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Tarson Kyrill
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Yaga Minor Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen



Zugehörigkeit:
Pentastar Alignment (seit 4 ABY)

Bedeutung:
Über Yaga Minor befindet sich wohl die wichtigste Werftanlage des Pentastar Alignment, da es enorme Produktionskapazitäten für Sternzerstörer bietet. Zudem befindet sich auf Yaga Minor die Allgegenwärtigkeits-Basis, die auch die imperialen Archive enthält, sowie das Oberkommando des Militärs des Pentastar Alignments.

Hyperraumrouten:
Entralla Route

Terrain:
Wälder, Berge, Grotten

Einwohnerzahl:
4 Mrd.

Staatsform:
Imperiales Gouvernat

Militär:

11 Sep, 2012 00:25 34
Tarson Kyrill
Gast


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- Yaga Minor - Orbit - Raumstation - Kabine - Tarson Kyrill -

Müde erhob sich der vergleichsweise kleine Mensch nach einem kurzen und rastlosen Schlaf, der ihm von Alpträumen, in denen er immer weiter degradiert und erniedrigt wurde, verdorben worden war. Zu sehr hatte er sich über sein neues Kommando geärgert, das ihm das Oberkommando des Pentastar Alignments zugewiesen hatte. Er beklagte sich nicht im geringsten über sein eigenes Kommando an sich, ebenso wenig über die Tatsache, dass er seine eigene volle Line of Battle befehligen durfte, jedoch störte ihn der Aufgabenbereich: Eskortdienste. Er würde nun seine Tage damit zubringen Frachter und Transporter von A nach B zu transportieren und aus der Ferne zuzusehen, wie andere die Arbeit von echten Soldaten machten. Arbeit, die ihm zustand, da er beinahe sein ganzes Leben dem Bekämpfen von Gefahren für den Staat gewidmet hatte. Doch die Tage der Ehre waren vorbei – er war nun auf der „Ersatzbank“.
Langsam stand schlurfte er regelrecht zu dem kleinen Waschbecken und erfrischte sein Gesicht mit kaltem Wasser, um jede noch übrige Schläfrigkeit zu vertreiben. Es war eine Frechheit, dass die Befehlshaber seine bisher erbrachten Leistungen so gering honorierten. Eigentlich ignorierten sie sie sogar, indem sie ihn nun von der Front abzogen. Man stempelte ihn und seine Zukunft ab, denn er würde keine Gelegenheit mehr erhalten sich zu beweisen. Im Krieg, im direkten Kampf wurde deutlich, wer das Zeug zum Kommandanten hatte. Nur aus der Schlacht gingen Helden hervor, zumindest die, die etwas ausrichteten und die Galaxis beeinflussten. Admiral Piett, General Veers, sogar der Verräter Krix Madine waren Männer des Krieges. Männer und Krieg – das waren die Stichwörter. Kein Bürokrat und Sesselfurzer hatte die Galaxis je wirklich verändert, außer dem Imperator, der die Verschwörung der Jedi aufgedeckt hatte, aber der ehemalige Herrscher des Imperiums war sowieso außerhalb jedes Maßstabs.
Inzwischen wacher und auch wieder erboster, legte sich Tarson seine Uniform heraus, setzte sich einen heißen Caf auf und stieg dann unter die kalte Dusche. Er hatte es sich angewöhnt kalt zu duschen, um sich einerseits abzuhärten und andererseits sein Immunsystem ein wenig zu stärken. Zudem empfand er warme duschen als dekadent und einen Luxus, der für Soldaten überflüssig war. Dabei war er eigentlich kein Soldat. Er war nie einer gewesen, denn als Offizier befand er sich weit über dem einfachen Soldaten, doch spätestens jetzt, wäre die Bezeichnung „Krieger“ bei ihm eine Farce gewesen. Er war jetzt „sicher“ und „außer Gefahr“. Vermutlich hatten ihm die Admiräle und übrigen Bürohengste sogar einen Gefallen tun wollen, indem sie ihn von den Kämpfen, in denen er sein Leben riskierte, wegbrachten, doch für ihn war es eine Schmach. Eine Erniedrigung, denn nachdem er zuvor als Kommandant vom Schiff des Vice Admirals einer der angesehensten in seiner Flotte gewesen war, rangierte er nun unter jedem einzelnen von ihnen.
Grummelnd und kopfschüttelnd stieg er hinter dem isolierten Plastikverdeck hervor und band sich eines seiner Handtücher um die Hüfte, ehe er zu der Kanne mit dem köchelnden Getränk watschelte, das man gut und gerne als Lebensessenz eines jeden Offiziers bezeichnen konnte. Er konnte sich schon vorstellen, wie seine ehemaligen Kollegen und Untergebenen Witze über ihn rissen, dass er nun Aufgaben erfüllte, die ebenso gut von Kadetten oder all den weiblichen Offizieren, die man nun immer häufiger innerhalb der Flotte antraf, hätten ausgeführt werden können. Was wohl sein ehemaliger Befehlshaber und Mentor, Vost Herrsk, der inzwischen zum Admiral ernannt worden war, nun von ihm dachte. Mit Sicherheit verlachte er ihn nun ebenfalls als einen der Weichlichen, die gemütlich vor sich hin dackelten und eine Gänsehaut bekamen, wenn man auch nur den Begriff „Laser-Feuer“ in den Mund nahm.
Nachdem er eine Tasse geleert hatte, schritt er zurück in Richtung Bett und zog sich seine graue Uniform an, die nun jedoch von anderen Rangabzeichen und Code-Zylindern geschmückt wurde. Es hatte keinen Sinn sich jetzt in diese Angelegenheit hineinzusteigern, denn die Entscheidung war gefallen und nicht mehr abzuändern. Jetzt musste er sich zumindest auf die Pflichten konzentrieren, die er nun zu erfüllen hatte, um sich nicht als völliger Versager und Schwachkopf zu erweisen. Der von Atzerri Stammende hatte bereits einige Blicke in die Akten der Kommando-Crew der Colossus und einiger anderer Schiffe, die zu seiner Line gehörten, geworfen und den ein oder anderen Schock erlitten, als er feststellen musste, dass sich unter den Führungsoffizieren seines künftigen Kommando-Schiffes ein Nichtmensch befand und unter den kommandierenden Offizieren des Verbunds sogar eine Frau.
Rasch und effizient zog er sein Bett ab, das nach ihm von einem anderen Offizier bewohnt würde, und packte seine Sachen wieder zusammen, um direkt die „Überfahrt“ auf sein Kommando-Schiff anzutreten. Er wusste, dass sein Schiff bereits uralt war und schon lange vor den Klonkriegen zum Einsatz gekommen war, aber er hatte keine Ahnung, wie viel das Konstrukt nun tatsächlich leisten oder eben nicht leisten konnte. Es war jedoch völlig verständlich für nachrangige Aufgaben, wie das Eskortieren einiger Frachter, Schiffe zu wählen, die für Angriffe und direkte Kämpfe weniger geeignet waren. Nach wie vor empfand er es jedoch als empörend, dass ausgerechnet er mit einer solchen Aufgabe betraut wurde und das ausgerechnet in einer Truppe, die mit Nichtmenschen und Weibsbildern verseucht war. Er hatte besseres verdient, definitiv, jedoch schienen das gewisse Elemente seiner Vorgesetzten anders zu sehen.
Doch es hatte einfach keinen Sinn, sich jetzt noch darüber den Kopf zu zerbrechen. Die Gedanken an die Schmach und den damit verbundenen Ärger abschüttelnd packte er seine Tasche und schritt mit einem mehr oder minder klaren Kopf hinaus auf den Gang einer der Raumstationen von Yaga Minor. Reges treiben herrschte, sodass Offiziere jedes Ranges, aber auch einfache Crewmen, Techniker und Navy Trooper eilig an ihm vorbei liefen, um rechtzeitig ihre Stationen, Fähren und Schiffe zu erreichen, auf denen sie erwartet wurden. Einige neue Schiffe hatten sich dem Alignment angeschlossen und wieder andere waren frisch vom Stapel gelaufen. Es mussten also Schiffe bemannt und ganze Crews auseinandergenommen und versetzt werden. Er war nun auf dem Weg sein Kommando auf einem dieser Schiffe, die neu dazugewonnen worden waren, anzutreten und hatte bereits den Auftrag erhalten eine Gruppe von Tansportern, die hochwertige Ersatzteile für die Werftanlage über Ord Trasi geladen hatten, zum besagten Planeten zu eskortieren. Keine besonders schwere Aufgabe für einen Mann von seinen Fähigkeiten, zumal beide Welten relativ unbedroht von Piraten oder anderen feindlichen Gruppierungen waren.
Bei einem Blick aus dem breiten Fenster des Ganges im Vorbeigehen sah er wie das Symbol imperialer Herrschaft und Überlegenheit, ein Sternzerstörer der Imperiums-klasse, langsam abdockte und seine Reise in die tiefen der Galaxis und zahllose Kämpfe antrat. Er dachte an all die Jahre zurück, die er auf der 'Abyss' gedient hatte, die nun das Flaggschiff der Flotte unter Admiral Herrsk war. Als man ihn über seine Versetzung informiert hatte, hatte Tarson für einen kurzen Moment darüber nachgedacht die Beförderung auszuschlagen und darum zu bitten, dass man ihn auf seinem Posten auf der Abyss weiterdienen ließ, doch derartige Bitten waren nicht üblich und gehörten sich nicht. Man lehnte keine Beförderungen und Auszeichnungen ab, sondern nahm sie an und bemühte sich ihnen alle Ehre zu machen.
Während er in normaler Geschwindigkeit die Korridore der Station durchschritt, erhöhte sich der Andrang immer mehr, je näher er den Hangars der Station kam. Inzwischen fielen auch immer häufiger nicht zum Imperium gehörende Wesen verschiedenster Spezies auf, die entweder inhaftiert waren oder sich bemühten notwendige Formulare auszufüllen und einzureichen. Die imperialen Beamten an den Schaltern wirkten ähnlich gestresst beim Versuch all die notwendigen Protokolle zu erklären, wie die Zivilisten dabei sie zu verstehen. Angewidert von den Nichtmenschen, die an den Schaltern Schlange standen oder sich ebenfalls zu anderen Büro-Bereichen begaben, drängte sich der Mann mittleren Alters entnervt durch die Menge. Noch vor wenigen Jahren hätte man solchen Abschaum nicht ohne Ketten oder mit mehreren Laser-Verletzungen auf eine imperiale Station in einem so wichtigen System gelassen, doch es waren schwere Zeiten und die merkte man auch dem Imperium an oder wie es sich auch nannte. Die Lage war bei den Verrätern Teradoc und Zsinj mit Sicherheit nicht anders.
Beinahe ein wenig erleichtert den dichten Pulk überwunden zu haben bog Tarson durch zahlreiche andere Abzweigungen von Gang zu Gang, bis er den Hangar-Bereich für imperiale Personen- und Lasttransporte erreichte, in dem sich die Fähre befand, die ihn zu seinem neuen Kommando bringen würde. Zu seiner eigenen Überraschung machte sich in ihm ein klein wenig Aufregung breit angesichts dieser dauerhaften Umstellung seiner Lebensverhältnisse. Andere Offiziere, aber vor allem Navy-Trooper warteten in dem relativ kleinen Hangar auf ihren Abtransport. Ob er wohl irgendjemanden von diesen Leuten auf dem Dreadnought treffen würde? Abschätzig musterte er im Zuge dieser Überlegung vor allem die Lieutenants und Höherrangigen. Keiner fiel ihm sonderlich negativ auf, aber positiv auch nicht. Es waren gesichtslose Gestalten, denen es an Charisma und vermutlich auch an Erfahrung und Fähigkeit mangelte, jedenfalls fühlte er sich beim Anblick der jüngeren Männer nicht im geringsten an sich selbst erinnert.
Ein Lambda-Shuttle mit der passenden Kennnummer und dem richtigen Namen durchbrach das Dämmfeld des Hangars und vollführte elegant unter der Landung eine Drehung entlang der vertikalen Achse, sodass die Rampe in Richtung der Passagiere zeigte. Mit einem lauten Zischen öffnete sie sich auch direkt und einige Offiziere, von denen der Ranghöchste ein Captain war, traten aus dem Transporter hervor. Nach einem knappen imperialen Gruß und Salut stiegen die Wartenden als erster von ihnen natürlich Tarson, der der Ranghöchste war, ein, schoben das Gepäck, welches bei jedem von ihnen die selbe schwarze Tasche war, in die entsprechenden Fächer und setzten sich dann in die Plätze, die unter dem Stauraum lagen. Der Line Captain nahm auf dem Sitz platz, der sich am nächsten zum Cockpitt des Shuttles befand, zog zuvor jedoch noch rasch sein Datapad aus seinem Rucksack hervor, um sich irgendwie zu beschäftigen, während sie zur nächsten Werftanlage flogen.
Der Sitz war mäßig bequem, jedoch dadurch perfekt für militärische Zwecke: Man erlitt keine Schmerzen, wie auf einer völlig ungepolsterten Bank, machte es sich jedoch zugleich nicht zu gemütlich. Er bedachte sein Gegenüber mit einem kurzen Blick, ehe er seine Aufmerksamkeit wieder auf das Datapad richtete. Es handelte sich bei dem Mann auf der anderen Seite des kleinen Raumschiffs um einen Lieutenant Commander mit blasser Haut und pechschwarzem Haar. Ein lächerlicher Schnauzbart zierte das Gesicht des jung aussehenden Menschen, der nur nervös an seinem Ärmel herumzupfte. Tarson studierte noch einmal die Akten der höchstrangigen Offiziere auf dem Invincible-Class Dreadnought, um zu wissen, mit wem genau er zu tun hatte:
Der kommandierende Offizier, Captain Ret Varris, schien ihm ein fähiger Mann zu sein, der sich mehr als einmal im Dienst des Imperiums bewiesen hatte. Vermutlich wurde Varris ähnlich wie er mit dieser Versetzung zur Patrouille „belohnt“. Wenn er an Bord des Schiffs mit Leuten von diesem Kaliber umgeben war, wäre der Dienst dort vermutlich sogar erträglich, aber das scheiterte bereits, wenn er die Akte des ersten Offiziers öffnete. Ein Iktotchi, der sich irgendwie bis zum Commander hochgemausert hatte und nun mit seiner Inkompetenz den Führungsstab des Schiffs behinderte. Doch das Alien würde nicht allzu viele Gelegenheiten zum Versagen bekommen, denn er würde schon dafür sorgen, dass dieser Abschaum nicht zu viel Zeit als Offizier verbringen würde. Es war wichtig den Nichtmenschen zu zeigen, wo ihr Platz war und der war definitiv nicht auf der Brücke eines imperialen Schiffs.
In dieser Zeit, in der der Abschaum der Galaxis sich zusammenrottete und versuchte einen Staat zu bilden, waren nicht nur feindliche Flotten und Armeen eine Gefahr. Der Feind von Innen war es, der die imperialen Kräfte schwächte, indem er Zwist säte, die eigenen Leute aufhetzte und die Strukturen systematisch lähmte. Um zu verhindern, dass alles zerbrach mussten Individuen wie dieser Commander überwacht und immer wieder geprüft werden. Es war überhaupt fraglich, warum auf einmal so viele Nichtmenschen und Frauen zugelassen wurden, und der Dunkelhaarige war sich nicht sicher, ob es nur auf der momentanen Not beruhte oder nicht auch eine Verweichlichung bei gewissen Teilen des Oberkommandos stattgefunden hatte. Zur Verteidigung des Oberkommandos musste er Tarson aber zugeben, dass das Imperium schon mehr Zulauf an neuen Rekruten gehabt hatte. Mit dem Fall des Imperators und dem Zerbrechen des galaktischen Imperiums fanden immer mehr Leute heraus, dass sie das Imperium schon immer gehasst hatten und schrieben sich in der Armee und Flotte des Rebellen-Staates ein.
Die Feigheit und scheinheilige Moral der „befreiten“ Bevölkerung, die sich nun feierlich der Neuen Republik anschloss, war erbärmlich und abstoßend. Diese Leute waren nicht besser als die Hutten oder die Trandoshaner oder all die anderen brutalen und widerwärtigen Nichtmenschen, die in der Galaxis ihr Unwesen trieben. Doch die breite Masse wurde und würde nie bestraft werden. Sie passte sich immer den bestehenden Umständen an und wandelte sich wie auf magische Weise, sobald diese Verhältnisse kippten. Und derartige Zustände wurden nur von Helden, von Leuten mit Schneid erhalten oder umgeworfen. Sie waren es, die etwas leisteten, die etwas riskierten, die Schmerzen und Rückschläge erlitten und ertrugen, um für ein höheres Ziel zum Wohle dieser faulen, breiten Masse zu siegen oder zu sterben.
Unwirsch wurde der Line Captain aus seinen hoch philosophischen und gesellschaftskritischen Gedanken gerissen, als die Durchsage ertönte, dass die Fähre zur Landung ansetzte. Es kam ihm aber auch sehr recht, dass er sich nun endlich wichtigeren Dingen als der Grübelei widmen konnte, denn das Sinnen über die Zustände der Galaxis war in der Regel sehr deprimierend und frustrierend. Mit einem leichten Ruck setzte das Shuttle auf und nahezu synchron erhoben sich alle Offiziere von ihren Sitzen, wandten sich nach hinten um, um ihr Gepäck aus den kleinen Lagerplätzen zu holen, und stellten sich dann dem Rang entsprechend an der noch Verschlossenen Luke auf, die jeden Moment hydraulisch gesenkt und dann als Rampe dienen würde. Rasch stieg man anschließend aus und die kleine Formation löste sich wieder auf, da jeder Offizier ein anderes Ziel ansteuerte. Allein ein Lieutenant des Navy-Trooper Corps betrat mit Tarson den Turbolift auf das oberste Deck.
Eilig trat der junge Mann mit dem blonden Haar aus und marschierte in einen abzweigenden Gang, während sich der hochrangige Offizier kurz orientieren musste. Es befand sich auf einer arte „Mini-Observationsdeck“ von dem weitere Turbolifte und Gänge ausgingen.
Der Mann von Atzerri konnte jedoch nicht widerstehen kurz aus der breiten Panorama-Scheibe aus Transpari-Stahl zu blicken und die atemberaubende Aussicht zu genießen. Diese Seite der Raumstation war den orbitalen Anlagen zugewendet, sodass ein Großteil der angedockten, andockenden und abdockenden Schiffe überblickt werden konnte. Kleine Formationen von schweren Kreuzern, große Verbände von Korvetten, die majestätischen Victory Sternzerstörer und natürlich das Symbol imperialer und menschlicher Überlegenheit über den Rest der Galaxis: Der Sternzerstörer der Imperiums-klasse. Ein Konstrukt, dass darauf ausgelegt war zu zerstören und zu vernichten. Sein einziger Zweck war es auseinander zu nehmen und Verwüstung über alle anderen Schiffe zu bringen und den erfüllte es mit enormer Effektivität. Und im Zentrum des ganzen, wie ein riesiger Diamant auf einem vergoldeten Ring, saß die 'Reaper'. Der gigantische Supersternzerstörer hing unheilvoll, Angst einflößend und zugleich unheimlich beeindruckend über all dem regen Schiffsverkehr und wachte über die riesigen Werftanlagen, in denen eifrig neue Schiffe für die Flotte gebaut wurden.
Beinahe direkt vor der Scheibe, einige Decks tiefer, konnte der Dunkelhaarige sein künftiges Flaggschiff sehen. Die 'Colossus', die mit ihrer Länge von über zweitausend Metern gigantisch wirkte und einen Imperiums-klasse Sternzerstörer um mehr als Vierhundert Meter übertrumpfte, war über zahlreiche Schläuche, Gänge und Schleusen mit dieser kleineren Anlage verbunden und wurde mit neuer Besatzung, frischen Vorräten und großen Mengen Treibstoff versorgt. Es war definitiv ein veraltetes Schiff und konnte niemals in keinem erdenklichen Szenario mit einem Sternzerstörer jeder Art mithalten, jedoch wirkte es in seiner Riesenhaftigkeit und Ehrwürdigkeit auf seine eigene Art majestätisch. Natürlich war das im Endeffekt völlig überflüssig, denn so viel Geschichte ein Schiff auch hatte, sie machte im Kampf keinen Unterschied. Ob frisch vom Stapel oder seit Jahrzehnten im Dienst, sie wurden bei einer Niederlage alle gleichsam in ihre Einzelteile zerlegt.
Schweigend marschierte der Mann durch die Gänge und bestieg mehrere Turbolifte, bis er schließlich vor der Hauptandockschleuse stand, die mit der Colossus verbunden war. Es herrschte vergleichsweise reges Treiben, als kleine Repulsorplattformen, die mit Kisten, Tonnen und Kannistern beladen waren, in das Schiff gezogen wurden und Techniker ein und aus gingen. Als er die Hälfte des Tunnels durchquert hatte, sah er bereits den kommandierenden Offizier des Invincible Dreadnaughts, der ihn flankiert von einem Offizier erwartete. Zur Erleichterung von Tarson handelte es sich bei dem anderen Offizier nicht um den Nichtmenschen, sondern um den Zweiten Offizier des Schiffes.
Captain Varris, ein Mensch mit kurzen braunen Haaren und sehr ausgeprägten Kiefer-Knochen, salutierte stramm und korrekt, als sein neuer Befehlshaber nur noch einige Schritte von ihm entfernt war, wie es auch der Mensch tat, der dem Rang nach ein Lieutenant Commander war und dementsprechend vermutlich der zweite Offizier war.

„Willkommen an Bord der Colossus, Line Captain! Sämtliche Vorbereitungen sind abgeschlossen und wir sind bereit innerhalb der nächsten Stunden abzudocken. Entschuldigen Sie das Ausbleiben einer offiziellen Zeremonie, ich nahm an, dass es in Ihrem Interesse sei, wenn wir das Schiff so schnell wie möglich für den Einsatz bereiten.“


„Ausgezeichnet, Captain – ich habe mir nie viel aus dem unnötigen Getue gemacht, das einige Offiziere an den Tag legen. Bisher hörte ich nur Gutes über Sie, ich hoffe das gilt auch für Sie, Lieutenant Commander...“

„Lieutenant Commander Fial Daris, Sir. Auch über Sie wird nur Gutes gesprochen.“, beeilte der recht junge Mensch mit den schwarzen Haaren und dem cremefarbenen Teint sich vorzustellen.


„Das stand, denke ich, auch außer Frage... wann kann ich das Schiff begutachten? Ich hoffe es macht Ihnen nichts aus, dass ich mich auf meinem künftigen Flaggschiff umsehe.“, erwiderte Tarson barsch und wandte sich dann ohne weitere Umschweife wieder dem kommandierenden Offizier zu.

„Auf keinen Fall, Sir! Ich könnte Ihnen das Schiff jetzt auf der Stelle zeigen – Lieutenant Commander, nehmen Sie dem Captain of the Line sein Gepäck ab!“, befahl Varris rasch, um seinen Untergebenen „mundtot“ zu machen.

Mit einem leichten Nicken machte Kyrill deutlich, dass er den Vorschlag des Rangniederen annahm und drückte dem zweiten Offizier mit einem leicht misstrauischen Blick seine Tasche in die Hand. Er genoss es zu sehen, dass diese niedere Aufgabe, mit der normalerweise ein einfacher Crewman betraut worden wäre, den Angehörigen des Kommando-Stabs dieses Schiffes kränkte. Wenngleich er versuchte nichts anmerken zu lassen, so entfernte er sich jedoch eindeutig zu schnell von ihnen. Mit einer knappen Handbewegung bedeutete der recht große Varris Tarson, ihm zu folgen, woraufhin sie gemeinsam einen langen Korridor entlang schritten, der sie tief in den hinteren Teil des Schiffes brachte. Nach etwa zehn bis vierzehn Sicherheitsschotts erreichten sie den Maschienenraum, eine große Halle, in der der riesige Reaktor stand. Das Konstrukt brummte und zischte und wurde konstant von über hundert Technikern, Ingenieuren und Droiden gewartet wurde. Er empfand es sogar als noch größer als das der Abyss, was vermutlich die veraltete Technik verschuldete. Ein viel größerer Generator, der viel weniger Energie ausstieß. Es war seltsam, dass man ihn nicht ausgetauscht oder das Schiff direkt ausgemustert hatte, wenngleich wohl es nachvollziehbar war, Schiffe so lange wie möglich zu verwenden. Es war auch absolut logisch Geld in einem Bereich einzusparen, der nicht so wichtig war, wie die Angriffsflotten.

„Das hier ist das Herz des Schiffes. Der Sublichtantrieb, der Hyperraumantrieb, die Schilde und die Waffen werden mit der Energie dieses Mechanismus betrieben.“, rief Varris über den Lärm der Maschinen und der Arbeiter hinweg.


„Wie schlägt sich die Colossus denn im Kampf?“, erwiderte der Line Captain wenig beeindruckt vom Maschienenraum.

„Das kann ich Ihnen nicht sagen, Sir. Ich bin ebenso wie Sie erst auf dieses Schiff versetzt worden, aber ich kann Ihnen sagen, dass das Schiff über eine Bewaffnung von sechs Erschütterungsraketenwerfern, zwölf Turbolaserkanonen, dreißig Vierlingslaserkan...“, begann der Kommandant ein wenig stolz aufzuzählen, brach jedoch wegen einer abwinkenden Geste seitens Tarson ab.


„Ich haben die Daten gelesen, Captain. Ich brauche keine Nachhilfe. Die theoretische Schlagkraft und die praktische Effektivität in der Schlacht sind jedoch zwei verschiedene Dinge. Könnten wir den Rundgang fortsetzen?“

Er hatte genug von den Maschinen des veralteten Durastahl-Koloss und wollte eher ein wenig mehr vom Rest des Schiffes sehen. Nach kurzem Weg durch zwei Gänge und einer kurzen Fahrt mit dem Turbolift erreichten sie schließlich die Krankenstation des Schiffes, die im Gegensatz zu den meisten übrigen Bestandteilen des Schiffes auf dem neusten Stand war. Zumindest machte sie diesen Eindruck. Der riesige Raum war in einem sterilen Weiß gehalten und erst auf den zweiten Blick sah der neue Kommandant der Line, dass es weitere Abzweigungen gab, die zu ebenso großen Räumen führten. Es war also ausreichen Platz und genügend Vorräte vorhanden, um verletzte Crewmitglieder bei einem Angriff zu versorgen.

„Willkommen an Bord, Line Captain...“, ertönte plötzlich die Stimme eines schmächtigen Menschen mit Glatze, der durch seine blasse Haut und seinen weißen Kittel nahezu unsichtbar war, und bot nach einem kurzen Salut die Hand zum Gruß an, „Ich bin Dr. Zisser, ich kümmere mich um sämtliche Angelegenheiten betreffen der Krankenstation und der Gesundheit der Crew. Die übrigen Ärzte kümmern sich noch um die Vorräte und die Gerätschaften. Wir wollen ja nicht, dass irgendjemand wegen Schluderigkeit von uns scheidet, nicht wahr?“

Obwohl Zisser offensichtlich keinen Witz gemacht hatte, gab er ein krächzendes Lachen von sich und vollführte eine uneindeutige Geste. Tarson war der Mann unheimlich und, wenngleich er wohl durchaus kompetent und die Krankenstation gut ausgestattet war, so fürchtete er den Tag, an dem er die Dienste des Glatzköpfigen in Anspruch nehmen musste.

„Soll ich Ihnen kurz die Krankenstation genauer zeigen? Viele Kommandeure wollen sich versichern, dass hier alles nach Plan verläuft“, erkundigte er sich mit einem schiefen Lächeln.

Der Line Captain lehnte das Angebot jedoch ab, da er dem Doktoren absolut vertraue und noch viel zu erledigen habe. Recht eilig verließen er und Varris diese Sektion des Schiffes und wandten sich dem nächsten Ziel des kleinen Rundgangs zu: Der Hauptladeraum. In dem alten Dreadnought gab es nämlich keinen Hangarm, sondern eine riesige Rampe, aus der die Truppen ausgeladen wurden, nachdem das Schiff gelandet war. Darüber befanden sich zahlreiche Lagerräume und darüber die Munitionskammern, in denen zusätzliche Raketen, Energieziellen und Tibana-Gas Tanks aufbewahrt wurden. Dieser Anblick beeindruckte den Mann von Atzerri tatsächlich. Sie befanden sich oben beim Munitionslager und konnten über die Brüstung nach unten zur Rampe blicken, wo sich die Soldaten an Bord des Schiffes aufgestellt hatten. Er konnte so zusagen einmal quer durch das Schiff blicken. Lastenzüge ermöglichten den schnellen Transport von Wahren innerhalb und zwischen den Ebenen und einige Warnmarkierungen zeigten an, wo sich die gigantischen Schotts befanden, die sich rasch schließen würden, sollte auf einer der Ebenen ein Leck entstehen, um das Entweichen der Atmosphäre zu verhindern.
Mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck führte der Kommandant des Dreanoughts Tarson zu einem der Aufzüge und ließ ihn nach unten zu den Truppen fahren, sodass sein Vorgesetzter einen Blick auf die Soldaten werfen und ihre Kommandanten kennenlernen konnte. Die Luft zog scharf an ihm vorbei, während er jede der Ebenen betrachtete, die sie passierten, denn die Gitterwände des Transport-Korbes blockten den Wind nur unwesentlich ab. Verschiedenste Gerüche reizten sein Riechorgan, jedoch war der Gestank von Maschienenöl und Schmiermitteln stets wesentlicher Bestandteil.
In dem weitläufigen Raum am Boden des Schiffs formierten sich die Truppen, um einen ansehnlichen Anblick zu bieten für Tarson. Die meisten Soldaten waren Navy-Trooper die in ihren schwarzen Uniformen beinahe zu einer riesigen Masse zu verschmelzen schienen, jedoch formierten sich auch einige normale Army-Trooper und weiter vorne sogar noch elitäre Truppenkontingente. An erster Stelle die Sturmtruppen, die der ganze Stolz der imperialen Armee waren. Die Männer in ihren weißen Rüstungen hatten sich rechts vom Aufzug aufgestellt. Nicht voneinander zu unterscheiden, diszipliniert, ohne jede Emotion. Das Sturmtruppen-Corps wurde in diesen Soldaten perfekt repräsentiert, fand der Mensch mit den dunklen Haaren und wandte seinen Blick nach links, wo einige Imperial Commandos Stellung bezogen hatten. Sie trugen dunkelgraue, fast schwarze, Uniformen und die eine modifizierte Version des Armee-Helms, an dem ein Visier befestigt war, sodass ihre Augen verdeckt waren. Ähnlich anonym konnten sie nur als Menschen identifiziert werden, die ihr Leben für das Imperium gaben.
Tarson spürte wie sein Herz schneller schlug, als er aus dem Transportmittel stieg und auf die bereitstehenden Offiziere zutrat. Es war wieder die Nervosität, denn all diese Leute oblagen seiner Verantwortung, unterstanden seinen Befehlen. Jedoch schwang auch Stolz mit, dass er es war, der diese loyalen und elitären Soldaten kommandierte. Er ignorierte dabei den Fakt, dass er sie nicht direkt befehligte, sondern das die Aufgabe des Colonels war, der ihm nun gegenüberstand, und genoss die Macht und Verantwortung, die man ihm zugesprochen hatte.

„Colonel Nicholos Javick, Sir. Es ist mir eine Freude mit Ihnen zu dienen, jedenfalls sehen Sie hier die Truppen, die Ihr Flaggschiff mit ihrem Leben verteidigen werden. Ich versichere: Das Schiff fällt erst, wenn jeder Einzelne von ihnen gefallen ist.“, beschwor der bärtige Mensch mit den blonden Haaren.

Der Line Captain fand die Ausführung beinahe ein wenig seltsam, da es sich eigentlich von selbst verstand, dass ein Imperialer keinen Kampf einfach so aufgab. Andererseits war es schon mehrmals, besonders seit der Schlacht von Yavin, bei der der erste Todesstern zerstört worden war, vorgekommen, weshalb der Colonel wohl einfach klarstellen wollte, dass er und seine Leute nicht zu dieser Sorte gehörten. Die blauen Augen des Armee-Offiziers musterten ihn durchdringend und, ehe das Schweigen und der Blickkontakt seltsam wurde, ließ er seinen Blick mit einem leichten Nicken über die versammelten Soldaten wandern und erwiderte dann die Begrüßung.


„Die Freude liegt ganz auf meiner Seite, Colonel. Sie und Ihre Soldaten genießen mein volles Vertrauen und ich werde das Schiff und die Leute an Bord nicht aufgeben und verteidigen, solange ich lebe. Das versichere ich Ihnen.“


Er fügte den letzten Teil, wenngleich er ursprünglich nicht geplant war, perfekt an, als ihm der Gedanke kam, dass Javick die Loyalität und Treue seiner Soldaten nur ansprach, weil er implizieren wollte, dass die Flotte derartige Werte nicht mehr erstrebte. Jedoch war sich Tarson nicht zur Gänze sicher, dass sein Gegenüber einer dieser Armee-Holzköpfe war, die nur den Kampf auf dem Boden, von Mann zu Mann mit Blaster und Faust als wahren Kampf ansahen. Die Kämpfe im Raum mit Schiffen und Flotten erfolgte viel mehr Eleganz, Verstand und taktische Fähigkeit. Schlachten im Raum waren ein tödlicher Tanz und nicht ein barbarisches Gemetzel wie die Schlachten am Boden. Nichts desto trotz stellte der Blonde ihm noch die übrigen, nennenswerten Offiziere vor, wie seinen Stellvertreter Lieutenant Colonel Zaz Vigen und den Kommandanten der Sturmtruppen Captain Rulan Krash.
Anschließend löste sich der beeindruckende Empfand wieder auf und Varris führte seinen Vorgesetzten durch einige weitere Gänge. Ihr nächstes Ziel waren die Hauptgeschütze. Die Turbolaserkanonen, die hauptsächlich Schaden an nahende Feinde austeilen und sie letztlich pulverisieren würde. Der Mann von Atzerri hatte jedoch relativ wenig Interesse an den Waffen, ihm war bewusst, dass er mit diesem Schiff mit Sicherheit mindestens Fregatten zerstören konnte, die Bewaffnung dennoch lächerlich schien im Vergleich zu einem Sternzerstörer. Dementsprechend hörte er den Ausführungen des Captains, als sie vor den Kontrollen der klobigen Geschütze standen auch kaum zu. Seine Aufmerksamkeit wandte sich einerseits auf die Kanoniere und Techniker in der Umgebung, die in der Schlacht dann dafür zu sorgen hatten, dass die Waffen auch einwandfrei funktionierten und die feindlichen Ziele auch tatsächlich zerstört wurden. Die Bedienung von Geschützen auf Schiffen war Angelegenheit von Menschen. Nichtmenschen und Droiden hatten waren dazu offensichtlich nicht fähig, wie die Klonkriege eindrucksvoll unter Beweis gestellt hatten: Die nichtmenschlichen Verräter am Imperator, die sich auf ihre Droiden und Programme verlassen hatten, waren zerschlagen, getötet und vom Angesicht der Galaxis getilgt. Andererseits dachte er auch über die kommenden Tage, Wochen, Monate, wenn nicht Jahre nach. Die Zeit eben, die er als Kommandant dieses Schiffes verbringen würde.
Er sich nicht sicher, ob er noch Probleme mit dem Colonel kriegen würde, oder irgendeinem anderen Offizier. Wie viel wohl auf den Eskortflügen, bei denen er hauptsächlich aufpassen musste, dass die Transporter, die für das Imperium wertvolle Fracht transportierten, sich nicht selbst zerstörten, geschehen würde. Ob er überhaupt noch einmal einen anständigen Kampf, eine richtige Schlacht, bei der es um alles oder nichts ging, erleben würde? Viele hofften für ihn vermutlich, um seinetwillen, dass nicht, jedoch diente er nicht für die imperiale Flotte, um irgendwelchen unbedeutenden Kommandanten von irgendwelchen popeligen Frachtern die Händchen zu halten. Dafür war er nicht bis zum Line Captain gekommen.


„Ausgezeichnet, Captain, wenden wir uns nun der Brücke zu?“, fragte Tarson und tat so, als hätte er den langwierigen und unwichtigen Äußerungen des kommandierenden Offiziers gebannt gelauscht.

Mit einem Nicken vom Menschen, der erheblich größer war als der Mensch von Atzerri, setzten sie den Rundgang fort bzw. schritten dessen Ende entgegen. Er war beinahe ein wenig gespannt, wie die Brücke seines neuen Kommandos aussehen würde. Ob es durch das Alter des Schiffes enorme Unterschiede zur Brücke der Abyss gab?


- Yaga Minor - Orbit - IDRD 'Colossus' - Gang - Tarson Kyrill, Ret Varris und Crewmitglieder -

11 Sep, 2012 00:44 52
Saree Ytahsii
Gast


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Yaga Minor – Orbit – IDRD „Colossus“ - Kabine

Ein neuer Tag. Seit knapp vier Wochen war Saree nun schon auf dem Dreadnaught stationiert. Bisher lief es recht gut. Captain Varris, dem er bis jetzt unterstellt war, war keiner von denen, die Nichtmenschen verachteten und als unfähig ansahen, sondern jeden nach seinen Fähigkeiten beurteilte. Bei den anderen Crewmitgliedern war es unterschiedlich. Viele, zumindest mehr als sonst üblich auf imperialen Schiffen, waren selber Nichtmenschen und in einigen der Menschen war der Hass auf Andersartige nicht annähernd so tief verwurzelt, wie in seinem alten, fast schon verhassten Vorgesetzten. Natürlich gab es auch hier jene Hardliner, die ihm den Tod wünschten. Das so ziemlich alle vor ihm salutieren mussten, war für jene eine Schmach, die der Iktotchi sofort in ihren Blicken sah.

Nun jedoch bekam das Schiff einen neuen Befehlshaber. Einen Captain of the Line. Ein Mensch. Und offenbar einer der richtig ungemütlichen Sorte. Commander Ytashii konnte nur hoffen, dass Varris ihm ein wenig Rückendeckung gab. Sonst wäre eine erneute Degradierung wohl nicht zu verhindern. Aber selbst wenn. Saree würde seine Pflichten nicht vernachlässigen und die imperialen Prinzipien nach allen Kräften ehren und verteidigen, ganz egal wie sehr man ihn zu diskriminieren versuchte. Der neue Befehlshaber war auch der Grund warum er schon so früh wach war. Normalerweise hätte er noch mindestens zwei Stunden schlafen können und bedachte man den schlechten Schlaf der letzten Nacht, hätte er die wohl auch gebraucht aber er wollte sich keinen Lapsus erlauben. Nicht gleich am Anfang. Wenn Captain Kyrill eintraf, sollte alles perfekt und bereit sein.

Er würde nicht zum Empfang gehören. Zumindest diese unangenehme Situation hatte Varris ihm erspart. Stattdessen würde der zweite Offizier des Schiffes, Fial Daris, diese Rolle zusammen mit dem Captain übernehmen. Natürlich würde der Iktotchi nicht untätig sein. Das Schiff sollte für alles bereit sein, wenn der Line Captain die Brücke betrat. Wenn er sofort auslaufen wollte, so sollte dies auch geschehen. Es war ungewiss, wann genau Kyrill eintreffen würde. Demzufolge fielen die allmorgendlichen Dinge, wie Hygiene und Frühstück, ziemlich kurz aus. Schon eine halbe Stunde, nachdem er aufgestanden war, trat er durch die Schotten auf die Brücke, wo ihm wieder einmal diese gemischte Stimmung entgegen schlug. Manche achteten sein Auftauchen und grüßten ihn mit dem gewohnten militärischen Salut. Andere taten dies ziemlich widerwillig und es gab sogar ein paar die so taten, als würden sie ihn nicht bemerken.

Saree sah darüber hinweg. Was half es auch sie zu maßregeln? Die angespannte Stimmung, die zwischen ihnen herrschte, würde das nicht verbessern. Im Gegenteil. Und der Commander war nicht darauf aus, dem Line Captain einen handfesten Streit auf der Brücke zu präsentieren. Er würde sich den Respekt der Männer und Frauen nur durch Leistung verdienen können. Bis dahin musste er Respektlosigkeit einfach schlucken und darauf vertrauen, dass Captain Varris die Situation halbwegs unter Kontrolle hielt. Er lief an den verschiedenen Brückenoffizieren vorbei nach vorn. Ein wenig Nostalgie ließ ihn zurückdenken. Im Moment war er es, der die Fäden hier in der Hand hielt. Genau wie damals auf der Lancer-Fregatte. Seiner Meinung nach war er ein guter Kommandant gewesen. Doch seine nichtmenschlichen Eigenschaften, genauer seine Visionen, und sein Vorgesetzter verhinderten einen Aufstieg oder Erfolge. Das Kommando wurde ihm entzogen und er wurde wieder zum ersten Offizier. Nun diente er auf einem größeren Schiff, doch was hatte das schon zu bedeuten. Wenn er nicht Unmengen an Arbeit investierte und noch mehr Glück hatte, würde es wieder so enden oder sogar schlimmer.

„Statusberichte!“

„Energiezufuhr läuft ohne Probleme.“
„Antrieb einsatzbereit.“
„Waffensysteme funktionieren einwandfrei.“
„Einsatzbereitschaft der Schildgeneratoren.“
„Kommunikationskanäle stabil.“


Saree wartete auf die Rückmeldung der Sensorik. Der Sensorikoffizier war ein Mensch und einer von denen, die den Commander am liebsten Tod sehen würden.

„Sensorik?“

Er wartete wieder ab, doch als keine Antwort erfolgte wurde seine Stimme merklich lauter.

„Sensorik?!“

„Einige Scanner reagieren nicht und melden eine Fehlfunktion.“

Der Commander fluchte innerlich. Eigentlich hätte er damit rechnen müssen. Diese verfluchte, alte Schüssel. Es hätte ihm von Anfang an klar sein müssen, dass irgendetwas nicht funktionierte. Nun galt es die Fehlfunktionen so schnell wie möglich zu beheben....bevor der Line Captain die Brücke betrat.

„Überprüfen sie das umgehend. Die Techniker sollen das Problem beheben. So schnell wie möglich!“

„Ja....Sir.“

Die Antwort strotzte nur so vor Widerwillen aber auch hier sah Saree darüber hinweg. Solange seine Befehle befolgt wurden gab es keinen Grund, die Fassung zu verlieren. Obwohl der Ausfall einiger Scanner schon Grund genug dazu gewesen wäre. Leider waren kleinere Fehlfunktionen und Ausfälle einiger elektronischer Einheiten keine Seltenheit bei solch einem alten Schiff. Verglichen mit seiner Größe war es ohnehin ziemlich wehrlos. Es war ein Riese, keine Frage. Aber ein ziemlich zahnloser. Nichts im Vergleich zu einem Sternzerstörer, der in etwa dieselbe Größe vorweisen konnte.

Der Iktotchi ging nervös auf und ab. Sollte etwas nicht zu voller Zufriedenheit laufen, würde er dafür seinen Kopf hinhalten müssen. Hin und wieder keimten in seinem Kopf Gedanken von Sabotage auf, die das Ziel verfolgten, ihn so schnell wie möglich loszuwerden. Doch diese tat er ab. Solche Aktionen schadeten nicht nur ihm, sondern der ganzen Crew inklusive der Offiziere und waren somit nichts als Hirngespinste. Es vergingen gefühlte Stunden bis ein Fehlerbericht erfolgte.

„An den betroffenen Scannern sind einige Bauteile Verschleißerscheinungen erlegen.“

„Austauschen, sofort!“

Saree war sichtlich angespannt. Noch gab es keine Meldung darüber, ob der Line Captain das Schiff schon betreten hatte, doch es konnte jeden Augenblick soweit sein und vielleicht wollte er ja sofort auf die Brücke. Und dann musste ihm die nur halb einsatzbereite Sensorik auffallen. Doch glücklicherweise waren alle benötigen Teile vorrätig und die Techniker konnten sofort mit der Reparatur beginnen, die eigentlich nicht viel Zeit in Anspruch nehmen sollte. Doch die folgenden Minuten vergingen so zäh, dass man glaubte, die Zeit wäre angestemmt. Auf der Brücke herrschte relative Ruhe. Alle bemerken die angespannte Situation und es war wohl für keinen angenehm, dem Line Captain ein nur halb funktionierendes Schiff zu präsentieren.

„Scanner arbeiten wieder. Sensorik einsatzbereit!“

Endlich. Und die Meldung kam keinen Moment zu früh. Gerade kam die Information herein, dass der Line Captain das Schiff betreten hatte.

„Gute Arbeit! Alle auf ihre Positionen! Bereiten wir dem Line Captain einen würdigen Empfang.“

Dieser kleine Vorfall und das schnelle Lösen des Problems hatten die Brückencrew zusammengeschweißt. Für einen kleinen Moment, wenigstens. Saree straffte sich und überprüfte seine Uniform. Er legte immer sehr viel Wert auf Sauberkeit und Ordnung und so konnte er keinen Makel an dem Stoff erkennen, der ihm zum Commander machte. In der Zwischenzeit war auch Fial Daris auf der Brücke angekommen und stellte sich neben ihn. Saree versuchte aus seinem Blick zu lesen, wie die erste Begegnung mit dem Line Captain gelaufen war aber wie so oft war seine Mimik nicht zu lesen. Er hatte von Anfang an diesen streng militärischen Ausdruck gehabt, der einfach jedes Gefühl verbarg. Deshalb wusste der Commander auch nicht ob dieser Mensch ihm gegenüber freundlich oder feindlich gesinnt war. Zumindest hatte er noch keine abfälligen Bemerkungen gemacht. Im Augenblick fügte er sich zumindest seiner Rolle als Rangniederer und positionierte sich leicht hinter ihm. Man konnte die Anspannung förmlich greifen und die Zeit schien nochmals stillzustehen, bevor sich die Schotten öffneten und Captain Varris mit dem neuen Befehlshaber auf der Brücke erschien. Saree ging ihnen entgegen. Nicht vollkommen. Nur soweit, dass es nicht aufdringlich erschien und salutierte, sowie der Rest der Brückencrew.

„Captain Kyrill. Commander Saree Ytahsii, Ihr erster Offizier. Willkommen an Bord der „Colossus“.

Er verwendete keine unnötigen Floskeln. Wenn dann konnte er den Line Captain nur durch Einsatzbereitschaft von seinen Fähigkeiten überzeugen.

„Das Schiff ist bereit auszulaufen und erwartet Ihre Befehle.“

Yaga Minor – Orbit – IDRD „Colossus“ - Brücke

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09 Oct, 2012 19:39 44
Percaide Theirys
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|| Yaga-System : Orbit von Yaga Minor : ENF ‚Tireless’ : Brücke||
Percaide


Nicht ohne Stolz verfolgte der Captain des Enforcer-Kreuzers ‘Tireless’ den Eintritt in den Normalraum – eigentlich ein alltäglicher Vorgang, kaum einer Erwähnung wert, jedoch war es dieses Mal etwas Besonderes, denn Percaide Theirys stand kurz davor, einen weiteren Schritt in die höheren Offiziersränge des Imperiums zu erklimmen. Oder wenigstens in die imperialen Offiziersränge, denn das Imperium, in dem sie aufgewachsen war, existierte nicht mehr. Sie stand nun in Diensten des Pentastar Alignments unter der Herrschaft des Großmoffs eines geschwundenen Oversector Outer , Ardus Kaine, der noch am ehesten in der Lage war, das Erbe des Galaktischen Imperiums zu erhalten und dessen Ideale und Doktrinen fortzuführen. Sander Delvardus war mit der Eriadu Authority kläglich gescheitert und seither spurlos verschwunden, ob Teradoc die Maldrood Reaches halten war fraglich und Zsinj führte sich wie ein Operettenimperator auf – nicht erfolglos, aber sein Auftreten war eines wahrhaftigen Imperialen einfach unwürdig. Kaine hatte als Großmoff Erfahrung darin, zu herrschen, während die anderen allesamt Admiräle waren, die glaubten, dass sie mit großspurigem Auftreten und sinnlosen Kleinkriegen in die Fußstapfen des Imperators treten konnten. Die blauleuchtenden Schlieren, optische Effekte des Hyperraums, zogen sich zu langen Streifen und die Navigation unter Lieutenant Ellid Godolkyn vermeldete einen erfolgreichen Eintritt im Orbit von Yaga Minor. Percaide stand unbewegt auf der Brücke, die Hände hinter dem Rücken verschränkt, den Blick geradeaus auf die blau-grün-weiße Welt gerichtet, in deren Umlaufbahn das eigentliche Ziel ihrer Reise lag.

„Lassen Sie von der Yaga Space-Station einen Andockplatz für die ‚Tireless‘ zuweisen und melden Sie der Ubiqtorate Station meine Ankunft. Meldungen von dort legen Sie auf mein persönliches Com, Ensign Sedriss, wies sie den jüngsten Offizier der Brückencrew an, einen rothaarigen Brentaaler, der ihr ob seiner gutgelaunten Veranlagung mehr als unsympathisch war. „Zu Befehl, Captain!“, erwiderte er in einem Tonfall, als ob sie ihm gerade drei Wochen Landgang auf einem tropischen Ferienparadies gewährt hatte. Seine Art vermittelte ihr stets den Eindruck, dass er seine Aufgaben nicht ernst nahm, obwohl er sich in den letzten Monaten, seit er den Posten auf der ‚Tireless‘ übernommen hatte, tadellos verhalten und gute Arbeit geleistet hatte. Dennoch suchte sie gerade bei ihm nach dem kleinsten Schnitzer, den sie allerdings noch nicht gefunden hatte und gerade das für noch mehr Missfallen sorgte. Commander Raskar Neironne, ihr Erster Offizier, lobte den jungen Mann, wo er nur konnte, denn der Corellianer war ein Weichei und viel zu liberal eingestellt. Im Galaktischen Imperium wäre jemand wie er mit einer solchen Einstellung nie soweit gekommen und irgendwo hinter einem Schreibtisch in der Verwaltung gelandet. Doch nützlich an ihm war, dass er nie seine Kompetenzen überschritt und sein Ehrgeiz nicht sehr groß war, sich zu profilieren.

Trotzdem war sie auf der Hut und beobachtete ihn genau – ebenso wie den Navigationsoffizier Lieutenant Commander Godolkyn, einem blonden Anaxsi, der es zu Anfang ihres Kommandos auf einige Konfrontationen hatte ankommen lassen, bevor der neue Captain ihn in seine Schranken gewiesen hatte. Dennoch hatten seine stahlblauen Augen noch immer den gleichen herausfordernden Ausdruck, da konnte er sich noch so demütig geben wie er wollte. Lieutenant Andris Sorko, der Feuerleitoffizier, war ein schweigsamer, kahlköpfiger Mann von Kuat, der sich durch seine souveräne und ruhige Art auszeichnete, während Ensign Cal Rydden, ein drahtiger Agamarianer , hinter den Kontrollen der Sensorik in ständiger Bewegung war, selbst wenn er still saß. Diese beiden hatten sich widerspruchslos unter ihr Kommando gefügt, ein wenig zu schnell, wie Percaide befand. Jedoch hatte sich diese Brückencrew nach ihren Vorstellungen eingespielt und ihr Kommando musste endlich die Aufmerksamkeit der Admiralität auf sich gezogen haben, ansonsten hätte sie nicht die Einladung von Admiral Marlin Raymore auf der Ubiqtorate-Station über Yaga-Minor erhalten. Godolkyn, bringen Sie die ‚Tireless‘ die übermittelte Andockposition, Commander Neironne, Sie kümmern sich um alle notwendigen Wartungsarbeiten und warten auf weitere Befehle“ , wies sie ihren Ersten Offizier an, als sie an ihrer Arbeitsstation das Signal für eine Nachricht von der Ubiqtorate-Station erhalten hatte. „Sie haben die Brücke – ich bin in meinem Quartier.“ Dabei klang sie beinahe freundlich, aber wartete erst gar nicht die Bestätigung des weichlichen Corellianers ab. Ihr Herz klopfte so laut, dass sie glaube, es müsste jeder hören – wie lange hatte sie darauf warten müssen, dass ihr Name bis zum imperialen Oberkommando vorgedrungen war und nun war das ersehnte Ziel zum Greifen nahe. Der Weg zu ihrem Quartier schien endlos, doch würde sie bestimmt nicht rennen und sich eine derartig kindische Blöße geben. Deshalb waren ihre Schritte wie üblich rasch aber gleichmäßig und nur einem sehr aufmerksamen Beobachter wäre aufgefallen, dass ihre Hände in den schwarzen Lederhandschuhen zuckten. Angelangt in ihrem Quartier ließ sie ebenfalls keine hektischen Bewegungen zu, als sie sich vor ihr Arbeitspult setzte und die Nachricht des Admiralsstabs abrief, die nicht mehr als die Abflugzeit des Shuttles zu Ubiqtorate-Station enthielt. In weniger als zwei Stunden war es soweit, und diesmal ballte Percaide triumphierend die Fäuste.


Percaide
|| Yaga-System : Orbit von Yaga Minor : ENF ‚Tireless’ : Quartier||

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22 Oct, 2012 22:48 51 Percaide Theirys ist offline Email an Percaide Theirys senden Beiträge von Percaide Theirys suchen Nehmen Sie Percaide Theirys in Ihre Freundesliste auf
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.:: Yaga-System :: hoher Orbit von Yaga Minor :: Imperial-Klasse Sternzerstörer "Eradicator" :: persönliches Büro :: High Admiral Marlin Raymore ::.



High Admiral Marlin Raymore signierte das letzte auf Flimsiplast gebannte Textstück. Der 56jährige High Admiral hasste diesen Teil seines Dienstes. Bürokratie war für den Mann von Velusia ein Übel. Ein notwendiges zwar, aber dennoch missfiel ihm jeder Kampf gegen Schreibstücke. Viel lieber hätte der dem Rebell gegenüber gestanden. Viel zu lange schon wartete man auf eine passende Gelegenheit Rache zu üben. Rache an der Rebellion für den Verlust des Zweiten Todessterns. Für den Tod von Zehntausenden. Für die Enthauptung des Imperiums. Für Schmach, Niederlage und Schande. Dafür hatte er sich dem Pentastar Alignment verschrieben. Dafür hatte er sich nach den Wirren um Endor Grand Moff Ardus Kaine angeschlossen. Ihm und seinem Oversector Outer. Diese Entscheidung bereute Marlin Raymore nicht. Das Alignment hatte sich unter der Führung des Grand Moff etabliert, verfügte zudem über feste Grenzen und eine Pufferzone, welche es den Rebellen schwer machte, direkt zu agieren. Vor allem aber besaß das Pentastar eine intakte Infrastruktur, die traditionellen imperialen Wertvorstellung, sowie eine zufriedenstellend große Flotte. Dies war für einen alten, bärbeißigen Flottenoffizier vom Schlage Raymores wichtig. Seine tägliche Pflichterfüllung beruhte schlichtweg auf den Hierarchien und Ressourcen, welcher er sich jahrelang hatte bedienen können. Die Größe der Pentastar-Flotte konnte natürlich nicht mit den fast utopischen Zahlen mithalten, welche das Galaktische Imperium auf dem Zenit seiner Macht vorweisen konnte, doch war man mühelos in der Lage, sämtliche Grenzen, sowie alle bedeutenden Systeme gut zu sichern. High Admiral Raymore war sich im Klaren darüber, dass Grand Moff Kaine daran gelegen war, seinen Machtbereich zu vergrößern. Dafür hatte sich das nominelle Oberhaupt des Pentastars für die Entwicklung moderner Kriegsschiffe stark gemacht. Der Jagdkreuzer der Enforcer-Klasse war ein Resultat dieser Bemühungen.
Als der 56jährige seine lästige Pflicht hinter sich gebracht hatte, dauerte es nicht einmal vier Minuten, ehe er neuerlich gestört wurde. Ein elektronisches Läuten erklang als Zeichen dafür, dass jemand Eintritt begehrte. Kurzerhand griff sich der High Admiral seine Dienstmütze, kontrollierte den korrekten Sitz seiner Uniform und erhob dann seine Stimme.


"Eintreten!", lautete der knappe Befehl. Mehr war nicht notwendig. Mit einem Zischen glitt die Tür zum persönlichen Büro des High Admirals auf und ein Lieutenant der Flottenstreitkräfte trat ein. Marlin Raymore kannte beileibe nicht jeden Offizier an Bord der 'Eradicator'. Dies war zahlenmäßig unmöglich und überdies fungierte der Imperial-Klasse Sternzerstörer erst seit kurzer Zeit als Flaggschiff des High Admirals. Zuvor hatte der Mann von Velusia in erster Linie von der Allgegenwärtigkeitsbasis aus operiert und befehligt. Nun jedoch stand etwas bevor. Ein Umbruch. Zwar hatte High Admiral Raymore noch keine Order vom Grand Moff erhalten, doch die innere Unruhe sprach Bände. Die Erfahrung von Dekaden ließ den 'Alten Bären' - wie er bisweilen von jüngeren Semestern genannt wurde - die Veränderung spüren.

"Admiral, wir haben soeben Mitteilung von der Allgegenwärtigkeits-Basis erhalten, dass Captain Theirys angedockt hat. Sie wollten diesbezüglich informiert werden, Sir.", informierte der Lieutenant den momentan ranghöchsten Flottenoffizier des Pentastar Alignment. Selbiger nickte kurz, ordnete seine Flimsiplast-Dokumente und erhob sich.

"Hervorragend, Lieutenant. Lassen Sie umgehend ein Shuttle für mich vorbereiten. Das Treffen findet auf der Station statt.", befahl der High Admiral. In Kürze würden noch eine ganze Menge anderer, vielversprechender Offiziere über Yaga Minor eintreffen. Hier befand sich das Zentrum der militärischen Macht von Ardus Kaine. Überdies befand sich über Yaga Minor noch die bedeutendste Produktionsstätte des Pentastar Alignment. Sogar riesige Schiffe auf Sternzerstörerbasis konnten hier gefertigt werden - bei entsprechend liquiden Mitteln und der Verfügbarkeit enormer Ressourcen. An letzterem mangelte es dem Grand Moff momentan - zumindest zur Umsetzung seiner Fertigungsziele. Genau dafür - so schätzte der High Admiral - gab es die momentane Order zur Abkommandierung aufstrebender, ambitionierter Offiziere nach Yaga Minor. Marlin Raymore war sich ziemlich sicher, dass er schon bald den Befehl erhalten würde, eine schlagkräftige Flotte zu kommandieren. Einzig das Ziel war ihm noch nicht bekannt.

"Zu Befehl, Sir.", kam die dienstbeflissene Antwort des Lieutenant, der noch kurz salutierte und dann auf dem Absatz kehrt machte. Zurück blieb ein ernst dreinblickender High Admiral. Raymore war sich der Bedeutung der Befehlskette bewusst, dennoch missfiel es ihm, nicht über jeden Plan in Kenntnis gesetzt zu werden. Seine Prognosen und Überlegungen sorgten überdies für ein stets Grübeln. Auch die Weisheit des Alters beruhigte ihn in diesem Falle nicht, hing doch möglicherweise einiges von seinen strategischen Überlegungen ab. Andererseits mochte es auch sein, dass durch die Abkommandierung schlichtweg ein wenig Präsenz innerhalb des Militärs gezeigt werden sollte. Die mit den neuen Befehlen verbundenen Truppenbewegungen waren ein klares Zeichen an alle Neugierigen von ausserhalb.

Die Zeit würde Klarheit bringen - soviel stand fest. Mit einem selbstsicheren Nicken verließ der High Admiral sein persönliches Büro und marschierte in Richtung der Turbolifte. Sicherlich stand bereits ein Shuttle für ihn bereit, dass Marlin Raymore zur Allgegenwärtigkeitsbasis bringen sollte.



.:: Yaga-System :: hoher Orbit von Yaga Minor :: Imperial-Klasse Sternzerstörer "Eradicator" :: auf dem Weg zum Hangar :: High Admiral Marlin Raymore ::.

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- Grand Moff Ardus Kaine -

23 Oct, 2012 00:25 47 [NPC] Pentastar Alignment ist offline Email an [NPC] Pentastar Alignment senden Beiträge von [NPC] Pentastar Alignment suchen Nehmen Sie [NPC] Pentastar Alignment in Ihre Freundesliste auf
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|| Yaga-System : Orbit von Yaga Minor : Ubiqtorate Station : Shuttledock||
Percaide


Noch einmal rückte Percaide ihre Mütze zurecht und zog die Handschuhe straff, kurz bevor sie das Lambda-Shuttle verließ, das sie zur Ubiqtorate-Station gebracht hatte. Nervös war sie nicht, aber sie musste sich eingestehen, dass sie ähnlich angespannt war wie kurz vor dem Eintritt ins Schlachtgeschehen, als sie ihr erstes eigenes Kommando über die Lancer-Fregatte ‚Vigilante‘ erhalten hatte. Jedes Detail und Geräusch nahm sie überdeutlich wahr, und auch jede Veränderung in der Bewegung der Luft schien sie spüren zu können. Ein Lieutenant, dem die Beflissenheit förmlich in das nahezu vollkommen gemeißelte Gesicht geschrieben stand, erwartete sie an der Ausstiegsrampe des Shuttles und salutierte mit einer eleganten Bewegung, die ihr durchaus gefiel.

„Captain Theirys, willkommen an Bord der Ubiqtorate-Station. Ich bin Lieutenant T’horok und werde Sie zum Besprechungszimmer begleiten,“ begrüßte er sie in einer Tonlage, die jedem imperialen Nachrichtensprecher zur Ehre gereicht hätte. „Vielen Dank, Lieutenant,“ erwiderte sie knapp, nachdem sie den Salut erwidert hatte und sich von Lieutenant T’horok durch die Gänge der Archivstation führen. Seine Bewegungen wirkten kraftvoll und geschmeidig zugleich, und unwillkürlich fragte sie sich, ob sie es nicht vielleicht mit einem Human Replica-Droiden zu tun hatte, denn soviel Formvollendung auf einmal besaßen nur die wenigsten Menschen – doch falls er ein organisches Wesen sein sollte, dann ein besonders beeindruckendes Exemplar.
Ihre volle Aufmerksamkeit galt jedoch dem bevorstehen Treffen mit dem Admiral und durfte sich von diesem zweifellos ansehnlichen Geschöpf nicht ablenken lassen. Dennoch behielt sie sich den Namen des Lieutenants im Hinterkopf. Sie durchquerten mehrere Gänge, in denen nur wenig Betrieb herrschte, da es an Bord der Station anscheinend Nachtzeit war, und fuhren mit einem Aufzug mehrere Stockwerke nach oben, wo Lieutenant T’horok sie durch einen Korridor in einen Wartebereich mit einer atemberaubenden Aussicht auf Yaga Minor führte. „Eine wundervolle Aussicht, nicht wahr, Captain Theirys? Admiral Raymore wird Sie in wenigen Minuten empfangen. Wenn Sie solange hier warten möchten?“ Wieder diese Perfektion in Stimm- und Tonlage, die allerdings weit davon entfernt war, einschmeichelnd oder servil zu wirken, jedoch so angenehm zu hören wie dieser Mann angenehm anzusehen war. „In der Tat , ein sehr schöner Anblick, Lieutenant. Ich werde solange warten,“ sagte sie kühl und richtete ihren Blick nach draußen, ohne dass jedoch die Aussicht ihre Beachtung fand. Sie dachte an an ihren Vater, Perran Theirys, den sie so früh verloren hatte, und an ihren Großvater, der hoffentlich die Eroberung Corulags durch die Rebellen gut überstanden hatte. Sie wollte, dass er irgendwann erfuhr, wie weit sie es gebracht hatte und dass sie heute einen weiteren Schritt tun wurde, um dem Familiennamen alle Ehre zu machen.

Die Gedanken an ihre Familie verschafften ihr die nötige Ruhe, um dem Gespräch mit dem Admiral zuversichtlich entgegenzusehen, selbst wenn es noch länger als die ‚wenigen Minuten‘ dauern würde. Tatsächlich erschien ihr die Zeitspanne wirklich kurz, als Lieutenant T’horok zurückkehrte und sie bat, ihm in das Besprechungszimmer zu folgen, wo sie von Admiral Raymore erwartet wurde.


Percaide, Lieutenant T'horok, Admiral Marlin Raymore
|| Yaga-System : Orbit von Yaga Minor : Ubiqtorate-Station: Besprechungszimmer TQ-2398||

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23 Oct, 2012 21:17 08 Percaide Theirys ist offline Email an Percaide Theirys senden Beiträge von Percaide Theirys suchen Nehmen Sie Percaide Theirys in Ihre Freundesliste auf
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.:: Yaga-System :: hoher Orbit von Yaga Minor :: Allgegenwärtigkeits-Basis :: Besprechungszimmer TQ-2398 :: High Admiral Marlin Raymore & andere ::.



Der Ausblick aus den Panoramafenster der Allgegenwärtigkeits-Basis war atemberaubend. Nicht nur, weil High Admiral Marlin Raymore so auf Yaga Minor selbst, diese wunderschöne terrestrische Welt, blicken konnte, sondern auch weil gewaltigen, ausladenden Werftanlagen ihn verzückten. Und das gute Dutzend Sternzerstörer der Imperial-Klasse, welche auf Befehl von Grand Moff Ardus Kaine hin dafür Sorge tragen sollten, dass die Werft sicher produzieren konnte. In Zuge seines aufkommenden Stolzes vergaß der High Admiral all die kleineren Schiffe der imperialen Flotte, die hier ihren Dienst taten. All die Kreuzer und Fregatten, all die Zollschiffe und Systemverteidigungsraumer. Denn über all dem, über den Werften, der Allgegenwärtigkeits-Basis und den zwei mächtigen Waffenplattformen, die sich im Orbit von Yaga Minor befanden, schwebte die Königin des interstellaren Schlachtfelds. Neunzehntausend Meter todbringenden Stahls harrten eines Kommandos aus. Die 'Reaper', ein Executor-Klasse Supersternzerstörer, bewachte die Hauptwerftwelt des Pentastar Alignments vor allen anderen. Dieser gewaltige Moloch war die Geißel der Galaxie. Nichts konnte diesem Superlativ der Kriegsführung widerstehen. Sicherlich, seit der Indienststellung dieser Schiffsklasse hatte es Verluste gegeben - allen voran das Typschiff vom Dunklen Lord der Sith selbst. Doch die Folgemodelle waren ihrer Schwachpunkte behoben worden. Man hatte sie ausgebessert, verbessert - perfektioniert. Die 'Reaper' war ein solch perfektes Werkzeug des Krieges. Sie war atemberaubend. Sie war vollkommen. High Admiral Raymore zweifelte nicht an ihrem militärischen Nutzen. Mit Hilfe des Supersternzerstörers besaß Ardus Kaine einen kaum bezahlbaren Trumpf.

Während der Flottenoffizier sich fast in seiner Bewunderung verlor, wurde Captain Theirys in das Besprechungszimmer geführt. Es dauerte einige Momente, bis der 56jährige Mann von Velusia ihre Gegenwart registrierte. Mit einem fast sehnsüchtigen letzten Blick riss sich Raymore von der makellosen Silhouette der 'Reaper' los und widmete sich seinem Gast. Eine schnelle, einfache Musterung folgte, während Percaide Theirys in Habachtstellung ausharrte. Das dunkle Haar hatte sie streng nach hinten gelegt, ihre Uniform wirkte sauber und korrekt. Die oberflächliche Einschätzung wurde mit einem Nicken quittiert.


"Nehmen Sie Platz, Captain.", wies der High Admiral an und deutete zeitgleich auf einen der ihm gegenüberliegenden Sitzplätze. Er selbst ließ sich dort nieder, wo ein kleinerer Haufen Flimsiplast-Streifen, sowie ein Datapad bereit lagen. Mit fast theatralischer Langsamkeit setzte er sich, räusperte sich kurz und bedachte dann sein Gegenüber mit einem eindringlichen Blick. Seine stahlgrauen Augen strahlten - gewissen Erzählungen gemäß - eine beunruhigende Kälte aus. Kalte Augen waren niemals etwas, dem man sich lange gern konfrontiert sah - Marlin Raymore indes hatte in Hunderten von Gesprächsstunden Gefallen daran gefunden, das Gegenüber zu verunsichern. Ob sich Captain Theirys derart einschüchtern ließ, stand jedoch auf einem anderen Blatt Papier.

"Zunächst einmal bedanke ich mich, dass Sie Zeit für mich erübrigen konnten, Captain Theirys. Es gibt einige angenehme ... und einige dringliche Dinge zu besprechen ...", begann der High Admiral das Gespräch. Abermals fixiert er Percaide Theirys. Bei jedem seiner Worte achtete er auf die Körpersprache der Schiffskommandantin. Jede kleinste Regung ihrerseits konnte eine Schwäche sein, während Regungslosigkeit gleichzeitig ein Indiz für mangelndes Selbstvertrauen sein könnte. High Admiral Raymore lauerte wie ein ausgehungerter Rancor. Er war bereit jederzeit zuzuschlagen, gleichzeitig jedoch auch erpicht darauf, die Tauglichkeit seines Gastes zu prüfen.

"Es liegt an Ihnen, Captain Theirys, was es als Auftakt sein darf.", ergänzte der Mann von Velusia. Trotz seines Rufs, ein eisenharter Offizier zu sein, gestand Raymore Untergebenen bisweilen einige Freiheiten zu. So auch in diesem Fall. Sollte Percaide Theirys entscheiden, welches Thema zunächst besprochen werden sollte. Der High Admiral begann noch während der Antwort des weiblichen Offiziers in seinen Unterlagen zu blättern - der kompletten Personalakte seines Gegenübers.


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27 Oct, 2012 03:13 03 [NPC] Pentastar Alignment ist offline Email an [NPC] Pentastar Alignment senden Beiträge von [NPC] Pentastar Alignment suchen Nehmen Sie [NPC] Pentastar Alignment in Ihre Freundesliste auf
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|| Yaga-System : Orbit von Yaga Minor : Ubiqtorate Station : Besprechungszimmer TQ-2398||
Percaide, High Admiral Marlin Raymore


Das Besprechungszimmer, in das sie von Lieutenant T'horok, einem schier unglaublichen Ausbund von Perfektion, geführt wurde, war schlicht und zweckmäßig eingerichtet, der einzige Schmuck war ein ebensolches Panoramafenster, vor dem sie noch wenige Minuten zuvor gestanden hatte. Und High Admiral Marlin Raymore schien von der überwältigenden Aussicht völlig gefangen zu sein, denn er starrte immer auf die Oberfläche von Yaga Minor oder auf die gewaltigen Werftanlagen, als sie schon längst eingetreten und der Lieutenant sich bereits wieder zurückgezogen hatte. Nichtsdestoweniger nahm sie Haltung an und salutierte, als sie zum Stehen kam, ob der Admiral sie nun wahrnahm oder nicht. Er war ein Mann in den Fünfzigern, wirkte allerdings älter als sie erwartet hatte. Dennoch konnte sie nichts Großväterliches an ihm finden, denn in der Imperialen Flotte wurde man nicht durch Güte und Nachsicht zum High Admiral. Selbst ihr eigener Großvater hatte sie oft mit unnachgiebiger Härte behandelt, was ihr letztendlich geholfen hatte, die Flottenakademie als eine der wenigen Frauen zu überstehen. „Ich bin Percaide Theirys, Captain der Imperialen Flotte, Tochter von Perran Theirys, Captain der Imperialen Flotte und Enkelin von Pharrell Theirys, Commodore der Flotte der Republik und des Imperiums. Ich habe einen Verband durch eine feindliche Galaxis von Eriadu bis nach Entralla geführt“, sagte sie sich in Gedanken vor, um die Anspannung herunterzuspielen, unter der sie stand. Es war wie in den letzten Augenblicke vor einem Solo-Auftritt voller eleganter Sprünge und Pirouetten, die haargenau zur Musik ausgeführt werden mussten, um nicht zu straucheln oder zu fallen.

Endlich wandte sich der High Admiral ihr zu und erlaubte ihr, sich zu setzen. Sie atmete einmal unhörbar ein und aus, um sich zu sammeln und nahm dann ihm gegenüber Platz, als er sich nach einer halben Ewigkeit hinsetzte. Die Art, wie er sie fixierte, löste nicht gerade Wohlbefinden aus – es konnte ein Test sein, es konnte sein, dass er sich in seiner Position alles Mögliche erlaubte, nur weil er es konnte, es konnte sein, dass er wie so viele der imperialen Offiziere nicht viel von Frauen in Offiziersrängen hielt und sie provozieren oder schikanieren wollte. Sie hatte schon alles erlebt, Beleidigungen, Mobbing, Schikane, verbale Übergriffe und körperliche, aber bislang hatte sie immer einen Weg gefunden, sich zu wehren und durchzusetzen. Doch das hier war etwas Anderes – nach diesem Mann kam nur noch der Großmoff selbst. Dieser Gedanke war kaum fassbar, ähnlich, als ob sie sich das Ausmaß des Universums vorstellen wollte. „Und doch sind sie alle nur Menschen, alle Menschen müssen sterben, Tarkin ist tot und selbst der Imperator wird irgendwann sterben“, wiederholte sie für sich eine Aussage ihres Großvaters, als sie ihn wenige Monate nach der Zerstörung des Ersten Todessterns auf Corulag besucht hatte. Er hatte Recht gehabt, wie so oft. Deshalb sah sie den High Admiral offen an, auch wenn sie dabei vorkam, als ob sie sich direkt vor ein mittelschweres Turbolasergeschütz stellen würde. Viele Männer verunsicherte ein solches Verhalten, manche fühlten sich erst recht herausgefordert, sie noch mehr zu drangsalieren und andere verweigerten schließlich jede Kommunikation, weil sie damit nicht zurechtkamen. Wie ein Mann in seiner Position reagieren würde, wusste sie nicht, aber sie wollte so handeln, wie sie es immer tat.

„Ich danke Ihnen für die Einladung, High Admiral Raymore ,“, erwiderte sie mit einem Hauch Freundlichkeit in der Stimme, während sie gerade auf dem Stuhl saß, den Rücken leicht angelehnt. Die Unterarme lagen locker auf den Armlehnen, doch sie konnte nicht verhindern, dass sich ihre Finger hin und wieder leicht bewegten – und das leise Knarren der Lederhandschuhe schien im ganzen Raum zu widerhallen. „Wenn Sie es gestatten, Sir, würde ich gerne die angenehmen Dinge zuerst besprechen, von denen ich annehme, dass jene zu den Gründen meiner Einladung gehören. Ich möchte jedoch nicht den Eindruck erwecken, dass mir die Dringlichkeit der anderen Angelegenheiten nicht bewusst wäre“, fuhr sie auf das Angebot ihres Gegenübers fort. Dabei versuchte sie, nicht allzu sehr auf die Unterlagen zu starren, die der ältere Mann nun mit seinen sezierenden Blicken bedachte. Wenn sie sich nicht irrte, war das ihre Personalakte, und in dieser war nahezu jedes Detail ihres Lebens vermerkt – gutes wie schlechtes, wozu auch jene unwürdige Person gehörte, die einstmals ihre Mutter war. Bei dem Gedanken an Careen Sorkan, die Verräterin, die den Namen Theirys beschmutzt hatte, ließ sie unwillkürlich mit den Zähnen knirschen. Diese Frau konnte sie immer noch scheitern lassen, und wenn das geschah, würde sie sie höchstpersönlich zur Strecke bringen. Alle Menschen mussten sterben, auf die eine oder andere Weise.


Percaide, High Admiral Marlin Raymore
|| Yaga-System : Orbit von Yaga Minor : Ubiqtorate-Station: Besprechungszimmer TQ-2398||

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29 Oct, 2012 00:13 46 Percaide Theirys ist offline Email an Percaide Theirys senden Beiträge von Percaide Theirys suchen Nehmen Sie Percaide Theirys in Ihre Freundesliste auf
Tarson Kyrill
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- Yaga Minor - Orbit - IDRD 'Colossus' - Brücke - Tarson Kyrill, Ret Varris, Saree Ytahsii und Crewmitglieder -

Zufrieden stellte Tarson fest, dass die Crew auf der Brücke einsatzbereit und auf seine Ankunft vorbereitet gewesen war. Der längliche und relativ enge Bau der Brücke überraschte den Mann von Atzerri, erinnerte ihn jedoch zugleich an alte Bilder und Videos von Schiffen der alten Republik, die ihm seine Großeltern gezeigt hatten. Dieses Schiff war Militärgeschichte und es vereinte die wichtigsten Eigenschaften seiner Familie: Tradition und Stärke. Der Eindruck verschlechterte sich jedoch immens, als der Line Captain plötzlich vom ersten Offizier aus seinen Gedanken gerissen wurde. Nicht, dass er ihm das wirklich verübelt hätte, jedoch war es eher die Herkunft des Offiziers, die ihn störte. Die nichtmenschliche Visage stieß ihn ab und seine unbearbeiteten Hörner waren beinahe eine Beleidigung gegenüber den menschlichen Crewmitgliedern, die aussagte, dass er eigentlich gar kein Interesse hatte, sich einzufügen.

„Worauf warten wir dann noch, Commander?“,
fragte der Line Captain ohne die Begrüßung irgendwie zu erwidern und ließ genug Aggression mitschwingen, um seinen Standpunkt gegenüber dem Nichtmenschen klar zu machen, nahm jedoch auch genug heraus, dass er sich nicht völlig lächerlich machte. Es geziemte sich nicht für einen Offizier gänzlich die Fassung zu verlieren. Mit einem blitzschnellen Blick in Richtung des Captains gab der Iktotchi die Befehle zum Auslaufen an die Crew weiter, die sich ohne zu zögern wieder an die Stationen begab. Unter den vielleicht dreißig Crewmitgliedern auf der Brücke konnte der Tarson keinen weiteren Nichtmenschen ausmachen, dafür jedoch mindestens zwei weibliche Besatzungsmitglieder. Er erinnerte sich zu solchen Gelegenheiten immer gern an die Worte seines Großonkels, dass 'sich zu seiner Zeit keine Frau außerhalb der Küche in aufrechter Position befunden hätte'. Die Zeiten hatten sich offenbar geändert und ihm waren einige weibliche Crewmitglieder auf der Brücke immer noch lieber als irgendwelche Wesen mit lilaner Haut, Rüsseln und Saugnäpfen an den Fingern.
„Captain, kontaktieren Sie die übrigen Schiffe des Verbandes und fordern Sie sie auf sich in Formation für einen Hyperraum-Sprung zu begeben. Selbiges gilt auch für die zu eskortierenden Transporter. Wir richten uns bei der Formierung natürlich an die Eskort-Protokolle.“, befahl er rasch und selbstbewusst und warf dem zweiten Offizier einen geringschätzigen Blick zu. Der große Mensch bellte auf der Stelle mehrere Befehle an die Kommunikation und schritt dann zu der betreffenden Station.

„Geben Sie mir ein Datapad. Heute noch.“, wandte er sich dann dem zweiten Offizier zu, der den barschen Worten nachkam und versuchte zu verbergen, dass ihn die Befehle gekränkt hatten. Er war der Kommandant einer Line of Battle. Der andere nur der zweite Offizier, der im Moment nicht einmal wirklich eine sinnvolle Funktion hatte. Ohne Verständnis für den jüngeren Mann nahm er das gewünschte Objekt entgegen und begann, nachdem er seinen Autorisierungs-Code eingegeben hatte, die Missions-Details abzurufen. Es handelte sich zum Glück um imperiale Transporter, weshalb er mit keinerlei Zwischenfällen rechnete. Er wusste nicht, wie es um die Transporter stand, die den Unternehmen direkt gehörten, jedoch bestand dort die Gefahr, dass die Crew nicht optimal ausgebildet war oder die Schiffe schlecht gewartet waren. Nicht, dass das ein Problem für einen Mann mit seinen Kompetenzen und Fähigkeiten gewesen wäre, jedoch wollte er seinen ersten Auftrag in einem so viel leichteren Bereich perfekt abschließen.
Die Zusammenstellung des Verbunds war absolut nicht außergewöhnlich, sondern bestand logischerweise aus älteren Schiffen, die auf die Eskorte von Frachtern und den Kampf mit leichten bis maximal mittelschweren Fregatten ausgelegt waren. Im Endeffekt würde sowieso jeder Pirat die Flucht ergreifen, wenn die Colossus auf den Sensoren erschien, und anderen erzählen einen großen Bogen um sie zu machen, jedoch gab es auch unter dem Abschaum der Galaxis Waghalsige und Solche, die nichts mehr zu verlieren hatten. Von daher war es gut, dass man zumindest in der Lage war sich zu verteidigen, sollte es hart auf hart kommen. Es könnten ja auch Schiffe des Verräters Zsinj versuchen die Versorgunsgrouten des Alignments zu unterbrechen, die zwar von Verrätern geführt wurden, jedoch derartigen, die eine imperiale Ausbildung genossen hatten und über dementsprechende Fähigkeiten verfügten. Und Zsinj besaß offenkundig größere Mittel als irgendwelche Outer-Rim-Banditen.

Die kleine Aussichtsplattform, die sich vor der Brücke in einem kleinen, abschottbaren Extra-Raum befand, bot nur einen sehr beschränkten Ausblick, da die Transparistahl-Scheiben möglichst klein gehalten waren, schließlich waren Fenster in Raumschiffen immer eine strukturelle Schwäche. Die Missions-Details überfliegend schritt der kleine Mensch auf die Aussichtsplattform zu und beobachtete, wie sich der Koloss von einem Raumschiff langsam auf die Zielkoordinaten zubewegte. Die Frachter hatten sich bereits gesammelt und wurden bereits von den beiden Nebulon-B Fregatten, die zum Verband gehörten flankiert.
„Die 'Iridium' und die 'Jester' melden volle Einsatzbereitschaft, Sir.“, tönte der Ruf von der Kommunikation her und Tarson bestätigte mit einem Nicken. Ein Dreadnought, gefolgt von einer Sternengalleone und einem Carrack-Kreuzer, stieß ebenfalls zu den Schiffen und auch eine Lancer-Fregatte schloss sich an. Es handelte sich bei ihnen um die 'Nomad', die 'Meteor', die 'Mantis', sowie die 'Ravager'. Doch ein Schiff fehlte nach wie vor. Das konnte doch nicht wahr sein, dass Inkompetenz seine Leistungen befleckte, noch bevor die Mission tatsächlich begonnen hatte. Schnauben und auf dem Datapad die Liste durchsuchend nach dem Kommandanten des fehlenden Schiffes, eilte er zurück, quer über die Brücke zur Kommunikations-Sation, bei der auch noch der Kommandant des Schiffes stand.
Ihm entgingen das schwere Schlucken und der besorgte Gesichtsausdruck des Captains nicht, als er bei ihnen angekommen war, und nicht eine Sekunde zu früh hatte er die richtige Seite auf dem Datapad geöffnet.


„Konaktieren Sie diese 'Rampart'! Ich will wissen, warum sich Lieutenant Commander...“,
der Befehlshaber des Verbandes geriet ins Stocken. Hatte er richtig gelesen? Dieser Name war so obskur lächerlich, dass er sich tatsächlich nicht sicher war, ob da nicht ein Fehler in der Datenbank vorlag. Während der Kommunkations-Offizier ihn nur fragend zwischen dem Captain und dem Line Captain hin und her blickte, schien Varris den verwirrten Gesichtsaudruck seines Vorgesetzten deuten zu können, wagte es aber nicht seine Gedanken zu unterbrechen.
„Lautet der Names des Lieutenant Commanders tatsächlich...?“, stellte Tarson nun die Frage und Varris bestätigte ohne eine Sekunde zu zögern und hielt seine Miene völlig unter Kontrolle.
„Die 'Rampart' nähert sich den Zielkoordinaten und meldet ebenfalls Einsatzbereitschaft.“, meldete plötzlich ein Ensign, salutierte und eilte zurück in Richtung der Sensorik. Die Zuverlässigkeit des jungen Offiziers hob seine Stimmung ein wenig, jedoch ließ er dennoch eine Verbindung zu dem verspäteten Schiff öffnen, sodass kurz darauf das Hologramm eines Mannes von normalem Körperbau erschien, der zackig salutierte, als sich auch das Hologramm des Line Captains aufgebaut zu haben schien.

„Lieutenant Commander...“, begann der Mensch von Atzerri, zögerte jedoch erneut fortzufahren und war dementsprechend erleichtert, dass der andere Offizier den Satz fortführte. Er hoffte einfach, dass das Zögern nicht als solches erkennbar gewesen war, sondern viel mehr als drohende Begrüßung.
„Lieutenant Commander Hoden, Sir, zu Ihren Diensten. Wir hatten Probleme mit einem der Kom-Relays, aber mir wurde versichert, dass sie behoben worden sind.“
Das ganze klang irgendwie nach einer Ausrede, doch der Rangniedere schien ernstlich bemüht volle Leistungsbereitschaft an den Tag zu legen, was den Zorn des Line Captains erheblich milderte. Doch er würde nicht vergessen: Wenn sich dieser Mann weitere Fehler zu Schulden kommen ließ, würde er ihn erbarmungslos bestrafen, so wie jeden, der dem Imperium schadete. Ob nun aktiv oder passiv, bewusst oder unbewusst. Er tolerierte kein Versagen in seinem Verband und würde von jedem einzelnen alles abverlangen, was möglich war und eventuell mehr. Anders würde das Imperium nicht wieder aufzubauen sein, angesichts der wachsenden Bedrohungen auf allen Seiten.

„Ich hoffe, dass das nicht wieder vorkommt, Lieutenant Commander, für Sie! Ich wünsche, dass Sie mir auf der Stelle Bericht erstatten, sobald sich wieder irgendwelche Fehlfunktionen oder ähnliches andeuten! Und jetzt begeben Sie sich mit Ihrem Schiff auf Ihre zugewiesene Position.“, befahl er barsch und genoss den verdutzten Gesichtsausdruck des anderen Offiziers, ehe er mitten in dessen Salut die Verbindung trennte.

Die kleine Fregatte begab sich auf eine Position vor den Transportern, während die beiden Nebulon-Bs die Flanken deckten. Die 'Colossus' schob sich wie eine schützende Hand über die ganzen Schiffe, sodass sich die Übrigen unter den Frachtern verteilten. Langsam schoben sich die Schiffe in Richtung System-Rand, bis sie schließlich die Werften verlassen hatten und den Sprung in den Hyperraum antreten konnten. Der Invincible-class Dreadnought brachte ein wenig mehr Distanz zwischen sich und den Rest des Verbandes, während sich dieser ansonsten nur geringfügig auflockerte, sodass der Sprung tatsächlich getätigt werden konnte.
„Initiieren Sie den Sprung nach Muunlist über die größten Außenposten.“
„Aye, Sir!“, bestätigte ein Offizier bei der Sensorik die Anweisungen Varris' und mehrere Crewman gaben eifrig Zahlen ein und setzten komplizierteste Rechnungen in Gang. Der Countdown zum Sprung ertönte und ein lautes Dröhnen ertönte als dieser abgelaufen waren, das in ein tiefes, vibrierendes Brummen überging, ehe sich nach einem kurzen Moment der übliche Anblick wie bei jedem angehenden Sprung bot. Die grellen Lichter entfernter Sterne und Systeme, wurden zu langen weißen Streifen und das riesige Schiff wurde von der 'blauen Röhre' eingehüllt, die sich Hyperraum nannte. Das seltsame blaue Licht hatte eine beinahe hypnotisierende Wirkung, doch man hatte ihn auf der Akademie oft genug davor gewarnt zu lange in die Röhre, die in die Unendlichkeit führte zu starren.

„Schließen Sie das Schott zum Aussichtsdeck! Lieutenant Commander, bringen Sie mich zu meiner Kabine! Captain, ich wünsche kontaktiert zu werden, sobald wir den ersten Außenposten erreicht haben.“, verkündete er regelrecht seine Befehle und folgte dann dem zweiten Offizier, der seinen Widerwillen inzwischen erfolgreicher zu verbergen schien oder über die Kränkungen bereits hinweg war. Es war ein Standard-Protokoll die Aussichtsschotts zu schließen, wenn man in den Hyperraum eintrat, um zu verhindern, dass sich ein Crewman oder irgendein anderer Offizier in der Unendlichkeit verlor oder sogar dem damit verbundenen, berüchtigten Wahnsinn zum Opfer fiel. Die beiden Navy-Trooper, die an der Tür zur Brücke postiert waren, schlugen die Hacken zusammen und salutierten, als der Line Captain und der erheblich Niederrangige sie passierten, und auf der Brücke entspannte sich mit der Abwesenheit des neuen Vorgesetzten die Stimmung spürbar.

- Yaga Minor - Orbit - IDRD 'Colossus' - Gang - Tarson Kyrill und Fial Daris -

09 Nov, 2012 01:03 26
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.:: Yaga-System :: hoher Orbit von Yaga Minor :: Allgegenwärtigkeits-Basis :: Besprechungszimmer TQ-2398 :: High Admiral Marlin Raymore & Percaide Theirys ::.



Der High Admiral nahm die Dienstbeflissenheit von Captain Theirys mit einem stummen Nicken zur Kenntnis. Es war fast zu erwarten gewesen, dass die Offizierin diesen Weg gehen würde. Den Weg der Tugend, so befand Marlin Raymore fast pathetisch. Dennoch fand er Gefallen an ihrer Wahl. Der High Admiral war ein Anhänger von Tradition und einem festen Wertesystem. Genau wegen dieser sehr imperialen Ansichten hatte er seine hohe Position erreicht. Genau aufgrund dieser charakterlichen Ausrichtung hatte man ihn zum nominellen Oberkommandierenden der Streitkräfte des Pentastar Alignments bestellt. Seine Feuertaufe in dieser bedeutungsschweren Position stand allerdings noch aus. Er hatte im Laufe seines Lebens schon viel erlebt, noch mehr erreicht und bereits einiges wieder vergessen - dennoch konnte er sich der Nervosität nicht erwehren, die ihn beschlich, wann immer er an zukünftige Schlachten und Kriege dachte. Mit dem Kommando über die Streitkräfte von Grand Moff Ardus Kaine kam auch eine immense Verantwortung. Die Last selbiger ruhte schwer, fast erdrückend, auf den Schultern des 56jährigen.

Der hochrangige Offizier schob die beklemmenden Gedanken und Überlegungen beiseite, hatte Captain Theirys es doch verdient, seine ganze Aufmerksamkeit zu bekommen. Er selbst war sich nicht im Bilde darüber, welche konkreten Befehle ihn noch erreichen würden, doch das Zusammenziehen vieler, bisweilen junger Offiziere im Yaga Minor System, sprach für Eingeweihte eine deutliche Sprache. Besaß der High Admiral just in diesem Moment auch noch nicht kompletten Einblick in die Planungen des Grand Moffs, so hatte er zumindest für Percaide Theirys direkte Anweisungen. Selbige waren der angenehme Part des Gesprächs, soviel war sicher.


"Gut, Captain Theirys.", begann der bärtige Oberkommandierende. Natürlich beinhaltete die Konversation auch die Ermittlung der Körpersprache. Genau deshalb musterte Marlin Raymore seine Gesprächspartnerin eindringlich, versuchte in ihrer Mimik und Gestik zu lesen - um etwaige Schwächen, aber auch Stärken zu erkennen. Wenn sich der High Admiral etwas in den vergangenen Dekaden seiner Dienstzeit angeeignet hatte, dann die Fähigkeit, in seinen Mitmenschen zu lesen, wie in einem offenen Buch.

"Der angenehme Part beginnt mit einer Beförderung, Captain Theirys. Für eine derartige Auszeichnung sollte normalerweise ein passender Rahmen geschaffen werden, allerdings mangelt es uns dafür an Zeit. Wie Sie anhand der Flottenbewegung hier über Yaga Minor sehen können, stehen wir vor dem Beginn etwas Großen! Und genau dafür benötigen wir junge, hungrige Offiziere! Offiziere wie Sie, Captain. In Abstimmung mit dem Oberkommando ist es mir eine vergnügliche Pflicht, Ihnen im vollen Umfang den Rang eines Captain of the Line zu verleihen. Meinen Glückwunsch dazu.", fuhr der 56jährige wenig feierlich fort. Der High Admiral hatte noch nie große Leidenschaft für Zeremonien entwickelt und viele seiner eigenen Beförderungen waren fast still und leise erfolgt. Dennoch kursierten Gerüchte, dass viele Traditionalisten innerhalb der Flotte entsprechende Feierlichkeiten bevorzugten. Dafür hatte man an dieser Stelle jedoch keine Zeit. Es mangelte obendrein an den Ressourcen.

"Der neue Rang beinhaltet natürlich auch Pflichten, Captain. Ihr Kommando wird überdies auch erweitert. Im Anschluß an unser Gespräch erhalten Sie die notwendigen Unterlagen, inklusive weiterer Codezylinder.", ergänzte Marlin Raymore. Damit hatte er jedoch noch nicht alle dazugehörigen Informationen geliefert.

"Weiterhin werden Ihrem Kommando zwei Kreuzer zugeteilt, die sich bereits über Yaga Minor befinden, Captain Theirys. Ich erwarte natürlich, dass sie diese Schiffe ebenso pfleglich behandeln, wie Ihren eigenen ...", kolportierte der High Admiral, ehe er innehielt und kurz in die Dienstakte vor sich blickte. "... Enforcer-Klasse Kreuzer. Weitere Einsatzbefehle gehen Ihnen zu. Machen Sie sich zunächst mit den Einzelheiten der Schiffe und der Besatzung vertraut, Captain. Dies war der angenehme Gesprächsteil ...", beschloß der bärtige Offizier. Er wollte der Dame nun erst einmal die Möglichkeit geben, sich mit der Veränderung zu arrangieren. Der anstehende Gesprächspart würde sie noch ausreichend genug fordern. Raymore war sich in seinen Vermutungen über die kommenden Befehle so sicher, dass er beschlossen hatte, all jene Offiziere zu informieren, mit denen er heute und in den kommenden Tagen sprach. Die Beförderungen und der Vorschuss an Vertrauen sollten die neue Generation an Flotten-Offizieren an ihn binden.


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"The New Order has never fallen. Only the Emperor. … The Emperor may be dead, but the Empire lives on!"
- Grand Moff Ardus Kaine -

11 Nov, 2012 21:06 36 [NPC] Pentastar Alignment ist offline Email an [NPC] Pentastar Alignment senden Beiträge von [NPC] Pentastar Alignment suchen Nehmen Sie [NPC] Pentastar Alignment in Ihre Freundesliste auf
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.:: Yaga-System :: hoher Orbit von Yaga Minor :: Allgegenwärtigkeits-Basis :: persönliches Büro :: Lieutenant General Talvane Lorch ::.



Wieder einmal wühlte sich Lieutenant General Talvane Lorch, der Kommandant des 12. Imperial Corps des Pentastar Alignments durch die neuesten Befehle der Obrigkeit. In den letzten achtundvierzig Stunden hatten sowohl die Befehlshabenden der Flotte, als auch die entsprechend Zuständigen der Armee neue Instruktionen erhalten. Gemäß einigen kursierenden Gerüchten stammten diese Befehle aus dem direktem Dunstkreis von Grand Moff Ardus Kaine. Lorch, ein 59jähriger Offizier von Thyferra, bezweifelte diesen Klatsch massiv. Der Schnurrbartträger hatte auch überhaupt keiner Anlaß dazu, waren die Anweisungen doch in erster Linie Truppenverlegungen. Und keine dieser Versetzungen und Abkommandierungen ließ ein klares Bild entstehen. Zugegebenermaßen herrschte über den Werftanlagen ein enormer Andrang, hatte doch ein geschätztes halbes Hundert an Raumschiffen unlängst das System erreicht. Doch Talvane Lorch hielt dies für eine der typischen Scheinstrategien des Grand Moffs. Innerhalb weniger Monate war es des öfteren zu Flottenmanövern gekommen - ein Indiz dafür, dass die navalen Streitkräfte noch lange nicht ihr Leistungsmaximum erreicht hatten. Darüber konnte ein waschechter Offizier der Bodenstreitkräfte nur schmunzeln. Die Männer und - wenigen - Frauen der Army operierten immer am Limit. Sie waren der wahre Grund für die Überlegenheit des Imperiums. Sicherlich hatten die Rebellen einige Teilsiege errungen. Und ja, sowohl der Imperator, als auch Darth Vader hatten den Tod gefunden, und mit ihnen war der Zweite Todesstern vernichtet worden. Damals, vor drei Standardjahren, die dem Lieutenant General wie eine halbe Ewigkeiten vor kamen. Das Imperium jedoch existierte immer noch. Es lebte. Und es würde sich schon bald zu neuer Macht erheben, um die Bedrohung der Rebellion ein für alle mal zu zerschmettern.

Der Offizier von Thyferra strich sich mit der behandschuhten Linken - das schwarze Leder verdeckte seine cybernetische Prothese - über den mächtigen, rotbraunen Schnauzer, während er einen weiteren Versetzungsbefehl überflog. Seine wäßrig blauen Augen flogen gelangweilt über die sich in jeder Order wiederholenden Worte und Lorch musste sich beherrschen, nicht lautstark zu gähnen. Hier in seinem persönlichen Refugium auf der Allgegenwärtigskeitsbasis gab es zwar niemanden, der über ein solches Verhalten Meldung machen konnte, doch war besaß der Lieutenant General einen berüchtigten Anspruch an sich selbst, wie auch an seine Untergebenen. Etikette war eines der Stilmittel, auf das der 59jährige großen Wert legte. Solcherlei Tugenden unterschieden den rechtschaffenden, redlichen Imperialen vom unzivilisierten Abschaum der Rebellion.

Dennoch schnalzte der Corps-Kommandant mit der Zunge, als er den vorliegenden Befehl las. Seine buschigen Augenbrauen, die ohnehin viel zu mutig an einer Fusion arbeiteten, trafen sich fast, als er die Stirn runzelte.


"Agamar?", fragte der Lieutenant General die Order auf Flimsiplast, wohlwissend, dass er keine Antwort erhalten würde. Den Blick weiterhin auf den schriftlichen Befehl gerichtet, kramte Talvane Lorch beiläufig auf seinem mächtigen Arbeitspult herum. Nach Sekunden des Wühlens schlossen sich seine Finger um ein Datapad, das in der Folge seine Aufmerksamkeit erhalten sollte. Mit geschulter Präzision ermittelte der hochrangige Offizier binnen kürzester Zeit die exakte Lage des Agamar-Systems. Doch das somit errungene Wissen änderte nichts an seinem weiterhin skeptischen Gesichtsausdruck.

"Agamar liegt doch gar im Alignment ...", stellte der Lieutenant General fast erschreckt fest. Diese Information konnte vieles bedeuten. Allerdings wollte manche Vermutungen dem 59jährigen nicht recht gefallen. Er schürzte die Lippen, schob das Datapad angewidert von sich und drückte kurzerhand die Taste seines Kommunikators. Das kleine Übertragungsgerät vor sich verband den Armee-Kommandanten mit einem Jung-Offizier, der sich in erster Linie um den verwaltungstechnischen Bereich des Lieutenant General kümmerte.

"Lieutenant Skibbs, informieren Sie Major Muldoon darüber, dass er sich mit seiner Einheit abflugbereit machen soll - gemäß der erhaltenen Befehle. Leiten Sie weiterhin alles notwendige ein, um dem Major diese Abkommandierung zu ermöglichen.", befahl Lorch. Ihm schmeckte der Zielort zwar keineswegs, aber wenn an den Gerüchten auch nur ein Hauch Wahrheit befand, hatte der Grand Moff höchstpersönlich möglicherweise Interesse an Agamar. Und für die weitere militärische Karriere war es unabdingbar, sich den Wünschen von Ardus Kaine zu beugen.
Der Offizier von Thyferra hatte keinen Zweifel daran, dass sein Assistent alles menschenmögliche daran setzte, dem Major die Reise nach Agamar so angenehm wie möglich zu machen. Nichts konnte nun solch negative Auswirkungen haben, wie eine potenzielle Beschwerde des Major. Talvane Lorch war beileibe kein furchtsamer Mann, aber er hing an dem bisschen Einfluß, dass er seit dem Tode Palpatines noch besaß. Zwar liebte der Lieutenant General die imperiale Propaganda, doch wusste er auch, dass das Alignment nur ein Schatten des Imperiums war, welches dereinst die ganze Galaxie beherrscht hatte.


"Leiten Sie auch alle anderen Befehle weiter! Jede Anweisung soll exakt so ausgeführt werden, wie sie formuliert wurde. Exakt so, Lieutenant.", wies der Lieutenant General an. Nichts durfte fehlerhaft laufen. Nicht jetzt. Nicht hier. Nicht in seinem Verantwortungsbereich.


.:: Yaga-System :: hoher Orbit von Yaga Minor :: Allgegenwärtigkeits-Basis :: persönliches Büro :: Lieutenant General Talvane Lorch ::.

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"The New Order has never fallen. Only the Emperor. … The Emperor may be dead, but the Empire lives on!"
- Grand Moff Ardus Kaine -

19 Nov, 2012 02:29 44 [NPC] Pentastar Alignment ist offline Email an [NPC] Pentastar Alignment senden Beiträge von [NPC] Pentastar Alignment suchen Nehmen Sie [NPC] Pentastar Alignment in Ihre Freundesliste auf
Robert Muldoon
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~Yaga-System / hoher Orbit von Yaga Minor / Allgegenwärtigkeits-Basis / Kaserne / Offizierscasino / Major Robert Muldoon und NPCs~

Zwei Stunden waren seit dem Dienstschluss des Majors vergangen und wie jeden Abend, schloss Muldoon den Tag mit einem Besuch im örtlichen Offizierscasino ab. Die einzige Beschäftigung, die dem Stabsoffizier von der Tristes seines derzeitigen Posten ablenkte.

Anderthalb Jahre war es nun her, das man den corellianisch stämmigen Fondorianer, von der Stellung als Kompanieführer, einer Armeeeinheit auf dem Supersternenzerstörer Reaper abgelöst und hinter einen Schreibtisch gesetzt hatte. Als eine "notwendige" Maßnahme für sein Fortkommen in die höheren Offiziersränge, hatte man die Versetzung begründet und damit all seine Einwende zurückgeworfen.
Seitdem wälzte der Mann, der schon immer mit Leib und Seele Frontsoldat gewesen war, Akten und erstelle für das Oberkommando Berichte, über aktuelle militärische Geschehnisse. Sicherlich ein günstiger Dienstposten, um schnell aufzusteigen, doch wollte Robert nie so enden: als "fetter" Offizier, der weit ab von der Front, in einem schicken Büro saß.
Für ihn gab es schon immer zwei Arten von Soldaten. Diejenigen, welche in der Sicherheit eines Stabs oder einer fernen Basis die Schlachten planten und die, die deren Befehle im Kampfgeschehen ausführten. Der raubeinige Muldoon, zählte sich selbst schon immer zu den Letzteren, ein Umstand der nicht von Ungefähr kam.

Der hochgewachsene Soldat hatte seine Karriere bei Militär ganz unten begonnen und sich den langen Weg bis zum Major hochgedient. Er war stets stolz darauf gewesen, nicht zu den Privilegierten zugehören, die an den Offiziersakademien der Republik und später dem Imperium, zur "Führungselite" aufgebaut wurden, ohne dabei, das harte – entbehrliche Leben eines Mannschaftssoldaten geführt zu haben.
Woraus auch Muldoons enges Verhältnis zu seinen Untergebenen und der eher gezwungene Umgang mit Vorgesetzten resultierte . Eine Tatsache, die dem erfahrenen Militär, schon des öfteren die Missgunst andere Offiziere einbrachte. Doch sprachen die Leistungen in Gefechten, fortwährend für den zähen, alten Knochen und liesen die Unkenrufe meist rasch verklingen.

Das Offizierscasino der hiesigen Kaserne war zu dieser Zeit gut gefüllt und die Gespräche der vielen Soldaten, übertönten selbst die Lautstärke der aktuellen Holonetzübertragung.
Der Major hatte sich einen Stuhl in der Mitte der Theke gesucht, trank gerade das zweite Glas corellianischen Brandy aus und nagte genüsslich das letzte Rippchen ab, als sich sein Com bemerkbar machte.
Zügig wischte sich Muldoon daraufhin Hand und Mund an der Serviette ab, um das kleine Gerät aus der Hosentasche zu kramen.
„Ja, Muldoon hier !“

„Major, Lieutenant Skibbs. Entschuldigen Sie das ich störe, aber es stehen neue Befehle von Lieutenant General Lorch für Sie bereit! Gehen Sie zum nächsten Computerterminal und verifizieren sie sich über Ihren Codezylinder um die Befehle abzurufen.“

„Gut Lieutenant. Sonst noch etwas !?“
„Nein Major, alles weitere erfahren sie in ihren Befehlen. Skibbs Ende.“ Schon während des Gespräches war Muldoon aufgestanden und in den hinteren Bereich des Casinos gegangen, wo sich mehrere der besagten Computerterminals befanden und sowohl für den dienstlichen – als auch privaten Gebrauch bereitstanden. Langsam nahm Robert vor einem der Terminals platz und schob seinen Codezylinder in den dafür vorgesehenen Anschluss. Sekunden später, erwachte der Computerbildschirm summend zum Leben und tauchte Muldoons Gesicht in einen blassblauen Schein.

>>>>>>Versetzungsbefehl<<<<<<

Major Robert Muldoon
Dienstnummer: 947784 - RM - 70531

Betreff: Versetzung zum 124ten imperialen Infanterieregiment – 3tes motorisiertes Einsatzbataillon

Hiermit werden Sie zum oben genannten Infanterieregiment, mit Standort Agamar versetzt. Um dort die Position des stellvertretenden Kommandeur - 3tes motorisiertes Einsatzbataillon und Kompaniechefs zu übernehmen. Meldung erfolgt bei Lieutenant Colonel Krull.
Alle notwendigen Berechtigungen, Befehle und Fakten für Ihren neuen Dienstposten sind erteilt wurden und auf ihren Codezylinder gespeichert.
Dieser Befehl ist als unverzüglich anzusehen.

Im Auftrag

Lieutenant Skibbs

Stab – 12. imperiales Korps Pentastar Alignments


Fast ungläubig, weiteten sich beim lesen, die wachen Augen des Mitvierzigers, auf dessen sonst so ernsten Gesicht, ein schmales Lächeln erschien. Wie oft hatte er in den letzten anderthalb Jahren Versetzungsanträge zur aktiven Kampftruppe gestellt und wie oft, waren diese abgelehnt wurde !? Um so überraschender war der nun erteile Befehl, da Muldoon schon mit den Fronteinsetzen abgeschlossen hatte.
Zufrieden, zog Robert den Codezylinder aus dem Terminal, stand auf und verließ mit einem letzten Wink zum Barmann das Casino.
Es war an der Zeit zu packen, um entlich so schnell wie möglich von der Allgegenwärtigkeits-Basis zu verschwinden. Außerdem galt es die verbliebene Zeit zu nutzen, schließlich sollte er vorher wissen, wohin es ihn verschlug, bevor er auf Agamar eintraf und sich bei seinem neuen Kommandeur meldete.

~Yaga-System / hoher Orbit von Yaga Minor / Allgegenwärtigkeits-Basis / Kaserne / Gänge / Major Robert Muldoon und NPCs~

Dieser Beitrag wurde schon 4 mal editiert, zum letzten mal von Robert Muldoon am 23 Jan, 2014 23:55 18.

19 Nov, 2012 21:04 04
Robert Muldoon
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~Yaga-System / hoher Orbit von Yaga Minor / Allgegenwärtigkeits-Basis / Kaserne / Gänge / Major Robert Muldoon und NPCs~


Mit harten – langen Schritten, eilte Muldoon seinem persönlichen Quartier entgegen und lies dabei den Freizeitbereich der Kaserne, samt des vollen Offizierscasino hinter sich. Je weiter Robert in die Gänge der Unterkünfte vordrang, wurde es ruhiger um ihn herum und nur noch wenige Soldaten kreuzten seinen Weg, was zu dieser Tageszeit kein Wunder war.
Die meisten von ihnen vergnügten sich in den Gemeinschaftseinrichtungen, befanden sich auf Stube oder hatte das Pech, für militärische Aufgaben abgestellt worden zu sein. Eines hatten sie dabei aber fast alle gemein: Man genoss den relativ trögen Dienst auf der Allgegenwärtigkeits-Basis, weitab von den Schrecken der Schlachtfelder.
Allerdings bildete der Major auch hier, eine der wenigen Ausnahmen. Er hasste es, tatenlos herum zu sitzen und sich die Eier zu schaukeln, während irgendwo in der Galaxis gekämpft wurde. Nur schwerlich war Muldoon mit diesem Umstand klar gekommen und hatte den Dienst, hier in der Militärverwaltung ertragen. Zum Glück, hatte das Warten auf lohnendere Aufgaben, entlich ein Ende!

Der Abschnitt mit den Offiziersunterkünften unterschied sich auf den ersten Blick nicht von dem der Mannschaften. Doch waren die Einzelzimmer, welche einem ab dem Rang eines Captains zustand, deutlich geräumiger und komfortabler ausgestattet. Muldoon derzeitiges Domizil bestand dabei aus zwei Räumen: Der erste, größere von Beiden, war in Wohn-, Arbeits- und Schlafbereich aufgeteilt und von diesem, ging das kleine Badezimmer ab. Ein Luxus, den Robert bisher nur selten vorgefunden hatte und wohl auch so schnell nicht wieder vorfinden würde. Was für jemanden, der es gewohnt war draußen zu schlafen, kein all zu schweren Verlust darstellte.
Zu Muldoons Überraschung, wurde er bei seiner Ankunft bereits von einem Droiden, samt Schwebewagen erwartet.

„Sir, ich bin hier um ihnen bei ihrem Gepäck zu helfen!“
Verkündete die über höfliche Stimme des Droiden, als er mit steifen Bewegungen auf den Schwebewagen deutete.
„Soll ich ihnen beim packen ihrer persönlichen Dinge behilflich sein ?“

„Das wird nicht nötig sein. Warte hier draußen, es wird nicht lange dauern!“
Wiegelte Robert unwirsch ab und aktivierte die Tür zu seinem Zimmer, welche lautlos nach oben glitt und sich sofort wieder hinter dem verbissen Offizier schloss.
Lange brauchte Muldoon wirklich nicht, um die wenigen privaten Dinge und seine Kleidung in den Seesack und die Feldkiste zu verstauen. Selbst das abschließenden Herrichten, des nun freien Raumes, nahm nur wenig Zeit in Anspruch. So das Robert schon 45min später wieder vor der Tür stand und zusah, wie der Droide, die beiden Gepäckstücke auf dem Schwebewagen ablegte.

Da Lieutenant Skibbs, für die Ausschleusung Muldoons, wirklich alles in vorbildlicher Weise organisiert hatte, dauerte auch das übrige Prozedere nur einen Bruchteil der normalen Zeit und nach nicht mal 2 Stunden, fand sich der Major auf dem Deck eines Hangars der Basis wieder.
Vor ihm ragte das vertraute Bild einer Lambda – Fähre auf, das weitverbreitesteTransportschiff des Imperiums.
Wie Robert erst jetzt heraus fand, sollte er der einzige Passagier auf diesem Flug sein. Was ihm jedoch die nötige Ruhe, für das Studium der essentiellsten Fakten über seinen neuen Posten geben würde.

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20 Nov, 2012 21:41 18
Emmen Lynd
Captain Pentastar




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Emmen Lynd


Gerne wäre Captain Emmen Lynd noch eine Weile auf der Ubiqtorate-Station geblieben – das gewaltige Archiv im hohen Orbit von Yaga Minor bot atemberaubende Aussichten auf den Planeten und seine Werften. Er hätte stundenlang in einer der vielen Lounges verbringen können, ohne dass ihm langweilig geworden wäre. So hatte es bei zwei oder drei schnellen Holoaufnahmen bleiben müssen, denn er war auf der Durchreise, um dem Ruf der Pflicht zu folgen. Agamar hieß das Ziel, auf der Karte eine harmlos-idyllische Agrarwelt. Doch die Realität sah anders aus – diese Welt war eine Brutstätte pro-republikanischer Widerständler, die die Bevölkerung gegen das Alignment aufzuhetzen versuchte. Zwar war ihre Anzahl zu gering, um den gesamten Planeten in Aufruhr zu versetzen, doch mussten schon den Anfängen Einhalt geboten werden, zumal sich das System in relativer Nähe zu Zsinjs so genanntem Imperium befand. Das Terrain bestand teils aus Farmland, teils aus ausgedehnten Wäldern, in denen die Widerständler sich versteckten und einen Guerillakrieg führten.

    Captain Pentastar saß hoch oben in den Baumwipfeln versteckt, die Bewegungen der Rebellen verfolgte, wie sie sich in ihren tarnfarbenen Umhängen durch das Unterholz schlichen, um eine imperiale Stellung anzugreifen, die von diesem Vormarsch nichts ahnte, da sie bereits von der anderen Seite unter Beschuss genommen worden war. Doch der Captain hatte daran gedacht, wie listig und verschlagen der Feind war. Mittels einer diskusförmigen Repulsorscheibe war er hoch die Baumkronen gelangt und hatte schließlich den heimlichen Vormarsch entdeckt – er musste sie stoppen….


„Sir, wir sind angekommen….“, holte ihn die Stimme des Lieutenants in die Realität zurück, der ihn durch die Raumstation zum richtigen Hangar geführt und sich um sein Marschgepäck gekümmert hatte. Sie standen vor dem Lambda-Shuttle, das ihn dorthin zurückbringen sollte, wovor er eigentlich geflohen war – auf ein Schlachtfeld und er würde diesmal nicht versagen. Ein imperialer Captain gab niemals auf, und besonders nicht, wenn er Captain Pentastar hieß. Captain Lynd hingegen konnte sich nicht eines mulmigen Gefühls erwehren, als er auf die Einstiegsrampe blickte, die in das Innere des Shuttles führte. Genauso gut hätte es der Eingang zu einer der Corellianischen Höllen führen können. ‚Die schrecklichste der 8 Höllen wird die ewige Hölle genannt. Das bedeutet immerwährendes Leid. Daher der Name’. Ob sich dieses Zitat auf eine der Corellianischen Höllen bezog, fiel ihm gerade nicht ein, aber das Drama, aus dem es stammte, hatte es gut auf den Punkt gebracht, besonders was seine persönliche Hölle anging, die er nun freiwillig aufsuchte. „Vielen Dank, Lieutenant,“ erwiderte er etwas geistesabwesend die Verabschiedung der Ordonnanz und betrat die Rampe. Im Shuttle selbst befand sich außer ihm nur noch ein weiterer Passagier – ein Major, seinen Rangabzeichen nach zu schließen. Er hätte es vorgezogen alleine zu reisen, um seinen Gedanken nachhängen zu können und einige Tagebucheinträge zu verfassen, doch ändern konnte er die Situation nun einmal nicht. Vielleicht lenkte ihn die Anwesenheit des älteren Offiziers ihn von seiner Nervosität ab, denn er war quasi gezwungen, seine Rolle zu spielen – die eines selbstbewussten und vorbildlichen imperialen Offiziers, so wie Captain Pentastar . Während seiner langwierigen Rekonvaleszenz hatte Emmen über zehn Kilo verloren und seine Fitness hatte stark gelitten. Jedoch hatte ein strenger Ernährungs- und Sportplan dabei geholfen, dass er physisch wieder voll auf der Höhe war. Äußerlich strotzte er förmlich vor Gesundheit.

„Sir, darf ich mich vorstellen? Ich bin Captain Emmen Lynd – ich nehme an, dass wir das gleiche Ziel haben. Würde es Sie stören, wenn ich hier Platz nehmen?“, sprach er den höhergestellten Offizier an, der einen strengen Gesichtsausdruck zur Schau trug. Lieber hätte der Captain sich einen abgelegenen Sitzplatz gesucht, doch in der Army durfte er sich keinerlei Gesichtsverlust erlauben.


Emmen Lynd, mit Robert Muldoon

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25 Nov, 2012 22:51 06 Emmen Lynd ist offline Email an Emmen Lynd senden Beiträge von Emmen Lynd suchen Nehmen Sie Emmen Lynd in Ihre Freundesliste auf
Robert Muldoon
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~Yaga-System / hoher Orbit von Yaga Minor / Allgegenwärtigkeits-Basis / Hangar H-77 / Major Robert Muldoon und NPCs~


Scheinbar war noch etwas Zeit bis zum Start nach Agamar, denn immer noch wuselten einige Droiden und Techniker des Hangarpersonals um das Shuttle herum, die mit routinierter Schnelligkeit, die letzten Vorbereitungen für den Abflug trafen. Der Major selbst, machte derweil einen kurzen Rundgang um die Fähre, um sich ein Bild über deren äußerlichen Zustand zu machen. Viele mochten dieses Verhalten als dumme Macke abtun, wie wollte Muldoon so erkennen, ob das Schiff wirklich flugtauglich war oder nicht !?
Allerdings hatte der Armeeoffizier in seine Laufbahn, schon in genug Fahrzeugen gesessen, deren runtergekommene Hülle, ihr ebenso runtergekommenes Innenleben widerspiegelte und mit diesem Kontrollgang, verschaffte sich Robert ein gewisses Maß an Sicherheit. Auch wenn er sich der Illusion in dieser Angeleigenheit bewusst war.

Gerade als Muldoon sich über die annehmbaren Verfassung des Shuttles vergewissert hatte und zurück an der Einstiegsrampe war, trottet der Protokolldroide, welcher sein Gebäck hier transportiert hatte, wieder heraus.
„Major, ihre Sachen sind im Landeraum der Fähre verstaut wurden. Wenn sie erlauben, würde ich mich wieder zurückziehen?“

„Ja geh nur....“
Antwortet der Major beiläufig und bestieg das Schiff, währenddessen der schwarze Droide, sich in einer knappen Verbeugung verabschiedete, um kurz darauf zum Hangarausgang zu staksen.
Der Innenraum der Fähre, unterschied sich nicht im Geringsten, von denen zig anderer Schiffe, mit denen Muldoon bisher geflogen war. Deswegen hielt sich Robert nicht lang damit auf und sah sich nur teilnahmslos um, bis er auf einem der vorderen Sitze platz nahm.

Lange blieb der Militär aber nicht allein, denn plötzlich gesellte sich jüngere Offizier (Lynd) zu ihm in den Passagierraum und trat an den Major heran.
„Sir, darf ich mich vorstellen? Ich bin Captain Emmen Lynd – ich nehme an, dass wir das gleiche Ziel haben. Würde es Sie stören, wenn ich hier Platz nehme?“
Stellte sich der Andere höflich vor. Woraufhin Muldoon aufstand und den Mann rasch, aber eindringlich musterte:
Geschätzte 1,80m groß und um die 30 Jahre alt. Blondes, sauber geschnittenes Haar, eine sportliche Statur, mit scharfen Gesichtszügen und dazu eine perfekt sitzende Uniform. Lynd sah wie das Paradebeispiel, eines jungen – imperialen Offiziers aus, ganz so, wie man sie aus den Holonachrichten und der Propaganda kannte – ein krasser Unterschied, zu ihn selbst. Muldoon sah man die vielen Jahre als aktiver Frontsoldat mittlerweile deutlich an. Wenngleich der Mann von Fondor, mit seiner Größe von 1,89m, den breiten Schultern und dem grimmigen Gesichtsausdruck immer noch eine imposante Erscheinung war.

„So! Man sagte mir das ich der einzige Passgier sei, aber um so besser! Major Robert Muldoon, Captain Lynd.“
Antwortete Robert mit tiefer, fester Stimme und bot Lynd einen Händedruck an.
„Sie schickt man also auch nach Agamar ! Wohin genau …!?“

~Yaga-System / hoher Orbit von Yaga Minor / Allgegenwärtigkeits-Basis / Hangar H-77 / im Shuttle / Robert Muldoon und Emmen Lynd~

Dieser Beitrag wurde schon 2 mal editiert, zum letzten mal von Robert Muldoon am 27 Nov, 2012 20:05 18.

26 Nov, 2012 20:50 03
Dorin Mortus
Gast


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-:- Yaga System -:- Yaga Minor -:- Orbit -:- Raumstation -:- Quartiere


Dorin Mortus verlies gerade sein Übergangsquartier, denn sein Schiff die "Edict" war mittlerweile weites gehend Einsatzbereit und konnte bereit zum Auslaufen gemacht werden. Er ging die langen Korridore der Werftanlage entlang, mit einer kleinen Tasche, welche seine Habe beinhaltete, in der Hand. Dort waren einige persönliche Gegenstände verstaut, welche er immer mit sich führte. Er schritt an einigen kleineren Fregatten und Frachtschiffen vorbei, irgendwann sah er auch den Stolz des Imperiums, das Markenzeichen für Imperiale Macht, der Imperial-Class-Sternenzerstörer der 1. Bauart. Wie er erfahren hatte, wurde er in den aktiven Dienst zurückversetzt als größere Truppenbewegungen nach Yaga Minor verlegt wurden. Er war sich sicher, dass dies der Anfang einer Größeren sein würde. Niemand wurde im Zusammenhang mit deutlichen Truppenbewegungen in den aktiven Dienst zurückversetzt, wenn man nicht zu einem Schlag ausholte. Es stellte sich nur noch eine entscheidende Frage, was ist das Ziel dieses Schlages? Während er gedankenverloren über die riesigen Werftanlage wanderte ging er viele möglichen Szenarien durch. Nach einigen Minuten schaute er zu 1.200 Meter restaurierter Geschichte empor.
Die Trägerschiffe der Venator-Klasse waren schon lange nicht mehr eingesetzt worden, dieses Model war eines, welches sich besonders gut gehalten hatte und deswegen nicht demontiert wurde Er sah wie einige TIE-Fighter und schwere TIE-Bomber per Traktorstrahl in den riesigen Hangar des Schiffes verfrachtet wurden. Die Vorstellung, dass aus diesem Schiff 420 Raumjäger starten können, war ein sehr verlockender Gedanke, welcher einem sehr viele taktische Möglichkeiten erlaubte. Ironischer Weise ist die größte Stärke dieses Schiffes auch sein größtes Manko. Das Schiff verfügte über praktisch keine offensiv Bewaffnung. Zwar konnte sich das Schiff gegen Jägergeschwader und Raketen mit seinen 52 Punktverteidigungslasern aktiv Verteidigen, aber im Kampf gegen Ziele ab einer Größe von Kreuzer war er auf seine mitgeführten Jäger und Begleitschiffe angewiesen. Nichts des doch trotz, kam dieses Schiff einer guten Karte gleich, die nur im richtigen Moment ausgelegt werden musste. Der Captain hatte sich bereits im Vorfeld ausgiebig über die Zusammensetzung seiner Mannschaft informiert. Eine sehr interessante Zusammensetzung aus Personen unterschiedlichen Alters und Erfahrungsgraden. Wobei er ein schmalles Lächeln auf den Lippen bekam als er sich die Akte des leitenden technischen Offiziers durchlas. Ein fähiger Mann wie es schien und für sein Venator ein wahres Geschenk. Er betrat das Schiff über einer der vielen Rampen die ins Schiff führen. Einige Unteroffiziere und Crewmitglieder salutierten kurz, ehe sie sich wieder ihrer Arbeit widmeten. In seiner Kabine angekommen verteilte er zuerst seine persönliche Habe hier und da. Darunter ein kleines unauffälliges Bild seiner Familie in einem Holo-Rahmen, einige Stücke Flimsiplast auf seinen Tisch. Desweiteren wird der kleine Ansammlung noch ein Datapad hinzugefügte.
Nachdem er sich in seiner Kabine eingerichtet hatte, ging Dorin zu einem der Turbolifts und begann einen Rundgang durchs Schiff, um dessen allgemeinen Zustand fest zu stellen. Auf diesem Weg kam er bei Harwin Ortov vorbei, welcher sich als kleinerer Vertreter seiner Art entpuppte. Er hatte eine geschätzt Körpergröße von ungefähr 1,60 Meter und musste zum kommandierenden Offizier aufschauen um ihm überhaupt ins Gesicht schauen zu können. Er salutierte knapp. Dorin ebenso.


"Sir?"

Dorin sah Harwin einen kurzen Moment lang an, bis er antwortete.

"Leitender technischer Offizier Harwin Ortov, wenn ich mich nicht täusche?"

"Aye, Sir. Da liegt Ihr richtig, technischer Offizer, Harwin Ortov, stehst zu Diensten, Sir!" - beantwortete der kleine Mensch und reichte Dorin die Hand, bis er sie nach einigen Momente, in denen er erkannt hatte, welche Person vor ihm stand schnell zurück zog und versuchte daraus einen verunglückten Salut hinzubekommen.

"Ich bitte um Entschuldigung, Captain, ich wusste garnicht, dass sie sich hier umhertreiben"

"Warum sollte ich dies nicht tun? Es ist schließlich "mein" Schiff oder gibt es ein Problem mit der alten Technik?" und schaute den Offizier dabei irritiert an.

Harwin Ortov zog eine Augenbraue hoch und blickt zum kommandierenden Offizier hoch, als hätte man ihn gerade mit der schlimmsten Beleidigung der Galaxies gepeinigt, vermutlich sowas ähnliches wie einem Imperialen zu unterstellen er wäre ein Alienbefürworter...

"Nein Sir, völlig ausgeschlossen. Es würde mich überraschen, wenn ich irgendwas übersehen hätte, schließlich bin ich ein Experte auf diesem Gebiet!" und setzte dabei einen ernsteren Tonfall als vorher auf.

Dorin nickt knapp. "Freut mich zu hören, Lieutenant, ich hoffe doch, dass dem so bleibt, weitermachen"

Dorin wendete sich knapp um und setzt seinen Rundgang im Schiff fort. Harwin Ortov blickte ihm nach und kratzte sich kurz an der Wange. Er wendete sich wieder um und setzte seine Arbeit an einem noch rebellierenden Hangarbuchtfeld fort.

-:- Yaga System -:- Yaga Minor -:- Orbit -:- Werften -:- Venator-Sternzerstörer "Edict"

Dieser Beitrag wurde schon 3 mal editiert, zum letzten mal von Dorin Mortus am 30 Nov, 2012 19:47 04.

28 Nov, 2012 21:02 14
Emmen Lynd
Captain Pentastar




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Emmen Lynd, mit Robert Muldoon


Sein Mitpassagier war ein Major Robert Muldoon, der ihm bestätigte, dass er auch nach Agamar versetzt worden war. Dem älteren Offizier sah man förmlich die Erfahrung und die Jahre, die auf dem Schlachtfeld verbracht hatte. Bestimmt hatte dieser Mann schon die Klonkriege und den Fall der Alten Republik erlebt und Emmen kam sich unerfahren und verweichlicht vor. Er wusste, dass das nicht stimmte – er hatte Corulag und Raithal überstanden, er hatte wie die einfachen Soldaten im Dreck gelegen, und Mann gegen Mann gekämpft. Wieder und wieder musste er sich sagen, dass er nicht nur physisch gekämpft hatte – sondern auch gegen sich, gegen seinen Vater, gegen sämtliche Widerstände, die ihn ungeeignet für eine Karriere in der Armee erscheinen ließ, der Kampf, sich selbst treu zu bleiben, obwohl er sein wahres Ich nach außen verleugnet hatte. Er hatte sich die Anerkennung seiner Untergebenen erkämpft, und den Respekt der anderen Offiziere. Die Abscheu vor dem Töten und dem Sterben, vor den Abgründen der menschlichen oder auch nicht-menschlichen Seele hatte er niedergerungen, trotz der tiefen Verachtung, die er immer noch dagegen hegte.

Muldoon machte nicht den Eindruck, als ob er sich um derlei Dinge sorgen oder gar Verständnis für solche Skrupel zeigen würde. Daher beschloss Emmen, sein bestes imperiales Ich zur Schau zu tragen. „Ich bin zum 124. motorisierten Infanterie-Regiment versetzt worden, Major, als Captain der zweiten Kompanie ‚Pinnacle’ des 3. motorisierten Einsatzbataillons …“, erwiderte er zackig-forsch, wie es von einem ehrgeizigen jungen Captain erwartet wurde, der darauf brannte, an vorderster Front zu stehen. Dabei war es nicht einmal gelogen – ein Teil von ihm konnte es wirklich kaum erwarten, zurück zu Blut und Gewalt zu gelangen, genauso sosehr, wie er am liebsten wieder aus dem Shuttle hinausgesprungen wäre.
    Auf dem Helm und auf der Brustplatte prangte der Stern des Pentastar Alignments, umrahmt von zwei stilisierten silbernen Flügeln. Es hieß, dass Captain Pentastar tatsächlich Flügel wuchsen, doch das war natürlich eine Legende. Er benutzte einen etwa anderthalb Meter breiten Repulsorschweber in Form eine Diskus, in dessen Mitte ebenfalls der Stern des Alignments prangte. Mit diesem Diskus zog der Held des Alignments in die Schlacht – um den Soldaten den Weg zu weisen, um eine Bresche in die Reihe der Feinde zu schlagen oder um umzingelten Kameraden auf eine überraschende Weise zur Hilfe zu kommen. Oft rettete er damit auch hilflose Zivilisten aus ihren eingestürzten Häusern, wenn der Feind zu übermächtig wurde, oder eine wunderschöne junge Frau, die von lüsternen nichtmenschlichen Soldaten in die Enge getrieben worden war…

Mit einem unbekümmerten Gesichtsausdruck nahm Emmen neben dem Major Platz, während sein Alter Ego mit gezielten Tritten Weequays und Trandoshaner ausschaltete. Niemand durfte erfahren, was sich in dem Teil seines Verstandes abspielte, damit er nicht nicht vollends verlor. Es war sein Anker in einem Universum, in dem er nicht sein wollte, und es sich doch so ausgesucht hatte.
    Die junge Frau mit den honigfarbenen Haaren sah ihn aus verweinten, aber beeindruckend blauen Augen bewundernd an. Ihre Frisur war aufgelöst und ihre Kleidung zerissen, so dass sie die Überreste festhalten musste, damit sie nicht an ihr herunterfielen und sie kauerte im Schutt eines zerbombten Gebäudes, aus dem im Hintergrund dramatische Flammen hervorleckten.
„Es ist ein gutes Gefühl, wieder unterwegs zur Front zu sein“, sagte er beinahe feierlich und meinte es auch so, als die Triebwerke des Shuttles zum Leben erwachten, um ihn zu seiner ganz persönlichen Hölle zu bringen, ganz gleich ob sie nun Corulag, Jabiim oder Agamar hieß. Er sah den Major freundlich an, und fragte sich, ob es für einen Mann wie diesen überhaupt so etwas wie eine Hölle oder Albträume gab.


Emmen Lynd, mit Robert Muldoon

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28 Nov, 2012 21:46 09 Emmen Lynd ist offline Email an Emmen Lynd senden Beiträge von Emmen Lynd suchen Nehmen Sie Emmen Lynd in Ihre Freundesliste auf
Dorin Mortus
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-:- Yaga System -:- Yaga Minor -:- Orbit -:- Werften -:- Venator-Sternzerstörer "Edict" -:- Hangar


Es ging ziemlich hektisch auf den gut 900 Meter langen Hangar-Deck zu. Die riesigen Hangartore, welche einen großen Teil der Schiffslänge ausmachten, waren sperrangelweit offen und durch diese wurden Güter in den stählernen Koloss eingelassen. Überall herrschte reges Treiben. Techniker und Arbeiter kümmerten sich um noch eventuell murrende Elektronik, Logistiker ließen Vorräte und anderes Material einlagern, hier und da gaben Offiziere Anweisungen. In einen der zahllosen Hangarbuchten wurde gerade ein TIE-Aggressor per Traktorstrahl eingeholt. Zahllose Army Trooper zogen desweilen in ihre Quartiere ein, ein deutliches Zeichen, dass dieses Schiff bald vollends Einsatzbereit war. In diesem riesigen Getümmel aus Mensch, fast-Menschen, ähnlichen und Durastahl stand gerade in diesem Moment der CO Dorin Mortus und von seinem XO Terwin Dergitsch flankiert. Sie beobachteten einige stille Momente das faszinierende Zusammenspiel, welcher einer Symphonie glich, von Menschen. Ihrer beiden Blicke ruhten besonders gerade auf einige AT-PT´s, die gerade von einem Unteroffizier und einer Handvoll von Army Troopern, welche gerade durch den Hangar stapften, um zu ihrem Bestimmungsort zu gelangen. Der XO blickte kurz, verstohlen, zum Captain, welcher etwas gedankenverloren sich im Hangar umblickte.

"Bei diesem Anblick, frag ich mich , wie dieser Rebellenabschaum die Schlacht um Endor gewinnen konnte...nicht wahr? Ein unkoordinierter Haufen aus Menschen und...anderen Spezies..." leitete Terwin ein Gespräch ein.

Dorin Mortus blinzelte kurz und schien aus seinen Gedanken auf zu steigen. Er nickte langsam und sah zum seinem XO.
"Es war...ein sehr tiefer Schnitt ins Herz der neuen Ordnung...durch aus Commander. Besonders wenn man selbst anwesend war, fällt es einem noch schwerer dies zu glauben was dort geschah" Terwin zog kurz eine Augenbraue hoch, wollte gerade zum Sprechen ansetzen, als einige Techniker vorbeihetzten und zu einem flackernden Traktorstrahl liefen, welcher einen TIE-Fighter gerade noch so hielt.

"Na...jetzt bin ich gespannt"
Dorin verschränkt seine Hände hinter seinem Rücken und blickte zum TIE-Fighter. Für seine Person bestand keine wirkliche Gefahr. Er stand gut 300 Meter von der Stelle entfernt, wo der TIE im Zweifelsfall aufgeschlagen wäre. Die entsprechende Stelle wurde jedoch mit erstaunlicher Geschwindigkeit von allem verlassen, was zwei biologische oder maschinelle Beine besaß, im Zweifelsfall eine Kombination daraus. Es wurde kurz geflucht und gebrüllt. Als sein Blick zur Quelle des Strahls ging, sah er wie Harwin Ortov, seines Zeichens leitender technischer Offizier, mit einigen Handgriffen den Projektor wieder auf volle Leistung brachte und wieder Normalität in das rege Treiben kam.


"Ich glaube...sie wollten etwas sagen, Commander?", dabei blickte Dorin zum XO rüber und wartete ab, was nun die Reaktion von Dergitsch auf seine Hinweis, zu seiner Anwesenheit auf der Schlacht von Endor, sei.
"Nun, Captain...ich habe von ihrer kleinen "Leistung" bei der Schlacht um Endor gehört...entgegen der Erwartung vieler anderer, Sir" beendete der XO seinen Satz, welcher durchaus einige Hinweise auf sein Wissen, um die Person Dorin Mortus aufzeigte.
"Ich bin mir ziemlich sicher, um welche Personen es sich hier bei handeln könnte. Jedoch halte ich dies für nicht mehr als nur überzogene Behauptungen und Unterstellungen, Commander. Ich würde ihnen keine große Beachtung schenken, es wäre doch schade, wenn unsere Arbeit durch solche Lappalien eingeschränkt werden würde, nicht wahr? Man bedenke die eventuellen Konsequenzen aus solchen Schwierigkeiten...sehr bedauerlich, wie ich finde"
Dorin lies es sich in diesem Moment nicht nehmen, seinem XO ein deutliches Zeichen auf zu drücken, dass er solch giftiges Gedankengut nicht an Bord seines Schiffes tolerieren würde, welche die Befehlsstrukturen untergruben.

"Ich verstehe, Captain. Ich bitte um Verzeihung, ich wollte ihnen nicht zu nahe treten...", sagte der XO in einer ekelerregenden Art der Unterwürfigkeit, welche von Dorin nicht unbemerkt blieb. Er legt dem Mann eine Hand auf die Schulter und sprach in einem freundlichen, jedoch gedämpften Tonfall.

"Ich hoffe doch, sie vergessen nicht, dass das Imperium darauf aufbaut, dass wir als ein großes Ganzes und nicht als Individuum agieren...und jeder seinen Platz in diesem System kennen sollte, damit die neue Ordnung Erfolg hat. Beherzigt dies, wenn sie mit mir sprechen, Commander...ich werde dieses System, auf meinem Schiff, nicht außer Kontrolle geraten lassen...ich hoffe doch, ich habe mich verständlich machen können" und blickte den 1. Offizier mit seinem typischen durchdringenden Blick an, welcher die Nachricht auch visuell in ihrer Deutlichkeit verstärken sollte.
Terwin Dergitsch Mund schloss und öffnete sich einige Male, als versucht in seinem Gedanken zum Gegenschlag auszuholen, jedoch schien ihm gerade die Munition für so etwas ausgegangen zu sein. Dorin nahm seine Hand wieder von der Schulter und nickte dem Mann kurz zu.
"Ich schlage vor, sie gehen schon mal zur Brücke voraus und machen dort die routinemäßigen Kontrollen. Ich werde bald zu ihnen stoßen, sobald ich meinen Rundgang auf dem Schiff abgeschlossen habe, Commander"
"Aye...Captain" sprach er in einem nun etwas aufgezwungenem, jedoch weniger ekelerregende, unterwürfigen, Tonfall. Wie lang dieser Zustand anhalten würde, blieb fraglich.

Während um ihn herum weiter der Sturm aus Materialien tob bleib er, mit denen Händen hinter dem Rücken verschränkt, stehen und betrachtete weiter die arbeitenden Menschen und Maschinen.


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Dieser Beitrag wurde schon 2 mal editiert, zum letzten mal von Dorin Mortus am 30 Nov, 2012 20:07 51.

30 Nov, 2012 19:30 55
Robert Muldoon
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~Yaga-System / hoher Orbit von Yaga Minor / Allgegenwärtigkeits-Basis / Hangar H-77 / im Shuttle / Robert Muldoon und Emmen Lynd~


Das makellose und dennoch leicht forsche Verhalten des jüngeren Offiziers, bestätigte Muldoons erste Annahme über Lynd. Man konnte förmlich spüren, wie begierig der "Mustersoldat" darauf war, an die Front zu kommen um Orden zu sammeln.
Auch wenn Robert im Grunde die selben Ambitionen hatte, waren es sicherlich verschiedene Gründe, die die beiden Männer dazu trieb, ihr Leben für das Imperium zu riskieren. Dem Captain stand es buchstäblich ins Gesicht geschrieben, das er noch Karriere machen wollte und für solche Pläne konnte es nicht schaden, einige Zeit bei der kämpfenden Truppe verbracht zuhaben. Die Teilnahme an riskanten Einsätzen und Gefechten, machten sich immer gut in der Personalakte.
Muldoon hingegen war nur froh wieder zurück zu dürfen, weil er ganz einfach nichts anderes konnte. Nicht mehr und nicht weniger.
Die Zeit, als der Major noch erpicht darauf war, mehr Orden an seine Brust zu heften, war längst vorüber und mit ihr, der Zenit seiner militärischen – Laufbahn, das Los eines wahren Frontschweins. Denn nur wenige von ihnen, schafften den rechtzeitigen Absprung in den ruhigen Stabsdienst, mit der Aussicht auf einen höheren Dienstposten und fühlten sich dabei auch wirklich wohl.
Die meisten jedoch, verblieben bis zum bitteren Ende auf dem Feld und konnten froh sein, wenn sie noch ihre Pension genießen konnten.
Das unterschied solche Leute wie Lynd und Muldoon grundlegend von einander. Was nicht hieß, das eine von beiden Gruppen, der anderen unterlegen wäre.

Deshalb überraschte die Antwort Lynds, den altgedienten Militär kaum.
„Ich bin zum 124. motorisierten Infanterie-Regiment versetzt worden, Major, als Captain der zweiten Kompanie ‚Pinnacle’ des 3. motorisierten Einsatzbataillons …“
Man schickte sie also beide in das gleiche Bataillon, offenbar herrschte da gerade ein Mangel an Offizieren.
Langsam nickte Muldoon daraufhin zustimmend und beäugte Emmen, als dieser neben ihm Platz nahm und kampflustig der Zukunft entgegen sah.
„Es ist ein gutes Gefühl, wieder unterwegs zur Front zu sein“

„Immer mit der Ruhe Junge! Wir werden noch früh genug im Dreck liegen. Und dann, während um uns herum Leute sterben, unterhalten wir uns nochmal, ob DAS ein gutes Gefühl ist, Captain Lynd !“
Knurrte Robert bitter, durch die zusammengebissenen Zähne hindurch und verzog die Augenbrauen zu einem finsteren Gesichtsausdruck. Eigentlich konnte er Lynd keinen Vorwurf machen und das wollte er auch garnicht. Schließlich war er als junger Soldat ebenso gewesen und den Rekruten auf der imperialen Akademie, wurde dieser heroische Heldenmut täglich eingeprügelt.
Doch hielt das bei Vielen nur solange an, bis sie das erste mal mit der grausamen Wirklichkeit, einer realen Schlacht konfrontiert wurden.
Kampfesslust war eine Sache, sich aber auf den eventuellen Tod von Kameraden oder gar den eigenen zu freuen, das war mehr als nur einfältig. Möchte der Captain jetzt von Muldoon denken was er wollte, aber der Major hätte nicht so lange überlebt, wenn er sich so töricht verhalten hätte.

„Ach und noch was, man hat mich ebenfalls ins 124. Infanterie-Regiment versetzt. Ich werde dort den Posten des stellvertretenden Bataillonskommandeur, im 3.motorisierten Einsatzbataillons und den, des Chefs der 1. Kompanie übernehmen. Das heißt also, das wir zwei es wohl öfters mit einander zu tun bekommen werden! Nur haben sie sicher den Vorteil, schon genauer über die dortigen Gegebenheiten informiert worden zu sein. Ich habe erst vor knapp 3 Stunden erfahren, das ich mit sofortiger Wirkung versetzt werde und hatte bisher noch nicht die Zeit, mich eingehender zu informieren.“

Währenddessen der hochgewachsene Soldat weiter sprach und seine kräftige Stimme die Passagierkabine erfüllte, starteten im Hintergrund die Systeme der Lambda – Fähre. Wenig später durchzog ein schwachen Vibrieren das Shuttle, als sie abhoben und den Hangar der Allgegenwärtigkeits-Basis, in den offenen Weltraum verließen.

„Der Pilot sagte, der Flug nach Agamar würde etwa 5 Stunden dauern, genug Zeit also …..! Was können sie mir über unsere neue Einheit und der derzeitigen Lage auf dem Planten sagen ?“
Sicherlich hätte Muldoon sich diese Daten auch selbst aneignen können und mit aller Wahrscheinlichkeit, musste er das auch tun. Den der Captain würde bestenfalls nur einen groben Überblick haben. Doch so konnte sich Robert einen weiteren Eindruck über seinen neuen Kameraden verschaffen.

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30 Nov, 2012 20:56 50
Dorin Mortus
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Einige Stunden nachdem der CO der "Edict" Dorin Mortus seinen Rundgang auf dem Sternzerstörer der Venator-Klasse abschloss, betrat er das Offizierskasino des Schiffes. Trotz der Tatsache, dass es ich hier um einen gesonderten Bereich handelte, welcher nur von Offizieren betreten werden durfte, war es nicht luxuriöser eingerichtet, als die übrigen Teile des Schiffes. Es war in erster Linie nur imperialer, sauberer und etwas grauer gehalten. Zurzeit wurden die Mahlzeiten ausgegeben, welche heute aus corellianischen Kartoffeln und Blutwurst nach Coruscantart handelte. Einige Offiziere saßen mit Kaff bewaffnet an ihren Tischen und machten sich miteinander bekannt. Andere Teile zogen es einfach vor schweigend ihre Mahlzeit einzunehmen. Im vorderen Teil sah man gerade den XO und den zweiten Offizier mit einer Tasse des koffeinhaltigen Getränks am Tische sitzen. Etwas weiter hinten konnte man die Kommunikationsoffiziern mit dem Sensorikoffizier erkennen, welche über einer Portion des Tagesgerichtes hingen und miteinander sprachen. Im linken Teil der Messe schob sich der Waffenoffizier des Schiffes, ein Mirialaner, Stücke des Tagesgerichtes zwischen die Kauwerkzeuge. Dorin Motus überlegte einige Momente lang. Er schritt zur Ausgabe und lies sich ebenfalls etwas vom Tagesgericht auftischen, welches leicht ironisch angehaucht war, wenn man darüber länger nachdachte. Nach einigen Momenten lies er sich dann auf dem Sitz gegenüber des Mirialaners nieder, welcher verwirrt aufschaute. Veros Urtinli nickte seinem Gegenüber kurz zu und betrachtete dann das Dienstabzeichen des CO´s.

"Guten Tag, Sir
" Der Mirialaner versuchte, auf die typische Art und Weise ein vorsichtiges Gespräch anzufangen, um seinen Gegenüber einschätzen zu können. Dorin Mortus beäugte ihn abschätzend und wartete kurz einen Moment, um die Reaktion auf seinen Blick hin zu analysieren. Da die Mirialaner dafür bekannt waren, dass sie gute Diplomaten waren, war es nicht überraschend, dass jener nur freundlich lächelnd dreinblickte.

"Guten Tag, Ensign" Antwortete er dem jungen Offizier in einem neutralen Tonfall. Er schnitt mit seinem Messer ein Stück der Blutwurst ab und führte jenes zu seinem Mund. Der Mirialaner beobachtete ihn etwas unsicher dabei, während er sich wohl auszumalen versuchte, wie der weitere Verlauf dieser Begegnung sich gestalten könnte. Nachdem das Stück Blutwurst seine Reise zum Verdauungsapparat des Captains antrat, machte sich eben jener daran seinen Gegenüber zu bearbeiten
.
"Ihr seid der Waffenoffizier dieses Schiffes, wenn ich mich nicht täusche" Er behielt dabei weiterhin seine neutrale Stimmlage und blickte ihn direkt an. Es war wichtig heraus zu finden wie tauglich der Ensign sein würde.

"Aye, Sir. Veros Urtinli mein Name" entgegnete der junge Mirialaner dem Mann mit Freundlichkeit

"Dorin Mortus kommandierender Offizier dieses Schiffes, freut mich ihre Bekanntschaft zu machen, Ensign", er legte in diese Worte etwas Freundlichkeit rein. Unterdessen konnte er den XO beobachten, wie er ihn beobachtete.

"Die Freude liegt ganz meiner Seits, Sir" Ein leichter Anflug von Erleichterung schwang in den Worten mit. Wenn man darüber nachdachte, war man auch als Fast-Mensch in der schwierigen Lage, einem Apparat zu dienen, welcher Nicht-Menschen offen verachtete.Die beiden Offiziere lagen eine kurze Gesprächspause ein, um sich dem gemeinsamen Kampf gegen den Hunger zu stellen. Nach einigen Gabelstichensetzte Dorin Mortus das Gespräch fort.

"Ihr seid ein Mirialaner, Ensign?", fragte Dorin nun etwas unschlüssig, nach kurzer Betrachtung der Person.

"Aye, Sir", antwortete Veros prompt.

"Ich habe mal von eurem Volk gehört. Besonders eure Religion wurde dabei vorgehoben." Dorin Mortus war immer an neuen Wissen interessiert und lies sich nicht die Gelegenheit nehmen eben jenes zu mehren.

"Aye, Sir. Wobei ich dies nicht als Religion bezeichnen würde,Sir." wandte der junge Offizier ein.
"Es ist mehr ein besondere Ansichtsweise des Geschehens der Galaxie. Jeder einzelne von uns sieht sich in der Pflicht dem eigenen Volk zu dienen. Wir denken, dass jede Tat die wir begehen das Schicksal des gesamten Volkes beeinflusst. Wie positiv so negativ." Er vollbrachte dabei kleinere Handbewegungen um dies zu unterstreichen. Aus der Richtung, wo der XO saß, konnte mein leises Hüsteln vernehmen.

"Ich verstehe, Ensign. Nun...weshalb habt ihr euch der imperialen Flotte angeschlossen, wenn man denn fragen darf?" Dies war stets eine elementare Frage und sagte einiges über den Charakter einer Person aus.

"Wie bereits erläutert, Sir. Glauben wir daran, dass unsere Taten auch unser Volk beeinflussen. Ich gehe davon aus, dass ich mit dem, was ich hier tue meinem Volk dienlich sein kann, darum habe ich mich der Flotte verpflichtet" Währenddessen fielen Dorin Mortus einige Tattoos auf, welche im Gesicht und auf den Händen des Fast-Menschen zu erkennen waren.

"Und die...Tattoos in eurem Gesicht und auf euren Händen, Ensign? Sind diese ebenfalls eine Bestandteil eurer...Anschauungsweise?" fragte Dorin direkt.

"Sie sind sowas ähnliches wie Orden, Sir. Sie geben Aufschluss über unser Leben und sagen viel über den Träger aus." Er deutete dabei auf ein etwas aufwendigere Tattoo"Dies hier zum Beispiel zeigt, dass ich meine Ausbildung an der Akademie abgeschlossen habe, Sir"[I] Der Captain nickte dabei langsam. Währenddessen haben sich die Unterlagen, worauf sich das Essen befand geleert und Dorin Mortus erhob sich langsam vom Tisch.

"Nun, vielen Dank für die Auskunft, Ensign. Ich hoffe, dass sie sich auf der "Edict" wohl fühlen werden." Sagte er und blickte dabei kurz zum Platz wo der XO saß. Jener war aber bereits verlassen worden, wie er feststellte. Er verlies das Kasino und machte sich auf zu seiner Kabine.

-:- Yaga System -:- Yaga Minor -:- Orbit -:- Werften -:- Venator-Sternzerstörer "Edict" -:- Auf dem Weg zur Kabine

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Dorin Mortus am 02 Dec, 2012 13:18 24.

01 Dec, 2012 23:30 26
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