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Typhojem
Gast


Nfolgai Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen




  • Region: Outer Rim Territories
  • Sektor: Esstran Sektor (Stygian Caldera)
  • System: Nfolgai system
  • Koordinaten: R4

25 Sep, 2012 01:32 16
Typhojem
Gast


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[NPC]

Nfolgai o Alte Ruine o Expeditionsgruppe


Das Geheimnisvolle zieht Geheimnisvolles an. Dabei ist die größte Barmherzigkeit dieser Welt die Unfähigkeit des Verstandes, alles sinnvoll zueinander in Beziehung zu setzen. Wir leben auf einer friedlichen Insel der Ahnungslosigkeit inmitten schwarzer Meere der Unendlichkeit, und es war nicht vorgesehen, wie weit die Expeditionsgruppe, welche in der Grabanlage herumirrte, diese Gewässer weit befahren sollte. Die Wissenschaften steuern alle in völlig verschiedene Richtungen und sie haben bislang nur wenig Schaden zugefügt, doch eines Tages wird das Aneinanderfügen einzelner Erkenntnisse so erschreckende Perspektiven der Wirklichkeit und furchtbare Aufgabe darin eröffnen, dass diese Offenbarung alle entweder in den Wahnsinn treibt oder aus der tödlichen Erkenntnis in den Frieden und den Schutz eines neuen dunklen Zeitalters flüchten lässt.

Die Nerven der Expeditionsgruppe um Dr. Voren Netrebnik waren zum Zerreißen gespannt. Der Elomin sah immer wieder nervös von seinem Datapad zu den fünf bewaffneten Männern, zwei Menschen, ein Rodianer, ein Weequay und ein Hortek. Diese sonst so abgebrühten Söldner schienen beunruhigt. Sie alle kannten die Mythen und Legenden, die sich um solche alten Gemäuer rankten. Vor allem um die Fallen mit denen sie bespickt waren. Die unendlich erscheinende Erkundung der Anlage wollte kein Ende nehmen. Dass irgendein Abstieg durch massiven, gewachsenen Fels so endlos sein konnte, ohne den Planetenkern selbst zu erreichen, um sich in diese unheiligen und scheinbar bodenlosen Tiefen der Tempeleingeweide hinabzusenken, dies waren Vorstellungen von so grotesker Natur, dass es leichter fiel, an den eigenen, völlig überreizten und überspannten Sinnen zu zweifeln, als sie hinzunehmen. Doch das war nicht das Einzige, was die Gruppe beunruhigte.
Als erstes bemerkte es der Weequay Söldner. Ein schleichender, dumpfer und muffiger Geruch schlug den Eindringlingen entgegen, der seltsam anders war als alles, das sie je zuvor gerochen hatten, und der einen leichten Beigeschmack von Gewürzen und Weihrauch enthielt, was ihm eine geradezu spöttische Note verlieh. Je weiter sie in den dunklen, endlos erscheinenden Gang eindrangen, desto mehr schien es, als würde der Boden ein eigenartiges Eigenleben entwickeln. Es schien als neige er sich mal zur einen Seite, dann wieder zur anderen Seite. Es war ein unendlich schmerzhafter Vorgang, durchwoben von fantastischen Träumen, die eigentümlich von dem angespannten Zustand der Gruppe zehrte. Die genaue Natur dieser Träume war sehr klar, während die Eindringlinge sie erlebte, verschwamm aber fast unmittelbar darauf in ihrer Erinnerung und verblasste bald zum bloßen Schatten gegenüber den grauenhaften – realen oder eingebildeten – Ereignissen, die folgten.Hinter all dem erblickte der im Delirium versinkende Verstand der Expeditionsgruppe die unsagbare Bosheit uranfänglicher Nekromantie, schwarz und formlos und im Dunkeln gierig nach ihren Körpern tastend, um ihnen den Geist auszutreiben, der sich vermessen hatte, diese unheiligen Hallen zu betreten. Alte, eingeschlossene Sith Geister zehrten an ihren Gedanken, flüsterten ihnen süße Worte zu die sie gefügig machen sollten die in Tiraden des Hasses umschwenkten, als die Wesen nicht taten, was die Geister wollten. Der blanke Schrecken war einigen Teilnehmern ins Gesicht geschrieben. Zu gräßlichen Masken waren ihre Gesichter entstellt während sie mit zitternden Armen versuchten die Blaster und Lampen in die ein oder andere Seite zu richten.

Im dem Wahnsinn verfallenden Gehirn gewann ein Drama finsterer Wut und Verfolgung Gestalt, und Dr. Netrebnik sah, wie die schwarze Seele, die hier lauern musste, ihn herauspickte und unhörbar flüsternd anrief und verführte, ihn mit dem Gefunkel und Geglitzer einer oberflächlichen Versprechung voranlockte und doch nur immer tiefer zu den modrigen Katakomben und Schrecknissen ihres toten und bodenlosen schwarzen Herzens hinabzog. In diesem kritischen Moment erwachte er langsam – oder wechselte zumindest in einen Zustand, der weniger dem des Albtraumes glich als der vorangegangene. Der Elomin blickte zu seinem Assistenten, dem Omwati der Xwi Zha hieß. Die sonst so blaue Haut hatte einen blassen Farbton angenommen während die indigo farbenen Augen eine Mischung aus Wut und Schreck verrieten.


"Ich hoffe wirklich, dass es sich lohnen wird. Die meisten Ruinen dieser Verdammten sind längst geplündert oder von Ihresgleichen in späteren Inkarnationen ihrer perversen Ideologie untergegangen."

Dass der Omwati keine Begeisterung für die Sith erübrigen konnte, verübelte Netrebnik ihm überhaupt nicht. Sein anderer Assistent, Vanar Dasca, ein Arkanier, schon. Dieser war, zu Netrebniks Sorge, sehr in die Lehren dieser Machtnutzer Gruppe vertieft und schien seine Faszination welche die alten Sith auf ihn ausübten, nicht verbergen zu wollen.

"Es wird sich lohnen. Dafür garantiere ich. Unsere Forschungsergebnisse werden bahnbrechend sein." erwiederte Netrebnik bevor der Arkanier sich zu Wort melden konnte. Ihre Stimmen waren gepresst, flüsternd. Sie hatten Angst, dass zu laute Geräusche irgendwas wecken könnten. Oder irgendwen. Es war sehr kalt und es schien, als strich ein schwacher Strom ekler Luft über sie hinweg. Die Schrammen und Prellungen, welche die schroffen Wände des Felsenschachts beigebracht hatten, schmerzten erbärmlich, und die Schmerzen in den Wunden wurden durch einen beißenden Geruch in dem schwachen Luftzug zu einem scharfen Stechen oder Brennen gesteigert, sodass der bloße Vorgang des Herumwälzens genügte, sie vor namenloser Qual am ganzen Leib erbeben zu lassen. Abermals gerieten seine Sinne ins Taumeln und der Elomin versuchte vergebens, gegen eine Gefahr anzukämpfen, die ausweglos und unentrinnbar schien. Ihr endloses Absinken und der Schaukelflug durch dämonische Weiten hatten demnach wirklich stattgefunden und ich selbst lag jetzt wohl bar jeder Hilfe in einer namenlosen Höhlenwelt. Je länger der Wissenschaftler über die Natur dieses Unterweltwindes nachdachte, desto mehr wuchs seine Beunruhigung. Denn während er seinem Ursprung trotz seines Geruchs in der Meinung nachgespürt hatte, es handele sich um einen zumindest indirekten Hinweis auf den Weg nach draußen, musste er nun klar erkennen, dass diese faulige Ausdünstung keinerlei Beimengung oder sonstige Verbindung zu der sauberen Wüstenluft besaß. Vielmehr musste es sich bei diesem Pesthauch im Grunde um etwas handeln, was sogar noch tiefer gelegene, finstere Schlünde erbrachen. Sie waren also in die falsche Richtung marschiert! Nach kurzem Überlegen entschied er mich, nicht wieder zurückzugehen. Ohne den Luftzug würde ihnen der Wegweiser fehlen, denn der halbwegs ebene Felsboden zeigte keinerlei Unterscheidungsmerkmale.

Nfolgai o Alte Ruine o Expeditionsgruppe

25 Sep, 2012 01:38 33
Typhojem
Gast


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[NPC]

Nfolgai o Alte Ruine o Expeditionsgruppe


Die Gruppe um Dr. Voren Netrebnik bewegte sich auf dem schmalen Grad zwischen Leben und Tod und versuchten dabei zwischen Wahn und Sinn zu unterscheiden. Die kontinuierliche Anspannung während der Tod eine blasse, fleischlose Hand auf der Schulter der Expedition ruhen ließ, konnte zu ungeahnten Dummheiten führen. Die Söldner hatten ihre Blasterwaffen im Anschlag, bereit Technologie gegen jede Ausgeburt dieser Unterwelt einzusetzen. Sie hörtne Zisch -und Pfeifflaute die so fremd wie bedrohlich klangen und richteten die Lichtquellen, die an den Läufen ihrer Karabiner montiert waren, in die dunklen Ecken ihrer Umgebung. Nur war da nichts, was man hätte töten können. Sich nicht sicher ob es eine akkustische Täuschung, ein weiteres Tier oder einfach nur Einbildung gewesen war. Zusätzlich trieben die steinernen Untiere vergangener Tage, welche die Streben und Säulen der Gänge schmückten, in den Wahnsinn. Illusion und Wirklichkeit zerfloss zu einem Fiebertraum der immer mehr zum Albtraum wurde. Aus einem noch tiefer gelegenen Schlund der Grabanlageneingeweide drangen gewisse Klänge hervor, gleichmäßig und klar und anders als alles, was sie jemals zuvor vernommen hatten. Dass diese Klänge überaus alt und eindeutig zeremonieller Natur waren, empfand Netrebnik fast intuitiv. Das rhythmische Pfeifen, Summen und Rasseln schien Schrecken heraufzubeschwören. Ein Schrecken, der eigentümlich wenig mit individueller Furcht zu tun hatte und sich eher in einer Art objektiven Mitleids mit den Eindringlingen kundtat, weil sie diese Untiefen nie wieder lebend verlassen würden. Die Klänge wurden lauter und sie alle merkten, dass die Geräusche näher kamen. Ein höllisches und heulendes Röcheln oder gutturale Töne zerriss nun die Luft, die noch immer nach dem süßlich modrigen Geruch der Leichenkörper stank. Der Weequay reagierte als erster, da er rassenbedingt das beste Gehör in der Gruppe hatte. Das Mündungsfeuer seines Blasters erhellte kurzzeitig die Kreatur auf die er geschossen hatte, ein langgezogener Schrei hallte an die hohen, dunklen Decken und wurde wieder zurückgeworfen. Die Kreatur fiel von eben jener Decke und blieb in einer unnatürlich erscheinenden Position direkt vor den Füßen des Elomin liegen. Vor ihm kniete eine grässlich anzuschauende Kreatur der sieben corellianischen Höllen, dessen nachtschwarz glänzende Haut mit Wasserperlen gespickt war. Das Zischen drang aus einem lang gezogenen vor silbrig glänzenden, mörderischen Fangzähnen bestückten Maul, aus dem unaufhörlich eine klare Flüssigkeit tropfte, die wie Speichel aussah, aber wie Schwefel roch. Der lang gezogene Schädel der die Form einer kleinen dicken abgerundeten Bohne besaß, schwenkte von einer Seite zur anderen, letzte Zuckungen die verrieten, dass die Kreatur noch immer im Diesseits weilte, wobei der stachelbewehrte körperlange Schwanz im Gleichtakt mit schwang. Der schlanke, ja fast zerbrechlich wirkende Körperbau täuschte jedoch nicht über die Klauen an die beiden vorderen und hinteren Extremitäten hinweg und die vier Kinderarmlangen Stacheln auf dem Rücken sahen auch nicht einladender aus. Ohne zu Zögern schoß der Weequay dem Untier in den Kopf woraufhin jede Bewegung erstarrte und ein langgezogener Pfeifton das gräßliche Maul der Bestie verließ.

"Feuer!" schrie der Weequay seinen Söldnerkameraden zu, nun laut und provozierte die Kreaturen die er soeben entdeckt hatte, sodass sie angriffen. Weit kamen sie nicht. Zwei Blasterblitze bohrten sich in den Schädel des ersten Wesens und ein Moment später flog der Kadaver mitsamt dem zweiten Monster aus dem Vorraum. Schwefelgelbes Blut spritze durch den Raum und traf Wände, Decke und Boden, jedoch keinen der Söldner, welche den Schwall Säureblut, der für ihn bestimmt war, zur Seite ablenken konnten. Doch es war ihnen keine Pause vergönnt, denn schon im nächsten Augenblick zeigten sich weitere grauenhafte Köpfe voller triefender Fangzähne, die sich öffneten und kurz davor standen Säurebatzen zu spucken. Dr. Netrebnik erkannte die Situation und wusste das sie alle in diesem kleinen Vorraum in der Falle saßen und früher oder später, abhängig davon wie lange die Munition für ihre Blaster noch hielten, drauf gehen würde. Da sterben jedoch mitnichten eine Option darstellte, schossen die Söldner aus ihren Karabinern und die Wissenschaftler aus ihren kleinen Handblastern nach jedem Ungeheuer, um sich einen Weg hinaus zu bahnen. Als sie dann an der ersten Stufe hinab standen und zwei weitere dieser Kreaturen nieder schossen, musste der Elomin feststellen, dass ihnen der Weg versperrt war. Unzählige dieser Bastarde standen, hockten, lagen oder knieten auf den Stufen und wälzen wie ein einzelner Strom gen Expeditionsgruppe.

"Ducken!" schrie einer der Menschen als er einen Thermaldetonator hinabwarf. Sie waren weit genug entfernt, dass die Hitze der Feuersäule sie nicht verletzte, doch die Augenbrauen mancher Teilnehmer der Expedition versengte. Das Feuer ließ wenigstens, in seiner reinigenden Natur, die Säure der Kreaturen verpuffen, als die Explosion und die Hitze ihre Panzerung zum Bersten brachte und sie in eine klumpige Masse transformierte. Sie dachten nicht lange nach und stürmten vor, hinein in die Ungewissheit des folgenden Raumes. In dem Gewissen, vorerst, vor den Kreaturen sicher zu sein, nahmen sie alles was nun kommen würde, in Kauf.

Doch jetzt hatten er und die anderen ein anderes Problem. Denn jetzt stand er mehr oder weniger in einem Raum und dieser war - egal welche Form er besaß - groß und schien sich nach unten, gen des endlosen Schlundes zum Inneren des Planeten hin,zu neigen. Da es rein technisch gesehen nicht den geringsten Grund gab einen Raum derartig schief zu bauen, kam der Forscher zu dem Schluss das er weder in einem Raum stand in dessen Mitte sich irgendetwas wichtiges befand oder das dieser ganze Komplex abgesackt war. Plötzlich stieß Dr. Netrebnik gegen etwas und er zuckte zusammen. Unter viel zu lautem Getöse flog etwas von seinem Fuß wie von den Tuka'ta persöhnlich angetrieben durch den Raum, schlug auf den Boden auf und riss andere Dinge mit sich die offenbar auf die Mitte zurollten. Den infernalischen und unnatürlichen Geräuschen nach zu urteilen die diese Gegenstände verursachten schienen sie hohl und nicht allzu schwer zu sein, doch schrien sie auf, als seien es lebende Kreaturen der sieben corellianischen Höllen. Ewig andauernde Herzschläge später prallten sie gegen etwas schweres, blieben an dessen Fuß oder was auch immer liegen. Als die Echos verklungen waren, schluckte der Elomin schwer und versuchte erneut mit seinem Leuchtstab Licht in die ewige Dunkelheit zu bringen. Die Dunkelheit jedoch, schien jegliches Licht zu absorbieren und machte eine genaue Erfassung der Umgebung unmöglich. Doch auch dieses mal konnte er nur diesen Druck spüren, dieses Gefühl von Enge und etwas das nicht existieren sollte. Etwas undefinierbares, das alles andere überlagerte und ihn deshalb blind machte. Die gesamte Gruppe stocherte in der undefinierbaren Dunkelheit voran, getrieben von der Beklommenheit und dem Geruch der sie wie ein Leichentuch umhüllte. Ihre Sinne waren so vernebelt, dass sie die pechschwarzen Stufen aus dem unbekannten Material nicht sahen und das Gleichgewicht sie enttäuschte. Ihre Körper fielen vornüber und ihr Geist verlor seine Verbindung zum Jetzt.

Als Dr. Netrebnik nach dem Absturz über die schwarzen Steinstufen wieder zu Sinnen kam – oder dies zumindest glaubte –, war er allein und von Dunkelheit umgeben wie zuvor. Dunkelheit. Ein undefinierbarer Schmerz kroch in sein Gehirn, der Ursprung war unbekannt. Seine Augen waren geschlossen und doch sah er überall Konturen von irgend etwas, von Dingen die sich bewegten und verschwanden. Sein Körper, das spürte er genau, war taub und kribbelte, als ob sein gesamter Körper eingeschlafen wäre. Etwas stieß an seine Hand, ließ ihn zusammen zucken und aufschreien. Es war nicht schmerzhaft und doch schrie er. Der stinkende Wind, schon vorher schlimm genug, war jetzt höllisch; dennoch hatte er sich inzwischen so sehr daran gewöhnt,dass er ihn gleichmütig ertrug. Benommen begann der Wissenschaftler, von der Stelle wegzukriechen, woher der Fäulniswind wehte, und spürte unter den mittlerweile rissigen und geschundenen Händen kolossale Blöcke einer gewaltigen Bodenpflasterung. Alle Oberflächen die er erblickte waren mit gigantischen eingemeißelten Hieroglyphen übersät. Seine Finger fühlten und erfühlten die arkanen Symbole die sich auf dem rauhen Material befanden. Es würde Wochen wenn nicht gar Monate dauern, den Sinn aller Hieroglyphen herauszufinden. Als er weiter vorankroch, traf Er auf gigantische Säulen, die unglaublich weit auseinanderstanden; und plötzlich wurde seine Aufmerksamkeit von etwas gefangen genommen, das sich in der Mitte des Raumes befand. Er hörte, wie die anderen zu ihm aufschlossen. Sie hatten also auch überlebt. Sein Blick ging wieder nach vorne. Dort war es. Der Grund für all ihre Entbehrungen. Sie hatten es erreicht.



Nfolgai o Alte Ruine o Expeditionsgruppe

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01 Oct, 2012 00:01 28
Odriyas
|burning|




Dabei seit: 17 Oct, 2012
Beiträge: 19

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|Nfolgai |vor der alten Ruine | Forschungscamp|


|Odriyas|


Die Unwissenden hatten sie als Wächter des Forschungscamps zurückgelassen, aber Odriyas bezähmte die damit verbundene Kränkung und Ungeduld. Niemand durfte wissen, wer sie und vor allem was sie war und sie war immer noch auf die Unwissenden angewiesen. Mit ihren drei getreuen Vahla Ardil, Sundri, und Nema, hatte sie bei an der Universität von Sanbra bei einem Professor Netrebnik als Wachpersonal angeheuert, um ihn auf seiner Expedition nach Nfolgai zu begleiten, die einfachste Weise ohne eigenes Risiko in die Stygian Caldera zu gelangen. Es war einfach gewesen, ihn dahin zu beeinflussen, dass er noch weitere Wachleute neben den bereits angeheuerten tumben Söldnern benötigte und es war auch besser, dass sie in die Ruine mitgingen, um die Drecksarbeit zu erledigen, die ihrer nicht würdig war. Der Elomin und seine Mitarbeiter mochten zwar sehr belesen sein, was die alten Sith-Kulte betraf, doch sie konnten aufgrund der Unfähigkeit, die Macht zu spüren, nur an der Oberfläche kratzen und das Wissen, das den Normalsterblichen zur Verfügung stand, gering. Für die Zabrak und ihre Gefolgsleute war dieser Ort jedoch durchtränkt von dem, was gemeinhin die Macht genannt wurde, auch wenn er wüst und lebensfeindlich schien. Für sie war es ein Ausdruck der Vereinigenden Macht, auch wenn die dunklen Aspekte überwogen. Ihr war es gleich, denn hell und dunkel gab es in ihrer Sichtweise nicht – jeder musste den Weg gehen, den die Macht wies, ob er nun ins Licht oder ins Dunkel oder sonst wohin führte.

Die Vahla hatten sich gefürchtet, zu den Sithwelten zurückzukehren – sie hatten Angst vor den Propheten und die Schrecken von Dromund Kaas saßen ihnen immer noch in den Gliedern. Aber sie folgten ihrer Anführerin, weil sie glaubten, dass es der Wille der Göttin Vahl war, den Glauben an die Kulte der Glut von Vahl hatten ihnen nicht einmal die Propheten austreiben können, wofür Odriyas der Macht sehr dankbar war. Die Mitarbeiter des Professors waren freundliche Leute – empfänglich für die kleinen Kunststücke, mit der die Zabrak in ihrer Freiwache für etwas Abwechslung in der Einöde vor der Ruine sorgte – sie bewunderten ihre Geschicklichkeit, mit der sie mit Besteck und Tellern im Messezelt jonglierte, kleine Zaubertricks vorführte oder einhändig auf den brüchigen Felsen balancierte. Es lenkte sie selbst von der Ungeduld ab, bis das Expeditionsteam in den unterirdischen Gewölben etwas finden würde – Artefakte oder Holocrone oder vielleicht auch noch mehr. Sie war vollkommen überzeugt, dass die vagen Echos in der Macht auf etwas Großes hindeuteten. Für den Professor und den Rest der Expedition konnte das lebensgefährlich werden, aber besser er setzte sich diesem Risiko aus als sie. Daher saß sie sicher auf der Oberfläche und behielt auf ihrem Posten die Umgebung im Auge, oder tat zumindest so. Hier oben konnte ihnen nur wenig außer der Trockenheit oder Staubstürmen gefährlich werden – es sei denn, es trieb sich irgendwo Sithspawn herum, aber das glaubte sie nicht. Diese monströsen Ausgeburten von Sith-Alchemie hätten sich wenigstens in ihren Sinnen bemerkbar machen müssen, wenn sie sich auf der Oberfläche herumtrieben, und die Hochzeiten dieser Brut waren längst vorbei. Wenn allerdings in den Katakomben der Ruine eins schlief, würde es für den Professor ziemlich interessant werden.

Sie hockte außerhalb des Camps auf einem Felsen, der einen guten Ausblick über die Geröllwüste bot – der trockenkalte Wind frischte auf und trieb Steinchen und Sand mit sich, dank der beige-graublauen Expeditionsuniform und der Schutzbrille, machte dieses Wetter der vermeintlichen Söldnerin wenig aus. Schnell zurrte sie das Tuch um ihren Haaransatz zurecht, das die Tätowierungen verbarg, und schlug die Kapuze über. Natürlich hätte sie auch mithilfe der Macht eine Schutzblase erzeugen können, aber es würde auffallen, wenn sie völlig ungeschützt Wache halten würde und alles um sie herum trieb. Neugierig tastete sie mit ihren Machtsinnen in Richtung der Ruine, wo sich das Team um Professor Netrebnik schon einige Stunden aufhielt. Sie mussten schon ziemlich weit vorgedrungen sein, denn es war schwer, irgendwelche Empfindungen wahrzunehmen – doch plötzlich verspürte sie ein Aufflackern von Panik und Angst. Das Flackern verebbte relativ schnell und Odriyas atmete erleichtert auf, auch wenn es nicht ihre eigenen Gefühle waren. Wenn sie sich nicht irrte, schien es dem Team immer noch gut zu gehen. Ungeduldig rutschte sie auf ihrem Posten herum – sie wollte unbedingt wissen, was die Forscher dort unten gefunden hatten, doch wenn die Rückkehr sich ähnlich langwierig wie der Hinweg gestaltete, würde das Team nicht vor Einbruch der Nacht ins Camp zurückgekehrt sein.

Es war schwer sich auf die Emotionen von Wesen zu konzentrieren, die keine Verbindung zur Macht hatten, besonders wenn sie optisch und räumlich weit weg befanden, und so verlor die Zabrak die Verbindung zum Expeditionsteam allmählich. Stattdessen forschte sie in dem natürlichen Widerhall der Macht nach, die den Planeten und die Ruine mit seiner besonderen dunklen Note durchdrang. Das Eindringen der Forscher schien keine Irritationen ausgelöst zu haben, was sie sehr bedauerlich fand. Die Schwingungen flossen so träge vor sich her, dass sie beinahe einschlief. Doch mit einem Mal wurde sie von einem Strudel aus ihrem Stupor gerissen – so plötzlich, dass sie alarmiert auf beide Beine sprang und beinahe den Blaster in Anschlag brachte. Mit jagendem Puls sah sie um sich, doch um sie herum erstreckte sich nur die Einöde Nfolgais, unterbrochen von der schlafenden Tempelruine und den geordneten Aufbauten des Forschungscamps. Hier draußen gab es nichts offensichtlich Bedrohliches oder Geheimnisvolles. Hastig versuchte sie, jenen Machtstrudel wiederzufinden, doch es gelang ihr nicht. Mit einem wütenden Tritt beförderte sie einige Steine von ihrem Ausguck herab und wünschte dem Professor die Rückkehr sämtlicher reinblütigen Sith an den Hals, wenn er nicht bald mit Ergebnissen zurückkehrte.


|Odriyas|


|Nfolgai |vor der alten Ruine | Forschungscamp|

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05 Nov, 2012 16:55 56 Odriyas ist offline Email an Odriyas senden Beiträge von Odriyas suchen Nehmen Sie Odriyas in Ihre Freundesliste auf
Typhojem
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[NPC]

Nfolgai o Alte Ruine o Expeditionsgruppe


Jahrtausende lang war die Kammer in ihrer Dunkelheit sich selbst überlassen worden. Es hatten sich immer wieder Kreaturen hierher verirrt, davon kündeten mehrere Skelette die verstreut auf dem Boden lagen. Sie schienen keines gewaltsamen Todes gestorben zu sein, doch konnten Knochen niemals die Seelenqualen reflektieren, welche derjenige dem sie gehörten womöglich gelitten haben könnte. Dieser Ort machte krank. Die Expeditionsteilnehmer wussten es spätestens, seitdem sie die Kammer betreten hatten. Der Druck der in ihren Köpfen und auf ihren Brustkörben lag hatte sich kaum merklich verzogen, noch immer lastete er auf den Anwesenden. Die dunkle Seite hatte eien räuberische Natur, sie nahm was sie konnte und wenn es nur das Seelenheil dieser Wesen war. Anders als die helle Seite der Macht welche das Ganze umfasst, ist der gesamte Fokus der dunklen Seite das Selbst. Der Reiz der dunklen Seite ist seine Zerstörungskraft und seine Isolation. Jene welche Macht aus egoistischen Gründen suchen, werden von der dunklen Seite erfüllt und bekommen diese, was ihrem egoistischen Anschauungsbild der Dinge gefallen wird. Die dunkle Seite hebt das Ich aus dem Wir hervor. Auf diese Art wird aus dem Hass und dem Zorn eine Quelle der Stärke gemacht. Viele werden zur dunklen Seite angezogen, weil seine egoistische Natur die großen und angeberischen Machenschaften erlaubt. Die Mühelosigkeit mit der man diese Macht erhält täuschen darüber hinweg dass der Hass und der Zorn die Einzelperson von innen heraus zerfrisst, selbst wenn man sein Umfeld dominiert. Schließlich weist die dunkle Seite den Sinn des Lebens selbst zurück. So zumindest lauteten die Worte in den Manuskripten der Jedi. Jene spärlichen Fetzen welche die Säuberungen des Imperiums überlebt hatten. Sie alle hatten viel Wissen um die Macht obwohl keiner von ihnen, soweit der Elomin Netrebnik es wusste, für die Macht empfänglich war. Doch sie beeinflusste jeden von ihnen. Im Guten wie im Schlechten.

"Dann bringen wir mal ein wenig Licht ins Dunkel" begann der Weequay als Erster während sich ein sardonisches Grinsen in seine ledrigen Mundwinkel stahl. Die verbliebenen Söldner begangen an den strategisch wichtigen Stellen Glo-Long Lichtstangen anzubringen. Langsam aber sicher wurde der riesige Raum von einem diffusen aber doch erhellenden Schein erfüllt. Doch das Licht hatte nur zur Folge, dass sie monströsen Ausmaße der Kammer nur noch stärker wahrgenommen wurden. Das Licht reflektierte an den dunklen Wänden aus dem undefinierbaren Gestein auf dessen Oberfläche die Anwesenden lediglich im fahlen Schein der spärlich ausgelegten Lichtquellen sowohl Inschriften als auch krude Skulpturen erkennen konnten. Die Schrift bestand aus hieroglyphischen Zeichen, es waren die spitzen und harsch aussehenden, krude anmutenden Schriftbilder der Sith Runen. Es würde Wochen wenn nicht gar Monate dauern sie zu entschlüsseln. Eine Zeitspanne die sie nicht haben würden. Andernorts wurden die Schriftzeichen von kleineren Darstellungen unterbrochen. Zum größten Teil bestanden sie aus vereinfachten Sinnbildern. Einige Schriftzeichen stellten offensichtlich Bestien dar, die der heutigen Welt nicht bekannt sind, deren verwesende Leiber längst zu Staub zerfallen waren. Einzig diese Bilder kündeten davon, dass es sie jemals gab. Ohne sie würden sie vom Schleier des Nichts umarmt werden.

Es waren jedoch die gemeißelten Bildwerke welche den jungen Arkanier am Meisten in ihren Bann zogen. Netrebnik beäugte mit einer Mischung aus Argwohn und Interesse seinen weißäugigen Assistenten, dessen Eifer eine beinahe schon manische Ader besaß. Über die gesamte Wandfläche oberhalb des rechteckigen Artefakts hinweg war wegen ihrer gewaltigen Größe eine Reihe von Flachreliefs zu sehen, deren Anblick den Neid eines jeden Künstlers erregt hätte. Es zeigte eine Reihe von Wesen die merkwürdig entstellt und deformiert waren. Es handelte sich dabei nicht nur um die Sith Rasse, deren charakteristischen Auswüchse zu sehen waren, es befanden sich auch Twi'leks, Gammorreaner sowie Rodianer unter den abgebildeten Wesen. Sie schienen in bizarren und schmer Zhaft aussehenden Posen ein Ritual durchzuführen in dessen Zentrum sich ein monolithischer Schrein befand. Grotesk und die Fantasie eines jeden der Anwesenden übertreffend, wirkten ihre groben Umrisse verdammt menschlich, trotz der Deformationen an Händen und Füßen, bestürzend großer und blutender Wunden, glasiger, hervortretender Augen und anderen, unnatürlich aussehenden Eigenschaften.. Merkwürdigerweise schienen sie völlig unproportioniert gegenüber dem landschaftlichen Hintergrund gemeißelt zu sein. Netrebnik bemerkte ihre groteske Gestalt und sonderbare Größe, doch entschied sich, es erstmal dabei zu belassen. Er konnte sich keinen Reim darauf machen, wieso eine gesamte Anlage wie diese mit den Sicherheitsvorkehrungen wie jene, die sie angetroffen hatten, gebaut werden sollte um etwas aufzubewahren, was damit zu tun hatte.
Befanden sie sich also in einem Mausoleum eines verstorbenen Sith Lords der sich als Gott verehren ließ? Voller Ehrfurcht über diesen unerwarteten Blick in eine Vergangenheit, die das Fassungsvermögen des kühnsten Xenobiologen weit hinter sich ließ, stand Netrebnik sinnend da.


"Woran denken sie grad?" Die sanfte Stimme des Omwatis holte ihn aus seinen Gedanken. Im spärlichen Licht blickte er den blauhäutigen Assistenten an. Xwi Zha schien besorgt. Jeder von ihnen war besorgt. Fast jeder. Der Arkanier schien all die Entbehrungen die sie im Zuge der Erforschung der Anlage erlitten hatten zu ignorieren. Besonderes Interesse hatte der Arkanier an dem rechteckigen Gegenstand am Ende des Raums. Es sah aus wie ein Altar. Vanar Dasca schien bereits daran dieses Objekt zu untersuchen. Die anderen Hilfswissenschaftler hatten begonnen die Instrumente anzubringen und zu justieren. Sie würden nicht länger bleiben wollen, als es nötig war.

"Ich verstehe den Sinn dieser Anlage nicht..." begann Netrebnik sichtlich nachdenklich "... und das macht ihnen natürlich Sorge." beendete der Omwati den Satz seines Vorgesetzten. Der Elomin ermahnte seinen Assistenten nicht, überging diese Stichelei, welche für die Arbeitsbeziehung der beiden so typisch geworden war.

"Was ist der Sinn der Anlage? Wenn es eine Grabanlage ist, wieso ist es dann so abgeschieden? Die Sith waren nicht gerade für ihre bescheidene Art bekannt. Zudem war Korriban zu dem Zeitpunkt sicherlich nicht überfüllt." Langsam und gedankenverloren begann der Elomin in Richtung des Altars zu gehen während Zha ihm folgte. "Doch für einen Tempel sind die Sicherheitsvorkehrungen zu groß. Doch was kann es dann sein? Ein Lager für Gefährliches? Zu reich ausstaffiert. Wieso sollte man es mit solchen Ornamenten verzieren?"

Stumm standen die beiden Wissenschaftler in der Mitte des Raumes. Als der Weequay sich den beiden Wissenschaftlern näherte, räusperte er sich kurz. Netrebnik hatte ihn gewarnt sich nicht immer an ihn heranzuschleichen, der Elomin konnte es auf den Tod nicht leiden wenn der Söldner das tat. Durch das Räuspern aus den Gedankengängen gerissen drehte sich der Gehörnte um und sah den Weequay an.

"Sir, es ist uns noch nicht gelungen Kontakt mit dem Außencamp aufzunehmen. Irgendwas blockiert unsere Frequenzen." Für einen Augenblick dachten alle drei dasselbe. In diesem Loch gefangen ohne Kontakt zur Außenwelt zu sein war ein schrecklicher Gedanke.

"Dann sollten sie versuchen das zu ändern, selbst wenn sie ein Trupp losschicken müssen. Wir sind hier, vorerst, sicher. Wir benötigen mehr Männer und mehr Material."

Netrebnik konnte in den Augen des Weequays sehen, dass er das nicht so empfand. Nirgendwo war man auf einer Sith Welt sicher. Doch er gehorchte und winkte zwei der anderen Söldner zu sich. Sie würden zurück zur Oberfläche gehen um mehr Material und Muskelkraft mitzubringen.

"Professor, kommen sie schnell, das müssen sie sehen!"

Diesmal war es Dascas Stimme die sie hörten. Der Elomin begab sich zu dem Arkanier und blickte über dessen Schulter auf das Datapad des Elomin. "Was ist de..." Die Worte blieben dem Elomin im Mund stecken als er die Daten sah, die der Scan ergeben hatte. Im Altar war etwas. Sie empfingen elektronische Signale aus dem Altar. Der Bioscan hingegen hatte undeutliche Ergebnisse herausgespuckt. Irgendwas war da drin.

Nfolgai o Alte Ruine o Expeditionsgruppe

10 Dec, 2012 19:02 13
Odriyas
|burning|




Dabei seit: 17 Oct, 2012
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|Nfolgai |vor der alten Ruine | Forschungscamp|


|Odriyas|


Die Wache der fahlhäutigen Zabrak war ereignislos zu Ende gegangen, keine neuen Eindrücke in der Macht, keine Neuigkeiten von Professor Netrebniks Expeditionsgruppe. Entsprechend geladen kehrte sie nach dem Wachwechsel ins Forschungscamp zurück, einige Steine herumzuschleudern, hatte ihr keine Erleichterung gebracht. Mit finsteren Blicken bedachte sie die wenigen Personen, die sich zu dieser späten Stunde im Messezelt eingefunden hatten, um sich warme Getränke zu holen oder eine Kleinigkeit zu essen. Es waren zwei Menschen und ein Klatooinianer, Techniker, die dafür sorgten, dass die Ausgrabungsdroiden, die hochsensiblen Analysegeräte und das übrige Equipment in der rauen Umgebung Nfolgais funktionierte. Bei ihnen saß die Kryptolinguistin Oonela’suumi, eine türkisfarbene Twi’lek, die die stellvertretende Expeditionsleiterin war. Sie sahen beunruhigt aus, was Odriyas prompt veranlasste, sich den Gefühlen der Vier zu öffnen. Eine Mischung aus starker Besorgnis und Ratlosigkeit, gemischt mit vagen Befürchtungen, schwappte ihr entgegen, als sie scheinbar gleichgültig zum Heißgetränkeautomaten schlenderte. Tula Yu, ein massiv gebauter Epicanthix und Sicherheitschef der Expedition gesellte sich dazu – er wirkte zwar ruhig, aber die Zabrak spürte, dass er gestresst war. Flüchtig nickten sie einander zu. Die Gruppe unterhielt sich zu leise, als dass sie die Besprechung von ihrem Standort belauschen konnte, doch der Gefühlscocktail des Quintetts verriet ihr genug - Professor Netrebnik war noch immer nicht zurückgekehrt. Mit Anspannung verfolgte sie, wie aus einer Düse am Automaten die heiße, schwarzbraune Caf-Flüssigkeit in den Duraplastbecher schoss und abschließend mit einem Häubchen blauer Sahne garnierte.

Riya, kommen Sie doch gerade mal zu uns!”, rief Tula Yu, als der Automat den Becher gefüllt hatte. Betont langsam schlürfte die Zabrak einen Schluck ihres Cafs und ging gemächlich auf die Gruppe zu. „Wollen Sie mich etwa zu einer Doppelschicht verdonnern, Mister Yu? Ich habe beinahe acht Stunden Patrouille da draußen geschoben…“,grinste sie ihn schief an. Der Angesprochene quittierte ihre Äußerung mit einem genervten Gesichtsausdruck, der ihr sagte, dass es für ihn Wichtigeres gab, als auf geregelte Arbeitszeiten zu pochen. „ Ich weiß, dass Sie gerade von Ihrer Schicht kommen, aber wir haben einen Notfall – die Expeditionsgruppe um Professor Netrebnik, ist seit vier Stunden überfällig und es gibt keinerlei Möglichkeiten, sie per Com zu erreichen, obwohl die Geräte völlig in Ordnung sind”, erklärte die ältere Twi’lek mit leiser, aber nachdrücklicher Stimme anstelle des unwirschen Sicherheitschefs, „ Wir wollen einen kleinen Suchtrupp zusammen stellen, um nachzusehen, ob etwas vorgefallen – Mister Yu hält Sie für diese Aufgabe sehr gut geeignet. Natürlich werden wir Ihnen die Überstunden und eine Gefahrenzulage bezahlen… ” Sie waren verzweifelt – das hätte auch jeder gespürt, der nicht machtbegabt war. Odriyas tat so, als ob sie überlegte, während innerlich ihre beiden Herzen hüpften. Unter den gespannten Blicken von Tula Yu und der Stellvertreterin des Professors nippte sie demonstrativ einige Schlucke von ihrem Caf, seufzte theatralisch schwer und nickte schließlich.

Nur etwas mehr als eine halbe Stunde später brach der Suchtrupp unter der Führung des Sicherheitschefs persönlich auf. Neben Odriyas begleiteten ihn Dorean Sal, einer der menschlichen Technikexperten, der die drei Suchdroiden beaufsichtigte und der Klatooinianer Padnas Grond, der für das Bergungsgerät zuständig war. Komplettiert wurde die Gruppe durch einen Weequay namens Zenn Onka, Nema und Ardil, zwei der Vahla, die mit Odriyas als angebliche Söldner nach Nfolgai gekommen waren. Sundri war für die Nachtwache im Camp eingeteilt, aber es war gut, dass zwei von ihnen dabei waren. Sie hatten alle drei auf Dromund Kaas erfahren, welche Schrecken die Dunklen Seite bereithalten konnte - nicht wenige Schüler der Propheten waren an dem Grauen gestorben oder hatten den Verstand verloren. Wer nicht stark genug war, verdiente es nicht, das Potenzial, das die Macht bot, zu nutzen und wurde durch die Macht selbst aussortiert. Zwar hatten sie ihre Ausbildung nicht bei den Propheten beendet, sondern mehr oder weniger bei der Blackguard, aber dafür hatte sie mehr Spielarten der Macht kennen gelernt, als einem durchschnittlichen Schüler der dunklen oder hellen Seite möglich wäre. Dennoch erfuhren sie in diesem Tempel eine tiefere und ältere Art der Macht, die sie sich nicht hatten vorstellen können. Ihre normalsterblichen Begleiter wurden von einem spürbaren Unbehagen erfasst, je weiter sie in die Tiefen vordrangen.

Odriyas fühlte sich von den mannigfaltigen Eindrücken überwältigt und fasziniert – selbst wenn sie Passagen durchqueren musste, in deren dunklen Nischen Furcht und Wahnsinn lauerten und die Nerven der nicht machtfähigen Angehörigen des Suchtrupps bis zum Äußersten strapazierten. Dieser Tempel war wahrhaftig ein Werk der alten Sith, wenngleich er auch nur ein Abglanz dessen schien, zu welchen Wundern sie vor Tausenden von Jahren fähig waren. Am schwersten hatte Tula Yu mit dem dämonischen Nachhall der Dunklen Seite zu kämpfen – er war ein selbstbewusster Mann, er war stark und konnte sich mit und ohne Waffen zu verteidigen, doch hier fand er einen Gegner vor, gegen den er sich kaum wehren konnte. Dorean Sal machte aus seiner Furcht keinen Hehl, ließ sich aber nicht von ihr überwältigen - vielleicht war es auch das Beste, was er tun konnte. Er klammerte sich an seinen Glauben an die Technik und vertraute nur auf die Bilder, die seine Sonden ihm schickten. Die Daten ergaben ein Labyrinth von Gängen und Räumen, das sich tief unter die Oberfläche zog. Hin und wieder fanden sie Spuren, die nur von dem Team des Professors stammen konnte und Tula Yu erhöhte das Tempo. Ihn interessierten weder Wandbilder noch Inschriften, er wollte schnell das Expeditionsteam finden und schnell wieder von diesem wahnsinnigen Ort weg. Wie lange Odriyas noch Geduld für dieses Spiel hatte, wusste sie nicht. Nun war sie fast am Ziel und wollte die schlafenden Geheimnisse dieses Tempels wecken. Die Träume des Tempels waren gewiss furchteinflößend, und sie wusste, dass Vorsicht geboten war. Die Jedi lehrten, dass Sith impulsiv, von ihren Launen getrieben handelten, doch das stimmte so nicht. Wer die Macht in allen ihren Facetten, und besonders die sogenannte Dunkle Seite beherrschen wollte, brauchte Geduld und musste respektvoll mit ihr umgehen, um nicht selbst von ihr verzehrt zu werden. Die Zabrak wusste selbst, dass sie oft nicht besonders überlegt handelte – aus diesem Grund brauchte sie die Vahla, die sie mit ihrer Sensibilität und Ängstlichkeit immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück brachten.

Nema und Ardil waren es auch, die den Schauplatz eines fürchterlichen Massakers vorfanden – monströse Tiere waren mit Energiewaffen und schließlich mit einem Thermaldetonator zur Strecke gebracht worden, bis auf einige wenige Exemplare waren sie zu einer stinkenden Masse zerfetzt worden. Es musste das Werk der Söldner im Team des Professors gewesen sein, ansonsten hätten die Forscher keine Chance gehabt. Für Sith-Spawn erschienen ihr diese Wesen zu klein, aber sie mussten als Wächter dieses Labyrinths eingesetzt und vielleicht auch dafür gezüchtet sein, was wiederum bedeutete, dass sie ihrem Ziel recht nahe sein konnten. Die Zabrak ließ ihre Machtsinne umherschweifen, sorgfältig darauf bedacht, sich nicht von den Wahngebilden und Flüchen ablenken zu lassen, die die in die Grundfesten dieser Anlage mit eingeflossen waren. Nach einigen Minuten, in denen sie eine kurze Pause einlegten, glaubte sie etwas zu erkennen, das ähnlich wie die Gravitation eines schwarzen Lochs alle Ströme in der Macht um sich fließen ließ. Es zerrte beinahe körperlich an ihr und kostete sie einige Mühe, sich wieder loszureissen. Dennoch hatte sie sich selten besser gefühlt, und selbst als Dorean Sal mit zittriger Stimme verkündete, dass sie den Funkkontakt zur Oberfläche verloren hatten, hätte sie beinahe gelacht.


|Odriyas, mit dem Suchtrupp|


|Nfolgai |unter der alten Ruine | im Labyrinth|

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27 Dec, 2012 20:54 41 Odriyas ist offline Email an Odriyas senden Beiträge von Odriyas suchen Nehmen Sie Odriyas in Ihre Freundesliste auf
Typhojem
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Dunkelheit


"Wehe denen, die das Böse gut nennen und das Gute böse; die Finsternis zu Licht machen und Licht zu Finsternis; die Bitteres zu Süßem machen und Süßes zu Bitterem!"


Völlige Dunkelheit. Seine Finger glitten wie immer über die völlig glatte Oberfläche des runden Gegenstandes. An einer Seite endete die runde Form abrupt. Mehrere Aushöhlungen ertasteten seine vier Finger bevor sie weiter hinabfuhren und das geriffelte Ende des Gegenstandes berührten. Es war zu einem Ritual geworden diesen einzigen Gegenstand, den er hier hatte, abzutasten. Er brauchte diese Rituale, er brauchte die Orientierung. Ohne sie, hätte er an diesem Ort den Verstand verloren.Für jede Sekunde die in seinem Traum verging, verging außerhalb der Traumwelt eine Minute. Für jede Minute eine ganze Stunde. Für jede Stunde an diesem fürchterlichen Ort verging ein Tag. Jeder Tag in dieser Leere wurde mit einem Monat in der realen Welt belohnt, jeder Monat mit einem Jahr. Er wusste nicht, wie lange er schon träumte. Die Erinnerung an das Leben vor dem Traum verblassten mit jedem Tag. War er ein Jahr oder ein Jahrhundert an diesem verdammten Ort gefesselt? Trotz der fliehenden Erinnerungen, erinnerte er sich genau an den Moment, als sein Martyrium begann.

Kälte. Das war das erste was er spürte als er wieder zu Bewusstsein kam. Der Boden auf dem er lag war kalt, die Luft die er atmete war kalt, selbst das Gefühl in seinem Körper, kalt.
Er hob den Kopf und wäre am liebsten wieder zurückgesunken als der dröhnende Schmerz seinen Kopf wie das Bombardement eines Sternzerstörers erfüllte. Seine Schläfen pulsierten in mehreren Wellen des Schmerzes, doch die Ursache dafür konnte er nicht genau sagen.
Seine Beine fühlten sich schwer an, matt, erschlafft. Nach mehreren Versuchen erst schaffe er es sich aufzusetzen, mit den Armen auf dem Boden abgestützt um die nötige Stabilität zu erreichen. Erst jetzt fiel ihm auf, dass er seine Augen nicht geöffnet hatte. Langsam, beinahe schreckhaft tat er dies, rechnete mit dem Licht welches sich in seine Nervenbahnen bohren und weiteren Schmerz verursachen würde. Doch es war nichts zu sehen. Er blinzelte. Seine Augen waren geöffnet, doch stellte dies keinen Unterschied zum vorherigen Zustand dar.
Die pechschwarze Finsternis um ihn herum, allumfassend, machte die Orientierung unmöglich. Beinahe aus Reflex griff er in die Macht hinaus, doch er fühlte nichts. Er konnte die Macht weder greifen noch spüren, als lebe er in einer machtfreien Blase. Er setzte sich, trotz der dabei entflammenden Schmerzen, in einer Lauerstellung auf. Einem Tier gleich welches man an die Wand gedrängt hatte, rechnete er nun mit Gefahren aus allen Richtungen, doch es kam nichts.

Lange saß er so da, ehe er es wagte sich vollkommen aufzurichten, langsam konzentriert und darauf bedacht so wenig wie möglich dem Schmerz in seinem Kopf einen Grund zu geben loszuschlagen. Bei jedem noch so kleinen Geräusch, wollte er zuschlagen, treten, sich mit aller Macht die ihm geblieben war wehren. Er spürte, wie die ausgeatmete Luft aufstieg, stellte sich vor wie sie als Atemwolken aufsteigen würde. Die allumfassende Kälte des Raumes hatte ihn immer noch im Griff. Er fühlte sich nackt, obwohl er angezogen war. Ohne die Gefahrensinne der Macht, musste er sich vollkommen auf seine Fähigkeiten verlassen. Erst jetzt wurde ihm bewusst wie abhängig er von der Macht geworden war.
So musste er sich einzig auf seine fünf Sinne verlassen, wobei das Sehen bereits ausfiel.
Er hatte nach einiger Zeit das Gefühl allein zu sein, doch irrte er sich vielleicht nicht auch? War es vielleicht ein Fehler seinen Sinnen vollends zu vertrauen? Wem sollte er dann vertrauen?
Seinem Verstand würde er vertrauen. Die Schmerzen ließen bereits etwas nach, und doch hatte er das Gefühl dass sie nur abwarteten, den Moment suchten an dem sie wieder ihr Werk verrichten könnten. Er fühlte keine Furcht, diesen Trieb konnte er so gut es ging unterdrücken, doch die Argwohn schlich sich, einem schleichendem Gift gleich, der Nährboden den die Angst benötigte. Er musste etwas tun, ansonsten würde er hier, im Stillstand, sein Ende finden. Er breitete seine Arme aus, darauf erpicht etwas zu erfühlen.

Vorsichtig tastend ging er Schritt für Schritt vorwärts. Er tastete sich auch mit den Füßen voran bevor er wirklich den Schritt vollbrachte. Er wusste schon ob hier nicht endlose Löcher im Boden, Fallen oder andere Hindernisse lauerten? Sein Fuß ertastete jedoch nur den kalten Boden, es war einfach nichts. Er wusste nicht wie viel Zeit vergangen war, doch schätzte der Gefangene, dass zwei Stunden vergangen sein mussten, bis er den gesamten Raum erfasst hatte. Soweit er es hatte feststellen können, war der Raum rechteckig, sieben Schritt lang und sechs Schritt breit. Die kahlen, kalten Wände hatte er abgetastet. Sie waren vollkommen glatt, keinerlei Fugen, Unebenheiten oder sonstige Struktur störte die Glätte der Wände. Es ließ ihm keine Ruhe dass er den Raum noch nicht vollständig erfasst hatte. Er tastete sich an die eine Wand, und ging in kleinen Schritten in einer möglichst geraden Linie zur gegenüberliegenden Wand. Danach drehte er sich um und trat einen Schritt zur Seite, wiederholte das Spiel von neuem. Immer wieder tastete er sich so voran, bis er den gesamten Raum erfasst hatte. Er war allein. Nicht nur das, es befand sich nichts in dem Raum. Absolut nichts. Er war das einzige Lebewesen, der einzige Gegenstand in diesem sonst so glatten und kalten Raum. Er lies sich an der Wand zu Boden gleiten, still und stumm, und dachte nach. Tausend Gedanken schossen ihm durch den Kopf, alle mit demselben Ziel. Hier herauszukommen, um jeden Preis. Doch wohin? Er wusste nicht mal wo er war, wusste ja nicht ob es überhaupt so was wie ein „hinaus“ hier gab. Verdammt, er wusste nicht einmal was das hier zu bedeuten haben würde.

Es war immer wieder passiert, dass die schiere Ausweglosigkeit seiner Situation ihn übermannte und in eine unkontrollierte Rage verfiel. Immer wieder erzitterte sein Leib wenn sie wieder auf die glatte Oberfläche einschlugen. Immer wieder, bis er das warme Blut seiner abgewetzten Knöchel an seiner Hand herunterlaufen spürte. Seine Kraft lies langsam nach, so fing er an die Wand mit seinen Fingern aufkratzen zu wollen. Er kratzte sich an den glatten Wänden die Fingerspitzen blutig und hämmerte zeitweise erneut mit den Fäusten gegen die Wand. Das Gefühl in den Händen langsam verlierend, merkte er nicht wie er dadurch nur härter zuschlug weil er weniger spürte. Als schließlich auch seine Fingernägel abbrachen, fiel er auf ein Knie keuchend zu Boden. Sein massiger Brustkorb und senkte sich arythmisch, sein Herz klopfte so stark dass er das Gefühl hatte jeden Moment würde es platzen und seinem Leben ein jähes Ende bereiten. Mit dem wirrem Blick eines gehetzten Tieres versuchte er sich zu orientieren, wohl vergessend dass die Dunkelheit nicht weichen würde, seine Augen sich nicht daran gewöhnen würden. Immer wieder musste er sich daran erinnern dass er sich in dieser unwirklichen Situation befand.

Die weit aufgerissenen Augen suchten erneut, fanden nichts und realisierten ein weiteres Mal die Hilflosigkeit in der er sich befand. Er konnte nichts tun, es hatte alles keinen Effekt. Die Wut staute sich in seinem Inneren, suchte einen Weg hinaus, hinaus bevor er ausrasten würde, in dieser undurchdringlichen Finsternis. Er riss den Kopf nach hinten und ein Schrei entfuhr seiner Kehle, der den gesamten Schmerz, die gesamte Hilflosigkeit und das Grauen beinhaltete. Ein Schrei der in seinen eigenen Ohren gellte und wiederhallte, bis seine Stimme versagte, und erneute Versuche nur in wimmernden, teilweise unverständlichen, gutturalen Geräuschen endete. Hilflos lies er sich erneut an der Wand herabsinken, saugte an seinen blutigen Fingern um den eisenhaltigen Geschmack auf seinen Geschmacksknospen zu erfühlen. Ein beruhigendes Gefühl für ein Wesen, welches das Leben eines Raubtieres führte. Ein schwacher Trost für diese Situation, doch musste er sich beruhigen, um erneut klar denken zu können. Einen Ort hatte er noch nicht ausprobiert und ausgekundschaftet. Blind starrte er an die Decke, war dort der Schlüssel zu seiner Freiheit verborgen? Doch wer wusste schon ob es dort etwas von belang gab, oder gar etwas woran man sich festhalten konnte. Er musste es aber versuchen. Er musste einfach. Mit ausgestreckten Armen ging er in die Hocke und setzte zum Sprung an und ... stieß ins Leere. Er wiederholte diese Prozedur, bevor er sich ausruhte. Erneut ging sein Atem schleppend, der Schmerz war erneut in seinem Kopf zurückgekehrt, paarte sich mit dem Schmerz seiner Hand. Nun versuchte er es mit Anlauf und sprang mit aller Kraft die er noch besaß hoch hinaus in das unbekannte Dunkel. Seine Arme ruderten, versuchten panisch etwas zu finden woran er sich festhalten könnte, doch fiel er zurück auf den Boden. Dabei rutschte er aus und schlug mit dem Rücken auf dem Boden auf, knallte mit dem Kopf gegen die angrenzende Wand. Ein Stöhnen entwich ihm mitsamt der letzten Atemluft bevor er gierig neue einsaugte. Es drehte sich plötzlich alles in seinem Kopf, der Schmerz da drin wurde nur noch stärker und pulsierte hemmungslos in seinen Nervenbahnen.

In der ewigen, allumfassenden Dunkelheit gab es weder Zeit noch ein Gefühl dafür, und mit diesem Zeitgefühl auch der gesamte Biorythmus. Es gab kein Tag und Nacht, kein Morgen und keinen Abend, sie verschmolzen wie siamesische Zwillinge. Der Gefangene hatte gespürt, wie sein Körper sich meldete und Verlangen hatte, die er so lange schon nicht mehr gespürt hatte. Die Müdigkeit dämpfte den Hunger der ihn heimsuchte, der Durst und das trockene Gefühl welches ihm folgten, nährten seinen Wahnsinn, seinen Zorn und seinen Wunsch dieser Hölle zu entfliehen. Nie hätte er gedacht, dass man bereits mit so wenig einem Wesen so viel Leid antun konnte. Er wusste nicht was er tun sollte, er wusste nicht wie lange er schon hier lag, wie viel Zeit vergangen war, oder wie viel Zeit noch vergehen würde, bis all das hier ein Ende nehmen würde, egal wie. Obwohl er Hunger und Durst litt, wusste er nicht wie er das überleben konnte, fernab der schützenden Macht die er sonst zu nutzen gewohnt war. Er hatte geglaubt er würde sich irgendwann an die Dunkelheit gewöhnen, würde die Details des Raumes stärker hervortreten. Nichts dergleichen. Er fürchtete immer wieder verrückt zu werden. Genauso verrückt wie die Jünger die er vor wenigen... Stunden oder Tagen noch verhöhnt hatte. Wie lange würde es dauern bis ihm die Kontrolle entgleiten würde, bis er ebenfalls einer der ihren wäre, gebrochen und entstellt. Er flüchtete sich vor diesem Augenblick, vor dieser Stunde. Er flüchtete sich in die entferntesten Winkel seines Geistes und versuchte sich durch Rekapitulationen der Werke die er gelesen und in seinem Geist gespeichert hatte zu rezitieren. Doch alles half nicht, er spürte immer mehr, wie die bedeutungslose Langeweile, das Erstarren und Abwarten, dieser unlogische Stillstand an seinem Seelenheil nagte. Es machte ihn wahnsinnig zu wissen, dass er nichts wusste, zu hoffen, dass es bald ein Ende nehmen würde obwohl kein Ende in Sicht war. Er verlebte ungeahnte Zeit in dieser Larvenexistenz.

So unwirklich Träume zuweilen anmuten, so fesselnd und einnehmend sie auch sein mögen, ihr Ende kommt genauso plötzlich und allumfassend. Ein blendend weißes Licht raubte ihm jedes Sehvermögen. Das Licht tauchte ihn in eine weitere Dunkelheit als er, schmerzerfüllt die Augen zukniff. Seine Welt war wie auf den Kopf gestellt. Licht und Dunkelheit, so erkannte er, waren das Selbe. Sie geben einander die Hand und verschmelzen zu einem Wesen. Diese Erleuchtung blendete nicht nur, sie raubte ihm alle Sinne. Es kam unerwartet, doch plötzlich vernahm er ein Geräusch. Es hörte sich an als ob jemand schwer atmen würde. Er musste diese Chance, auch wenn er nicht wusste wie es dazu kam, nutzen. Es war seine erste Hoffnung seitdem er in diesem dunklen Seelengefängnis geistig vermoderte. Er brauchte lange um zu bemerken, dass es sein eigener Atem war. Er hörte viele Geräusche. Andere würden sie als Wörter definieren. Nicht er. Sein Körper war noch immer wie betäubt. Sein eigener Körper leistete ihm Widerstand und wehrte sich nach Kräften gegen seine Befehle. Langsam kristallisierten sich Wortfetzen aus dem Geräuschpool um ihn herum . Er spürte wie er hochgehoben wurde. Seine Augen hatten sich noch immer nicht an diese blendende Helligkeit gewöhnt. Immer wieder versuchte er die Augen aufzuschlagen, doch diese Versuche wurden bereits im Keim erstickt wenn der Schmerzimpuls durch seine Axiome raste. Doch dann verstand er den ersten Satz den er seit Jahrtausenden der völligen Isolation hören konnte.


"Es lebt!"

"Ja" dachte der Gefangene. "Ja, ich lebe und ich bin frei."

Nfolgai o Alte Ruine

09 Jun, 2013 19:03 15
Odriyas
|burning|




Dabei seit: 17 Oct, 2012
Beiträge: 19

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|Nfolgai |unter der alten Ruine | Gänge|


|Odriyas|
mit dem Suchtrupp


Der ätzende Gestank der zerfetzen Leiber der Ungeheuer, die der Suchtrupp in einer der tiefen Kammern der Tempelanlage vorgefunden hatte, verfolgte die kleine Gruppe so hartnäckig wie die Angst und das Unbehagen, welche aus den dunklen Wänden strömten. Die Schritte des normalsterblichen Teils der Expedition stockten immer wieder, durch dumpfe Geräusche irgendwo in den Gängen des unterirdischen Sakralbaus oder zuckende Schatten, die nicht von ihnen stammten. Nema und Ardil, die beiden Vahla, fürchteten sich ebenso, doch nicht vor dem Ungewissen oder akustischen Phänomenen, sondern weil sie ahnten, welche Macht diesem Gebäude innewohnte – zu der die Macht der Propheten nur ein schwacher Abglanz sein würde, wenn sie einmal entfesselt würde. Auch Odriyas war hoch angespannt und sie fürchtete die Drohungen der hier dräuenden Schatten. Ihre Muskeln zitterten und Schweißperlen standen auf der Stirn, weil sie ihre ganze Kraft zusammen nehmen musste, um sich nicht von den uralten Flüchen beeinflussen zu lassen, die jederzeit bereit waren, sich wie ein Pack Krath-Hunde auf ihren Verstand zu stürzen. Doch die in alte Glyphen gefassten Monstrositäten drohten nicht nur, sie lockten mit süßen Versuchungen, Versprechungen von Reichtum und gottgleicher Macht und endloser Glückseligkeit, die dann doch in Verdammnis führten. Die Sinnbilder und Schriften waren in dem dünnen, fahlen Licht der Lampen kaum zu erkennen, und Odriyas besaß nur spärliche Kenntnisse in der Schrift und Sprache der alten Sith, wenngleich sie den Klang dieser Sprache immer faszinierend gefunden hatte. Auch waren ihr die Symbole nur oberflächlich vertraut, denn sie hatte vieles vergessen, doch wer eine Verbindung zur Macht besaß, konnte auch ohne zu lesen spüren, was sie transportierten.

Trotz ihrer Anstrengung, sich abzuschirmen, konnte sie nicht verhindern, dass alte Erinnerungen geweckt wurden, die sich als zuckende Bilder oder aufblitzende Gefühle in ihrem Verstand manifestierten. Die rasende Wut auf den Mann, der sie nach Dromund Kaas gebracht hatte…er musste sterben, sie hasste ihn…, das Entsetzen, als eine kleine Twi’lek sich von einer Mauer gestürzt hatte, weil sie diesen dunklen Ort und die psychischen Qualen nicht mehr aushielt. Wie widerwärtig und doch faszinierend so ein zerschmetterter Kopf aussehen konnte…Eine Ahnung dessen, wozu sie in der Lage war, der erste Mord an einem Schüler der Propheten, der sie zu übertrumpfen drohte…sein Blick, als er das vergiftete Messer erkannte…unterhaltsam…Odriyas, Göttin von Iridonia…wie das Schwert sich in Staub auflöste…und die Göttin fiel. Zu spät erkannte die Zabrak, dass sie in ihrer Konzentration nachgelassen hatte und war in Trance über ihre eigenen Füße gestolpert. Ardil sprang herbei und half ihr auf, während sie einen Fluch nach dem anderen ausstieß. Tula Yu, der Sicherheitschef, der den Suchtrupp anführte, nahm kaum Notiz davon. Nervös ließ er den Handscheinwerfer durch den Gang kreisen, was Dorean Salund Padnas Grond, die beiden Techniker, nur noch mehr verschreckte, sobald Yuvöllig willkürlich die Richtung des Scheinwerfers änderte und ihnen ihre eigenen Schatten entgegenzuspringen schienen. Zenn Onka, der Weequay-Söldner, der die Gruppe nach vorne sicherte, zeigte zwar keine äußerliche Regung, aber er begann immer stärker zu riechen.

Odriyas blieb kurz stehen und kniff sich in die Wange – der kurze Schmerz half ihr, sich zu sammeln und ihre Machtsinne nach jenem Phänomen suchen zu lassen, das ihr vorhin aufgefallen war – es war wie die Gravitationslinse eines Schwarzen Lochs, etwas, was nicht sichtbar war und dennoch die Strömungen der Macht beeinflusste.
„Spürst du es auch?“, flüsterte sie Ardil zu, obwohl die drei Normalsterblichen sie sowieso nicht gehört hätten. Der Vahla nickte mit schmerzlich verzerrtem Gesicht, auch seine Artgenossin machte eine bestätigende Geste. Ihnen beiden standen die Anstrengungen der letzten Stunden deutlich in die schweißglänzenden Gesichter geschrieben.
„Es kann nicht mehr lange dauern,“ , fügte Nema mit zittriger Stimme hinzu, „ich hoffe es zumindest.“ Sie war die jüngste und sensibelste der drei Vahla, talentiert in der Macht, aber auch zu empfindsam und unsicher, um wirklich stark werden zu können. Allerdings waren ihre feinen Sinne äußerst nützlich, um auch die schwächsten Strömungen in der Macht, besonders, was den Verlauf der Zukunft anging, zu erspüren.

„Gehen wir!“, sagte Odriyas entschlossen und streckte auffordernd den Arm aus. Yu, Salund Grond drückten sich nur wenige Meter vor ihnen im Halbdunkel entlang, wie verschreckte kleine Kinder, die erkannten, dass sie sich rettungslos verirrt hatten. Als Yu, der große, kräftige Epicanthix auf irgendeinen alten Knochen trat und dieser mit einem trockenen Krachen splitternd zerbarst, riss der Sicherheitschef seinen Blaster aus dem Holster und konnte nur von Grond und Onka in letzter Sekunde daran gehindert werden, panisch herum zu schießen. Nema erschrak mit einem kleinen spitzen Schrei, doch Odriyas feixte nach ihrer Schrecksekunde. Der Anblick der vier angsterfüllten Männer erfüllte sie mit Freude, und der Eindruck ihrer Gefühle in der Macht war noch befriedigender, so dass der größer werdende mentale Druck leichter auszuhalten war.
„Lassen Sie mich und Nema vorgehen, Sir“, sprach sie Yu mit einem gewissen Nachdruck in der Macht an. Die zerrütteten Nerven des sonst so selbstbewussten Mannes erlaubten es ihr, ihn mit wenig Aufwand nach ihrem Willen zu beeinflussen. Sie konnte es nicht gebrauchen, dass er beim nächsten Mal völlig durchdrehte und womöglich ein weiteres Rudel Ungeheuer aufweckte, gegen das sie keine Chance haben würden. Es konnte nicht mehr lange dauern, bis sie zu der Ursache des Sogs in der Macht und höchstwahrscheinlich zum Geheimnis dieses Tempels vorgedrungen waren – und das wollte sie so kurz vor dem Ziel nicht mehr durch einen unwissenden Trottel wie Yu aufs Spiel setzen.
Sie schoben sich eine weitere halbe Stunde durch die Todesdrohungen und Verwünschungen wispernden Gänge, die nur durch das Licht der Handscheinwerfer erhellt wurden. Yu hatte seinen fallen gelassen, als Dorean Sal aus Versehen gegen ihn gestoßen war, nachdem er sich nach einer leeren Energieriegelfolie gebückt hatte – das erste Zeichen von Netrebniks Gruppe, und dass sie auf dem richtigen Weg waren. Grond fragte nach einer Pause, doch Odriyas war nicht willens zu warten. Noch einmal sammelte sie ihre Überzeugungskräfte, damit Yu entschied, dass sie weiter gingen. Die Zabrak war selbst zu Tode erschöpft, aber ihre Ungeduld und ihr Ehrgeiz waren größer und der Sog in der Macht wurde immer stärker. Beinahe glaubte sie, dass dieser Sog sie sogar physisch zu seinem Ursprung ziehen könnte, wenn sie sich ihm völlig überließ.

Schließlich dauerte es keine Viertelstunde mehr, bis die Bioscanner anschlugen und sie in einer schwummrig beleuchteten Kammer standen, in der sich ein euphorisierter Professor Netrebnik samt seines Expeditionsteams befand. Es war ein Altarraum und es schauderte Odriyas heiß und kalt über den Rücken. Sie erkannte Sithspawn auf den dunklen Reliefs, und ihre Erschöpfer, die alten Sith, welche hier wohl eine Art Grabmal errichtet hatten, aber es schien nicht notwendigerweise zur Verehrung gedient zu haben. Ihr wurde schwindlig, als ihre kleine Gruppe auf den Elomin und seinen Assistenten zuschritt, die sich über etwas beugten.

„Es lebt“,
hörte sie den Professor fasziniert ausrufen. Nema sank wimmernd, die Hände an die Schläfen gepresst, zusammen, während Odriyas wie ferngesteuert auf Netrebnik und Xwi Zha zuschritt. Ihre Hände zitterten, das Adrenalin rauschte dröhnend durch ihren Körper, wie die Wirbel in der Macht, die sich hier konzentrierten. Keuchend, als ob sie stundenlang durch die Gänge dieser Tempelanlage gerannt war, blieb sie neben dem Professor und seinem Omwati-Assistenten stehen, die sich über etwas beugten, das auf einer aufgeklappten Notfallbahre lag. Die Augen der Zabrak weiteten sich und sie stieß ein heiseres Ächzen aus. Nur ein einziges Wort hämmerte durch ihren Kopf und wiederholte sich wie tausendfaches blutrotes Echo:

Sith.


Ja, er lebte und sie würden bereuen, dass sie ihn gefunden hatten.


|Odriyas|
mit den Expeditionsteilnehmern und Typhojem


|Nfolgai |unter der alten Ruine | Altarraum|

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18 Jun, 2013 21:08 19 Odriyas ist offline Email an Odriyas senden Beiträge von Odriyas suchen Nehmen Sie Odriyas in Ihre Freundesliste auf
Typhojem
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Nfolgai o Alte Ruine


Kalter Hauch von Macht, schaler Beigeschmack der Ewigkeit.
Tief aus des Herzen Finsternis, in der Finsternis des Herzens.


Der Pfad der dunklen Seite ist derjenige der Selbstvergötterung. Er ehrt die Psyche und sucht seine Vereinigung, Stärkung und Isolation des Kosmos, sowohl in der Welt des jetzt als auch im Chaos. Ihre Philosophie und Ausübung sind die Remanifestation der alten Wege der Sith, der Sith Magie und der arkaneren, roheren Wege der Macht. Es ist ein transpersonales Prinzip, festgehalten in dem Wort Bogan. Antikere Machtnutzer übersetzten es auch, entgegen der allgemeinen Leseart, mit der Phrase "Ich wurde geschaffen". Dieses Wort meint die Realisation des Potenzials, welches in jedem Wesen in seinem Innersten steckt und nur darauf wartet von seinen Ketten befreit zu werden. Jeder Nutzer des Bogan sieht die Möglichkeiten der Selbstentwicklung aus den Geschenken der Macht erwachsen und die gegenseitige Verantwortung liegt darin, sein Potenzial vollkommen zu nutzen und zum Avatar des Bogan zu werden. Jeder der nach diesen Prinzipien strebt vermeidet daher alle Praktiken, welche die Kluft zwischen dem Einzelnen und einem Gott. Sie beten nicht, sie opfern nicht und erst recht knien sie nicht vor der Präsenz anderer Vergöttlichter. Das einzige Opfer das jene vollbringen, ist ein freiwilliges persönliches Opfer an sich selbst welches sich in den Worten manifestiert. Anhänger der dunklen Seite suchen die Kontrolle und die Weihung des eigenen Geistes. Für ein solches Wesen ist es ein heiliges Versprechen wenn er sagt "Ich werde das für mich selbst tun". Diesen Akt zu vollführen und zu verstehen wie das die Qualität des eigenen Seins verändert, ist eine der puren Essenzen des Bogan. Der einzig wahre Fortschritt des eigenen Ichs kommt aus seinen Handlungen heraus, rational gewählt aus den Erfahrungen und dem Wissen der eigenen Opfer. Keiner der dem Bogan angehört glaubt daran, dass das Opfer eines anderen, eines Tieres oder eines Gegenstandes irgendwas an seiner eigenen Bestimmung ändert, solche Konzepte sind eher Teil einer naturgebundenen Stammesreligion, von welcher jeder Anhänger der dunklen Seite glauben sollte, dass sie ein Fehler ist. Jedes der dazu benötigten Werkzeuge kommt aus dem Phaenomenom des Lebens, daher müssen die Anhänger des Bogans das Leben als das was es ist schätzen, können es im selben Atemzug jedoch genauso schnell von anderen nehmen.

Die Natur hat die Anhänger des Bogan hinsichtlich ihrer körperlichen und geistigen Fähigkeiten so gleich geschaffen, daß trotz der Tatsache, dass der eine einen offensichtlich stärkeren Körper oder gewandteren Geist als der andere besitzt, der Unterschied zwischen den Anhänger des Bogan , doch nicht so beträchtlich ist, als daß der eine auf Grund dessen einen Vorteil beanspruchen könnte, den ein anderer nicht ebensogut für sich verlangen dürfte. Doch der Mensch ist von Neid zerfressen und kann sich seiner Vorteile nur in den wenigsten Fällen rühmen, stattdessen strebt er nach den Vorteilen der anderen, neidet oder fürchtet sie und will sie ihnen wegnehmen. Daher ist der Mensch des Anhänger des Bogan Wolfes und handeln immer aggressiv aus Furcht; sie handeln eher nach dem Schema des Belauerns aus dem Grunde des Misstrauens und sind jederzeit bereit nach der Wolfsnatur zu handeln. Der Anhänger des Bogan ist ein egoistischer Nutzenmaximierer, der allein darauf bedacht ist seine Ziele, welche ebenfalls die Ziele der anderen sein können, nachzugehen. So entsteht erstmals das Risiko einer Konfliktgesellschaft. Gestärkt wird dieser Konfliktbegriff durch die Anthropologie des Anhänger des Bogan. Der Trieb der Selbsterhaltung kennt keine Grenzen, und da alle das gleiche Recht auf Selbsterhaltung besitzen und somit die Leidenschaften des Anhänger des Bogan grenzenlos ausgelebt werden können, kommt es zu einem Krieg aller gegen alle. Diese Gleichheit der Anhänger des Bogan wird deshalb nicht als Vergnügen empfunden, sondern als Verdruss. Es wird also eine übergeordnete Macht gewünscht, die den Krieg aller gegen alle beendet. Die Sith verkörpern diese Instanz durch das Sith Imperium. Die Anhänger des Bogan sehnen sich nach der Ordnung die ihr Leben reguliert und ihnen zeigt, wo es lang geht. Sie haben das Imperium bereitwillig angenommen und die Sith führen die Anhänger des Bogan mit eiserner Hand um eben jenem Konflikt einhalt zu gebieten.

So war es stets gewesen seitdem Tenebrae sie alle unter sein Banner geeint hatte. Doch wie lange war er in dieser Kapsel gefangen gewesen? Es fiel ihm schwer einen klaren Gedanken zu fassen, die Oubliette hatte ihn noch immer nicht vollkommen frei gelassen. Doch ihre Macht verblasste, ihr Griff wurde schwächer. Die Technologie versagte und bald würde ihn nichts davon abhalten dieses Gefängnis zu verlassen. Außerhalb der Kapsel ging etwas vor sich. Er konnte es ganz leicht spüren. Seine Sinne waren wie betäubt. Wie durch einen dichten Nebel der alle Sinne lähmte, nahm er seine Umwelt klar. Die Augen konnte er nicht öffnen, ein wacher Geist in einem schlafenden Körper. Er versuchte sich dem Würgegriff der Oubliette zu wideretzen, sein Körper gehorchte jedoch nicht. Was für ein Sith Lord war er, der nicht einmal die Kontrolle über seinen eigenen Körper besaß? Der Grad zwischen Ohnmacht und Wahnsinn war schmal. Er würde es seinen Gegnern nicht gönnen ihn zu brechen. Er hatte ihnen widerstanden, selbst tot fürchteten sie seine Rückkehr, so begruben sie ihn lebendig. Er musste wach bleiben, nur so konnte er sich der Oubliette entziehen.

Etwas bewegte sich. Er benötigte meherere Augenblicke bevor er realisierte, dass er sich bewegte. Man hatte sein Gefängnis wohl angehoben, doch wohin? Er verlor kurzzeitig die Besinnung. Seltsame Träume hatten ihn heimgesucht, angefüllt von Lauten, die seine Ohren zuvor noch nie vernommen und nebelhaften, vermummten Gestalten, die sich seinem Blick entzogen hatten, wann immer er unter ihre Kapuzen zu spähen versuchte hatte. Sie waren wie die Schatten einer Vergangenheit gewesen, an die er sich nur vage erinnern konnte, denn sein Dasein bestand lange schon nur aus Schmerz und Müdigkeit, dem bitteren Wissen, gehorchen zu müssen und durch Qualen denWeg zum einem Ziel zu beschreiten, für das er sich längst würdig wähnte. Es schien Äonen her zu sein, dass er frei war und seinen Weg selbstbestimmt gehen konnte. Damals, vor seinem Sturz, bevor er einen Pakt mit einem Teufel eingegangen war. Er war damals stärker geworden, doch war vor allem sein Wissen, sein Verständnis der dunklen Seite gewachsen und für seine Gegner zur Gefahr geworden. Selbst in den Augen der Sith waren seine Machenschaften verdammungswert gewesen. Er fühlte sich bereit, fühlte sich auserwählt, es würde so kommen, wie die natürliche Ordnung es stets tat. Die schwachen Elemente mussten ausgesondert werden, um dem Starken Platz zu machen. Sie mussten weichen, oder vollständig vernichtet werden. Er würde vom Schüler, zum Meister aufsteigen, zu seinem eigenen Meister. Er kam zu Bewusstsein, sie hatten angehalten. Vage spürte er etwas durch die Macht. Schmerzen, Tod. Eifer. Sie wurden angegriffen. Die dunkle Seite rief nach ihm, verlangte nach ihm, sehnte sich nach ihm. Immer stärker nahm er ihren Ruf war, ein Ruf der keine Widerworte dulden würde. Ein zerfressender Ruf, er spürte förmlich wie die dunkle Seite an ihm nagte. Jeder der sich eines neuen Morgens erfreuen wollte, wusste dass die Zeit erst reif war diese Orte aufzusuchen, wenn er starken Willens war. Hier unten zählte nicht körperliche Kraft, hier zählte ein Willen mit dem man ganze Völker brechen und in Ketten legen könnte. Sein steinernes Gefängnis würde ihn nicht so leicht freigeben. Wer auch immer da ihn befreien wollte, nahm einiges auf sich.

Er besaß kein Zeitgefühl. Die Dauer des Gefechts konnte er nur erahnen. Vielleicht war es auch schon länger vorbei. Er fühlte sich so schwach, sein Gefängnis wollte ihm jede Kraft rauben. Die Bewegung hatte wieder eingesetzt, also musste jemand überlebt haben. Ihm blieb nichts weiteres übrig als zu warten. Eine Tätigkeit, in der er mittlerweile ein Meister war. Er hatte lange genug gelauert und auf diese Gelegenheit gewartet. Es kam ihm nicht mehr drauf ob er nun einen Tag, eine Woche oder einen Monat in der Oubliette verbringen würde. Er wusste, jemand würde ihn befreien. Irgendetwas hatte ein Interesse an ihm. Diesen Gedankengang kritisch zu hinterfragen und sich zu wundern, warum jemand diese Anstrengung unternahm, kam ihm nicht in den Sinn. Zu sehr war der Gefangene von dem Gedanken benebelt, bald seinem Gefängnis den Rücken kehren zu können. Es kostete ihn viel Kraft wach zu bleiben. Zu viel Kraft. Bevor er jedoch erneut entschwand, spürte er starke Vibrationen. Diese Vibrationen hatte er bereits lange nicht mehr gespürt. Er befand sich auf einem Schiff.


Nfolgai o unbekannt


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27 Jan, 2014 17:36 14
 
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