar.

»Herrje, Niim! Dann geben Sie Relaphus und Geriman Bescheid – sollen die beiden Kittelträger eben alles rausrücken, was halbwegs einen Blaster halten kann! Ich brauche verdammt nochmal ein paar echte Kerle, die dem Rebell zwischen die Augen schießen, sollte er hier aufkreuzen!«, echauffierte sich Aargauer und vergaß dabei jedwede Contenance. Manchmal war es nicht leicht, eine solche Last an Verantwortung zu tragen. Und bisweilen wurde er dann Opfer seines Temperaments. Noch ehe der Präfekt antworten konnte, setzte der Moff nach.

»Da war doch dieser Major … den haben wir jüngst reinbekommen. Irgendwo hab ich auch seine Unterlagen ...«, informierte Yzun, blätterte dann durch eine Vielzahl von Flimsiplast-Streifen und durchwühlte ganze Stapel von Ordnern – nur um abschließend abzuwinken. »Egal, irgendwo wird es stehen. Dieser neue Major! Gebt dem ein paar grüne Jungs, schickt ihn auf eine Mission .. irgendetwas Unwichtiges, bei dem er sich als großer Held fühlen kann. Anschließend stückeln wir ihm eine Einheit zusammen, mit der er Wachdienst schiebt. Wichtig ist nur die Erfüllung der neuesten Befehle!«

»Wollen Sie den Major vorher noch sprechen, Sir?«, wollte der Militärpräfekt wissen und machte sich nebenher einige Notizen auf seinem Datapad.

»Wenn es sein muss. Aber dann nicht hier. Bereiten Sie eines der Esszimmer vor und weisen Sie den Küchenchef an, irgendetwas Verdaubares zu kochen. Keine seltsamen Outer Rim-Exotika mehr, die vertrage ich nicht.«, entgegnete der Aargauer. Alles musste er selbst machen, niemand nahm ihm wirklich wichtige Arbeit ab. Es war zum verrückt werden.


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"The New Order has never fallen. Only the Emperor. … The Emperor may be dead, but the Empire lives on!"
- Grand Moff Ardus Kaine -

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