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Drex Drex ist männlich
Spielleiter




Dabei seit: 18 Jul, 2012
Beiträge: 290

Lorrd Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen




Astrografie
Region: Outer Rim
Sektor: Kanz-Sektor
System: Lorrd-System

Hyperraumrouten
Veragi-Handels-Route

Terrain und Klima
Viel Schnee und Eis, aber auch Wüsten. Fast terrestrisch.

Geografische Besonderheiten
Keine Meere oder große Seen, es sei denn in gefrorener Form.

Zugehörigkeit
Imperial. Ehemals Galaktisches Imperium, nun sogenanntes Imperial Remnant.

Hauptstadt
Lorrd City

Bevölkerung
Menschen, Fastmenschen [Lorrdianer]

Bedeutung
Keine galaktische Bedeutung. Hauptsitz des Privat-Reiches von High Moff Quentin Tiegart

Gesellschaft und Kultur
Besonders aktive Gegner der Sklaverei.

Staatsform
Imperiale Verwaltung [nach dem Vorbild des Galaktischen Imperiums].

Militär

Bodenstreitkräfte:

Raumstreitkräfte:
  • persönliches Flaggschiff des High Moff - Sternzerstörer der Imperial-Klasse; 'Desperator'
  • drei Sternzerstörer der Victory II--Klasse
  • mind. vier leichte Zerstörer der Recusant-Klasse

08 Sep, 2014 23:28 12 Drex ist offline Email an Drex senden Beiträge von Drex suchen Nehmen Sie Drex in Ihre Freundesliste auf Füge Drex in deine Contact-Liste ein
Quentin Tiegart Quentin Tiegart ist männlich
High Moff




Dabei seit: 07 Sep, 2014
Beiträge: 4

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.:: Kanz-Sektor :: Lorrd-System :: Lorrd :: Lorrd-City :: Imperialer Palast :: High Moff Quentin Tiegart ::.



Mit zwei Fingern rieb sich Quentin Tiegart die Müdigkeit aus den Augen, zumindest stellte seine Geste dies dar. In Wahrheit überspielte er mit dieser Handlung nur sein Unbehagen über die neuesten Berichte, die man ihm soeben per Holoübertragung mitgeteilt hatte. Wieder einmal gab es hier auf Lorrd Proteste gegen die imperiale Herrschaft. Irgendjemand hatte diesen dummdreisten Lorrdianer die Idee in die Köpfe gesetzt, dass Demokratie etwas Erstrebenswertes war. Diese offenbar stets wiederkehrende Mode einer Regierungsform verbreitete sich aktuell wie eine Krankheit in der Galaxie - angeführt von der selbsternannten Neuen Republik, die nichts anderes war, als eine selbstetablierte, wie eigenlegitimisierte größere Version der Rebellion. Was früher also ein Verbund aus Terroristen, Anarchisten und bislang ungestraften Massenmörder war, hofierte nun selbstverliebt und dekadenter werdend zum Teil schon im Kern der Galaxie. Es schüttelte den selbsternannten High Moff bei dem Gedanken daran, wie gemischtrassige Wilde die hochherrschaftlichen Straßen der Coreworld-Welten mit ihrer Anwesenheit verpesteten. Doch das galaktische Schicksal meinte es offenbar gut mit diesem Gesindel und hatte ihnen beeindruckende Siege geschenkt. Der Zerfall des Galaktischen Imperiums ging auf das Konto dieser Verbrecher und dafür musste die Neue Republik eines Tages büßen.

Tiegart schaltete den Holoprojektor aus, woraufhin das blaue Bildnis eines getreuen Lakaien verschwand und das großzügige Büro wieder in relative Dunkelheit hüllte. An Tagen wie diesem bevorzugte der Verwalter Ruhe, Abgeschiedenheit und auch eine gewisse Isolation. Dass er dennoch belagert werden würde, war nur allzu wahrscheinlich, immerhin oblag es ihm, einen ganzen Sektor zu verwalten. Mehr noch, er musste ihn regieren. Er musste hier herrschen. Er, Quentin Tiegart, High Moff und Regent eines eigenen Reiches. Und es gab stets viel zu tun. Zumal das Volk, die Lorrdianer, entschiedene Gegner der Sklaverei waren und die imperiale Besatzung nur äusserst widerwillig ertrugen. Tiegart hatte, nachdem er den Kanz-Sektor zu seinem eigenen Refugium erklärte, mehr als ein halbes Dutzend Aufstände blutig niederschlagen müssen, um so etwas wie Ruhe herstellen zu können. Nun bedurfte es einer permanenten orbitalen Bewachung, um die Lorrdianer halbwegs ruhig zu stellen. Über kurz oder lang musste der High Moff bedeutende Familien dieser Fastmenschen in noch bedeutungsvollere Position setzen, um sich eine gewisse Friedlichkeit der Massen erkaufen zu können. Die heutige Zeit war hart und er vermisste die Zeiten, als der allmächtige Imperator die Geschicke der Galaxie von seinem Sitz auf Coruscant aus leitete.

Während sich Tiegarts Augen an die Dunkelheit des großen Büros gewöhnten, erkannte er Silhouetten von Einrichtungsgegenständen, von Möbeln und Schmuckstücken. Gerade wollte sich der High Moff zu einem gemütlichen Nickerchen zurücklehnen, als die Tür zu seinem Arbeitszimmer geöffnet wurde. Grelles Licht strömte herein und blendete den Verwalter, der rasch seine linke Hand hob, um die Augen abzuschirmen. Eine derart plumpe Art konnte nur sein persönlicher Assistenz- und Protokolldroid der RA-7-Baureihe, mit der simplen Bezeichnung 35-0-RA-7, kurz meist nur: Threefive-Zero. Dessen messingfarbene Erscheinung war ebenso grell wie das Tageslicht, während er ungeschickt ins Zimmer wankte und seine quitschend-metallische Stimme ertönen ließ.

»Hochmoff, es gibt Neuigkeiten aus dem Kol Huro-System! Ihr Militärpräfekt hat sich diesbezüglich gemeldet - es hat den Anschein, dass die Bodenproben erstaunliche Resultate erzielt haben!«, trällerte das künstliche Leben mit einem eklatanten Mangel an emotionaler Tiefe. Tiegart nahm das zur Kenntnis. Er hatte eine Vielzahl von Vertretern, Beratern und anderen Speichelleckern ernennen müssen, um den gewaltigen bürokratischen Aufgaben Herr werden zu können. Dennoch missfiel es ihm enorm, wenn jemand ihn bei seinen wohlverdienten Ruhephasen störte. Immerhin war heute wieder einer der Tage, an denen er von schwerster Migräne geplagt wurde. Und solche Tage häuften sich in letzter Zeit.

»Droide, Du störst mich!«, antwortete er barsch.

»Das lag nicht in meiner Absicht, Sir. Meine Programmierung untersagt mir auch ...«, fing der Protokolldroide an sich zu rechtfertigen, wurde dann jedoch vom High Moff unterbrochen.

»Genug davon! Mir wäre daran gelegen, eine kommunikative Verbindung mit dem Präfekten herzustellen, jedoch insistiere ich darauf, dass Du Dich um den technischen Ablauf kümmerst, Droide.«, begann der Regent des Kanz-Sektors und gurrte förmlich, während er sich in seiner gestelzten Art zu sprechen verlor. »Zudem sehe ich mich genötigt, mich um die störende Problematik der Protestierenden zu kümmern. Dafür magst Du den Bluthund hierher zitieren, Droide.«, fuhr der High Moff in aller Seelenruhe fort und ließ seinen Blick wandern, wie auch seine Gedanken kreisen. Bisweilen war es furchtbar lästig, jeden noch so kleinen Befehl geben zu müssen. Andererseits hasste Quentin Tiegart es, Verantwortung in irgendeiner Form abgeben zu müssen. Er delegierte gern, noch lieber jedoch wies er direkt an. Und die Galaxie war voll von befehlshungrigen Dummen, die förmlich darum bettelten, angeleitet zu werden. Sie alle brauchten ihn.

»Wie meint Ihr, Sir? Bluthund?«, hakte der schillernde Roboter nach. Wieder einmal wurde dem Verwalter klar, wie unsagbar ineffizient künstliches Leben sein konnte, fehlte es ihm doch meist an der Gabe zum logischen Denken. Er seufzte.

»Lorn Darrst. Dieser tollwütige Hund von einem Irren! Der fleischgewordene Wahnsinn!«, erklärte Tiegart blumig und kam sich dabei vor, als erkläre er einem Kind die Form eines Kreises.

»Soll ich dem Präfekten mitteilen, dass Sie ihn in die medizinische Einrichtung des Palastes einweisen möchten, Sir?«, wollte der Droide wissen.

»Beim allmächtigen Imperator! Womit habe ich derartige Stupidität nur verdient? Nein, künstliches Wesen. Ich habe mich einiger geflügelter Worte bedient. Du rufst Darrst her - ich habe einen Auftrag für ihn. Und wenn es Dir und Deinen zahlreichen Schrauben, Schaltkreisen und hydraulischen Systemen nicht übermäßig viele Umstände bereitet, dann rufe auch bitte Captain DeGroat.«, kolportierte der High Moff und stand kurz vor einem Nervenzusammenbruch. Dieser Droide war reif für den Schrott.

»Sir, ich muss Euch daran erinnern, dass Captain DeGroat eine Gefechtssimulation leitet!«, informierte der messingfarbene Diener.

Tiegart erinnerte sich. Sein persönlicher Racheengel hatte sich freiwillig bereit erklärt, die planetaren Sicherheitskräfte weiter auszubilden und zu formen - für den Fall dass man sie wirklich benötigte. Der verlässliche Kommandant der Sturmtruppen war energisch und eisern genug, aus diesem Haufen undisziplinierter Männer eine halbwegs funktionierende Truppe zu machen. Zufrieden nickte der High Moff und schloß neuerlich die Augen.

»Richtig, richtig. Dann erst einmal nur Darrst. Du darfst Dich entfernen.«, erlaubte Tiegart und entließ den Droiden, ohne die Augen zu öffnen.

»Wie Ihr wünscht!«, lautete die Antwort und Threefive-Zero verließ den Raum. Endlich kehrte wieder Ruhe ein. Zumindest für einige Zeit.


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18 Sep, 2014 17:34 58 Quentin Tiegart ist offline Email an Quentin Tiegart senden Beiträge von Quentin Tiegart suchen Nehmen Sie Quentin Tiegart in Ihre Freundesliste auf
Lorn Darrst
Gast


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~Kanz-Sektor / Lorrd-System / Lorrd / Lorrd-City / Imperialer Palast / unterste Ebene / Lorn Darrst und Gefangener Ortolaner~



Völlig regungslos, hing der kleine, fette und blauhäutige Ortolaner in den Ketten, mit denen man ihn an der Wand fixiert hatte. Nur sein leises Atmen, verriet das der Nichtmensch überhaupt noch am Leben war.
Seit Stunden dauerte dessen Martyrium nun schon an und es sollte noch lange nicht das Ende sein.
Zahlreiche schmerzhafte Wunden zeugten von der Grausamkeit, mit der man den Ortolaner quälte. Eines der großen, herunterhängen Ohren war bis zu Unkenntlichkeit verbrannt, genauso wie zwei seiner pummeligen Gliedmaßen. Offene Schnittverletzungen und Spuren von Blasterschüssen mit geringer Energie verteilten sich auf dem geschundenen Körper.

Der Verantwortliche für diese Tat war niemand geringeres als Lorn Darrst persönlich. Offiziell als Imperial Prefect des Kanz-Sektors bekannt, so war er doch inoffiziell der Folterknecht und rechte Hand von High Moff Quentin Tiegart, dem jetzigen Regenten im Lorrd-System. Die knochigen Finger des 61-Jährigen glitten über das blanke Operationsbesteck, während seine Augen alles genau prüften. Der "Bluthund", wie man Darrst auch gerne nannte, war gerade dabei seinen Operationstisch für die kommenden Sezierung vorzubereiten, als er hinter sich das herzerweichende Wimmern des Ortolaner wahrnehmen konnte. Nur gab es ein Problem, Lorn hatte kein Herz.

„Ah du bist wach, mein kleiner, blauer Freund!“
Stellte Darrst mich hämischer Entzückung fest und drehte sich prompt zu seinem neusten Opfer um. Für ihn war der Rüssel-bewährte Alien ein weiteres, willkommenes Objekt seiner Studien, über die Anatomie verschiedenster Rassen.
Es war ein wahrer Glücksfall gewesen, als die Lorrd – Sicherheitskräfte den Ortolaner Namens Slonto Wuuk, in den Gassen der City aufgriffen und ihn sofort in das Gefängnis gesteckt hatten. Wo er dem von Säure entstellen Menschen schutzlos ausgeliefert war. Denn diese Spezies war dem Prefect bei seinen Forschungen bisher durch die Lappen gegangen, um so mehr Zeit hatte er sich für ihn genommen. Angefangen hatte es mit der langwierigen und quälenden Reizung aller Sinne, bis Darrst wenig später zu seinen Werkzeugen gegriffen hatte. Doch JETZT war endlich der Höhepunkt der ganzen Prozedur gekommen: Die Öffnung des Körpers bei lebendigen Leib!

Der komplett geflieste Raum, in dem der Vierhörspezialist zu Werke ging, befand sich auf der unterste Ebene des Palastes, hatte einen direkten Zugang zum Gefängnis und galt als privater Rückzugspunkt für den Coruscantie. Hier drang kein Tageslicht hinein und keine Schreie nach draußen. Es war kalt und feucht, die karge Beleuchtung in den Gängen tauchte alles in schummriges Licht. Einzig der Operationsraum war grell Erleuchtet und mit modernster Technik ausgestattet.

Unerwarteterweise begann plötzlich sein Com zu knistern und die blecherne Stimme von Threefive-Zero, Tiegarts Assistenzdroiden war zu hören.
„Prefect Darrst, der High Moff erbittet eure sofortige Anwesenheit in seinem Arbeitszimmer.“

„Verstanden Threefive-Zero, richtet dem High Moff aus, das ich auf dem Weg bin.“

„Jawohl Prefect.“

Damit verstummt sein Com wieder und es herrschte für einen Moment beunruhigende Stille. Doch war Lorn keines Wegs sauer über diese Unterbrechung. Tiegart bestellte ihn nicht umsonst zu sich, sondern weil er die Dienste des hageren Scheusals in Anspruch nehmen wollte. Der imperiale GD hatte einst die Türe für Darrst aufgestoßen und sich seine Fähigkeiten zu nutze gemacht, bis zu dem Tag, als sie begannen Angst vor ihm zu bekommen. Dann steckten sie ihn hier her, schoben ihn auf das Abstellgleis.
Nicht so der High Moff, er erkannte sofort, was für eine wertvolle Ressource ihm in Darrst zur Verfügung stand und machte reichhaltig davon Gebrauch.

„Ich muss die alleine lassen mein Freund, doch keine Bange, ich komme bald wieder und dann setzten wir unser fröhliches Spiel fort.“
Mit einen letzter Blick, in die Panik erfüllten Knopfaugen des niederen Geschöpfes, verließ Lorn den Raum und machte sich auf zu Tiegart, dessen Arbeitsbereich in den oberen Ebenen des Palastes lag.


~Kanz-Sektor / Lorrd-System / Lorrd / Lorrd-City / Imperialer Palast / unterste Ebene / Lorn Darrst~

21 Sep, 2014 22:08 36
TK-739
Gast


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.:: Kanz-Sektor :: Lorrd-System :: Lorrd :: Nordhalbkugel :: militärisches Testgelände :: Captain TK-739 ::.



Ein leichter Windstoß reichte aus, um Myriaden von Staubkörner aufzuwirbeln und die Sicht immens zu verschlechtern - zumindest für simple, organische Wahrnehmung. Jedes biologische Auge, ganz gleich wie der genetische Aufbau auch immer aussehen mochte, war in dieser Umgebung eingeschränkt in seiner Funktionsfähigkeit. Das Fleisch versagte, wo die Technologie obsiegte. Denn eben diese half dem 39-Jährigen Captain des Sturmtruppenkorps dabei, sein Ziel ins Auge zu fassen. Eine optische Holodarstellung zeichnete ihm ein grobes Bild der Umgebung, während diverse visuelle Prozessoren Verunreinigungen und Unklarheiten aus der visuellen Übertragung entfernten. TK-739 hatte auch während dieses Sandgestöbers keine Schwierigkeiten, über den Lauf seines E-11-Dienstblasters zu lugen und nach dem Feind Ausschau zu halten. Im Helm implementierte Geräuschfilter bewahrten ihn vor allen überflüssigen Lärmbelästigungen, einzig sein Atmen nahm er unterbewusst wahr. Neben diesen technischen Spielereien verfügte sein Kopfschutz noch über integrierte Komlinks, Schallfilter, Luftumwandler und eine Breitband-Kommunikation - neben seiner eigentlichen Sicherheitsfunktion. Mochte das Galaktische Imperium langsam zerfallen, niemand konnte abstreiten, dass die Ausrüstung der Elitetruppen erstklassig war.

»TK-1198, 15 Meter, links-voraus. Hinter den Felsen.«, gab der Captain über die Kommunkationseinheit seines Helmes weiter und befahl so einem seiner Männer, den Feind an beschriebener Position zu entdecken. Die Bestätigung des Mannes folgte, indem er den Kom-Kanal einmal öffnete und wieder schloß - mehr brauchte es nicht.

TK-739 konzentrierte sich wieder auf sein eigenes Ziel, spähte über den mattschwarzen, vielfach kantigen Lauf seines Blasters und wurde kurz darauf belohnt. Seine Optikvergrößerung zeigte ihm die zaghaften Bewegungen eines Sicherheitsmannes, Teil der lokalen Sicherheitsstreitkräfte und dienstbare Opferlämmer der heutigen Gefechtssimulation. Natürlich waren diese mangelhaft ausgebildeten Männer und Frauen keine echte Bewährungsprobe für imperiale Sturmsoldaten, doch sie halfen bei der Verfeinerung gewisser Taktiken. Wie bei der heutigen Übung, in der es um den Kampf gegen eine zahlenmäßige Übermacht ging. TK-739 hatte sich nur acht weitere Männer ausgewählt, um gegen achtunddreißig Feinde zu kämpfen. Eine Squad gegen ein Platoon - organisiert in den numerischen Eingliederungen des Sturmtruppen-Korps. Er selbst führte dabei sieben Trooper und einen Corporal an, inmitten einer verfallenen Ruine, tief in einer Sandwüste der nördlichen Halbkugel des Planeten. Zahlreichen Sondendroiden zeichneten dabei das Geschehen auf, um etwaige Fehltritte, Fehlentscheidungen oder auch menschliches Versagen dokumentieren zu können.

Der Sicherheitsmann regte sich erneut. TK-739 legte als Antwort darauf den rechten Zeigefinger auf den Abzug seiner Waffe. Ein sadistisches Wesen hätte nun womöglich in grimmiger Vorfreude gelächelt, ein unerfahrener Soldat vielleicht gezögert und eine besonders empathische Kreatur Mitleid empfunden. TK-739 tat nichts von alledem. Er tat, was man von einem Mitglied des Sturmtruppen-Korps erwartet. Von der Elite des Imperators. Von den Besten der Besten. Er handelte.

Der Abzugsfinger krümmte sich, der Blaster gab ein zischendes Brummen von sich. Nur die Tatsache, dass es sich hier um ein simuliertes Gefecht handelte, bewahrte den Sicherheitsmann davor, wirklich zu verenden. So erhielt er nur einen starken elektrischen Impuls, zuckte ein wenig und wusste, dass er einen Fehler begangen hatte. Der Sturmtruppen-Captain suchte indes bereits ein neues Ziel, kostete weder den kurzen Moment des Triumphes aus und hielt sich nicht mit Formalitäten wie Freude oder Zuversicht auf. Er war hier, um das zu tun, wofür er sein ganzes Leben ausgebildet worden war.

»Sir, Feindbewegung auf Zwei Uhr!«, warnte Corporal TK-2323 vor. Instinktiv, in tausendfach geübter Routine, orientierte sich der Captain entsprechend um. Seine holographische Darstellung flackerte kurz, dann korrigierte sie etwaige Fehler und ordnete den Aufbau neu an. Umrisse der Ruinen wurden optisch über den tosenden Sturm gelegt, so dass für TK-739 die Umgebung aus blau-weißen Hologebilden bestand, zwischen denen die dunkleren Schatten der Sicherheitskräfte umher huschten. Langsam hob er seinen Blaster, visierte das nächste Ziel an - inmitten eines Pulks aus sechs feindlichen Silhouetten. Die Schwierigkeit der Aufgabe nahm langsam zu.

»Corporal, TK-377, TK-1016: Gezielte Feuerstöße. Vorrücken in .. DREI .. ZWEI .. EINS!«, befahl der Captain der persönlichen Leibgarde von High Moff Quentin Tiegart und wartete nicht auf eine entsprechende Bestätigung. In der Gewissheit, dass die drei Männer ihm bedingunglos folgen würden, rückte er vor und verließ dabei erstmalig seine bisherige Position. Vom leichten Sandsturm umpeitscht, der an seinem orangefarbenem Schulterposter zerrte, stapfte TK-739 - geboren als Harlan DeGroat - aufrecht ragend auf die Ruine zu, in der sich das Gros der Sicherheitsmänner verschanzt hatte. Diese zusätzliche Erhöhung des Aufwands war neben der zahlenmäßigen Überlegenheit gewählt worden, um seine Männer weiter zu drillen und zu formen. Nur regelmäßiges Erreichen der eigenen Grenzen konnte selbige einreißen und die Leistungsfähigkeit erhöhen. Diesem Motto folgte TK-739 und dieses Motto lebte er.

Als seine optische Vergrößerung die ersten Sicherheitskräfte klar darstellte, änderte er den Feuermodus seiner Waffe und gab einen gezielten, wie kurzen Feuerstoß ab. Die Ladungsimitation traf den unbedachten Mann in die obere Brust und ließ ihn ob der elektrischen Entladungen auf dessen Sensoranzug tanzen wie einen betrunkenen Twi'lek. Links und rechts neben TK-739 eröffneten weitere weiße Schreckensgestalten das Feuer.


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18 Jan, 2015 00:36 08
Quentin Tiegart Quentin Tiegart ist männlich
High Moff




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.:: Kanz-Sektor :: Lorrd-System :: Lorrd :: Lorrd-City :: Imperialer Palast :: High Moff Quentin Tiegart ::.



Während Quentin Tiegart, High Moff des Kanz-Sektors, auf die Ankunft seines persönlichen Bluthundes wartete, gestattete sich der 43-Jährige eine ausführliche Musterung der jüngsten Berichte seines bürokratischen Apparats. Als derart hochrangige Person von geradezu unsterblicher Bedeutung wurde Tiegart jeden Tag mit Myriaden von Daten und Statistiken überschüttet. Dies war einerseits der Tatsache geschuldet, dass viele ressourcenstarke Planeten unter der Verwaltung des High Moffs standen, die nun Bittgesuche und etwaige Abbauvorhaben präsentierten, andererseits belagerten fast tägliche Dutzende von Speichelleckern und Pseudo-Bedeutsamen den Palast. Ein jeder wollte Gehör finden oder seine eigenen, unbedeutenden Ideen vortragen. Quentin Tiegart hatte davon schon jetzt genug. In der kurzen Zeit seiner Herrschaft hatte der ambitionierte Machtmensch erkennen müssen, welch furchtbaren Preis er zu zahlen hatte: Die vollkommene Abhängigkeit von solventen Wirtschaftsexperten. Zwar hatte der High Moff Zugriff auf immense Bodenschätze, doch verfügte sein kleines Reich nicht über ausreichendes schweres Gerät zum Abbau selbiger. So mussten also externe Firmen beauftragt werden und die kosteten Unsummen. Zwar mochte der Mann von Yaga Minor ein repräsentativer oberster Verwalter sein, doch hatte er schlichtweg nicht die Mittel, einen eigenen totalitären Staat zu schaffen. Selbst eine Verstaatlichung von Schürffirmen war ein Ding der Unmöglichkeit, verfügte der Kanz-Sektor doch nicht über die militärische Allmacht, wie dereinst das Galaktische Imperium. Zudem drohten dem kleinen Reich Übergriffe von den erstarkenden Rebellen oder anderen imperialen Restreichen. Es war eine wenig befriedigende Situation.

Eine blecherne Stimme riss den High Moff aus seinen düsteren Gedanken - die mechanische Assistenzeinheit 35-0-RA-7 war zurückgekehrt. Tiegart begann direkt ein pochendes Klopfen hinter seinen Schläfen zu verspüren.

»Eure Exellenz, Lorn Darrst ist im Foyer vorstellig geworden.«, informierte Threefive-Zero kurz. Dennoch besaß der Droide die anmaßende Frechheit, sich nicht sofort wieder zu entfernen. Offenbar hatte jemand bei seiner Programmierung exorbitante Fehler begangen. Es war zum verrückt werden.

»Vielen Dank für diese hochinformative Neuigkeit. Ich meine mich daran erinnern zu können, dass ich befohlen hatte, ihn umgehend zu mir schicken zu lassen.«, parlierte der High Moff auf recht forsche Art und Weise. Tiegart legte stets Wert auf eine etwas gehobene Form der Unterhaltung, hielt er sich selbst doch für übermäßig kultiviert und über alle Maßen gebildet. Ein Umstand, der ihm in frühen Phasen seiner politischen Karriere so manchen Stolperstein beschert hatte.

»Ich werde es unverzüglich weiterleiten, Sir.«, quakte der Assistenzdroide seine Antwort, zuckte zweimal kurz mit dem blechernen Schädel und wollte just in diesem Moment auf dem mechanischen Absatz umdrehen, als ihm sein Herr wortreich und blumig weitere Instruktionen erteilte.

»Das hättest Du direkt bei der ersten Anweisung tun können, Threefive-Zero. Nun allerdings sehe ich mich genötigt, selbst aktiv zu werden und allerlei Order zu geben. Möglicherweise sogar an einige schmierige Mechaniker, die bei Dir ein paar Feinjustierungen vornehmen dürfen. Ich denke dabei an Werkzeuge wie Elektro-Piken oder Blastergewehre. Captain DeGroat wird sicherlich erfreut sein, wenn seine frischen Rekruten einige Schießübungen mit beweglichen Zielen abhalten können.«, begann der High Moff süffisant. »Es gibt viele Dinge, über die ich in meiner großzügigen, ja beinahe gönnerhaften Art hinwegsehen kann. Was ich allerdings zutiefst missbillige, ja geradezu verachte, ist die unnütze Verschwendung von Ressourcen jedweder Form. In diesem Fall verschwendest Du, Threefive-Zero, wertvolle Atemluft und - noch wichtiger - meine Zeit. Denn dadurch, dass ich nun diesen Vortrag halten muss, kann ich mich weniger intensiv und gewissenhaft um die alltäglichen Abläufe in meinem Reich kümmern. Das wiederum hat zur Folge, dass die Bürger im Kanz-Sektor an Lebensqualität einbüßen. Ein solcher Verlust ist nicht nur tragisch, er ist auch übermäßig destruktiv und fällt letztlich auf mich zurück. Mit diesem Schwund erhält also mein Ansehen empfindlichen Schaden. Und das nur, weil eine künstliche Lebensform mit offensichtlicher Fehlfunktion gewissen Grundsätze einer Befehlshierarchie auf gänzlich falsche Art zu interpretieren gedenkt.«, philosophierte der High Moff förmlich weiter. Doch dem Droiden wurde keine Zeit für eine Antwort gegeben, Quentin Tiegart war zu sehr im Rausch der Monologisierung.

»Das indes führt mich zum nächsten Punkt, wenngleich es thematisch direkt anknüpft: Denn hast Du eine solche Fehlfunktion, bist Du eine verschwenderische Anhäufung von kostbaren Ressourcen. Und das wäre durchaus fatal ...«, ergänzte der High Moff und ließ den letzten Satz bewusst unausgesprochen. Mit einem durchaus selbstgefälligen Lächeln auf den Lippen hüllte sich Tiegart kurzerhand in Schweigen und drehte sich langsam um. In seinem Rücken begann der Droide beinahe nervös zu zucken und startete - seiner Programmierung gemäß - einen Erklärungsversuch.

»Sir, ich hatte nicht die Absicht, Ihnen derartige Probleme zu bereiten. Bitte desintegrieren Sie mich nicht, Sir!«, bat die künstliche Lebensform gestenreich. Von den optischen Beschwichtigungsversuchen, die eine typisch menschliche Verhaltensart simulieren sollten, bekam der 43-Jährige natürlich nichts mit. Seine einzige Reaktion auf dieses schwachen Versuch des Droiden bestand aus einem kurzen Kopfnicken. 35-0-RA-7 nahm das offenkundig als ausreichende Antwort hin und schlurfte ungeschickt von dannen. Kurz darauf erschien auch endlich der angekündigte Bluthund des High Moff. Das hellte die Stimmung von Quentin Tiegart merklich auf.

»Ah, Darrst, das wurde auch Zeit. Ich habe einen wichtigen, einen bedeutsamen Auftrag für Sie!«, lautete der verbale Auftakt. Es gab Zeiten, in denen die Etikette überflüssig war. Bei Lorn Darrst konnte man sich jedwede Form von übertriebener Höflichkeit sparen, war der Mann doch nichts weiter als ein Psychopath in Uniform. Trotz all seiner nützlichen Fähigkeiten und Leistungen, war der Bluthund niemand, den man auf das gesellschaftliche Parkett ließ. Darrst durfte man nur von der Kette lassen und nach erfolgreichem Kehlenbiß musste er dringend wieder zurück in den Zwinger. Doch aktuell hatte der High Moff Verwendung für diese Bestie in Menschengestalt.


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19 Feb, 2015 03:12 11 Quentin Tiegart ist offline Email an Quentin Tiegart senden Beiträge von Quentin Tiegart suchen Nehmen Sie Quentin Tiegart in Ihre Freundesliste auf
Lorn Darrst
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Es dauerte eine Weile, bis der knochige Imperial Prefect von Lorrd, die dunklen und feuchten Gänge seines Rückzugsortes hinter sich gelassen hatte und von dem einzigen Turbolift der untersten Ebene, auf die oberste Etage befördert wurde. Hier Oben war es laut und hektisch, helles Licht stach in seine blauen Augen und die Wärme war fast unerträglich - gar kein Vergleich zu der trostlosen Abgeschiedenheit des Labors.

Zielstrebig, lief das bleiche Scheusal den breiten Korridor entlang, wobei ihm wie von Geisterhand, von jedweder Person Platz gemacht wurde. Der Bluthund, wie er genannte wurde, war bei allen Bediensteten des High Moff gleichermaßen bekannt wie gefürchtet, denn nicht Wenige hatten schreckliche Angst davor, in die Fänge der völlig gefühlskalten Bestie zu geraten. Kaum einer der Soldaten und Beamten, wagte es Darrst im Vorbeigehen direkt anzuschauen oder versehentlich zu berühren. Doch spürte Lorn die vorsichtigen Blicke hinter seinem Rücken, wenn die Leute sicher waren, das der 61Jähige nicht mehr auf sie aufmerksam werden konnte und Darrst genoss die Atmosphäre von Furcht, Beklemmung und Grauen in vollen Zügen.
Keiner dieser Angsthasen war es wert, das der narbengesichtige Prefect sich genauer mit ihm befasste, es sei denn Tiegart würde es verlangen, was unweigerlich einen langsamen und schmerzvollen Tot jener Person nach sich zog.

Das Ende des breiten Ganges, bildete die Tür zu den Arbeitsräumen von High Moff Quentin Tiegart. Die beiden Wachen, die vor dem Zugang standen, machten dem Psychopath in Uniform unverzüglich Platz und öffnete für ihn die Tür zum Foyer, wo Darrst sogleich von dem Protokolldroiden Tiegarts im Empfang genommen wurde.
„Prefect Darrst, es ist mir wie immer eine Freude, Sie willkommen zu heißen. Ich werde seiner Exzellenz sofort melden das ihr da seit!“

Die blecherne Stimme, des persönlichen Assistenten Tiegarts, klang fast schon überschwänglich und seine steifen und ruckartigen Bewegungen, verliehen Threefive-Zero etwas groteskes, aber dennoch amüsantes, als der Droide davon stakste. Zumindest war es sicher für normale Menschen amüsant anzusehen. Für Lorn war es nur amüsant, wenn er anderen Lebewesen Scherzen zufügen konnte.
Einem Moment später, tauchte Threefive-Zero wieder auf und wies mit dem ausgestreckten Arme, in das ausladende Büro des High Moff.
Unverwandt trat Darrst ein und senkte leicht den Kopf zur Begrüßung.
„Ihr habt nach mir verlangt High Moff.“

Zitat:
Original von Quentin Tiegart»Ah, Darrst, das wurde auch Zeit. Ich habe einen wichtigen, einen bedeutsamen Auftrag für Sie!«


„Wie kann ich euch Heute zu Diensten sein ?“
Mit dieser Frage, trat der 1,91 Standardmeter große Mensch, näher an seinen Gönner und Förderer heran, verschränkte die Arme hinter dem Rücken und wartet gebannt auf den Auftrag. In dem Wissen, das Tiegart nur all zu gern auf seine speziellen Fähigkeiten zurückgriff, schlich sich ein sehr dünnes Lächeln, in das verunstaltete Gesicht und verlieh dem gebürtigen Corusantie etwas noch Unheil volleres. Wen vermag der Regent des Kanz-Sektors, jetzt wieder zum Tote, durch den Bluthund verurteilt haben?


~Kanz-Sektor / Lorrd-System / Lorrd / Lorrd-City / Imperialer Palast / oberste Ebene / Büro / Lorn Darrst und Quentin Tiegart~

28 Feb, 2015 22:13 53
Quentin Tiegart Quentin Tiegart ist männlich
High Moff




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.:: Kanz-Sektor :: Lorrd-System :: Lorrd :: Lorrd-City :: Imperialer Palast :: High Moff Quentin Tiegart & Lorn Darrst ::.


Die Antwort von Lorn Darrst auf die Begrüßung von Quentin Tiegart fiel gelinge gesagt knurrend aus. Im Grunde hatte man auch nichts anderes erwarten können, geschweige denn dürfen. Der Terminus 'Bluthund' traf bei dieser fleischgewordenen Psychose perfekt zu. Der High Moff schätzte die Fähigkeiten dieses geistig eher umnachteten Schlächters – in sehr fein abgestimmten Dosen. Doch nun, hier an Ort und Stelle, bedurfte er der besonderen Talente von Lorn Darrst. Und Tiegart war niemand, der auf spezielle Fähigkeiten verzichtete, so sie ihm zustanden. Mit dem charmanten Lächeln eines Zeltroners versehen, umkurvte der imperiale Verwalter und Machtmensch den hünenhaften Soziopathen mit der Eleganz eines Raumjägers. Dass sich am anderen Ende des Raumes der ungelenke Protokolldroide mit entsprechenden Geräuschen entfernte, nahm der High Moff gar nicht wahr.

»Darrst, ich müsste lügen, würde ich sagen, Ihr Anblick wäre mir eine Freude.«, begann der 43-Jährige offen und ehrlich. Dass sein Satz im Grunde eine freundlich formulierte Beleidigung war, ignorierte der von Yaga Minor stammende Politiker gekonnt. Heuer ging es um bedeutsame Themen, der persönliche Stolz hatte da eine sekundäre Priorität einzunehmen.

»Aber ich bin zuversichtlich, dass Ihr Eifer, Ihre Leidenschaft und Ihre anderen, mir wohl bekannten Talente, schon bald zum Tragen kommen werden. Und mir ist durchaus bewusst, wie gern Sie Ihren … Befähigungen nachkommen, Darrst.«, schnurrte Tiegart beinahe sonor. Er hoffte, auf dem Weg verbale Verlockung seinem Untergebenen den nötigen Anreiz zu geben, die Aufgabe entsprechend zufriedenstellend zu erledigen.

»Wie Sie sicher wissen, Darrst, ist unser kleines Reich im Kanz-Sektor keineswegs unbemerkt von anderen Kriegsherren oder politischen Abtrünnigen des Imperiums geblieben. Mir wurde unlängst berichtet, dass das Pentastar Alignment gezielt Spione in unsere kleine, wie geliebte Heimat hat einschleusen können. Darrst, überlegen Sie, welche Konsequenzen das haben könnte. Spione, hier bei uns. Das ist ein Skandal. Ein wirklich handfester Skandal!«, echauffierte sich der High Moff, umrundete dabei seinen mächtigen Schreibtisch und untermauerte seine lautstarke Entrüstung mit entsprechenden Gesten. Abschließend hämmerte er die flache Hand auf die chromeglatte Oberfläche seiner Arbeitsstation.

»Ich habe das Oberhaupt des Alignments, Großmoff Kaine, vor langer Zeit einmal kennengelernt. Er unscheinbarer Knabe, zurückhaltend, taktierend. Er scheut laut meinem Geheimdienst offene Konfrontationen und verhält sich zunehmend zögerlich.«, erklärte Tiegart und gestand dabei, ebenfalls auf Spione und Agenten zu vertrauen. Gleichzeitig begann er, seine malträtierte, sensible Hand zu massieren, die unter dem Aufschlag vor wenigen Sekunden zu leiden schien.

»Wie dem auch sei, Darrst. Ich brauche neue Informationen. Finden den Spion. Oder die Spione, sollte es sich um eine ganze Gruppe von Informationsbeschaffern handeln. Das wie ist mir dabei einerlei, Darrst. Bedienen Sie sich aller notwendigen Ressourcen. Aber richten Sie bitte keine allzu großen Blutbäder an. Zumindest keine, die man direkt mit mir und meinen Anweisungen in Verbindung bringen kann, mein werter Darrst. Aktuell benötigen wir Stabilität im Kanz-Sektor. Und sollten unsere mächtigen Nachbarn ein Interesse an unseren ressourcenreichen Planeten entwickeln, so will ich das zeitnah erfahren.«, wies der starke Mann in diesem Sektor an.

Es war nun von essentieller Wichtigkeit, schnellstmöglich in Besitz möglicher Geheimdienstberichte der Feinde oder Nicht-Alliierten zu gelangen, um eine eigene Strategie entwickeln zu können. Quentin Tiegart war sich im Klaren darüber, dass er ohne etwaige Bündnispartner niemals in der Lage war, sein kleines, persönliches Reich dauerhaft zu etablieren. Er musste handeln. Aber dafür musste er wissen, was genau seine Konkurrenten wussten. Darrst würde ihm die nötigen Informationen beschaffen, daran hatte der High Moff keine Zweifel. Unschön würden lediglich die Zahlungen an mögliche Opfer von Kollateralschäden werden. Und eine potenzielle mediale Hetze gegen seine Vorgehensweise. Aber für den Fall konnte sich Tiegart immer noch auf Captain DeGroat und dessen gefürchtete Sturmtruppen verlassen. Militärische Präsenz war seit jeher das beste Mittel gegen Aufrührer, Systemkritiker und andere subversive Gestalten.


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18 Nov, 2015 22:40 47 Quentin Tiegart ist offline Email an Quentin Tiegart senden Beiträge von Quentin Tiegart suchen Nehmen Sie Quentin Tiegart in Ihre Freundesliste auf
 
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