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SWNF
Der Erzähler


Dabei seit: 18 Jul, 2012
Beiträge: 101

Fondor Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen



Astrografie
Region: Colonies
Sektor: Tapani-Sektor, Freeworlds Territory
System: Fondor

Hyperraumrouten
Shipwright’s Trace
[Gandeal-Fondor-Hyperlane, geheim]

Terrain und Klima
Fondor ist komplett bis unter die Oberfläche industrialisiert
Das Klima ist gemäßigt

Zugehörigkeit
Neue Republik

Hauptstadt
Fondor City

Bevölkerung
5 Milliarden
75% Menschen/Fondorianer
11% Herglic
7 % Mrlssi
3% Sullustaner
2% Devaronianer
2% verschiedene Spezies, darunter Selkath und Twi’leks

Bedeutung
Schon seit langer Zeit spielt Fondor mit seinen zahlreichen Orbitalwerften eine zentrale Rolle im Bau von Raumschiffen. Vor den Klonkriegen gab es eine enge Zusammenarbeit mit der Techno-Union und zur Zeit des Galaktischen Imperiums waren die Fondor Shipyards für die Konstruktion von Darth Vaders Super Sternzerstörer Executor zuständig. Die Werften und Raumstationen sind in Aussehen und Aufbau sehr verschieden, und ein Energieschild aus achtzehn Stationen schützt die Werften, die geheime Projekte betreiben. Nach der Schlacht von Endor wurden die Werften in Fondor Independent Shipyards umbenannt.

Gesellschaft und Kultur
Fondorianer sind haarlose Nah-Menschen mit purpurfarbenem Blut – sie sind extrem intelligent und halten sich daher für klüger als alle andere Wesen in der Galaxis. Aus diesem Grund sind die Fondorianer gerissene Geschäftsleute, die Handelsabkommen nach ihrem Gutdünken manipulieren und somit Fondor zu einem der reichsten Planeten der Galaxis gemacht haben.

Staatsform
Fondors Regierung besteht aus der Gilde unter der Führung eines Administrators, der sowohl die politische als die wirtschaftliche Lenkung des Planeten innehat.

28 Oct, 2012 17:35 52 SWNF ist offline Email an SWNF senden Beiträge von SWNF suchen Nehmen Sie SWNF in Ihre Freundesliste auf
[NPC] The Force
Machtnutzer-NPCs




Dabei seit: 24 Oct, 2012
Beiträge: 84

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[Fondor-System ][ Nallastia ][ irgendwo im Wald]

[Tenma Kossus]


Hoch oben auf der Krone eines beinahe hundert Meter hohen Baumes saß auf einer weit herausragenden Astgabel mit untergeschlagenen Beinen ein kahlköpfiger, nahezu totenbleicher Mann. Er war in schlichtes Grau und Schwarz gekleidet und schien sich nicht bewusst zu sein, in welcher Höhe er sich befand, denn seine Augen waren geschlossen und er wirkte völlig ruhig und gelassen. Die Astgabel war dick genug, um einen ausgewachsenen Humanoiden zu tragen, aber schwankte dennoch, als eine leichte Brise über die Baumwipfel strich. Doch auch das änderte nichts an der Haltung des Sitzenden, weder schlug er die Augen auf, noch suchte er nach Halt. Tenma Kossus, einstmals Angehöriger des Jedi-Ordens, dachte nach. Genauer gesagt meditierte er über die Resultate seiner Reise, die er vor drei Jahren angetreten hatte, nachdem er nach zwanzigjähriger Tiefenmeditation in einer Höhle in einem zahllosen Canyons Rattataks wieder erwacht war. Er hatte nach den Angehörigen des Jedi-Ordens gesucht, nach seinen Schülern, nach den anderen Rittern und Meistern. Doch seine Suche war nur von geringem Erfolg gekrönt – er hatte ehemalige Jünglinge aufgespürt, die aber einen Großteil ihrer Begabungen verlernt hatten und den Rest für profane oder gar kriminelle Dinge verschwendeten. Zwar hätte er sie dahin gehend manipulieren können, von ihrem schändlichen Tun abzulassen, aber wären dann ihrer Existenz beraubt, die sich die traumatisierten Ex-Jünglinge mühsam aufgebaut hatten. In der Galaxis gab es anscheinend nur noch einen Einzigen, der als Jedi bekannt war, nämlichen diesen Luke Skywalker, einem Abkömmling oder Verwandten von Anakin Skywalker, der zu Tenmas Zeiten als der Auserwählte bezeichnet worden war. Doch es konnte nicht sein, dass ein solcher Emporkömmling der einzige Jedi in der Galaxis sein sollte.

Der Rattataki intensivierte seine Bemühungen und entdeckte, dass die Anhänger von Djinn Altis immer noch aktiv waren und auch immer noch ihre eigenen Wege gingen, obwohl ihr Anführer schon vor langer Zeit verstorben war. Ihm war klar geworden, dass es noch mehr Machtbegabte geben musste, aber er verstand nicht, warum sie sich nicht wieder zusammenschlossen, denn auch die Anhänger der Dunklen Seite waren immer noch da. Es gab eine Neue Republik und mehrere imperiale Splitterreiche, von Ordnung in der Galaxis konnte jedoch keineswegs gesprochen werden. Was sollte nur mit denjenigen geschehen, die die Befähigung zur Machtnutzung in sich trugen, aber nichts mit ihr anzufangen wussten? Sie brauchten Führung und Unterweisung, denn sonst würde sie ihre Veranlagung irgendwann ins Verderben führen. Er musste Ritter und Meister finden, die die Order 66 überlebt hatten und sich noch mit den Lehren der Jedi auskannten. Daher ging er jedem Hinweis nach, entweder durch Macht oder Gerüchte, die auf mögliche Jedi deuten konnte – eine Aufgabe, die an seiner Geduld und seinen Nerven zehrte, denn oft stellten sich diese Leute als Irre oder Scharlatane heraus. Zweimal hatte er es mit Dunklen Jedi zu tun bekommen, die er getötet hatte. Ein ehemaliger Ritter, der als Söldner arbeitete, hatte eine Rückkehr zu den Wegen der Jedi kategorisch ausgeschlossen, nachdem der Rattataki ihn kurz vorher beinahe geköpft hätte, während einige frühere Agricorps-Jedi, die als Bauern im Mid Rim lebten, sich als durchaus gesprächsbereit entpuppt hatten, auch wenn Tenma sie eher zweitrangig einstufte. Auf diese Weise hatte er sich bis in den Inner Rim vorgearbeitet, wo er auf Kiffu zwei noch junge, machtbegabte Kiffar entdeckte, die er zu den Agricorps-Jedi schickte, um sich dann später eingehender um sie zu kümmern, denn er hatte eine Ahnung, dass er noch weiter kernwärts reisen musste und war schließlich auf Fondor gelandet. Tenma empfand deutlichen Widerwillen, diese hochindustrialisierte Werftwelt zu betreten – die Einwohner waren an Verschlagenheit und Arroganz nicht zu überbieten, obwohl er selbst nicht ganz frei von Anmaßung war. Jedenfalls hatte es ihm sein alter Meister immer wieder vorgehalten. Um aber einen klaren Kopf zu behalten und sein Ziel nicht zu verlieren, zog er sich auf den Mond Nallastia zurück, der ganz im Gegensatz zu Fondor noch völlig naturbelassen war und dessen Einwohner sich vehement dafür einsetzten.

Die Ruhe hoch in Bäumen tat dem Jedimeister gut, so dass er sich nach einer Rekapitulation seiner Reise, um seinen Geist zu leeren, völlig entspannt den Strömungen der Macht hingeben konnte, die hier freier flossen als auf dem geschäftigen Industrieplaneten. Doch plötzlich gab es eine Störung, als ob jemand ein flaches Steinchen über eine glatte Wasseroberfläche springen ließ. Aufmerksam, aber nicht wirklich beunruhigt, verfolgte der bleiche Jedimeister den Ursprung der Störung und er wusste, dass er nach Fondor zurückkehren musste. Er vermeinte, einen Anflug von Trauer oder Sehnsucht verspürt zu haben, von jemandem der eine Verbindung zur Macht haben musste. In einer fließenden Bewegung sprang er auf die Beine und stieß sich von der Astgabel ab, wo er mit einer Rolle auf dem Ast darunter landete und mit mehreren Sprüngen schließlich den belaubten Boden erreichte. Dort stand ein Speeder, mit dem er zu dem kleinen Raumhafen von Nallastia flog und eine Fähre nach Fondor bestieg. Ihm gefiel die Vorstellung überhaupt nicht, auf diese laute und geschäftige Industriewelt zurückzukehren, doch er musste dem Willen der Macht folgen.

In Fondor City hatte er zuvor ein billiges Pensionszimmer gebucht, in das er umgehend zurückkehren wollte, um dort nach dem Ursprung der Störung zu forschen. Doch selbst auf der Fahrt im Taxispeeder lauschte er nach weiteren Hinweisen, allerdings darauf bedacht, sich nicht selbst in der Macht zu verraten. Die Begegnung mit den Dunklen Jedi hatte ihn gelehrt, dass es immer noch starke Feinde gab und er trotz des Todes der Sithlords vorsichtig vorgehen musste.


[Tenma Kossus]

[Fondor-System ][ Fondor ][Fondor City]

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[Stand by me, my apprentice. Be brave. Clench fists.]

30 Oct, 2012 17:48 21 [NPC] The Force ist offline Email an [NPC] The Force senden Beiträge von [NPC] The Force suchen Nehmen Sie [NPC] The Force in Ihre Freundesliste auf
Iactura
Gast


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[Fondor-System ][ Fondor ][Fondor City] [Friedhof]


Er war allein gekommen, wie immer, wenn er Zeit brauchte. Die Bäume am Wegesrand standen still, wie leise Wächter. Blätter fielen auf den moos-bewachsenen Stein des Weges. Ein rauschender Wind zog zwischen den Industrieanlagen heran und sammelte sich auf dem Friedhof, der kurioserweise der einzige Ort mit Grün in dieser Gegend war.

Iactura brauchte Abstand: Abstand von seiner Vergangenheit bei den Propheten, von seinem Gefolge und vor allem seinen Taten, die er voller Arroganz beging. Es war der Todestag seiner Mutter, die er nie wirklich zu Grabe tragen konnte. Es taten andere für ihn, die seine Mutter einst kannten. Der Todestag war der Beginn seiner Sturzes in die lange Nacht, wie die alten Meister der Sith, den Abfall in die dunkle Seite oft umschrieben. Koherent traf seine innere Finsternis an diesem Tag auf eine reale Finsternis: es war Nacht auf Fondor. Die schwarze Robe aus Leinen wehte auf als er sich vor das Grab kniete. Die Kapuze tief ins Gesicht gezogen, ließ er seinen Blick sinken. Zitternd streckte er seine Hand aus, um den alten Stein des Grabs zu berühren. Seine Fingerspitzen fuhren über die Lettern, die in den Stein gemeißelt waren. Es war sein Abschied. Sein Moment, indem er sich bewusst machte, warum er das Leben als solches verabscheute. Dennoch - sein eigener Hass hielt ihn im Leben. Doch dieser Hass schwand in diesem besonderen Moment, machte Platz für ein anderes Gefühl. Trauer. Dieser stechende Schmerz in der Seele riss erneut Wunden auf. Sein Herz schlug mehrmals pochend auf. Seine dunklen Äderchen füllten sich mit Blut. Sein Körper sog die Trauer auf, wie ein trockener Schwamm das Wasser. Sein Fleisch hatte gelernt, dunkle Energien zu lenken und zu verarbeiten, auch um den Preis des optischen Verfalls.

"Mutter," jappste der Prophet, während seine Hand immer wieder über die Buchstaben im Stein fuhr. Seine Knie sanken leicht im Gras des Bodens ein. Seine gelblichen, von der dunklen Seite entstellten, Augen wollten weinen, doch der Körper vermochte es nicht mehr. Iactura wollte weinen, mit aller Kraft, mit all der Wut und all der Trauer. Sein Körper verlor an Haltung als die Hand schlapp vom Stein rutschte und seine Atmung abflachte. "Gib' mir einen Grund," sagte er leise. Seine Lippen rissen auf, da sie inzwischen völlig vertrocknet waren. Leid. Eine allseitige Antwort in den Lehren der Sith. Iactura wollte begreifen; nein, er musste begreifen, um seinen Schmerz zu verstehen. Dieser Ort war seine Fessel und seine Befreiung. "Es tut mir Leid," hauchte er gegen den Stein, da er wusste, dass sie ihn wohl nicht mehr hörte. "Ich konnte nicht früher kommen." - eine Entschuldigung mehr an sich selbst gerichtet.

Seine Finger gruben sich in den Boden vor dem Grab. Er sank in eine Art Verbeugung. Mit einem großen Stoß setzte er Luft aus seinen Lungen frei. "Ich werde den Tod besiegen. Die Galaxis ordnen," dachte er halb-laut. Sein von der Finsternis verwirrter Geist, der nur sich selbst sah sowie sein eigenes Leid, verdrehte jede gute Intention in etwas schlechtes. Denn, was er wollte, war nichts anderes als absolute Herrschaft, sein Wille und seine Macht. Die Macht um Iactura begann leicht zu pulsieren, nicht deutlich aber dennoch für einen geübten Machtnutzer wahrnehmbar. Kleinere Steinchen vor dem Grab begannen von seiner Präsenz wegzurollen, da sie von einer unnatürlichen Energie weggeschoben wurden. Wut tauchte in seinem Verstand aus. Seine Hände gruben sich immer tiefer in den Boden. Trauer nebst Wut bildeten seinen Hauptfokus in dieser hiesigen Zeit. Er verstand nicht mehr, denn er fühlte in diesem Moment nur. Unkontrollierte Emotion, die seine Macht kanalisierte und ihn an der dunklen Seite teilhaben ließ, ohne es willendlich zu tun. Er war zu tief in ihr versunken, zu korrumpiert, um erneut normal zu fühlen oder ein normales Leben fernab dieses Weges zu führen. Seine Lippen erbebten unter seinen ziehenden Muskeln, während er seine Zähne traurig zusammenbiss.

Vieles war ihm genommen worden. Vieles nahm er anderen. Der Weg der Dunkelheit. Verlust war ein Quell eines ewigen Leides, welches nach immer mehr Vergeltung hungerte. Dieser endlose Hunger nach Vergeltung trieb Iactura an. Er wollte mehr. Mehr vom Leben. Nein, nicht mehr von einem hedonistischen Leben, sondern viel mehr Kontrolle darüber. Er wollte die absolute Kontrolle, um erneut einen solchen Verlust zu verhindern. Seine Gier richtete sich allein nach seinem Wunsch nach Macht über die Galaxis, die dunkle Seite und auch die Lebewesen um ihn herum. Eine finstere Gedankenkonstruktion war in seinem Verstand entstanden, da er längst nicht mehr völlig über sich selbst bestimmte, sondern die dunkle Seite seinen Geist verdrehte, wandte sowie ein falsches Geltungsgefühl entstehen ließ. Seine Existenz war Selbstzweck: Er litt also war er. Nur Tasha vermochte ihn in solchen Gedankenzwängen zu erreichen. Sie war so voller Leben, nebst Freundlichkeit, dass sie selbst durch den finsteren Frost seines Herzens stieß. Wo er Eis war, war sie Feuer und schmolz seine Mauer aus Selbstgerechtigkeit, Hass sowie Jähzorn. Nur war sie jetzt nicht hier und so umschloss das schattenhafte Eis der dunklen Seite seine Seele immer mehr, bis nichts weiter blieb als das, was dort kauerte: ein Monster.

[Fondor-System ][ Fondor ][Fondor City] [Friedhof]

30 Oct, 2012 18:29 57
[NPC] The Force
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[Fondor-System ][ Fondor ][ Fondor City ][im Taxispeeder]

[Tenma Kossus]


Es schien so, als ob der hochgewachsene Fahrgast eines Taxispeeders überhaupt nichts von seiner Umgebung wahrnahm und völlig in sich gekehrt auf der Rückbank saß. Deshalb verzichtete der rodianische Fahrer darauf, Smalltalk mit dem bleichen Mann auszutauschen, der mit seinem kahlen Kopf beinahe an die Decke des Fahrzeugs anstieß. Doch Tenma nahm viel mehr wahr, als sein unbedarfter Fahrer überhaupt nur ahnen konnte. Auch ahnte der Rodianer nicht, dass sein plötzlicher Verzicht auf eine belanglose Unterhaltung gar nicht seinem eigenen Wunsch entsprungen war. Um die Störung, die der Rattataki auf Nallastia aufgefangen hatte, so genau wie möglich lokalisieren zu können, brauchte er seine volle Konzentration und versank in der Macht. Die schlichten Gedankengänge des Fahrers, die sich um den Feierabend und die wie üblich schlechten Geschäfte drehten, tangierten ihn nicht besonders, aber er bevorzugte eine Umgebung, die wenigstens akustisch ruhig war, um nach dem Urheber der Störung zu forschen, die sich wie konzentrische Wellenkreise auf einer Wasseroberfläche ausbreiteten. Hier und da gab es kleinere Irritationen, wenn Gruppen von Lebewesen von sehr starken Emotionen bewegt wurden, doch was der fast zwei Meter große Jedi bei seiner Meditation in der Abgeschiedenheit des Mondes von Fondor gespürt hatte, war zu spezifisch, als dass es verwechselt werden könnte.

Er war in dem Taxispeeder ungefähr zehn Minuten unterwegs, als er das Aufbranden der Wellenkreise verspürte. Sie fühlten sich näher an und ihre Frequenz wurde stärker, auch die Ahnung von Trauer – und Dunkelheit. Nicht die Abgründe normaler Lebewesen, sondern die Nähe zur Dunklen Seite, die auch ihm nicht fremd war. Durch seine arttypische Aggressivität und Gewaltbereitschaft war sie ihm ein ständiger Begleiter, der ihn auf all seinen Wegen jenseits einer gefährlich dünnen Linie mit ihm lief. In seiner Ausbildung hatte es zwei Meister gebraucht, bis sie einen Weg gefunden hatten, die Balance zu finden, denn völlig abkapseln ließen sich seine dunklen Tendenzen nicht. Stattdessen lernte er sie zu akzeptieren und damit umzugehen, was ihm schließlich mit der Beherrschung der Lichtschwertform Juyo/Vaapad zugute kam. „Halten Sie bei der nächsten Gelegenheit“, wies er den Taxifahrer an. Sie flogen auf den mittleren Ebenen der Skylanes von Fondor City durch ein Gebiet voller Lagerhallen und den Wohnblöcken von Arbeitern und Angestellten der Industrieanlagen und Orbitalwerfen. Irgendwo hier in der Nähe musste sich der Ausgangspunkt der Störung befinden. „Gibt es hier einen Ort, einen Platz, wo sich normalerweise viele Einwohner aufhalten?“, fragte er den Rodianer, als jener sein Fahrzeug in die niedrigeren Spuren lenkte. „Kommt drauf an, in welchem Zustand Sie die Einwohner vorfinden wollen, Sir. In der Nähe der Plattform, wo ich Sie rauswerfe, gibt es einen Friedhof, wo sie noch auf die altmodische Weise ihre Toten begraben. Wer unbedingt an alten vermoderten Knochen und brüchigen, moosigen Steinen hängt…“, erwiderte er achselzuckend. Das erklärte das Gefühl von Trauer, das Tenma wahrgenommen hatte.


Er ließ sich auf der besagten Plattform absetzen und fuhr mit einem Lift noch einmal zehn Stockwerke herunter, bis er schließlich die Oberfläche erreichte. Verglichen mit den Unteren Ebenen von Coruscant war es hier noch relativ hell und es gab offene Flächen, auf denen sich die Fondorianer und die anderen Einwohner bewegen konnten, doch die allgegenwärtige Industrie, zweckmäßige Gebäude aus Permacret und Durastahl in kalten Farben, der Dunst von Abgasen und die Geräusche von Maschinen, die Tag und Nacht in Betrieb waren, sorgten für eine triste Atmosphäre, die schwer auf ein empfindliches Gemüt schlagen konnten. Nach etwa zweihundert Metern stieß Tenma auf einen Platz, wo es noch so etwas wie Natur gab und die Präsenz, die er gesucht hatte. Bevor er den Friedhof betrat, versicherte er sich, dass sein Lichtschwert unter seinem langen schwarzgrauen Mantel griffbereit am Gürtel hing. Die hellbeige Jedi-Robe mit dem typischen Umhang hatte er noch besonders gemocht und nur zu offiziellen Anlässen im Tempel getragen und seit seinem Erwachen vor drei Jahren, kleidete er sich so neutral wie möglich. Eine dunkelgraue Tunika über schwarzen Hosen und Stiefeln und eben jener etwas ausgeblichene schwarzgraue Mantel mit einem hohen Stehkragen. Noch bevor er die Plattform verlassen hatte, hatte er auch seine eigene Präsenz in der Macht verschleiert, die soweit reichen konnte, dass er auch aus der Wahrnehmung anderer Lebewesen verschwand. Doch soweit wollte er zunächst nicht gehen und betrat mit langsamen Schritten und mit den Händen in den Manteltaschen vergraben wie ein normaler Besucher diesen Friedhof. Es schien, dass er der einzige war, der diese Gedenkstätte betreten hatte, doch die Präsenz kam unverkennbar von hier und nach einigen Reihen fand er eine zusammen gekauerte Gestalt über einem verwitterten Grabstein vor.

Etwa fünf Schritte vor der in eine schwarze Robe gehüllten Person kam Tenma zum Stehen. Das Knirschen der Kiesel unter seinen Füßen erstarb und er wartete einen Augenblick, bevor er ihn ansprach. Es gab keinen Grund, ihn gleich niederzustrecken, auch wenn die Dunkelheit förmlich aus allen Fasern der düster gewandeten Gestalt strömte. Ein Kampf reizte ihn sehr, aber die Vernunft oder auch die Macht sagte ihm, dass es weder der Ort noch die Zeit dafür war. „Wen betrauert Ihr?“ , fragte er mit ruhiger, fester Stimme. Er verspürte aus einem nicht näher definierten Grund Mitleid mit dieser Kreatur, jedoch war Vorsicht geboten. „Wie lange seid Ihr nicht mehr hier gewesen, Dunkler?“.


[Tenma Kossus, mit Iactura]


[Fondor-System ][ Fondor ][ Fondor City ][Friedhof]

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[Stand by me, my apprentice. Be brave. Clench fists.]

04 Nov, 2012 23:42 12 [NPC] The Force ist offline Email an [NPC] The Force senden Beiträge von [NPC] The Force suchen Nehmen Sie [NPC] The Force in Ihre Freundesliste auf
Iactura
Gast


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[Fondor-System ][ Fondor ][ Fondor City ][Friedhof]
[Tenma Kossus, mit Iactura]



Eine weitere Träne vertrocknete bereits vor seinem Auge als sie dieses verlassen hatte. Er fühlte eine kalte Leere in sich, die durch seine Adern wanderte und seine Haut erkalten ließ. Die Wärme starb, wie auch seine Hoffnung, etwas an dem Fakt zu ändern, dass alles, was er wollte, tot war. Seine Muskeln erschlafften. Seine Haltung wurde gebrochener, wie auch sein gesamter Ausdruck. Er hatte einst gelernt, keine Schwäche zu zeigen, keine Verzweifelung zu zulassen, doch in diesem Abschnitt seines Lebens tat er beides. Schmerz und Leid; - der wahre der Kern der dunklen Seite. Die dunkle Seite betrog ihn, wie sie schon andere betrogen hatte. Sie erschien als Lösung, doch war sie mehr Problem. Sie erschien als Heiland, war doch eher Teufel. Iactura war nicht der Erste und würde auch nicht der Letzte sein, der durch sie verführt wurde. Es war seine Entscheidung oder auch nicht? Vieles in seinem Leben hatte ihn an diesen Punkt geführt. Dieser unvermeidliche Abyss aus Angst sowie Verlust. Seine Seele kochte in seiner eigenen Hölle. Mühsam suchte Iacturas Geist eine Antwort. Ein Warum? Ein Wieso? Ein Ziel im Leben, doch dort war nichts, außer ein dunkles Leuchtfeuer, welches ihn zu sich zog über ein schwarzes Meer.

Der Prophet hatte viel über die Sith, die dunkle Seite der Macht und ihre Wege gelesen. Er wusste so manches, doch eine klare Antwort enthielt dieses Wissen auch nicht. Nicht einmal die Jedi kannten eine klare Antwort. Es waren zwei Wege, die man gehen konnte. Doch ihm, in seinem Wahn, erschien der dunkle Pfad voller Gier und Stolz sinniger als der vermessene und selbstgerechte Pfad der Jedi. Eine seltsame Präsenz näherte sich. Sie tauchte plötzlich auf und das hinter ihm. Warum er hatte er sie bisher nicht erkannt? Wahrscheinlich Verschleierung. Sie war seltsam steril. Ein Jedi womöglich. Der erste Jedi in seinem Leben. Sollte er sich umwenden, um zu kämpfen? Nein, dafür fehlte ihm die Kraft und in diesem Moment auch der Mut. Seine Seele war gebrochen. Die dunkle Seite musste erst die Fetzen seiner Existenz neu ordnen und zusammensetzen, zu einer finsteren Person, wie Sidious oder Vader. Die dunkle Seite, die einst Maske war, wurde nun zum wahren Charakter seiner Welt. Eine Metamorphose musste einsetzen.

Seine Stimme war fest sowie klar. Der Jedi hatte ihn noch nicht niedergestreckt, obwohl sich Iactura dies wohl insgeheim wünschte, denn sein Leben war traurig. Es war ein Kreis, der sich immer wieder um sich selbst drehte. Iactura hob seinen Kopf leicht an, blickte leicht zur Seite, ohne den Jedi direkt anzublicken. Er konnte nur seine Schemen erkennen. Der angehende Sith war dem hellen Wesen, das ihm Gnade gezeigt hatte, wohl eine Antwort schuldig. "Meine Mutter," kämpfte der dunkle Jedi aus seinen Lungen hervor. "Ich war mehrere Jahre nicht mehr hier," schob er hektisch nach, um danach wieder auf den Grabstein zu blicken. Er hatte ihn "Dunkler" genannt, was ihm klarmachte, dass er wusste, was er vor sich hatte. "Leid und Verlust, der Zirkel des Lebens, Jedi." Mit einem leichten Zungenstrich befeuchtete er seine trockennen sowie rissigen Lippen. "Wann kam die Angst in unser Leben? Der Gesang der Finsternis ist überall. Zwischen den Sternen ist kein Licht. Alles stirbt. Auch wir," sagte er müde, während seine Hand wieder über den vermoosten Grabstein fuhr. "Meine Mutter verneinte dies. Doch ich sah, dass die Dunkelheit real ist. Sie ist gierig und verschlingend." Trauer spiegelte sich in diesen Worten. Eine jämmerliche Gestalt kauerte dort. "Was wollt ihr Jedi? Warum suchtet ihr mich auf?" - kam er zu einem rationalen Gedanken zurück, jedoch sprach er weiter zum Grabstein hin. Diese Frage interessierte den frostigen Geist und verdrängte vorübergehend die Trauer aus dem Fokus. Der dunkle Jedi machte derzeit noch keine Anstalten anzugreifen. Seine gesamte finstere Präsenz lag ruhig vor dem Jedi ohne auf ihn zu zustreben, was einem Angriff vorweg gehen würde.


[Tenma Kossus, mit Iactura]
[Fondor-System ][ Fondor ][ Fondor City ][Friedhof]

14 Nov, 2012 14:12 54
[NPC] The Force
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[Fondor-System ][ Fondor ][ Fondor City ][Friedhof]


[Tenma Kossus, mit Iactura]


Der Dunkle drehte seinen verhüllten Kopf langsam zu Tenma, ohne ihn richtig anzusehen. Aber der Jedimeister hatte auch nicht erwartet, dass ein zornerfüllter Angriff folgte, zumindest nicht sofort. Sein zusammengekauertes Gegenüber war so voller Leid und Schmerz, dass er wohl kaum an etwas anderes denken konnte. Das, was der Rattataki von ihm erkennen konnte, bestätigte seinen Eindruck – der Anhänger der Dunklen Seite war von seinen Gefühlen zerfressen und hatte schließlich im Laufe der Zeit Spuren in seinem Äußeren hinterlassen. So kam es immer, wenn man sich zu sehr mit sich selbst beschäftigte, sich Trauer, Zorn, Angst und Schmerz hingab. Als junger Ritter hatte er eine latent machtbegabte Ärztin kennen gelernt, die ihm von den biochemischen Prozessen erzählt hatte, die im Körper eines Lebewesens abliefen, wenn starke Gefühle entstanden, von psychischen und psychosomatischen Erkrankungen. Tenma war von der weltlichen Komponente fasziniert – wie auch von der Ärztin – und benutzte dieses Wissen, um mit sich selbst mehr ins Reine zu kommen.

Starke Gefühle, ob positiv oder negativ, waren grundsätzlich keine Ausgeburt der Dunklen Seite, auch wenn viele Meister und der Rat oft diesen Eindruck vermittelten. Er war der Meinung, dass man mit Verständnis für diese Aspekte sogar solche retten konnte, die der Dunklen Seite noch nicht zu lange verfallen waren. Das bedeutete aber auch, dass man wissen musste, mit was man es zu tun hatte – und die Haltung dieses Wissen unter Verschluss zu halten, hatte im Rückblick auf die Vergangenheit mehr Jedi dorthin getrieben, als sie vor ihr bewahrt. Wie alt dieser Dunkle vor ihm war, konnte er nicht sagen und war auch uninteressant. „Ich spüre Euren Schmerz – was mich letztendlich auch zu Euch geführt hat. Zu was unser Aufeinandertreffen gut sein soll, weiß ich nicht, aber nun bin ich hier“, erwiderte er auf die letzte Frage des Trauernden und versuchte auf dem Grabstein einen Namen zu entziffern. Irgendetwas mit Corrino. Die mit Industrieabgasen verseuchte Luft Fondors hatte ihren Teil zur raschen Verwitterung der Grabsteine beigetragen.

„Alles stirbt, das ist die Wahrheit, und Leid und Schmerz und Dunkelheit sind äußerst reale Aspekte unseres Lebens, Ihr habt völlig Recht, wenn Ihr nur solches erfahren habt.“ Wahrscheinlich war es für diesen Mann zu spät, als dass er ihm erzählen konnte, dass es immer noch die Sterne gab, die in der Dunkelheit hell erstrahlten, von der lebendigen Macht, die alles durchströmte. „Eure Mutter hat Euch das Leben geschenkt und großgezogen, und Ihr habt Ihre Liebe und Weisheit gespürt, denn sonst wärt Ihr nicht hier und von Eurem Schmerz über ihren Tod gequält, anstatt sich über ihr Leben und die schönen Zeiten mit ihr zu freuen.“ Freude gab es überall – das Entzücken eines toughen fondorianischen Geschäftsmannes über ein Stück Gebäck und ein überzuckertes Getränk in einem Café im Raumhafen von Fondor City, ein verliebtes Rattatakipärchen, das in einem Speeder durch die Schluchten und Canyons rauschte. „Licht gibt es an vielen Orten, selbst solche, die dunkel erscheinen – man muss es nur sehen wollen.“ Das war das Problem mit den Dunklen – sie waren zu sehr auf ihre eigenen Gefühle fixiert, anstatt sich auch am Glück anderer erfreuen und Stärke gewinnen zu können.

Ob seine Worte etwas ausrichten konnten, wusste der bleiche Jedimeister zwar nicht, aber er hatte das Gefühl, dass sie gesagt werden mussten. Kurzfristig kam ihm der absurde Gedanke, den Dunklen in jenes Raumhafencafé zu bringen – Bekehrung eines Sith durch Gebäck und kalorienreiche Heißgetränke. Die Vorstellung, welche entsetzten Blicke eine solche Aktion beim Jedirat hervorgerufen hätte, brachte einen kleinen Funken Heiterkeit in die triste Atmosphäre dieses Friedhofs. Tenma rief sich zur Konzentration aufs Hier und Jetzt. „Ich kann Eure Mutter nicht lebendig machen, niemand kann das. Ich könnte Euch helfen, aber ich spüre, dass Ihr schon sehr weit in die Dunkelheit gegangen seid. Zwei Dunkle Jedi habe ich getötet, bei Euch muss ich das noch herausfinden.“ Es war keine Drohung, sondern eine lapidare Feststellung, aber vielleicht fasste es der Dunkle so auf.


[Tenma Kossus, mit Iactura]


[Fondor-System ][ Fondor ][ Fondor City ][Friedhof]

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17 Nov, 2012 19:57 13 [NPC] The Force ist offline Email an [NPC] The Force senden Beiträge von [NPC] The Force suchen Nehmen Sie [NPC] The Force in Ihre Freundesliste auf
Iactura
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[Fondor-System ][ Fondor ][ Fondor City ][Friedhof]
[Tenma Kossus, mit Iactura]


Ein zynisches Lächeln fiel von seinen Lippen ab. "Bin ich in der Tat, so offen zu lesen, dass mich ein Jedi an diesen Ort verfolgt?" Iactura wurde bewusst, dass er in der Tat in einem dunklen Nexus stehen musste, so dass sein eigener Hass, wie ein Leuchtfeuer brannte. "Ihr begreift ebenso die ultimative Wahrheit, dass alles diese Welt verlässt. Welche Bedeutung hat Leben, wenn es endet? Welche Bedeutung hat Leben? Dies ist die Frage, die sich mir stellt." Der dunkle Jedi raffte sich müde auf. Leicht wankend verschaffte er sich Stand, bevor er sich zum Jedi umdrehte. Langsam hob er seinen Blick unter der Kapuze hervor. Seine Augen fixierten den Jedi. "Sie hat mich großgezogen. Sie hat mir Liebe gezeigt, doch mit ihr starb diese." Immer noch griff er nicht an sein Lichtschwert, was sich versteckt unter dem schwarzen Leinen seiner Robe verbarg.

"Leben hat keine Bedeutung, wenn es keinem Willen folgt. Es ist einfach da, wenn es keinen Zweck hat. Ich habe keine Bedeutung, solange ich nicht meinen Willen vollende. Ich muss mir eine Bedeutung schaffen. Ich muss eine Bedeutung finden; auch für das Leben," offenbarte er seine Ziele. Die Betonung des Wortes -Ich- zeigte nur, dass sich sein Blick gänzlich nach Innen richtete und er den Rest der Galaxis ausblendete. Er sah sie nur als Teil seiner eigenen Welt und sich selbst nicht als Teil jener Welt, die mit anderem Leben gefühlt war. Er lachte traurig. "Die Welt ist voller Ungerechtigkeit. Ich leide. Ich leide jeden Tag. Ich trauere. Ich weine. Ich friere unter dem Frost, der mein Herz befallen hat." Er hob zitternd seine beiden Hände. "Tötet mich, einen wehrlosen Mann," antwortete er auf die letzte Ausführung des Jedi.

Die Macht hatte ihm einen echten Streich gespielt. Was wollte die dunkle Seite von Iactura? Warum jetzt ein Jedi hier? Was für eine Prüfung war dies? Der dunkle Prophet atmete schwer, da er wusste, dass er nun mit dem falschen Machtanwender sprach. Doch kannte er die Jedi. Sie würden keinen wehrlosen gebrochenen Mann töten. Mit einem Griff unter seine Robe, nahm er sein Lichtschwert vom Gürtel, um es dem Jedi vor die Füße zu werfen. Es rollte einige Zentimeter direkt vor seine Füße. "Ich bin unbewaffnet. Ich habe nichts. Nehmt mir mein Leben und ihr tut mir damit einen Gefallen." Seine Mimik zerfiel. Trauer stand in seinem Gesicht. Dort war keine Bösartigkeit; nur diese stille Trauer in seinen gelb-verfärbten Augen, die durch die dunkle Seite entstellt waren. "Spürt ihr die Kälte an diesem Ort? Ich spüre sie immer und überall. Meine Träume sind tot. Ich habe nur noch dieses Eis, das alles durchdringt. Es ist alles, was ich habe." Ein kurzer Windhauch ließ seinen Robenmantel aufwehen, so dass dieser im Luftzog umher waberte. Er hob erneut seine Arme an, um dem Jedi anzuzeigen, dass er sich ergab und bereit war, niedergestreckt zu werden. "Macht es euch einfach," sagte er fordernd, fast böse in seine Richtung. "Jedes Licht, auch der Sterne, wird von der Dunkelheit verschlungen. Dort ist nichts, Jedi, was mich erretten könnte. Ich bin verloren, wie ihr, ohne einen Orden." Die Todesangst war Iactura zwar nicht fern aber er spürte sie nicht in dem Umfang, wie ein normaler Mensch, denn er war bereits innerlich gestorben. Er wollte nur mehr von dieser Macht, die dort im Dunkeln lag. Er wollte die Galaxis spüren lassen, was er fühlte und sein Wille sollte die Galaxis formen können. Macht um der Macht willen, um unter Umständen seine Mutter zurück zu gewinnen und sein Schicksal zu lenken. Er wollte Kontrolle. Er wollte mehr von diesem Gefühl der Kälte. Es war merkwürdig, einerseits zerfrass ihn dieser Frost, andererseits stärkte er ihn und eröffnete ungeahnte Möglichkeiten, das Leben sowie die Macht zu manipulieren. Chaos war in seinem Verstand, auch wenn er glaubte, noch Herr seiner Wünsche zu sein. Nur musste er nun den Jedi überzeugen, was denkbar unmöglich war oder dieser misslichen Lage entkommen. Der dunkle Jedi fühlte in den Jedi hinein. Er sah, dass sein Geist stabil war und keine offenen Tore bat, um seine Manipulationen zu wirken. Auch wenn der Jedi viel verloren hatte, blieb er geordnet. Iactura murrte kaum hörbar.

"Wenn ihr mich nicht töten könnt, lasst mich gehen. Ich verspreche euch, die Abgeschiedenheit zu suchen," log der angehende Sith mit unverändertem Ausdruck von Trauer. "- Oder ihr kommt mit mir und zusammen können wir diese Galaxis ordnen. Zusammen könnten wir viel bewirken. Gutes tun," schob er eine weitere Lüge nach. Einen Versuch wollte sich Iactura nicht entgehen lassen. Vielleicht war der Jedi ja doch bereit, mit ihm zu gehen, obwohl die Chancen dafür recht schlecht standen. Dies konnte der Prophet deutlich sehen. Es war eben ein Jedi. Ferner hatte er jetzt auch nicht die Möglichkeiten, den Jedi an emotionale Grenzen zu führen, um ihn so zu brechen. Es fehlte einfach das passende Instrument. Vermutlich würde es zu einem Kampf kommen, obwohl sich Iactura davor scheute. Er wollte nicht kämpfen. Nicht hier vor dem Grab seiner Mutter. Nicht jetzt, wenn er gerade begriffen hatte, dass die Finsternis in ihm erst reifte, wie einst in Sidious. Er brauchte noch Zeit, um die Macht zu erlangen, um seinen Willen über die Galaxis zu bringen. Dieser Keim sollte jetzt nicht durch den Jedi erstickt werden. Nein, dafür wollte der der dunkle Jedi jetzt zu viel. Er wollte einfach mehr von diesem, wenn auch traurigen, Leben abgewinnen. "Ihr wolltet mir helfen?" - fragte er nach einer kurzen Pause und blickte den Jedi nun, wie ein geprügelter Kath-Hund an, um vielleicht ein wenig Mitgefühl zu erhaschen. Vielleicht war dies ein Tor zum Herz des Jedi, um seine Position ein wenig zu unterminieren, um aus dieser Lage zu entkommen. Lug und Trug waren immer probate Mittel der dunklen Seite gewesen.


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[Tenma Kossus, mit Iactura]


Die Worte des Dunklen strömten wie ein alles verzehrender Wirbelsturm auf den kahlköpfigen Jedimeister ein, doch er sperrte sich nicht dagegen, sie wirken zu lassen. Es war falsch, Widerstand zu leisten. Denn so würden die Verlockungen eine Angriffsfläche finden und somit eine Bedeutung erhalten. Doch das sollten sie nicht wert sein – Worte waren wie Wind, leicht daher gesagt und flüchtig. Dieser Mann, der nun vor ihm stand, war erbärmlich und gefährlich zugleich, und tatsächlich wäre ein schneller Tod das größte Geschenk, das man ihm geben konnte. Tenmas Rattataki-Instinkte drängten ihn, das Lichtschwert zu ergreifen und ihn niederzustrecken, wie der Dunkle es verlangt hatte. Eine einfache Angelegenheit, und es gab niemandem, dem er hätte Rechenschaft ablegen müssen, kein selbstgefälliger Jedi-Rat, kein verhutzelter kleiner Grünling, der vor lauter Selbstgerechtigkeit die Gefahr nicht gesehen hatte, die vor seinen Augen immer größer geworden war. Sie waren alle tot, doch das bedeutete nicht, dass ihr Wirken verloren war, weil in der lebendigen Macht nichts verloren gehen konnte. So wie die Toten in ihren Nachkommen weiterlebten und ihre verwesenden Körper ebenso einen Zweck erfüllten, nämlich um anderes Leben zu ermöglichen. Das alles sah der entstellte, gelbäugige Mann nicht, der gleich nach dem Verlangen getötet zu werden, als nächstes darum bat, verschont zu werden und schließlich in Aussicht stellte, dass sie zusammen die Galaxis ordnen könnten. Schließlich griff er auch noch das Hilfsangebot des Jedi auf. Selbst für einen Normalsterblichen wären diese Aussagen äußerst widersprüchlich und verwirrend gewesen, und für Tenma war die Aussicht, sich dieser Kreatur ein für alle Mal zu entledigen, ein immer reizvollerer Gedanke. Schließlich hatte er schon zwei von dieser Sorte erledigt, und es hatte sich richtig angefühlt. Dennoch zögerte er mit geballten Fäusten in seinen Manteltaschen und verfolgte, wie Trauer und Dunkelheit gleich Ölschlieren im Wasser die lebendige Macht um ihn herum verunreinigten. Nicht, dass die Trauer um einen geliebten Menschen etwas Schlechtes war, jedoch hatte sie die Seele seines Gegenübers korrumpiert und war zu purem Egoismus und Selbstmitleid degeneriert.


„Wahrscheinlich wäre Euch tatsächlich am besten geholfen, wenn ich Euch töten würde. “
, antwortete Tenma nachdenklich und ließ das Lichtschwert in seine ausgestreckte Hand schweben, doch er zündete es nicht. Stattdessen betrachtete er es von allen Seiten und sah wieder das bedauernswerte Wesen vor sich an.
„Aber dieser Wunsch ist reines Selbstmitleid – Ihr seid ein Teil der lebendigen Macht, so wie alles hier, selbst an diesem Ort der Trauer. Von daher kann ich Euch diesen Gefallen nicht tun. Ebenso wenig verlangt es mich nach einem Begleiter oder die ganze Galaxis ordnen zu wollen. Ich tue auf meine Weise Gutes, was allerdings auch eine Frage des Standpunkts ist.“
Wer das gesagt hatte, wusste er nicht mehr, aber es war eine Sichtweise, sich von eingefahrenen Einteilungen in Schwarz-Weiß, Gut-Böse, zu distanzieren. Es gab immer einen dritten Weg, vielleicht auch einen vierten oder fünften, wenngleich diese Wege nicht immer zu einer Lösung führten. Doch wer sagte, dass es immer eine Lösung geben musste?


„Alles, was ich von Euch verlange, sind zwei Stunden, die Ihr mit mir verbringt, danach bekommt Ihr Euer Lichtschwert zurück und könnt Ihrer Eurer Wege ziehen und tun, was Euch beliebt“
, sagte er, nachdem eine Idee in ihm gereift war. Wieder sah er in seinem Geist den gesamten Jedi-Rat von seinen Stühlen kippen, doch die lebendige Macht erhob keinerlei Einsprüche. Der Jedimeister blickte den Dunklen beinahe freundlich an, so freundlich, wie es einem Rattataki eben möglich war.


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25 Nov, 2012 16:20 09 [NPC] The Force ist offline Email an [NPC] The Force senden Beiträge von [NPC] The Force suchen Nehmen Sie [NPC] The Force in Ihre Freundesliste auf
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[Tenma Kossus, mit Iactura]


Seine Worte sprachen die Wahrheit. Iactura konnte keine Lüge in ihnen erkennen. "Wenigstens seid ihr ehrlich, Meister Jedi," sagte der angehende Sith mit einem gedrungenen Lächeln. Seine Aussagen über den Standpunkt ließen ihn nachdenken. "Vielleicht muss ich in der Tat meine Vorgehensweise überdenken, um verschiedene Standpunkte in meine Überlegen einzubeziehen." Er nickte lautlos. Dann näherte er sich weiter dem Jedi , von dem nun keine Bedrohung mehr auszugehen schien, wenn er auf sein Angebot einginge. Er fühlte ein seltsames Verlangen, eben auf jenes Angebot einzugehen, da es bestimmt eine interessante Erfahrung für seinen Geist wäre, den Verführungen und Erklärungen eines Jedi zu lauschen. "Ich gehe darauf ein. Ich gebe euch diese zwei Stunden," antwortete er. Immerhin ließ ihn dieser Gedanke nicht los, etwas Neues zu lernen. Er war lange Zeit in den dunklen Kammern der Propheten gewesen, die wenig Kontakt zur Außenwelt hegten und somit brannte in ihm eine Neugier gegenüber dieser Außenwelt. Jedi kannte er nur aus Erzählungen und nun hatte er einen Jedi vor sich. Eine interessantes Studienobjekt. Iactura zog die Kapuze tiefer in sein Gesicht. "Wir können." Er deutete zum Ausgang des Friedhofs.

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Off: Ich bin immer noch recht kränklich und habe unter leichten Fieber diesen Post getippt. Ich bitte die Kürze zu entschuldigen. Augenzwinkern

28 Nov, 2012 20:58 52
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Es war ein Experiment – ein recht gefährliches sogar, auch wenn Tenma das Lichtschwert des Darksiders an sich genommen hatte. Wer wusste schon, zu welchen Angriffen dieser Mann fähig war – Wissen über die Dunkle Seite war nie intensiv im Orden gelehrt worden, nur Andeutungen und Hinweise, dass sie man lieber nicht genauer verfolgen sollte. Ob es eine gute Idee war, wollte der Rattataki nicht beurteilen – für naseweise junge Padawane stellten solche Geheimniskrämereien geradezu eine Herausforderung dar, sich über sämtliche Verbote hinweg zu setzen. Andererseits könnten die Verlockungen der Dunkelheit für unbedarfte junge Seelen zu groß sein, als dass sie ihnen etwas entgegen zu setzen hätten. Für ihn war es eine Erlösung gewesen, zu wissen, womit er es zu tun hatte, ansonsten wäre er der allgegenwärtigen Dunklen Seite hilflos ausgeliefert worden. Nun hatte sich diese Seite der Macht in Form dieses seltsamen Mannes in seiner schwarzen Robe manifestiert, welcher willens war, auf das Angebot des Jedi einzugehen. Tenma spürte vor allem Neugier in seinem Begleiter, als sie diesen traurigen Ort verließen, der so völlig anachronistisch in der hoch industrialisierten Oberfläche Fondors eingebettet war. Auch machte der Gelbäugige den Eindruck aus einer anderen, archaischeren Welt zu stammen, obwohl er anscheinend hier aufgewachsen war.

Unter der Führung des Rattataki liefen sie den Weg zurück zu der Plattform, auf der er das Speedertaxi verlassen hatte. Dort mussten sie nicht lange warten, bis das nächste Gefährt, diesmal von einem Droiden gesteuert, die wartende Kundschaft entdeckt hatte und sie einließ. Tenma nannte dem elektronischen Fahrer eine Adresse, die nicht weit von hier entfernt in den mittleren Ebenen der Stadt lag. Das Taxi hielt einige Minuten später bei einer überdachten Fußgängerzone, die von den Bewohnern der umliegenden Wohnblocks als Erholungs- und Einkaufszentrum genutzt wurde. Die Konstruktion war hoch und licht, was die ansonsten nüchterne Atmosphäre dieser Welt ein wenig abmilderte. Hier und da waren ein paar Pflanzenkübel aufgestellt und irgendwo plätscherte ein Springbrunnen. An diesem Ort herrschte reges Treiben von kahlköpfigen Fondorianern und einigen anderen Spezies – Arbeiter und Angestellte, die von ihren Schichten kamen oder gerade auf dem Weg dorthin waren, Jugendliche, die dort ihre Freizeit mit aufgeregtem Geplapper und ersten Flirtversuchen verbrachten und Familien auf Einkaufstour. Die Macht floss hier wie ein lebendiger Strom, mit einigen Untiefen und Schnellen, mit raschen Windungen und langen ruhigen Passagen.

Der Jedimeister machte eine einladende Geste in Richtung eines Cafés, das sich sehr malerisch ‚Sunset Tapcaf’ nannte und passend zum Namen vom orange leuchtenden Holo eines Sonnenuntergangs an der Eingangsfront dekoriert war. Das Interieur des ‚Sunset’ war glücklicherweise dezenter gehalten und auch nicht mit lebhaften Teenagern überfüllt. Hier saßen Geschäftsleute, die sich eine Auszeit von ihrem hektischen Alltag gönnten, auch wenn sie hin und wieder angestrengte Blicke auf ihre Coms und Datapads warfen, sowie einige Pärchen und Grüppchen von Arbeitskollegen oder Freunden. Weder Tenma noch sein Begleiter sorgten für zuviel Aufsehen, als sie das Lokal in Richtung einer Eckbank durchquerten. Der Jedimeister hatte für sich und den Darksider eine Illusion von Normalität erzeugt, um Ruhe vor Gaffern zu haben, aber dennoch wahrgenommen zu werden. Eine junge Fondorianerin eilte beflissen herbei, um die Bestellung aufzunehmen
„Ich bekomme Half-Caf, dazu zwei Sunset-Spezialcrêpes sowie zwei Stücke Fondor-Ryshcate und eine Auswahl Ihrer Cupcakes für mich und meinen Begleiter.“
, zählte er nach einem schnellen Blick auf die Speisekarte auf. Die Augen der jungen Frau weiteten sich erstaunt, aber ließ sich sonst nicht weiter ihre Gedanken anmerken, doch in der Macht sprachen ihre Gefühle Bände.

Amüsiert ließ sich der Rattataki sich in die gepolsterte Lehne der Sitzbank zurücksinken. „Niemand hat behauptet, dass Jedi keinen Spaß haben oder sich nicht ab und zu mit Kuchen und Gebäck voll stopfen dürfen. Ich habe fast zwanzig Jahre auf meiner sehr unfreundlichen Heimatwelt verbracht, wo sich mein Volk schon seit Jahrhunderten gegenseitig abschlachtet. Natürlich hätte ich meine Fähigkeiten nutzen und mich zum größten Warlord aller Zeiten aufschwingen können. Aber wozu sollte das gut sein? Das hat schon einmal eine Kriegerin versucht, die machtbegabt war – sie nannten sie eine Zauberin, weil sie alle anderen besiegt hatte. Und als sie verschwand, fingen alle an, sich wieder gegenseitig zu zerfleischen, wie es ihre Natur ist. Nichts ist von Dauer, von daher denke ich, dass wir die kurzen Zeiten der Freude so gut wie möglich genießen sollten. Außerdem gibt es in meiner Heimat keinen Half-Caf….“ Er hielt inne, weil nun ihre Bedienung mithilfe eines Droiden die bestellten Spezialitäten servierte. Der Geruch des frisch gebrühten Half-Cafs stieg verführerisch in seine bleiche Nase und er gab ein genießerisches Grunzen von sich. „Seid für diese zwei Stunden mein Gast, Dunkler, und lasst uns für diese Zeit zwei Wesen sein, die sich an den angenehmen Dingen der Gegenwart erfreuen. Allerdings muss ich auch zugeben, dass ich den Hintergedanken verfolge, jemanden wie Euch besser kennenzulernen, um auf ein nächstes Treffen vorbereitet zu sein, wenn wir uns vielleicht bekämpfen müssen.“


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02 Dec, 2012 19:52 41 [NPC] The Force ist offline Email an [NPC] The Force senden Beiträge von [NPC] The Force suchen Nehmen Sie [NPC] The Force in Ihre Freundesliste auf
Iactura
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[Tenma Kossus, mit Iactura]


Den Weg über, schwieg der dunkle Jedi bedächtig. Was tat er hier? Es war merkwürdig surreal, da er einem Jedi in ein Cafe folgte, ohne diesen direkt zu bekämpfen. Iactura war eben kein Sith im eigentlichen Sinne, der blindlinks alles tötete, was nicht seinem Willen entsprach. Viel mehr versuchte er die Welt, somit auch diesen Jedi, an sich anzupassen. Man mochte dies als hinterlistig erachten aber so war Iactura eben. Er setzte viel mehr auf Intelligenz und Manipulation als auf pure Gewalt. Natürlich hatte Gewalt auch ihren Zweck, doch würde er hier nicht gewinnen, da die Macht des Jedi deutlich stärker als die seine war. Er spürte dies.

Dieser Ort war voller Leben. Iactura schaute sich, seinen Blick unter der Kapuze verborgen, rege um. Es war eine lebendige Welt, trotz all der Industrie, die sich rasend weiter entwickelt hatte. Wie lange war er nicht mehr hier gewesen? Er seufzte. Die dunklen Propheten waren ihm viele Antworten schuldig geblieben, obwohl er selbst Herold und Meister der Ihrigen war. Antworten, die er nun selbst suchte. Dieser Jedi könnte ihm helfen, die Macht ganzheitlich zu betrachten und seine eigene Macht zu mehren. Er würde eines Tages herrschen aber nicht durch pure Gewalt, sondern auch durch geschicktes Taktieren und Manipulieren, da war er sich sicher. War dies böse? In seinen Augen nicht.

Man erreichte das Cafe. Er setzte sich, schwieg immer noch und überließ dem Jedi die Bestellung. Es war wirklich surreal. Ein Jedi und ein angehender Sith saßen friedlich zusammen und sprache´n miteinander. Für viele Propheten wäre dies ein Zeichen von Schwäche gewesen, doch für Iactura waren neue Ideen interessant und nicht ausgetretene Pfade. Er würde auch nicht vor einem Jedi zurückschrecken und einen potenziellen Verbündeten aufgeben. Er holte tief Luft und begann dann auf die Ausführungen des Jedi zu antworten.

"Ich bin nicht hier, um zu kämpfen, Jedi. Zumal ich diese Situation schätze, da so zwei Betrachtungsweisen der Macht an einem Tisch zusammensitzen. Ich bin nicht euer Feind, noch nicht, will man meinen. Ich bin nur hier, um meine Mutter zu betrauern." Mit einem Satz warf er seine schwarze Kapuze zurück, griff sich ein Törtchen und schob sich dieses genussvoll in den Mund. "Die sind gut," sagte er mit einem natürlichen Lächeln. Ein bisschen Mensch war noch in ihm. "Ich denke nur ein wenig anders über den Kampf. Ich will nicht der größte Jedi oder Sith werden. Ich will der Galaxis nur ihre Ordnung zurückgeben. Ohne Führung versinken die Welten im Chaos. Ohne wirkliche Vision gibt es keine Zukunft. Ich weiß nicht, ob ich der Richtige sein werde aber ich denke, dass der Kampf um eine Ordnung immer lohnenswert ist," erklärte der Warlord-Sith, der bereits eine kleine Streitmacht (Anmerkung: Daavids Flotte) in den Sternen verbarg. "Ich sehe in euch einen Spiegel, Jedi. Ich war auch einst davon überzeugt, dass es mehr geben könnte als Kampf. Mehr als Hass. Nur setzt sich dieser Kampf immer fort. Auch ich genieße gerade diesen Moment, da er mir neue Dinge zeigt." Er nickte, schob sich ein weiteres kleines Törtchen in den Mund, kaute diese und sagte dann: "Ich bin kein üblicher Sith, Jedi. Ich gehe die Galaxis rationaler und kühler an. Ich plane. Bin ich nun euer Feind?" Iactura entschied sich, diesen Moment einfach zu belassen. Einfach nur ein Gespräch zwischen zwei Lebewesen, die die reine Macht erfahren hatten. Er beließ seine Ideologie bei Seite.

[Tenma Kossus, mit Iactura]
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04 Jan, 2013 00:39 06
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[Tenma Kossus, mit Iactura]


Zwischen den beiden so unterschiedlichen Machtnutzern war tatsächlich eine entspannte Gesprächsatmosphäre entstanden, und Tenma folgte aufmerksam, aber gelassen den Worten des von der Dunklen Seite zerfressenen Mannes. Er wirkte mit einem Mal geradezu menschlich, als er in eines der Cupcakes biss und feststellte, dass es gut war. Über das bleiche Gesicht des Rattataki glitt ein Lächeln – er hatte auch lange auf solche Annehmlichkeiten verzichten müssen, auch wenn die Askese auf seiner Heimatwelt ihm viele neue Einsichten in das Wesen der Macht gezeigt hatte. Aber diese Phase der Abgeschiedenheit und des Verzichts war vorbei – jetzt konnte er sich wieder den raschen, weltlichen Angelegenheiten dieser Galaxis widmen und wieso sollte er nicht auch die schönen Seiten genießen, wenn sich die Gelegenheit bot. Viele Probleme der Galaxis entstanden aus Unzufriedenheit, Mangel und Selbstkasteiung oder aus Gier und Maßlosigkeit.

Die Worte des Sith, wie er sich bezeichnete, klangen vernünftig. Er sprach von rationalem und planvollem Vorgehen, von der Wiederherstellung von Führung und Ordnung und spielte seine Rolle dabei herunter. Vielleicht glaubte er sogar an das, was er sagte, doch die Dunkelheit war letzten Endes immer destruktiv, ganz mit welch guten Absichten sie angewendet werden sollte - denn er hatte es selbst an sich erlebt. Der Jedi griff nach einem der Spezialcrêpes, der mit Früchten und einer Sahnecreme gefüllt war und begann zu essen, während der Dunkle erzählte. Die Geschmacksexplosion war unglaublich und steigerte sein Wohlbefinden erheblich. Bevor er seinem Gast antwortete, trank er einen Schluck Half-Caf. Das süße Getränk war unglaublich gut, sogar besser als er es von Coruscant in Erinnerung hatte. Aber es war auch lange her.

„Ihr seid wenigstens in diesem Augenblick nicht mein Feind, wenn Ihr von Euren Plänen sprecht, sie bedrohen mich nicht. Die Zukunft ist im Fluss, ich kann nicht sagen, ob Euch das gelingt, was Ihr vorhabt und Präventivschläge sind nicht die Art der Jedi.“ Dabei kniff er ein Auge zu und nippte einen weiteren Schluck von seinem Caf. „Ich finde den Vergleich mit dem Spiegel sehr passend, man lernt viel über sich selbst und muss erkennen, dass auch noch andere Seiten in einem schlummern. Niemand ist völlig gut oder völlig böse und der Spiegel zeigt, dass man sie beide akzeptieren muss. Eure Absichten klingen nobel, aber glaubt Ihr nicht, dass sie unglaublich groß ist für einen Einzelnen? Die Alte Republik ist gescheitert, wie auch der Imperator – sie alle hatten ihre Vorstellungen von einer Ordnung zum Wohl der Galaxis, aber was ist mit denen, die andere Vorstellungen von Ordnung haben?“ Tenma aß den Crêpe auf und spülte ihn mit dem Rest seines Getränks herunter, worauf er sich ein zweites, allerdings einen normalen Caf, bestellte. „Das soll nicht heißen, dass ich eine chaotische oder anarchische Galaxis begrüßen würde. Aber völlige Ordnung kann es nicht geben, oder verstehe ich Euch falsch?“

Er wirklich neugierig auf die Erwiderung des Sith, der so selbstverständlich Worte wie Führung und Ordnung für etwas benutzte, was zu groß für die Fähigkeiten und die Lebenszeit eines sterblichen Wesens war.


[Tenma Kossus, mit Iactura]


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20 Jan, 2013 17:40 39 [NPC] The Force ist offline Email an [NPC] The Force senden Beiträge von [NPC] The Force suchen Nehmen Sie [NPC] The Force in Ihre Freundesliste auf
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[Tenma Kossus]


Die Wege des Sith und des Jedi-Meisters hatten sich friedlich getrennt. Anstatt in zivilisierter Atmosphäre über das Wesen der Macht zu sprechen, hätte es den Rattataki durchaus gereizt, sich mit ihm in einem Lichtschwertduell zu messen. Aber die Neugier hatte ihn getrieben, es auf diese völlig andere Weise zu probieren. Nein, es war der Wille der Macht, korrigierte er sich in Gedanken, als er über die Plaza eines Wohn- und Freizeitbereichs von Fondor City lief. Ein unerhörter, wenn nicht sogar blasphemischer Gedanke, der ihn unwillkürlich grinsen ließ. Schon von klein auf wurde den Jünglingen von den alten Meistern eingetrichtert, sich von allem fernzuhalten, was eine Verlockung durch die Dunkle Seite bedeuten könnte, Gefühle wie Wut, Zorn, Angst und Leidenschaft abzuwehren, sich nicht mit dunklen Schriften zu befassen und schon gar nicht sich mit den Anhängern des Bogan einzulassen. Letzteres galt ohnehin obsolet, weil die Sith als besiegt und ausgestorben galten. Tenma schnaubte. Dooku, Maul, Vader und dessen Schüler, Sith-Kulte, die sich im Verborgenen der Dunklen Lehre widmeten. Die Galaxis war voll von ihnen. Von wegen Regel der Zwei. Wer konnte schon wissen, was mit den Padawanen und Jünglingen geschehen war, die in die Hände des Imperiums gefallen und nicht getötet wurden. Und was war mit denjenigen, die entkommen waren? Das waren die Fragen, die den Jedi seit seinem Erwachen aus der Tiefenmediation dazu trieben, durch die Galaxis zu ziehen und nach ehemaligen Ordensmitgliedern suchen, in der Hoffnung, dass einige die Order 66 überlebt hatten. Er hatte aber auch die anderen getroffen, dunkle Jedi, die Gefallenen und Korrumpierten. Solche, die nie die Gelegenheit hatten, das Licht zu sehen, das der Macht innewohnte. Und nun hatte er Zeit mit einem Menschen verbracht, der nicht nur ein dunkler Jedi war, sondern der sich tatsächlich Sith nannte. Die Begegnung war faszinierend, das gestand sich Tenma ehrlich ein, und gleichzeitig abstoßend und mitleiderregend. Für diesen Mann gab es nur noch die Erlösung durch den Tod. Sollte er ihm ein weiteres Mal begegnen, würde es zu einem Kampf kommen, dessen war er sicher. Es war nicht lange her, dass der Rattataki zwei Dunkle Jedi getötet hatte. Schon diese beiden waren seelisch von der Dunklen Seite so zerrüttet worden, dass es keine Rettung mehr für sie gab.

Der Tag neigte sich seinem Ende zu, und die Fondorianer, Menschen und Angehörige anderer Spezies strömten von ihren Arbeitsplätzen nach Hause oder zu irgendwelchen Freizeitaktivitäten. Mit ihnen und in ihnen strömte die lebendige Macht in allen ihren Aspekten, in Schattierungen von hell und dunkel. Tenma war sich im Klaren, dass es nie eine völlig gute oder völlig schlechte Seite geben würde. Das hatte der Jedi-Rat wahrscheinlich völlig aus den Augen verloren und so hatte die Dunkle Seite im Verborgenen wachsen können, sogar in den eigenen Reihen der Jedi. Man hätte es aus der Geschichte der Verlorenen Jedi lernen können. Doch wie man es drehte und wendete, es war geschehen und der Jedi-Meister musste sich mit dem status quo arrangieren. Die Hoffnung wollte er allerdings auch nicht aufgeben. Er war lebend und augenscheinlich unkorrumpiert aus der Begegnung mit dem Sith herausgegangen. Er hatte dadurch mehr gelernt, als durch die Ermahnungen der alten Meister, sich von der Dunkelheit fernzuhalten. Um sich der Verlockungen der Dunklen Seite zu erwehren, musste er wissen, womit er es zu tun hatte. Viel mehr, er musste verstehen. Kenne den Gegner – eine alte einfache Weisheit. Tenma kannte seine eigene Dunkelheit, deshalb konnte er sie in Schach halten.

Auf einer breiten Überführung blieb Tenma stehen und lehnte sich rücklings an die Brüstung. Die Leute, die an ihm vorbeizogen, waren mit ihren eigenen Sorgen, Freuden und Wünschen beschäftigt, als dass ihnen ein bleicher, kahlköpfiger Mann in einem dunklen, etwas abgewetzten Mantel aufgefallen wäre. Er spürte im Licht der untergehenden Sonne in die Macht hinaus, ob der Sith noch in der Nähe war, aber dessen Aura hatte sich verflüchtigt. Es gab keine Störungen mehr, die auf die Anwesenheit eines weiteren, starken Machtbegabten hindeuteten. Das war vorerst ein gutes Zeichen. Dennoch fühlte er sich unausgeglichen – seine Rattataki-Instinkte sehnten sich nach Kampf und Bewegung. Sie waren nach dem Erwachen auf seiner Heimatwelt stärker geworden, denn er hatte für eine Weile inkognito unter seinen Artgenossen gelebt, die wieder roh und ungezügelten ihre Clansfehden austrugen, nachdem das Regime einer ‚Zauberin‘ namens Ventress zusammengebrochen war. Aus den Gerüchten schloss er, dass sie eine Art Dunkle Jedi gewesen sein musste, die den Planeten unter ihre Herrschaft gebracht hatte und schließlich spurlos verschwand. Tenma machte sich klar, dass er sich einem Kampf sehnte und woher dieser Wunsch kam. Mit reiner Meditation würde er das Verlangen nicht unterdrücken können, er brauchte einen Ausgleich. Nicht jetzt, vielleicht nicht heute, sagte er sich, aber die Gelegenheit würde kommen. Als erste Maßnahme würde er zu seiner Unterkunft laufen, nach der Auskunft seines Datapads ein Weg von fünf Kilometern, genug, um erste überschüssige Energien abzubauen. Bevor er jedoch aufbrach, ließ er seine Sinne noch eine Weile in der lebendigen Macht baden.


[Tenma Kossus]

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28 Apr, 2014 13:54 41 [NPC] The Force ist offline Email an [NPC] The Force senden Beiträge von [NPC] The Force suchen Nehmen Sie [NPC] The Force in Ihre Freundesliste auf
Kyrijon Xifedi
Rollenspiel-Charakter




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[Tenma Kossus, mit Kyrijon Xifedi]
[Fondor-System][Fondor][Fondor City][unterwegs]


Fondor. Nun, wenn Kyrijon ehrlich war, war das nicht der Ort, den er als Endpunkt seiner Reise erwartet hatte, aber er konnte ja auch schlecht mit seinem Finger über die Sternenkarten gehen und hoffen, dass die Macht ihm schon sagen würde, welches der richtige Planet war, oder? „Verdammt, ich könnte das machen...“ murmelte er leise zu sich, während er seine Tasche packte und sich noch einmal umsah. Wann war sein Leben schon einmal das, was er erwartet hatte? Eigentlich nie, oder? Der Jedi hatte darüber meditiert, er hatte versucht eine Antwort zu finden, die nicht nur nach einem Zufall klang, den er auch nicht mit Hilfe der Macht erklären konnte. Sein Vater hätte ihm nun gesagt, dass er es nicht nur versuchen, sondern auch tun soll, dass es kein Versuchen gab. Es gab nur das Gelingen, oder das Scheitern, kein dazwischen mit dem man sich am Ende des Tages heraus reden konnte, weil es nicht geklappt hatte.
Verdammt. Er hörte tatsächlich die leise, mahnende Stimme seines Vaters, der ihm diese Lektion immer wieder und wieder eingetrichtert hatte, als er sein Quartier verließ, ehe er noch ein paar Worte mit dem Piloten wechselte und dann das Schiff verließ.

Es dauerte ein paar Minuten, ehe er die Landeplattform verlassen hatte und einem schmalen Weg zu einer der Hauptstraßen der Stadt gefolgt war. Kyrijon blieb kurz stehen und atmete erst einmal tief durch. Er hatte ein paar Tage keinen festen Boden unter den Füßen gehabt, wobei das natürlich immer eine relative Sache war, wenn man sich auf einem Raumschiff befand, oder? Der junge Erwachsene schüttelte den Kopf, verscheuchte den Gedanken der gerade aufkam und schloss seine Jacke, nachdem er sich vergewissert hatte, dass sein Lichtschwert gut verstaut und von außen nicht zu sehen war. Der nächste Griff ging zu seinem Blaster, ehe er einen Blick auf sein Datapad warf, wo sich hier die nächste Unterkunft befand, die seinen Verhältnissen genügen musste, ehe er sich morgen auf den Weg machte um zu sehen, was hier auf ihn wartete.
Selbst die Mediation hatte es ihm nicht genau sagen können, auch wenn er vermutlich einfach zu ungeduldig gewesen war. Auch wenn Geduld ihn sonst auszeichnete, hatte er das Gefühl längst woanders sein zu müssen, ohne es wirklich erklären zu können. Tyjo hatte ihn für verrückt erklärt, auch wenn er schon Kyrijons Vater kennen gelernt hatte und ahnte, woher dieser Drang woanders sein zu müssen kam. Er warf noch einen letzten Blick auf die Karte, ehe er den Weg einschlug, dem sie ihm vorgab. Langsam, fast ein wenig bedacht ging er mit der Masse mit, als wolle er darin untergehen, während er sich unauffällig umsah, ob die Antwort nicht doch schon hier auf ihn warten würde...

...und sie tat es. Irgendwie zumindest. Kyrijon hatte gerade eine Überführung überquert, als er etwas spürte. Eine kleine Störung in der Macht, die ihm sagte, dass er nicht alleine war. Sicher, er spürte keinen Hass, keine Wut, aber da war eine andere Präsenz der Macht, die ihn dazu verleitete sich an den Rand des Weges zu begeben, nur um dort stehen zu bleiben. Wer auch immer der andere Jedi war, er ging nicht weiter, soweit er das sagen konnte. Er drehte sich schließlich wieder in Richtung des Weges, den er eben gegangen war und ließ seinen Blick über die Wesen schweifen, die gerade an ihm vorbei eilten, als hätten sie schon gestern etwas erledigen müssen und hätten keine Zeit mehr das Leben zu genießen. Hektik. Veränderung. Nichts was ihm fremd war.
Kyrijon runzelte einen Augenblick die Stirn, versuchte die Hektik auszublenden, sich auf die Machtaura zu konzentrieren, die er eben noch gespürt hatte. Sein Blick verharrte schließlich bei einem Mann, der an die Brüstung gelehnt dort stand und ihn offenbar ebenfalls gespürt hatte, so wie er sich gerade umsah. War das die Antwort die er gerade gesucht hatte? Er schob seine Kapuze vom Kopf herunter und sah den anderen Unverwandt an, während er versuchte die Gefühle des anderen zu isolieren, um heraus zu finden, ob es sich hier um einen Jedi, oder einen Sith handelte, oder um etwas ganz anderes. Nun, wer auch immer der andere war, er hatte nicht vor es in dieser Menge zu einem Kampf kommen zu lassen und die Situation machte ihm gerade mal wieder deutlich, dass es ein paar Machtfähigkeiten gab, die er dringend noch ein wenig üben sollte, ehe es irgendwann zu spät dafür war...

[Tenma Kossus, mit Kyrijon Xifedi]
[Fondor-System][Fondor][Fondor City][unterwegs]

18 Nov, 2014 21:21 48 Kyrijon Xifedi ist offline Beiträge von Kyrijon Xifedi suchen Nehmen Sie Kyrijon Xifedi in Ihre Freundesliste auf
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[Fondor][ Fondor City][ auf einer Überführung]


[Tenma Kossus , weiter weg Kyrijon Xifedi]



Inmitten des mannigfaltig mäandernden Stromes der lebendigen Macht, die Tenma Kossus umfloss, leuchtete der Andere unverkennbar aus den ganzen facettenreichen Aspekten der Macht hervor, die an ihm in Form der vielen Passanten vorbeizogen. Sicherlich gab es das eine oder andere Wesen, das einen Ansatz zur Machtbegabung zeigte. In Form von besonders ausgeprägter Intuition, erstaunlichem Glück oder hinreißenden Charismas, manche neigten mehr zum Licht, andere zur Dunkelheit. Bis auf den Sith, den er vorhin getroffen hatte, war niemand von diesen Leuten in den Wegen der Macht ausgebildet. Aber bei keinem von ihnen war die Begabung so stark ausgeprägt, dass sich ein zweiter Blick lohnte, zudem waren sie bereits von weltlichen Wegen zu stark geprägt, als dass sie ihre Leben je für eine höhere Sache aufgegeben hätten. Der bleiche Jedi-Meister blieb ruhig an die Brüstung der Überführung gelehnt – es gab keinen Grund zur Beunruhigung und er würde bestimmt nicht durch eine unüberlegte Aktion die Leben dieser klugen und dummen, schönen und hässlichen Wesen gefährden, die ihren eiligen und scheinbar wichtigen Geschäften nachgingen. Kaum jemand hatte ihn eines Blickes gewürdigt, denn oberflächlich konnte er auch als Fondorianer durchgehen, wenngleich sich wohl kaum einer dieser geschäftstüchtigen Einheimischen eine solch unproduktive Ruhepause gegönnt oder je Gesichtstätowierungen getragen hätte. Der Andere hatte ihn ebenfalls wahrgenommen, und er spürte, wie er sich in seine Richtung bewegte. Vielleicht hatte sich der Rattataki zu sehr in Sicherheit gewogen, nachdem der Sith aus seiner Wahrnehmung verschwunden war, jedoch hatte er das Gefühl, dass er keinen Fehler gemacht hatte, seine Sinne in der lebendigen Macht ausströmen zu lassen.

Was auch immer kam – es war der Wille der Macht. Wenn er auf sein Verderben wartete, so war es besser, ihm ins Auge zu sehen als von ihm unverhofft überrumpelt zu werden. Also folgte er äußerlich gelassen weiterhin dem Leuchtfeuer, das immer näher kam. Dennoch konnte er nicht verhehlen, dass er gespannt auf den Anderen war, dessen Aura immer stärker spürbar wurde. Er richtete nun seinen Blick in die Richtung, aus der der Unbekannte kommen würde, es wäre müßig und etwas kindisch gewesen, jetzt noch zu tun, als ob er ihn nicht erwarten würde.

Aus der gesichtslosen Masse der vorbeieilenden Passanten schälte sich eine humanoide Gestalt. Sie war schlank und nur wenig kleiner als der sehr hoch gewachsene Rattataki. Die Bewegungen wirkten sicher und geschmeidig, wenn nicht gar trainiert. Tenma wartete, bis der Andere seine Kapuze heruntergezogen hatte und das bärtige Gesicht eines jungen Menschen mit etwas wirren Haaren zum Vorschein kam. Dessen braune Augen schienen ihn prüfend abzutasten, er wirkte etwas unsicher, aber nicht allzu sehr. Gleichzeitig spürte der Jedi, wie sein Gegenüber versuchte, mithilfe seiner Machtsinne mehr über ihn zu erfahren, genauso wie er es in diesem Augenblick tat. Gewiss hätte er seine eigene Aura verschleiern können, bis zu dem Punkt, an dem er auch aus dessen normaler Wahrnehmung verschwand. Doch was hatte er zu verbergen, und es ging keine Bösartigkeit von diesem jungen Mann aus. Für Tenma stand fest, dass er stark in der Macht war und eine Ausbildung genossen haben musste. Was bedeutete, dass ein anderer Jedi solange überlebt hatte, bis dieser Junge mit den Wegen der Macht, vielmehr mit der hellen Seite, vertraut war. Ob er aber ungefährlich war, musste sich noch herausstellen. Das Misstrauen saß in fast jedem überlebenden Jedi tief – seine erste Begegnung mit einem Überlebenden, der sich als Söldner durchschlug, hatte damit begonnen, dass jener ihn zunächst erschießen wollte. Er stieß sich von der Brüstung ab, stellte sich aufrecht hin und erwiderte aus seinen fast farblosen Augen den Blick des Anderen. Die geschäftig hin- und her eilenden Individuen verschmolzen zu einem unscharfen, blassen Strom, der sich um die beiden Männer teilte, als ob sie Felsen in einem Fluss seien.

„Du hast mich also gefunden. Bin ich aber auch das, was du gesucht hast? Ich könnte dein Verderben sein…“, sagte er kühl, ohne preiszugeben, wer er war. Ganz gleich wie die Begegnung enden würde, man würde ihm nicht vorwerfen können, den Anderen nicht gewarnt zuhaben. „Davon abgesehen, interessiert mich, wer du bist und vor allem was du bist…“, fügte er mit einem freundlicheren Unterton hinzu. Gleichzeitig öffnete er sich für die Machtsinne seines Gegenübers, es gab nichts zu verbergen.




[Tenma Kossus, mit Kyrijon Xifedi]



[Fondor][ Fondor City][ auf einer Überführung]

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20 Nov, 2014 21:52 11 [NPC] The Force ist offline Email an [NPC] The Force senden Beiträge von [NPC] The Force suchen Nehmen Sie [NPC] The Force in Ihre Freundesliste auf
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[Tenma Kossus, mit Kyrijon Xifedi]


Kyrijon wusste nicht, wie viele Jedi die Order 66 überlebt hatten. Als er seinen Vater einmal danach fragte, hatte dieser es ihm nicht sagen können und sich prompt wieder auf die Suche nach seinen Freunden aus dem Tempel gemacht, in der Hoffnung doch noch einen Überlebenden zu finden. Soweit sein Sohn es wusste, war es ihm nie gelungen. Die Jedi hatten sich versteckt gehalten, genau wie er selbst dazu angehalten wurde dies zu tun. Nein, das war eine Frage die er sich schon länger stellte, aber nie wirklich beantworten konnte. Sein Vater hatte ihm gesagt, dass der Orden vernichtet worden war, dass sie sich selbst schützen müssten und die Chance einen anderen Jedi zu treffen verschwindend gering waren, wenn die Macht sie nicht zueinander führen würde. Das verstecken war zu seiner zweiten Natur geworden. Er war in Kreisen aufgewachsen wo es wichtig war, sich nicht selbst zu enttarnen, abgesehen davon, dass er niemanden hatte in Gefahr bringen wollen und er wusste, andere wären in Gefahr gewesen, hätte er sich offenbart.
So gab es nur wenige, die die Wahrheit um ihn wussten und wie es aussah, war es nun einer mehr.

Der jüngere Jedi versuchte zu erkennen, welche Gefühle das Wesen in sich trug, das sich ihm gerade näherte. Aber er spürte nichts negatives. Nichts was ihn dazu veranlasst hätte gleich die Flucht zu ergreifen, oder eine seiner Waffen zu ziehen und hier ein Blutbad zu riskieren. Während sich die Gestalt näherte und Kyrijon endgültig klar wurde, dass er es hier mit keinem Menschen zu tun hatte, teilte sich der Strom der anderen Wesen um sie herum, glitt an ihnen vorbei, ohne sich in ihren Schritt stören zu lassen. Er blieb aufmerksam, auch als der andere sich ihm endgültig genähert hatte und der jüngere ein wenig nach oben sehen musste, um den blick des anderen fest erwidern zu können.
„Mein Vater sagte mir einst, dass ich den Willen der Macht nicht unterschätzen solle. Er hat mir beigebracht, dass sie mich führen wird, wenn ich sie darum bitte und sie hat mich hierher geführt und ich bin der festen Überzeugung, dass sie das nicht getan hat, damit ich hier nun sterbe.“ erwiderte Kyrijon ruhig, während er sein Gegenüber ebenso ruhig ansah. „Er hat mir gesagt, dass sie mich zu den Antworten auf meine Fragen führen wird...wenn Ihr also derjenige seid, zu dem sie mich geführt hat, so denke ich nicht, dass Ihr mein Verderben sein werdet...“ fuhr er fort und schüttelte mit einem matten Lächeln den Kopf. „Mein Name ist Kyrijon Xifedi.“ stellte er sich nun auf die Frage des anderen hin offen vor. „Und was ich bin? Ich denke das wisst Ihr.“ gab der junge Jedi offen zurück. „Und da Ihr nun wisst wer ich bin...wer seid ihr?“ gab er nun zurück, die Frage stellend die ihm eben bereits gestellt wurde.

Immer noch schienen die Wesen hier keine Notiz von ihnen zu nehmen, etwas was Kyrijon nicht wirklich verwunderte, hatte er es doch schon zu oft erlebt, dass die Wesen ihn, oder seinen Vater, nicht wirklich wahrgenommen hatten. Auch wenn er sein Leben lang darauf vorbereitet wurde, darauf vorbereitet dass die Macht ihn führen würde, so waren es solche kleinen Augenblicke, die er immer wieder faszinierend fand. Augenblicke die ihm sagten, dass er anders war und doch hatten seine Freunde immer dafür gesorgt, dass er dadurch nicht arrogant und abgehoben wurde. Vielleicht lag es daran, das Kyrijon sich immer noch der kleinen Dinge erfreuen konnte und nicht alles als selbstverständlich nahm. Aber jetzt fragte er sich, was mit seinem Gegenüber war und ob dieser ihm seine Fragen beantworten konnte und vor allem auch wollte, denn er wusste nur zu gut, das manche Dinge nicht selbstverständlich waren und sich als Jedi, oder zumindest als jemand zu offenbaren der die Macht zu nutzen wusste, das war nun mal etwas, was man in diesen Tagen nicht leichtfertig tat, nicht, wenn man nicht genau wusste, wie sein Gegenüber reagieren würde und so wartete er ab, bis der andere seine Entscheidung diesbezüglich getroffen hatte...

[Tenma Kossus, mit Kyrijon Xifedi]

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23 Nov, 2014 11:34 31 Kyrijon Xifedi ist offline Beiträge von Kyrijon Xifedi suchen Nehmen Sie Kyrijon Xifedi in Ihre Freundesliste auf
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[Fondor][ Fondor City][ auf einer Überführung]



[Tenma Kossus , mit Kyrijon Xifedi]



Der junge Mann vor ihm ließ sich weder beirren noch einschüchtern, als er Tenma gerade heraus auf dessen absichtlich etwas kryptisch gehaltene Ansprache antwortete und ohne Scheu direkte Gegenfragen stellte. Das war gut. Angst und Unsicherheit waren stets schlechte Ratgeber und führten zu einer Mauer aus falscher Selbstsicherheit, die nur allzu leicht in sich zusammen fallen konnte. Oft führte das zu dem Schmerz, der den Sith, dem er nur kurz vorher begegnet war, in die Dunkelheit geführt hatte. Ein zerstörtes Leben, dem nicht mehr zurück ins Licht geholfen werden konnte und dem nur noch der Tod Erlösung bringen konnte. Doch Kyrijon Xifedi, wie sich der Mensch vorgestellt hatte, schien auf dem rechten Weg zu sein. Der Rattataki gab ein erfreutes Grinsen von sich und seine anfängliche Anspannung löste sich. Die angezogenen Schultern senkten sich, eine Hand verschwand in seiner Manteltasche, die andere hing locker herab. Die Wege der Macht waren oft unergründlich und voller seltsamer Wendungen, aber sie führten ihn immer wieder zum Ziel. Sein Ziel lautete, andere Jedi zu finden und solche, die bereit waren, sich für ashla, die helle Seite zu entschließen. Letztendlich hatte er sein Ziel auf Fondor gefunden, denn die Begegnung mit dem Sith war zu traurig und zu unbefriedigend, als dass sie der Zweck seiner Reise nach Fondor gewesen sein konnte. Bevor er antwortete, griff er in die Macht und erzeugte eine Aura der Unauffälligkeit, die für sie beide stark genug war, damit alles, was sie sagten und taten, für jeden Außenstehen völlig uninteressant erschien, obwohl sie mit bloßem Auge nach wie vor zu sehen waren.

„Mein Name lautet Tenma Kossus…“, sagte er schließlich und neigte ansatzweise den Kopf, wie zu der Verbeugung, die früher von Jedi zur Begrüßung untereinander und gegenüber weltlichen Würdenträgern genutzt wurde. Es musste eine halbe Ewigkeit her sein. „Ich bin ein Jedi-Meister, leider ohne Orden, was aber dennoch meine Fähigkeiten nicht schmälern sollte. Falls du dich fragst, welcher Spezies ich angehöre – ich bin ein Rattataki, werde dich aber nicht in Stücke reißen. Wenigstens nicht gleich. “, erklärte er schlicht und einfach, jedoch nicht ohne etwas Selbstironie, denn seine Spezies hatte nun einmal einen Ruf, und den nicht grundlos. Zwar gab es den Jedi-Orden nicht mehr, das änderte allerdings nichts an seinem Rang als Meister. Titel waren zwar nur Schall und Rauch, es gab auch viele bessere Jedi als ihn, die nie Meister geworden waren. Aber es war gut, für seine Entwicklung und das Wachsen in der Macht diese Anerkennung bekommen zu haben. Für ihn war der Rang ein Ansporn, sich immer daran zu erinnern, zu was er geworden war und stetig weiter zu wachsen. Kyrijon hatte dieselbe Ehrlichkeit verdient, die er ihm gegenüber an den Tag gelegt hatte – Vertrauen gegen Vertrauen. Ein seltenes Gut in diesen Tagen, aber umso wertvoller, wenn man es geschenkt bekam, weshalb er die Fragen des anderen Machtbegabten bereitwillig beantwortete. „Ich habe dich deutlich in der Macht gespürt und dir hat jemand beigebracht, mit ihr umzugehen, obwohl du zu jung bist, um noch im Orden gewesen zu sein. Ich würde gern erfahren, wer dich ausbildete und was du gelernt hast, denn ich bin auf Suche, sowohl nach ehemaligen Ordensangehörigen und solchen wie dich, die stark in der Macht sind. Im Gegenzug kannst auch mich ausfragen…“, erklärte er sich und machte dann eine Geste zum anderen Ende der Überführung, in eine weitere Plaza auslief. „Wenn es dir recht ist, lass uns ein Stück laufen, ich habe vorhin zu lange herumgehockt und zuviel gegessen“ Den Gedanken an den Sith wischte er weg, wenngleich die Begegnung einen gewissen Reiz besessen und er einige Lehren daraus gezogen hatte,er war Vergangenheit. Gegenwart und Zukunft gehörten den Jedi. Die Passanten eilten nach wie vor unbeeindruckt an ihnen vorbei, und hielten einen gewissen Abstand ein, wenngleich sie nicht einmal wussten weshalb. Tenma dachte kurz an die Zeiten, in denen er sich offen als Jedi überall aufhalten konnte, wo der Anblick der Wesen in den Ordensroben eine Selbstverständlichkeit war. Doch diese Zeiten waren vorbei, und er musste sich mit einer Gegenwart arrangieren, in der Wesen wie er entweder als nahezu ausgerottete Anhänger einer alten überkommenen Religion galten oder als Feinde der imperialen Ordnung und Beute für Kopfgeldjäger. Doch es gab Hoffnung – wie in Form dieses Menschen vor ihm.


[Tenma Kossus , mit Kyrijon Xifedi]


[Fondor][ Fondor City][ auf einer Überführung]

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26 Nov, 2014 23:07 48 [NPC] The Force ist offline Email an [NPC] The Force senden Beiträge von [NPC] The Force suchen Nehmen Sie [NPC] The Force in Ihre Freundesliste auf
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[Fondor][ Fondor City][ auf einer Überführung]

[Tenma Kossus , mit Kyrijon Xifedi]



Angst war etwas, was erlaubt war. Bis zu einem gewissen Grad natürlich. Sein Vater hatte ihm immer gesagt, dass es keinen Mut ohne Angst gab, dass Angst einen zur Vorsicht raten konnte, wenn sie angebracht war. Aber war sie hier angebracht? Kyrijon hatte nicht das Gefühl, dass er vor dem anderen Angst haben musste, eher, dass der andere Jedi ihm endlich einen Teil seiner Fragen beantworten konnte, etwas, was sein Vater leider nicht mehr vermocht hatte. Aber der junge Jedi hatte nicht die Absicht, in der Vergangenheit zu verweilen, sondern im hier und jetzt zu bleiben und offenbar hatte sein Gegenüber auf eine solche Reaktion gehofft, wenn er dessen Gesten richtig deutete. Die anderen Wesen gingen um sie herum, ließen sich nicht einmal in ihren Schritten stören, obwohl sie dort standen und sich nicht rührten. Kyrijon sah zu dem anderen ein wenig hinauf, wartete darauf dass er sich vorstellte und doch tat er etwas, was der jüngere so nicht ganz erwartet hatte.

Einen Augenblick sah er ihn ungläubig an, ehe er doch blinzelte und sich eines besseren besann. Es war keine Lüge in den Worten des anderen, keine Feindschaft, sondern nur eine Ehrlichkeit, die für Kyrijon selbst selten gewesen war. Sein Leben lang hatte er eine Lüge gelebt, hatte größtenteils verheimlicht, was er war, nur um niemanden in Gefahr zu bringen. „Es ist mir eine Ehre, Meister Kossus.“ Sein Vater hatte ihn gelehrt, gegenüber anderen Jedi Respektvoll zu sein, auch wenn er bisher niemand anderem Begegnet war, so waren ihm einige Gepflogenheiten durchaus vertraut, weswegen auch der jüngere nun den Kopf ein wenig senkte, um den anderen den Respekt zu zollen, den er verdient hatte. Auf die Worte des Rattakais hin, lachte er leise. „Das beruhigt mich...“ gab Kyrijon mit einem leichten Schmunzeln zu. „Aber wie gesagt, ich bin der Meinung ich wurde nicht hierher geführt um zu sterben...“ Er hatte es eben bereits gesagt, er sagte es erneut, nur um seinen Standpunkt noch einmal zu verdeutlichen. „Ward Ihr noch ein Mitglied des alten Ordens?“ erkundigte der jüngere sich, auch wenn er bei den Worten des Älteren bereits davon ausging. Kurz ging Kyrijons Blick noch zur Seite, ehe er seine Aufmerksamkeit wieder den Jedi-Meister vor sich widmete und er doch leicht nickte. „Natürlich...“ Kyrijon drehte sich und wandte sich zum gehen, während er darauf achtete mit den Schritten Kossus Schritt zu halten. „Es stimmt, ich bin nicht im Orden gewesen...“ gab er zu, auch wenn das schon alleine auf Grund seines Alters klar gewesen war. „...aber mein Vater war es. Er war noch ein Padawan, als die Order 66 ausgesprochen wurde. Tajun Serenco, falls Euch der Name noch etwas sagt?“ wollte Kyrijon wissen und sah fragend zu dem Rattakai hinüber, ehe er weiter redete. „Er hatte gerade seine Ausbildung abgeschlossen und war mit seinem Meister auf dem Weg zum Jedi-Tempel, wo er in den Rang eines Jedi-Ritters erhoben werden sollte. Als sie die Warnung erhielten dass der Orden ausgelöscht werden sollte, haben sie sich ein paar Flüchtlingen angeschlossen und konnten so entkommen. Soweit ich weiß starb sein Meister einige Jahre später. Mein Vater hat sich daraufhin den Rebellen angeschlossen...“ Er grinste ein wenig schief. „...wo er meine Mutter kennen lernte. Als klar war, das meine bloße Anwesenheit eine Gefahr darstellen würde, hat er mich genommen und mit mir versteckt und mich dort ausgebildet so gut er es konnte. Er hat darauf geachtet das ich meine Lektionen lerne, während er versucht die Galaxis zu retten...“ Nun schwieg er einen Augenblick, während er sich in den Gedanken verlor und schließlich doch den Kopf schüttelte. „Er starb allerdings vor ein paar Jahren.“ setzte Kyrijon schließlich hinzu, ohne den Umstand seines Todes weiter zu erläutern. „Aber er hat mir alles beigebracht was er wusste, auch wenn es sicherlich nicht immer einfach gewesen ist, immerhin sind wir ständig unterwegs gewesen und mussten uns versteckt halten.“ damit sah er kurz zur Seite. „Und ich hatte lange Zweifel daran, dass überhaupt noch ein Jedi überlebt haben könnte, auch wenn mein Vater mir immer sagte, ich solle nicht daran zweifeln.“ gab er zu. „Ich möchte nicht unhöflich sein, Meister Kossus, aber wie habt Ihr es geschafft zu entkommen? Gibt es noch...andere Jedi, die überlebt haben?“ gab Kyrijon nun einen Teil seiner Neugierde Raum, denn mittlerweile weigerte er sich, logischerweise, zu glauben, dass es nur noch eine Handvoll Machtbegabte in der Galaxis gab. „Oder wisst Ihr noch von anderen Jedi?“ Vielleicht waren es Fragen, die er nicht stellen sollte, nicht hier draußen. Aber auch wenn neugierige Ohren sonst eine Gefahr sein mochten, so wusste er, hier bestand die Gefahr nicht. Während sie immer noch nicht beachtet wurden, schweiften seine Gedanken kurz ab, wohl wissend dass für die meisten Wesen die Macht nicht existent war. Nicht weil sie sie nicht greifen, oder begreifen, konnten, sondern einfach weil sie die Jedi nie kennen gelernt hatten und die Erzählungen über eine alte Religion, die versucht hatte das Imperium zu stürzen und den Imperator zu ermorden, allzu deutlich zeigten, dass sie keine Ahnung hatten. Kyrijon hatte ihnen diese Unwissenheit längst verziehen, ob er ihnen die Feigheit verzeihen konnte? Sein Vater hatte ihm gesagt, dass die meisten Menschen den Lügen des Imperators geglaubt hatten und er keinen Hass empfinden solle für das, was geschehen war und doch wollte Kyrijon es verstehen. Verstehen warum die Galaxis den Lügen eines einzelnen Mannes damals geglaubt und sich ins Unglück stürzen hatte, denn das, das musste er zugeben, konnte er bis heute nicht wirklich nach voll ziehen...


[Tenma Kossus , mit Kyrijon Xifedi]

[Fondor][ Fondor City][ auf einer Straße]

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Kyrijon Xifedi am 01 Dec, 2014 16:16 02.

01 Dec, 2014 16:15 29 Kyrijon Xifedi ist offline Beiträge von Kyrijon Xifedi suchen Nehmen Sie Kyrijon Xifedi in Ihre Freundesliste auf
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[Fondor][ Fondor City][ auf einer Überführung]


[Tenma Kossus , weiter weg Kyrijon Xifedi]



Die Worte Kyrijons erfüllten den bleichen Jedi-Meister mit Freude, während sie sich auf den Weg machten und er der kurzen Schilderung dessen Werdegangs aufmerksam zuhörte. Er musste sich eingestehen, dass ihm die Macht diesen Menschen zur rechten Zeit vorbei geschickt hatte, denn die Erfahrung mit dem Sith war schlichtweg deprimierend gewesen. Wohl eine der schädlichen Auswirkungen der Dunklen Seite, vor dem auch als Jedi-Meister nicht gefeit war. Dennoch hatte er seine Lehren daraus gezogen und war dankbar für diese wertvolle Lektion, der nun eine andere, weitaus positivere folgte. Vermutlich hatte auch das mit dem viel beschworenen Gleichgewicht zwischen Hell und Dunkel zu tun. Der junge Mann war also der Sohn eines Padawans, undenkbar zu den alten Zeiten, er stand nach der damaligen Doktrin quasi mit einem Bein auf der Dunklen Seite. Dennoch hatte sein Vater das Richtige getan und dem Imperium auf seine Weise getrotzt. Erstens durch die Unterstützung der Rebellion und zweitens hatte er dafür gesorgt, dass die Jedi und ihre Lehren nicht ausstarben. Tenma glaubte einen Widerhall der Liebe zwischen Kyrijons Vater und Mutter zu spüren, ein sanftes, wärmendes Glühen in der Macht. Unwillkürlich erinnerte er sich an die Ärztin, zu der er in seinen Ritterzeiten Zuneigung erfasst hatte, es hatte sich ähnlich angefühlt.
Aber welche Ironie lag doch darin, dass in seinem neuen Begleiter die Lehren der Jedi nur überlebten, weil sich sein Vater über alle Ordensregeln hinweg gesetzt hatte. Er hatte geliebt, sich an eine Partnerin gebunden, ein Kind gezeugt und es anscheinend im Rahmen seiner Möglichkeiten gut ausgebildet. Um Tenmas Mundwinkel zuckte ein beinahe spöttisches Grinsen, als er daran dachte, wie fanatisch die Meister persönliche Bindungen verteufelt hatten, wie sie auf ihrem exklusiven Recht zu lehren beharrten.

Sie hatten das Ende der Überführung erreicht, als Kyrijon mit seinem Bericht geendet hatte und nun von Tenmas Angebot Gebrauch machte, ihm die Fragen zu stellen. Da auf der Plaza der Strom der Passanten nicht gleichmäßig hin- und herfloss, sondern in alle möglichen Richtungen um sie herum, verlangsamte der Rattataki seine Schritte. Außerdem wollte er den jungen Mann nicht hetzen, sondern sich in Ruhe mit ihm unterhalten, während sie weiterliefen. Es machte sich bemerkbar, dass der Tag sich seinem Ende zuneigte, die Schatten wurden länger und die Luft kühlte sich allmählich ab. Ein Großteil der Einheimischen war auf dem Weg nach Hause, andere zogen mehr oder weniger motiviert zu ihren Abend- und Nachtschichten in den großen Industriekomplexen und auf den Orbitalwerften. Aus diesem Grund war es immer noch recht einfach, sich und Kyrijon eine Aura zu geben, die sie so extrem langweilig und uninteressant wirken ließ, dass nicht einmal ein zufällig aufgeschnapptes Wort hängen bleiben würde.

„Es tut mir sehr Leid, dass Dein Vater gestorben ist. Ich kannte ihn nicht, doch bin ich gewiss, dass er ein guter Jüngling und Padawan war. Und ein noch besserer Jedi als manche, die die den Titel eines Ritters oder Meisters trugen.“ Er dachte an die Agricorps-Jedi, die er im Mid-Rim gefunden hatte. Sie hatten ganz ohne Orden und ‚richtige‘ Jedi geschafft, ein recht entbehrungsreiches, aber erfülltes Leben zu führen, das sich grundsätzlich an den Jedilehren orientierte. Diese Leute lebten in einer Art Kommune und hatten Familien gegründet, auch dort würde die Philosophie der Hellen Seite weiterleben, wenngleich schwächer ausgeprägt. „Ich bin auf meiner Suche bereits einigen Überlebenden begegnet, ehemaligen Angehörigen des Agricorps, die sich im Mid Rim nieder gelassen haben. Auch bin ich einem Söldner begegnet, der einmal ein Padawan war – als erstes wollte er mich umbringen… “ Ihm entfuhr ein rauhes Lachen – diese Begegnung war sowohl amüsant als auch bitter gewesen, sie hatte dem Jedi zwar auch Nervenkitzel gegeben, jedoch zeugte sie ebenso von der Angst und dem Misstrauen, mit dem sich jeder Überlebende auseinandersetzen musste.

„Doch dann ließen wir uns in Frieden und jeder ist seiner Wege gezogen, er wollte nichts mehr von den Jedi wissen. Dennoch gingen nicht alle solche Begegnungen gut aus, manche wurden…umgedreht und verfielen der Dunklen Seite. Zwei von ihnen stellten mir einen Hinterhalt, aber wie Du siehst, ging das zu meinem Vorteil aus. Auf Kiffar fand ich ein machtbegabtes Geschwisterpaar ungefähr in deinem Alter und schickte sie zu den Agricorps-Jedi in den Mid Rim, während es mich weiter nach Fondor zog. Wie du siehst, nicht ohne Grund..“ Er legte eine kurze Pause ein, in der er die geschilderten Erlebnisse Revue passieren ließ, um dann auf die nächste Frage einzugehen. Sie war keineswegs schwierig zu beantworten, doch es kostete ihn Mühe.

„ Ich war damals, wie viele, ein General der Großen Armee der Republik. Ich weiß gar nicht, wie Senat und der Hohe Rat auf die Idee kamen, uns Friedenshütern die Führung von Soldaten und Schlachten zuzutrauen, aber wir wurden in den Krieg mit Wesen geschickt, deren einziger Lebenszweck es war, zu gehorchen und zu töten. Meiner Art ist der Drang nach Kampf angeboren und ich kam allmählich mit den Klonen und dem Krieg zurecht, doch anderen war es schlicht zuwider… “ Wieder hielt Tenma inne, weil er abzuschweifen begann. Es war das erste Mal, dass er jemandem davon erzählte, Erinnerungen, die er glaubte durch die Tiefenmeditation bewältigt zu haben und sich durch die Frage des jungen Menschen wieder in sein Bewusstsein zurückdrängten und ein Ventil suchten. Doch diese Art seiner Klonkriegserlebnisse gehörten nicht hierher, vorerst.

„ Wie dem auch sei, ich war mit meinem Corps auf Annaj stationiert, an einem Kreuzungspunkt zweier wichtiger Hyperraumrouten im Moddell-Sektor gelegen. Mir kam zugute, dass die Separatisten sich entschlossen hatten, dort einige Tage vor der Order 66 anzugreifen und wir verstärkt EMPs im Einsatz hatten. Durch den Ausfall der Comanlagen bedeutete das, dass einige der Klonsoldaten keinen Befehl bekamen, so dass sie begannen, sich gegenseitig zu bekämpfen und ich nutzte die Gunst der Stunde, auch wenn es bedeutete, die loyalen Soldaten zurückzulassen. Meine Heimatwelt war nicht fern, so dass ich mich entschied dort unterzutauchen. Jedweder Verfolger wäre ein potenzieller Feind der hiesigen Söldner und Warlords, was will man als Flüchtiger mehr. Dort verbrachte ich einige Jahre als einer der ihren, jedoch tauchten auch immer wieder Söldner auf, die auf Jedijagd waren…das Imperium suchte unermüdlich nach den Überlebenden weiter. So zog ich mich zurück und versetzte mich in Tiefenmeditation, bis der Zeitpunkt gekommen, an dem der Imperator sein Schicksal ereilte. Und seit dieser Zeit bin ich auf der Suche.“, schloss er seinen Bericht ab. „ Ich muss gestehen, dass in den letzten drei Jahren die Ausbeute nicht sehr groß war. Doch ich bin zuversichtlich, dass es noch mehr wie dich und mich gibt. Ich weiß, dass die altisianischen Jedi noch aktiv sind, sie stehen dem Orden allerdings… etwas distanziert gegenüber. Jedoch halte ich es für unabdingbar, dass sich die Jedi und alle Machtbegabten zusammenschließen, die Dunkle Seite ist nicht mit dem Imperium untergegangen – sie hat immer existiert und wächst und gedeiht im Verborgenen. “ Der Gedanke führte ihn wieder zu dem Sith und beiden getöteten Dunklen Jedi zurück. Der Orden hatte sich in falscher Sicherheit gewogen, das durfte nicht noch mal passieren. Wo es Licht gab, war die Dunkelheit nicht fern, das wusste er aus eigener Erfahrung und vor allem musste man wissen, wie man mit der Dunkelheit umging.

Tenma stoppte an einem Auskunftsterminal, an dem man eine Karte der näheren Umgebung aufrufen konnte. Zum einen, um sich noch einmal den Weg zu seiner Unterkunft ins Gedächtnis zu rufen, zum anderen, um zu sehen, was sich dort unterwegs befand.
Kyrijon, ich würde gerne sehen, was dir dein Vater beigebracht hat “, sagte er, einer Eingebung folgend, als er die Karte studierte und tippte mit dem Finger auf einen bestimmten Punkt, der sich zu einem kleinen Holo des Gebäudes vergrößerte. „Hier sieht es aus, als ob diese Lagerhallen bald abgerissen werden sollen. Hat dir dein Vater ein Lichtschwert hinterlassen?“


[Tenma Kossus, mit Kyrijon Xifedi]

[Fondor][ Fondor City][ Plaza]

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05 Dec, 2014 14:50 59 [NPC] The Force ist offline Email an [NPC] The Force senden Beiträge von [NPC] The Force suchen Nehmen Sie [NPC] The Force in Ihre Freundesliste auf
Kyrijon Xifedi
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Dabei seit: 09 Nov, 2014
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[Fondor][ Fondor City][Straße]

[Tenma Kossus , Kyrijon Xifedi]


Kyrijon wusste von seinem Vater, dass es ihn selbst nie gegeben hätte, wäre der Orden nicht vernichtet worden. Sein Vater hatte ihm erzählt, dass eine Beziehung den Jedi verboten gewesen war, aber er selbst hatte nie so wirklich verstanden, warum dem so war. War es wirklich so, dass das Kind eines Jedi automatisch böse wurde? Der junge Mann wusste, dass die Erziehung und die Umstände des Lebens einen in eine Richtung zwingen konnten, sicherlich, aber hätte der Orden nicht Einfluss darauf nehmen können? Er wollte nicht wissen, wie viele Jedi deswegen unglücklich gewesen waren, wie viele den Orden deswegen verlassen hatten, oder ein geheimes Leben hatten. Sicherlich, der Rat hatte sicherlich geglaubt alles zu wissen, aber Kyrijon hatte immer noch seine Zweifel, ob dem wirklich so gewesen war.
Was er wusste war, das sein Vater seine Mutter geliebt hatte und verdammt, auch wenn er es selbst nie getan hatte, war er sich sicher, dass die beiden noch Kontakt miteinander gehalten hatten, denn immerhin hatten sie ihn als einen gemeinsamen Faktor, wenn man es so nennen wollte und doch war es ihm bisher leider nicht vergönnt gewesen, seine Mutter kennen zu lernen und doch, vielleicht würde er sie ja noch eines Tages zu Gesicht bekommen, das blieb nur abzuwarten, oder? Erst mal musste er heraus finden wo sie sich aufhielt, sonst würde das nichts werden, soviel stand fest.

Die beiden Jedi verlangsamten ihre Schritte, als sie sich der Plaza näherten und sich die Richtungen der anderen Wesen um sie herum veränderten und Kyrijon selbst war auch nicht undankbar darüber, immerhin wollte er das Gespräch nicht mit einem Anflug von Hektik führen. Er erzählte selbst, wie es dazu gekommen war, dass er heute überhaupt hier stand, ehe er von dem Angebot des Älteren gebrauch machte, um heraus zu finden, wie dessen Geschichte lautete.

„Mein Vater hat das getan was er für richtig gehalten hat und was sein Meister ihm beigebracht hat. Er ist seinen Weg weiter gegangen ohne zu verzweifeln, ich denke das ist mehr, als manch anderer in dem Augenblick geschafft hat.“ gab Kyrijon mit einem matten Lächeln zurück. „Und ich bin dankbar ihn als Vater gehabt zu haben, auch wenn es sicherlich nicht immer einfach bei uns war...“ das war es nicht immer, nein, aber wann war das Leben bitte schon mal einfach? Er selber wusste, dass es kein perfektes Leben gab, dass es immer mit Höhen und Tiefen verbunden war und Herausforderungen mit sich brachte, die man meistern musste und bisher hatte er, fand er zumindest, das ganze auch recht gut hin bekommen.
Während er nun einen Augenblick schweigend neben dem Rattakai her ging, bekam er immerhin die Information, dass es weitere Überlebende gegeben hatte und das war etwas, was ihn ebenfalls freute. Er hatte zwar gewusst, dass es sie geben musste, aber hin und wieder hatte auch er gefürchtet, dass sie nach und nach in die Hände des Imperiums gefallen und ermordet worden waren. Gespannt hörte er dem Jedi-Meister zu und nickte leicht, als Zeichen dass er die Informationen aufgenommen hatte. „Mein Vater hat mir von den Corps erzählt, aber ich muss zugeben, dass sich mir nie ganz erschlossen hat, warum man talentierte Jünglinge dort hin gebracht hat. Ich habe ihn immer gefragt, warum man die Kinder abgeschoben hat, anstatt ihnen eine vernünftige Ausbildung zukommen zu lassen. Es war eines unserer Gedankenspiele, dass der Krieg anders ausgegangen wäre, wenn es erlaubt worden wäre, mehr als einen Padawan ausbilden zu dürfen, aber mein Vater meinte, der Orden hätte es schlichtweg verboten, weil sie fürchteten, dass ein Padawan sich dann immer der dunklen Seite zuwenden würde...“ erklärte er nachdenklich. „Ich schätze das ist etwas, wo ich den Statuten des Ordens nie so ganz zustimmen werde...“ Sicher, sein Vater hatte ihn ausgebildet und er fühlte sich dem Jedi-Orden auch zugehörig, aber musste er deswegen alles gut heißen? Sicherlich nicht, oder?
Bei der nächsten Aussage Tenmas hielt er jedoch kurz Inne und sah fast ein wenig erschrocken auf, als er hörte, dass es ehemalige Angehörige des Ordens gab, die gewillt waren einen anderen Jedi umzubringen. Er hatte gelernt dass sie Seite an Seite kämpfen sollten, aber er hatte nicht daran gedacht, dass sich einige Mitglieder des Ordens so sehr verraten gefühlt hatten, dass sie bereit waren ihre eigene Art zu vernichten, wenn man es so sagen wollte. Der junge Mann fuhr sich kurz durch die Haare und schüttelte den Kopf. „Wie kann es sein, dass sie vergessen was ihnen beigebracht wurde?“ wollte Kyrijon wissen. „Nach allem was geschehen ist?“ Nun sah er doch ein wenig fragend auf. „Müssten sie nicht zusammen halten? Sich der dunklen Seite entgegen stellen? Oder haben sie die Hoffnung aufgegeben, dass alles wieder gut werden wird?“ wollte er wissen und lächelte matt, wenn auch ehrlich gemeint, denn hätte es den anderen nicht nach Fondor gezogen, wären sie sich nie begegnet, auch wenn Kyrijon noch nicht wusste, wo diese Begegnung ihn noch hin führen würde, aber das war etwas, was er nun auf sich zukommen ließ.

Während sie die Plaza langsam verließen, war es nun an dem Rattakai ihm zu erzählen, was er vor der Order 66 im Orden getan hatte und Kyrijon hörte gebannt zu, versuchte zu ergründen, warum der Rat eine Entscheidung getroffen hatte, die sicherlich nicht von allen Jedi gut geheißen worden war. Er ließ Tenma erzählen, denn er spürte instinktiv, dass es jetzt nicht an der Zeit war Fragen zu stellen, die Erzählungen zu unterbrechen, die sicherlich schmerzhafte Erinnerungen beinhalteten und die den Jedi doch zu dem gemacht hatten, was er heute war. „Mir ist bis heute nicht ganz klar, warum sich der Rat überhaupt entschlossen hat in diesen Krieg einzugreifen.“ gab er schließlich leise zu. „Ich habe immer gehofft eine Antwort darauf zu bekommen, aber alles was ich höre sind Bruchstücke, die sich nicht zu einem Bild zusammen fügen wollen. Mein Vater sagte immer, dass die Jedi Friedenshüter waren, aber keine Soldaten, dass sie Schlichter sein sollten und keine Anführer...“ fuhr er leise fort und seufzte dann. „Das Licht kann nicht ohne die Dunkelheit existieren und das Gute nicht ohne das Böse. Man muss sich nur entscheiden welchen Weg man gehen will, auf welcher Seite man stehen möchte, aber das ist für die meisten leider nicht immer so einfach.“ abgesehen davon war es immer leichter den falschen Weg zu gehen, wie er selber wusste und ja, er wusste auch dass man immer Gefahr lief der dunklen Seite zu verfallen und dennoch fühlte er sich auf der hellen Seite gefestigt genug, um auch mal einer kritischen Frage nach zu gehen, auch wenn er wusste, die alten Jedi würden das mit Sicherheit anders sehen.

Als der Rattakai an einem Terminal anhielt, blieb Kyrijon ebenfalls stehen und sah sich kurz um, beobachtete einen Augenblick die Wesen die zur Seite eilten und sie doch nicht wahr zu nehmen schienen, etwas, was ihn immer aufs Neue faszinierte. Der junge Jedi sah erst wieder auf, als Tenma ihn ansprach und er sah ihn einen Augenblick fragend an, ehe er nickte. „Ja, aber warum fragt Ihr?“ erkundigte Kyrijon sich und blickte auf das Holo hinab, welches die Lagerhalle zeigte, von der Tenma eben gesprochen hatte. „Ich habe allerdings noch nie einen direkten Lichtschwertkampf ausgeführt, auch wenn mein Vater mir den Umgang mit seinem Beigebracht hat...“ gab er zu, allerdings war es schlichtweg das fehlende Lichtschwert, was eben das verhindert hatte. Sein Vater hatte einmal gemeint, dass es die Lichtschwerter immerhin nicht beim nächsten Händler zu kaufen gab und so hatten sie nur mit Stäben den Kampf üben können, auch wenn er sich dabei nicht so dämlich angestellt hatte, wie er ja nun wusste...

[Tenma Kossus, mit Kyrijon Xifedi]

[Fondor][ Fondor City][ Plaza]

18 Dec, 2014 15:49 45 Kyrijon Xifedi ist offline Beiträge von Kyrijon Xifedi suchen Nehmen Sie Kyrijon Xifedi in Ihre Freundesliste auf
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