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Terry Dourshe
Rollenspiel-Charakter




Dabei seit: 15 Aug, 2012
Beiträge: 151

„Hilfe, mir fällt nichts ein!“ - Erste Hilfe bei Schreibblockaden Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

„Hilfe, mir fällt nichts ein!“

Erste Hilfe bei Schreibblockaden



Ein paar Tipps zum Problem Numero uno des Schreibens …


die oft verfluchte Schreibblockade!

Doch …

dagegen können Sie geholfen werden!


Es gibt verschiedene Übungen, um wieder in Fluss zu kommen.


:bomb: Eine einfache Sache ist die: nimm dir fünf, sechs Wörter und bilde damit eine Geschichte. Schreib einfach das auf, was dir in den Sinn kommt und sei dir dabei sicher, dass es kein Richtig oder Falsch gibt. So kommt der Fluss oft von allein. Du kannst das auch gleich in einen Post einbauen. Oder nur als Fingerübung. Wer will kann damit ja schon einmal anfangen und hier seine Übungen veröffentlichen. Ich bin in einer Schreibgruppe (ich sag jetzt nicht welche, weil Schweinkram), dort spielen wir ein Geschichtenspiel. Jede Woche gibt es acht Wörter, um daraus Geschichten zu schreiben. Und man glaubt es kaum, was da so raus kommt. Wundervolle, lustige, lange, kurze … irgendwie Geschichten. Es gibt keine richtigen oder falschen Verwendungszwecke der vorgegebenen Wörter.


:bomb: Eine andere einfache Sache: Verändere deine Sichtweise aufs Schreiben. Versuche einige Sätze mit der Hand zu schreiben, mit der du normalerweise nicht schreibst. Okay, das setzt voraus, dass du Papier und Bleistift zur Hand hast – aber das dürfte ja kein Problem sein. Was hat das jetzt mit der Schreibblockade zu tun? Ich versuche mich an einer kurzen Erklärung: Wir schreiben langsamer, wenn wir nicht mit unserer gewohnten Hand schreiben. Wir sind gezwungen, unsere Gedanken dem Tempo anzupassen und bekommen so eine andere „Sichtweise“. Auch ein Spaziergang, die Hausarbeit können helfen, die Sicht zu verändern, einfach dadurch, dass man etwas anderes macht. Stell dir vor, du stehst beim Abwasch und nun denkst du dir, das macht jetzt dein Char. Sei fünf Minuten er und lass ihn das Geschirr spülen, Staub saugen, mit dem Hund rausgehen. Oder beschreibe eine Blume.


:bomb: Noch eine Übung … oder ein Anreiz: Schreib dir auf, was du in deinem Posting unbedingt erwähnt haben willst und baue darum deinen Beitrag auf.


:bomb: Was auch hilft: Lass dich von anderen inspirieren. Es ist keine Schande, sich Ideen von außerhalb zu holen. Ließ die Beiträge im Forum, in anderen Foren, frage mal nach, wie das ein anderer schreiben würde. Und natürlich sind auch Bücher ganz gut geeignet, sich inspirieren zu lassen.


:bomb: Die Recherche ist auch eine gute Art, sich vom Vorgang des Schreibens eine Weile abzugrenzen und erst bei Vorhandensein eines, für den Beitrag ausreichenden Wissensstandes, loszulegen. Durch die Nachforschung steigert sich das Wissen um eine bestimmte Sache, was zu neuen Ideen führen kann.


:bomb: Verabschiede dich vom Perfektionismus! Schreib einfach, lass es laufen und korrigiere nachher, nicht schon während des Schreibprozesses. Ein Forenbeitrag muss nicht perfekt sein, auch nicht zwingend die Länge einer Kurzgeschichte aufweisen. Dann ist der Beitrag eben einmal kürzer. Das macht doch nichts. Auch nicht, wenn er mal nicht so perfekt und rund ist, wie du dir das vielleicht wünschst. Immer geht’s halt nicht. Aber zu langes warten auf den perfekten Fluss (den es ohnehin nicht wirklich gibt), blockiert weiter, der Abstand zum Geschehen wird größer und es wird dir immer schwerer fallen, dich wieder gedanklich in die Situation zu finden, die du eigentlich beschreiben willst.



Und hier sind noch zwei nützliche Links:

http://www.leselupe.de/schreibblockade.php

http://www.kreativesdenken.com/artikel/s...ken-nehmen.html


Eine Sache fällt mir dazu noch ein. Je einfacher und verständlicher die gewählten Wörter sind, desto leichter tut man sich oftmals beim Schreiben, das gleiche gilt für überlange Schachtelsätze, die man mindestens dreimal lesen muss, um den Sinn zu erfassen. Kurze Sätze sagen manchmal mehr, als diese Kaliber, die man erst einmal teilen muss, damit man sie halbwegs verstehen kann – sagt der Kerl, der selbst gern lange Sätze schreibt.
Aber hier geht es darum, eine Blockade vom Platz zu schaffen.



Zusammengefasst, kurz und bündig:


    Nimm dir den Druck, den perfekten Beitrag schreiben zu wollem.
    Schreib mal, wozu du Lust hast, auch wenn du denkst, es sei Unsinn.
    Setz dich hin und mach etwas Neues oder Ungewohntes.
    Lies auch andere Beiträge.
    Manchmal liegt in der Kürze die Würze – wobei ich keine Einzeiler meine, weil dann eindeutig das Salz in der Suppe fehlt.




lolli Terry

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03 Feb, 2015 12:10 33 Terry Dourshe ist offline Beiträge von Terry Dourshe suchen Nehmen Sie Terry Dourshe in Ihre Freundesliste auf
Kadajj Kadajj ist weiblich
SL out of Hell




Dabei seit: 18 Jul, 2012
Beiträge: 552

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Ich mache mir ja gerne handschriftliche Notizen oder auch ins Handy, wenn ich unterwegs einen Geistesblitz habe. Manchmal haben sich daraus schon ein paar ganz fruchbare Ideen für später aus dem ergeben, was man normalerweise vergessen hätte.

Oder ich lasse den angefangenen Post erst mal ruhen und schreibe einen, der mir leichter von der Hand geht.

Ganz hilfreich finde ich es auch, sich mit einem völlig anderen Genre zu befassen, das sich aber mit einer ähnlichen Thematik beschäftigt. Historienfilme mit Seeschlachten, Samuraifilme oder so etwas. Oder ein Film/Serie, wo die Avaperson mitspielt, das kann dem Char und der Kreativität auch nochmal ein paar nette Impulse geben.

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.marmoream relinquo, quam latericiam accepi.

03 Feb, 2015 13:38 47 Kadajj ist offline Beiträge von Kadajj suchen Nehmen Sie Kadajj in Ihre Freundesliste auf Füge Kadajj in deine Contact-Liste ein
Kadajj Kadajj ist weiblich
SL out of Hell




Dabei seit: 18 Jul, 2012
Beiträge: 552

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Ich habe von einem unser Partner einen weiteren Beitrag zum Thema geschickt bekommen, den ich freundlicherweise hier veröffentlichen darf:
[Woran man sieht, dass öffentliche Foren doch sehr nützlich sein können, wenn man noch Input von außen bekommt smile ]

Zitat:
Manchmal gibt es Szenen, in denen man sehr lange schreibt und macht und plant und trotzdem mit dem, was man hat, nicht zufrieden ist. Ein Hauptproblem ist, dass man oft den Plot in eine gewisse Richtung lenken möchte und schon weiß, wo das ganze endet, aber nicht weiß, wie man das ordentlich schreibt, dass es einerseits gut und spannend lesbar ist und andererseits Spaß macht. Wenn ich in einer solche Situation bin, dass ich merke, dass mir diese deterministische Szene keinen Spaß macht, ich nicht weiß, wie ich kanon-realistisch mit einer bestimmten Szene umgehe oder ich etwas nicht so umgesetzt bekomme, wie es geplant ist, lasse ich die ganze bisherige Planung liegen und überlege mir, was mein Charakter in der Situation machen würde. Gerade bei meinen Sith oder Piratencharakter habe ich überraschenderweise festgestellt, dass dieses „sich in einen Charakter hineinversetzten“ sehr gute Früchte trägt.

Wichtig ist es dabei, sich nicht nur in den Charakter hineinzuversetzten, sondern sich auch vorzustellen, in was für eine Szene der Charakter ist. Bsp. In einer aktuellen Szene musste mein imperialer Sith mit einigen Soldaten und zwei Droideka fertig werden. Kanonisch sind Droideka auch für Lichtschwertschwinger eine große Herausforderung und auch, wenn er Charakter es schon schafft, einen durch umgelenkte Blasterschüsse zu erwischen, bevor dieser in den Gefechtsmodus wechseln kann, wäre es schon sehr unrealistisch, dass er dann noch den zweiten erwischt, bevor dieser die Schilde aktiviert hat. Ich habe längere Zeit darüber nachgedacht, wie ich den zweiten Droideka erledige, da mit den Postingpartnern abgesprochen war, dass die Szene nach dem Post beendet sein soll. Der erleuchtende Gedanke kam aber einfach nicht...

Ich habe mich in die Szene hineinversetzt und mir gedacht, wie mein Charakter darauf reagieren würde. Nicht dass mein Charakter feige wäre, aber wenn ich, auch als Sith, vor Droideka mit Schilden stände, wobei noch einige Soldaten hinter dem Droiden mir ans Leder wollen, würde ich nicht lange fackeln und versuchen, im Nahkampf irgendetwas zu erreichen, sondern ich würde meine Beine in die Hand nehmen und Laufen. Gesagt, getan. Ich beschrieb, wie ich mich von den Gegnern entferne. Schließlich überlegte ich, wie die Gegner reagieren könnten. Da die Szene in einen Gang spielte und es nur vor und zurück gab, folgten die Gegner den fliehenden Sith im Laufschritt...der Droideka musste aber ebenfalls die Geschwindigkeit halten. Rollmodus aktiviert und hinterhergerollt. Das Problem hat sich an dieser Stelle fast von selber gelöst (ja...manche Droideka können im Rollmodus schießen, aber das war jetzt einmal irrelevant).

Mein Charakter, der eigentlich den Schwanz eingezogen hatte, erkannte seine Chance, kehrte auf der Stelle um und ließ den Droiden im wörtlichen Sinne ins aktivierte Lichtschwert gerollt ist. Die ist nur ein kurzes Beispiel, aber insgesamt fuhr ich damit relativ gut, wenn einfach langatmige Planung nicht immer funktioniert hat. Manchmal ist man dann über den Ausgang der Szene selber überrascht, weil man dann teilweise Ergebnisse oder Ausgänge hat, die man nicht geplant hatte oder sich anders vorgestellt hat – weil man eben versucht, die Kontrolle abzugeben und versucht, den Charakter richtig zu erfassen.

Also um es kurz und knackig zusammenzufassen: Manchmal ist weniger Planung mehr und man sollte einfach versuchen, einfach zu schreiben und sich überraschen lassen, was alles in dem Beitrag passiert.



Credit

Ace Jin vom Revans Faust

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.marmoream relinquo, quam latericiam accepi.

06 Feb, 2015 17:51 03 Kadajj ist offline Beiträge von Kadajj suchen Nehmen Sie Kadajj in Ihre Freundesliste auf Füge Kadajj in deine Contact-Liste ein
 
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