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SWNF
Der Erzähler


Dabei seit: 18 Jul, 2012
Beiträge: 114

Celanon Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Astrografie

Region: Outer Rim

Sektor: D’Astan-Sektor

System: Celanon-System [engl.] | Celanon-System [dt.]

Planet: Celanon[engl.]

Hyperraumrouten

Celanon Spur

Hydian Way


Terrain und Klima

Wälder

Ebenen

Ozeane

Stadtgebiet (Celanon-City)

Gemäßigtes Klima


Geografische Besonderheiten

Der vielfarbig beleuchtete Himmel rührt von den gewaltigen Reklametafeln von Celanon City her, die in ihren Ausmaßen mit denen von Nal Hutta und des Corporate Sectors verglichen werden können.


Zugehörigkeit

Zsinj’s Empire


Hauptstadt

Celanon City


Bevölkerung

Eingeborene Spezies

Nalroni


Eingewanderte Spezies

Menschen

Bith

Duros


Bedeutung

Celanon ist eine bedeutende Handels- und Agrarwelt des Outer Rim, vergleichbar mit Yaga Minor und Byblos.


Gesellschaft und Kultur

Der Großteil der Bevölkerung konzentriert sich auf die zweihundert Quadratkilometer umfassende Hauptstadt Celanon City und wird von Handelsgilden kontrolliert. Dort befinden sich etwa 50 Millionen Einwohner, von denen nur ein Fünftel permanent dort lebt. Nur etwa zwei Millionen der einheimischen Nalroni lebt in der Stadt, der Rest lebt in Stämmen und Clansgesellschaften weit verstreut auf dem Land. Zur Zeit der Klonkriege war Celanon eine Hochburg der Separatisten und unterstützte nach Kriegsende separatistische Widerstandsgruppen. Nach der Schlacht von Endor geriet Celanon unter die Herrschaft von Warlord Zsinj.


Staatsform

Celanon Merchant Guild (Celanon City)

Stammes- und Clansgesellschaften der Nalroni auf dem Land


Militär

Fünf Battlegroups der Imperial Army unter Zsinj

Celanon Organized (Polizei)

07 Oct, 2015 12:34 46 SWNF ist offline Email an SWNF senden Beiträge von SWNF suchen Nehmen Sie SWNF in Ihre Freundesliste auf
Shana Trees
Gast


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[Celanon, Celanon City, Spacers Section ]


Sie war nun schon fast eine Woche auf Celanon. In ihrer derzeitigen Lage war der Planet so etwas wie ihre erste Wahl gewesen: vergleichsweise nahe gelegen, leicht zu erreichen, mit einer ausreichend großen Unterwelt, um unterzutauchen, falls es nötig sein sollte. Am wichtigsten jedoch: Celanon war ein Ort, an dem sie jemanden kannte. Ein Kontakt, aus den Zeiten der Widerstandsgruppe „Darkest Hour“, der Verbindungen in die örtliche Unterwelt hatte. Eine Widerstandsgruppe, die nicht mehr existierte. Shana Trees, Widerständlerin, Guerillia, „wahre Jedi“, stand alleine da. Ein Umstand, den sie nach dem ersten, unmittelbaren Schock bisher relativ erfolgreich verdrängt hatte. Sie wollte nicht darüber nachdenken, was nun aus ihr werden sollte. Wohin sie gehen, was die Zukunft bringen sollte. Sie wollte nicht darüber nachdenken, was auf längere Sicht aus ihr werden würde. Vermutlich weil sie wusste, das keine der Antworten ihr sonderlich gefallen würde. Oder sie sich gar eingestehen müsste, das sie keine Antwort hatte. Verdrängen. Verdrängen war gut. Sie würde den Kampf gegen die Imperialen fortsetzen. Und gegen das Unrecht in der Galaxis. Ihre Freunde rächen. Das war ihr Ziel. Und vorerst würde es auch nicht sonderlich präziser werden. Außer in einer Hinsicht: Sie brauchte Credits. Informationen. Im Grunde brauchte sie beinahe alles. Vor allem aber Credits. Die „Nexu´s Kiss“ ihr persönlicher Kihraxz-Sternenjäger, stand schließlich nicht für Lau im Raumhafen von Celanon City. Und das Zimmer, das sie sich in einer Cantina in der Spacers Section der 55 Millionen Metropole gemietet hatte, erhielt sie auch nicht aus reiner Nächstenliebe. Credits waren ein unmittelbares Ziel, auf das sich die junge Erwachsene fokussieren konnte. Das half, die anderen Sorgen hinten an zu stellen.

Die Lösung dieses unmittelbaren Problems war Caddum Bra, ihr lokaler Duros-Kontakt. Er hatte der „Darkest Hour“ bei einer Aktion gegen die Imperialen auf Garos IV geholfen, also würde er der Togruta nun auch helfen können. Nach der ersten Kontaktaufnahme sah alles danach aus, als würde die Rechnung aufgehen. Sie hatten ein Treffen vereinbart, in einer Cantina mit fragwürdigem Ruf, die sich „Reggs Cantina“ nannte und ebenfalls in der Spacers Section der Planetenhauptstadt gelegen war. Der Weg zu Reggs Cantina führte durch die belebten Straßen der Spacers Section – Celanon Citys Straßen waren genau genommen so gut wie immer belebt – durch die Freiluftmärkte dieser Stadtsektion, die gefühlt jeden Platz und jede Seitenstraße einnahmen. Vorbei an Ständen, die so ziemlich alles anboten, vom Blaster bis hin zum gebrauchten Raumschiff. Man musste nicht paranoid sein um zu vermuten, dass die meisten dieser Waren eine fragwürdige Herkunft hatten. Sie kam an einer imperialen Streife vorbei, einem AT-DP Walker, der von imperialen Armeesoldaten begleitet wurde. Probleme bereiten sie ihr keine. Optisch war sie nur ein weiterer Spacer, der in der gesichtslosen Masse verschwand, ohne Aufsehen zu erregen. Ihr Lichtschwert war gut vor neugierigen Blicken, oder klaufreudigen Fingern, in der Innenseite ihrer Weste versteckt.

Die Außenfassade von Reggs Cantina war gradezu vollgepackt mit schriller Leuchtreklame und Holotafeln, auf denen die hauseigene Bith-Band und der Auftritt einer Twi´lek Tänzerinnentruppe angepriesen wurde. Was Leuchtreklamen und Holowerbung anging, wusste Celanon wirklich nicht zu geizen. Der Himmel über der Hauptstadt war durch all die Anzeigen fast ständig bunt beleuchtet. Es hatte fast einen Hauch von Nar Shaddaa, wie Shana fand. Im inneren zeigte sich Reggs Cantina genau so, wie man es sich vorgestellt hatte: Als eine Cantina. Eine Vielzahl an Menschen, einheimischen Nalroni und Aliens, von denen sie die Hälfte vielleicht schon irgendwo einmal gesehen und die andere Hälfte nicht einmal beim Namen nennen konnte, lungerten entweder am Tresen rum, unterhielten sich an in den Wänden eingelassenen Tischen, die den Gästen etwas Privatsphäre boten, verspielten ihre Credits bei einer Runde Sabacc, oder hatten sich um die Eisenstangen versammelt, an denen sich halbnackte Twi´lek Damen räkelten. Von der angepriesenen Bith Liveband war dagegen nichts zu sehen. Aus Lautsprechern dröhnende Musik musste für die Gäste reichen. Shanas erster Anlaufpunkt war der Tresen, über dem der skelettierte Kopf einer Acklay hing, gleich neben zwei Bildschirmen, auf denen die Widerholung irgendeines Podrennens lief. Ausgestattet mit einem nichtalkoholischen Drink des übergewichtigen, menschlichen Barkeepers, suchte die Togruta sich eine freie Sitznische mit Blick auf die Bildschirme, die die Podrenn-Widerholung zeigte. Durfte man ihrem Chrono glauben, war sie etwas zu früh dran. Sie war zwar kein sonderlicher Freund des Rennsports, aber wenigstens war es eine Möglichkeit, die Zeit tot zu schlagen.

[Celanon, Celanon City, Spacers Section, Cantina „Reggs Cantina“ ]

10 Oct, 2015 22:03 45
Gesar Sol
Rollenspiel-Charakter




Dabei seit: 16 Aug, 2015
Beiträge: 14

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[Celanon City - Regg's Cantina]

»Flameout. Bombshell.«
Twi-Lek-Frauen im Reggs' manövrierten ihre eleganten Gestalten entweder zwischen den Tischen der Cantina oder um eine der erhöht aufgestellten Stangen. Es war schwer zu sagen, welche der beiden Tätigkeiten sie bevorzugten. Die junge Twi-Lek, die soeben abrupt zwei Getränke auf einem Tisch zur linken Seite des Raumes platziert hatte, fand am Kellnern jedenfalls offenkundig keinen Gefallen. Gesar hob den fluoreszierenden Alkohol vor sich an, als sein Gegenüber unter erregtem Murmeln mehrmals mit seinem Ärmel über den Tisch wischte, die Pfützen übergelaufener Getränke vermischte und verteilte und anschließend ein Sabaac-Deck auf die noch feuchte Oberfläche klatschte. Vom gegenüberliegenden Tisch erntete er einen neugierigen, herablassenden Blick eines Celaniten. Gesar trank einen Schluck und beobachtete, wie der Mann ihm gegenüber es ihm gleichtat. Dessen Augen weiteten sich leicht, wurden ein wenig glasig und sein Adamsapfel bewegte sich hastig auf und ab. Sobald der Mann den Flameout wieder abstellte, ging sein Atem kontrolliert, wie um eine heftige Reaktion zu unterdrücken.
Das schwarze Haar des Menschen mittleren Alters war fast schulterlang und ungekämmt. Seine Gesichtshaut war um Stirn, Nase und Kinn leicht rötlich gefleckt, das linke Augenlid zuckte von Zeit zu Zeit, woraufhin er den störenden Hautlappen stets mit dem Handrücken rieb.
»Eine Runde.« brachte er mit einem gekrümmten Lächeln hervor, dass schiefe Zähne zeigte. Seine Stimme würde in wenigen Jahren rauchig klingen. Vermutlich würde er auch einen Husten entwickeln.

Der Celanit war wieder in das Gespräch mit seiner Begleitung vertieft, ein paar Tische entfernt bereitete ein Duros sich darauf vor, seine Mitspieler zu betrügen, eine der Twi-Lek-Tänzerinnen wurde durch ihre Kollegin, die noch eben an seinem Tisch gewesen war, abgelöst. Der Barmann warf wieder und wieder angespannte Blicke auf den rechten der beiden Bildschirme, der das gestrige Podrennen wiederholte und säuberte ein Glas aufgrund seiner Ablenkung so gründlich, wie es stets der Fall sein sollte. Eine junge Togruta platzierte sich in Gesars Sichtfeld und verdeckte so das Gesicht des Barkeepers, jedoch verrieten auch die abgehackten Bewegungen seines überdimensionalen Leibes, dass er genervt war, von dem Rennen abgelenkt zu werden und das von einer Bestellung, die kein Geld einbrachte, wie Gesar gedanklich hinzufügte, als der Barmann bei der geübten Zubereitung alle alkoholischen Gefäße mied.
Neben dem Eingang brach ein Tisch in lautes Johlen aus, ein Gemisch aus Genugtuung, Bestürzung, Feindseligkeit und grimmiger Zufriedenheit. Der Duros hatte offenbar das sprichwörtliche Ass aus seinem Ärmel gezaubert.
»Nemoidianer!« zischte sein Sitznachbar ihm zu und es war mehr die Macht, die die Bedeutung des auf die Entfernung nicht hörbaren Wortes verriet. Es konnte auch die Reaktion des Duros sein: Er schnellte hoch und packte den Menschen beim Kragen und stieß ihn zurück. Es wurde lauter um die Kontrahenten und für einen Augenblick brachten sie die Twi-Lek-Tänzerinnen um das Monopol der Aufmerksamkeit in der Cantina. Ein Türsteher, seiner Statur nach womöglich ein naher Verwandter des Barkeepers, packte zuerst den Menschen am Kragen und schleifte ihn hinter sich her aus der Tür. Die Gäste mochten derartige Zwischenfälle, sodass er sich ausreichend Zeit nahm und den Duros erst anschließend auf ähnliche Weise hinaus eskortierte - nicht jedoch, bevor dieser sich seinen auf zweifelhafte Weise errungenen Gewinn gesichert hatte.

Die Macht war ein Durcheinander der von den Gästen ausgestrahlten Emotionen und nirgendwo war dieser Cocktail exotischer als in einer Cantina. Gesar fühlte sich auf eine absurde Art und Weise zu Hause.
»Dann wollen wir mal.« Sein Gegenüber rieb sich das linke Auge und begann, die Karten zu verteilen. Die Aufmerksamkeit des Jedi kehrte genau genommen nicht zu dem Mann zurück: seine Umgebung im Blick zu behalten war eine Angewohnheit, die zu tief verwurzelt und zu nützlich war, um sie nicht jederzeit zu kultivieren. Er machte eine kreisende Handbewegung, um seine Zustimmung auszudrücken und den Mann ein wenig zur Eile zu drängen.
Er hatte den Schmuggler zuvorderst aufgrund seiner Profession und verschiedener, bisheriger Auftraggeber erwählt, war sich inzwischen aber nicht mehr sicher, ob dessen schlichter Verstand tatsächlich nützliche Informationen bereithalten würde. Die Runde Sabaac würde er dennoch nicht abschlagen. Er trank einige weitere Schlucke und setzte mithilfe der Macht langsam den erhöhten Stoffwechsel in Gang, der den Alkohol erst gar nicht in sein System gelangen lassen würde.
»Gewinnst du, sage ich dir, wo du ihn findest. Gewinne ich, gehen die nächsten Drinks auf dich. Hälst du mich bei Laune, spielen wir noch eine Runde. Und noch eine, solange, wie du noch nicht besoffen genug bist, um dein Glück zu versuchen oder ich, um die Geschichte zu erzählen.« Das kehlige Lachen endete in einem Husten.
Und so spielten sie.

[Celanon City - Regg's Cantina]

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24 Oct, 2015 23:10 22 Gesar Sol ist offline Email an Gesar Sol senden Beiträge von Gesar Sol suchen Nehmen Sie Gesar Sol in Ihre Freundesliste auf
Shana Trees
Gast


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[Celanon, Celanon City, Spacers Section, Cantina „Reggs Cantina“ ]

Die Zeit, in der Shana auf ihren Kontakt wartete, rief ihr wieder in Erinnerung, das sie einfach nicht die Sorte Togruta war, die für Cantinas geschaffen war. Es war zu voll, es war zu laut, zu viel Alkohol machte die Runde. Nicht grade die besten Startbedingungen für jemanden, der selbst aus prinzipiellen Gründen keinen Alkohol trank und auch ganz allgemein betrunkene Personen nicht ausstehen konnte. Die üblichen Cantina Aktivitäten, sich betrinken einmal außen vor genommen, bewegten sich auch nicht sonderlich hoch auf ihrer Beliebtheitsskala. Mit Kartenspielen wie Sabacc oder Pazaak konnte sie nichts anfangen. Genau genommen verstand sie die Regeln noch nicht einmal. Und gab sich auch keine sonderlich große Mühe dabei, sie zu verstehen. Sie zählte sich auch nicht zu der Sorte Person, die wie bessere Affenechsen die Tänzerinnen anlechtzen. Wie viele von jenen Damen ihrer Tätigkeit wirklich freiwillig nachgingen, oder ein Dasein als inoffizielle Sklaven fristeten, wollte sie gar nicht wissen.

Sie hätte all diese Umweltbedingungen ganz gut ausblenden und sich auf die Podrenn- Wiederholung konzentrieren können, käme da nicht die lautstarke Erinnerung daran, in der anschaulichen Form eines Duros und eines Menschen, die aus dem Laden geschmissen wurden, was sie noch weniger ausstehen konnte, als Cantinas: Die Unterwelt, oder in diesem konkreten Fall eher dessen Vorstufe, die Entourage an halbseidenen und zwielichtige Personen, Betrüger und auch sonst die Art von Personen, die man an Orten wie diesen vorfand. Umso ironischer war der Umstand, dass sie sich selbst erstaunlich oft in genau diesen Kreisen wiederfand. Vielleicht war auch genau das der Grund für ihre Antipathie. Sie war ein paar Mal zu oft in den Nal Huttas, den Nar Shaddaas und den Socorros der Galaxis und hatte das hässliche Gesicht hinter der glitzernden Fassade gesehen, um den romantischen Vorstellungen der ehrenhaften Schmuggler und Glücksritter noch etwas abgewinnen zu können.

Als die Podrenn Wiederholung des Rennens auf Malastare schließlich mit dem Sieg eines Xamster endete, von dem sie noch nie zuvor gehört hatte, kam sie gar nicht erst dazu, das folgende Match zweier Grav-ball Mannschaften zu verfolgen. Nicht, das sie den Grav-ball Sport sehr viel spannender als den Rennsport fand. Aber sie hätte ihn jederzeit der nach zu viel Alkohol riechenden Alternative vorgezogen, die sich grade ungebeten ihr gegenüber an den Tisch setzte. Der Mensch mit seinem Dreitagebart und den fettigen, braunen Haaren war vermutlich irgendwo in seinen Dreißigern und war rein optisch so etwas wie der Inbegriff eines Fringers.

„Hallo, hallo, hallo. So eine schöne Perle sollte nicht ganz alleine an einem Tisch sitzen müssen. Aber keine Sorge. Palarr Huff ist ein echter Gentlemen, der weiß wann eine Schönheit in Not ihn braucht.“

Während Shana innerlich aufseufzte und sich frage, womit sie diese Ausgeburt eines schlechten Holostreifens nur verdient hatte, verdrehte sie äußerlich die Augen. Ein Signal, welches der angetrunkene und an Selbstbewusstsein nicht geizende Herr irgendwie nicht ganz zu verstehen schien. Er gab ihr nicht einmal die Zeit für eine Antwort, ehe er fortfuhr und Zweifel in Shana weckte, ob „angetrunken“ wirklich die passende Beschreibung war.

„Weißt du, ich steh ja total auf euch Aliens mit diesen… äh…. Tentakel-Dingern. Könnt ihr die eigentlich auch bewegen? Weißt du, Schätzchen, Palarr Huff hat ja schon einiges gesehen. Aber ich frag mich bis heute, wie ihr diese Dinger in einen Helm bekommt. Habt ihr eigene Raumanzüge für so was?“


Das Verlangen der Togruta, mit diesen Betrunkenen eine Konversation über ihre Montrals zu führen, bewegte sich derzeit in etwa auf derselben Stufe wie das Bedürfnis, in den Schlund eines Sarlaccs zu springen. Und wenn ihr Chrono ihr keine Streiche spielte, sollte ihr Kontakt auch jeden Augenblick aufkreuzen. Weder wollte sie die Situation erklären müssen, noch eine Szene veranstalten, um Palarr wieder los zu werden. Der eleganteste Weg aus ihrer Lage war ein Geistestrick, wie Shana fand. Nicht, das sie in dieser Machttechnik überdurchschnittlich begabt war. Aber für einen Betrunkenen sollte es ausreichen. Eigentlich vermied sie es, ihre Kräfte in der Macht inflationär einzusetzen. Aber in dem halbdunkel der Cantina würde ihr kleiner Handwink kaum auffallen, geschweige denn jemand bemerken, was sie da Tat.

„Hör mal, du willst mich jetzt wirklich in Ruhe lassen. Geh nach Hause und schlaf deinen Rausch aus.“

Ganz wie erhofft, ging der Einsatz der Macht schnell und unbemerkt über die Bühne. Palarr wiederholte ihre Worte in monotonem Tonfall und verzog sich. Grade rechtzeitig, da die junge Togruta keine drei Minuten später ihren Kontakt, den Duros Caddum Bra im Cantinaeingang stehen sah. Nachdem sie mit einem Handwink auf sich aufmerksam gemacht hatte, fand sich das Alien an ihrem Tisch wieder, wo es gleich ein freundliches Lächeln aufsetzte.

„Schön dich mal wieder zu sehen. Ne Weile her, seit der Sache auf Garos IV. Hör mal, was mit den anderen passiert ist… mein Beileid.“

Soviel dazu, ihre toten Freunde und Kameraden auszublenden. Auch wenn sie dem Duros die Worte natürlich nicht übel nehmen konnte. Zwar brachte sie ein „Danke“ heraus, Caddum schien jedoch recht schnell zu registrieren, das die „Darkest Hour“ kein Thema war, über das sie grade sprechen wollte. Mit einem Räuspern griff er in eine seiner Jackentaschen und zog eine Holodisc hervor, die er über den Tisch zu ihr hinüber schob.

„Ich hab mich ein wenig ungehört und ich glaube, ich habe genau das richtige für dich gefunden. Ganz nach deinem Geschmack. Ich kenn dich ja.“

Es wäre eine maßlose Übertreibung, zu behaupten er würde sie kennen. Aber sie widersprach nicht.
„Schau´s dir an einem ruhigen Plätzchen an. Da steht alles drauf, was du wissen musst. Und keine Sorge. Das Zeug ist verlässlich. Du weißt ja, wie du mich erreichst, wenn etwas ist. Also… wir sehen uns dann. Pass auf dich auf. Und viel Glück.“

„Wie sehen uns. Und Danke.“

Während der Duros die Cantina nach dieser eher wortkargen Unterhaltung wieder verließ, steckte Shana die Holodisc ein und trank den letzten Schluck ihres Drinks. Es gab keinen Grund mehr für sie, länger in Reggs Cantina zu bleiben. Sie warf noch einen dezenten Blick durch den Laden, um zu schauen ob irgendjemand übermäßiges Interesse an ihrer kleinen Übergabe zeigte, verließ dann aber die Cantina, als dem nicht so war.

[Celanon, Celanon City, Spacers Section, Straßen vor Reggs Cantina ]

26 Oct, 2015 18:39 53
Gesar Sol
Rollenspiel-Charakter




Dabei seit: 16 Aug, 2015
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[Celanon City - Spacer's Section - Regg's Cantina]

Gesar legte den vollen Sabaac vor sich ab und signalisierte der Kellnerin die Bestellung weiterer Getränke.
Ein Lachen zog an seinem Mundwinkel und sein Gegenüber bezog es offenkundig auf seine erneute Niederlage. Dass sein Amüsement dem Vertreter seiner eigenen Spezies galt, der sein Glück bei der vor kurzem eingetroffenen Togruta versuchte, behielt Gesar für sich. Die Macht spülte die Ausläufer der Ablehnung der jungen Frau an den Rand seiner Wahrnehmung und er wartete ihre zweifelsohne lohnenswerte Reaktion ab. Die Andeutung eines Lächelns verschwand augenblicklich aus seinem Gesicht und nahm sein Interesse an einer weiteren Runde Sabaac mit sich.
»Kommen wir zu dem Punkt, an dem du deinen Einsatz einbringst.« Es brauchte nicht einmal die Macht, um seinen Worten Nachdruck zu verleihen, drei Flameouts hatten ihre eigene Wirkung entfaltet und neben der Zunge seines Gegenübers auch einen verschrobenen Akzent gelöst und Gesar fragte sich beiläufig, ob das Getränk neben Alkohol eine weitere Droge enthalten musste.
»Nech, is' es soweit! Wär' ich du, was ja nech so ist, Dank'en Sternen, frag' ich bei 'en Naan. Naon.«
»Und wer ist er
»Ich weiß 's nech!« Sein Gesprächspartner blickte ihn bedeutungsvoll an und begann zu lachen, solange, bis er sich die Tränen aus dem gesunden und dem zuckenden Auge wischte.
Gesar atmete aus, entließ seinen Verdruss in die Macht. Die Informationen waren mangelhaft, das Spiel kaum originell und die Gesellschaft dürftig. Neben den wirren Emotionen, die der Mann ausstrahlte, spürte er latent darunter auch unspezifische Furcht, nahm aber zugleich wahr, dass er die Wahrheit gesagt hatte. Die Naon also, eine Handelsgilde. Im richtigen Teil der Stadt hielt er sich bereits auf, allerdings gab es eine andere, dringliche Angelegenheit, der er sich zu nächst widmen musste. Er hinterließ einige Credits und überließ den Schmuggler seinem fragwürdigen Zustand: die Macht und nicht zuletzt sein eigenes Bedürfnis geboten ihm, den Ort zu verlassen - jetzt.
Die Togruta, die den unwillkommenen Besucher mithilfe der Macht zu ihren Gunsten manipuliert hatte, hatte jemanden getroffen und anschließend die Cantina verlassen. Das Gespräch war Gesar aufgrund seiner eigenen Unterhaltung entgangen, jedoch war dessen Inhalt auch nicht Gegenstand seines Interesses.
Er verließ Regg's Cantina und wurde sofort in die außerhalb strömenden Massen aufgenommen. Seine Machtsinne waren keine Hilfe, er hatte nur ein vages Gefühl für die Präsenz, nach der er suchte und um ihn herum waren zu viele andere Personen, die zudem mit jedem Moment wechselten. Der Jedi versank tiefer in die Macht, übergab sich ihrer Führung und ließ seine Schritte lenken. Drei Verkaufsstände nacheinander boten Droiden oder Teile von Droiden feil, ein weiterer eine fragwürdige Mischung von Gewürzen und Teilen einst lebendiger Kreaturen, deren Ursprung inzwischen vollkommen unkenntlich war. Hinter dessen Ecke verschwand eine gestreifte Lekku, deren Länge auf eine Togruta des Alters hindeutete, nach der Gesar suchte. In gerader Linie bewegte er sich durch die ihm unbewusst ausweichende Menge und betrat wallenden Mantels ebenfalls die angrenzende Gasse. Celanon City war in jeder Hinsicht überbevölkert, für viele, insbesondere Händler, fand ein Großteil des Lebens draußen statt und die Verfügbarkeit eines Marktes zu jeder Tages- und Nachtzeit zog entsprechend Kunden an. Die Gegend war vornehmlich künstlich beleuchtet und der Jedi benötigte einen Moment, ob die Togruta wiederzufinden. Sie durchquerte die Gasse zielstrebig und Gesar folgte ihr mit mehr Abstand, als notwendig gewesen wäre und war auf verquere Weise erleichtert, als ihr Weg sie zuletzt in einen weniger frequentierten Straßenabschnitt führte. Die lose, kreisförmige Struktur der Stadt erlaubte es ihm, eine Nebenstraße zu wählen, um sie zumindest seitlich abzufangen, anstatt sie wie der Verfolger, der er war, von hinten anzusprechen. Indem er sie konfrontieren, ging er ein großes und nicht kalkulierbares Risiko ein. Die Macht vermittelte keinen unmittelbaren Sinn von Gefahr, doch musste das abhängig von der Identität der Togruta nichts bedeuten. Und das Risiko musste er trotz möglicher Gefahr eingehen, die Alternative war nahezu nicht denkbar.
»Entschuldigen Sie, Miss.«, wählte er eine neutrale Anrede. Ein höfliches Nicken und entgegen der Gewohnheit zumindest leicht gesenkte Schilde, die, falls abgetastet, seine friedliche Absicht vermitteln würden. Er hielt ihren Blick, sobald sie zu ihm gesehen hatte.
»Mir ist nicht entgangen, dass Ihr Interesse an Gesellschaft begrenzt ist, jedoch konnte ich nicht umhin, die außergewöhnlich überzeugende Natur Ihrer Argumente in der Cantina zu bemerken. Eine faszinierende Fertigkeit, mancher würde sagen, einer Jedi würdig.« 'Und mancher das Gegenteil.'
Er war nahezu einen Kopf größer als die junge Frau und musterte sie diskret. Ihren Lekku nach zu schließen war sie eine junge Erwachsene und er meinte in ihrem Gesicht Züge zu sehen, die entweder ungewöhnlich waren oder jemand ihren Alters nicht bereits aufweisen sollte. Bemerkenswert war jedoch die Macht, seit er an sie herangetreten war: die unsichtbaren Strömungen schienen sich zu erheben, zu erstarken, zu drängen oder zuzustimmen - es erschien Gesar wie ein leichtes, jedoch unkörperliches Gefühl von Schwindel und es gab ihm Rätsel auf.


Einige Gebäudekomplexe entfernt stützte sich ein Schmuggler an einer schmutzigen Wand ab. Der Rücken war gekrümmt und er atmete heftig. Laufen konnte so schwierig sein, so verflucht schwierig. Alkohol und ein undefiniertes Brennen krochen seine Speiseröhre hinauf und er schluckte wiederholt und angestrengt.
»Vegho.« Eine Hand tätschelte seine Schulter und er erkannte die Stimme, sah deshalb nicht auf.
»Mit wem hast du dich getroffen?«
»Mit keim.«
Eine Faust traf in seine Magengegend und gab dessen Inhalt den entscheidenden Schubs. Keuchend und um Luft ringend übergab er sich, wohin genau konnte der Unglückliche ob der schwarzen Flecken in seinem Sichtfeld nicht sehen. Es tat weh, höllisch weh und auch wieder gar nicht, nur ein Schatten von einem Schmerz. Was hatte er getrunken?
»Ich hab's dir gesagt. Mit ihm ist nichts anzufangen.«
»Das sehe ich. Vegho, jetzt geht es dir besser, nicht wahr? Mit wem hast du dich also getroffen? Er hat den Laden kurz nach dem Duros verlassen und du weißt, Unbekannte in der Gleichung sollten schnell aufgelöst werden.«
»Ich. Weißes nich. Er. Hat mich gefunn. Beim Raumhafen.«
»Vollkommen nutzlos, ich sag's dir.« Und da nutzlos besser war als gefährlich, lebte Vegho weiter und schlief bald darauf am Rand der brummenden und gedeihenden, zweifelhaften Marktstraße.

[Celanon City - Spacer's Section - Gasse]

27 Oct, 2015 01:30 34 Gesar Sol ist offline Email an Gesar Sol senden Beiträge von Gesar Sol suchen Nehmen Sie Gesar Sol in Ihre Freundesliste auf
Shana Trees
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[Celanon, Celanon City, Spacers Section, Gasse ]

Es hätte ein ruhiger, schöner Tag werden können. Sicher, die Szene mit den Trunkbold in der Cantina war lästig, aber nichts worüber Shana sich unnötig den Kopf zerbrochen hätte. Sie hätte auf ihr Zimmer gehen, die Disc anschauen, ein schön warmes Bad nehmen, gut Essen oder den restlichen Tag im Holonet verbringen können. Vielleicht auch irgendetwas anderes, das ihr in dieser Zeit eingefallen wäre.

Wäre da nicht dieser Mann gewesen. Zunächst hatte sie sich nichts Böses gedacht, als er sie ansprach. Äußerlich sah der Herr zwar nicht so aus, als sollte man sich leichtfertig mit ihm anlegen, aber das hatte sie ja auch gar nicht vor. Wären da nicht die Worte, die auf seine Begrüßung folgten und, höfliches nicken hin oder her, sämtliche ihrer mentalen Alarmsirenen roter-als-rot aufheulen ließen. Nicht nur verrieten seine Worte, das dieser Mensch ihre kleine Unterhaltung mit dem Betrunkenen verfolgt, wenn nicht gar belauscht hatte, es ließ auch den Schluss zu, das er ebenfalls ihr Treffen mit ihrem Widerstandskontakt beobachtet hatte. Mehr noch, er hatte sie nach ihrem Treffen in der Cantina durch die Straßen Celanon-Citys verfolgt, um sie hier, ausgerechnet in einer weniger belebten Straße, abzufangen. Der vielleicht besorgniserregendste Punkt war jedoch seine andeutende Worte, das er von ihrer Machtsensitivität zu wissen schien. Mehr noch, er sogar das Wort Jedi benutzte. Hier, tief im Herzen eines Rest-Imperiums, wo die Bedeutung dieses Wortes einem Todesurteil gleichkäme. Wer bei den Sternen war dieser Mann? Ein Häscher Zsinjs? Hatte man sie nach dem gescheiterten Angriff auf die Cardan-Raumstation verfolgt und gefunden? Stand ihr jeden Moment ein erbittertes Gefecht mit Sturmtruppen oder schlimmer, Zsinjs Raptors bevor? Verschiedene Optionen schossen ihr durch den Kopf. Flucht? Nein, das wäre nicht ihr Ziel. Nicht, bevor sie nicht zumindest diesen Kerl umgelegt hätte. Lichtschwert? Nein, zu unverkennbar. Würde alles nur noch schlimmer machen. Ihr Blaster? Eine Option, aber laut. Vielleicht ihr Vibromesser? Leiser, aber sie müsste das Risiko eines Nahkampfes eingehen. Und sie hatte bereits festgestellt, dass die Statur des Mannes verriet, das er sich vermutlich zu wehren wusste. Für den Fall der Fälle würde die Wahl spontan zwischen ihrem Blaster und ihrem Vibromesser fallen. Natürlich bestand noch immer die Möglichkeit, das der Mann kein imperialer Agent, kein Kopfgeldjäger oder irgendjemand anderes war. Vielleicht einfach nur ein anderer Machtsensitiver, der dumm oder lebensmüde genug war, auf einer imperialen Welt das Wort „Jedi“ laut auszusprechen. Aber daran glaubte sie nicht. Nicht hier, auf Celanon. Nicht, kurz nachdem sie sich mit einem Widerständler zu einer Übergabe getroffen hatte.


All diese Fragen und Erwägungen schossen durch ihren Kopf, als ihr taktisches Denken die Situation übernahm. Wer oder was auch immer dieser Mann war, sie musste das Gespräch mit dem Unbekannten nutzen um zu erfahren, in welche Lage sie geraten war. Sie hatte ihre rechte Hand an die Hüfte gestemmt, kurz über dem Holster ihrer DL-18 Blasterpistole, um ihn im Zweifelsfall schnell greifen zu können. Ihre Körperhaltung, ebenso wie ihr Blick verrieten Misstrauen und Vorsicht. Ebenso wie ihre Worte.

„Da wo ich herkomme, gilt es als ausgesprochen unhöflich, seine Nase in fremder Leute Angelegenheiten zu stecken. Oder sie durch die Straßen zu verfolgen. „

Die Antwort des Unbekannten wurde begleitet von einem zustimmenden Nicken.

„Oder ihren freien Willen ganz nach Belieben zu formen und zu biegen, natürlich. Außer, die Umstände rechtfertigen ein Abweichen von der Norm, würden Sie nicht zustimmen?“

Damit hatte Shana ihre Bestätigung. Dieser Mann wusste, das sie die Macht einsetzen konnte. Was natürlich noch immer die Frage nicht beantwortete, was er eigentlich von ihr wollte. Die Frage überging die Togruta schlichtweg. Schließlich wollte sie keinen Plausch, sie wollte Antworten. Möglichst bevor ein Kommandotrupp von Zsinj ihr in den Rücken schoss.

„ Wer sind sie und was wollen sie von mir? Und ich hofffe, sie sind sich bewusst, welche Konsequenzen es haben kann, das "J“- Wort hier auf offener Straße auszusprechen."

[Celanon, Celanon City, Spacers Section, Gasse ]

28 Oct, 2015 21:05 02
Gesar Sol
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[Celanon City - Spacer's Section - Gasse]

In den Augen der jungen Frau stand Abwehr in großen Lettern geschrieben, ihre gesamte Haltung verriet Vorsicht und Bereitschaft zu jeder notwendigen Reaktion. Auch die Macht war von verschiedenen Emotionen gefärbt, beherrscht von Misstrauen.
Die Entgegnung der Togruta war leicht ungehalten, ein eleganter Block in Makashi Art. Die Antwort des Jedi machte sich die entfaltete Energie zunutze, eine Finte, aber sie wusste es besser, als darauf hereinzufallen: Taktische Neugruppierung und ein direkter Angriff, dem auszuweichen Gesar nicht beabsichtigte.
Er traute seinen Instinkten und der Macht und keines von beidem vermittelte einen Sinn von Gefahr. Auch die Reaktion der Frau schien authentisch und vor allem die jemandes zu sein, der sich mehr um die angesprochenen Konsequenzen sorgte, als diese zu bewirken.
Und dennoch blieben restliche Zweifel, die so einfach nicht auszuräumen waren. Es war unebenes, verräterisches Terrain, auf dem sie sich bewegten, eines, auf dem ein falscher Schritt gefährlich oder tödlich sein mochte. Sein Gegenüber war sich dessen offenkundig bewusst und Gesar erkannte ihren Mut und ihre Selbstbehauptung an. Sie war kein gewöhnlicher Bewohner dieses oder irgendeines anderen Planeten.
Er nickte erneut, langsam.
»Die, die diesen Namen tragen, erfreuen sich tatsächlich einer ungeahnten Ruchlosigkeit.« Ein Schatten von Humor geisterte in seinen Gesichtszügen.
»Wir haben eine unerwartete Gemeinsamkeit. Womöglich teile ich mit Ihnen oder«, im Hinblick auf ihr vermutliches Alter, "mit einem Ihrer möglichen Bekannten auch einen Teil der Vergangenheit.« Seine Worte änderten nichts an ihrer Haltung, sie war noch immer bereit zum Sprung, sei es zum Angriff oder zur Flucht.
»Das beantwortet noch immer nicht, was sie von mir wollen. Ich bezweifle, dass sie mich belauscht und verfolgt haben, nur um "Hallo" zu sagen.«
In den Augenwinkeln des Jedi deuteten sich Lachfalten an. Was, wenn seine Absichten gerade soweit reichten? Weiter, als sie anzusprechen, hatte sein Plan nicht gereicht. Zwar hatte er keine sichtbare Reaktion provoziert, aber die junge Frau hatte seine Vermutung auch nicht von der Hand gewiesen. Wollte sie der Situation tatsächlich entkommen, hätte sie den aus ihrer Sichtweise zweifelsohne alten Mann und sein Gerede als illusorisch abtun können. Dennoch war sie hier und es musste sie, in Anbetracht ihrer selbstbewussten Haltung, mehr dazu bringen, als der Unwillen, ihm den Rücken zuzuwenden. Gesar schwieg einen Moment und betrachtete sie abschätzend auch mit seinen Machtsinnen. Wenn ihr Wissen von seinen möglichen Affiliationen eine Gefahr für ihn darstellte, hatte er ohnehin bereits zu viel gesagt.
»Nichts.« antwortete er nachdenklich. »Wenn Ihnen an dieser Unterhaltung nicht gelegen ist.« Er blickte betont zu ihrer Hand, die nahe des Holsters an ihrer Hüfte ruhte.
»Dass Sie für die Macht empfänglich sind, haben Sie bereits bewiesen. Konzentrieren Sie sich und machen Sie sie sich zu nutze. Sie werden feststellen, dass ich es ernst meine, wenn ich zum einen sage: Sie sind frei zu gehen.« Eine sparsame, von sich weisende Geste unterstrich seine Worte.
»Und zum anderen: Ich habe Ihr Gespräch nicht belauscht.« Er senkte seine Schilde ein wenig weiter, um die Wahrheit seiner Worte auch in der Macht sichtbar zu machen.
»Gefolgt bin ich Ihnen allein aufgrund Ihrer Fertigkeit in der Macht.« Sein warmer Bariton war ruhig und geduldig. »Es ist lange her, seit ich jemanden wie Sie - oder mich - getroffen habe. Sie werden verstehen, dass ich mich für Ihre Geschichte interessiere und noch mehr für die desjenigen, der Sie den Umgang mit der Macht lehrte.« Dass er die Person womöglich sogar kannte, erschien ihm nach den vergangenen Jahrzehnten selbst so unwahrscheinlich und eine zu große Hoffnung, als dass er sich erlauben würde, sie zu hegen. Zudem: die Zeit hatte ihn verändert, sicherlich waren andere demselben Schicksal erlegen. Er realisierte, dass ihn auch der Anblick einer der seinen - jedenfalls potenziell und wenn auch einer anderen Generation zugehörig - die ihm, einem Jedi, so skeptisch und misstrauisch gegenüberstand, aus der Fassung brachte.
»Allerdings und auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Bitte.« Er wies auf die Gasse in die Richtung, in die die Togruta zuvor unterwegs gewesen war.

[Celanon City - Spacer's Section - Gasse]

30 Oct, 2015 21:42 13 Gesar Sol ist offline Email an Gesar Sol senden Beiträge von Gesar Sol suchen Nehmen Sie Gesar Sol in Ihre Freundesliste auf
Shana Trees
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[Celanon, Celanon City, Spacers Section, Gasse ]


Die Worte des Unbekannten ließen keinen Zweifel: Sie hatte einen anderen Machtanwender vor sich. Definitiv älter und damit zwar nicht zwangsläufig, aber doch wahrscheinlich mächtiger als sie. Zumindest, was die Fertigkeiten im Einsatz der Macht betraf. Die entscheidende Frage war jedoch: Welche Art von Machtanwender? Er eröffnete ihr kleines Gespräch, in dem er das J-Wort fallen lies. Dieser amüsante Zug, der über sein Gesicht zog, als er über jene Gruppierung sprach, nahm Shana als weiteres Indiz wahr. Zuletzt die Andeutung einer möglichen, gemeinsamen Vergangenheit. Und die Zahl der Gruppierungen von Machtanwender, die groß und bekannt genug waren, um mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit von einer gemeinsamen Zugehörigkeit auszugehen, ließen sich an einer Hand abzählen. Oder, besser gesagt, eher an einem Finger.
Hatte sie einen Jedi vor sich? Der Gedanke erschien ihr fast surreal. So viele Jahre nach dem Ende des Ordens, so viele Jahre nachdem seine Mitglieder gnadenlos durch das Imperium gejagt wurden. Natürlich hatte ihr Meister, selbst ein ehemaliger Jedi, ihr einiges von diesen Leuten erzählt – das wenigste davon positiv – aber sie hatte nie wirklich damit gerechnet, jemals wirklich einen solchen zu treffen. Falls der Unbekannte denn ein Jedi war. Was natürlich nach wie vor noch immer ein „falls“ von der Größe eines Huttenhintern war.

Sie hatte kaum Zeit, auch nur im Ansatz all die möglichen Implikationen gedanklich durchzugehen, als der Unbekannte auch schon die Behauptung aufstellte, einfach nur mit ihr sprechen zu wollen. Es stünde ihr frei, zu gehen. Einfach so. Und auch wenn sie eine gewisse Ehrlichkeit in seinen Worten zu spüren meinte, bedeutete diese Tatsache rein gar nichts für sie. Er war älter. Entsprechend auch erfahrener. Vielleicht war es einfach nur eine Täuschung? Und sein Interesse an ihrer Geschichte stellte sie zu allem Überfluss auch noch vor eine Zwickmühle.
Sie würde kaum erzählen können, das sie eine überzeugte Widerstandskämpferin gegen die Rest-Imperien war, ausgebildet von einem gefallenen Ex-Jedi, der seine alten Ordensbrüder als ignorant und unfähig ansah. Sie konnte nicht einfach sagen: „Hallo, mein Name ist Shana und im Kampf gegen die Imps habe ich Dinge getan, die als Terrorismus oder Kriegsverbrechen durchgehen würden.“ Auf der anderen Seite hingegen lag auch eine potenziell wertvolle Chance direkt vor ihren Füßen. Man stolperte schließlich nicht jeden Tag über einen anderen Machtanwender. Sie schätzte die Chancen, das der Fremde den Imps abgeneigt war, als durchaus wahrscheinlich ein. Es brauchte schließlich wirklich nicht sehr viel, um die Imps, ganz gleich welchen Rest-Reiches, nicht ausstehen zu können. Vorallem, falls es wirklich ein Jedi war. Wenn sie mit ihren Vermutungen richtig liegen würde und der Fremde sich potenziell davon überzeugen lassen könnte, den Imps in den Hintern zu treten… eine vielleicht einmalige Gelegenheit!
Shana entschloss sich, auf das Gesprächsangebot einzugehen. Und sei es nur wegen dem Reiz, vielleicht einen echten Jedi zu treffen und zu sehen, wie diese Leute, von denen sie bisher so viel schlechtes gehört hatte, wirklich waren.


„Hören sie, Mister Namenlos. Wenn sie einen kleinen Plausch wollen, schön. Aber unter zwei Bedingungen. Erstens, nicht hier draußen, mitten auf der Straße. Und zweitens…so lange wir hier in aller Öffentlichkeit sind, hören sie auf die „J“ und „M“- Worte zu benutzen. Sie bringen uns beide noch in Schwierigkeiten.“

Natürlich hätte Shana ihr „nicht hier, auf der Straße“ konkretisieren können, entschied sich spontan jedoch dagegen. Sicher, dem Unbekannten die Wahl einer privaten Lokalität zu überlassen barg Risiken, aber vielleicht verriet seine Wahl auch etwas über ihn. Zudem gab sie selbst somit auch keinen ihrer sicheren Orte preis.

„Ich hoffe, sie kennen einen Ort, wo wir ungestört reden können. Gehen sie vor, ich bin direkt hinter ihnen.“

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08 Nov, 2015 22:41 33
Gesar Sol
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[Celanon City - Spacer's Section - Gasse]

Ein Nicken bekundete Einverständnis mit den von der jungen Frau gestellten Bedingungen, sie waren einfach genug zu erfüllen.
»Eine harte Verhandlungspartnerin. Aber ich denke, es lässt sich einrichten.« Seine Stimme war ernst, überdeckte den darunterliegenden Humor aber nicht vollständig.
Mit einer Kopfbewegung gab er die Richtung vor und verließ die Gasse für eine andere, die sie gewissermaßen in den Äußeren Rand Celanons führte.
Was immer ihre Geschichte war, sie musste der energischen Togruta ausreichend Grund bieten, sich stets bedeckt zu halten.
'Das J-Wort' dachte er in einem Anflug dunklen Humors, 'das ist also von uns übrig geblieben. Immerhin so viel.'
In der Präsenz gleich hinter ihm stritten Skepsis, Misstrauen und etwas, das er überrascht als eine vage Hoffnung, jedenfalls ein gewisses Erfolgsversprechen einzuordnen glaubte.
Einzelne Fußgänger kreuzten ihre Weg und keiner von ihnen schenkte ihnen mehr als einen zweiten Blick oder schien sie überhaupt wahrzunehmen, so wie es in größeren Städten in der Regel üblich war. Seitlich reihten sich viele geschlossene, heruntergekommene Lokalitäten auf, vereinzelte Reparatur-Shops oder als Wohnraum dienende Komplexe wechselten sich mit Lagergebäuden ab. Die, die noch nicht geschlossen hatten, waren im Begriff, ihr Geschäft für die Nacht vorzubereiten, ein Lagertor war zur Hälfte heruntergefahren und Leuchttafeln änderten ihre Anzeigen.


Ein streuender, mausähnlicher Säuger streckte zuerst die Nase um die Ecke und ein prüfendes Schnuppern später folgte der übrige, pelzige Körper auf überlangen, kräftigen Hinterbeinen. Für ein wild lebendes Tier war es wohlgenährt, die einige Blocks entfernten Märkte warfen auch für die Aussätzigen eine ausreichende Lebensgrundlage ab.
Animalischer Instinkt ließ es die Ohren aufstellen, womöglich eine bei seiner Art latent ausgeprägte Machtverbindung ließ es schnell wieder des Weges entfliehen, den es gekommen war.

Die Macht brannte in einem Leuchtfeuer von Warnung. Ein Blasterschuss schlug ein, wo einer von ihnen eben noch gestanden hatte.

»Hier.« Gesar bedeutete seiner Begleiterin, sich unter dem halb offen stehenden Lagertor hindurchzubücken und folgte ihr einen Moment später. Der weitläufige Raum mit hohen Decken war teilweise bis zum Rand vollgeräumt und lag in einem düsteren Halbdunkel. Gesar suchte und fand das seitlich gelegene Bedienfeld und zog seine Hand im letzten Augenblick weg, bevor sie getroffen werden konnte. Der Schuss schlug hingegen in das Bedienfeld ein und ließ es qualmend, schmorend und zischend zurück. Das Tor rastete ein und schien nicht die Absicht zu haben, sich in nächster Zeit vollends zu schließen.
»Hey - was wird das?« Gesar musterte den zwischen einer Ansammlung Kisten hervorgetretenen Sicherheitsbeamten. Erst schießen, dann reden war offenkundig seine Vorgehensweise und hatte den Angreifern damit Tür und Tor offen gelassen.
'Wundervoll.'
Weitere Schüsse schlugen in das Tor ein. Vollkommen überflüssig, hatte Gesar schon immer gefunden, doch waren die hinterher gesetzten Schüsse vermutlich ein Ventil für die Frustration, die ihr Entfliehen verursacht hatte.
»..was ist da draußen los?« Der menschliche, schlicht uniformierte Sicherheitsbeauftragte hatte inzwischen seinerseits seine Waffe auf sie gerichtet. Ein Standard-Modell, darauf ausgerichtet, bewegungsunfähig zu machen, nicht zu töten. Der Lauf des Blasters schwenkte zwischen den Eindringlingen hin und her und spiegelte damit die Unentschlossenheit seines Trägers wider.
Der hochgewachsene Mann erschien ihm auf den ersten Blick bedrohlicher, jedoch war die Togruta offensichtlich bewaffnet - und macht im Übrigen auch nicht den Eindruck, als würde sie sich übertölpeln lassen.

Feindliche Willensrichtungen, zwei zur linken Seite der Gasse außerhalb, zwei zur rechten. Sie kamen näher und es würde nur wenige Augenblicke dauern, bis sie sich Zutritt zu dem Gebäude verschafft hatten. Keine Zeit für elegante Lösungen oder gar Erklärungen. Effizienz war entscheidend. Gesar überwand die kurze Distanz, die ihn von dem Mann trennte und eine subtile Machtmanipulation führte dazu, dass zwei nun nicht mehr auf ihn gerichtete Schüsse fehlgingen. Ein geübter Handgriff ließ den Blaster den Besitzer wechseln und ein Betäubungsschuss traf den Sicherheitsbeamten in der Brust. Gesar fing ihn auf, bevor er zu Boden ging und schleifte seine bewusstlose Gestalt hinter eine Reihe Container in sichere Deckung.
»Bereit?« stellte Gesar die eher rhetorische Frage an seine Begleiterin gerichtet, kurz bevor er sämtliche Fragen nach dem Wer und Weshalb an den Rand seines Bewusstseins drängte und die Angreifer hockend zu den Seiten des Tores Aufstellung nahmen und das Feuer eröffneten.

[Celanon City - Spacer's Section - Lagerhaus]

15 Nov, 2015 19:17 07 Gesar Sol ist offline Email an Gesar Sol senden Beiträge von Gesar Sol suchen Nehmen Sie Gesar Sol in Ihre Freundesliste auf
Shana Trees
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[Celanon, Celanon City, Spacers Section, Gasse ]

Mit einem wachen Auge verfolgte Shana die Route, auf die Mister Unbekannt sie beide führte. Nicht nur, um sich den Weg einzuprägen, sondern auch um zu schauen, ob er sich direkt zu seinem Ziel begeben würde, oder erst Umwege nehmen würde, die es schwerer machen würden den Marschweg zu verfolgen. Soweit sie es beurteilen konnte, war ersteres der Fall. Er musste sie in die äußeren Bezirke Celanon Citys führen, zumindest schloss sie soviel daraus, das die Lokalitäten auf ihrem Weg zunehmenden schmuddeliger wirkten und sie in der ferne über den Dächern keine Skyline erkennen konnte, die zweifelsohne zu sehen wäre, würden sie tiefer in das innere der 70 Millionen Metropole gehen. Der Tag näherte sich allmählich dem Ende. Während die meisten Geschäfte auf ihrer Route bereits geschlossen hatten, nahm dafür das bunte Farbenspiel der gewaltigen Leuchtreklamen seinen lauf, das nun den dunkleren, bewölkten Himmel hell und farbenfroh erleuchtete und sie fast glauben ließ, sie wäre auf Nar Shaddaa.

Bisher war Shana nicht der Meinung gewesen, das heute ein schlechter Tag war. Sicher, der Schwachkopf in der Cantina war nervig, aber diesen kleinen Zwischenfall hatte sie bereits wieder so gut wie vergessen. Auch das plötzliche auftauchen des unbekannten Menschen hätte sie bis eben noch als merkwürdige Skurrilität durchgehen lassen. Doch als sie ein gewisses Gefühl in der Macht spürte, das berühmte, „ganz miese Gefühl“, und Augenblicke später ein Blasterbolt dort einschlug, wo ihr mysteriöser Begleiter eben noch gestanden hatte, wusste sie, das heute einer dieser Tage war. Reflexartig griff ihre Kampfausbildung, ihre Blasterpistole wanderte aus dem Holster in ihre Finger und sie eilte weg von der Straße, hin zur nächsten Wand, um nicht mitten im Schussfeld zu stehen. Mit einem ersten, spähenden Blick in die Richtung, aus der der Schuss kam, ließ sich nichts erkennen. Ein Grund mehr für Madame, innerlich zu fluchen. Hatten die Imps sie so schnell aufgespürt? Waren das überhaupt die Imps, oder einfach nur irgendwelche Straßengangs, in dessen Territorium Mr. Unbekannt sie unwissentlich …. oder wissentlich geführt hatte? Wenn ihr Begleiter sie tatsächlich in dieses Schlamassel gezogen hatte, würde er sich etwas anhören können. Das heißt, wenn sie ihn nicht einfach gleich erschießen würde. Dieses Urteil behielt sie sich noch vor. Der Umstand, das Mr. U einen halb offenen Lagereingang gefunden hatte, durch den sie huschte, erhöhte zumindest die Chance, nicht von ihr erschossen zu werden, da es ein gutes Indiz dafür war, das er sie nicht bewusst in einen Hinterhalt gelockt hatte.

Überraschender Weise stellte sich das innere des Lagerhauses, in das sie geschlüpft war, als so etwas wie ein feuchter Traum für alle Freunde eines anständigen close-quarter-combats heraus. Eine schlecht beleuchtete, völlig zugepackte Halle, für dessen Ordnung sie die verantwortlichen Warenlogistiker normalerweise vermöbelt, im jetzigen Fall aber wohl eher geküsst hätte. Wie aus einem Reflex hätte sie dem Sicherheitsmann, dem das ungleiche Paar durch das Eindringen in seine Halle wohl grade den schlimmsten Arbeitstag seiner Karriere beschert hatte, einen Blasterbolt in die Brust gejagt. Wäre sie alleine, hätte sie vermutlich nicht einmal gezögert. Was ihren Abzugfinger zurückhielt war die Anwesenheit des Fremden, bei dem sie nicht einschätzen konnte wie er reagieren würde, wenn sie ohne großes Federlesens einfach einen armen Sicherheitsmann erschoss, nur weil er zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort war. Zu ihrer Erleichterung sorgte die schnelle Reaktion des Unbekannten dafür, das sie ihn weder erschießen musste, noch das der Sicherheitsmann sie wegen ihres zögerns erschoss. Ausserdem hatte er ihr in diesem Zuge auch gleich noch die Bestätigung geliefert, das er etwas von kämpfen verstand. Nicht, das sie diesen Umstand bei der Statur großartig angezweifelt hätte, aber jetzt hatte sie Gewissheit. Mit einem Handzeichen gab sie dem Unbekannten zu verstehen, sich aufzuteilen und sich zwischen all dem Gerümpel zu verstecken. Jedenfalls hoffte sie, das er ihre Handzeichen verstand und sie nicht für einen Schwachkopf hielt.

Sie selbst versteckte sich hinter einer Reihe von Kisten in einem der besonders schlecht beleuchteten Abteile der Lagerhalle. Für das geringe Zeitfenster, das sie hatte ehe die Angreifer ins Innere eindringen würden, ein relativ guter Fund. Und wieder einmal eine Erinnerung daran, das sie in Momenten wie diesen die Biologie dafür verfluchte ihrer Spezies Montrals geschenkt zu haben, wegen derer sie sich besonders tief duckten musste, damit dessen Spitzen nicht verräterisch über die Deckung lugten. Nicht, das sie ihre Montrals per se hasste, ganz und gar nicht. Sie mochte sie sogar sehr. Bloß jetzt nicht. Ganz und gar nicht. Mit einer Mischung aus hören, aus der Deckung lugen und durch die Macht spüren verfolgte sie, wie die Angreifer vorsichtig die Lagerhalle betraten. Eine Frauenstimme bedeutete ihren Begleiten auf Basic, Shana und ihren Begleiter zu suchen. Ein vorsichtiger Blick von ihrem Kistenversteck aus brachte ein wenig Licht in die Frage, mit wem oder was sie es eigentlich zu tun hatten. Zwei der Angreifer konnte sie ausmachen, von denen die erste sich als eine pinkhäutige Zeltronfrau entpuppte, mit zu einem Zopf gebundenen, blauen Haaren und Tätowierungen auf dem nackten Arm. Der zweite im Bunde war einer der auf Celanon heimischen Nalroni-Spezies. Ging sie nach Aussehen, Spezies, Bewaffnung und Vorgehen, dann hatte sie es definitiv nicht mit Imps zu tun. Wie Mitglieder des Celanon Organized Protectorate, der planetaren Polizeiorganisation, sahen diese Kerle auch nicht aus. Nein, die Blasterpistolen und die relativ leichte, bis gar nicht vorhandene Körperpanzerung ließ eher auf klassische Schläger oder Ganger schließen. Vielleicht hatten sie wirklich versehentlich das Revier einer Bande betreten. So oder so, wenigstens war es eine gewisse Erleichterung, das sie nicht mit militärisch koordiniertem Vorgehen rechnen musste. Kein Anlass also, gleich ihr Lichtschwert zu zücken und ihrem unbekannten Begleiter mehr zu verraten, als er so früh wissen musste. Falls er diesen Überfall denn überleben würde, verstand sich. Ansonsten wäre es ohnehin einerlei.

Noch hörte sie keine Schüsse. Wo auch immer ihr Begleiter und andere, etwaige Angreifer waren, sie konnte sie weder sehen noch hören. Als die Zeltron-Frau sich ihrer Deckung näherte, sah Shana eine Gelegenheit. Eine Chance die Initiative zu ergreifen. Ihre Blasterpistole wanderte in die linke Hand, mit ihrer rechten zog sie ihr Vibrokampfmesser, das sie wie ihr Lichtschwert in einer Innentasche ihrer Weste versteckt hatte. Und sie wartete. Atmete langsam, blieb still. Und dann ging alles ganz schnell. Als die Zeltron neben ihrer Kistendeckung stand und den Kopf kurz in eine andere Richtung drehte, schlug die Togruta zu. Das Vibromesser drang seitlich in den Hals der Frau ein und ließ warmes Blut auf ihre rechte Hand und ihren Arm spritzen. Sie hatte auf eine lautlose Tötung gehofft, ohne die anderen Angreifer zu alamieren. Es sollte nicht so kommen. Vielleicht waren es die gurgelnden Laute des Todeskampfes ihrer Kameradin, vielleicht hatte er auch Shanas Silhouette gesehen, als sie sich erhob. Der Nalroni drehte sich mit gezücktem Blaster zu ihr um. Es war ihren gesteigerten Machtreflexen zu verdanken, das die junge Togruta die Gefahr rechtzeitig bemerkte und noch zu einer Handlung im Stande war. Sie riss den Körper der Zeltron herum und hielt ihn wie ein lebendes Schutzschild in die Schussbahn. Wäre der Einheimische schwerer bewaffnet gewesen, eine vielleicht selbstmörderische Aktion. Doch auch so spürte sie die Einschläge der Blasterpistole, die in den Körper vor ihr eindrangen, jedoch nicht durchschlugen. Ihre eigene Pistole erwiderte das Feuer, konnte den Nalroni jedoch nicht treffen. Dafür blieb ihr zu wenig Zeit zum zielen, zudem sie auch noch mit links feuerte. Doch es reichte, um ihn in Deckung zu zwingen. Ein Zeitfenster, das Shana nutze. Sie ließ den Körper der Toten zu Boden fallen und huschte hinter einen deaktivierten Lastenheber. Der Angreifer musste sie noch immer hinter den Kisten vermuten, bedeckte er eben jene Stelle doch mit weiterem Blasterfeuer, als er sich wieder aus seinem Schutz wagte. Ein fataler Fehler. Zwei ihrer eigenen Schüsse schlugen in seine Brust ein und schickten ihn leblos zu Boden. Zeit, danach zu schauen was ihr Begleiter oder etwaige andere Angreifer im Lagerhaus taten, blieb nicht, als sie Bewegung am halb geöffneten Rolltor erspähte, wo sich zwei weitere Gestalten Zutritt verschaffen wollten. Shana eröffnete sofort das Feuer. Einer der beiden, ein grünhäutiger Khil, schaffte es nicht hindurch. Einer ihrer Blasterbolts schlug auf halbem Weg unter dem Rolltor hindurch in seinen Kopf ein und beendete das Dasein von Tentakelmund. Der zweite Angreifer jedoch war schneller. Ein bulliger, blauhäutiger Feeorin, der bestimmt gut und gerne zwei Meter messen mochte, war in der Zeit, die Shana brauchte um seinen Kollegen zu erledigen, in Position gegangen. Und seine Bewaffnung war wesentlich schwerer als die seiner Komplizen. Alleine schon wegen seiner Körperpanzerung würde Shana mehrere Schüsse brauchen, wenn ihr nicht grade ein Kopftreffer gelang. Doch soweit kam es gar nicht erst. Der Feeorin war mit einem DLT-19 bewaffnet, eigentlich ein imperiales Modell. Sie hatte mit ihrer im vergleich geradezu mickrig wirkenden Blasterpistole bei weitem nicht die Feuerkraft, um es mit einem schwerem Blastergewehr aufnehmen zu können. Ein ganzer Schwall an rötlichen Geschossen prasselten auf den Lastenheber ein, hinter dem sie Schutz gesucht hatte und ließ Qualm und beschädigter Elektronik aufsprühen. Bei diesem Unterdrückungsfeuer konnte sie sich kaum aus der Deckung wagen, während eben jene grade über ihr zerschossen wurde. Falls sich ihr Begleiter nicht sehr, sehr bald als Retter holder Maiden in Not entpuppen sollte, wäre Shana gezwungen doch zu ihrem Lichtschwert zu greifen. Denn eines stand fest: Sterben wollte sie hier ganz sicher nicht.

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Dieser Beitrag wurde schon 4 mal editiert, zum letzten mal von Shana Trees am 16 Nov, 2015 12:07 58.

16 Nov, 2015 11:55 03
Gesar Sol
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Gesar wartete einige Herzschläge. Die Angreifer verteilten sich stumm kommunizierend zwischen dem Lagergut. Es würde sie nicht viel Zeit kosten, um ihre Ziele zu finden, doch schlug die eingeschränkte Sicht auf beiden Seiten zu Buche. Der Jedi erklomm den in die Jahre gekommenen Container, hinter dem er sich aufgehalten hatte und von dort einen zweiten, auf dem seine Stiefel nahezu lautlos aufsetzen. Er hielt sich in der Hocke und konnte gerade so die Köpfe der beiden Angreifer sehen, die die Halle auf seiner Seite betreten hatte, bevor sie hinter Kisten verschwanden. Ein Röcheln ließ ihn in die andere Richtung blicken und durch einen Durchgang konnte er sehen, wie eine Zeltronerin vergebens an ihre Kehle fasste, während seine Verbündete sie eisern festhielt. Einem erneuten Angriff entging die Togruta, indem sie die Frau in ihrer Gewalt als Schutzschild nutze. Ganz, als habe sie dieses Manöver bereits so häufig durchgeführt, dass es zu einer natürlichen Reaktion geworden war. Gesar entging weder die Professionalität und eiserne Effizient der jungen Frau, noch die Gleichgültigkeit, mit der der Nalroni auf den Körper seiner Mitangreiferin feuerte. Nicht, dass für sie eine Überlebenschance bestanden hätte, jedoch war sein Vorgehen so skrupellos, dass es sich bei der Gruppe nicht um mehr als eine Zweckgemeinschaft handeln konnte.

Er ließ sich zu Boden sinken und blieb flach auf der Oberfläche des Containers liegen. Seine Faszination über den Kampf auf der andern Seite der Halle hatte fast dazu geführt, dass er sich hatte entdecken lassen. Ein kurzsilbiger, aufgeregter Austausch, dessen Sprache er als Dosh identifizierte, fand unmittelbar unterhalb seines Aussichtspunktes statt. Er schob seinen Kopf über den Containerrand und erblickte unter sich zwei Trandoshaner, ein dem Augenschein nach eingespieltes Team. Sie deckten sich gegenseitig und einer der reptiloiden Söldner drehte sich um, als er hinter sich einen dumpfen Aufprall vernahm. Er stieß einen Fluch aus und feuerte in Richtung des auf Rücken und Kopf seines offenkundig bewusstlosen Gefährten stehenden Menschen, als ihn selbst ein Betäubungsschuss auf der Stirn traf.
Blasterfeuer in hoher Frequenz tauchte das Lagerhaus in zuckende, rötliche Schatten und eine ohrenbetäubende, teils splitternde Akustik.
Gesar umlief die Kisten, die ihn von dem Angreifer trennten und erblickte einen hühnenhaften Feeorin, der einen Lastenheber unter Dauerfeuer gesetzt hatte und mit der grimmigen Befriedigung überlegener Feuerkraft offenbar nicht einzuhalten gedachte, bis sein Ziel nachgegeben hatte. Der Jedi hob den Blaster in seiner Rechten, zielte und traf die kolossale, blaue Gestalt des Feeorins - der nicht daran dachte, das Feuer einzustellen, sondern nur in die Richtung blickte, aus der ein störendes Projektil ihn soeben getroffen hatte. Er schüttelte den Kopf und die anfängliche Benommenheit ab und richtete nun das Feuer stattdessen auf den neuen, schutzloseren Angreifer aus.

Gesar bedachte den Blaster mit einem anklagenden Blick. 'Kein Verlass..', dachte er und warf den bemängelten Gegenstand achtlos zur Seite.
Das kontinuierliche Repetierfeuer zog eine deutliche Linie über alles, was es in ihrem Richtungswechsel streifte, bevor es selbst auf blaues Feuer traf, das zu durchdringen es nicht vermochte. Fein gewobenes, lückenloses Soresu spannte einen kreisförmigen Schild aus schimmerndem Saphir um sein Ziel. Die Lippen des Feeorin entblößten ein animalisches Zähnefletschen und wie um die Angriffskraft seiner Waffe zu verstärken, bewegte er sich unnachgiebig auf den Jedi zu. Sein Lichtschwert beschrieb einen Bogen, schützte die Ausweichbewegung, die ihn seitlich des Angreifers platzierte und durchtrennte das Gewehr.
Die Klinge pulsierte unterhalb des Halses des Hühnen und verlieh der Umgebung nunmehr einen kühlen, bläulichen Unterton.

»Wer hat euch beauftragt?« Die Macht drückte gegen den hartgesottenen Verstand des Feeorin. Seine gewaltigen Hände schnellten zu seinen Schläfen.
»Nein - niemand.. Niemand hat uns beauftragt. Wir haben.. mit niemandem gesprochen.« brachte er mit den rauchigen Überbleibseln einer für gewöhnlich donnernden Stimme hervor.
Gesars Geistesbeeinflussung ebbte ab. Er erkannte einen Geistestrick, wenn er einen sah und dieser spezielle Söldner - diese spezielle Figur auf einem imaginären Spielbrett war bereits dem Einfluss eines anderen Machtanwenders erlegen. Möglicherweise konnte er dessen Wirkung brechen, womöglich aber auf Kosten des Verstandes des Mannes.
»Du hast auch mit mir nicht gesprochen und niemanden hier gesehen.« Wies Gesar den Feeorin seinerseits an, welcher unter dem mentalen Druck mit einem Aufstöhnen in die Knie ging und mit nach oben rollenden, gelben Augen zusammensackte.
Die Klinge seines Lichtschwertes erlosch. Wenige, lange Schritte brachten ihn zu seiner unfreiwilligen Leidensgefährtin.
»Sind Sie in Ordnung?« Die Frage war ernst gemeint, galt jedoch mehr der Höflichkeit. Die Situation hatte eine völlig neue Wendung erlangt. »Kennen Sie.. diese Gruppe?«

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Dieser Beitrag wurde schon 2 mal editiert, zum letzten mal von Gesar Sol am 22 Nov, 2015 18:22 23.

22 Nov, 2015 18:12 41 Gesar Sol ist offline Email an Gesar Sol senden Beiträge von Gesar Sol suchen Nehmen Sie Gesar Sol in Ihre Freundesliste auf
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[Celanon City - Spacer's Section - Lagerhaus]

Als die Einschläge der Blasterbolts in den Lastenheber, hinter dem sie sich versteckt hatte nachließen wusste Shana, das sich etwas verändert hatte. Mehr noch, die konnte es hören. Sie hörte, wie die Schüsse in eine andere Richtung wanderten. Und sie hörte das Geräusch eines Lichtschwertes, das Blastersalven abwehrte. Der Feeorin musste das Hirn eines Banthas besitzen. Er hatte sich ihrem unfreiwilligen Kampfgefährten komplett zugewandt, ging sogar auf ihn zu. Als wäre es nicht bereits schwachsinnig genug, die Distanz zu einem Gegner mit einem Lichtschwert zu verringern, war es grade zu selbstmörderisch, der Togruta einfach den Rücken zuzukehren. Besonders nachdem der blaue Hüne gesehen haben musste, wie sie seinem Khil-Kumpanen ein Loch in den Schädel geschossen hatte. Vielleicht war es die Dummheit des Aliens, die dafür sorge das Shana ihm nicht einfach in den Rücken schoss. Vielleicht war es auch die Überraschung über den Unbekannten selbst. Sie hatte bereits gemutmaßt, ob der Mensch nicht vielleicht ein Jedi sein könnte. Nun aber? Nun hatte sie noch immer keinen eindeutigen Beweis, dafür aber einen verdammt starken Hinweis. Und selbst wenn er keiner wäre, würde es eine zweitrangige Rolle spielen. Er wusste mit seiner Waffe umzugehen. Sie erkannte einen defensiven Stil, das Soresu. Kein Stil, den sie selbst je großartig in Aktion gesehen hatte. Ihr eigener Meister bevorzugte eine direktere Vorgehensweise und gab diese auch an sie weiter. Ihr eigener Stil war aggressiver, brutaler, schneller. Dennoch, sie kam nicht umhin, dem Fremden einen gewissen Respekt dafür zu zollen, das Feuer eines schweren Blasters derart leicht abzuwehren. Da er sich die Zeit nahm, den Angreifer nach seiner Entwaffnung zu befragen, verriet ihr das er die anderen beiden Angreifer bereits erledigt haben wusste. Auch wenn es sie verwunderte, das er ihn einfach zusammensacken ließ, ohne ihm eine wirklich brauchbare Antwort entrissen zu haben. Andererseits wollte er das vielleicht später noch nachholen. Sie selbst musste für ihn schließlich eine ebenso große Unbekannte sein, wie er für sie.

„Mir fehlt nichts.“ Kam es auf die Frage nach ihrem Befinden, während sie sich aus ihrer Deckung erhob und sich prüfend umsah. Die Lage schien halbwegs sicher zu sein. Vorerst. Während der Fremde seine zweite Frage stelle, versuchte die junge Togruta, das Blut der Zeltron, das ihren rechten Ärmel verschmutzt hatte, so gut es ging zu entfernen. Es sollte ihr nicht völlig gelingen. „Du musstest sie ja auch unbedingt abstechen“ kommentierten ihre Gedanken sarkastisch.

„Ich habe keine Ahnung, wer diese Typen sind. Sie also auch nicht? Ganger vielleicht? Waren außer dem Kerl hier noch andere Angreifer bei ihnen? Tot, lebendig? Wir könnten und sollten sie befragen. Und zwar möglichst zeitnah. Wer weiß, wer diese Schüsse so alles gehört hat.“

Anstatt den Feeorin aufzuwecken, machte sie sich dran seinen, sowie den Körper der drei getöteten Aliens nach etwas nützlichem zu durchsuchen. Und stellte dabei die Frage, die ihr auf der Zunge brannte. „Sind sie ein Jedi? Ein richtiger, vom Orden?“

„Es ist lange her, aber ich habe dem Orden angehört.“

Da war sie also. Ihre Antwort. Ein Jedi. Ein echter Jedi. Jetzt, wo sie Gewissheit hatte, wusste sie noch immer nicht, was sie genau mit der ganzen Sache anfangen sollte. Nach allem was ihr Meister, Brey ihr erzählt hatte, hatten Jedi schließlich einen ziemlichen Stock im Hintern. Falls das auf den Unbekannten zutreffen würde, wäre es möglich das ihre Ansichten und Vorgehensweisen recht schnell kollidieren könnten. Das konnte und durfte sie so früh nicht riskieren. Sie würde sich an seine „Grenze“ herantasten müssen. Und sie musste herausfinden, wer diese Kerle waren, die sie umbringen wollten. Das war ihre dringendste Sorge. Über das für und wieder der Jedis konnte man später sprechen. Die Leichen und die Bewusstlosen, stellten ein unmittelbares Problem dar.

„Können sie den Eingang im Auge behalten? Ich schaue, ob ich etwas aus unseren Freunden rausbekommen kann. Und… falls es möglich ist, den Eingang im Blick zu behalten und gleichzeitig einen der Trandos zu befragen, könnten sie das übernehmen? Ich schnappe mir die rechte Echse.“

Und das Tat sie. Sie setzte sich setzte sich auf ihn, drückte mit ihren Knien seine Arme zu Boden, ehe sie ihn aufweckte… auf die weniger feinfühlige Art. Sobald die Echsenaugen sich zu öffnen begannen, sorgte dafür dass das Reptil ihr Vibromesser deutlich an seiner Kehle spürte. „Ein falsches Wort, eine falsche Bewegung und ich lasse dich bluten wie ein Nerf. Verstanden?“ Sie erhöhte den Druck des Messers an seine Kehle, um ihren Worten Nachdruck zu verleihen. Anders als der Feeorin schien dieser hier nicht suizidal veranlagt zu sein. Er musste die Lage, in der er sich befand, schnell realisiert haben und nickte verstehend. Zumindest soweit, wie es ihm möglich war. „Wer seid ihr? Warum habt ihr uns angegriffen?“

"Ihr seid ein Job, nichts weiter. Ein Scheiß-Job, allerdings. Weißt du, du lässt mich bluten wie ein Nerf, aber da wo ich herkomme, kriegst du erst jeden Finger von deinem Kollegen zu fressen, - muss ein kulturelles Ding sein, schon klar - dann ziehe ich dir jede Schuppe einzeln ab und stopfe sie dir ebenfalls in den Hals, bis nichts mehr passt, klar? Wo bin ich also besser dran, stoopa?"

„Du bist besser dran, denen zu Antworten, die dir ein Messer an die Kehle legen. Vor den anderen kannst du noch immer weglaufen. Also, wer hat euch angeheuert?“

"Das hättest du sie" ein Nicken Richtung der Zeltronerin "fragen müssen, sie war der Boss. Aber ich sag dir was, die hat viel bei den Naon rumgehangen, alles klar?"

Natürlich. Ausgerechnet diejenige, die sie als aller erstes erledigt hatte, besaß die Informationen. Großartig. Einfach großartig. Innerlich fluchte sie, auch wenn ihr klar war, das sie mit solch einer Wendung rechnen musste. Naon allerdings war ein Begriff, mit dem sie nichts verbinden konnte. Die Echse sprach, als wusste sie, was es bedeutet. Da würde sie es auch sicher ausspucken, wenn sie nur nett Fragen würde.

"Okay, ihr seid nicht von hier. Eine der Handelsgilden. Gibt hier keinen, der sie nicht kennt. Zumindest nicht in unserem Metier."
Handelsgilde? Das war eine Spur, mit der sie nun wirklich nicht gerechnet hatte. Sie wusste wirklich nicht, wie eine Handelsgilde in das ganze Bild passen sollte... falls sie denn überhaupt in den Angriff verwickelt war und es kein reiner Zufall war, das diese Zeltron sich dort rumgetrieben hatte.

„Ist das alles, was du weißt? Ganz sicher?“

"Ich weiß, dass ihr erledigt seid, wenn euch von denen einer findet, mehr habe ich nicht für dich, Mädchen."

„Sind wir das? Wirklich? Ich glaube, deine Freunde wären da anderer Meinung.“

Von dem würde sie nichts mehr erfahren. Ein harter Schlag mit dem Knauf ihres Vibromessers gegen die Schläfe schickte den Trando zurück in das Reich der Träume.

„Naon… ich hoffe, sie wissen mehr über diese Leute als ich. Denn viel weiß ich nicht. Vielleicht spuckt das Holonet auch noch etwas Hilfreiches aus. Aber dafür ist auch später noch Zeit. Was machen wir jetzt mit den Leuten? Wir können sie nicht einfach hier lassen.“

In gewisser Weise sah Shana die Frage als eine Art kleinen Test. Was würde der Jedi vorschlagen? Diese Leute waren ein Sicherheitsrisiko. Der Fremde hatte so lange nach dem Fall seines Ordens überlebt, er würde etwas pragmatischer veranlasst sein müssen. Zumindest dachte sie das. Sie hatte zwar nicht damit gerechnet, dass er einfach zustimmen würde, sie zu töten, aber sie hätte mit… irgendetwas gerechnet. Doch irgendetwas kam nicht. Er wollte sie liegen lassen. Einfach so. Das konnte er nicht ernst meinen. War ihm vielleicht einfach nicht klar, was das bedeuten würde?

„Wir können sie doch nicht einfach hier liegen lassen. Diese Leute haben uns gesehen. Ich weiß nicht ob sie wissen wer wir sind, aber sie wissen definitiv, wie wir aussehen. Sie werden hiervon erzählen. Das könnte uns in ziemliche Schwierigkeiten bringen.“

"Wir lassen sie da. Zumindest irgendjemand sollte dem Eigentümer für das hier verantwortlich sein. Um den Feeorin habe ich mich gekümmert. Die beiden anderen haben zudem von anderer Stelle mehr zu befürchten. Aber wir können dieses Gespräch auch jetzt führen. Der Feeorin unterlag einem anderen Machteinfluss. Jemand hat bereits seine Erinnerung zu verschleiern versucht, deshalb ist er auf meine Beeinflussung zu Boden gegangen, widerstreitende Machtdirektiven verträgt niemand gut. Wer immer diese Leute auf Sie, mich oder uns beide angesetzt hat, weiß aller Wahrscheinlichkeit nach von dem Teil unserer Identität, den wir lieber geheim halten. Außer, Sie tragen noch ein anderes Geheimnis mit sich herum, das jemanden interessieren könnte? Und noch schlimmer: Er oder sie stört es nicht, wenn wir von seinen oder ihren Fähigkeiten erfahren. Diese Gruppe hier stellt jedenfalls wenn überhaupt die geringste Gefahr für uns dar."

Das war also der finale Beweis. Sie hätte zu Hause bleiben sollten. Einfach zu Hause bleiben sollen. Eine Schießerei, ein Jedi und jetzt auch noch ein dritter Machtnutzer, der Ihr oder ihrem unbekannten Begleiter an den Kragen wollte? Langsam glaubte sie, irgendjemand wolle ihr einen bösen Streich spielen. Sie wollte doch einfach nur eine Datendisc abholen. Nur eine Disc. Und dann so etwas.

„Sie meinen, ein Machtnutzer hat es auf einen von uns abgesehen? Na großartig. Eine Handelsgilde, ein Machtnutzer, was denn noch? Verfolgt uns als nächstes der Geist von Vader? Aber hören sie, wir sollten diese Leute wirklich nicht einfach hier liegen lassen. Nehmen sie den Sicherheitsmann. Welchen Grund hätte er, nicht zu reden? Er hat uns beide gesehen. Er hat die Schießerei gesehen. Gesehen, wie sie ihn ausgeschaltet haben. Er wird zu den Behörden gehen. Vielleicht haben wir Glück und die lokalen Behörden suchen nur mit mäßigem Interesse nach uns. Aber… was wenn nicht? Wenn dieser kleine Zwischenfall hier bis zu den Imps gelangt. Diese seltsamen Angreifern sind schon Ärger genug. Aber Behörden und Imps noch dazu? Das macht die ganze Sache wirklich nicht einfacher.“

"Das ist richtig. Gehen wir."

Für einen Augenblick glaubte sie, sie hätte sich verhört. Wollte er grade ernsthaft gehen? Nicht nur, das sie grade versucht hatte mit logischen Argumenten dazulegen, weshalb es eine dämliche Idee war, einfach gar nichts zu tun, er hatte noch nicht einmal einen vernünftigen Grund dafür, weshalb. Nichts. Er ging einfach. Zu der Ungläubigkeit mischten sich leise die Worte ihres ehemaligen Meisters. All seine Worte und Erklärungen, was das Problem mit den Jedi war. Diese Erinnerungen, in Kombination damit, gefühlt einfach vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden, ließ Verärgerung in ihr aufsteigen.

"Einen Moment, meinen sie das wirklich ernst? Diese Leute werden über uns reden. Uns die Behörden und damit die Imps an den Hals hetzen. Und sie wollen einfach gehen?“ wiederholte sie ihre Argumente, dieses Mal mit einem eindringlicheren Tonfall. Vorsichtiges Herantasten an die Einstellung des Jedi hin oder her, das hier war einfach nur dumm.

„ Nein, nein, nein so läuft das nicht. Wir können nicht einfach gehen und so tun, als würden wir uns hier nicht grade in das eigene Bein schießen! Das können sie nicht ernsthaft vorhaben. Sie müssen doch einen Geistestrick oder so etwas haben, das ihr Gedächnis löscht. Irgendetwas. Das haben sie bei dem großen Blauen doch grade eben auch gesagt. „

[Celanon City - Spacer's Section - Lagerhaus]

23 Nov, 2015 18:59 05
Gesar Sol
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[Celanon City - Spacer's Section - Lagerhaus]

Ihre Versuche, das Blut eines ihrer Opfer von ihrer Kleidung zu entfernen blieb weitgehend erfolglos. Ein hässlicher, verräterischer Fleck, nicht der erste in ihrem Leben und nicht der letzte.
Nachdem er ihre Fragen beantwortet hatte, ergriff Gesar das Bein des zweiten Trandoshaners und schleifte ihn neben sich her in Richtung einiger Metallkisten. Die Aufschrift verriet, dass sie Isolierkabel enthielten. Einer Eingebung folgend ergriff Gesar zwei der Kabel aus einer offenstehenden Transportkiste und fesselte den Trandoshaner um Beine und Arme und stieß ihm einige Male die Stiefelsohle in die Seite, bis er aufwachte.
»Du Haufen Huttenscheiße..« Der Trandoshaner wandt sich in seinen Fesseln, vermochte sie aber nicht zu lösen.
»Nicht überzeugend, das ist nett im Vergleich zu dem, was man mich schon genannt hat.«
»Ein ganz witziger. Kein Wunder, dass man dich mundtot machen will. Bind' mich los und es wird noch besser.«
»Dein Kollege ist vor dir dran. Pass gut auf.« Ein Nicken in Richtung der Togruta, die den zweiten Trandoshaner in ihrer Gewalt hatte und ihn unsanft zurück aus der Bewusstlosigkeit holte.
Und wieder hatte Gesar den Eindruck, dass seine gegenwärtige Begleiterin etwas nicht zum ersten Mal durchführte. Schnelle, effiziente und wenn sie dem Zweck dienlich waren auch skrupellos brutale Methoden waren ihr nicht nur im Kampf fremd, sie beherrschte sie auch außerhalb. Was also mochte ihre Geschichte sein, die sie hierher und an seine Seite geführt hatte, wer hatte sie den Umgang mit der Macht gelehrt? Viele Fragen ohne Antworten waren Gesars ewige Begleiter und eigensinnige Freunde, kein Grund zur Ungeduld, kein Grund zu Misstrauen. Wie stets würde die Macht auf die eine oder andere Weise einen Weg aufzeigen, wenn nicht jetzt, dann später.
»Ja, los, hetz mir deine Kleine auf den Hals, ich kann's kaum erwarten.« Der schleppende, affektierte Tonfall des Trandoshaners ließ den Jedi ungerührt.
'Wieder die Naon.' bemerkte Gesar. Der einzige Name oder die einzige Bezeichnung, die er bisher gefunden hatte. Die Ausbeute ließ zu wünschen übrig angesichts des immer größeren schwarzen Lochs, das hinter den Schachfiguren auftat, denen er bisher begegnet war.
Ein dumpfer Aufschlag und der befragte Trandoshaner kehrte mit zur Seite kippendem Kopf zurück in die Bewusstlosigkeit.
»Ich höre.« Gesar wandte sich seinem Gefangenen zu und fixierte die Echse gelassen.
»Das passt gut, und pass gut auf: Die, die uns geschickt haben, sind selbst schon gefährlich genug. Und das sage sogar ich. Aber sie haben Freunde an Orten, an die sich niemand rantraut.«
»Das ist genau meine Sorte Lokalität. Von wem sprechen wir?«
»Ich bin genauso in der Scheiße wie du. Vielleicht würde ich es dir sogar verraten! Ich weiß es nur nicht. Daran ändert es auch nichts, wenn sie ihr Messerchen benutzt, egal, wie kreativ sie damit ist.«
Gesar tastete mit der Macht und konnte keine unmittelbare Täuschung ausmachen. Das Machtprofil des Trandoshaners war niederträchtig und verrucht, sodass er nicht ganz sicher sein konnte. Jedoch schien der Handlanger zumindest zu glauben, dass er keine wertvollen Informationen besaß.
'Bei allen neun Sith-Höllen.' Gesar beendete das Gespräch und sein Gesprächspartner verfiel wieder dem Schlaf.

Er war dabei die Lagerhalle zu verlassen, als die Togruta vehement protestierte. Gesar wandte sich um und betrachtete sie ausdruckslos. Er erinnerte sich, dass er es schon früher bevorzugt hatte, allein zu arbeiten. Dieser Zug kehrte zurück an die Oberfläche und gelinde überrascht stellte Gesar fest, dass er seit Jahrzehnten Einzelgänger gewesen war. Unvorbereitet war er aber darauf, wie stark sein Bedürfnis war, sich bereits aus Prinzip nicht auf die Forderungen der Togruta einzulassen. Solange sie nicht in einer Gefahr war, mit der sie alleine nicht fertig werden konnte, würde er sich von ihr trennen, sobald er seine Antworten hatte. Ihre Zweckgemeinschaft dauerte mit einer halben Standardstunde schon eine halbe Stunde zu lang.
In Augenblick jedoch war er noch immer ein Jedi und seine Berufung die eines Friedenswächters. 'Und am besten fängt man damit an, den Frieden mit seinem unmittelbaren Umfeld zu bewahren.', tauchte ein weiterer Gedankengeist aus den Tiefen seiner Erinnerung hervor und Gesars Mundwinkel zuckte, als er den Lehrsatz in der charakteristischen Stimme seines einstigen Meisters erinnerte.
Er fuhr sich mit der Hand über den kahlen Schädel.
»Ein Geistestrick löscht das Gedächtnis nicht. Diese Technik kann ein Opfer nur überzeugen. Man verändert die Wahrnehmung, lässt einen Gedanken entstehen, verstärkt, schwächt oder ändert eine Meinung.«, kratze Gesar knapp an der Oberfläche dessen, was ein Macht-Geistestrick bedeutete.
»Aus diesem Grund wirkt er umso leichter, je willensschwächer das Opfer ist und wie leicht es sich im Vergleich auch mit Worten überzeugen ließe.«
Die Wortwahl war nicht zufällig. Jeder, auf den ein Geistestrick angewendet wurde, war ein Opfer der Einflussnahme einer fremden Person auf den eigenen, freien Willen.
Er hockte sich neben den Trandoshaner, den seine Begleiterin gefragt hatte. So, wie die Macht jemanden in den Schlaf verhelfen konnte, vermochte sie auch, jemanden zu wecken.
»Du hast genug geschlafen und wachst auf.« Die Macht hob den Geist aus einem traumlosen Schlaf, orange-rote Augen öffneten sich blinzelnd.
»Du warst mit deinen Kollegen zwei Gestalten auf der Spur. In einem Lagerhaus seid ihr in einen Hinterhalt geraten - die Angreifer waren vermummt, du weißt nicht, wer sie waren oder wie sie aussahen. Sie haben euch mit Blastern und Messern angegriffen oder niedergeschlagen. Dann sind sie verschwunden.«
Er ließ den Trandoshaner geduldig jeden der Sätze wiederholen und verankerte die komplexe Suggestion so gut er vermochte im Geist seines Gegenübers, der ihm tranceartig in die Augen blickte. Eine weitere Aufforderung ließ ihn wieder einschlafen.
»Sie haben es gesehen. Es ist leichter, wenn Sie die Änderungen an das tatsächliche Geschehen anlehnen. Nehmen Sie sich den Wachmann, ich kümmere mich um den anderen Kerl.« Gesar richtete sich auf und sprach an die Togruta gewandt, während er sich zu dem zweiten Trandoshaner begab. Seine Begleiterin mit einer eigenen Aufgabe bedacht wiederholte er den Geistestrick und beobachtete parallel, wie die Togruta vorging.

»Ich habe ein Zimmer gemietet, wo keiner Fragen stellt. Ich schlage vor, dass wir uns dort ein wenig unterhalten.«
Gemeinsam verließen sie das Lager und Gesar brachte sie durch das Labyrinth der Spacer's Section hindurch an den Rand zu einer Unterkunft, die nicht einmal als solche beworben wurde. Ihr Ruf manifestierte sich bereits in ihrer anonymen Erscheinung. Ein Colicoid hinter einem behelfsmäßigen Empfangstresen beäugte sie unter gelegentlichem Zucken einer seiner Antennen und indem er seinen Kopf drehte, blickte er ihnen hinterher, als sie ihm Treppenhaus neben dem als defekt gekennzeichneten Lift verschwanden. Im obersten Stockwerk traten sie in den Flur hinaus und nahmen über einen Mehrzwecktraum eine weitere Treppe, die sie auf das auch als Lagerfläche gebrauchte Flachdach des Gebäudes führte. Zu drei Seiten reckten sich höhere, fensterlose Komplexe empor und vor ihnen führte der Rand des Gebäudedaches geradewegs nach unten in die Gasse hinunter, von der sie gekommen waren und von der bunte Lichteffekte nach oben strahlten.
»Willkommen im "Spacer's". Ca'an, unser Gastgeber, ist eine weniger kreative als pragmatische Persönlichkeit.« bezog sich Gesar auf den Colicoiden am Empfang.
»Um direkt zum Kern zu kommen.. Was ich über Sie weiß: Sie sind nicht von hier, machtbegabt, aber haben eine mögliche Ausbildung durch einen anderen Machtanwender vermutlich nicht abgeschlossen. Auseinandersetzungen wie die eben sind Ihnen nicht fremd, im Gegenteil nehme ich an, dass sie einen größeren Teil ihres Lebens damit verbracht haben.« Es gab Fertigkeiten, die man erlenen konnte und es gab Fähigkeiten, die nur Erfahrung vermitteln konnte. Die Togruta hatte in Bezug auf ihre Kampffertigkeiten nach Gesar Auffassung bereits von viel Erfahrung profitiert.
»Und - je nachdem, ob man hinter einem von uns oder beiden her ist - haben Sie sich entweder mit gefährlichen Leuten eingelassen, kennen Leute, die das tun oder sind selbst eine gefährliche Person.« Er pausierte kurz und verschränkte die Arme.
»Das Wesentliche, was Sie über mich wissen: Ich gehöre den Jedi an und habe die Auslöschung meines Ordens offenbar überlebt. Was Sie nicht wissen: Mein Name ist Gesar Sol und ich beabsichtige meinerseits, ein Kartell auszulöschen. Von den Naon höre ich heute zum zweiten Mal und sie werde ich zu gegebener Zeit auch aufsuchen. Womit ich nicht gerechnet habe, ist jemandem zu begegnen, der selbst möglicherweise Verbindungen zu den Jedi hat.«
In diesem Gespräch war er Gastgeber und machte daher den ersten Schritt. Zu wenige, nahezu niemand kannte noch seinen Namen und sein Vorhaben war selbst nach seinem Wissen noch zu vage und in einem zu frühen Stadium, als dass eine wirkliche Gefahr davon ausging, es der potenziell falschen Person zu verraten.
»Kennen Sie also einen anderen Jedi und wenn ja, was können Sie mir von ihm oder ihr erzählen? Wenn Sie Fragen haben, beantworte ich Ihre gegen die Beantwortung meiner.«

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Shana Trees
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[Celanon City - Spacer's Section - Lagerhaus]


Es wäre falsch gewesen, zu behaupten, dass sie nicht erleichtert darüber war, das ihr Jedi Begleiter doch noch einlenkte und ihrem Vorschlag zustimmte. Nicht nur wegen dem Sicherheitsrisiko, das sie nicht eingehen wollte. Es hatte auch ganz schnell die Stimmung zwischen Mensch und Togruta vergiften können. Etwas, das die junge Widerstandskämpferin vermeiden wollte. Schließlich stand ihr Plan, diesen seltenen Fund aus einer vergangenen Ära für den Kampf gegen die Imps zu gewinnen, noch immer. Andererseits fühlte es sich auch seltsam an. Sicher, sie war froh darüber, den Wachmann nicht töten zu müssen. Sie hätte es getan, falls es notwendig gewesen wäre, aber nicht gerne. Schließlich war der Kerl einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen. Mit ihm hatte sie kein Problem. Aber die Angreifer? Es war für sie schlichtweg ungewohnt, Leute, die sie als „Dreckskerle“ klassifizierte, am Leben zu lassen. Für gewöhnlich war sie es gewohnt, solche Leute simpel und einfach zu töten. Es war nichts, worüber sie je groß nachgedacht hatte. Oder das sie hinterfragen würde. Waren es Dreckskerle, gehörten sie weg. Genau so macht man die Galaxis zu einem besseren Ort. Genau so hatte sie es von klein auf beigebracht bekommen. Und genau das war und ist auch ihre Überzeugung. Aber vielleicht sollte sie sich auch einfach nicht so sehr den Kopf wegen dieser Kerle zerbrechen.

Bevor sie ihrem namenlosen Begleiter zu einem diesmal hoffentlich sichereren Ort folgte, kümmerte sie sich um den Verstand des Wachmanns. Weniger grob als sie es bei den Angreifern getan hätte, dafür aber mit umso mehr Konzentration und Nachdruck. Geistestricks gehörten nicht zu ihren großen Stärken. Umso wichtiger war es da, dass sie ihre Sache richtig machte. Was sie auch tat. Zumindest hoffte sie das. Den weiteren Weg zum Unterschlupf war Shana damit beschäftigt, sich den Weg einzuprägen, was bisweilen gar nicht einfach war, bei dieser gefühlt endlosen Mega-Metropole. Das Versteck selbst war relativ unauffällig, so wie man es nun einmal von einem anständigen Versteck erwarten würde. Auch wenn sie das Alien hinter dem Empfangstresen ein wenig zu Neugierig musterte und betrachtete. Sonderlich viele Colicoiden hatten sie in ihren Leben noch nicht gesehen, erst recht nicht von so nahe. Die neugierigen Blicke konnte sie sich da einfach nicht verkneifen. Auf dem Flachdach des Gebäudes, das sich schlicht „Spacer´s“ nannte, wurde es dann schließlich spannend. Es war Zeit, mehr über den Unbekannten zu erfahren. Und vermutlich auch, etwas von ihr selbst preiszugeben. Um ein geben und nehmen würde sie kaum herum kommen. Die Zusammenfassung des Mannes, der sich Gesar Sol nannte (ob es sein echter Name war, oder bloß eine Tarnidentität, spielte für sie erst einmal keine große Rolle), was ihre Person betraf, traf es recht genau. Auch wenn es vielleicht nicht das größte Meisterstück war, sich diese Punkte zusammenzureimen. Interessant wurde es, als Sol begann von sich zu erzählen. Ein Jedi des alten Ordens, der hinter einem Kartell her war. Doch bevor sie tiefer bohren konnte, war sie selbst erst einmal ein paar Antworten schuldig. Es war schließlich unhöflich, eine Frage gleich mit einer Gegenfrage zu beantworten.

„Sie können mich Shana nennen. Shana Trees. Und ja, sie haben recht: Ich habe mich mit gefährlichen Leuten eingelassen, kenne solche die das tun und bin selbst auch nicht ganz ungefährlich. Einen Jedi kannte ich auch. Sehr gut sogar.“

Nun würde sie nicht drum herum kommen, über ihren verstorbenen Meister zu sprechen. Aber ihr war klar, dass sie auf kurz oder lang dieses Thema nicht einfach hätte totschweigen können. Sie hatte genug Tod gesehen, genug Freunde und Kameraden, die im Kampf fielen. Sie wusste, das es eines Tages auch sie oder ihren Mentor erwischen konnte. Sie würde nicht in Tränen ausbrechen oder jammern. Aber dennoch… der Verlust war noch vergleichsweise frisch und es schmerzte. Auch wenn sie sich bemühte, ihre Gefühle zu unterdrücken. Sol sollte sie nicht für einen unbeholfenen Lehrling halten, der seine Emotionen nicht im Griff hatte.

„Sein Name war Orav Brey, von Axxila. Auch wenn ich nicht weiß, ob ihnen der Name etwas sagen wird. Damals, im Orden gab es schließlich eine ganze Menge von euch, richtig? Er fand mich. Bildete mich aus. War wie ein Vater für mich.“

Die Togruta griff in die Innentasche ihrer Weste, holte ihr Lichtschwert zum Vorschein und entflammte die gelbe Plasmaklinge, wie um ihre Worte zu untermauern. Außerdem war jetzt eine gute Gelegenheit, zu zeigen das sie ein eigenes Lichtschwert besaß. Besser, als die Feststellung in einem weiteren Feuergefecht zu machen. Optisch wich die Hülle vermutlich von der damaligen Jedi-Norm ab. Zumindest glaubte sie das. Sie stellte sich die Schwerter des alten Ordens schlicht und langweilig vor, so wie diese hässlichen, braunen Tuniken, deren Designer für dieses Modeverbrechen vermöbelt und desintegiert gehörte. Ihr eigenes Schwert hatte sie über die Jahre in liebevoller Detailarbeit mit mattgoldenen und schwarzen Elementen individualisiert. Schließlich war es ihre Klinge. Das Symbol dessen, was sie war. Da sollte es auch ihrem Geschmack entsprechen. Nach der kleinen Vorführung deaktivierte sie das Schwert wieder und ließ es erneut in ihrer Weste verschwinden, ehe sie mit ihrer Antwort fortfuhr.

„Wir waren im Widerstand. Also… nicht die Rebellenallianz. Unsere eigene, kleine Truppe. Gegen die Imps, Piraten, Sklavenhändler und alle sonstigen Ausprägungen von Dreckskerlen. Hauptsächlich aber gegen die Imps. Ich meine, hey. Die kleine Schar, die es mit der ganzen, korrupten Galaxis aufnehmen will? Das hat schon seinen Charme, nicht? Jedenfalls… ich fürchte, sie haben mich etwa einen halben Monat zu spät gefunden, falls sie noch einmal mit einem Kollegen aus ihrem alten Orden plaudern wollten. Zsinjs Leute haben die meisten von uns erwischt. Auch meinen alten Meister.“ Die Widerständlerin legte eine kleine Pause ein. Darüber zu sprechen war gar nicht so schlimm, wie sie gedacht hatte. Es hatte irgendwo sogar etwas befreiendes.

„Und jetzt sind sie wieder dran. Sie haben von einem Kartell gesprochen, hinter dem sie her sind. Und diesen Naon. Ist das ein und dasselbe? Was sind das für Kerle? Ich meine, wenn mich nicht alles täuscht, stecken wir erst einmal beide in dieser Sache drin. Und da würde mich schon interessieren, warum diese Typen im Lagerhaus uns kalt machen wollten. „


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30 Dec, 2015 11:32 58
Gesar Sol
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Ihre Schilderung entlockte Gesar ein Lächeln, welches er jedoch für sich behielt. 'Nicht ganz ungefährlich, in Ordnung.' Die übrige Erzählung ließ jedoch wenig Humor zu.
»Mein Beileid zu Ihrem Verlust. Ich habe ihn leider nicht gekannt.«
Ein herber Rückschlag. Niemals war er so nah daran gewesen, ein anderes, überlebendes Ordensmitglied zu treffen. Gesar atmete aus und entließ gleichzeitig jedes Gefühl von Frustration und Enttäuschung in die Strömungen der Macht. Anhand der Erzählung von Breys ehemaliger Schülerin ließ sich jedoch vermuten, dass der Jedi einen anderen Weg eingeschlagen hatte als jenen, auf dem er angeleitet worden war.
Mehr noch verriet das Verhalten Shanas über ihn. Wie sie sprach und kämpfte. Er hätte niemals toleriert, dass sein Padawan, insbesondere gegenüber seinesgleichen, Shanas buntes Vokabular verwendete und vor allem nicht in Anbetracht der Vielzahl anderer Fähigkeiten, die ihm zur Verfügung standen, sofort darauf zurückgriff, seinen Gegner tödlich zu verletzen. Vermutlich hatte der Tod ihres Meisters auch seinen Anteil daran, obgleich sie nach außen hin den Eindruck machte, gut damit umgehen zu können. Abgesehen davon, dass er nur Vermutungen anstellen konnte, war er darüber hinaus in keiner Position, zu urteilen. Er hatte selbst mehrfach mit sich gerungen und seinen Weg aus den Augen verloren, wenn auch auf andere Weise. Er fuhr sich mit der Hand kurz über den fast kahlen Schädel und ging einige Schritte näher an den Rand des Gebäudes, schien das Leben weiter unten zu betrachten und dachte nach.
Die Situation verkomplizierte sich zusehends. Er hatte Brey nicht gekannt aber zu einer anderen Zeit hätte er sich für die Schülerin eines Ordensbruders verantwortlich gefühlt. Bei der Macht, er konnte nicht einmal abstreiten, dass er es auch jetzt tat. Er hätte dafür Sorge getragen, dass sie zurück nach Coruscant gelangt wäre und einen neuen Meister zugeteilt wurde - doch dieses Leben war niemals ihres gewesen und würde es auch nie sein. Erstmals seit Langem überkam ihn das Verlangen nach etwas zu rauchen. Seit er diesen heruntergekommenen Planeten verlassen hatte, auf dem er wieder und wieder gegen eine Ausgeburt von Dug Sabaac gespielt hatte und selbst in kaum besseren Zustand war, hatte kein Kraut mehr angerührt aber es schien, als wurde man lebenslang von seinen Fehlern verfolgt.

Gesar schüttelte langsam den Kopf und wendete sich wieder Shana zu.
»Das Kartell ist ein großer, verworrener Zusammenschluss und offenbar hat unsere letzte Begegnung einen bitteren Beigeschmack hinterlassen. Ebenso wie die Geschäftspraktiken des Kartells einen bleibenden Eindruck auf mich gemacht haben. Die Naon sind eine der lokalen Handelsgilden, die darin verwickelt zu sein scheint.« lautete seine vage Antwort. Nach ihrer Schilderung war Shana mit solcherlei Gruppierungen vertrauter, als man es jemandem wünschen sollte.
»Allerdings haben Sie nichts mit dieser Angelegenheit zu tun, Miss Trees. Ich entschuldige mich für jede Unannehmlichkeit, die Ihnen zuteilwurde, sollte ich Sie in etwas mit hineingezogen haben. Ich kann auch nicht beantworten, weshalb wir angegriffen worden, oder ob nur einer von uns zur falschen Zeit in Begleitung des anderen war. Wie steht es um ihre Kontakte, haben Sie über Ihre eigenen Fähigkeiten hinaus die Möglichkeit für Ihre Sicherheit zu sorgen?«
"Ich habe die ein oder anderen Freunde, die mir den Rücken decken können, wenn es darauf ankommt, keine Sorge. Aber sie haben mir noch immer nicht verraten, was dieses Kartell eigentlich anstellt. Reden wir hier von Spiceschmuggel, Sklavenhandel, oder treiben diese Leute einfach nur den Preis für Nerfburger in die Höhe? Und bei allem Respekt, Mister Jedi, aber... diese Leute im Lagerhaus wollten mich töten. Ob nun beabsichtigt oder als Kollateralschaden. So etwas nehme ich recht persönlich. Ich fürchte, vorerst habe ich wohl oder übel mit dieser Angelegenheit zu tun. "kam die prompte Antwort. Gesar gewann den Eindruck, dass ihr vermutlich keiner der von ihr genannten Aspekte vollkommen fremd war und zog im Zusammenhang mit dem, was er sonst über sie wusste, seine Rückschlüsse über ihre Vergangenheit. Auch entging ihm nicht, dass die von ihr gewählte Anrede jeden vorgeblichen Respekt negierte.
»Sie handeln all das und was immer Ihnen noch in den Sinn kommt. Auch von einem gewissen politischen Einfluss ist auszugehen.« Shanas Entschluss ließ ihn unbeeindruckt. Er sah ihr fest in die Augen, während er ruhig, aber nachdrücklich hinzufügte: »Natürlich treffen Sie Ihre eigenen Entscheidungen. Ich kann Ihnen nur raten, zu überdenken, was Sie persönlich nehmen.« So sehr die Begegnung als auf ihre Weise bereichernd empfand, so klarer wurde ihm, dass er die längste Zeit im Spacer's verbracht hatte.
»Es hat mich ehrlich gefreut, Sie kennengelernt zu haben, Miss Trees. Möge die Macht mit Ihnen sein.« Er nickte ihr respektvoll zu und ließ die Togruta mit seinen Worten allein.

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08 Jan, 2016 01:04 44 Gesar Sol ist offline Email an Gesar Sol senden Beiträge von Gesar Sol suchen Nehmen Sie Gesar Sol in Ihre Freundesliste auf
Shana Trees
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Das Gespräch verlief ganz und gar nicht so, wie Shana es erwartet hatte. Genau genommen wusste sie nicht, was genau sie eigentlich erwartet hatte. Aber in ihrer Vorstellung enthielt es wesentlich mehr „Treten wir den Imps in den Hintern“ und erheblich weniger „Ich mache jetzt schon zum zweiten Mal ohne große Erklärungen den Abgang.“ Für einen Augenblick rang sie mit sich. Sie wollte etwas sagen, diesen Sol aufhalten und zur Rede stellen. Aber das tat sie nicht und unterdrückte den Impuls. Ihr Bauchgefühl sagte ihr, das es einfach nicht der passende Moment für so etwas war. Ihn jetzt aufzuhalten, würde die Dinge vermutlich nur schlimmer, anstatt besser machen. Also lies sie ihn gehen.

Sie hatte bereits eine grobe Idee, was sie in dieser Jedi-Sache weiter anstellen wollte und sollte. Aber ihre Gedanken würde sie nicht hier auf diesem Hausdach weiterspinnen. Der Colicoid schenkte ihr keine besondere Beachtung, als sie den Spacer´s wieder verließ und auf die nächtliche Straße trat. Sie prägte sich den Namen der Straße ein und machte sich auf den Rückweg zu ihrer eigenen Unterkunft. Aber natürlich nicht zu Fuß. Auch wenn ihre Unterkunft ebenfalls in der Spacers Section der Stadt lag, bedeutete das in einer Megacity noch immer, dass sie vermutlich bis morgen früh noch unterwegs war. Also öffentliche Verkehrsmittel. Ereignislos traf die fahrt mit dem Speeder Bus am besten. Niemand schenkte ihr Beachtung, von den üblichen, streifenden Blicken der anderen Passagiere einmal abgesehen. Als sie nach dem dritten Umsteigen ein paar angetrunkene Jugendliche etwas zu lautstark darüber philosophierten hörte, ob nun sie, oder eine dazu gestiegene Chagrian mit ihrer Cathar-Freundin den besten Hintern hatte, verdrehte sie lediglich die Augen und ließ angetrunkene Schwachköpfe angetrunkene Schwachköpfe sein. Sie war einfach nur eine weitere Nummer in einer gesichtslosen Masse. Eine unter mehr als 50 Millionen. Es war auf seine ganz eigene Art und Weise merkwürdig. Hier ein paar Nachtschwärmer, dort eine Streife des Celanon Organized Protectorate, die zu einem Einsatz rauschte. In ihrer Unterkunft nahm sie ein Bad, machte sich etwas zu essen und schaute währenddessen Holotv. Es war so normal, so gewöhnlich und unaufgeregt. Wenn man bedachte, dass sie nur Stunden zuvor drei Schläger getötet und einen waschechten Jedi getroffen hatte, war es fast ein wenig surreal. Aber es half ihr. Zumindest glaubte und erzählte sie sich das. Ein Anker der Normalität. Und was sollte sie auch sonst tun? Es war schlicht zu spät und alle weiteren Pläne würde sie ohnehin frühestens am nächsten Morgen realisieren.

Beinahe hätte sie dabei vergessen, dass sie noch immer die Disc hatte, die ihr Duros-Kontakt vom Wiederstand ihr gegeben hatte. Der Grund, warum sie in erster Instanz überhaupt in diese Sache reingeraten war. Die Informationen auf der Disc waren weit weniger spannend, als man vielleicht angenommen hätte. Keine konkreten Pläne, keine genauen Ziele, keine Namen, Verstecke oder Schwachstellen. Was die Disc als bläuliches Holobild zeigte war eine Karte von Celanon City, in der der Raumhafen hervorgehoben wurde, speziell ein Lagerhauskomplex. Mehr gab es nicht. Aber es genügte, um eine grobe Vorstellung davon zu bekommen, in welche Richtung ein möglicher Schlag des Widerstandes ging. Irgendetwas am Raumhafen. In diesen Lagerhäusern. Das war etwas, worauf sie sich einlassen konnte und würde.


Am nächsten Morgen hatte sie sich mit ihrem Kontakt, Caddum Bra, zu einem Treffen in einem Safehouse des Widerstandes verabredet, das von außen ungefähr so unspektakulär aussah, wie von innen. Dort erzählte sie ihm alles. Von dem Jedi, sein Versteck bei dem Colicoiden, von dem Angriff und Naon. Die Mimik des Duros wechselte während der Erzählung immer wieder von Verwunderung, über Unglaube, zu Überraschung, Freude und zurück.


„Ein Jedi… ein echter Jedi. Die Sache mit dir und Brey war ja schon verrückt, aber ein richtiger, echter Jedi? Sogar mit Stock im Hintern? Ausgerechnet hier auf Celanon? Ich weiß echt nicht, was von all dem Zeug verrückter ist. Aber ich bin ganz deiner Meinung. Das könnte der Fang des Jahrzehnts für uns sein, wenn wir diesen Kerl wirklich für die Sache gewinnen können. Du hast die Disc ja gesehen. Wir haben was in Planung. Was mir aber Sorgen macht, ist dieses Kartell und diese Handelsschwachköpfe. Also, ich schlage vor, wir machen es so: Ich schick ein paar Jungs vom Widerstand los, die es verstehen unerkannt zu bleiben. Die behalten dieses „Spacer´s“ von dem Colicoiden im Auge, falls unser Jedi dort noch mal auftaucht. Und ne andere Gruppe behält die Gebäude von Naon hier in der Stadt im Auge. Klang schließlich so, als würde dieser Sol dort früher oder später auftauchen. Wenn wir ihn sehen, melden die Jungs das und ich geb dir sofort bescheid. Und ich werd auch noch paar Slicer auf diese Naon-Typen ansetzen. Vielleicht finden die raus, ob diese Schläger von denen du erzählt hast es wirklich auf den Jedi abgesehen haben, oder hinter dir oder uns her sind. Klingt das nach nem Plan?“ vollendete der Duros seinen Monolog. Im Grunde gab es für Shana nicht viel mehr hinzu zu fügen.

„Klingt gut. Was mache ich in der Zeit? Diese Lagerhausnummer auf deiner Disc sieht machbar aus, denke ich. Ich weiß zwar nicht, was ihr da wollt, aber ich bin dabei.“

„ Du kannst dir in der Zeit die Mauern zum imperialen Sektor anschauen. Einstiegspunkte auf einer Karte sind ein Ding. Realität ist ein anderes. Wachwechsel, Sicherheit, du weißt schon. Sei nur nicht zu auffällig. Worum es genau bei der Sache geht, erfährst du dann, wenn es soweit ist. Wir müssen da noch ein paar Sachen festzurren. Wenn alles klappt, wie wir es uns vorstellen, dann verpassen wir den Imps ordentlich eine. Aber das kann notfalls warten. Wir müssen erst wissen, ob dieses Kartell es auf uns abgesehen hat. Und das wir diesen Jedi für uns gewinnen, bevor die Imps ihn schnappen oder er n´ Abgang macht. Also gut. Hast du noch Fragen?“

Kopfschütteln.

„Dann meld ich mich bei dir, wenn wir etwas rausbekommen.“

[Celanon City - Spacer's Section - Safehouse des Widerstandes]

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13 Jan, 2016 18:49 50
Gesar Sol
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[Celanon - Rand der Spacer's Section - Sitz der Handelsgilde Naon]

Die Tür glitt geräuschlos zur Seite, als die Sensoren ihn erfasst hatten.
Die Luft roch verbraucht in dem schmalen Gang. An dessen Ende war ein Durchgang zu erkennen, der so weit entfernt war, dass der Gang bis ins Innerste des Gebäudes führen musste. Zu beiden Seiten waren Transportkisten mit einer Präzision aufgestapelt, die mehr über ihre Verwalter verriet, als ein erster, persönlicher Eindruck es gekonnt hätte. Bis unter die Decke stapelte sich die Ware und machte den Gang klaustrophobisch. Es blieb nur die Flucht nach vorn oder zurück. Hinter ihm folgte jedoch bereits der nächste, sodass ein Rückzug wirklich keine Option war.
Er schob die auf einem Repulsorlift-Antrieb gleitende Palette weiter. Die länglichen Leuchten an der Decke spendeten spärliches Licht. Eine von ihnen flackerte unregelmäßig und nervös.
Wie ein Fluss schließlich ins offene Meer mündete, entließ der lange Gang ihn am Ende in die großen Weiten eines Lagerhauses.
Hier hatte sich ein Dschungel von Warenlogistik entfaltet und die Arbeiter wurden durch bloße Schwarmintelligenz gesteuert.
»Fix' diese Scheiß-Lampe da draußen!« blaffte der Vorarbeiter seiner Gruppe dem nächstbesten Droiden zu und Gesar fragte sich beiläufig, wie jener bei aller Geschäftigkeit in dem Nadelöhr, das nach draußen führte und immer nur in eine Richtung funktionierte, die Umsetzung seines Auftrags auch nur versuchen sollte.

Seit drei Tagen arbeitete er nun für die Naon. Waren erreichten deren Lagerhäuser in Tonnen an einem Tag und verließen sie ebenso wieder. Wie das geschah, hatte er noch nicht vollends durchdrungen.
Gesar gab seine Ladung an einen Droiden weiter und sein Trupp wandte sich mechanisch wieder dem Ausgang zu. Dieses Mal war die Deckenleuchte im Gang voll funktionsfähig.

In den Etagen oberhalb dem Bienenstock der Lagerlogistik befanden sich schmale Räume aneinandergereiht und boten den Arbeitern eine spärliche Unterkunft. Zwei Versorgungsräume boten einer Etage Gelegenheit zum Aufenthalt oder für eine Mahlzeit. Brol Bsula, der Vorarbeiter, griff nach einer Tasse Kaf und leerte sie in einem Zug, während sein Kopf sich immer weiter nach hinten neigte. Dann wischte er sich mit dem linken Ärmel des schwarzen Oberteils über den Mund. Er hatte es schon vor drei Tagen getragen.
»Morgen früh, zwei Stunden vor Schichtanfang. Wir brauchen einen mehr.« Er deutete mit dem Becher in Gesars Richtung. Brol war ein Nalroni und als solcher eine Ausnahme von der Regel. Er scherte sich nicht um seine Kleidung oder sein Auftreten und er war auch kein Kaufmann im eigentlichen Sinn der Handelsgilden. Keiner der Arbeiter zog ihn in Zweifel und dennoch ruhte er sich nicht auf seinem Stand aus. Der Nalroni war intelligent und kompromisslos in seinem Gewinnstreben. Andere Arbeiter waren schon seit Monaten für die Naon tätig. Brol hatte mit ihnen angefangen und die anderen schnell überholt. Er war ein schweigsamer Charakter und ein ruhiger dazu. Heute zuckte sein linkes Ohr unregelmäßig und sein Blick wanderte unstet durch den Raum.
Gesar nickte. Morgen früh, zwei Stunden vor Schichtanfang würde Brol wahrscheinlich am Höhepunkt seiner Nervosität angelangt sein. Offenbar hatte der Jedi mit nur drei Tagen schneller Erfolg gehabt, als beabsichtigt - und er hatte den Vorarbeiter nicht einmal mittels eines Geistestricks von seiner Qualifikation für das morgige Projekt überzeugen müssen.
Die Naon profitierten von der Armut in bestimmten Vierteln. Wer für sie tätig war, so wusste man gerüchteweise zu erzählen, konnte mit wenig Aufwand das zehnfache von dem verdienen, was ein regulärer, etablierter Händler umsetzen konnte. Das betraf vor allem jüngere Mitglieder der Gesellschaft.
Er betrat den Schlafraum, den er mit zwei anderen teilte als Erster und nutze den kostbaren Augenblick, um zu meditieren.

Der Raumhafen von Celanon war ein eigener Organismus und als solcher in seinen komplexen Strukturen kaum nachzuvollziehen. Der kleine Transportgleiter brachte sie direkt in zugangsbeschränkte Areale und hielt geradewegs auf ein mit einer gewaltigen 5 gekennzeichnetes Lagerhaus zu.
Aus einem Schiff war bereits eine Unzahl Container abgeladen worden und eine weitere Anzahl wartete noch im Inneren.
»Die Dinger hier müssen beladen werden, dann alles darüber zu Grek Vier. Fünfzehn Minuten Standard. Ab jetzt. Los!«
Während seine Hände die verlangte Arbeit verrichteten, fokussierten sich Gesars Sinne auf einige der Container nur wenige hundert Meter entfernt. Er spürte viel Leben auf zu engem Raum. Die Macht schlug davor in mächtigen Wellen zusammen. Angst und Verzweiflung überwanden die Begrenzung des Containers in dem Energiefeld spielend und breiteten sich deutlich aus. Die Arbeiter in unmittelbarer Nähe waren diesem Schauspiel geballter, negativer Emotionen gegenüber blind.
Brol Bsulas Aufmerksamkeit hingegen war auf einen herannahenden Gleiter gerichtet und Gesar spürte deutlich, wie die Anspannung des Nalroni noch einmal um ein Vielfaches zunahm. Noch ohne jeden Vorsatz, etwas zu unternehmen, beobachtete Gesar das Geschehen.

[Celanon - Raumhafen - Sektor Forn - Lagerhalle 05]

17 Jan, 2016 21:38 42 Gesar Sol ist offline Email an Gesar Sol senden Beiträge von Gesar Sol suchen Nehmen Sie Gesar Sol in Ihre Freundesliste auf
Shana Trees
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[ Celanon City - Nahe der imperialen Militärbasis - In einem Skycar ]

Es gab keine Neuigkeiten von dem Jedi. Auch wenn Shana sich weigerte zu glauben, dieses seltsame Aufeinandertreffen wäre einfach nur eine einmale, spontane, zufällige Begebenheit, eine kurzweilige Kuriosität, musste sie sich vielleicht damit abfinden. Vielleicht auch nicht. Aber bis die Antwort auf diese Frage gefunden war, konnte und wollte sie einfach wartend herum sitzen. Und das tat sie auch nicht. Sie warf einen genaueren Blick auf den ausgewachsenen, imperialen Militärkomplex der Hauptstadt. Und sie tat es mit der freundlichen Hilfe der Tüftler des Widerstandes. Die Idee war dabei so simpel, wie gleichzeitig genial. Vom Boden aus konnte man kaum einen Blick in das innere der Basis werfen. Eine fünf Meter hohe Mauer versperrte schlichtweg die Sicht. Also ging sie einfach etwas weiter nach oben. Sie saß in einem Skycar, das auf Autopilot eingestellt, die Verkehrsrouten um den Stützpunkt herum abflog, die die besten Einblickwinkel auf die verschiedenen Sektionen boten. Wieder einmal war die Anonymität der Masse ihr bester Freund. Wer achtete schon auf eines von hunderten, wenn nicht tausenden Skycars, die nicht im Geringsten vom alltäglichen Verkehr abhoben? Streng genommen hob sich ihr Fahrzeug geringfügig von den anderen ab. An seiner Unterseite hatten war eine Hochleistungskamera montiert worden, die sie von einem Pad auf dem Beifahrersitz aus steuerte. Perfekt, um ihre Route zu den Lagerhäusern von der Vogelperspektive aus zu planen. Und auch hier galt: Wer sollte schon bei der Fahrhöhe und Geschwindigkeit die montierte Cam auffallen?

Shana musste sich eingestehen, das der imperiale Stützpunkt durchaus beeindruckend war. Nach den Informationen, die sie vom Widerstand hatte, befanden sich zu jedem Zeitpunkt tausende von Zsinj-Imperialen Soldaten und militärischem, wie zivilem Personal in diesem Stützpunkt. Es gab eine Raumhäfen, Lagerhallen, Baracken, Fuhrparks und Verwaltungsgebäude. Wo sie Bewegung oder Fahrzeuge ausmachen konnte, nutzte sie die Gelegenheit um tiefer zu zoomen. Einen besseren Überblick zu erhalten, was die Imps so alles auf Lager hatten. Wie erwartet war es eher weniger mutmachend. Sie machte haufenweise Soldaten der Imperial Army in ihren grauen Uniformen aus, weißgepanzerte Angehörige des Sturmtruppencorps und sogar ein paar Mitglieder von Zsinjs gefürchteter Eliteeinheit, den Raptors, in ihren schwarz-roten Ganzkörperrüstungen. Sie sah Angriffstransporter der Gamma ATR-6 Klasse, die flankiert von Tie-Raptors von Flugfeldern abhoben, sah AT-ST´s, AT-PT´s und AT-DP´s, zusammen mit TIE Maulern, S1 FireHawke und 2-M Saber Repulsorpanzer, die sich in Hangars gefahren wurden, oder zu irgendeinem anderen Zweck unterwegs waren. Sie sah AT-AA´s, die imperialen Luftabwehr-Walker, die an strategischen Punkten des Stützpunktes postiert waren und von Angriffen aus der Luft schützen sollten. Kurz und knapp: Es war genau die Art von Militärpräsenz und Ausstattung, die man auf einer der vermutlich wichtigsten Welten dieses Splitterimperiums erwarten würde. Am liebsten hätte sie die ganze Einrichtung samt Personal atomisiert. Aber realistisch betrachtet, würde sie sich mit Nadelstichen begnügen müssen. Realistisch betrachtet, brauchte sie sich ihr Bildmaterial auch gar nicht erst später anzuschauen um festzustellen, dass sie eine Infiltration der Basis während des Tages vergessen konnte. Zu viel Betrieb, zu viel Personal, das Unterwegs war. Zu versuchen, sich ungesehen zu den Lagerhallen zu schleichen, wäre schlichtweg lächerlich schwer und kompliziert gewesen. Wesentlich vielversprechender waren hingegen die Aufnahmen, die sie während ihres Nachtfluges machte. Dramatisch weniger Personal, das unterwegs war. Garnicht, oder schlecht ausgeleuchtete Bereiche. Wenn sie wirklich vorhatte, für den Widerstand in dieses Ding zu gehen, dann nur nachts.

Nachdem genügend Bildmaterial aus luftiger Höhe gemacht wurde, entschied die Togruta sich, bevor sie sich mit den Jungs vom Widerstand an eine detailliertere Auswertung setzte, bestimmte Abschnitte der fünf Meter hohen Mauer zu Fuß abzugehen. Diesmal nur am Tag und immer in der nähe anderer Passanten. Und auch ohne Cam und Waffen. Sie wollte wirklich keinem Imp erklären müssen, warum sie aufnahmen der Mauer machte, alleine. Und erst recht nicht wenn es schon dunkel geworden war. Entsprechend geringer war hier auch der Erkentnissgewinn. Aber es reichte bereits aus, ein paar Gebäude auszumachen, die nah genug an der Mauer gebaut worden waren, das sie im Zweifel einen Machtsprung wagen könnte, ohne gegen die Wand zu klatschen, oder sich beim Fall die Knochen zu brechen. Zwar hatte sie in erster Linie nicht vor, über die Mauer zu springen, wenn es nicht wirklich notwendig war, aber falls ihr als Plan B keine andere Wahl blieb, war sie zumindest vorbereitet. Wieder ging alles reibungslos über die Bühne. Jetzt galt es, zu sehen welche Schlüsse sich über ein mögliches Vorgehen schließen ließen. Und vielleicht ließ bis dahin Herr Jedi auch noch einmal von sich hören. Man durfte ja schließlich hoffen.

[ Celanon City - Nahe der imperialen Militärbasis - Zu Fuß ]

23 Jan, 2016 22:06 04
Gesar Sol
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[Celanon - Raumhafen - Sektor Forn - Lagerhalle 05]

Das war nicht der rechte Augenblick. Jede Gefühlsregung in die Macht entlassend fuhr Gesar fort, den Transportgleiter zu beladen. Aus den Augenwinkeln konnte er beobachten, wie Brol Bsula zwei Personen in Empfang nahm. Die imperialen Offiziere bedienten sich keiner Gestik, bereits ihr Auftreten genügte, um Bsula sich auf der Stelle winden zu lassen. Der Nalroni hatte sich bis auf seine leicht hängenden Schultern gut gefasst, sein Inneres war aber in Aufruhr, wie eine knappe Untersuchung durch die Macht ergab. Die Präsenz seiner Gesprächspartner hingegen war geschmeidig und glatt, die des höherrangigen jedoch fast ein wenig lauernd.
Gesar verlud die letzte der Kisten, als der sich einige Meter von ihm entfernt abspielende Austausch beendet wurde. Es war mehr ein Monolog gewesen, von einigen bestätigenden Einwürfen Bsulas abgesehen. Während dieser sich nun auf Gesar und seinen Kollegen zubewegte, setzten die Imperialen ihren Weg fort in Richtung des Frachters. Der Capain des Schiffes mit samt seiner lebendigen Ware empfing sie.

»Planänderung. Die Sachen gehen in den Osten von C'City.«
»Die Militärbasis?« Gesars Tonfall klang nahezu naiv. Der Nalroni sah sichtlich aufgekratzt zur Seite und wieder zurück.
»Offensichtlich, wermo Brol schien die Kooperation nicht zu behagen. Seiner Reaktion war darüber hinaus nicht viel zu entnehmen.
»Ihr beide nehmt diese Ladung und es kommen noch zwei Transporter dazu. Die - « er wies mit dem Daumen hinter sich, aus welcher Richtung zwei Sturmtruppensoldaten näher kamen »begleiten euch.«
Mit weit ausgreifenden Schritten entfernte sich Brol. Gesars Moral ächzte unter der Last, die ihrem Gewissen damit aufgebürdet wurde, die eingepferchten Lebewesen zurückzulassen. Wiederholt musste er sich überzeugen, dass diese Moment nicht der richtige war und erneut spürte er die Macht übereinstimmend widerhallen. Er stieg in das Fahrzeug und kurz darauf verließ das eskortierte Trio den Raumhafen.

Was immer sie transportierten, war unwichtig genug, dass man es mitten durch die Stadt hindurch zur Basis bringen konnte. Andererseits war die militärische Präsenz in Celanon City hoch genug, dass die Imperialen eine ernsthafte Bedrohung ohnehin nahezu ausschließen konnten.
Gesar warf einen Blick zu seinem Kollegen, der ihm gegenüber im Inneren des Transporters saß und damit beschäftigt war, den T'bak seiner Wahl aus einem Beutel auf seinen Oberschenkeln zu portionieren. Für ihn schien dieser Auftrag einer von vielen zu sein. Gut möglich, dass die Naon enger mit der imperialen Militärbasis vernetzt waren, als ursprünglich angenommen. Gesar lehnte sich zurück und schloss die Augen. Die Macht hob sich um ihn und er verwurzelte sich tief im Licht, nutze den Moment der Ruhe, um in eine leichte Meditation zu fallen.
Das Fahrzeug hielt fast unmerklich an. Der Jedi streckte seine Sinne aus und versuchte zu ertasten, was sich außerhalb befand. Der Naon und er waren zusammen mit der Ware verstaut, was ihnen unglücklicherweise einen Blick auf ihre Umgebung verwehrte.
Die Macht wurde bald verschwommen und von einigen Präsenzen und einer Ahnung in Bezug auf das Bauwerk der Basis abgesehen war der Erkenntnisgewinn mager.
Mit dem nächsten Stop wurde der Laderaum geöffnet und sie geheißen, die Waren zu entladen - und zwar eilig. '.. vielen Dank. Dieses Leben ist nicht für mich bestimmt.' ergab er sich seiner gegenwärtigen Aufgabe.
Die Lagerhalle war gewaltig. Er erinnerte sich an eine Karte der Stadt, aus welcher hervorging, dass der militärische Komplex mehr Gebiet in Anspruch nahm, als manche Stadtteile. Nun, da er sich außerplanmäßig bereits hier befand, konnte er die Gelegenheit nutzen, und sich umsehen. Als sein Arbeiterkollege erneut im Transporter verschwand, machte er dem Imperialen, der sie beaufsichtigte, daher einen Vorschlag.
»Ich erinnere mich, dass diese Kisten in die Halle nebenan gehören. Bring' sie dorthin.« Gerne folgte er der Anweisung. Mit einer Bestätigung nahm sich Gesar den besagten Frachtkisten an und brachte sie und sich bald außer Sichtweite, als die Macht erzitterte. Er blieb auf der Stelle stehen und suchte nach dem Ursprung der Fraktur. Die Macht indes drängte ihn vorwärts und er gehorchte, die Fracht schneller vorantreibend, bis das Gefühl der Warnung so anschwoll, dass er die Kisten zurückließ und durch ein Tor eine zweite Halle betrat. Er sah niemanden, und doch pulsierte die Macht in seinen Venen, bereit, zu reagieren.

[Celanon - Imperiale Militärbasis - Lagerhalle]

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07 Feb, 2016 15:50 22 Gesar Sol ist offline Email an Gesar Sol senden Beiträge von Gesar Sol suchen Nehmen Sie Gesar Sol in Ihre Freundesliste auf
Shana Trees
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[ Celanon City - Nahe der imperialen Militärbasis]

Etwas war passiert. Das wusste Shana schon, als Caddum Bra sie mitten beim Essen kontaktierte. Hätte seine angespannte Stimmlage es nicht verraten, dann hätte spätestens der Anhang, das es dringend sei, es getan. Bewaffnet mit einem Happen für Unterwegs machte die junge Togruta sich auf den Weg zum Versteck des Widerstandes, in dem auch schon hektische Betriebsamkeit herrschte. Der Duros erwartete sie bereits und verschwendete keine Zeit mit Begrüßungsfloskeln. „Wir haben ein Problem. Kein unlösbares, aber ein Problem.“

„Was ist los?“

„Es geht um die Imps. Und deine Mission. Also, Zeit die Karten auf den Tisch zu legen.“
Das Alien führte sie in einen Raum, der dem Inventar nach so etwas wie eine Mischung aus Werkstatt und Computerzentrale war. Ein hagerer, blasser Mensch, vermutlich in der Mitte seines Lebens, mit Kittel und zerzauster Frisur, der wie die schlechte Karikatur eines Forschers aussah, empfing sie und überreichte Caddum einen kleinen Chip, ehe er ein 3D Holobild des Imperialen Stützpunktes aufrief, auf dem zwei Lagerhäuser, etwa 300 Meter entfernt voneinander, rötlich hervorgehoben wurden.

„Danke. Shana, das ist Brallis, unser Tech-Experte. Er ist der verantwortliche für die technischen Aspekte dieser Operation. Brallis, das ist Shana. Sie wird die Sache für uns durchziehen.“

Hände wurden geschüttelt, Grußworte ausgetauscht. Dann räusperte sich der Mann und seine Züge wurden ernster. Insgeheim war Shana fast ein wenig enttäuscht darüber, das Brallis sie nicht mit einem Schwall von unverständlichem, technischem Kauderwelsch erschlug. Es hätte einfach perfekt ins Bild gepasst.


„Kommen wir zur Sache. Dieser Chip, den sie dort sehen, enthält ein eigens von uns entwickeltes Virus. Sie mögen mir verzeihen, wenn ich ihnen die genaue Wirkungsweise und das letztendliche Ziel, das wir damit erreichen wollen, noch nicht erklären kann. Geheimhaltung, für den Fall einer Gefangennahme. Sie kennen das ja. Und bevor sie fragen: Nach unseren Tests sollten die Imperialen den Virus bis zu seiner Aktivierung durch uns nicht entdecken können. Auch wenn ein gewisses Restrisiko natürlich bleibt.“

Nun ergriff der Duro wieder das Wort, ging um die holografische Darstellung herum und deutete auf die beiden Lagerhallen.

„Deine Aufgabe ist es, dieses Virus auf einen imperialen Protokolldroiden hochzuladen, der sich in diesem Lagerhaus hier befindet: A-27. Unser Problem ist, das die Lieferung früher eingetroffen ist, als wir erwartet hatten. Was im Umkehrschluss auch bedeutet, das die Lieferung… und damit unser Droide, auch früher weitertransportiert werden. Nach den Informationen unserer Slicer in drei, höchstens vier Tagen schon. Wir wissen nicht, ob oder wann wir noch einmal so eine Gelegenheit bekommen, falls wir diese hier wegwerfen. Das bedeutet, das wir diese Aktion jetzt schnell durchziehen müssen. Jedi und diese Naon-Typen hin oder her. Auf der anderer Seite bietet sich und so aber auch eine unerwartete Gelegenheit, den Imps einen zweiten Schlag zu verpassen. Und zwar hier. Lagerhaus A-42. Etwa 300 Meter entfernt vom Hauptziel. Nach allem was wir wissen, befindet sich dort derzeit eine ziemlich große Lieferung aus 2-1C Gefechtssanitätsdroiden, sowie ASP-7 Arbeitsdroiden. Müssten wir den Einsatz nicht vorverlegen, wäre uns diese Lieferung durch die Finger gegangen. Also, wenn du vor Ort bist und die Situation es zulässt, sorg dafür das diese Dinger reif für den Schrottplatz sind. Im Zweifel sind die Droiden in A-42 aber optional, versteh du? Das ist der Bonus. Was zählt ist, das du diesen Virus hochlädst. Brellis gibt dir nachher noch die Kennung des Droiden.“

„Also schön. Virus hochladen, wenn möglich die Droiden schrotten. Von Lagerhalle zu Lagerhalle gibt es reichlich Deckungsmöglichkeiten und ein paar schlechter ausgeleuchtete Bereiche. Damit sollte ich arbeiten können. Ich werde auf jeden Fall nachts reingehen. 3 Uhr Morgens rum, denke ich. Da sollte am wenigsten los sein. Wie steht es mit Einstiegsmöglichkeiten und Fluchtrouten? Oder Unterstützung?“

„Wir halten Funkstille. Du bist auf dich alleine gestellt, da drinnen. Falls es wirklich eskaliert, gebe ich dir eine Comm Frequenz. Kontaktier uns da und ein paar Jungs starten in der Stadt Störaktionen, die etwas imperiale Aufmerksamkeit auf sich ziehen sollte. Aber wirklich nur im absoluten Notfall. Was den Einstieg angeht, haben wir uns etwas ausgedacht. Wir haben eine Route durch die Kanalisation zusammengestellt. Stinkt zwar schlimmer als ein Wookie, da unten, aber so kommst du nah dran. Du betrittst den Untergrund in einem Armenviertel. Einer unserer Leute wird dich dort hinbringen. Dann hast du etwa 2 Kilometer Marsch durch die Tunnel vor dir. Pass auf, das dir da unten kein Vieh das Gesicht wegisst. Und die wirst vermutlich das Revier von ein paar Banden kreuzen, die es sich da unten eingerichtet haben. Ich weiß, klingt übel, aber es ist der beste Weg in die Basis. Die genaue Route werden wir dir auf ein Pad laden. Also… bereite dich gut vor. Schau dir alles noch einmal in Ruhe an. Und wenn alles glatt läuft, treten wir den Imps ordentlich in den Hintern. Wie damals, auf Garos IV.“

„Auf Garos IV musste ich nicht durch die Kanalisation kriechen. Aber ich schaffe das schon. Da sind noch ein paar offene Rechnungen, die ich mit den Imps zu begleichen habe.“

Den Rest des Tages und auch einen Großteil des nächsten verbrachte Shana damit, sich mit allen wichtigen Informationen vertraut zu machen. Viel Schlaf fand sie in dieser Nacht nicht. Da war die Anspannung und die Nervosität, die sie vor jeder großen Sache hatte. Auch etwas Angst. Verschiedenste was-wäre-wenn Szenarien, die sie wieder und wieder im Kopf durchspielte. Andererseits war da auch fast so etwas wie Vorfreude in ihr. Sie wollte dieses Ding durchziehen. Den Imps wehtun. Und zwar richtig. Seit der Katastrophe beim Angriff auf die Cardan-Raumstation war dies ihre erste Chance, für Vergeltung. Die ganze Wut, der Hass und auch die Verzweiflung, die sich in dieser Zeit in ihr angestaut hatten, schrien danach, rausgelassen zu werden. Das war vielleicht nicht sehr jedihaft. Aber ihr Lehrmeister war auch schließlich kein Jedi. Kein richtiger. Es ging nicht darum, Gefühle zu unterdrücken und zu leugnen. Sie waren Teil von ihr. Da gab es nichts zu leugnen. Sie war kein Droide. Es ging um Kontrolle. Beherrschung.

Als ein Skycar des Widerstandes sie durch das nächtliche Celanon City zum Einstiegspunkt in den Untergrund brachte, waren die Zweifel weg. Keine Zweifel. Entschlossenheit. Und das Gefühl, die Dinge wieder etwas im Griff zu haben. Das vertraute Gefühl ihres schwarzen Kampfanzuges auf ihrer Haut. Das fast schon beruhigende Baumeln ihres Lichtschwertes an ihrem Gürtel. Der Blaster in ihrem Holster. Und die Maske, die zwar nicht ihre Montrals und damit ihre Spezies verbergen konnte, zumindest aber ihre Identität. Es war fast schon erstaunlich, welchen Unterschied es machte, ob sie sich zivil verkleidete, oder gerüstet für den Kampf war. Das Skycar ließ sie in einem Elendsviertel raus. Heruntergekommene Häuser, flackernde Lichter, Müll auf den Straßen. Und was vielleicht am wichtigsten war, niemand, der an diesem Ort noch draußen war. Keiner, der Fragen stellen würde. Sie könnten schließlich alles mögliche sein. Banden, Eintreiber, Killer. Der Mann des Widerstandes führte sie in ein Haus, das von innen mit genauso viel Schmiererei bedeckt war, wie von aussen. Mehrere Treppen hinab, in einen Keller, wo zwei weitere Widerständler sie erwarteten. Dann ging es durch ein zugedecktes Loch in der Wand in einen weiteren Raum, in dem sich eine Bodenöffnung mit einer Leiter befand. Das war der Eingang in die Kanalisation. Das verriet ihr bereits der Geruch. Die drei Männer des Widerstandes blieben. Wünschten ihr Glück. Meinten, sie solle ein paar Imps für sie abknallen. Dann ging es hinab in den Untergrund. Im Grunde war es genau so, wie man sich die Kanalisation unter einem Elendsviertel vorstellte. Dreckig, stinkend und düster. Teilweise leuchteten ihr flackernde Deckenlicher den Weg. Teils herrschte völlige Dunkelheit und sie war gezwungen, die gelbliche Klinge ihres Lichtschwertes als Lichtquelle zu missbrauchen. Ständig grollte, ächzte oder tropfte es irgendwo. Mal gab es Gehwege für Wartungspersonal, mal watete sie durch eine Brühe, von der sie gar nicht wissen wollte, woraus sie bestand. Nicht, als sie ihr bis zu den Knöcheln reichte. Und erst recht nicht, als es ihr bis an die Knie reichte. Wenn sie diese Sache hinter sich gebracht hatte, würde sie die Mutter aller Bäder nehmen. Und selbst die Desinfektion ihrer Kleidung einer Desinfektion unterziehen. Orientierung, durch welchen Tunnel und welche Abzweigung sie nehmen musste, gab ihr ihr Pad, auf dem sich eine Karte der Route befand, die sie nehmen musste. Hätte sie ihren Chrono nicht dabei gehabt, hätte sie vermutlich längst jedes Zeitgefühl verloren. So aber wusste sie, das sie recht gut in der Zeit lag. Gesellschaft hatte sie so gut wie keine. Das meiste Ungeziefer, ob nun auf vier Beinen, mit Flügeln oder schlängelnder Fortbewegung, suchte vor dem Alien mit der gelblichen Lichtquelle schnell das Weite, oder begnügte sich damit, zu zischelnd und knurren. Defekte und vergessene Wartungsdroiden waren… nun ja. Defekt und vergessen. Die einzige Ausnahme war eine Art Echsenvieh, das, wie sie fand, vom Gesicht her einem Ugnaught ähnelte. Es musste sich eine gute Mahlzeit versprochen haben, als es sie aus der truben Brühe heraus ansprang. Was es fand, waren Reflexe, die Instinktiv handelten. Und eine gelbe Plasmaklinge, die dem Tier ein jähes Ende setzte.

Weitere Zwischenfälle blieben ihr erspart. Selbst in den Bereichen des Untergrunds, die verschiedenste Banden für sich beansprucht hatten. Gesprühte, gemalte oder eingeätzte Symboliken und Schriftzeichen kennzeichneten Reviergrenzen. Ihre Beansprucher waren jedoch endweder nicht da, oder ließen sich weitläufig genug umgehen. Ein, oder zwei Mal konnte Shana hallende Stimmen hören, oder Schatten, die von Gangern in nahen Abzweigungen der Tunnel geworfen wurden. Näher kam sie diesen Leuten nicht.Das Ziel ihrer Reise erreichte die Togruta schließlich gegen gut halb 3 in der Früh. Wenn man ihrem Chrono trauen konnte, zumindest. Ein Energiegitter versperrte den Zugang zu dem Tunnel, der direkt unter die Imperiale Basis und damit zu ihrem Ausstiegspunkt führte. Davor ein automatisiertes, an der Wand befestigtes Blastergeschütz, das sie, glaubte man den Slicern des Widerstandes, bedenkenlos ausschalten konnte, ohne Alarm auszulösen. So kurz vor dem Ziel, machte Shana eine kurze Pause. Sammeln der Konzentration. Schärfen der Sinne. Dann trat sie mit entflammtem Lichtschwert um die Ecke. Die Sensoren des Geschützes registrierten ihre Bewegung, die Läufe wollten in ihre Richtung schwenken… doch sie konnten nicht. Die Macht verhinderte, dass sich die beiden Blasterläufe in Schussposition drehen konnten. Das protestierende Piepen der Maschine, die ihre Drehbewegung nicht vollenden konnte, endete schließlich jäh mit dem Hieb ihrer Klinge. Ein Hindernis war überwunden, blieb das Energiegitter. Hier waren nicht ihre Kräfte die Lösung, sondern die Tüftler des Widerstandes, die ihr einen temporären Störer mitgegeben hatten, der das Feld kurzzeitig unterbrach. Hinter dem Feld, das sich kurz nach ihrem hindurchtreten wieder aktiviert hatte, befestigte Shana ihre technische Spielerei an der Wand. Für ihre Flucht sollte es bereits in Position sein, falls sie schnell verschwinden musste.

Mit jedem Schritt, den sie hinter dem Energiegitter tat, wurde deutlicher, das sie eine andere Welt betreten hatte. Der Schmutz und Dreck wurde weniger. Die Beleuchtung hörte auf zu flackern. Die für imperiale Architektur typische, grau-schwarze Farbgebung übernahm die Oberhand. Es fühlte sich alles so imperial an… und dabei war sie noch nicht einmal auf der Oberfläche. Ein Hindernis stand ihr dafür nicht im Weg. Eine Kamera stand zwischen ihr und einem Wartungstunnel, der sie laut Plan an die Oberfläche und damit ins innere der Basis führen sollte. Ein Hindernis, das sich mit dem selben Trick wie vorhin relativ unkompliziert umgehen lies: Durch die Macht stoppte die Widerständlerin das Überwachungsgerät kurzzeitig in seiner Drehbewegung, lange genug um ungesehen in den Tunnel zu schlüpfen. Sie war an der Oberfläche. Und die war optisch richtig imperial. Sie befand sich nahe der Mauer, vor ihr eine Art Verwaltungsgebäude. Flutscheinwerfer beleuchteten große Teile des Innenhofes des Kompexes. Nun musste sie besonders vorsichtig sein. Nahe an der Mauer, von einer schlecht ausgeleuchteten Stelle zur anderen. Mit ihren Augen, wie auch mit ihren Machtsinnen ständig nach Gefahr (oder anderen Personen) Ausschau haltend. Nahe der dritten Morgenstunde war zwar wie erwartet sehr wenig los. Aber wenig war kein gar nicht. Vor Wachen in den Wachtürmen musste sie sich in Acht nehmen, die sich in gründlicher Regelmäßigkeit an der Mauer befanden. Ebenso vereinzelte Streifen innerhalb des Stützpunktes, denen sie entweder ausweiche, oder vor denen sie sich verstecke, bis sie vorbei gezogen waren. Glücklicherweise war ihr Ausstiegspunkt so gewählt worden, das sie den kürzesten, möglichen Weg zu den Lagerhäusern hatte. A-6, A-14, A-18… da kam jemand. Die Togruta suchte hinter einem abgestellten Repulsorfahrzeug Deckung und streckte ihre Machtsinne aus. Eine einzelne Person. Ein einsamer Armeesoldat in grauer Uniform, behelmt. Sie musste ihn nicht töten. Sie könnte einfach hinter dem Fahrzeug warten, bis er Weg war. Nichts riskieren. Aber das wollte sie nicht. Er war ein Imp. Sie hatte eine Gelegenheit. Ihre Entscheidung war gefallen. Als der Soldat ihr Versteck passierte, schlug sie zu. Sie hörte noch, wie der Mann im Begriff war, sich nach einem schnuppern umzudrehen. Natürlich, sie roch ja noch immer wie eine wandelnde Müllpresse. Aber da war es schon zu spät. Eine Hand griff nach dem Mund, die zerschnitt seine Kehle mit ihrem Vibromesser. Sie zerrte den im todeskampf befindlichen Mann zurück in ihre Deckung hinter dem Fahrzeug und wartete, bis sein Lebensfunke erloschen war. Der Angriff hatte letztlich sogar einen praktischen Nutzen. Sie fand einen Comm bei dem Toten. Vielleicht würde sie so frühzeitig gewarnt werden, wenn sich etwas in der internen Kommunikation der Imps tat. Die Leiche verstecke sie notdürftig unter dem Repulsorfahrzeug. Bis das nächste Mal jemand hier vorbeikommen würde, hatte sie vor bereits wieder verschwunden zu sein.

Lagerhaus A-27. Sie war da. Sie hatte es tatsächlich so weit geschafft. Und dabei auch noch einen Imp erledigt. Wenn das Imperium Geschichte war, sollte sie vielleicht als Darstellerin für Action und Spionage-Holovids anfangen. Zumindest fühlte sie sich fast so wie ein Superspion aus den Vids. Wie sie durch die Schatten schlich, von Deckung zu Deckung. Wie sie lautlos eine Wache erledigte. Wie sie einen Schlossknacker benutze, den sie ebenfalls von den Tüftlern des Widerstandes mit auf den Weg bekommen hatte, um in das Lager einzudringen. Sie spürte keine anderen Personen in ihrer nähe. Sie war alleine. Perfekt. Kisten und Paletten wurden abgegangen, während sie nach der richtigen Lieferung suchte. Nach ihrem Chrono brauchte sie 6 Minuten, bis sie den Protokolldroiden gefunden hatte. Direkt neben ein paar Mausdroiden.
„Ich weiß zwar nicht, was wir mit dir vorhaben, aber ich hoffe es tut richtig Weh.“ Sprach die Infiltratorin zu der desaktivierten Maschine, die erwartungsgemäß nicht antwortete. Virus hochgeladen. Kein Alarm. Keine losschrillenden Sirenen. Sie gab sich die größte Mühe, alles so aussehen zu lassen, wie es war, bevor sie in dieses Lager eingedrungen war. Dann würden sie schließlich vielleicht auch nicht schauen, ob hier etwas nicht in Ordnung war. Dafür war schließlich ihr optionales Ziel dar. A-42. In diesem Lagerhaus spürte sie Leben. Und nachdem sie sich leise zutritt verschafft hatte, sah sie es auch. Zwei Imperiale, ein Mann und eine Frau, beide in den grauen Overalls, wie sie für Techniker üblich waren. Sie beide knieten vor einem Verladedroiden, um sie herum dutzende deaktivierte Droiden der ASP-7 und 2-1C Droiden. Insgesamt schätzte sie die Droiden auf etwa 100 Stück, etwas mehr APS-Arbeitsdroiden, denn Sanitätsmodelle.

„Wen haben wir eigentlich verärgert, das wir um verflucht noch mal drei Uhr Morgen an einem defekten Verladedroiden schrauben müssen?beschwerte sich die weibliche Technikerin.

„Ich bin zu müde um über so was nachzudenken. Bringen wir dieses Drecksteil einfach wieder zum Laufen. Ich würde gerne noch etwas schlaf bekommen, bevor die Sonne wieder scheint.“

Die beiden hatten sie noch nicht bemerkt. Und offenbar auch noch nicht gerochen. Sie machte es schnell. Ein durch die Macht verstärkter Sprung beförderte sie direkt hinter die Techniker. Die Klinge ihres Lichtschwerts entflammte. Und dann lagen sie da, die tödlichen Wunden, die das Plasma in ihre Rücken geschlagen hatte, noch glühend. Das war wirklich der beste Morgen seit langem. Sie hatte drei Imps erledigt. Und nun war sie ganz alleine mit gut 100 Droiden, die Zinjs Leute hoffentlich sehr, sehr vermissen würden. Denn sie hatte vor, jeden einzelnen von ihnen auf den Schrottplatz zu schicken. Ein Lächeln schlich sich auf ihre Lippen, als sie ihre Klinge in den ersten 2-1C stieß, seinen Kollegen daneben „köpfte“ und einen nahen ASP-7 entzweischlug. Endlich konnte sie die Imps büßen lassen.

[ Celanon City – Imperiale Militärbasis – Lagerhaus A-42 ]

07 Feb, 2016 21:04 33
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